Bodenwischer Test: Bodenwischer Aufmacher
test
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Der beste Bodenwischer

Wir haben 11 Bodenwischer getestet. Das Siegerpodest konnte die Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box erklimmen. Sie bietet eine gut umgesetzte Auswringfunktion, die dank Fußpedal auch sehr angenehm zu bedienen ist. Der Eimer hat ausreichend Platz für Wischwasser und der Wischer putzte eine recht große Fläche, bevor Wasser nachgefasst werden musste.

Sandra Sporer
Sandra Sporer
arbeitete schon während ihrem Anglistik-Studium als Autorin und Lektorin für das Autorennetzwerk von Burda Forward. Bei AllesBeste betreut sie die Themen Haushalt & Küche, Beauty sowie Baby & Kind.
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Zu einem gründlichen Hausputz gehört das Bodenwischen einfach dazu. Wer keinen Wischroboter hat, muss hier zwangsläufig selbst Hand anlegen und zum Bodenwischer greifen. Und wie bei so ziemlich allen Haushaltsgeräten ist die Modellauswahl riesig, wenngleich der generelle Aufbau im Wesentlichen gleich bleibt.

Die größten Unterschiede bestehen darin, ob es einen mitgelieferten Eimer – meist mit Auswring-Mechanismus – gibt oder nicht und, wie das Wischtuch am Bodenwischer befestigt wird. Besonders praktisch sind Modelle mit Auswring-Funktion, bei denen das Wischtuch nur zum Waschen abgenommen werden muss.

Damit Sie sich nicht erst durch den undurchsichtigen Modell-Dschungel kämpfen müssen und direkt den für Sie richtigen Bodenwischer finden, haben wir 11 Bodenwischer auf Herz und Nieren geprüft.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box

Test Bodenwischer: Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box
Das Komplettsystem überzeugt mit einer sehr guten Auswring-Funktion mit Fußpedal.

Die Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box bietet so ziemlich alles, was man sich wünschen kann: einen agilen Bodenwischer, dessen Wischbezug dank Druckknopf-System sehr unkompliziert ausgetauscht werden kann, einen großen Eimer samt Schleuderkorb zum Auswringen, der dennoch genug Platz für ausreichend Wasser bietet, sowie ein extra Mikrofaser-Wischtuch. Die Auswringfunktion kann den Wischbezug bei Bedarf fast komplett trocken wringen – super für Parkett – und auch sonst ist das Handling sehr angenehm.

Auch gut

Spontex Magic Hook

Test Bodenwischer: Spontex Magic Hook
Hebelwirkung und Muskelkraft kommen bei dieser pfiffigen Auswring-Lösung zum Einsatz.

Auch der Spontex Magic Hook ist sehr angenehm in der Bedienung. Das Auswringen funktioniert hier mit einem am Eimer angebrachten Auswringkorb und dem namensgebenden Magic Hook, in den der Wischer eingehakt wird, um den Wischbezug in den Korb zu drücken und so vom überschüssigen Wasser zu befreien. Das klappt in der Praxis auch sehr gut. Den Testsieg verpasst der Spontex-Bodenwischer nur, weil der Eimer doch recht klein ist und aufgrund des angebrachten Korbs nicht einmal ganz gefüllt werden kann.

Einfacher Wischer

Mr. Siga SJ21600

Test Bodenwischer: Mr. Siga SJ21600
Wer kein Komplettsystem inklusive Eimer möchte, bekommt hier einen unkomplizierten Wischer ohne unnötige Extras.

Der Bodenwischer Mr. Siga SJ21600 hat uns positiv überrascht. Das System mit dem nur mittels Klemmen befestigtem Wischtuch wirkte auf den ersten Blick umständlich und mühsam. Im praktischen Test überzeugte der Wischer jedoch durch einfaches Handling und konnte durchaus mit den teureren Komplettsystemen mithalten. Auch der mitgelieferte Schmutzabstreifer, mit dem sich Haare und andere grobe Verunreinigungen während dem Wischen entfernen lassen, ist ein Plus. Auf einen mitgelieferten Eimer sowie eine Auswringfunktion muss man beim Wischer von Mr. Siga allerdings verzichten.

Für kleine Wohnungen

Easy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set

Test Bodenwischer: Easy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set
Diese Wischer- und Eimerkombo braucht nicht viel Platz und ist somit perfekt für kleinere Wohnungen geeignet.

Das Easy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set ist unsere Empfehlung für alle, denen es wichtig ist, dass Wischer und Eimer sich möglichst platzsparend verstauen lassen. Aber auch sonst überzeugt der Easy Gleam Bodenwischer mit seinen getrennten Frisch- und Brauchwasserbereichen und der Plastiklippe, mit der sich gröbere Verunreinigungen und überschüssiges Wasser entfernen lassen. Nur das Einfädeln des Bodenwischers in die Abzieh-Öffnung ist teils etwas hakelig.

