Der beste Bewässerungs­computer

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Bewässerungscomputer im Test: v. links nach rechts - Plant it, Orbit, Gardena EasyControl, Kärcher, Gardena Smart

Der beste Bewässerungscomputer ist der Gardena EasyControl. Er ist solide, günstig, einfach bedienbar und kann zusätzlich mit Bodenfeuchte- oder Regensensor erweitert werden. Er mindert den Druck von allen Magnetventil-Bewässerungsuhren am wenigsten, damit können sowohl Flächenregner und auch eine Tropfbewässerung angeschlossen werden.

Es ist heiß gewesen und Ihr Garten schreit nach Wasser, aber Sie würden lieber in den Biergarten gehen oder sind sogar im Urlaub und können sich nicht kümmern? Dann ist ein Bewässerungscomputer die Lösung. Es gibt verschiedene Varianten, je nachdem, wie groß der Garten ist und was alles gegossen werden soll.

Wir haben uns fünf verschiedene Bewässerungscomputer angesehen und getestet. Preislich lagen sie zwischen günstigen 25 und sehr teuren 400 Euro. In diesem Fall ist teuer nicht gleich auch besser gewesen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Gardena EasyControl

Der beste Bewässerungscomputer ist für uns der Gardena EasyControl. Er ist solide und günstig sowie schnell und einfach bedienbar. Er mindert den Druck von allen Bewässerungsuhren mit Magnetventil am wenigsten, somit können sowohl kleine Flächenregner als auch eine Tropfbewässerung angeschlossen werden.

Zusätzlich kann Gardena EasyControl mit Bodenfeuchte- und oder Regensensor erweitert werden, das bietet kein anderes Gerät dieser Preisklasse.

Duale Lösung

Orbit Buddy II

Test Bewässerungscomputer: Orbit 94148 Buddy II
Intuitive Zeit-Einstellung im Drehwahl-Prinzip. Für Bewässerung mit geringem Druckbedarf.

Mit dem Orbit 94148 Buddy II bekommen Sie einen sehr gut verarbeiteten und intuitiv zu bedienenden Bewässerungs-Computer. Kein Schnickschnack, sondern einfach das, was man braucht.

Ein Nachteil ist leider, dass er durch das Magnetventil einiges an Druck verliert – das haben allerdings alle Bewässerungscomputer mehr oder weniger stark. Eine Ausnahme ist der Plant it. Wenn Sie sowieso nur eine Tropfbewässerung brauchen oder mit kleinen Sprinklern arbeiten, dann ist der Buddy II eine gute Lösung.

Für Regentonnen

Plant it 01-045-125 Bewässerungsuhr

Test Bewässerungscomputer: Plant it 01-045-125 Bewässerungsuhr
Ohne Magnetventil lässt es anliegenden Druck oder auch das Wasser der Regentonne ungebremst hindurch.

Wer die Regentonne als Wasserquelle nutzen will, der ist mit der Plant it 01-045-125 Bewässerungsuhr sicher zufrieden. Sie hat kein Magnetventil, was bedeutet, dass kein Druck seitens der Zapfstelle nötig ist und somit auch nicht verloren gehen kann. Die Plant it kann also gut als Flächenregner eingesetzt werden.

Nachteil: Sie macht einen ziemlich fragilen Eindruck und hält wohl nicht mehrere Saisonen im Garten durch. Außerdem hat sie kein Display, was die Bedienung etwas erschwert. Dafür ist sie die günstigste Bewässerungsuhr im Test.

Smart

GARDENA smart Sensor Control Set 19102-20

Eine sehr moderne, aber auch teure Lösung verspricht Gardena mit dem Smart Sensor Control-Set. Router, Regensensor und Wassertimer kosten im Set satte 400 Euro. Die Wasseruhr kann ausschließlich über den Router gesteuert werden, ein Display gibt es nicht. Am Anfang hatten wir mit Verbindungsschwierigkeiten zu kämpfen, doch als es funktionierte machte es seinen Job gut.

Wenn Sie Freude an Technik haben, dann ist das Smart Sensor Control-Set sicher eine gute Idee, doch der Preis wird wohl viele abschrecken.

