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Der beste Bohrhammer

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Bohrhammer Test: Bohrhammer
Marc Hüffer

Marc Hüffer

ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.

Wir haben zehn Bohrhämmer getestet, von denen acht noch verfügbar sind. Der beste für Heimwerker ist der Einhell RT-RH 32 E, der zum überschaubaren Preis unglaublich viel Leistung bietet und innerhalb kürzester Zeit tiefe Löcher in den Stein schlägt. Der kommt mit einem leicht zu bedienenden SDS-Bohrfutter und einer Vibrationsdämpfung im Griff. Es bleibt nur ein Haken: Die Maschine ist sehr groß und schwer.

Update 17. September 2019

Wir haben den Artikel von Grund auf neu gestaltet und in diesem Zug gleich 6 neue Maschinen getestet. Unser heißer Tipp für Heimwerker ist nun die Einhell RT-RH 32 E.

Unter den Modellen der aktuellen Testrunde waren außerdem zwei bereits getestete Modelle, die sich nun gegen ein geändertes Testfeld erneut beweisen mussten: Die Bosch PBH 3000-2 FRE und die Metabo UHE 2850. Letztere wusste auch ein zweites Mal zu gefallen, ist aber leider nicht mehr im Handel erhältlich.

Wer Löcher in hartes Material bringen will, stößt mit einer klassischen Schlagbohrmaschine bald an seine Grenzen. Um Beton und Granit Herr zu werden, greift man besser zu schwererem Gerät: Bohrhämmer sind mit ihren leistungsfähigen Motoren und ihren starken Schlagwerken dafür konzipiert, Löcher auch in härtestete Materialien zu bohren.

Genau wie bei anderen Werkzeugen, unterscheiden sich die Preise für Bohrhämmer je nach Modell erheblich. Doch teurer ist hier nicht immer besser: Wer als Heimwerker nur hin und wieder mal ein paar Löcher bohrt, braucht nicht unbedingt eine sündhaft teure Profi-Maschine. Tatsächlich lieferte die günstige Einhell RT-RH 32 E sogar das beste Bohrergebnis von allen Maschinen im Test ab. Das sagt freilich nichts über ihre Haltbarkeit im Dauereinsatz auf der Baustelle, weshalb wir Profis doch eher zur Hilti raten.

Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht. Die ausführliche Besprechung finden Sie wie immer weiter unten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Für Heimwerker

Einhell RT-RH 32 E

Test Bohrhammer: Einhell RT-RH 32 E
Groß, schwer und leistungsstark: Die RT-RH 32 E bietet viel Bohrhammer für relativ wenig Geld.

Wer schnell vorankommen will, greift zur Einhell RT-RH 32 E: Die schwere Maschine beherbergt einen 1.250 Watt starken Motor, der für ordentlich Vortrieb sorgt und innerhalb kürzester Zeit tiefe Löcher selbst in harten Granit schlägt. Dank der Vibrationsdämpfung im Griff gestaltet sich die Arbeit damit sehr angenehm. Leider lässt das Gerät einige Annehmlichkeiten vermissen und sorgt aufgrund des hohen Gewichts schnell für lahme Arme. Dennoch: So viel Power für so wenig Geld ist momentan nirgendwo anders zu finden.

Vielseitig

Makita HR2631FT13

Test Bohrhammer: Makita HR2631FT13
Dank sauberer Verarbeitung, guter Ausstattung und sinnvoller Komfortfunktionen ist die Makita HR2631FT13 eine gute Wahl für viele Anwendungsgebiete.

Als schöner Allrounder präsentiert sich die Makita HR2631FT13. Dank ihrer hervorragenden Ergonomie schmiegt sie sich angenehm in die Hand und die Anordnung der Bedienelemente ermöglichen ist sinnvoll durchdacht. Mithilfe des beiliegenden, zusätzlichen Schnellspannbohrfutters kommt die Maschine auch mit Nicht-SDS-Werkzeugen zurecht. Die Bohrleistung liegt zwar nur im Mittelfeld, trotzdem lässt der Makita-Bohrhammer kaum Grund zur Klage, denn das Gerät leistet sich keine nennenswerten Fehler.

