AV-Receiver Test: Marantz Aufmacher Copyright: Marantz
test
Letztes Update: 20.8.2021

Der beste AV-Receiver

Wir haben 24 AV-Receiver getestet. Der beste ist der Marantz SR6015. Er verfügt über eine enorm üppige Ausstattung und das leichte Handling sowie eine Einmessfunktion erleichtern auch dem Heimkinoneuling die Einrichtung und sorgen schnell und unkompliziert für ein fulminantes Heimkinoerlebnis – dank Dolby-Atmos-Unterstützung sogar in beeindruckendem 3D-Sound.

Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, av-magazin.de, Heimkino, HIFI.DE und d-pixx.
Letztes Update: 20. August 2021

Wir haben den Yamaha RX-A4A und den Denon AVR-X1600H DAB getestet. Beide haben eine Empfehlung bekommen. Der RX-A4A ersetzt den RX-A2A, der ebenfalls von Yamaha kommt. Er ist zwar etwas teurer, bietet aber gerade beim Handling der Video-Ausgänge mehr Möglichkeiten.

Der Denon AVR-X1600H DAB ersetzt als neuer Preistipp den Yamaha RX-V4A. Er kostet zwar etwas mehr, beherrscht dafür unter anderem auch die immersiven Soundformate wie Dolby Atmos und DTS:X. Wer ohne auskommt, ist mit dem Yamaha RX-V4A nach wie vor gut bedient.

9. Juni 2021

Endlich hat Yamaha mit dem RX-A2A einen Nachfolger für den beliebten RX-A1080 auf den Markt gebracht. Der ersetzt in unseren Empfehlungen direkt den Pioneer VSX-LX504, der nicht mehr lieferbar ist.

30. Oktober 2020

Ein halbes Dutzend neuer AV-Receiver hatten wir im Test: Der Denon AVC-X4700H markiert aktuell zusammen mit dem Marantz SR6015 das obere Ende der Preisskala, während der Marantz SR5015  und der Denon AVR-S960H preislich eher im Mittelfeld liegen. Mit dem Marantz NR1711 haben wir wieder ein Gerät im Slimline-Design und der Yamaha RX-V4A ist was für Sparfüchse. Insgesamt haben wir vier neue Empfehlungen.

10. Januar 2020

Mit dem  Onkyo TX-NR696 und dem Pioneer VSX 934 werden zwei Vorgänger aus dem letzten Test abgelöst, allerdings hat es nicht zur Empfehlung gereicht. Der Denon AVR X2600H DAB konnte dafür eine Empfehlung einfahren. Außerdem haben wir den brandneuen Pioneer VSX-LX504 getestet, der die zweite neue Empfehlung ist. Der SR6014 von Marantz sind erst seit Kurzem auf dem Markt.

5. Februar 2019

Wir haben sechs neue AV-Receiver getestet. Unser neuer Favorit ist der Denon AVR-X4500H. Der Yamaha RX-A1080 ist dem Testsieger allerdings dicht auf den Fersen. Auch den Marantz NR1609 und  Onkyo TX-NR 686 können wir empfehlen.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Ein Surround-System ist für viele das einzige, was wirklich guten Sound bringt – vor allem bei actiongeladenen Filmen. Damit das Surround-Erlebnis beginnen kann, braucht man einen AV-Receiver, also das wichtigste Teil des Systems. Natürlich gibt es einige Unterschiede zwischen den Receivern auf dem Markt und auch wenn sich einige Hersteller komplett aus diesem Segment zurückgezogen haben, bieten die verbliebenen Marken noch reichlich Auswahl, sodass für jeden Einsatzzweck und Geldbeutel etwas zu finden sein dürfte.

Wir haben 24 AV-Receiver für Sie getestet. Für richtig guten Sound kann man ordentlich Geld in die Hand nehmen – muss man aber nicht. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Marantz SR6015

Test  AV-Receiver: Marantz SR6015
Der SR6015 unterstützt die meisten aktuellen Formate, stellt satte Leistung zur Verfügung und ist unverkennbar von Marantz. Gefallen hat uns sein ausgewogener Klang sowie der präzise Sub.

Mit dem Marantz SR6015 schickt der Hersteller nicht nur einen üppig ausgestatteten AV-Receiver ins Rennen, das Design mit dem markanten Bullaugen-Display ein echter Hingucker. Keine Frage, dass der Marantz auch sehr gut verarbeitet und mit genug Leistung auch fürs größere Heimkino ausgestattet ist. Streaming von diversen Portalen und Multiroom sind schon integriert. Die Bildverarbeitung ist brandaktuell und damit kompatibel mit den wichtigsten Video-Formaten.

Auch gut

Yamaha RX-A4A

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Der RX-A4A kommt aus Yamahas Adventage-Reihe. Er punktet mit umfassendem Video-Handling und 24 abrufbaren Sound-Einstellungen (DSP).

Der Yamaha RX-A4A gehört zur hochwertigen Adventage-Reihe des Herstellers. Wie vorher schon die günstigen AV-Reciever von Yamaha, haben auch die Adventage-Geräte ein komplette Überarbeitung erfahren. Außer der Optik wurde auch die Bedienung komplett umgekrempelt. Viele wichtige Komponenten, wie etwa die umfangreiche Ausstattung mit DSP-Programmen und die differenzierte Anpassung an die Raumakustik, sind geblieben bzw. verbessert worden.

Wenn Geld egal ist

Denon AVC-X4700H

Test  AV-Receiver: Denon AVC-X4700H
Der AVC-X4700H liefert souveräne Leistungsreserven und unterstützt neben Dolby Atmos auch das weniger verbreitete Auro-3D-Format.

Der Denon AVC-X4700H ist der Nachfolger unseres ehemaligen Favoriten und hat seitens der meisten Eckdaten vieles mit dem Marantz SR6015 gemeinsam. Die Ausgangsleistung bietet allerdings mehr Reserven, außerdem unterstützt der AVC-X4700H neben Dolby Atmos mit Auro-3D ein weiteres, nicht ganz so weit verbreitetes Format für dreidimensionalen Sound. Das hat allerdings auch seinen Preis, lohnt sich aber insbesondere für leistungshungrige Boxen.

Schlanker Bolide

Marantz NR1711

Test  AV-Receiver: Marantz NR1711
Marantz hat mit dem NR1711 einen schönen, schlanken AV-Receiver im Angebot, der vor allem für kleinere Wohnzimmer gut geeignet ist.

Der Marantz NR1711 baut mit seinen zehn Zentimetern Höhe deutlich flacher als meisten Konkurrenten und kommt überall dort zum Einsatz, wo wenig Platz ist – oder sich die Akzeptanz eines massiveren Gerätes in Grenzen hält. Seitens der Anschlüsse übt er aus Platzgründen mehr Zurückhaltung als die »Großen«, trotzdem reichen diese und auch die Leistung für die meisten Heimkinos aus.

Preistipp

Denon AVR-X1600H DAB

Test  AV-Receiver: Denon AVR-X1600H DAB
Denon hat den AVR-X1600H besonders üppig ausgestattet, mit insgesamt 7 Endstufen ist er sogar Dolby Atmos und DTS:X fähig.

