Der beste Akku-Rasenmäher

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Akku-Rasenmäher Test: Akkurasenmaeher Alle
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Der beste Akku-Rasenmäher ist für uns der von Deltafox. Mit seiner guten Motorisierung und der großen Schnittbreite von 37 Zentimetern schafft der viel Fläche in kurzer Zeit. Wir lenken die stabile Karosserie stolze 49 Minuten über die Wiese, so lange hielt kein anderer Rasenmäher in diesem Test durch. Er arbeitet sich mühelos durch jeden Rasentyp, ganz gleich ob kurzer Familienrasen, Straßengraben oder Wiese mit dichtem Bewuchs. Damit ist der Deltafox ein echter Allrounder für Flächen von bis zu 600 Quadratmetern. Der stabile Lenkholm ist außerdem im Nu umgeklappt – so kann das Gerät platzsparend verstaut werden.

Update 12. April 2019

Wir haben vier neue Akku-Rasenmäher getestet. Unser neuer Testsieger ist das Gerät von Deltafox. Demnächst reichen wir noch ein Update mit dem Hyundai LM3801 58Li Set nach.

Rasen mähen ohne lästige Strippe – das war jahrzehntelang eine Domäne von lauten, stinkenden Benzin-Rasenmähern. Nach der rasanten Entwicklung der Akku-Technologie hat sich das verändert. Mit 36- oder gar 58-Volt-Lithium-Akkus sind lange Laufzeit und gute Leistung endlich vereinbar geworden, zumindest bei den meisten Akku-Rasenmähern.

Wir haben inzwischen elf Modelle für Sie getestet. Preislich lagen die Geräte zwischen günstigen 85 und happigen 450 Euro. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Deltafox Akku-Rasenmäher

Akku-Rasenmäher Test: Deltaffox
Er bietet mit zwei Akkus eine überragende Laufzeit und überzeugt mit der angenehmen Handhabung und seinem guten Preis.

Deltafox holt sich den Überraschungssieg. Mit seiner knapp 50-minütigen Laufzeit (zwei Akkus nacheinander) stellt er die Konkurrenten in den Schatten. Die Karosserie und die Führungsholme sind stabil gebaut und miteinander verbunden, das sorgt für ein wendiges und gutes Fahrgefühl. Die große Schnittbreite von 37 Zentimetern, die kurze Ladezeit von nur einer Stunde (ein Akku) und die starke Motorisierung machen die Kaufentscheidung leicht.

Besser aber teurer

Stihl RMA 339 C

Er hat die beste Ergonomie im Test, eine gute Laufzeit mit Eco/Turbo-Automatik und ist für jeder Rasentyp geeignet.

Wer keine Kompromisse bei der Qualität eingehen möchte, kommt an Stihl nicht vorbei. Der Profi für Gartentechnik hat für mittlere Flächen den RMA 339 C im Angebot – für knapp 600 Euro inklusive Lader und Akku ist er allerdings nicht gerade günstig.

Doch es lohnt sich, Material und Verarbeitung, ebenso Ergonomie und Leistung sind gegenüber den anderen Teilnehmern des Tests erhaben, da hat auch Deltafox keine Chance. Mit dem Mono-Lenker hat der RMA 339 C nicht nur eine andere Optik, diese Konstruktion ist beim Korbwechsel auch viel komfortabler. Bei dichtem, hohem Gras arbeitet der Mäher zuverlässig eine gute halbe Stunde. Bei kurzem Rasen können es bis zu 82 Minuten sein. Beim Verstauen ist Stihl ebenfalls der Primus: Ein Griff genügt, um den Holm zu falten. Frickeliges Schrauben und Fingereinklemmen gibt es hier nicht.

Auch gut

Einhell GE-CM 43 Li M Kit

Wer allzu tief in die Tasche greifen will, bekommt von Einhell für 320 bis 350 Euro den GE-CM 43 Li M Kit inklusive zwei Akkus. Der Mäher hat einen größeren Fangkorb, eine größere Schnittbreite und eine längere Laufzeit als unser Favorit: 44 bis 106 Minuten sind eine echte Ansage, wobei die 106 Minuten nur mit Leerlauf im Eco-Modus zustande kommen. Die Motorsteuerung erkennt Belastung, wie hohes oder auch nasses Gras, und schaltet dann automatisch den Turbo ein. Durch die Automatik ist der Einhell meist leiser und schafft bei gepflegtem, weniger hohem Gras exzellente Laufzeiten.

