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Der beste Barttrimmer

last updateZuletzt aktualisiert:
Barttrimmer Test: Barttrimmer Aufmacher
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Wir haben 21 Barttrimmer getestet. Der beste für die meisten ist der Philips BT5515/15. Er macht nicht nur beim gleichmäßigen Trimmen eine gute Figur, sondern kann auch mit Konturen umgehen. Eine gute Verarbeitung, eine eingängige Bedienung mit einer Hand und sinnvolles Zubehör runden das Gesamtpaket ab.

Update 9. Oktober 2020

Wir haben zwölf neue Barttrimmer getestet. Der Philips BT5515/15 tritt in die Fußstapfen unseres bisherigen Favoriten, der leider nicht mehr verfügbar ist. Mit dem King C. Gillette 5513 und dem Panasonic ER-GB96 haben wir außerdem zwei neue Empfehlungen.

Wer schön sein will, muss stylen – so oder so ähnlich heißt es im Volksmund. Da bilden Männer mit Bärten keine Ausnahme. Schließlich ist der Bart seit einigen Jahren so beliebt wie schon lange nicht mehr, entsprechend groß ist das Angebot an Gerätschaften zur Bartpflege.

Um aus der Masse herauszustechen, überschlagen sich die Hersteller mit kreativen Zusatzfunktionen und immer ausgefeilteren Klingentechnologien. Ob man das alles braucht? Das haben wir uns auch gefragt und 21 Modelle gründlich auf die Probe gestellt. Hier sind unsere Empfehlungen:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips BT5515/15

Barttrimmer Test: Philips Bt5515 15
Mit dem BT5515/15 schnürt Philips ein attraktives Paket aus einem sehr guten Bartschneider und sinnvollem Zubehör.

Möchte man einen guten Allrounder, ist der Philips BT5515/15 unsere erste Wahl. Für einen fairen Preis bekommt man ein Gesamtpaket aus einem sehr guten Bartschneider und sinnvollem Zubehör. Zum Ausrasieren kleiner Feinheiten liegt ein Präzisionsklinge bei, auf Reisen findet das Gerät Platz in einer Transporttasche und zuhause im ebenfalls beiliegenden Ladeständer. Weil das Gerät wasserdicht ist, stellt Abwaschen kein Problem dar.

Konturenmeister

Panasonic ER-GD50

Test Bartschneider: Panasonic ER-GD50
Schluss mit Wackelkanten: Der Panasonic ER-GD50 schneidet tadellose Konturen ohne Kompromisse.

Für Freunde klarer Kanten im Gesicht ist der Panasonic ER-GD50 unsere Empfehlung. Der Trimmer ist gezielt für Konturen konzipiert und beherrscht diese Disziplin auch tatsächlich wie kein zweiter. Zum gleichmäßigen Stutzen ist er allerdings nicht so gut geeignet, als alleiniges Gerät zur Bartpflege taugt er somit nur bedingt. In seiner Inselbegabung ist er dafür über alle Zweifel erhaben und schlägt die Konkurrenz um Längen.

Für lange Bärte

Panasonic ER-GB96

Test Bartschneider: Panasonic ER-GB96
Wer das Gesichtshaar gerne etwas länger trägt, kommt kaum am ER-GB96 vorbei – er gestattet bis zu drei Zentimetern.

Wem die Schnittlänge der üblichen Bartschneider nicht reicht, muss nicht zur Vollrasur wechseln, denn der Panasonic ER-GB96 gestattet Bärten satte drei Zentimeter Wachstum. Das Gerät hat ein erwachsenes Design, ist gut verarbeitet und erzielte im Test überdurchschnittlich gute Ergebnisse. Zwar handelt es sich noch immer um einen Barttrimmer und keine Haarschneidemaschine, im Gegensatz zu anderen Trimmern taugt er dennoch als Helfer in der Not für gelegentliche Einsätze am Kopfhaar.

Gut & günstig

King C. Gillette 5513

Barttrimmer Test: King C Gilllette 5513
Gillette und Braun schnüren ein sinnvolles Paket mit einem bewährten Trimmer zum fairen Preis.

Nassrasiererhersteller Gillette hat in Kooperation mit Braun eine neue Marke auf den Weg gebracht und vertreibt mit dem King C. Gillette 5513 erstmals einen Barttrimmer. Der Einstieg ist geglückt: Für einen fairen Preis bekommt man einen bewährtes Gerät aus dem Braun-Produktportfolio im Paket mit etwas nützlichem Zubehör. Zwar protzt der Gillette nicht mit Luxusausstattung, wie Vakuum-Absaugung, Display, Reiseetui oder ähnlichem, ist aber gut verarbeitet und schneidet Bärte absolut zufriedenstellend auf Längen von bis zu 21 Millimetern.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerKonturenmeisterFür lange BärteGut & günstig
ModellPhilips BT5515/15Panasonic ER-GD50Panasonic ER-GB96King C. Gillette 5513Braun MGK7020Remington T-SeriesRemington MB6850Panasonic ER-GB43Panasonic ER-SB60Panasonic ER-SB40Philips BT5502/15Philips BT9297/15Braun BT3022Remington MB4700Remington B5 StyleRemington B4 StyleBaByliss MEN T890ESuprent BT355BPhilips OneBlade Pro QP6520/30Wahl Groomsman 9906-716
Barttrimmer Test: Philips Bt5515 15Test Bartschneider: Panasonic ER-GD50Test Bartschneider: Panasonic ER-GB96Barttrimmer Test: King C Gilllette 5513Test Bartschneider: Braun MGK7020Test Barttrimmer: Remington T-SeriesTest Bartschneider: Remington MB6850Test Barttrimmer: Panasonic ER-GB43Test Barttrimmer: Panasonic ER-SB60Barttrimmer Test: Panasonic Er Sb40Test Bartschneider: Philips BT5502/15Test Bartschneider: Philips BT9297/15Test Barttrimmer: Braun BT3022Test Bartschneider: Remington MB4700Barttrimmer Test: Remington B5 StyleBarttrimmer Test: Remington B4 StyleTest Barttrimmer: BaByliss MEN T890EBarttrimmer Test: Suprent Bt355bTest Bartschneider: Philips OneBlade Pro QP6520/30Test Barttrimmer: Wahl Groomsman 9906-716
Pro
  • Einhändig bedienbar
  • Solide Schnittlänge
  • Gleichmäßiger Schnitt
  • Wasserdicht
  • Hervorragend für Konturen
  • Sehr gute Haptik
  • Relativ günstig
  • Einhändig bedienbar
  • Solider Schnitt
  • Schneidet auch längere Bärte
  • Wasserdicht
  • Guter Preis
  • Sinnvolle Ausstattung
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Leises Betriebsgeräusch
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Vielfältige Funktionen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Leises Betriebsgeräusch
  • Wasserdicht
  • Sehr gut für Konturen
  • Mit Präzisionsklingen
  • Gute Ergonomie
  • Vakuum-Absaugung
  • Gleichmäßiger Schnitt
  • Leicht zu reinigen
  • Fairer Preis
  • Hervorragende Ergebnisse
  • Leises, sehr angenehmes Betriebsgeräusch
  • Wasserdicht
  • Mit Ladestation
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Ergebnisse
  • Einhändig bedienbar
  • Mit Ladestation
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Ergebnisse
  • Einhändig bedienbar
  • Einhändig bedienbar
  • Solide Schnittlänge
  • Gleichmäßiger Schnitt
  • Wasserdicht
  • Einhändig bedienbar
  • Solide verarbeitet
  • Digitalanzeige
  • Gute Verarbeitung
  • Leises Betriebsgeräusch
  • Gute Ergebnisse
  • Einhändig bedienbar
  • Hübsches Design
  • Relativ günstig
  • Digitalanzeige
  • Aufladen per USB
  • Günstig
  • Einhändig bedienbar
  • Micro-USB-Ladeanschluss
  • Günstig
  • Einhändig bedienbar
  • Sehr lange Akku-Laufzeit
  • Gute Verarbeitung
  • Einhändig bedienbar
  • Verarbeitung ist in Ordnung
  • Gut für Konturen geeignet
  • Auch als Rasierer einsetzbar
  • Digitalanzeige
  • Wasserdicht
  • Schlanke Bauweise
  • Gute Ergonomie
  • Hochwertiger Eindruck
Contra
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Keine Digitalanzeige
  • Keine wechselbaren Scherköpfe
  • Für sehr kleine Stellen zu groß
  • Sehr schlecht für gleichmäßiges Trimmen
  • Keine Digitalanzeige
  • Nicht wasserdicht
  • Keine Digitalanzeige
  • Mehreren Anzeigen gleichzeitig am Stellrad
  • Keine Digitalanzeige
  • Keine Digitalanzeige
  • Manche Scherköpfe rupfen
  • Zum Trimmen nur mittelmäßig
  • Vibriert stark
  • Recht laut
  • Rupft manchmal leicht
  • Kunststoff-Design wirkt etwas billig
  • Lautes Betriebsgeräusch
  • Keine Digitalanzeige
  • Nicht wasserdicht
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Maximal 10 Millimeter Schnittlänge
  • Haptik verbesserungsfähig, besonders am Stellrad
  • Nur 10 Millimeter Schnittlänge
  • Scherkamm mit Plastikbeinchen
  • Nur 10 Millimeter Schnittlänge
  • Scherkamm mit Plastikbeinchen
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Keine Digitalanzeige
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Laser-Markierung ist nutzlos
  • Lautes Betriebsgeräusch
  • Geringe Schnittlänge
  • Teuer
  • Nur 10 Millimeter Schnittlänge
  • Unpraktische Bedienung
  • Mäßige Trimm-Ergebnisse
  • Nicht wasserdicht
  • Seltsame Bauform
  • Etwas starres Stellrad
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Seltsame Bauform
  • Etwas starres Stellrad
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Nur 12 mm Schnittlänge
  • Ungünstige Form
  • Unterdurchschnittlich beim Trimmen
  • Nur 10 Millimeter Schnittlänge
  • Für seine Leistung etwas zu teuer
  • Ungleichmäßig beim Trimmen
  • Teure Ersatzklingen
  • Billiges Zubehör
  • Fummelige Scherkämme
  • Laut
  • Nur 12 Millimeter Schnittlänge
Bester Preis