Vergleichstabelle

TestsiegerVileda Ultramax Turbo Komplett-Box
Auch gutSpontex Magic Hook
Einfacher WischerMr. Siga SJ21600
Für kleine WohnungenEasy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set
Vileda UltraMax Power Reinigungssystem
Spontex Express System+
Leifheit Profi XL Micro Duo Telescope
Leifheit Clean Twist Ergo 2.0
Spontex Easy Max+
Hausfelder Bodenwischer mit Stiel
Livington Everclean
Test Bodenwischer: Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box
  • Auswring-Funktion funktioniert sehr gut
  • Großer Eimer
Test Bodenwischer: Spontex Magic Hook
  • Platzsparend
  • Auswring-Funktion funktioniert sehr gut
  • Sehr kleiner Eimer
  • Auswringen nicht trocken genug für Parkett
Test Bodenwischer: Mr. Siga SJ21600
  • Einfache Handhabung
  • Wischtücher leicht auszuwringen
  • Inklusive Schmutzabzieher
  • Teleskopstiel mit Doppel-Verschluss-System
  • Kein Eimer
Test Bodenwischer: Easy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set
  • Platzsparend
  • Getrennte Bereiche für Frisch- und Schmutz­wasser
  • Borsten zur Entfernung von gröberem Schmutz
  • Auswring-Einschub etwas schwer­gängig
  • Teils Spritz­wasser­gefahr
Test Bodenwischer: Vileda UltraMax Power Reinigungssystem
  • Klassischer Teleskop­stiel-Dreh­verschluss
  • Kein Eimer
Test Bodenwischer: Spontex Express System+
  • Auswring-Funktion funktioniert sehr gut
  • Schwergängige Verriegelung am Stiel
  • Reinigungs­lamellen schwer zu reinigen
  • Mittlerer Teil des Wisch­kopfes wird nicht durch Lamellen gereinigt
Test Bodenwischer: Leifheit Profi XL micro duo Telescope
  • Teleskopstiel mit Klick­verschluss
  • Metallrahmen statt durch­gängiger Wischkopf
  • Starrer Wisch­bezug (schwer auszuwringen)
  • Kein Eimer
Test Bodenwischer: Leifheit Clean Twist Ergo 2.0
  • Teleskopstiel mit Klick­verschluss
  • Auswring-Funktion funktioniert sehr gut
  • Teuer
  • Teleskop­stiel-Verschluss muss jedes mal zum Auswringen geöffnet werden
  • Wischer eiert und ist laut beim Auswringen
Test Bodenwischer: Spontex Easy Max+
  • Klassischer Teleskop­stiel-Dreh­verschluss
  • Kann nicht trocken genug für Parkett ausgewrungen werden
  • Kein Eimer
Test Bodenwischer: Hausfelder Bodenwischer mit Stiel
  • Zu große beigelegte Wisch­bezüge
  • Wischbezüge rutschen und quietschen beim Wischen
  • Kein Eimer
Test Bodenwischer: Livington Everclean
  • Getrennte Bereiche für Frisch- und Schmutz­wasser
  • Wasserpumpe entfernt groben Schmutz zuverlässig
  • 2 Reinigungs­mittel­proben inklusive
  • Teuer
  • Erfordert Batterien
  • Batteriefach nicht wasser­dicht
  • Wasser­einfüll­öffnung schließt nicht zuverlässig
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Wisch und weg: Bodenwischer im Test

Bodenreiniger sind ein wahrer Allrounder, wenn es um die Reinigung verschiedener Untergründe geht. Von Fliesen über Steinböden bis zu Linoleum und Parkett – der Bodenwischer kann überall zum Einsatz kommen, um Staub und Dreck zu entfernen.

Lediglich beim Wischen von Parkett gilt es dabei ein paar Dinge zu beachten. Zum einen sollte man einen für Parkett geeigneten Reiniger verwenden. Außerdem gilt es darauf zu achten, dass man nicht zu feucht wischt, denn das schädigt auf Dauer das Parkett. Die übermäßige Nässe wird vom Boden aufgenommen und das Holz quillt auf und verzieht sich mit der Zeit. Haben Sie viele Parkettböden, ist ein Eimer mit Auswring-Funktion eine sehr gute Investition.

Auswring-Mechanik, Teleskopstiel & Co.

Aber auch generell ist eine Auswring-Mechanik – egal in welcher Form – ein sehr angenehmes Feature, da man sich so weniger Bücken muss und kaum bis gar keinen Kontakt mit dem zunehmend dreckigen Wischwasser hat.

Die meisten Wischeimer mit dieser Funktion sind allerdings recht ausladend und somit alles andere als platzsparend. Beim Putzen selbst ist das kein Problem; beim Verstauen allerdings schon. Vor allem wer nur eine kleine Wohnung mit wenig Stauraum hat, sollte sich im Vorfeld genau informieren, welche Maße der mitgelieferte Eimer hat, und überlegen, ob und wo dieser in den eigenen vier Wänden Platz hat.

Ebenfalls gut zu wissen ist, ob der gewählte Bodenwischer einen Teleskopstiel hat, also sich in der Länge verstellen lässt. Denn ist der Stiel zu kurz oder zu lang, erschwert das das Putzen nur unnötig. Vor allem ein zu langer Stiel macht den Bodenwischer unhandlicher zu führen. Andererseits kann es sehr praktisch sein, den Stiel bei Bedarf etwas verlängern zu können, etwa um unter diversen Möbeln zu wischen und dabei auch das hinterste Eck zu erreichen.

Positiv bewerten wir außerdem, wenn dem Bodenwischer Ersatz-Wischtücher beiliegen. So können die Wischbezüge regelmäßig gewaschen werden und der Flachwischer kann dennoch währenddessen weiter verwendet werden, wenn nötig.

