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Der beste Akku-Staubsauger

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Akku-Staubsauger Test: Akku Staubsauger
Riccardo Düring

Riccardo Düring

ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.

Wir haben 30 Akkusauger getestet. Der beste für die meisten ist der Rowenta Air Force Flex 460, der einen guten Bedienkomfort mit einer sehr guten Reinigungsleistung vereint. Wer mehr Leistung benötigt und bereit ist, den hohen Anschaffungspreis zu bezahlen, sollte einen Blick auf den Vorwerk Kobold VB100 werfen. Wer hauptsächlich Teppiche und Auslegware reinigen möchte, sollte zum (aktuell) sehr günstigen Bosch Pro Animal greifen. Als das günstigste Testmodell bürstet kein anderes Gerät Teppiche so gut aus.

Update 14. Juli 2020

Wir haben einen neuen Akku-Staubsauger getestet. Der Eufy HomeVac S11 Infinity konnte allerdings keine Empfehlung einfahren.

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17. April 2020

Wir haben zehn weitere Geräte zwischen 190 und 500 Euro getestet, leider spiegelt der Preis nicht immer die Qualität wieder. So ist der aktuell günstigste Sauger auch einer der Besten. Neuer Testsieger ist der Rowenta Air Force Flex, der preislich im Mittelfeld liegt.

19. Juli 2019

Wir haben unseren Test um den Dyson V11 Absolute erweitert.

6. Dezember 2018

Wir haben fünf neue Geräte getestet, darunter auch den ersten Akku-Sauger von Vorwerk. Neben dem Kobold VB100 haben wir außerdem den AEG FX9, den SpeedPro Max FC6823/01 von Philips, den Deik VC-1606 und schließlich den Leifheit 11925 Regulus Powervac, der es neben dem Vorwerk zu einer Empfehlung schaffte.

6. August 2018

Neu hinzugekommen ist der VC 5 Cordless Premium vom Reinigungsspezialisten Kärcher.

23. März 2018

Wir haben vier neue Geräte getestet, darunter den brandneuen Dyson V10. Der ist eine neue Empfehlung, aber leider sehr teuer. Eine Empfehlung ist auch der neu getestete Dirt Devil DD777-1. Unser neuer Top-Favorit ist der AEG CX7-2-45AN.

Gerade in kleineren Wohnungen oder an Orten, die keine Steckdose zur Verfügung haben, sind Staubsauger mit Akku praktisch. Soll das ganze Haus gesaugt werden, kommen die Akku-Sauger meist an ihre Grenzen – so viel Kapazität haben die wenigsten.

Wir haben in mehreren Testrunden 30 Stielstaubsauger mit Akku ausgewählt und ausführlich getestet. Davon sind aktuell noch 21 verfügbar. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzüberblick: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Rowenta Air Force Flex 460 RH9299WO

Akku-Staubsauger Test: 3221614006326 Rh9299 Img
"Kannste knicken" – Damit ist der Air Force Flex so flexibel wie kein anderer Sauger und überzeugt mit einer tollen Saugleistung.

So einfach die Idee ist, so praktisch ist sie auch: Mit einem Griff kann das Saugrohr des Rowenta Air Force Flex 460 geknickt und so mühelos unter Schränken gesaugt werden. Wem das noch nicht reicht, der legt den Rowenta flach auf den Boden und kommt so auch in die hinterste Ecke. Wirklich leise ist er dabei zwar nicht, aber bereits die kleine Saugstufe reicht aus, um auch auf Auslegeware beste Saugergebnisse zu erzielen.

Auch gut

Bissel Icon Pet 25V 2602D

Test Akku-Staubsauger: Bissel Icon Pet 2602D
Nicht das günstigste Modell, dafür erhält man ausgereifte und solide Technik für sein Geld.

Etwas tiefer muss man für den Bissel Icon Pet 2602D in die Tasche greifen. Dafür erhält man die gewohnte Qualität von Bissel, die mit einem durchdachten Konzept überzeugt. Eine LED-Beleuchtung haben viele, mit den LEDs von Bissel sieht man aber auch wirklich etwas. Eine leicht zu leerende Staubbox versprechen alle, die von Bissel hat einen Abstreifer für den Filter und braucht tatsächlich nur ausgekippt werden. Nicht ganz perfekt umgesetzt wurde dagegen die Demontage der Bodenbürste, wofür zusätzliches »Werkzeug« benötigt wird.

Wenn Geld egal ist

Vorwerk Kobold VB100

Akku-Staubsauger Test: Unknown
Mit dem Kobold VB100 hat Vorwerk den ersten Akku-Staubsauger eingeführt – wie erwartet ein durchdachtes, ausgereiftes und leistungsstarkes Gerät.

Mit dem Vorwerk Kobold VB100 haben wir den ersten Akku-Sauger des Wuppertaler Herstellers im Test. Die Erwartungen an den nicht gerade günstigen Sauger waren entsprechend hoch, werden aber auch weitestgehend erfüllt. Der VB100 war der erste Akku-Sauger, der einen an die Steckdose gebundenen Staubsauger ersetzen konnte. Er ist sehr leistungsstark, der Akku hält außergewöhnlich lange und ist binnen zwei Stunden wieder voll aufgeladen. Allerdings kostet das Hightech-Gerät auch eine hübsche Stange Geld.