Mit dem AVR-X1600H DAB hat Denon einen Preisbrecher mit attraktiver Vollausstattung am Start. Mit seinen insgesamt sieben Endstufen lässt sich problemlos ein 5.1.2-Atmos- oder DTS:X-Set ansteuern. Darüberhinaus ist ein DAB-Tuner integriert. Lautsprecherspezialist Teufel hat den Denon zusammen mit einem Ultima 40 Atmos Surround-Lautsprecherset zu einer äußerst preiswerten Komplettanlage kombiniert.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal istSchlanker BolidePreistipp
Marantz SR6015 Yamaha RX-A4A Denon AVC-X4700H Marantz NR1711 Denon AVR-X1600H DAB Yamaha RX-A2A Yamaha RX-V4A Denon AVR-S960H Marantz SR5015 Denon AVR-X4500H Denon AVR-X2600H DAB Marantz NR1609 Marantz SR6014 Marantz SR5014 Yamaha RX-V685 Pioneer VSX-934
Test  AV-Receiver: Marantz SR6015AV-Receiver Test: Rxa4ablfr2ucagbfrltkshpvTest  AV-Receiver: Denon AVC-X4700HTest  AV-Receiver: Marantz NR1711Test  AV-Receiver: Denon AVR-X1600H DABAV-Receiver Test: Yamaha Av Receiver Rx A2a VorneTest  AV-Receiver: Yamaha RX-V4ATest  AV-Receiver: Denon AVR-S960HTest  AV-Receiver: Marantz SR5015Test  AV-Receiver: Denon AVR-X4500HTest  AV-Receiver: Denon AVR-X2600H DABAV-Receiver Test: Marantznr1609Test  AV-Receiver: Marantz SR6014Test  AV-Receiver: Marantz SR5014Test  AV-Receiver: Yamaha RX-V685Test  AV-Receiver: Pioneer VSX-934
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Präzise Einmessung
  • Upscaling bis bis 8K/60Hz
  • Hervorragender Klang
  • Umfangreiche Anpassungen an die Raumakustik
  • Hervorragender Klang
  • Auro-3D wird unterstützt
  • Leistungsfähige Endstufen
  • Sehr guter Klang
  • Praxisgerechte Ausstattung
  • Geringe Bauhöhe
  • Sehr guter Klang
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Mit Dolby Atmos und DTS:X kompatibel
  • Sehr guter Klang
  • Einfache Installation
  • DAB+ und Internetradio fest integriert
  • Sehr guter Klang
  • Streaming fähig
  • Einmessung auf die Raumakustik
  • Günstiger Preis
  • Sehr guter Klang
  • Multiroom- und streaming-fähig
  • Mit Dolby Atmos und DTS:X kompatibel
  • Sehr guter Klang
  • Unterstützung von Dolby Atmos und DTS:X
  • Kompatibel mit 8K-Video
  • Hervorragender Klang
  • Viele HDMI-Eingänge
  • Solide Verarbeitung
  • Multi-Zone- und Multi-Room-Betrieb möglich
  • Hervorragender Klang
  • DAB+ integriert
  • Einfache Einrichtung
  • Zielsichere Einmessung
  • Hervorragender Klang
  • Einfache, zielsichere Einmessung
  • Solide Verarbeitung
  • Viele HDMI-Eingänge
  • Solide Verarbeitung
  • Multi-Zone- und Multi-Room-Betrieb möglich
  • Sehr guter Klang
  • Viele HDMI-Eingänge
  • Solide Verarbeitung
  • Multi-Zone- und Multi-Room-Betrieb möglich
  • Sehr guter Klang
  • Viele DSP-Programme
  • Multi-Zone-Betrieb
  • Ausreichend digitale Schnittstellen
  • Sehr günstig
  • Multi-Zone-Betrieb
Contra
  • Kein Radiotuner eingebaut
  • Es stehen nur sieben Endstufen zur Verfügung
  • Kein Radiotuner eingebaut
  • Weniger Leistung
  • Gehäuse überwiegend aus Kunststoff
  • Kein 3D-Sound
  • Leistung für große Räume zu gering
  • Leistung für große Räume eher niedrig
  • Kein DAB+
  • Aktuell zu teuer
  • Kein DAB+
  • Kein DAB+
  • Wenige Eingänge
  • Leistung für große Räume zu knapp
Bester Preis
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Leistung 2-Kanal (lt.Hersteller)110 Watt (8 Ohm)110 W (zwei Kanäle 8 Ohm)125 W (8 Ohm)50 Watt (8 Ohm)80 W (8 Ohm), 120 W (6 Ohm)100 W (8 Ohm)80 W (6 Ohm)95 Watt (8 Ohm)100 W (8 Ohm)125 W (8 Ohm) / 165 W (6 Ohm)95 W (8 Ohm) / 125 W (6 Ohm)50 W (8 Ohm) / 70 W (6 Ohm)110 W Kanal (6 Ohm) / 150 W Kanal (8 Ohm)100 W Kanal (6 Ohm) / 140 W Kanal (8 Ohm)90 W (8 Ohm)160 W Kanal (6 Ohm) / 135 W Kanal (8 Ohm) (jeweils 1 Kanal betrieben)
Endstufen-Kanäle9797775779779797
Surround-CodecsDolby Atmos, Dolby Height Virtualization, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, DTS HD Master, IMAX EnhancedSurround:AI, Dolby Atmos Height Virtualizer, Dolby Surround, Dolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, DTS:X, DTS-HD Master AudioDolby Atmos, Dolby Height Virtualization, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, DTS HD Master, IMAX Enhanced, Auro-3DDolby Atmos, Dolby Height Virtualization, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, DTS HD MasterDTS HD Master, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, Dolby TrueHD, Dolby Atmos, Dolby Surround, Dolby Height VirtualizationDolby Atmos, Dolby Height Virtualization*, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS:X, DTS HD MasterDolby TrueHD, Dolby Digital Plus, DTS-HD Master AudioDolby Atmos, Dolby Atmos Height Virtualization Technology, DTS:X, DTS Virtual:X, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS HD Master, DTS Neural:XDolby Atmos, Dolby Height Virtualization, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, DTS HD MasterDolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Surround, Auro 3D, DTS:X, DTS-HD Master Audio, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, IMAX EnhancedDolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS:X, DTS-HD Master Audio, DTS Neural:X, DTS Virtual:XDolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Surround, DTS:X, DTS-HD Master Audio, DTS Neural:X, DTS Virtual:XDolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Surround, Dolby Height, Virtualization, DTS HD Master, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, IMAX EnhancedDolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Surround, Dolby Height Virtualization, DTS HD Master, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:XDolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Surround, DTS:X, DTS-HD Master AudioDolby Atmos, Dolby TrueHD, Dolby Surround, Dolby Height Virtualization, Dolby Digital Plus, DTS HD Master, DTS:X, DTS Neural:X, DTS Virtual:X, DTS-HD High Resolution Audio, DTS 96/24, DTS-ES, DTS-HD Express
DSP-Programme24171772176
Video Pass-Through8K/60Hz, 4K/120Hz8K60B, 4K120AB (via future update)* HDMI 1-38K/60Hz, 4K/120Hz8K/60Hz, 4K/120Hz8k/60, 4k/1204K/120Hz8K/60Hz, 4K/120Hz8K/60Hz, 4K/120Hz8K/60Hz, 4K/120Hz4K@60Hz
Unterstützte HDR-FormateHDR10, HDR10+, HLG, Dolby Vision, Dynamic HDRHDR10, HDR10+ (nach update), HLG, Dolby VisionHDR10, HDR10+, HLG, Dolby Vision, Dynamic HDRHDR10, HDR10+, HLG, Dolby Vision, Dynamic HDRHDR10, Dolby Vision, HLGHDR10, HDR10+ (nach update), HLG, Dolby VisionHDR10, HDR10+ (nach update), HLG, Dolby VisionHDR10, HDR10+, HLG, Dolby Vision, Dynamic HDRHDR10, HDR10+, HLG, Dolby Vision, Dynamic HDRHDR10, Dolby Vision, HLG
Einmessung RaumakustikAudyssey MultEQ XT32YPAO (3D/High Precision EQ/ R.S.C/Multi-point)Audyssey MultEQ XT32Audyssey MultEQAudyssey MultEQ XTYPAO (R.S.C/Multi-point)YPAOAudyssey MultEQAudyssey MultEQ XTAudysseyAudysseyAudysseyAudysseyAudyssey (ohne LFC)YPAOMCACC
Video-Anschlüsse7 HDMI-In (1x8K), 3 HDMI-Out, 2 Component-In, 1 Component-Out, 4 Composite-In (1xFront), 1 Composite-Out7 x HDMI-In, 3 x HDMI-Out (HDMI2.1 / HDCP2.3)8 HDMI-In (1x8K, 1 x front), 3 HDMI-Out, 2 Component-In, 1 Component-Out, 3 Composite-In, 2 Composite-Out6 HDMI-In (1x8K), 1 HDMI-Out, 2 Component-In, 1 Component-Out, 3 Composite-In, 1 Composite-Out6 x HDMI-In (1 x Front), 1 x HDMI-Out, 2 Composite-In, 1 Composite-Out7 HDMI-In, 1 HDMI-Out4 HDMI-In, 1 HDMI-Out6 HDMI-In (1x8K), 2 HDMI-Out, 2 Component-In, 1 Component-Out, 2 Composite-In, 1 Composite-Out6 HDMI-In (1x8K), 2 HDMI-Out, 2 Component-In, 1 Component-Out, 3 Composite-In (1xFront), 1 Composite-Out8 x HDMI in, 3 x HDMI out, 4 x Composite in, 2 x Component in8 x HDMI in, 2 x HDMI out, 2 x Composite in, 2 x Component in8 x HDMI in, 1 x HDMI out, 3 x Composite in, 2 x Component in8 x HDMI in, 3 x HDMI out, 3 x Composite in (1 x out), 2 x Component in (1 x out)8 x HDMI in, 2 x HDMI out, 3 x Composite in (1 x out), 2 x Component in (1 x out)5 x HDMI in, 2 x HDMI out, 1 x Composite in, 1 x Component in6 x HDMI in, 2 x HDMI out
Audio-Anschlüsse2 + 2 x digital in (koax+opt), 7 x analog in (inkl. Phono, 1xFront)), 1 x Kopfhörer, 1 x Pre-Out, 11.2 x Pre-Out, 1 x Multiroom Pre-Out, 2 x Sub1 + 2 x digital in (koax+opt), 4 x analog in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, 7.1-pre-out und Zone 2 Pre-Out, 2 x Subwoofer2 + 2 x digital in (koax+opt), 7 x analog in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, 11.2 x Pre-Out, Zone 2 u. 3 Pre-Out, USB, LAN1 + 1 x digital in (koax+opt), 4 x analog in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, 1 x Pre-Out, 2.2 x Pre-Out, 1 x Multiroom Pre-Out, 2 x Sub2 x digital in (opt.), 3 x analog in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, 2 x Pre-Out / Sub1 + 1 x digital in (koax+opt), 4 x analog in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, 2 x Pre-Out (Stereo Front, Zone 2), 2 x Sub1 + 1 x digital in (koax+opt), 3 x analog in, 1 x Kopfhörer, 2 x Pre-Out / Sub2 x digital in (opt), 5 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, 0.2 x Pre-Out, Zone 2 Pre-Out2 + 2 x digital in (koax+opt), 6 x analog in (inkl. Phono, 1xFront)), 1 x Kopfhörer, 1 x Pre-Out, 7.2 x Pre-Out, 1 x Multiroom Pre-Out, 2 x Sub2+2 x digital Audio in (coax+opt), 6 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, USB, LAN2 x digital Audio in (opt), 2 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, USB, LAN, 2 x Subwoofer1+1 x digital Audio in (coax+opt), 4 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, USB, LAN2+2 x digital Audio in (coax+opt), 6 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, USB, LAN, 2 x Subwoofer2+2 x digital Audio in (coax+opt), 5 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, USB, LAN, 2 x Subwoofer2+2 x digital Audio in (coax+opt), 5 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, USB, LAN1 + 1 x digital Audio in (coax+opt), 5 x analog Audio in (inkl. Phono), 1 x Kopfhörer, USB, LAN, 2 x Subwoofer
DrahtlosWLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, BluetoothWLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, BluetoothWLAN, BluetoothWLAN, Bluetooth (SBC / AAC)WLAN, Bluetooth
Tuner/ Internetradio/ Multiroom– / TuneIn / HeosFM / DAB+ / MusiCast– / TuneIn / Heos– / TuneIn / HeosFM / DAB+ / TuneInFM / DAB+ / MusiCastDAB, FM / Net Radio / MusicCastFM / TuneIn / HeosFM / TuneIn / HeosFM / TuneIn / HeosFM, DAB+ / TuneIn / HeosFM / TuneIn / HeosFM / TuneIn / HeosFM / TuneIn / HeosFM / Net Radio / MusicCastFM / TuneIn / FlareConnect
Abmessungen440 x 161 x 398 mm (BxHxT)435 x 191 x 442 mm (BxHxT)434 x 167 x 389 (BxHxT)440 x 105 x 378 mm (BxHxT)434 × 151 × 339 mm (BxHxT)435 x 171 x 372 (BxHxT)435 x 171 x 377 (BxHxT)434 x 167 x 341 mm (BxHxT)440 x 161 x 348 mm (BxHxT)434 x 167 x 389 (BxHxT)434 x 167 x 329 mm (BxHxT)440 x 105 x 376 (BxHxT)440 x 161 x 388 mm (BxHxT)440 x 161 x 338 mm (BxHxT)435 x 171 x 378 mm (BxHxT)435 x 173 x 371 mm (BxHxT)
Gewicht12,8 kg16,2 kg13,7 kg8,3 kg8,6 kg10,2 kg8,8 kg9,5 kg10,1 kg13,7 kg9,5 kg8,3 kg12,8 kg10,1 kg10,5 kg9,6 kg
AusführungenSchwarz / ChampagnerschwarzSchwarz / Premium SilberSchwarz / ChampagnerschwarzSchwarzSchwarzSchwarz / Premium SilberSchwarz / ChampagnerSchwarz / SilberSchwarz / Premium SilberSchwarz / ChampagnerSchwarz / ChampagnerSchwarz / ChampagnerSchwarz / TitaniumSchwarz / Silber

Warum ein AV-Receiver?

Auch wenn Soundbars, Sounddecks und Multiroom-Systeme zur Zeit in aller Munde sind – wer Filme mit echtem Surround-Sound genießen will, fährt nach wie vor mit einem vollwertigen Surround-Sound-System am besten. Das Herzstück davon ist ein AV-Receiver, der den Mehrkanalton an die Lautsprecher verteilt.

Ein 5.1-System besteht insgesamt aus sechs Lautsprechern: Einem Center, der unter dem Fernseher oder der Leinwand platziert wird und vor allem für die Sprachausgabe gedacht ist, und außerdem zwei seitlichen Lautsprechern vorne und zwei Surround-Lautsprechern neben oder leicht hinter der Abhörposition. Damit sind die fünf Lautsprecher der ersten Ziffer definiert. Die Eins in »5.1« bezeichnet den Subwoofer, der relativ frei im Raum positioniert werden kann, da die tiefen Frequenzen den ganzen Raum füllen und sich nicht gut orten lassen.

Bei 7.1-Systemen gibt es zwei weitere Lautsprecher, die noch hinter den beiden Rücklautsprechern des 5.1-Systems positioniert werden und für einen noch runderen Surround-Sound sorgen.

7.1 Lautsprecher Setup - Bild: MTX.com
Aufbau eines 7.1-Surround-Sound-Systems.

Aber damit ist noch längst nicht Schluss: 9.1 und 11.1 Systeme fügen noch sogenannte Matrix-Kanäle hinzu. Interessanter wird es aber, wenn der Sound nicht nur von vorne, den Seiten und hinten kommt, sondern auch von oben, denn damit erschließt sich auch die dritte Raumdimension.

Um diese 3D-Sound-Systeme zu kennzeichnen, wird eine dritte Ziffer angehängt: Ein 5.1.2-System besteht also aus fünf Surround-Lautsprechern, einem Subwoofer und zwei Deckenlautsprechern, bei einem 7.1.2-System kommen noch die beiden rückwärtigen Surround-Lautsprecher dazu. Beide Systeme entsprechen der Dolby-Atmos-Konfiguration. Im Heimkino sind bis zu 4 Deckenlautsprecher möglich, das wäre dann folgerichtig entweder ein 5.1.4- bzw. ein 7.1.4-Setup.

