AV-Receiver Test: Marantz Aufmacher Copyright: Marantz
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Der beste AV-Receiver

Wir haben 30 AV-Receiver getestet. Der beste ist der Marantz Cinema 50. Er ist umfangreich ausgestattet, das leichte Handling sowie eine Einmessfunktion erleichtern auch dem Heimkinoneuling die Einrichtung und sorgen schnell und unkompliziert für ein fulminantes Heimkinoerlebnis – Dolby-Atmos- und Multiroom-Unterstützung gehören hier zum Standard.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für hifitest.de, av-magazin.de, Heimkino, HIFI.DE und d-pixx.
Letztes Update: 28. Oktober 2022

Wir haben mit dem Yamaha RX-A6A, dem Cinema 50 und dem Cinema 60 von Marantz drei neue AV-Receiver getestet.

Der Marantz SR6015 muss dem Cinema 50 auf dem Favoriten-Platz weichen. Der Yamaha RX-A6A ersetzt den Denon AVC-X4700H in der Empfehlung „Wenn Geld egal ist“.

29. April 2022

Drei neue Geräte ergänzen unseren Test: Von Denon sind der AVR-X1700H und der AVR-X2700H neu hinzugekommen, der Yamaha RX-V6A macht das Trio komplett.

Der AVR-X1700H löst seinen Vorgänger AVR-X1600H auf der Position als Preistipp ab, ansonsten hat sich bezüglich der Empfehlungen nichts geändert.

20. August 2021

Wir haben den Yamaha RX-A4A und den Denon AVR-X1600H DAB getestet. Beide haben eine Empfehlung bekommen. Der RX-A4A ersetzt den RX-A2A, der ebenfalls von Yamaha kommt. Er ist zwar etwas teurer, bietet aber gerade beim Handling der Video-Ausgänge mehr Möglichkeiten.

Der Denon AVR-X1600H DAB ersetzt als neuer Preistipp den Yamaha RX-V4A. Er kostet zwar etwas mehr, beherrscht dafür unter anderem auch die immersiven Soundformate wie Dolby Atmos und DTS:X. Wer ohne auskommt, ist mit dem Yamaha RX-V4A nach wie vor gut bedient.

9. Juni 2021

Endlich hat Yamaha mit dem RX-A2A einen Nachfolger für den beliebten RX-A1080 auf den Markt gebracht. Der ersetzt in unseren Empfehlungen direkt den Pioneer VSX-LX504, der nicht mehr lieferbar ist.

30. Oktober 2020

Ein halbes Dutzend neuer AV-Receiver hatten wir im Test: Der Denon AVC-X4700H markiert aktuell zusammen mit dem Marantz SR6015 das obere Ende der Preisskala, während der Marantz SR5015  und der Denon AVR-S960H preislich eher im Mittelfeld liegen. Mit dem Marantz NR1711 haben wir wieder ein Gerät im Slimline-Design und der Yamaha RX-V4A ist was für Sparfüchse. Insgesamt haben wir vier neue Empfehlungen.

10. Januar 2020

Mit dem  Onkyo TX-NR696 und dem Pioneer VSX 934 werden zwei Vorgänger aus dem letzten Test abgelöst, allerdings hat es nicht zur Empfehlung gereicht. Der Denon AVR X2600H DAB konnte dafür eine Empfehlung einfahren. Außerdem haben wir den brandneuen Pioneer VSX-LX504 getestet, der die zweite neue Empfehlung ist. Der SR6014 von Marantz sind erst seit Kurzem auf dem Markt.

5. Februar 2019

Wir haben sechs neue AV-Receiver getestet. Unser neuer Favorit ist der Denon AVR-X4500H. Der Yamaha RX-A1080 ist dem Testsieger allerdings dicht auf den Fersen. Auch den Marantz NR1609 und  Onkyo TX-NR 686 können wir empfehlen.

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Ein Surround-System ist für viele das einzige, was wirklich guten Sound bringt – vor allem bei actiongeladenen Filmen. Damit das Surround-Erlebnis beginnen kann, braucht man einen AV-Receiver, also das wichtigste Teil des Systems.

Natürlich gibt es einige Unterschiede zwischen den Receivern auf dem Markt und auch wenn sich einige Hersteller komplett aus diesem Segment zurückgezogen haben, bieten die verbliebenen Marken noch reichlich Auswahl, sodass für jeden Einsatzzweck und Geldbeutel etwas zu finden sein dürfte.

Wir haben 30 AV-Receiver für Sie getestet. Für richtig guten Sound kann man ordentlich Geld in die Hand nehmen – muss man aber nicht. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Marantz Cinema 50

AV-Receiver Test: Avr Marantz Cinema 50
Der Marantz Cinema 50 stellt satte Leistung an bis zu 11 Ausgängen zur Verfügung und ist zudem ein echter Hingucker.

Beim Marantz Cinema 50 setzt der Hersteller zwar wieder das markante runde Display ein, hat aber ansonsten das Design komplett überarbeitet. Gerade die Geräte der Cinema-Reihe sehen mit ihrem Oberflächenfinish besonders edel aus. Der Cinema 50 liefert außerdem genug Leistung, um insgesamt neun Endstufen zu befeuern. Das reicht für eine größere Heimkino-Installation und bietet zudem die Möglichkeit einer zusätzlichen Stereo-Zone. Streaming von diversen Portalen und Multiroom sind fest integriert. Die Bildverarbeitung ist brandaktuell und unterstützt die wichtigsten Video-Formate.

Wenn Geld egal ist

Yamaha RX-A6A

AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a
Der Yamaha RX-A6A verfügt über großzügig dimensionierte Endstufen, sowie reichlich Ein- und Ausgänge - digitale und analoge.

Der RX-A6A gehört zur komplett überarbeiteten Avantage-Reihe von Yamaha. Die Avantage-Geräte glänzen sowohl durch ihre hervorragende Verarbeitungsqualität, als auch durch die opulente Ausstattung. So verfügt der RX-A6A über insgesamt neun leistungsfähige Ausgangsstufen, die sich auf elf Lautsprecher-Anschlüsse aufteilen. Sie können sogar noch analoge Bildquellen anschließen. Mit Hilfe der integrierten Software ist es zudem nicht schwer, die vielen möglichen Konfigurationen abzustimmen.

Schlanker Bolide

Marantz NR1711

Test  AV-Receiver: Marantz NR1711
Marantz hat mit dem NR1711 einen schönen, schlanken AV-Receiver im Angebot, der vor allem für kleinere Wohnzimmer gut geeignet ist.

Der Marantz NR1711 baut mit seinen zehn Zentimetern Höhe deutlich flacher als meisten Konkurrenten und kommt überall dort zum Einsatz, wo wenig Platz ist – oder sich die Akzeptanz eines größeren Gerätes in Grenzen hält. Seitens der Anschlüsse übt er aus Platzgründen mehr Zurückhaltung als die »Großen«, trotzdem reichen diese und auch die Verstärker-Leistung für die meisten Heimkinos aus.

Preistipp

Denon AVR-X1700H

Test AV-Receiver: Denon AVR-X1700H
Der AVR-X1700H bietet viel Ausstattung und genug Leistung für den Einstieg ins Heimkino.

Mit dem AV-Receiver Denon AVR-X1700H hat Denon einen Preisbrecher mit attraktiver Vollausstattung am Start. Mit seinen insgesamt sieben Endstufen lässt sich problemlos ein 5.1.2-Atmos- oder DTS:X-Set ansteuern. Die Leistung reicht für den Einstieg ins Heimkino vollkommen aus, der Betrieb einer zweiten Stereo-Zone ist dagegen etwas umständlich. Als AVR-X1700H DAB gibt es für einen Aufpreis von knapp 50 Euro auch eine Version mit eingebautem DAB+-Tuner.

Vergleichstabelle

TestsiegerMarantz Cinema 50
Wenn Geld egal istYamaha RX-A6A
Schlanker BolideMarantz NR1711
PreistippDenon AVR-X1700H
Marantz SR6015
Denon AVC-X4700H
Marantz Cinema 60
Denon AVR-X2700H
Yamaha RX-A4A
Yamaha RX-A2A
Yamaha RX-V6A
Yamaha RX-V4A
Denon AVR-S960H
AV-Receiver Test: Avr Marantz Cinema 50
  • Enormes klangliches Potential
  • Insgesamt 9 Endstufen befeuern 11 Ausgänge
  • TuneIn an Bord
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Ohne DAB+
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a
  • Hervorragender Klang
  • 24 DSP-Programme stehen zur Verfügung
  • DAB+ und UKW an Bord
  • Professionelle XLR-Anschlüsse stehen zur Verfügung
Test  AV-Receiver: Marantz NR1711
  • Sehr guter Klang
  • Praxisgerechte Ausstattung
  • Geringe Bauhöhe
  • Knappe Leistung
Test AV-Receiver: Denon AVR-X1700H
  • Genug Leistungsreserven
  • Einfache Installation
  • Unterstützung sämtlicher gängiger Audio- und Videoformate
  • Einrichtung einer zweiten Zone ist umständlich
Test  AV-Receiver: Marantz SR6015
  • Hervorragender Klang
  • Präzise Einmessung
  • Upscaling bis 8K/60Hz
  • Kein Radiotuner eingebaut
Test  AV-Receiver: Denon AVC-X4700H
  • Hervorragender Klang
  • Auro-3D wird unterstützt
  • Leistungsfähige Endstufen
  • Kein Radiotuner eingebaut
AV-Receiver Test: Marantz Cinama60
  • Reichlich Leistungsreserven für gängige Heimkino-Installationen
  • Variante mit DAB verfügbar
Test AV-Receiver: Denon AVR-X2700H
  • Reichlich Leistungsreserven
  • Einfache Installation
  • Zweite Video-Zone möglich
AV-Receiver Test: Rxa4ablfr2ucagbfrltkshpv
  • Hervorragender Klang
  • Umfangreiche Anpassungen an die Raumakustik
  • Es stehen nur sieben Endstufen zur Verfügung
AV-Receiver Test: Yamaha Av Receiver Rx A2a Vorne
  • Sehr guter Klang
  • Einfache Installation
  • DAB+ und Internetradio fest integriert
  • Gehäuse überwiegend aus Kunststoff
Test AV-Receiver: Yamaha RX-V6A
  • Leistungsfähige Endstufen
  • Umfangreiche Ausstattung
  • DAB+ Empfang inklusive
  • Erstinstallation nur per App
Test  AV-Receiver: Yamaha RX-V4A
  • Sehr guter Klang
  • Streaming fähig
  • Einmessung auf die Raumakustik
  • Günstiger Preis
  • Kein 3D-Sound
Test  AV-Receiver: Denon AVR-S960H
  • Sehr guter Klang
  • Multiroom- und streaming-fähig
  • Mit Dolby Atmos und DTS:X kompatibel
  • Leistung für große Räume zu gering
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Audiophiles Herzstück: AV-Receiver im Test

