Test: Bluetooth-Kopfhörer – Testsieger Teufel AiryTestsieger: Teufel Airy

Wir haben die sechs Testkandidaten ausführlich probegehört und getestet. Dabei haben wir nicht nur verschiedenste Musikrichtungen ausprobiert, sondern auch Handling und Funkreichweite geprüft.

Unter dem Strich hat uns der Teufel Airy am meisten überzeugt. Er klingt toll, ist gut verarbeitet – und kostet nicht die Welt. Für eine noch bessere Klangqualität muss man mindestens das doppelte ausgeben. Das macht bei einem Bluetooth-Kopfhörer, bei dem die Qualität der Musikübertragung ohnehin durch die Bluetooth-Funkstrecke begrenzt ist, aus unserer Sicht wenig Sinn.

Deshalb ist der Teufel Airy aus unserer Sicht für die meisten, die sich einen kabellosen Kopfhörer wünschen, die beste Wahl.

Verarbeitung und Zubehör

Design und Verarbeitung des Teufel Airy kann man getrost als minimalistisch bezeichnen: der einfache Bügel verfügt kaum über eine nennenswerte Polsterung, die angesichts des geringen Gewichts aber auch nicht nötig ist. Die Hörkapseln sind gerade so groß wie sie für ohraufliegenden Betrieb sein müssen.

Auch die Bedienelemente beschränken sich aufs Wesentliche und lassen sich schon nach wenig Übung auch während des Betriebs auf dem Kopf nutzen. Toll finden wir nach wie vor den Drehknopf mit dem »T«-Logo zur Lautstärke-Regelung , der auf der rechten Seite zur Einstellung der Lautstärke dient: praktischer geht’s nicht.

Ansonsten gibt es ein passendes Case im Lieferumfang, worin neben dem USB-Ladekabel auch das Notfallkabel Platz findet. Wie alle Bluetooth-Kopfhörer aus diesem Test spielt der Teufel nämlich auch übers Kabel, falls der Akku mal leer sein sollte.

Das passiert allerdings erst nach weit über 15 Stunden Dauermusik. Im Kabelbetrieb sind zwar leider Mikrofon, Skip-Tasten und Lautstärkesteller ohne Funktion, aber Musik kann man immer noch Musik hören, und das anständig.

Benutzung  und Klangqualität

Wie gewohnt loggt sich der Airy dank NFC-Unterstützung ruckzuck beim Smartphone ein. In meinem Fall war das ein aptX-kompatibles Sony, das dann auch gleich die höherwertige Verbindung bestätigte.

Beim Aufsetzen gab es zunächst eine kleine Unstimmigkeit mit der linken Hörkapsel: Die ist zwar gelenkig am Kopfbügel befestigt, damit sich der Sitz perfekt ans Ohr anpassen kann, in meinem Fall war wohl das Gelenk etwas zu stramm, so dass ich für einen perfekten Sitz etwas nachhelfen musste.

Danach ließ sich der Hörer aber nicht mehr beirren, er empfing alles, was mir Tidal aufs Smartphone spülte in bestechender Qualität und reichte sämtliche Kost, ob Metal, Elektro-Pop oder Klassik ausgewogen und doch spritzig an meine Ohren weiter.

Zwar ist der Teufel Airy alles andere als ein unbestechlicher Analytiker, dennoch schafft er den Spagat, allen Genres gerecht zu werden, und das ohne auffällige klangliche Fehltritte.

Trotz des schlanken Auftritts des Airy bringt er auch komplexe Klangorgien ausreichend souverän und unangestrengt zu Gehör, ebenso locker, wie er auch rasante Bassläufen zu angemessenem Nachdruck verhilft, ohne dass alles Andere zugesumpft wird.

Reichweite

Beim Test der Reichweite der Bluetooth-Übertragung musste das Smartphone auf dem Schreibtisch im Arbeitszimmer liegen bleiben und ich ging dann mit dem Airy auf den Ohren in den Flur – in die nächsttiefere Etage – und noch ein bis zwei Stufen tiefer, bis das Signal deutlich gestört war, um dann abrupt abzubrechen.

Der Airy liegt damit gleichauf mit den anderen – auch teureren – Testteilnehmern. Damit eigenen sich die Bluetooth-Kopfhörer nicht nur für den mobilen Musikgenuss.

Bemerkenswert ist allerdings, dass die meisten Hörer ohne aptX-Codec deutlich länger versuchen, zumindest die Verbindung aufrecht zu halten, so schlecht diese auch sein mag. Bei aptX hat die Qualität der Übertragung eindeutig Priorität, bei Signalstörungen wird rigoros abgeschaltet.

Nun gibt es einige Digital Audio Player, die für solche Fälle eine Art Fallback zuschalten. Reicht die Signalstärke nicht mehr für eine aptX-Übertragung aus, wird zumindest noch im normalen Bluetooth-Codec übertragen. Ein Smartphone mit derartigen Fähigkeiten ist mir bislang allerdings noch nicht untergekommen.

