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Der beste Akku-Rasentrimmer

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Akku-Rasentrimmer Test: Akkurasentrimmer Update042020 Al Ko Energyflex113608
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben 21 Akku-Rasentrimmer getestet. Der beste ist für uns der Makita DUR181Z. Er hat einen kraftvollen Motor, der auch mit Hartgräsern fertig wird. Das Gerät ist solide gebaut, liegt mit Tragegurt ergonomisch in der Hand und kann etwa eine halbe Stunde mähen. Akku und Lader werden separat verkauft, so kann sich jeder passend für seine Gartengröße ausrüsten. Die klassische Fadenspule kann kostengünstig nachgefüllt werden.

Update 23. August 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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29. Mai 2020

Wir haben die Nachzügler Gardena EasyCut Li-18/23 und Einhell GE-CT 36/30 Li unter die Lupe genommen. Gardena bietet viel Ergonomie, ist aber nicht sehr solide. Einhell verzichtet auf Schnickschnack, ist stabil und verwindungsfest – und damit eine neue Empfehlung.

15. Mai 2020

Wir hatten sechs weitere Akku-Rasentrimmer im Test. Die erste neue Empfehlung ist der AL-KO Energy Flex 113608, er kommt mit üppiger Leistung und einem optionalen Batteriegurt daher. Auch der Stihl FSA 57 hat trotz seines geringen Gewichts fast Motorsensen-Power und heimst die zweite Empfehlung ein.

15. Juni 2018

Wir hatten weitere acht Akku-Rasentrimmer im Test. Beeindruckt hat uns der teure EGO Power MST1500E-B mit Leistung und Motor-Feedback. Hochwertig aber nicht ganz so teuer ist der Stihl FSA 56. Wer kein Vermögen ausgeben möchte, wird mit dem Ikra IAT 40-3025 Li zufrieden sein.

Rasentrimmer gibt es einige, doch Geräte mit Akku verdrängen derzeit die Benziner oder Kabelgeräte. Sie sind praktisch, da man nicht erst die Stromversorgung vorbereiten muss. Einfach in die Hand nehmen und los geht’s, weniger Lärm inklusive!

Wir haben 21 Akku-Trimmer der bekannten Hersteller beschafft und in einem Grundstück mit verschiedenem Bewuchs ausführlich getestet. Preislich lagen die Geräte zwischen 100 und 500 Euro. Oft war ein Akku und das Ladegerät schon dabei, einige Geräte werden aber auch ohne Zubehör verkauft, weshalb sie auf den ersten Blick sehr günstig erscheinen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Makita DUR181Z

Test: Akku-Rasentrimmer – Testsieger Makita DUR181Z
Mit dem Makita können Sie beruhigt auch verwilderte Gärten auf Vordermann bringen. Aber der günstige Preis täuscht: die Akkus muss man extra erwerben.

Mit dem Makita DUR181Z arbeitet man sich mühelos durch den Garten. Selbst dichter Bewuchs und Hartgräserbüschel sind kein Problem. So schafft man tatsächlich einiges an Fläche, bevor der Akku nach etwa einer halben Stunde zur Neige geht. Und in einer guten Stunde ist der mit dem Schnelllader wieder vollständig aufgeladen – davon können andere nur träumen! Wir empfehlen den Makita für kleine und mittelgroße Gärten bis 600 Quadratmeter – es kommt allerdings auf die Komplexität der Randbereiche an.

Mehr Schnittbreite

Ikra IAT 40-3025 Li

Test Akku-Rasentrimmer: Ikra IAT 40-3025 Li
Mit 30 cm Durchmesser schafft er mehr Fläche bei ähnlicher Leistung.

von 14 Lesern gekauft

30 Zentimeter Schnittbreite und genug Leistung für dichtes Gras liefert der Ikra IAT 40-3025 Li – und das zu einem attraktiven Preis. Hartgräser und dichter Bewuchs sind kein Problem und zudem kann der Trimmer vertikal und horizontal geneigt werden. Dadurch können Sie in Hanglagen, bei Vertiefungen oder unter Bänken und Tischen bequemer arbeiten.

33 Minuten hielt der Ikra-Trimmer im Test durch, das ist sogar etwas besser als Makita. Gegenüber den Niedrigpreismodellen ist Ikra trotz des ebenfalls günstigen Preises im Vorteil: Das Gerät bietet eine höhere Stabilität, längere Einsatzzeit, bessere Leistung und ein Ladegerät mit Wandbefestigung.

Lange Laufzeit

AL-KO Energy Flex 113608

Test Akku-Rasentrimmer: AL-KO Energy Flex 113608
Der AL-KO hat eine starke Laufzeit und einen praktischen Akku-Gürtel. Er eignet sich gut auf Steigungen und auch für kleine Strecken mit dichtem Gras.

Der AL-KO Energy Flex 113608 ist nicht ganz günstig, glänzt aber mit einer enormen Laufzeit von 50 Minuten und das im praktischen Einsatz. Das geht nur mit dem schweren 5,0-Ah-Akku und den tragen Sie am besten komfortabel am Hüftgurt.

Wenn Geld egal ist

Stihl FSA 57 Set

Test Akku-Rasentrimmer: Stihl FSA 57
Der Stihl ist leicht und kraftvoll und dennoch leise. Er hat eine stabile Konstruktion und man kann variabel ein Faden- oder Nylon-Messer verwendet.

Der Stihl FSA 57 zeichnet sich durch Leistung und Verarbeitungsqualität aus. Für kleine Bereiche eignet er sich sogar als Motorsense, so viel Power hat er. Und er ist dabei dennoch leise! Das Gestänge ist eines des längsten unserer Testgeräte, das begünstigt den mähenden Einsatz auf freier Fläche. Der Nachteil: Der Sensenkopf kann weder geneigt noch gedreht werden, das schränkt den Einsatz unter Bänken, Büschen und an Rasenkanten und Steigungen ein.

