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Der beste Benzin-Rasenmäher

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Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Allegruppe
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben sechs Benzin-Rasenmäher getestet. Der beste ist für uns der Stihl RM 448 PC. Er ist komfortabel bedienbar, sehr gut verarbeitet und als Sprössling eines Markenherstellers hat man bei ihm die Sicherheit, dass es auch noch nach Jahren Ersatzteile gibt.

Benzin-Rasenmäher sind nach wie vor beliebt, trotz ihrer Nachteile wie Lautstärke, Gestank und Wartungsaufwand. Sie sind durchzugsstark und kämpfen sich auch durch nasses, hohes Gras.

Aktuelle Benziner kommen in der Regel mit einem Radantrieb und manche sogar mit einem Elektrostarter – und das schon in der untersten Preisklasse. Was spricht also dagegen, sich für seine 1.000 bis 1.500 Quadratmeter einen bezahlbaren Viertakt-Rasenhelfer zu kaufen?

Benziner sind nicht nur laut, sondern auch relativ wartungsintensiv. Unter Umständen ist für eine kleine Fläche ein Akku-Rasenmäher doch die bessere Wahl. Gute Modelle sind längst den Kinderschuhen entwachsen und nicht so schwachbrüstig, wie man glauben könnte. Auch Rasenmäherroboter machen dem Benzin-Rasenmäher bei derartigen Flächengrößen zunehmend das Terrain streitig.

Die richtige Wahl sind Benzin-Rasenmäher nach wie vor, wenn es um größere Flächen geht und das Gelände anspruchsvoll ist. Hier sind unsere Empfehlungen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Stihl RM 448 PC

Benzin-Rasenmäher Test: Bildschirmfoto 2019 09 05 Um 11.58.29
Höchster Komfort, starke Verarbeitung und mit Ersatzteil-Garantie – für kleine und mittlere Flächen.

Der Stihl RM 448 PC war der komfortabelste Rasenmäher im Test. Durch den rechts liegenden Holm geht der Korb-Wechsel zügig von der Hand. Mit der fixierten, mittleren Geschwindigkeit des Radantriebes ist der 46-Zentimeter-Mäher für kleinere Rasenflächen und Wiesen mit zahlreichen Hindernissen geeignet. Das Gerät eines Markenherstellers gibt die Gewissheit, dass jetzt und in Zukunft Verschleiß- und Ersatzteile verfügbar sind.

Wenn Geld egal ist

Sabo 47-Vario E

Test Benzin-Rasenmäher: Sabo 47-Vario E
Noch mehr Komfort durch stufenlose Geschwindigkeit und Anlasser, erstklassige Verarbeitung und für große Flächen geeignet.

Der Sabo 47-Vario E bringt noch mehr Komfort ins Spiel, allerdings nicht beim Wechsel des Graskorbs, sondern bei der Bewältigung von großen Flächen. Bis 1.400 Quadratmeter sind kein Problem, denn der Radantrieb rollt mit variabler Geschwindigkeit. Außerdem gibt es einen Anlasser. Die Verarbeitungsqualität des Sabo ist deutlich besser als bei den günstigen Einsteigermodellen, dafür kostet er aber auch deutlich mehr.

Gut & Günstig

Grizzly BRM 4613-20 E-Start

Test Benzin-Rasenmäher: Grizzly BRM 4613-20 E-Start
Er bringt Komfort durch seinen Elektrostart, das solide Gehäuse und den durchlässigen Korb mit.

