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Der beste AV-Receiver

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AV-Receiver Test: Sechs Av Receiver
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Wir haben 15 AV-Receiver getestet. Der beste ist der Denon AVR-X4500H. Er verfügt über eine enorm üppige Ausstattung und das leichte Handling sowie eine Einmessfunktion erleichtern auch dem Heimkinoneuling die Einrichtung und sorgen schnell und unkompliziert für ein fulminantes Heimkinoerlebnis – dank Dolby Atmos Unterstützung sogar in beeindruckendem 3D-Sound.

Update 10. Januar 2020

Mit dem  Onkyo TX-NR696 und dem Pioneer VSX 934 werden zwei Vorgänger aus dem letzten Test abgelöst, allerdings hat es nicht zur Empfehlung gereicht. Der Denon AVR X2600H DAB konnte dafür eine Empfehlung einfahren. Außerdem haben wir den brandneuen Pioneer VSX-LX504 getestet, der die zweite neue Empfehlung ist. Der SR5014 und SR6014 von Marantz sind erst seit Kurzem auf dem Markt.

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5. Februar 2019

Wir haben sechs neue AV-Receiver getestet. Unser neuer Favorit ist der Denon AVR-X4500H. Der Yamaha RX-A1080 ist dem Testsieger allerdings dicht auf den Fersen. Auch den Marantz NR1609 und  Onkyo TX-NR 686 können wir empfehlen.

Ein Surround-System ist für viele das einzige, was wirklich guten Sound bringt – vor allem bei actiongeladenen Filmen. Damit das Surround-Erlebnis beginnen kann, braucht man einen AV-Receiver, also das wichtigste Teil des Systems. Natürlich gibt es einige Unterschiede zwischen den Receivern auf dem Markt und auch wenn sich einige Hersteller komplett aus diesem Segment zurückgezogen haben, bieten die verbliebenen Marken noch reichlich Auswahl, sodass für jeden Einsatzzweck und Geldbeutel etwas zu finden sein dürfte.

Wir haben 15 AV-Receiver für Sie getestet. Für richtig guten Sound kann man ordentlich Geld in die Hand nehmen – muss man aber nicht. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Denon AVR-X4500H

Test AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
Der Denon AVR-X4500H bietet vielen digitalen Quellen Zugang, ist einfach einzurichten und sehr solide verarbeitet.

Der Denon AVR-X4500H koordiniert alle möglichen analogen und digitalen Quellen, ob verkabelt oder wireless. Trotz des breiten Aufgabenspektrums ist er einfach zu bedienen und bleibt jederzeit Herr über Ton- und Bildqualität. Er ist durchdacht und solide aufgebaut und wirkt trotz seiner Größe keineswegs grobschlächtig.

Auch gut

Yamaha RX-A1080

Test AV-Receiver: Yamaha RX-A1080
Der große Yamaha RX-A1080 bietet vielen digitalen und noch mehr analogen Quellen Zugang, die DSP-Presets sind einzigartig.

Der große Yamaha RX-A1080 ist nahezu jeder Situation ob im Wohnzimmer- oder Heimkino gewappnet. Ganz besonderes Augenmerk liegt auf der möglichst authentischen Wiedergabe von Konzerten, daher sind viele Säle, Hallen und Clubs quasi als akustischer Fingerabdruck hinterlegt.

Schlanker Bolide

Marantz NR1609

AV-Receiver Test: Marantznr1609
Der Marantz NR1609 ist schlanker als die Konkurrenz, liefert aber mehr als genug Leistung fürs kleinere Kino und spart Platz.

Dezent statt protzig – der Marantz NR1609 ist mit seinen zehn Zentimetern Höhe nur halb so hoch wie die meisten Konkurrenten. Dazu ist die Front fein abgerundet, was ihn noch eleganter erscheinen lässt. Dennoch hat er es faustdick hinter der soliden Frontplatte und die Leistung reicht für die meisten Heimkinos aus. Abstriche muss man lediglich bei der Anzahl der Lautsprecherkanäle und Eingänge machen.

Wohnzimmer-Kino

Denon AVR-X2600H DAB

Test AV-Receiver: Denon AVR-X2600H DAB
Den AVR-X2600H DAB hat genug Leistung für's Wohnzimmer und vor allem die richtige Ausstattung.

Der Denon AVR-X2600H DAB ist unser Favorit für´s Wohnzimmer. Neben dem adäquaten Kinosound, den die insgesamt sieben potenten Endstufen vermitteln können, ist er dank ausreichend vorhandener Schnittstellen, für alle möglichen Quellen zugänglich, auch für analoge. Außerdem kann er das aktuelle Digital-Radio empfangen.

Preistipp

Pioneer VSX-LX504

Test AV-Receiver: Pioneer VSX-LX504
Mit insgesamt 9 Endstufen und genug Leistungsreserven sorgt der VSX-LX504 für perfekten Heimkinogenuss für kleines Geld.

Der Pioneer VSX-LX504 ist einer der preiswertesten AV-Receiver, der mit seinen insgesamt 11 Kanälen alle möglichen Surround-Konfigurationen abdecken kann. Neben den Tonformaten beherrscht er auch alle aktuell gängigen Video-Formate, und hat genug Leistung unter der Haube, um einen eindrucksvollen Kinosound zu vermitteln.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutSchlanker BolideWohnzimmer-KinoPreistipp
ModellDenon AVR-X4500HYamaha RX-A1080Marantz NR1609Denon AVR-X2600H DABPioneer VSX-LX504Marantz SR6014Marantz SR5014Onkyo TX-NR696Pioneer VSX-934Yamaha RX-V685Denon AVRX2300WBKE2Onkyo TX-NR 686Onkyo TX-RZ1100Pioneer VSX-933Yamaha RX-V681
Test AV-Receiver: Denon AVR-X4500HTest AV-Receiver: Yamaha RX-A1080AV-Receiver Test: Marantznr1609Test AV-Receiver: Denon AVR-X2600H DABTest AV-Receiver: Pioneer VSX-LX504Test AV-Receiver: Marantz SR6014Test AV-Receiver: Marantz SR5014Test AV-Receiver: Onkyo TX-NR696Test AV-Receiver: Pioneer VSX-934Test AV-Receiver: Yamaha RX-V685Test AV-Receiver: Denon AVRX2300WBKE2Test AV-Receiver: Onkyo TX-NR 686Test Heimkino-Receiver: Onkyo TX-RZ1100Test AV-Receiver: Pioneer VSX-933Test Heimkino-Receiver: Yamaha RX-V681
Pro
  • Sehr guter Klang
  • Viele HDMI-Eingänge
  • Solide Verarbeitung
  • Multi-Zone- und Multi-Room-Betrieb möglich
  • Sehr guter Klang
  • Reichlich digitale und analoge Schnittstellen
  • DAB+ integriert
  • Viele DSP-Programme
  • Hervorragender Klang
  • Einfache, zielsichere Einmessung
  • Solide Verarbeitung
  • Hervorragender Klang
  • DAB+ integriert
  • Einfache Einrichtung
  • Zielsichere Einmessung
  • Sehr guter Klang
  • Stabile Leistung
  • Einfache Einmessung
  • Viele HDMI-Eingänge
  • Solide Verarbeitung
  • Multi-Zone- und Multi-Room-Betrieb möglich
  • Sehr guter Klang
  • Viele HDMI-Eingänge
  • Solide Verarbeitung
  • Multi-Zone- und Multi-Room-Betrieb möglich
  • Sehr guter Sound
  • Gute Ausstattung
  • Multi-Zone-Betrieb möglich
  • Ausreichend digitale Schnittstellen
  • Sehr günstig
  • Multi-Zone-Betrieb
  • Sehr guter Klang
  • Viele DSP-Programme
  • Multi-Zone-Betrieb
  • Tolle Klangeigenschaften
  • Gute Ausstattung
  • Eingängige Bedienung
  • Sehr guter Sound
  • Viele analoge und digitale Schnittstellen verfügbar
  • Multi-Zone-Betrieb möglich
  • Satte Leistung
  • Sehr viele Anschlüsse
  • Kinosound-Erlebnis garantiert
  • Viele digitale Schnittstellen verfügbar
  • Sehr günstig
  • Multi-Zone-Betrieb
  • Mit Phono-Eingang
  • Guter Klang
Contra
  • Kein DAB+
  • Multi-Zone-Betrieb nur bedingt möglich
  • Verfügt nur über 7 Endstufen, kann entweder Dolby Rear oder Atmos
  • Verfügt nur über 7 Endstufen
  • Kein DAB+
  • Kein DAB+
  • Kein DAB+
  • Keine analogen Video-Eingänge
  • Leistung für große Räume zu knapp
  • Wenige Eingänge
  • Kein Phono-Eingang
  • Knappe Ausgangsleistung
  • Keine HLG-Unterstützung
  • Kein 4K-Upscaling
  • Nur ein HDMI-Ausgang
  • 4K und HDR werden nicht unterstützt
Bester Preis
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Warum ein AV-Receiver?