Auch wenn Soundbars, Sounddecks und Multiroom-Systeme zur Zeit in aller Munde sind – wer Filme mit echtem Surround-Sound genießen will, fährt nach wie vor mit einem vollwertigen Surround-Sound-System am besten. Das Herzstück davon ist ein AV-Receiver, der den Mehrkanalton an die Lautsprecher verteilt. Dazu wird für jeden Lautsprecher ein separater Verstärkerzweig benötigt, bis auf den Subwoofer, dort ist der Verstärker zumeist bereits eingebaut.

Ein 5.1-System besteht insgesamt aus sechs Lautsprechern: Einem Center, der unter dem Fernseher oder der Leinwand platziert wird und vor allem für die Sprachausgabe gedacht ist, und außerdem zwei seitlichen Lautsprechern vorne und zwei Surround-Lautsprechern neben oder leicht hinter der Abhörposition. Damit sind die fünf Lautsprecher der ersten Ziffer definiert. Die Eins in »5.1« bezeichnet den Subwoofer, der relativ frei im Raum positioniert werden kann, da die tiefen Frequenzen den ganzen Raum füllen und sich nicht gut orten lassen.

7.1 Lautsprecher Setup - Bild: MTX.com
Aufbau eines 7.1-Surround-Sound-Systems.

Bei 7.1-Systemen gibt es zwei weitere Lautsprecher, die noch hinter den beiden Rücklautsprechern des 5.1-Systems positioniert werden und für einen noch runderen Surround-Sound sorgen.

Aber damit ist noch längst nicht Schluss: 9.1 und 11.1 Systeme fügen noch sogenannte Matrix-Kanäle hinzu. Interessanter wird es aber, wenn der Sound nicht nur von vorne, den Seiten und hinten kommt, sondern auch von oben, denn damit erschließt sich auch die dritte Raumdimension.

Um diese 3D-Sound-Systeme zu kennzeichnen, wird eine dritte Ziffer angehängt: Ein 5.1.2-System besteht also aus fünf Surround-Lautsprechern, einem Subwoofer und zwei Deckenlautsprechern, bei einem 7.1.2-System kommen noch die beiden rückwärtigen Surround-Lautsprecher dazu. Beide Systeme entsprechen der Dolby-Atmos-Konfiguration. Im Heimkino sind bis zu 4 Deckenlautsprecher möglich, das wäre dann folgerichtig entweder ein 5.1.4- bzw. ein 7.1.4-Setup.

Um den Ton von der Decke kommen zu lassen gibt es wiederum mehrere Methoden: Die eine besteht darin, tatsächlich Lautsprecher an die Decke zu hängen, die zwei oder vier Kanäle von oben direkt in Richtung Sitzgruppe abzustrahlen. Bei der weniger aufwändigen Variante werden auf die vorderen beiden Surround-Lautsprecher noch zwei Lautsprecher aufgesetzt, die an die Decke strahlen. Von dort wird der Schall an die Abhörposition reflektiert und vermittelt so den Eindruck, als ob der Klang von der Decke kommt. Bei entsprechender Raumhöhe besteht eine dritte Variante: Die Atmos-Lautsprecher werden an die vordere Wand montiert, und zwar möglichst hoch und schräg nach unten in Richtung Hörposition abstrahlend. Dasselbe geht natürlich auch bei den Rück-Lautsprechern.

3D-Sound funktioniert durch Reflektion des Schalls zurück zur Abhörposition

Je mehr Lautsprecher für die Klangausgabe zur Verfügung stehen, desto besser kann prinzipiell das Surround-Sound-Erlebnis gestaltet werden – entsprechend steigt aber auch der Installationsaufwand.

Um den zu begrenzen, können vor allem die Rücklautsprecher oft per Funk angesprochen werden, ebenso der Subwoofer. So können diese Lautsprecher schon mal ohne lästiges Kabelverlegen frei im Raum aufgestellt werden. Front- und Center-Lautsprecher befinden sich ohnehin neben Fernseher oder Leinwand und sind daher in der Regel unproblematisch zu verkabeln.

Audiovisuelle Schaltzentrale

Der AV-Receiver ist die zentrale Schaltstelle im Wohnzimmer oder Heimkino: Sie nimmt Signale unterschiedlichster Bild- und Tonquellen auf und gibt sie an verschiedene Wiedergabegeräte weiter.

Für Audio-Signale sind das die verschiedenen Lautsprecher-Sets, von der herkömmlichen Stereowiedergabe über aktuellen 3D-Surroundsound bis hin zur Multiroom-Beschallung mit zahlreichen Boxen. Aber auch Bildsignale von den unterschiedlichsten Quellgeräten können an ein oder mehrere Bildschirme weitergegeben werden, zum Beispiel Fernseher oder Beamer. Als Quellen fungieren für gewöhnlich Blu-ray-Player, TV-Receiver für Sat-, Kabel-, oder terrestrischen Empfang und sogar Spielekonsolen. Durch die zunehmende Vernetzung kommen noch vielfältige Online-Angebote hinzu.

 AV-Receiver Test: Av Receiver Streaming
Streaming-Dienste für Bild und Ton werden immer wichtiger.

Außerdem gibt es für die meisten Receiver neben der herkömmlichen Fernbedienung inzwischen auch Apps zur Bedienung übers Smartphone. Trotz aller moderner Quellen verzichten viele AV-Receiver auch heute noch nicht auf analoge Eingänge etwa für einen Plattenspieler. Schließlich soll alles, was Ton und Video ausgibt an einen AV-Receiver angeschlossen werden können.

Analoge Quellen werden ebenfalls berücksichtigt

AV-Receiver sind damit in der Lage verschiedenste Surround-Sound-Tonformate zu dekodieren und in Raumklang umzusetzen. Die verschiedenen Videoformate werden dabei entweder nur an den Bildschirm oder Beamer weitergereicht, teilweise aber sogar ihrerseits aufbereitet. Wegen ihrer Vielseitigkeit und der Fähigkeit, Raumklang umzusetzen, sind sie der zentrale Baustein eines jeden Heimkinos.

Upscaling, Multiroom etc.

Die meisten AV-Receiver sind derart großzügig mit Verstärker-Stufen ausgestattet, dass sie neben dem Haupt-Raum, der mit Sourround-Sound befeuert wird, einen zusätzlichen Raum zumindest mit Stereo-Signal versorgen können, es müssen nur entsprechende Lautsprecher-Kabel liegen.

Darüberhinaus besteht zumeist auch eine Möglichkeit, in den Räumen verteilte, drahtlose Lautsprecher zu versorgen, hierzu wird dann oft zumeist ein hauseigenes Funkprotokoll (Yamaha MusicCast, Denon HEOS, FlareConnect) verwendet, parallel zumeist zu Airplay und/oder Sonos. Die Einrichtung wird dann idealerweise komfortabel über die Benutzeroberfläche auf dem angeschlossenen Bildschirm vorgenommen.

Damit nicht genug, auch das Bild soll zu seinem Recht kommen. Neue Formate und Standards, wie die 4K- oder sogar 8K-Auflösung sowie die Kontrasterweiterung HDR sollen nach Möglichkeit den Receiver unbeschadet passieren können, um dann an Beamer oder Display weitergereicht zu werden. Unsere aktuellen AV-Receiver schaffen das problemlos, mehr noch; sie erlauben auch das hochskalieren von Bildsignalen mit Standard-Auflösung auf FullHD und sogar auf 4K, die neusten sogar 8K. Ähnlich sieht das mit der Bewältigung der aktuellen HDR-Standards aus; HDR10, HDR10+, DolbyVision und HDR HLG (der geplante HDR-Sendestandard) wollen unterstützt werden. Bei den Vorgängern sah es da noch anders aus, wir haben sie dennoch in der Auflistung belassen, da sie für den einen oder anderen Bedarf schon ein Schnäppchen darstellen, die unterstützten HDR-Formate und die weitergeleitete Video-Formate (Pass-Through) haben wir in der Tabelle aufgelistet.

AV-Receiver Test: Marantz Cinema50

Testsieger: Marantz Cinema 50

Die Frontplatte des Marantz Cinema 50 gibt sich aufgeräumt, lediglich zwei große Knöpfe rahmen links und rechts das markante, runde Display ein. Darunter ist eine massive Klappe, hinter welcher sich das Bedienfeld sowie zwei Buchsen verstecken.

