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Der beste Bewässerungs­computer

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Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Wir haben neun Bewässerungscomputer getestet. Der beste ist der Gardena Select. Er ist solide, günstig und einfach zu bedienen – im Gegensatz zu manchem Konkurrenten. Der Gardena Select kann mit Bodenfeuchte- oder Regensensor erweitert werden. Er mindert den Druck von allen Magnetventil-Bewässerungsuhren am wenigsten, damit können sowohl Flächenregner als auch eine Tropfbewässerung angeschlossen werden.

Update 23. Juli 2019

Wir haben vier weitere Bewässerungscomputer getestet. Unser neuer Testsieger ist der Gardena Select, aber auch das Modell Flex von Gardena und das Modell von Rain Bird sind neue Empfehlungen.

Es ist heiß gewesen und Ihr Garten schreit nach Wasser, aber Sie würden lieber in den Biergarten gehen oder sind sogar im Urlaub und können sich nicht kümmern? Dann ist ein Bewässerungscomputer die Lösung. Es gibt verschiedene Varianten, je nachdem, wie groß der Garten ist und was alles gegossen werden soll.

Wir haben neun verschiedene Bewässerungscomputer getestet. Preislich lagen sie zwischen günstigen 25 und sehr teuren 400 Euro. In diesem Fall ist teuer nicht gleich auch besser: Unser Testsieger gehört mit unter 50 Euro zu den günstigeren Geräten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Gardena Select

Der beste Bewässerungscomputer ist für uns der Gardena Select. Er ist solide und günstig und gleichzeitig schnell und einfach bedienbar. Er mindert den Druck von allen Bewässerungsuhren mit Magnetventil am wenigsten, somit können sowohl kleine Flächenregner als auch eine Tropfbewässerung angeschlossen werden.

Zusätzlich kann der Gardena Select mit Bodenfeuchte- und oder Regensensor erweitert werden, das bietet kein anderes Gerät dieser Preisklasse. Bedienung per Drehwahl-Button und Menüführung sind einfach und übersichtlich, eine echte Verbesserung zum Vorgänger EasyControl, der bis dato unser Testsieger war.

Einfach und schnell

Gardena Flex

Die Gardena Flex ist nur wenige Euro günstiger als unser Testsieger. Der wesentliche Unterschied: es kann nur eine einzige Bewässerungszeit eingestellt werden und die wird nach Intervall und nicht nach Wochentagen gestartet. Man ist hier also weniger flexibel, dafür geht die Einstellung noch leichter. Die Bedienung mit dem großen Drehwahl-Kreis geht intuitiv von der Hand, hier muss niemand die Anleitung bemühen, um die Programmierung zu verstehen.

Duale Lösung

Orbit Buddy II

Test Bewässerungscomputer: Orbit 94148 Buddy II
Intuitive Zeit-Einstellung im Drehwahl-Prinzip. Für Bewässerung mit geringem Druckbedarf.

von 18 Lesern gekauft

Mit dem Orbit Buddy II bekommen Sie einen sehr gut verarbeiteten und intuitiv zu bedienenden Bewässerungs-Computer. Kein Schnickschnack, sondern einfach das, was man braucht. Ein Nachteil ist, dass er durch das Magnetventil einiges an Druck verliert – das Problem haben allerdings fast alle Bewässerungscomputer mehr oder weniger stark. Wenn Sie sowieso nur eine Tropfbewässerung brauchen oder mit kleinen Sprinklern arbeiten, ist der Buddy II trotzdem eine gute Lösung.

Für Profis

Rain Bird ESP-RZX

Test Bewässerungs­computer: Rain Bird ESP-RZX
Für die automatische Bewässerung von bis zu acht Zonen, Hoher Installationsaufwand aber enorme Möglichkeiten