Auch wenn Soundbars, Sounddecks und Multiroom-Systeme zur Zeit in aller Munde sind – wer Filme mit echtem Surround-Sound genießen will, fährt nach wie mit einem vollwertigen Surround-Sound-System am besten. Das Herzstück davon ist ein AV-Receiver, der den Mehrkanalton an die Lautsprecher verteilt.

Ein 5.1-System besteht insgesamt aus sechs Lautsprechern: Einem Center, der unter dem Fernseher oder der Leinwand platziert wird und vor allem für die Sprachausgabe gedacht ist, und außerdem zwei seitlichen Lautsprechern vorne und zwei Surround-Lautsprechern neben oder leicht hinter der Abhörposition. Damit sind die fünf Lautsprecher der ersten Ziffer definiert. Die Eins in »5.1« bezeichnet den Subwoofer, der relativ frei im Raum positioniert werden kann, da die tiefen Frequenzen den ganzen Raum füllen und sich nicht gut orten lassen.

Bei 7.1-Systemen gibt es zwei weitere Lautsprecher, die noch hinter den beiden Rücklautsprechern des 5.1-Systems positioniert werden und für einen noch runderen Surround-Sound sorgen.

7.1 Lautsprecher Setup - Bild: MTX.com
Aufbau eines 7.1-Surround-Sound-Systems.

Aber damit ist noch längst nicht Schluss: 9.1 und 11.1 Systeme fügen noch sogenannte Matrix-Kanäle hinzu. Interessanter wird es aber, wenn der Sound nicht nur von vorne, den Seiten und hinten kommt, sondern auch von oben, denn damit erschließt sich auch die dritte Raumdimension.

Um diese 3D-Sound-Systeme zu kennzeichnen, wird eine dritte Ziffer angehängt: Ein 5.1.2-System besteht also aus fünf Surround-Lautsprechern, einem Subwoofer und zwei Deckenlautsprechern, bei einem 7.1.2-System kommen noch die beiden rückwärtigen Surround-Lautsprecher dazu. Beide Systeme entsprechen der Dolby Atmos-Konfiguration. Im Heimkino sind bis zu 4 Deckenlautsprecher möglich, das wäre dann folgerichtig entweder ein 5.1.4, bzw. ein 7.1.4 Setup.

Um den Ton von der Decke kommen zu lassen gibt es wiederum mehrere Methoden: Die eine besteht darin, tatsächlich Lautsprecher an die Decke zu hängen. Bei der weniger aufwändigen Variante werden auf die vorderen beiden Surround-Lautsprecher noch zwei Lautsprecher aufgesetzt, die an die Decke strahlen. Von dort wird der Schall an die Abhörposition reflektiert und vermittelt so den Eindruck, als ob der Klang von der Decke kommt. Bei entsprechender Raumhöhe besteht eine dritte Variante: Die Atmos-Lautsprecher werden an die vordere Wand montiert, und zwar möglichst hoch und schräg nach unten in Richtung Hörposition abstrahlend. Dasselbe geht natürlich auch bei den Rück-Lautsprechern.

3D-Sound funktioniert durch Reflektion des Schalls zurück zur Abhörposition

Je mehr Lautsprecher für die Klangausgabe zur Verfügung stehen, desto besser kann prinzipiell das Surround-Sound-Erlebnis gestaltet werden – entsprechend steigt aber auch der Installationsaufwand.

Um den zu begrenzen, können vor allem die Rücklautsprecher oft per Funk angesprochen werden, ebenso der Subwoofer. So können diese Lautsprecher schon mal ohne lästiges Kabelverlegen frei im Raum aufgestellt werden. Front- und Center-Lautsprecher befinden sich ohnehin neben Fernseher oder Leinwand und sind daher in der Regel unproblematisch zu verkabeln.

Audiovisuelle Schaltzentrale

Der AV-Receiver ist die zentrale Schaltstelle im Wohnzimmer oder Heimkino: Sie nimmt Signale unterschiedlichster Bild- und Tonquellen auf und gibt sie an verschiedene Wiedergabegeräte weiter.

Für Audio-Signale sind das die verschiedenen Lautsprecher-Sets, von der herkömmlichen Stereowiedergabe über aktuellen 3D-Surroundsound bis hin zur Multiroom-Beschallung mit zahlreichen Boxen. Aber auch Bildsignale von den unterschiedlichsten Quellgeräten können an ein oder mehrere Bildschirme weitergegeben werden, zum Beispiel Fernseher oder Beamer. Als Quellen fungieren für gewöhnlich Blu-ray-Player, TV-Receiver für Sat-, Kabel-, oder terrestrischen Empfang und sogar Spielekonsolen. Durch die zunehmende Vernetzung kommen noch vielfältige Online-Angebote hinzu.

 AV-Receiver Test: Av Receiver Streaming
Streaming-Dienste für Bild und Ton werden immer wichtiger.

Außerdem gibt es für die meisten Receiver neben der herkömmlichen Fernbedienung inzwischen auch Apps zur Bedienung übers Smartphone. Trotz aller moderner Quellen verzichten viele AV-Receiver auch heute noch nicht auf analoge Eingänge etwa für einen Plattenspieler. Schließlich soll alles, was Ton und Video ausgibt an einen AV-Receiver angeschlossen werden können.

Analoge Quellen werden ebenfalls berücksichtigt

AV-Receiver sind damit in der Lage verschiedenste Surround-Sound-Tonformate zu dekodieren und in Raumklang umzusetzen. Die verschiedenen Videoformate werden dabei entweder nur an den Bildschirm oder Beamer weitergereicht, teilweise aber sogar ihrerseits aufbereitet. Wegen ihrer Vielseitigkeit und der Fähigkeit, Raumklang umzusetzen, sind sie der zentrale Baustein eines jeden Heimkinos.

Upscaling, Multiroom etc.

Die meisten AV-Receiver sind derart großzügig mit Audio-Endstufen ausgestattet, dass sie neben dem Haupt-Raum, der mit Sourround-Sound befeuert wird, einen zusätzlichen Raum zumindest mit Stereo-Signal versorgen können, es müssen nur entsprechende Lautsprecher-Kabel liegen.

Darüberhinaus besteht zumeist auch eine Möglichkeit, in den Räumen verteilte, drahtlose Lautsprecher zu versorgen, hierzu wird dann oft zumeist ein hauseigenes Funkprotokoll (Yamaha MusicCast, Denon HEOS, FlareConnect) verwendet, parallel zumeist zu Airplay und/oder Sonos. Die Einrichtung wird dann idealerweise komfortabel über die Benutzeroberfläche auf dem angeschlossenen Bildschirm vorgenommen.