Gut & günstig

Einhell GE-CT 36/30 Li E Solo

Test Akku-Rasentrimmer: Einhell GE-CT 36/30 Li E Solo
Simpel & solide – ohne Verstell-Möglichkeiten mit praktischem Stecksystem. Der Einhell braucht wenig Platz beim Verstauen und hat eine lange Arbeitszeit mit 2 x 18 Volt.

Die Einhell GE-CT 36/30 Li E konzentriert sich auf das Wesentliche: kein Komfort-Schnickschnack wie Neigungswinkel am Fadenkopf, dafür aber ein solider, steifer Alu-Holm im Stecksystem. Zum Verstauen ist alles weniger als ein Meter lang. Die Arbeitszeit liegt bei zirka 40 Minuten und der Ein-Faden-Mähkopf genügt für die meisten Anwendungen bei leichtem Bewuchs.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerMehr SchnittbreiteLange LaufzeitWenn Geld egal istGut & günstig
ModellMakita DUR181ZIkra IAT 40-3025 LiAL-KO Energy Flex 113608Stihl FSA 57 SetEinhell GE-CT 36/30 Li E SoloGardena EasyCut Li-18/23Black + Decker GLC1823L20EGO Power MST1500E-BEGO Power ST1210EAL-KO GT 2025Stiga SGT 24 AEGardena ComfortCut Li-18/23RBosch ART 26-18 LIBlack + Decker ST182320Ikra IAT 20-1MFuxtec E312DWolf Garten Lycos 40/300T
Test: Akku-Rasentrimmer – Testsieger Makita DUR181ZTest Akku-Rasentrimmer: Ikra IAT 40-3025 LiTest Akku-Rasentrimmer: AL-KO Energy Flex 113608Test Akku-Rasentrimmer: Stihl FSA 57Test Akku-Rasentrimmer: Einhell GE-CT 36/30 Li E SoloTest Akku-Rasentrimmer: Gardena EasyCut Li-18/23Test Akku-Rasentrimmer: Black + Decker GLC1823L20Test Akku-Rasentrimmer: EGO Power MST1500E-BTest Akku-Rasentrimmer: EGO Power ST1210ETest Akku-Rasentrimmer: AL-KO GT 2025Test Akku-Rasentrimmer: Stiga SGT 24 AETest Akku-Rasentrimmer: Gardena-Trimmer ComfortCut Li-18/23RTest Akku-Rasentrimmer: Bosch Akku-Rasentrimmer ART 26-18 LITest Akku-Rasentrimmer: Black + Decker ST182320Test Akku-Rasentrimmer: Ikra IAT 20-1MTest Akku-Rasentrimmer: Fuxtec E312DTest Akku-Rasentrimmer: Wolf Garten Lycos 40/300T
Pro
  • Gut verarbeitet
  • Schafft auch Hartgräser
  • Akku ist schnell geladen
  • Guter Preis
  • Schafft auch Hartgräser
  • Gute Laufzeit
  • Stabile Verarbeitung
  • Starke Laufzeit
  • Teleskopstange
  • Komfortable Griffverstellung
  • Option: Akku-Gürtel
  • Für Steigungen, für dichtes Gras
  • Sehr leicht
  • Leistungsstark, für kleine Bereiche als Motorsense nutzbar
  • Bessere Verarbeitung/Stabilität
  • Holm verlängerbar
  • Solides Alu-Gestänge
  • Abstellbar kürzer als 1 Meter
  • 41 Minuten Arbeitszeit
  • Zweistufige Drehzahl
  • Komfort für jeden Arbeitsbereich
  • Nylonmesser, einfacher Wechsel, kein Blockieren
  • Leise & dennoch kraftvoll
  • Abstellbar kürzer als 1 Meter
  • Akku und Ladegerät inklusive
  • Guter Preis
  • Lange Laufzeit
  • Profi-Stabilität und Wertigkeit
  • Leistung wie ein Benziner
  • Stufenlose Drehzahlsteuerung
  • Schnittbreite 36 cm
  • Auch für dichtest Gras geeignet
  • Recht gute Qualität
  • Vertikale und horizontale Ausrichtung möglich
  • Bequeme Halteposition möglich
  • Lässt sich gut verstauen
  • Für kleine Gärten geeignet
  • Viele Einstellmöglichkeiten
  • Akku und Ladegerät inklusive
  • Akku hält am längsten
  • Ladegerät ist recht schnell
  • Leicht
  • Kompakt
  • Messer-Box
  • Für Gelände (Neigung)
  • Gute Laufzeit
  • Auch für schwieriges Gelände (Neigung)
  • Teleskop-Rohr
  • Fläche: Power
  • Runder Abstandsdraht
  • Kompakt verstaubar & langes Gestänge im Einsatz
  • Komfort Handgriff, jede Neigung einstellbar
  • Auch für unwegsames Gelände
  • Kraftvoll, auch für dichtes Gras
Contra
  • Schwer
  • Relativ teuer
  • Akku und Ladegerät nicht inklusive
  • Günstiger als Testsieger
  • Griff-Ergonomie ungünstig
  • Akku und Ladegerät nicht inklusive
  • Verarbeitung Schwachstellen: Teleskoprohr wackelig
  • Handgriff wackelig
  • Nicht als Motorsense brauchbar
  • Laut
  • Wirbelt vglw. viel Sand, Steine auf
  • Keine Neigung des Schneidkopfes
  • Kurze Arbeitszeiten mit AK10 Akku
  • Kein Neigen, Drehen des Sensenkopfes
  • Taster drücken ermüdend
  • Mühsam bei hohem, dichten Gras
  • Lautstärke
  • Mühsam bei hohem, dichten Gras
  • Verarbeitung, Stabilität
  • Nur 22 Minuten Arbeitszeit
  • Langsames Ladegerät im Lieferumfang
  • Langsames Ladegerät im Lieferumfang
  • Schwacher Motor
  • Geringe Schnittbreite
  • Sehr teuer
  • Laufzeit trotz großem Akku nur normal
  • Akku und Ladegerät nicht inklusive
  • Recht kurze Akkulaufzeit
  • Kein Tragegurt
  • Schneidkopf kann nicht geneigt werden
  • Tippautomatik funktioniert nicht immer
  • Gefahr, dass sich Nylonband verheddert
  • Qualität könnte besser sein
  • Ungünstige Position des Akkus am Trimmer
  • Tippautomatik funktionierte nicht
  • Nicht für dichtes Gras geeignet
  • Schwaches Schnittergebnis
  • Lange Akku-Ladezeit
  • Schwacher Motor
  • Schafft harte Gräser nicht
  • Neigung, Handgriff sind fix
  • Kurze Laufzeit
  • 4:20 Stunden Ladezeit
  • Schwacher Motor, Leistung nach 10 min schwächer
  • Nur für Kantenrasur brauchbar
  • Laut für die geringe Leistung
  • Enorm schwache Leistung
  • Fläche/Kante: bleibt an jedem Büschel stecken
  • Abwürge-Geräusch
  • Verarbeitung schwach
  • Akku hängt fest
  • Handgriff wackelig
  • Kurze Laufzeit in Praxis
  • Ladezeit 3:30 Stunden
  • Grobes Plastik, wirkt billig
  • Bruchgefahr Doppelhebel am Griff
  • Halbrunder Schnittschutz stört bei dichtem, hohen Gras
  • Kein Teleskoprohr
  • Kurzes Gestänge, nicht angenehm zum Sensen
  • Laut
  • Kurze Arbeitszeit
  • Halbrunder Schnittschutz stört bei dichtem, hohen Gras
Bester Preis

