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Der beste Akku-Laubbläser

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Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben neun Akku-Laubbläser getestet. Der beste ist für uns der Stihl BGA 56. Er bläst so kraftvoll, da bewegen sich sogar Steine, ist stabil konstruiert und liegt gut in der Hand. Außerdem kann er mit oder ohne Akku erworben werden und ist so oder so nicht zu teuer. Aber es gibt auch zwei fast genauso gute Alternativen.

Im Herbst ist wieder Großreinemachen angesagt. Nicht nur die Gehwege müssen vom bunten Laub befreit werden. Auch rund um Garage und Haus hat sich viel Schmutz angesammelt: Sand in den Ecken und Ritzen, Spinnweben unter dem Dachvorstand und Holzspäne unter der Kreissäge.

Mit einem Akku-Laubbläser kann man das alles schneller reinigen – und man muss dafür nicht einmal ein Vermögen ausgeben: Gute Geräte sind für rund 200 Euro zu haben. Es gibt zwar auch Einsteigermodelle für unter 100 Euro, die halten wir nach unserem Test aber durchweg für nicht empfehlenswert.

Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Laubbläser-Test: Geh- und Fahrwege werden beräumt. Hier erleichtert ein leistungsstarker Bläser die Arbeit.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Stihl BGA 56

Test Laubbläser: Stihl BGA 56
Unser Favorit bietet eine stabile Verarbeitung, viel Kraft und gute Ergonomie.

Unsere Nummer Eins ist der Stihl BGA 56, ein kraftvolles und stabiles Gerät für den Heimgebrauch. Er hat zwar keinen Drehzahlregler, doch den braucht man auch nicht, wenn man Einfahrten, Gehwege oder die Fassade reinigt. Das Gebläse hat richtig viel Kraft, sogar größere Kieselsteine werden weggeschoben.

Auch gut

Fuxtec E435C 40V

Test Laubbläser: Fuxtec Fuxtec E435C 40V
Kraftvoll wie der Testsieger, aber regulierbar, starke Ergonomie dank Gurt und Dauer-On.

Der Fuxtec E435C hat genauso viel Dampf unter der Haube wie unser Testsieger, ist aber nicht so gut verarbeitet. Dafür kann man die Drehzahl in drei Stufen variieren und die dauerhafte Einschaltung, ohne dass man einen Taster die ganze Zeit halten muss, ist einfach bequem.

Für Worx-Fans

Worx WG569E.9 40V (ohne Akku)

Test Laubbläser: Worx WG584E 40V
Fast so viel Kraft wie der Testsieger, gute Ergonomie und ein absoluter Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 20V-Worx-Akkus besitzen.

