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Der beste Barttrimmer

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Bartschneider Test: Bartschneider Titel
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Der beste Barttrimmer für die meisten ist der Philips BT7520/15. Er macht nicht nur beim gleichmäßigen Trimmen eine gute Figur, sondern kann auch mit Konturen umgehen. Dank einer Absaugfunktion bleibt das Badezimmer weitgehend von herumfliegenden Haarstoppeln verschont. Eine gute Verarbeitung, ein Display und eine eingängige Bedienung mit einer Hand runden das Gesamtpaket ab.

Wer schön sein will, muss stylen – so oder so ähnlich heißt es im Volksmund. Da bilden Männer mit Bärten keine Ausnahme. Schließlich ist der Bart seit einigen Jahren so beliebt wie schon lange nicht mehr, entsprechend groß ist das Angebot an Gerätschaften zur Bartpflege.

Um aus der Masse herauszustechen, überschlagen sich die Hersteller mit kreativen Zusatzfunktionen und immer ausgefeilteren Klingentechnologien. Ob man das alles braucht? Das haben wir uns auch gefragt und neun Modelle gründlich auf die Probe gestellt. Hier sind unsere Empfehlungen:

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips BT7520/15

Test Bartschneider: Philips BT7520/15
Philips liefert einen hervorragenden Allrounder zum nicht ganz günstigen Preis.

von 21 Lesern gekauft

Der Philips BT7520/15 ist ein exzellenter Allrounder, der nicht viele Wünsche offen lässt. Er schneidet gleichmäßig, zieht nicht an den Barthaaren und ist dank mehrerer Scherköpfe unterschiedlicher Größe überall im Gesicht einsetzbar. Die Ausstattung ist ordentlich, die Bedienung einfach und komfortabel und dank eingebauter Saug-Funktion bleibt auch das Bad halbwegs sauber. Leider ist der Trimmer weder wasserdicht noch besonders günstig.

Konturmeister

Panasonic ER-GD50

Test Bartschneider: Panasonic ER-GD50
Schluss mit Wackelkanten: Der Panasonic ER-GD50 schneidet tadellose Konturen ohne Kompromisse.

Für Freunde klarer Kanten im Gesicht ist der Panasonic ER-GD50 unsere Empfehlung. Der Trimmer ist gezielt für Konturen konzipiert und beherrscht diese Disziplin auch tatsächlich wie kein zweiter. Zum gleichmäßigen Stutzen ist er allerdings nicht so gut geeignet, als alleiniges Gerät zur Bartpflege taugt er somit nur bedingt. In seiner Inselbegabung ist er dafür über alle Zweifel erhaben und schlägt die Konkurrenz um Längen.

Gut & Günstig

Remington MB6850

Test Bartschneider: Remington MB6850
Wer vor allem gleichmäßig stutzen und dafür kein Vermögen ausgeben will, liegt mit dem Remington MB6850 richtig.