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Wissenswertes über Barttrimmer

Ein echter Mann trägt Bart – zumindest jeder zweite. Fast die Hälfte aller deutschen Männer lässt sich heutzutage Gesichtsbehaarung stehen. Schon seit einigen Jahren steht das zweite Haupthaar nicht nur Hipstern und Holzfällern gut zu Gesicht, sondern auch Max Mustermann aus der Nachbarschaft. Das Phänomen zieht sich quer durch alle Alters- und Gesellschaftsgruppen und so ist es wenig verwunderlich, dass einige Zeitgenossen darin mehr als einen reinen Modetrend sehen und die »Renaissance des Bartes« proklamieren.

Ob Modetrend oder nicht, momentan sieht es nicht so aus, als ob die männliche Kinnpartie in Kürze wieder kahler wird – ganz im Gegenteil. Für das moderne, maskuline Auftreten genügt es aber längst nicht, einfach nur die Rasierer einzumotten und der Natur ihren Lauf zu lassen. Ein schöner Bart benötigt Pflege. Dazu gehört auch, ihn regelmäßig in Form zu halten und Wildwuchs in die Schranken zu weisen.

Barttrimmer Test: Img

Wahre Enthusiasten suchen deshalb von Zeit zu Zeit einen Barbier auf, doch die Mehrheit der Bartträger kümmert sich selbst um ihr Gesicht. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Gerät zum Schneiden von Haaren zuzulegen, steht einer gewaltigen Anzahl von Modellen gegenüber, die jeweils auf ihre Weise um die Gunst der Käufer buhlen und sich dabei doch insgesamt recht ähnlich sehen – irgendwie länglich, mit Metallzähnen und Kunststoffkämmen. Ist es da nicht egal, welchem der klingenbewehrten Elektro-Schnipplern man sein Gesicht anvertraut?

Barttrimmer sind genauer als Haarschneider

Um es kurz zu machen: Nein, ganz so einfach ist es nicht. Die größten Unterschiede finden sich in der Schnittlänge, denn während die wenigsten Barttrimmer mehr als zwei Zentimeter schneiden, ist mit einem Haarschneider in aller Regel deutlich mehr drin. Dafür ist die Feinabstufung bei Barttrimmern viel genauer und lässt Einstellungen von meist einem halben Millimeter zu. Wer ohnehin den gesamten Bart auf der gleichen Länge trägt, dürfte vermutlich keinen großen Unterschied bemerken, sobald man jedoch variierende Längen vorsieht, weil man womöglich den Oberlippenbart dezenter halten will als die Koteletten, stößt man mit einem Haarschneider schnell an seine Grenzen. Auch Präzisionsklingen zum exakten Schneiden von Konturen können Haarschneider in den meisten Fällen nicht bieten.

Viele Geräte auf dem Markt versuchen, mehrere Einsatzzwecke zu kombinieren, was besonders für Reisen praktisch erscheint, aber auch im heimischen Bad Platz spart. Wirklich sinnvoll sind derlei Zusatzfunktionen allerdings nicht immer, da sie oft aufgesetzt wirken und den von Spezialgeräten bekannten Komfort oder deren Gründlichkeit vermissen lassen.

Multigroomer kombinieren mehrere Funktionen

Hier kommen Multigroomer ins Spiel, die eine eher neue Gerätekategorie darstellen und mittlerweile immer häufiger im Handel zu finden sind. Die Idee dahinter ist, schon von Anfang an ein Hauptaugenmerk auf die Multifunktionalität zu legen. So kombinieren Multigroomer vor allem Funktionen von Bart- und Haarschneidern mit jenen von Elektrorasierern. Ihr angedachtes Einsatzgebiet beschränkt sich dabei nicht nur auf das Gesicht, sondern soll bei jeglicher Art von Körperenthaarung helfen. Einige davon unterstützen ihre Nutzer sogar bei der Behandlung unzierlicher Ohren- und Nasenhaare.

Doch auch zwischen den reinen Bartschneidern gibt es zahlreiche Unterschiede. Die meisten Modelle versuchen, mit Besonderheiten und Zusatzfunktionen Aufmerksamkeit zu erhaschen und warten beispielsweise mit Laser-Zielhilfen, Vakuum-Absaugung oder Touchscreen-Bedienung auf. Manche solcher Funktionen sind reine Spielereien, andere bieten einen echten Mehrwert. Wieder andere Modelle gehen den umgekehrten Weg und konzentrieren sich auf einen ganz spezifischen Einsatzzweck, wie etwa Konturen oder besonders lange Bärte.

So haben wir getestet

Da man einen Bartschneider am besten testet, indem man damit Bärte schneidet, haben wir genau das getan und unsere Bartschneider über drei Monate im alltäglichen Einsatz genutzt. Neben der allgemeinen Handhabung und der Verarbeitung hat uns dabei vor allem interessiert, wie genau man damit schneiden kann, also ob man problemlos auch kleinere Stellen gut erwischt – für viele Bartfrisuren ein Muss.

Außerdem mussten die Trimmer zeigen, wie gleichmäßig sie arbeiten, denn bleiben einzelne Haare oder gar ganze Haarbüschel stehen, sieht ein Bart schnell zerzaust und ungepflegt aus. Ziehen und Rupfen sollte dabei selbstredend ebenfalls nicht passieren. Zudem wollten wir wissen, wie präzise man mithilfe der Geräte die Bartkonturen herausarbeiten kann. Ziel waren hierbei klare Linien ohne Flaum oder einzelne, stehengebliebene Haare an den Übergängen.