Gut & günstig

Bosch Zoo'o ProAnimal BCH6ZOOO

Wer seinen Teppich intensiv reinigen möchte, sollte zum Bosch Zoo’o ProAnimal greifen. Kein anderes Testgerät bürstet sich so gut durch den Teppich und holt damit wirklich jeden Krümel aus den Fasern. Auf Laminat wird das allerdings zum Handicap, da die Bürste für deutliche Vibrationen sorgt. Mit der kleinsten Saugstufe kann die Bürste jedoch deaktiviert werden und die Saugleistung ist dennoch besser als bei manch anderen Saugern im Test.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal istGut & günstig
ModellRowenta Air Force Flex 460 RH9299WOBissel Icon Pet 25V 2602DVorwerk Kobold VB100Bosch Zoo'o ProAnimal BCH6ZOOOAEG Ergorapido QX8-1-45CRHoover H-FREE 500 Compact ConnectedEufy HomeVac S11 InfinityProscenic P10AEG QX9-1-ANIMThomas Quick Stick BoostAEG CX7-2-45ANDyson V11 AbsoluteLeifheit Regulus PowerVac 11925Kärcher VC 5 Cordless PremiumDyson V10Bosch Athlet BBH6P25AEG FX9 1 IBMPhilips SpeedPro Max FC6823/01Dyson V7Philips FC6172/01Hoover Athen EVO ATV324LD
Akku-Staubsauger Test: 3221614006326 Rh9299 ImgTest Akku-Staubsauger: Bissel Icon Pet 2602DAkku-Staubsauger Test: UnknownAkku-Staubsauger Test: Bosch Zoo O ProanimalTest Akku-Staubsauger: AEG QX8-1-45CR 2in1Test Akku-Staubsauger: Hoover H-FREE 500 Compact ConnectedTest Akku-Staubsauger: Eufy HomeVac S11 InfinityAkku-Staubsauger Test: Proscenic P10Test Akku-Staubsauger: AEG QX9-1-ANIM 2in1Test Akku-Staubsauger: Thomas Quick Stick BoostTest Akku-Staubsauger: AEG CX7-2-45ANTest Akku-Staubsauger: Dyson V11Test Akku-Staubsauger: Leifheit 11925Akku-Staubsauger Test: 1349330 Herodpi (jpg)Test Akku-Staubsauger: Dyson V10Test Handstaubsauger mit Akku: Bosch Athlet BBH6P25Test Akku-Staubsauger: AEG FX9Test Akku-Staubsauger: Philips SpeedPro Max FC6823/01Test Akku-Staubsauger: Dyson V7Test Handstaubsauger mit Akku: Philips FC6172/01Test Handstaubsauger mit Akku: Hoover Athen EVO ATV324LD
Pro
  • Sehr flexibel
  • Saugrohr knickbar
  • Top-Leistung auf Auslegware
  • Wandhalterung mit Ladestation
  • Kann flach saugen
  • Qualitativ hochwertig
  • Wandhalterung mit Ladestation
  • Kann flach saugen
  • Sehr gute Beleuchtung
  • Leichte Schmutzentleerung
  • Durchzugsstarke Bürste in zwei Stufen einstellbar
  • Lange Akkulaufzeit, sehr kurze Ladezeit
  • Sehr leise im Betrieb
  • Sehr gute Bürstenleistung
  • Mit Tragegurt und Schlauch
  • Kann flach saugen
  • Bürste sehr leicht abnehmbar
  • Akku-Zustandsanzeige
  • Gute Saugleistung auf Teppichböden
  • Schnell als Handgerät nutzbar
  • Kann platzsparend verstaut werden
  • Akku austauschbar
  • Kann flach saugen
  • Bodenbürste leicht ausbaubar
  • Zwei Akkus
  • Akku-Anzeige
  • Austauschbare Bürste
  • Leichter Bürstenwechsel
  • Akku-Anzeige
  • Wandhalterung mit Ladestation
  • Leise Bodenbürste
  • Leichter Bürstenwechsel
  • Ladestation mit magnetischer Halterung
  • Sehr lange Fugendüse
  • Bürstenreinigungsfunktion
  • Wandhalterung mit Ladestation
  • Gute LED-Beleuchtung
  • Saugt auf glatten Böden und Teppich gut
  • Handteil inkl. Zubehör perfekt fürs Auto
  • Saugt auch auf erster Stufe schon sehr gut
  • Hohe Saugkraft
  • Lange Akkulaufzeit
  • Genaue Akku-Anzeige
  • Abnehmbares Handteil mit zusätzlichen Düsen/Bürsten
  • Wechselakku
  • Gute Akkulaufzeit und recht kurze Ladezeit
  • Kommt direkt einsatzfähig aus dem Karton
  • Flexible Höhenverstellung
  • Gute Ausstattung
  • Hohe Saugleistung
  • Sehr gut ausgestattet
  • Einfachste Bedienung
  • Viel Saug-Power und abnehmbare Bürste
  • Zwei Betriebsarten: Motoreinheit lässt sich rauf- und runterschieben
  • Schlauch herausziehbar für Polster etc.
  • Gute Saugleistung auch auf Teppich
  • Mit Ladedock
  • Akkustandsanzeige in Prozent
  • Flacher Bürstenkopf saugt weit unter den Möbeln
  • Sehr gut ausgestattet
  • Einfachste Bedienung
  • Viel Ausstattung
  • Gute Akkuleistung
  • Gute Einstellungsmöglichkeiten
Contra
  • Keine Akku-Anzeige
  • Steht nicht selbstständig
  • Steht nicht selbstständig
  • Brummt auf Laminat
  • Benötigt Hilfsmittel zur Bürstenreinigung
  • Ohne abnehmbares Handteil
  • Sehr hoher Preis
  • Keine Ladestation oder Wandhalterung
  • Brummt auf Laminat
  • Kleine Staubbox
  • Auf Teppichen schwer zu navigieren
  • Macht sich auf Auslegware selbstständig
  • Passt nicht unter Schränke
  • Mäßige LED-Beleuchtung
  • Keine Akku-Anzeige
  • Auf Auslegware schwer zu navigieren
  • Auf höchster Stufe kurze Laufzeit
  • Umständliche Bedienung
  • Kein Dauerbetrieb möglich
  • Mäßige Saugleistung auf Teppichböden
  • Schwache LED-Beleuchtung
  • Steht nicht selbstständig
  • Handteil nicht sicher befestigt
  • Schwache Saugleistung
  • Bodenbürste sehr laut
  • Kleine Staubbox
  • Geringe Saugleistung
  • Kunststoffteile nicht hochwertig
  • Teppichbürste sehr laut
  • Keine Akku-Anzeige
  • Bürstenwechsel nur mit Hilfsmittel
  • Bei voller Leistung recht geringe Laufzeit
  • Grundausstattung dürftig, Unbedingt auf das Zusatzpaket AKIT15 achten!
  • Bürste saugt sich am Teppich fest
  • Der Akku braucht 4 Stunden, bis er voll ist
  • Sehr teuer
  • Keine Ladestandsanzeige
  • Recht laut im Betrieb
  • Leider ohne Bürste
  • Akku reicht in höchster Stufe nur für 15 Minuten
  • Bürste saugt sich am Teppich fest
  • In höchster Stufe reicht der Akku keine 10 Minuten
  • Kein abnehmbares Handteil
  • Bei voller Leistung wenig Akkulaufzeit
  • Kein abnehmbares Handteil
  • Zum Laden muss der Motor unten eingerastet sein
  • Saugt sich im Teppich schnell fest
  • Bürste saugt sich am Teppich fest
  • Höchste Stufe reicht für unter 10 Minuten
  • Bürste kommt nicht gut mit Teppichböden zurecht
  • Lange Akku-Ladezeit
  • Schwergängige Bürste
  • Handling könnte einfacher sein
Bester Preis
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Die wichtigsten Fragen

Welcher Akku-Staubsauger ist der beste?