Verbreitete Schwachstellen

Neben den diversen Pluspunkten gibt es allerdings auch einige Negativmerkmale, die bei allen oder zumindest einem Großteil der Flachwischer und Wischsysteme zu finden sind. So kommt bei so ziemlich allen Bodenwischern im Test recht viel Plastik zum Einsatz. Während die Stiele der Flachwischer eigentlich durch die Bank weg aus Metall sind, wird beim Gelenkübergang zum Wischkopf zu Plastik gewechselt. Auch die Trittmechanismen zum Zusammenklappen des Wischkopfes sind üblicherweise aus Plastik, wie auch die Wischköpfe selbst. All diese Stellen sind allerdings auch Hotspots, was den Verschleiß angeht. Mit Profi-Reinigungszubehör, das auf möglichst lange Haltbarkeit abzielt, können die Modelle für den Privatgebrauch auf jeden Fall nicht mithalten.

Wer recht viel Muskelkraft mitbringt, sollte außerdem darauf achten, dass man den Stiel des Bodenwischers separat nachkaufen kann. Dieser kann sich nämlich mit der Zeit verbiegen. Auch darüber, wie viel Ersatz-Wischbezüge kosten, sollte man sich im Vorfeld informieren, denn hier bieten einen einige Hersteller doch mit recht gesalzenen Preisen zur Kasse.

Für die von uns getesteten Bodenwischer finden Sie die Preise für Ersatzbezüge bei den Produktdetails der Tabelle. Der Vergleichbarkeit halber haben wir dabei stets den Bezug gewählt, der dem Produkt auch beim Kauf beilag. Viele Hersteller bieten aber auch andere Wischtuch-Varianten an. Auch sind die angegebenen Preise lediglich als Richtwerte zu sehen, da Sie je nachdem, ob man Sie via Amazon, im Einzelhandel oder beim Hersteller selbst (online) erwirbt, variieren.

Ebenfalls kritisch sehen wir den klassischen Drehverschluss vieler Teleskopstangen, da man diesen beim Wischen gerne mal versehentlich aufdreht. Glücklicherweise boten hier einige Hersteller im Test bessere Verschlusslösungen an.

Wer mit einem Putzsystem mit Auswringfunktion liebäugelt, sollte sich außerdem bewusst sein, dass das in den meisten Fällen nicht bedeutet, dass man ganz um das gelegentliche händische Auswaschen der Wischbezüge (und somit Kontakt mit dem schmutzigen Wischwasser) herumkommt. Vor allem dann nicht, wenn man haarende Haustiere hat. Nur wenige Hersteller bieten hierfür eine Lösung an. Ob das für einen selbst ein Manko oder vernachlässigbar ist, muss jeder selbst entscheiden.

Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box

Testsieger: Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box

Den perfekten Wischer für alle gibt es nicht. Schließlich hat jeder von uns seine ganz eigenen Putzgewohnheiten und Vorlieben beziehungsweise Aversionen. Die Ultramax Turbo Komplett-Box von Vileda liefert allerdings ein sehr gutes Komplettpaket, mit dem die meisten glücklich werden können.

Testsieger
Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box
Test Bodenwischer: Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box
Das Komplettsystem überzeugt mit einer sehr guten Auswring-Funktion mit Fußpedal.

Zum einen wäre da die sehr leistungsfähige Auswringfunktion. Der Schleuderkorb wird unkompliziert via Fußpedal bedient und bekommt den Wischbezug schon mit wenigen Tritten fast komplett trocken. Das ist besonders für Parkett extrem wichtig.

Der auf den ersten Blick fast schon überdimensioniert wirkende Eimer – er war der größte im Test – bietet trotz dem tiefsitzenden Schleuderkorb mehr als ausreichend Platz für das Putzwasser. Um das Herausspritzen von Wasser beim Auswringen zu verhindern, muss der Korb nämlich entsprechend tief im Eimer versenkt sein. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings, dass der Eimer nur bis knapp unter den Korb gefüllt werden kann. Der Ultramax-Eimer ist jedoch groß genug, dass dadurch kein Nachteil entsteht.

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Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Mit dem Trittpedal am Wischkopf (neben dem Stiel rechts) öffnet man den Wischkopf.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
So lässt sich der Wischer auswringen.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Der Wischkopf und der Stiel in getrennter Form.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Komplettansicht des Bodenwischers.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Der Drehmechanismus des Teleskopstils. Die klassische Lösung kann sich beim Putzen ungewollt aufdrehen.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Das Wischtuch wird mit einem Druckknopf befestigt.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Das Wischtuch des Vileda Ultramax Turbo.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Der Putzeimer bietet genug Platz für ausreichend Wasser.
Bodenwischer Test: Vileda Ultramax Turbo Komplett Box
Der Auswringkorb ist sehr praktisch und erleichtert die Putzarbeit.

Das einzige, was der Eimer nicht bietet, ist eine Möglichkeit, Haare und groben Schmutz zu entfernen, ohne direkt selbst Hand anlegen zu müssen. Dafür muss der mit Druckknöpfen befestigte Wischbezug vom Wischkopf entfernt und per Hand ausgespült werden. Das sowie das Wiederanbringen ist glücklicherweise sehr einfach.

Im praktischen Einsatz ist der Wischer agil und leicht zu handhaben und sollte unter so gut wie jedes Möbelstück kommen. Einziges kleines Manko ist der klassische Drehverschluss des Teleskopstiels. Dreht man diesen nicht fest genug zu, kann er sich beim Putzen lösen. Abgesehen davon ist der Vileda Ultramax Turbo ein Rundum-Sorglos-Paket mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Vileda Ultramax Turbo Komplett-Box im Testspiegel

Der dem Ultramax sehr ähnliche Vileda Ultramat (einziger Unterschied ist, dass hier die sogenannte PowerPress zum Auswringen zum Einsatz kommt) erzielte im Bodenwischer-Test von Stiftung Warentest vom August 2009 die Note »Befriedigend« (2,6). Abgesehen davon gibt es keine weiteren Tests seriöser Veröffentlichungen. Sollte sich das ändern, werden wir diese umgehend nachtragen.