Rechts und links gibt es jeweils eine Stufe in der Frontplatte, hier verwendet Marantz statt der matten eine kunstvoll gebürstete Oberfläche. Dieses neue Stilelement ersetzt die abgerundeten Kanten der Vorgängermodelle.

Testsieger
Marantz Cinema 50
AV-Receiver Test: Avr Marantz Cinema 50
Der Marantz Cinema 50 stellt satte Leistung an bis zu 11 Ausgängen zur Verfügung und ist zudem ein echter Hingucker.

Der Cinema 50 verfügt über neun Verstärkerzüge, die mit insgesamt elf Lautsprecherterminals nach außen gehen. Damit sind Konstellationen von 5.1.4 bis 7.1.2 möglich. Dann sind immer noch zwei Terminals frei, die beispielsweise für eine zweite Stereozone genutzt werden können.

Leistung satt und jede Menge Input

Weil für die Stereo-Zone zwei der neun vorhandenen Verstärkerstufen benötigt werden, geht das nicht gleichzeitig zusammen mit einer 5.1.4- beziehungsweise 7.1.2-Konstellation im Heimkino. Verzichtet man jedoch während der Stereo-Wiedergabe in der zweiten Zone beispielsweise auf zwei Atmos-Kanäle im Heimkino, geht das auch gleichzeitig.

Neben Dolby Atmos und Auro-3D wird auch die DTS Variante DTS:X als dreidimensionales Sound-Format unterstützt – und außerdem IMAX Enhanced. IMAX kommt ebenfalls von DTS und beinhaltet besondere Vorgaben für die Wiedergabe von Bild und Ton, die ein noch besseres Heimkino-Erlebnis vermitteln sollen.

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AV-Receiver Test: Marantz Cinema50
Von vorn gibt sich dwr Marantz Cinema 50 aufgeräumt, das markante runde Display wurde vom Vorgänger übernommen.
AV-Receiver Test: Marantz Cinema50
Wie bei vielen AV-Receivern in der gehobenen Preisklasse, verbirgt sich auch beim Cinema 50 ein Teil der Bedienelemente hinter einer massiven Klappe.
AV-Receiver Test: Marantz Cinema50 Back
Da ist kaum noch ein Plätzchen frei, trotzdem werden die Lautsprecherterminals jeweils nebeneinander untergebracht. Das vereinfacht den Anschluss der vielen Kabel.
AV-Receiver Test: Marantz Cinema50 Fb
Die schlanke Fernbedienung hat an der Seite eine kleine Taste, damit wird die Hintergrundbeleuchtung der Tasten eingeschaltet.

Insgesamt sechs HDMI-Eingänge sowie drei Ausgänge warten auf Anschluss entsprechender Quellen. Alle sechs Eingänge reichen bei Bedarf Videos in 8K-Auflösung an die drei Ausgänge weiter. Analoge Videoquellen hat man sich dagegen komplett gespart.

Anders sieht das bei den Audio-Quellen aus – hier können außer den digitalen Eingängen mit je zwei optischen und zwei digitalen Buchsen insgesamt sieben analoge Geräte angeschlossen werden, inklusive einem Plattenspieler, selbst wenn der über keinen eigenen Vor-Vorverstärker verfügt.

Der Audio-Prozessor kann zudem insgesamt 13 aktive Lautsprecher über entsprechende Cinch-Buchsen ansteuern, inklusive vier Subwoofer. Zwei der Ausgänge und eine der Subwoofer-Buchsen sind ausdrücklich für eine zweite Zone reserviert, der Rest kann ein Heimkino mit bis zu drei Subwoofern beschallen.

Vernetzt wird der Cinema 50 wahlweise drahtlos per WLAN oder über die LAN-Buchse. Da der AV-Receiver sich zudem auch auf Bluetooth versteht, sind Multiroom-Szenarien und dem Streaming von Audio und Video kaum Grenzen gesetzt.

Die HEOS App fungiert dabei als Steuerzentrale auf dem Smartphone und der Receiver dient dann als mögliche Signalquelle für angeschlossene WLAN-Lautsprecher in anderen Räumen. Allerdings müssen alle Komponenten mit HEOS kompatibel sein. Eine Ausnahme bildet dabei Airplay 2, was der Marantz ebenfalls beherrscht. Allerdings ist man dann an die Airplay-Oberfläche und deren Beschränkungen gebunden, während HEOS fast alle aktuellen Streaming-Dienste zur Verfügung stellt.

Installation und Einmessen

Dank der sehr guten Nutzerführung ist die Installation des vielseitigen Cinema 50 kein Hexenwerk. Schon bei der Anordnung der Lautsprecher-Terminals geht Marantz eigene Wege: Sie sind komplett in einer Reihe angeordnet und nicht als Doppelreihe paarweise übereinander. Neben den Beschriftungen sind die einzelnen Lautsprecherpaare zudem dem farblich gekennzeichnet, außerdem steht das Menü mit aufwändiger Grafik und Volltexthilfe während der Erstinstallation zur Seite.

Die Fernbedienung hat ein übersichtliches Layout, eine recht unscheinbare Taste an der Seite schaltet neuerdings die Hintergrundbeleuchtung der Tasten ein, perfekt fürs abgedunkelte Heimkino. Darüber hinaus lässt sich der AV-Receiver auch mit der kostenlosen Remote App per Smartphone bedienen, das funktioniert aber nur, wenn der Receiver während der Erstinstallation für eine Netzwerk-Bedienung freigegeben wird.

Nachdem sämtliche Lautsprecher angeschlossen sind, wobei das Installationsmenü, wie gesagt bei Bedarf mit aufwändiger Grafik und Volltexthilfe unterstützt, erfolgt ein Probelauf zur Kontrolle. Per Testton wird nun ermittelt, ob die Boxen jeweils auch an der richtigen Buchse hängen, es wird sogar ein verpolter Lautsprecher eindeutig erkannt – das ist besonders hilfreich, weil man sich bei den vielen Anschlussterminals der Verstärker-Ausgänge schnell mal vertun kann.

Sind Lautsprecher und Subwoofer korrekt angeschlossen, folgt die penible Einstellung der Pegel auf die Raumakustik und Lautsprechergröße. Dazu liegt dem Cinema 50 ein Papp-Stativ sowie ein Messmikrofon bei. Das wird in eine Buchse an der Frontseite eingesteckt, anschließend der interne Mess-Computer aktiviert.

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AV-Receiver Test: Marantz Cinema50 Screen4
Bei Bedarf führt die Audyssey Software Schritt für Schritt durch die gesamte Installation, angefangen bei der Verkabelung.
AV-Receiver Test: Marantz Cinema50 Screen1
Anschließend können die Lautsprecher auf die Raumakustik eingemessen werden.
AV-Receiver Test: Marantz Cinema50 Screen2
Zur Kalibrierung gehört auch eine exakte Anpassung des Pegels vom Subwoofer.
AV-Receiver Test: Marantz Cinema50 Screen3
Für die Installation der Atmos-Lautsprecher bietet Audyssey gleich vier Positionen an.

Mit Audyssey MultEQ XT32 ist beim AV-Receiver Cinema 50 die vollautomatische Einmessung in der umfangreichsten Version installiert. Hierzu wird das mitgelieferte Messmikrofon standardmäßig nacheinander an acht unterschiedliche Positionen im Bereich des Hörplatzes aufgestellt, um dann die Messroutine für jeden Lautsprecher zu durchlaufen. Das funktioniert in der Praxis tadellos und führt zu einem beeindruckenden Klangerlebnis. Darüberhinaus lassen sich zudem alle angeschlossenen Subwoofer exakt einpegeln.

Nach gut 15 Minuten ist die Surround-Anlage automatisch perfekt auf die Raumakustik abgestimmt. Zur Kontrolle zeigt die Software zudem ihre Messergebnisse an, sodass man selbst jetzt noch korrigieren kann. Die Lautsprecher können aber auch anschließend umgestellt werden, ohne dass man das komplette Prozedere abermals durchlaufen muss, einfach das gewünschte Lautsprecherpaar auswählen und auf die neue Position einmessen.

Klangtest

Der AV-Receiver von Marantz spielt so gut wie alle aktuellen Audio- und Videoformate ab, darunter auch unkomprimierte FLAC- oder DSD-Dateien, diese sogar mit bis zu 5,6 MHz. Damit wird er den Ansprüchen der meisten Streaming-Dienste gerecht, die zunehmend Musik in HiRes anbieten. Selbst der Phono-Eingang erfüllt höchste Erwartungen, was nicht verwunderlich ist, schließlich hat Marantz auch noch einen Plattenspieler im Portfolio.

Dyna­misch beim Film, ausge­wogen bei Musik

Alles was der an die Lautsprecher ausgibt, ob nun zwei- oder mehrkanalig, folgt exakt den Vorgaben der Quelle. Trotz der Ansteuerung von nur einem Paar Atmos-Lautsprecher schafft er eine hervorragende Räumlichkeit. Die Lautsprecher sind dabei nicht etwa unter der Decke montiert, sondern auf den beiden Frontlautsprechern liegend zur Decke abstrahlend, um dann per Reflexionen die entsprechende Räumlichkeit herzustellen. Regen plätschert oder prasselt direkt von der Decke, auch das niedrige Überfliegen des Heimkinos durch einen Hubschrauber lässt uns zusammenzucken. Der Sub wird präzise und mit Nachdruck angesteuert und verleiht jeder Explosion den nötigen Nachdruck.