Der beste Akku-Staubsauger für die meisten ist der Rowenta Air Force Flex 460. Er bietet das beste Gesamtkonzept aus einer perfekten Reinigungsleistung, einer guten Bedienbarkeit und dem komfortablem Knicksystem.

Welcher Akku-Staubsauger ist der stärkste?

Der Akku-Staubsauger mit der stärksten Saugkraft ist der Dyson V11 Absolute. Allerdings beträgt die Akku-Leistung bei höchster Saugstufe gerade mal 15 Minuten. Und der Dyson V11 ist sehr teuer.

Kann ein Akku-Staubsauger einen normalen Staubsauger ersetzen?

Wer das nötige Kleingeld mitbringt und genau darauf achtet was er tatsächlich braucht, kann die Frage inzwischen tatsächlich mit »Ja« beantworten. Wer ausschließlich auf Laminat saugt, dürfte mit der Saugleistung vieler Akku-Sauger absolut zufrieden sein. Wer nur Auslegware reinigen möchte, wird mit guten Bürsten-Saugern bedient. Bei unterschiedlichen Böden haben natürlich Kabelgeräte aufgrund der höheren Saugleistung die Nase vorn. Für Einschränkungen sorgen ebenfalls die begrenzten Akku-Laufzeiten. Hat man jedoch seinen passenden Akku-Sauger gefunden, ist in vielen Fällen kein zusätzliches Kabelgerät mehr erforderlich.

Wie lang ist die Akkulaufzeit von Akku-Staubsaugern?

Die Akkulaufzeit von Akku-Saugern hängt maßgeblich von der Saugkraftstufe ab. Bei höchster Leistung halten die meisten Modelle gerade mal 10 bis 15 Minuten durch, manchmal sogar noch weniger. Die höchste Saugstufe ist bei allen Akku-Saugern daher nur zum vorübergehenden Einsatz gedacht. Auf der »normalen« Stufe halten Akku-Staubsauger meist zwischen 30 und 40 Minuten durch. Manche sogar bis zu einer Stunde.

Akkusauger: Staubsaugen ohne Kabel

Sauger mit Akku sind stark im Kommen. Gerade bei den sogenannten Stiel-Staubsaugern bietet sich der Akkubetrieb förmlich an. Sie werden dadurch noch leichter und kompakter und haben mehr effektive Reichweite, weil sie weder durch ein lästiges Kabel noch durch fehlende Steckdosen begrenzt werden.

Akku-Sauger werden immer beliebter

Das Kabel hat zudem als Stolperfalle ausgedient und der Sauger ist, wenn er aufgeladen ist, viel schneller einsatzbereit. Ganz besonders interessant ist die Tatsache, dass so gut wie alle Sauger über eine rotierende Bürste verfügen, was bei den verkabelten Saugern mittlerweile zur Rarität geworden ist.

Diese Bürsten sind auch nötig, denn Akku-Staubsauger verfügen nach wie vor nicht über die gleiche Saugkraft wie Staubsauger, die per Kabel mit Strom versorgt werden. Rotierende Bürsten im Saugkopf helfen dem teilweise ab.

Für Teppichböden und vor allem Langflor-Auslegeware sind Akkusauger aber nur bedingt zu empfehlen. Es gibt zwar Modelle wie den Bosch ProAnimal, die in der Reinigungsleistung mit einigen Kabelgeräten mithalten können, jedoch reduziert die hohe Saugleistung und das kräftige Bürsten drastisch die Akku-Laufzeit und bereits nach 14 Minuten muss das Gerät wieder an die Ladestation.

 Akku-Staubsauger Test: 2in1 Handsauger
2in1-Sauger sind zwar flexibel einsetzbar, bieten aber meist weniger Leistung und eine kleiner Staubbox.

2in1: Mit abnehmbarem Handteil

Bei einigen der getesteten Akku-Sauger lässt sich das Handteil ohne Umbauarbeiten abnehmen, um mal zwischendurch die Polster abzusaugen. Das sind sogenannte 2in1 Staubsauger. Besonders großer Beliebtheit dürften sich diese Modelle unter anderem bei bei Eltern kleiner Kinder erfreuen. Schnell hat man sich das Handgerät geschnappt und ein paar Krümel weggesaugt. das Abnehmen des Saugrohres, wie bei einem Stabstaubsauger, entfällt.

Man muss bei solchen 2in1-Saugern allerdings bedenken, dass die gesamte Technik von Akku, über Motor und Filter bis zur Staubbox im kleinen Handteil untergebracht werden muss. Es wäre daher unrealistisch, von solchen Geräten dieselbe Leistung, wie von größeren Akku-Staubsaugern zu erwarten. Dennoch hat sich der AEG QX8 sogar auf Auslegware recht gut und besser als manch andere geschlagen.

Akku-Angaben sind nicht immer plausibel

Alle Akku-Sauger, die wir getestet haben, besitzen einen Lithium-Ionen-Akku, der eine konstante Leistung bei sehr geringer Selbstentladung verspricht. Dennoch irritieren hierbei die verschiedenen Angaben der Voltklassen. Ein Unterschied lässt sich leicht erklären und offenbart, dass eine höher angegebene Spannung gar keine höhere sein muss.

Ein Akku-Sauger mit 24 Volt muss keine höhere Spannung als ein Modell mit 21,6 Volt haben.

Grund hierfür ist die Anfangs- und die Nominalspannung von Li-Ionen-Zellen. Kurz nach dem Laden besitzt jede Zelle eine Anfangsspannung (auch Ladeschlussspannung genannt) von etwa 4 Volt. Kurz nach der ersten Nutzung pegelt sich diese jedoch schnell auf ihre Nominalspannung (Nennspannung) ein, die etwa 3,6 Volt beträgt. Welche Spannung der Hersteller bei seinen Akku-Geräten angibt, bleibt letztendlich ihm überlassen. So kann es beispielsweise sein, dass zwei Geräte mit dem identischen Akku (7 Zellen) mit 25,2 Volt und mit 28 Volt angegeben werden. Beide Werte stimmen, nur wird einmal mit der Nominalspannung (7 x 3,6 V) und einmal mit der Anfangsspannung (7 x 4 V) gerechnet. Für den Kunden ist das leider irreführend

Bei unseren Testgeräten besitzt nur der Akku-Sauger von Fakir eine durch 4 teilbare Spannung. Nur hier wird demnach die höhere Anfangsspannung angegeben. Um einen vergleichbaren Wert zu erhalten, müsste man die angegebene Voltzahl durch 4 teilen, um die Anzahl der verbauten Zellen zu errechnen, und den Wert anschließend wiederum mit 3,6 multiplizieren, um die Nominalspannung des gesamten Akkus zu erhalten. Aus 24 V werden schnell nur noch 21,6 V, was auch andere Hersteller angeben.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt 30 Akkustaubsauger getestet, von denen 21 aktuell noch verfügbar sind. Das wichtigste bei einem Akkusauger ist natürlich, wie lange der Akku hält. Daher mussten in unserem Test alle Sauger auf höchster Stufe und mit eingeschalteter Bürste ihr Durchhaltevermögen unter Beweis stellen.

