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Der beste Akku-Laubbläser

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Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Alle
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 17 Akku-Laubbläser getestet. Der beste ist für uns der Stihl BGA 57. Er bläst so kraftvoll, da bewegen sich sogar Steine, ist stabil konstruiert und liegt gut in der Hand. Außerdem kann er mit oder ohne Akku erworben werden und ist so oder so nicht zu teuer. Aber es gibt auch zwei fast genauso gute Alternativen.

Update 15. Oktober 2020

Wir haben sieben weitere Akku-Laubbläser getestet. Der Stihl BGA 57 schafft es gleich auf Platz 1, die Nachteile des Vorgängers wurden behoben. Der Husqvarna 120iB spielt in gleicher Leistungs-Liga, glänzt aber mit einer Drehzahlregulierung. Der Worx WG584E und Ikra ICBV 2/20 kommen nicht an die Performance heran, letzterer kann aber nahtlos auf Laubsauger umschalten.

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26. November 2019

Wir haben den AL-KO LB 4060 Energy Flex getestet. Der hohe Preis eines passenden 40-Volt-Akkus wird durch die moderate Leistung und die nur durchschnittliche Laufzeit nicht gerechtfertigt.

Im Herbst ist wieder Großreinemachen angesagt. Nicht nur die Gehwege müssen vom bunten Laub befreit werden. Auch rund um Garage und Haus hat sich viel Schmutz angesammelt: Sand in den Ecken und Ritzen, Spinnweben unter dem Dachvorstand und Holzspäne unter der Kreissäge.

Mit einem Akku-Laubbläser kann man das alles schneller reinigen – und man muss dafür nicht einmal ein Vermögen ausgeben: Gute Geräte sind für rund 200 Euro zu haben. Es gibt zwar auch Einsteigermodelle für unter 100 Euro, die halten wir nach unserem Test aber durchweg für nicht empfehlenswert.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Stihl BGA 57

Test Akku-Laubbläser: Stihl BGA 57
Unser Favorit bietet eine stabile Verarbeitung, viel Kraft und gute Ergonomie.

Unsere Nummer Eins ist der Stihl BGA 57, ein kraftvolles und stabiles Gerät für den Heimgebrauch. Er hat zwar keinen Drehzahlregler, doch den braucht man auch nicht, wenn man Einfahrten, Gehwege oder die Fassade reinigt. Das Gebläse hat richtig viel Kraft, sogar größere Kieselsteine werden weggeschoben.

Auch gut

Husqvarna 120iB

Akku-Laubbläser Test: Bildschirmfoto 2020 10 13 Um 14.06.50
Der Husqvarna 120iB bringt ebenfalls eine stabile Verarbeitung und viel Kraft mit. Er ist in drei Stufen regulierbar.

Die Husqvarna 120iB hat ebenfalls ganz schön Dampf unter der Haube und pustet Sand und Steine aus dem Drainage-Streifen. Im Gegensatz zu Stihl kann die die Leistung dreistufig reguliert werden. Dafür ist das Blasrohr nicht verlängerbar und die Laufzeit mit Vollgas kürzer.

Gut & günstig

Worx WG584E.9

Test Akku-Laubbläser: Worx WG584E 40V (ohne Akku)
Fast so viel Kraft wie der Testsieger, gute Ergonomie und ein absoluter Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 20V-Worx-Akkus besitzen.

Der Worx WG584E 40V ist dann interessant, wenn Sie bereits 20-Volt-Akkus des Herstellers im Betrieb haben oder sich entsprechende Geräte in der Zukunft kaufen möchten. Ohne Akku und Ladegerät ist dieses Modell nämlich unschlagbar günstig. Der Worx WG584E hat nicht ganz so viel Kraft wie unser Testsieger, aber ansonsten keine nennenswerten Nachteile.

Laubsauger-Kombi

Ikra ICBV 2/20

Test Akku-Laubbläser: Ikra 74003200
Der gemütliche Laubsammler für kleinere Flächen mit guter Leistung und Tragekomfort.

