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Der beste Bluetooth-Kopfhörer

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Test: Bt Buegel
Thomas Johannsen

Thomas Johannsen

hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 15 Jahren ist er Test­redakteur. Er ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone und schreibt unter anderem für Heimkino, Digital Home, InfoDigital und d-pixx.

Der beste Bluetooth-Kopfhörer für die meisten ist für uns zur Zeit der ATH M50xBT von Audio-Technica. Der Over-Ear-Kopfhörer klingt hervorragend, ist unkompliziert in der Bedienung und sitzt auch nach stundenlangem Hörgenuss komfortabel auf den Ohren. Aber es gibt auch reichlich empfehlenswerte Alternativen für jeden Geldbeutel.

Update 2. Juli 2019

Wieder haben wir mit dem Audio-Technica ATH-M50xBT und dem Urbanears Pampas zwei neue Kandidaten getestet, beide konnten eine Empfehlung ergattern – der Audio-Technica ist sogar unser neuer Favorit.

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30. April 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte aktualisiert.

10. Januar 2019

Teufel hat mit dem Airy (2018) einem Klassiker ein Update verpasst, der Tribit XFree Tune punktet mit seinem günstigen Preis.

1. November 2018

Wir haben den Artikel leicht überarbeitet und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert.

12. Juli 2018

Wir haben sechs neue Bluetooth-Kopfhörer getestet und mit dem Marshall Major III Bluetooth einen neuen Testsieger.

13. November 2017

Wir hatten acht neue Modelle im Test – drei davon sind neue Empfehlungen. Der Aventho Wireless von Beyerdynamic, Teufel Real Blue, und der Audio-Technica ATH-AR5BT.

21. Juni 2017

Vier neue Hörer sind hinzugekommen, davon konnten auf Anhieb zwei dem Teufel Airy paroli bieten; mit dem SoundMagic BT 30 und dem JVC HA-S70BT gibt es gleich zwei interessante Alternativen.

Bluetooth-Kopfhörer sind zur Zeit extrem angesagt, ständig kommen neue Modelle auf den Markt. Wir hatten insgesamt 24 kabellose Kopfhörer im Test.

Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) sind in diesem Test nicht dabei, denn bei denen kommt es uns vor allem auf die Qualität der Geräuschreduzierung an, die immer ein stückweit auf Kosten der Klangqualität geht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Audio-Technica ATH-M50xBT

Der Audio-Technica ATH-M50xBT hat berühmte Geschwister – die M-Range wurde ursprünglich zum Abhören im Ton- oder Film-Studio konstruiert. Der Klang ist sehr ausgewogen und als Arbeitsgerät müssen sie robust aber gleichzeitig komfortabel sein. Mit dem ATH-M50xBT kommt der erste Vertreter ohne Kabel auf den Markt und erlangt sofort den Testsieg.

Auch gut

Teufel Airy (2018)

Test Bluetooth-Kopfhörer: Teufel Airy (2018)
Der neue Airy wurde gegenüber seinem erfolgreichen Vorgänger nochmal deutlich verbessert.

Kurz vor Jahresende hat Teufel mit den Airy (2018) einen Nachfolger unseres ehemaligen Favoriten an den Start gebracht. Einige Details sind verbessert worden, den hervorragenden Klang und den komfortablen Sitz hat man allerdings nahezu unverändert gelassen. Damit ist der neue Airy wieder eine Empfehlung.

On-Ear-Favorit

Marshall Major III Bluetooth

Test Bluetooth-Kopfhörer: Marshall Major III
Der Major III Bluetooth ist hervorragend verarbeitet, klingt sehr gut und hat ein unverwechselbares Design.

Der Marshall Major III Bluetooth ersetzt unseren ehemaligen Favoriten. Auch der Marshall arbeitet nach dem Prinzip des On-Ear-Hörers. Die Kapseln bleiben schön klein und der Hörer lässt sich kompakt zusammenschieben und -klappen. Was fehlt, ist ein angemessenes Case, seitens des Klangs fehlt dem Major dagegen kaum etwas.

Wenn Geld egal ist

Beyerdynamic Aventho

Test Bluetooth-Kopfhörer: Beyerdynamic Aventho wireless
Luxus-Hörer von Beyerdynamic mit individualisierbarer Klangcharakteristik.

Eine andere Hausnummer ist der Aventho Wireless von Beyerdynamic: Edelste Materialien, eine super Verarbeitungsqualität und ein hervorragendes Klangerlebnis machen ihn zu einer wertbeständigen Investition. Außerdem hat man mit ihm die Möglichkeit, den Klang auf das eigene Gehör abzustimmen. Preislich liegt der Beyerdynamic freilich in einer ganz anderen Liga.

Designerstück

Urbanears Pampas

Test Bluetooth-Kopfhörer: Urbanears Pampas
Skandinavisches Design, zeitgemäße Abstimmung des Klanges.