Damit nicht genug, auch das Bild soll zu seinem Recht kommen; Neue Formate und Standards, wie die 4K-Auflösung oder die Kontrasterweiterung HDR sollen nach Möglichkeit den Receiver unbeschadet passieren können, um dann an Beamer oder Display weitergereicht zu werden. Unsere aktuellen AV-Receiver schaffen das problemlos, mehr noch; sie erlauben auch das hochskalieren von Bildsignalen mit Standard-Auflösung auf FullHD und sogar auf 4K. Viel anders sieht das mit der Bewältigung der aktuellen HDR-Standards aus; HDR10, DolbyVision und HDR HLG (der geplante HDR-Sendestandard) werden sämtlich unterstützt. Bei den Vorgängern sah es da noch anders aus, wir haben sie dennoch in der Auflistung belassen, da sie für den einen oder anderen Bedarf schon ein Schnäppchen darstellen.

So haben wir getestet

Seine Position als Schaltzentrale macht eine Vielzahl von Schnittstellen erforderlich. Diese Ein- und Ausgänge müssen nicht nur sicher verkabelt oder drahtlos eingebunden werden, zumeist muss der Receiver selbst an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Installation angepasst werden.

Unsere erste Aufgabe, nach der korrekten Verkabelung, ist dann auch die eigentliche Installation, sprich, das Setup der vorhandenen Lautsprecher. Die Receiver bieten hierzu verschiedne Hilfestellungen an. Alle unserer Testmodelle verfügen beispielsweise über ein Messmikrofon, welches zusammen mit der intelligenten Elektronik, jeden angeschlossenen Lautsprecher ortet, um ihn anschließend für die ihm zugeteilte Position mit dem korrekten Signal zu versorgen.

Nachdem diese mehr oder weniger große Hürde genommen ist, geht es an die Klangbeurteilung; also wie gut gelingt es dem Receiver, die Lautsprecher stimmig anzusprechen? Wie gut passt der Rundum-Klang zum Film-Geschehen? Dabei haben wir sowohl Filme als auch Konzertmitschnitte gehört, bei hohen Pegeln, aber auch bei nachbarfreundlicher moderater Lautstärke, schließlich soll auch jetzt der Sound noch (eindrucks-)voll rüberkommen.

Als Spielpartner dient ein nuBox 513 Set 5.1.2 von Nubert, die Lautsprecher lassen sich sehr variabel aufstellen, klingen sehr ausgewogen (perfekt für einen Vergleich der Verstärkerelektronik) und kosten nicht die Welt. Wer mit den Bassqualitäten der beiden vorderen Standboxen auskommt, kann sich beispielsweise den zusätzlichen Subwoofer sparen. Außerdem bieten sowohl die rückwärtigen Boxen als auch die für Atmos zuständigen Effektlautsprecher jeweils zwei Betriebsarten an; die Rears sind als Dipol-Strahler ausgeführt, die bei Bedarf die Rückwände zur Reflexion nutzen können, die Atmos-Lautsprecher können dagegen wahlweise auf den vorderen Standboxen platziert werden, um die Decke zur Reflexion zu nutzen, oder direkt unter die Decke montiert werden.

Auch auf eine möglichst einfachen Einbindung ins Netzwerk und, wo möglich, der Multi-Room-Installationen, haben wir unser Augenmerk gerichtet. Last but not least gab es noch eine Fleißarbeit, nämlich die Dokumentation der vorhandenen Schnittstellen, denn schließlich bestimmen diese zum nicht geringen Teil das Einsatzgebiet des AV-Receivers.

Als Software für die Soundproben standen wie schon bei den Soundbars Die Tribute von Panem Mockingjay Teil 1 und Mockingjay Teil 2 zur Auswahl, außerdem Phantastische Tierwesen, und wo sie zu finden sind. All diese Scheiben liefern neben den anderen Dolby-Formaten auch Dolby Atmos. Dasselbe gilt für Roger Waters The Wall mit seinen herrlichen Live-Konzert-Aufnahmen, und natürlich diverse andere Filme. Hierbei konnten wir auch ausgiebig ausprobieren, ob die Receiver tatsächlich in der Lage sind, die aktuellen Video-Formate (4K und HDR) problemlos an Beamer oder Fernseher weiterzureichen.

Sechs neue Receiver haben wir getestet, neben dem Denon AVR X2600H DAB auch die beiden Geräte von Marantz, den SR5014 und den SR6014. Darüberhinaus mit dem Onkyo TX-NR696 und dem Pioneer VSX 934 zwei Nachfolgemodelle von Geräten aus dem vorangegangenen Test, sowie mit dem Pioneer VSX-LX504 einen kompletten Neuzugang.

Da unsere beiden Favoriten aus dem letzten Test der Denon AVR-X4500H und der Yamaha RX-A1080 noch up to Date sind, belegen sie nach wie vor die beiden Spitzenplätze. Der schlanke Marantz NR1609 hat aufgrund seiner Bauweise in vielerlei Hinsicht nach wie vor einen Sonderstatus. Dagegen gibt es vom Onkyo TX-NR 686 und Pioneer VSX-933 Nachfolgemodelle, sind aber nach wie vor verfügbar, so dass wir sie noch aufgeführt haben. Der Yamaha RX-V685 ist ebenfalls noch verfügbar, und deshalb auch noch aufgelistet.

 Test: Denon Front
Test: Heimkino-Receiver – Testsieger Denon AVR-X4500W

Testsieger: Denon AVR-X4500H

Der Denon AVR-X4500H ist ein echter Alleskönner, dank seines zukunftsweisenden Konzeptes ist er auch nach gut einem Jahr Marktpräsenz immer noch up to Date, gerade was die Kompatibilität mit den verfügbaren Audio- und Videoformaten anbelangt, erst kürzlich wurde er per Update zur Unterstützung von IMAX fit gemacht. IMAX beinhaltet besondere Vorgaben für die Wiedergabe von Bild und Ton, die ein noch besseres Heimkino-Erlebnis vermitteln sollen. Trotz der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die der Denon bietet, ist die Installation und Einrichtung dank der sehr guten Nutzerführung kein Hexenwerk. Auch die tägliche Bedienung geht recht einfach von der Hand. Deshalb gibt es aktuell auch keinen Nachfolger.

Testsieger

Denon AVR-X4500H

Test AV-Receiver: Denon AVR-X4500H
Der Denon AVR-X4500H bietet vielen digitalen Quellen Zugang, ist einfach einzurichten und sehr solide verarbeitet.

Dabei sieht man dem Denon seine Allroundfähigkeiten noch nicht einmal an: Die Frontplatte gibt sich aufgeräumt und es gibt keinen Krieg der Knöpfe und Tasten, um der Funktionsvielfalt Herr zu werden – oder an ihr zu verzweifeln. Unter dem aussagekräftigen Display reihen sich einige wenige Tasten für den Direktzugriff zu den vier wichtigsten Quellgeräten.

Auch die Fernbedienung glänzt mit Übersichtlichkeit, außerdem lässt sich der Denon auch mit kostenloser App per Smartphone bedienen.

Außen übersichtlich, innen Leistung satt

Ein Blick auf die Rückseite vermittelt allerdings einen ersten Eindruck dessen, was in dem Receiver steckt: Sieben HDMI-Eingänge warten auf Anschluss, der achte ist leicht zugänglich an der Front, direkt neben dem USB-Eingang, zum schnellen Anschluss externer Quellen. Die frontseitige und damit leicht zugängliche Kopfhörerbuchse gehört nicht nur in dieser Preisklasse zur Standardausrüstung.