Der Ikra ICBV 2/20 ist ein Kombi-Gerät aus Bläser und Laubsauger. Durch die kleine Blasöffnung geht die Arbeit langsam voran. Dafür kann man unterbrechungsfrei auf Saugen umschalten und immer wieder zwischendurch Laub aufnehmen. Der Ikra eignet sich für gemütliches Arbeiten auf eher kleinen Flächen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGut & günstigLaubsauger-Kombi
ModellStihl BGA 57Husqvarna 120iBWorx WG584E.9Ikra ICBV 2/20Stihl BGA 56Fuxtec E435C 40VEinhell GE-LB 36/210 Li EWorx WG569E.9Ikra IAB 40-25Stiga SAB 500 AEAL-KO LB 4060 Energy FlexBlack+Decker GWC3600L20Einhell GE-CL 18 Li E KitRyobi OBL18JBBosch ALB 18 LIDeltafox DG-CLB 2013Grizzly ALB 2420 Lion Set
Test Akku-Laubbläser: Stihl BGA 57Akku-Laubbläser Test: Bildschirmfoto 2020 10 13 Um 14.06.50Test Akku-Laubbläser: Worx WG584E 40V (ohne Akku)Test Akku-Laubbläser: Ikra 74003200Test Laubbläser: Stihl BGA 56Test Akku-Laubbläser: Fuxtec E435C 40VTest Akku-Laubbläser: Einhell GE-LB 36/210 Li ETest Laubbläser: Worx WG584E 40VTest Akku-Laubbläser: Ikra IAB 40-25Akku-Laubbläser Test: Stiga Sab 80 AeTest Akku-Laubbläser: AL-KO LB 4060 Energy FlexTest Laubbläser: Black+Decker GWC3600L20Test Laubbläser: Einhell GE-CL 18 Li E KitTest Laubbläser: Ryobi OBL18JBTest Laubbläser: Bosch ALB 18 LITest Akku-Laubbläser: Deltafox DG-CLB 2013Test Akku-Laubbläser: Grizzly ALB 2420 Lion Set
Pro
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • Lautstärke: moderat, hochtönig, aber angemessen
  • Blasrohr verlängerbar, Einrastung klappt gut
  • Kindersicherung
  • Zwei-Stufen-Akku Einrastung
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • 3 Stufen Regelung am Taster
  • Gute Leistung
  • 3 Drehzahlstufen + Turbo
  • Einfaches Rohrabstecken
  • Gute Laufzeit bei Vollgas
  • Dauer-On ohne Taster
  • Akku aufladen in einer Stunde
  • Auch Laubsauger/Laubhäcksler
  • Kleine Blasöffnung, schiebt auch Steine
  • Fangsack mit schneller Umschaltung zwischen Saugen und Blasen
  • Akku in einer Stunde geladen
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • Lautstärke noch moderat
  • Blasrohr verlängerbar
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • 3 Drehzahlstufen
  • Dauer-On ohne Taster
  • Mehrstufige Drehzahl + Turbo
  • Rohrende blechverstärkt
  • Einfaches Auseinanderstecken
  • Gute Leistung
  • 3 Drehzahlstufen + Turbo
  • Dauer-On ohne Taster
  • Akku in einer Stunde geladen
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • Mehrstufige Drehzahl
  • Rohrende blechverstärkt
  • Einfaches Auseinanderstecken
  • Leistung etwas besser als beim Testsieger
  • Mehrstufige Drehzahl
  • Auseinanderstecken mit einer Hand
  • Gute Verarbeitung
  • Stufenlose Drehzahl
  • Dauer-On ohne Taster
  • Einfaches Auseinanderstecken
  • Flach- und Runddüse
  • Stufenlose Drehzahl
  • Dauer-On ohne Taster
  • Kombi-Gerät für Blasen und Saugen
  • Häckslerrad beim Saugen
  • Mehrstufige Drehzahl
  • Leistung für kleine Flächen
  • Stufenlose Drehzahl am Taster
  • Einfaches Zusammenstecken
  • Kompakt Verstauen
  • Zwei-Stufen-Drehzahl
  • Wand-/Tischladegerät
  • Kompakt
  • Geringe Lautstärke
  • Laufzeit 19 Minuten
  • Kompakt
  • Geringe Lautstärke
  • Laufzeit 19 Minuten
Contra
  • Ohne Drehzahlregler
  • Akku Laden 2:15 Stunden
  • Blasrohr nicht verlängerbar
  • Rohr Abstecken sehr schwer
  • Kurze Laufzeit bei Vollgas
  • Lautstärke: hochtönig, eher schrill
  • Akku Laden 2:15 Stunden
  • Dauerhaftes Turbo-Drücken
  • ist mühsam
  • Rohraufstecken sehr schwer
  • Lautstärke mit dumpfer Charakteristik
  • Schaltet sich durch Erschütterung selbst ein
  • Langsames Arbeiten
  • Sauger nur für trockenes Laub
  • Ohne Drehzahlregler
  • Blasrohrlänge nicht ordentlich fixierbar
  • Sollbruchstelle Gurt an Kunststofföse
  • Einfachstes Kunststoffchassis
  • Wuchtig und Laut
  • Dauerhaft Turbo-Drücken mühsam
  • Rohraufstecken sehr schwer
  • Lautstärke mit dumpfer Charakteristik
  • Ungünstige Ansaugöffnung
  • Ergonomie des Drehzahlrads
  • Hecklastig, Hand verkrampft
  • Lautstärke
  • Ungünstige Ansaugöffnung
  • Für nasses Laub zu schwach
  • Trotz 5 Ah nur 22 Minuten
  • Geringe Blas- und Saugleistung
  • Rohr schwer ansteckbar
  • Ergonomie Drehzahlrad
  • Geringe Leistung
  • Ergonomie Drehzahlrad
  • Auseinanderstecken nur zu zweit möglich
  • Sollbruchstelle bei Demontage Blasrohr
  • Geringe Leistung
  • Einstufige Drehzahl
  • Wenig Leistung
  • Wenig Leistung
  • Standard-Ladegerät 3-5 h Ladezeit
  • Aufsteck-Lader
  • Hakeliger Schalter
  • Teilweise durchwachsene Qualität
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Darauf kommt es bei Laubbläsern an

Wie bei Gartengeräten üblich, gestaltet sich auch bei Laubbläsern die Wahl kompliziert: Jede Menge technischer Daten wollen erfahren und verstanden werden. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Damit Sie wissen, welche Parameter wirklich relevant sind, haben wir für Sie die wichtigsten Infos zusammengetragen.

Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Laubbläser-Test: Geh- und Fahrwege werden geräumt. Hier erleichtert ein leistungsstarker Bläser die Arbeit.

Luftgeschwindigkeit, Volumenstrom & Akku-Kapazität

Laubsauger sind sehr einfach konstruiert: Sie haben im Inneren ein motorgetriebenes Gebläse, das einen Luftstrom erzeugt. Der Ansaugkanal hat in der Regel eine sehr große Öffnung und befindet sich an der Rückseite oder der Außenseite. Die Luftausstoßöffnung vorne am Rohr ist deutlich kleiner. So erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der die Luft diesen Engpass passieren muss (Turbinenprinzip).