Bei einem 5.1.4-Setup kann der Cinema 50 vier Atmos-fähige Lautsprecher ansprechen: Dabei sind alle Positionen erlaubt, entweder direkt abstrahlend an Wand oder Decke – oder solche, die auf die Front- und Rear-Speakern positioniert werden, um per Deckenreflexion den Atmos-Effekt zu erreichen. So genannte Höhen-Lautsprecher, also vorn an der Wand platzierte, sind laut Dolby-Spezifikationen eigentlich nicht vorgesehen, dennoch werden sie bei der Einmessung per Audyssey berücksichtigt sodass ein beeindruckender 3D-Effekt erreicht wird. Bei Auro-3D ist diese Art der Installation der Lautsprecher sogar ausdrücklich vorgesehen.

Über die Effekte hinaus bleibt der Klang dennoch immer ausgewogen: Es werden keine Frequenzen bevorzugt oder benachteiligt, sondern es wird so gespielt, wie sich der Toningenieur das gedacht hat. Dialoge bleiben trotz des kontrollierten Getöses immer klar verständlich und lassen sich perfekt verorten, der Ton passt stets perfekt zum Bild, so groß dieses auch sein mag.

Nachteile?

Der AV-Receiver Marantz Cinema 50 ist derart ausgereift, dass es eigentlich keine Nachteile gibt. Das Video-Upscaling von FullHD-Videos zur vollen 4K- oder 8K-Auflösung meistert er sehr gut, wenngleich ein aktueller Fernseher oder Beamer hier unter Umständen gleichziehen kann. Ein Wermutströpfchen ist nach wie vor die Remote App zumindest in der Android-Version. Der Verzicht auf einen Tuner, ob nun DAB oder UKW, ist verschmerzbar – zumal der Marantz quasi über einen direkten Draht zum TuneIn Internetradio verfügt.

Marantz Cinema 50 im Testspiegel

Wegen der kurzen Marktpräsenz gibt es zum Marantz Cinema 50 noch keine Testergebnisse. Wir werden sie aber sobald wie möglich nachreichen.

Alternativen

Der Marantz hat für uns die Nase vorne, aber nur knapp, vor allem, weil er Surround-Sound-Einsteigern die Installation so einfach macht und eine komplette 7.1.4 Installation erlaubt. Der Denon hat teilweise sogar mehr Ausstattung zu bieten, das hat natürlich seinen Preis, trotzdem können wir auch diesen AV-Receiver wärmstens empfehlen.

Wenn Geld egal ist: Yamaha RX-A6A

Satte 23 Kilo bringt der Yamaha RX-A6A auf die Waage – er ist damit einer der schwersten AV-Receiver in diesem Test. Durch das neue Design aller neueren Yamaha AV-Receiver sieht er gar nicht so schwergewichtig aus. Die aufgeräumte, fast glatte Frontpartie mit dem Display, das im Betrieb überhaupt erst auffällt, hat sich schon vor einiger Zeit von satt laufenden Drehknöpfen und riesigen Tastenfeldern verabschiedet. Nicht ganz, denn der große, zentrale Lautstärkeknopf und der kleinere rechts daneben für die Quellenwahl sind geblieben.

Wenn Geld egal ist
Yamaha RX-A6A
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a
Der Yamaha RX-A6A verfügt über großzügig dimensionierte Endstufen, sowie reichlich Ein- und Ausgänge - digitale und analoge.

Mehr braucht’s auch gar nicht, schließlich gibt es ja eine Fernbedienung und ein schönes, hochauflösendes Display. Die aufwändige Erstinstallation erfolgt ohnehin unter Zuhilfenahme des Onscreen-Menüs, sobald der AV-Receiver an den Beamer oder Fernseher angeschlossen ist.

Das solide Eigengewicht des RX-A6A rührt nicht zuletzt vom riesigen Trafo her, der die insgesamt neun Endstufen mit reichlich Energie versorgen kann. Die elf Lautsprecher-Terminals erlauben wahlweise ein 7.1.2 oder ein 5.1.4 Setup, genau genommen sogar 7.2.2 oder 5.2.4, da er bis zu zwei Subwoofer gleichzeitig ansteuern kann.

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AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a2
Auch der RX-A6A kommt mit nur wenigen Bedienelementen aus, die über 23 Kilo Betriebsgewicht spürt man erst beim Anheben.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a Back
Da bleiben nur wenige Wünsche offen; der Yamaha bringt gleich 11 Lautsprecher-Anschlüsse mit, da lässt sich ein 5.1.4 Setup realisiern und trotzdem bleiben noch zwei Terminals für eine zweite Stereo-Zone.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a Fb
Trotz enormer Funktionsvielfalt ist die Fernbedienung übersichtlich geblieben, die wichtigsten Quellen und Szenarien sind mit einem Tastendruck erreichbar.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a2 Mic
Die YPAO Software ermöglicht zusammen mit dem speziellen Mikrofonstativ sogar eine exakte Einstellung auf die Abstrahlwinkel der Lautsprecher.

Die 11.2-Vorverstärker-Ausgänge erlauben dem Yamaha zudem das Jonglieren mit insgesamt 15 Lautsprechern plus zwei Subwoofern. Damit lässt sich ein komplettes 7.2.4-Setup realisieren, außerdem können bis zu zwei Stereo-Zonen zusätzlich beschallt werden. Als besonderes Schmankerl verfügt der RX-A6A zudem über je ein Paar XLR Buchsen als Audio-Eingang und eines als Ausgang. Der XLR-Standard kommt aus dem professionellen Bereich, ist aber gelegentlich an Heimelektronik zu finden.

Im Heimkino erfolgt die Koordination und Einmessung der Lautsprecher auf die Raumakustik mit der integrierten Software YPAO zusammen mit dem Messmikrofon und einem speziellen Messpunkt-Stativ, das genauere Messungen zu den Abstrahlwinkeln der Lautsprecher erlaubt.

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AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a Screen
Die Szene-Modi lassen sich sehr differnziert anpassen.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a Screen3
Für die Anordung der Lautsprecher lassen sich unterschiedliche Schemata auswählen.
AV-Receiver Test: Yamaha Rx A6a Screen2
Anschließend erfolgt die Einmessung auf die Raumakustik.

Um auch mit einem einfachen 5.1- oder 7.1-Setup zumindest einen annähernd akzeptablen 3D-Sound zu erzeugen, beherrscht der Yamaha zudem die Dolby Height Virtualization oder DTS Virtual:X. Das ist gut, wenn man aus Platz- oder Budget-Gründen vorerst noch auf Höhenlautsprecher verzichten muss.

Der RX-A6A stellt insgesamt sieben HDMI-Eingänge und drei -Ausgänge zur Verfügung, die Eingänge eins bis drei sind in der Lage, 8K-Signale zu verarbeiten. Darüber hinaus stellt der Bolide sogar noch drei analoge Video-Eingänge zur Verfügung.

Kurz und gut – mit dem Yamaha RX-A6A tätigen Sie eine Investition in die Zukunft, ohne dass dabei lieb gewordene Schätze, wie zum Beispiel Plattenspieler oder eine analoge Videoquelle außen vor bleiben müssen. Er liefert Leistung satt und bietet mit seinen 24 DSP-Programmen feinstes Sound-Tuning.

Schlanker Bolide: Marantz NR1711

Schlank, dezent und dennoch leistungsfähig füllt Marantz mit dem Gerät NR1711 eine nicht zu unterschätzende Lücke. Nicht jeder kann, will oder darf sich einen der fetten Boliden ins Wohnzimmer stellen, da kommt der Marantz im Slimline-Gehäuse zum Einsatz.

Schlanker Bolide
Marantz NR1711
Test  AV-Receiver: Marantz NR1711
Marantz hat mit dem NR1711 einen schönen, schlanken AV-Receiver im Angebot, der vor allem für kleinere Wohnzimmer gut geeignet ist.

Dafür ist der Marantz NR1711 auch nicht ganz so üppig ausgestattet wie seine größeren Geschwister. So gibt es im flachen Marantz nur sieben statt neun Verstärker-Stufen. Es wird weniger Leistung abgerufen, wodurch auch der Trafo für die Stromversorgung etwas kleiner dimensioniert sein darf.

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AV-Receiver Test: Marantz Nr1711
Der Marantz NR1711 hat eine geringere Bauhöhe als die meisten Konkurrenten – dezent, aber leistungsfähig.
AV-Receiver Test: Marantz Nr1711 Fb Mic
Die Fernbedienung ist die gleiche wie bei den großen Brüdern, ebenso wie das mitgelieferte Messmikrofon.
AV-Receiver Test: Marantz Nr1711 Back
So viele Schnittstellen wie die größeren Kollegen finden keinen Platz, dennoch unterstützt der NR1711 Dolby Atmos. Ausnahmsweise sind die Lautsprecher-Terminals aus Platzgründen nicht in einer Reihe untergebracht.

Trotz der schlanken Bauweise ist der AV-Receiver NR1711 auch mit sieben Verstärker-Ausgängen in der Lage, ein 5.1.2-Atmos-Setup zu befeuern. Dann bleibt zwar nichts mehr für eine zweite Zone, die lässt sich jedoch über die beiden Vorverstärker mit zwei aktiven Lautsprechern realisieren. Weil der NR1711 auf Rückseite nur wenig Platz hat, hat man die Lautsprecherterminals ausnahmsweise in Zweierreihe angeordnet. Trotzdem hat er nur Platz für sechs HDMI-Eingänge und nur einen Ausgang. Dafür nimmt es auch hier einer der Eingänge mit 8K-Auflösung auf. Von den vier analogen Audio-Eingängen ist einer für Phono zuständig, auch das sollte in den meisten Wohnzimmern reichen.