Um den Ton von der Decke kommen zu lassen gibt es wiederum mehrere Methoden: Die eine besteht darin, tatsächlich Lautsprecher an die Decke zu hängen, die zwei oder vier Kanäle von oben direkt in Richtung Sitzgruppe abzustrahlen. Bei der weniger aufwändigen Variante werden auf die vorderen beiden Surround-Lautsprecher noch zwei Lautsprecher aufgesetzt, die an die Decke strahlen. Von dort wird der Schall an die Abhörposition reflektiert und vermittelt so den Eindruck, als ob der Klang von der Decke kommt. Bei entsprechender Raumhöhe besteht eine dritte Variante: Die Atmos-Lautsprecher werden an die vordere Wand montiert, und zwar möglichst hoch und schräg nach unten in Richtung Hörposition abstrahlend. Dasselbe geht natürlich auch bei den Rück-Lautsprechern.

3D-Sound funktioniert durch Reflektion des Schalls zurück zur Abhörposition

Je mehr Lautsprecher für die Klangausgabe zur Verfügung stehen, desto besser kann prinzipiell das Surround-Sound-Erlebnis gestaltet werden – entsprechend steigt aber auch der Installationsaufwand.

Um den zu begrenzen, können vor allem die Rücklautsprecher oft per Funk angesprochen werden, ebenso der Subwoofer. So können diese Lautsprecher schon mal ohne lästiges Kabelverlegen frei im Raum aufgestellt werden. Front- und Center-Lautsprecher befinden sich ohnehin neben Fernseher oder Leinwand und sind daher in der Regel unproblematisch zu verkabeln.

Audiovisuelle Schaltzentrale

Der AV-Receiver ist die zentrale Schaltstelle im Wohnzimmer oder Heimkino: Sie nimmt Signale unterschiedlichster Bild- und Tonquellen auf und gibt sie an verschiedene Wiedergabegeräte weiter.

Für Audio-Signale sind das die verschiedenen Lautsprecher-Sets, von der herkömmlichen Stereowiedergabe über aktuellen 3D-Surroundsound bis hin zur Multiroom-Beschallung mit zahlreichen Boxen. Aber auch Bildsignale von den unterschiedlichsten Quellgeräten können an ein oder mehrere Bildschirme weitergegeben werden, zum Beispiel Fernseher oder Beamer. Als Quellen fungieren für gewöhnlich Blu-ray-Player, TV-Receiver für Sat-, Kabel-, oder terrestrischen Empfang und sogar Spielekonsolen. Durch die zunehmende Vernetzung kommen noch vielfältige Online-Angebote hinzu.

 AV-Receiver Test: Av Receiver Streaming
Streaming-Dienste für Bild und Ton werden immer wichtiger.

Außerdem gibt es für die meisten Receiver neben der herkömmlichen Fernbedienung inzwischen auch Apps zur Bedienung übers Smartphone. Trotz aller moderner Quellen verzichten viele AV-Receiver auch heute noch nicht auf analoge Eingänge etwa für einen Plattenspieler. Schließlich soll alles, was Ton und Video ausgibt an einen AV-Receiver angeschlossen werden können.

Analoge Quellen werden ebenfalls berücksichtigt

AV-Receiver sind damit in der Lage verschiedenste Surround-Sound-Tonformate zu dekodieren und in Raumklang umzusetzen. Die verschiedenen Videoformate werden dabei entweder nur an den Bildschirm oder Beamer weitergereicht, teilweise aber sogar ihrerseits aufbereitet. Wegen ihrer Vielseitigkeit und der Fähigkeit, Raumklang umzusetzen, sind sie der zentrale Baustein eines jeden Heimkinos.

Upscaling, Multiroom etc.

Die meisten AV-Receiver sind derart großzügig mit Audio-Endstufen ausgestattet, dass sie neben dem Haupt-Raum, der mit Sourround-Sound befeuert wird, einen zusätzlichen Raum zumindest mit Stereo-Signal versorgen können, es müssen nur entsprechende Lautsprecher-Kabel liegen.

Darüberhinaus besteht zumeist auch eine Möglichkeit, in den Räumen verteilte, drahtlose Lautsprecher zu versorgen, hierzu wird dann oft zumeist ein hauseigenes Funkprotokoll (Yamaha MusicCast, Denon HEOS, FlareConnect) verwendet, parallel zumeist zu Airplay und/oder Sonos. Die Einrichtung wird dann idealerweise komfortabel über die Benutzeroberfläche auf dem angeschlossenen Bildschirm vorgenommen.

Damit nicht genug, auch das Bild soll zu seinem Recht kommen. Neue Formate und Standards, wie die 4K- oder sogar 8K-Auflösung sowie die Kontrasterweiterung HDR sollen nach Möglichkeit den Receiver unbeschadet passieren können, um dann an Beamer oder Display weitergereicht zu werden. Unsere aktuellen AV-Receiver schaffen das problemlos, mehr noch; sie erlauben auch das hochskalieren von Bildsignalen mit Standard-Auflösung auf FullHD und sogar auf 4K, die neusten sogar 8K. Ähnlich sieht das mit der Bewältigung der aktuellen HDR-Standards aus; HDR10, HDR10+, DolbyVision und HDR HLG (der geplante HDR-Sendestandard) wollen unterstützt werden. Bei den Vorgängern sah es da noch anders aus, wir haben sie dennoch in der Auflistung belassen, da sie für den einen oder anderen Bedarf schon ein Schnäppchen darstellen, die unterstützten HDR-Formate und die weitergeleitete Video-Formate (Pass-Through) haben wir in der Tabelle aufgelistet.

 AV-Receiver Test: Marantz Sr6015

Testsieger: Marantz SR6015

Der Marantz SR6015 folgt auf den SR6014 – als Grundausstattung hat er dessen neun Leistungsendstufen übernommen, die mit insgesamt elf Lautsprecherterminals nach außen gehen. Damit sind Konstellationen von 5.1.4 bis 7.1.2 möglich. Über das zusätzliche Terminal kann beispielsweise auf Wunsch eine zweite Stereozone betrieben werden.

Allerdings geht das nicht gleichzeitig, weil für die zweite Zone zwei der neun vorhandenen Endstufen benötigt werden, die dann in der Heimkinozone nicht mehr zur Verfügung stehen. Normalerweise stellt das aber kein Problem dar, denn man kann die Musik trotzdem in beiden Räumen gleichzeitig genießen, sofern man im Heimkino einige Abstriche in Kauf nimmt, indem man zum Beispiel auf zwei Atmoskanäle verzichtet.

Testsieger

Marantz SR6015

Test  AV-Receiver: Marantz SR6015
Der SR6015 unterstützt die meisten aktuellen Formate, stellt satte Leistung zur Verfügung und ist unverkennbar von Marantz. Gefallen hat uns sein ausgewogener Klang sowie der präzise Sub.

Neben Dolby Atmos wird auch die DTS Variante DTS:X als dreidimensionales Soundformat unterstützt – und außerdem IMAX Enhanced. IMAX kommt ebenfalls von DTS und beinhaltet besondere Vorgaben für die Wiedergabe von Bild und Ton, die ein noch besseres Heimkino-Erlebnis vermitteln sollen.

Die Frontplatte gibt sich aufgeräumt, lediglich zwei große Knöpfe rahmen links und rechts das markante Bullaugen-Display ein. Darunter, hinter einer massiven Klappe verborgen, befindet sich das Bedienfeld sowie einige Buchsen.

Außen übersichtlich, innen Leistung satt

Ein Blick auf die Rückseite des Marantz vermittelt allerdings einen ersten Eindruck davon, was in dem Receiver steckt: Sieben HDMI-Eingänge warten auf Anschluss, einer davon reicht sogar Videos in 8K-Auflösung an die drei HDMI-Ausgänge weiter. Unter besagter Frontklappe ist noch ein einfacher Composite-Video-Eingang, eine USB-Schnittsteller und eine Kopfhörerbuchse. Eine unscheinbare kleine Buchse unter der selben Klappe kommt meistens nur bei der ersten Installation zum Einsatz: Sie ist für das Messmikrofon vorgesehen.

1 von 4
AV-Receiver Test: Marantz Sr6015 Offen
Der Marantz SR6015 verbirgt das Bedienfeld hinter einer massiven Klappe. Wie üblich gibt es den Receiver außer in Schwarz auch im typischen Silver-Gold.
AV-Receiver Test: Marantz Sr6015 Fb
Die Fernbedienung ist trotz der vielen Tasten recht übersichtlich.
AV-Receiver Test: Marantz Sr6015 Mic
Das Messmikrofon zur Einmasseung auf die Raumakustik gehört zum Lieferumfang.
AV-Receiver Test: Marantz Sr6015 Back
Da ist kaum noch ein Plätzchen frei, trotzdem werden die Lautsprecherterminals jeweils nebeneinander untergebracht. Das vereinfacht den Anschluss der vielen Kabel.

Bis zu zwei aktive Subwoofer können angeschlossen werden. Eine ganze Reihe Cinch-Buchsen kann insgesamt 11.2 Lautsprecher ansteuern, sofern diese aktiv sind – also über eingebaute Verstärker verfügen. Die Koordination, welcher Lautsprecher mit welchem Signal und in welcher Stärke gefüttert wird, übernimmt ebenfalls der eingebaute Sound-Prozessor.

Vernetzt wird der Marantz SR6015 via Netzwerkkabel oder drahtlos per WLAN. Letzteres unterstützt sowohl das 2,4-GHz- als auch das 5-GHz-Netz. Die beiden Antennen, die aus dem Rücken ragen, sorgen für gute Empfangsverhältnisse – übrigens für WLAN und Bluetooth gemeinsam. Damit sind Multiroom-Szenarien und dem Streaming von Audio und Video kaum Grenzen gesetzt.

Die HEOS App fungiert dabei als Steuerzentrale auf dem Smartphone und der Receiver dient dann als mögliche Signalquelle für angeschlossene WLAN-Lautsprecher in anderen Räumen. Allerdings müssen alle Komponenten mit HEOS kompatibel sein. Eine Ausnahme bildet dabei Airplay 2, was der Marantz ebenfalls beherrscht. Allerdings ist man dann an die Aiplay-Oberfläche und deren Beschränkungen gebunden, während HEOS fast alle aktuellen Streaming-Dienste zur Verfügung stellt.

Trotz der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die der Marantz bietet, ist die Installation und Einrichtung dank der sehr guten Nutzerführung kein Hexenwerk.

Installation und Einmessen

Beim Marantz SR6015 sind die Lautsprecher-Terminals, anders als mitunter üblich, komplett in einer Reihe angeordnet und nicht als Doppelreihe paarweise übereinander. Neben den Beschriftungen sind die einzelnen Lautsprecherpaare farblich gekennzeichnet und auch das Menü steht Schritt für Schritt mit aufwändiger Grafik und Volltexthilfe während der Erstinstallation zur Seite.

Die Fernbedienung hat ein übersichtliches Layout – einzig die Eingabe von Passwörtern für die WLAN-Verbindung ist etwas mühselig, in der Regel aber nur einmal fällig. Darüber hinaus lässt sich der Denon auch mit der kostenlosen Remote App per Smartphone bedienen, das funktioniert aber nur, wenn der Receiver während der Erstinstallation für eine Netzwerk-Bedienung freigegeben wird. Leider ist die App schon etwas betagt und tut sich etwas schwer, Verbindung zum Receiver aufzunehmen. Das kann allerdings auch mit dem verwendeten Smartphone zusammenhängen. Jedenfalls gibt es hier noch Potential für Verbesserungen.

Prinzipiell wird man schon beim korrekten Anschließen von Ein- und Ausgängen Schritt für Schritt an die Hand genommen. Die entsprechende grafische Oberfläche mit den Volltext-Erläuterungen macht die Installation des Boliden beinahe zum Kinderspiel. Das sieht übrigens bei allen Receivern ähnlich aus. Es wird sogar ein verpolter Lautsprecher eindeutig erkannt – das ist besonders hilfreich, weil man sich bei den vielen Anschlussterminals schnell mal vertun kann.