Die Urbanears Pampas kommen, wie die Marshall-Hörer von Zound Industries aus Schweden. Das Design kann seinen skandinavischen Touch nicht verbergen, muss es auch nicht. Anders als bei anderen designorientierten Hörern kommt hier weder der Klang noch die Verarbeitung oder der Tragekomfort zu kurz. Die Pampas gibt es in drei Farbvarianten, die klangliche Abstimmung entspricht dem Zeitgeist mit solidem Bassfundament.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutOn-Ear-Favorit Wenn Geld egal istDesignerstück
Modell Audio-Technica ATH-M50xBT Teufel Airy (2018) Marshall Major III Bluetooth Beyerdynamic Aventho Urbanears Pampas Koss Porta Pro Wireless Beyerdynamic Amiron Wireless Audio-Technica ATH-AR5BT Teufel Real Blue Audio-Technica ATHDSR9BT Audio-Technica ATHDSR7BT Bose Soundlink Around-Ear II Teufel Airy Magnat LZR 588 SoundMagic P22BT Koss BT539iK JVC HA-S70BT-B Pioneer SE-MJ771-BT Tribit XFree Tune Motorola Pulse Escape+ Urbanears Plattan 2 Bluetooth Magnat LZR 568 Jabra Move Wireless Headsound OnE
Test Bluetooth-Kopfhörer: Audio-Technica ATH-M50xBTTest Bluetooth-Kopfhörer: Teufel Airy (2018)Test Bluetooth-Kopfhörer: Marshall Major IIITest Bluetooth-Kopfhörer: Beyerdynamic Aventho wirelessTest Bluetooth-Kopfhörer: Urbanears PampasTest Bluetooth-Kopfhörer: Koss Porta Pro WirelessTest Bluetooth-Kopfhörer: Beyerdynamic Amiron WirelessTest Bluetooth-Kopfhörer: Audio-Technica ATH-AR5BTTest Bluetooth-Kopfhörer: Teufel Real blueTest Bluetooth-Kopfhörer: Audio-Technica ATHDSR9BTTest Bluetooth-Kopfhörer: Audio-Technica ATHDSR7BTTest Bluetooth-Kopfhörer: Bose Soundlink Around-Ear IITest Bluetooth-Kopfhörer: Teufel AiryTest Bluetooth-Kopfhörer: Magnat LZR 588Test Bluetooth-Kopfhörer: SoundMagic P22BTTest Bluetooth-Kopfhörer: Koss BT539iKTest Bluetooth-Kopfhörer: Pioneer SE-MJ771-BTTest Bluetooth-Kopfhörer: Tribit XFree TuneTest Bluetooth-Kopfhörer: Motorola Pulse Escape+Test Bluetooth-Kopfhörer: Magnat LZR 568Test Bluetooth-Kopfhörer: Jabra Move WirelessTest Bluetooth-Kopfhörer: Headsound OnE
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Komfortabler Sitz
  • Mit Transportbeutel und Audio-Kabel
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Sehr guter Klang
  • Einfache Bedienung
  • Leicht und komfortabel
  • Mit Transportbeutel
  • Sehr guter Klang
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Einfache Einknopf-Bedienung
  • Enorme Akku-Laufzeit
  • Auch mit Kabel als Headset nutzbar
  • Hervorragender Klang
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Ziemlich leicht und komfortabel Individuelle Anpassung des Klangs möglich
  • USB-C-Anschluss zum Laden
  • Sehr guter Klang mit Loudness-Charakter
  • Pfiffige Ein-Knopf-Bedienung
  • Superleicht und mit hohem Tragekomfort
  • Erstaunlich sauberer Klang, mit leichter Bassanhebung
  • Bester Klang, per MIY-App individuell anpassbar
  • Hoher Tragekomfort
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Sensitivität des Touchpads lässt sich anpassen
  • Sehr komfortabler Over-Ear
  • Klarer Sound über den gesamten Frequenzbereich Gute Ausstattung und Verarbeitung
  • Sitzt komfortabel
  • Klingt angenehm natürlich, mit leichter Loudness-Tendenz
  • Hervorragend ausgestattet
  • Hervorragender Klang
  • Hochwertige Verarbeitung, edle Materialien
  • Sehr guter Klang
  • Ausgewogener Sound
  • Sehr guter Tragekomfort
  • Einfaches Handling
  • Tolle Klangqualität
  • Guter Tragekomfort
  • Knackige, präzise Basswiedergabe Üppige Ausstattung
  • Komfortabler Sitz
  • Extrem üppig ausgestattet
  • Recht natürliche Abstimmung
  • Große, gut zu tastende Bedienflächen
  • Enorm lange Akkulaufzeit
  • Guter Klang
  • Vergleichsweise günstig
  • Gute Bass-Darbietung
  • Solide verarbeitet
  • Lange Akkulaufzeit
  • Günstig
  • Recht günstig
  • Guter Klang für den Preis
  • Schlichtes, skandinavisches Design
  • Viele Farben verfügbar
  • Recht natürliche Abstimmung
  • Für On-Ear guter Tragekomfort
  • Basslastige Abstimmung
  • Günstig
  • Optisch sehr ansprechend
  • Vergleichsweise günstig zu haben
  • Klanglich relativ ausgewogen
Contra
  • Recht schwer
  • Recht einfach verarbeitet
  • Kein Case im Lieferumfang
  • Funkreichweite nur mittelmäßig
  • Kein Transport-Case im Lieferumfang
  • Kein Audio-Kabel im Lieferumfang
  • Kein Notkabel vorgesehen
  • Als Bluetooth-Version recht teuer
  • Akkulaufzeit bauartbedingt eher mittelprächtig
  • Recht teuer
  • Reichweite nur Mittelmaß
  • Kein Case im Lieferumfang
  • Nicht mit aptX kompatibel
  • Kein Notbetrieb mit Kabel
  • Recht teuer
  • Kein Notbetrieb mit Kabel
  • Verarbeitung der Schalter an unserem Testmuster nicht adäquat
  • Noch ein Stück teurer als der Philips
  • Etwas stramme Befestigung der Hörschale bei unserem Testhörer
  • Die basslastige Abstimmung gefällt nicht jedem
  • Für klassische Musik kaum geeignet
  • Komplexe und lautere Passagen geraten schnell außer Kontrolle
  • Recht einfach verarbeitet Hochtonbereich etwas wattig
  • Kein Aufbewahrungscase im Lieferumfang
  • Klanglich insgesamt nicht so stark wie der Testsieger
  • Hörbares Rauschen
  • Großer Anpressdruck der Höhrkapseln
  • Polster für große Ohren nicht geeignet
  • Kommt mit größeren Pegeln nicht so gut zurecht
  • Verliert bei komplexer Musik schon mal den Überblick
  • Kein Kabelbetrieb möglich
  • Klanglich nicht so gut wie der LZR 588
  • Magere Ausstattung
  • Klanglich eher farblos
  • Wenig Ausstattung
  • Kein Kabelbetrieb möglich
  • Kein Notbetrieb per Kabel möglich
  • Lässt sich nicht zusammenklappen
Bester Preis
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Drahtlose Freiheit

Kopfhörer mit drahtloser Musikübertragung erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Schluss mit widerspenstigen Kabeln, die immer im Weg sind, egal ob man gerade Musik hört oder das gute Stück möglichst kompakt verstauen möchte. Bei längerem Gebrauch sind Kabelbrüche oder verbogene Stecker vorprogrammiert – all das kann man sich mit einen Bluetooth-Kopfhörer ersparen.

Wenn In-Ears, die es ja auch schon ohne Kabel gibt, aus Gründen der Bequemlichkeit oder des Komforts nicht in Frage kommen, begeht man heutzutage selbst mit ausgewachsenen Bügelkopfhörern keinen modischen Fauxpas mehr – ganz im Gegenteil, sie gelten mittlerweile als durchaus vorzeigbares Accessoire.

Nebenbei empfehlen sich Bluetooth-Kopfhörer auch in den eigenen vier Wänden als komfortable Genussmittel. Gerade wenn man Musik hören will, um sich Arbeiten wie Staubsaugen, Bügeln oder ähnliches zu versüßen, ist ein Kabel lästig und schränkt die Bewegungsfreiheit ein.

Kabellos Musikhören: Dank aptX ohne große Klangeinbußen

Die Reichweite unserer Testgeräte reichte allemal über eine Etage, da normale Wände kein großes Hindernis für die Funkwellen darstellen. Kritisch wird es erst, wenn Stahlbetondecken dazwischen kommen, dann kommt die Funkstrecke der meisten Bluetooth-Geräte an ihre Grenzen.

Zwar bringt die Bluetooth-Übertragung grundsätzlich Einbußen in der Klangqualität mit sich, aber mittlerweile sind viele Hörer und Zuspieler mit dem aptX-Codec kompatibel, der die Musik in CD-Qualität übertragen kann. Es ist sogar möglich, hochauflösende Datenformate (besser als CD-Qualität), die von fast allen Streamingdiensten angeboten werden, ebenfalls per Bluetooth zu genießen. Der aptX HD-Codec bohrt die aptX-Spezifikationen nochmal auf.

Neuerdings beinhaltet Android 8 Oreo sogar den LDAC-Codec, der nochmal höhere Auflösungen per Bluetooth zulässt, allerdings sind bislang noch nicht alle Kopfhörer damit kompatibel, streng genommen hauptsächlich Hörer von Sony, da Sony den Codec entwickelt hat.

So haben wir getestet

Wir haben sämtliche Testkandidaten ausführlich probegehört und getestet. Dabei haben wir nicht nur verschiedenste Musikrichtungen ausprobiert, sondern auch Handling und Funkreichweite geprüft.

Wir beobachten den Markt für Kopfhörer kontinuierlich und lassen uns die interessantesten Neuerscheinungen schicken. Wir hatten den Aventho Wireless von Beyerdynamic, den ATH-AR5BT von Audio-Technica, den Plattan 2 Bluetooth von Urbanears, den Teufel Real Blue und den Motorola Pulse Escape+ im Test. Da der Koss BT539iK und die beiden Hörer von Magnat, LZR 568 und LZR 588, bereits über eine solide Fangemeinde verfügten, sollten auch sie keinesfalls fehlen.

Teufel hat nachgelegt, der überaus erfolgreiche Airy hat mit dem Airy (2018) einen Nachfolger bekommen, diesen und den besonders günstigen Tribit XFree Tune haben wir jetzt getestet, der neue Airy hat es wieder zu einer Empfehlung geschafft.

