Der beste Akku-Rasenmäher

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im Test (von rechts nach links): Black+Decker Autosense, Einhell GE-CM 43 Li M Kit, Ryobi RLM18X41H240F, Bosch Rotak 430 Li, STIHL RMA 339 C, Makita DLM431PT2, Einhell GE-CM 18/30 Li City

Der beste Akku-Rasenmäher für die meisten ist der Ryobi RLM18X. Er arbeitet sich mühelos durch jeden Rasen-Typ, ganz gleich ob kurzer Familienrasen, Straßengraben oder Wiese mit dichtem Bewuchs. Damit ist der RLM18X ist ein echter Allrounder für Flächen bis zu 600 m². Der stabile Lenk-Holm mit Teleskop-Funktion ist außerdem im Nu umgeklappt, so kann das Gerät platzsparend verstaut werden.

Rasen mähen ohne lästige Strippe – das war jahrzehntelang eine Domäne von lauten, stinkenden Benzin-Rasenmähern. Nach der rasanten Entwicklung der Akku-Technologie hat sich das verändert. Mit 18- oder 36-Volt-Lithium-Akkus sind lange Laufzeit und gute Leistung endlich vereinbar geworden, zumindest bei den meisten Akku-Rasenmähern.

Wir haben sieben Modelle für Sie getestet. Preislich lagen die Geräte zwischen günstigen 100 und happigen 600 Euro. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Ryobi RLM 18X 41H240F

Der Ryobi verfügt über einen stabilen Metall-Holm, einen flachen Lager-Modus und ist auch für hohes, dichtes Gras gut geeignet.

Unser Favorit für die Rasenpflege ist der Ryobi RLM18X. Denn der Ryobi-Mäher ist nicht wählerisch und macht auf jedem Rasen eine gute Figur. Ganz gleich ob er für den wöchentlichen Schnitt des Familienrasens eingesetzt wird, ob er sich durch einen Straßengraben mit vielen hohen Hartgräsern kämpfen soll oder ob es sich um einen dichten, nassen Rasen handelt. Sein Lenk-Holm mit Teleskop-Funktion ist außerdem deutlich stabiler und besser umklappbar als die schwächlichen Schnellspanner-Varianten der meisten Konkurrenten.

Die gemessene Laufzeit von 31 bis 44 Minuten ist zwar nicht die beste – aber auch nicht die schlechteste. Beide Akkus müssen voll aufgeladen eingelegt werden, sonst geht leider gar nichts. Ohne Doppel-Lader ist das zeitaufwendig. Wir empfehlen den Ryobi RLM18X für Flächen von 450 m² (dichter, hoher Rasen, unregelmäßige Pflege) bis 600 m² (leichter, kurzer Rasen mit regelmäßiger Pflege).

Besser aber teurer

Stihl RMA 339 C

Beste Ergonomie im Test, gute Laufzeit mit Eco/Turbo-Automatik und für jeder Rasen-Typ geeignet.

Wer keine Kompromisse bei der Qualität eingehen möchte, kommt an Stihl nicht vorbei. Der Profi für Gartentechnik hat für mittlere Flächen den RMA 339 C im Angebot – für knapp 600 Euro inklusive Lader und Akku ist er allerdings nicht gerade günstig.

Doch es lohnt sich, Material und Verarbeitung, ebenso Ergonomie und Leistung sind gegenüber den anderen Teilnehmern des Tests erhaben, da hat auch Ryobi keine Chance. Mit dem Mono-Lenker hat der RMA 339 C nicht nur eine andere Optik, diese Konstruktion ist beim Korb-Wechsel auch viel komfortabler. Bei dichtem, hohen Gras arbeitet der Mäher zuverlässig eine gute halbe Stunde. Bei kurzem Rasen können es bis zu 82 Minuten sein. Beim Verstauen ist Stihl ebenfalls der Primus: Ein Griff genügt, um den Holm zu falten. Frickeliges Schrauben und Finger-Einklemmen gibt es hier nicht.

Gut & günstig

Einhell GE-CM 43 Li M Kit

Wer nicht so tief in die Tasche greifen will, bekommt von Einhell für 350 Euro den GE-CM 43 Li M Kit inklusive zwei Akkus. Dieser Mäher hat einen größeren Fangkorb, eine größere Schnittbreite und eine längere Laufzeit als unser Favorit: 44 bis 106 Minuten sind eine echte Ansage, wobei die 106 Minuten nur mit Leerlauf im Eco-Modus zustande kommen. Die Motorsteuerung erkennt Belastung (hohes, auch nasses Gras) und schaltet dann automatisch den Turbo ein. Durch die Automatik ist der Einhell meist leiser und schafft bei gepflegtem, weniger hohem Gras exzellente Laufzeiten.

Der Lenk-Holm ist allerdings eine wackelige Konstruktion, die sich nur umständlich falten lässt. Der wuchtige Korb hat eine billig wirkende Aufhängung und wird nur durch kleine Plastik-Nasen zusammengehalten. Die Radaufhängung war nach einem Zusammenstoß mit einem Zaunpfahl verbogen.

Besitzer von großen, zusammenhängenden Flächen bis 600 m² machen mit dem Einhell nicht viel falsch. Wer aber Qualität liebt, nicht so viel Geld ausgeben möchte und viele Hindernisse im Garten umfahren muss, sollte besser unseren Testsieger ins Auge fassen.