Unser Hauptaugenmerk während des gesamten Tests galt der Funktion als Bartschneider. Zusätzliche Fähigkeiten, gerade bei Multigroomern, haben wir zwar beachtet, sie flossen aber nur zu einem geringen Teil in unsere Bewertung ein. Als eher nebensächlich erachten wir außerdem die Akku-Laufzeit: Selbst die Geräte mit der kürzesten Puste halten mit rund 50 Minuten lange genug durch, um mehrere Trimmvorgänge durchzustehen und für den Urlaub muss man so oder so das Netzteil einpacken.

Auch die Reinigung haben wir beachtet. Im Verlauf des Tests stellte sich allerdings zunehmend heraus, dass sich die Geräte diesbezüglich nur wenig unterscheiden, weshalb wir im Weiteren nur auf diesen Punkt zu sprechen kommen, wenn es dazu etwas außergewöhnliches zu sagen gibt.

 Barttrimmer Test: Philips Bt5502

Testsieger: Philips BT5502/15

Der Philips BT5515/15 ist ein guter Allrounder, der zusammen mit einer Auswahl sinnvollem Zubehörs kommt. Das gleichmäßige Trimmen gelingt dem Gerät gut, Konturen lassen sich ebenfalls solide bearbeiten und dank des beiliegenden Detailscherkopfes erreicht man auch kleinere Stellen mühelos.

Testsieger

Philips BT5515/15

Barttrimmer Test: Philips Bt5515 15
Mit dem BT5515/15 schnürt Philips ein attraktives Paket aus einem sehr guten Bartschneider und sinnvollem Zubehör.

Genau genommen ist der BT5515/15 ein alter Verwandter – zumindest fast. Der Trimmer selbst ist der gleiche, den wir schon einmal als BT5502/15 im Test hatten. Als BT5515/15 bietet er aber eine rundere Zubehörausstattung, obwohl sich die beiden Pakete preislich kaum unterscheiden. Während die zwei Scherkämme beiden Varianten beiliegen, gewinnt der BT5515/15 durch eine weit bessere Transporttasche im Vergleich zu dem dünnen Stoffbeutel, der dem BT5502/15 beiliegt. Obendrein hat unser Testsieger einen Detailscherkopf mit kleineren Klinge sowie einen Ladeständer im Gepäck – besonders letzteres ist in dieser Preisklasse außergewöhnlich, selbst bei doppelt so teuren Modellen ist er eine Ausnahme. Insgesamt ähnelt die Zubehörausstattung stark der unseres ehemaligen Favoriten, des BT7520/15. Diesen lässt Philips aber leider gerade auslaufen und er ist fast nirgends mehr erhältlich.

Der Trimmer selbst zeigt sich im Kunststoffgewand, Haptik und Verarbeitung sind dennoch tadellos und erwecken einen hochwertigen Eindruck. Das Design ist natürlich wie immer eine Geschmacksfrage, uns gefiel der Look in erwachsenem Anthrazit und Schwarz mit silbernen Zierelementen jedenfalls recht gut. Die Schnittlänge wird bequem mit einer Hand am mittig gelegenen Stellrad vorgenommen. Weil das Gewicht des Bartschneiders recht gut ausbalanciert ist und die meisten relevanten Stellen mit einer rutschfesten Rautenstruktur versehen sind, lässt sich das Gerät dabei immer sicher halten.

Ungewöhnlich sind die Abstufungen der Schnittlänge, denn während diese bei den meisten Bartschneidern gleich groß sind, ist sie beim Philips BT5502/15 variabel: Je kürzer die eingestellte Schnittlänge ist, desto geringer ist auch der Sprung zur nächsten einstellbaren Stufe. Das ergibt Sinn, immerhin erkennt man Unterschiede in der Länge bei kurzen Bärten stärker als bei längeren und würde beim Bartstyling dementsprechend eher auf kleinere Abstufungen setzen, dennoch ist es anfangs aber auch ziemlich ungewohnt. Zudem betragen die kleinsten Abstufungen winzige 0,2 Millimeter – hier fragt man sich, ob derartige Nuancen in der Bartfrisur am Ende überhaupt noch sichtbar sind und ob eine solche Präzision überhaupt notwendig wäre.

Das Betriebsgeräusch ist typisch für Barttrimmer, es ist weder besonders laut, leise, hell oder tief. Es stört nicht, ist aber auch kein Wiedererkennungsmerkmal. Klar Positives zu verzeichnen haben wir hingegen beim wasserdichten Gehäuse, was bei Barttrimmern keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Beim Schnitt zeigte der Philips BT5515/15 sehr gute Ergebnisse und machte sowohl beim gleichmäßigen Kürzen als auch an den Kanten eine gute Figur. Besonders im Zusammenspiel mit dem beiliegenden Detailscherkopf konnte der Trimmer hier punkten.

Nachteile?

Die Scherkämme von Philips-Barttrimmern haben Kunststoffbeinchen, die in passende Öffnungen am Gerät geschoben werden. Diese wirken nicht allzu stabil, was wir bereits in der Vergangenheit bei anderen Modellen des Herstellers kritisiert haben. Leider bildet auch der BT5515/15 hier keine Ausnahme. Die Haltebeinchen sind eindeutig die Achillesferse des Trimmers und es ist abzusehen, dass diese im Dauereinsatz leicht abbrechen können. Während die Beigabe einer Tasche grundsätzlich zu loben ist und diese auch deutlich besser ist als beim etwas rudimentär ausgestatteten BT5002/15, wäre ein Hartschalenetui besonders aus diesem Grund dennoch praktischer gewesen.

Eher zweckmäßig finden wir überdies die Anzeige der eingestellten Schnittlänge. Ähnlich wie beim Panasonic ER-GB96 sieht man hier die Längen beider Scherkämme gleichzeitig. In der Anwendung ist das kein großes Problem, es ließe sich aber auch eleganter lösen. Ein Display hat der BT5502/15 nicht, was in dieser Preisklasse allerdings auch normal ist. Immerhin sind die Ziffern der Anzeige transparent und werden von einer LED beleuchtet, sodass man auch sie bei schummrigen Lichtverhältnissen einwandfrei erkennen kann.

Philips BT5515/15 im Testspiegel

Leider hat noch kein Kollege den Philips BT5515/15 getestet. Wenn sich das ändert, werden wir es hier nachtragen.

Alternativen

Der Philips BT5515/15 bietet ein sehr gutes Gesamtpaket. Wenn Sie aber auf der Suche nach einem ausgewiesenen Spezialisten für Konturen sind oder ein günstigeres Modell bevorzugen, eignet sich eine unserer empfehlenswerten Alternativen eventuell besser für Ihre Ansprüche.

Konturenmeister

Panasonic ER-GD50

Test Bartschneider: Panasonic ER-GD50
Schluss mit Wackelkanten: Der Panasonic ER-GD50 schneidet tadellose Konturen ohne Kompromisse.

Will man vor allem saubere, gerade Kanten und eine klar definierte Bartlinie, ist der Panasonic ER-GD50 unschlagbar. Das Modell ist speziell zum Schneiden von Konturen ausgelegt und das merkt man – im Positiven wie auch im Negativen.

Seine Rolle als Sonderling macht der ER-GD50 schon auf den ersten Blick deutlich. Im Gegensatz zu allen anderen Modellen im Test sitzt die mit Metallzähnen bewehrte Schneidefläche seitlich statt an der Oberseite und der Griff ist nicht rund, sondern oval geformt. Das wirkt zunächst unkomfortabel und erfordert eine kurze Zeit zur Eingewöhnung, bald weiß man aber die Vorteile der eigenwilligen Bauform zu schätzen: Besonders an den Seiten des Gesichts gewährleistet der seitliche Scherkopf eine exzellente Kontrolle und das Gewicht des Geräts ist sehr gut ausbalanciert. Die Gefahr, abzurutschen oder sich zu verschätzen und dadurch versehentlich an falscher Stelle Löcher in den Bart zu säbeln, liegt praktisch bei Null.