Jetzt mischt ein erneuter Nachschlag mit gleich sechs neuen Hörern das gesamte Testfeld nochmal gehörig auf. Unter ihnen findet sich ein Klassiker: Der Koss Porta Pro ist schon seit 1984 unverändert auf dem Markt, nun gibt es mit dem Porta Pro Wireless endlich eine Bluetooth-Variante. Der SoundMagic P22BT bietet ähnliche Features wie der BT30, kostet aber nur die Hälfte. Marshall hat mit dem Major III Bluetooth ebenfalls ein Produkt in der hart umkämpften Region um 100 Euro lanciert, im unverwechselbaren Marshall-Design.

Am oberen Ende der Preisskala hat sich ebenfalls einiges getan. So hat Audio-Technica mit dem ATHDSR7BT und dem ATHDSR9BT eine komplett neue Wandlertechnik eingeführt und Beyerdynamic hat mit dem Amiron Wireless einen Bluetooth-Kopfhörer mit der hauseigenen Tesla-Technik ausgestattet, die sonst nur in High-End-Hörern eingesetzt wird.

Im Sommer 2019 haben wir mit dem Audio-Technica ATH-M50xBT einen Bluetooth-Hörer mit Studio-Genen hinzugenommen, außerdem mit dem Urbanears Pampas ein weiteres Design-Objekt, welches nicht nur gut aussieht. Beide erhalten eine Empfehlung.

 Bluetooth-Kopfhörer Test: Audio-Technica ATH-M50xBT

Testsieger: Audio-Technica ATH-M50xBT

Der Audio-Technica ATH-M50xBT basiert auf der bekannten M50-Serie, die seit Jahren auf dem Markt ist und eigentlich fürs Studio entwickelt wurde. Nun haben die Entwickler Bluetooth-Empfänger sowie Akkus und Ladeelektronik integriert und den ATH-M50xBT quasi mobilisiert.

Testsieger

Audio-Technica ATH-M50xBT

Ein leichtes Unterfangen war das sicherlich nicht – buchstäblich betrachtet. Schließlich handelt es sich beim ATH-M50xBT um einen Hörer, der die Ohren umschließen soll und damit zwangsläufig über größere Kapseln verfügt als die Kollegen, die direkt auf den Ohren liegen. Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass nicht die üblichen 40 Millimeter großen Wandler verwendet wurden, sondern etwas größere mit 45 Millimeter Durchmesser, schließlich wollten die Entwickler so wenig wie möglich an der Klangcharakteristik der M-Serie verändern.

Satte Akkulaufzeit garantiert

Zu guter Letzt stattete man die Hörer mit einem großzügig dimensionierten Akku aus, schließlich sollte der ATH-M50xBT gerade im kabellosen Betrieb möglichst lange Durchhalten. Das tut er auch: Bei unserem Test schaffte er locker 40 Stunden bei voller Lautstärke, mit einer Funkstrecke von einem Meter zwischen Kopfhörer und Smartphone (das Smartphone musste dabei die meiste Zeit am Netz betrieben werden).

Alle Maßnahmen zusammen sorgen für ein Kampfgewicht von knapp über 300 Gramm, die sich allerdings so gut auf den Bügel und die Ohrpolster verteilen, dass man auch bei längerem Musikhören keine Druckstellen bekommt. Trotz der nicht gerade kompakten Bauweise lässt sich der M50xBT ziemlich klein zusammenfalten, jedenfalls so klein, das er bequem im Transportbeutel aus Kunstleder unterkommt, der zum Lieferumfang gehört.

Außerdem ist noch ein Audio-Kabel dabei, falls der Akku doch mal vorzeitig schlapp macht sowie das obligatorische USB-Ladekabel. Das Audio-Kabel ist übrigens mit einem Mikrofon und einer Taste ausgestattet, so kann man den Kopfhörer selbst ohne Bluetooth-Verbindung noch als Headset benutzen.

Bedienung

Kein Touch – der Audio-Technica ATH-M50xBT wird schlicht über Tasten bedient, insgesamt vier Stück an der Zahl und eher ungewöhnlich an der linken Hör-Kapsel zu finden. Dass sich zudem die Audio- und die Ladebuchse hier befinden, mag auf den ersten Blick unübersichtlich erscheinen, schnell hat man sich aber an die intuitive Bedienstruktur gewöhnt. Die wichtigsten Funktionen, wie Ein- und Ausschalten, Lautstärke-Einstellung sowie das Zappen durch die Stücke und zum Schluss das Pausieren der Musik, um zu telefonieren, erledigt man beim Audio-Technica dann auch ohne hinzusehen.

Der Ein-/Aus-Schalter ist als Schiebeschalter ausgelegt; einschalten und kurz in der Position halten aktiviert den Pairing-Modus, eine Stimme informiert über den aktuellen Betriebszustand und direkt nach dem Einschalten auch über den Ladezustand der Batterie. Die Kombi aus drei Tasten für Lautstärke und Co. lässt sich in gebührlichem Abstand ebenfalls leicht ertasten und eben auch ohne Sichtkontakt bedienen.

Bügel und Kapseln lassen sich sehr gut an Kopfformen und -größen anpassen. Die weichen Polster sitzen komfortabel über den Ohren und dichten dabei sehr gut ab, sodass sie ihre Klangwelten ungestört von der Außenwelt entfalten können und das lohnt sich in der Tat.

Hörtest

Der Audio-Technica ATH-M50xBT macht von Anfang an keinen Hehl aus seiner anspruchsvollen Herkunft – keine Spur von bassbetonter Abstimmung gemäß dem aktuellen Zeitgeist, trotzdem steigt er gnadenlos tief und staubtrocken in den Basskeller, wenn die Musik das erfordert. Aber eben nur dann, so bleibt genug Potential, um dem gerade für Vocals so wichtigen Mittel- und Mittelhochtonbereich mit bestechender Natürlichkeit gerecht zu werden.

Dadurch ist der Audio-Technica nicht auf ein Genre spezialisiert: Wenn’s krachen soll, lässt er es krachen, wenn Feindynamik gefragt ist – bitte sehr, auch hier liefert der ATH-M50xBT unverzüglich. Dabei kommt ihm zugute, dass er sich auf die Übertragung per aptX-Codec versteht, ansonsten ließe sich das Potential kaum nutzen, zumindest nicht im kabellosen Betrieb.

Reichweite

Seitens der Reichweite des Audio-Technica gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, zwar gibt es Bluetooth-Hörer die noch ein paar Meter weiter die Verbindung halten, aber wir sprechen hier von Reichweiten über eine oder zwei Etagen und da liegt der Audio-Technica im guten mittleren Bereich.

Hörer ohne aptX halten die Verbindung länger

Bemerkenswert ist allerdings, dass die meisten Hörer ohne aptX-Codec deutlich länger versuchen, zumindest die Verbindung aufrecht zu halten, so schlecht diese auch sein mag. Bei aptX hat die Qualität der Übertragung eindeutig Priorität, bei Signalstörungen wird rigoros abgeschaltet.

Nun gibt es einige Digital Audio Player, die für solche Fälle eine Art Fallback zuschalten. Reicht die Signalstärke nicht mehr für eine aptX-Übertragung aus, wird zumindest noch im normalen Bluetooth-Codec übertragen. Ein Smartphone mit derartigen Fähigkeiten ist uns bislang allerdings noch nicht untergekommen.

Was gibt es für Nachteile?

Vom vergleichsweise hohen Gewicht des Audio-Technica  war hier schon die Rede, dennoch meinen wir, dass er einen guten Kompromiss liefert – zwischen Klangqualität (große Wandler), Akkulaufzeit (viel Akkukapazität) sowie einer guten Gewichtsverteilung und ordentlicher Polsterung. Ein Weiteres Manko betrifft die Ladebuchse, hier wird noch die nicht mehr aktuelle microUSB-Buchse eingesetzt. Die ist weder verdrehsicher, noch hat der Hörer dadurch eine Schnelllade-Funktion wie es nur mit Buchsen vom Typ-C möglich ist.