Sie haben bereits einen Fuhrpark an Makita-Akku-Geräten mit den passenden Akkus? Dann kann der günstige Makita DLM431PT2 die richtige Wahl sein, denn der kostet gerade mal gut 200 Euro – Akku und Ladegerät sind Makita-typisch aber nicht dabei.

Der Makita-Rasenmäher eignet sich für kleine Flächen bis 400 m², die regelmäßig gemäht und kurz gehalten werden. Durch dichtes Gras kämpft sich der Elektro-Mäher nämlich nicht gerne. Die Verarbeitung geht in Ordnung, ist aber unterm Strich nicht so gut wie bei Stihl und Ryobi.

Vergleichstabelle

TestsiegerBesser aber teurerGut & günstigFür Makita-Fans
Modell Ryobi RLM 18X 41H240F Stihl RMA 339 C Einhell GE-CM 43 Li M Kit Makita DLM431PT2 Bosch Rotak 430 Li mit 2x Akku Black+Decker Autosense 3in1 CLMA4820L2 Einhell GE-CM 18/30 Li
Test Akku-Rasenmäher: Bosch Rotak 430 Li mit 2x AkkuTest Akku-Rasenmäher: Black+Decker Autosense 3in1 CLMA4820L2Test Akku-Rasenmäher: Einhell GE-CM 18/30 Li
Pro
  • Stabil aber etwas schwer Klapp-Mechanik ohne Schrauben/Stecken
  • Lieferung fertig montiert
  • Arbeitet sich durch jedes Gras, auch nasses
  • Gute Laufzeit
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Beste Ergonomie
  • Leichtgängig
  • Gute Laufzeit im Test
  • Gut zu verstauen
  • Automatik-Turbo
  • Leise im Eco-Mode
  • Lieferung fertig montiert
  • Automatik-Turbo
  • Leise im Eco-Modus
  • Starke Laufzeit
  • Großer Korb
  • Gute Holmaufhängung
  • Stabiler Gewebe-Sack
  • Gute Akku-Laufzeit
  • Sehr gute Leistung
  • Für alle Gräser geeignet
  • Gute Akku-Laufzeit
  • Autosense-Modus
  • Gut für kleine, verwinkelte Gärten
  • Preiswert
Contra
  • Messer aus Gusseisen
  • Zwei Akkus aber kein Doppel-Lader
  • Kein Eco-Modus
  • Nur 37 cm Schnittbreite
  • Nur 40 Liter Fangkorb
  • Hoher Preis
  • Keine Höhenverstellung des Lenkers
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Zwei Akkus aber kein Doppel-Lader
  • Klapp-Mechanik suboptimal
  • Verarbeitung Korb Höhenverstellung, Akku-Deckel
  • schwächelt bei dichtem, trockenem Gras
  • Laufzeit bei dichtem Gras schwach (20 min)
  • Verarbeitung für den Preis nicht gut genug
  • Wackelig beim Lenken
  • Unbrauchbare Schnellspanner
  • Probleme in dichtem und langem Gras
  • Geringe Schnittbreite
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Nicht für hohes Gras geeignet
Bester Preis
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So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns sieben Akku-Rasenmäher verschiedener Hersteller und Preisklassen besorgt. Natürlich haben wir aufgrund der unterschiedlichen Konstellation der Geräte darauf geachtet, dass verschiedene Schnittbreiten oder die maximale Rasenfläche nicht als Kriterium für Sieg oder Niederlage dienen.

Die Akku-Mäher wurden im Garten und auf einer größeren Fläche ausprobiert. Hier gab es sowohl dichtes und hohes Gras als auch Hartgräser, Brennnessel und schwieriger zugängliche Stellen.

im Test (von rechts nach links): Black+Decker Autosense, Einhell GE-CM 43 Li M Kit, Ryobi RLM18X41H240F, Bosch Rotak 430 Li, STIHL RMA 339 C, Makita DLM431PT2, Einhell GE-CM 18/30 Li City
Alle Akku-Rasenmäher im Test (von rechts nach links): Black+Decker Autosense, Einhell GE-CM 43 Li M Kit, Ryobi RLM18X41H240F, Bosch Rotak 430 Li, STIHL RMA 339 C, Makita DLM431PT2, Einhell GE-CM 18/30 Li City.

Akku-Rasenmäher: Auf was es ankommt

Akku-Rasenmäher funktionieren wie jeder andere Rasenmäher nach dem Prinzip des ansaugenden Rotorblattes: Die Messer haben eine leicht angewinkelte Form und ziehen Luft vom Boden her zu sich heran. Dadurch richten sich die Grashalme auf, werden abgeschlagen und mit dem Luftstrom in den Fangkorb befördert.

Viele Fangkörbe haben eine Füllstandsanzeige auf die Sie achten sollten, damit der Auswurfkanal nicht verstopft wird.
Kritiker des Rotor-Rasenmähers merken an, dass auch Insekten und Käfer im Fangkorb landen, die eigentlich auf der Fläche bleiben sollten. Wenn das ein Thema für Sie ist, dann fahren Sie einfach mit dem Mulch-Einsatz und rechen das Gras nach dem Mähen per Hand zusammen.

Die Schnitthöhe wird immer über die Räder eingestellt, das heißt ein Gestänge setzt alle vier Räder höher oder tiefer. Die Räder haben daher selten eine richtige Achse, sondern sitzen punktuell am Gestänge.