Der Worx WG584E 40V ist dann interessant, wenn Sie bereits 20-Volt-Akkus des Herstellers im Betrieb haben oder sich entsprechende Geräte in der Zukunft kaufen möchten. Ohne Akku und Ladegerät ist dieses Modell nämlich unschlagbar günstig. Der Worx WG584E hat fast so viel Kraft wir unser Testsieger und ansonsten keine nennenswerten Nachteile.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutFür Worx-Fans
Modell Stihl BGA 56 Fuxtec E435C 40V Worx WG569E.9 40V (ohne Akku) Ikra IAB 40-25 Stiga SAB 500 AE Black+Decker GWC3600L20 Ryobi OBL18JB Einhell GE-CL 18 Li E Kit Bosch ALB 18 LI
Test Laubbläser: Stihl BGA 56Test Laubbläser: Fuxtec Fuxtec E435C 40VTest Laubbläser: Worx WG584E 40VTest Laubbläser: IKRA IAB 40-25Akku-Laubbläser Test: Stiga Sab 80 AeTest Laubbläser: Black+Decker GWC3600L20Test Laubbläser: Ryobi OBL18JBTest Laubbläser: Einhell GE-CL 18 Li E KitTest Laubbläser: Bosch ALB 18 LI
Pro
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • Lautstärke noch moderat
  • Blasrohr verlängerbar
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • 3 Stufen Drehzahl
  • Dauer-On ohne Taster
  • Ausreichend Leistung
  • 3 Stufen Drehzahl + Turbo
  • Dauer-On ohne Taster
  • Viel Leistung, schiebt selbst Steine
  • Mehrstufige Drehzahl
  • Rohrende blechverstärkt
  • Einfaches Auseinanderstecken
  • Leistung etwas besser als beim Testsieger
  • Mehrstufige Drehzahl
  • Auseinanderstecken mit einer Hand
  • Gute Verarbeitung
  • Stufenlose Drehzahl
  • Dauer-On ohne Taster
  • Kombi-Gerät für Blasen und Saugen
  • Häckslerrad beim Saugen
  • Leistung für kleine Flächen
  • Stufenlose Drehzahl am Taster
  • Mehrstufige Drehzahl
  • Einfaches Zusammenstecken
  • Kompakt Verstauen
Contra
  • Ohne Drehzahlregler
  • Blasrohrlänge nicht ordentlich fixierbar
  • Sollbruchstelle Gurt an Kunststoff-Öse
  • Einfachstes Kunststoff-Chassis
  • Wuchtig und Laut
  • Rohr-Aufstecken sehr schwer
  • Lautstärke
  • Ungünstige Ansaugöffnung
  • Ergonomie des Drehzahlrads
  • Hecklastig, Hand verkrampft
  • Lautstärke
  • Geringe Blas- und Saugleistung
  • Rohr schwer ansteckbar
  • Ergonomie Drehzahlrad
  • Sollbruchstelle bei Demontage Blasrohr
  • Geringe Leistung
  • Ergonomie Drehzahlrad
  • Auseinanderstecken nur zu zweit möglich
  • Geringe Leistung
  • Einstufige Drehzahl
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Darauf kommt es bei Laubbläsern an

Wie bei Gartengeräten üblich, gestaltet sich auch bei Laubbläsern die Wahl kompliziert: Jede Menge technischer Daten wollen erfahren und verstanden werden. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Damit Sie wissen, welche Parameter wirklich relevant sind, haben wir für Sie die wichtigsten Infos zusammengetragen.

Luftgeschwindigkeit, Volumenstrom & Akku-Kapazität

Laubsauger sind sehr einfach konstruiert: Sie haben im Inneren ein motorgetriebenes Gebläse, das einen Luftstrom erzeugt. Der Ansaugkanal hat in der Regel eine sehr große Öffnung und befindet sich an der Rückseite oder der Außenseite. Die Luftausstoßöffnung vorne am Rohr ist deutlich kleiner. So erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der die Luft diesen Engpass passieren muss (Turbinenprinzip).

Folglich sind in wesentlichen drei Kenndaten wichtig, die Luftgeschwindigkeit, zum Beispiel 60 Meter pro Sekunde (m/s), der Volumenstrom, z. B. 700 Kubikmeter pro Stunde (m³/h), und die Kapazität des Akkus in Amperestunden (z. B. 2,5 Ah). Der Volumenstrom besagt, wie viel Kubikmeter Luft pro Stunde durch das Gerät gezogen werden.

Eine hohe Luftgeschwindigkeit ist unter anderem auch deshalb wichtig, weil der Laubbläser auch feuchtes Laub von der Stelle pusten soll. Oder Laub, das in hohem Gras oder im Buschwerk »festhängt.«

Eine große Akku-Kapazität bedeutet nicht zwangsläufig lange Laufzeit

Eine große Akku-Kapazität ist wichtig, wenn man nicht nur einen kleinen Vorgarten, sondern vielleicht 300 Meter Gehweg bereinigen möchte. Hier ist von 1,5 bis 5,0 Amperestunden alles möglich, die großen Kapazitäten sind in der Regel aber sehr teuer und übersteigen den Gerätepreis oft bei weitem.

Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Alle Ladegeräte im Test: Nicht jedes Modell wird standardmäßig mit Akku und Lader verkauft.

Allerdings bedeutet eine hohe Akku-Kapazität nicht immer eine lange Laufzeit, wie unser Test zeigte. Die Fuxtec E435C läuft mit 4,0 Ah genauso lang wie die Stihl BGA 56 mit 2,0 Ah (beide Vollgas). Genauere Informationen dazu finden Sie in der Vergleichstabelle unter »Technische Daten«.