Eingemessen wird wie immer bei Marantz mit Audyssey, hier kommt die einfachere MultEQ Variante zum Einsatz. Das Messmikrofon wird auf sechs statt auf acht Positionen eingemessen, das geht dann etwas schneller als bei den anderen.

Der Klang des schlanken Geräts NR1711 ist allerdings alles andere als schlank. Wenn das Wohnzimmer oder Heimkino nicht allzu groß ist (bis etwa 25 Quadratmeter), sorgt der Marantz schon für reichlich Alarm – wenn es sein muss, bis der Nachbar schellt. Er kann aber auch anders: Der eingebaute Phono-Eingang wird so manchen das schwarze Gold in Form von Vinyl-Schallplatten wieder nahebringen.

Preistipp: Denon AVR-X1700H

Denon hat mit dem AV-Receiver AVR-X1700H einen besonders günstigen AV-Receiver am Start, der problemlos eine Dolby Atmos beziehungsweise eine DTS:X Anlage versorgen kann. Um den Preis halten zu können, muss man zwar auf einige Komfortfunktionen verzichten, das betrifft jedoch nicht die bekannt einfache Ersteinrichtung und den normalen Alltagsbetrieb.

Preistipp
Denon AVR-X1700H
Test AV-Receiver: Denon AVR-X1700H
Der AVR-X1700H bietet viel Ausstattung und genug Leistung für den Einstieg ins Heimkino.

Das Gerät Denon AVR-X1700H ist mit insgesamt sieben Endstufen ausgestattet, damit lässt sich wahlweise eine 7.1-Surround- oder eine 5.1.2-Atmos-Lautsprecherkonfiguration einrichten. Weil jede der Endstufen über nur ein Lautsprecherterminal verfügt, sind diejenigen für die Surround Back-Lautsprecher alternativ für die Atmos-Speaker zuständig. Ein Wechsel der Konfiguration ist demzufolge nur durch Umstöpseln der Lautsprecher möglich. Eine zweite Stereo-Hörzone lässt sich so gar nicht realisieren.

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AV-Receiver Test: Denon Avr X1700h
Denon setzt auch beim AVR-X1700H nach wie vor aufs klassische Design, das Gerätr ist zudem ausschließlich in Schwarz erhältlich.
AV-Receiver Test: Denon Avr X1700h Back
Jede Ausgangsstufe hat nur ein Lautsprecher-Terminal, es steht zudem nur ein HDMI-Ausgang zur Verfügung.
AV-Receiver Test: Denon Avr X1700h Fb
Die Fernbedienung ist recht übersichtlich, der Receiver lösst sich aber auch per App bedienen. Das Messmikrofon von Audyssey wird wahlweise auf das Pappstativ aus dem Lieferumfang gesetzt oder auf ein richtiges Stativ geschraubt.

Im sogenannten Erstinstallationsmenü des AV-Receivers AVR-X1700H werden Sie Schritt für Schritt per grafischer Oberfläche zum korrekten Anschluss der Lautsprecher und anderer Geräte geführt. Außerdem wird der Receiver ins Netzwerk und damit ins Internet eingebunden, sodass die Streaming-Dienste und das Internetradio TuneIn zur Verfügung stehen. Hier kann man zudem angeben, ob die Atmos-Lautsprecher unter der Decke, an der Wand oder als Reflektorlautsprecher eingesetzt werden, selbst wenn die Montage an der Wand von Dolby eigentlich nicht explizit vorgesehen ist, integriert der Denon auch diese Art der Installation korrekt ins Gesamtsystem.

Wer sich schon auskennt, kann das Menü auch überspringen und direkt zur Einmessung der Verstärker für die angeschlossenen Lautsprecher übergehen. Wie alle Denon-Receiver, nutzt auch der AVR-X1700H das Audessey-Messystem, das passende Mikrofon gehört samt Pappstativ zum Lieferumfang. Wem das zu wackelig ist, der kann das Mikro auch auf ein richtiges Stativ schrauben, ein Standardgewinde ist nämlich schon drin.

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AV-Receiver Test: Denon Avrx1700
Sobald das Mikrofon eingesteckt ist, startet die Einmessung.
AV-Receiver Test: Denon Avrx1700
Für ein perfektes 3D-Sound-Erlebnis sollte der Deckenabstand der Atmos-Lautsprecher eingegeben werden.
AV-Receiver Test: Denon Avrx1700
In der Anleitung wird genau angezeigt, wo das Mikrofon für die acht Messungen positioniert werden soll.
AV-Receiver Test: Denon Avrx1700
Auch der Hinweis auf die Apps darf natürlich nicht fehlen.

Die Streaming-Dienste und die Multiroom-Steuerung übernimmt bei Denon nach wie vor die Heos-App, statt mit der Fernbedienung kann man den Receiver auch per Remote-App vom Smartphone aus steuern, für beides gibt es ebenfalls eine Anleitung im Erstinstallationsmenü.

Zur Einmessung muss man das mitgelieferte Mikrofon in die dafür vorgesehene Buchse an der Frontseite des AVR-X1700H strecken, die befindet sich direkt neben der Kopfhörerbuchse. Sogleich startet der Mess- und Kalibriervorgang mit einer grafischen Oberfläche. Dort werden nacheinander die acht Standorte angezeigt, an denen das Mikrofon aufgestellt werden soll.

Das anschließende Ergebnis ist schon beeindruckend. Den Anfang macht unsere Dolby Atmos Demoscheibe mit ausgewählten Tonsequenzen. Anschließend darf der Denon dann beim Film aus dem Vollen schöpfen. Er hat genug Dampf, um auch unseren 30 Quadratmeter großen Testraum angemessen zu beschallen. Selbst wenn der Lautstärkesteller sich bedenklich in Richtung Rechtsanschlag bewegt, bleibt der Sound stets sauber und gerät nicht außer Kontrolle.

Wieder einmal ärgere ich mich darüber, dass die Blu-Ray »Bohemian Rhapsody« keine Atmos Abmischung enthält, so kann man die tollen Aufnahmen »nur« in 7.1 Surroundsound genießen. Aber auch das meistert der Receiver mit Bravour und knackigem Nachdruck im Tieftonbereich. Zum Schluss zeigte dann noch der Plattendreher am Phono-Eingang, dass der Denon auch mit zweikanaliger Kost bestens zurecht kommt.

Den AV-Receiver Denon AVR-X1700H gibt es übrigens als AVR-X1700H DAB auch mit eingebautem DAB-Empfang. Der Preisunterschied beträgt normalerweise etwa 50 Euro, wegen der aktuellen Lieferengpässe (Anfang 2022) wird allerdings ohnehin nur geliefert, was gerade verfügbar ist. Auch die Preise orientieren sich eher an der Lieferbarkeit als an den UVPs.

Außerdem getestet

Marantz Cinema 60

Der Cinema 60 ist einer der kleineren Geschwister unseres aktuellen Favoriten, des Marantz Cinema 50. Hier stehen nur sieben Leistungsendstufen zur Verfügung, die jeweils nur ein Lautsprecherterminal befeuern, was die Einsatzmöglichkeiten gegenüber dem teureren Cinema 50 erheblich einschränkt. Die Leistung der Endstufen ist zwar ebenfalls etwas geringer, reicht aber beispielsweise für die Beschallung selbst eines größeren Wohnzimmer-Kinos nach Atmos-Manier vollkommen aus. So ist beispielsweise entweder ein 7.1 Surround Setup möglich oder aber ein 5.1.2 Setup mit zwei Atmos-Speakern.

Deshalb kommt er auch mit einer etwas abgespeckten Einmess-Routine aus, und hat zudem nur zwei HDMI-Ausgänge, falls man neben dem Beamer einen Fernseher beschicken will, oder umgekehrt.

Auf der Haben-Seite gibt es den Cinema 60 in einer Version eingebautem DAB+ Tuner ausgestattet. Der Cinema 60 DAB kostet mit nur 50 Euro wenig mehr, bietet dafür perfekten Rundfunk-Empfang, selbst wenn das für den Internetradio-Empfang notwendige Netz mal ausfallen sollte.

In unserem Hörtest im gut 30 Quadratmeter großen Hörraum bestand der Cinema 60 mit Bravour. Der immersive Atmos-Sound, den der Marantz erzeugen kann, ist schlicht atemberaubend – und das, obwohl für den Effekt lediglich zwei Lautsprecher zur Verfügung stehen.

Marantz SR6015

Der AV-Receiver Marantz SR6015 verfügt über neun Verstärkerstufen, die mit insgesamt elf Lautsprecherterminals nach außen gehen. Damit sind Konstellationen von 5.1.4 bis 7.1.2 möglich. Über das zusätzliche Terminal kann beispielsweise auf Wunsch eine zweite Stereozone betrieben werden.

Neben Dolby Atmos wird auch die DTS Variante DTS:X als dreidimensionales Soundformat unterstützt – und außerdem IMAX Enhanced. IMAX kommt ebenfalls von DTS und beinhaltet besondere Vorgaben für die Wiedergabe von Bild und Ton, die ein noch besseres Heimkino-Erlebnis vermitteln sollen.

Die Frontplatte gibt sich aufgeräumt, hinter einer massiven Klappe verborgen, befindet sich das Bedienfeld sowie einige Buchsen. Ganz anders sieht es auf der Rückseite aus: Sieben HDMI-Eingänge warten auf Anschluss, einer davon reicht sogar Videos in 8K-Auflösung an die drei HDMI-Ausgänge weiter. Unter besagter Frontklappe ist noch ein einfacher Composite-Video-Eingang, eine USB-Schnittsteller sowie eine Kopfhörerbuchse.