Vergleichstabelle

TestsiegerBesser aber teurerAuch gut
Modell Deltafox Akku-Rasenmäher Stihl RMA 339 C Einhell GE-CM 43 Li M Kit Ryobi RLM 18X 41H240F Makita DLM431PT2 Bosch Rotak 32 Li Einhell GE-CM 33 Li Grizzly ARM 2433-20 Bosch Rotak 430 Li mit 2x Akku Black+Decker Autosense 3in1 CLMA4820L2 Einhell GE-CM 18/30 Li
Akku-Rasenmäher Test: DeltaffoxTest Akku-Rasenmäher: Einhell GE-CM 43 Li M KitTest Akku-Rasenmäher: Makita DLM431PT2Test Akku-Rasenmäher: Bosch Rotak 32 LiTest Akku-Rasenmäher: Einhell GE-CM 33 LiTest Akku-Rasenmäher: Grizzly ARM 2433-20Test Akku-Rasenmäher: Bosch Rotak 430 Li mit 2x AkkuTest Akku-Rasenmäher: Black+Decker Autosense 3in1 CLMA4820L2Test Akku-Rasenmäher: Einhell GE-CM 18/30 Li
Pro
  • Lange Laufzeit mit 2 Akkus
  • Zusammenklappmechanik
  • Gutes Fahrgefühl
  • Große Spurbreite und Korb
  • Starker Motor
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Beste Ergonomie
  • Gute Laufzeit im Test
  • Gut zu verstauen
  • Lieferung fertig montiert
  • Automatik-Turbo
  • Leise im Eco-Modus
  • Starke Laufzeit
  • Großer Korb
  • Stabil, aber etwas schwer
  • Klappmechanik ohne Schraubenoder Stecken
  • Lieferung fertig montiert
  • Arbeitet sich durch jedes Gras, auch nasses
  • Gute Laufzeit
  • Gute Holmaufhängung
  • Stabiler Gewebesack
  • Fummliges Zusammenklappen
  • Schmächtige Holmaufhängung
  • Gute Laufzeit
  • Insgesamt gute Verarbeitung
  • Brauchbare Laufzeit
  • Sehr kompakt (zusammengeklappt)
  • Sehr kompakt (zusammengeklappt)
  • Gute Akku-Laufzeit
  • Sehr gute Leistung
  • Für alle Gräser geeignet
  • Gute Akku-Laufzeit
  • Autosense-Modus
  • Gut für kleine, verwinkelte Gärten
  • Preiswert
Contra
  • Zusammengeklappt relativ groß
  • Nur 37 cm Schnittbreite
  • Nur 40 Liter Fangkorb
  • Hoher Preis
  • Keine Höhenverstellung des Lenkers
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Zwei Akkus aber kein Doppel-Lader
  • Klappmechanik suboptimal
  • Messer aus Gusseisen
  • Zwei Akkus aber kein Doppel-Lader
  • Kein Eco-Modus
  • Verarbeitung an Korb, Höhenverstellung und Akku-Deckel
  • Schwächelt bei dichtem, trockenem Gras
  • Laufzeit bei dichtem Gras schwach (20 min)
  • Lenkung mit Sportgriffen
  • Kleine Räder
  • Schwache Motorisierung
  • Schlechte Verarbeitung/Qualität
  • Sehr kurze Laufzeit (10 Minuten)
  • Schwammige Fahrweise
  • Verarbeitung für den Preis nicht gut genug
  • Wackelig beim Lenken
  • Unbrauchbare Schnellspanner
  • Probleme in dichtem und langem Gras
  • Geringe Schnittbreite
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Nicht für hohes Gras geeignet
Bester Preis
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Akku-Rasenmäher: Auf was es ankommt

Akku-Rasenmäher funktionieren wie jeder andere Rasenmäher nach dem Prinzip des ansaugenden Rotorblattes: Die Messer haben eine leicht angewinkelte Form und ziehen Luft vom Boden her zu sich heran. Dadurch richten sich die Grashalme auf, werden abgeschlagen und mit dem Luftstrom in den Fangkorb befördert.

Viele Fangkörbe haben eine Füllstandsanzeige auf die Sie achten sollten, damit der Auswurfkanal nicht verstopft wird.

Kritiker des Rotor-Rasenmähers merken an, dass auch Insekten und Käfer im Fangkorb landen, die eigentlich auf der Fläche bleiben sollten. Wenn das ein Thema für Sie ist, fahren Sie einfach mit dem Mulcheinsatz und rechen das Gras nach dem Mähen per Hand zusammen.

Die Schnitthöhe wird immer über die Räder eingestellt, das heißt ein Gestänge setzt alle vier Räder höher oder tiefer. Die Räder haben daher selten eine richtige Achse, sondern sitzen punktuell am Gestänge.

Variante zwei ist eine axiale Verstellung der Schnitthöhe, das wird aber nur beim Einhell City Akku-Rasenmäher umgesetzt. Der Grund: Es ist wenig komfortabel das Gerät zur Seite legen zu müssen, um dann die beiden Achsen händisch in eine zweite oder dritte Aussparung zu schieben.

Viel komfortabler ist die Schnitthöhenverstellung mit einem Hebel am Gerät: Dazu bewegt man den Hebel mit einer Hand und zieht das Gerät am Griff mit der anderen Hand leicht nach oben. Zum Absenken genügt die Hand am Hebel.