Vergleichstabelle

TestsiegerDuale LösungFür RegentonnenSmart
Modell Gardena EasyControl Orbit Buddy II Plant it 01-045-125 Bewässerungsuhr GARDENA smart Sensor Control Set 19102-20 Kärcher WT4
Test Bewässerungs­computer: Gardena EasyControlTest Bewässerungscomputer: Orbit 94148 Buddy IITest Bewässerungscomputer: Plant it 01-045-125 BewässerungsuhrTest Bewässerungscomputer: GARDENA smart Sensor Control Set 19102-20Test Bewässerungs­computer: Kärcher WT4
Pro
  • Unkomplizierte Bedienung
  • Kann mit Bodenfeuchte- und Regensensor ausgestattet werden
  • Günstig
  • Sehr intuitives Drehwahlprinzip
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr günstig
  • Ohne Druckminderung
  • Gute Bewässerungsleistung
  • Interessant mit anderen smarten Gardena-Geräten
  • Relativ günstig
Contra
  • Mindert den Druck
  • Mindert den Druck
  • Nur für Tropfbewässerung geeignet
  • Fragil und billig verarbeitet
  • Netzwerkprobleme
  • Sehr teuer
  • Starke Druckminderung
  • Mühsame Zeiteinstellung
Bester Preis
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So haben wir getestet

Wir haben fünf verschiedene Bewässerungscomputer getestet. Das günstigste Gerät kostete rund 25 Euro, das teuerste Set schlug mit fast 400 Euro zu Buche. Doch ausgerechnet das teure Gardena Smart Sensor Control Set überzeugte uns im Test nicht. Der günstigere Easy Control von Gardena wurde dagegen unser Testsieger. Weitere Geräte im Test waren die PlantIt Bewässerungsuhr, der Orbit Buddy II und der Kaercher WT4.

Die getesteten Bewässerungscomputer sind vor allem für kleinere Zier-, Misch- oder Nutzgärten geeignet. Für die Bewässerung von mittleren oder großen Gärten eignen sich die Bewässerungscomputer nur in Verbindung mit mehreren Zapfstellen und mehreren Bewässerungscomputern, da der Wasserdruck über einen einzelnen Bewässerungscomputer nicht ausreichend sein wird.

Die Installation, drei Bewässerungscomputer an einer Verteilung, Betrieb zu unterschiedlichen Zeiten
Die Installation: Drei Bewässerungscomputer an einer Verteilung, Betrieb zu unterschiedlichen Zeiten.

Wir haben den praktischen Test an einer Gartenwasser-Installation ausgeführt, bei der der hohe Druck einer Hauswasser-Installation ungemindert ankommt. Ein ¾-Zoll Schlauch (Geka) führte das Wasser an eine 5-fach Verteilung in ½-Zoll heran. Durch diese Konstruktion kam so viel Druck an, dass die Gardena-Schlauchanschlüsse kurz vor dem Bersten waren. Mehr Druck geht also nicht.

Flexible Gießhilfe

Bewässerungscomputer sind praktisch, denn sie nehmen einem das regelmäßige Gießen des Gartens ab. Das ist nicht nur dann hilfreich, wenn man in den Urlaub fährt, sondern spart auch sonst Arbeit.

Bewässerungscomputer werden an die Gartenwasser-Zapfstelle angeschlossen. Programmgesteuert gibt der Bewässerungscomputer das Ventil eine Zeit lang frei, wodurch der angeschlossene Bewässerungsstrang mit Sprinkler, Regner, Tropfschlauch etc. betrieben wird.

Bewässerungsuhren mit zwei Anschlüssen eignen sich für komplexere Systeme, etwa wenn drei Stränge Tropfschlauch und ein Impulsregner automatisiert betrieben werden sollen. Die Bewässerung erfolgt niemals gleichzeitig, sondern immer nur für den einen oder den anderen Ausgang. Im Handel gibt es verschiedene Modelle, die zwei Anschlüsse haben. Etwa das Schwestermodell des Testsiegers Gardena 1874-20 MultiControl duo oder der Kärcher SensoTimer ST6 Duo eco!ogic mit zwei Bodenfeuchtsensoren.