Akkulaufzeit unter Volllast

Bei der maximalen Laufzeit und kleinster Saugstufe haben wir uns auf die Herstellerangaben verlassen. Hier fallen zwei bis drei Minuten mehr oder weniger kaum ins Gewicht.

 Akku-Staubsauger Test: Laufzeit
Die Hersteller versprechen viel, daher haben wir die Laufzeit unter Volllast gemessen.

Die benötigte Zeit, um den Akku wieder aufzuladen, wurde zwar in die Übersicht aufgenommen, aber nicht explizit bewertet. Man sollte sich dazu die Frage stellen »Wie oft benötige ich einen Staubsauger?« Wer Haustiere hat, saugt sicher intensiver als manch andere, aber mehr als zweimal täglich werden auch Haustierfreunde nicht zum Staubsauger greifen und dabei jedes Mal den Akku komplett leeren. Das bedeutet, dass es absolut ausreichend wäre, wenn der Akku 12 Stunden bräuchte, um einmal komplett zu laden. Das unterbieten alle Geräte und benötigen zwischen drei und maximal sechs Stunden. Wem das nicht reicht, der wird mit keinem Akku-Sauger glücklich werden und sollte lieber zu einem Kabelgerät greifen.

Saugleistung auf Teppich und Laminat

Zur Beurteilung der Saugleistung haben wir sowohl auf Teppichboden als auch Laminatboden gesaugt. Hierzu wurde Grieß verteilt und einmal mit der kleinsten (jeweils links im Bild) und mit der größten Saugstufe (jeweils rechts im Bild) gesaugt. Das beste Ergebnis auf Auslegware erzielten der Rowenta Air Force Flex, der Bosch ProAnimal und der Bissel Icon Pet, wobei sie die Bodenbürste des Bosch-Saugers auch mit Kabel-Staubsauger messen könnte.

Auf Laminat zeigten sich kaum Unterschiede. Schmutz, der lose auf dem Boden lag, wurde anstandslos eingesaugt. Etwas im Nachteil waren dabei mitunter sogar eher die Sauger, die auf Teppichböden die besten Ergebnisse lieferten. Die Bürste des Bosch ProAnimal ratterte beispielsweise so kräftig übers Laminat, dass der ganze Sauger vibrierte.

Saugen unter Möbel

Ein möglichst flacher Bürstenkopf ist klar von Vorteil, allerdings sprechen wir hier von minimalen Unterschieden. Interessanter ist das Gelenk als Verbindung zwischen Saugrohr und Bodendüse. Einige Testkandidaten können flach abgelegt werden, während die Bodendüse weiterhin ihre Arbeit verrichtet. Bei anderen Modellen funktioniert das hingegen nur, wenn sie seitlich verdreht werden.

 Akku-Staubsauger Test: Beleuchtung
Licht ist nicht gleich Licht. Links – Rowenta, rechts – Bissel.

Fast völlig außen vor bleiben die 2in1-Sauger, die ein integriertes Handteil besitzen. Sie sind mit einem tief liegendem Schwerpunkt zwar leichter zu handhaben, passen aber kaum unter Schränke. Auch der Bosch-Sauger mit seiner sehr großen Staubbox erleidet das Schicksal.

Vorteilhaft ist beim Saugen unter Möbel zusätzlich eine integrierte Beleuchtung. Nur leider haben manche Hersteller eine unterschiedliche Vorstellung, was als Licht zu bezeichnen ist. Bei Rowenta und Hoover könnte man es eher als Gimmick betrachten und bei Proscenic war mit und ohne Beleuchtung kaum ein Unterschied zu sehen.

 Akku-Staubsauger Test: Rowenta Airforceflex Wandhalterung

Testsieger: Rowenta Air Force Flex 460

Der Rowenta Air Force Flex 460 sieht schon ein wenig futuristisch aus und in einigen Punkten ist er das auch. Wer kommt schon auf die Idee, das Saugrohr zu knicken? In der Praxis schlägt sich die Möglichkeit aber sehr gut. Schnell gelangt man so unter Schränke oder Betten. Zumindest unter schmale Betten, denn bei 75 Zentimetern ist auch wieder Schluss. Im alltäglichen Gebrauch ist das aber absolut ausreichend.

Testsieger

Rowenta Air Force Flex 460 RH9299WO

Akku-Staubsauger Test: 3221614006326 Rh9299 Img
"Kannste knicken" – Damit ist der Air Force Flex so flexibel wie kein anderer Sauger und überzeugt mit einer tollen Saugleistung.

Ungewohnt ist auch ein kleines gebogenes Rohrstück, mit dem wir erst mal gar nichts anfangen konnten. Mit einer kleinen Nachhilfe aus der Bedienungsanleitung erwies es sich aber als durchaus sinnvoll und ohne große Anstrengung kann auch auf Regalen und anderen hohen Möbeln Staub gesaugt werden.

Auch insgesamt kann das Saugrohr überzeugen. So ist es nicht bei allen Saugern üblich, dass sämtliche Düsen sowohl am Saugrohr als auch direkt am Sauger angebracht werden können. Alle Anschlüsse sind identisch und rein theoretisch ließe sich sogar ein weiteres Saugrohr am Saugrohr befestigen und dieses endlos verlängern.

Die Bodenbürste glänzt ebenfalls mit einem Detail, das kein anderer Akku-Sauger im Test zu bieten hatte. Der kurze Verbindungsschlauch zwischen Saugrohr und Bodendüse lässt sich nämlich einseitig abnehmen und damit auch intensiv reinigen. Das braucht man sicher nicht so oft, aber gut, wenn diese Möglichkeit besteht.