Variante zwei ist eine axiale Verstellung der Schnitthöhe, das wird aber nur beim Einhell City Akku-Rasenmäher umgesetzt. Der Grund: Es ist wenig komfortabel das Gerät zur Seite legen zu müssen, um dann die beiden Achsen händisch in eine zweite oder dritte Aussparung zu schieben.

Viel komfortabler ist die Schnitthöhenverstellung mit einem Hebel am Gerät: Dazu bewegt man den Hebel mit einer Hand und zieht das Gerät am Griff mit der anderen Hand leicht nach oben. Zum Absenken genügt die Hand am Hebel.

Ryobi RLM18X41H240F: Einhand-Höhenverstellung
Ryobi RLM18X41H240F: Einhand-Höhenverstellung.

Sicherheit geht vor! Daher haben Akku-Rasenmäher in der Regel einen Sicherheitsschlüssel, der für den Betrieb stecken muss. Besitzt er keinen, sollten Sie bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten unbedingt vorher den Akku herausnehmen.

Der Führungsholm kann meist auf die Körpergröße eingestellt werden. Oft geschieht das in zwei Stufen durch Verkürzung des Holmes (Makita, Bosch) oder durch Veränderung des Ansetz-Winkels am Chassis (Ryobi).

Bei Einhell und Black+Decker wird mehrstufig eingestellt, ebenfalls durch Veränderung des Ansetz-Winkels am Chassis. Stihl verzichtet leider ganz auf eine Verstellung des Holm-Winkels.

Akkus und Ladegeräte

Die Motoren der Akku-Geräte arbeiten mit Spannungen von 18 oder 36 Volt. Bei den Rasenmähern werden entweder ein oder gleich zwei Akkus eingesetzt. Der Betrieb mit zwei Akkus klingt komfortabel, hat aber auch Nachteile: Ist auch nur ein Akku leer, stoppt die Maschine. Umständlich sind zwei Akkus auch, wenn kein Doppel-Lader im Lieferumfang enthalten ist, denn dann müssen Sie die Akkus nacheinander aufladen. Einhell steckt gleich zwei Ladegeräte in den Karton, das wirkt unbeholfen, schließlich gibt es Doppel-Lader, wie man bei Makita sieht. Aber zwei einzelne Ladegeräte sind immer noch besser als nur eines.

Einige Mäher fahren nur mit einem Akku (Stihl, Bosch, Black+Decker, Einhell City). Vorteil: Sie müssen sich nicht um den Ladezustand von zwei Akkus kümmern. Bosch und Black+Decker liefern ihr Gerät mit einem Ladegerät und zwei Akkus aus. Während Sie mit dem einen Akku den Rasen mähen, kann der andere schon wieder aufladen.

Leuchtdioden am Akku informieren über den Ladezustand, das ist inzwischen Standard. Makita geht einen Schritt weiter und hat eine Anzeige am Griff, die die Restkapazität anzeigt.

Typisch für das Konglomerat an Akkus ist: Es handelt sich ausnahmslos um System-Akkus. Das heißt, die Akkus passen auch in andere Geräte des Herstellers – aber nicht in Geräte anderer Hersteller. Wer also einen Trimmer, eine Heckenschere und einen Akku-Mäher von Ryobi besitzt, der kann die 18-Volt-Akkus untereinander austauschen und es genügt ein einziges Ladegerät. Im Handel können deshalb oft Varianten des Gerätes ohne Akku und Lader erworben werden. Bei Ryobi etwa gibt es ganze 45 Geräte für den 18-Volt-Akku.

Ryobi One Plus Familie - ein Akku passt in ganz viele Geräte. Gleiches gibt es Analog bei Bosch, Black+Decker, Makita, Einhell, Stihl
Ryobi One Plus Familie – ein Akku passt in viele Geräte. Ähnlich ist es bei Bosch, Black+Decker, Makita, Einhell und Stihl.

Wenn Sie bereits Akku-Geräte eines bestimmten Herstellers haben, können Sie sich mit dem Kauf eines Gerätes desselben Herstellers einiges an Geld sparen, indem Sie den Mäher ohne Akku und Ladegerät kaufen. Prüfen Sie aber unbedingt vor dem Kauf genau, ob der vorhandene Akku auch wirklich mit Ihrem Wunschgerät kompatibel ist.

Wie oft und auf welche Schnitthöhe soll man Rasen mähen?

Der Familienrasen braucht im Sommer einen wöchentlichen Schnitt auf 2,5 bis 3,5 Zentimeter. Bei weniger belaufenen Flächen können Sie dem Rasen gern 4-5 Zentimeter gönnen. Das Gras kann so besser Fotosynthese betreiben und wird dichter. Hier reicht dann über den Sommer hinweg auch ein Schnitt nur alle zwei Wochen.

Autor im Einatz mit Ryobi RLM18X41H240F
Autor im Einatz mit Ryobi RLM18X41H240F.

Rasenmäher sind in der Saison also relativ häufig im Einsatz. Das kann die Nerven der Nachbarn strapazieren. Der Vorteil von Akku-Mähern: Sie sind deutlich leiser als ihre knatternden Viertakt-Kollegen von der Benzin-Front. Mäher mit Elektromotor und Stromkabel sind für kleine Gärten ebenfalls eine Alternative, aber man muss sich eben mit dem Kabel herumschlagen. Und durch den sparsamen Einsatz von Akku-Wattstunden und mitunter aerodynamisch geformten Messern sind Akku-Modelle sogar noch etwas leiser als ihre Kollegen mit Kabel und 230 Volt.