Testsieger EasyControl für die Feinabeit, Plant it für die grobe Fläche.
Testsieger EasyControl für die Feinabeit, Plant it für die grobe Fläche.

Bewässerungsuhren sind dagegen mechanische Lösungen ähnlich der Küchenuhr fürs Backen. Hier wird eine Zeit »aufgezogen«, z. B. 60 Minuten und solange liefert das Ventil Wasser. Solche Uhren sind für alle geeignet, die öfter mal vergessen den Wasserhahn wieder zu schließen. Regelmäßig nach einem voreingestellten Zeitplan bewässern können sie aber nicht. Daher haben wir uns in diesem Test auf Bewässerungscomputer beschränkt.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Die Größe des Gartens beziehungsweise die zu beregnenden Nutzflächen bestimmen, wie viele Wasser-Timer zum Einsatz kommen sollten. Wenn Sie noch keine Regner oder Tropfschläuche installiert haben, sollten Sie zuerst diesen Teil der Installation planen bzw. in Betrieb nehmen. Erst dann wissen Sie, was für einen Bewässerungscomputer Sie brauchen – und wie viele.

Auf den Wasserdruck kommt es an

Denn Sie können eine komplexere Bewässerung, die aus zwei Flächenregnern, einem Impulsregner und vier Strängen Tropfschlauch besteht, nicht mit einem einzelnen Gerät steuern. Der Grund dafür: Der Druckverlust durch die Wasseruhr aber auch die Aufgliederung in zu viele Leitungsstränge ist schnell zu groß. Der Flächenregner sprüht dann nur ein paar Meter weit, der Impulsregner kommt über einen Meter nicht hinaus.

Für eine komplexe Bewässerung sind mehrere Bewässerungscomputer notwendig

Rechteck-/Viereck-Regner, Kreisregner, Sprinkler, Sektoren-Regner oder wie sie alle heißen – sie alle brauchen Druck auf dem Schlauch. Solche Regner können man nur einzeln betreiben, erst recht an einem Wassercomputer.

Impulsregner /Sektorenregner benötigen schon etwas mehr Druck
Impulsregner /Sektorenregner benötigen viel Druck.

Bei allen Bewässerungsarten, wo das Wasser nur langsam plätschert oder sich durch eine Membran drückt, kommt man auch mit wenig Druck gut zurecht. Das ist zum Beispiel bei Tropf- oder Perlschläuchen, Schlauch-Regnern oder Micro-Drips der Fall.

Kleine Kreisregner benötigen nicht viel Druck
Kleine Kreisregner benötigen nicht viel Druck.

Zapfstelle oder Regentonne?

Plant it 01-045-125: mit Schutzfilter für Betrieb mit Regentonne.
Plant it 01-045-125: mit Schutzfilter für Betrieb mit Regentonne.

Der Betriebsdruck für Bewässerungscomputer muss typischerweise zwischen 0,5 und 13 Bar liegen, die Regentonne fällt damit als Wasserquelle aus. Für sie sind mechanische Wasseruhren oder aber die von uns ebenfalls getestete Plant it Bewässerungsuhr eine Alternative. Sie bringt auch einen Schmutzfilter mit.

Überwinterung

Ventil- und Steuereinheit mit Batterie müssen vor dem Winter abgebaut und frostsicher gelagert werden. Die Hersteller weisen darauf in den Anleitungen hin. Das komplette Gerät muss also wieder abgebaut werden.

Verlegte Tropfschläuche und Bewässerungsleitungen können aber den Winter über draußen bleiben. Wichtig ist dabei nur, dass die Leitungen leer sind, sonst kann gefrierendes Wasser sie sprengen.

 

Gardena EasyControl: Überzeugend einfach

Testsieger: Gardena EasyControl

Der beste Bewässerungscomputer ist für uns der Gardena EasyControl. Das kompakte, solide Gehäuse wird viele Sommer überstehen. Praktisch ist das abnehmbare Bedienteil: Selbst wenn sich die Zapfstelle an einem schwer zugänglichen oder dunklen Ort befindet, kann man den Computer so bequem programmieren und anschließend montieren.