Audio-Technica ATH-M50xBT im Testspiegel

Die Herkunft des Audio-Technica ATH-M50xBT aus der M50-Reihe ist in der Branche durchaus bekannt, entsprechend räumt er auch ab, hier nur ein Auszug der deutschsprachigen Tests:

In der Audio Ausgabe 5/2019, die im April erschienen ist, erhielt der Audio-Technica im Klangurteil 80 Punkte, und damit eine Empfehlung in der Kategorie »Klang«, außerdem bescheinigte Christian Möller ihm ein »überragendes« Preis-Leistungsverhältnis:

»Wer auf eine aktive Geräuschunterdrückung und die gleichzeitige Kopplung an mehrere Quellen verzichten kann, liegt mit dem Audio-Technica M50xBT richtig. Es zählt der Klang, und hier liefert der Japaner ab! Tonal neutral abgestimmt mit einer leichten Bassanhebung, bietet er ein rundes Gesamtpaket. Der Preis stimmt.«

In der Audio Test Ausgabe 1/2019, die im Dezember 2018 erschienen ist, erhielt er ein »sehr gutes« Ergebnis (85 Prozent) gepaart mit einem »guten« Preis-Leistungsverhältnis (8 von 10 Punkten).

Das Ergebnis setzt sich folgendermaßen zusammen: Bei der Wiedergabequalität erreichte er 63 von 70 Punkten, bei Ausstattung und Verarbeitung 6 von 10 Punkten, seitens der Benutzerfreundlichkeit 8 von 10 Punkten.

Im März 2019 erreichte der Audio-Technica auf MODERNHIFI.de ebenfalls 8 von 10 Punkten, auch hier konnte er mit seiner natürlichen Wiedergabe überzeugen:

»Wenn es eine Disziplin gibt, in der der Audio Technica ATH-M50xBT wirklich punktet, dann ist es seine Klangabstimmung. Mobile Kopfhörer werden gern einmal in bestimmten Frequenzbereichen überzeichnet, damit sie sich im lauten Großstadtdschungel besser durchsetzen. Nicht so der ATH-M50xBT, der nahezu ausgewogen klingt.

Pluspunkte sammelt er durch seine klaren Höhen, die besonders Sprache und Gesangsstimmen gut zur Geltung bringen, ohne dabei zum Zischeln zu neigen. Auch der Bassbereich steht dem in nichts nach. Hier gibt sich der Over-Ear-Kopfhörer mit klaren Strukturen, die eine genaue Abbildung der tiefen Frequenzen zeichnen. Eine milde Betonung sorgt für eine klangliche Wärme, die sich vor allem für Rock, Pop und elektronische Musiktitel eignet.

Auch die Mitten überzeugen mit einer guten Abstrahierung einzelner Instrumente, die für ein transparentes Klangbild sorgt. Eine breite akustische Bühne rundet das positive Gesamtbild ab. Klanglich wird hier viel Geboten für den hochwertigen Musikgenuss unterwegs […]«

Alternativen

Die Vielfalt bei Kopfhörern ist groß und welcher einem am besten gefällt, ist größtenteils auch Geschmackssache. Wenn Ihnen der Audio-Technica aus welchem Grund auch immer nicht zusagt, haben wir hier die besten Alternativen für Sie.

Auch gut

Teufel Airy (2018)

Test Bluetooth-Kopfhörer: Teufel Airy (2018)
Der neue Airy wurde gegenüber seinem erfolgreichen Vorgänger nochmal deutlich verbessert.

Der Teufel Airy (2018) ist ein würdiger Nachfolger des Ur-Airy, der lange Zeit unser Favorit in dieser Kategorie war. Der Bügel wurde komplett überarbeitet, die Wandler und damit auch der Klang wurden weitgehend belassen, wie sie waren – aus guten Grund, denn klanglich gibt es auch am neuen Airy nichts zu mäkeln.

 Bluetooth-Kopfhörer Test: Teufel Airy2
Der neue Airy hat einen neuen Bügel bekommen, der Kunststoff ist glatter und sieht hochwertiger aus.

Wie schon der Vorgänger ist auch der neue Airy als ohraufliegender Hörer konstruiert. Dabei hält er sich mit dem Anpressdruck soweit zurück, dass er auch für Brillenträger gut zu tragen ist.

Neu ist, dass der Airy zwei Scharniere bekommen hat. Zusammengeklappt passt er jetzt locker in den Transportbeutel, der ebenfalls zum Lieferumfang gehört. Daher konnte der Bügel nun auch aus festerem Kunststoff gefertigt werden und nicht wie beim alten aus möglichst biegsamem, etwas rau wirkendem Kunststoff, der vor allem beim weißen Modell schnell unansehnlich aussieht.

Das Drehrad zur Lautstärkeeinstellung ist geblieben, nun aber nicht ins »T«-Logo, sondern gut geschützt in den Bügel integriert. Die Bedienflächen sind quasi an Ort und Stelle geblieben. Das ganze hinterlässt einen deutlich aufgeräumteren Eindruck.

Dennoch kommt er seitens der Verarbeitungsqualität nicht an den Audio-Technica heran. Der funktioniert zudem auch mit dem Notkabel als Headset, weil in besagtem Kabel ein Mikrofon und ein Schalter integriert sind. Über einen Transportbeutel verfügt der Airy wiederum ebenfalls.

Klanglich liegt er wieder nah beim Vorgänger: angenehm rund, sachlich und trotzdem mit reichlich Spielfreude und Dynamik. Der Airy reicht erstaunlich tief in den Basskeller – und das schafft er, ohne den Tieftonpegel insgesamt unbotmäßig anzuheben, einem Trick, der häufig angewandt wird, um den mangelnden Tiefbass durch mehr Pegel im Oberbass zu kaschieren. Wie gesagt: Das hat der Teufel Airy nicht nötig. Obendrein schafft er eine schön differenzierte Wiedergabe der mittleren Frequenzen.

On-Ear-Favorit

Marshall Major III Bluetooth

Test Bluetooth-Kopfhörer: Marshall Major III
Der Major III Bluetooth ist hervorragend verarbeitet, klingt sehr gut und hat ein unverwechselbares Design.

Der Marshall Major III Bluetooth ist in On-Ear-Bauweise konstruiert, die Hörkapseln sind entsprechend klein, er kann zudem ziemlich kompakt zusammengeklappt werden. Ein passendes Transport-Case gehört allerdings nicht zum Lieferumfang.

 Test: Marshall Major3bt2

Das Design des Marshall Major III Bluetooth erinnert an die legendären Gitarrenverstärker aus dem Hause Marshall. Dabei werden sowohl die Kopfhörer als auch die Bluetooth-Lautsprecher im selben Design von einem schwedischen Unternehmen namens Zound Industries International in Lizenz vertrieben. Das gilt übrigens auch für die Marke Urbanears.

Das Design ist sicherlich Geschmacksache, wir finden es rundheraus gelungen. Wie es sich auch für einen anständigen Gitarren-Amp gehört, besteht auch der Major III aus strapazierfähigem Oberflächenmaterial. Wo es fürs Gewicht sinnvoll erscheint, wird hochwertiger Kunststoff eingesetzt, Gelenkbolzen und Haltebügel der Kapseln sind aus Metall. Das gilt übrigens auch für das einzige Bedienelement, das sich am Major II findet: Der Knopf für sämtliche Bedienschritte ist auffällig aus Messing hergestellt – so war und ist das auch bei den Verstärkern.

 

Wie gesagt, lässt sich der Major schön kompakt zusammenlegen, nur leider wird weder ein Hard-Case noch eine Aufbewahrungstasche mitgeliefert. Dabei gibt es im Portfolio von Marshall immerhin einen Kopfhörer, der mit einem Case in perfekt passender Oldstyle-Manier ausgeliefert wird.