Sind Lautsprecher und Subwoofer korrekt angeschlossen, folgt die penible Einstellung der Pegel auf die Raumakustik und Lautsprechergröße. Dazu liegt dem Marantz SR6015 eine Papp-Pyramide mit aufgesetztem Messmikrofon bei. Das wird in eine Buchse an der Frontseite eingesteckt, anschließend wird der interne Mess-Computer aktiviert.

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AV-Receiver Test: Marantz Sr6015 Screen Setup
AV-Receiver Test: Screen Marantz Multeq Xt
AV-Receiver Test: Marantz Sr6015 Screen Setup Menue

Mit Audyssey MultEQ XT32 ist beim SR6015 die vollautomatische Einmessung in der umfangreichsten Version installiert. Hierzu wird das mitgelieferte Messmikrofon standardmäßig nacheinander an acht unterschiedliche Positionen im Bereich des Hörplatzes aufgestellt, um dann die Messroutine für jeden Lautsprecher zu durchlaufen. Das funktioniert in der Praxis tadellos und führt zu einem beeindruckenden Klangerlebnis.

In gut 15 Minuten ist die Surround-Anlage automatisch perfekt auf die Raumakustik abgestimmt, wenngleich experimentierfreudige Zeitgenossen die Abstimmung anschließend noch nach ihren Präferenzen beeinflussen können. Die Lautsprecher können aber auch anschließend umgestellt werden, ohne dass man das komplette Prozedere abermals durchlaufen muss, einfach das gewünschte Lautsprecherpaar auswählen und auf die neue Position einmessen.

Klangtest

Der Marantz SR6015 spielt so gut wie alle aktuellen Audio- und Videoformate ab, darunter auch unkomprimierte FLAC- oder DSD-Dateien, diese sogar mit bis zu 5,6 MHz. Damit wird er den Ansprüchen der meisten Streamingdienste gerecht, die zunehmend Musik in HiRes anbieten. Aber das ist nicht alles – denn wie bei den meisten anderen Testkandidaten verfügt auch der Marantz über einen Phono-Eingang, schließlich hat Marantz sogar eine Plattenspieler im Programm.

Dynamisch beim Film, ausgewogen bei Musik

Alles was der an die Lautsprecher ausgibt, ob nun zwei- oder mehrkanalig, folgt exakt den Vorgaben der Quelle. Trotz der Ansteuerung von nur einem Paar Atmos-Lautsprechern, schafft er eine hervorragende Räumlichkeit. Die Lautsprecher sind dabei nicht etwa unter der Decke montiert, sondern auf den beiden Frontlausprechern liegend zur Decke abstrahlend, um dann per Reflexionen die entsprechende Räumlichkeit herzustellen. Regen plätschert oder prasselt direkt von der Decke, auch das niedrige Überfliegen des Heimkinos durch einen Hubschrauber lässt uns zusammenzucken. Der Sub wird präzise und mit Nachdruck angesteuert und verleiht jeder Explosion den nötigen Nachdruck.

Bei einem 5.1.4-Setup kann der Marantz sogar vier Deckenlautsprecher ansprechen bzw. solche, die auf die Front- und Rear-Speaker positioniert werden, um per Deckenreflexion den Atmos-Effekt zu erreichen. Obwohl Dolby das eigentlich nicht vorsieht, lässt sich mit dem Sound Processing des Marantz auch mit sogenannten Höhen-Lautsprechern, die vorn oben an der Wand angebracht werden, ein beeindruckender 3D-Effekt erreichen. Bei Auro-3D ist das sogar ausdrücklich vorgesehen, das beherrscht der Marantz allerdings nicht, sondern in unserem Testfeld nur der teurere AVC-X4700H von Denon.

Über die Effekte hinaus bleibt der Klang dennoch immer ausgewogen: Es werden keine Frequenzen bevorzugt oder benachteiligt, sondern es wird so gespielt, wie sich der Toningenieur das gedacht hat. Dialoge bleiben trotz des kontrollierten Getöses immer klar verständlich und lassen sich perfekt verorten, der Ton passt perfekt zum Bild, so groß es auch sein mag.

Bei Musikwiedergabe, ob nun Stereo-Aufnahmen von der Schallplatte oder mehrkanalige Konzertmitschnitte von Blu-ray oder DVD, zeigt sich der Marantz SR6015 bei Bedarf als hochsensibler Feinzeichner. Er gibt Stimmen das ihnen eigene Timbre und schafft es bei den Konzertmitschnitten von Leonard Cohen bei jedem Zuhörer eine Gänsehaut zu erzeugen. Bei den Atmos-kompatiblen Mitschnitten des Roger-Waters-Konzerts bewältigt er jeden dynamischen Wechsel, von feinen Zwischentönen und Dialogen bis hin zu aufschwellendem Getöse.

Nachteile?

Der Marantz SR6015 ist derart ausgereift, dass es eigentlich keine Nachteile gibt. Das Video-Upscaling von FullHD-Videos zur vollen 4K- oder sogar 8K-Auflösung meistert er sehr gut, wenngleich ein aktueller Fernseher oder Beamer hier unter Umständen gleichziehen kann. Wermutströpfchen ist sicher die Remote App zumindest in der Android-Version. Der Verzicht auf einen Tuner, ob nun DAB oder UKW, ist verschmerzbar – zumal der Marantz quasi über einen direkten Draht zum TuneIn Internetradio verfügt.

Marantz SR6015 im Testspiegel

Wegen der kurzen Marktpräsenz gibt es zum Marantz SR6015 noch keine Testergebnisse. Wir werden sie aber sobald wie möglich nachreichen.

Für die Kollegen von HIFI.DE durfte ich den Marantz ebenfalls unter die Lupe nehmen. Er erreichte dort im April 2021 mit 8,2 von 10 Punkten die Note »gut«, was hauptsächlich seinen Klangeigenschaften bei Filmton und Musik geschuldet ist:

Design und Verarbeitung sind auf dem hohen Niveau, das man bei diesem Preis und von Marantz erwarten darf. In seiner Kategorie gehört der Marantz SR6015 klar zu den besten AV-Receivern auf dem Markt, nur der fehlende Radio-Tuner mag manche Käufer abschrecken. Doch wenn dich das nicht stört, und es dir nicht nur um druckvolle Film-Soundtracks geht sondern du im Heimkino auch sehr gut Musik hören möchtest, ist der Marantz SR6015 eine echte Empfehlung.

Alternativen

Der Marantz hat für uns die Nase vorne, aber nur knapp, vor allem, weil er Surround-Sound-Einsteigern die Installation so einfach macht und eine komplette 7.1.4 Installation erlaubt. Der Denon hat teilweise sogar mehr Ausstattung zu bieten, das hat natürlich seinen Preis, trotzdem können wir auch diesen AV-Receiver wärmstens empfehlen.

Auch gut: Yamaha RX-A4A

Der Yamaha RX-A4A ist eines der mittleren Exemplare aus der aktuellen Adventage-Reihe des Herstellers. Das neue Design verabschiedet sich vom Boliden im schweren Metallgehäuse mit massiven Reglern und unzähligen Bedienknöpfen auf der Frontplatte. Ein großer, mittig angeordneter Lautstärkeknopf ist zwar geblieben, rechts daneben gibt es den etwas kleineren Drehknopf für die Quellenwahl, ansonsten ist die Frontplatte aber eine glatte Fläche. In diese Oberfläche ist das Display nahtlos integriert. Anders als die günstigen Geräte, wie zum Beispiel der RX-V4A, haben die Adventage-Receiver keine abgerundeten Seitenteile.

Auch gut

Yamaha RX-A4A

AV-Receiver Test: Rxa4ablfr2ucagbfrltkshpv
Der RX-A4A kommt aus Yamahas Adventage-Reihe. Er punktet mit umfassendem Video-Handling und 24 abrufbaren Sound-Einstellungen (DSP).

Trotz des hohen Kunststoffanteils ist der RX-A4A kein Leichtgewicht. Das liegt unter anderem daran, dass es unter dem Kunststoffkleid einen soliden Rahmen aus Stahlblech gibt. Auch die Verwendung eines massiven Trafos anstatt eines leichteren Schaltnetzteiles sorgt für das ordentliche Kampfgewicht. Der Trafo ist übrigens so üppig dimensioniert, dass es eines fünften Fußes bedarf, um das Bodenblech genau an der Stelle abzustützen.

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AV-Receiver Test: Yamaha Rxa4a
Der Yamaha mit neuem Antlitz: Die Drehsteller sind nicht mehr symmetrisch angeordnet, die Tasten deutlich reduziert und das Display nahtlos in die Frontplatte integriert.
AV-Receiver Test: Yamaha Rxa4a Back
Die sieben Endstufen werden auf neun Paar Lautsprecher-Terminals verteilt, das eröffnet einige Möglichkeiten. Ein Anschluss für die DAB-Antenne sowie ein Phono-Eingang sind Standard.
AV-Receiver Test: Yamaha Rxa4a Mikrofon
Bei den teureren AV-Receivern von Yamaha ist die Raumeinmessung aufwändiger und genauer, dafür liegt auch ein spezielles Stativ bei.
AV-Receiver Test: Yamaha Rxa4a Fb
Die Fernbedienung hat eine pflegeleichte Folientastatur. Das Layout ist übersichtlich und die Druckpunkte der Tasten gut zu spüren.

Der Yamaha RX-A4A kann gleich drei Radio-Quellen vorweisen: einmal den guten, alten UKW-Empfang, außerdem ist ein DAB+-Tuner eingebaut, und zu guter letzt gibt es per »Net«-Taste auf der Fernbedienung sogar Zugriff aufs Internetradio und Podcasts.

Der Yamaha RX-A4A muss mit insgesamt sieben Leistungsendstufen auskommen. Damit ist ein 5.1.2-Setup möglich, wo fünf Lautsprecher für den Surround Sound zuständig sind und zwei für den Sound von oben. Verzichtet man auf diese, ist eine 7.1-Konfiguration möglich. Für ein zusätzliches Paar Lautsprecher-Terminal ist wahlweise für eine zweite Stereo-Zone zuständig. Wird diese zweite Hörzone aktiviert, bleibt in der Hauptzone nur noch eine 5.1-Konstellation übrig, mehr geben die sieben Endstufen leider nicht her.

Insgesamt sieben HDMI-Eingänge verteilt der Receiver auf drei Ausgänge. Die Eingänge 1-3 leiten 8K-Videos mit 60 Bildern sowie 4K mit 120 Bildern pro Sekunde durch. Der Ausgang HDMI 1 verfügt über den erweiterten Audio-Rück-Kanal (ARCe), so dass sich einige grundsätzliche Toneinstellungen des AV-Receivers bequem mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern lassen.

Während Ausgang 1 und 2 quasi parallel die gleiche Quelle wiedergeben, ist Ausgang 3 für eine weitere Zone bestimmt. Hier kann eine Quelle unabhängig von den beiden anderen angesehen werden. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Es können nicht zwei Quellen gleichzeitig mit voller 4K-Performance an zwei verschiedene Ausgänge weitergereicht werden.

Das insbesondere bei Gamern bekannte HDMI-Problem tritt übrigens auch beim RX-A4A auf. Yamaha bietet Besitzern einer XBox daher ein besonderes Upgrade an, nämlich einen kostenlosen Austausch der HDMI-Platine.

