Der beste Bluetooth-Kopfhörer

Bluetooth-Kopfhörer im Test: Die Testkandidaten
  • Test: Bluetooth-Kopfhörer – Testsieger Teufel Airy

Der beste Bluetooth-Kopfhörer ist für uns nach wie vor der Airy von Teufel. Beim Airy überzeugt sowohl das einfache Handling und der für viele Musikrichtungen ausgewogene Klang, als auch die praxisgerechte Ausstattung und nicht zuletzt der gute Tragekomfort und das überaus günstige Preis-Leistungs-Verhältnis.

Update 21. Juni 2017

Vier neue Hörer sind hinzugekommen, davon konnten auf Anhieb zwei dem Teufel Airy paroli bieten; mit dem SoundMagic BT 30 und dem JVC HA-S70BT gibt es gleich zwei interessante Alternativen.

Nachdem die Konkurrenz nachgezogen hat, war es an der Zeit, unsere bisherige Empfehlung in dieser Kategorie einer Überprüfung zu unterziehen. Wir haben uns einige der beliebtesten Bluetooth-Kopfhörer angehört und genauer unter die Lupe genommen.

Neben unserem bisherigen Favoriten, dem Teufel Airy, haben wir uns den Philips Fidelio M2BT, den Bose Soundlink Around-Ear in zweiter Generation, den Jabra Move Wireless, sowie den JBL Everest 300 und den Pioneer SE-MJ771-BT angehört.

Außerdem gibt es einen Nachschlag mit vier neuen Modellen, alle angesiedelt in der hart umkämpfte Klasse um 100 Euro, wie auch unser Favorit, und da gibt es tatsächlich Bewegung, so dass der Airy zwar unsere Empfehlung bleibt, allerdings nicht mehr unangefochten.

Neu hinzugekommen sind der HeadSound OnE., der ohrumschließende JVC HA-S70BT, der angeblich fair produzierte Headphone von Shift, mit angestecktem Bluetooth-Empfänger und der BT30 von SoundMagic.

Drahtlose Freiheit

Kopfhörer mit drahtloser Musikübertragung erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Schluss mit widerspenstigen Kabeln, die immer im Weg sind, egal ob man gerade Musik hört oder das gute Stück möglichst kompakt verstauen möchte. Bei längerem Gebrauch sind Kabelbrüche oder verbogene Stecker vorprogrammiert, all das kann man sich mit einen Bluetooth-Kopfhörer ersparen.

Wenn In-Ears, die es ja auch schon ohne Kabel gibt, aus Gründen der Bequemlichkeit oder des Komforts nicht in Frage kommen, dann begeht man heutzutage selbst mit ausgewachsenen Bügel-Kopfhörern keinen modischen Fauxpas mehr – ganz im Gegenteil, sie gelten mittlerweile als durchaus herzeigbares Accessoire.

Nebenbei empfehlen sich Bluetooth-Kopfhörer auch in den eigenen vier Wänden als komfortable Genussmittel. Gerade wenn man Musik hören will, um sich Arbeiten wie Staubsaugen, Bügeln oder ähnliches zu versüßen, ist ein Kabel lästig und schränkt die Bewegungsfreiheit ein.

Die Reichweite unserer Testgeräte reichte allemal über eine Etage, da normale Wände kein großes Hindernis für die Funkwellen darstellen. Kritisch wird es erst, wenn Stahlbeton-Decken dazwischen kommen, dann kommt die Funkstrecke der meisten Bluetooth-Geräte an ihre Grenzen.

Zwar bringt die Bluetooth-Übertragung grundsätzlich Einbußen in der Klangqualität mit sich, aber mittlerweile sind viele Hörer und Zuspieler mit dem aptX-Codec kompatibel, der die Musik in CD-Qualität übertragen kann. Hochauflösende Datenformate, die von fast allen Streamingdiensten angeboten werden, kann man allerdings nach wie vor nur über Kabel in vollem Umfang genießen.

Test: Bluetooth-Kopfhörer – Testsieger Teufel AiryTestsieger: Teufel Airy

Wir haben die sechs Testkandidaten ausführlich probegehört und getestet. Dabei haben wir nicht nur verschiedenste Musikrichtungen ausprobiert, sondern auch Handling und Funkreichweite geprüft.