Zum Lieferumfang gehören neben dem obligatorischen USB-Ladekabel das unumgängliche Audio-Kabel, falls der Akku mal schlapp macht, was allerdings erst nach fast zwei Tagen Nonstop-Dauerberieselung der Fall ist. Bei uns lief der Hörer bei voller Lautstärke gute 40 Stunden!

Der Major III Bluetooth erlaubt sich trotz seines auffälligen Äußeren klanglich keinerlei Extravaganzen: Wie die meisten Hörer in dieser Preisklasse ist er zeitgemäß, nennen wir es mal bassfreundlich, abgestimmt. Das prädestiniert ihn hauptsächlich für moderne Musik, die allerdings auch selbst nicht zu basslastig abgestimmt sein sollte, sonst kann es schnell zu viel des Guten werden.

Für moderne Musikstile ist der Major III der perfekte Spielpartner, ein Hingucker ist er allemal, und die angenehm weichen Poster sorgen für ein komfortables Langzeit-Musikvergnügen.

Wenn Geld egal ist

Beyerdynamic Aventho

Test Bluetooth-Kopfhörer: Beyerdynamic Aventho wireless
Luxus-Hörer von Beyerdynamic mit individualisierbarer Klangcharakteristik.

Beyerdynamic hat den Aventho Wireless schon einige Zeit auf diversen Messen und Ausstellungen vorgeführt, dort allerdings noch als Prototyp, um gerade während der Entwicklungsphase soviel Feedback wie möglich berücksichtigen zu können.

Dass sich das sowohl auf die Klangeigenschaften als auch auf die Bedienmimik auswirkte, lässt sich sehr gut an dem jetzt verfügbaren Schmuckstück erfahren. Außer mit edlen, hervorragend verarbeiteten Materialien glänzt der Beyerdynamic Hörer mit einem ausgefeilten, wenn auch nicht ganz neuen Bedienkonzept. Auf der rechten Hörkapsel findet sich ein Touchpad, das mit einfachen Gesten (vertikales Wischen) durch die Tracks vor- und zurückspringt und mit einer anderen Geste (horizontales Wischen) die Lautstärke einstellt.

Wie gesagt, ist das nichts neues. Neu ist aber, dass die Empfindlichkeit des Touchpads mit Hilfe einer App individuell angepasst werden kann. Diese MIY App (Make It Yours) kann aber noch weitaus mehr. Denn streng genommen ist die Funktion mit dem Touchpad eher ein Nebenprodukt; in der Hauptsache dient diese App dazu, die Klangcharakteristik des Aventho möglichst individuell anzupassen.

 Test: Beyerdynamic Aventho
Sieht edel aus, kostet aber auch entsprechend: der Aventho Wireless von Beyerdynamic.

Diese von Mimi Hearing Technologies bereitgestellte App nimmt einen Hörtest vor. Daraus, und unter Berücksichtigung des Alters des Besitzers, berechnet sie eine individuelle Hörkurve, die dann nicht, wie sonst üblich, im Smartphone hinterlegt wird, sondern im Kopfhörer selbst. So muss man den Hörer nur einmal einmessen und kann diese Abstimmung dann immer benutzen. Der ganze Vorgang dauert nicht länger als 10 Minuten, eher weniger.

Aber auch »roh« konnte uns der Aventho schon überzeugen. Der fein auflösende Mittenbereich, die gut differenzierten Höhen, die so gar nichts nervig Zischelndes haben und schließlich die enorme Räumlichkeit, die der Beyerdynamic aufspannen kann, lassen ganz vergessen, dass die Übertragung »nur« über Bluetooth läuft. Hier nutzt der Aventho allerdings neben dem fast schon standardmäßigen aptX-Codec sogar den aptX HD Codec, der nochmal über eine größere Übertragungsbandbreite verfügt.

Dass der Aventho Wireless zudem mit einem ausgesprochen guten Mikrofon ausgestattet ist, womit eine sehr gute Sprachverständlichkeit beim Telefonieren gewährleistet wird, muss kaum erwähnt werden – schließlich baut man das bei Beyerdynamic auch selbst. Damit ist der Aventho Wireless kein einfacher Bluetooth-Kopfhörer, sondern eine langfristige Investition, die sich aber lohnt – wenn man sich das leisten kann und will.

Designerstück

Urbanears Pampas

Test Bluetooth-Kopfhörer: Urbanears Pampas
Skandinavisches Design, zeitgemäße Abstimmung des Klanges.

Die Urbanears Pampas kommen im eleganten skandinavischen Design, es gibt insgesamt drei Farbvarianten, alle eher langzeittauglich von der gedeckten Sorte und nicht knallbunt, sodass es keine Kompatibilitätsprobleme mit anderen Mode-Accessoires gibt. Anders als viele vorgeblich modischen Kopfhörer, legt man bei Urbanears immer auch Wert auf gute Verarbeitungs- und ansprechende Klangqualität – so auch beim aktuellen Pampas.

 Bluetooth-Kopfhörer Test: Urbanears Pampas
Der Urbanears Pampas kommt im klassischen skandinavischen Design, mit viel Stoff.

Neben viel Kunstleder und etwas grifffreundlich mattiertem Kunststoff kommt bei den Pampas auch eine Art Leinen zum Einsatz. Die Oberseite des Kopfbügels und die Außenseiten der Hör-Kapseln sind mit diesem Stoff bezogen. Dabei wurde peinlich darauf geachtet, dass sämtliche Materialien von der gleichen Farbe sind, also quasi alles in Wagenfarbe lackiert. Der Pampas hinterlässt dadurch einen sehr harmonisch-homogenen Eindruck und setzt sich auch haptisch von allen anderen Kopfhörer-Designs ab.

Damit auch ja keine Bedienelemente die schöne Oberfläche über Gebühr verunzieren, hat man sich auf nur ein Bedienelement beschränkt: Ganz so wie beim Marshall wird der Pampas nur von einem Pin bedient – kein Wunder, denn beide Marken gehören zu Zound Industries, warum also keine Synergien nutzen. Schnell hat man sich an die Bedienstruktur gewöhnt: Ein Druck auf den Pin schaltet den Hörer ein und aktiviert nach kurzer Zeit den Pairing-Modus. Kippen in die eine Richtung stellt die Lautstärke ein, Kippen in die andere Richtung zappt durch die Tracks – das war’s.

Auch der Pampas verfügt über eine lange Akkulaufzeit von über 30 Stunden, anders als viel andere Hörer ist er aber aber viel schneller aufgeladen. Der USB-Buchse vom Typ-C sei dank versteht er sich nämlich auf’s schnelle Laden, vorausgesetzt, er wird an ein entsprechend potentes Lade-Netzteil angeschlossen. Hier nutzt man am besten dasselbe wie beim Smartphone – ein eigenes liegt, wie üblich, nicht bei.

Bei der zweiten von insgesamt zwei Buchsen handelt es sich um eine sogenannte Partner-Buchse: Freunde oder Partner können daran ihren (schnurgebundenen) Kopfhörer andocken, um mit reinzuhören, so ist die Musik über Kopfhörer kein einsames Vergnügen mehr. Als Notlösung zum Musikhören per Kabel, falls der Akku doch mal leer ist, eignet sich diese Buchse dagegen nicht.

Klanglich ist der Pampas zeitgemäß abgestimmt, er liefert ein solides, deutlich betontes Bassfundament und spielt auch den Hochtonbereich sehr fein differenziert. Diese deutliche Loudness-Charakteristik geht allerdings mitunter zu Lasten der Mitten, was gerade bei stimmlastiger Musik von Nachteil ist. Bei klassischer Musik sollte man ohnehin mit dem Equalizer des Smartphones ein ausgewogeneres Klangbild einstellen, moderne Musik profitiert indes von der Abstimmung. So erreicht man auch bei geringen Lautstärken ein voluminöses Klangbild.