Testsieger

Gardena EasyControl

Gardena verzichtet auf das Anlegen einer Systemzeit und arbeitet mit Beregnungsdauer, Zyklus und Wiederholungen. Am Ende wird noch eine Verzögerung bis zum Start eingestellt und schon geht es los.

Der Gardena EasyControl kann wahlweise mit Bodenfeuchte- (Gardena 1188-20) oder Regensensor (Gardena 1189-20) erweitert werden. Damit können ab einer bestimmten Bodenfeuchtigkeit und/oder während eines Niederschlags Beregnungsintervalle übersprungen werden.

Inbetriebnahme

Der EasyControl überzeugt unter anderem mit seinem schnellen, unkomplizierten Setup. Nach 10 Minuten ist die Uhr am Platz, der 9V-Block eingelegt und sogar die Zeitintervalle haben wir schon eingestellt. Die Anleitung handelt das Thema Zeiteinstellung ausführlich ab. Gardena legt Adapter bei, so können sowohl ½-Zoll als auch ¾-Zoll Auslaufventile angeschlossen werden.

Schnelle und einfache Inbetriebnahme

Auch bei Kärcher und Orbit ist die Installation schnell geschafft. Während Kärcher ebenfalls Adapter beilegt, ist Orbit allerdings nur für ½-Zoll startklar.

Weniger einfach ging es mit dem smarten Schwestermodell von Gardena, dem Smart Water Control. Der Bewässerungscomputer an sich ist ebenso schnell angeschraubt, doch die Verbindung zum Smartphone schafften wir erst nach zwei Tagen nach Rücksprache mit dem Support.

Setting Bewässerungszeiten

Gardenas EasyControl verzichtet auf eine Systemzeit. Statt auf feste Uhrzeiten für die Beregnung setzt das Gerät auf Dauer, Zyklus (Tag/Häufigkeit) und Verzögerungen. Ein Beispiel: 3 x 15 Minuten Beregnung im Abstand von acht Stunden, alle zwei Tage und Start mit einer Verzögerung von fünf Stunden. Die Verzögerung setzen wir, um die Bewässerung bspw. in die Morgenstunden oder die Nacht zu bringen.

Gardena EasyControl: Simple, schnelle Menueführung
Gardena EasyControl: Simple und schnelle Menüführung.

Wenn Sie mal länger überlegen wollen: Die Bedienteile von Gardena EasyControl und Kärcher sind abnehmbar, Sie können sich zur Einrichtung also auf die Bank setzen und müssen nicht vor der Zapfstelle hocken.

Mit der Smartphone-App des Gardena Smart Water Control klappt das natürlich auch. Ohne abnehmbare Bedieneinheiten kommen Orbit und PlantIt aus. Die Buddy II von Orbit glänzt dafür mit einer durchdachten Steuerung mittels Dreh-Menü für die beiden Ventile. Uhrzeit, Startzeit, Häufigkeit und Bewässerungsdauer werden zeitgleich für beide Ventile eingestellt. Mit der Ventil-Taste wechselt man zwischen den Ventilen.

Garten-Test

An der Wasser-Verteilung durften die Bewässerungscomputer zeigen, wie gut sie funktionieren. Das meisterten alle Computer ohne Tadel, eine Problematik tat sich aber unverhofft auf: Trotz des hohen Drucks von unserer Verteilung dümpelte bei Orbit und Kärcher aus dem Flächen-Regner nur ein schwacher Wasserstrahl. Testsieger EasyControl hatte die geringste Druckminderung, der Regner arbeitete bei ihm auf zirka 60 Prozent der Reichweite die er ohne Bewässerungscomputer erreicht hätte.

Mit Druckminderung hat (fast) jeder zu kämpfen

Für den Test haben wir natürlich immer nur eine Bewässerungsuhr betrieben und die Probe jeweils mit und ohne Computer gemacht.

Beim Gardena Smart Water Control fiel die Druckminderung deutlicher aus. Dass es auch anders geht, zeigte das Low Cost Modell von PlantIt: Es lässt den Druck ungehindert bis an den Regner kommen, der dann auch genau die gleiche Reichweite hat, wie ohne Wasser-Timer. Der Grund: Ein Motor schließt bzw. öffnet bei Plant it das Ventil. Die übrigen Geräte des Tests sind mit lautlosen Magnetventilen ausgerüstet, auch unser Testsieger.