Nicht zuletzt aufgrund der großzügigen Maße des Scherkopfes gelingen geradlinige Konturen sehr einfach, was besonders Koteletten zugute kommt, aber auch Oberlippenbärten eine klare Kante beschert. Das verleiht dem Bart einen akkuraten, gut gepflegten Look und erleichtert auch das anschließende Rasieren der zu enthaarenden Stellen im Gesicht.

Leider hat der große Scherkopf aber auch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil: Man kann ihn nicht wechseln. Für sehr kleine Stellen, wie beispielsweise bei den Mundwinkeln, ist die Schneidefläche einfach zu üppig dimensioniert. Es ist zwar immer noch möglich, derartige Stellen zu erwischen, doch dazu ist ein gewisses Maß an Konzentration und Fingerspitzengefühl gefragt, und man erwischt sich immer wieder dabei, wie man mit nur einer Ecke der Schneide arbeitet.

Wie zu erwarten ist, liegt auch dem Panasonic ER-GD50 ein Plastikkamm zum Trimmen bei, der sich auf eine Haarlänge von bis zu zehn Millimetern einstellen lässt. Leider überzeugte uns die Leistung hier überhaupt nicht: Große Teile des Bartes erwischte das Gerät selbst bei mehrfachem Durchkämmen nicht. Das Ergebnis war entsprechend zerzaust und ungleichmäßig. Darüber hinaus wirken die Kunststoffzacken nicht allzu robust. Solange man ihn nicht fallen lässt, hält der Kamm einen normalen Einsatz zuhause sicherlich aus, vom Transport in einer überfüllten Reisetasche raten wir aber ab.

Kein Meister aller Klassen

Der Panasonic ER-GD50 ist kein Meister aller Klassen, sondern ein Spezialist, der aus seiner Inselbegabung keinen Hehl macht. Als alleiniges Gerät im Haushalt eignet er sich nicht wirklich, denn zum gleichmäßigen Kürzen des Bartes können wir ihn nicht empfehlen. Als Präzisionsinstrument für Konturen spielt er alle Konkurrenten dafür locker an die Wand und ist als Ergänzung wie geschaffen für einen Ehrenplatz unter dem Badezimmerspiegel. Direkt auf dem Waschbecken sollte man ihn hingegen nicht dauerhaft lagern, denn der Barttrimmer ist nicht wasserdicht.

Für lange Bärte

Panasonic ER-GB96

Test Bartschneider: Panasonic ER-GB96
Wer das Gesichtshaar gerne etwas länger trägt, kommt kaum am ER-GB96 vorbei – er gestattet bis zu drei Zentimetern.

Der Panasonic ER-GB96 hat sich die Pflege längerer Bärte auf die Fahne geschrieben und schnippelt munter auch bis zu drei Zentimetern Länge – mit Abstand am meisten aller getesteten Modelle. Der Trimmer ist äußerlich edel, aber schlicht gehalten und verzichtet auf eine Digitalanzeige. Stattdessen stehen die entsprechenden Längenangaben auf dem Einstellrad, dass prominent platziert einmal rund um das Gerät läuft. Je nachdem, welcher der drei Kämme gerade auf dem Bartschneider steckt, gilt eine andere der drei abgebildeten Zahlen – das ist zwar praktikabel, aber nicht unbedingt angenehm.

Die Oberfläche des mattschwarzen Geräts ist rutschfest, auf der Rückseite befinden sich Rillen für noch bessere Haftung. Auch das Stellrad ist gerillt und weist einen angenehmen Widerstand auf, sodass sich die Schnittlänge komfortabel mit einer Hand einstellen lässt. Leicht unangenehm ist das helle Klicken, das man vernimmt, wenn man es betätigt – eine Kleinigkeit, die ohne den Vergleich zu anderen Trimmern vermutlich nicht auffallen würde und auch nicht wirklich stört. Ähnliches gilt für das Betriebsgeräusch, das tief und etwas grob klingt, zum Glück aber nicht besonders laut ist. Ein klarer Pluspunkt des ER-GB ist überdies, dass der Trimmer wasserdicht ist und somit sorglos abgewaschen werden darf.

Eher ein Gimmick ist die mitgelieferte Tasche, die arg dünn ausfällt und deren Maße nicht mehr Inhalt als den Trimmer selbst zulassen, Zubehör passt nicht mit hinein – in Anbetracht der drei beiliegenden Scherkämme ist uns das zu wenig.

Sofern man keinen richtigen Haarschneider im Haus hat, kann der ER-GB96 aufgrund seiner großzügigen Schnittlänge notfalls auch für das Schneiden des Haupthaars herhalten. Das ist zwar nicht optimal, funktioniert aber besser als gedacht – wir haben es ausprobiert. Noch mehr als sonst sollte man dabei jedoch darauf achten, dass auch wirklich der richtige Scherkamm auf dem Gerät steckt – eine einzige kleine Unachtsamkeit reicht, und schon klafft ein Loch in der Frisur. Das ist noch ärgerlicher als wenn es beim Bart passiert.

Einen gewöhnlich dimensionierten Bart schneidet der ER-GB96 natürlich ebenfalls recht ordentlich, braucht aber mehr Durchgänge als die Spitzengeräte und landet damit im oberen Mittelfeld. Dabei verstrubbelt der Bart allerdings immer wieder und wir erwischten uns dabei, ihn während des Trimmens von Zeit zu Zeit glatt zu streichen. Reißen oder Ziehen gab es aber zu keinem Zeitpunkt.

Insgesamt ist der Panasonic ER-GB96 ein grundsolides Gerät, das sich keine großen Fehler erlaubt. Interessant ist er vor allem für Träger langer Bärte, denn in dieser Disziplin steht der Barttrimmer ziemlich allein auf weitem Feld. Wer sich für einen Kauf entscheidet, macht aber auch sonst keinen Fehler.

Gut & günstig

King C. Gillette 5513

Barttrimmer Test: King C Gilllette 5513
Gillette und Braun schnüren ein sinnvolles Paket mit einem bewährten Trimmer zum fairen Preis.

Geht es um Nassrasierer, ist Gillette Marktführer. Dass unter einem ganz ähnlich klingenden Namen nun auch Hilfsmittel zur Bartpflege verkauft werden – und nicht nur zur Haarentfernung – kam deshalb recht überraschend. Abwegig ist die Idee aber eigentlich gar nicht, denn beide Marken gehören längst zum selben Konzern. King C. Gillette versteht sich allerdings als eigenständige Marke.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Der Einstieg in die Welt von Bartölen, Trimmern und Co. ist jedenfalls gelungen: Der King C. Gillette 5513, übrigens benannt nach dem Firmengründer, ist ein solider Bartschneider und erinnert nicht nur zufällig an die Geräte von Braun, dessen Logo zusammen mit dem von King C. Gillette auf dem Griffstück prangt. Denn der Gillette ist ein erprobtes Gerät in neuer Aufmachung – tatsächlich ist der Type 5513, wie das Modell ursprünglich heißt, schon seit einer ganzen Weile Bestandteil verschiedener Barttrimmer-Sets von Braun.

Der Trimmer unterscheidet sich nur in Nuancen vom Braun BT3022 und dem Braun MGK7020. Wie beim MGK7020 wird die Schnittlänge direkt am Scherkamm eingestellt, beim BT3022 gibt es ein Einstellrad. Was das Zubehör betrifft, liegt der King C. Gillette zwischen den beiden genannten Sets: Er hat einen Scherkamm für kürzere Bärte von maximal elf Millimetern und einen für längere Behaarung bis zu 21 Millimetern. Außerdem liegt ein Kamm für 3-Tage-Bärte bei, der Schnitte von einem Millimeter zulässt. Exotische Kleinteile, wie etwa der Nasenhaarschneider des MGK7020, gibt es nicht.