Für Profis

Hilti TE 7-C

Bohrhammer Test: Hilti 7-C
Hilti gilt nicht umsonst als berühmter Bohrhammer-Veteran. Die Maschine ist profimäßig gut, aber auch profimäßig teuer.

Die Hilti TE 7-C stammt von einem legendären Pionier im Bereich der Bohrhämmer und richtet sich ganz klar an ein Profi-Publikum. Auch dieses Modell kommt mit einem extra Schnellspannbohrfutter, aufgrund der fehlenden Drehzahlregulierung handelt es sich aber dennoch um einen Puristen. Der Bohrhammer ist extrem stabil, die kompakte Bauweise begünstigt ermüdungsfreies Arbeiten, und außerdem bringt die Hilti einige schöne Komfortfunktionen mit – ein Profi eben. Der Haken: Die Maschine ist nicht gerade billig.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Für HeimwerkerVielseitigFür Profis
Modell Einhell RT-RH 32 E Makita HR2631FT13 Hilti TE 7-C Einhell TE-RH 26 4F Bosch PBH 3000-2 FRE Bosch PBH 2100 RE DUSS P 26 SDS Metabo UHE 2850 Multi
Test Bohrhammer: Einhell RT-RH 32 ETest Bohrhammer: Makita HR2631FT13Bohrhammer Test: Hilti 7-CTest Bohrhammer: Einhell TE-RH 26 4FTest Bohrhammer: Bosch PBH 3000-2 FRE BohrhammerTest Bohrhammer: Bosch PBH 2100 REBohrhammer Test: DUSS P 26 SDSTest Bohrhammer: Metabo UHE 2850
Pro
  • Sehr starker Motor
  • Sehr gute Bohrleistung
  • Gut bedienbares SDS-Bohrfutter
  • Vibrationsdämpfung im Griff
  • Stabiles Kabel
  • Guter, laufruhiger Motor
  • Gute Bohrleisung
  • Gute Ergonomie
  • Gut bedienbares SDS-Bohrfutter
  • Sehr gute Ausstattung
  • Fast vollständig symmetrisch (für Linkshänder interessant)
  • Feststellknopf
  • Guter, laufruhiger Motor
  • Gut bedienbares SDS-Bohrfutter
  • Inklusive Wechsel-Schnellspannfutter
  • Gute Bohrleistung
  • Kompakte Bauform
  • Leicht und kompakt
  • Solide Bohrergebnisse
  • Günstig
  • Gut gelöster "Multi"-Ansatz
  • Gute Handhabung
  • Gute Ausstattung
  • Leicht und kompakt
  • Günstig
  • Sehr gute Bohrleistung
  • Logischer Aufbau, kann einfach zerlegt werden
  • robust
  • Gut gelöster "Multi"-Ansatz
  • Schlaues Schaltmimiksystem
  • Sehr stabiles Stromkabel
  • Sehr robust
  • Hohe Motorleistung
Contra
  • Sehr schwer
  • Kein Linkslauf
  • Kein Feststellknopf
  • Kein Wechselbohrfutter
  • Billiger Kunststoffkoffer
  • Unterdurchschnittliche Schlagstärke
  • Teuer
  • Keine Drehzahlregulierung zum Bohren
  • Kein Wechselbohrfutter
  • Nicht allzu robust
  • Langsame Arbeitsgeschwindigkeit
  • Unpraktische Fixierung des Vordergriffs
  • Bohrtiefenanschlag ist nur aus Kunststoff
  • Zu wenig Motorleistung
  • Sehr langsame Arbeitsgeschwindigkeit
  • Bohrfutter ist nicht wechselbar
  • Schlechte Ergonomie
  • Bohrfutter nicht wechselbar
  • Kaum Zubehör
  • Sehr teuer
  • Weniger für Feinarbeit gemacht
  • Leicht kopflastig
  • Kaum noch erhältlich
Bester Preis

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Bohrhammer oder Multi-Hammer?

Es gab Zeiten, da musste sich der Heimwerker mit einer mehr oder weniger kräftigen Schlagbohrmaschine begnügen. Selbst für größere Bohrungen, etwa Kernlochbohrungen zum Setzen von Unterputzdosen in Beton, mussten notfalls entsprechende Aufsätze herhalten. Leichtere Meißelarbeiten gingen buchstäblich nur von Hand.