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AV-Receiver Test: Screenshot Yamaha Rxa4a Endstufen Zuordnen
Im Onscreen-Display kann die aktuelle Lautsprecherkonstellation eingegeben werden.
AV-Receiver Test: Screenshot Yamaha Rxa4a Ls Anordnung
Dann muss nur noch eingetragen werden, wo die Präsenzlautsprecher installiert sind – an der Wand, in der Decke oder wie hier als Atmos-Reflex-Strahler.
AV-Receiver Test: Screenshot Yamaha Rxa4a Hauptpruefung
Das YPAO-Messsystem nimmt bis zu neun Messdurchgänge vor.

Für Freunde des guten Sounds zum bewegten Bild ist das allerdings nicht wirklich relevant. Hier kommt es vielmehr auf angemessene Leistung und vor allem einfache Bedienung an. Dem Einen mag das Menü des Yamaha RX-A4A vielleicht zu schlicht oder dröge erscheinen, die Einrichtung des Receivers gelingt damit aber sehr zügig. Die anschließende Anpassung an die Raumakustik per YPAO-Einmessung lässt sich nicht nur mit bis zu acht Messpunkten vornehmen. In dieser Preisklasse bietet das System außerdem eine erweiterte Option an, in der die Winkel und Höhe der Atmos-Lautsprecher in die Berechnung mit einbezogen werden. Deshalb gehört neben dem Messmikrofon auch ein spezielles Stativ zum Lieferumfang.

Derart vorbereitet sollte nun der RX-A4A unser Testkino beschallen. Als Mitspieler steht neuerdings das aktuelle Ultima 40 Set von Teufel im Hörrraum. Ob Film, Musik oder beides, der Yamaha spielt von richtig Alarm bis dezent die komplette Klaviatur klanglicher Darbietungen. Wer das Musikvideo gern in Club- oder Stadion-Atmosphäre hört oder den Filmsound zusätzlich an den Film anpassen möchte, dem steht das natürlich frei. Der Yamaha hat insgesamt 24 DSP-Presets, von Sci-Fi über Adventure über das Roxy Theatre bis hin zu Hallen in München oder Wien im Angebot. Man kann den Sound aber auch pur genießen, also genau so, wie er vom Dolby-Prozessor aufbereitet wird.

Der Yamaha RX-A4A kann seitens der Ausstattung in den meisten Wohnzimmerkinos überzeugen. Eine zweite Zone kann außer mit Stereosound auch mit Videosignal versorgt werden, unabhängig von der Hauptzone. Neben den umfangreichen Streaming-Fähigkeiten bleiben auch so klassische Medien wie Radio (DAB+, UKW und Internetradio) sowie ein Plattenspieler nicht auf der Strecke.

Wenn Geld egal ist: Denon AVC-X4700H

Der Denon AVC-X4700H hat zwar in einigen Teilen große Ähnlichkeit mit dem SR6015, was daran liegt, dass Marantz und Denon nicht nur die gleichen Vertriebskanäle nutzen, sondern auch die gleiche Entwicklungsabteilung. Dennoch legt jede der beiden Marken Wert auf Eigenständigkeit. Neben dem Design und der klanglichen Feinabstimmung sind es zusätzliche Features, die den Unterschied machen.

Wenn Geld egal ist

Denon AVC-X4700H

Test  AV-Receiver: Denon AVC-X4700H
Der AVC-X4700H liefert souveräne Leistungsreserven und unterstützt neben Dolby Atmos auch das weniger verbreitete Auro-3D-Format.

So unterstützt der AVC-X4700H neben Dolby Atmos mit Auro-3D ein weiteres Format zur Realisierung eines dreidimensionalen Kino-Sounds. Zwar ist Auro-3D der am wenigsten auf Disks verbreitete Standard, er erfreut sich aber besonders bei Konzertaufnahmen großer Beliebtheit. Außerdem lassen sich die meisten 5.1- oder 7.1-Tonspuren gerade mit dem Auro-Matic Upmixer in eindrucksvolle 3D-Klangwelten erweitern.

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AV-Receiver Test: Denon Avc
Der Denon AVC-X4700H ist außer in Schwarz auch in Silber erhältlich, eine massive Frontklappe versteckt die Bedienelemente und sorgt für einen sauberen Auftritt.
AV-Receiver Test: Denon Avc Offen
Hinter der Klappe gibt es ein Steuerkreuz, zum Zappen durchs Menü, das auf dem großen Display gut abzulesen ist.
AV-Receiver Test: Denon Avc Fb
Viele Tasten und fast alle recht klein – das gelingt den Kollegen von Marantz meistens besser.
AV-Receiver Test: Denon Avc Mic
Das Messmikrofon von Audessey gehört bei Denon und Marantz zum Lieferumfang.
AV-Receiver Test: Denon Avc Back
Die Lautsprecher-Terminals sind unten ein einer Reihe aufgreiht, darüber ist genug Platz für alle möglichen Schnittstellen. Die farbige Kennzeichnung erleichtert das Anschließen.

Davon abgesehen verfügt der AVC-X4700H über eine höhere Ausgangsleistung als der Marantz SR6015, womit er gerade in großen Räumen nochmal souveräner aufspielen kann. Um auch mit einem einfachen 5.1- oder 7.1-Setup zumindest einen annähernd akzeptablen 3D-Sound zu erzeugen, beherrscht der Denon zudem die Dolby Height Virtualization oder DTS Virtual:X. Das ist gut, wenn man aus Platz- oder Budget-Gründen vorerst noch auf Höhenlautsprecher verzichten muss.

Die 11.2-Vorverstärker-Ausgänge erlauben auch dem Denon das Jonglieren mit insgesamt elf Lautsprechern plus zwei Subwoofern. Damit lässt sich ein komplettes 7.1.4-Setup realisieren – vorausgesetzt, man verfügt über aktive Lautsprecher, also mit eingebauter Leistungsstufe. So oder so erfolgt die Koordination und Einmessung der Lautsprecher auf die Raumakustik mit der integrierten Software Audyssey MultEQ XT32 zusammen mit dem Audessey-Messmikrofon.

Der AVC-X4700H hat sogar noch einen HDMI-Eingang mehr als der SR6015, hier wie dort schleift einer der Eingänge auch 8K-Signale zum Display oder Beamer durch. Die Integration von HEOS erlaubt das Streaming der meisten Dienste in ein HEOS-Multiroom-System.

Klanglich ist der AVC-X4700H etwas anders abgestimmt als unser Favorit von Marantz. Diese Unterschiede sind aber so marginal, dass man es nur im A-B-Vergleich hören könnte, wäre man beim Umstöpseln der Gerätschaften nur schnell genug. So muss man die Klangunterschiede objektiv ins Land der Psycho-Akustik verweisen.

Als Mehrwert für den etwas höheren Preis bleibt dann hauptsächlich die höhere Leistung des AVC-X4700H, die Unterstützung von Auro-3D und natürlich das jeweils prägnante Design der beiden Hersteller.

Schlanker Bolide: Marantz NR1711

Schlank, dezent und dennoch leistungsfähig füllt Marantz mit dem NR1711 eine nicht zu unterschätzende Lücke. Nicht jeder kann, will oder darf sich einen der fetten Boliden ins Wohnzimmer stellen, da kommt der Marantz im Slimline-Gehäuse zum Einsatz.

Schlanker Bolide

Marantz NR1711

Test  AV-Receiver: Marantz NR1711
Marantz hat mit dem NR1711 einen schönen, schlanken AV-Receiver im Angebot, der vor allem für kleinere Wohnzimmer gut geeignet ist.

Dafür ist der Marantz NR1711 auch nicht ganz so üppig ausgestattet wie seine größeren Geschwister. So gibt es im flachen Marantz nur sieben statt neun Endstufen. Es wird weniger Leistung abgerufen, wodurch auch der Trafo für die Stromversorgung etwas kleiner dimensioniert sein darf.

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AV-Receiver Test: Marantz Nr1711
Der Marantz NR1711 hat eine geringere Bauhöhe als die meisten Konkurrenten – dezent, aber leistungsfähig.
AV-Receiver Test: Marantz Nr1711 Fb Mic
Die Fernbedienung ist die gleiche wie bei den großen Brüdern, ebenso wie das mitgelieferte Messmikrofon.
AV-Receiver Test: Marantz Nr1711 Back
So viele Schnittstellen wie die größeren Kollegen finden keinen Platz, dennoch unterstützt der NR1711 Dolby Atmos. Ausnahmsweise sind die Lautsprecher-Terminals aus Platzgründen nicht in einer Reihe untergebracht.

Trotz der schlanken Bauweise ist der NR1711 auch mit sieben Endstufen in der Lage, ein 5.1.2-Atmos-Setup zu befeuern. Dann bleibt zwar nichts mehr für eine zweite Zone, die lässt sich jedoch über die beiden Vorverstärker mit zwei aktiven Lautsprechern realisieren. Weil der NR1711 auf Rückseite nur wenig Platz hat, hat man die Lautsprecherterminals ausnahmsweise in Zweierreihe angeordnet. Trotzdem hat er nur Platz für sechs HDMI-Eingänge und nur einen Ausgang. Dafür nimmt es auch hier einer der Eingänge mit 8K-Auflösung auf. Von den vier analogen Audio-Eingängen ist einer für Phono zuständig, auch das sollte in den meisten Wohnzimmern reichen.

Eingemessen wird wie immer bei Marantz mit Audyssey, hier kommt die einfachere MultEQ Variante zum Einsatz. Das Messmikrofon wird auf sechs statt auf acht Positionen eingemessen, das geht dann etwas schneller als bei den anderen.

Der Klang des schlanken NR1711 ist allerdings alles andere als schlank. Wenn das Wohnzimmer oder Heimkino nicht allzu groß ist (bis etwa 25 Quadratmeter), sorgt der Marantz schon für reichlich Alarm – wenn es sein muss, bis der Nachbar schellt. Er kann aber auch anders: Der eingebaute Phono-Eingang wird so manchen das schwarze Gold in Form von Vinyl-Schallplatten wieder nahebringen.

Preistipp: Denon AVR-X1600H DAB

Der Denon AVR-X1600H DAB unterscheidet sich von vorn nur wenig von seinen großen Brüdern. Erst in der seitlichen Ansicht oder in der Draufsicht wird deutlich, dass er mit 34 Zentimetern weniger in die Tiefe baut als viele Konkurrenten. Außerdem sind sämtliche Bedientasten auf der Frontplatte frei zugänglich, ohne dass man eine Klappe öffnet – dieser Luxus bleibt den teuren Geschwistern vorbehalten.

Preistipp

Denon AVR-X1600H DAB

Test  AV-Receiver: Denon AVR-X1600H DAB
Denon hat den AVR-X1600H besonders üppig ausgestattet, mit insgesamt 7 Endstufen ist er sogar Dolby Atmos und DTS:X fähig.

Mit insgesamt sieben Endstufen ist der AVR-X1600H DAB ebenso gut für eine 7.1- wie für eine 5.1.2-Lautsprecherkonfiguration. Dabei sind die Terminals für die Surround Back-Lautsprecher alternativ für die Atmos-Speaker zuständig, die Umschaltung erfolgt bei der Installation. Hier kann man zudem angeben, ob die Atmos-Lautsprecher unter der Decke, an der Wand oder als Reflektorlautsprecher eingesetzt werden.

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AV-Receiver Test: Denon Avr X1600dab
Auf der Frontplatte des Denon AVR-X1600H findet man sich sofort zurecht.
AV-Receiver Test: Denon Avr X1600dab Back
Die Lautsprecher-Terminals sind nebeneinenander aufgereiht, das erleichtert die Verkabelung. Auch eine DAB-Antenne und ein Platenspieler lassen sich anschließen.
AV-Receiver Test: Denon Avr X1600dab Mikrofon
Das Audyssey-Messmikrofon in der üblichen Pyramidenform, unten drunter ist das Gewinde für ein Stativ.
AV-Receiver Test: Denon Avr X1600dab Fb
Die Fernbedienung ist übersichtlich aufgebaut, eine Tastenbeleuchtung gibt es nicht, der Denon lässt sich im dunklen Heimkino nur im Blindflug bedienen.