Was gibt es für Nachteile?

Einziger Nachteil ist wohl die etwas stramme Befestigung der linken Hörschale. Zumindest war die bei unserem Testmodell etwas widerspenstig, wenn es um die Einstellung der korrekten Ohrauflage ging. Das kann aber durchaus im Bereich der Serienstreuung liegen, so dass nicht jeder Hörer davon betroffen ist.

Teufel Airy im Testspiegel

Gut ein Jahr ist der Airy von Teufel nun schon auf dem Markt, Zeit genug, sich in diversen Tests zu behaupten. Neben einigen Testsiegen erreicht der Airy immer wieder die Auszeichnung »Preis-Leistungs-Sieger«, etwa von AUDIO, stereoplay und Home Electronics.

Bei Hifi Test ist der Teufel Airy Testsieger in der Oberklasse mit der Gesamtnote 1,2:

»Mit dem Airy von Teufel lässt‘s sich mal so richtig aufdrehen, wörtlich und im übertragenen Sinne gemeint. Dank seiner robusten Bauweise steckt er so einiges weg und bleibt dabei vollkommen dem guten Sound verpflichtet. Damit sichert er sich in diesem Testfeld souverän den Platz auf dem Siegerpodest.«

In der Ausgabe 12 der Audio Video Foto Bild war der Airy Testsieger (Ausgabe 11/2015). Mit der Endnote 2,31 konnte er sich klar von den Konkurrenten absetzen:

»Der kabellose Bluetooth-Kopfhörer von Teufel klingt sehr ausgewogen und natürlich, über Tasten und einen griffigen Lautstärkeregler am Ende des Kopfbügels lässt sich sehr einfach die Musik vom Smartphone steuern. Wem die Optik des angenehm leichten Airy zu brav ist, der bestellt das Color-Kit mit fünf farbigen Ohrpolstern für 40 Euro dazu.«

In der Sonderausgabe Kopfhörertest von Computer Bild vom Mai 2016 kam der Teufel noch auf den dritten Platz in der Kategorie Bluetooth-Kopfhörer. Er überzeugte mit seiner Klangqualität und dem bequemen Sitz, musste sich aber unter anderem dem Bose Soundlink Around Ear II geschlagen geben, den wir ebenfalls im Test hatten. Fast das doppelte ist der Bose aus unserer Sicht nicht wert – mehr zum Bose weiter unten unter »Alternativen«.

In der Ausgabe 2 der AudioVision, die im Januar 2016 erschienen ist, wurde dem Airy ein Einzeltest gewidmet, mit »gutem« Ergebnis:

»Teufels Bluetooth-Kopfhörer überzeugt durch apt-X-Funkübertragung und strammen Tiefbass. Mit sanften Mitten und Höhen klingt er stets angenehm, wenn auch nicht völlig neutral.«

In Ausgabe 7 von Home Electronics erhielt der Airy zwar keine Endnote, dafür den »Preis-Leistungs-Tipp«, da er auch hier mit seiner grundsätzlich ausgewogenen Abstimmung glänzen kann:

»Der Teufel Airy besitzt eine grundsätzlich sehr angenehme Abstimmung, die ich als weitgehend neutral und transparent mit druckvollem Bass einstufe. Betrachtet an Zielgruppe und Preisgestaltung, überrascht er fast ein bisschen – klar, zwar gehört auch der Teufel Airy zu den bassstarken und eher fett aufspielenden Vertretern seiner Gattung. Doch er schafft es, den Bass nicht tumb dröhnen zu lassen.«

In seinem Test für Spiegel Online findet Mathias Kremp, dass der Airy klanglich nicht mit den teureren Modellen mithalten kann. Vor allem war ihm der Airy aber zu klein:

»Für mich sind die Airy leider selbst bei voll ausgefahrenen Bügeln einen Tick zu klein. Deshalb würde ich empfehlen, die Kopfhörer zumindest einmal zur Probe aufzusetzen, bevor man sie kauft.«

Wir hatten damit keine Probleme, aber für Leute mit besonders großem Kopf ist der Airy womöglich nicht so gut geeignet.

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Kommentare

11 Kommentare zu "Der beste Bluetooth-Kopfhörer"

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Thomas Haas

Sun Ny wieder meins ❤❤❤ bin voll auf Linie mit denen

Sehen auch richtig gut aus (y)

Kann ich nur bestätigen. Tolle Kopfhörer!

Ich bin nach wie vor mit meinen FSL Zero sehr zufrieden… als ich sie vor 3 Jahren gekauft habe, gab es die um die 70€

Neboisa Stankovic

Recht haben Sie.

Kann man mit denen Siri aktivieren?

Sony mdr1abt (y)
Besser als alle genannten ^^
Natürlich auch teurer ^^

Ich habe sie auch, seit einem halben Jahr, es war eine Limited Edition, Grau Blau.

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