Die ultimative Maschine für derartige Schwerstarbeit gab es später ausschließlich für Handwerker – die Rede ist von der Hilti, deren Name von vielen synonym für Bohrhämmer verwendet wird. Das Liechtensteiner Unternehmen war zwar nicht das erste, das Bohrhämmer herstellte, aber maßgeblich für den Siegeszug der Gerätegattung mitverantwortlich.

Da der Hersteller nach wie vor am professionellen Vertriebskanal festhält, bleibt dem Heimwerker oft lediglich der Erwerb einer gebrauchten Maschine. Ob sich das lohnt, sei allerdings dahingestellt, denn sämtliche Maschinen des Unternehmens sind ausgesprochene Spezialisten: Besagter Bohrhammer kann außer manierlich Löcher in Beton zu bohren und mitunter etwas Meißelarbeit nichts anderes. Die Arbeit auf der Baustelle geht dann auch entsprechend zügig und störungsfrei vonstatten – hier heißt es schließlich: Zeit ist Geld, und je mehr Zeit so eine Spezialmaschine einsparen hilft, umso eher amortisiert sie ihre Anschaffungskosten und im Zweifel auch die ihrer Geschwister für andere Aufgabenbereiche.

Für den Allround-Handwerker, der nicht auf der Baustelle im Akkord Hilti-Krater schlägt, sondern aufgrund seiner vielseitigeren Tätigkeit besser mit einer universeller einsetzbaren Maschine bedient ist, eignen sich solche Profi-Maschinen aber nur bedingt. Und auch der durchschnittliche Heimwerker möchte am liebsten mit nur einer Maschine sowohl in Holz und Metall als auch Stein oder Beton bohren. Bei mancher Betondecke oder mancher Mauer stößt die herkömmliche Schlagbohrmaschine allerdings schnell an ihre Grenzen.

Hier muss ein sogenannter Multi-Hammer her, der über die Möglichkeit verfügt, ein normales Schnellspannbohrfutter anzusetzen, das auch normale Bohrer aufnimmt, anstatt der bei Bohrhämmern üblichen SDS-Bohrer. Auch ein Rechts-/Linkslauf ist bei diesen Maschinen Pflicht. Dass man aufgrund der Konstruktion damit auch Fliesen abschlagen oder Mauerwerk aufstemmen kann, nimmt man dabei gern mit – man kann ja nie wissen.

Bohrhammer vs. Schlagbohrmaschine: Was ist der Unterschied?

Der gravierendste Unterschied zwischen einem Bohrhammer und einer Schlagbohrmaschine ist das sogenannte Schlagwerk: Die Schlagbohrmaschine arbeitet mit zwei schrägverzahnten Scheiben, die während der Drehbewegung gegeneinander für eine impulsartige Schlagbewegung in axiale Richtung sorgen.

Test Bohrhämmer: Schlagwerk einer Schlagbohrmaschine
Schlagwerk einer Schlagbohrmaschine.

Die Frequenz der Schläge ist von der Drehzahl abhängig. Sie ist am effektivsten, wenn sie sehr hoch liegt, während ihre Intensität vom Gegendruck abhängt, die vom Handwerker auf die Maschine ausgeübt wird. Eine Schlagbohrmaschine hat also immer einen Rückschlag, gegen den der Handwerker sich  mit möglichst viel Kraft anstemmen muss. Das macht das Schlagbohren in Beton zu so einer schweißtreibenden Angelegenheit.

Wird der Schlag abgestellt, verkoppeln sich die Zahnscheiben fest miteinander und man kann in Holz, Kunststoff, Metall und andere Stoffe bohren, wo der Bohrer Span für Span abträgt und besser ohne Schlag arbeitet.

Das Schlagwerk eines Bohrhammers funktioniert grundsätzlich anders: Es besteht aus einer Masse, die wie ein Hammer elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch von hinten auf den Bohrer schlägt.