Das sogenannte Erstinstallationsmenü unterstützt nicht nur den korrekten Anschluss der Lautsprecher, sondern erläutert zudem Schritt für Schritt den Anschluss der Quellgeräte. Wer sich schon auskennt, kann das Menü auch überspringen und direkt zur Einmessung der Lautsprecher übergehen. Der AVR-X1600H nutzt wie alle Denon-Receiver das Audessey-Messystem, das passende Mikrofon gehört samt Pappstativ zum Lieferumfang.

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AV-Receiver Test: Screenshot Denon Avrx1600 Einrichtungsassi
Im Onscreen-Display lässt sich die Ersteinrichtung aktivieren.
AV-Receiver Test: Screenshot Denon Avrx1600 Audyssey
Die Mikrofon-Positionen für die Einmessung auf die Raumakustik werden im Menü angezeigt.
AV-Receiver Test: Screenshot Denon Avrx1600 Apps
Zwei Apps erweitern die Bedienung des Denon; die HEOS-App für Multiroom-Streaming und die Denon Remote App für die Bedienung des Receivers.

Trotz seines schlanken Preises erlaubt das Messystem des Denon eine umfangreiche Mehrpunkt-Einmessung mit insgesamt acht Messpunkten.

Wie erwartet, ist das Ergebnis über jeden Zweifel erhaben. Der Denon hat genug Dampf, um auch unseren 30 Quadratmeter großen Testraum satt zu beschallen. Selbst wenn der Lautstärkesteller sich bedenklich in Richtung Rechtsanschlag bewegt, bleibt der Sound stets sauber und gerät nicht außer Kontrolle. Das Schöne ist, dass der AVR-X1600H DAB außer mit Film-Getöse auch bei reinem Stereosound eine gute Figur macht. Da macht der Phono-Eingang gleich doppelt Spaß.

Wer übrigens auf DAB-Empfang verzichten kann, bekommt den AVR-X1600H auch ohne Radio, allerdings ist die Ersparnis von knapp 20 Euro kaum der Rede wert.

Außerdem getestet

Yamaha RX-A2A

Der Yamaha RX-A2A ist der günstigste AV-Receiver aus der Adventage-Reihe von Yamaha. Der Hersteller hat das Design komplett überarbeitet. Der RX-A2A besitzt zwar immer noch einen zentralen Lautstärkeknopf und einen etwas kleineren Drehknopf für die Quellenwahl ganz rechts daneben, ansonsten ist die Frontplatte aber ziemlich aufgeräumt.

Der RX-A2A kann gleich drei Radio-Quellen vorweisen: einmal den guten, alten UKW-Empfang, außerdem ist ein DAB+-Tuner eingebaut und zu guter letzt gibt es per »Net«-Taste auf der Fernbedienung sogar Zugriff aufs Internetradio und Podcasts.

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AV-Receiver Test: Yamaha Rx A2a Front
Der RX-A2A von Yamaha hat für einen AV-Receiver ein ungewohnt aufgeräumtes Design erhalten, aktuell gibt es den Yamaha nur in schwarz.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A2a Back
Auch hier sieht es recht übersichtlich aus, dennoch ist der Receiver für eine Multiroom-Installation und Audio-Streaming gut gerüstet.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A2a Fb
Wo man nicht sehen kann, ist fühlen keine Schande; dank der unterschiedlichen Textur der wichtigsten Tasten kann man den Yamaha nach einiger Zeit sogar im Dubkeln beidenen.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A2a Micro
Das Messmikrofon zur Anpassung auf die Raumakustik gehört wie üblich zum Lieferumfang, nur das mitunter übliche Pappstativ – die Papprakete – fehlt.

Der RX-A2A muss mit insgesamt sieben Leistungsendstufen auskommen. Damit ist ein 5.1.2-Setup möglich, wo fünf Lautsprecher für den Surround Sound zuständig sind und zwei für den Sound von oben. Verzichtet man auf diese, ist eine 7.1-Konfiguration möglich. Wie auch immer, ist ein zusätzliches Paar Lautsprecher-Terminals für eine zweite Stereo-Zone zuständig. Wird die zweite Hörzone aktiviert, bleibt in der Hauptzone nur noch eine 5.1-Konstellation übrig, es sind halt nur sieben Endstufen vorhanden.

Insgesamt sieben HDMI-Eingänge verteilt der Receiver auf einen Ausgang. Der verfügt sogar über den erweiterten Audio-Rück-Kanal (ARCe), so dass sich einige grundsätzliche Toneinstellungen des AV-Receivers bequem mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern lassen.

Die HDMI-Buchsen leiten nicht nur 4K-Signale weiter, der RX-A2A kann sogar Videos mit niedrigerer Auflösung hochskalieren. Allerdings gibt es gerade bezüglich der HDMI-Kompatibilität ein Problem, welches aber hauptsächlich bei Gamern auftritt, welche die aktuelle XBox als Konsole nutzen.

In diesem Fall bietet Yamaha allen Besitzern der aktuellen Geräte einen kostenlosen Austausch der HDMI-Platine an.

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AV-Receiver Test: Yamaha Setup1
Das Menü ist einfach, aber dadurch auch übersichtlich.
AV-Receiver Test: Yamaha Lautsprechersetup2
Im Lautsprecher-Setup wird die aktuelle Lautsprecherkonfiguration eingegeben; 5.2.1, 7.1 oder was auch immer.
AV-Receiver Test: Yamaha Automatischessetup3
Nachdem das korrekte Lautsprecher-Setup ausgewählt ist, geht es an die Enmessung auf die Raumakustik, hier mit insgesamt acht Mikrofon-Positionen.

Für Freunde des guten Sounds zum bewegten Bild ist das allerdings nicht wirklich relevant. Hier kommt es vielmehr auf angemessene Leistung und vor allem einfache Bedienung an. Dem Einen mag das Menü des RX-A2A vielleicht zu schlicht oder dröge erscheinen, die Einrichtung des Receivers gelingt damit aber sehr zügig. Die anschließende Anpassung an die Raumakustik per YPAO-Einmessung lässt sich wahlweise mit nur einem oder bis zu acht Messpunkten vornehmen. Das Messmikrofon gehört, wie üblich, zum Lieferumfang.

Derart vorbereitet sollte nun auch der neue Yamaha unser Testkino beschallen. Ob Film, Musik oder beides, der Yamaha spielt von richtig Alarm bis dezent die komplette Klaviatur klanglicher Darbietungen. Wer das Musikvideo gern in Club- oder Stadion-Atmosphäre hört oder den Filmsound zusätzlich an den Film anpassen möchte, dem steht das natürlich frei. Man kann den Sound aber auch pur genießen, also genau so, wie er vom Dolby-Prozessor aufbereitet wird.

Der RX-A2A von Yamaha kann seitens der Ausstattung in den meisten Wohnzimmerkinos überzeugen. Uns hat ganz besonders gefallen, dass neben den umfangreichen Streaming-Fähigkeiten auch so klassische Medien wie Radio (DAB+, UKW und Internetradio) und ein Plattenspieler ihren Platz im AV-Receiver haben.

Yamaha RX-V4A

Der Yamaha RX-V4A hat eine komplette Bauhöhe von 17 Zentimetern. Was auf der glänzenden Frontpartie mit dem großen Lautstärke-Knopf noch als aufgeräumt durchgeht, sieht auf der Rückseite fast schon nach gähnender Leere aus. Ganze fünf Lautsprecher können angeschlossen werden, was zusammen mit einem Subwoofer maximal ein 5.1-Setup möglich macht.

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AV-Receiver Test: Yamaha Rx V4
Der Yamaha RX-V4A hat eine glänzende Frontpartie mit nahtlos eingesetztem Display.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx V4 Fb Mic
Die Fernbedienung ist übersichtlich aufgeteilt, das kleine Messmikrofon gehört zum Lieferumfang.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx V4 Back
Nur fünf Lautsprecher-Terminals sind auf der Rückseite, auch sonst sieht man hier einen sparsamen Umgang mit Schnittstellen. Der günstige Yamaha unterstützt weder Dolby Atmos noch ein anderes 3D-Sound-Format.

Richtig, Dolby Atmos oder DTS:X sind damit unmöglich geworden. Also ist der RX-V4A ein echter Sparmeister oder eben was für Einsteiger, die sich sicher sind, dass ihnen 5.1 Surround für die nächsten Jahre reicht.

Auch an Eingängen wurde nach Möglichkeit gespart: Nur vier HDMI-Eingänge müssen reichen. Dafür wird aktuell auch 8k/60 an den einen Ausgang weitergereicht. Bei den analogen Audio-Eingängen sieht es ähnlich aus – drei Geräte können per Cinch-Buchsen angeschlossen werden, einen Phono-Eingang gibt es hier nicht.

Punkten kann der Yamaha RX-V4A dagegen mit seinem DAB-Tuner. Außerdem ist selbst in dem günstigsten Receiver von Yamaha mit YPAO ein Einmess-System auf die Raumakustik installiert. Zusammen mit dem Mikrofon aus dem Lieferumfang ist der Yamaha in Windeseile eingemessen. Das ist kaum verwunderlich, benötigt er doch maximal zwei Messdurchgänge, wobei das Mikrofon lediglich an einem einzigen Standort positioniert werden muss.

Umso erstaunlicher ist das klangliche Endergebnis dieser kurzen Prozedur. Nach guter Tradition gibt es beim Yamaha natürlich auch Sound Presets, also Voreinstellungen des Sounds für verschiedene Anwendungen und Genres. Es sind insgesamt 17 solcher Sound Presets abrufbar – und zwar einfach mit zwei Tasten auf der Fernbedienung.

Der RX-V4A kann sowohl seitens der Bedienung als auch seiner Eckdaten voll überzeugen und ist für alle interessant, die auf 3D-Sound verzichten können, nicht aber auf ein tolles Klangerlebnis im Heimkino.

Denon AVR-S960H

Der Auftritt des Denon AVR-S960H ist erstmal ebenso massiv wie der des teureren Bruders AVC-X4700H, nur die Bedientasten an der Vorderseite sind frei zugänglich und nicht hinter einer dicken Frontklappe verborgen. Dreht man den AVR-S960H dann um, wird sofort klar, dass die Anzahl der Schnittstellen deutlich geringer ausgefallen ist. Der Denon AVR-S960H kommt mit insgesamt sieben Endstufen aus, damit lässt sich aber immerhin ein 5.1.2-Setup für ein ordentliches Dolby-Atmos-Erlebnis befeuern. Die Zahl der Schnittstellen ist im Vergleich zu den teureren Brüdern ebenfalls stark reduziert – analog wie digital. Dennoch reichen sie für ein durchschnittliches Heimkino vollkommen aus, zumal einer der sechs HDMI-Eingänge sich auch für 8K Quellen eignet und selbst auf einen Phono-Eingang muss man nicht verzichten.

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AV-Receiver Test: Denon Avr960h
AV-Receiver Test: Denon Avr960h Fb Mic
AV-Receiver Test: Denon Avr960h Back

Die Fernbedienung hat ein ähnlich übersichtliches Layout wie die der Kollegen von Marantz. Bei der Ersteinrichtung wird man auch hier per Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand genommen, bis hin zur Einmessung auf die Raumakkustik per Audessey Software mit dem zugehörigen Mikrofon. Audyssey MultEQ benötigt nur sechs Positionen des Mikrofons zur Einmessung, damit ist die Messung nicht ganz so akkurat wie bei den Kollegen, dafür ist das Prozedere aber schneller erledigt.

Im Gegensatz zum AVC-X4700H verfügt der Denon AVR-S960H sogar über einen eingebauten FM-Tuner. HEOS ist ohnehin integriert und damit steht neben den üblichen Streaming-Diensten auch TuneIn als Internetradio zur Verfügung.