Unter dem Strich hat uns der Teufel Airy am meisten überzeugt. Er klingt toll, ist gut verarbeitet – und kostet nicht die Welt. Für eine noch bessere Klangqualität muss man mindestens das doppelte ausgeben. Das macht bei einem Bluetooth-Kopfhörer, bei dem die Qualität der Musikübertragung ohnehin durch die Bluetooth-Funkstrecke begrenzt ist, aus unserer Sicht wenig Sinn.

Deshalb ist der Teufel Airy aus unserer Sicht für die meisten, die sich einen kabellosen Kopfhörer wünschen, die beste Wahl.

Verarbeitung und Zubehör

Design und Verarbeitung des Teufel Airy kann man getrost als minimalistisch bezeichnen: der einfache Bügel verfügt kaum über eine nennenswerte Polsterung, die angesichts des geringen Gewichts aber auch nicht nötig ist. Die Hörkapseln sind gerade so groß wie sie für ohraufliegenden Betrieb sein müssen.

Auch die Bedienelemente beschränken sich aufs Wesentliche und lassen sich schon nach wenig Übung auch während des Betriebs auf dem Kopf nutzen. Toll finden wir nach wie vor den Drehknopf mit dem »T«-Logo zur Lautstärke-Regelung , der auf der rechten Seite zur Einstellung der Lautstärke dient: praktischer geht’s nicht.

Ansonsten gibt es ein passendes Case im Lieferumfang, worin neben dem USB-Ladekabel auch das Notfallkabel Platz findet. Wie alle Bluetooth-Kopfhörer aus diesem Test spielt der Teufel nämlich auch übers Kabel, falls der Akku mal leer sein sollte.

Das passiert allerdings erst nach weit über 15 Stunden Dauermusik. Im Kabelbetrieb sind zwar leider Mikrofon, Skip-Tasten und Lautstärkesteller ohne Funktion, aber Musik kann man immer noch Musik hören, und das anständig.

Benutzung  und Klangqualität

Wie gewohnt loggt sich der Airy dank NFC-Unterstützung ruckzuck beim Smartphone ein. In meinem Fall war das ein aptX-kompatibles Sony, das dann auch gleich die höherwertige Verbindung bestätigte.

Beim Aufsetzen gab es zunächst eine kleine Unstimmigkeit mit der linken Hörkapsel: Die ist zwar gelenkig am Kopfbügel befestigt, damit sich der Sitz perfekt ans Ohr anpassen kann, in meinem Fall war wohl das Gelenk etwas zu stramm, so dass ich für einen perfekten Sitz etwas nachhelfen musste.

Danach ließ sich der Hörer aber nicht mehr beirren, er empfing alles, was mir Tidal aufs Smartphone spülte in bestechender Qualität und reichte sämtliche Kost, ob Metal, Elektro-Pop oder Klassik ausgewogen und doch spritzig an meine Ohren weiter.

Zwar ist der Teufel Airy alles andere als ein unbestechlicher Analytiker, dennoch schafft er den Spagat, allen Genres gerecht zu werden, und das ohne auffällige klangliche Fehltritte.

Trotz des schlanken Auftritts des Airy bringt er auch komplexe Klangorgien ausreichend souverän und unangestrengt zu Gehör, ebenso locker, wie er auch rasante Bassläufen zu angemessenem Nachdruck verhilft, ohne dass alles Andere zugesumpft wird.

Reichweite

Beim Test der Reichweite der Bluetooth-Übertragung musste das Smartphone auf dem Schreibtisch im Arbeitszimmer liegen bleiben und ich ging dann mit dem Airy auf den Ohren in den Flur – in die nächsttiefere Etage – und noch ein bis zwei Stufen tiefer, bis das Signal deutlich gestört war, um dann abrupt abzubrechen.

Der Airy liegt damit gleichauf mit den anderen – auch teureren – Testteilnehmern. Damit eigenen sich die Bluetooth-Kopfhörer nicht nur für den mobilen Musikgenuss.

Bemerkenswert ist allerdings, dass die meisten Hörer ohne aptX-Codec deutlich länger versuchen, zumindest die Verbindung aufrecht zu halten, so schlecht diese auch sein mag. Bei aptX hat die Qualität der Übertragung eindeutig Priorität, bei Signalstörungen wird rigoros abgeschaltet.