Wer nicht viel ausgeben will und sich mit einer zufriedenstellenden Verarbeitung begnügt, bekommt mit dem Grizzly BRM 4613-20 E-Start ein sehr gut ausgestattetes Modell für wenig Geld. Der 46-Zentimeter-Mäher hat einen E-Starter sowie einen robusten Gewebe-Fangsack und kostet nicht einmal 300 Euro.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & Günstig
Modell Stihl RM 448 PC Sabo 47-Vario E Grizzly BRM 4613-20 E-Start Einhell GC-PM 46/2 S HW-E Fuxtec FX-RM4839P AL-KO 46.8 SP-A Highline
Benzin-Rasenmäher Test: Bildschirmfoto 2019 09 05 Um 11.58.29Test Benzin-Rasenmäher: Sabo 47-Vario ETest Benzin-Rasenmäher: Grizzly BRM 4613-20 E-StartTest Benzin-Rasenmäher: Einhell GC-PM 46/2 S HW-ETest Benzin-Rasenmäher: Fuxtec FX-RM4839PTest Benzin-Rasenmäher: AL-KO 46.8 SP-A Highline
Pro
  • Komfortabel Korb entnehmen
  • Mittlere Geschwindigkeit Radantrieb
  • Für kleine und mittlere Flächen
  • Schnell zusammengeklappt
  • Einfachste Höhenverstellung
  • Vergleichsweise leicht
  • Geschwindigkeit stufenlos
  • Anlasser
  • Erstklassige Verarbeitung
  • Gehäusematerial: Aluminium
  • Für große Flächen
  • Elektrostarter
  • Durchlässiger Gewebe-Korb mit Metall-Rahmen
  • Elektrostarter, Starterbatterie selbstladend
  • Durchlässiger Gewebe-Korb mit Metall-Rahmen
  • Für große, gerade Flächen
  • Mulch-Einsatz und Gras-Auswurf
  • Für große, gerade Flächen
  • Mulch-Einsatz
Contra
  • Korb mit Kunststoff-Nasen
  • Fixierte Geschwindigkeit
  • Zusammengeklappt vergleichsweise groß
  • Hohes Gewicht
  • Teuer
  • Kunststoff-Räder
  • Teilweise schlechte Verarbeitung
  • Hohes Gewicht
  • Batterie lädt nicht im Betrieb
  • Schwache Verarbeitung
  • Radantrieb zu schnell
  • Ohne Antrieb schwer zu schieben
  • Verarbeitung mit Mängeln
  • Radantrieb zu schnell
  • Korbwechsel fummelig
  • Schwache Verarbeitung
  • Wenig Ergonomie
  • Langsamer Radantrieb
  • Spartanische Anleitung
Bester Preis
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Benzin- oder Akku-Rasenmäher?

Sollte man zum Benzin-Rasenmäher greifen oder reicht doch ein Akku-Rasenmäher aus? Wir klären Sie über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Geräte auf.

Benzin-Rasenmäher sind leistungsstark und schaffen viel Fläche. Durch ihren Radantrieb kann man mühelos und stundenlang hinter seinem Rasenmäher hinterherlaufen. Man muss nur hin und wieder den Korb entleeren – oder man mäht gleich mit der Mulch-Funktion.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Stihl248t
Stihl RM 248 T: der Allrounder mit reichlich Komfort für mittlere und große Gärten.

Akku-Rasenmäher eignen sich für kleinere Flächen bis 800 Quadratmeter, die regelmäßig gemäht werden. Je höher, dichter und vielleicht auch feuchter das Gras ist, umso weniger Fläche schafft ein akkubetriebenes Gerät. Muss der Motor bei geringem Bewuchs nur konstant durchlaufen, dann hält eine Akkuladung länger.

Wenn Sie Ihre Nachbarn von den Geräuschen eines Viertakt-Motors verschonen möchten, ist ein Akku-Mäher definitiv die bessere Wahl. Diese Geräte sind deutlich leiser und emittieren keine Abgase.

Für den Akkubetrieb spricht auch die Wartungsfreiheit: Sie müssen kein Öl wechseln bzw. nachfüllen, nicht mit einem stinkenden Benzin-Tank hantieren und erst recht keine Luftfilter bzw. Auspuffanlage reinigen. Sie brauchen auch keine Fachwerkstatt für Ihren Rasenmäher, es gibt also – bis auf Verschleißteile wie Messer und Akku – keine Folgekosten.

Deltafox: gute Frau-Eigenschaften und ordentliche Laufzeit
Deltafox: gute Fahreigenschaften und ordentliche Laufzeit.