Fürs Heimkino im kleinen Wohnzimmer ist der AVR-S960H also der perfekte Spielpartner, das eingesparte Geld kann man dann in Blu-rays oder Streaming-Abos investieren.

Marantz SR5015

Das markante runde Display prangt auch auf der Front des Marantz SR5015. Die leicht gebogenen Seitenwangen sorgen ebenfalls für einen markanten Auftritt. Eine solide Klappe gibt es dagegen nicht, die Bedientasten sind alle frei zugänglich, lediglich ein kleines Kläppchen verdeckt ein paar Anschlussbuchsen und schützt sie so vor Staub. Auch der Marantz SR5015 gehört zu den günstigeren seiner Zunft, der mit nur sieben Endstufen immerhin ein kleines 5.1.2-Atmos-Setup beschicken kann.

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AV-Receiver Test: Marantz Sr5015 Offen
AV-Receiver Test: Marantz Sr5015 Fb Mic
AV-Receiver Test: Marantz Sr5015 Back

Die Rückseite sieht entsprechend übersichtlich aus. So sind nur sechs HDMI-Eingänge vorhanden, von denen einer sogar 8K-Material annimmt und ungehindert an den Ausgang weiterleitet. Besonders auffällig ist die dritte Antennen-Buchse, zwei sind wie üblich für die beiden Bluetooth/WLAN-Stummel reserviert, eine zusätzliche steht für eine FM-Antenne bereit. Der SR5015 hat nämlich einen FM-Tuner integriert, dem Dank HEOS TuneIn als Digitalradio zur Seite steht.

Die Ersteinrichtung und Einmessung unterscheidet sich beim SR5015 nicht von den großen Brüdern, die Software Audyssey MultEQ XT benötigt ebenfalls bis zu acht Mikrofon-Positionen zur akkuraten Anpassung.

Entsprechend gut ist das Ergebnis, denn der SR5015 kann klanglich voll überzeugen, ob nun beim 5.1-Filmton, in einem 5.1.2-Atmos-Setting oder in einfacher Stereo-Manier, wie es der Phono-Eingang erfordert. Erst wenn es sehr laut werden muss, weil der Raum unter Umständen etwas größer ist, stößt der Marantz an seine Leistungsgrenzen.

Denon AVR-X4500H

Der Denon AVR-X4500H ist ein echter Alleskönner, dank seines zukunftsweisenden Konzeptes ist er auch nach Erscheinen des Nachfolgers technisch immer noch auf der Höhe der Zeit. Erst kürzlich wurde er per Update zur Unterstützung von IMAX Enhanced fit gemacht. IMAX beinhaltet besondere Vorgaben für die Wiedergabe von Bild und Ton, die ein noch besseres Heimkino-Erlebnis vermitteln sollen.

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Test: Denon Front Offen
Test: Denon Back
Test: Denon Fb Mik

Dabei sieht man dem Denon seine Allroundfähigkeiten noch nicht einmal an: Die Frontplatte gibt sich aufgeräumt und es gibt keinen Krieg der Knöpfe und Tasten, um der Funktionsvielfalt Herr zu werden – oder an ihr zu verzweifeln. Unter dem aussagekräftigen Display reihen sich einige wenige Tasten für den Direktzugriff zu den vier wichtigsten Quellgeräten.

Auch die Fernbedienung glänzt mit Übersichtlichkeit, außerdem lässt sich der Denon auch mit kostenloser App per Smartphone bedienen.

Sieben HDMI-Eingänge warten auf Anschluss, der achte ist leicht zugänglich an der Front, direkt neben dem USB-Eingang, zum schnellen Anschluss externer Quellen.

Die neun Leistungsendstufen befeuern die Surround-Lautsprecher bis hin zum 5.1.4 beziehungsweise 7.1.2 plus alternativ die Lautsprecher für eine zweite Zone. Bis zu zwei aktive Subwoofer können außerdem angeschlossen werden, die übernehmen die Verstärkung des Signals nämlich selbst.

Beim AVR-X4500H sind die Lautsprecher-Terminals zudem, anders als sonst üblich, komplett in einer Reihe angeordnet und nicht als Doppelreihe, paarweise übereinander.

Vernetzt wird der AVR-X4500H via Netzwerkkabel oder drahtlos per WLAN. Letzteres unterstützt sowohl das 2,4 GHz- als auch das 5 GHz-Netz. Die beiden Antennen, die aus dem Rücken ragen, sorgen für gute Empfangsverhältnisse – übrigens für WLAN und Bluetooth gemeinsam. Als weitere drahtlose Quelle darf auch das Smartphone via Bluetooth arbeiten – keine Frage, dass der Denon hier den aptX-Codec für bessere Übertragungs- und Klangqualität beherrscht.

Seit erscheinen des Nachfolgers AVC-X4700H wurde der AVR-X4500H vom Siegertreppchen verdrängt, nicht zuletzt deshalb, weil er kaum noch verfügbar ist, und wenn dann zu unrealistisch hohen Preisen.

Denon AVR-X2600H DAB

Den Denon Denon AVR-X2600H DAB gibt es auch ohne Digitalradio, dann heißt er schlicht AVR-X2600H. Ansonsten sind sie baugleich. Wer auf DAB+ verzichtet, kann aktuell zwar etwa 20 Euro sparen, das ist allerdings nicht ratsam, denn mittlerweile ist das DAB-Netz sehr gut ausgebaut und Sie bekommen diverse Radiosender in bester Qualität und nahezu störungsfrei geliefert. Anders als der AVR-X4500H verfügt der Denon AVR-X2600H DAB nur über sieben Endstufen, ist daher auf Umgebungen mit 7.1 und 5.1.2 begrenzt, wobei trotzdem die Möglichkeit besteht, zwei Subwoofer anzuschließen. Eingangsseitig gibt es im Vergleich zu den Favoriten ebenfalls einige Einschränkungen. Zwar sind auch hier acht HDMI-Eingänge vorhanden, einer davon sogar leicht zugänglich an der Vorderseite, das Bild kann allerdings nur an einen einzigen Fernseher oder Beamer weitergegeben werden. Ein Zwei-Zonen-Betrieb ist also weder fürs Bild noch für den Ton möglich.

Da der Denon AVR-X2600H DAB über die gleiche Netzwerk-Anbindung verfügt wie sein großer Bruder, nämlich per LAN oder WLAN und sich sogar auf Bluetooth-Streaming versteht, muss man von dieser Seite keinerlei Einschränkungen hinnehmen. Neben dem normalen analogen UKW-Radio verfügt der Denon AVR-X2600H DAB zudem über einen DAB-Tuner, mit dem mittlerweile reichlich regionale und überregionale digitale Radiosender empfangen werden können – und das komplett ohne Rauschen oder andere Störungen.

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AV-Receiver Test: Denon X2600h Front
AV-Receiver Test: Denon X2600h Back
AV-Receiver Test: Denon X2600h Fb Mic

Klanglich liegt der Denon AVR-X2600H DAB ganz auf dem Niveau des Favoriten. Das Gleiche gilt für die Installation, Einmessung und schließlich die Bedienung im Alltag. Zur Einmessung auf die Raumakustik steht mit Audyssey MultEQ XT eine leicht abgespeckte Version der Messsoftware des Favoriten von Denon zur Verfügung. Allerdings wird die Hörzone auch hier in acht Segmente unterteilt, die separat eingemessen werden.

Ein besonderes Feature ist der Dolby Atmos Heigh Virtualizer: Damit benötigen Sie keine extra Lautsprecher für den Sound von oben, der wird virtuell vom Receiver über die vorhandenen Boxen realisiert. Das ist zwar nicht ganz so beeindruckend wie echte oder reflektierte Beschallung von oben, spart aber Platz und schont unter Umständen die Beziehung zum Nachbarn.

Der AVR-X2600H DAB von Denon ist die ideale Schaltzentrale für das Wohnzimmer, die Ausgangsleistung reicht selbst für einige Heimkino-Installationen aus. Dank seiner Streamingfähigkeiten, seiner Rundfunkqualitäten und der einfachen Bedienung im alltäglichen Gebrauch, macht er sich hervorragend im kleineren Heimkino oder im Wohnzimmer. Dabei kann er problemlos die herkömmliche Stereo-Anlage in Rente schicken, denn es lässt sich sogar ein Plattenspieler anschließen.

Marantz NR1609

Dezent statt protzig – der Marantz NR1609 ist mit seinen zehn Zentimetern Höhe nur halb so hoch wie die meisten Konkurrenten. Dazu ist die Front fein abgerundet, was ihn noch eleganter erscheinen lässt. Dennoch hat er es faustdick hinter der soliden Frontplatte und die Leistung reicht für die meisten Heimkinos aus. Abstriche muss man lediglich bei der Anzahl der Lautsprecherkanäle und Eingänge machen.

Der Marantz NR1609 spricht all jene an, die es nicht so mit auffälligen Boliden haben. Er baut mit knapp über 10 Zentimetern etwas mehr als halb so hoch wie die Konkurrenz, verfügt zudem über sanft abgerundete Seiten, was ihm ein äußerst elegantes Äußeres verleiht.

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Test: Marantz Front
Test: Marantz Back
Test: Marantz Fb Mik

Nominell und auch messtechnisch hat er weniger Leistung, spart sich zudem einige Endstufen und ist auch nicht so großzügig mit Anschlussbuchsen ausgestattet.

Verzichten muss man mangels Endstufen auf die Versorgung einer zweiten Zone. Will man ein Dolby-Atmos-Setup einrichten, geht das nur als 5.1.2-Aufstellung mit maximal zwei Atmos-Speakern, die an die Surround Back-Terminals angeschlossen werden. Alternativ lässt sich nur noch ein 7.1-Setup ohne Dolby Atmos einrichten. Der Marantz hinterlässt trotz seiner schlanken Abmessungen einen soliden Eindruck, was nicht nur für die Lautsprecherklemmen gilt.

Zur Einmessung kommt einmal mehr Audyssey zum Einsatz, als Multiroom-Variante neben AirPlay noch Heos. Damit ist klar, dass Denon und Marantz aus einem Hause stammen. Auch bei der Software zur Einmessung der Lautsprecher hat man im Vergleich zum fetten Denon ein wenig gespart: Während der Denon noch nach insgesamt acht Mikrofonpositionen verlangt, gibt sich der Marantz mit sechs zufrieden, was normalerweise allerdings auch ausreicht. Statt nach einer halben Stunde, wie beim Denon, ist die Einmessung hier aber auch nach gut 20 Minuten erledigt.

Anschließend fährt der Marantz NR1609 zur Höchstform auf und schmettert mit einer Dynamik ins Wohnzimmer oder Heimkino, die man dem schmalen Gerät kaum zutraut. Selbst in meinem Testraum mit seinen 25 Quadratmetern Fläche kam der NR1609 nicht an seine Leistungsgrenze.

Der Marantz NR1609 ist damit der ideale Spielpartner, wenn es im Wohnzimmer oder Heimkino trotz Dolby Atmos optisch etwas dezenter zugehen soll. Dank integriertem Internetradio, der Multiroom-Fähigkeit und der drahtlosen Übertragung via WLAN und Bluetooth ist er trotz seines dezenten Auftrittes sehr gut ausgestattet.

Marantz SR6014

Der Marantz SR6014 ist eng mit dem AVR-X4500H verwandt und das ist kaum verwunderlich, schließlich werden die Geräte von Denon und Marantz unter einem Dach entwickelt. Sie unterscheiden sich hauptsächlich beim Design und in den Feinheiten der klanglichen Abstimmung. Sie sollen daher unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Grundlegende Merkmale, wie die Inline-Anordnung der Lautsprecher-Terminals sowie die Hard- und Software zum Einmessen auf die Raumakustik sind bei beiden gleich.