Wer nicht viel ausgeben will, ist mit dem Remington MB6850 am besten beraten. Auch er kommt mit einer Saugfunktion, um das Bad möglichst stoppelfrei zu halten. Besonders das gleichmäßige Trimmen ist eine der Stärken des MB6850. Wer sich nicht an der Kunststoffoptik stört und auf ungewöhnliche Zusatzfunktionen verzichten kann, bekommt mit dem Remington einen tollen Bartschneider mit einem überzeugenden Preis-Leistungsverhältnis.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerKonturmeisterGut & Günstig
Modell Philips BT7520/15 Panasonic ER-GD50 Remington MB6850 Braun MGK7020 Panasonic ER-GB96 Philips BT5502/15 Philips BT9297/15 Remington MB4700 Philips OneBlade Pro QP6520/30
Test Bartschneider: Philips BT7520/15Test Bartschneider: Panasonic ER-GD50Test Bartschneider: Remington MB6850Test Bartschneider: Braun MGK7020Test Bartschneider: Panasonic ER-GB96Test Bartschneider: Philips BT5502/15Test Bartschneider: Philips BT9297/15Test Bartschneider: Remington MB4700Test Bartschneider: Philips OneBlade Pro QP6520/30
Pro
  • Vakuum-Absaugung
  • Schön gleichmäßiger Schnitt
  • Einhändig bedienbar
  • Leises Betriebsgeräusch
  • Hervorragend für Konturen
  • Sehr gute Haptik
  • Relativ günstig
  • Vakuum-Absaugung
  • Gleichmäßiger Schnitt
  • Leicht zu reinigen
  • Fairer Preis
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Vielfältige Funktionen
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr leises Betriebsgeräusch
  • Wasserdicht
  • Einhändig bedienbar
  • Schneidet auch längere Bärte
  • Einhändig bedienbar
  • Überdurchschnittlich gleichmäßiger Schnitt
  • Einhändig bedienbar
  • Solide verarbeitet
  • Digitalanzeige
  • Hübsches Design
  • Relativ günstig
  • Digitalanzeige
  • Aufladen per USB
  • Gut für Konturen geeignet
  • Auch als Rasierer einsetzbar
  • Digitalanzeige
  • Wasserdicht
Contra
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Nicht wasserdicht
  • Relativ teuer
  • Keine wechselbaren Scherköpfe
  • Für sehr kleine Stellen zu groß
  • Sehr schlecht für gleichmäßiges Trimmen
  • Keine Digitalanzeige
  • Nicht wasserdicht
  • Kunststoff-Design wirkt etwas billig
  • Lautes Betriebsgeräusch
  • Keine Digitalanzeige
  • Nicht wasserdicht
  • Keine Digitalanzeige
  • Manche Scherköpfe rupfen
  • Keine Digitalanzeige
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Keine Digitalanzeige
  • Plastikhalterungen am Kamm wirken instabil
  • Laser-Markierung ist nutzlos
  • Lautes Betriebsgeräusch
  • Geringe Schnittlänge
  • Teuer
  • Unpraktische Bedienung
  • Mäßige Trimm-Ergebnisse
  • Nicht wasserdicht
  • Ungleichmäßig beim Trimmen
  • Teure Ersatzklingen
Bester Preis
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Wissenswertes über Barttrimmer

Ein echter Mann trägt Bart – zumindest jeder zweite. Fast die Hälfte aller deutschen Männer lässt sich heutzutage Gesichtsbehaarung stehen. Schon seit einigen Jahren steht das zweite Haupthaar nicht nur Hipstern und Holzfällern gut zu Gesicht, sondern auch Max Mustermann aus der Nachbarschaft. Das Phänomen zieht sich quer durch alle Alters- und Gesellschaftsgruppen und so ist es wenig verwunderlich, dass einige Zeitgenossen darin mehr als einen reinen Modetrend sehen und die »Renaissance des Bartes« proklamieren.

Ob Modetrend oder nicht, momentan sieht es nicht so aus, als ob die männliche Kinnpartie in Kürze wieder kahler wird – ganz im Gegenteil. Für das moderne, maskuline Auftreten genügt es aber längst nicht, einfach nur die Rasierer einzumotten und der Natur ihren Lauf zu lassen. Ein schöner Bart benötigt Pflege. Dazu gehört auch, ihn regelmäßig in Form zu halten und Wildwuchs in die Schranken zu weisen.

Barttrimmer Test: Img

Wahre Enthusiasten suchen deshalb von Zeit zu Zeit einen Barbier auf, doch die Mehrheit der Bartträger kümmert sich selbst um ihr Gesicht. Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Gerät zum Schneiden von Haaren zuzulegen, steht einer gewaltigen Anzahl von Modellen gegenüber, die jeweils auf ihre Weise um die Gunst der Käufer buhlen und sich dabei doch insgesamt recht ähnlich sehen – irgendwie länglich, mit Metallzähnen und Kunststoffkämmen. Ist es da nicht egal, welchem der klingenbewehrten Elektro-Schnipplern man sein Gesicht anvertraut?

Barttrimmer sind genauer als Haarschneider

Um es kurz zu machen: Nein, ganz so einfach ist es nicht. Die größten Unterschiede finden sich in der Schnittlänge, denn während die wenigsten Barttrimmer mehr als zwei Zentimeter schneiden, ist mit einem Haarschneider in aller Regel deutlich mehr drin. Dafür ist die Feinabstufung bei Barttrimmern viel genauer und lässt Einstellungen von meist einem halben Millimeter zu. Wer ohnehin den gesamten Bart auf der gleichen Länge trägt, dürfte vermutlich keinen großen Unterschied bemerken, sobald man jedoch variierende Längen vorsieht, weil man womöglich den Oberlippenbart dezenter halten will als die Koteletten, stößt man mit einem Haarschneider schnell an seine Grenzen. Auch Präzisionsklingen zum exakten Schneiden von Konturen können Haarschneider in den meisten Fällen nicht bieten.