Wer es noch eine Stufe leiser haben möchte, hat bei vielen Geräten die Möglichkeit einen Eco-Mode anzuschalten. Hier wird die Drehzahl des Motors an den tatsächlichen Leistungsbedarf angepasst. Der Motor läuft also nicht konstant auf einer Drehzahl sondern verbraucht nur so viel Energie, wie er gerade braucht. Das führt nicht nur zu einer Reduzierung der Lautstärke sondern auch zu einer höheren Akkulaufzeit. Durch diesen Modus sind die Testgeräte von Stihl, Einhell oder auch Black+Decker unterm Strich nochmal leiser als Akku-Rasenmäher, die einfach konstant mit maximaler Kraft durchlaufen.

Langlebigkeit

Was Lange hält, bringt dem Handel kein Geld. Das hat sich herumgesprochen: Die Geräte der Baumarkt-Preisklasse, die wir hier hauptsächlich testen, sind selten Geräte mit einer jahrzehntelangen Nutzungsdauer und der besten Materialqualität. Um bestimmte Preise im Markt zu treffen, wird oft nicht so gut wie möglich, sondern nur so gut wie nötig gebaut. Was vordergründig gut aussieht, besteht dann oft aus minderwertigem Kunststoff und ist so konstruiert, dass es gar nicht zehn Jahre im Alltag überleben kann.

Bosch Rotak 430 Li: wackelige Holm-Befestigung
Bosch Rotak 430 Li: wackelige Holm-Befestigung.

Wir weisen in unseren Tests auf minderwertige Materialien oder Sollbruchstellen hin. Im Falle der Rasenmäher sind das Chassis, die Schnitthöhenverstellung, der Lenk-Holm (Gestänge) und der Fangkorb die kritischsten Bauteile, die große Unterschiede in der Verarbeitungsqualität aufweisen. In den ausführlichen Besprechungen der einzelnen Modelle, sage wir Ihnen, auf was Sie achten sollten.

Das typische Chassis-Obermaterial ist Polyprophylen (PP). Dieser eher weiche Allround-Kunststoff wird als schlagfest beworben, ist aber weder kratzfest noch so hart wie Polymer-Kunststoff. Nur Stihl setzt auf das langlebige Polymer: Polyprophylen enthält Weichmacher, die bei dauerhafter UV-Bestrahlung (Sonnenlicht) entweichen, dann wird das Material spröde und Farben verblassen.

Die Schnitthöhe wird immer über die Räder umgesetzt, das heißt ein Gestänge setzt alle vier Räder höher oder tiefer. Die Räder haben daher selten eine richtige Achse, sie sitzen punktuell am Gestänge. Bei schlechtem Material genügt dann ein Zusammenstoß und schon eiert ein Rad, wie im Test bei Einhell geschehen.

Der Fang-Korb, entweder aus Kunststoff oder aus Textil mit Metallstreben, wird im Einsatz am Stärksten strapaziert. Daher sollte die Einhänge-Nase besonders robust und fehlerfrei konstruiert sein. Das ist aber nicht immer der Fall, was uns bei Einhell und bei Makita auffällt.

Das klappbare Gestänge, meist mit Schnellspanner-Schrauben, ist unausweichlich, denn der Akku-Mäher soll ja auch möglichst kompakt verstaut werden. Leider sind die Gestänge oft wackelig im Chassis verankert (Bosch, Einhell CM-18), lassen sich nur umständlich falten (Einhell, Makita) oder die Schnellspanner lösen sich gar von selbst (Black+Decker).

Die Geräte aus dem Baumarkt oder dem Online-Handel werden in mehr oder weniger kompakten Kartonagen geliefert. Sie müssen vor dem Einsatz zusammengebaut werden, was aber einfach und schnell geht.

Einhell GE-CM 43 Li: aus dem Karton - erstmal basteln
Einhell GE-CM 43 Li: aus dem Karton – erstmal basteln.

Hierzu müssen nur die Lenkholme mit Flügelschrauben oder Schnellspannern zusammengesetzt werden. Dazu kommt mitunter noch ein Schaltgriff und etwas Befestigungsmaterial. Der Fangkorb wird aus zwei Kunststoff-Teilen zusammengesetzt oder es wird ein Gewebe-Sack über ein Metallgestänge gezogen (Makita, Black+Decker). Unser Testsieger und der Mäher von Stihl werden dagegeg bereits fertig montiert geliefert.

Sicherheit und Wartung

Wie beim Vertikutierer muss auch der Rasenmäher sofort stillstehen und den Motor abschalten, wenn der Bediener den Führungsholm loslässt. Das übernimmt der Totmannschalter, der meist als Bügel am Führungsholm angebracht ist.

Hinzu kommt ein Sicherheitsschlüssel, der meistens im Akku-Fach gesteckt wird. Das ist eine simple Lösung, damit Kinder das Gerät nicht anschalten können oder bei Wartungsarbeiten der Akku nicht entnommen werden muss.

STIHL RMA 339 C: Totmann-Bügel auf Benutzer-Seite
Stihl RMA 339 C: Totmann-Bügel auf Benutzer-Seite.

Im Gegensatz zu Benzinmähern sind Akku-Rasenmäher fast wartungsfrei. Nach jedem Mähen sollten Sie das Gerät einmal auf die Seite legen und nasses Gras grob von den Innenwänden abwischen. Ansonsten kann hier eine dicke Gras-Packung entstehen, die das Strömungsverhalten behindert.