Außerdem sind Akku-Geräte deutlich leichter, ihre Konstruktion muss keinen schweren 4-Takt-Motor tragen und dessen Vibrationen aushalten. Akku-Rasenmäher sind daher auch deutlich günstiger.

Dafür sind Benziner leistungsstärker und schaffen auch auf ungepflegten Wiesen viel Fläche. Sie sind zuverlässig und immer einsatzbar, während man bei Akku-Modellen immer erst für einen vollen Batteriespeicher sorgen muss.

Was muss man tanken?

Benzin und Öl sind die Antriebsstoffe für den Rasenmäher. In den Tank der Viertakter kommt im Normalfall ein bleifreier Standard-Kraftstoff mit maximal zehn Prozent Ethanol. Wenn Sie E10 nicht verwenden sollen, dann weist sie der Hersteller im Handbuch explizit darauf hin. Die Tanks sind in der Regel sehr klein: 0,9 bis 1,3 Liter. Füllen Sie also vorsichtig nach, am besten mit einem Trichter, es kann schnell überlaufen.

Das Motoröl wird separat eingefüllt, es sorgt für die Schmierung des Verbrennungsmotors und muss regelmäßig aufgefüllt werden. Einmal jährlich, besonders bei vielen Betriebsstunden, empfiehlt sich ein Motoröl-Wechsel.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Sabovarioe
Sabo 47-Vario E – bleifreies Normalbenzin, bzw. Super-Benzin (Empfehlung einiger Hersteller).

Viele Hersteller empfehlen in den Anleitungen den Motorölwechsel nach den ersten fünf Betriebsstunden. Damit entfernen Sie Metall-Abrieb aus dem Motor. Rasenmäher haben im Normalfall kein Getriebe und benötigen daher kein Getriebeöl.

Wartung

Benzin-Rasenmäher müssen, wie jedes andere Motorgerät, regelmäßig und speziell zum Saisonende gewartet werden. Was Sie hierbei tun müssen, steht in der Anleitung – zumindest in den guten (z.B. von Sabo, Stihl und Fuxtec).

Die typischen Arbeiten bei der Rasenmäher-Inspektion sind: Mähwerk und Schneidwerk reinigen, Motoröl auffüllen und Luftfilter wechseln (bei Bedarf bzw. alle 50 Betriebsstunden).

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Sabovarioe
Sabo 47-Vario E – die Viertakter benötigen 0,4-0,6 Liter Motorenöl.

Die Winter-Inspektion erfordert mehr Aufmerksamkeit. Sie soll verhindern, dass Schmutz, Minusgrade, Korrosion und Treibstoffrückstände den Motor des Benzinmähers schädigen.

So geht man vor: Vergaser vollständig entleeren, dazu bei geschlossenem Benzinhahn den Motor starten und den Mäher so lange laufen lassen, bis der Motor durch Kraftstoffmangel ausgeht. So verhindern Sie ein verharzen des Vergasers

Zum Reinigen des Mähgehäuses nehmen Sie einen alten Handfeger und entfernen Sie pflanzliche Rückstände und Schmutz. Danach mit einem Universal-Öl alle beweglichen Teile (Radlager, Gashebel, Startbügel, …) benetzen. Motor- und Antriebsteile müssen ölfrei bleiben. Ein Stahlblech-Gehäuse kann von innen und von außen mit einem dünnen Ölfilm vor Rost geschützt werden, bei Aluminium oder Gusseisen ist das unnötig.

Die Räder sind üblicherweise kugelgelagert, die Kugellager sollten jährlich mit Wälzlager-Fett nachgefüllt werden. Auch die Zündkerzen müssen gereinigt und der Elektrodenabstand eingestellt werden.