Gewicht und Lautstärke

In Sachen Komfort sollten Sie auf ein möglichst geringes Gewicht und eine niedrige Dezibel-Angabe achten. Aufgrund des per se niedrigen Gewichts der Akku-Geräte verzichten die meisten Hersteller auf einen Trage-Gurt.

Die Dezibel-Angabe finden Sie auf dem Gerät oder in den technischen Daten als Lwa (garantierte Schallleistung) und manchmal auch als Lpa (gemessener Schalldruckpegel). Die Dezibel-Werte beim Schalldruckpegel (Lpa) sind immer an die Entfernung (den Abstand) zur Schallquelle gebunden. Die dB-Werte beim Schallleistungspegel haben keine Beziehung zum Abstand von der Schallquelle. Sie sind entsprechend für alle Entfernungen von der Schallquelle gleich.

Die im Normalfall angegebene Schallleistung (Lwa) definiert also die Schalldruckschwankungen in der Luft, die vom Gerät maximal erzeugt werden. Der Schalldruck ist die entfernungsabhängige Wirkung.

Wenn Sie ganz genau wissen möchten, wie laut ihr Nachbar in 30 Metern Entfernung ihren Laubsauger hört, können Sie den Rechner auf dieser Seite benutzen. Er rechnet Ihnen den Schalldruck (Lpa) aus. Beim Black+Decker GWC3600L20 sind das beispielsweise 72 Dezibel Lpa bzw. 96 Dezibel Lwa.

Achten Sie beim Kauf nicht nur auf eine hohe Luftgeschwindigkeit, sondern auch auf ein möglichst geringes Gewicht, damit Sie den Laubbläser gut tragen können. Praktisch ist hier ein Trageriemen, der Ihnen den Transport erleichtert.

Was kann ein Laubbläser?

Ein Laubbläser hilft Ihnen dabei, größere Mengen Laub oder Pflanzenreste auf einen Haufen zu bewegen. Von dort können Sie das Material dann in Säcke stopfen oder mit einer Schubkarre zum Komposthaufen bringen.

Alternativ bewegen Sie das Laub aus unzugänglichen Ecken wie Treppen, Absätzen, Drainage-Rinnen Fahrrad-Abstellplätzen etc. auf die Rasenfläche, wo Sie es dann mit dem Rasenmäher aufnehmen.

Sie können aber nicht nur das Laub der Bäume bewegen. Überall wo Unrat, Spinnweben oder Sand liegt, kann dieses weggepustet werden. Der Laubbläser macht das schneller als ein Besen oder Rechen, weil Sie zum Beispiel Fahrräder, Tische oder Geräte nicht wegschaffen müssen. Sie blasen einfach drunter weg und bewegen Sand und Laub an eine besser zugängliche Position.

Welche Gerätevarianten gibt es?

Akku-Laubbläser

Laubbläser mit Akku sind leiser als benzinbetriebene Modelle und sie verbreiten keinen Gestank. Die Kabelfreiheit liegt auf der Hand, die Geräte sind also sehr flexibel einsetzbar. Die Leistung ist aber geringer als bei Benzinern und die Arbeitszeit ist begrenzt, außerdem muss der Akku wieder aufgeladen werden, was Zeit kostet.

Elektro-Laubbläser

Bei einem solchen Laubbläser müssen Sie ein Kabel hinter sich herziehen, denn sie sind auf eine Steckdose angewiesen. Folglich können Sie nicht so ortsunabhängig und flexibel arbeiten. Dafür bleibt die Leistung immer gleich und Sie können durchweg und stundenlang arbeiten.

Benzin-Laubbläser

Benzin-Bläser sind deutlich kraftvoller als Elektro-Modelle. Nasses Laub macht Ihnen überhaupt kein Problem. Die Geräte sind aber deutlich schwerer, weil sie einen Zwei- oder Viertakt-Motor haben, sowie einen Tank für das Benzin. Diese Geräte werden daher meistens mit einem speziellen Tragegurt angeboten.

Viele Benziner sind Kombi-Geräte, Sie können also zwischen Saugen und Blasen wählen. Geräte, die das Laub auch ansaugen, sind oft mit einem Häcksler ausgestattet. Zerkleinert passt nämlich deutlich mehr Laub in den Sack.