Die Bedienung des King C. Gillette geht einwandfrei von der Hand und bleibt frei von Überraschungen: Scherkamm aufstecken, bei der gewünschten Längenmarkierung einrasten lassen, den Trimmer anschalten und los geht es. Das Betriebsgeräusch ist weder besonders laut, noch störend. Ein Display sucht man vergeblich, was in dieser Preisklasse auch nicht anders zu erwarten ist. Die Verarbeitung ist tadellos, was wir zu diesem Preispunkt wiederum durchaus anders gewohnt sind.

Überdurchschnittliche Ergebnisse beim Stutzen

Beim Trimmen fällt der King C. Gillette etwas hinter den absoluten Spitzenreitern zurück, aber auch nur hinter diesen – er ist dabei noch immer überdurchschnittlich gut. Je nach Bartbewuchs braucht es für ein gleichmäßiges Ergebnis auch mal zwei, drei oder vier Durchgänge, aber man bekommt es – auch mit dem längeren Scherkamm und einer Schnittlänge jenseits der zehn Millimeter, die bei anderen Modellen bereits das höchste der Gefühle darstellen.

Aufgrund der rundum sehr guten Leistung und dem sinnvoll abgestimmten Zubehör halten wir den King C. Gillette 5513 für einen äußerst empfehlenswerten Bartschneider, zumal er sich keine eklatanten Schwächen leistet und der Preis mehr als fair ist. Wer sich für den Trimmer interessiert, mit dem Zubehör jedoch nicht ganz einverstanden ist, bekommt das Gerät alternativ auch in anderen Ausstattungsvarianten, dann allerdings ohne Gillette-Logo, als Braun Type 5513 – in diesem Fall gilt es, das Preis-Leistungs-Verhältnis abzuwägen. So oder so bietet der Bartschneider kaum Anlass zur Kritik.

Außerdem getestet

Das »MGK« in Braun MGK7020 steht für »Multigrooming-Kit«. Die Multifunktion realisiert Braun hier mithilfe zahlreicher Aufsätze. Satte acht Stück hat der Barttrimmer davon im Gepäck, genauer gesagt fünf Scherköpfe und drei Kämme – im Test ist das Rekord. Allerdings sind nicht alle davon für die Gesichtspartie vorgesehen, sondern kümmern sich teilweise auch um anderweitige Körperbehaarung.

Bei der Ausstattung klotzt der MGK7020 ordentlich ran und versucht, wirklich jeden Bereich abzudecken – sogar ein klassischer Nassrasierer mitsamt zwei Klingen liegt dem Gerät bei. Der hört auf den Namen Gilette Fusion und ist nicht nur eine nette Dreingabe, sondern tatsächlich ziemlich hochwertig. Wer beim Elektrobetrieb bleiben will, kann neben Körperhaar- und Präzisionstrimmer auch einen Aufsatz für Ohr- und Nasenhaare aufstecken. Der Wechsel der Scherköpfe geht vorbildlich einfach von der Hand und birgt keine große Gefahr, irgendwelche empfindlichen Kleinteile abzubrechen. Diesbezüglich macht Braun alles richtig und liefert das vielleicht beste Aufnahmesystem aller getesteten Modelle.

Der Braun MGK7020 ist hervorragend verarbeitet und liegt sehr gut in der Hand. Gegenüber der Konkurrenz ist er ein gutes Stück kleiner und leichter, was nicht nur auf Reisen zu begrüßen ist. Um das Paket abzurunden, ist er außerdem auch noch wasserdicht und leise im Betrieb.

Leider konnte der Schneider in der Hauptdisziplin, dem gleichmäßigen Trimmen, nicht ganz so gute Ergebnisse abliefern wie die Top-Konkurrenten, und die zusätzlichen Scherköpfe zupften mitunter etwas unangenehm an Haut und Haar herum. Außerdem verfügt er nicht über ein Display und auch der genaue Akku-Stand ist nicht in Erfahrung zu bringen.

Unterm Strich ist der Braun MGK7020 ein sehr guter Bartschneider. Wer gesteigerten Wert auf die vielen Funktionen legt, kann ohne Bedenken zugreifen. Alle anderen könnten die vielen, kleinen Einzelteile vielleicht irgendwann nerven.

Der Remington T-Series ist der erste von uns getestete Konturenspezialist seit dem Panasonic ER-GD50, weist diesem gegenüber aber einige Unterschiede auf. Offensichtlich ist zunächst die Form, die eher einem Nassrasierer ähnelt als unserer Empfehlung von Panasonic. Außerdem lässt sich der Scherkopf wechseln – Remington legt gleich zwei Stück unterschiedlicher Größe bei.

Für die Präzision ist das von Vorteil, denn besonders die kleine Klinge ermöglicht das komfortable Ausrasieren von Feinheiten, an die man mit dem doch recht wuchtigen Schneideelement des Panasonic-Trimmers nur mit Schwierigkeiten und viel Konzentration kommt – etwa beim Philtrum oder nahe der Mundwinkel. Für längere Haarkanten kommt entsprechend eine längere Klinge zum Einsatz. Die Größe der Schneide des Konkurrenten erreicht diese nicht, was das Informbringen von Koteletten und ähnlichem minimal schwerer macht, aber immer noch gut funktioniert.

Sechs Plastikkämme mit fester Größe und ein verstellbarer Kamm liegendem T-Series bei, was das Trimmen von Bartlängen von 1,5 bis 15 Millimetern erlaubt. Sie sind aber recht simpel gehalten und erlauben nur grobe Abstufungen – man merkt, dass das Hauptaugenmerk an anderer Stelle lag.

Nach langem Testen haben wir beschlossen, die Empfehlung für Präzisionstrimmer nicht an den Remington T-Series weiterzureichen. Das liegt in erster Linie an der starken Vibration, die er erzeugt – man hat den Eindruck, er stoße sich unermüdlich von der Haut ab. Hinzu kommen ein relativ lautes Betriebsgeräusch und ein nicht immer, aber immer wieder auftretendes Zupfen. Richtig schmerzhaft war das zwar nie und wir hatten zu keiner Zeit die Befürchtung, wir könnten uns mit dem Trimmer verletzen, restlos angenehm war der Umgang damit aber auch nicht.

Insgesamt gehört der Remington T-Series aber trotz allem zu den besseren Trimmern, besonders in seinem Spezialgebiet, und ist dementsprechend trotz seiner Defizite keine schlechte Wahl.

Der Remington MB6850 richtet sich mit seinem grün-schwarzen Kunststoff-Look sichtlich an eine jüngere Zielgruppe. Der gesamte Eindruck wird von Gummi und Plastik beherrscht. Damit wirkt der Bartschneider nicht ganz so edel wie die Konkurrenz von Panasonic und Philips, was seiner Funktionalität aber keinen Abbruch tut. Die plakativ beworbene Vakuum-Absaugung funktioniert in der Praxis recht gut, allerdings verschont sie den Nutzer ebenfalls nicht vollständig vor Haarstoppeln im Waschbecken – mindestens einmal durchwischen muss man auch hier immer noch. Der Großteil wird aber tatsächlich abgefangen und landet in einer Auffangkammer im Kopf des Trimmers. Der ist groß genug, um problemlos einige Schneidevorgänge durchzuhalten. Ist er voll, lässt er sich komfortabel im Mülleimer ausklopfen. Dazu kann der Auffangbehälter einfach entnommen werden. Im Gegensatz zum Philips 7520/15 muss man dazu nicht einmal erst den Scherkopf entfernen und der Behälter ist vollständig waschbar – praktisch!

Remington gibt an, dass die Absauge 95 Prozent aller Stoppeln erwischen soll, und erwähnt, dass sich der Wert auf eine Bartlänge von 6 Millimetern bezieht. Schneiden kann der MB6850 allerdings Haare mit einer Länge von bis zu 18 Millimetern. Wir schätzen, dass der Nutzen der Absaugfunktion bei einer solchen Länge rapide sinken dürfte.