Viele Geräte auf dem Markt versuchen, mehrere Einsatzzwecke zu kombinieren, was besonders für Reisen praktisch erscheint, aber auch im heimischen Bad Platz spart. Wirklich sinnvoll sind derlei Zusatzfunktionen allerdings nicht immer, da sie oft aufgesetzt wirken und den von Spezialgeräten bekannten Komfort oder deren Gründlichkeit vermissen lassen.

Multigroomer kombinieren mehrere Funktionen

Hier kommen Multigroomer ins Spiel, die eine eher neue Gerätekategorie darstellen und mittlerweile immer häufiger im Handel zu finden sind. Die Idee dahinter ist, schon von Anfang an ein Hauptaugenmerk auf die Multifunktionalität zu legen. So kombinieren Multigroomer vor allem Funktionen von Bart- und Haarschneidern mit jenen von Elektrorasierern. Ihr angedachtes Einsatzgebiet beschränkt sich dabei nicht nur auf das Gesicht, sondern soll bei jeglicher Art von Körperenthaarung helfen. Einige davon unterstützen ihre Nutzer sogar bei der Behandlung unzierlicher Ohren- und Nasenhaare.

Doch auch zwischen den reinen Bartschneidern gibt es zahlreiche Unterschiede. Die meisten Modelle versuchen, mit Besonderheiten und Zusatzfunktionen Aufmerksamkeit zu erhaschen und warten beispielsweise mit Laser-Zielhilfen, Vakuum-Absaugung oder Touchscreen-Bedienung auf. Manche solcher Funktionen sind reine Spielereien, andere bieten einen echten Mehrwert. Wieder andere Modelle gehen den umgekehrten Weg und konzentrieren sich auf einen ganz spezifischen Einsatzzweck, wie etwa Konturen oder besonders lange Bärte.

So haben wir getestet

Da man einen Bartschneider am besten testet, indem man damit Bärte schneidet, haben wir genau das getan und neun Bartschneider über drei Monate im alltäglichen Einsatz genutzt. Neben der allgemeinen Handhabung und der Verarbeitung hat uns dabei vor allem interessiert, wie genau man damit schneiden kann, also ob man problemlos auch kleinere Stellen gut erwischt – für viele Bartfrisuren ein Muss.

Barttrimmer Test: Bartschneider
Alle 9 Barttrimmer im Test.

Außerdem mussten die Trimmer zeigen, wie gleichmäßig sie arbeiten, denn bleiben einzelne Haare oder gar ganze Haarbüschel stehen, sieht ein Bart schnell zerzaust und ungepflegt aus. Ziehen und Rupfen sollte dabei selbstredend ebenfalls nicht passieren. Zudem wollten wir wissen, wie präzise man mithilfe der Geräte die Bartkonturen herausarbeiten kann. Ziel waren hierbei klare Linien ohne Flaum oder einzelne, stehengebliebene Haare an den Übergängen.

Unser Hauptaugenmerk während des gesamten Tests galt der Funktion als Bartschneider. Zusätzliche Fähigkeiten, gerade bei Multigroomern, haben wir zwar beachtet, sie flossen aber nur zu einem geringen Teil in unsere Bewertung ein. Als eher nebensächlich erachten wir außerdem die Akku-Laufzeit: Selbst die Geräte mit der kürzesten Puste halten mit rund 50 Minuten lange genug durch, um mehrere Trimmvorgänge durchzustehen und für den Urlaub muss man so oder so das Netzteil einpacken.

Auch die Reinigung haben wir beachtet. Im Verlauf des Tests stellte sich allerdings zunehmend heraus, dass sich die Geräte diesbezüglich nur wenig unterscheiden, weshalb wir im Weiteren nur auf diesen Punkt zu sprechen kommen, wenn es dazu etwas außergewöhnliches zu sagen gibt.