Alternativen

Für uns ist die Ultramax Turbo Komplett-Box von Vileda die beste Wahl für die meisten. Wer mit dem Vileda-Modell jedoch nicht warm wird, etwa weil es doch recht viel Platz beansprucht oder man eventuell nur einen Bodenwischer ohne Eimer möchte, sollte sich unsere weiteren Empfehlungen anschauen.

Auch gut: Spontex Magic Hook

Der Spontex Magic Hook bietet den gleichen Funktionsumfang wie unser Testsieger. Auch er hat eine Auswringfunktion, wenngleich sich das System etwas unterscheidet, ist aber sowohl was die Wischerfläche als auch die Eimergröße angeht etwas knapper bemessen.

Auch gut
Spontex Magic Hook
Test Bodenwischer: Spontex Magic Hook
Hebelwirkung und Muskelkraft kommen bei dieser pfiffigen Auswring-Lösung zum Einsatz.

Letzteres ist das größte Manko des Magic Hook. Denn der kompakte Eimer ist zwar sehr platzsparend, bietet aber nur sehr wenig Platz für Putzwasser. Grund dafür: Dank dem Auswringkorb kann man den ohnehin schon kleinen Eimer nicht einmal halb voll machen. So ist quasi vorprogrammiert, dass man das Wasser beim Reinigen der heimischen Böden mehrmals wechseln muss. Das ist Zeit und Arbeit, die man sich bei anderen Wischern sparen kann.

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Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Der Spontex Magic Hook samt Eimer.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Die Metallöse und der Auswringkorb sind leicht zu montieren.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Der Eimer läuft nach vorne spitz zu - praktisch beim Wasser ausgießen.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Allzu groß ist er allerdings nicht und kann aufgrund des Auswringkorbs auch nicht randvoll gemacht werden.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Die Lamellen am Auswringkorb entfernen zumindest groben Schmutz.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Der Haken des Bodenwischers wird in die Metallöse eingehakt.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Neigt man den Stiel des Wischers dann nach vorne, wird das Wischtuch in den Korb gedrückt und ausgewrungen.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Der Magic Hook könnte beim Wischen unter Möbeln eventuell etwas hinderlich sein.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Öffnet man den Wischkopf, kann man das Wischtuch auswringen.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Auch hier ist das Wischtuch mit Druckknöpfen befestigt.
Bodenwischer Test: Spontex Magic Hook
Der Spontex Magic Hook in seinen Einzelteilen.

Abgesehen davon ist das System des Spontex gut durchdacht. Der Aufbau gelingt problemlos und auch die mit Druckknöpfen befestigten Wischbezüge lassen sich unkompliziert wechseln. Zum Auswringen wird das Wischtuch samt zusammengeklappten Wischkopf im Auswringkorb platziert. Anschließend wird der Flachwischer in den namensgebenden Magic Hook eingehakt. Neigt man den Stiel nun nach vorne, wird der Wischbezug in den Auswringkorb gepresst und so von überschüssigem Wasser befreit.

Das klappt auch sehr gut. Allerdings bekamen wir das Wischtuch in unserem Test nicht ganz so trocken, wie es für Parkett nötig gewesen wäre. Und auch bei diesem Modell kommt man nicht ganz darum herum, gröberen Schmutz durch händisches Auswaschen selbst entfernen zu müssen, auch wenn die vertikalen Lamellen an der Innenseite des Auswringkorbs eventuell ein bisschen helfen, dass das weniger oft nötig ist.

Wer kein Parkett wischen muss, bekommt mit dem Spontex Magic Hook einen leistungsfähigen Flachwischer samt Eimer und Auswringfunktion, der wesentlich weniger Stauraum beansprucht als unser Testsieger von Vileda.

Einfacher Wischer: Mr. Siga SJ21600

Beim Auspacken und der ersten Begutachtung des Mr. Siga SJ21600 waren wir sehr skeptisch. Das Wischtuch war nur mit zwei Plastikklemmen an den Längsseiten des Wischkopfes fixiert und wirkte auf den ersten Blick nicht wirklich zuverlässig. Im Praxistest erwiesen sich unsere Sorgen allerdings als unbegründet und der Flachwischer von Mr. Siga überraschte uns sehr positiv durch sein einfaches Handling und sehr gute Putzleistung.

Einfacher Wischer
Mr. Siga SJ21600
Test Bodenwischer: Mr. Siga SJ21600
Wer kein Komplettsystem inklusive Eimer möchte, bekommt hier einen unkomplizierten Wischer ohne unnötige Extras.

Wir hatten befürchtet, dass sich das Wischtuch beim Putzen der Böden lockern könnte. Das war in unserem Praxistest jedoch glücklicherweise nicht der Fall. Auch dass das Wischtuch über die kurzen Ränder hinausragte, bereitete keine Probleme.

Der Hersteller liefert drei dünne Microfaser-Wischtücher mit, die sich gut auswringen und wieder auf den Wischer spannen lassen. Ein weiteres Plus ist der beigelegte Schmutzabscheider, mit dem während dem Putzen Haare und anderer grober Schmutz vom Wischbezug entfernt werden kann, ohne dass man diesen direkt anfassen muss. Verloren oder kaputt gehen sollte der Abscheider allerdings nicht, denn man kann ihn nicht einzeln nachkaufen. Bei einem rein aus Plastik bestehendem Gerät, wo schnell mal etwas abbrechen kann, ist das eher schlecht.