Den Benziner kann man ortsunabhängig überall benutzen. Weil Lautstärke ein großes Ärgernis darstellt, sollten Sie sich aber dringend an die Ruhezeiten halten.

Allerdings eignen sich die kraftvollen Geräte mehr für den gewerblichen als für den privaten Einsatz und auch in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit fallen sie gegenüber elektrisch betriebenen Modellen zurück – egal, ob mit Kabel oder Akku.

Sind Kombi-Geräte sinnvoll?

Es gibt auch Akku-Laubbläser, die nicht nur blasen, sondern auch saugen können. Diese Geräte vereinen Laubbläser und -sauger in einem. Für die Sauger-Variante wird in der Regel ein anderes Rohr (größere Öffnung) und ein Fangsack aufgesteckt. Wir hatten mit dem Black+Decker GWC3600L20 ein entsprechendes Modell im Test.

Laubbläser Test: Laubblaeser Blackdeckergwc3600
Black+Decker GWC3600L20: Das Kombi-Gerät kann in einen Laubsauger verwandelt werden. So oder so ist die Leistung aber unterirdisch.

So verlockend sich die Kombi-Idee auch anhört: Bedenken Sie, dass Sie nur kleine Mengen Laub in einem solchen Sack bekommen, selbst wenn es etwas zerhäckselt wird. Bei größeren Mengen müssen Sie ständig den Laubsack entleeren, da sind Sie mit dem Rechen bzw. Rasenmäher und der Schubkarre schneller.

Kombigeräte können wir also nur für sehr kleine Flächen empfehlen, wenn es sehr mühsam wäre, Laub und Sand aus vielen kleinen verwinkelten Ecken und Ritzen herauszubekommen. Wer einen großen Garten mit etlichen Bäumen hat oder gar am Waldrand lebt, für den ist so ein Laubsack-Gerät ziemlich sinnlos.

Welche Nachteile haben Laubbläser?

Sinnvoll eingesetzt können Laubbläser eine Arbeitserleichterung sein, speziell wenn Sie viele verwinkelte Stellen auf dem Grundstück haben. Sand können Sie mit dem Rechen oder dem Besen gar nicht oder nur umständlich entfernen, mit dem Laubsauger geht das sehr schnell.

Mit dem Laubbläser sollten Sie nur werktags von 9-13 Uhr und 15-17 Uhr arbeiten. Sonn- und Feiertage sind tabu.

Der größte Nachteil ist und bleibt die Lautstärke. Es gibt zwar keine Norm, die besagt, wie laut ein Laubbläser sein darf, wenn Sie Ihren Nachbarn nicht auf die Barrikaden bringen wollen, sollten Sie sich aber an die ortsüblichen Ruhezeiten halten. Laubbläser fallen unter die sogenannte Maschinenlärmschutzverordnung. Darin ist geregelt, dass sie von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr in Betrieb genommen werden dürfen. Außerhalb dieser Zeiten sollten Sie mit dem Akku-Laubbläser besser nicht arbeiten.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns neun Akku-Laubbläser von verschiedenen Herstellern schicken lassen. Wir haben das Einsteiger-Segment bis 250 Euro betrachtet, wobei der Stiga SAB 500 AE durch seinen hohen Preis im Paket mit Akku und Ladegerät herausfällt. Alle Geräte wurden uns für den Test kostenlos zur Verfügung gestellt.

Laubbläser Test: Laubblaeser Allgemeintesting
Laubbläser-Test im Herbst 2019: Fuxtec E435C, Worx WG584E 40V, Ryobi OBL18JB, Ikra IAB 40-25, Stihl BGA 56, Stiga SAB 500 AE, Black+Decker GWC3600L20, Bosch ALB 18 LI und Einhell GE-CL 18 Li E Kit.

Wir haben den Test im Oktober 2019 durchgeführt. Die Bäume hatten bereits die Hälfte ihres Laubes verloren und ein Großreinemachen auf dem gesamten Grundstück war fällig.

Wir haben nicht nur Laub von links nach rechts bewegt, sondern auch Fassade, Drainage-Steine, Geräteschuppen etc. von Sand und Spinnweben befreit. Das Laub im Freigelände war nicht durchweg trocken, hier schwächelten die leistungsschwachen Geräte.