Außerdem fallen elf Paar massiver Lautsprecherklemmen auf, hinter denen jeweils eine kräftige Endstufe steckt. Die befeuern die Surround-Lautsprecher bis hin zum 7.1.4 Setup oder alternativ 7.1.2 plus die Lautsprecher für eine zweite Zone. Bis zu zwei aktive Subwoofer können außerdem angeschlossen werden, die übernehmen die Verstärkung des Signals nämlich selbst. Beim AVR-X4500H sind die Lautsprecher-Terminals zudem, anders als sonst üblich, komplett in einer Reihe angeordnet und nicht als Doppelreihe, paarweise übereinander. Neben den Beschriftungen sind die einzelnen Lautsprecherpaare farblich gekennzeichnet und auch das Menü hilft Schritt für Schritt mit aufwändiger Grafik und Volltexthilfe, was die Erstinstallation erheblich erleichtert.

Vernetzt wird der AVR-X4500H via Netzwerkkabel oder drahtlos per WLAN. Letzteres unterstützt sowohl das 2,4 GHz- als auch das 5 GHz-Netz. Die beiden Antennen, die aus dem Rücken ragen, sorgen für gute Empfangsverhältnisse – übrigens für WLAN und Bluetooth gemeinsam. Als weitere drahtlose Quelle darf auch das Smartphone via Bluetooth arbeiten – keine Frage, dass der Denon hier den aptX-Codec für bessere Übertragungs- und Klangqualität beherrscht.

Einmessen und Installation

Sind Lautsprecher und Subwoofer korrekt angeschlossen, folgt die penible Einstellung der Pegel auf die Raumakustik und Lautsprechergröße. Dazu liegt dem AVR-X4500H eine Papp-Pyramide mit aufgesetztem Messmikrofon bei. Das wird in eine Buchse an der Frontseite eingesteckt, anschließend wird der interne Mess-Computer aktiviert.

Audyssey MultEQ XT heißt die vollautomatische Einmessung. Sie funktioniert in der Praxis tadellos und kann auch per App-Unterstützung bedient werden. Damit ist der Denon dann automatisch schon perfekt abgestimmt, wenngleich experimentierfreudige Zeitgenossen die Abstimmung anschließend noch nach ihren Präferenzen beeinflussen können.

Beim Marantz kommt fast die gleiche Software und die gleiche Hardware in Form des Messmikrofones im Einsatz, die Hörzone wird allerdings, statt wie beim Denon in acht, nur in sechs Messpositionen aufgeteilt. Das geht etwas schneller, ist aber nicht ganz so akkurat im Ergebnis. Insbesondere für Räume mit einer kleineren Hörzone reicht das aber vollkommen aus, wer eine große Heimkino-Installation sein Eigen nennt, mit einer großzügig angelegten Hörzone und vielen Sitzplätzen, ist mit dem Favoriten von Denon besser dran.

Überhaupt wird man schon beim korrekten Anschließen von Ein- und Ausgängen Schritt für Schritt an die Hand genommen und die entsprechende grafische Oberfläche mit den Volltext-Erläuterungen macht die Installation des Boliden beinah zum Kinderspiel. Das sieht übrigens bei allen Receivern ähnlich aus. Es wird sogar ein verpolter Lautsprecher eindeutig erkannt – das ist besonders hilfreich, weil man sich bei den vielen Anschluss-Terminals schnell mal vertun kann.

Klangtest

Der Denon-Receiver spielt so gut wie alle aktuellen Audio- und Videoformate ab, darunter auch unkomprimierte FLAC- oder DSD-Dateien, diese sogar mit bis zu 5,6 MHz. Damit wird Denon den Ansprüchen der Streamingdienste gerecht, die zunehmend Musik in HiRes anbieten – und natürlich den eigenen, denn Denon ist seit jeher dem guten Klang verpflichtet, schließlich baut man immer noch legendäre Tonabnehmersysteme für Plattenspieler. Und so ist es keineswegs anachronistisch zu nennen, dass nicht nur der Denon, sondern alle sechs neu getesteten AV-Receiver wie selbstverständlich über einen entsprechenden Anschluss für die wohl älteste aller Tonkonserven bereithalten.

Der Klang ist immer ausgewogen

Alles was der Denon AVR-X4500H an die Lautsprecher ausgibt, ob nun zwei- oder mehrkanalig, folgt exakt den Vorgaben der Quelle. Trotz der Ansteuerung von nur einem Paar Atmos-Lautsprechern, die nicht etwa unter der Decke montiert sind, sondern auf den beiden Frontlausprechern liegend zu Decke abstrahlen, um dann per Reflexionen die entsprechende Rämlichkeit herzustellen, schafft er eine hervorragende Räumlichkeit: Regen plätschert oder prasselt direkt von der Decke, auch das niedrige Überfliegen des Heimkinos durch einen Hubschrauber lässt mich zusammenzucken. Der Sub wird präzise und mit Nachdruck angesteuert, und verleiht jeder Explosion den nötigen Nachdruck.

Dank seiner insgesamt elf Endstufen kann der Denon sogar vier Deckenlautsprecher ansprechen bzw. solche, die auf die Front- und Rear-Speaker positioniert werden, um per Deckenreflexion den Atmos-Effekt zu erreichen.

Dabei bleibt der Klang immer ausgewogen: Es werden keine Frequenzen bevorzugt oder benachteiligt, sondern es wird so gespielt, wie sich der Toningenieur das gedacht hat. Dialoge bleiben trotz des kontrollierten Getöses immer klar verständlich und perfekt verortet, der Ton passt perfekt zum Bild, so groß dieses auch sein mag.

Dabei kann der AVR-X4500H auch anders: Bei Musikwiedergabe, ob nun Stereo-Aufnahmen oder mehrkanalige Konzertmitschnitte von Blu-ray oder DVD, zeigt er sich bei Bedarf als hochsensibler Feinzeichner. Der Denon gibt Stimmen das ihnen eigene Timbre und schafft es bei den Konzertmitschnitten von Leonard Cohen bei jedem Zuhörer eine Gänsehaut zu erzeugen. Bei den Atmos-kompatiblen Mitschnitten des Roger Waters-Konzerts bewältigt er jeden dynamischen Wechsel, von feinen Zwischentönen und Dialogen bis hin zu aufschwellendem Getöse.

Nachteile?

Offen gestanden ist der AVR-X4500H derart ausgereift, dass es eigentlich keine Nachteile gibt. Selbst das Video-Upscaling von den analogen Eingängen zur vollen 4K-Auflösung meistert er sehr gut. Am analogen Ende der Wiedergabekette, dem Plattenspieler, gibt er sich ebenfalls keine Blößen. Bei allen modernen Quellen haben wir allerdings DAB+ vermisst, denn der Denon versteht sich in dieser Hinsicht nur auf FM. Immerhin ist InTune als Internetradio fest integriert. Ein kleines Wermutströpfchen ist auch die aktuell verfügbare Android-App. Die ist nämlich nominell noch von 2016 und tut sich mit einer aktuellen Android 9-Installation schwer.

Selbst wenn der vergleichsweise hohe Preis so manchen Cineasten ins Schwitzen bringen könnte, ist man mit dem Denon für Jahre auf der sicheren Seite. Das betrifft sowohl die Signalkompatibilität als auch die solide Fertigungsqualität.

Der Marantz SR6014 weiter unten kommt übrigens aus der gleichen Entwicklungsabteilung, hier finden Sie neben dem  Marantz typischen Design mit Bullaugen-Display, geschwungenen Seiten und champagnerfarbener Front auch den typischen Marantz-Sound.