Angetan waren wir von den schön gleichmäßigen Schnittergebnissen. Gerade zum großflächigen Stützen des kompletten Bartes eignet sich der MB6850 sehr gut. Der beiliegende Detail-Scherkopf war ebenfalls gut brauchbar und liegt nicht weit unter dem des Testsiegers.

Ausgestattet ist der Remington MB6850 ziemlich rudimentär: Neben dem Bartschneider samt Netzteil, einem Scherkamm und dem Präzisionstrimmer liegen noch ein Reinigungspinsel, ein Transportbeutel sowie die obligatorische Anleitung bei. Eine Ladestation oder weitere Aufsätze gibt es hingegen nicht. Die eingestellte Schnittlänge lässt sich seitlich am Kamm ablesen, den man nur mit beiden Händen verstellen kann. Auf eine Digitalanzeige verzichtet das Gerät.

Etwas negativ fiel uns auf, dass der Trimmer während des Betriebs recht laut wird – neben dem Philips BT9297/15 war er der lauteste im Test. Außerdem ist er nicht wasserdicht.

Alles in allem ist der Remington MB6850 unserem Favoriten relativ ähnlich, bietet aber in fast allen Bereichen etwas weniger: Keine Ladestation, kein Display, keine einhändige Bedienung, weniger Akku-Laufzeit, weniger Ruhe. Dafür kostet er auch nur die Hälfte dessen, was Philips für seinen Saugschneider verlangt und kommt ihm bei den Schnittergebnissen dennoch relativ nah.

Die Vorzüge des Panasonic ER-GB43 sind schwer zu vermitteln, denn die harten Fakten sprechen erst einmal gegen den Trimmer. Er hat nur einen Scherkamm im Gepäck, mit dem man auf eine Länge von maximal einem Zentimeter kommt – wer den Bart gerne länger trägt, hat das Nachsehen. Wie schon beim Konkurrenten Philips gesehen, zeigt auch der Scherkopf des Panasonic-Schneiders fragile Plastikbeinchen, die wenig Hoffnung auf eine jahrelange Überlebensdauer erwecken. Auch hat der Trimmer kein Display und keine Funktionstasten, abgesehen natürlich von der für An/Aus. Die Schnittlänge wird stattdessen per Drehrad eingestellt, dessen Haptik noch deutlich verbesserungswürdig ist – das ist sie bei diesem Gerät allgemein.

Der Aha-Effekt kommt erst mit dem Einschalten des Bartschneiders, der daraufhin anfängt lieblich zu summen. Das Geräusch ist nicht nur sehr leise, sondern klingt wie beim Friseurbesuch und verleiht der Bartpflege dadurch einen gewissen Erlebnisfaktor. Hinzu kommt, dass der Panasonic ER-GB43 beim gleichmäßigen Trimmen zu den absoluten Top-Modellen gehört, die Ergebnisse sind wirklich erstklassig.

Hätte der Trimmer nicht objektiv zu viele Schwächen, hätten wir ihn gerne empfohlen. Ihn zu testen war jedenfalls äußerst angenehm, im Dauergebrauch würden uns aber vermutlich die geringe Schnittlänge und der empfindliche Scherkamm auf die Füße fallen. So bleibt es bei einem wohlwollenden Erlebnis, der ER-GB43 muss aber ohne unser Prädikat zurechtkommen.

Der Panasonic ER-SB60 liegt massiv und wertig in der Hand. Er gehört zu den größeren Kalibern, was seiner Ergonomie aber keinen Abbruch tut. Die Rückseite ist dick gummiert und rutschfest, die Verarbeitung lässt keinen Grund zur Klage. Selbst das silberne Finish sieht gut aus – ein heikler Punkt, da diese Design-Entscheidung bei vielen Konkurrenzmodellen oft einen billigen Eindruck erweckt.

In der Mitte verläuft das Rad zur Einstellung der Schnittlänge rund um den Trimmer, dank dem der Bartschneider komfortabel mit einer Hand bedient werden kann – das kennen wir in ähnlicher Form schon vom ER-GB96 aus selben Hause. Der hatte dem ER-SB60 allerdings eine weit größerer Schnittlänge voraus – ein Zentimeter Maximum ist schon etwas knapp bemessen. Dafür kommt er im Gegensatz zum ER-GB96 ohne eine mehrfache Kennzeichnung aus. Das Rad weist eine sehr gute Griffigkeit und einen exzellenten Widerstand auf – wir waren damit äußerst zufrieden.

Neben den obligatorischen Zugaben Reinigungspinsel, Ölfläschchen und Anleitung liegen dem Panasonic ER-SB60 auch ein Ladeständer, ein Transportbeutel sowie ein weiterer Scherkamm für feine Details bei. Die Präzision ausgewiesener Detail-Trimmer wie dem Remington T-Series erreicht man damit zwar nicht, es ist aber dennoch eine sinnvolle und hilfreiche Zugabe. Am Gerät selbst informiert eine LED-Anzeige über den groben Akkustand, ein richtiges Display mit dynamischer Darstellung ist die Anzeige allerdings nicht.

Das Bartschneiden mit dem ER-SB60 war sehr angenehm. Das Betriebsgeräusch ist lauter als beim Tonpegel-Musterknaben ER-GB43, störte uns aber zu keiner Zeit. Auch bei den Ergebnissen haben wir nichts zu beanstanden. Im Zusammenspiel mit der guten Haptik merkte man deutlich, dass wir hier mit einem hochwertigen Produkt zu tun hatten.

Dass wir trotzdem keine Empfehlung aussprechen, ist dem Preis geschuldet, denn auch wenn die Leistung des Trimmers zweifellos stimmt, halten wir diesen für zu hoch, zumal der Panasonic ER-SB60 nicht gerade ein Füllhorn an Ausstattung ausschüttet und für Bärte jenseits der 10-Millimeter-Marke nicht zu gebrauchen ist.

Der Panasonic ER-SB40 tauscht die silberne Farbe des ER-SB60 gegen klassisches Schwarz ein und kommt mit reduziertem Zubehörpaket. So muss auf den Ladeständer verzichten, schwerer wiegt jedoch das Fehlen des zweiten Scherkamms mit dem Detailtrimmer. Die maximale Schnittlänge von 10 Millimetern haben beide gemein. Davon abgesehen unterscheiden sich die beiden Geräte nicht. Die Gehäuseform ist eins zu eins identisch, auch die guten Ergebnisse des Bruders kann der ER-SB40 ebenfalls vorweisen. Wir fanden das Gerät in Schwarz hübscher, würden aber dennoch zur besser ausgestatteten, silbernen Version greifen. Wer seinen Bart ohnehin kurz trägt und auf die Extras keinen Wert legt, macht auch mit dem kleineren Paket keinen Fehler, sofern er bereit ist, den hohen Preis zu bezahlen.

Die Verwandtschaft zum Testsieger sieht man dem Philips BT5502/15 an – kein Wunder, es ist das gleiche Gerät. Das Trimmen gelingt dem Bartschneider ebenso gut wie unserem Testsieger, das gleiche gilt für Material und Verarbeitung.

Dass der Testsieg an den BT5515/15 ging, liegt an dessen besseren Zubehörpaket. So muss man beim BT5502/15 sowohl auf eine Ladestation als auch auf den Detailtrimmer verzichten. Außerdem ist der dünne Transportbeutel dem Etui unseres Testsiegers nicht gewachsen. Unter dem fehlenden Detailscherkopf leidet die Präzision beim Konturieren feiner Stellen etwas.

Weil der Philips BT5502/15 trotz seiner schlechteren Ausstattung ähnlich viel kostet wie der besser bestückte BT5515/15, muss er sich der Konkurrenz aus eigenem Hause geschlagen geben.

Philips BT9297/15

Test Bartschneider: Philips BT9297/15

Keine Preise gefunden.