Eine ausgewogene Bodendüse für Laminat und Teppich

Etwas aufwändiger ist dafür die Bürstenentnahme, die sicher häufiger vorkommen wird. Denn hier verwickeln sich gern Haare oder irgendwelche Fäden. Zur Reinigung muss als erstes der Halterahmen entfernt werden und erst dann lässt sich die Bürste entnehmen und reinigen. Haare können entlang der Rille leicht geschnitten und anschließend entfernt werden. Beim Zusammenbau kann es mitunter etwas fummelig werden, da mehrere Haltenasen am Rahmen gleichzeitig eingehakt werden müssen, ehe sich dieser runter klappen lässt.

Dafür besticht die Bodenbürste mit einer guten Laufruhe auf Laminat und einer Top-Reinigungsleistung auf Auslegware. Diese Kombination erreicht kaum ein anderes Gerät ohne Bürstenwechsel. Denn gerade harte und weit hervorstehende Bürsten reinigen gut Teppiche, rattern aber auf Laminat. Weiche Bürsten laufen dagegen gut auf Laminat, verlieren auf Auslegware aber ihre Wirkung. Für den Rowenta Air Flex 460 kein Problem und bereits ohne Turbo-Stufe wurde im Test die Auslegware sehr gut vom Grieß befreit

 Akku-Staubsauger Test: Rowenta Airforceflex Saugleistung
Bereits auf kleinster Stufe überzeugt die Saugleistung.

Ermöglicht wird die Reinigungsleistung durch eine hohe Saugleistung, was einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Viele Geräte gleichen eine geringe Saugleistung durch kräftige Bürsten aus, die ein Navigieren auf Teppichen arg erschweren. Da bestimmt dann die rotierende Bürste wo es lang geht. Eine höhere Saugleistung zieht die Düse besser auf den Boden und minimiert das Driften des Saugers. Zu viel davon sorgt wiederum dafür, dass sich der Akku-Sauger nur schwer schieben lässt.

Rowenta hat beim Air Force Flex die perfekte Kombination gefunden: Sehr gute Reinigungsleistung auf Teppichen, kein Rattern auf Laminat und nur minimales Driften bei einer leichtgängigen Führung des Saugers. Da fällt das recht hohe Gewicht des Air Force Flex nicht mehr so stark auf.

Technisch beziehungsweise elektronisch könnte Rowenta noch etwas nachlegen. Lediglich zwei Saugstufen und blinkende LEDs für die Anzeige eines leeren Akkus hinken aus technischer Sicht doch deutlich hinter anderen Modellen hinterher. Dafür bietet der Rowenta mit 3 Stunden die mit Abstand kürzeste Ladezeit.

Die perfekte Staubbox ist schnell abgenommen und leicht zu reinigen

Die Staubbox bietet mit einem angegebenen 650 Millilitern das zweitgrößte Volumen und muss sich nur dem Bosch Zoo’o Pro Animal geschlagen geben. Zudem ist sie äußerst praktisch, was bereits bei der Abnahme anfängt. Nur wenige Geräte ermöglichen es, die Staubbox mit einer Hand zu entnehmen, während die andere den Sauger hält. Sofern der Sauger nicht selbstständig steht, müssen viele Geräte abgelegt werden, damit eine Hand die Verriegelung löst, während mit der anderen die Box entnommen wird – nicht so beim Rowenta Air Force Flex, da die Staubbox mit einer Hand entriegelt und gleichzeitig vom Gerät entnommen werden kann.

Die Reinigung der Staubbox erfolgt ebenso einfach wie die Entnahme. Der Behälter hat zwei Einsätze, die nacheinander entnommen werden. Da muss weder etwas verdreht noch anderweitig entriegelt werden. Beide Einsätze (Vorfilter und Staubfilter) besitzen hierfür einen Griff beziehungsweise einen Henkel. Dabei fällt auf, dass wenig Schmutz am Vorfilter hängt und alles unterhalb im Auffangbehälter landet. Sehr gut gelöst.

Wie bei den meisten Modellen ist der Filter auswaschbar. Leider geben alle Hersteller eine Trocknungszeit von 24 Stunden an. Beim Rowenta Air Force Flex ist das kein Problem, denn der Lieferung liegt ein zweiter Filter bei. So kann stets einer im Gebrauch bleiben, während der andere nach dem Auswaschen trocknet. Wer über einen Kompressor verfügt, umgeht das Problem, denn alle Teile lassen sich leicht mit Druckluft reinigen.

Nachteile?

Viel haben wir am Rowenta Air Force Flex nicht zu bemängeln. Uns störte im Wesentlichen nur die unpraktische Bürstenentnahme und die Tatsache, dass der Staubsauger nicht steht. Die fehlende Akkustandsanzeige ist kein Beinbruch, schön wäre sie aber allemal gewesen.

Rowenta Air Force Flex 460 RH9299 im Testspiegel

Leider gibt es noch keine weiteren seriösen Testberichte zum Rowenta Air Force Flex 460 RH9299. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Egal ob Design, Optik oder Anwendungsbereich, jeder hat andere Vorstellungen von seinem besten Akku-Sauger. Deshalb haben wir die folgenden alternativen Empfehlungen für Sie.

Auch gut

Bissel Icon Pet 25V 2602D

Test Akku-Staubsauger: Bissel Icon Pet 2602D
Nicht das günstigste Modell, dafür erhält man ausgereifte und solide Technik für sein Geld.

Bissel ist in puncto Reinigungsgeräten schon eine Klasse für sich – Top-Qualität und durchdachte Technik zu einem dafür fairen Preis. Der liegt zwar teilweise über der Konkurrenz, ist dann aber auch angemessen und fair.

Die Besonderheiten des Bissel Icon Pet 2602D beginnen bereits bei der Ladestation, die an der Wand befestigt wird. Sie bietet nicht nur Platz für sämtliches Zubehör, sie beinhaltet auch gleich die zum Anbau benötigte Wasserwaage und besitzt eine bewegliche Aufnahme für den Sauger, die ein nicht exaktes Einhängen ausgleicht.

Die Bedienung des Saugers erfolgt über flache Tasten, die den Akku-Sauger ein- und ausschalten sowie die Saugleistung in drei Stufen verstellen können. Nicht so schön ist, dass der Icon Pet immer mit der höchsten Einstellung startet und anschließend runter geregelt werden muss. Umgedreht wäre es sinnvoller.