Stumpfe Messer reißen Halme mehr entzwei als sie zu zerschneiden. Das Ergebnis sind ausgefranste Grashalme, die austrocknen und deren Spitzen sich grau verfärben. Das Schärfen der Messer übernimmt ein Fachhändler oder ein Schlosser für Sie. Mit etwas Geschick und einer (Nass-)Schleifmaschine kann man die Arbeit aber auch selbst erledigen. Wichtig ist das Gleichgewicht, beide Seiten des Messers müssen dasselbe Gewicht haben, sonst entsteht eine Unwucht, die das Motorlager schädigen kann.

Sie können die Messer vom Fachmann schärfen lassen oder selbst Hand anlegen

Mit einem Nagel oder einer runden Schraubendreherklinge kann man die Balance der Klinge nach dem Schärfen prüfen. Neigt sich eine Seite nach unten, müssen Sie auf dieser Seite noch etwas Metall abnehmen, bis ein Gleichgewicht herrscht.

Wenn eine Starter-Batterie vorhanden ist, muss diese voll aufgeladen frostfrei gelagert werden. Perfekt ist es, wenn die Batterie den ganzen Winter über an einem kleinen Erhaltungs-Ladegerät angeschlossen bleibt.

Bei einem Neu-Gerät empfiehlt es sich, nach zehn Betriebsstunden alle Verschraubungen auf festen Sitz zu prüfen. Außerdem sollten Sie Lüfter, Messerkupplung und Lüftergehäuse auf Verschleiß und korrekten Sitz prüfen.

Wie oft Rasen mähen?

Während der Saison von März bis Oktober empfehlen wir einen Schnitt pro Woche. Im Wachstumshoch im Mai und Juni können es auch mehrere Schnitte sein.

Innerhalb der Saison von März bis November können Sie prinzipiell jederzeit den Rasen mähen, er sollte dabei jedoch trocken sein. Wann und wie oft Sie mähen, ist auch abhängig von dem jeweiligen Rasen-Typ. Gebrauchs- oder der Zierrasenflächen benötigen ein bis zwei Schnitte pro Woche, pflegeleichte Kräuterrasen genügen sich mit sechs bis zehn Schnitten pro Jahr.

Benzin-Rasenmäher Test: Tippsrasenmaehen
Wie oft sollte man den Rasenmähen? Quelle: meine-rasenwelt.de.

Mulchen

Sie können mit dem Rasenschnitt nichts anfangen? Dann lassen Sie das Gras doch gleich auf der Fläche, es verrottet und dient als Dünger. Das funktioniert aber nur, wenn der Bewuchs nicht schon 30 Zentimeter hoch und sehr dicht ist. In diesem Fall würde einfach nur Heu entstehen, das dem darunter liegenden Rasen das Licht nimmt.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Alko468
AL-KO 46.8 SP-A Highline – Ein Mulch-Einsatz blockiert den Gras-Auswurf, das Schnittgut bleibt auf der Fläche liegen.

Einige Rasenmäher-Modelle bringen eine Mulch-Funktion mit: Dabei handelt es sich oft nur um einen Mulchstopfen, der in die Auswurf-Öffnung gesetzt wird. Man fährt dann also ohne Grasfang-Korb und der Schnitt bleibt auf der Fläche liegen. Einige wenige Modelle (z.B. Fuxtec) haben noch einen seitlichen Auswurf für den Schnitt.

Richtiges Mulchen, auch bei hohem Gras, gelingt mit solchen Mulchstopfen nicht. Bei Sabo z.B. ist im Mulch-Kit ein zweites Messer enthalten. Diese Doppelmesser zerkleinern den Schnitt zusätzlich, so kann das Gras schneller austrocknen und verrotten. Die Mulch-Kits bei Fuxtec und AL-KO sind also suboptimal, sie funktionieren in der Praxis nur, wenn der Rasen häufig gemäht wird.

So haben wir getestet

Für den Test haben wir uns sechs Benzin-Rasenmäher vom jeweiligen Hersteller schicken lassen. Stihl haben wir über den Fachhändler bezogen. Die Geräte wurden uns leihweise kostenlos für den Test zur Verfügung gestellt. Alle Modelle sind mit einem Radantrieb bestückt, das ist inzwischen ein Standard.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Allegruppe
Alle sechs Benzin-Rasenmäher im Test 09/2019.