Nun gibt es einige Digital Audio Player, die für solche Fälle eine Art Fallback zuschalten. Reicht die Signalstärke nicht mehr für eine aptX-Übertragung aus, wird zumindest noch im normalen Bluetooth-Codec übertragen. Ein Smartphone mit derartigen Fähigkeiten ist mir bislang allerdings noch nicht untergekommen.

Was gibt es für Nachteile?

Einziger Nachteil ist wohl die etwas stramme Befestigung der linken Hörschale. Zumindest war die bei unserem Testmodell etwas widerspenstig, wenn es um die Einstellung der korrekten Ohrauflage ging. Das kann aber durchaus im Bereich der Serienstreuung liegen, so dass nicht jeder Hörer davon betroffen ist.

Teufel Airy im Testspiegel

Gut ein Jahr ist der Airy von Teufel nun schon auf dem Markt, Zeit genug, sich in diversen Tests zu behaupten. Neben einigen Testsiegen erreicht der Airy immer wieder die Auszeichnung »Preis-Leistungs-Sieger«, etwa von AUDIO, stereoplay und Home Electronics.

Bei Hifi Test ist der Teufel Airy Testsieger in der Oberklasse mit der Gesamtnote 1,2:

»Mit dem Airy von Teufel lässt‘s sich mal so richtig aufdrehen, wörtlich und im übertragenen Sinne gemeint. Dank seiner robusten Bauweise steckt er so einiges weg und bleibt dabei vollkommen dem guten Sound verpflichtet. Damit sichert er sich in diesem Testfeld souverän den Platz auf dem Siegerpodest.«

In der Ausgabe 12 der Audio Video Foto Bild war der Airy Testsieger (Ausgabe 11/2015). Mit der Endnote 2,31 konnte er sich klar von den Konkurrenten absetzen:

»Der kabellose Bluetooth-Kopfhörer von Teufel klingt sehr ausgewogen und natürlich, über Tasten und einen griffigen Lautstärkeregler am Ende des Kopfbügels lässt sich sehr einfach die Musik vom Smartphone steuern. Wem die Optik des angenehm leichten Airy zu brav ist, der bestellt das Color-Kit mit fünf farbigen Ohrpolstern für 40 Euro dazu.«

In der Sonderausgabe Kopfhörertest von Computer Bild vom Mai 2016 kam der Teufel noch auf den dritten Platz in der Kategorie Bluetooth-Kopfhörer. Er überzeugte mit seiner Klangqualität und dem bequemen Sitz, musste sich aber unter anderem dem Bose Soundlink Around Ear II geschlagen geben, den wir ebenfalls im Test hatten. Fast das doppelte ist der Bose aus unserer Sicht nicht wert – mehr zum Bose weiter unten unter »Alternativen«.

In der Ausgabe 2 der AudioVision, die im Januar 2016 erschienen ist, wurde dem Airy ein Einzeltest gewidmet, mit »gutem« Ergebnis:

»Teufels Bluetooth-Kopfhörer überzeugt durch apt-X-Funkübertragung und strammen Tiefbass. Mit sanften Mitten und Höhen klingt er stets angenehm, wenn auch nicht völlig neutral.«

In Ausgabe 7 von Home Electronics erhielt der Airy zwar keine Endnote, dafür den »Preis-Leistungs-Tipp«, da er auch hier mit seiner grundsätzlich ausgewogenen Abstimmung glänzen kann:

»Der Teufel Airy besitzt eine grundsätzlich sehr angenehme Abstimmung, die ich als weitgehend neutral und transparent mit druckvollem Bass einstufe. Betrachtet an Zielgruppe und Preisgestaltung, überrascht er fast ein bisschen – klar, zwar gehört auch der Teufel Airy zu den bassstarken und eher fett aufspielenden Vertretern seiner Gattung. Doch er schafft es, den Bass nicht tumb dröhnen zu lassen.«

In seinem Test für Spiegel Online findet Mathias Kremp, dass der Airy klanglich nicht mit den teureren Modellen mithalten kann. Vor allem war ihm der Airy aber zu klein:

»Für mich sind die Airy leider selbst bei voll ausgefahrenen Bügeln einen Tick zu klein. Deshalb würde ich empfehlen, die Kopfhörer zumindest einmal zur Probe aufzusetzen, bevor man sie kauft.«

Wir hatten damit keine Probleme, aber für Leute mit besonders großem Kopf ist der Airy womöglich nicht so gut geeignet.