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Wofür ein Rasentrimmer gut ist

Ein Rasentrimmer ist ein elektrisch oder mit Benzin betriebenes Gerät, bei dem an einem Führungsholm ein Motor sitzt, der eine Fadenspule oder ein Kunststoffmesser antreibt. Die schnelle Rotation des Fadens bzw. des Messers schneidet die Gräser.

Rasentrimmer sind vor allem für Kanten und schwierig zu erreichende Stellen geeignet

Da Verletzungsgefahr besteht, ist der Schnittkreis viertel- oder halbseitig mit einem Schild abgedeckt. Dieser verhindert, dass beispielsweise Steine in Richtung des Bedieners geschleudert werden. Außerdem steuert es den Auswurf des Schnittguts.

Von den Trimmern grenzen sich die schwereren und leistungsstärkeren Motorsensen bzw. Freischneider ab. Die sind in der Regel benzinbetrieben, haben einen größeren Schnittkreis und mähen mit zwei Fäden bzw. 2 bis 3 Messern. Motorsensen werden im gewerblichen Bereich eingesetzt und eignen sich für große Flächen, Hartgräser und Unterholz.

Trimmer dagegen sind für für private Gärten von kleiner oder mittlerer Größe gedacht. Vor allem Kantenbereiche oder andere für den rollenden Rasenmäher oder Traktor nicht erreichbare Stellen werden damit gemäht. Es können zwar theoretisch auch ebene Flächen gemäht werden, doch dafür sind Rasentrimmer nicht wirklich gut geeignet: Das Ergebnis würde sehr ungleichmäßig anstatt glatt und schön aussehen.

Die Trimmer haben einen im Winkel verstellbaren Kopf, teilweise kann er auch seitlich geneigt werden. Dadurch ist es auch möglich mit ihnen an schwierigen Stellen zu mähen, etwa unter Bänken und Büschen.

Akku oder nicht?

Der Vorteil von Rasentrimmern mit Akku ist, dass das störende Hinterherziehen eines Kabels entfällt. Der Trimmer ist durch den Akku zwar etwas schwerer als ein Gerät mit Kabel, doch das merkt man kaum. Benzin-Motorsensen sind deutlich schwerer und lauter – und sie stinken nach Abgas und Benzin.

Bei allen Geräten aus diesem Test können die Akkus auch für andere Geräte der Marke benutzt werden, allerdings nicht immer für jedes Werkzeug. Bosch markiert seine Familien-Akkus zum Beispiel mit der Bezeichnung »Power 4All 18V«.

Akku-Rasentrimmer laufen höchstens 30 bis 50 Minuten mit einem Akku

Der Nachteil von Akku-Trimmern ist natürlich, dass ihre Laufzeit nur zwischen 15 und 50 Minuten liegt – je nach Leistung des Akkus (2,0 bis 5,0 Amperestunden) und der Stärke des Bewuchses. Für eine kleine 100-Quadratmeter-Liegewiese mit Büschen reicht das aus, bei größeren oder komplexeren Flächen mit vielen Kanten braucht man aber stärkere Akkus und/oder ein bis zwei Ersatzakkus. Schnellladegeräte sind für diesen Zweck sehr nützlich, jedoch selten im Zubehör enthalten.

Garten > 600 m², da macht Akku-Trimmern kein Spaß mehr
Bei größeren Gärten von 600 Quadratmetern und mehr geraten Akku-Rasentrimmer an ihre Grenzen.

Wir haben mit den Trimmern ein vergleichsweise wildes Grundstück von etwa 1.200 Quadratmetern bearbeitet. Die meisten Flächen sind nicht versiegelt und es gibt viele Rasenbereiche, Sträucher, Bäume, 60 Meter Hecke mit Böschung sowie einen Radweg mit Straßengraben.