Ryobi RLM18X41H240F: Schneidwerk aus Guss - platzt ab statt zu verbiegen
Ryobi RLM18X41H240F: Schneidwerk aus Guss – platzt ab statt zu verbiegen

Sie sollten vor der Überwinterung mit einem Lappen die Messer ölen, damit sie nicht rosten. Bei gusseisernen Messern (Ryobi) ist das nicht nötig. Die Messer müssen nicht geschärft werden: Rasenmäher-Blätter schneiden das Gras nicht, sie schlagen es mit hoher Geschwindigkeit ab. Dafür können die Messer auch stumpf sein.

Irgendwann sind die Blätter aber durch Steine oder andere harte Materialien auf der Wiese stark abgenutzt. Dann müssen Sie entweder mit einem Schleifstein die Scharten auswetzen und »schärfen« oder das Messer tauschen. Stahl-Messer können einfach geschliffen werden, am Schleifstein oder mit etwas Übung mit dem Winkelschleifer.

Schleifen kann ins Auge gehen! Setzen Sie immer eine Schutzbrille auf.

Der typische Rasenmäher wird ungefähr 20 mal im Jahr genutzt und steht die restliche Zeit im Gartenhaus. Daher sind kompakte Verstau-Maße nützlich. Alle Geräte sind mit klappbaren Lenkholmen ausgerüstet. Nach dem Lösen der Flügelschrauben und der Arretierung kann das Gestänge zusammengefaltet oder abgenommen werden.

Kombi-Geräte mit Mulch-Einsatz

Einige Modelle werden als Mulch-Mäher beworben. In diesem Fall wird die Ansaug-Öffnung einfach mit dem mitgelieferten Mulch-Keil blockiert und der Schnitt bleibt auf der Fläche liegen. Durch das Mulchen geben Sie dem Rasen etwas Nähstoffe zurück, denn die kleinen Grashalme verwittern schnell.

Black+Decker Autosense: zum Mulchen wird die Öffnung blockiert.
Black+Decker Autosense: zum Mulchen wird die Öffnung blockiert.

Aber Vorsicht: Mulchen funktioniert nur mit kurzem Gras! Die abgemähten Halme sollten nicht länger als 2-3 Zentimeter sein. Längeres Gras bleibt einfach obenauf liegen, wird zu Heu und nimmt dem Rasen das Licht. Mulchen sollte man außerdem nicht ständig. Bleiben zu große Mengen an Schnittgut auf der Rasenfläche liegen, kommt es auch hier zu Licht- und Luftmangel.

Ryobi RLM18X41H240F: Der Testsieger überzeugt mit stabiler Verarbeitung, guter Laufzeit und viel Kraft

Testsieger: Ryobi RLM 18X

Der Ryobi RLM 18X bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis und ist daher aus unserer Sicht für die meisten die beste Wahl. Er erreicht zwar nicht alle Qualitäten des Rasen-Profis von Stihl, kostet dafür aber auch ganze 200 Euro weniger.

Testsieger

Ryobi RLM 18X 41H240F

Der Ryobi verfügt über einen stabilen Metall-Holm, einen flachen Lager-Modus und ist auch für hohes, dichtes Gras gut geeignet.

Wir sind begeistert von der Teleskop-Funktion des Lenk-Holms, denn das Gerät kann damit sehr platzsparend verstaut werden. Die Stabilität hebt sich von Einhell, Bosch, Makita und Black+Decker ab, ohne freilich in der Liga von Stihl mit zu spielen.

Was die Leistung angeht, gibt es allerdings nichts zu meckern. Der Ryobi nimmt es mit jedem Rasen-Typ auf: Hartgräser, Brennnessel-Ecken, Straßengraben oder einfach nur Familienrasen, der Ryobi fühlt sich auf jeden Platz wohl – auch wenn das Gras hoch und dicht ist.

Ein Zusammenbau des Ryobi war nicht nötig, er wird fertig montiert geliefert. Der Grund für die platzsparende Anlieferung im Karton ist die clevere Klapp- und Teleskop-Mechanik des Führungsholmes. Das wird Ihnen auch beim Verstauen im Schuppen zu Gute kommen.

Mäh-Test

Der Ryobi RLM 18X macht beim Fahren, Schnitthöhe verstellen und Lenken viel Freude. Das liegt an seiner guten Wendigkeit aber auch am stabilen und starren Führungsholm. Der Fangsack aus Gewebe und Kunststoff lässt sich einfach einrasten, entnehmen, entleeren und ausklopfen.

31 bis 44 Minuten hat der Ryobi den dichten Rasen auf unserer Testfläche bearbeitet. Ins Stocken kam er dabei nie und wir haben in dieser Zeit 14 Körbe entleert. Dabei haben wir etwa die Hälfte der Zeit leichten, dünnen Straßenrand-Rasen und die andere Hälfte dichtes Wiesengras gemäht.

Anschließend müssen wir erstmal eine längere Pause einlegen, denn mit nur einen Lader müssen die Akkus nacheinander aufgeladen werden, was locker mal drei Stunden dauert. Mit nur einem Akku macht der Mäher keinen Mucks, auch dann nicht, wenn der randvoll ist.

Autor im Einatz mit Ryobi RLM18X41H240F
Autor im Einatz mit Ryobi RLM18X41H240F.