Beim Bohr­­hammer gibt es im Gegen­­satz zur Schlag­­bohr­­maschine keinen Rück­­schlag

Da es hier keinen nennenswerten Rückschlag gibt, bestimmt nicht der Druck, den der Handwerker auf die Maschine ausübt den Bohrfortschritt, sondern allein die Kraft des Kolbens, der auf den Bohrer schlägt.

Test Bohrhämmer: Schlagwerk einer Hilti
Das Schlagwerk eines Bohrhammers, hier einer Maschine von Hilti. Gut zu erkennen ist der Kolben, der auf den Bohrer schlägt.

Wer schon einmal mit einem Bohrhammer gearbeitet hat, weiß, dass er sich wie von selbst in den Beton oder ähnlich strukturiertes Material hineinzieht. Nutzt man die Kraft des Schlagwerks, ohne dass sich der Bohrer dreht, indem man den Bohrer praktisch auskoppelt, kann man den Bohr- oder Kombihammer auch für Meißelarbeiten nutzen – vorausgesetzt, man hat den Bohrer gegen einen entsprechenden Meißelaufsatz gewechselt.

Aber auch hier gilt: Um hin und wieder einen kurzen Leitungsschlitz zu stemmen oder ein paar Quadratmeter Fliesen von Wand oder Boden abzuschlagen, reicht der Kombihammer allemal, wenn allerdings im ganzen Haus neue Leitungsschlitze gestemmt oder ganze Schwimmbäder von Fliesen befreit werden müssen, sollte ein richtiger Presslufthammer benutzt werden.

So haben wir getestet

Wir haben in zwei Testdurchgängen insgesamt zehn Bohrhämmer getestet. Einige davon wurden uns leihweise von den Herstellern zur Verfügung gestellt, andere wurden uns für die Dauer des Tests vom Münchner Geräteverleih Leihwerk überlassen, die restlichen haben wir gekauft. Zwei Modelle hatten wir schon zuvor getestet, für das Artikel-Update mussten sie jedoch noch einmal ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Die zwei anderen Geräte aus dem ersten Test sind inzwischen nicht mehr verfügbar.

 Bohrhammer Test: Bohrhammer
Die acht Maschinen aus der aktuellen Testrunde: Hilti TE 7-C, Makita HR2631FT13, Metabo UHE 2850, Einhell RT-RH 32 E, Einhell TE-RH 26 4F, DUSS P 26 SDS, Bosch PBH 3000-2 FRE und Bosch PBH 2100 RE.

In unserem Test mussten sich die Bohrhämmer an drei verschiedenen Materialien unterschiedlicher Härte beweisen. Den Anfang machte herkömmlicher Beton, wie man ihn üblicherweise in Stützmauern von Gebäuden findet. Die zweite Herausforderung war ein doppelt gebrannter Tonziegel. Als letztes versuchten wir uns an massivem Granit.

Das ganze Spiel wiederholten wir mehrfach. Als erstes kam ein 8 Millimeter dicker Steinbohrer zum Einsatz, dann ein weiterer mit einem Durchmesser von 16 Millimetern. Beim letzten Durchlauf – 16 Millimeter mit Schlag – haben wir die Zeit gestoppt und die innerhalb von 10 Sekunden erreichte Bohrtiefe gemessen.

Vor allem beim Bohren in Granit variierte die Bohrleistung der getesteten Maschinen stark. Überraschenderweise lieferten die Profi-Maschinen von Hilti und DUSS nicht die beste Bohrleistung, sondern die günstige Heimwerker-Maschine von Einhell, die daher auch unser Favorit wurde.

 Bohrhammer Test: Einhell Rt Rh 32 E

Die beste für Heimwerker: Einhell RT-RH 32 E

Einhell hat mit der RT-RH 32 E einen wahren Koloss ins Rennen geschickt. Nicht nur in Hinsicht auf den 1.250 Watt starken Motor konnte sich die Maschine an die Spitze setzen, auch das Gewicht von satten 5,7 Kilogramm war das höchste im Testfeld. Trotz seiner wuchtigen Maße hat man den Bohrhammer dank der sinnvollen Anordnung der Schaltelemente und den gummierten Softgrip-Flächen an den Griffen aber immer gut unter Kontrolle.