Bartschneider Test: Philips Bt7520

Testsieger: Philips BT7520/15

Philips gilt nicht umsonst als einer der Platzhirsche im Bereich der elektrischen Körperhaarpflege. Das Sortiment des niederländischen Herstellers reicht von Epilierern über Kopfhaarschneider bis hin zu Elektrorasierern. Das Know-How macht sich schnell bemerkbar, wenn man zum BT7520/15 greift.

Testsieger

Philips BT7520/15

Test Bartschneider: Philips BT7520/15
Philips liefert einen hervorragenden Allrounder zum nicht ganz günstigen Preis.

von 21 Lesern gekauft

Öffnet man die Packung, kommen neben dem Bartschneider auch ein Scherkamm aus Plastik, zwei Scherköpfe, eine Ladestation, das Netzteil, ein Reinigungspinsel, die obligatorische Anleitung und ein Transportbeutel zum Vorschein. Letzterer ist von erstaunlich hoher Qualität und auch wenn er sicherlich nicht den Schutz eines Hardcase bietet, ist er eine schöne Dreingabe und sollte vor allem reisebegeisterten Zeitgenossen bestimmt gute Dienste erweisen.

Das Gehäuse ist von Kunststoff dominiert, vermittelt aber dennoch einen hochwertigen Eindruck. In der Mitte wölbt sich ein aufgerautes Einstellungsrad aus einer Aussparung. Es dient der Einstellung der Schnittlänge und lässt sich bequem mit dem Daumen bedienen. Direkt darunter befindet sich die Taste zum Einschalten. Möchte man nicht gerade dem Scherkopf wechseln, sondern nur den Bart auf einheitliche Länge zurückstutzen, kann man den Barttrimmer damit komfortabel mit einer Hand bedienen. Darüber prangt eine LED-Anzeige, die die aktuell eingestellte Schnittlänge zeigt.

Im oberen Bereich, nur knapp unter dem Scherkopf, gewährt transparentes Plastik einen Einblick in die Auffangkammer, in der abgeschnittene Haarstoppel landen. Möglich macht das eine Ansaugfunktion, die erstaunlich gut funktioniert und zumindest das Gröbste davon abhält, sich frei im Badezimmer zu verteilen. Eine Wunderwaffe ist die Sauge freilich nicht, dafür aber sehr leise – unter dem ohnehin schon zurückhaltenden Surren des Motors nimmt man sie gar nicht wahr.

Luftsog gegen fliegende Stoppeln

Bevor es losgehen kann, will einer der beiden Scherköpfe aufgesteckt werden. Einer davon ist besonders schmal und für Feinarbeiten an kleinen Stellen vorgesehen, der andere hat typische Maße und ist das Mittel der Wahl für alles andere, das heißt vor allem für das Schneiden von Konturen und das großflächige Stutzen des Bartes. Damit das gleichmäßig gelingt, wird außerdem noch der beigelegte Scherkamm auf den Trimmer gesetzt. Hier ist etwas Vorsicht geboten, weil sich das Einsetzen des Kunststoffkamms ein wenig fricklig gestaltet und er auch nicht besonders stabil wirkt.

Philips hebt in der Werbung für seinen Trimmer dessen »Lift&Trim«-Technologie hervor, die liegende und gekräuselte Haare beim Schneiden aufstellen und so in weniger Zügen noch gleichmäßigere Ergebnisse hervorbringen soll. Wir wissen nicht, ob es daran lag oder sich auch der Luftsog bemerkbar gemacht hat, aber Philips hat hier jedenfalls nicht zu viel versprochen – wenn es um Ebenheit und Sorgfalt geht, setzt sich der Philips BT7520/15 mit Abstand an die Spitze.

Nachteile

Der Philips BT7520/15 ist ein hervorragendes Gerät und entsprechend wenig haben wir an ihm auszusetzen. Als eines der teuersten Modelle im Test dürfte vor allem der hohe Preis viele geneigte Käufer mit Sicherheit erst einmal abschrecken.

Der Plastikkamm ist eine Schwachstelle

Außerdem gestaltet sich das Einsetzen des Plastikkamms als unnötig fummlig. Hierzu werden zwei kleine Haltestreben in die passenden Öffnungen im Gerät geführt. Die Beinchen bestehen lediglich aus dünnem, wenig stabil wirkendem Kunststoff und stellen eindeutig die größte Schwachstelle dar. Es ist abzusehen, dass sie im langfristigen Dauereinsatz irgendwann abbrechen.