Ryobi RLM18X41H240F: Einhand-Höhenverstellung
Ryobi RLM18X41H240F: Einhand-Höhenverstellung.

Sicherheit geht vor! Daher haben Akku-Rasenmäher in der Regel einen Sicherheitsschlüssel, der für den Betrieb stecken muss. Besitzt er keinen, sollten Sie bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten unbedingt vorher den Akku herausnehmen.

Der Führungsholm kann meist auf die Körpergröße eingestellt werden. Oft geschieht das in zwei Stufen durch Verkürzung des Holmes (Deltafox, Grizzly, Makita, Bosch) oder durch Veränderung des Ansetzwinkels am Chassis (Ryobi).

Bei Einhell und Black+Decker wird mehrstufig eingestellt, ebenfalls durch Veränderung des Ansetzwinkels am Chassis. Stihl verzichtet leider ganz auf eine Verstellung des Holmwinkels.

Akkus und Ladegeräte

Die Motoren der Akku-Geräte arbeiten mit Spannungen von 18, 24, 36 oder 58 Volt. Bei den Rasenmähern werden entweder ein oder gleich zwei Akkus eingesetzt. Der Betrieb mit zwei Akkus klingt komfortabel, hat aber auch Nachteile: Ist auch nur ein Akku leer, stoppt die Maschine. Umständlich sind zwei Akkus auch, wenn kein Doppel-Lader im Lieferumfang enthalten ist, denn dann müssen Sie die Akkus nacheinander aufladen. Einhell steckt gleich zwei Ladegeräte in den Karton, das wirkt unbeholfen, schließlich gibt es Doppel-Lader, wie man bei Makita sieht. Aber zwei einzelne Ladegeräte sind immer noch besser als nur eines.

Einige Mäher fahren nur mit einem Akku. Vorteil: Sie müssen sich nicht um den Ladezustand von zwei Akkus kümmern. Bosch und Black+Decker liefern ihr Gerät mit einem Ladegerät und zwei Akkus aus. Während Sie mit dem einen Akku den Rasen mähen, kann der andere schon wieder aufladen.

Leuchtdioden am Akku informieren über den Ladezustand, das ist inzwischen Standard. Makita geht einen Schritt weiter und hat eine Anzeige am Griff, die die Restkapazität anzeigt.

Typisch an Akkus ist: Es handelt sich ausnahmslos um System-Akkus. Das heißt, die Akkus passen auch in andere Geräte des Herstellers – aber nicht in Geräte anderer Hersteller. Wer also einen Trimmer, eine Heckenschere und einen Akku-Mäher von Einhell besitzt, kann die 36-Volt-Akkus »Power X-Change« untereinander austauschen und es genügt ein einziges Ladegerät. Im Handel können deshalb oft Varianten des Gerätes ohne Akku und Lader erworben werden.

Wenn Sie bereits Akku-Geräte eines bestimmten Herstellers haben, können Sie mit dem Kauf eines Gerätes desselben Herstellers Geld sparen, indem Sie den Mäher ohne Akku und Ladegerät kaufen. Prüfen Sie aber unbedingt vor dem Kauf genau, ob der vorhandene Akku auch wirklich mit Ihrem Wunschgerät kompatibel ist.

Wie oft und auf welche Schnitthöhe sollte man Rasen mähen?

Der Familienrasen braucht im Sommer einen wöchentlichen Schnitt auf 2,5 bis 3,5 Zentimeter. Bei weniger belaufenen Flächen können Sie dem Rasen gern vier bis fünf Zentimeter gönnen. Das Gras kann so besser Fotosynthese betreiben und wird dichter. Hier reicht dann über den Sommer hinweg auch ein Schnitt nur alle zwei Wochen.

Autor im Einatz mit Ryobi RLM18X41H240F
Autor im Einsatz mit Ryobi RLM18X41H240F.

Rasenmäher sind in der Saison relativ häufig im Einsatz. Das kann die Nerven der Nachbarn strapazieren. Der Vorteil von Akku-Mähern: Sie sind deutlich leiser als ihre knatternden Viertakt-Kollegen der Benzin-Front. Mäher mit Elektromotor und Stromkabel sind für kleine Gärten ebenfalls eine Alternative, aber man muss sich mit dem Kabel herumschlagen. Und durch den sparsamen Einsatz von Akku-Wattstunden und mitunter aerodynamisch geformten Messern sind Akku-Modelle sogar noch etwas leiser als ihre Kollegen mit Kabel und 230 Volt.

Wer es noch eine Stufe leiser haben möchte, hat bei manchen Geräten die Möglichkeit, einen Eco-Mode anzuschalten. Hier wird die Drehzahl des Motors an den tatsächlichen Leistungsbedarf angepasst. Der Motor läuft also nicht konstant auf einer Drehzahl, sondern verbraucht nur so viel Energie wie nötig. Das führt nicht nur zu einer Reduzierung der Lautstärke, sondern auch zu einer höheren Akkulaufzeit. Durch diesen Modus sind die Geräte unterm Strich nochmal leiser als die Akku-Rasenmäher, die konstant mit maximaler Kraft durchlaufen.