Wir haben uns ein Modell vom Gartengeräte-Marktführer Stihl als auch von der Qualitätsmarke Sabo (John Deere) beschafft. Beide zeigen, welche Materialqualität bzw. welcher Bedien-Komfort im Preisbereich zwischen 500 und 1000 Euro möglich ist. Einhell, AL-KO, Fuxtec und Grizzly decken das Budget-Segment zwischen 250 und 400 Euro ab, sie sind sogenannte »Baumarkt-Ware«.

Günstige Modelle locken mit Feature-Highlights

Die günstigen Modelle geizen nicht mit Feature-Highlights, so hat ein 300-Euro-Grizzly bereits einen Elektro-Starter an Bord, den wir beim 580-Euro-Stihl nicht finden. Bei Fuxtec ist das Mulch-Kit mit seitlichen Grasauswurf inklusive, das muss man bei Stihl und Sabo separat erwerben.

Für den Test haben eine große, trockene Wiese als Testfläche genutzt. Die Hartgräser waren schon sehr groß, hier wären Akku-Rasenmäher schnell in die Knie gegangen. Die Benziner hatten damit kein Problem. Dank kräftigem Durchzug und Radantrieb schoben sie sich allesamt eifrig durch das trockene Gras.

Die Grasfang-Säcke bzw. Körbe waren durch das hohe Gras sehr schnell gefüllt. Wir haben in einem zweiten Arbeitsgang die Mulch-Funktion, sofern vorhanden, ausprobiert.

Benzin-Rasenmäher benötigen ein steifes, solides Chassis, denn es muss den schweren Viertakt-Motor tragen und dessen Vibration aushalten. Daher haben wir genau auf die Verarbeitung geschaut. Die Gehäuse bestehen entweder aus lackiertem Stahlblech, aus Aluminium, aus Polymer-Kunststoff oder aus Grauguss.

Auch die Anbauteile, wie der Führungsholm und die Bedien-Gestänge für Gas und Radantrieb haben wir uns genau angesehen. Hier gibt es enorme Unterschiede in der Qualität: Das AL-KO-Modell haben wir im Betrieb einmal auf die Seite gelegt und schon war die komplette Armatur abgefallen. Sie ist einfach in den Holm eingesteckt und wenn sich der etwas verzieht, fällt sie heraus.

Das geringste Gewicht haben die Modelle aus Kunststoff, in diesem Fall nur Stihl. Der RM 448 PC war fast zehn Kilo leichter als der Durchschnitt der übrigen fünf Geräte.

Außerdem haben wir den Bedienkomfort bewertet. Wie zügig geht das Ein- und Ausrasten des Korbes vonstatten? Wie schnell können wir den Mäher zusammenklappen (Parkzustand)? Wie einfach ist der Start des Rasenmähers? Hier sind die drei Modelle mit Elektrostarter im Vorteil.

Nicht zuletzt wollten wir wissen: Wie viel Fläche und Arbeitsleistung schafft das Gerät? Wer eine große Wiese hat, will nicht im Schneckentempo, sondern zügig darüber hinweg fahren. Ein Radantrieb ist schön und gut, doch wenn der nur im Schneckentempo zieht oder in mittlerer Geschwindigkeit, dann ist man schnell genervt.

Hier sind die Geräte mit variabler Geschwindigkeit im Vorteil, denn sie können sowohl langsam um Hindernisse und schnell auf ebener Fläche fahren. Das bringt die größtmögliche Produktivität. Fuxtec und Einhell fahren mit fixer Geschwindigkeit zu schnell, das nützt zwar für große Flächen, doch um kleine Hindernisse kommen wir nur ohne den Radantrieb.