Philips hat sich für den BT9297/15 etwas originelles einfallen lassen: Der Bartschneider verfügt über eine Laser-Zielhilfe, die dem Nutzer eine rote Linie auf die Haut zaubert. Der Mechanismus, um ihn herausfahren zu lassen, ist gefedert, und es ist auf eine eigenartige Weise äußerst befriedigend, ihn begleitet von einem satten »Klack« rein- und rauszuklicken – bei der Haptik hat Philips ganz klar alles richtig gemacht.

Leider erweist sich die Zielhilfe in der Praxis nicht nur als nutzlos, sondern sogar als störend. Der Laser lenkt zu sehr von der Bartlinie ab, und je nachdem, in welchem Winkel man das Gerät hält, schneidet es ohnehin nicht an der Markierung, sondern sonst wo.

Die Verarbeitung des Bartschneiders ist solide, die Schnittergebnisse aber nur mittelmäßig – und darauf kommt es am Ende an. Auch wenn wir viel Spaß mit dem Laser hatten, bleibt er ein Gadget, das kaum jemand im Alltag benutzen wird. Und abseits davon ist der Philips BT9297/15 für das Gebotene einfach zu teuer.

Der Braun BT3022 ähnelt unserer Preisempfehlung von King C. Gillette stark, ist aber nicht identisch. Die grundlegende Form ist die gleiche, die Trimmergebnisse unterscheiden sich nicht und das Betriebsgeräusch ist selbst im direkten Vergleich nicht auseinanderzuhalten. Auch der Kaufpreis spielt in ähnlichen Regionen. Die Unterschiede finden sich somit viel mehr in Details, und hier hat der BT3022 die Nase leicht vorn. Zum einen widersteht der Trimmer im Gegensatz zum Gillette-Schwestermodell Wasser, man kann das Gerät also ohne Sorge abwaschen. Zum anderen ist da noch das Drehrad für die Einstellung der Schnittlänge, das dank seiner geriffelten Seiten selbst im nassen Zustand noch zuverlässig und bequem mit einem Daumen bedient werden kann. Das Rad hat einen guten, aber nicht zu hohen Widerstand, was angesichts der Wabbel-Räder einiger Konkurrenten leider nicht selbstverständlich ist. Der Trimmer kann somit vollständig mit einer Hand bedient werden, was z. B. beim King C. Gillette, aber auch beim MGK7020 nicht wirklich komfortabel möglich ist – bei beiden wird die Schnittlänge am Scherkamm eingestellt.

Warum wir trotzdem den King C. Gillette anstatt des Brauns empfehlen, liegt an dessen Ausstattung und der maximalen Schnittlänge, denn der BT3022 schneidet nur bis zu 10 Millimeter, beim Gillette sind es 21. Außerdem fehlt dem Braun der Scherkamm für 3-Tage-Bärte. Wer damit leben kann, findet im Braun BT3022 aber eine gute Alternative zu unserem Preis-Tipp.

Mit seiner blauen Beleuchtung und den glatten, abgerundeten Oberflächen sieht der Remington MB4700 wirklich hübsch aus. Als besonderes Merkmal verfügt der Bartschneider über ein Touch-Display, was zum restlichen, leicht futuristisch angehauchten Design passt und sich im Beinamen »TouchTech« widerspiegelt. Schaltet man das Gerät ein, fährt der Kamm bis zur zuletzt eingestellten Schnittlänge heraus – und zwar automatisch, denn der MB4700 hat einen Motor. Leider ist der eher gemächlich und surrt verhältnismäßig laut, was irgendwie nicht so recht zur ansonsten stylischen Hightech-Aufmachung passen will.

Beim Stutzen präsentierte sich der MB4700 als brauchbar, aber nicht berauschend. Man muss damit schon einige Male durch den Bart fahren, bis eine gleichmäßige Länge erreicht ist.

Insgesamt ist der TouchTech in Ordnung, setzt aber stärker auf ein spektakulär anmutendes Äußeres als auf praktische Funktionalität. Die Berührungsbedienung bringt im täglichen Einsatz keinen Nutzen und die Einstellungen gehen mit einem klassischen, mechanischen Drehrad oder Schieberegler schneller von der Hand.

Der Remington B5 Style fällt vor allem durch seine ungewöhnliche Form auf, denn anfangs weiß man nicht so recht, wo vorne und wo hinten ist. Die Schneide zeigt nämlich nicht in Richtung der Anschalttaste, die unterhalb einer rutschfesten, gummierten Fläche sitzt. Dreht man ihn um, liegt der dezent gebogene Trimmer besser in der Hand und die Metallzähnchen liegen auf der richtigen Seite. Das erschwert allerdings das Betätigen des Längenstellrads, das nun am besten mit Zeige- oder Mittelfinger erreichbar ist und den Scherkamm auf bis zu 18 Millimeter herausschieben kann. Leider funktioniert aber auch das nicht sonderlich gut, denn das Rädchen sitzt relativ stramm und ist mit dem Daumen ungleich leichter zu bedienen. Außerdem gibt es beim Verstellen ein recht lautes Klacken von sich, was sich zwar nicht auf die Funktion auswirkt, aber keinen allzu edlen Eindruck hinterlässt.

Ärgerlich finden wir den Scherkamm, der wieder einmal bruchgefährdete Plastikbeinchen hat – Philips lässt grüßen! Auch der hauchdünne Transportbeutel ist mehr Verkaufsargument als tatsächlich sonderlich nützlich.

Angetan sind wir hingegen von der Ladelösung, denn der B5 Style nutzt hierzu einen normalen Micro-USB-Port anstatt eines eigenen Standards – super! Wir können die Hinwendung zum universalen Anschluss nur gutheißen und würden es gerne bei viel mehr Modellen sehen. Remington verspricht bis zu 60 Minuten Betriebsdauer nach zweistündiger Ladezeit.

Beim Trimmen konnte sich der B5 Style ganz ordentlich behaupten, ist aber nicht rekordverdächtig. In Anbetracht des niedrigen Preises können wir uns nicht beschweren.

Unterm Strich ist der Remington B5 Style ein akzeptabler Trimmer mit gewöhnungsbedürftiger Form, der seine Aufgabe erledigt, aber nur wenig Begeisterung entfacht.

Auf den ersten Blick sieht der Remington B4 Style dem Schwestermodell B5 Style zum Verwechseln ähnlich, lediglich die Farbe des Griffstücks verrät, dass es sich nicht um dasselbe Modell handelt. Beim zweiten Mal hinsehen entdeckt man zudem, dass der B4 anstelle des Micro-USB-Anschlusses einen Rundstecker nutzt – schade! Geblieben sind die eigenwillige Form und das Schaltrad mit den gelben Farbakzenten sowie das Zubehör. Unter der Haube wurde merklich abgespeckt: Der Akku im B4 Style lädt deutlich länger als der des Kollegen, läuft aber trotzdem rund ein Drittel kürzer. Auch am Motor wurde offenbar gewerkelt: Die Klangcharakteristik ist heller, das Geräusch lauter. Insgesamt wirkt der B5 deshalb hochwertiger.

Beim Trimmen konnten wir dennoch keinen großen Unterschied feststellen. Aufgrund des ohnehin niedrigen Preises würden wir trotzdem das Schwestermodell dem B4 Style vorziehen.

Der BaByliss Men T890E weist eine ungewöhnliche Form auf. Er ist schlank gehalten und erinnert einmal mehr an einen Nassrasierer, was dem Ausrasieren von Konturen zugute kommt – hier konnte der Trimmer uns überzeugen. Er ist auch gut verarbeitet und fasst sich sehr solide an, der Eindruck ist durchweg hochwertig. Das gilt gleichermaßen für das beiliegende Hartschalen-Transportetui, das zur Aufbewahrung des Zubehörs im Inneren noch einmal unterteilt ist. Ein Display hat der T890E nicht, lediglich eine Ladeanzeige in Form einer länglichen LED gibt Auskunft darüber, ob das Gerät gerade am Stromnetz hängt. Die Schnittlänge wird an einem für unseren Geschmack etwas zu strammen und zu laut klickenden Drehstellrad direkt am Scherkamm vorgenommen, der Trimmer lässt sich somit einhändig bedienen. Bis zu 12 Millimeter sind mit dem Kamm möglich, für Träger längerer Bärte ist das Gerät also keine Option.