Wir haben uns aber nicht nur für die Leistung, sondern auch für die Verarbeitung und die Ergonomie interessiert. Wie solide ist das Chassis? Welche Materialien bzw. Materialkombinationen nutzt der Hersteller? Wie leicht oder schwer kann das Saugrohr aufgesetzt werden? Bei diesen Faktoren gibt es erhebliche Unterschiede.

Noch wichtiger ist die Ergonomie: Ermüdet uns die Hand nach 15 Minuten Arbeit? Das war erschreckenderweise beim teuersten Modell im Test der Fall, dem Stiga SAB 500 AE. Eine hecklastige Gewichtsverteilung (schwerer Akku) sorgte dafür, dass wir mit dem Ringfinger und dem kleinen Finger ständig das Gerät nach oben drücken mussten. Bereits nach 10 Minuten hatte der Tester eine steife Hand. Ein Tragegurt würde die Situation verbessern, das Gerät hat aber keinen.

Laubbläser Test: Laubblaeser Stigasab80ae
Stiga SAB 500 AE: Hecklastig durch den schweren Akku, schmerzende und verkrampfte Hände sind die Folge.

Wie geht die Bedienung von der Hand? Manche Modelle haben einen Taster, der durchweg gedrückt werden muss. Andere haben einen An-/Ausschalter und einen separaten Regler für die Geschwindigkeit. Mit diesem können Sie stufenlos oder mehrstufig das Luftvolumen variieren. Feinjustierung ist im Betrieb gar nicht so oft nötig, allenfalls wenn Sie den Akku schonen möchten oder aber Blumenvasen, kleine Steine etc. nicht wegschieben möchten.

Das Thema Verstauen ist bei einem Laubbläser sehr wichtig, schließlich liegt solch ein Gerät 360 Tage im Jahr im Geräteschuppen. Da ist es schön, wenn einerseits das Gebläserohr abgenommen werden kann und andererseits eine Öse das Aufhängen des Gerätes an der Wand ermöglicht.

Laubbläser Test: Laubblaeser Fuxtece435c
Fuxtec E435C: Der große Lader kann an der Wand befestigt werden.

Das Ladegerät haben wir uns ebenfalls genauer angesehen. Oft ist es nützlich, wenn es an die Wand geschraubt werden kann, dafür muss es entsprechende Bohrungen besitzen.

Laubbläser Test: Laubblaeser Ikraiab40 25

Testsieger: Stihl BGA 56

Der beste Laubbläser im Test war der Stihl BGA 56. Mit dem kraftvollen Gebläse pustet er nicht nur Laub von der Wiese, sondern auch Unrat, Sand und Spinnengewebe aus unzugänglichen Ecken und von der Fassade.

Testsieger

Stihl BGA 56

Test Laubbläser: Stihl BGA 56
Unser Favorit bietet eine stabile Verarbeitung, viel Kraft und gute Ergonomie.

Das kraftvollen Gebläse bewegt trockenes und nasses Laub ohne Probleme, selbst wenn der Rasen mal etwas höher sein sollte. Die nicht vorhandene Regulierung der Luftgeschwindigkeit ist unproblematisch: Die meiste Zeit arbeitet man ohnehin mit der vollen Geschwindigkeit, auch bei den anderen Modellen. Wenn man die Steine in der Drainage-Rinne nicht davon schieben möchte, vergrößern wir einfach den Abstand zum Objekt und schon passt das.

Nach 20 Minuten Betrieb ist der Akku entleert (2,0 Ah Version). Das hört sich nicht unbedingt viel an, doch keines der leistungsstarken Geräte in diesem Test hat eine längere Laufzeit, selbst mit 4,0 Ah nicht.

Der Stihl BGA 56 kommt in einer durchdachten und stabilen Konstruktion daher. Das Gerät besteht komplett aus schlagfestem Kunststoff und ist daher deutlich leichter als Benzin-Geräte. Ohne Akku wiegt es 2,1 Kilogramm, mit dem Akku kommt noch ein gutes Kilogramm dazu.

Das Gehäuse besteht aus schlagfestem Kunststoff

Der schlagfeste Kunststoff ist der große Unterschied zu den anderen Modellen hier im Test, bis auf Stiga. Die anderen Hersteller arbeiteten mit Polyethylen (PE). Beim Blasrohr kommt Polyethylen High Density (PEHD) zur Verwendung. HDPE ist eine der stabilsten und inaktivsten Formen von Plastik.