Langlebigkeit

Was lange hält, bringt dem Handel kein Geld. Das hat sich herumgesprochen: Die Geräte der Baumarkt-Preisklasse, die wir hier hauptsächlich testen, sind selten Geräte mit einer jahrzehntelangen Nutzungsdauer und der besten Materialqualität. Um bestimmte Preise im Markt zu treffen, wird oft nicht so gut wie möglich, sondern nur so gut wie nötig gebaut. Was vordergründig gut aussieht, besteht dann oft aus minderwertigem Kunststoff und ist so konstruiert, dass es gar nicht zehn Jahre im Alltag überleben kann.

Bosch Rotak 430 Li: wackelige Holm-Befestigung
Bosch Rotak 430 Li: wackelige Holmbefestigung.

Wir weisen in unseren Tests auf minderwertige Materialien oder Sollbruchstellen hin. Im Falle der Rasenmäher sind das Chassis, die Schnitthöhenverstellung, der Lenkholm (Gestänge) und der Fangkorb die kritischsten Bauteile, die große Unterschiede in der Verarbeitungsqualität aufweisen. In den ausführlichen Besprechungen der einzelnen Modelle sagen wir Ihnen, auf was Sie achten sollten.

Das typische Chassis-Obermaterial ist Polyprophylen (PP). Dieser eher weiche Allround-Kunststoff wird als schlagfest beworben, ist aber weder kratzfest, noch so hart wie Polymer-Kunststoff. Nur Stihl setzt auf das langlebige Polymer: Polyprophylen enthält Weichmacher, die bei dauerhafter UV-Bestrahlung (Sonnenlicht) entweichen, dann wird das Material spröde und Farben verblassen.

Die Schnitthöhe wird immer über die Räder umgesetzt, das heißt, ein Gestänge setzt alle vier Räder höher oder tiefer. Die Räder haben daher selten eine richtige Achse, sie sitzen punktuell am Gestänge. Bei schlechtem Material genügt dann ein Zusammenstoß und schon eiert ein Rad, wie im Test bei Einhell geschehen.

Der Fangkorb, entweder aus Kunststoff oder aus Textil mit Metallstreben, wird im Einsatz am stärksten strapaziert. Daher sollte die Einhängenase besonders robust und fehlerfrei konstruiert sein. Das ist aber nicht immer der Fall, was uns bei Einhell und bei Makita auffällt.

Das klappbare Gestänge, meist mit Schnellspannerschrauben, ist unausweichlich, denn der Akku-Mäher soll ja auch möglichst kompakt verstaut werden. Leider sind die Gestänge oft wacklig im Chassis verankert, lassen sich nur umständlich falten oder die Schnellspanner lösen sich gar von selbst.

Die Geräte aus dem Baumarkt oder dem Online-Handel werden in mehr oder weniger kompakten Kartonagen geliefert. Sie müssen vor dem Einsatz zusammengebaut werden, was aber einfach und schnell geht.

Einhell GE-CM 43 Li: aus dem Karton - erstmal basteln
Einhell GE-CM 43 Li: frisch aus dem Karton – erstmal basteln.

Hierzu müssen nur die Lenkholme mit Flügelschrauben oder Schnellspannern zusammengesetzt werden. Dazu kommt mitunter noch ein Schaltgriff und etwas Befestigungsmaterial. Der Fangkorb wird aus zwei Kunststoffteilen zusammengesetzt oder es wird ein Gewebesack über ein Metallgestänge gezogen. Ryobi und der Mäher von Stihl werden dagegen bereits fertig montiert geliefert.

Sicherheit und Wartung

Wie beim Vertikutierer muss auch der Rasenmäher sofort stillstehen und den Motor abschalten, wenn der Bediener den Führungsholm loslässt. Das übernimmt der Totmannschalter, der meist als Bügel am Führungsholm angebracht ist.

Hinzu kommt ein Sicherheitsschlüssel, der meistens im Akku-Fach gesteckt wird. Das ist eine simple Lösung, damit Kinder das Gerät nicht anschalten können oder bei Wartungsarbeiten der Akku nicht entnommen werden muss.

STIHL RMA 339 C: Totmann-Bügel auf Benutzer-Seite
Stihl RMA 339 C: Totmannbügel auf Benutzerseite.

Im Gegensatz zu Benzinmähern sind Akku-Rasenmäher fast wartungsfrei. Nach jedem Mähen sollten Sie das Gerät einmal auf die Seite legen und nasses Gras grob von den Innenwänden abwischen. Ansonsten kann hier eine dicke Graspackung entstehen, die das Strömungsverhalten behindert.

Ryobi RLM18X41H240F: Schneidwerk aus Guss - platzt ab statt zu verbiegen
Ryobi RLM18X41H240F: Schneidwerk aus Guss – platzt ab, statt zu verbiegen.