In 4 Stunden ist der Akku des Bissel relativ schnell geladen und auch die maximale Saugzeit von 50 Minuten kann sich sehen lassen. Unter höchster Belastung quittiert aber auch er bereits nach 15 Minuten den Dienst. Zur besseren Kontrolle informiert eine dreistufige Anzeige über den Zustand des Akkus beim Saugen oder Laden.

Ein nettes Gimmick ist die beleuchtete Fugendüse – das hat kein anderer Sauger. Ob das sinnvoll ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Gegenüber anderen Fugendüsen fällt die von Bissel jedoch sehr kurz aus und erreicht mit der verschiebbaren Bürste auch wirklich nur Fugen und Ecken. Für enge Zwischenräume ist sie nicht gemacht.

Eine gute Bodenbürste mit kleinem Nachteil

Vor- und Nachteile bieten die Boden- und Polsterbürste. Klarer Testsieger ist die Bodenbürste in puncto Haare. Wie die Werbung von Bissel verspricht, sind auch nach mehreren Saugdurchgängen (drei Frauen mit langen Haaren im Haushalt) keine Haare in der Bürste zu finden. Durchaus sinnvoll, denn so einfach wie bei anderen Modellen lässt sich die Bürste nicht entnehmen. Während viele auf eine möglichst einfache Variante setzen, benötigt man beim Bissel ein Hilfsmittel (Schraubendreher, Münze, Löffel…), um die Bürste zu lösen. Anders sieht es da bei der Polsterbürste aus, denn diese lässt sich gar nicht ausbauen.

Punkten kann der Bissel Icon Pet mit einer einmaligen Beleuchtung, mit der man tatsächlich auch bei Nacht saugen könnte. Auch das Wechselsystem der Düsen ist, genau wie beim Testsieger von Rowenta, perfekt umgesetzt: Die Verriegelung lässt sich leicht lösen und sitzt dennoch sehr stabil. Auch die Kombination mit allen Düsen am Gerät oder Saugrohr ist optimal umgesetzt.

Nicht ganz so optimal ist die Reinigungsleistung auf Auslegware. Zwar klar besser als viele günstige Geräte, aber dennoch deutlich hinter Rowenta und Bosch. Interessant ist aber, dass bereits die kleinste Saugstufe recht gut abschneidet, der große Unterschied bei höchster Saugleistung fehlt dann jedoch.

Eine selbst reinigende Staubbox.

Klassenbester ist der Bissel wieder bei der Staubbox. Kein anderer Sauger ermöglicht es, dass die Staubbox entleert werden kann, ohne mit dem Inhalt in Berührung zu kommen. Gelöst wird das durch einen Gummiring, der als Abstreifer fungiert und den Vorfilter von angesaugtem Schmutz befreit. Erst bei einer intensiven Reinigung des Staubfilters, der sich auswaschen lässt, ist ein Kontakt natürlich nicht vermeidbar.

Der Bissel Icon Pet 2602D ist ein solider Akku-Staubsauger, der durch einen hohen Bedienkomfort, einer Top-Beleuchtung und einer perfekten Staubbox besticht. Die Reinigungsleistung auf Auslegware ist gut, reicht aber nicht an Bosch oder Rowenta heran. Damit prädestiniert sich der Bissel vor allem für Nutzer mit vielen Hartböden und einigen Teppichen.

Wenn Geld egal ist

Vorwerk Kobold VB100

Akku-Staubsauger Test: Unknown
Mit dem Kobold VB100 hat Vorwerk den ersten Akku-Staubsauger eingeführt – wie erwartet ein durchdachtes, ausgereiftes und leistungsstarkes Gerät.

Vorwerk ist traditionell die erste Adresse zum Thema Bodenpflege. Mit dem VB100 haben wir den ersten Akku-Sauger des Wuppertaler Herstellers im Test. Der Preis ist erwartungsgemäß hoch und wird aus Erfahrung auch über lange Jahre hin stabil bleiben. Das erhöht dann zwar den Wiederverkaufswert, davon machen aber die wenigsten Besitzer eines Vorwerk-Staubsauger Gebrauch.

Dennoch waren wir gespannt, ob der VB100 außer dem Nimbus des ultimativen Staubsaugers auch sonst einen entsprechenden Gegenwert bietet. Das tut er tatsächlich, denn bereits beim Auspacken macht sich der solide Kunststoff, aus dem das Gehäuse besteht, positiv, wenn auch nicht schwer bemerkbar: Der VB100 wiegt zwar stattliche 3,3 Kilogramm, ist damit aber nicht schwerer als die ebenfalls leistungsstarke Konkurrenz.

Den größten Anteil am Gesamtgewicht haben allgemein ohnehin der Akku und der Saugmotor, und beide sind beim Vorwerk sicher stattlich gerüstet. Der Motor ist so stark, dass er in der niedrigsten seiner drei Stufen fast an die höchste so manches Konkurrenten heranreicht. So schafft der VB100 auch im kleinsten Gang einiges weg, selbst wenn die Bürste nur in der langsameren Stufe 1 dreht. Nur in tiefem Teppich gerät der Sauger ins Stocken, dann reicht es aber zumeist schon, die zweite Stufe der Bürste zu zünden.

Der Vorwerk hält selbst mit rotierender Bürste in mittlerer Saugstufe fast 40 Minuten durch. Ist der Boden glatt und nur gering verschmutzt, kann man mit der sparsamen Stufe 1 eine gute Stunde saugen – und bürsten. Für empfindliche Böden kann ein Slider am Bürstenkopf eine Gummilippe ausfahren, der die Bürste auf Abstand hält. Die Bürste kann man auf Wunsch auch deaktivieren.

Alles in Allem kommt der Vorwerk Kobold VB100 seinen Kobold-Kollegen mit Schnur schon sehr nahe und seine enorme Akkulaufzeit lässt fast vergessen, dass er nicht an der Steckdose hängt. Und falls der Akku dann mal leer ist, lädt das fette Netzteil aus dem Lieferumfang den VB100 binnen gut 2 Stunden wieder auf.

Ein kleiner Wermutstropfen ist eigentlich nur das fehlende Handgerät fürs kurze Absaugen der Polstermöbel oder Aussaugen des Autos. Und natürlich der Preis, aber einen Vorwerk kauft man nun mal fürs Leben, ob nun verkabelt oder mit Akku.

Gut & günstig

Bosch Zoo'o ProAnimal BCH6ZOOO

Nach unserem futuristisch anmutenden Testsieger von Rowenta erzeugt der Bosch Zoo’o ProAnimal genau den gegenteiligen Eindruck. Die runden und farbigen Formen setzen uns schnell in eine andere Zeit zurück. Nicht jedoch die verbaute Technik.