Auch der SR6014 lässt seitens der Ein- und Ausgänge keine Wünsche offen, die praktische Anordnung der Lautsprecher-Klemmen in einer Reihe ist hier ebenfalls umgesetzt.Auch bei der Erstinstallation mit Einmessung der Receiver-Lautsprecher-Kombination auf die Raumakustik erinnert vom Prozedere und vor allem der Menü-Oberfläche stark an den Bruder von Denon.

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AV-Receiver Test: Marantz Sr6014 Front
AV-Receiver Test: Marantz Sr6014 Offen
AV-Receiver Test: Marantz Sr6014 Back
AV-Receiver Test: Marantz Fb Mic

Die Unterschiede finden sich offensichtlich im Design: Freunde des Marantz-Designs verzichten nur ungern auf das runde Bullaugen-Display und noch weniger auf das gold-silberne Gehäuse, das an die Champagner-Oberflächen älterer Marantz-Geräte erinnert.

Beim Sound meint es der Bolide von Marantz ebenso ernst wie sein Kollege von Denon, hier gibt es ebenfalls neun Endstufen und ordentlich Leistung. Einzig die Kompatibilität mit Auros 3D – neben Dolby Atmos und DTS:X ein weiteres, dreidimensionales Tonformat – lässt der Marantz vermissen. Auch bei der Abstimmung des Sounds vertreten beide Marken etwas unterschiedliche Philosophien, was allerdings letztlich Geschmackssache ist.

Marantz SR5014

Der Marantz SR5014 kann mit seinen sieben Endstufen lediglich ein 7.1- oder ein 5.1.2-Setup befeuern, eignet sich daher idealerweise für Heimkino-Installationen in räumlich überschaubaren Dimensionen. Ansonsten muss man aber weder auf individuelle Raumanpassungen noch auf Netzwerkfähigkeiten und andere Annehmlichkeiten verzichten.

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AV-Receiver Test: Marantz Sr5014 Front
AV-Receiver Test: Marantz Sr5014 Back
AV-Receiver Test: Marantz Fb Mic

Weil der SR5014 nicht über die große Frontklappe des SR6014 verfügt, gibt es hier natürlich diverse Bedientasten und auch Buchsen – wobei man zum Schutz die Buchsen für das Messmikrofon und einen einfachen Video-Eingang hinter einer kleinen Frontklappe findet. Die integrierte Messsoftware ist ebenso wie das Mikrofon von Audyssey kaum merklich abgespeckt und vor allem ebenso einfach zu bedienen.

Den SR5014 gibt es wahlweise in Schwarz oder Champagner, das kleine runde Display finden Sie in beiden Varianten.

Yamaha RX-V685

Der Yamaha RX-V685 macht von vornherein klar, dass es hier etwas kostengünstiger zugeht als beim zweiten Favoriten. Allein die Lautsprecher-Terminals wirken nicht ganz so solide wie beim Bruder, auch auf eine Frontklappe wird verzichtet, die einen Großteil der Bedienelemente elegant versteckt und vor Staub schützt. Dennoch wirkt die Front mit den überschaubaren Bedienelementen ziemlich aufgeräumt, was gleichermaßen für die Rückseite mit den Anschlüssen gilt. An Lautsprecherausgängen und damit Verstärkerzügen mangelt es ihm nicht, nur für die Quellgeräte, analog und digital, sind weniger Buchsen vorhanden.

Auch das Einmessungsprogramm ist etwas abgespeckt und statt 24 sind »nur« 17 DSP-Programme abrufbar, was immer noch mehr ist als bei der Konkurrenz, denn auch beim kleinen Yamaha sind viele akustisch prägnante Konzert-Locations hinterlegt.

Pioneer VSX-934

Auch der Pioneer VSX-934 hat seinen Vorgänger, den VSX-933, auf die hinteren Plätze verwiesen. Er hat wieder so viel Ähnlichkeit mit dem Bruder von Onkyo, dass selbst die Fernbedienungen sich nur aufgrund des aufgedruckten Logos unterscheiden. Die Einrichtung inklusive Einmessung des Pioneer VSX-934 funktioniert folgerichtig wie beim einfachen Onkyo. Das ist kein Wunder, schließlich kommt weitgehend die gleiche Software und zumindest ähnliche Hardware zu Einsatz.

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AV-Receiver Test: Pioneer Vsx934 Front
AV-Receiver Test: Pioneer Vsx934 Back
AV-Receiver Test: Pioneer Fb Mic

Auch klanglich gibt es erstmal nichts zu bemängeln, solange der VSX-934 mit moderaten Lautstärken betrieben wird. Nun kann unser Hörraum mit gut 30 Quadratmetern und vielen Durchgängen nach fast allen Seiten schon auch höhere Pegel vertragen ohne dass es anstrengend wird. Das gilt indes nicht für den Pioneer, der nun hörbar an seine Grenzen stößt. Der Sound wird harsch, die Kontrolle über die tiefen Töne, die über die Standboxen vorne links und rechts vermittelt werden, geraten leicht außer Kontrolle.

Die Aussage ist klar, die Leistungsreserven des Pioneer eignen sich eher für kleinere Räume und auch er verzichtet auf analoge Videoeingänge. Aufgrund der aktuell unklaren Situation der beiden Marken Pioneer und Onkyo ist allerdings fraglich, wie lange der VSX-934 noch verfügbar sein wird.

So haben wir getestet

Seine Position als Schaltzentrale macht eine Vielzahl von Schnittstellen erforderlich. Diese Ein- und Ausgänge müssen nicht nur sicher verkabelt oder drahtlos eingebunden werden, zumeist muss der Receiver selbst an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Installation angepasst werden.

Unsere erste Aufgabe, nach der korrekten Verkabelung, ist dann auch die eigentliche Installation, sprich, das Setup der vorhandenen Lautsprecher. Die Receiver bieten hierzu verschiedene Hilfestellungen an. Alle unserer Testmodelle verfügen beispielsweise über ein Messmikrofon, welches zusammen mit der intelligenten Elektronik, jeden angeschlossenen Lautsprecher ortet, um ihn anschließend für die ihm zugeteilte Position mit dem korrekten Signal zu versorgen.

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AV-Receiver Test: Denon
AV-Receiver Test: Onkyo
AV-Receiver Test: Yamaha

Nachdem diese mehr oder weniger große Hürde genommen ist, geht es an die Klangbeurteilung; also wie gut gelingt es dem Receiver, die Lautsprecher stimmig anzusprechen? Wie gut passt der Rundum-Klang zum Film-Geschehen? Dabei haben wir sowohl Filme als auch Konzertmitschnitte gehört, bei hohen Pegeln, aber auch bei nachbarfreundlicher moderater Lautstärke, schließlich soll auch jetzt der Sound noch (eindrucks-)voll rüberkommen.

Als Spielpartner diente ein nuBox 513 Set 5.1.2 von Nubert, die Lautsprecher lassen sich sehr variabel aufstellen, klingen sehr ausgewogen (perfekt für einen Vergleich der Verstärkerelektronik) und kosten nicht die Welt. Wer mit den Bassqualitäten der beiden vorderen Standboxen auskommt, kann sich beispielsweise den zusätzlichen Subwoofer sparen. Außerdem bieten sowohl die rückwärtigen Boxen als auch die für Atmos zuständigen Effektlautsprecher jeweils zwei Betriebsarten an; die Rears sind als Dipol-Strahler ausgeführt, die bei Bedarf die Rückwände zur Reflexion nutzen können, die Atmos-Lautsprecher können dagegen wahlweise auf den vorderen Standboxen platziert werden, um die Decke zur Reflexion zu nutzen, oder direkt unter die Decke montiert werden.

Auch auf eine möglichst einfachen Einbindung ins Netzwerk und, wo möglich, der Multi-Room-Installationen, haben wir unser Augenmerk gerichtet. Last but not least gab es noch eine Fleißarbeit, nämlich die Dokumentation der vorhandenen Schnittstellen, denn schließlich bestimmen diese zum nicht geringen Teil das Einsatzgebiet des AV-Receivers.

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AV-Receiver Test: Sechs Neue Av Receiver
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AV-Receiver Test: Sechs Av Receiver

Als Software für die Soundproben standen wie schon bei den Soundbars Die Tribute von Panem Mockingjay Teil 1 und Mockingjay Teil 2 zur Auswahl, außerdem Phantastische Tierwesen, und wo sie zu finden sind. All diese Scheiben liefern neben den anderen Dolby-Formaten auch Dolby Atmos. Dasselbe gilt für Bohemian Rapsodie und die UHD-Discs der Serie Game Of Thrones. Hierbei konnten wir zudem ausgiebig ausprobieren, ob die Receiver tatsächlich in der Lage sind, die aktuellen Video-Formate (4K und HDR) problemlos an Beamer oder Fernseher weiterzureichen.

Die wichtigsten Fragen

Was hat es mit dem sogenannten HDMI-2.1-Problem auf sich?

Die neuen HDMI-2.1-Spezifikationen beinhalten die Verarbeitung von Videos in 4K-Auflösung mit 120 Bildern pro Sekunde oder gar in 8K mit bis zu 60 Hertz mit voller Farbauflösung und erhöhtem Kontrastumfang (HDR). Dafür waren neue Chips notwendig, die auch in den meisten aktuellen AV-Receivern eingesetzt werden. Das Problem ist nun, dass es beim Chip-Hersteller zu einem Produktionsfehler gekommen ist. Der Fehler tritt allerdings hauptsächlich beim Gaming mit der Xbox Series X und in Verbindung mit einer Nvidia Grafikkarte (RTX-3080 Chipsatz) auf. Die PS5 soll nicht betroffen sein, was sich aber angesichts der mangelnden Verfügbarkeit der Konsole von uns nicht verifizieren lässt. Der Chip-Hersteller produziert aktuell an einer Nachbesserung, viele Hersteller, wie Yamaha bieten bei Verfügbarkeit ein kostenloses Upgrade der Hardware an. Per Firmware-Update lässt sich das Problem leider nicht lösen.

Warum kann man bei einigen AV-Receivern nicht Atmos-Lautsprecher und eine zweite Hörzone gleichzeitig nutzen?

Das ist eine Sparmaßnahme, die überwiegend günstigere AV-Receiver betrifft. Es mangelt dem Gerät schlicht ab genügend Endstufen, um sämtliche Lautsprecher gleichzeitig anzutreiben, daher nutzt man zwei Endstufen wahlweise für zwei Atmos-Boxen oder eine zweite Stereo-Zone. Oft kann man das einfach am Gerät umschalten, weil es genug Lautsprecherterminals gibt, manchmal muss man die Lautsprecher aber sogar umstöpseln. Wir haben die Anzahl der verfügbaren Endstufenkanäle in der Tabelle angegeben. Die möglichen Einschränkungen beim Multizonen-Betrieb sind im Text und/oder in den Pros und Cons aufgeführt.

Kann man an einen AV-Receiver zwei verschiedene Bildgeräte gleichzeitig nutzen?

Das ist nur bei Receivern möglich, die mehr als einen HDMI-Ausgang haben. Hier kann manchmal sogar jedem der beiden Bildgeräte (Fernseher oder Beamer) ein anderes Eingangssignal zugespielt werden. So kann beispielsweise der Blockbuster im Wohnzimmer angeschaut werden, während im Kinderzimmer das normale Fernsehprogramm oder ein Kinderfilm läuft. Die Möglichkeiten hängen hier, wie so oft, vom Preis ab, denn das Handling von Videosignalen erfordert einen gewissen technischen Aufwand.

Kann an einen modernen AV-Receiver auch einen Plattenspieler anschließen?

Plattenspieler sind wieder schwer gefragt. Das haben auch die Hersteller von Receivern erkannt, deshalb hat beinah jedes Gerät in unserem Test auch einen Phono-Eingang. Auch hier gibt die Tabelle Aufschluss. Hat der Receiver keine extra Phono-Buchse kann man den Plattenspieler immer noch über einen entsprechenden Vor-Vorverstärker an einen der normalen Cinch-Eingänge angeschlossen werden.

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