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Bodenwischer Test: Mr. Siga Sj21600
Der Mr. Siga SJ21600.
Bodenwischer Test: Mr. Siga Sj21600
Das Wischtuch wird hier einfach eingeklemmt.
Bodenwischer Test: Mr. Siga Sj21600
Die Klemmen halten das Wischtuch überraschend fest - hier rutscht nichts.
Bodenwischer Test: Mr. Siga Sj21600
Der Teleskopstiel hat einen doppelten Verschluss, der nicht aus Versehen geöffnet werden kann.

Aber immerhin hat der Hersteller daran gedacht, ein solches Tool beizulegen. Selbst viele Anbieter von Komplettsystemen samt Eimer bieten keine Lösung für die Entfernung von Schmutz und Haaren – außer selbst Hand anzulegen.

Gut gefallen hat uns auch das Doppelverschlusssystem des Teleskopstiels. Das verhindert, dass sich der Verschluss beim Wischen nach und nach wieder aufdrehen kann. Auf Eimer und Auswringfunktion muss man beim Bodenwischer von Mr. Siga allerdings verzichten.

Für kleine Wohnungen: Easy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set

Für alle, deren vier Wände nicht allzu groß und der Stauraum entsprechend knapp ist, bietet das Wischmopp und Putzeimer Set von Easy Gleam ein kompaktes Komplettpaket. Der Eimer hat getrennte Bereiche für Frisch- und Schmutzwasser und wird inklusive vier Ersatz-Wischbezügen geliefert.

Für kleine Wohnungen
Easy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set
Test Bodenwischer: Easy Gleam Wischmopp und Putzeimer Set
Diese Wischer- und Eimerkombo braucht nicht viel Platz und ist somit perfekt für kleinere Wohnungen geeignet.

Wie bereits erwähnt, hat der schmale und vergleichsweise hohe Eimer getrennte Bereich für Wisch- und Schmutzwasser. Allzu viel Wasser fasst er deshalb nicht, dafür kann man den Frischwasserteil wirklich ganz voll füllen, da hier keine Rücksicht auf einen Schleuderkorb oder Ähnliches genommen werden muss. Allerdings mussten wir beim praktischen Test stets zweimal ins Wischwasser tauchen, einmal mit der linken Seite des Wischkopfes voraus und einmal mit der rechten, da das Wischtuch sonst nicht gleichmäßig nass gemacht wurde. Dabei musste man recht vorsichtig sein, um beim Wechsel nicht neben den Eimer zu tropfen. Ganz verhindern konnte unsere Testerin es aber auch bei großer Sorgfalt nicht. Bei den meisten Böden sollte das kein Problem sein, bei empfindlicheren Oberflächen wie Parkett aber eventuell schon.

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Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Das Easy Gleam Set beinhaltet Bodenwischer und Eimer.
Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Zum Wasser Einfüllen und Putzen des Eimers lässt sich der Deckel einfach abnehmen.
Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Der Eimer des Easy Gleam hat seperate Fächer für Frisch- und Brauchwasser.
Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Erst wird frisches Wasser aufgenommen und anschließend der Überschuss abgestreift.
Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Seitenansicht des Putzeimers.
Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Gleich vier Wischtücher sind im Lieferumfang enthalten.
Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Das Wischtuch wird zusätzlich mit Klett fixiert.
Bodenwischer Test: Easy Gleam Set
Der Easy Gleam Bodenwischer in seine Einzelteile zerlegt.

Ansonsten gefällt uns das System des Easy Gleam aber sehr gut. Beim Eintauchen ins Putzwasser werden Haare und gröberer Schmutz durch Borsten am Einschub entfernt. Anschließend wird der feinere Schmutz beim Abstreifen mit dem überschüssigen Wasser im Schmutzwasserbereich des Eimers deponiert. Damit schafft Easy Gleam, was sonst keinem anderen Hersteller im Test gelungen ist: Er ermöglicht einem, überhaupt keinen direkten Kontakt mit dem Schmutzwasser haben zu müssen.

Ein kleineres Manko wollen wir allerdings nicht unerwähnt lassen: Das Einführen des Wischers in den Auswringeinschub gestaltete sich manchmal etwas hakelig und auch hier besteht Spritzwassergefahr, wenn man mit zu viel Schwung oder Kraft vorgeht.

Trotz dieser paar Negativpunkt hat uns das Set von Easy Gleam überzeugt. Der Wischer sollte problemlos unter die meisten Möbel kommen. Die Wischbezüge lassen sich schnell austuschen und halten dank doppelter Sicherung durch seitliche Laschen und Klett an der Wischerunterseite bombenfest. Auch die Reinigung des Eimers gelingt problemlos, da man ihn mit wenigen Handgriffen auseinanderbauen kann. Und, wie bereits erwähnt, lässt er sich platzsparend aufräumen. Der Wischer kann dazu einfach in einen der Einschübe des Eimers gesteckt werden.

Außerdem getestet

Vileda UltraMax Power Reinigungssystem

Ohne Eimer kommt der Bodenwischer UltraMax Power von Vileda daher. Allerdings können wir ihn, anders als die anderen im Test vertretenen Einzelwischer, nicht wirklich empfehlen, wenn der zugehörige Eimer mit Schleuderkorb nicht bereits im Haushalt vorhanden ist oder separat erworben wird. Ohne diesen und seine Auswringfunktion muss man diese Arbeit nämlich von Hand erledigen, und das Auswringen des recht festen Wischbezugs erfordert doch einiges an Muskelkraft.