Folglich sind in wesentlichen drei Kenndaten wichtig, die Luftgeschwindigkeit, zum Beispiel 60 Meter pro Sekunde (m/s), der Volumenstrom, z. B. 700 Kubikmeter pro Stunde (m³/h), und die Kapazität des Akkus in Amperestunden (z. B. 2,5 Ah). Der Volumenstrom besagt, wie viel Kubikmeter Luft pro Stunde durch das Gerät gezogen werden.

Eine hohe Luftgeschwindigkeit ist unter anderem auch deshalb wichtig, weil der Laubbläser auch feuchtes Laub von der Stelle pusten soll. Oder Laub, das in hohem Gras oder im Buschwerk »festhängt.«

Eine große Akku-Kapazität bedeutet nicht zwangsläufig lange Laufzeit

Eine große Akku-Kapazität ist wichtig, wenn man nicht nur einen kleinen Vorgarten, sondern vielleicht 300 Meter Gehweg bereinigen möchte. Hier ist von 1,5 bis 5,0 Amperestunden alles möglich, die großen Kapazitäten sind in der Regel aber sehr teuer und übersteigen den Gerätepreis oft bei weitem.

Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Alle Ladegeräte im Test: Nicht jedes Modell wird standardmäßig mit Akku und Lader verkauft.

Allerdings bedeutet eine hohe Akku-Kapazität nicht immer eine lange Laufzeit, wie unser Test zeigte. Die Fuxtec E435C läuft mit 4,0 Ah genauso lang wie die Stihl BGA 56 mit 2,0 Ah (beide Vollgas). Genauere Informationen dazu finden Sie in der Vergleichstabelle unter »Technische Daten«.

Gewicht und Lautstärke

In Sachen Komfort sollten Sie auf ein möglichst geringes Gewicht und eine niedrige Dezibel-Angabe achten. Aufgrund des per se niedrigen Gewichts der Akku-Geräte verzichten die meisten Hersteller auf einen Tragegurt.

Die Dezibel-Angabe finden Sie auf dem Gerät oder in den technischen Daten als Lwa (garantierte Schallleistung) und manchmal auch als Lpa (gemessener Schalldruckpegel). Die Dezibel-Werte beim Schalldruckpegel (Lpa) sind immer an die Entfernung (den Abstand) zur Schallquelle gebunden. Die dB-Werte beim Schallleistungspegel haben keine Beziehung zum Abstand von der Schallquelle. Sie sind entsprechend für alle Entfernungen von der Schallquelle gleich.

Die im Normalfall angegebene Schallleistung (Lwa) definiert also die Schalldruckschwankungen in der Luft, die vom Gerät maximal erzeugt werden. Der Schalldruck ist die entfernungsabhängige Wirkung.

Wenn Sie ganz genau wissen möchten, wie laut ihr Nachbar in 30 Metern Entfernung ihren Laubsauger hört, können Sie den Rechner auf dieser Seite benutzen. Er rechnet Ihnen den Schalldruck (Lpa) aus. Beim Black+Decker GWC3600L20 sind das beispielsweise 72 Dezibel Lpa bzw. 96 Dezibel Lwa.

Achten Sie beim Kauf nicht nur auf eine hohe Luftgeschwindigkeit, sondern auch auf ein möglichst geringes Gewicht, damit Sie den Laubbläser gut tragen können. Praktisch ist hier ein Trageriemen, der Ihnen den Transport erleichtert.

Was kann ein Laubbläser?

Ein Laubbläser hilft Ihnen dabei, größere Mengen Laub oder Pflanzenreste auf einen Haufen zu bewegen. Von dort können Sie das Material dann in Säcke stopfen oder mit einer Schubkarre zum Komposthaufen bringen.

Alternativ bewegen Sie das Laub aus unzugänglichen Ecken wie Treppen, Absätzen, Drainage-Rinnen Fahrrad-Abstellplätzen etc. auf die Rasenfläche, wo Sie es dann mit dem Rasenmäher aufnehmen.

Sie können aber nicht nur das Laub der Bäume bewegen. Überall wo Unrat, Spinnweben oder Sand liegt, kann dieses weggepustet werden. Der Laubbläser macht das schneller als ein Besen oder Rechen, weil Sie zum Beispiel Fahrräder, Tische oder Geräte nicht wegschaffen müssen. Sie blasen einfach drunter weg und bewegen Sand und Laub an eine besser zugängliche Position.

Welche Gerätevarianten gibt es?

Akku-Laubbläser

Laubbläser mit Akku sind leiser als benzinbetriebene Modelle und sie verbreiten keinen Gestank. Die Kabelfreiheit liegt auf der Hand, die Geräte sind also sehr flexibel einsetzbar. Die Leistung ist aber geringer als bei Benzinern und die Arbeitszeit ist begrenzt, außerdem muss der Akku wieder aufgeladen werden, was Zeit kostet.

Elektro-Laubbläser

Bei einem solchen Laubbläser müssen Sie ein Kabel hinter sich herziehen, denn sie sind auf eine Steckdose angewiesen. Folglich können Sie nicht so ortsunabhängig und flexibel arbeiten. Dafür bleibt die Leistung immer gleich und Sie können durchweg und stundenlang arbeiten.

Benzin-Laubbläser

Benzin-Bläser sind deutlich kraftvoller als Elektro-Modelle. Nasses Laub macht Ihnen überhaupt kein Problem. Die Geräte sind aber deutlich schwerer, weil sie einen Zwei- oder Viertakt-Motor haben, sowie einen Tank für das Benzin. Diese Geräte werden daher meistens mit einem speziellen Tragegurt angeboten.