So ein Grundstück ist viel zu groß, um es komplett mit einem Rasentrimmer zu mähen – selbst mit unserem Testsieger würde man rund sechs Stunden dafür brauchen – bei halbstündiger Laufzeit bräuchte man also volle zwölf Akku-Ladungen. Mit 5-Ah-Akkus, die man zwischendurch auflädt, könnte man den Bedarf auf sechs Akkus senken. Alternativ wäre die Aufteilung in mehrere Arbeitseinsätze. Doch das ergibt wenig Sinn, schließlich gibt es Benzin-Motorsensen schon ab 120 Euro, unsere leistungsstärkeren Empfehlungen kosten 200 bis 300 Euro mit Akku und Ladegerät.

Bei großen Flächen kann auch der beste Akku-Trimmer einen kleinen Benzin-Freischneider nicht ersetzen, vor allem nicht bei Kosten/Nutzen-Betrachtung. Der Makita EM2600U - Motorsense - im Bild unten kostet 200 Euro.
Bei großen Flächen kann auch der beste Akku-Trimmer einen kleinen Benzin-Freischneider nicht ersetzen, vor allem nicht bei Kosten-Nutzen-Betrachtung.

Was ist besser: Spule oder Messer?

Rasentrimmer sind üblicherweise mit Fadenspulen ausgerüstet. Ist der Faden aufgebraucht kann man entweder fertige Ersatzspulen kaufen oder einen passenden Faden von einer großen Rolle selbst aufwickeln. Das ist bei den hier genannten Trimmern mit nur einem Mähfaden keine Herausforderung und spart Geld. Auch die Spulen selbst sind Verschleißteile und müssen nach einer gewissen Zeit getauscht werden.

Kunststoffmesser erzielen keinen besseren Schnitt, sind aber einfacher zu wechseln als ein Faden. Außerdem entfällt das Nachziehen des Fadens ebenso wie gegebenenfalls lästige Blockaden.

In erster Linie haben die Hersteller jedoch Interesse an einem Nachkauf von Ersatzmessern. Bei den Spulen kann ein beliebiger No-Name-Faden aufgewickelt werden, daran verdienen Bosch, Einhell und Gardena aber kein Geld.

Sicherheit

Der unscheinbare Trimmer kann durchaus ein gefährliches Arbeitsgerät sein. Der kleine Faden trennt zwar keinen Finger durch, jedoch schleudert er gern mal Steine weg. Deshalb sollte sich im Abstand von mindestens zehn Metern niemand aufhalten, vor allem nicht vor dem Gerät. Denken Sie aber auch an Ihr Auto, Fenster oder andere fragile Objekte.

 Akku-Rasentrimmer Test: Makita
Makita DUR181Z: Mit Brille und Tragegurt.
Immer Schutzkleidung anlegen und aufpassen, dass im näheren Umkreis keine Menschen sind, die durch herumschleudernde Steine verletzt werden könnten.

Beim Bedienen eines Rasentrimmers sollte immer eine Schutzbrille getragen werden. Außerdem ist es wichtig, die Länge des Gerätes auf die eigene Körpergröße einzustellen. Sofern vorhanden sollte auch der Gurt für die bessere Ergonomie eingestellt und angelegt werden. Nur der unser Testsieger von Makita kommt mit Gurt und Schutzbrille im Lieferumfang.

Reinigung, Wartung und Ersatzteile

Messer oder Faden, Spule und Akkus sind die Verschleißteile eines Trimmers und müssen regelmäßig nachgekauft werden. Informieren Sie sich über die entsprechenden Preise. Ein einfacher 3.0-Amperestunden-Akku kostet zirka 50 Euro, 5.0-Ah zirka 80 Euro.

Akku und Ladegerät sind bei den meisten Trimmern fast genauso teuer oder sogar teurer als das Gerät selbst.

Ersatzteile können teuer werden – vor allem der Akku

Ansonsten beschränkt sich die Wartung darauf, dass man das Schutzschild von Zeit zu Zeit vom festgebackenem Rasenschnitt befreien muss. Elektrische Rasentrimmer sind damit im Gegensatz zu Motorsensen mit Verbrennungsmotor sehr wartungsarme Werkzeuge.

Es ist gar nicht mal so trivial, einen Trimmer über den Winter irgendwo abzustellen. Manche Modelle sind ultra-knapp zusammenfaltbar und nur noch einen Meter lang (Worx, Stiga, Gardena, Einhell. Andere hingegen bleiben bei ihrer ausgewachsenen Größe und brauchen entsprechend viel Platz in der Werkstatt (EGO Power-Modelle, Ikra).

So haben wir getestet

Das Angebot an Akku-Rasentrimmern wird immer größer, Amazon listet allein zehn Hersteller, jeweils mit zig Modellen. Voraussetzung war für uns eine Schnittbreite von mindestens 23 Zentimetern, sonst wird es auch bei kleinen Flächen zu mühselig. Insgesamt 21 Akku-Trimmer haben wir inzwischen ausgiebig getestet.

Der günstigste Trimmer im Test war der Black + Decker GLC1823L20. Ein 2.0-Ah-Akku und Ladegerät sind bei ihm bereits inklusive. Am teuersten war der EGO Power MST1500E-B. Der Makita DUR181Z ist mittelpreisig angesiedelt.

Im Update 05/2020 haben wir uns mit günstigen Einsteigern (Black + Decker ST182320 15, Gardena EasyCut Li-18/23 und Ikra IAT 20-1M) aber auch mit der oberen Mittelklasse (Stihl FSA 57) beschäftigt. Dazwischen tummeln sich AL-KO Energy Flex 113608, Fuxtec E312D, Einhell GE-CT 36/30 Li und Wolf Garten Lycos 40/300T, die mit ergonomischen Details und großen Akkus punkten möchten.

Die Oberklasse von EGO Power fällt als Profi-Gerät aus der Reihe, zeigt uns aber, was technisch machbar ist. Stihl grenzt die Mittelklasse mit dem FSA 57 nach oben hin ab.

Auf einem Grundstück mit 1.200 Quadratmetern stand der Frühling in voller Blüte. Rasenkanten, Böschungen, Obstwiese, Zaunstreifen, Straßengraben und Büsche mussten vom hohen Gras befreit werden.