Der Bartschneider ist darüber hinaus nicht wasserdicht. Das ist zwar nicht schlimm, da die Scherköpfe zum Reinigen abgenommen werden können und Wasserfestigkeit ohnehin nicht zu den allgemein erwartbaren Tugenden von Barttrimmern gehört, wünschenswert wäre sie bei einem Produkt, dessen Haupteinsatzort das Badezimmer ist, aber dennoch.

Der Philips BT7520/15 im Testspiegel

Leider hat noch kein Kollege den Philips BT7520/15 getestet. Sobald sich das ändert, werden wir es hier nachtragen.

Alternativen

Konturmeister

Panasonic ER-GD50

Test Bartschneider: Panasonic ER-GD50
Schluss mit Wackelkanten: Der Panasonic ER-GD50 schneidet tadellose Konturen ohne Kompromisse.

Will man vor allem saubere, gerade Kanten und eine klar definierte Bartlinie, ist der Panasonic ER-GD50 unschlagbar. Das Modell ist speziell zum Schneiden von Konturen ausgelegt und das merkt man – im Positiven wie auch im Negativen.

Seine Rolle als Sonderling macht der ER-DG50 schon auf den ersten Blick deutlich. Im Gegensatz zu allen anderen Modellen im Test sitzt die mit Metallzähnen bewehrte Schneidefläche seitlich statt an der Oberseite und der Griff ist nicht rund, sondern oval geformt. Das wirkt zunächst unkomfortabel und erfordert eine kurze Zeit zur Eingewöhnung, bald weiß man aber die Vorteile der eigenwilligen Bauform zu schätzen: Besonders an den Seiten des Gesichts gewährleistet der seitliche Scherkopf eine exzellente Kontrolle und das Gewicht des Geräts ist sehr gut ausbalanciert. Die Gefahr, abzurutschen oder sich zu verschätzen und dadurch versehentlich an falscher Stelle Löcher in den Bart zu säbeln, liegt praktisch bei Null.

Nicht zuletzt aufgrund der großzügigen Maße des Scherkopfes gelingen geradlinige Konturen sehr einfach, was besonders Koteletten zugute kommt, aber auch Oberlippenbärten eine klare Kante beschert. Das verleiht dem Bart einen akkuraten, gut gepflegten Look und erleichtert auch das anschließende Rasieren der zu enthaarenden Stellen im Gesicht.

Leider hat der große Scherkopf aber auch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil: Man kann ihn nicht wechseln. Für sehr kleine Stellen, wie beispielsweise bei den Mundwinkeln, ist die Schneidefläche einfach zu üppig dimensioniert. Es ist zwar immer noch möglich, derartige Stellen zu erwischen, doch dazu ist ein gewisses Maß an Konzentration und Fingerspitzengefühl gefragt, und man erwischt sich immer wieder dabei, wie man mit nur einer Ecke der Schneide arbeitet.

Wie zu erwarten ist, liegt auch dem Panasonic ER-GD50 ein Plastikkamm zum Trimmen bei, der sich auf eine Haarlänge von bis zu zehn Millimetern einstellen lässt. Leider überzeugte uns die Leistung hier überhaupt nicht: Große Teile des Bartes erwischte das Gerät selbst bei mehrfachem Durchkämmen nicht. Das Ergebnis war entsprechend zerzaust und ungleichmäßig. Darüber hinaus wirken die Kunststoffzacken nicht allzu robust. Solange man ihn nicht fallen lässt, hält der Kamm einen normalen Einsatz zuhause sicherlich aus, vom Transport in einer überfüllten Reisetasche raten wir aber ab.

Kein Meister aller Klassen

Der Panasonic ER-GD50 ist kein Meister aller Klassen, sondern ein Spezialist, der aus seiner Inselbegabung keinen Hehl macht. Als alleiniges Gerät im Haushalt eignet er sich nicht wirklich, denn zum gleichmäßigen Kürzen des Bartes können wir ihn nicht empfehlen. Als Präzisionsinstrument für Konturen spielt er alle Konkurrenten dafür locker an die Wand und ist als Ergänzung wie geschaffen für einen Ehrenplatz unter dem Badezimmerspiegel. Direkt auf dem Waschbecken sollte man ihn hingegen nicht dauerhaft lagern, denn der Barttrimmer ist nicht wasserdicht.