Rain Bird ist die professionelle Lösung für alle, die ihren Garten mit unterirdischen Leitungen und einer Vielzahl von Zonen bewässern möchten. Rain Bird steuert dazu bis zu acht Magnetventile und erlaubt detailgenaues Aufsetzen der Bewässerungszeiten. Eine einfache Schnell-Bedienung erlaubt die saisonale Nachjustierung sowie die manuelle Steuerung jeder Zone.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerEinfach und schnellDuale LösungFür Profis
Modell Gardena Select Gardena Flex Orbit Buddy II Rain Bird ESP-RZX Gardena EasyControl Kärcher WT4 Plant it Bewässerungsuhr GARDENA Smart Sensor Control Set vidaXL Bewässerungscomputer
Test Bewässerungs­computer: Gardena Select 1891-20Test Bewässerungs­computer: Gardena Flex 1890-20Test Bewässerungscomputer: Orbit 94148 Buddy IITest Bewässerungs­computer: Rain Bird ESP-RZXTest Bewässerungs­computer: Gardena EasyControlTest Bewässerungs­computer: Kärcher WT4Test Bewässerungscomputer: Plant it 01-045-125 BewässerungsuhrTest Bewässerungscomputer: GARDENA smart Sensor Control Set 19102-20Test Bewässerungs­computer: vidaXL Bewässerungscomputer
Pro
  • Einfache Wählrad-Bedienung
  • Witterungsbeständig
  • Schneller Batteriewechsel
  • Abnehmbares Bedienteil
  • Drei Zeitpläne
  • Einfache Wählrad-Bedienung
  • Witterungsbeständig
  • Schneller Batteriewechsel
  • Abnehmbares Bedienteil
  • Sehr intuitives Drehwahlprinzip
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Für komplexe Bewässerungen
  • Viel Komfort
  • Optionale Smartphone-Steuerung
  • Unkomplizierte Bedienung
  • Kann mit Bodenfeuchte- und Regensensor ausgestattet werden
  • Günstig
  • Relativ günstig
  • Sehr günstig
  • Ohne Druckminderung
  • Gute Bewässerungsleistung
  • Interessant mit anderen smarten Gardena-Geräten
  • 1-8 Bewässerungsprogramme
  • Witterungsbeständig
Contra
  • nur ein Zeitplan
  • Mindert den Druck
  • Nur für Tropfbewässerung geeignet
  • Hoher Installationsaufwand
  • Hohe Gesamtkosten
  • Nicht witterungsbeständig
  • Mindert den Druck
  • Auslaufmodell
  • Starke Druckminderung
  • Mühsame Zeiteinstellung
  • Fragil und billig verarbeitet
  • Bedienung mühsam weil Einstellungen nicht offensichtlich
  • Netzwerkprobleme
  • Sehr teuer
  • Programmierung nicht ganz einfach
Bester Preis
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Flexible Gießhilfe

Bewässerungscomputer sind praktisch, denn sie nehmen einem das regelmäßige Gießen des Gartens ab. Das ist nicht nur dann hilfreich, wenn man in den Urlaub fährt, sondern spart auch sonst Arbeit.

Bewässerungscomputer nehmen einem viel Arbeit ab

Bewässerungscomputer werden an die Gartenwasser-Zapfstelle angeschlossen. Programmgesteuert gibt der Bewässerungscomputer sein Ventil eine Zeit lang frei, wodurch der angeschlossene Bewässerungsstrang mit Sprinkler, Regner, Tropfschlauch etc. betrieben wird.

Bewässerungcomputer mit zwei Anschlüssen eignen sich für komplexere Systeme, etwa wenn drei Stränge Tropfschlauch und ein Impulsregner automatisiert betrieben werden sollen. Die Bewässerung erfolgt niemals gleichzeitig, sondern immer nur für den einen oder den anderen Ausgang. Im Handel gibt es verschiedene Modelle, die zwei Anschlüsse haben. Etwa das Schwestermodell des Testsiegers Gardena MultiControl duo oder der Kärcher SensoTimer ST6 Duo ecologic mit zwei Bodenfeuchtsensoren.

Testsieger EasyControl für die Feinabeit, Plant it für die grobe Fläche.
Testsieger EasyControl für die Feinabeit, Plant it für die grobe Fläche.

Bewässerungsuhren sind dagegen mechanische Lösungen ähnlich der Küchenuhr fürs Backen. Hier wird eine Zeit »aufgezogen«, z. B. 60 Minuten und solange liefert das Ventil Wasser. Solche Uhren sind für alle geeignet, die öfter mal vergessen, den Wasserhahn wieder zu schließen. Regelmäßig nach einem voreingestellten Zeitplan bewässern können sie aber nicht. Daher haben wir uns in diesem Test auf Bewässerungscomputer beschränkt.

Für die Profi-Bewässerung

Wer in seinem Garten mehr als drei Bewässerungszonen unterhält, wird sich auf Dauer nicht mit Single- bzw. Dual-Bewässerungscomputern zufriedengeben. Hier kommen professionelle Lösungen, wie die von Rain Bird, ins Spiel.