Viele Benziner sind Kombi-Geräte, Sie können also zwischen Saugen und Blasen wählen. Geräte, die das Laub auch ansaugen, sind oft mit einem Häcksler ausgestattet. Zerkleinert passt nämlich deutlich mehr Laub in den Sack.

Den Benziner kann man ortsunabhängig überall benutzen. Weil Lautstärke ein großes Ärgernis darstellt, sollten Sie sich aber dringend an die Ruhezeiten halten.

Allerdings eignen sich die kraftvollen Geräte mehr für den gewerblichen als für den privaten Einsatz und auch in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit fallen sie gegenüber elektrisch betriebenen Modellen zurück – egal, ob mit Kabel oder Akku.

Sind Kombi-Geräte sinnvoll?

Es gibt auch Akku-Laubbläser, die nicht nur blasen, sondern auch saugen können. Diese Geräte vereinen Laubbläser und -sauger in einem. Für die Saugervariante wird in der Regel ein anderes Rohr (größere Öffnung) und ein Fangsack aufgesteckt. Wir hatten mit dem Ikra ICBV 2/20 und dem Black+Decker GWC3600L20 entsprechende Modelle im Test.

 Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Ikra74003200icbv
Ikra ICBV 2/20: Bläser- & Sauger-Kombi.

So verlockend sich die Kombi-Idee auch anhört: Bedenken Sie, dass Sie nur kleine Mengen Laub in einem solchen Sack bekommen, selbst wenn es etwas zerhäckselt wird. Bei größeren Mengen müssen Sie ständig den Laubsack entleeren, da sind Sie mit dem Rechen bzw. Rasenmäher und der Schubkarre schneller.

Kombigeräte können wir also nur für sehr kleine Flächen empfehlen, wenn es sehr mühsam wäre, Laub und Sand aus vielen kleinen verwinkelten Ecken und Ritzen herauszubekommen. Wer einen großen Garten mit etlichen Bäumen hat oder gar am Waldrand lebt, für den ist so ein Laubsack-Gerät ziemlich sinnlos.

Welche Nachteile haben Laubbläser?

Sinnvoll eingesetzt können Laubbläser eine Arbeitserleichterung sein, speziell wenn Sie viele verwinkelte Stellen auf dem Grundstück haben. Sand können Sie mit dem Rechen oder dem Besen gar nicht oder nur umständlich entfernen, mit dem Laubsauger geht das sehr schnell.

Mit dem Laubbläser sollten Sie nur werktags von 9-13 Uhr und 15-17 Uhr arbeiten. Sonn- und Feiertage sind tabu.

Der größte Nachteil ist und bleibt die Lautstärke. Es gibt zwar keine Norm, die besagt, wie laut ein Laubbläser sein darf, wenn Sie Ihren Nachbarn nicht auf die Barrikaden bringen wollen, sollten Sie sich aber an die ortsüblichen Ruhezeiten halten. Laubbläser fallen unter die sogenannte Maschinenlärmschutzverordnung. Darin ist geregelt, dass sie von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr in Betrieb genommen werden dürfen. Außerhalb dieser Zeiten sollten Sie mit dem Akku-Laubbläser besser nicht arbeiten.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns 17 Akku-Laubbläser von verschiedenen Herstellern schicken lassen. Wir haben das Einsteigersegment bis 250 Euro betrachtet, wobei der Stiga SAB 500 AE durch seinen hohen Preis im Paket mit Akku und Ladegerät herausfällt. Alle Geräte wurden uns für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wir haben den Test im Oktober & November durchgeführt. Die Bäume hatten bereits die Hälfte ihres Laubes verloren und ein Großreinemachen auf dem gesamten Grundstück war fällig.

Wir haben nicht nur Laub von links nach rechts bewegt, sondern auch Fassade, Drainage-Steine, Geräteschuppen etc. von Sand und Spinnweben befreit. Das Laub im Freigelände war nicht durchweg trocken, hier schwächelten die leistungsschwachen Geräte.

Wir haben uns aber nicht nur für die Leistung, sondern auch für die Verarbeitung und die Ergonomie interessiert. Wie solide ist das Chassis? Welche Materialien bzw. Materialkombinationen nutzt der Hersteller? Wie leicht oder schwer kann das Saugrohr aufgesetzt werden? Bei diesen Faktoren gibt es erhebliche Unterschiede.

Noch wichtiger ist die Ergonomie: Ermüdet uns die Hand nach 15 Minuten Arbeit? Das war erschreckenderweise beim teuersten Modell im Test der Fall, dem Stiga SAB 500 AE. Eine hecklastige Gewichtsverteilung (schwerer Akku) sorgte dafür, dass wir mit dem Ringfinger und dem kleinen Finger ständig das Gerät nach oben drücken mussten. Bereits nach 10 Minuten hatte der Tester eine steife Hand. Ein Tragegurt würde die Situation verbessern, das Gerät hat aber keinen.

Laubbläser Test: Laubblaeser Stigasab80ae
Stiga SAB 500 AE: Hecklastig durch den schweren Akku, schmerzende und verkrampfte Hände sind die Folge.

Wie geht die Bedienung von der Hand? Manche Modelle haben einen Taster, der durchweg gedrückt werden muss. Andere haben einen An-/Ausschalter und einen separaten Regler für die Geschwindigkeit. Mit diesem können Sie stufenlos oder mehrstufig das Luftvolumen variieren. Feinjustierung ist im Betrieb gar nicht so oft nötig, allenfalls wenn Sie den Akku schonen möchten oder aber Blumenvasen, kleine Steine etc. nicht wegschieben möchten.