Laubbläser Test: Laubblaeser Stihlbga56
Stihl BGA 56: So soll es sein, Front- und Rückseite halten sich die Waage.

Aufgrund des geringen Gewichtes kann man auf einen Trage-Gurt verzichten. Außerdem ist das Gewicht gut austariert: Mit zwei Fingern am Griff haltend neigt sich das Gerät mit dem Blasrohr leicht nach vorn, so soll es sein. Damit liegt das Gewicht bei der Benutzung auf Zeigefinger und Mittelfinger, unsere stärksten Finger. Es kommt nicht zu Ermüdungserscheinungen.

Zum Verstauen hat der Stihl eine Aufhänge-Öse, Sie können das Gerät also an die Wand hängen. Außerdem kann das Ladegerät ebenfalls an die Wand montiert werden.

Die Lautstärke bleibt verhältnismäßig moderat

Die Lautstärke ist einen Tick geringer als bei den anderen leistungsstarken Modellen mit einem Volumenstrom von über 700 Kubikmetern pro Stunde.

Nachteile?

Das verstellbare Blasrohr ist leider schlecht konstruiert: Die dreistufige Fixierung – für kleine, mittelgroße und große Menschen – lässt sich einfach nicht genau feststellen. Das ist aber für die Funktion und die Festigkeit kein Problem. Immerhin hat diese Maschine ein verstellbares Blasrohr, das war bei keinem anderen Laubbläser in diesem Test der Fall. Im Zubehör ist eine Flachdüse verfügbar, falls Sie mit dem runden, etwas ungenauen Ausstoß nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Es ist zudem schade, dass man den Stihl BGA 56 nicht drosseln kann. Wer das möchte, muss im Falle Stihl zur nächsthöheren Variante greifen. Die hat dann eine variable Geschwindigkeit.

Stihl BGA 56 im Testspiegel

Die Kollegen von Selber machen (11/2016) haben sich schon Ende 2016 mit dem Stihl BGA 56 beschäftigt. Sie geben 5 von 5 Sternen und loben die Ergonomie sowie das geringe Gewicht.

Selbst ist der Mann (9/2018) vergab eine Gesamtwertung von 1,7 (»gut«) und in der Kategorie Preis/Leistung ein »sehr gut«. Die Kollegen lobten die überzeugenden Reinigungsleistungen, auch bei Feuchtigkeit.

Haus und Garten Test (6/2019) titelte »Meisterklasse« und vergab »gut« mit der Note 1,6:

»Leistungsfähigkeit und präzise Blasleistung stehen auch beim Stihl-Gerät im Fokus. Das Testlaub wurde problemlos fortbewegt. Das Gerät lässt sich über den Tragegriff gut handhaben, eine stufenlose Blasleistungsreglung hätte ihm trotzdem gut gestanden.«

Die Kollegen von CHIP vergaben den ersten Platz an den Stihl BGA 56. Die Gründe waren die einfache Handhabung, die guten Reinigungsergebnisse und die geringe Vibration bzw. moderate Lautstärke. Wie wir, ermittelte auch die CHIP eine Laufzeit von 20 Minuten im Test.

»Ein großer Vorteil dieses Modells ist seine einfache Handhabung und Montage, auch wenn Sie keine Erfahrung im Umgang mit Laubbläsern haben. Er lässt sich besonders leicht reinigen und ist auch für den täglichen Gebrauch geeignet.«

Alternativen

Wer mit Stihl nicht warm wird oder weniger ausgeben möchte, für den haben wir zwei interessante Alternativen. Mit dem Worx WG584E 40V kann man Geld sparen – vorausgesetzt, man hat schon passende Akkus von anderen Geräten des Herstellers.

Auch gut

Fuxtec E435C 40V

Test Laubbläser: Fuxtec Fuxtec E435C 40V
Kraftvoll wie der Testsieger, aber regulierbar, starke Ergonomie dank Gurt und Dauer-On.