Keine Sorge, Rain Bird & Co. können auch vom interessierten Laien installiert werden, sofern er denn Muße hat, viele Meter Wasserleitung in der Erde zu vergraben, Ventilboxen in Erd-Schächte zu versenken und einige Meter Elektrokabel zu verlegen. Der größte Einrichtungsaufwand ist bei solchen Lösungen nämlich nicht die Programmierung des Computers, sondern die Einrichtung der Bewässerungskreisläufe, sowie der Magnetventile samt ihrer Verkabelung.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Rainbird
Rain Bird steht exemplarisch für die professionelle Bewässerung mit einer ganzen Batterie aus Magnetventilen. Die Ventile starten und stoppen den Wasserdurchfluss und werden per Kabel angesteuert.

Je nach Bedarf können alle möglichen Rohr-Durchmesser der Wasserversorgung bedient werden, von 1 Zoll über ¾ bis hin zu ½ Zoll. Mit den entsprechenden Adapterstücken ist der Anschluss an jede Wasserquelle (Hauswasserwerke, Tiefenpumpe, Stadtwasser) und an jeden Wasserkreislauf (Diffusor/Sprühregner, Regner, Tropfbewässerung, Getriebe- und Versenkregner) möglich. Während die Wasserquelle typischerweise als 1-Zoll-Rohr daherkommt, haben die Endgeräte meistens ¾ oder ½ Zoll-Gewinde.

Magnetventile (Gardena, Rain Bird, Hunter, etc.) kosten ca. 20-25 Euro, im Set weniger. Hinzu kommen Verteiler, in der Erde versenkbare Ventilboxen, Steuerungskabel, Wasser-Zuleitung (z. B. 1«-Zoll-Rohr) und natürlich Winkelstücke, Rohrverbinder und Verlegerohr für die Wasserverteilung im Zielgebiet.

Wer damit 6-8 Zonen in seinem großen Garten versorgen möchte, sprengt ganz schnell die 1.000-Euro-Marke. Eine Ventilbox, bestückt mit fünf Magnetventilen, Verteiler und Zuleitung kostet beispielsweise gut 500 Euro. Für ein Sprinklersystem-Verlegerohr Länge 50 Meter ist man mit 50 Euro dabei.

Anders als bei den oben genannten Bewässerungscomputern können Zonen auch zeitgleich oder überlappend mit Wasser versorgt werden. Der Grund: Für jede Zone wird ein separates Magnetventil eingerichtet. Diese Ventile sind mit der Basis verkabelt und werden vom Computer angesteuert. Der Computer (Basis) ist also ein separates Bauteil. Bei den einfachen Bewässerungscomputern von Gardena und Co. sind Computer und Magnetventil dagegen eine Einheit.

Worauf man beim Kauf achten sollte

Die Größe des Gartens beziehungsweise die zu beregnenden Nutzflächen bestimmen, wie viele Wasser-Timer zum Einsatz kommen sollen. Wenn Sie noch keine Regner oder Tropfschläuche installiert haben, sollten Sie zuerst diesen Teil der Installation planen bzw. in Betrieb nehmen. Erst dann wissen Sie, was für einen Bewässerungscomputer Sie brauchen (und wie viele davon) – oder ob vielleicht die professionelle Lösung mit multiplen Magnetventilen die bessere Wahl ist.

Auf den Wasserdruck kommt es an

Denn Sie können eine komplexere Bewässerung, die aus zwei Flächenregnern, einem Impulsregner und vier Strängen Tropfschlauch besteht, nicht mit einem einzelnen Gerät steuern. Der Grund dafür: Der Druckverlust durch die Wasseruhr aber auch die Aufgliederung in zu viele Leitungsstränge ist schnell zu groß. Der Flächenregner sprüht dann nur ein paar Meter weit, der Impulsregner kommt über einen Meter nicht hinaus.

Impulsregner /Sektorenregner benötigen schon etwas mehr Druck
Impulsregner bzw. Sektorenregner benötigen viel Druck.

Rechteck-/Viereck-Regner, Kreisregner, Sprinkler, Sektoren-Regner oder wie sie alle heißen – sie alle brauchen ausreichend Druck auf dem Schlauch. Solche Regner kann man nur einzeln betreiben, erst recht an einem Wassercomputer.