Ansonsten gibt es nicht viel am Vileda-Wischer auszusetzen. Der Wischtuchwechsel geht dank der Druckknöpfe am Wischbezug schnell von der Hand. Im praktischen Einsatz erweist sich der UltraMax Power als sehr agil – er sollte unter so gut wie jedes Möbelstück kommen.

Der Teleskopstiel nutzt den klassischen Drehverschluss, der sich beim reinigen des Bodens gerne mal von selbst aufdreht. Wer bereits den zugehörigen Eimer mit Schleuderkorb hat, kann beim Vileda UltraMax Power bedenkenlos zugreifen. Als reiner Einzelwischer ist er in Ordnung, aber nicht genug um eine Empfehlung zu bekommen.

Spontex Express System+

Das Spontex Express System+ spart sich das Fußpedal zur Bedienung der Auswringfunktion. Stattdessen wird der obere Teil des Stiels auf- und abgepumpt, wodurch sich der untere Teil dreht und somit den Korb antreibt. An sich ist das eine sehr gute Idee und das System funktioniert auch gut – der Wischbezug wird zuverlässig ausgewrungen.

Anschließend stellte sich für uns allerdings die Frage, wie im Anschluss mit dem sich ständig bewegenden oberen Stielteil umgegangen werden soll. Nach einigem Frust realisierten wir dann, dass der Wischer eine Einrastfunktion hat, mit dem sich der Stiel feststellen lässt. Diese ist jedoch so schwergängig, dass man schon einiges an Muskelschmalz braucht, um sie zu nutzen. Unsere Testerin schaffte das nur mit großer Mühe und hätte keine Lust gehabt, sich das für einen ganzen Hausputz anzutun.

Gröberer Schmutz lässt sich vor dem Schleudern mittels an den Längsseiten des Eimers angebrachten Lamellen abstreifen. Ein praktisches Feature, das jedoch einen Haken hat: So werden lediglich die Seiten des Wischbezugs gereinigt, nicht jedoch der mittlere Teil des Wischtuchs. Auch hier muss man also eventuell gelegentlich per Hand nacharbeiten und den Schmutz während dem Reinigen selbst entfernen.

Ein weiteres kleines Manko: Die Lamellen sind fest mit dem Eimer verschraubt. Da sich hier der meiste Dreck im Eimer sammelt, sollte man die Lamellen regelmäßig und gründlich reinigen. Das wäre wesentlich einfacher, wenn man sie ohne Werkzeug herausnehmen könnte.

Beim Wischen selbst fiel uns auf, dass das Wischtuch vom Wischkopf an den Seiten nach oben gezogen wird, was die ohnehin schon verhältnismäßig kleine Auflagefläche noch weiter verringert. Der große Eimer wirkt auf den ersten Blick, als ob er eine große Wassermenge fassen kann. Aufgrund der eingebauten Schleuderfunktion, die sich aus Spritzschutzgründen recht tief im Eimer befindet, kann dieser jedoch nicht einmal halbvoll gefüllt werden. So kann es sein, dass man das Putzen unterbrechen muss, um das Wasser zu wechseln.

Wer mit diesen Abstrichen leben kann, trifft mit dem Express System+ auf jeden Fall keine schlechte Wahl.

Leifheit Profi XL Micro Duo Telescope

Der Profi XL Micro Duo Telescope von Leifheit kommt ohne Eimer, dafür mit dem gleichen praktischen Klickverschluss für die Teleskopstange, die man auch beim Clean Twist Ergo 2.0 findet. Das mitgelieferte Wischtuch ist ebenfalls gleich.

Anders als die restlichen getesteten Wischer hat der Profi XL keinen durchgängigen Wischkopf, sondern lediglich einen Metallrahmen, auf den der Wischbezug gespannt wird. Dadurch wird die Kraft beim Wischen überproportional auf die Ränder des Wischtuchs verteilt – der Staub wird dadurch primär vor dem Wischer hergeschoben und gar nicht oder kaum vom Wischtuch selbst aufgenommen. Da der Wischbezug hier sowieso regelmäßig abgenommen wird, um neues Wasser aufzunehmen, ist das allerdings kein allzu großer Nachteil. Der angesammelte Dreck kann bei dieser Gelegenheit einfach mit dem Wischtuch aufgesammelt werden. Auch hier ist das Auswringen aufgrund des recht festen Wischtuchs mit seinen Gummilaschen allerdings ein kleines Workout.

Um den Wischbezug zu wechseln, gibt es ein Fußpedal, das den Wischkopf zusammenklappen lässt. Dieses ist tief genug, dass der Wischer dennoch unter die meisten Möbel passen sollte. Allerdings war dadurch die Bedienung in unserem Test (es wurden einfache Turnschuhe getragen) etwas hakelig. Wer nur Socken trägt, sollte keinerlei Probleme haben, bei festeren Hausschuhen könnte jedoch das gleiche Problem auftreten.

Des Weiteren ist die Verbindung von Wischkopf und Stiel unserer Meinung nach eine klare Schwachstelle. So ist das Gelenk des Wischkopfes zwar aus Metall, die Verbindung am Stiel ist dafür aus Plastik und schmal zulaufend. Das sieht zwar hübsch aus, fördert die Langlebigkeit aber keineswegs. So ganz das Gelbe vom Ei ist der Leifheit Profi XL Micro Duo Telescope also nicht, auch wenn man mit ihm in einem Zug eine recht große Fläche wischen kann.