Eine dreistufige LED-Anzeige informiert über den Ladezustand des Akkus, und als einziges Gerät im Test bietet der ProAnimal eine Filterkontrolle. Nur geladen werden muss der Akku-Sauger von Hand. Eine Ladestation oder Wandhalterung gibt es nicht und das Kabel muss manuell eingesteckt werden. Das ist schade, aber da der Sauger selbstständig steht, benötigt er auch keine Wandhalterung.

 Akku-Staubsauger Test: Bosch Proanimal Anzeige
Eindeutige Anzeigen für den Akku-Zustand oder eine volle Staubbox.

Komfortabler ist dagegen das Einschalten und die Regulierung mittels Schiebeschalter. So modern eine elektronische Steuerung auch ist, der mechanische Schieber ermöglicht es, direkt die gewünschte Saugleistung auszuwählen. Dass der Sauger bereits beim Transport unbeabsichtigt eingeschaltet wird, ist damit ebenfalls ausgeschlossen.

Interessant ist die Möglichkeit, den Akku-Sauger komplett umzubauen und mobil mit Tragegurt zu nutzen. Dazu wird das große Griffstück gegen ein kleineres mit Riemenhalterung und die Bodendüse gegen einen Schlauch ausgetauscht. Das Reinigen von Treppen oder Polstermöbel wird so zum Kinderspiel. Zumindest theoretisch, denn ganz so praktisch ist die Handhabung nicht. Der Trageriemen bietet keine Polsterung und rutscht durch das Gewicht des Saugers leicht hin und her.

Die etwas altmodische Form, die stark an die ersten Bürstensauger erinnert, hat ihre Vor- und Nachteile. So muss eine tiefliegende Saugeinheit den Schmutz nicht so weit heben, was weniger Leistung erfordert und kann auch die Staubbox etwas größer ausfallen. Dafür ist der voluminöse Aufbau mitunter doch hinderlich. Unter Schränke gelangt man damit nicht, und auch die Möglichkeit, das Gerät beim Saugen flach ablegen zu können, ändert nichts daran.

Damit wird jeder Teppich wieder flauschig

Dennoch ist der Bosch Zoo‘ ProAnimal eine absolute Empfehlung für Leute, die hauptsächlich Teppiche und Auslegware saugen möchten. Denn kein anderer Sauger bietet eine annähernd gute Bürstenleistung in Kombination mit einer enormen Saugkraft. Damit wird selbst ein platt getretener Teppich wieder flauschig.

Für das gute Ergebnis sorgt eine fast schon aggressiv arbeitende Bürste in Kombination mit einer hohen Saugleistung. Dadurch schiebt sich der Sauger zwar schwer über den Teppich, die Reinigungsleistung ist aber beeindruckend. Auf Stufe 2 lässt sie die Saugstärke etwas verringern, wodurch sich der ProAnimal leichter navigieren lässt. Aber selbst die kleinste Saugstufe 1, bei der auch die Bürste abgeschaltet wird, reicht aus, um im Test die Auslegware gut zu reinigen – sogar besser als manch andere Testgeräte mit aktiver Bürste.

Auf Laminat sollte generell nur die kleinste Saugstufe ohne Bürstenantrieb genutzt werden, denn die kräftige Bürste sorgt auf harten Untergründen für ein deutliches Vibrieren des ganzen Saugers. Auch wenn selbst die kleinste und sehr leise Saugstufe besser als manch andere Akku-Sauger reinigt, ist der Bosch ProAnimal eher eine Empfehlung für Teppichböden und Auslegware.

Die größte Staubbox im Test

Zur Entnahme der Staubbox reicht tatsächlich eine Hand aus. Der Bosch-Sauger steht als eines der wenigen Geräte von selbst und mit dem Entriegeln kann die Box auch gleich entnommen werden. Diese fällt mit 900 Milliliter deutlich größer als bei allen anderen Testkandidaten aus, die sich mit 300 bis maximal 600 Milliliter begnügen.

Auffallend war im Test, dass sich in der Staubbox des Bosch-Saugers hauptsächlich feiner Staub befand, was auf die gute Reinigungsleistung des Saugers zurückzuführen ist. Der Testteppich wurde etliche mal mit Grieß eingestreut und wieder gesaugt. Der ProAnimal hat jedoch nicht nur den Grieß eingesaugt, sondern auch all den feinen Schmutz, den die anderen Testgeräte liegen gelassen haben.

Leeren lässt sich die Box recht einfach, da nur die beiden Filter entnommen werden müssen. Anschließend kann der Inhalt entleert werden. Bei Bedarf lassen sich alle Teile auch auswaschen.

Mit dem umfangreichen Zubehör und der enormen Saugleistung hätte es für den Bosch Zoo’o ProAnimal fast zum Testsieger gereicht. Als Schwachpunkt ist jedoch das Vibrieren auf harten Untergründen zu sehen. Wer dagegen hauptsächlich Weichböden saugt, wird im Bosch seinen persönlichen, sehr günstigen Testsieger finden.

Außerdem getestet

AEG Ergorapido QX8-1-45CR

Von einem 2in1-Sauger, der deutlich weniger Platz für einen großen Motor bietet, erwartet man generell eine geringere Saugleistung. Der AEG Ergorapido QX8 kann sich jedoch durchaus mit den größeren Testkandidaten messen und liefert richtig gute Ergebnisse.

Sehr gut gefällt die Bodenbürste, die sich leicht entnehmen und reinigen lässt. Gleiches gilt für die elektrisch angetriebene Posterbürste, die sich schnell am entnommenen Handteil befestigen lässt. Und auch die Akkuleistung kann sich sehen lassen: Mit einer Laufzeit von 15 bis 45 Minuten reiht sich der AEG im Mittelfeld aller Sauger ein. Nach getaner Arbeit braucht der Sauger nur in seiner Station abgestellt zu werden und beginnt den Ladevorgang.

Nicht so überzeugend ist dagegen die Staubbox, die keine Verschlussklappe besitzt. Dreht und wendet man den Sauger, wozu ein Handsauger gedacht ist, kann es leicht passieren, dass der Schmutz wieder aus dem Sauger rieselt.