Denon AVR-X4500H im Testspiegel

Wegen der kurzen Marktpräsenz gibt es zum Denon bisher kaum Testergebnisse. Insgesamt haben wir nur zwei gefunden, die allerdings schon sehr aussagekräftig sind:

Bei Lowbeats zeigte sich Raphael Vogt 12/2018 so angetan vom Denon, dass er ihn mit 4,5 von 5 Sternen als »überragend« einstufte:

»Er ist 100 Euro günstiger als sein Vorgänger und bietet eine wirklich gigantische Ausstattung. Wir sprechen von Surround, Streaming, Multiroom sowie neuesten Codecs und Anschlüssen von IMAX (per Update) bis eARC für Atmos & Co. vom TV. Doch das wirklich Beeindruckende: Hier ist alles durchgängig auf hohem Niveau. Von der Verarbeitung bis zur Handhabung. Sowohl Vorstufenklang als auch die neun Endstufen liefern Kraft und Auflösung wie selten in dieser Klasse. […]«

Auf Area DVD erhielt der Denon im November 2018 sogar das Prädikat »Referenz«, allerdings hier wie immer ohne Endnote:

»Der Denon AVR-X4500H brilliert über alle Maßen – er ist so gut, dass man sich fragt, ob sich Denon mit diesem Modell wirklich einen Gefallen getan hat. Warum? Wem neun Endstufen ausreichen, dem kann man kaum noch erklären, warum zu den größeren AV-Verstärker-Modellen AVC-X6500H oder AVC-X8500H gegriffen werden muss. Klar, im Detail sind die teureren Modelle sicherlich noch eine Spur besser, so z.B. bei der 3D-Ausbreitung im Atmos- oder DTS:X-Betrieb oder vielleicht bei der Bühnenstruktur im Stereomodus. Aber es sind so kleine Nuancen, und der 4500H ist auch im 3D-Audio- und im Stereobetrieb schon eine Macht, die manchen Konkurrenten verzweifeln lassen. […] Perfekt ausgestattet und einfach bedienbar ist der Denon AVR-X4500H auch. Nur einen DAB+ Tuner vermissen wir.«

Alternativen

Der Denon AVR-X4500H hat für uns die Nase vorne, aber nur um Haaresbreite, vor allem, weil er Surround-Sound-Einsteigern die Installation so einfach macht und eine komplette 7.1.4 Installation erlaubt. Der Yamaha RX-A1080 hat teilweise sogar mehr Ausstattung zu bieten, das hat natürlich seinen Preis, trotzdem können wir auch diesen AV-Receiver wärmstens empfehlen.

Auch gut

Yamaha RX-A1080

Test AV-Receiver: Yamaha RX-A1080
Der große Yamaha RX-A1080 bietet vielen digitalen und noch mehr analogen Quellen Zugang, die DSP-Presets sind einzigartig.

Der Yamaha RX-A1080 füllt manche kleine Lücke, die der Denon lässt. So empfängt er standardmäßig DAB+, beim Internetradio verlässt man sich auf den Anbieter Net Radio, während die Konkurrenz auf TuneIn setzt. Allerdings gab es Anfang 2019 Probleme mit dem Zugriff auf Net Radio, Stand Februar sind diese aber behoben.

Besonderes Merkmal fast aller Receiver von Yamaha ist das umfangreiche DSP-Programm. Damit können Sie quasi die ganz eigene Klangcharakteristik verschiedner Konzertsäle, Hallen oder Clubs in Ihr Wohnzimmer holen. Auch für die unterschiedlichen Filmgenres gibt es eine ganze Reihe solcher Voreinstellungen, sodass es beim Action-Film nochmal ein gutes Stück konkreter zur Sache geht als bei einer Romanze, die eher die leisen, intensiveren Töne liebt. So gibt es auch diverse Presets für Musik-Videos, Science-Fiction und sogar Gaming – der RX-A1080 verfügt insgesamt über 24 solcher DSP-Programme, die direkt über die Fernbedienung abgerufen werden können.

Er gehört zwar auch zu den schwereren Kalibern und kann mit insgesamt neun Endstufen und einem entsprechend potenten Netzteil ein 7.1.2 Setup realisieren, aber eben nur mit zwei Atmos-Speakern, eine zweite (Stereo-)Zone ist dann auch nicht mehr drin. Seitens der Eingänge lässt Yamaha sich dagegen nicht lumpen: Insbesondere analoge Video-Eingänge sind in ausreichender Zahl vorhanden, was gut ist, wenn man noch viel älteres Equipment hat. Die Anschlüsse sind gut gekennzeichnet und die Lautsprecher-Terminals von solider Qualität. Unter den ebenfalls zahlreich vorhandenen analogen Audio-Eingängen findet sich natürlich auch ein Anschluss für einen Plattenspieler.

Zur Einmessung der Tonanlage nutz Yamaha das hauseigene YPAO-Programm. Ein Messmikrofon liegt bei, ein Stativ, wie bei Denon und Marantz, gibt es nicht – auch nicht aus Pappe. Die Einmessung selbst ist zügig erledigt. In der ersten Stufe werden sogar verpolt angeschlossene Lautsprecher eindeutig identifiziert.

Fürs Heimkino mit dem einzelnen Sessel oder der kleineren Sitzgruppe reicht die einfache Standardmessung aus. Das Mikrofon wird in der Mitte der Sitzgruppe positioniert und die Lautsprecher automatisch im Pegel und Laufzeit darauf abgestimmt. Ist die Hörzone großzügiger ausgelegt, kann man die Mehrfachmessung aktivieren. Nun werden acht Messungen durchgeführt, bei denen das Mikrofon jeweils an einer anderen Position platziert wird. Anschließend hat man von jedem Sessel und jeder Position auf der Couch das optimale Kinoerlebnis.

Die Fernbedienung ist zwar üppig belegt, das dreidimensionale Layout hilft aber ganz gut, auch im Dunkeln die wichtigsten Tasten schnell zu treffen. Wichtige Tasten wie DSP-Programme und andere den Sound beeinflussende Parameter hat man schnell im Blick, sodass man den Sound individuell anpassen kann. Auch die intelligente Sound-Anpassung, die per AI-Taste aktiviert wird, reagiert während des Filmes auf die tonale Situation und passt die Ansteuerung der Lautsprecher blitzschnell an. So wummert das Wohnzimmer im ersten Moment noch im dicksten Schlachtengetümmel, um im nächsten den Fokus auf einen Dialog zu richten. Der Clou ist: Die Automatik ist tatsächlich intelligent und lernt bei jedem Update dazu.

Schlanker Bolide

Marantz NR1609

AV-Receiver Test: Marantznr1609
Der Marantz NR1609 ist schlanker als die Konkurrenz, liefert aber mehr als genug Leistung fürs kleinere Kino und spart Platz.

Der Marantz NR1609 spricht all jene an, die es nicht so mit auffälligen Boliden haben. Er baut mit knapp über 10 Zentimetern etwas mehr als halb so hoch wie die Konkurrenz, verfügt zudem über sanft abgerundete Seiten, was ihm ein äußerst elegantes Äußeres verleiht.

Nominell und auch messtechnisch hat er weniger Leistung, spart sich zudem einige Endstufen und ist auch nicht so großzügig mit Anschlussbuchsen ausgestattet.

Verzichten muss man mangels Endstufen auf die Versorgung einer zweiten Zone. Will man ein Dolby Atmos-Setup einrichten, geht das nur als 5.1.2-Aufstellung mit maximal zwei Atmos-Speakern, die an die Surround Back-Terminals angeschlossen werden. Alternativ lässt sich nur noch ein 7.1 Setup ohne Dolby Atmos einrichten. Der Marantz hinterlässt trotz seiner schlanken Abmessungen einen soliden Eindruck, was nicht nur für die Lautsprecherklemmen gilt.

Zur Einmessung kommt einmal mehr Audyssey zum Einsatz, als Multiroom-Variante neben AirPlay noch Heos. Damit ist klar, dass Denon und Marantz aus einem Hause stammen. Auch bei der Software zur Einmessung der Lautsprecher hat man im Vergleich zum fetten Denon ein wenig gespart: Während der Denon noch nach insgesamt acht Mikrofonpositionen verlangt, gibt sich der Marantz mit sechs zufrieden, was normalerweise allerdings auch ausreicht. Statt nach einer halben Stunde, wie beim Denon, ist die Einmessung hier aber auch nach gut 20 Minuten erledigt.