Ein schwieriges Umfeld, nicht nur wegen der Fläche, sondern auch wegen der vielen hohen Hartgräser, buschartig wachsenden Grasstauden mit 20 bis 30 Zentimetern Höhe. Hier mussten alle 21 Rasentrimmer zeigen, was sie können.

Makita DUR181Z: unser Testsieger

Testsieger: Makita DUR181Z

Der Makita DUR181Z war sofort unser bester Freund. Mit seinem leistungsstarken Motor waren selbst Hartgräserstauden oder Brennnesseln kein Problem. Mit dem Gurt auf die passende Arbeitshöhe gestellt, trägt sich dieser Trimmer angenehm, auch wenn er der schwerste im Test war.

Testsieger

Makita DUR181Z

Test: Akku-Rasentrimmer – Testsieger Makita DUR181Z
Mit dem Makita können Sie beruhigt auch verwilderte Gärten auf Vordermann bringen. Aber der günstige Preis täuscht: die Akkus muss man extra erwerben.

Sein Akku lädt deutlich schneller als bei den anderen Geräten – bereits nach einer guten Stunde kann es weitergehen. Außerdem liegt der Makita solide in der Hand. Hier wackelt nichts, Gestänge und Motor haben einen festen Sitz.

Der Faden schneidet

auch Hartgräser ohne Probleme

Der kräftig drehende Faden schneidet Hartgräser in einem Zug und dicke Stauden sind bereits nach kurzem Sägen geköpft. So macht die Arbeit mit der 26-Zentimeter-Schnittbreite richtig Spaß.

Laufzeit und Ladezeit

Makita gibt für den 3.0-Ah-Akku eine Laufzeit von 45 und eine Ladezeit von 22 Minuten an, für den 4.0-Ah-Akku werden 60 Minuten Lauf und 36 Minuten Ladezeit versprochen.

In unserem Test ließ der Rasentrimmer von Makita den Faden mit dem 3-Ah-Akku 27 Minuten ohne Unterbrechung sausen – wie immer sind die Laufzeiten bei Akkus in der Praxis deutlich geringer als die Versprechungen der Hersteller. Etwa fünf Minuten vor dem Ende wird der Motor schwächer, dann blinkt ein rotes Lämpchen am Griff.

Ryobi RBC18L40 Akku und Ladegerät 120 min plus Makita DC18RC und 3,0 Ah Akku) BL1830
Ryobi RBC18L40 Akku und Ladegerät 120 min und Makita DC18RC und (3,0-Ah-Akku) BL1830.

Bei solchen kurzen Arbeitszeiten braucht es einen Schnelllader, damit es nach der Mittagspause gleich weitergehen kann. Diesen Wunsch erfüllt Makitas Ladegerät DC18RC nicht, es braucht 75 Minuten, um den Akku wieder voll aufzuladen. Doch das ist schon angemessen, die kleinen Steck-Lader der Low-End-Geräte laden gerne mal 3:30 bis über vier Stunden an Akkus, die dann im Gerät gerade mal 20 Minuten laufen.

Das Thema Aufladen zeigt den Vorteil des Makita-Trimmers, der ohne Akku und Netzteil ausgeliefert wird: Je nach Gartengröße und Betriebszeit kann man bei ihm passende Akku-Kapazitäten und Mengen dazukaufen, ebenso wie ein Schnellladegerät (zum Beispiel DC18RC), das es alternativ auch als Doppellader gibt (DC18RD). Gleiches gilt für einzelne Modelle von AL-KO, Ikra, Ego Power oder Stihl auch sie werden solo verkauft.

Stabilität und Verarbeitung

Der Makita DUR181Z war einer der schwerste Trimmer im Test, er hat aber auch die solideste Verarbeitung. Der Motor sitzt fest am unteren Ende, nichts schwingt und wackelt im Betrieb.

Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht. Bei anderen Modellen wackelt die Mäheinheit mehr oder minder stark, was zu einem schwingenden Motor führt. Für die Bedienung ist das unerheblich, aber die Wertigkeit und das gute Gefühl über die Langlebigkeit des Produktes sind dahin.

Das Problem ist hausgemacht: Hersteller wollen den Komfort erhöhen und bauen mehr Winkel/Neigungs-Einstellungen an den Trimmer. Jede variable Position ist jedoch eine Schwachstelle für die Stabilität. Aus diesem Grund sind für uns die Feature-Wunder von Bosch, Gardena, Ikra, Worx, Ryobi, Einhell und AL-KO eher problematisch.

Ergonomie und Betriebsmodi

Makita verzichtet dagegen auf zahlreiche Betriebswinkel für Motor und Griff. Beim Testsieger kann lediglich der Führungsholm auf die Größe des Bedieners eingestellt werden. Hinzu kommt der verstellbare Winkel des Motors in Bezug auf den Führungsholm: Der Winkel, den der Führungsholm mit dem Erdboden einschließt, kann in 5 Stufen geändert werden, so dass man für sich die jeweils bequemste Arbeitsposition einstellen kann. Diese beiden Einstellungen beherrscht allerdings jeder Trimmer.

Die beiden EGO-Power-Modelle als auch Stihl gehen im Verzicht noch einen Schritt weiter, hier kann nicht einmal der Winkel-Holm-Motor eingestellt werden. Für die Stabilität und die Langlebigkeit ist das ein Plus: Wo keine Mechanik ist, da kann auch keine kaputt gehen. Im Einsatz hat uns dieser Mangel selten gestört, eine veränderte Körperhaltung konnte das ausgleichen.

In unserem Garten-Test mussten wir lediglich die Länge des Trimmers einstellen und beim Mähen den Winkel des Motors anpassen, um unter einem niedrigen Baum oder an einer Böschung zu mähen.