Alternativen: Was gibt es sonst noch?

Der Zweitplatzierte: SoundMagic BT 30

Der SoundMagic BT 30 tritt weitgehend in die Fußstapfen unseres aktuellen Favoriten. Er ist kompakt, sitzt komfortabel, ist gut ausgestattet und lässt sich auch klanglich nichts vormachen.

Auf Ohrenhöhe: SoundMagic BT30

Test Bluetooth-Kopfhörer: SoundMagic BT30
Der BT 30 von SoundMagic ist etwas teurer als unser Favorit, und etwas besser ausgestattet. Klanglich sind sie auf einem Niveau.

Auf der Ausstattungsliste findet sich neben der Möglichkeit, den Hörer per NFC zu koppeln, auch der verlustarme Übertragungs-Codec aptX. Neben dem obligatorischen USB-Ladekabel liegt auch ein Audiokabel bei, falls der Akku, der bis zu 15 Stunden Musikgenuss gewährleisten kann – je nach Lautstärke und Übertragungslänge – doch unterwegs mal schlapp machen sollte. Dann steht er zumindest noch als Kopfhörer zur Verfügung, verkabelt und ohne Headset-Funktion.

Die Bedientasten auf der einen Hörmuschel sind großzügig dimensioniert und gut tastbar, so dass man schnell mit der Bedienung zurecht kommt. Insgesamt ist der Hörer jedoch kompakt, und lässt sich zudem zusammenklappen, so dass er perfekt ins ebenso kompakte Hardcase passt.

Die Abstimmung ist dem Teufel nicht ganz unähnlich, auch der SoundMagic ist fürs ausgesprochene Langzeithören optimiert, dabei kommt er mit genug Impulsivität und Pepp rüber, so dass keinesfalls Langeweile aufkommt.

Damit avanciert der SoundMagic tatsächlich zu unserem zweiten Favoriten, die paar Euro, die er mehr kostet, ist er aber durchaus wert, die Gelenke an den Hörmuscheln tragen zum Tragekomfort bei, und er lässt sich kompakter zusammenlegen als der Airy, kostet aber auch etwas mehr.

Das Akku-Monster: JVC HA-S70BT

JVC geht mit dem HA-S70BT einen etwas anderen Weg: Ebenso wie beim deutlich teureren Bose setzt man hier auf ohrumschließende, also Around-Ear Hörkapseln. Dennoch ist auch der JVC schön kompakt geblieben.

Over-Ear Favorit: JVC HA-S70BT-E

Ganz nach Manier der teuren Konkurrenz von Philips und Bose, umschließt der JVC die Ohren komplett, ist trotzdem kompakt.

Durch die etwas voluminöseren Kapseln konnte JVC unter anderem auch einen Akku einbauen, der über reichlich mehr Kapazität verfügt, als die meisten Mitbewerber – eine Spielzeit von weit über 20 Stunden ist damit keine Ausnahme mehr, sondern die Regel.

Trotz der exorbitanten Ausdauer ist der HA-S70BT, wie gesagt, noch recht kompakt geblieben, und lässt sich zudem für die Reise zusätzlich zusammen klappen. Ein Case oder zumindest ein Beutel zur Unterbringung liegen dem Hörer allerdings nicht bei.

Dafür ist auch er technisch mit allen Wassern gewaschen: Neben dem integrierten NFC-Chip zum schnellen Pairing, nutzt auch der HA-S70BT den aptX Codec zur hochwertigen Musikübertragung.

Nutzt man das beiliegende Kabel, muss man auf die Headset-Funktion, und die Auswahl der drei Klangcharakteristika verzichten, die der JVC im Bluetooth-Betrieb zur Verfügung stellt.

Vom Klang her eher etwas wärmer abgestimmt, macht der JVC eine große Bühne. Von den Klangcharakteristika gefällt mir die Einstellung »Normal« am besten, die Bassanhebung sollte man nur sparsam anwenden, und die Einstellung »Clear« weist etwas zu vorwitzigen Bass in die Schranken, um Mitten und Höhen leicht hervorzuheben.