Verarbeitung und Qualität

Orbit Buddy II Duo: stabilstes Gehäuse im Test
Orbit Buddy II Duo: stabilstes Gehäuse im Test.

Die stabilste Gehäuse-Qualität liefert Orbit mit dem Buddy II, die schwächste Vorstellung gibt PlantIt mit dem beinahe schon fragilen Chassis seines schwarzen Bewässerungstimers. Die beiden Gardena und Kärcher liegen dazwischen: brauchbar, solide und mit guter Stabilität.

Wir würden den Testsieger nicht eine ganze Saison lang der prallen Sonne überlassen, das gilt auch für die anderen Modelle. Kunststoff wird mit der Zeit spröde, Farbe bleicht aus und das LCD-Display könnte in der Mittagsglut nicht ablesbar sein. Wenn sich die Zapfstelle in der Sonne befindet, empfehlen wir eine schattige Abdeckung.

Nachteile

Der EasyControl mindert den Druck von allen Bewässerungscomputern zwar am wenigsten, aber er vermindert ihn trotzdem. Somit kann nur ein kleinerer Flächenregner aber mehrere Stränge Tropfbewässerung (wenig Druck nötig) angeschlossen werden.

Mangels Betriebsdruck kann der Gardena EasyControl nicht an der Regentonne betrieben werden, das hat er jedoch mit den anderen Bewässerungsautomaten gemein. Eine Ausnahme ist die PlantIt Bewässerungsuhr.

Alternativen

Duale Lösung

Orbit Buddy II

Test Bewässerungscomputer: Orbit 94148 Buddy II
Intuitive Zeit-Einstellung im Drehwahl-Prinzip. Für Bewässerung mit geringem Druckbedarf.

Das Drehwahl-Prinzip für die Einstellung des Orbit Buddy II Duo hat uns auf Anhieb gefallen, denn es deckt intuitiv genau das ab, was wir einstellen möchten: Uhrzeit, Start, Dauer und Häufigkeit der Bewässerung.

Hinzu kommt, dass er das stabilste Gehäuse im Test hat – sogar mit einer metallischen Verschraubung.

Nachteil ist die deutliche Druckminderung, die den Einsatz unseres Rechteck-Regners für die große Fläche verhinderte. Wenn man also viel zu bewässern hat, sollte man lieber auf ein anders Gerät zurückgreifen.

Aus diesem Grund empfehlen wir den Orbit Buddy II nur für Tropfbewässerung in Ergänzung mit kleinen Sprinklern. Das macht er sehr gut und dank der guten Verarbeitung wird er sicher einige Sommer durchhalten.

Für Regentonnen

Plant it 01-045-125 Bewässerungsuhr

Test Bewässerungscomputer: Plant it 01-045-125 Bewässerungsuhr
Ohne Magnetventil lässt es anliegenden Druck oder auch das Wasser der Regentonne ungebremst hindurch.

Ohne Magnetventil hat die PlantIt Bewässerungsuhr einen entscheidenden Vorteil: Sie braucht keinen Betriebsdruck von Seiten der Zapfstelle. So kann man auch eine Regentonne als Wasserquelle nutzen.

Hinzu kommt: Es findet keine Druckminderung der Zapfstelle statt, der Flächenregner deckt kraftvoll dieselbe Fläche ab wie ohne Bewässerungstimer. Das funktionierte nur mit PlantIt 100 Prozent zufriedenstellend, selbst der Testsieger drosselt den Wasserdruck um circa 60 Prozent.

Ein Nachteil sind die eher dürftigen Einstellungsmöglichkeiten ohne visuelles Feedback. Denn der PlantIt hat kein Display. Zum Einstellen der Verzögerung muss ein winziger Button bis zu 12 mal gedrückt für maximal 12 Stunden gedrückt werden, wobei der Nutzer kein Feedback erhält, ob die Einstellung auch angekommen ist.