Gut & Günstig

Remington MB6850

Test Bartschneider: Remington MB6850
Wer vor allem gleichmäßig stutzen und dafür kein Vermögen ausgeben will, liegt mit dem Remington MB6850 richtig.

Der Remington MB6850 richtet sich mit seinem grün-schwarzen Kunststoff-Look sichtlich an eine jüngere Zielgruppe. Der gesamte Eindruck wird von Gummi und Plastik beherrscht. Damit wirkt der Bartschneider nicht ganz so edel wie die Konkurrenz von Panasonic und Philips, was seiner Funktionalität aber keinen Abbruch tut.

Die plakativ beworbene Vakuum-Absaugung funktioniert in der Praxis recht gut, allerdings verschont sie den Nutzer ebenfalls nicht vollständig vor Haarstoppeln im Waschbecken – mindestens einmal durchwischen muss man auch hier immer noch. Der Großteil wird aber tatsächlich abgefangen und landet in einer Auffangkammer im Kopf des Trimmers. Der ist groß genug, um problemlos einige Schneidevorgänge durchzuhalten. Ist er voll, lässt er sich komfortabel im Mülleimer ausklopfen. Dazu kann der Auffangbehälter einfach entnommen werden. Im Gegensatz zum Philips 7520/15 muss man dazu nicht einmal erst den Scherkopf entfernen und der Behälter ist vollständig waschbar – praktisch!

Remington gibt an, dass die Absauge 95 Prozent aller Stoppeln erwischen soll, und erwähnt, dass sich der Wert auf eine Bartlänge von 6 Millimetern bezieht. Schneiden kann der MB6850 allerdings Haare mit einer Länge von bis zu 18 Millimetern. Wir schätzen, dass der Nutzen der Absaugfunktion bei einer solchen Länge rapide sinken dürfte.

Angetan waren wir von den äußerst gleichmäßigen Schnittergebnissen. Gerade zum großflächigen Stützen des kompletten Bartes eignet sich der MB6850 sehr gut. Der beiliegende Detail-Scherkopf war ebenfalls gut brauchbar und liegt nicht weit unter dem des Testsiegers.

Ausgestattet ist der Remington MB6850 ziemlich rudimentär: Neben dem Bartschneider samt Netzteil, einem Scherkamm und dem Präzisionstrimmer liegen noch ein Reinigungspinsel, ein Transportbeutel sowie die obligatorische Anleitung bei. Eine Ladestation oder weitere Aufsätze gibt es hingegen nicht. Die eingestellte Schnittlänge lässt sich seitlich am Kamm ablesen, den man nur mit beiden Händen verstellen kann. Auf eine Digitalanzeige verzichtet das Gerät.

Rudimentäre Ausstattung zum guten Preis

Etwas negativ fiel uns auf, dass der Trimmer während des Betriebs recht laut wird – neben dem Philips BT9297/15 war er der lauteste im Test. Außerdem ist er nicht wasserdicht.

Alles in allem ist der Remington MB6850 unserem Favoriten relativ ähnlich, bietet aber in fast allen Bereichen etwas weniger: Keine Ladestation, kein Display, keine einhändige Bedienung, weniger Akku-Laufzeit, weniger Ruhe. Dafür kostet er auch nur die Hälfte dessen, was Philips für seinen Saugschneider verlangt und kommt ihm bei den Schnittergebnissen dennoch ziemlich nah.

Außerdem getestet

Das »MGK« in Braun MGK7020 steht für »Multigrooming-Kit«. Die Multifunktion realisiert Braun hier mithilfe zahlreicher Aufsätze. Satte acht Stück hat der Barttrimmer davon im Gepäck, genauer gesagt fünf Scherköpfe und drei Kämme – im Test ist das Rekord. Allerdings sind nicht alle davon für die Gesichtspartie vorgesehen, sondern kümmern sich teilweise auch um anderweitige Körperbehaarung.