Anschließend fährt der Marantz NR1609 zur Höchstform auf und schmettert mit einer Dynamik ins Wohnzimmer oder Heimkino, die man dem schmalen Gerät kaum zutraut. Selbst in meinem Testraum mit seinen 25 Quadratmetern Fläche kam der NR1609 nicht an seine Leistungsgrenze.

Der Marantz NR1609 ist damit der ideale Spielpartner, wenn es im Wohnzimmer oder Heimkino trotz Dolby Atmos optisch etwas dezenter zugehen soll. Dank integriertem Internetradio, der Multiroom-Fähigkeit und der drahtlosen Übertragung via WLAN und Bluetooth ist er trotz seines dezenten Auftrittes sehr gut ausgestattet.

Preistipp

Pioneer VSX-LX504

Test AV-Receiver: Pioneer VSX-LX504
Mit insgesamt 9 Endstufen und genug Leistungsreserven sorgt der VSX-LX504 für perfekten Heimkinogenuss für kleines Geld.

Der Pioneer VSX-LX504 löst unseren vormaligen Preistipp, den Onkyo TX-NR686, ab. Er bietet mit seinen insgesamt neun Verstärkerstufen und den vielen Ein- und Ausgängen schlicht mehr Möglichkeiten – vor allem für den Besitzer eines dezidierten Heimkinos.

Wer mit weniger auskommt oder nur das Wohnzimmer einigermaßen heimkinotauglich machen möchte, kommt mit dem AVR-X2600H DAB von Denon oder dem TX-NR696, dem Nachfolger des TX-NR686, günstiger weg.

Beim Pioneer VSX-LX504 muss man seitens der Ausstattung, Verarbeitung und Leistung gegenüber den beiden Favoriten von Denon und Yamaha nur wenige Abstriche machen. Insbesondere die 9 zur Verfügung stehenden Endstufen lassen Installationen von 5.1.4 bis hin zu 7.1.2 alle Varianten zu. Eine zusätzliche (Stereo-)Hörzone lässt sich über entsprechende Vorverstärker-Ausgänge und mit Hilfe separater Endstufen realisieren.

Auf einen Bildausgang – Bildschirm oder Beamer – beispielsweise für eine zweite Zone, muss man beim Pioneer verzichten. Verzichten muss man zudem auf DAB+, den Digital-Radio Standard: Der Pioneer beschränkt sich auf analoges Radio, bietet dank seiner Netzwerktauglichkeit allerdings Zugang zu den meisten Streaming-Diensten und zum Internetradio-Dienst TuneIn. Mit FlareConnect unterstützt er zudem das hauseigene Multiroom-Streaming, ist aber auch kompatibel mit Sonos und Apples AirPlay.

Wer nun eine Fülle von Bedienelementen erwartet, um diese vielfältigen Funktionen kontrollieren zu können, der täuscht sich. Ebenso wie der Favorit von Denon stecken auch hier die meisten Bedienelemente unter einer Klappe, die bei Bedarf satt aufklappt und die Knöpfe, Tasten und einige Buchsen freigibt. Denn hinter der Klappe befindet sich nicht nur die Buchse für das Messmikrofon, das dem Receiver zur Einmessung auf die Raumakustik beiliegt, sondern auch eine Kopfhörerbuchse, eine HDMI- sowie eine USB-Schnittstelle.

Die Bedientasten unter der Klappe wird man wohl eher selten benötigen, denn die Erstinstallation kann komplett über die Fernbedienung und das Bildschirmmenü vorgenommen werden. Zwar unterscheidet sich das Layout des Menüs deutlich von dem der Denon oder Marantz-Geräte, es ist aber nicht weniger eingängig und führt den Besitzer Schritt für Schritt durch die Verkabelung und anschließende Anpassung an die Raumakustik.

Inklusive Einmessung ist der VSX-LX504 auch vom Laien innerhalb einer halben Stunde spielfertig. Dann heißt es nur noch Film einlegen oder streamen, anschnallen und los geht’s!

Klanglich gehört der VSX-LX504 keinesfalls zu den Schönfärbern. Wenn es richtig kracht, lässt er es krachen. Geflüsterte Dialoge sind trotzdem klar und deutlich zu verstehen und selbst im schlimmsten Schlachtengetümmel hat er in unserer Testumgebung mit dem nuBox 513 Set 5.1.2 von Nubert niemals auch nur ansatzweise die Kontrolle verloren oder gar zu Verzerrungen geneigt.

Die Leistung, die der Pioneer VSX-LX504 an bis zu neun Boxen abgibt, reicht vollkommen aus, um auch ein größeres Heimkino souverän zu beschallen.

Wohnzimmer-Kino

Denon AVR-X2600H DAB

Test AV-Receiver: Denon AVR-X2600H DAB
Den AVR-X2600H DAB hat genug Leistung für's Wohnzimmer und vor allem die richtige Ausstattung.

Den Denon Denon AVR-X2600H DAB gibt es auch ohne Digitalradio, dann heißt er schlicht AVR-X2600H. Ansonsten sind sie baugleich. Wer auf DAB+ verzichtet, kann aktuell zwar etwa 20 Euro sparen, das ist allerdings nicht ratsam, denn mittlerweile ist das DAB-Netz sehr gut ausgebaut und Sie bekommen diverse Radiosender in bester Qualität und nahezu störungsfrei geliefert.

Anders als der AVR-X4500H verfügt der Denon AVR-X2600H DAB nur über sieben Endstufen, ist daher auf Umgebungen mit 7.1 und 5.1.2 begrenzt, wobei trotzdem die Möglichkeit besteht, zwei Subwoofer anzuschließen. Eingangsseitig gibt es im Vergleich zu den Favoriten ebenfalls einige Einschränkungen. Zwar sind auch hier acht HDMI-Eingänge vorhanden, einer davon sogar leicht zugänglich an der Vorderseite, das Bild kann allerdings nur an einen einzigen Fernseher oder Beamer weitergegeben werden. Ein Zwei-Zonen-Betrieb ist also weder fürs Bild noch für den Ton möglich.

Da der Denon AVR-X2600H DAB über die gleiche Netzwerk-Anbindung verfügt wie sein großer Bruder, nämlich per LAN oder WLAN und sich sogar auf Bluetooth-Streaming versteht, muss man von dieser Seite keinerlei Einschränkungen hinnehmen. Neben dem normalen analogen UKW-Radio verfügt der Denon AVR-X2600H DAB zudem über einen DAB-Tuner, mit dem mittlerweile reichlich regionale und überregionale digitale Radiosender empfangen werden können – und das komplett ohne Rauschen oder andere Störungen.

Klanglich liegt der Denon AVR-X2600H DAB ganz auf dem Niveau des Favoriten. Das Gleiche gilt für die Installation, Einmessung und schließlich die Bedienung im Alltag. Zur Einmessung auf die Raumakustik steht mit Audyssey MultEQ XT eine leicht abgespeckte Version der Messsoftware des Favoriten von Denon zur Verfügung. Allerdings wird die Hörzone auch hier in acht Segmente unterteilt, die separat eingemessen werden.

Ein besonderes Feature ist der Dolby Atmos Heigh Virtualizer: Damit benötigen Sie keine extra Lautsprecher für den Sound von oben, der wird virtuell vom Receiver über die vorhandenen Boxen realisiert. Das ist zwar nicht ganz so beeindruckend wie echte oder reflektierte Beschallung von oben, spart aber Platz und schont unter Umständen die Beziehung zum Nachbarn.