Wer mit den OnEar Hörern nicht zurecht kommt, sollte auf jeden Fall den ohrumschließenden JVC in Betracht ziehen.

Günstig: Pioneer SE-MJ771-BT

Der günstige Pioneer SE-MJ771-BT kann mit einfachem Handling und einer in der Preisklasse geradezu üppigen Ausstattung überzeugen.

Mehr Druck: Pioneer SE-MJ771-BT

Test Bluetooth-Kopfhörer: Pioneer SE-MJ771-BT
Pioneer hat seinen SE-MJ771-BT ein sattes Bass-Fundament mit auf den Weg gegeben.

Die unkomplizierte und schnelle Verbindung mit Hilfe der NFC-Technik ist da erst der Anfang. Dank Unterstützung des aptX-Codecs ist die drahtlose Übertragung in CD-Qualität möglich, da ist es kaum verwunderlich, dass er das Dargebotene auch noch gut zu Gehör bringt. Er geht dabei bis tief in den Basskeller hinab und bringt bei entsprechender Quelle rabenschwarze aber sehr konturierte E-Bassläufe hervor. Glücklicherweise geht das nicht zu Lasten des übrigen Frequenzbandes.

An den Teufel Airy reicht er klanglich aber nicht heran. Wer seinem als etwas dünn empfundenen Smartphone-Sound etwas auf die Sprünge helfen will, ist mit dem Pioneer aber gut und vor allem preiswert bedient.

Klanglich besser, aber teurer: Philips Fidelio M2BT

Wer beim Klang noch eins auf unseren Favoriten draufsetzen will und bereit ist, dafür tiefer in die Tasche zu greifen, für den ist der Philips Fidelio M2BT weiterhin eine Empfehlung. Er bietet eine umfangreiche Ausstattung und eine hervorragende Verarbeitung.

Der Solide: Philips Fidelio M2BT

Test Bluetooth-Kopfhörer: Philips Fidelio M2BT
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Klanglich ist er tatsächlich hörbar größer unterwegs als der Teufel Airy. Er reicht spürbar tiefer in den Basskeller hinab als unser Favorit, liefert einen schön ausgewogenen Mitteltonbereich und bildet höchste Höhen ganz ohne bissige Spitzen ab. Besonders gut gelingt es dem Philips, die ganze Breite der Bühne authentisch abzubilden.

Keine Frage, dass auch die Installation schnell und unkompliziert vonstatten geht, wenn man einmal davon absieht, dass die Bedienelemente eher designerischen als praktischen Vorgaben zu folgen scheinen. So intuitiv wie unser Favorit oder auch der Bose lässt sich der Fidelio nicht bedienen.

Für das Mehr an Klangqualität wird allerdings rund das doppelte wie für unseren Favoriten fällig.

Auch der Bose Soundlink Around-Ear II verfügt über highfidele Gene, bei seinem Vorgänger hat man schlicht einem HiFi-Kopfhörer einen Bluetooth-Empfänger drangesteckt und ihn damit in die Wireless-Klasse befördert.

Der Überflieger: Bose Soundlink Around-Ear II

Test Bluetooth-Kopfhörer: Bose Soundlink Around-Ear II
Bose zeigt, wie man's macht: einfache Bedienung, gefälliger Klang - allerdings zu recht hohem Preis.

Das sah nicht besonders schick aus, weil besagter Empfänger tatsächlich etwas unbeholfen drangesteckt worden war, klang aber aufgrund der guten Vorlage schon mal sehr gut.

Bei der zweiten Generation hat Bose die Bluetooth-Elektronik überarbeitet und schön im Gehäuse versteckt. Das sieht nicht nur besser aus, es funktioniert auch deutlich besser als beim Vorgänger.

Der Klang des Bose ist noch einen Tick ausgewogener oder auch gefälliger als der des Philips, er macht weniger Druck von unten und verfügt über einen exzellenten Tragekomfort.

Preislich schenkt sich der Bose nicht viel im Vergleich zum Philips Fidelio, welchen man bevorzugt ist vor allem Geschmacksache – beim Design ebenso wie beim Höreindruck.