Leifheit Clean Twist Ergo 2.0

Der Leifheit Clean Twist Ergo 2.0 glänzt mit einer innovativen Idee: Der Auswringkorb wird hier durch den Stiel selbst angetrieben, der sich auf und ab pumpen lässt. Ob einem das oder der Antrieb per Fußpedal lieber ist, wäre an sich Geschmackssache – wenn beide gleich gut funktionieren. Und per se tun sie das auch. Das Wischtuch kann so gut ausgewrungen werden, dass es nur noch leicht feucht ist. Allerdings eiert der Stiel des Ergo-Twist-Wischers beim Pumpen enorm, was ein unüberhörbares Geräusch beim Auswringen verursacht, was zumindest unsere Testerin mehr als nervig empfand.

Positiv ist der Click-Verschluss des Teleskopstiels zu erwähnen, der beim Wischen nicht aus Versehen geöffnet werden kann. Allerdings muss man ihn jedes Mal öffnen, um den Wischbezug auszuwringen, da mit ihm die Schleuderfunktion angetrieben wird. Wer bei der richtigen Länge seines Wischer-Stiels wählerisch ist, wird wahrscheinlich davon genervt sein, nach jedem Auswringen wieder die richtige Einstellung finden zu müssen. Fraglich ist auch, ob der Klettverschluss, mit dem das Wischtuch am Wischkopf befestigt wird, nicht irgendwann den Geist aufgibt.

Die Schleuderfunktion hat zudem noch einen weiteren Nachteil: Damit nichts spritzt, ist sie recht tief im Eimer angebracht, wodurch dieser nicht einmal halb mit Wasser gefüllt werden kann. Dieses Problem haben zwar alle Modelle mit Schleuderfunktion, da der Eimer des Clean Twist Ergo 2.0 allerdings vergleichsweise klein ist, bedeutet das unterm Strich auch weniger Wasser, das somit schneller dreckig und dadurch eventuell während dem Putzen gewechselt werden muss. Und das kostet Zeit.

Hausfelder Bodenwischer mit Stiel

Auf den ersten Blick ist nicht viel am Bodenwischer mit Stiel von Hausfelder auszusetzen, sofern man auf einen mitgelieferten Putzeimer verzichten kann. Dass der Bodenwischer keinen Teleskopstiel hat ist für uns sogar ein Plus, da die hier meist zum Einsatz kommenden Drehverschlüsse beim Putzen gerne mal ungewollt aufgedreht werden. Auch gefällt uns gut, dass der Wischer mit zwei Wischtüchern geliefert wird.

Im praktischen Einsatz erweist sich der Wischer als sehr agil und sollte auch problemlos unter Möbel mit wenig Spielraum nach oben kommen. Der Wischtuchwechsel geht leicht und unkompliziert von der Hand. Allerdings sind die mitgelieferten Wischtücher ungefähr doppelt so breit wie der Wischkopf des Hausfelder-Bodenwischers und rutschen so bei jeder Bewegung vor und zurück. Das allein wäre eventuell noch zu verschmerzen gewesen. Das dabei erzeugte, penetrante Quietschen allerdings nicht. Auch sind die im Lieferumfang enthaltenen großen, flauschigen Wischtücher mit ihren Laschen aus Gummi extrem schwer auszuwringen und zumindest für uns muss der Hausputz nicht auch noch gleichzeitig ein Armmuskeltraining sein.

Der Wischkopf des Bodenwischers von Hausfelder ist zudem komplett aus Plastik, was nicht gerade auf Langlebigkeit schließen lässt. Auch, weil die Verbindung von Stiel und Wischkopf recht dünn ist. Somit ist der Wischer nicht empfehlenswert.

Spontex Easy Max+

Der Bodenwischer Spontex Easy Max+ wirkt mit dem direkt am Stiel des Bodenwischers angebrachten Abzieher zum Auswringen überschüssigen Wassers enorm praktisch. In der Praxis macht sich allerdings schnell Ernüchterung breit. Denn so innovativ und scheinbar sinnvoll die dem Easy Max+ zugrunde liegende Idee ist, in der Praxis zeigen sich einige Probleme.

So hat der Abzieher keinen sichtbaren Reinigungseffekt. Größere Staubballen und Haare müssen im Zweifelsfall also von Hand entfernt werden. Außerdem klappt der Wischkopf etwas zu bereitwillig nach oben und es kann schon mal vorkommen, dass beim Putzen in Ecken oder unter Möbeln der Wischer einfach nach oben klappt und somit logischerweise nicht mehr flach auf dem Boden aufliegt. Schon bevor es soweit kommt, neigt der Wischkopf sich gerne nach oben. Passt man nicht permanent auf, dass das nicht passiert, reinigt man eventuell nicht den kompletten Boden. Der Am Stiel angebrachte Abzieher ist zudem teils im Weg, wenn man unter Möbeln reinigt.

Das Auswringen funktionierte auch nicht so problemlos wie erhofft. Hat man keinen großen Putzeimer, ist hier nämlich die Gefahr groß, dass man beim Auswringen mit dem Abzieher neben den Putzeimer tropft. Vor allem bei Parkettböden ist das schlecht. Für diese eignet sich der Wischer unserer Meinung nach aber sowieso generell nicht, denn er lässt sich nicht so trocken auswringen, wie hierfür eigentlich nötig wäre. Alles in allem können wir dem Spontex Easy Max+ trotz seiner innovativen Idee keine Empfehlung aussprechen.