Der AVR-X2600H DAB von Denon ist die ideale Schaltzentrale für das Wohnzimmer, die Ausgangsleistung reicht selbst für einige Heimkino-Installationen aus. Dank seiner Streamingfähigkeiten, seiner Rundfunkqualitäten und der einfachen Bedienung im alltäglichen Gebrauch, macht er sich hervorragend im kleineren Heimkino oder im Wohnzimmer. Dabei kann er problemlos die herkömmliche Stereo-Anlage in Rente schicken, denn es lässt sich sogar ein Plattenspieler anschließen.

Außerdem getestet

Nicht jeder möchte so viel Geld ausgeben wie für die Favoriten, trotzdem aber nicht auf das eine oder andere Feature verzichten. So finden Sie zum Beispiel mit dem Marantz SR6014 eine Variante unseres Favoriten sowie dessen kleineren Bruder, aber auch die noch lieferbaren Geräte aus vorangegangenen Tests sind hier aufgelistet. Allerdings sollten Sie unbedingt einen Blick in die Tabelle werfen, nicht jedes Gerät unterstützt alle aktuellen Video- oder Tonformate!

Der Marantz SR6014 ist eng mit dem AVR-X4500H verwandt und das ist kaum verwunderlich, schließlich werden die Geräte von Denon und Marantz unter einem Dach entwickelt. Sie unterscheiden sich hauptsächlich beim Design und in den Feinheiten der klanglichen Abstimmung. Sie sollen daher unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Grundlegende Merkmale, wie die Inline-Anordnung der Lautsprecher-Terminals sowie die Hard- und Software zum Einmessen auf die Raumakustik sind bei beiden gleich.

Auch der SR6014 lässt seitens der Ein- und Ausgänge keine Wünsche offen, die praktische Anordnung der Lautsprecher-Klemmen in einer Reihe ist hier ebenfalls umgesetzt.Auch bei der Erstinstallation mit Einmessung der Receiver-Lautsprecher-Kombination auf die Raumakustik erinnert vom Prozedere und vor allem der Menü-Oberfläche stark an den Bruder von Denon.

Die Unterschiede finden sich offensichtlich im Design: Freunde des Marantz-Designs verzichten nur ungern auf das runde Bullaugen-Display und noch weniger auf das gold-silberne Gehäuse, das an die Champagner-Oberflächen älterer Marantz-Geräte erinnert.

Beim Sound meint es der Bolide von Marantz  ebenso ernst wie sein Kollege von Denon, hier gibt es ebenfalls elf Endstufen und ordentlich Leistung. Einzig die Kompatibilität mit Auros 3D – neben Dolby Atmos und DTS:X ein weiteres, dreidimensionales Tonformat – lässt der Marantz vermissen. Auch bei der Abstimmung des Sounds vertreten beide Marken etwas unterschiedliche Philosophien, was allerdings letztlich Geschmackssache ist.

Der Marantz SR5014 kann mit seinen sieben Endstufen lediglich ein 7.1 oder ein 5.1.2-Setup befeuern, eignet sich daher idealerweise für Heimkino-Installationen in räumlich überschaubaren Dimensionen. Ansonsten muss man aber weder auf individuelle Raumanpassungen noch auf Netzwerkfähigkeiten und andere Annehmlichkeiten verzichten.

Weil der SR5014 nicht über die große Frontklappe des SR6014 verfügt, gibt es hier natürlich diverse Bedientasten und auch Buchsen – wobei man zum Schutz die Buchsen für das Messmikrofon und einen einfachen Video-Eingang hinter einer kleinen Frontklappe findet. Die integrierte Messsoftware ist ebenso wie das Mikrofon von Audyssey kaum merklich abgespeckt und vor allem ebenso einfach zu bedienen.

Den SR5014 gibt es wahlweise in Schwarz oder Champagner, das kleine runde Display finden Sie in beiden Varianten.

Der Onkyo TX-NR696 ist der Nachfolger des TX-NR686, der bislang unser Preistipp war. Auch der neue TX-NR696 ist für seine Ausstattung und Leistung sehr günstig und ginge ebenfalls als Preistipp durch, wäre da nicht der Pioneer VSX-LX504, der sich wegen seiner besseren Ausstattung auch für das ambitionierte Heimkino eignet. Kommt man mit weniger Lautsprechern und Anschlussmöglichkeiten aus, ist der TX-NR696 aber nach wie vor eine Empfehlung. Zwar ist die Einmessung auf die Raumakustik im Vergleich zum Pioneer und anderen Boliden deutlich abgespeckt, für das kleinere Heimkino und das Wohnzimmerkino reicht es aber dicke und ist vor allem schneller erledigt.

Auf analoge Video-Eingänge verzichtet der Onkyo TX-NR696 jedoch komplett, das muss man wissen. Wenn Sie definitiv keine analoge Videoquelle mehr betreiben, ist der Onkyo wieder eine gute Wahl – zumal er es schafft, auch unseren Hörraum adäquat zu beschallen.

Auch der Pioneer VSX-934 hat seinen Vorgänger, den VSX-933, auf die hinteren Plätze verwiesen. Er hat wieder so viel Ähnlichkeit mit dem Bruder von Onkyo, dass selbst die Fernbedienungen sich nur aufgrund des aufgedruckten Logos unterscheiden.

Die Einrichtung inklusive Einmessung des Pioneer VSX-934 funktioniert folgerichtig wie beim einfachen Onkyo. Das ist kein Wunder, schließlich kommt weitgehend die gleiche Software und zumindest ähnliche Hardware zu Einsatz.

Auch Klanglich gibt es erstmal nichts zu bemängeln, solange der VSX-934 mit moderaten Lautstärken betrieben wird. Nun kann unser Hörraum mit gut 30 Quadratmetern und vielen Durchgängen nach fast allen Seiten schon auch höhere Pegel vertragen ohne dass es anstrengend wird. Das gilt indes nicht für den Pioneer, der nun hörbar an seine Grenzen stößt. Der Sound wird harsch, die Kontrolle über die tiefen Töne, die über die Standboxen vorne links und rechts vermittelt werden, geraten leicht außer Kontrolle.

Die Aussage ist klar, die Leistungsreserven des Pioneer eignen sich eher für kleinere Räume und auch er verzichtet auf analoge Videoeingänge.

Der Yamaha RX-V685 macht von vornherein klar, dass es hier etwas kostengünstiger zugeht als beim zweiten Favoriten. Allein die Lautsprecher-Terminals wirken nicht ganz so solide wie beim Bruder, auch auf eine Frontklappe wird verzichtet, die einen Großteil der Bedienelemente elegant versteckt und vor Staub schützt. Dennoch wirkt die Front mit den überschaubaren Bedienelementen ziemlich aufgeräumt, was gleichermaßen für die Rückseite mit den Anschlüssen gilt. An Lautsprecherausgängen und damit Verstärkerzügen mangelt es ihm nicht, nur für die Quellgeräte, analog und digital, sind weniger Buchsen vorhanden.

Auch das Einmessungsprogramm ist etwas abgespeckt und statt 24 sind »nur« 17 DSP-Programme abrufbar, was immer noch mehr ist als bei der Konkurrenz, denn auch beim kleinen Yamaha sind viele akustisch prägnante Konzert-Locations hinterlegt.

Der Denon AVR-X2300W macht es auch unerfahrenen Nutzern sehr einfach, den umfangreich ausgestatteten AV-Receiver in Betrieb zu nehmen und auf das eigene Heimkino zu optimieren. Dabei sieht man dem Denon seine Allroundfähigkeiten noch nicht einmal an: Die Frontplatte gibt sich aufgeräumt und es gibt keinen Krieg der Knöpfe und Tasten, um der Funktionsvielfalt Herr zu werden – oder an ihr zu verzweifeln. Unter dem aussagekräftigen Display reihen sich einige wenige Tasten für den Direktzugriff auf die vier wichtigsten Quellgeräte.