Ein weiterer Nachteil des PlantIt ist das dünne Material, das nicht nur fragil wirkt, sondern auch Zweifel weckt, ob es in der prallen Sonne länger als eine Saison überlebt. Dafür war die PlantIt Bewässerungsuhr auch die günstigste im Test.

Smart

GARDENA smart Sensor Control Set 19102-20

Smart Sensor Control nennt Gardena das High-End-Schwestermodell unseres Testsiegers, das zusammen mit Gateway und Regensensor gleich knapp 400 Euro kostet. Die Smart-Garden-Lösung von Gardena wird als Set bestehend aus Router, Regensensor und Wassertimer verkauft.

Der Bewässerungscomputer kann ausschließlich mit dem Router betrieben werden, er besitzt kein Display und keine Tasten für einen eventuellen manuellen Betrieb. In unserem Test schlug die Anbindung an den hauseigenen FritzBox-Router fehl, es kam trotz mehrmaligem Reset keine Internetverbindung zustande. Wir hatten die einfachere Kabel-Anbindung gewählt. Irgendwann gaben wir es auf und schrieben den Support an. Als die Antwort einen Tag später kam und man Server-Schwierigkeiten eingestand, empfahl man uns, den Strom nochmals zu trennen – dann funktionierte es endlich.

Der smarte Wasser-Timer und der Regensensor ließen sich danach anstandslos verbinden. Sogar die Reichweite war recht ordentlich, und das obwohl der Router eine interne Antenne hat. Wer mehr Reichweite benötigt, kann zwei externe Antennen anstecken und den Router Funk- oder Kabelgebunden außerhalb des Hauses anschrauben.

Adaptive Scheduling nennt Gardena es, wenn ab einer bestimmten Bodenfeuchtigkeit Beregnungspläne übersprungen werden. Das kann Geld sparen – wenn es denn funktionieren würde. In Test zeigte der Regensensor, dessen Erdfeuchte-Sensor 20 cm tief in der Erde steckt, auch nach einer durchregneten Nacht nur 1-7 Prozent Bodenfeuchtigkeit an. Mit diesem konstanten Messfehler war Adaptive Scheduling natürlich unbrauchbar, das kann erst ab 40 bis 100 Prozent Feuchtigkeit eingestellt werden.

Auf diesem schmalen Grat der Zuverlässigkeit wollten wir uns als Gärtner nicht verlassen: Ohne App und Router besteht kein Zugriff, wenngleich der Wasser-Timer seine Zeiten lokal speichert und dann – im Fall eines Stromausfalls – auch ohne Router-Kontakt funktioniert. Hinzu kommt der de facto unbrauchbare Regensensor mir seinem groben Messfehler.

Gardenas Smart Control könnte dennoch interessant sein, wenn Sie zusätzlich einen Rasenmäher-Roboter von Gardena besitzen. Dann sind alle smarten Geräte in einer App kombinierbar und es lassen sich Regeln erstellen, so dass der Mähroboter nicht durch den Sprinkler fährt. Und natürlich kann man all das auch noch im Urlaub aus der Ferne steuern.

Wenn es funktioniert, ist das eine tolle Sache – doch wie bei allen smarten Geräten muss man sich womöglich mit Netzwerkproblemen herumschlagen.

Außerdem getestet

Der WT4 von Kärcher arbeitet mit der Uhrzeit und hat eine Countdown-Funktion. Leider ist beim WT4 die Druckminderung am Stärksten und die Zeiteinstellungen sind mühsam, weil sie detailgenauer (uhrzeitgebunden) als beim EasyControl eingestellt werden müssen.

Das Schwestermodell Kärcher SensoTimer ST6 eco!ogic bringt einen Funk-Bodenfeuchtesensor mit. Das ist mitunter eine Alternative zum kabelgebundenen Bodenfeuchtesensor (Option) des Testsiegers.

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Kommentare

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Janus Pytlak
Janus Pytlak

Also ich habe vor nem Monat einen Bewässerungs-
computer mit Regensensor für 30€ bei Aldi gekauft, läuft super so wie er soll, 6 bar Druck im Garten für 2 Flächenregner schafft er problemlos.

Peter Reddig
Peter Reddig

sind die zum grasanbau geeignet?