Livington Everclean

Beim Auspacken des Livington Everclean erleben wir eine kleine Überraschung in Form eines vier AA-Batterien fassenden Batteriefachs. Der Wischeimer hat nämlich eine eingebaute Pumpe, die den Mopp selbstständig reinigt. Beim Rausziehen wird der Bodenwischer außerdem direkt ausgewrungen, indem er an einer Plastiklippe vorbeigeführt und abgestreift wird. Außerdem hat er zwei separate Kammern für Frisch- und Dreckwasser. für uns klingt das alles zunächst seht nach einem Gimmick. In der Putzpraxis funktioniert das alles aber beeindruckend gut.

Das gegen den eingeführten Wischer gespritzte reinigt diesen und beim Rausziehen ist er trocken genug, um nicht zu tropfen. Die Pumpe ist zudem nur aktiv, wenn der Wischer eingeführt wird, was die Batterien schont. Man kann sie zudem mit einem am Deckel angebrachten Knopf an- und abschalten. Letzteres ist vor allem beim Wischen von Parkett auch während dem Wischen nötig, da der Wischer hier mehrmals abgestreift werden muss, um trocken genug zu sein, damit das Parkett nicht beschädigt wird.

Warum ist der Eimer dann auf dem hintersten Platz gelandet? Nun, das liegt an der Verarbeitung des Everclean-Bodenwischer-Sets. Denn zum einen sind im Deckelinneren die Kabel sichtbar, die zur Pumpe führen, und zum anderen ist die Klappe des Batteriefachs alles andere als wasserdicht, befindet sich aber direkt beim Einführschacht für den Wischer. Dadurch kann potentiell Wasser ins Innere des Fachs geraten. Beides ist für uns ein mögliches Sicherheitsrisiko, weswegen wir den Livington Everclean nicht guten Gewissens empfehlen können. Da ist die Tatsache, dass die Abdeckung für die Öffnung zum Einfüllen von Frischwasser sich, einmal geöffnet, immer wieder aufspringt und sich nur mit viel Fingerspitzengefühl wieder schließen lässt, fast nebensächlich.

So haben wir getestet

Beim Auspacken wird die Verarbeitung des Bodenwischers und – sofern vorhanden – des Eimers bewertet. Das anschließende zusammenbauen sollte unkompliziert von der Hand gehen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf das Anbringen und Abnehmen des Wischtuches gelegt, da man diesen Handgriff regelmäßig ausführen muss. Er sollte dementsprechend leicht von der Hand gehen.

Bodenwischer Test: Bodenwischer Alle
Alle elf Bodenwischer in unserem Test im Oktober 2022.

Bei allen Bodenwischern mit Auswringfunktion wird getestet, wie gut diese funktioniert. Außerdem werden alle Bodenwischer im praktischen Einsatz getestet. So können wir feststellen, welche Funktionen im Alltag eine wirkliche Hilfe beim Putzen sind und welche keinen wirklichen Mehrwert bieten.

Die wichtigsten Fragen

Welcher Wischmop reinigt am besten?

In unserem Test hat die Ultramax Turbo Komplett-Box von Vileda am besten abgeschnitten, was primär an ihrer sehr durchdachten Auswring-Lösung liegt. Das Wischen mit dem Ultramax geht leicht von der Hand und mit dem mitgelieferten Wischtuch konnten wir recht lange wischen, bevor wir Wasser nachfassen mussten. Haare und größere Verschmutzungen muss man allerdings von Hand entfernen.

Was kostet ein guter Bodenwischer?

Vorneweg gilt es natürlich die reinen Anschaffungskosten zu bedenken. Für ein Komplettsystem inklusive Eimer muss man meist etwa zwischen 25 und 60 Euro anlegen. Einzelne Wischer kosten zwischen 20 und 30 Euro.

Bei beiden Varianten ist üblicherweise mindestens ein Wischtuch im Lieferumfang inbegriffen. Dennoch muss auch dieses irgendwann ausgetauscht werden, oder eventuell will man einfach mehr als ein Wischtuch haben – sei es, um den Ansprüchen verschiedener Untergründe gerecht zu werden oder um ein Ersatz zu haben, während das Wischtuch in der Wäsche ist. Auch für den Nach- beziehungsweise Zukauf fallen natürlich Kosten an. Es lohnt sich deshalb, im Vorfeld nachzuschauen, wie viel Ersatz-Wischtücher kosten und ob der genutzte Wischer eventuell auch mit No-Name Wischtüchern funktioniert.

Auch der Stiel kann mit der Zeit verschleißen und sollte deshalb separat nachkaufbar sein. Ist er das nicht, muss direkt ein komplett neuer Wischer angeschafft werden, was eine wesentlich größere Ausgabe darstellt, als einfach nur ein Ersatzteil zu besorgen.

Wie oft sollte man Fliesen wischen?

Optimalerweise sollten Fliesen – genauso wie Laminat – einmal pro Woche gewischt werden. So garantieren Sie optimale Sauberkeit und Hygiene. Eine weniger häufige Reinigung schadet dem Laminat zwar nicht, macht Ihnen aber im Zweifelsfall mehr Arbeit, da sich mehr Schmutz ansammeln kann.

Übrigens: Parkett sollte so selten wie möglich feucht gereinigt werden. Zieht die Feuchtigkeit ins Holz ein, quillt das Holz nämlich auf und der Boden verzieht sich.

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 Test: Artboard

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