Benzin-Rasenmäher Test: Benzinmaeher Stihl248t

Testsieger: Stihl RM 448 PC

Der beste Benzin-Rasenmäher für den Einsatz in kleinen und mittleren Gärten ist der Stihl RM 448 PC. Es arbeitet sich mit ihm sehr komfortabel und der Radantrieb schiebt sich auch durch hohes Gras. Zwar ist der Rasenmäher etwas teurer, in unseren Augen ist die Qualität und der höhere Komfort den Aufpreis von 100 bis 250 Euro aber auf jeden Fall wert.

Testsieger

Stihl RM 448 PC

Benzin-Rasenmäher Test: Bildschirmfoto 2019 09 05 Um 11.58.29
Höchster Komfort, starke Verarbeitung und mit Ersatzteil-Garantie – für kleine und mittlere Flächen.

Der 3-PS-OHV-Motor hat auch mit hohen Hartgräsern kein Problem, unaufhaltsam und spurgenau arbeitete sich der Stihl durch das hohe Gras. Der Fangkorb war ruckzuck immer wieder voll. Umso angenehmer, dass er am Mono-Komfortlenker zügig zu entnehmen ist. Das Gras fällt da schneller raus als bei der Konkurrenz, denn der Korb war der einzige im Test, der aufgeklappt werden kann. Sie müssen also nicht wie ein Verrückter schütteln, damit störrisches Gras aus der Öffnung fällt.

Die zentrale Schnitthöhenverstellung ist ungewöhnlich gelöst, aber sehr komfortabel. Durch die Feder-Unterstützung muss man am Tragegriff einfach den Hebel ziehen und dann das Gerät als Ganzes herunterdrücken oder nach oben ziehen. So stellt man mehrstufig die gewünschte Schnitthöhe ein.

Der Motor mit Leichtstartsystem (ReadyStart) kann auf einen Choke-Hebel verzichten. Er startet bei Kaltstart als auch bei Warmstart zuverlässig und mit minimalem Kraftaufwand. Elektrostarter gibt es bei Stihl auch, dazu muss man aber tiefer in die Tasche greifen.

Auf Wunsch lässt sich der Benzin-Rasenmäher von Stihl mit dem passenden Mulch-Kit zum Multimäher umrüsten. Dieses Set von Stihl kommt mit einem zweiten Messer.

Verarbeitung

Das leichte Polymer-Kunststoffgehäuse ist schlagfest und widerstandsfähig gegenüber Hitze und UV-Strahlung. Dieses Gehäuse ist eine ganz andere Hausnummer als die vielen PE-Kunststoffgehäuse der Akku-Rasenmäher. Polyethylen ist nicht UV-stabil und auch nicht schlagfest. Unter dem Polymergehäuse befindet sich verdeckt ein Rahmen aus Stahlblech. Der trägt den schweren Motor und sorgt für Verwindungssteifigkeit.

Polymerkunststoff ist robuster als Polyethylen

Sowohl der Holm als auch die Anbauteile sind exzellent befestigt, hier wackelt nichts. Gleiches gilt für die gummierten Räder. Diese sind kugelgelagert.

Bedienung und Komfort

Der RM 448 PC verbindet gute Verarbeitung mit innovativen technischen Details. Sein Mono-Komfortlenker lässt sich in zwei Stufen verstellen und ermöglicht die werkzeuglose Anpassung der Arbeitshöhe an die Körpergröße.

Zudem kann man den Lenker mit einem Handgriff in Richtung des Geräts umklappen, so hat man binnen Sekunden die platzsparende Parkposition hergestellt. Die Parkposition ist die mit der geringsten Höhe im Testfeld: Zusammengeklappt kommen wir gerade mal auf 57 Zentimeter, die anderen Modelle liegen bei 61 bis 75 Zentimetern Verstauhöhe.

Der Rasenmäher ist für den Transport als auch für die Verladung mit Tragegriffen ausgestattet. Die Tragegriffe eignen sich als Verzurrösen, um den Rasenmäher beim Transport mit einem Gurt zu fixieren. Und nicht zuletzt: Ein Stihl-Rasenmäher wird fertig montiert vom Fachhändler ausgegeben, mit Öl und Benzin bestückt. Sie müssen also nicht zum Schraubendreher greifen, um irgendwelche Anbauteile zu befestigen.