Der Pampas von Urbanears setzt sich prima in Szene und das ist nicht nur optisch gemeint, auch klanglich hat der feine Kopfhörer einiges zu bieten.

Außerdem getestet

Koss Porta Pro Wireless

Der verkabelte Bruder des Koss Porta Pro Wireless wird bereits seit 1984 im Großen und Ganzen unverändert produziert. In der aktuellen Wireless-Variante hat man lediglich ein Kabel mit Mikrofon und ein Akku-Kästchen integriert, ganz wie bei manchen In-Ears, und ihn so in die moderne Bluetooth-Welt geführt. Das leichte Design und der überraschend erwachsene Klang sind geblieben. Allerdings hat das recht einfache Bluetooth-Upgrade auch seine Tücken, denn der Akku in dem kleinen Kästchen reicht nur für gute 12 Stunden Musik. Danach ist Schluss, und zwar komplett, denn ein Notfallkabel lässt sich nicht anschließen.

Dank seiner Leichtigkeit wird er erstens nie lästig und sitzt zweitens auch bei starken Bewegungen sicher auf den Ohren. Hier hat man keine Massen, die beim Nicken oder Kopfschütteln herumschleudern. Brillenträger freuen sich über den angenehmen ungestörten Sitz mit Brille. Auch funktechnisch kann er mit solider Reichweite (über 1,5 Etagen) punkten, selbst mit aptX.

Insgesamt ist der Porta Pro Wireless die gut gelungene Evolution eines Klassikers.

Beyerdynamic Amiron Wireless

Der Beyerdynamic Amiron Wireless erweitert die neu ins Leben gerufene Amiron-Reihe des Audio-Spezialisten aus Heilbronn. Den Anfang machte der Amiron Home, ein offener, mit hochwertigen Tesla-Treibern bestückter Hifi-Kopfhörer. Der Amiron Wireless arbeitet zwar nach dem geschlossenen Prinzip und zudem ohne Kabel, was an sich schon ein Affront gegen die High End-Szene darstellt, dennoch ist auch er mit Tesla-Teibern bestückt und – mit Verlaub – einer der am audiophilsten abgestimmten Bluetooth-Kopfhörer, die mir bisher auf die Ohren gekommen sind.

Er ist zwar kein Leichtgewicht, verteilt seine Masse aber so gut über Bügel und Polster, dass er sich auch über längere Zeit komfortabel tragen lässt. Die Bedienelemente in Form eines Ein-/Ausschalters und eines Touchpads befinden sich alle auf der rechten Kapsel und ähnlich wie beim Aventho lässt sich die Empfindlichkeit des Touchpad mit der MIY-App auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Keine Frage: Auch der Klang lässt sich hiermit personalisieren, was aber durchaus umstritten ist, denn schließlich hat man sich durch jahrelanges Musikhören an »seinen« Klang gewöhnt – gut, dass man innerhalb der App umschalten kann.

Um es kurz zu machen: Der Amiron Wireless klingt schon ohne Einmessung wie ein verkabelter Hörer, und zwar wie ein hervorragender. Beyerdynamik hat es geschafft, der Bluetooth-Übertragung den Schrecken zu nehmen. Das hat allerdings auch seinen Preis, denn der Amiron Wireless ist nochmal etwas teurer als der Aventho oder einer der beiden folgenden Konkurrenten:

Audio-Technica ATH-AR5BT

Der Audio-Technica ATH-AR5BT basiert auf der erfolgreichen MSR7-Reihe. Design und Fertigungsqualität liegen auf hohem Niveau, den ATH-AR5BT hat man zusätzlich mit Bluetooth-Elektronik ausgestattet. Das Ergebnis ist ein schöner Over-Ear-Kopfhörer mit hervorragendem Klang und dem Komfort der Bluetooth-Übertragung.

Auch ausstattungsmäßig kann man sich beim Audio-Technica nicht beklagen: Der integrierte NFC-Chip erleichtert das Bluetooth-Pairing und neben dem obligatorischen USB-Ladekabel gibt es auch ein Audiokabel, sodass man auch bei leerem Akku zumindest noch Musik hören kann. Ein Tragebeutel aus Kunstleder rundet die Ausstattung ab. Trotz seiner ohrumschließenden Polster lässt sich der ATH-AR5BT nämlich ziemlich kompakt zusammenklappen, sodass er gut im Beutel verstaut werden kann.

In den Hörkapseln ist offenbar  reichlich Platz für Akkus, denn die Kapazität reicht bei moderater Lautstärke für knapp 30 Stunden Spielzeit.

Somit bietet der Audio-Technica ein Schmankerl für Freunde des guten Klangs und der hohen Verarbeitungsqualität gleichermaßen. Die lange Akkulaufzeit ist da sicher kein Hindernis, denn schließlich sitzt der Audio-Technica auch sehr komfortabel über Kopf und Ohren. Der Preis ist angesichts der hohen Klang- und Fertigungsqualität absolut angemessen.

Teufel hat sich mit dem neuen Real Blue Konkurrenz im eigenen Haus geschaffen. Er gehört im Gegensatz zum Airy zur ohrumschließenden Fraktion und ist daher nicht ganz so flach verstaubar. Punkten kann der Real Blue mit viel Tragekomfort, einer hochwertigen Verarbeitung – und tollem Klang. Der Real Blue von Teufel ist ohrumschließend konstruiert, was von vielen Nutzern als komfortabler empfunden wird als die ohraufliegende Bauweise. Auch seitens der verarbeiteten Materialien und der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu meckern.

Kurzum: Wer auf Komfort wie NFC verzichten kann und den Unterschied bei einer Übertragung via aptX Codec nicht wahrnimmt (weil er beispielsweise ein iPhone anschließt), ist mit dem Teufel Real Blue hervorragend bedient.

Audio-Technica ATHDSR9BT

Der Audio-Technica ATHDSR9BT ist ein Technologieträger. Laut Aussage wird hier bis hin zu den Treibern komplett auf eine Umwandlung des digitalen Signals in analoge Schwingungen verzichtet. Das digitale Bluetooth-Signal wird also quasi bis zu den Treibern weitergereicht, um dann letztendlich von selbigen in mechanische Schwingungen umgewandelt zu werden. Wie genau das funktioniert, darüber schweigen sich die Ingenieure bei Audio-Technica aus. Der Vorteil liegt auf der Hand, wenn man die alte Regel beherzigt, dass jede Wandlung Qualität kostet. Bei diesem und dem ATHDSR7BT wird deshalb nur einmal umgewandelt, und das erst am Schluss.

Wie dem auch sei, interessant ist in der Tat nur, was am Ende herauskommt – und das ist hier durchaus wörtlich zu nehmen. So spielt der ATHDSR9BT durchaus auf dem Niveau des Amiron Wireless, wenngleich er etwas heller abgestimmt ist. Das verleiht ihm einen Hauch mehr Auflösungsfähigkeit in den oberen Mitten.

Auch die Verarbeitung spielt in derselben Liga, wenngleich die Bedienung eher konventionell geraten ist, was aber kein Nachteil ist. Ausstattungsseitig nehmen sich beide ebenfalls nichts, nur ein Kabel für den Notfall gibt es beim Audio-Technica nicht. Er lässt eben nur digitale Quellsignale zu.

Audio-Technica ATHDSR7BT

Der ATHDSR7BT ist der kleine, günstige Bruder des ATHDSR9BT. Hier liegt ein Beutel statt des Hard-Case bei, auch das Oberflächen-Finish ist weniger aufwändig. Über ein besonderes Manko sind wir allerdings bei der Bedienung gestolpert: Der Schalter für die Lautstärke und zum Skippen reagierte bei unserem Testmodell extrem sensibel und deshalb nicht immer so, wie wir wollten. Das kann natürlich ein Einzelfall sein, was wir aber im Blick behalten werden.