Bis zu zwei aktive Subwoofer können angeschlossen werden. Eine ganze Reihe Cinch-Buchsen kann insgesamt 11.2 aktive Lautsprecher ansteuern, also welche mit eingebautem Verstärker. Die Koordination übernimmt der eingebaute Sound-Prozessor.

Zwei Antennen auf der Rückseite sorgen für gute Empfangsverhältnisse – übrigens für WLAN und Bluetooth gemeinsam. Damit sind Multiroom-Szenarien und dem Streaming von Audio und Video kaum Grenzen gesetzt. Die HEOS App fungiert dabei als Steuerzentrale auf dem Smartphone und der Receiver dient dann als mögliche Signalquelle für angeschlossene WLAN-Lautsprecher in anderen Räumen.

Trotz der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, die der Marantz bietet, ist die Installation und Einrichtung dank der sehr guten Nutzerführung kein Hexenwerk, auch die Fernbedienung hat ein übersichtliches Layout – einzig die Eingabe von Passwörtern für die WLAN-Verbindung ist etwas mühselig, in der Regel aber nur einmal fällig.

Mit Audyssey MultEQ XT32 ist beim AV-Receiver SR6015 die vollautomatische Einmessung in der umfangreichsten Version installiert. In gut 15 Minuten ist die Surround-Anlage automatisch perfekt auf die Raumakustik abgestimmt, wenngleich experimentierfreudige Zeitgenossen die Abstimmung anschließend noch nach ihren Präferenzen beeinflussen können.

Der AV-Receiver Marantz SR6015 spielt so gut wie alle aktuellen Audio- und Videoformate ab, darunter auch unkomprimierte FLAC- oder DSD-Dateien, diese sogar mit bis zu 5,6 MHz. Damit wird er den Ansprüchen der meisten Streamingdienste gerecht, die zunehmend Musik in HiRes anbieten.

Der Marantz SR6015 kann sich prinzipiell noch ganz gut gegenüber unserem neuen Favoriten aus gleichem Hause halten, er kann insbesondere noch von niedrigeren Produktionskosten profitieren. Wenn Sie also nicht unbedingt auf die allerneuste Technik angewiesen sind, können Sie eine ganze Menge Geld sparen, jedenfalls solange der SR6015 noch zu haben ist.

Yamaha RX-A4A

Der AV-Receiver Yamaha RX-A4A ist eines der mittleren Exemplare aus der aktuellen Adventage-Reihe des Herstellers. Das neue Design verabschiedet sich vom Boliden im schweren Metallgehäuse mit massiven Reglern und unzähligen Bedienknöpfen auf der Frontplatte. Ein großer, mittig angeordneter Lautstärkeknopf ist zwar geblieben, rechts daneben gibt es den etwas kleineren Drehknopf für die Quellenwahl, ansonsten ist die Frontplatte aber eine glatte Fläche. In diese Oberfläche ist das Display nahtlos integriert. Anders als die günstigen Geräte, wie zum Beispiel der RX-V4A, haben die Adventage-Receiver keine abgerundeten Seitenteile.

Trotz des hohen Kunststoffanteils ist der RX-A4A kein Leichtgewicht. Das liegt unter anderem daran, dass es unter dem Kunststoffkleid einen soliden Rahmen aus Stahlblech gibt. Auch die Verwendung eines massiven Trafos anstatt eines leichteren Schaltnetzteiles sorgt für das ordentliche Kampfgewicht. Der Trafo ist übrigens so üppig dimensioniert, dass es eines fünften Fußes bedarf, um das Bodenblech genau an der Stelle abzustützen.

Der AV-Receiver Yamaha RX-A4A kann gleich drei Radio-Quellen vorweisen: einmal den guten, alten UKW-Empfang, außerdem ist ein DAB+-Tuner eingebaut, und zu guter letzt gibt es per »Net«-Taste auf der Fernbedienung sogar Zugriff aufs Internetradio und Podcasts.

Der Yamaha RX-A4A muss mit insgesamt sieben Verstärker-Stufen auskommen. Damit ist ein 5.1.2-Setup möglich, wo fünf Lautsprecher für den Surround Sound zuständig sind und zwei für den Sound von oben. Verzichtet man auf diese, ist eine 7.1-Konfiguration möglich. Für ein zusätzliches Paar Lautsprecher-Terminal ist wahlweise für eine zweite Stereo-Zone zuständig. Wird diese zweite Hörzone aktiviert, bleibt in der Hauptzone nur noch eine 5.1-Konstellation übrig, mehr geben die sieben Endstufen leider nicht her.

Insgesamt sieben HDMI-Eingänge verteilt der Receiver auf drei Ausgänge. Die Eingänge 1-3 leiten 8K-Videos mit 60 Bildern sowie 4K mit 120 Bildern pro Sekunde durch. Der Ausgang HDMI 1 verfügt über den erweiterten Audio-Rück-Kanal (ARCe), so dass sich einige grundsätzliche Toneinstellungen des AV-Receivers bequem mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern lassen.

Während Ausgang 1 und 2 quasi parallel die gleiche Quelle wiedergeben, ist Ausgang 3 für eine weitere Zone bestimmt. Hier kann eine Quelle unabhängig von den beiden anderen angesehen werden. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Es können nicht zwei Quellen gleichzeitig mit voller 4K-Performance an zwei verschiedene Ausgänge weitergereicht werden.

Das insbesondere bei Gamern bekannte HDMI-Problem tritt übrigens auch beim RX-A4A auf. Yamaha bietet Besitzern einer XBox daher ein besonderes Upgrade an, nämlich einen kostenlosen Austausch der HDMI-Platine.

Für Freunde des guten Sounds zum bewegten Bild ist das allerdings nicht wirklich relevant. Hier kommt es vielmehr auf angemessene Leistung und vor allem einfache Bedienung an. Dem Einen mag das Menü des Yamaha RX-A4A vielleicht zu schlicht oder dröge erscheinen, die Einrichtung des Receivers gelingt damit aber sehr zügig. Die anschließende Anpassung an die Raumakustik per YPAO-Einmessung lässt sich nicht nur mit bis zu acht Messpunkten vornehmen. In dieser Preisklasse bietet das System außerdem eine erweiterte Option an, in der die Winkel und Höhe der Atmos-Lautsprecher in die Berechnung mit einbezogen werden. Deshalb gehört neben dem Messmikrofon auch ein spezielles Stativ zum Lieferumfang.

Derart vorbereitet sollte nun der AV-Receiver RX-A4A unser Testkino beschallen. Als Mitspieler steht neuerdings das aktuelle Ultima 40 Set von Teufel im Hörrraum. Ob Film, Musik oder beides, der Yamaha spielt von richtig Alarm bis dezent die komplette Klaviatur klanglicher Darbietungen. Wer das Musikvideo gern in Club- oder Stadion-Atmosphäre hört oder den Filmsound zusätzlich an den Film anpassen möchte, dem steht das natürlich frei. Der Yamaha hat insgesamt 24 DSP-Presets, von Sci-Fi über Adventure über das Roxy Theatre bis hin zu Hallen in München oder Wien im Angebot. Man kann den Sound aber auch pur genießen, also genau so, wie er vom Dolby-Prozessor aufbereitet wird.

Das Gerät Yamaha RX-A4A kann seitens der Ausstattung in den meisten Wohnzimmerkinos überzeugen. Eine zweite Zone kann außer mit Stereosound auch mit Videosignal versorgt werden, unabhängig von der Hauptzone. Neben den umfangreichen Streaming-Fähigkeiten bleiben auch so klassische Medien wie Radio (DAB+, UKW und Internetradio) sowie ein Plattenspieler nicht auf der Strecke.

Denon AVC-X4700H

So unterstützt der AVC-X4700H neben Dolby Atmos mit Auro-3D ein weiteres Format zur Realisierung eines dreidimensionalen Kino-Sounds. Zwar ist Auro-3D der am wenigsten auf Disks verbreitete Standard, er erfreut sich aber besonders bei Konzertaufnahmen großer Beliebtheit. Außerdem lassen sich die meisten 5.1- oder 7.1-Tonspuren gerade mit dem Auro-Matic Upmixer zu eindrucksvollen 3D-Klangwelten erweitern.

Um auch mit einem einfachen 5.1- oder 7.1-Setup zumindest einen annähernd akzeptablen 3D-Sound zu erzeugen, beherrscht der Denon zudem die Dolby Height Virtualization oder DTS Virtual:X. Das ist gut, wenn man aus Platz- oder Budget-Gründen vorerst noch auf Höhenlautsprecher verzichten muss.

Mit den 11.2-Vorverstärker-Ausgängen lässt sich ein komplettes 7.1.4-Setup realisieren – vorausgesetzt, man verfügt über aktive Lautsprecher, also mit eingebauter Leistungsstufe. So oder so erfolgt die Koordination und Einmessung der Lautsprecher auf die Raumakustik mit der integrierten Software Audyssey MultEQ XT32 zusammen mit dem Audessey-Messmikrofon.

Solange es den AVC-X4700H noch zum Preis von weit unter 2.000 Euro zu kaufen gibt, kann man getrost zuschlagen, sofern man auf die neuste Technologie verzichten kann, die hauptsächlich Games beschleunigen. Aktuell sind sämtliche Nachfolger jedenfalls deutlich teurer.