Bei der Ausstattung klotzt der MGK7020 ordentlich ran und versucht, wirklich jeden Bereich abzudecken – sogar ein klassischer Nassrasierer mitsamt zwei Klingen liegt dem Gerät bei. Der hört auf den Namen Gilette Fusion und ist nicht nur eine nette Dreingabe, sondern tatsächlich ziemlich hochwertig. Wer beim Elektrobetrieb bleiben will, kann neben Körperhaar- und Präzisionstrimmer auch einen Aufsatz für Ohr- und Nasenhaare aufstecken. Der Wechsel der Scherköpfe geht vorbildlich einfach von der Hand und birgt keine große Gefahr, irgendwelche empfindlichen Kleinteile abzubrechen. Diesbezüglich macht Braun alles richtig und liefert das vielleicht beste Aufnahmesystem aller getesteten Modelle.

Der Braun MGK7020 ist hervorragend verarbeitet und liegt sehr gut in der Hand. Gegenüber der Konkurrenz ist er ein gutes Stück kleiner und leichter, was nicht nur auf Reisen zu begrüßen ist. Um das Paket abzurunden, ist er außerdem auch noch wasserdicht und sehr leise im Betrieb.

Leider konnte der Schneider in der Hauptdisziplin, dem gleichmäßigen Trimmen, nicht ganz so gute Ergebnisse abliefern wie die Top-Konkurrenten von Philips und Remington, und die zusätzlichen Scherköpfe zupften mitunter etwas unangenehm an Haut und Haar herum. Außerdem verfügt er nicht über ein Display und auch der genaue Akku-Stand ist nicht in Erfahrung zu bringen.

Unterm Strich ist der Braun MGK7020 ein sehr guter Bartschneider. Wer gesteigerten Wert auf die vielen Funktionen legt, kann ohne Bedenken zugreifen. Alle anderen könnten die vielen, kleinen Einzelteile vielleicht irgendwann nerven.

Der Panasonic ER-GB96 hat sich die Pflege längerer Bärte auf die Fahne geschrieben und schnippelt munter auch bis zu drei Zentimetern Länge – mit Abstand am meisten aller getesteten Modelle.

Der Trimmer ist äußerlich edel aber schlicht gehalten und verzichtet auf eine Digitalanzeige. Stattdessen stehen die entsprechenden Längenangaben auf dem Einstellrad, dass prominent platziert einmal rund um das Gerät läuft. Je nachdem, welcher der drei Kämme gerade auf dem Bartschneider steckt, gilt eine andere der drei abgebildeten Zahlen – das ist zwar praktikabel, aber nicht unbedingt angenehm.

Einen gewöhnlich dimensionierten Bart schneidet der ER-GB96 recht ordentlich, braucht aber mehr Durchgänge als die Spitzengeräte und landet damit im oberen Mittelfeld. Dabei verstrubbelt der Bart allerdings immer wieder und wir erwischten uns dabei, ihn während des Trimmens von Zeit zu Zeit glattzustreichen. Reißen oder Ziehen gab es aber zu keinem Zeitpunkt.

Insgesamt ist der Panasonic ER-GB96 ein grundsolides Gerät, das sich keine großen Fehler erlaubt, aber auch nirgends besonders hervorsticht. Eine Ausnahme bildet er nur für Träger langer Bärte, denn in dieser Disziplin steht der Barttrimmer ziemlich allein auf weitem Feld. Wer sich für einen Kauf entscheidet, macht jedenfalls nichts falsch.

Die Verwandtschaft zum Testsieger sieht man dem Philips BT5502/15 an. Beide Geräte sind etwa gleich groß, gleich schwer und haben ein ähnliches Design. Dass das Modell aus der 5000er-Serie deutlich günstiger ist, merkt man aber ganz klar, denn es wurde um eine ganze Reihe Funktionen erleichtert. So muss man hier sowohl auf eine Ladestation als auch auf ein Display verzichten.

Das Trimmen gelingt dem Bartschneider überdurchschnittlich gut, allerdings macht sich das Fehlen der Saugfunktion des Testsiegers doch bemerkbar. In Sachen Scherköpfe ist er genauso ausgestattet wie unser Favorit und hat neben dem Standardkopf auch einen Präzisionskopf im Gepäck. Zusätzliche Funktionen oder gar verspielten Schnickschnack bietet der Trimmer jedoch nicht.