Hoover H-FREE 500 Compact Connected

Von Hoover erwartet man vor allem eines: eine umfangreiche Ausstattung. Dem wird auch der H-FREE 500 gerecht: Neben einer integrierten Bürste am Saugrohr, gibt es eine angetriebene Polsterbürste, eine Bürstenkontrolllampe, einen Beutel fürs Zubehör, zwei verschiedene Bodenbürsten, einen auswechselbaren Akku, eine leicht zu entnehmende Bodenbürste und als einziger Sauger lässt sich der H-FREE 500 sehr kompakt verstauen.

Vorteilhaft bei Hoover ist, dass es das Gesamtpaket bereits für recht wenig Geld gibt. Natürlich hat kein Unternehmen etwas zu verschenken und im Detail wird dann doch häufig der günstige Preis spürbar. So ist die Saugleistung auf Teppichböden nicht ganz überzeugend, der Filter der Staubbox setzt sich schnell zu und die Polsterbürste lässt sich nicht ausbauen und reinigen.

Als Bonus hat Hoover seinem H-FREE 500 dafür eine Wifi-Verbindung spendiert, wodurch die passende App den Akku-Zustand, verbrauchte Kalorien beim Saugen oder gereinigte Quadratmeter (sicher nur geschätzt) anzeigt. Wir haben die App installiert, uns bei der Abfrage einiger sensibler Daten aber dazu entschlossen, unserem Staubsauger nicht das WLAN-Passwort zu geben. Die Vorteile der App sind dann doch sehr überschaubar und die Einrichtung aufwändig.

Als Gesamtpaket erhält man mit dem Hoover H-FREE 500 Compact Connected ein recht gelungenes Gesamtpaket. Er ist nicht in allen Punkten perfekt, bietet aber sehr viel Staubsauger für wenig Geld.

Eufy HomeVac S11 Infinity

Der Eufy HomeVac S11 Infinty kommt mit einem umfangreichen Zubehörpaket, wobei das Infinity für einen zweiten Akku steht. Und der ist auch nötig, denn auf höchster Stufe reicht ein Akku lediglich für acht Minuten. Gerade auf Teppichen sollte man aber schon die höchstmögliche Leistung nutzen, der HomeVac erzielt dann aber auch wirklich gute Ergebnisse. Gerade in Ecken, kann er dabei punkten.

Gemütlicher geht es mit einer weicheren Bürste auf Laminat zu. Hier kann getrost ein Gang runter geschaltet werden, was die Saugleistung auf etwa 25 Minuten verlängert. Das Umschalten der Saugleistung ist jedoch nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern schon als unpraktisch zu bezeichnen.

Zum Starten des Saugvorgangs muss der Schalter dauerhaft betätigt werden, eine Arretierung gibt es nicht. Ohne weiteres Umschalten wird hierbei stets mit der mittleren Saugstufe gearbeitet. Zum Steigern oder Senken der Saugkraft, muss mit der zweiten Hand oberhalb eine Taste betätigt werden, die erst auf die dritte und dann auf die erste Saugstufe schaltet. Eine Anzeige dafür gibt es nicht. Lässt man einmal den Einschaltknopf los und betätigt ihn erneut, ist wieder die zweite Stufe aktiviert. Unterbrechen sollte man seine Arbeit also möglichst nur in der automatisch startenden zweiten Stufe.

Positiv fällt dafür wieder die Staubbox auf, die sich leicht abnehmen und leeren lässt. Das gilt auch für den zusätzlichen Staubfilter, der sich am hinteren Teil des Saugers befindet. Der beigelegte Saugschlauch lässt den Eufy etwas flexibler arbeiten. Man muss dabei jedoch immer den Schlauch in der einen und den Sauger in der anderen Hand halten, was mit der Zeit anstrengend wird.

Eufy hat mit dem Homevac S11 einen interessanten Akku-Sauger mit reichlich Zubehör auf den Markt gebracht, der sich in puncto Saugleistung nicht verstecken muss. Überzeugen konnte er aufgrund seiner umständlichen Bedienung und dem doch recht hohem Preis nicht so richtig.

Wer einen einfachen und günstigen Sauger sucht, könnte am Proscenic P10 Gefallen finden. Er ist leicht, bietet einen große Staubbox und ist vor allem sehr bequem zu bedienen. Als einziger Sauger im Test stellt der P10 vier Saugstufen zur Verfügung, die leicht ausgewählt und gut angezeigt werden.

Leider ist auch die größte Saugstufe, die die Laufzeit auf 10 Minuten begrenzt nicht stark genug, um Teppiche gründlich zu reinigen. Auf Laminat fühlt sich der Proscenic deutlich wohler, wofür auch die weiche Bürste spricht.

Die Staubbox lässt sich leider nicht so einfach entleeren, wie es in der Werbung versprochen wird. Wird der untere Deckel geöffnet, fällt lediglich der lose und schwere Schmutz heraus, Flusen und Haare hängen am Vorfilter und müssen manuell entfernt werden. Generell ist hier etwas Nacharbeit nötig, da der Schmutz auch in die dünnen Gummidichtung fällt und sich der Behälter nicht luftdicht verschließen lässt.

Der Proscenic P10 ist für seinen günstigen Preis ganz okay und fällt vor allem durch seine gute Bedienbarkeit auf. In nicht zu großen Wohnräumen mit Hartböden wird er ganz sicher seine Anhänger finden. Mit Teppichböden und großen Schmutzaufkommen ist er jedoch überfordert.

Alles am AEG QX9-1-ANIM könnte so toll sein. Er ist leise, leicht, hält recht lange durch, bringt eine automatische Bürstenreinigung mit und sieht vor allem auch noch gut aus. Wäre da nicht die Saugleistung, die beworben und von vielen im Netz auch bestätigt wird. Vielleicht haben wir nur ein Montagsmodell erwischt, aber wir konnten davon nichts spüren.

Im Test der Akku-Sauger gab es drei Modelle, deren Saugleistung als unzureichend eingestuft werden konnte. Einer davon ist der AEG QX9. Die geringe Leistung zieht weiteres nach sich, was eigentlich positiv sein sollte. So gefiel ganz besonders die Ausziehbare Fugendüse, mit der man sogar Spinnweben an der Decke erreicht. Steht jedoch wenig Saugleistung zur Verfügung, kommt davon bei einer langen dünnen Düse am Ende kaum noch etwas an.

Gleiches gilt für die automatische Bürstenreinigung. Laut Werbung soll ein Druck auf den Taster genügen, um Verunreinigungen zu lösen, die beim Reinigungsvorgang gleich eingesaugt werden. Gelöst wurden die Verunreinigungen, nur flogen diese aus der Bodendüse und wurden nicht eingesaugt.