Yamaha RX-A2A

Der AV-Receiver Yamaha RX-A2A ist der günstigste AV-Receiver aus der Adventage-Reihe von Yamaha. Der Hersteller hat das Design komplett überarbeitet. Der RX-A2A besitzt zwar immer noch einen zentralen Lautstärkeknopf und einen etwas kleineren Drehknopf für die Quellenwahl ganz rechts daneben, ansonsten ist die Frontplatte aber ziemlich aufgeräumt.

Der RX-A2A kann gleich drei Radio-Quellen vorweisen: einmal den guten, alten UKW-Empfang, außerdem ist ein DAB+-Tuner eingebaut und zu guter letzt gibt es per »Net«-Taste auf der Fernbedienung sogar Zugriff aufs Internetradio und Podcasts.

Der AV-Receiver RX-A2A muss mit insgesamt sieben Verstärker-Stufen auskommen. Damit ist ein 5.1.2-Setup möglich, wo fünf Lautsprecher für den Surround Sound zuständig sind und zwei für den Sound von oben. Verzichtet man auf diese, ist eine 7.1-Konfiguration möglich. Wie auch immer, ist ein zusätzliches Paar Lautsprecher-Terminals für eine zweite Stereo-Zone zuständig. Wird die zweite Hörzone aktiviert, bleibt in der Hauptzone nur noch eine 5.1-Konstellation übrig, es sind halt nur sieben Endstufen vorhanden.

Zu den Anschlüssen: Insgesamt sieben HDMI-Eingänge verteilt der Receiver auf einen Ausgang. Der verfügt sogar über den erweiterten Audio-Rück-Kanal (ARCe), so dass sich einige grundsätzliche Toneinstellungen des AV-Receivers bequem mit der Fernbedienung des Fernsehers steuern lassen.

Die HDMI-Buchsen leiten nicht nur 4K-Signale weiter, der RX-A2A kann sogar Videos mit niedrigerer Auflösung hochskalieren. Allerdings gibt es gerade bezüglich der HDMI-Kompatibilität ein Problem, welches aber hauptsächlich bei Gamern auftritt, welche die aktuelle XBox als Konsole nutzen.

In diesem Fall bietet Yamaha allen Besitzern der aktuellen Geräte einen kostenlosen Austausch der HDMI-Platine an.

Für Freunde des guten Sounds zum bewegten Bild ist das allerdings nicht wirklich relevant. Hier kommt es vielmehr auf angemessene Leistung und vor allem einfache Bedienung an. Dem Einen mag das Menü des RX-A2A vielleicht zu schlicht oder dröge erscheinen, die Einrichtung des Receivers gelingt damit aber sehr zügig. Die anschließende Anpassung an die Raumakustik per YPAO-Einmessung lässt sich wahlweise mit nur einem oder bis zu acht Messpunkten vornehmen. Das Messmikrofon gehört, wie üblich, zum Lieferumfang.

Derart vorbereitet sollte nun auch der neue Yamaha unser Testkino beschallen. Ob Film, Musik oder beides, der Yamaha spielt von richtig Alarm bis dezent die komplette Klaviatur klanglicher Darbietungen. Wer das Musikvideo gern in Club- oder Stadion-Atmosphäre hört oder den Filmsound zusätzlich an den Film anpassen möchte, dem steht das natürlich frei. Man kann den Sound aber auch pur genießen, also genau so, wie er vom Dolby-Prozessor aufbereitet wird.

Der AV-Receiver RX-A2A von Yamaha kann seitens der Ausstattung in den meisten Wohnzimmerkinos überzeugen. Uns hat ganz besonders gefallen, dass neben den umfangreichen Streaming-Fähigkeiten auch so klassische Medien wie Radio (DAB+, UKW und Internetradio) und ein Plattenspieler ihren Platz im AV-Receiver haben.

Denon AVR-X2700H

Der AV-Receiver Denon AVR-X2700H ist quasi die nächste Ausbaustufe unseres aktuellen Preistipps. Er verfügt ebenfalls über sieben Verstärker-Züge und hat entsprechend festgelegte Terminals zum Anschluss von genau sieben Lautsprechern, wahlweise für ein immersives 5.1.2- oder ein 7.1 Surroundset. Dank zweier HDMI-Ausgänge lässt sich beim AVR-X2700H jedoch ein zweites Display oder ein Beamer anschließen.

Außerdem stehen dem AVR-X2700H noch einige analoge Video-Ein- und Ausgänge zur Verfügung, wer also noch über älteres Equipment verfügt, kann zwei Quellen mit Composite und zwei mit Komponenten-Ausgang anschließen. Letzteres ist besonders für manche Gaming-Konsole interessant. Je ein analoger Video-Ausgang für Composite- oder Komponenten-Signale steht ebenfalls zur Verfügung.

Wie das genau geht, zeigt auch hier wiederum das ansprechend gestaltete Erstinstallationsmenü, welches auch bei der Einrichtung der Streaming-Dienste und eines Multiroom-Systems behilflich ist. Die akustische Anpassung an den Raum nehmen Sie dann mit dem Audessey-Messystem vor, das passende Mikrofon befindet sich samt Pappstativ im Lieferumfang.

Als AVR-X2700H DAB ist der Receiver auch in einer Version mit eingebautem DAB-Tuner zu haben. Der offizielle Preisunterschied beträgt knapp 50 Euro, wegen der aktuellen Lieferengpässe (Anfang 2022) wird allerdings ohnehin nur geliefert, was gerade verfügbar ist, die UVP spielt da nur eine untergeordnete Rolle.

Yamaha RX-V6A

Der AV-Receiver Yamaha RX-V6A liegt unterhalb der teuren Aventage-Reihe, zu der beispielsweise der RX-A2A und der RX-A4A gehören. Zusammen mit dem RX-V4A ist er eher was für den Einsteiger in die Heimkino-Welt. Das soll natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass der RX-V6A hervorragend ausgestattet ist und genug Leistung selbst für größere Heimkinos aufbringt.

Zwar muss der AV-Receiver RX-V6A, ebenso wie sein Kollege, mit sieben Endstufen auskommen, dafür sind an seiner Rückseite gleich neun Lautsprecher-Terminals zu finden. Zwei davon teilen sich eine Verstärker-Stufe und beschicken wahlweise die Atmos-Lautsprecher oder eine zweite Stereo-Zone. Die entsprechenden Lautsprecher können also in die entsprechenden Buchsen gesteckt werden, die Umschaltung zwischen Dolby Atmos im Heimkino oder Stereo-Ton in der zweiten Hörzone kann bequem mit der Fernbedienung gemacht werden.

Die Unterstützung bei der ersten Installation bekommen Sie per App, dort ist für die aktuellen AV-Receiver eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hinterlegt. Die Installation per App hat den Vorteil, dass gleich mehrere gleichartige Geräte abgedeckt werden können, der Hersteller zudem schnell und unkompliziert auf technische Änderungen eingehen kann. Der Nachteil ist, dass Sie bei der ersten Installation stets das Smartphone oder Tablet zur Hand haben müssen.

Wer sich schon auskennt, kann direkt im Menü des Receivers die Einmess-Routine YPAO aktivieren. Hierzu wird einfach das mitgelieferte Messmikrofon eingestöpselt und schon kann die Kalibrierung beginnen. Im RX-V6A wird neben der schnellen Einpunkt-Messung auch eine Achtpunkt-Messung angeboten. Die dauert zwar etwas länger, weil das Mikrofon an acht unterschiedlichen Stellen positioniert werden muss, ist letztlich aber genauer und empfiehlt sich vor allem bei Räumen die vom idealen Quader abweichen.

Das Ergebnis ist ein optimal an die Raumakustik angepasster Kinosound. Damit gibt man sich bei Yamaha allerdings längst nicht zufrieden, nicht umsonst verfügt auch der AV-Receiver RX-V6A über insgesamt 17 Sound-Presets, fein säuberlich nach Genre oder anderen Kriterien aufgelistet, die Sie einfach über die Fernbedienung abrufen können.

Denon AVR-S960H

Der Auftritt des AV-Receivers Denon AVR-S960H ist erstmal ebenso massiv wie der des teureren Bruders AVC-X4700H, nur die Bedientasten an der Vorderseite sind frei zugänglich und nicht hinter einer dicken Frontklappe verborgen. Dreht man den AVR-S960H dann um, wird sofort klar, dass die Anzahl der Schnittstellen deutlich geringer ausgefallen ist.

Der Denon AVR-S960H kommt mit insgesamt sieben Leistungs-Verstärkern aus, damit lässt sich aber immerhin ein 5.1.2-Setup für ein ordentliches Dolby-Atmos-Erlebnis befeuern. Die Zahl der Schnittstellen ist im Vergleich zu den teureren Brüdern ebenfalls stark reduziert – analog wie digital. Dennoch reichen sie für ein durchschnittliches Heimkino vollkommen aus, zumal einer der sechs HDMI-Eingänge sich auch für 8K Quellen eignet und selbst auf einen Phono-Eingang muss man nicht verzichten. Soweit zu den Anschlüssen.

Die Fernbedienung hat ein ähnlich übersichtliches Layout wie die der Kollegen von Marantz. Bei der Ersteinrichtung wird man auch hier per Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand genommen, bis hin zur Einmessung auf die Raumakkustik per Audessey Software mit dem zugehörigen Mikrofon. Audyssey MultEQ benötigt nur sechs Positionen des Mikrofons zur Einmessung, damit ist die Messung nicht ganz so akkurat wie bei den Kollegen, dafür ist das Prozedere aber schneller erledigt.

