Test: Beamer für unter 1.000 Euro – Testsieger BenQ W1090

Testsieger: BenQ W1090

Mit mehr Helligkeit und einem größeren Inbild-Kontrast verweist der BenQ W1090 unseren bisherigen Favoriten, den Epson EH-TW5350 auf Platz zwei. Der bleibt wegen seiner vielseitigen Wireless-Optionen aber weiterhin eine Empfehlung.

Verarbeitung, Zubehör und Installation

Der BenQ verfügt über ein gefälliges Design und passt so optisch noch besser ins Wohnzimmer als der populäre Vorgänger W1070.

Mit dem Zoomfaktor von 1:1,3 darf der BenQ W1090 zwischen 2,3 m und 3 m von der Leinwand entfernt stehen, um noch eine Bildbreite von 2 Metern zu erreichen. Bei leichten Schräglagen verhindert eine Trapez-Korrektur aufkommende Bildverzerrungen automatisch und sehr effektiv.

Schärfe- und Fokus-Ring sind oben im Gehäuse versenkt und stören die schlanke Gehäusefront nicht. Dennoch ist alles gut zugänglich und lässt sich leichtgängig einstellen.

 

Sogar wenn der Beamer zwei bis drei Meter von der Leinwand entfernt steht, ist die Lichtausbeute immer noch sehr hoch, hier schafft er selbst im kalibrierten Eco-Modus noch etwa 20 Prozent mehr als der Epson TW5350. Das kommt ihm auch bei der Projektion von 3D-Inhalten zu gute, schließlich kostet auch der Einsatz einer 3D-Brille immer auch Helligkeit.

Die Brille ist allerdings optional, die war in der knappen Kalkulation des W1090 nicht mehr drin. Ohnehin gehören 3D-Brillen meist erst in Geräten jenseits der 2.000-Euro-Klasse zum Lieferumfang.

Für Anschlusskomfort sorgen neben zwei HDMI-Eingängen, von denen einer MHL-kompatibel ist, die analogen Schnittstellen, die der BenQ von Hause aus mitbringt. Darüber lässt sich ein PC oder eine Spielekonsole anschließen.

Eine komplett drahtlose Übertragung von Bild und Ton wird mit dem optionalen Wireless FHD Kit WDP02 realisiert; der Empfänger kann am W1090 befestigt werden, das Sendemodul darf sogar im Nebenraum stehen und kann den Beamer dennoch drahtlos mit bis zu vier Quellen verbinden – latenzfrei, also ohne Bild-Ton-Versatz und in FullHD-Auflösung.

BenQ W1090 im Praxistest

Der BenQ W1090 kommt ab Werk bereits mit einem hellen hellen Vivid-Preset. Der Blick auf die Leinwand zeigt schon da eine sehr natürliche Farbdarstellung. Die etwas kühle Abstimmung ist auf den Betrieb im Wohnzimmer optimiert. Dasselbe gilt auch für die Lampe im Standardmodus, was für mehr als ausreichend Helligkeit sorgt, selbst wenn das Wohnzimmer kaum abgedunkelt ist.

Um die Lampe zu schonen – der Eco-Modus verlängert die Lebensdauer von 3500 auf 6500 Stunden – stellen wir die Lampe in den Sparmodus. Die Lüftung kann dann ebenfalls runterfahren, was das Betriebsgeräusch deutlich unter die 30 dB Marke senkt. Das Bild wird sichtbar dunkler, aber der Kontrast steigt. Die Farbreproduktion weicht dagegen kaum von der natürlichen Abstimmung ab, die Einstellung der Farbtemperatur auf „warm“ senkt sie etwas mehr in Richtung Wohnzimmerkino.

Ein neues Preset  hat der W1090 ebenfalls bekommen, der Sport-Modus. Er macht die Farben knackiger, außerdem wird das Bild insgesamt kontrastreicher. So lassen sich die Trikot-Farben auf dem Fußballfeld besser voneinander unterscheiden, und auch der Rasen zeigt immer ein sattes Grün.

Diese Einstellung wirkt sich auch auf den Sound des internen oder eines angeschlossenen Lautsprechers aus. Die Sprachverständlichkeit wird optimiert, damit der Sportkommentator auch gut zu verstehen ist.

Verantwortlich dafür ist die Cinema Master Audio+ Schaltung, die dem Klang mithilfe eines Sound-Prozessors nochmal gut auf die Sprünge hilft. Im Audio-Menü des W1090 können nun Voreinstellungen wie Standard, Kino, Musik, Spiel und Sport ausgewählt werden, um die passenden Klangcharakteristika per Knopfdruck abzurufen. Im User-Modus steht ein 5-Band-Equalizer zur Verfügung, nun können Sie den Klang nach Ihren eigenen Vorstellungen einstellen.

Was gibt es für Nachteile?

Der W1090 kann Vieles, allerdings zu diesem Preis natürlich nicht perfekt. Die automatische Trapez-Korrektur funktioniert zwar hervorragend, aber eben nicht als Lensshift, sondern sie kostet je nach Schräglage mehr oder weniger Auflösung. Der W1090 sollte daher nach Möglichkeit akkurat aufgestellt werden, also im richtigen Winkel zur Leinwand.

BenQ W1090 Testspiegel: Was sagen die Anderen?

Aktuell gibt es lediglich einen Test des W1090 in der Heimkino. Dort bekam der Beamer von mir  „ausgezeichneten“ Ergebnis der Note 1,3 in der Oberklasse. Das Preis-Leistungsverhältnis wurde ebenfalls mit sehr gut bewertet (Ausgabe 10/2015):

„Der W1070 hat einen würdigen Nachfolger gefunden, obwohl es sich strenggenommen um eine weitgehende Neukonstruktion handelt. Die guten Eigenschaften des Dauerbrenners hat der W1090 dabei übernommen, sich ein schöneres Gewand gegönnt und hat bei gleicher Lichtleistung an der Lampe gespart. Die Einrichtung geht noch einen Tick leichter vonstatten, und seitens der Tonqualität setzt der W1090 Maßstäbe in dieser Preisklasse. Der UVP liegt übrigens ebenfalls niedriger als seinerzeit beim W1070.“

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BenQ W1090 Preisvergleich

Kommentare

7 Kommentare zu "Der beste Beamer für unter 1.000 Euro"

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Günther Grössing

Ist sogar ein Epson.

Preis wäre auch ok auf Amazon

Hab I a gerade geschaut. Würde gehen. Mal schauen ob ich ihn teste

Patrick Haller

Da Ng

Michael Legel

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