Der Fuxtec E435C hat viel Dampf unter der Haube. Wie der Testsieger hat er kein Problem, nasses Laub über den Rasen oder die Terrasse zu schieben. Im Zweifel bemüht man einmal kurz den Turbo, das treibt selbst störrischstes Blattwerk an. Angenehm ist der sich selbst abschaltende Turbo. Es gibt keine Turbotaste, stattdessen arbeitet die Stufe drei des Antriebes etwa zehn Sekunden mit voller Kraft und reduziert dann wieder automatisch.

Laubbläser Test: Laubblaeser Fuxtece435c
Fuxtec E435C: Gut – ein blechverstärktes Rohrende.

Ergonomisch angenehm erlebten wir auch den Dauer-Einschalter: So muss man nicht ständig eine Taste gedrückt halten. Das Zusammenstecken des Blasrohres ist einfach. Durch den Trageriemen hat das Gerät eine ziemlich gute Ergonomie.

Leider ist die Verarbeitung des wuchtigen Kunststoff-Chassis nicht Oberklasse. Unsanftes Ablegen des Geräts könnte einen Bruch verursachen. Immerhin ist das Rohrende (PEHD) mit Blech verstärkt.

Unschön ist auch die Gurteinhängung an einer Plastik-Öse. Die wird nicht ewig halten, und dann kann man den Gurt wegwerfen. Allerdings lässt sich der Fuxtec E435C auch ganz passabel ohne Gurt bedienen, das Gewicht ist gut austariert (2,5 Kilogramm plus 1 Kilogramm Akku).

Der Fuxtec E435C wird mit einem sehr großen und entsprechend schweren Akku geliefert. Der hat dann aber auch 160 Wh (4,0 Ah). Eine übermäßig lange Laufzeit hat der Laubbläser dennoch nicht: Im Test lief es 19 Minuten.

Der Fuxtec E435C kommt von der Leistung her an unseren Testsieger von Stihl heran, ist aber nicht ganz so komfortabel in der Bedienung und nicht so gut verarbeitet. Dafür ist er aber auch etwas günstiger. Wenn Sie nicht so viel ausgeben wollen, ist der Fuxtec die bessere Wahl.

Für Worx-Fans

Worx WG569E.9 40V (ohne Akku)

Test Laubbläser: Worx WG584E 40V
Fast so viel Kraft wie der Testsieger, gute Ergonomie und ein absoluter Preis-Leistungs-Hit, wenn Sie bereits 20V-Worx-Akkus besitzen.

Der Worx WG584E 40V liefert etwas weniger Leistung als unsere beiden anderen Empfehlungen. Sie ist aber immer noch ausreichend, um trockenes Laub über Rasen und Terrasse zu fegen, nur bei höherem Gras wird es schwieriger.

Laubbläser Test: Laubblaeser Worxwg584
Worx WG584E 40V: Sie müssen keinen Taster gedrückt halten, das Drehrad für die Geschwindigkeit bedient gleichzeitig An/Aus.

Die Ergonomie ist angenehm: Es gibt keinen Taster, der fortwährend gehalten werden muss, sondern ein dreistufiges Drehwahlrädchen, das gleichzeitig der Ein/Ausschalter ist. Hinzu kommt eine Turbotaste, die man einfach mit dem Daumen bedient.

Der Laubbläser sieht mit den zwei aufgesetzten Akkus ziemlich wuchtig aus, er wiegt mit 3,2 Kilogramm aber auch nicht mehr als andere Modelle. Weil das Gewicht gut austariert ist, können wir das Gerät auch ohne Tragegurt ermüdungsfrei bedienen.

Unschön fanden wir nur das schwere Aufstecken des Rohrs und die hohe Lautstärke. Aber da kein Laubbläser leise arbeitet, fällt das nicht zu sehr ins Gewicht.

Der Hersteller liefert den Worx WG584E 40V für rund 130 Euro auch ohne Akku und Ladegerät aus. Wenn Sie also bereits 20-Volt-Geräte von Worx in Betrieb haben, ist dieser Laubbläser ein echtes Schnäppchen. Wenn Sie noch keine Worx-Akkus besitzen, sind unsere anderen beiden Alternativen aber die bessere Wahl.