Sie sollten vor der Überwinterung mit einem Lappen die Messer ölen, damit sie nicht rosten. Bei gusseisernen Messern (Ryobi) ist das nicht nötig. Die Messer müssen nicht geschärft werden: Rasenmäherblätter schneiden das Gras nicht, sie schlagen es mit hoher Geschwindigkeit ab. Dafür können die Messer auch stumpf sein.

Irgendwann sind die Blätter aber durch Steine oder andere harte Materialien auf der Wiese stark abgenutzt. Dann müssen Sie entweder mit einem Schleifstein die Scharten auswetzen und schärfen oder das Messer tauschen. Stahlmesser können einfach geschliffen werden, am Schleifstein oder mit etwas Übung mit dem Winkelschleifer.

Schleifen kann ins Auge gehen! Setzen Sie immer eine Schutzbrille auf.

Der typische Rasenmäher wird ungefähr 20 mal im Jahr genutzt und steht die restliche Zeit im Gartenhaus. Daher sind kompakte Verstaumaße nützlich. Alle Geräte sind mit klappbaren Lenkholmen ausgerüstet. Nach dem Lösen der Flügelschrauben und der Arretierung kann das Gestänge zusammengefaltet oder abgenommen werden.

Kombi-Geräte mit Mulcheinsatz

Einige Modelle werden als Mulchmäher beworben. In diesem Fall wird die Ansaugöffnung einfach mit dem mitgelieferten Mulchkeil blockiert und der Schnitt bleibt auf der Fläche liegen. Durch das Mulchen geben Sie dem Rasen Nährstoffe zurück, denn die kleinen Grashalme verwittern schnell.

Black+Decker Autosense: zum Mulchen wird die Öffnung blockiert.
Black+Decker Autosense: Zum Mulchen wird die Öffnung blockiert.

Aber Vorsicht: Mulchen funktioniert nur mit kurzem Gras! Die abgemähten Halme sollten nicht länger als zwei bis drei Zentimeter sein. Längeres Gras bleibt einfach liegen, wird zu Heu und nimmt dem Rasen das Licht. Mulchen sollte man außerdem nicht ständig. Bleiben zu große Mengen an Schnittgut auf der Rasenfläche liegen, kommt es auch hier zu Licht- und Luftmangel.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns inzwischen elf Akku-Rasenmäher verschiedener Hersteller und Preisklassen besorgt. Natürlich haben wir aufgrund der unterschiedlichen Konstellation der Geräte darauf geachtet, dass verschiedene Schnittbreiten oder die maximale Rasenfläche nicht als Kriterium für Sieg oder Niederlage dienen.

Die Akku-Mäher wurden im Garten und auf einer größeren Fläche ausprobiert. Hier gab es sowohl dichtes und hohes Gras, als auch Hartgräser, Brennnesseln und schwer zugängliche Stellen.

Deltafox: unterwegs mit Ersatz-Akku - 50 Minuten

Testsieger: Deltafox

Auf den ersten Blick haben wir vom Deltafox gar nicht viel erwartet – eben einen Einsteiger-Rasenmäher, der mit zwei Akkus ausgeliefert wird. Weil aber nicht nur die Akkulaufzeit stimmt, sondern auch die Motorisierung, die Konstruktion und die Fahrweise, haben wir im Deltafox unseren neuen Testsieger gefunden.

Testsieger

Deltafox Akku-Rasenmäher

Akku-Rasenmäher Test: Deltaffox
Er bietet mit zwei Akkus eine überragende Laufzeit und überzeugt mit der angenehmen Handhabung und seinem guten Preis.

Auf der großen Wiese musste Deltafox seine Kompetenz beweisen. Wir fuhren nicht, bis die Räder qualmten, aber bis der Akku vollkommen erschöpft war. Das war beim Deltafox nach 24:30 Minuten der Fall, dann legten wir den mitgelieferten Ersatz-Akku ein.

Der zweite 36-Volt-Akku hat dieselbe Kapazität (2,6 Ampere-Stunden). Nach weiteren 25 Minuten ging dann wiederum der Motor aus. Wir haben die Gras-Box während der Testfahrt dreimal entleert und sind dann die restliche Zeit ohne die Box weitergefahren.

Deltafox: der Ersatz Akku wird gleich mitgeliefert
Deltafox: Der Ersatz-Akku wird gleich mitgeliefert.

25 Minuten Laufzeit mit einem Akku-Rasenmäher sind keine große Kunst. Deltafox legt uns aber zu einem moderaten Preis von rund 260 Euro gleich noch einen zweiten Akku in den Karton und ist dabei immer noch günstiger als der Bosch Rotak 32 Li mit einem Akku und einer Laufzeit von »nur« 33 Minuten.