Das Thema Verstauen ist bei einem Laubbläser sehr wichtig, schließlich liegt solch ein Gerät 360 Tage im Jahr im Geräteschuppen. Da ist es schön, wenn einerseits das Gebläserohr abgenommen werden kann und andererseits eine Öse das Aufhängen des Gerätes an der Wand ermöglicht.

Das Ladegerät haben wir uns ebenfalls genauer angesehen. Oft ist es nützlich, wenn es an die Wand geschraubt werden kann, dafür muss es entsprechende Bohrungen besitzen.

 Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Stihlbga57

Testsieger: Stihl BGA 57

Unser Favorit ist der Stihl BGA 57. Mit dem kraftvollen Gebläse pustet er nicht nur Laub von der Wiese, sondern auch Unrat, Sand und Spinnengewebe aus unzugänglichen Ecken und von der Fassade.

Testsieger

Stihl BGA 57

Test Akku-Laubbläser: Stihl BGA 57
Unser Favorit bietet eine stabile Verarbeitung, viel Kraft und gute Ergonomie.

Das kraftvollen Gebläse bewegt trockenes und nasses Laub ohne Probleme, selbst wenn der Rasen mal etwas höher sein sollte. Die nicht vorhandene Regulierung der Luftgeschwindigkeit ist unproblematisch: Die meiste Zeit arbeitet man ohnehin mit der vollen Geschwindigkeit, auch bei den anderen Modellen. Wenn man die Steine in der Drainage-Rinne nicht davon schieben möchte, vergrößern wir einfach den Abstand zum Objekt und schon passt das.

Nach 20 Minuten Betrieb ist der Akku entleert (2,0 Ah AK20). Das hört sich nicht unbedingt viel an, doch keines der leistungsstarken Geräte in diesem Test hat eine längere Laufzeit, selbst mit 4,0 Ah nicht.

 Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Stihlbga57
Laubbläser-Test 10/2020: Stihl ist wieder bei den Empfehlungen vorn dabei.

Der Stihl BGA 57 kommt in einer durchdachten und stabilen Konstruktion daher. Das Gerät besteht komplett aus schlagfestem Kunststoff und ist daher deutlich leichter als Benzin-Geräte. Ohne Akku wiegt es 2,3 Kilogramm, mit dem Akku kommen noch 1,2 Kilogramm dazu.

Das Gehäuse besteht aus schlagfestem Kunststoff

Der schlagfeste Kunststoff ist der große Unterschied zu den anderen Modellen hier im Test, bis auf Stiga & Husqvarna. Die anderen Hersteller arbeiteten mit Polyethylen (PE). Beim Blasrohr kommt Polyethylen High Density (PEHD) zur Verwendung. HDPE ist eine der stabilsten und inaktivsten Formen von Plastik.

 Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Stihlbga57
Stihl BGA 57: Die Konstruktion wurde verbessert – das Rohr lässt sich jetzt exakt auf Länge einstellen.

Das verstellbare Blasrohr wurden gegenüber dem BGA56 verbessert: Die dreistufige Fixierung – für kleine, mittelgroße und große Menschen – lässt sich jetzt besser passgenau einstellen, das schafft man auch alleine. Im Zubehör ist eine Flachdüse verfügbar, falls Sie mit dem runden, etwas ungenauen Ausstoß nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen. Aufgrund des geringen Gewichtes kann man auf einen Tragegurt verzichten. Außerdem ist das Gewicht gut austariert: Mit zwei Fingern am Griff haltend neigt sich das Gerät mit dem Blasrohr leicht nach vorn, so soll es sein. Damit liegt das Gewicht bei der Benutzung auf Zeigefinger und Mittelfinger, unsere stärksten Finger. Es kommt nicht zu Ermüdungserscheinungen.

Zum Verstauen hat der Stihl eine Aufhänge-Öse, Sie können das Gerät also an die Wand hängen. Außerdem kann das Ladegerät ebenfalls an die Wand montiert werden.

 Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Stihlbga57
Stihl BGA 57: Der obere Schieber muss nach oben gedrückt werden, sonst schaltet es sich nicht ein.

Der BGA57 hat gleich zwei Kindersicherungen: Offensichtlich ist der Hebel am Griff. Der muss nach vorn geschoben werden, um den Taster zu bestätigen. Der zweite Punkt ist die zweistufige Akku-Arretierung: In der ersten Stufe rastet der Akku ein, die elektrischen Kontakte sind aber noch nicht geschlossen. Erst in der finalen Position kann der BGA57 eingeschaltet werden. Die meisten Konkurrenten verzichten auf Kindersicherungen.

Die Lautstärke bleibt verhältnismäßig moderat

Die Lautstärke ist einen Tick geringer als bei den anderen leistungsstarken Modellen mit einem Volumenstrom von über 700 Kubikmetern pro Stunde.

Nachteile?

Die Ladezeit des AK20-Akkus (2,0 Ah) mit dem LA101 Standard-Lader liegt bei knapp über zwei Stunden. Bei einer Laufzeit von 20 Minuten bedeutet das mitunter lange Leerlaufzeiten.

Es ist zudem schade, dass man den Stihl BGA 57 nicht drosseln kann. Wer das möchte, muss im Falle Stihl zur nächsthöheren Variante greifen. Die hat dann eine variable Geschwindigkeit.

Stihl BGA 57 im Testspiegel

Bisher gibt es keine weiteren Tests vom Stihl BGA 57. Sollten wir weitere Tests finden, so tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Wer mit Stihl nicht warm wird oder weniger ausgeben möchte, für den haben wir interessante Alternativen.