Nachteile?

Der Stihl RM 448 PC eignet sich für kleine und mittelgroße Rasenflächen oder Wiesen bis 1200 Quadratmeter. Der Radantrieb trottet mit einer mittleren Geschwindigkeit vor sich hin, wer zügig eine große Fläche abarbeiten möchte, wird sich eine höhere Geschwindigkeit wünschen. In diesem Fall könnten Sie auf ein Stihl-Modell mit variabler Geschwindigkeit zurückgreifen, zum Beispiel dem RM 545 VM für 900 Euro.

Stihl RM 448 PC im Testspiegel

Vom Stihl RM 448 PC gibt es leider keine weiteren Testberichte. Sollten welche erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Der Testsieger ist das beste Gerät für die meisten. Allerdings gibt es auch weitere Geräte für den großen und kleinen Geldbeutel, die man in Betracht ziehen könnte. Hier sind unsere Alternativen.

Wenn Geld egal ist

Sabo 47-Vario E

Test Benzin-Rasenmäher: Sabo 47-Vario E
Noch mehr Komfort durch stufenlose Geschwindigkeit und Anlasser, erstklassige Verarbeitung und für große Flächen geeignet.

Noch mehr Komfort als unser Testsieger biertet der Sabo 47-Vario E: Das Modell hat einen Elektrostarter sowie einen stufenlosen Radantrieb. So kann man variabel mit zwischen 2,7 und 4,3 Kilometern pro Stunde arbeiten. Damit eignet sich der 47-Zentimeter-Mäher für Flächen mit vielen Hindernissen und für große, einfache Flächen gleichermaßen. In der langsamen Geschwindigkeit kann man exakt um Hausecken, Zaunpfeiler, Büsche oder Blumenvasen herumfahren.

Der schwere Rasenmäher glänzt bei der Verarbeitung: Das Gehäuse besteht als einziges im Testfeld aus Aluminium. Das sorgt zwar nicht für ein niedriges Gewicht, doch es ist damit rostfrei (gegenüber Stahlblech). Alle Anbauteile sitzen fest an ihrem Platz und machen einen hochwertigen, langlebigen Eindruck. Diese Konstruktion wird ausgedehnte Arbeitseinsätze spielend überstehen.

Der Rasenmäher wird mit einer ausführlichen Bedienungsanleitung geliefert, hier sind auch die Wartungsintervalle bis ins kleinste Detail beschrieben. Ein Mulch-Kit gibt es für den Sabo ebenfalls, es enthält einen Stopfen und ein zweites Messer. Durch das Doppelmesser wird auch längeres Gras zerkleinert, so kann es schneller auf der Fläche vertrocknen.

Günstig ist der Sabo 47-Vario E mit gut 1.000 Euro nicht. Man kann etwas am Preis drehen, indem man auf die Elektrostart-Funktion verzichten, dann heißt das Modell 47-Vario und kostet knapp 930 Euro. Das ist immer noch viel Geld, aber dafür bekommt man auch ein sehr solides Gerät, das auch für größere Flächen einsetzbar ist.

Gut & Günstig

Grizzly BRM 4613-20 E-Start

Test Benzin-Rasenmäher: Grizzly BRM 4613-20 E-Start
Er bringt Komfort durch seinen Elektrostart, das solide Gehäuse und den durchlässigen Korb mit.

Unsere Preis-Leistungs-Empfehlung geht an den Grizzly BRM 4613-20 E-Start. Für kleines Geld gibt es das übliche, lackierte Stahlblechgehäuse. Der Hersteller hat auf wacklige Kunststoff-Anbauteile weitestgehend verzichtet, dadurch ist das Chassis ziemlich solide.

Leider gilt das nicht für die Batterie-Halterung, an der sich auch der Starter-Knopf befindet. Diese Plastik-Konstruktion am Lenk-Gestänge macht einen ziemlich fragilen Eindruck. Aber immerhin, ein Elektrostarter ist das Vorzeigemerkmal zu diesem Preis.