Klanglich ist der ATHDSR7BT seinem großen Bruder zwar ähnlich, er gelangt allerdings nicht so tief in den Basskeller hinab und löst auch nicht ganz so fein auf. Der Klang ist dem des ATH-AR5BT sehr ähnlich – der verfügt aber über herkömmliche Treiber, hat ein Audiokabel beiliegen und ist zudem günstiger und somit für viele die bessere Wahl.

Auch der Bose Soundlink Around-Ear II verfügt über highfidele Gene. Bei seinem Vorgänger hatte man noch schlicht einem HiFi-Kopfhörer einen Bluetooth-Empfänger drangesteckt und ihn damit in die Wireless-Klasse befördert. Das sah nicht besonders schick aus, weil besagter Empfänger tatsächlich etwas unbeholfen drangesteckt worden war, klang aber aufgrund der guten Vorlage schon mal sehr gut. Bei der zweiten Generation hat Bose die Bluetooth-Elektronik überarbeitet und schön im Gehäuse versteckt. Das sieht nicht nur besser aus, es funktioniert auch deutlich besser als beim Vorgänger.

Der Klang des Bose ist noch einen Tick ausgewogener und gefälliger als der des Philips. Er macht weniger Druck von unten und verfügt über einen exzellenten Tragekomfort.

Preislich schenkt sich der Bose nicht viel im Vergleich zum Philips Fidelio. Welchen man bevorzugt, ist vor allem Geschmacksache – beim Design ebenso wie beim Höreindruck.

Der Teufel Airy war lange Zeit unser Favorit. Mittlerweile hat sich viel getan und man bekommt für das gleiche Geld besseren Klang und eine solidere Verarbeitung. Das heißt aber nicht, dass der Airy zum alten Eisen gehört – nach wie vor ist er sensationell ausgestattet und kann auch seitens des Klangs überzeugen. Die Aufhängung der Kapseln ist allerdings bei weitem nicht so flexibel wie beim aktuellen Favoriten und den anderen Empfehlungen, sodass gerade Menschen mit größeren Köpfen einige Probleme mit dem Tragekomfort haben dürften.

Wem er passt und wer sich mit dem schlichten, unauffälligen Design anfreundet, der bekommt nach wie vor einen sehr gut klingenden, kabellosen Kopfhörer, der zudem sehr gut ausgestattet ist und sich im Gegensatz zum teureren Bruder Real Blue auch auf den aptX-Codec versteht.

Eine gute und günstige Alternative ist der Magnat LZR 588. Dafür ist er erstaunlich gut ausgestattet, denn er unterstützt ebenfalls den aptX-Codec bei der Musikübertragung und bringt sogar einen Beutel zur Aufbewahrung mit. Da passt er gut rein, obwohl er nicht über die kleineren On-Ear-Kapseln und Polster verfügt, sondern über die für manche Ohren bequemeren und auch größeren ohrumschließenden. Bei uns saß der LZR 588 jedenfalls auf Anhieb komfortabel auf Kopf und Ohren. Die drei Bedientasten sitzen diesmal an der linken Kapsel und sind unmissverständlich groß, was eine Bedienung ohne große Fummelei ermöglicht.

Der Magnat ist absolut basslastig abgestimmt. Im Gegensatz zu den meist auch noch teureren Beats kommt der Punch druckvoll und knackig präzise und auch bei größeren Pegeln sumpft er nicht alles andere zu. Erfreulich ist auch, dass selbst viele Stimmen von der sonoren Abstimmung des Hörers profitieren, dennoch ist der LZR 588 als ausgesprochener Spaßhörer zu verstehen. Ein besseres Gesamtpaket bekommt man zu diesem Preis derzeit kaum.

Der SoundMagic P22BT ist zwar schwerer als der Porta Pro, wirkt aber keinesfalls solider. Äußerlich ähnelt er dem BT30 und ist beinah ebenso gut ausgestattet. Allerdings muss man hier zugunsten eines einfachen Beutels auf ein Hard-Case verzichten und aptX kann er auch nicht – die fälligen Lizenzgebühren waren im Budget offenbar nicht mehr drin, schließlich liegt schon der UVP deutlich unter 50 Euro. Klanglich spielt er etwas verspannter auf als der Koss und gerade beim Bass spürt man, dass Druck vor Kontrolle steht, denn er macht etwas zu viel des Guten. Die Mitten sind zum Ausgleich ebenfalls etwas angehoben, neigen aber auch schnell dazu, nervig zu werden.

Der SoundMagic P22BT ist ein absoluter Preisknaller, wenn man bereit ist, entsprechende Abstriche zu machen – sonst ist der BT30 die bessere Wahl.

Der Koss BT539iK klingt erstaunlich locker und entspannt, zudem sitzt er komfortabel über den Ohren. Auch wenn er kein aptX unterstützt, so liegt doch wenigstens das obligatorische USB-Ladekabel bei – und auch das Notkabel gehört zum Lieferumfang. Gebraucht wird es, wenn der Akku mal leer ist – so kann wenigstens noch Musik gehört werden. Verzichten muss man allerdings auf einen Aufbewahrungsbeutel, was angesichts des Straßenpreises in Ordnung geht, in Anbetracht der UVP vom Hersteller allerdings bedenklich ist.

Die Bedienfelder auf der rechten Kapsel sind eindeutig zu ertasten und bereiten bei der Bedienung keinerlei Schwierigkeiten. Die gab es bei uns nur beim ersten Anlauf, den Koss mit dem Smartphone zu verbinden, beim zweiten klappte es dann problemlos.

Der Koss ist, wie gesagt, eher unprätentiös abgestimmt, was durchaus kein Nachteil ist, wenn man längere Zeit Musik genießen will. Das Bassfundament ist solide und bei weitem nicht so druckvoll wie beispielsweise bei den Modellen von Magnat. Der Koss ist damit eine entspannte Alternative fürs Langzeithören.

JVC geht mit dem HA-S70BT einen etwas anderen Weg: Ebenso wie beim deutlich teureren Bose setzt man hier auf ohrumschließende, also Around-Ear-Hörkapseln. Dennoch ist auch der JVC schön kompakt geblieben. Durch die etwas voluminöseren Kapseln konnte JVC unter anderem auch einen Akku einbauen, der über reichlich mehr Kapazität verfügt, als die der meisten Mitbewerber – eine Spielzeit von weit über 20 Stunden ist damit keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Neben dem integrierten NFC-Chip zum schnellen Pairing nutzt auch der HA-S70BT den aptX Codec zur hochwertigen Musikübertragung.

Vom Klang her eher etwas wärmer abgestimmt, macht der JVC eine große Bühne. Von den Klangcharakteristika gefällt mir die Einstellung »Normal« am besten. Die Bassanhebung sollte man nur sparsam anwenden und die Einstellung »Clear« weist etwas zu vorwitzigen Bass in die Schranken, um Mitten und Höhen leicht hervorzuheben.

Wer mit den On-Ear-Hörern nicht zurecht kommt, sollte auf jeden Fall den ohrumschließenden JVC in Betracht ziehen.

Pioneer SE-MJ771-BT

Der günstige Pioneer SE-MJ771-BT kann mit einfachem Handling und einer in der Preisklasse geradezu üppigen Ausstattung überzeugen. Die unkomplizierte und schnelle Verbindung mit Hilfe der NFC-Technik ist da erst der Anfang. Dank Unterstützung des aptX-Codecs ist die drahtlose Übertragung in CD-Qualität möglich, da ist es kaum verwunderlich, dass er das Dargebotene auch noch gut zu Gehör bringt. Er geht dabei bis tief in den Basskeller hinab und bringt bei entsprechender Quelle rabenschwarze aber sehr konturierte E-Bassläufe hervor. Glücklicherweise geht das nicht zu Lasten des übrigen Frequenzbandes.