Kleine Kreisregner benötigen nicht viel Druck
Kleine Kreisregner benötigen nicht viel Druck.

Bei allen Bewässerungsarten, bei denen das Wasser nur langsam plätschert oder sich durch eine Membran drückt, kommt man auch mit wenig Druck gut zurecht. Das ist zum Beispiel bei Tropf- oder Perlschläuchen, Schlauch-Regnern oder Micro-Drips der Fall.

Zapfstelle oder Regentonne?

Der Betriebsdruck für Bewässerungscomputer muss typischerweise zwischen 0,5 und 13 Bar liegen, die Regentonne fällt damit als Wasserquelle aus. Für sie sind mechanische Wasseruhren oder aber die von uns ebenfalls getestete Plant it Bewässerungsuhr eine Alternative. Sie bringt auch einen Schmutzfilter mit.

Überwinterung

Ventil- und Steuereinheit mit Batterie müssen vor dem Winter abgebaut und frostsicher gelagert werden. Die Hersteller weisen darauf in den Anleitungen hin. Das komplette Gerät muss also wieder abgebaut werden.

Verlegte Tropfschläuche und Bewässerungsleitungen können aber den Winter über draußen bleiben. Wichtig ist dabei nur, dass die Leitungen leer sind, sonst kann gefrierendes Wasser sie sprengen.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt neun verschiedene Bewässerungscomputer getestet. Das günstigste Gerät kostete rund 25 Euro, das teuerste Set schlug mit fast 400 Euro zu Buche. Ausgerechnet das teure Gardena Smart Sensor Control Set überzeugte uns im Test nicht. Der günstigere Select von Gardena wurde unser Testsieger.

Weitere Geräte im Test waren Gardena Flex, unser vormaliger Testsieger Gardena EasyControl (Auslaufmodell), vidaXL, Rain Bird ESP-RZX, PlantIt Bewässerungsuhr, der Orbit Buddy II und der Kaercher WT4.

Die getesteten Bewässerungscomputer sind vor allem für kleinere Zier-, Misch- oder Nutzgärten geeignet. Für die Bewässerung von mittleren oder großen Gärten eignen sich die Bewässerungscomputer nur in Verbindung mit mehreren Zapfstellen und mehreren Bewässerungscomputern, da der Wasserdruck über einen einzelnen Bewässerungscomputer nicht ausreichend sein wird.

Die Installation, drei Bewässerungscomputer an einer Verteilung, Betrieb zu unterschiedlichen Zeiten
Die Installation: Drei Bewässerungscomputer an einer Verteilung, Betrieb zu unterschiedlichen Zeiten.

Wir haben den praktischen Test an einer Gartenwasser-Installation ausgeführt, bei der der hohe Druck einer Hauswasser-Installation ungemindert ankommt. Ein ¾-Zoll Schlauch (Geka) führte das Wasser an eine 5-fach Verteilung in ½-Zoll heran. Durch diese Konstruktion kam so viel Druck an, dass die Gardena-Schlauchanschlüsse kurz vor dem Bersten waren. Mehr Druck geht also nicht.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserungscomputer Alle Update
Bewässerungscomputer im Update 7/2019: Gardena Flex, vidaXL Bewässerungscomputer, Gardena Select.

An der Wasser-Verteilung durften die Bewässerungscomputer zeigen, wie gut sie funktionieren. Das meisterten alle Computer ohne Tadel, eine Problematik tat sich aber unverhofft auf: Trotz des hohen Drucks von unserer Verteilung dümpelte bei Orbit und Kärcher aus dem Flächen-Regner nur ein schwacher Wasserstrahl.

Mit Druckminderung hat (fast) jeder zu kämpfen

Testsieger Select hatte die geringste Druckminderung (ebenso wie Gardena Flex und EasyControl), der Regner arbeitete bei ihm auf zirka 60 Prozent der Reichweite, die er ohne Bewässerungscomputer erreicht hätte.

Für den Test haben wir natürlich immer nur eine Bewässerungsuhr betrieben und die Probe jeweils mit und ohne Computer gemacht.