Die kleine Schwachstelle des Deltafox-Angebotes: Die beiden Akkus müssen nacheinander aufgeladen werden. Da es sich aber mit dem Schnellladegerät nur um eine Ladezeit von einer guten Stunde handelt, ist dieser Nachteil zu verkraften. Andere Hersteller legen oft einfache Ladegerät bei, die zwei bis drei Stunden oder gar mehr für das Aufladen benötigen.

Stabilität und Wertigkeit

Das Chassis unseres Deltafox hat unterm Strich eine gelungene, weil stabile und alltagstaugliche Konstruktion. Die eine Seite des Korpus ist verstärkt, so können aufgewirbelte Steine nicht den Kunststoff zerschmettern. Die Befestigung des Holmes am Fahrwerk gefällt uns sehr gut, ebenso der Zusammenklappmechanismus mit den Schnellspannern.

Deltafox: verstärktes Chassis
Deltafox: verstärktes Chassis.

Mit nur wenigen Handgriffen haben Sie ihren Deltafox zusammengeklappt, sodass Sie ihn verstauen können. Der große Auffangkorb von 40 Litern stört leider die kompakten Aufbewahrungsambitionen. Er lässt sich nämlich nicht zusammenfalten und besteht komplett aus Kunststoff. Zusammengeklappt schrumpfen die Abmessungen auf 103 × 45 × 47 Zentimeter (Länge x Höhe x Breite).

Bedienung und Komfort

Der Deltafox hat eine stabile Fahrweise und liegt sicher in der Hand. Das liegt einerseits am stabil verankerten Führungsholm und andererseits an den großen Hinterrädern. Letztere machen sich besonders bei holperigen Wiesen positiv bemerkbar. Holme und Karosserie sind stabil miteinander verbunden. Das typische »schwammige« Fahrverhalten der Akkurasenmäher tritt hier nicht auf.

Nachteile?

Die Aufhängung des Fangkorbs ist leider etwas schmächtig, sie könnte bei grobem Umgang brechen. Die Lautstärke ist tendenziell etwas höher als bei den anderen Rasenmähern in diesem Test-Update (4/2019). Zusammengefaltet ist der Deltafox leider deutlich größer als die meisten anderen Modelle im Aufbewahrungsmodus und das liegt nicht nur am 40-Liter-Korb, der nicht zusammengefaltet werden kann.

Deltafox im Testspiegel

Es gibt bislang keine weiteren Testberichte vom Deltafox. Sollten wir weitere Tests finden, so tragen wir diese hier nach.

Alternativen

Der Deltafox bietet für uns zwar das beste Gesamtkpaket aller getesteten Akku-Rasenmäher, aber es gibt auch andere Geräte, die uns überzeugen konnten.

Besser aber teurer

Stihl RMA 339 C

Er hat die beste Ergonomie im Test, eine gute Laufzeit mit Eco/Turbo-Automatik und ist für jeder Rasentyp geeignet.

Vom Gartenpflege-Profi hatten wir den Stihl RMA 339 C, inklusive AL 101 Standard-Ladegerät und AK 30 187-Wh-Akku im Test. Billig ist dieses Set mit rund 600 Euro nicht. Doch Komfort und Langlebigkeit haben eben ihren Preis – und genau das sind die Stärken des RMA 339 C.

Wenn Sie sich für solch ein Premium-Gartengerät interessieren, die Investition für Sie alleine aber Ihre Möglichkeiten übersteigt,verbünden Sie sich mit einem oder zwei guten Nachbarn und erwerben Sie einen Stihl Akku-Mäher gemeinsam. So sind die Kosten für jeden recht niedrig und das Gerät nimmt nur Platz in einem Schuppen weg.

Für den Preis gibt es ein Chassis aus Metall und schlagfestem Polymer-Kunststoff. Der ist kratzfester und härter als Polyprophylen (PP), das bei den anderen Mähern verwendet wird. Polyprophylen, speziell wenn es dauerhaft UV-Licht ausgesetzt wird, ist nicht langlebig: Die Weichmacher entweichen, es wird spröde und bricht dann leichter. Zudem leiden die Farben, sie bleichen aus.

Der Mono-Lenker verleiht dem RMA 339 C nicht nur eine Optik wie bei einem Raumschiff Enterprise für den Garten, bei keinem anderen Gerät in diesem Test ist der Korbwechsel so schnell und so komfortabel erledigt.

Der Grund: Wir müssen nicht mehr zwischen die Holme greifen, es gibt ja nur einen. Der Korb muss nicht sauber in die Arretierung gesetzt werden, es reicht ein grobes Aufwerfen, den letzten Zentimeter findet er von allein. Standard ist das nicht: Bei Makita waren wir genervt, das Gewebe des Korbes verhakte sich immer mit der Arretiernase und wir mussten fummeln.

Der Stihl RMA 339 C hat eine Schnittbreite von 37 Zentimetern, das ist in diesem Test schon eine der breitesten. Der Motor aber sich zuverlässig durch hohes, dichtes Gras, ähnlich stark wie der DeltaFox. Natürlich bietet Stihl auch Mäher mit größeren Schnittbreiten an, hier steigt aber auch der Preis nochmal deutlich, weshalb wir uns für den Test für dieses Gerät entschieden haben.