Wenn der Bewuchs sehr dicht ist, kann es schon mal passieren, dass man Steine übersieht. So sind wir dann auch mal über einen dicken Feldstein gefahren. Das Resultat: an den Messern ist eine Ecke abgeplatzt. Das passiert, wenn die Messer nicht aus Stahl sondern aus Gusseisen bestehen, Stahl würde verbiegen und könnte mit einem Hammer wieder geradegebogen werden. Natürlich sollte man das vermeiden und besser schon vor dem Mähen den Rasen auf eventuelle Gefahrenstellen absuchen.

Stabilität und Wertigkeit

Die Karosserie des Ryobi RLM 18X besteht aus Metall und Kunststoff. Es handelt sich teilweise um das übliche Polyprophylen (PP), an tragenden Konstruktionsteilen ist aber eine besonders harte Variante des Kunststoffes eingebaut. Aus diesem Obermaterial bestehen bis auf den Mäher von Stihl auch alle anderen Geräte, allerdings ist bei Ryobi die Dicke beträchtlich.

Ryobi RLM18X41H240F: stabiler Holm mit Teleskop-Einschub
Ryobi RLM18X41H240F: stabiler Holm mit Teleskop-Einschub.

Die Verbindung von Führungsholm und Chassis ist dem Hersteller bestens gelungen. Auf einer Metallplatte mit zwei Haltepunkten kann die Höhe des Lenkers eingestellt werden. Die wackelige Kunststoff-Konstruktion eines Bosch muss sich bei diesem Anblick beschämt verstecken.

Das Chassis besteht überwiegend aus schwarzem Kunststoff, lediglich die Mittelkonsole aus durchgefärbten, grünen Plastik. Der Rest sind bunte Aufkleber, die sich mitunter von selbst ablösen oder zerkratzen werden. Der Teleskop-Griff kann nicht mehrstufig auf eine bestimmte Länge fixiert werden, sondern nur in der Position ganz aus- oder eingefahren. Sie dient lediglich dem besseren Verstauen des Gerätes.

Die Nachteile

Der Ryobi RLM18X41H240F ist mit 18 Kilogramm etwas schwerer als andere Rasenmäher, aber es gibt durchaus noch schwerere Exemplare, wie beispielsweise den Black+Decker mit 20 Kilogramm Kampfgewicht.

Schade ist, dass Ryobi für die beiden Akkus keinen Doppel-Lader in den Karton legt, sondern nur einen Single-Lader. Die Akkus müssen also nacheinander aufgeladen werden. Das kann unter Umständen wirklich nervig sein, denn nur mit zwei voll geladenen Akkus kann man mit dem Ryobi Rasen mähen.

Abhilfe kann ein Mehrfach-Lader schaffen, Ryobi hat allerdings nur den 6fach Lader RC18627 im Programm. Für 100 Euro lohnt sich der freilich nur, wenn drei bis vier Ryobi-Geräte im Einsatz sind.

Ryobi RLM18X im Testspiegel

Bislang gibt es nur wenige Testberichte vom Ryobi RLM18X41H240F. Einen soliden Bericht fanden wir bei Mein-schöner-Garten.de. Der Autor lobt die Ergonomie, kritisiert aber den Preis:

»Der Ryobi 36V Fusion ist aus technischer und funktionaler Sicht ein grundsolider Akku-Rasenmäher ohne größere Schwächen, aber mit rund 400 Euro inklusive Akku und Ladegerät für die Leistung recht teuer.«

Im Test von Selbst ist der Mann (03/2018) erreicht der Ryobi 5 von 5 Punkten. Gelobt wird das gute Mähergebnis und die komfortable Bedienung.

Der Vorgänger des 41H240F, das Modell RLM18X40H240F, schnitt ebenfalls bei vielen Tests gut ab. Die Modelle sind weitgehend identisch und unterscheiden sich im Wesentlichen nur durch das Ladegerät.

Im Test von Stiftung Warentest (04/2017) landete der Vorgänger auf dem vierten Platz und bekam die Note 2,5. Das Mähergebnis wurde mit »gut«, Haltbarkeit und Sicherheit mit »sehr gut« bewertet. Bemängelt wird auch von der Stiftung Warentest, dass das Ladegerät nur einen Akku lädt.

Sollten weitere Tests des neuen Ryobi RLM18X erscheinen, tragen wir sie hier nach.

Alternativen

Der Ryobi bietet für uns zwar das beste Gesamtkpaket aller getesteten Akku-Rasenmäher, aber es gibt auch andere Geräte, die uns überzeugen konnten.

Besser aber teurer

Stihl RMA 339 C

Beste Ergonomie im Test, gute Laufzeit mit Eco/Turbo-Automatik und für jeder Rasen-Typ geeignet.

Vom Gartenpflege-Profi hatten wir den Stihl RMA 339 C, inklusive AL 101 Standard-Ladegerät und AK 30 187-Wh-Akku im Test. Billig ist dieses Set mit rund 600 Euro nicht. Doch Komfort und Langlebigkeit haben eben ihren Preis – und genau das sind die Stärken des RMA 339 C.

Wenn Sie sich für solch ein Premium-Gartengerät interessieren, die Investition für Sie alleine aber Ihre Möglichkeiten übersteigt,verbünden Sie sich mit einem oder zwei guten Nachbarn und erwerben Sie einen Stihl Akku-Mäher gemeinsam. So sind die Kosten für jeden recht niedrig und das Gerät nimmt nur Platz in einem Schuppen weg.