Beim Gardena Smart Sensor Control fiel die Druckminderung deutlicher aus. Dass es auch anders geht, zeigte das Low Cost Modell von PlantIt: Es lässt den Druck ungehindert bis an den Regner kommen, der dann auch genau die gleiche Reichweite hat, wie ohne Wasser-Timer. Der Grund: Ein Motor schließt bzw. öffnet bei PlantIt das Ventil. Die übrigen Geräte im Tests sind mit lautlosen Magnetventilen ausgerüstet, auch unser Testsieger.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect

Testsieger: Gardena Select

Der beste Bewässerungscomputer für die meisten ist für uns der Gardena Select, denn er ist einfach zu bedienen, bietet viele Einstellungsmöglichkeiten, lässt sich mit Bodenfeuchte- und Regensensoren erweitern, mindert den Wasserdruck relativ wenig – und kostet nicht viel. Das Gerät bietet damit alles, was man für den heimischen Garten braucht.

Testsieger

Gardena Select

Das kompakte, solide Gehäuse ist solide verarbeitet und wird viele Sommer überstehen. Praktisch ist das abnehmbare Bedienteil: Selbst wenn sich die Zapfstelle an einem schwer zugänglichen oder dunklen Ort befindet, kann man den Computer so bequem programmieren und anschließend montieren.

Gardena fragt eine Systemzeit ab und arbeitet dann mit Beregnungsdauer und Wochentags-Zyklus. Man wählt also Wochentage an oder ab, an denen die Bewässerung erfolgen soll. Das Spielchen kann man für bis zu drei Programme durchführen: Der Sprüh-Regner kann also früh um 5:00 für 30 Minuten, gegen 15:00 Uhr für 40 Minuten und nochmals um 22:00 Uhr für 30 Minuten laufen. Die jeweilige Bewässerungsdauer kann maximal 3 Stunden betragen.

Es gibt also drei Zeitpläne, mehr ist nicht drin – und mehr sollte von einem Wassercomputer, an dem ohnehin nur ein einziger Schlauch steckt, ohnehin nicht erwartet werden.

Der Gardena Select kann wahlweise mit Bodenfeuchte- (Gardena 1188-20) oder Regensensor (Gardena 1189-20) erweitert werden. Sind sie installiert können ab einer bestimmten Bodenfeuchtigkeit und/oder während eines Niederschlags Beregnungsintervalle übersprungen werden.

Inbetriebnahme

Der Select überzeugt mit seinem schnellen, unkomplizierten Setup. Nach 5 Minuten ist die Uhr am Platz, der 9V-Block eingelegt und sogar die Zeitintervalle haben wir schon eingestellt. Die Anleitung handelt das Thema Zeiteinstellung ausführlich ab, allerdings hätten wir sie für das Setup gar nicht benötigt: Die Menüführung mit Drehrad ist intuitiv und erklärt sich von selbst.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect
Gardena Select: Bedieneinheit samt Akku lässt sich abziehen.

Gardena legt Adapter bei, so können sowohl ½-Zoll als auch ¾-Zoll Auslaufventile angeschlossen werden.

Schnelle und einfache Inbetriebnahme

Gardenas Select arbeitet mit einer Systemzeit, das unterscheidet ihn vom Vorgänger EasyControl. Dadurch kennt das Gerät auch den aktuellen Wochentag. Der Vorteil: Sie können die Bewässerung auch ohne ein festes Intervall festlegen, zum Beispiel Dienstag und Freitag plus Samstag.

 Bewässerungs­computer Test: Bewaesserung U072019 Gardenaselect
Gardena Select: Unser Testsieger ist intuitiv bedienbar.

Wenn Sie mal länger überlegen wollen: Die Bedienteile aller Gardena-Computer sind abnehmbar, Sie können sich zur Einrichtung also auf die Bank setzen und müssen nicht gebückt vor der Zapfstelle hocken.

Ist das Bewässerungsprogramm einmal eingestellt, führt der Gardena Select die Einstellungen zuverlässig aus. Da gaben sich aber auch alle anderen Geräte im Test keine Blöße: Kein Modell fiel aus oder produzierte Fehlermeldungen – was man von Geräten mit der Bezeichnung »Computer« imNamen sonst nicht immer behaupten kann.

Verarbeitung und Qualität

Orbit Buddy II Duo: stabilstes Gehäuse im Test
Orbit Buddy II Duo: stabilstes Gehäuse im Test.