Auch gut

Husqvarna 120iB

Akku-Laubbläser Test: Bildschirmfoto 2020 10 13 Um 14.06.50
Der Husqvarna 120iB bringt ebenfalls eine stabile Verarbeitung und viel Kraft mit. Er ist in drei Stufen regulierbar.

Der Husqvarna 120iB erzeugt eine Luftgeschwindigkeit von 46 m/s, was selbst größere Kieselsteine in Bewegung setzt. Daher ist er nicht nur für nassen Laub ideal, sondern auch, um Sand und Unrat aus Drainagestreifen zu pusten.

Die 3 Stufen Regelung am Griff wird über einen Taster realisiert, das geht nicht ganz so schnell wie mit einem Drehrad. Eine Kindersicherung gibt es keine.

 Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Husqvarna120ib
Husqvarna 120iB: dreistufige Regulierung.

Das Blasrohr ist nicht verlängerbar. Einmal aufgesteckt, haben wir es nur sehr schwer wieder vom Gerät abziehen können. Das muss man auch nicht, allenfalls zum platzsparenden Verstauen.

Bei Vollgas ist die Laufzeit mit 14 Minuten trotz 4,0-Amperestunden-Akku recht knapp. Daran gemessen ist die Auflade-Zeit mit 2:15 Stunden sehr lang (Lader QC80). Hier kann ein Schnell-Lader Abhilfe schaffen. Die Verarbeitung aus schlagfestem Kunststoff ist ordentlich und solide.

Der größte Nachteil des Husqvarna 120iB ist in unseren Augen die Charakteristik der Lautstärke: hochtönig und eher schrill. Das Ganze ist kein No-Go, die Konkurrenten sind aber besser erträglich.

Gut & günstig

Worx WG584E.9

Test Akku-Laubbläser: Worx WG584E 40V (ohne Akku)
Fast so viel Kraft wie der Testsieger, gute Ergonomie und ein absoluter Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 20V-Worx-Akkus besitzen.

Mit dem Worx WG584E 40V kann man Geld sparen – vorausgesetzt, man hat schon passende Akkus von anderen Geräten des Herstellers. Der Worx liefert etwas weniger Leistung als unsere beiden anderen Empfehlungen. Sie ist aber immer noch ausreichend, um trockenes Laub über Rasen und Terrasse zu fegen, nur bei höherem Gras wird es schwieriger.

Laubbläser Test: Laubblaeser Worxwg584
Worx WG584E 40V: Sie müssen keinen Taster gedrückt halten, das Drehrad für die Geschwindigkeit bedient gleichzeitig An/Aus.

Die Ergonomie ist angenehm: Es gibt keinen Taster, der fortwährend gehalten werden muss, sondern ein dreistufiges Drehwahlrädchen, das gleichzeitig der Ein/Aus-Schalter ist. Hinzu kommt eine Turbotaste, die man einfach mit dem Daumen bedient. Allerdings ist das konstante Festhalten der Turbo-Taste mühsam.

Der Laubbläser sieht mit den zwei aufgesetzten Akkus ziemlich wuchtig aus, er wiegt mit 3,2 Kilogramm aber auch nicht mehr als andere Modelle. Weil das Gewicht gut austariert ist, können wir das Gerät auch ohne Tragegurt ermüdungsfrei bedienen.

Unschön fanden wir nur das schwere Aufstecken des Rohrs und die hohe Lautstärke. Die eher dumpfe Charakteristik macht das Ganze aber erträglich.

Ohne Akku und Ladegerät ist der Worx WG584E 40V sehr günstig zu haben. Wenn Sie also bereits 20-Volt-Geräte von Worx in Betrieb haben, ist dieser Laubbläser ein echtes Schnäppchen. Wenn Sie noch keine Worx-Akkus besitzen, sind unsere anderen beiden Alternativen aber die bessere Wahl.

Laubsauger-Kombi

Ikra ICBV 2/20

Test Akku-Laubbläser: Ikra 74003200
Der gemütliche Laubsammler für kleinere Flächen mit guter Leistung und Tragekomfort.

Der Ikra ICBV 2/20 kombiniert einen Laubbläser mit einem Sauger, der das Material gleich häckselt. Das funktioniert im Garten gut, viel Fläche möchten wir mit dem Ikra aber nicht machen.

Der Grund: Die Luftgeschwindigkeit ist mit 58 Metern pro Sekunde zwar sehr schnell, allerdings passt durch das schmale Blasrohr nicht viel durch, weshalb wir nur langsam vorankommen. Für große Grundstücke ist der Ikra also nicht der Richtige. Die Kraft reicht aus, um mittlere Kieselsteine zu schieben und Sand aus der Drainage-Rinne zu holen.

 Akku-Laubbläser Test: Laubsauger Update102020 Ikra74003200icbv
Ikra ICBV 2/20: Das Laub landet zerkleinert im Sack, daher passt viel rein.

Das Umschalten auf Saugen erfolgt nahtlos, also ohne das Gerät auszuschalten oder abzulegen – Hebel umklappen und schon saugt das obere, dicke Rohr Blattwerk ein. Das funktioniert bei nassem Laub allerdings nicht mehr. Der 45-Liter-Fangsack ist nicht etwa ruckzuck voll: Das Laub wird zerkleinert.

Das Laden der zwei 20-Volt-Akkus mit dem Doppel-Lader dauert nur eine Stunde, das ist akzeptabel. Allerdings liegt die im Test ermittelte Laufzeit bei gerade mal 14 Minuten (Stufe 5 Vollgas). Der Ikra muss zwingend mit zwei Akkus betrieben werden, wobei sie eine unterschiedliche Kapazität haben können. Allerdings richtet sich die Laufzeit nach der geringsten Kapazität.