Extra-Einstellungen sind unter Umständen überflüssig

Makita liefert sowohl eine Schutzbrille wie auch einen Tragegurt mit. Bis auf Stihl (Schutzbrille) kommt kein anderer Hersteller kommt auf diese Idee. Die meisten Trimmer haben noch nicht einmal eine Befestigungsöse für den Karabiner eines Gurtes, außer der EGO Power MST1500E-B, der ebenfalls mit Tragegurt kommt.

Makita DUR181Z: leicht zu haltender Power-Button
Makita DUR181Z: leicht zu haltender Power-Button.

Als Schutz gegen ein versehentliches Einschalten sind alle Trimmer mit Arretier-Taste und Ein-/Aus Schalter bestückt. Die Arretier-Taste muss gehalten werden, damit Ein-/Aus gedrückt werden kann. Im Betrieb reicht dann das Halten der Ein-/Aus-Taste.

Bei Makita kann die Power-Taste mühelos gehalten werden, das funktioniert auch bei den meisten anderen Modellen ganz gut.

Inbetriebnahme

Alle Trimmer sind nach dem Auspacken ruckzuck einsatzbereit. Die Schilder des Schnittkreises müssen bei allen Trimmern selbst montiert werden. Bei Gardena ließ sich selbiger für die Rückgabe nicht mehr demontieren, hier rasten viele Kunststoffnasen ineinander, die sich nicht mehr lösen lassen. Stihl wird, sofern beim Fachhändler gekauft, fertig montiert übergeben.

Makita DUR181Z: Faden Nachziehen, geht auch per Hand
Makita DUR181Z: Faden Nachziehen, geht auch per Hand.

Die Fadenspulen beherrschen die Automatikabrollung: Wenn sich der Faden im Betrieb abnutzt – und das geht bei Ästen und Steinen binnen Minuten – verkürzt er sich und der Schnittkreis wird kleiner.

Beim Testsieger Makita muss man den Trimmer dann nur während des Betriebs kurz auf den Boden drücken und die Spule rollt automatisch ein paar Zentimeter ab (Tippautomatik). Ein Metall am Außenrand des Schildes kürzt den Faden sofort auf die richtige Länge. Das alles dauert zwei Sekunden, der Arbeitsvorgang wird nicht unterbrochen.

Die anderen Trimmer mit Fadenspule können den Faden auf dieselbe Art und Weise automatisch verlängern. Nur haben die Spulen dafür keinen sichtbaren Metallknopf, die Mechanik befindet sich stattdessen im inneren der Spule und wird durch Aufstoßen auf den Boden ausgelöst.

Ausnahme ist Worx: Die Taste Command Feed am Griff stoppt den Motor ruckartig, was den Faden einen Zentimeter nachrutschen lässt.

Im Zweifel würden wir auch an dieser Stelle zu Makita greifen, denn der Knopf kann auch mit der Hand zur Verlängerung des Fadens gedrückt werden.

Kosten

Makita, Ryobi, Einhell und Black + Decker sind kostengünstig im Betrieb, man kann sie auf Wunsch auch selbst mit Fäden neu bewickeln. Bei Bosch ART 26-18 LI, Einhell GE-CT 18 Li , Gardena EasyCut Li-18/23 und ComfortCut Li-18/23R müssen zwingend die Messer des Herstellers gekauft werden.

Ansonsten gibt es fertige Fadenköpfe (6-8 Meter Faden) zu kaufen, mit 12 bis knapp 20 Euro sind Sie dabei. Eine 90 Meter Rolle Trimmerfaden der Stärke 1,6 Millimeter kostet 10 Euro.

Faden ist günstiger als Messer

Kostengünstiger ist auf jeden Fall der Betrieb mit einem Faden, der grundsätzlich bis zum Verschleiß der Spule selbst von Hand aufgewickelt werden kann. Bitte achten sie aber auf den Kauf einer exakt passenden Spule für ihr Modell, bei Online-Händlern mehren sich Beschwerden über nicht ordnungsgemäß funktionierende Spulen beim Einsatz im falschen Modell.

Messer sind teurer im Nachkauf, aber es entfällt das Aufrollen und die Störanfälligkeit der Fadenverlängerung in den Spulen. Am Ende raten wir für einen Allround-Trimmer dennoch zum Faden, denn die Schnittleistung der Messer-Trimmer in unserem Test war wesentlich schlechter. Die Messer blieben im dichten Gras bzw. im Hartgras immer wieder stecken, weil der Motor es nicht schaffte, in Schwung zu bleiben.

Komfort und Arbeitsleistung

Der Makita Akku-Rasentrimmer gefällt uns am besten, weil die Arbeit mit ihm Spaß macht: Mit den passenden Ersatz-Akkus sind so auch problemlos größere Flächen zu schaffen, da der Trimmer nicht mehrfach übers Gras bewegt werden muss. Relativ mühelos arbeitet sich der Makita durch dichtes und hohes Gras.

Akku-Rasentrimmer Test: Testsieger Makita DUR181Z.
Dem Benzin-Trimmer auf den Fersen – einholen können Sie ihn aber nicht.

Noch mehr Spaß machte die Arbeit mit dem Profi-Gerät von EGO Power, dem MST1500E-B. Doch der ist eben auch enorm teuer und hat am Ende auch nur eine Laufzeit von 38 Minuten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis für den Kleingarteneinsatz ist daher denkbar schlecht.

Nachteile

Bis auf den hohen Preis für Ladegerät und Akku hat der Makita DUR181Z in unseren Augen keine Nachteile. Die knappe Laufzeit ist ein genereller Nachteil aller Akku-Trimmer, es sei denn, Sie investieren in teure 4- oder 5-Ah-Akkus.

Makita DUR181Z im Testspiegel

Außer uns haben auch die Tester von selbst ist der Mann (06/2017) den Makita getestet und ihn mit der Note 1,7 bewertet. Positiv bewerteten sie die Trimmerleistung und das er leicht und bequem zu handhaben ist. Als Schwächen wird der hohe Verschleiß an Fäden genannt. Außerdem merken sie an, dass der Trimmer mit Akku und Ladegerät recht teuer wird.