Außerdem getestet

Der IKRA IAB 40-25 hat sehr viel Leistung und schickt selbst größere Kieselsteine durch die Gegend. Das mehrstufige Drehrad erlaubt eine Reduzierung der Luftgeschwindigkeit. Die Verarbeitung ist nicht Oberklasse, aber noch in Ordnung, Details wie ein blechverstärktes Rohrende und ein einfach abnehmbar des Blasrohr gefallen uns.

Leider ist die Ergonomie ungünstig: Die Ansaugöffnung ist zum Bediener hin geneigt und zieht des Öfteren die Arbeitsjacke oder die Hose an. Das Drehzahlrädchen befindet sich vorne am Gerät, wir müssen also die zweite Hand nehmen, um es zu bedienen. Das ist umständlich.

Der Stiga SAB 500 AE ist einen Tick kräftiger unterwegs als unser Testsieger. Hier kann die Geschwindigkeit in vier Stufen reguliert werden. Empfehlen möchten wir ihn trotzdem nicht, und das liegt nicht am hohen Preis.

Der Laubbläser von Stiga liegt einfach sehr schlecht in der Hand, weil das Gewicht mit Akku stark hecklastig ist. Ringfinger und kleiner Finger müssen konstant das Gewicht des Gerätes nach oben drücken, damit sich das Blasrohr zum Boden neigt. Nach nicht einmal 10 Minuten im Einsatz waren diese Finger verkrampft.

Ansonsten ist der Stiga SAB 500 AE ziemlich gut gebaut und läuft mit dem vier Amperestunden fassenden Akku 20 Minuten lang. Sehr gefreut haben wir uns über das einhändige Auf- und Abstecken des Blasrohres. So einfach geht das bei keinem anderen Modell.

Black+Decker GWC3600L20

Der Black+Decker GWC3600L20 ist ein Kombigerät, er kann nicht nur Blasen sondern auch Saugen. Ausgeliefert wird er mit einem Laubsack. Durch das Häckselwerk im Gerät wird Laub zerkleinert, sodass relativ viel in den Sack passt. Leider ist die Saugkraft unzureichend, große Blätter kleben am Rohr und werden nicht eingesaugt. Der Sauger taugt also nur für kleine, trockene Blätter.

Die Wirkung beim Blasen ist genauso lahm. Wir fragen uns, warum dieses Gerät überhaupt einen Eco-Modus hat, wenn nicht einmal der Turbo anständig was leistet. Da nützt auch die 34-minütige Laufzeit nichts, wenn man mit der Arbeit nie fertig wird.

Einhell GE-CL 18 Li E Kit

Der Einhell GE-CL 18 Li E Kit kostet wenig Geld, leistet aber auch nichts. Der Luftstrom, der von der einfachen Plastik-Konstruktion erzeugt wird, bewegt nasse Blätter so gut wie gar nicht und auch bei trockenem Material brauchen wir eine halbe Ewigkeit für den Rasen oder den Gehweg. Missfallen hat uns auch das sehr schwere Abstecken des Saugrohres, tendenziell braucht man dafür zwei Leute.

Der Bosch ALB 18 LI ist bei Amazon ein Bestseller, aber warum? Er hat kaum Kraft, entsprechend werden wir mit der Arbeit einfach nicht fertig. Die gute Akkulaufzeit von 24 Minuten nützt da auch nichts. Immerhin ist das Gerät das leiseste im Testfeld. Es ist sehr leicht und einigermaßen stabil konstruiert. Aber für etwas mehr Geld bekommt man deutlich leistungsstärkere Modelle.

Der Ryobi OBL18JB hat eine moderate Kraft, das genügt für kleine Vorgärten und kurze Gehwege. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die stufenlose Luftgeschwindigkeit. Allerdings kann der Finger eine Stufe schlecht konstant halten. Für die Praxis spielt das aber ohnehin keine Rolle, denn die meiste Zeit geben wir einfach nur Vollgas. Die Handhabung ist gut und das Gewicht ist mit unter 3 Kilogramm gering.

Überhaupt nicht gefallen hat uns die Sollbruchstelle Festhalte-Clip-Blasrohr. Sie ist Teil des durchsichtigen Kunststoffkorpus und wird über kurz oder lang brechen. Deshalb sollte man das Blasrohr besser für immer am Gerät belassen.

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