Die Laufzeit liegt bei dichtem, hohem Gras bei einer guten halben Stunde. Das ist viel, denn der Turbo lief durchgehend und wir haben in dieser Zeit 20 mal den Korb entleert! Durch den Eco-Mode, der sich bei leichtem, niedrigen Gras einschaltet, wird die Laufzeit deutlich länger. Sie kann bis zu 82 Minuten betragen, wir haben diese Zeit im Leerlauf ermittelt (mit Akku AK 30 187 Wh).

Durch diesen Eco-Mode sind Geräte wie Stihl RMA 339 C, Einhell GE-CM 43 Li M Kit oder auch Black+Decker Autosense unterm Strich leiser als solche Modelle, die einfach konstant mit maximaler Kraft durchlaufen.

Beim Verstauen ist Stihl ebenfalls ein Primus: Ein Griff genügt, um den Holm zu falten. Frickeliges Schrauben und eingeklemmte Finger kommen hier nicht vor.

Auch gut

Einhell GE-CM 43 Li M Kit

Noch günstiger als mit unserem Testsieger kommen Sie mit dem Einhell GE-CM 43 Li M Kit inklusive zwei Akkus und zwei Ladegeräten weg. Der Mäher hat mit einem Volumen von 63 Litern den größten Fangkorb im Test und mit 43 Zentimetern eine größere Schnittbreite als unser Favorit.

Hinzu kommt eine starke Laufzeit von 44 bis 106 Minuten, wobei die 106 Minuten der Leerlauf im Eco-Modus sind. Bei einer geringen Grashöhe durch regelmäßigen Schnitt können sie also locker mal eine Stunde fahren und dutzende Male den Korb leeren.

Mit dichtem, höherem Gras kommt der GE-CM 43 Li M ebenfalls klar, der dann natürlich im automatischen Turbo-Modus läuft. Nur nass und wirklich hoch sollte der Rasen nicht sein, dann kommt das 43-Zentimeter Schneidwerk ins Stocken und die Laufzeit bricht durch die Belastung deutlich ein.

Was Stabilität, Verarbeitung und Durchzugskraft angeht, kommt Einhell aber bei weitem nicht an den Rasenmäher von Ryobi heran: Der Lenkholm ist eine eher wackelige Konstruktion, die sich umständlich falten lässt. Der wuchtige Korb aus PP-Kunststoff hat eine wenig dauerhaft erscheinende Aufhängung und wird durch Plastiknasen zusammengehalten, von denen uns gleich mal eine abgebrochen ist. Wer den Einhell nutzt, sollte also kein Grobian sein und den Korb besser sanft einsetzen.

Kritik müssen wir auch an der Radaufhängung üben: Vorne rechts war selbige nach einem harten Stoß gegen einen Zaunpfahl gleich verbogen.

Wir empfehlen den Einhell GE-CM 43 Li M Kit für Besitzer von großen, eher zusammenhängenden Flächen bis 600 m². Dort spielen die Schnittbreite von 43 Zentimeter und der enorme Fangkorb ihre Stärken aus.

Der Mäher ist allerdings nicht so wendig und das ständige Umfahren von Hindernissen macht mit dem wackeligen Gestänge wenig Freude. Wenn Sie viele Hindernisse oder auch Steigungen haben und hin und wieder den Straßengraben mähen, sollten Sie besser den Deltafox oder den Stihl RMA 339 C wählen. Beide sind wendiger und bleiben nicht im dichten Gras stecken.

Außerdem getestet

Neben unseren empfohlenen Geräten gibt es noch weitere interessante Rasenmäher auf dem Markt, die wir hier vorstellen möchten.

Ryobi RLM 18X 41H240F

Der Ryobi RLM18X war bis zum Frühjahr 2019 unser Favorit für die Rasenpflege. Aktuell ist er leider nicht mehr überall im Handel verfügbar. Der Ryobi-Mäher ist nicht wählerisch und macht auf jedem Rasen eine gute Figur. Sein Lenkholm mit Teleskopfunktion ist außerdem deutlich stabiler und besser umklappbar als die schwächlichen Schnellspannervarianten der meisten Konkurrenten.

Die gemessene Laufzeit von 31 bis 44 Minuten ist zwar nicht die beste – aber auch nicht die schlechteste. Beide Akkus müssen voll aufgeladen eingelegt werden, sonst geht leider gar nichts. Ohne Doppel-Lader ist das zeitaufwendig.

Der Makita-Rasenmäher ist eine günstige Option für Handwerker oder Heimwerker, die bereits Ladegerät und Akkus von Makita besitzen. Ohne Akku und Lader ist der Makita DLM431PT2 Euro nämlich unschlagbar günstig zu haben.