An den Teufel Airy reicht er klanglich aber nicht heran. Wer seinem als etwas dünn empfundenen Smartphone-Sound etwas auf die Sprünge helfen will, ist mit dem Pioneer aber gut und vor allem preiswert bedient.

Der Tribit XFree Tune ist in ohrumschließender Bauweise ausgeführt. Die Kapseln sind geschlossen, auch wenn das Design etwas anderes vermuten lässt. Der Tribit lässt sich dank zweier Scharniere sehr kompakt zusammenklappen, ein Transport-Case oder zumindest ein Beutel gehören nicht zum Lieferumfang, was angesichts des Preises von knapp 50 Euro auch wenig verwundert. Immerhin liegt ein USB-Ladekabel sowie ein Kabel für den Notfall bei. Falls die Akkus nach frühestens 20 Stunden (volle Lautstärke im Testbetrieb) den Geist aufgeben sollten, kann man immer noch Musik hören.

Trotz seines ausgeprägten Loudness-Charakters klingt der XFree Tune gar nicht mal schlecht. Die Polster dichten gut ab, das Kunstleder ist aber nichts für empfindliche Haut und fühlt sich schnell unangenehm an.

Motorola Pulse Escape+

Der Motorola Pulse Escape+, der unter der Regie von Binatone vertrieben wird, ist IP54 zertifiziert und damit gegen Spritzwasser geschützt, sodass er auch bei Regen unbedenklich getragen werden kann. Die Variante ohne entsprechende Zertifizierung ist nochmal deutlich günstiger. Der Blick auf den Preis hatte allerdings direkten Einfluss auf den Tragekomfort: So sind die Ohrkapseln nicht schwenkbar, was eine Anpassung an manche Kopf-Ohr-Kombination erschwert. Zudem dürften die Polster gerade bei etwas größeren Ohren eher aufliegen als diese zu umschließen.

Klanglich kann der Pulse Escape, sofern er gut sitzt, überzeugen: Er kommt mit einem guten Bassfundament und einer ansonsten recht neutralen Abstimmung dem Langzeithören und dem Zeitgeschmack nach, verliert allerdings schnell die Kontrolle, sobald man etwas lautere und komplexere Musik hört.

Urbanears Plattan 2 Bluetooth

Der Plattan Bluetooth 2 von Urbanears ist ganz dem Designstil seiner Herkunft aus Schweden verpflichtet: verschiedene Materialien, darunter auch Stoff sind sämtlich in einer Farbe gehalten, ohne Applikationen, Logos und andere Brüche. Als Mode-Accessoire sind die Plattans in den fünf klassischen Urbanears-Farben erhältlich: Schwarz, Dunkelgrau, Indigo, Tomato und Weiß. Klanglich sind die Plattans dann, ähnlich ihrer äußeren Erscheinung, fast eintönig, was durchaus den positiven Nebeneffekt hat, dass man nebenbei Musik hört, wobei auch immer. Die Buchse an der linken Kapsel ist nicht etwa fürs Notfallkabel gedacht, falls der Akku mal leer ist: Hier kann sich vielmehr ein Begleiter mit seinem Kabelkopfhörer anklinken, sodass man zu zweit an einer Quelle lauschen kann.

Für modebewusste Mobilhörer hat der Plattan Bluetooth 2 durchaus seinen Reiz, zumal man unterwegs auch in relativ unkomplizierter Zweisamkeit Musik hören kann.

Der Magnat LZR 568 könnte der ohraufliegende Bruder des LZR588 sein – ist er irgendwie auch, aber er ist außerdem nochmal günstiger zu haben. Das macht sich in der Ausstattung bemerkbar und leider auch im Klang. Dennoch liegt auch dem 568 neben einem USB-Ladekabel und einem Audiokabel ein Aufbewahrungsbeutel bei. Außerdem lässt er sich an zwei Gelenken zusammenfalten. Die sind aber aus Kunststoff und machen keinen vertrauenserweckenden Eindruck.

Der LZR 568 verzichtet auf den verlustarmen aptX-Codec, was in dieser Preisklasse eigentlich auch nicht unbedingt zu erwarten ist. Seitens der Abstimmung hat er die gleichen tieffrequenten Vorlieben wie sein Bruder, teilt aber nicht dessen Akkuratesse, sondern neigt recht schnell zum Dröhnen. Dem Freund knackiger Tiefbassgewitter können wir nur den besseren und auch bässeren LZR 588 ans Herz legen.

Jabra Move Wireless

Optisch beinah so spartanisch wie der Airy, aber vielleicht ein wenig stylischer, fällt der Move Wireless von Jabra aus. Gemessen an der niedrigeren Preisklasse mag die Ausstattung des Jabra sowohl technisch als auch mit Zubehör durchaus angemessen erscheinen, allerdings zeigt schon Pioneer, was selbst für ein schmales Budget drin ist. Klanglich bietet der Move Standardkost. Insgesamt ist die musikalische Vorstellung also eher farblos, wenn auch nicht unverfärbt. Wer nicht viel ausgeben will, ist mit dem Pioneer besser bedient.

Der OnE ist ein Produkt der Eigenmarke des Vertriebes HeadSound. Er ist leicht, einfach zu bedienen und aktuell sehr günstig zu haben. Der OnE hat weder ein Case, noch lässt er sich zusammenklappen, das größte Manko ist aber, dass er keinen Notbetrieb per Kabel anbietet. Wenn der Akku leer ist, bleibt der Hörer stumm. Die Bedienung ist schön einfach und mit intuitiv angebrachten Bedientasten realisiert. Klanglich gehört er mit einer dezenten Bassbetonung und leicht entschärfter Höhenwiedergabe ebenfalls zu den neutral abgestimmten Langzeithörern, was ihn zusammen mit der aktuellen Preisgestaltung eigentlich erst interessant macht.

16
Kommentare

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Ernst Reinwein
Ernst Reinwein

Leider ist nicht angegeben, welche Kopfhörer zwischen aptX-HD (für CD-Player) und aptX-LL (für TV-Gerät) umschaltbar sind.

Carsten Nendziak
Carsten Nendziak

sennheiser pxc 550!!!

Florian Stein
Florian Stein

Plantronics Backbeat Pro. Und glücklich!

Michael Froning
Michael Froning

Also ich finde den Lautsprecher Teufel Airy einfach zu klein. Passt gerade auf den Kopf, über Mütze oder Kappe zu tragen – unmöglich. Die Ohrpolster sind m.E. auch zu klein dimensioniert. Die Akkulaufzeit ist allenfalls durchschnittlich.
Der Klang ist wiederum gut, wenn man auf dominante Tiefen steht.

Daniel Bihn
Daniel Bihn

Jepp, kann ich nur bestätigen

Stefan Bendkowski
Stefan Bendkowski

Sehr geil: nochmal die Bestätigung, dass der Airy die Nr.1 ist! ?

Sandra Müllner
Sandra Müllner

Vielleicht halten die länger als 6 Monate

Jannik Pascal Müller
Jannik Pascal Müller

Ich habe sie auch, seit einem halben Jahr, es war eine Limited Edition, Grau Blau.

Jeremy Wrt
Jeremy Wrt

Sony mdr1abt (y)
Besser als alle genannten ^^
Natürlich auch teurer ^^

Frank Neustadt
Frank Neustadt

Kann man mit denen Siri aktivieren?

Markus Depunkt
Markus Depunkt

Recht haben Sie.

Paul D. Mares
Paul D. Mares

Ich bin nach wie vor mit meinen FSL Zero sehr zufrieden… als ich sie vor 3 Jahren gekauft habe, gab es die um die 70€

Christian Sander
Christian Sander

Kann ich nur bestätigen. Tolle Kopfhörer!

Charly Kappel
Charly Kappel

Sehen auch richtig gut aus (y)

Gregor Staffel
Gregor Staffel

Sun Ny wieder meins ❤❤❤ bin voll auf Linie mit denen