Die Beine der Scherkämme haben hier ebenfalls dünne Plastikbeinchen, die aber zum Glück immerhin nicht ganz so filigran sind wie beim BT7502/15. Außerdem ist das Gerät im Gegensatz zur teureren Schwester wasserdicht.

Philips hat sich für den BT9297/15 etwas originelles einfallen lassen: Der Bartschneider verfügt über eine Laser-Zielhilfe, die dem Nutzer eine rote Linie auf die Haut zaubert. Der Mechanismus, um ihn herausfahren zu lassen, ist gefedert und es ist auf eine eigenartige Weise äußerst befriedigend, ihn begleitet von einem satten »Klack« rein- und rauszuklicken – bei der Haptik hat Philips ganz klar alles richtig gemacht.

Leider erweist sich die Zielhilfe in der Praxis nicht nur als nutzlos, sondern sogar als störend. Der Laser lenkt zu sehr von der Bartlinie ab und je nachdem, in welchem Winkel man das Gerät hält, schneidet es ohnehin nicht an der Markierung, sondern sonst wo.

Die Verarbeitung des Bartschneiders ist solide, die Schnittergebnisse aber nur mittelmäßig – und darauf kommt es am Ende an. Auch wenn wir viel Spaß mit dem Laser hatten, bleibt er ein Gadget, das kaum jemand im Alltag benutzen wird. Und abseits davon ist der Philips BT9297/15 für das Gebotene einfach zu teuer.

Philips OneBlade Pro QP6520/30

Der Philips OneBlade Pro QP6520/30 ist ein Multigroomer und mit seinem Ansatz der einzige seiner Art im Testfeld. Der Name ist nämlich Programm, denn einerseits setzt das Gerät tatsächlich nur auf eine einzelne Klinge, zum anderen soll das Wunderwerkzeug alle anderen Enthaarungshilfen überflüssig machen – so zumindest die Theorie.

In der Praxis zeigte der OneBlade Pro tatsächlich eine hervorragende Leistung – allerdings nur beim Rasieren, was seine Hauptfähigkeit darstellt. Beim Schneiden von Bärten kommt der wasserdichte Tausendsassa aber nicht an das Niveau der Spezialgeräte heran: Da es nur einen Scherkopf gibt, der außerdem relativ breit ist, sind kleine Stellen schwer zu treffen, ohne umliegende Barthaare in Mitleidenschaft zu ziehen und ein gleichmäßiges Stutzen des gesamten Barts mithilfe des mitgelieferten Aufsatzes will auch nicht so recht gelingen. Mehrfach wiederholtes Durchgehen ist Pflicht und wirklich eben ist der Schnitt danach trotzdem nicht. Zusätzlich erschwert wird das Stutzen zudem durch das wabbelige Rad zum Einstellen der Schnittlänge, das sich auf dem Kamm befindet und zu wenige Zwischenstufen aufweist.

Mit seiner blauen Beleuchtung und den glatten, abgerundeten Oberflächen sieht der Remington MB4700 wirklich hübsch aus. Als besonderes Merkmal verfügt der Bartschneider über ein Touch-Display, was zum restlichen, leicht futuristisch angehauchten Design passt und sich im Beinamen »TouchTech« widerspiegelt.

Schaltet man das Gerät ein, fährt der Kamm bis zur zuletzt eingestellten Schnittlänge heraus – und zwar automatisch, denn der MB4700 hat einen Motor. Leider ist der eher gemächlich und surrt verhältnismäßig laut, was irgendwie nicht so recht zur ansonsten stylischen Hightech-Aufmachung passen will.

Beim Stutzen präsentierte sich der MB4700 als brauchbar, aber nicht berauschend. Man muss damit schon einige Male durch den Bart fahren, bis eine gleichmäßige Länge erreicht ist.

Insgesamt ist der TouchTech in Ordnung, setzt aber stärker auf ein spektakulär anmutendes Äußeres als auf praktische Funktionalität. Die Berührungsbedienung bringt im täglichen Einsatz keinen Nutzen und die Einstellungen gehen mit einem klassischen, mechanischen Drehrad oder Schieberegler schneller von der Hand.

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