Die stabilste Gehäusequalität liefert Orbit mit dem Buddy II, die schwächste Vorstellung gibt PlantIt mit dem beinahe schon fragilen Chassis seines schwarzen Bewässerungstimers. Die Gardena-Modelle und Kärcher liegen dazwischen: brauchbar, solide und mit guter Stabilität.

Wir würden den Testsieger nicht eine ganze Saison lang der prallen Sonne überlassen, das gilt auch für die anderen Modelle. Kunststoff wird mit der Zeit spröde, Farbe bleicht aus und das LCD-Display könnte in der Mittagsglut nicht ablesbar sein. Wenn sich die Zapfstelle in der Sonne befindet, empfehlen wir eine schattige Abdeckung.

Nachteile

Der Select mindert den Druck von allen Bewässerungscomputern zwar am wenigsten, aber auch er vermindert ihn. Somit kann nur ein kleinerer Flächenregner aber mehrere Stränge Tropfbewässerung angeschlossen werden.

Mangels Betriebsdruck kann der Gardena Select nicht an der Regentonne betrieben werden, das hat er jedoch mit den anderen Bewässerungsautomaten gemein.

Alternativen

Der Gardena Select ist für uns der beste Bewässerungscomputer für die meisten – doch es gibt auch andere Modelle, die wir empfehlen können.

Einfach und schnell

Gardena Flex

Die Flex ist der günstige Gardena-Einsteiger, für knapp 50 Euro kann eine einzige Bewässerungszeit und -dauer eingestellt werden. Man muss sich nicht durch Wochentage arbeiten, sondern legt ein Intervall fest und fertig (4, 6, 12, 24, 48, 72 Stunden).

Damit hat man zwar nicht die Flexibilität unseres Testsiegers mit seinen drei Bewässerungsprogrammen, doch in einem kleinen Garten, in dem alle zwei Tage mal der Flächenregner angehen soll, braucht man die auch nicht unbedingt.

Der Vorteil der Flex ist das große Drehwahl-Rad: Ruckzuck wählt man damit die Startzeit und die Bewässerungsdauer bzw. springt zwischen den Einstellungen. Die kleine Taste mit dem Häkchen wählt die jeweilige Einstellung bzw. bestätigt die Einstellung. Die Taste mit dem Wasserhahn sorgt für eine sofortige Wassergabe, dazu muss man nicht einmal auf das Display schauen.

Gardena-typisch kann die Bedieneinheit inklusive Batterie vom Gerät abgenommen werden. Das erleichtert sowohl den Batteriewechsel als auch die Bedienung, wenn der Wasser-Computer an einem ungünstigen Ort angebracht werden muss, zum Beispiel in einem Schacht oder in einem Keller.

Der Gardena Flex ist die richtige Wahl für alle, die einen möglichst einfachen Bewässerungscomputer suchen und keine Zeitpläne programmieren wollen. Er ist ein wenig günstiger als unser Testsieger, aber nicht deutlich. Aufgrund der größeren Flexibilität und Erweiterbarkeit ist der Select daher für uns die bessere Wahl.

Duale Lösung

Orbit Buddy II

Test Bewässerungscomputer: Orbit 94148 Buddy II
Intuitive Zeit-Einstellung im Drehwahl-Prinzip. Für Bewässerung mit geringem Druckbedarf.

von 18 Lesern gekauft

Das Drehwahl-Prinzip für die Einstellung des Orbit Buddy II Duo hat uns auf Anhieb gefallen, denn es deckt intuitiv genau das ab, was wir einstellen möchten: Uhrzeit, Start, Dauer und Häufigkeit der Bewässerung.

Beim Buddy II muss man ohne abnehmbare Bedieneinheiten auskommen. Dafür glänzt er mit einer durchdachten Steuerung mittels Dreh-Menü für die beiden Ventile. Uhrzeit, Startzeit, Häufigkeit und Bewässerungsdauer werden zeitgleich für beide Ventile eingestellt. Mit der Ventil-Taste wechselt man zwischen den Ventilen.

Hinzu kommt, dass der Orbit das stabilste Gehäuse im Test hat – sogar mit einer metallischen Verschraubung.

Nachteil ist die deutliche Druckminderung, die den Einsatz unseres Rechteck-Regners für die große Fläche unmöglich machte. Wenn man viel Fläche zu bewässern hat, sollte man lieber auf ein anders Gerät zurückgreifen.