Das Gerät ist angemessen stabil gebaut, Industriequalität wie bei Stihl bekommt man aber bei weitem nicht. Der Holm ist stabil am Chassis befestigt. Zum platzsparenden Abstellen müssen die Holme aber komplett abgeschraubt werden.

Allerdings sollten seine Qualitäten nicht zu hoch angesetzt werden. Das Gerät eignet sich für regelmäßig gepflegte Flächen, die nicht zu dicht und zu hoch bewachsen sind. Durch die knappe Laufzeit von 20 bis 40 Minuten (20 Minuten in dichtem Gras) ist die Flächenleistung sehr knapp, mehr als 400 m² würden wir dem Mäher nicht zumuten.

Der Korb nervte im Test: Durch eine unsaubere Fertigung klemmte das Gewebe in der Arretierung und er rastete nicht ein. Die Schnitthöhenverstellung war beim Testgerät gleich mal aus der Führung gesprungen. Die Kunststoffstufen machen auch keinen langlebigen Eindruck, wenn man Sie denn öfter verstellt.

Im praktischen Einsatz sind Sie mit unseren Testsieger oder einem Einhell GE-CM 43 Li besser bedient. Die haben längere Laufzeiten, stärkere Motoren und sind auch stabiler und komfortabler gebaut. Für den kleinflächigen, anspruchslosen Einsatz zu einem attraktiven Preis hat der Makita DLM431PT2 aber seine Berechtigung, trotz aller Schwächen.

Der Rotak 32 Li glänzt mit einem ausdauernden Akku und einer vorbildlichen Lenkung mit Sportlenker. Leider ist die Befestigung des Holmes am Chassis ziemlich wacklig. Das und die kleinen Räder machen sich im Fahrverhalten negativ bemerkbar, speziell auf einer holperigen Wiese. Der Klappmechanismus ist außerdem ziemlich fummlig.

Positiv ist uns die lange Laufzeit von 33 Minuten aufgefallen, wohl gemerkt mit nur einem Akku (4,0 Amperestunden). Unterm Strich ist der Bosch Rotak 32 Li kein schlechtes Gerät für kleine Rasenflächen (150 bis 100 Quadratmeter), aber bei der Konkurrenz gibt es einfach das bessere Preis-Leistungsverhältnis.

Der Einhell GE-CM 33 Li wird gleich mit zwei Akkus und zwei Ladegeräten ausgeliefert. Die beiden Akkus arbeiten gleichzeitig im Gerät, dennoch ist nur eine Laufzeit von 26 Minuten drin. Aufgrund des wackligen Holmes fährt das Modell etwas »schwimmend«, ist aber dennoch wendig. Die Höhenverstellung ist ziemlich clever gelöst, doch sie besteht aus Kunststoff (Bruchgefahr).

Die Faltmechanik ist nur durch Fummelei zu bewerkstelligen, das macht keinen Spaß. Dafür ist der zusammengefaltete Rasenmäher dann aber mit 82 × 43 × 38 Zentimetern recht kompakt (Länge x Breite x Höhe). Die Motorisierung ist für dichtes Gras etwas schwach, abwürgen konnten wir ihn dennoch nicht.

Grizzly enttäuscht uns mit seinem ARM 2433-20. Die Verarbeitung und insbesondere die Laufzeit von nur 10:30 Minuten ist äußerst schlecht. Der Akku hat nur 24 Volt – bei drei Amperestunden. Das Ladegerät braucht dennoch drei bis fünf Stunden, um ihn wieder aufzuladen – viel zu lange für diese mickrige Laufzeit. Die Fixierung der Höhenverstellung macht keinen langlebigen Eindruck, die dünnen Räder ebenso wenig. Der Totmannhebel ist ebenfalls sehr billig gelöst und das Zusammenfalten gelingt nur mit nerviger Fummelei an den Schnellspannern. Das Fahrverhalten des Grizzly ist zwar wendig, dennoch hat man immer einen »schwimmenden« Eindruck.

Bosch Rotak 430 Li mit 2x Akku

Der Bosch Rotak 430 Li  läuft, wenn Sie den zweiten 36-Volt-Akku nachlegen, stolze 50 Minuten, im Leerlauf haben wir sogar 92 Minuten gemessen. Eine Empfehlung wollen wir dennoch nicht aussprechen, denn die Steckmechanik des Holmes am Chassis hat uns gar nicht gefallen. Hinzu kommt ein Preis, der sich um 100 Euro von unserem Testsieger abhebt, dafür aber nur eine längere Laufzeit abliefert, bei weniger Stabilität und Ergonomie.

Die Steckmechanik des Führungsholmes mag zwar zum Abstellen des Gerätes ganz nützlich sein, jedoch sorgt sie für ein wackeliges Feeling beim Lenken. Bei großen, zusammenhängenden Flächen mit wenigen Hindernissen mag das akzeptabel sein, doch beim häufigen Umfahren stellt sich keine Freude an der Qualität ein.