Riesige Säle kann der Onkyo TX-NR 686 nicht beschallen, fürs Heimkino reicht es aber vollkommen. Neben einem gepflegten 7.1- oder 5.2.1-Setup reicht es sogar, einen zusätzlichen Raum zweikanalig zu unterhalten. Außer über digitale Eingänge zeigt er sich auch gegenüber analogen Quellen zugänglich. Selbst einen Plattenspieler kann man anschließen – und das alles zum moderaten Preis.

Mit satten neun Ausgangskanälen ist der Onkyo TX-RZ1100 in der Lage, eine kinoreife Surround-Beschallung zu realisieren. Hier sind im Atmos-Setup sogar zwei Paar Deckenlautsprecher möglich bzw. neben einem Paar bleiben noch zwei Lautsprecherklemmen für die Stereo-Beschallung eines zweiten Raumes übrig. Alle neun Endstufen sind sogenannte Class-D-Endstufen, arbeiten also voll digital. Nur so erreicht man auf allen Kanälen die erforderliche Leistung, diese arbeiten effizient und benötigen weniger Kühlung und ein moderat dimensioniertes Netzteil.

Wegen seiner langen Marktpräsenz ist der TX-RZ1100 nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, insbesondere  die Video-Abteilung stößt mittlerweile an ihre Grenzen: Der HDR-HLG Standard wird nicht unterstützt und SD- oder HD-Signale können nicht auf 4K hochskaliert werden.

Der Pioneer VSX 933 ähnelt nicht nur äußerlich dem Onkyo, auch innen sind beide nahezu baugleich, was nur wenig verwunderlich ist, da beide Firmen seit einigen Jahren unter einem Dach arbeiten und beide Receiver von einem Band purzeln. Beim Pioneer wurden einige Eingänge eingespart – hauptsächlich analoge – außerdem gibt es hier nur einen HDMI-Ausgang.

Er ist dadurch zwar auf der Rückseite deutlich aufgeräumter, kann aber beispielsweise nicht Beamer und Fernseher parallel mit Bild versorgen, ohne dass man umstöpseln muss. Wer auf diverse analoge Eingänge verzichten kann, weil er schlicht keine solchen Geräte mehr hat, kann hier einige Euros gegenüber dem Onkyo sparen. In Punkto Einrichtung, Bedienung und vor allem Klang gibt es keine Unterschiede: Auch der Pioneer spielt zupackend auf und wird damit jedem Blockbuster akustisch gerecht.

Der Yamaha RX-V681 setzte seinerzeit schon etwas andere Schwerpunkte bei der Ausstattung als der Denon VR-X2300W. Vor allem verfügt er schon über einen Phono-Eingang. Gespart hat man dafür an HDMI-Eingängen: »Nur« sechs stehen am Yamaha-Receiver zur Verfügung, was in den meisten Fällen jedoch locker ausreichen wird – zumal auch hier einer gut zugänglich an der Frontseite positioniert ist. Allerdings werden aktuelle Videoformate wie 4K und HDR nicht durchgeschleift, 3D ist hier das höchste der Gefühle.

43
Kommentare

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editor
editor

Nicht mal digital über coax wird beim AVR2300 geboten. Oder habe ich was übersehen. Wenn ja, ist das lächerlich, zu dem Preis.

Markus
Markus

Toller Bericht, mein Receiver (marantz SR 5002) macht keinen Mixer mehr. Ich weiß auch nicht woran es liegt.
Frage zum Testspiegel Denon : ich habe noch einen Plattensammlung, gibt es die Möglichkeit zum nachrüsten, damit ich ab und zu mal Platten hören kann .
Möchte mir zeitnah (2-3 Tage ) einen neuen Receiver zulegen.

Danke für eine rasche Antwort
Markus

Philipp
Philipp

Hallo Thomas Johannsen,
erstmal vielen Dank für den wirklich umfassenden Artikel. Ich finde Sie haben wirklich viele Blickwinkel beachtet und vor allem den Denon 2300 voll unter die Lupe genommen. Allerdings fehlt hier in meinen Augen der Vergleich zum Onkyo Gegenstück TX-NR656, der bei fast identischem Umfang ein deutlich besseres Preis- Leistungsverhältnis aufruft (siehe http://www.heimkino-atmos.de). Den Denon mit dem Onkyo 1100 allerdings auf Augenhöhe zu stellen ist in meinen Augen allerdings sehr ambitioniert, da kann er wirklich nicht gewinnen 🙂
Trotzdem sehr sehr guter Artikel der mir Spaß gemacht hat.
Viele Grüße

Andreas Suck
Andreas Suck

Guten Tag! Wo würden Sie den ARCAM AVR850 einordnen und wie sehen Sie die Klangunterschiede zwischen HDMI und Digital-Koaxial?

Jury
Jury

Hat kein aptX!

Thomas Heimbrodt
Thomas Heimbrodt

Dann doch lieber Einstein

Mathias Bach
Mathias Bach

Denon sind ja bekannt für Ihre Vollverstärker, in den unteren Preisregionen sind Pioneer und Onkyo deutlich besser!

MB Manni
MB Manni

Habe Onkyo mit Canton Boxen was soll ich mit Denon

Rasool Atallah Abdelilah
Rasool Atallah Abdelilah

Schleift der 4k durch ?

Christoph Ewering
Christoph Ewering

Ja macht er. 4k/60p und 3D. HDR meine ich auch.

Lars Schreitmüller
Lars Schreitmüller

Jep, ab dem 2100 ist auch HDR mit bei.

Christoph Hummel
Christoph Hummel

Dann lieber den onkyo

Ralf Küsters
Ralf Küsters

Ich habe Onkyo THX 7.1 und bin sehr zu frieden mit meiner Anlage sei es für Filme , Musik oder für PC Spiele

Christos Mouratidis
Christos Mouratidis

Nie wieder Denon, nachdem man 1x auf die fresse gefallen ist lässt man die Finger von.

Man giebt 600+ Euro für ein Gerät aus und ne Woche später ist es defekt.

Basti Tippmann Aka-Hopp
Basti Tippmann Aka-Hopp

Das kann einem mit jedwedem Gerät in jedweder Preisklasse passieren und ist schlichtweg Pech gewesen

MaHa
MaHa

Ging mir genauso. Mit einem 6200 für über 2.000 €.
2 Reparatur Versuche scheiterten. Ich bin fertig mit Denon.

Mikey Wokmann
Mikey Wokmann

Wieso aus der Mode gekommen?

Jones Delgado
Jones Delgado

Die Masse neigt zur Soundbar.

Jones Delgado
Jones Delgado

Du Masse neigt zur Soundbar

Christoph Ewering
Christoph Ewering

Und die Leute mit Soundbars meinen dann es wäre der beste Sound ?

gnom
gnom

Soundbars sind der letzte Müll…ohne Ausnahme

Holger Klaus
Holger Klaus

Soooooviele Anschlüsse und trotzdem wurde der Bass und Höhenregler wegrationlisiert…

Heiko Scheja
Heiko Scheja

wenn du hochwertige Lautsprecher hast brauchst du keine Klangkorrektur

Jimmy
Jimmy

Habe Infinity Kappa 9.2i Boxen. Die das sind gute Boxen meiner Meinung nach. Aber wenn man schlecht abgemischte CDs hat dann sind Höhen und Bass Regler schon ganz gut.

Ingo Gans
Ingo Gans

Die sind meistens noch im Menü versteckt, aber ansonsten sind die auch völlig überflüssig wenn man ordentliche Lautsprecher hat! ?

Dirk Richter
Dirk Richter

Ist er doch gar nicht 😊

Jimmy
Jimmy

Ganz deiner Meinung.

Marcus Arlt
Marcus Arlt

Naja. Eigentlich ist die Anthem Serie das beste aufm Markt…