Aus diesem Grund empfehlen wir den Orbit Buddy II nur für Tropfbewässerung in Ergänzung mit kleinen Sprinklern. Das macht er sehr gut und dank der guten Verarbeitung wird er sicher einige Sommer durchhalten.

Für Profis

Rain Bird ESP-RZX

Test Bewässerungs­computer: Rain Bird ESP-RZX
Für die automatische Bewässerung von bis zu acht Zonen, Hoher Installationsaufwand aber enorme Möglichkeiten

Die beliebte Allround-Basis von Rain Bird kann bis zu acht Magnetventile steuern, so werde bis zu acht Bewässerungszonen in Ihrem Garten versorgt. Rain Bird ist im Grunde genommen keine Alternative zum Gardena, denn mit Rain Bird – oder vergleichbaren Produkten – betreten Sie die Luxusklasse der Gartenbewässerung. Entsprechend aufwendig sind die Vorbereitungen – aber um so komfortabler kann auch das Ergebnis sein.

Die programmierbare Basis ist das Herz der Anlage. Hier richten Sie den Bewässerungszyklus und Zeit und Datum ein. Bis ins kleinste Detail können die Bewässerungszeiten gesteuert werden. So können zum Beispiel für jede Zone bis zu vier Zeiten pro Tag aufgesetzt werden. Diese Arbeitszeiten legen Sie entweder auf Wochentage Ihrer Wahl oder aber sie entscheiden sich für gerade/ungerade Tage.

Die Basis ist ruckzuck eingerichtet. Sie kommt mit zwei AA-Batterien daher, die sichern die Einstellungen im Falle eines Stromausfalls. Denn im Gegensatz zu den anderen Geräten im Test braucht der Rain Bird eine feste Stromversorgung.

Für den Rain Bird gibt es Zubehör, etwa den RSD Regensensor. Der wird ebenfalls per Kabel angebunden. Das LNK WiFi Modul wird unter der Abdeckung an den ESP-RZX angesteckt. Damit kann man die Programmierung bequem vom Smartphone aus erledigen.

Eventuell nachteilig: Die Rain Bird Basis als auch das Netzteil müssen wettergeschützt installiert werden, zum Beispiel in einem Gartenhaus. Man muss also bis zum Ventil-Schacht Kabel verlegen.

Außerdem getestet

Gardena EasyControl

Gardena EasyControl konnte sich über ein Jahr lang als unser Testsieger behaupten. Aktuell wird der Wasser-Computer vom Select abgelöst, der EasyControl läuft aus. Der Select ist intuitiver bedienbar und bietet eine genauere Zeitsteuerung, denn er kennt die aktuelle Zeit und den Wochentag.

Falls Sie sich dennoch im Abverkauf für einen EasyControl entscheiden, dann sollten Sie wissen: EasyControl verzichtet auf eine Systemzeit. Statt auf feste Uhrzeiten für die Beregnung setzt das Gerät auf Dauer, Zyklus (Tag/Häufigkeit) und Verzögerungen. Ein Beispiel: 3 x 15 Minuten Beregnung im Abstand von acht Stunden, alle zwei Tage und Start mit einer Verzögerung von fünf Stunden. Die Verzögerung setzt man, um die Bewässerung zum Beispiel in die Morgenstunden oder die Nacht zu bringen.

vidaXL Bewässerungscomputer

Der vidaXL-Wassercomputer hat für wenig Geld bis zu acht Programme in petto, bei Gardena haben die Varianten Select und EasyControl lediglich drei Zeitprogramme an Bord.

Allerdings ist dem Gerät die Übersichtlichkeit verloren gegangen, wir müssen uns erst mühsam hineindenken: Wie ist das mit den vielen Tasten und der Programmierung gemeint? Das Problem: nach zwei Monaten hat es jeder Gärtner bereits wieder vergessen und muss erneut die Anleitung bemühen. Die ist bei der Formulierung nicht besonders aussagekräftig.

Einmal programmiert macht vidaXL das was es soll. Regen-Sensoren oder andere Adapter gibt es für den Computer nicht. Wie bei Gardena kann das Bedienteil zum leichteren Akku-Wechsel vom Gerät abgezogen werden. Allerdings ist dann der Akku noch in einem wasserdichten Fach verschraubt, der Wechsel geht also nicht so schnell, bei Gardena.
Eine Empfehlung wollen wir für den vidaXL nicht aussprechen: Das Hineindenken in die Programmierung ist mühsam und wir wissen auch nicht, was wir mit acht Bewässerungszeiten sollen, wenn ja doch nur ein einziger Schlauch dran steckt.