Außerdem getestet

  • Optisch beinah so spartanisch wie der Airy, vielleicht ein wenig stylischer fällt der Move Wireless von Jabra aus.
    Gemessen an der niedrigeren Preisklasse mag die Ausstattung des Jabra sowohl technisch als auch mit Zubehör durchaus angemessen erscheinen, allerdings zeigt schon Pioneer, was selbst für ein schmales Budget drin ist.
    Klanglich bietet der Move Standardkost, insgesamt ist die musikalische Vorstellung also eher farblos, wenn auch nicht unverfärbt. Wer nicht viel ausgeben will, ist mit dem Pioneer oder dem Shift Headphone-Set besser bedient.
  • Das Headphone-Set von Shift besteht eigentlich aus einem kabelgebundenem Kopfhörer, der vom Shift-Vertrieb mit dem Bluetooth Headset Controller BH1 im Bundle verkauft wird.
    Mit einer Akkulaufzeit von knapp 10 Stunden bewegt sich das Kästchen im üblichen Rahmen, zudem kann man den Hörer ja immer noch direkt ans Smartphone stöpseln, und dann immer noch Musik hören.
    Der Hörer verfügt über ein solides Bassfundament, schwächelt allerdings im Mittelhochtonbereich, was ihm eine etwas wattige Grundabstimmung verleiht. Wer auch unterwegs kultiviert Musik hören möchte, sollte über den Controller nachdenken, und  mit dem vielleicht vorhandenen HiFi-Kopfhörer verbandeln.
  • Der OnE ist ein Produkt der Eigenmarke des Vertriebes HeadSound; er ist leicht, einfach zu bedienen, und aktuell sehr günstig zu haben.
    Der OnE hat weder ein Case, noch lässt er sich zusammenklappen, das größte Manko ist indes, dass er keinen Notbetrieb per Kabel anbietet; wenn der Akku leer ist, bleibt der Hörer stumm. Die Bedienung ist schön einfach und mit intuitiv angebrachten Bedientasten realisiert.
    Klanglich gehört er ebenfalls zu den neutral abgestimmten Langzeithörern, mit einer dezenten Bassbetonung und leicht entschärfter Höhenwiedergabe. Was ihn zusammen mit der aktuellen Preisgestaltung eigentlich erst interessant macht.
  • Der Everest 300 von JBL liegt preislich etwa auf gleichem Level wie unser Favorit. Klanglich kann er durchaus mithalten, allein beim Handling muss man mit dem äußerlich etwas dicker auftragenden direkten Konkurrenten leider Abstriche machen.
    Kommt man irgendwann mit der etwas umständlichen Bedienung klar, stellt ausgerechnet das Pairing mit dem Smartphone eine ungeahnte Hürde dar. Erst der Wechsel vom Smartphone auf den iMac stellte endlich eine Verbindung her. Das kann nicht nur daran liegen, dass der JBL über keinen NFC-Chip verfügt, andere schaffen das schließlich auch reibungslos.

Fazit

Der Teufel Airy kann sich nach wie vor auch gegen deutlich teurere Bluetooth-Kopfhörer behaupten. Seine wesentlichen Charakterzüge – einfaches Handling, Tragekomfort und Klangqualität – liegen auf hohem Niveau.

Als direkte Konkurrenz, mit feinen Unterschieden auch im Preis, hat sich der neue BT 30 von SoundMagic neben den Airy geschoben, er ist zwar etwas teurer, dafür aber zusammenfaltbar, so dass er im kleineren Case untergebracht werde kann.

Wer mit dem Tragekomfort der beiden OnEar Favoriten nicht klar kommt, findet in dem JVC HA-S70BT eine AroundEar-Alternative mit ebenfalls vorzüglichen Klangeigenschaften.

Pro & Kontra

Pro

  • Lebendiger, ausgewogener Klang
  • Hoher Tragekomfort
  • Umfangreiches Zubehör
  • Einfache Bedienung

Contra

  • Nicht zusammenfaltbar

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  1. Paul D. Mares

    Ich bin nach wie vor mit meinen FSL Zero sehr zufrieden… als ich sie vor 3 Jahren gekauft habe, gab es die um die 70€

    Antworten
  2. Jeremy Wrt

    Sony mdr1abt (y)
    Besser als alle genannten ^^
    Natürlich auch teurer ^^

    Antworten

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