Für den Preis gibt es ein Chassis aus Metall und schlagfestem Polymer-Kunststoff. Der ist kratzfester und härter als Polyprophylen (PP), das bei den anderen Mähern verwendet wird. Polyprophylen, speziell wenn es dauerhaft UV-Licht ausgesetzt wird, ist nicht langlebig: Die Weichmacher entweichen, es wird spröde und bricht dann leichter. Zudem leiden die Farben, sie bleichen aus.

Der Mono-Lenker verleiht dem RMA 339 C nicht nur eine Optik wie bei einem Raumschiff Enterprise für den Garten, bei keinem anderen Gerät in diesem Test ist der Korb-Wechsel so schnell und so komfortabel erledigt.

Der Grund: Wir müssen nicht mehr zwischen die Holme greifen, es gibt ja nur einen. Der Korb muss nicht sauber in die Arretierung gesetzt werden, es reicht ein grobes Aufwerfen, den letzten Zentimeter findet er von allein. Standard ist das nicht: Bei Makita waren wir genervt, das Gewebe des Korbes verhakte sich immer mit der Arretier-Nase und wir mussten fummeln.

Der Stihl RMA 339 C hat nur eine Schnittbreite von 37 Zentimetern, das ist bis auf den Einhell GE-CM 18/30 Li (30 cm) der kleinste Schnitt-Durchmesser im Test. Dafür arbeitet sich der Motor aber zuverlässig durch hohes, dichtes Gras, ähnlich stark wie der Ryobi. Natürlich bietet Stihl auch Mäher mit größeren Schnittbreiten an, hier steigt aber auch der Preis nochmal deutlich, weshalb wir uns für den Test für dieses Gerät entschieden haben.

Die Laufzeit liegt bei dichtem, hohen Gras bei einer guten halben Stunde. Das ist viel, denn der Turbo lief durchgehend und wir haben in dieser Zeit 20 mal den Korb entleert! Durch den Eco-Mode, der sich bei leichtem, niedrigen Gras einschaltet, wird die Laufzeit deutlich länger. Sie kann bis zu 82 Minuten betragen, wir haben diese Zeit im Leerlauf ermittelt (mit Akku AK 30 187 Wh).

Durch diesen Eco-Mode sind Geräte wie Stihl RMA 339 C, Einhell GE-CM 43 Li M Kit oder auch Black+Decker Autosense unterm Strich leiser als solche Modelle, die einfach konstant mit maximaler Kraft durchlaufen.

Beim Verstauen ist Stihl ebenfalls ein Primus: Ein Griff genügt, um den Holm zu falten. Frickeliges Schrauben und Finger-Einklemmen kommen hier nicht vor.

Gut & günstig

Einhell GE-CM 43 Li M Kit

Noch günstiger als mit unserem Testsieger kommen Sie mit dem Einhell GE-CM 43 Li M Kit inklusive zwei Akkus und zwei Ladegeräten weg. Dieser Mäher hat den größten Fangkorb im Test (63 Liter) und eine größere Schnittbreite (43 Zentimeter) als unser Favorit.

Hinzu kommt eine starke Laufzeit von 44 bis 106 Minuten, wobei die 106 Minuten der Leerlauf im Eco-Modus sind. Bei einer geringen Grashöhe durch regelmäßigen Schnitt können sie also locker mal eine Stunde fahren und dutzende Male den Korb leeren.

Mit dichtem, höheren Gras kommt der GE-CM 43 Li M ebenfalls klar, der dann natürlich im automatischen Turbo-Modus läuft. Nur nass und wirklich hoch sollte der Rasen nicht sein, dann kommt das 43-Zentimeter Schneidwerk ins Stocken und die Laufzeit bricht durch die Belastung deutlich ein.

Was Stabilität, Verarbeitung und Durchzugskraft angeht, kommt Einhell aber bei weitem nicht an den Ryobi heran: Der Lenk-Holm ist eine eher wackelige Konstruktion, die sich umständlich falten lässt. Der wuchtige Korb aus PP-Kunststoff hat eine wenig dauerhaft erscheinende Aufhängung und wird durch Plastik-Nasen zusammengehalten, von denen uns gleich mal eine abgebrochen ist. Wer den Einhell nutzt, der sollte also kein Grobian sein und den Korb besser sanft einsetzen.

Kritik müssen wir auch an der Radaufhängung üben: Vorne rechts war selbige nach einem harten Stoß gegen einen Zaunpfahl gleich verbogen.

Wir empfehlen den Einhell GE-CM 43 Li M Kit für Besitzer von großen, eher zusammenhängenden Flächen bis 600 m². Dort spielen die Schnittbreite von 43 cm und der enorme Fangkorb ihre Stärken aus.

Der Mäher ist allerdings nicht so wendig und das ständige Umfahren von Hindernissen macht mit dem wackeligen Gestänge wenig Freude. Wenn Sie viele Hindernisse oder auch Steigungen haben und hin und wieder den Straßengraben mähen, dann sollten Sie besser den Favoriten Ryobi oder den Stihl RMA 339 C wählen. Beide sind wendiger und bleiben nicht im dichten Gras stecken.

Der Makita-Rasenmäher ist eine günstige Option für Handwerker oder Heimwerker, die bereits Ladegerät und Akkus von Makita besitzen. Ohne Akku und Lader ist der Makita DLM431PT2 für 210 Euro nämlich unschlagbar günstig zu haben.