Das Griffstück ist bei etwa einem Drittel der Länge abgewinkelt, was wir nicht nachvollziehen können, denn der Bedienung ist das eher abträglich und fordert zunächst etwas Eingewöhnung, zumal die Klinge in Nutzerrichtung steht, was die Irritation durch den Knick noch weiter verstärkt.

Beim gleichmäßigen Stutzen kamen wir nur sehr gemächlich voran. Wir mussten mehrmals über dieselben Stellen im Bart fahren und hatten selbst dann noch den Eindruck, der Trimmer würde kaum etwas mitnehmen – wer mit einem gleichmäßig gepflegten Bart das Haus verlassen möchte, tut gut daran, morgens mehr Zeit im Badezimmer einzuplanen. Reißen oder Zupfen sind immerhin keine Probleme des BaByliss – in dieser Hinsicht war alles in Ordnung. Auch das Betriebsgeräusch gehörte zur angenehmeren Sorte.

Zwar hat der T890E aufgrund seiner Verarbeitung und den Fähigkeiten beim Konturenschneiden sowie seiner enormen Akku-Laufzeit von stattlichen 120 Minuten durchaus einiges in der Waagschale, das unterdurchschnittliche Vorankommen beim gleichmäßigen Stutzen lässt uns aber von einer Empfehlung absehen.

Öffnet man die Packung des Suprent BT355B, fällt einem zuerst ein Kärtchen in die Hände, das einen Einkaufsgutschein im Wert von zehn Euro verspricht, wenn man beim weitbekannten Online-Handelsriesen eine 5-Sterne-Bewertung hinterlässt und das per E-Mail an eine obskure Outlook-Adresse nachweist. Wir sind diesem Angebot selbstverständlich nicht nachgekommen, waren aufgrund dessen aber alarmiert – ist der Trimmer wirklich dermaßen miserabel, dass man gute Bewertungen einkaufen muss, um überhaupt eine Chance gegen die Konkurrenz zu haben?

Kurzum: Eigentlich nicht wirklich. Zumindest hatten wir nach der Aktion viel Schlimmeres erwartet. Die Haptik des Geräts ist in Ordnung und die Verarbeitung deutlich besser, als wir es sonst von unbekannten China-Marken gewohnt sind. Zwar besteht das gesamte Gehäuse aus Kunststoff, es ist aber dennoch stabil und knarzt selbst dann nicht, wenn man Druck darauf ausübt. Auch die An-Aus-Taste und das Einstellrad für die Schnittlänge verhalten sich normal und kommen ohne Herumwackeln aus. Unschön ist lediglich die große Öffnung zum Anschluss des Ladekabels – oder besser gesagt, was sie bedeutet: Der BT355B ist nicht wasserdicht.

Apropos Ladekabel: Der Suprent-Trimmer setzt auf USB auf der einen und einen Rundstecker auf der anderen Seite. Ein Netzstecker gehört nicht zum Lieferumfang, hier muss dann das Smartphone-Ladegerät oder der gute alte Laptop herhalten.

Die Ergebnisse beim Trimmen lassen sich am besten unter dem Schlagwort »unspektakulär« zusammenfassen. Der Großteil der Konkurrenz ist dem Suprent in Sachen Gründlichkeit klar überlegen, der BT355B ist aber auch nicht völlig unbrauchbar. Man sollte allerdings wissen, dass 10 Millimeter das höchste der Gefühle sind, eine längere Einstellung sieht das Gerät nicht vor. Die Schnittlänge wird im Übrigen am Einstellrad abgelesen, das Display, das etwas versteckt an der unteren Vorderseite sein Dasein fristet, gibt lediglich eine grobe Information zum Akku-Ladestand.

Auch wenn der Suprent BT355B kein Reinfall ist, bekommt man selbst für den doch relativ günstigen Preis bessere Barttrimmer. Ein gutes Beispiel dafür ist unsere Empfehlung von King C. Gillette.

Philips OneBlade Pro QP6520/30

Der Philips OneBlade Pro QP6520/30 ist ein Multigroomer und mit seinem Ansatz der einzige seiner Art im Testfeld. Der Name ist nämlich Programm, denn einerseits setzt das Gerät tatsächlich nur auf eine einzelne Klinge, zum anderen soll das Wunderwerkzeug alle anderen Enthaarungshilfen überflüssig machen – so zumindest die Theorie. In der Praxis zeigte der OneBlade Pro tatsächlich eine hervorragende Leistung – allerdings nur beim Rasieren, was seine Hauptfähigkeit darstellt. Beim Schneiden von Bärten kommt der wasserdichte Tausendsassa aber nicht an das Niveau der Spezialgeräte heran: Da es nur einen Scherkopf gibt, der außerdem relativ breit ist, sind kleine Stellen schwer zu treffen, ohne umliegende Barthaare in Mitleidenschaft zu ziehen und ein gleichmäßiges Stutzen des gesamten Barts mithilfe des mitgelieferten Aufsatzes will auch nicht so recht gelingen. Mehrfach wiederholtes Durchgehen ist Pflicht und wirklich eben ist der Schnitt danach trotzdem nicht.

Zusätzlich erschwert wird das Stutzen zudem durch das wabbelige Rad zum Einstellen der Schnittlänge, das sich auf dem Kamm befindet und zu wenige Zwischenstufen aufweist.

Wahl Groomsman 9906-716

Der Wahl Groomsman 9906-716 machte bei der ersten Begutachtung zunächst einen sehr soliden Eindruck. Das Gerät ist schlank gebaut, liegt dafür überraschend schwer in der Hand und wirkt dadurch angenehm massiv. Auch die Ergonomie gefiel uns: Vertiefungen an der Unterseite sorgen für eine angenehme Fingerlage und das Gehäuse ist an den richtigen Stellen abgerundet. Außerdem ist das Gewicht gut ausbalanciert.

Umso ernüchterter waren wir, als wir die Scherkämme in Augenschein nahmen. Drei Stück mit festen Schnittlängen liegen bei, bei einem weiteren lassen sich sogar Längen zwischen 2 und 12 Millimetern einstellen. Leider machen die billig wirkenden Kunststoffstückchen wenig Hoffnung auf Langlebigkeit, außerdem ist der Umgang damit unnötig fummlig – bei der Bedienfreundlichkeit der Kämme bildet der Groomsman mit weitem Abstand das Schlusslicht.

Als kleines Extra legt Wahl seinem Trimmer einen Standfuß aus Plastik bei, in dem dieser nebst Zubehör Platz findet. Wir halten das an sich für eine nette Idee, in Hinblick auf die Tatsache, dass der Groomsman mit Batterien läuft, allerdings auch für eine unausgegorene Entscheidung: Auf Reisen wird man in aller Regel lieber auf den Ständer verzichten, zuhause vor dem Badezimmerspiegel wäre eine Lösung mit Akku und Netzteil wiederum praktischer. Ein Transportbeutel oder -etui liegt hingegen nicht bei, was angesichts der vielen kleinen Zubehörteile umso unverständlicher ist.

Im Betrieb fiel vor allem der absurd hohe Geräuschpegel auf, den der Groomsman erzeugt. Dieser war sehr unangenehm und besonders im direkten Vergleich zum Leisetreter Panasonic ER-GB43 eine böse Überraschung. Dem häuslichen Frieden mit schlafenden Familienmitgliedern ist das sicher nicht zuträglich. Außerdem machte er den hochwertigen Eindruck, den wir anfangs einmal hatten, weiter zunichte.

In der Anwendung reißt der Groomsman dann auch nichts mehr raus, außer von Zeit zu Zeit Barthaare. Wir müssen von diesem Trimmer somit leider entschieden abraten.

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