Der WT4 von Kärcher arbeitet mit der Uhrzeit und hat eine Countdown-Funktion. Leider ist beim WT4 die Druckminderung am Stärksten und die Zeiteinstellungen sind mühsam, weil sie detailgenauer (uhrzeitgebunden) als beim Select eingestellt werden müssen. Das Schwestermodell Kärcher SensoTimer ST6 eco!ogic bringt einen Funk-Bodenfeuchtesensor mit. Das ist mitunter eine Alternative zum kabelgebundenen Bodenfeuchtesensor (Option) des Testsiegers.

Plant it Bewässerungsuhr

Wer die Regentonne als Wasserquelle nutzen will, ist mit der PlantIt Bewässerungsuhr sicher zufrieden. Sie hat kein Magnetventil, was bedeutet, dass kein Druck seitens der Zapfstelle nötig ist und somit auch nicht verloren gehen kann. Die Plant it kann also gut als Flächenregner eingesetzt werden. Selbst der Testsieger drosselt den Wasserdruck um circa 60 Prozent.

Nachteil: Sie macht einen ziemlich fragilen Eindruck und hält wohl nicht mehrere Saisonen im Garten durch. Außerdem hat sie kein Display, was die Bedienung deutlich erschwert. Wir mussten alle paar Monate erneut die Anleitung zu Rate ziehen, um nachzulesen, wie die Einstellung funktioniert. Das ist mühsam und macht auf Dauer (Langzeit-Test!) überhaupt keinen Spaß, geben Sie lieber etwas mehr Geld aus.

Beispiel: Zum Einstellen der Verzögerung muss ein winziger Button bis zu 12 mal gedrückt werden, wobei der Nutzer kein Feedback erhält, ob die Einstellung auch angekommen ist.

GARDENA Smart Sensor Control Set

Eine sehr moderne, aber auch teure Lösung verspricht Gardena mit dem Smart Sensor Control-Set. Router, Regensensor und Wassertimer kosten im Set satte 400 Euro. Die Wasseruhr kann ausschließlich über den Router gesteuert werden, ein Display gibt es nicht – also auch keine Tasten für einen eventuellen manuellen Betrieb. Aufgrund von Verbindungsschwierigkeiten und mangelnder Zuverlässigkeit des Zubehörs können wir Gardenas smarte Lösung aber nicht empfehlen.

In unserem Test schlug die Anbindung an den hauseigenen FritzBox-Router fehl, es kam trotz mehrmaligem Reset keine Internetverbindung zustande. Wir hatten die einfachere Kabelanbindung gewählt. Irgendwann gaben wir es auf und schrieben den Support an. Als die Antwort einen Tag später kam und man Server-Schwierigkeiten eingestand, empfahl man uns, den Strom nochmals zu trennen – dann funktionierte es endlich.

Adaptive Scheduling nennt Gardena es, wenn ab einer bestimmten Bodenfeuchtigkeit Beregnungspläne übersprungen werden. Das kann Geld sparen – wenn es denn funktionieren würde. In Test zeigte der Regensensor, dessen Erdfeuchte-Sensor 20 cm tief in der Erde steckt, auch nach einer durchregneten Nacht nur 1-7 Prozent Bodenfeuchtigkeit an. Mit diesem konstanten Messfehler war Adaptive Scheduling natürlich unbrauchbar, das kann erst ab 40 bis 100 Prozent Feuchtigkeit eingestellt werden.

Auf diesem schmalen Grat der Zuverlässigkeit wollten wir uns als Gärtner nicht verlassen: Ohne App und Router besteht kein Zugriff, wenngleich der Wasser-Timer seine Zeiten lokal speichert und dann – im Fall eines Stromausfalls – auch ohne Router-Kontakt funktioniert. Hinzu kommt der de facto unbrauchbare Regensensor mir seinem groben Messfehler.

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Kommentare

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Janus Pytlak
Janus Pytlak

Also ich habe vor nem Monat einen Bewässerungs-
computer mit Regensensor für 30€ bei Aldi gekauft, läuft super so wie er soll, 6 bar Druck im Garten für 2 Flächenregner schafft er problemlos.

Peter Reddig
Peter Reddig

sind die zum grasanbau geeignet?