Das Gerät ist angemessen stabil gebaut, Industriequalität wie bei Stihl bekommt man aber bei weitem nicht, der Holm ist stabil am Chassis befestigt. Zum platzsparenden Abstellen müssen die Holme aber komplett abgeschraubt werden.

Allerdings sollten seine Qualitäten nicht zu hoch angesetzt werden. Das Gerät eignet sich für regelmäßig gepflegte Flächen, die nicht zu dicht und zu hoch bewachsen sind. Durch die knappe Laufzeit von 20 bis 40 Minuten (20 Minuten in dichtem Gras) ist die Flächenleistung sehr knapp, mehr als 400 m² würden wir dem Mäher nicht zumuten.

Der Korb nervte im Test: Durch eine unsaubere Fertigung klemmt das Gewebe in der Arretierung und er rastet nicht ein. Die Schnitthöhenverstellung war beim Testgerät gleich mal aus der Führung gesprungen. Die Kunststoff-Stufen machen auch keinen langlebigen Eindruck, wenn man Sie denn öfter verstellt.

Im praktischen Einsatz sind Sie mit einem Ryobi oder einem Einhell GE-CM 43 Li besser bedient. Die haben längere Laufzeiten, stärkere Motoren und sind – im Falle unseres Testsiegers – auch stabiler und komfortabler gebaut. Für den kleinflächigen, anspruchslosen Einsatz zu einem attraktiven Preis hat der Makita aber seine Berechtigung, trotz aller Schwächen.

Außerdem getestet

Bosch Rotak 430 Li mit 2x Akku

Der Bosch läuft, wenn Sie den zweiten 36-Volt-Akku nachlegen, stolze 50 Minuten, im Leerlauf haben wir sogar 92 Minuten gemessen. Eine Empfehlung wollen wir dennoch nicht aussprechen, denn die Steck-Mechanik des Holmes am Chassis hat uns gar nicht gefallen. Hinzu kommt ein Preis, der sich um 100 Euro von unserem Testsieger abhebt, dafür aber nur eine längere Laufzeit abliefert, bei weniger Stabilität und Ergonomie.

Die Steck-Mechanik des Führungsholmes mag zwar zum Abstellen des Gerätes ganz nützlich sein, jedoch sorgt sie für ein wackeliges Feeling beim Lenken. Bei großen, zusammenhängenden Flächen mit wenigen Hindernissen mag das akzeptabel sein, doch beim häufigen Umfahren stellt sich keine Freude an der Qualität ein.

Die zwei Akkus können nur nacheinander geladen werden, Bosch liefert einen Single-Lader. Was die Leistung angeht, gibt es aber nur wenig zu bemängeln. Der Bosch arbeitet sich durch fast jeden Rasen, nur in hohem, dichten Gras bleibt er stecken. Der Straßengraben mit hohen Brennnesseln und Hartgräsern ist allerdings kein Problem.

Black+Decker Autosense 3in1 CLMA4820L2

Für zirka 375 Euro bekommen Sie den Black+Decker Autosense in Rennwagen-Optik. Das Highlight des Gerätes ist der Eco-Modus, hier Autosense genannt. Am Mähwiderstand erkennt der Black+Decker dichtes oder hohes Gras und schaltet dann automatisch in die höchste Drehzahl. Es ist dasselbe Prinzip wie bei Stihl und Einhell GE-CM 43.

Zwei mal 18 bis 27 Minuten Laufzeit sind ausreichend für Flächen bis 600 m², sofern das Gerät die meiste Zeit im Eco-Modus läuft.
Was dem Black+Decker die Empfehlung verwehrte, das waren die unbrauchbaren Schnellspanner an den zwei Holmen. Sie sind eigentlich dafür gedacht, um den Führungsholm mit zwei Griffen zu lösen und nach vorn zu Klappen. Letzteres funktioniert auch ganz gut, jedoch lösen sich die beiden orangenen Schnellspanner bei der Arbeit immer wieder von selbst. Fester können wir sie nicht einstellen, der Hersteller hat das Gewinde mit der »passenden« Länge vorgesehen.

Die Bastler unter uns könnten das Problem mit einem Gewindeschneider sicherlich abstellen, doch wer will das schon bei einem Gerät, das knapp 400 Euro kostet.

Davon abgesehen macht der Black+Decker seinen Job ganz gut: Er kämpft sich leicht durch den Straßengraben, hat aber Probleme in dichtem, langen Gras.

Einhell GE-CM 18/30 Li

Der Einhell City Akku-Rasenmäher GE-CM 18/30 Li mit Solo-Batterie passt nicht so recht in die Testrunde, denn erstens genügt seine Schnittbreite und seine Laufzeit nur für ganz kleine Flächen von bis zu 150 m²; zweitens steht dem Modell Low-End ins Gesicht geschrieben. Das fängt beim Gestänge und bei der axialen dreifach-Höhenverstellung an und hört bei der kurzen Laufzeit von 12 bis 19 Minuten auf. Der Fangkorb und seine Aufhängung machen keinen langlebigen Eindruck.

Der Einhell GE-CM 18/30 Li eignet sich nicht für hohes, dichtes Gras. Durch seine Beweglichkeit und die schmale Schnittbreite taugt er aber für verwinkelte Mini-Gärten, die auch gerne mal Steigungen haben können.

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