Das größte Manko könnte ein Serienfehler sein, muss aber nicht: Der Drehschalter mit den fünf Stufen rutscht bei Erschütterungen gerne mal von selbst von Null auf Eins. Der Ikra schaltet sich damit von selbst ein. Hier liegt entweder eine schlechte Qualitätsprüfung oder ein minderwertiger Drehschalter vor. Mit einer Kindersicherung könnte das nicht passieren, sowas hat der Ikra aber nicht.

Außerdem getestet

Der Stihl BGA 56 ist in Sachen Motorisierung und Aufbau im wesentlichen identisch mit dem Testsieger BGA 57. Auch er hat keine Regulierung der Luftgeschwindigkeit und die Laufzeit liegt identisch bei 20 Minuten. Die Unterschiede: Der BGA 56 ist ein klein wenig leichter (2,1 Kilo ohne Akku statt 2,3 Kilo), hat keine Kindersicherung und die Fixierung des verlängerbaren Blasrohres ist noch nicht optimal gelöst: Die dreistufige Fixierung lässt sich einfach nicht genau feststellen.

Der Fuxtec E435C hat genauso viel Dampf unter der Haube wie unser Testsieger, ist aber nicht so gut verarbeitet. Dafür kann man die Drehzahl in drei Stufen variieren und die dauerhafte Einschaltung, ohne dass man einen Taster die ganze Zeit halten muss, ist einfach bequem. Angenehm ist der sich selbst abschaltende Turbo. Es gibt keine Turbotaste, stattdessen arbeitet die Stufe drei des Antriebes etwa zehn Sekunden mit voller Kraft und reduziert dann wieder automatisch.

Ergonomisch angenehm erlebten wir auch den Dauer-Einschalter: So muss man nicht ständig eine Taste gedrückt halten. Das Zusammenstecken des Blasrohres ist einfach. Durch den Trageriemen hat das Gerät eine ziemlich gute Ergonomie.

Leider wirkt die Verarbeitung des wuchtigen Kunststoff-Chassis billig. Unsanftes Ablegen des Geräts könnte einen Bruch verursachen, das Chassis hat keine stabilen Füße. Immerhin ist das Rohrende (PEHD) mit Blech verstärkt. Unschön ist auch die Gurteinhängung an einer Plastiköse. Die wird nicht ewig halten, und dann kann man den Gurt wegwerfen.

Einhell GE-LB 36/210 Li E

Die Einhell GE-LB 36/210 Li E gehört zu den Modellen mit Doppel-Akku, mit nur einem Akku läuft das Gerät nicht. Der Einhell hat eine mehrstufige Drehzahl plus Turbo-Taste. Die Verarbeitung ist gut, aber nicht überragend: Das Rohrende ist blechverstärkt und die auf drei Positionen einstellbare Rohrverlängerung rastet leicht ein. Das Auseinanderstecken zum Verstauen ist einfach. Leider gibt es keine stabilen Füße am Kunststoffkorpus.

Der Worx WG569E.9 40V ist das Schwestermodell des Worx WG584E und ist mit diesem im Wesentlichen baugleich (Leistung, Bedienelemente). Die vergleichsweise hohe Lautstärke mit der dumpfen Charakteristik gilt auch für beide. Der WG569E.9 hat etwas weniger Leistung als Stihl oder Husqvarna – auch mit Turbo. Dafür kann die Geschwindigkeit am Dreh-Schalter verändert werden. Allerdings ist man meistens in der maximalen Stufe unterwegs. Der Turbo-Schalter wird mit dem Daumen betätigt, mühsam wenn das dauerhaft gemacht werden muss.

Der Laubbläser arbeitet mit zwei aufgesetzten Akkus, mit einem funktioniert er nicht! Der Sauger wirkt voluminös und wuchtig, schwer ist er mit seinen 3,2 Kilogramm aber nicht (inkl. zwei Akkus). Wir können das Gerät ohne Tragegurt ermüdungsfrei bedienen. Beim WG569E.9 ließ sich das Rohr schwer aufstecken, das ist beim Worx WG584E nicht mehr der Fall.

Der Ikra IAB 40-25 hat sehr viel Leistung und schickt selbst größere Kieselsteine durch die Gegend. Das mehrstufige Drehrad erlaubt eine Reduzierung der Luftgeschwindigkeit. Die Verarbeitung ist nicht Oberklasse, aber noch in Ordnung, Details wie ein blechverstärktes Rohrende und ein einfach abnehmbar des Blasrohr gefallen uns. Leider ist die Ergonomie ungünstig: Die Ansaugöffnung ist zum Bediener hin geneigt und zieht des Öfteren die Arbeitsjacke oder die Hose an. Das Drehzahlrädchen befindet sich vorne am Gerät, wir müssen also die zweite Hand nehmen, um es zu bedienen. Das ist umständlich.

Der Stiga SAB 500 AE ist einen Tick kräftiger unterwegs als unser Testsieger. Hier kann die Geschwindigkeit in vier Stufen reguliert werden. Empfehlen möchten wir ihn trotzdem nicht, und das liegt nicht am hohen Preis. Der Laubbläser von Stiga liegt einfach sehr schlecht in der Hand, weil das Gewicht mit Akku stark hecklastig ist. Ringfinger und kleiner Finger müssen konstant das Gewicht des Gerätes nach oben drücken, damit sich das Blasrohr zum Boden neigt. Nach nicht einmal 10 Minuten im Einsatz waren diese Finger verkrampft. Ansonsten ist der Stiga SAB 500 AE ziemlich gut gebaut und läuft mit dem vier Amperestunden fassenden Akku 20 Minuten lang. Sehr gefreut haben wir uns über das einhändige Auf- und Abstecken des Blasrohres. So einfach geht das bei keinem anderen Modell.