Im Gegensatz zum AV-Receiver AVC-X4700H verfügt der Denon AVR-S960H sogar über einen eingebauten FM-Tuner. HEOS ist ohnehin integriert und damit steht neben den üblichen Streaming-Diensten auch TuneIn als Internetradio zur Verfügung.

Fürs Heimkino im kleinen Wohnzimmer ist der AVR-S960H also der perfekte Spielpartner, das eingesparte Geld kann man dann in Blu-rays oder Streaming-Abos investieren.

Yamaha RX-V4A

Der AV-Receiver Yamaha RX-V4A hat eine komplette Bauhöhe von 17 Zentimetern. Was auf der glänzenden Frontpartie mit dem großen Lautstärke-Knopf noch als aufgeräumt durchgeht, sieht auf der Rückseite fast schon nach gähnender Leere aus. Ganze fünf Lautsprecher können angeschlossen werden, was zusammen mit einem Subwoofer maximal ein 5.1-Setup möglich macht.

Richtig, Dolby Atmos oder DTS:X sind damit unmöglich geworden. Also ist der RX-V4A ein echter Sparmeister oder eben was für Einsteiger, die sich sicher sind, dass ihnen 5.1 Surround für die nächsten Jahre reicht.

Auch an Eingängen wurde nach Möglichkeit gespart: Nur vier HDMI-Eingänge müssen reichen. Dafür wird aktuell auch 8k/60 an den einen Ausgang weitergereicht. Bei den analogen Audio-Eingängen sieht es ähnlich aus – drei Geräte können per Cinch-Buchsen angeschlossen werden, einen Phono-Eingang gibt es hier nicht.

Punkten kann der Yamaha RX-V4A dagegen mit seinem DAB-Tuner. Außerdem ist selbst in dem günstigsten Receiver von Yamaha mit YPAO ein Einmess-System auf die Raumakustik installiert. Zusammen mit dem Mikrofon aus dem Lieferumfang ist der Yamaha in Windeseile eingemessen. Das ist kaum verwunderlich, benötigt er doch maximal zwei Messdurchgänge, wobei das Mikrofon lediglich an einem einzigen Standort positioniert werden muss.

Umso erstaunlicher ist das klangliche Endergebnis dieser kurzen Prozedur. Nach guter Tradition gibt es beim Yamaha natürlich auch Sound Presets, also Voreinstellungen des Sounds für verschiedene Anwendungen und Genres. Es sind insgesamt 17 solcher Sound Presets abrufbar – und zwar einfach mit zwei Tasten auf der Fernbedienung.

Der AV-Receiver RX-V4A kann sowohl seitens der Bedienung als auch seiner Eckdaten voll überzeugen und ist für alle interessant, die auf 3D-Sound verzichten können, nicht aber auf ein tolles Klangerlebnis im Heimkino.

So haben wir getestet

Seine Position als Schaltzentrale macht eine Vielzahl von Schnittstellen erforderlich. Diese Ein- und Ausgänge müssen nicht nur sicher verkabelt oder drahtlos eingebunden werden, zumeist muss der Receiver selbst an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Installation angepasst werden.

Unsere erste Aufgabe, nach der korrekten Verkabelung, ist dann auch die eigentliche Installation, sprich, das Setup der vorhandenen Lautsprecher. Die Receiver bieten hierzu verschiedene Hilfestellungen an. Alle unserer Testmodelle verfügen beispielsweise über ein Messmikrofon, welches zusammen mit der intelligenten Elektronik, jeden angeschlossenen Lautsprecher ortet, um ihn anschließend für die ihm zugeteilte Position mit dem korrekten Signal zu versorgen.

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AV-Receiver Test: Denon
AV-Receiver Test: Onkyo
AV-Receiver Test: Yamaha

Nachdem diese mehr oder weniger große Hürde genommen ist, geht es an die Klangbeurteilung; also wie gut gelingt es dem Receiver, die Lautsprecher stimmig anzusprechen? Wie gut passt der Rundum-Klang zum Film-Geschehen? Dabei haben wir sowohl Filme als auch Konzertmitschnitte gehört, bei hohen Pegeln, aber auch bei nachbarfreundlicher moderater Lautstärke, schließlich soll auch jetzt der Sound noch (eindrucks-)voll rüberkommen.

Als Spielpartner diente ein nuBox 513 Set 5.1.2 von Nubert, die Lautsprecher lassen sich sehr variabel aufstellen, klingen sehr ausgewogen (perfekt für einen Vergleich der Verstärkerelektronik) und kosten nicht die Welt. Wer mit den Bassqualitäten der beiden vorderen Standboxen auskommt, kann sich beispielsweise den zusätzlichen Subwoofer sparen. Außerdem bieten sowohl die rückwärtigen Boxen als auch die für Atmos zuständigen Effektlautsprecher jeweils zwei Betriebsarten an; die Rears sind als Dipol-Strahler ausgeführt, die bei Bedarf die Rückwände zur Reflexion nutzen können, die Atmos-Lautsprecher können dagegen wahlweise auf den vorderen Standboxen platziert werden, um die Decke zur Reflexion zu nutzen, oder direkt unter die Decke montiert werden.

Auch auf eine möglichst einfachen Einbindung ins Netzwerk und, wo möglich, der Multi-Room-Installationen, haben wir unser Augenmerk gerichtet. Last but not least gab es noch eine Fleißarbeit, nämlich die Dokumentation der vorhandenen Schnittstellen, denn schließlich bestimmen diese zum nicht geringen Teil das Einsatzgebiet des AV-Receivers.

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AV-Receiver Test: Marantz50 Marantz60 Yamahaa6a
AV-Receiver Test: Denon Yamaha Denon
AV-Receiver Test: Sechs Neue Av Receiver

Als Software für die Soundproben standen wie schon bei den Soundbars Die Tribute von Panem Mockingjay Teil 1 und Mockingjay Teil 2 zur Auswahl, außerdem Phantastische Tierwesen, und wo sie zu finden sind. All diese Scheiben liefern neben den anderen Dolby-Formaten auch Dolby Atmos. Dasselbe gilt für Bohemian Rapsodie und die UHD-Discs der Serie Game Of Thrones. Hierbei konnten wir zudem ausgiebig ausprobieren, ob die Receiver tatsächlich in der Lage sind, die aktuellen Video-Formate (4K und HDR) problemlos an Beamer oder Fernseher weiterzureichen.

Die wichtigsten Fragen

Was hat es mit dem sogenannten HDMI-2.1-Problem auf sich?

Die neuen HDMI-2.1-Spezifikationen beinhalten die Verarbeitung von Videos in 4K-Auflösung mit 120 Bildern pro Sekunde oder gar in 8K mit bis zu 60 Hertz mit voller Farbauflösung und erhöhtem Kontrastumfang (HDR). Dafür waren neue Chips notwendig, die auch in den meisten aktuellen AV-Receivern eingesetzt werden. Das Problem ist nun, dass es beim Chip-Hersteller zu einem Produktionsfehler gekommen ist. Der Fehler tritt allerdings hauptsächlich beim Gaming mit der Xbox Series X und in Verbindung mit einer Nvidia Grafikkarte (RTX-3080 Chipsatz) auf. Die PS5 soll nicht betroffen sein, was sich aber angesichts der mangelnden Verfügbarkeit der Konsole von uns nicht verifizieren lässt. Der Chip-Hersteller produziert aktuell an einer Nachbesserung, viele Hersteller, wie Yamaha bieten bei Verfügbarkeit ein kostenloses Upgrade der Hardware an. Per Firmware-Update lässt sich das Problem leider nicht lösen.

Warum kann man bei einigen AV-Receivern nicht Atmos-Lautsprecher und eine zweite Hörzone gleichzeitig nutzen?

Das ist eine Sparmaßnahme, die überwiegend günstigere AV-Receiver betrifft. Es mangelt dem Gerät schlicht ab genügend Endstufen, um sämtliche Lautsprecher gleichzeitig anzutreiben, daher nutzt man zwei Endstufen wahlweise für zwei Atmos-Boxen oder eine zweite Stereo-Zone. Oft kann man das einfach am Gerät umschalten, weil es genug Lautsprecherterminals gibt, manchmal muss man die Lautsprecher aber sogar umstöpseln. Wir haben die Anzahl der verfügbaren Endstufenkanäle in der Tabelle angegeben. Die möglichen Einschränkungen beim Multizonen-Betrieb sind im Text und/oder in den Pros und Cons aufgeführt.

Kann man an einen AV-Receiver zwei verschiedene Bildgeräte gleichzeitig nutzen?

Das ist nur bei Receivern möglich, die mehr als einen HDMI-Ausgang haben. Hier kann manchmal sogar jedem der beiden Bildgeräte (Fernseher oder Beamer) ein anderes Eingangssignal zugespielt werden. So kann beispielsweise der Blockbuster im Wohnzimmer angeschaut werden, während im Kinderzimmer das normale Fernsehprogramm oder ein Kinderfilm läuft. Die Möglichkeiten hängen hier, wie so oft, vom Preis ab, denn das Handling von Videosignalen erfordert einen gewissen technischen Aufwand.

Kann an einen modernen AV-Receiver auch einen Plattenspieler anschließen?

Plattenspieler sind wieder schwer gefragt. Das haben auch die Hersteller von Receivern erkannt, deshalb hat beinah jedes Gerät in unserem Test auch einen Phono-Eingang. Auch hier gibt die Tabelle Aufschluss. Hat der Receiver keine extra Phono-Buchse kann man den Plattenspieler immer noch über einen entsprechenden Vor-Vorverstärker an einen der normalen Cinch-Eingänge angeschlossen werden.

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 Test: Artboard

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