Leider wird die Batterie des Starters nicht im Mähbetrieb aufgeladen und der Motor hat auch keine Lichtmaschine. Das heißt, Sie müssen die Batterie von Zeit zu Zeit mit einem Netzteil manuell laden.

Ein positives Merkmal des Grizzly ist der durchlässige Gewebekorb mit Metall-Rahmen. Der ist im Prinzip baugleich mit Sabo und Einhell. Den Füllstand erkennt der Bediener an einem Gewebe-Band, dass bei leerem Sack durch den Luftstrom angehoben wird. Liegt es plan auf, ist der Sack voll. Die Einhängung aus Metall ist stabil.

Der Grizzly BRM 4613-20 E-Start gefällt uns auch deshalb, weil sein Antrieb eine mittlere Geschwindigkeit hat. Dadurch eignet er sich auch für Flächen mit vielen Hindernissen, die langsam umfahren werden wollen. Große Flächen bereiten damit weniger Freude. Leider hat der Grizzly nur Kunststoffräder, die klappern und knirschen mächtig, wenn wir ihn mal über Asphalt schieben.

Unterm Strich ist der Grizzly BRM 4613-20 E-Start eine Überlegung wert, wenn Sie wenig Geld ausgeben möchten, eine überschaubare Fläche mit Hindernissen haben und Sie sich einen Elektrostarter wünschen.

Außerdem getestet

Einhell GC-PM 46/2 S HW-E

Der Einhell GC-PM 46/2 S HW-E hat ebenfalls einen schnellen Radantrieb, der ihn für Flächen mit vielen Hindernissen unattraktiv macht. Der wacklige Holm und der billig wirkende Kunststoffkorb machen die Verarbeitung nicht zu seinen Stärken. Außerdem ist das Gerät ohne Antrieb ungewöhnlich schwer zu schieben. Bei den anderen Geräten entkoppelt der Radantrieb viel besser. Ein Vorteil des Einhell ist natürlich sein Elektrostarter, wobei hier die Batterie solide in einer Box in der Nähe des Motors befestigt ist. Positiv: Die Batterie wird im Mähbetrieb aufgeladen! Der Grasfang besteht aus einem durchlässigen Sack mit Metallrahmen. Die Füllstandsanzeige ist ebenso zuverlässig gelöst.

Der Fuxtec FX-RM4839P zeichnet sich durch seinen schnellen Radantrieb aus: Größere Flächen können Sie damit ruckzuck bewältigen, allerdings haben Sie bei Hindernissen ein Problem, da müssen Sie dann nämlich ohne Radantrieb herumschieben. Der Mäher bewegt sich mit Antrieb zu schnell, um Kurven um kleine Hindernisse zu fahren. Die Verarbeitung ist leider von Mängeln geprägt: Wir erlebten einen sehr billig wirkenden Kunststoff-Korb sowie eine verkantete Klemmschraube am Holm. Der Korb lässt sich zudem ziemlich fummelig einsetzen. Der Mulch-Einsatz mit seitlichem Grasauswurf gehört zu den Vorteilen des Geräts, allerdings funktioniert das Mulchen auch wieder nur bei relativ kurzem Gras.

AL-KO 46.8 SP-A Highline

Der AL-KO 46.8 SP-A Highline verbindet eine schwache Verarbeitung mit einem langsamen Radantrieb. Dadurch eignet er sich nur für kleine Flächen. Die vom Hersteller angegebenen 1.400 Quadratmeter möchten wir nicht in diesem Schneckentempo abarbeiten müssen. Bei der Ergonomie gibt es wenig Gutes: Das Gerät hat keine Griffe zum Tragen sowie keine Höhenverstellung am Holm. Das Mulch-Kit ist die suboptimale Variante, die nur aus einem Stopfen besteht. Bei hohem Gras funktioniert sie nicht. Leider ist das Armaturgestänge sehr schlecht befestigt: Im Test ist es uns einmal abgefallen.

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