Die Kollegen der Webseite Alles-mit-akku.de loben die Verarbeitung und die Ergonomie, kritisieren aber den zu kurzen Pflanzenschutz.

»Die ausgezeichneten Leistung, seine großartigen Verarbeitungsqualität, sein fünfstufig verstellbares Gelenk und die ergonomische Machart der Griffe und Auslöser machen das Paket komplett. [..] Dieser ist meiner Ansicht nach aber viel zu kurz und ergibt damit nicht viel Sinn.«

Alternativen

Der Makita DUR181Z hatte in unserem Test ganz klar die Nase vorn – aber er war auch der teuerste, von den EGO Power-Modellen einmal abgesehen. Da vor allem die Akkus und die Ladegeräte teuer sind, kann es mitunter sinnvoller sein, ein Gerät einer anderen Marke zu nutzen, wenn man hierfür bereits Akkus und Ladegeräte besitzt.

Makita ist bei Handwerkern stark verbreitet, aber auch AL-KO, Ikra, Black + Decker oder EGO Power haben ein breites Angebot an Akku-Geräten, die mit denselben Akkus betrieben werden können.

Mehr Schnittbreite

Ikra IAT 40-3025 Li

Test Akku-Rasentrimmer: Ikra IAT 40-3025 Li
Mit 30 cm Durchmesser schafft er mehr Fläche bei ähnlicher Leistung.

von 14 Lesern gekauft

Von Ikra kommt unsere Empfehlung für alle, die sich auch mal durch dichtes Gras kämpfen wollen. Der IAT 40-3025 Li mäht auf 30 Zentimeter Breite und ist mit seinen zwei Fäden fast genauso durchzugsstark wie der Testsieger. Die Arbeit geht zügig voran und bereitet Freude, da steht Ikra dem Makita in fast nichts nach. Hartgräser und dichter Bewuchs sind kein Problem.

33 Minuten waren wir mit dem 2,5-Amperestunden-Akku im Garten unterwegs. Beim Makita reichte der 4,0-Ah-Akku für 27 Minuten – Ikra geht offenbar etwas sparsamer mit Energie um.

Die Verarbeitung ist gelungen aber nicht ganz so gut wie beim Testsieger. Der Ikra ist stabil, bringt Leistung aufgrund von zwei Fäden, hat ein Ladegerät mit Wandbefestigung und die Griffhöhe und -neigung sind flexibel einstellbar.

Ergonomisch gibt es aber einen Nachteil: Die Akku-Box am Griff ist nach oben angewinkelt und störte uns bei der Handhabung. Der Unterarm stößt an die Box und wir fragen uns, warum man sie nicht unten angebracht hat, was uns ergonomisch sinnvoller erscheint. Der Stiga SGT 24 AE leidet auch unter diesem Phänomen.

Der Ikra IAT 40-3025 wird ohne Akku und Ladegerät verkauft. Mit einem selbst zusammengestellten Set aus Gerät, Akku und Lader landet man bei 168 Euro (2,5 Amperestunden). Entscheidungsführend kann mitunter sein, ob kompatible Geräte von Makita oder Ikra bereits benutzt oder in Zukunft eingesetzt werden.

Lange Laufzeit

AL-KO Energy Flex 113608

Test Akku-Rasentrimmer: AL-KO Energy Flex 113608
Der AL-KO hat eine starke Laufzeit und einen praktischen Akku-Gürtel. Er eignet sich gut auf Steigungen und auch für kleine Strecken mit dichtem Gras.

Der AL-KO Energy Flex ist der Experte für Komfort und Akkulaufzeit. Wo er nicht gut ist: dichtes Gras auf der Wiese – darin bleibt seine Fadenspule stecken. Als Motorsense ist er nicht zu gebrauchen, was zusätzlich auch an seiner kurzen Bauform liegt.

Das Gestänge ist mit allen möglichen Features ausgerüstet: Der Schneidkopf kann in fünf Stufen geneigt, aber nicht gedreht werden. Der Handgriff wird mit einem Fingerzug gelöst und in eine andere Position gebracht. Das ist praktisch, wenn man mal schnell unter dem Trampolin der Kinder mähen möchte.

Die Teleskopstange kann in ihrer Länge variiert werden. Zum Verstauen fahren wir sie ganz ein, dann bleibt nur noch eine Länge von 102 Zentimetern. Der AL-KO Energy Flex kann also platzsparend verstaut werden. In unserer Empfehlungstabelle haben wir die minimalen Abmessungen notiert (Parkposition).

 Akku-Rasentrimmer Test: Akkurasentrimmer Update042020 Al Ko Energyflex113608
Tester mit Batterie-Gurt, Zubehör für AL-KO Energy Flex 113608.

Die vielen Umstell-Optionen an Griff und Schneidkopf sind für den Einsatz ganz schön, doch die Stabilität und die Wertigkeit des Gerätes leidet darunter. Die ganze Konstruktion ist nicht so schön straff und solide, wie sie sein könnte. Der Schneidkopf wackelt ein wenig, der Handgriff noch mehr. Das behindert die Arbeit nur unwesentlich, doch es mindert die Wertigkeit.

AL-KO geht das Thema Komfort an und liefert optional einen Akku-Gürtel (EF AL-KO BBA 40 + Energy-Flex Akku-Adapter). Der 5-Amperestunden-Akku wiegt stolze 1,4 Kilogramm – ganz praktisch, wenn man ihn jetzt an der Hüfte tragen kann. Der Energy Flex wird mit einem Kabeladapter mit dem Akku verbunden.