AL-KO LB 4060 Energy Flex

Der AL-KO LB 4060 ist ein solide gebauter Laubbläser mit mittlerer Leistung für trockenes Laub oder andere Reinigungsaufgaben. Für nasses Laub ist der AL-KO zu schwach, kleine Steine pustet er aber vom Gehweg. Er hat keinen Start/Stop-Taster oder -Schalter, sondern nur ein Einstellrädchen für die Geschwindigkeitsstufe. Dadurch kann man das Gerät beiseitestellen und weiterpusten lassen. Der Bläser mit dem rückseitig angebrachten Akku ist austariert und liegt gut in der Hand. Er wird mit einem flachen und einem runden Rohraufsatz geliefert, ersterer ist wegen der besseren Genauigkeit besser fürs Fegen geeignet. Für Rechtshänder ein kleines Manko: Die Luftansaugung des Gebläses zieht die Arbeitshose an, die Leistung verringert sich. Hierauf muss der Bediener beim Halten achten, dann kann es vermieden werden.

Der AL-KO LB 4060 ist unterm Strich kein guter Deal, wenn Sie noch Akku und Ladegerät erwerben müssen. Der 4-Amperestunden-Akku für das 40-Volt-Energy-Flex-System kostet bereits 130 Euro, die für den Test gelieferte 5-Ah-Version schlägt mit happigen 170 Euro zu Buche. Trotz des Hochleistungsakkus packt unser Testmuster keine exorbitante Laufzeit, sondern nur 22:30 Minuten (Leerlauf und im praktischen Test). Wenn Sie zwischen 200 und 250 Euro investieren wollen, kaufen Sie lieber den Testsieger von Stihl, der hat mehr Leistung und schafft mit zwei Amperestunden auch 20 Minuten.

Black+Decker GWC3600L20

Der Black+Decker GWC3600L20 ist ein Kombigerät, er kann nicht nur Blasen, sondern auch Saugen. Ausgeliefert wird er mit einem Laubsack. Durch das Häckselwerk im Gerät wird Laub zerkleinert, sodass relativ viel in den Sack passt. Leider ist die Saugkraft unzureichend, große Blätter kleben am Rohr und werden nicht eingesaugt. Der Sauger taugt also nur für kleine, trockene Blätter.

Die Wirkung beim Blasen ist genauso lahm. Wir fragen uns, warum dieses Gerät überhaupt einen Eco-Modus hat, wenn nicht einmal der Turbo anständig was leistet. Da nützt auch die 34-minütige Laufzeit nichts, wenn man mit der Arbeit nie fertig wird.

Einhell GE-CL 18 Li E Kit

Der Einhell GE-CL 18 Li E Kit kostet wenig Geld, leistet aber auch nichts. Der Luftstrom, der von der einfachen Plastikkonstruktion erzeugt wird, bewegt nasse Blätter so gut wie gar nicht, und auch bei trockenem Material brauchen wir eine halbe Ewigkeit für den Rasen oder den Gehweg. Missfallen hat uns auch das sehr schwere Abstecken des Saugrohres, tendenziell braucht man dafür zwei Leute.

Der Ryobi OBL18JB hat eine moderate Kraft, das genügt für kleine Vorgärten und kurze Gehwege. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die stufenlose Luftgeschwindigkeit. Allerdings kann der Finger eine Stufe schlecht konstant halten. Für die Praxis spielt das aber ohnehin keine Rolle, denn die meiste Zeit geben wir einfach nur Vollgas. Die Handhabung ist gut und das Gewicht ist mit unter 3 Kilogramm gering.

Überhaupt nicht gefallen hat uns die Sollbruchstelle Festhalte-Clip-Blasrohr. Sie ist Teil des durchsichtigen Kunststoffkorpus und wird über kurz oder lang brechen. Deshalb sollte man das Blasrohr besser für immer am Gerät belassen.

Der Bosch ALB 18 LI ist bei Amazon ein Bestseller, aber warum? Er hat kaum Kraft, entsprechend werden wir mit der Arbeit einfach nicht fertig. Die gute Akkulaufzeit von 24 Minuten nützt da auch nichts. Immerhin ist das Gerät das leiseste im Testfeld. Es ist sehr leicht und einigermaßen stabil konstruiert. Aber für etwas mehr Geld bekommt man deutlich leistungsstärkere Modelle.

Der handliche und kompakte Deltafox DG-CLB 2013 macht bei der Leistung nicht viel her. Mal ein paar trockene Blätter pusten oder die Garage vom Sand befreien, mehr ist nicht drin. Die Zwei-Stufen-Drehzahl erscheint unnötig, weil man ohnehin immer in Stufe zwei unterwegs ist. Die Laufzeit von 19 Minuten geht in Ordnung und die geringe Lautstärke gefällt dem Nachbarn. Mitgeliefert wird ein Wand/Tisch-Ladegerät, das den Akku in nur 52 Minuten voll auflädt.

Grizzly ALB 2420 Lion Set

Der Grizzly ALB 2420 ist leicht, kompakt, leise und hat eine Laufzeit von 19 Minuten. Allerdings hat er auch sehr wenig Power. Größere Flächen möchte man damit nicht abarbeiten, nasses Laub schon gar nicht. Das Standard-Ladegerät in Form eines simplen Aufsteck-Laders benötigt lange – über drei Stunden. Hinzu kommen qualitative Schwachpunkte, wie ein hakeliger On/Off Schalter und eine Plastikklemme zur Rohrfixierung, der wir keine lange Lebensdauer zusprechen.

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