Der AL-KO Akku EnergyFlex 5 Ah bringt dann auch eine Laufzeit von 50 Minuten, nicht im Leerlauf, sondern im praktischen Einsatz! Der Leerlauf liegt bei 85 Minuten. Das muss man sich allerdings teuer erkaufen, denn diese 5-Ah-Kapazität kostet um die 150 Euro.

Einen Nachteil wollen wir aber nicht vergessen: Die vergleichsweise gute Leistung erkauft sich der Nutzer durch eine hohe Lautstärke von 96 Dezibel.

Wenn Geld egal ist

Stihl FSA 57 Set

Test Akku-Rasentrimmer: Stihl FSA 57
Der Stihl ist leicht und kraftvoll und dennoch leise. Er hat eine stabile Konstruktion und man kann variabel ein Faden- oder Nylon-Messer verwendet.

Der Stihl FSA 57 ersetzt unsere Empfehlung FSA 56, den Vorgänger dieses Modells. Auch hier ist die Verarbeitung auf höchstem Niveau und damit besser als bei den meisten Konkurrenzmodellen. Das Gestänge ist solide, hier wackelt weder der Sensenkopf noch der Griff.

Der Kopf kann weder geneigt noch gedreht werden. Das ist für die Benutzung an Steigungen und unter Bänken und Büschen von Nachteil, für die Stabilität aber ein Vorteil. In anderen Worten: Der FSA 57 ist nicht der richtige Kandidat für ein Grundstück mit großen Steigungen, vielen Rasenkanten und Bänken, Sträuchern etc., unter denen auch gemäht werden muss. Die fehlende Kopfneigung geht dann schnell auf die Nerven.

 Akku-Rasentrimmer Test: Akkurasentrimmer Update042020 Stihl Fsa57
Stihl FSA 57: in Sachen Leistung steckt er die Konkurrenz in die Tasche.

Der Holm kann teleskopartig um 20 Zentimeter verkürzt werden. Das sollten kleinere Menschen auch nutzen, denn mit 153 Zentimetern Gesamtlänge ist das Gerät auch dann noch eines der längsten im Test. Diese Länge ist vorteilhaft, wenn auf freier Fläche wie mit einer Motorsense gemäht wird. Und genau das ist die Stärke des Stihl FSA 57, denn der kleine Motor ist trotz seiner geringen Geräuschkulisse sehr kraftvoll. Mit der Fadenspule können wir auch hohes, dichtes Gras wie mit einer Sense abmähen. Ganz so effektiv wie mit einer echten Motorsense ist das nicht, aber es genügt, um mal eine Schubkarre voll Gras von der Wiese zu holen.

Für dichtes Gras ist das verkleinerte Schnittschild ein Vorteil. Große, halbkreisförmige Schilder bleiben oft in dichtem Gras stecken, die Schnittbewegung ist da nicht mehr flüssig. Das passiert dem Stihl nicht. Das kleine Schild hat aber den Nachteil, dass mehr Sand und Gestein aufgewirbelt wird, auch in Richtung des Bedieners. Eine Schutzbrille ist also Pflicht und die gibt es bei Stihl gleich mit dazu.

Ein weiterer Nachteil sind die kurzen Arbeitszeiten mit dem AK10-Akku (2,0 Ah). Wir haben gerade mal 17 Minuten gemäht bzw. getrimmt. Im Leerlauf lief das Gerät 36 Minuten. Wenn Sie mehr schaffen wollen, raten wir zu einem Akku mit höherer Kapazität. Der Hersteller hat hier den AK 30 mit 5,2 Amperestunden im Angebot. Damit soll der Trimmer ganze 60 Minuten laufen (Herstellerangabe).

Gut & günstig

Einhell GE-CT 36/30 Li E Solo

Test Akku-Rasentrimmer: Einhell GE-CT 36/30 Li E Solo
Simpel & solide – ohne Verstell-Möglichkeiten mit praktischem Stecksystem. Der Einhell braucht wenig Platz beim Verstauen und hat eine lange Arbeitszeit mit 2 x 18 Volt.

Der Einhell GE-CT 36/30 ist ein solider Trimmer ohne Schnickschnack, der sich auf das Wesentliche konzentriert. Das ist zum einen eine solide Verarbeitung und zum anderen eine praxistaugliche Laufzeit. Die Leistung ist mit den Ein-Faden-Kopf nur mittelmäßig, doch das reicht für Rasenkanten und mittleren Bewuchs. Bei dichtem, hohen Gras oder gar Hartgräsern macht der Einhell GE-CT 36/30 allerdings wenig Freude.

Einhell verzichtet auf einen neig- und drehbaren Mähkopf. Damit mäht es sich schlechter unter Büschen, Bänken oder an lotrechten Rasenkanten. Seine Stärke ist die Verarbeitung: Die Konstruktion ist grundsolide, hier wackelt nichts, der Motor sitzt steif am Holm.

 Akku-Rasentrimmer Test: Akku Rasentrimmer Update052020 Einhell Ge Ct36 30 Li E C
Einhell GE-CT 36/30 Li E-Solo: Stecksystem, weniger als ein Meter lang, ideal beim Verstauen.

Der Holm wird aus zwei Teilen zusammengesteckt, das Kabel befindet sich in seinem Inneren. Der Holm kann nicht verlängert oder zusammengeschoben werden. Für die Aufbewahrung ziehen Sie einfach die zwei Stangen auseinander, die zwei Teile sind dann nur noch einen knappen Meter lang. Der arbeitsbereite Einhell GE-CT 36/30 kommt auf zirka 180 Zentimeter, er eignet sich daher sehr gut für mittelgroße oder große Personen.

Ein Gurt unterstützt beim Tragen. Das ist sehr nützlich, denn mit den beiden 18-Volt-Akkus kommen wir auf knapp vier Kilogramm. Leider klemmt die Gurtschnalle an einer Kunststofföse, das könnte irgendwann brechen. Fixpunkt des Gurtes sowie der u-förmige Haltegriff können je nach Körpergröße eingestellt werden.