Für Heimwerker

Einhell RT-RH 32 E

Test Bohrhammer: Einhell RT-RH 32 E
Groß, schwer und leistungsstark: Die RT-RH 32 E bietet viel Bohrhammer für relativ wenig Geld.

Der pneumatische Bohrhammer RT-TH 32 E gehört zu den Puristen und kann dementsprechend nur in Stein bohren und meißeln. Die Maschine wird in einem Kunststoffkoffer ausgeliefert, ein Wechselspannfutter liegt hingegen nicht bei. Das Gerät beschränkt sich somit auf SDS-Plus-Bohrer und -Meißel, mit anderen Werkzeuge verweigert der Bohrhammer die Zusammenarbeit.

Der Arbeitsmodus lässt sich mithilfe eines Drehschalters an der Seite umstellen, der neben den Positionen für Bohren und Meißeln auch eine weitere für die Meißeleinstellung bietet. Ein zusätzlicher, zweiter Drehschalter ist für das Ein- bzw. Ausschalten der Hammerfunktion zuständig. Er befindet sich mittig an der Innenseite der Maschine, in der Nähe des hinteren Griffs und gegenüber des Abzugs.

Seitlich weiter unten zieren zwei LEDs den Bohrhammer. Eine davon zeigt an, dass die Maschine am Stromnetz angeschlossen ist, die andere fungiert als Signalleuchte und meldet, wenn die Kohlebürsten für den Motor einen Austausch nötig haben – praktisch.

Die Vibrations­dämpfung im Griff ist ein Highlight

Ein Highlight ist auch die Vibrationsdämpfung am Handgriff: Der Kontakt zur Maschine ist oben gefedert und wird unten von einem Scharnier gehalten. Die Konstruktion funktioniert sehr gut und ist maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass man die 5 Joule Schlagenergie, die der RT-RH 32 E abgibt, kaum spürt und die Maschine immer problemlos unter Kontrolle behält.

Die Produkte von Einhell gehören seit jeher zur eher günstigen Preisklasse, da bildet auch die RT-RH 32 E keine Ausnahme. Gerade in Hinblick darauf ist erfreulich, dass das Gerät trotzdem relativ gut verarbeitet ist und eine recht angenehme Haptik bietet. Da knarzt nichts, da klappert nichts, die Schalter fühlen sich knackig an und beide Griffe sind mit einer rutschfesten Gummischicht überzogen – auch der vordere. Der lässt sich durch Drehen lockern und festziehen, sodass kein umständliches Umgreifen nötig ist, wenn man seinen Winkel verändern möchte. Selbst das Stromkabel ist mit dickem, flexiblem Gummi ummantelt und an der Kontaktstelle zur Maschine zusätzlich zugentlastet, was in diesem Preissegment nicht selbstverständlich ist.

Im Praxistest konnte die RT-RH 32 E ihre hohe Leistung ausspielen. Der Bohrer arbeitete sich ohne nennenswerten Widerstand durch das Material und sowohl unser Betonklotz als auch der Tonziegel hatten innerhalb kürzester Zeit tiefe Löcher. Selbst der Granit, der einigen anderen Modellen aufgrund seiner außergewöhnlichen Härte einige Probleme bereitete, war für den Einhell-Bohrhammer kein großes Hindernis: Nach zehn Sekunden klaffte ein sauber gebohrtes, 16 Millimeter breites und 3 Zentimeter tiefes Loch im Gestein – rund doppelt so viel wie die meisten Konkurrenten in der gleichen Zeit schafften. In Beton mussten wir sogar früher absetzen, sonst hätten wir durch den kompletten Block gebohrt und den Bohrkopf in der Werkbank versenkt.

Die Einhell RT-RH 32 E ist die erste Wahl für Heimwerker, denn die Maschine schlägt sich schnell auch durch sehr hartes Material. Möchte man zügig tiefe Löcher bohren und verfügt über den nötigen Muskelschmalz für ihre Handhabung, ist sie auf jeden Fall ein zuverlässiger und kraftvoller Helfer.

Ob sie den Dauereinsatz auf der Baustelle lange überstehen würde, wagen wir allerdings zu bezweifeln – testen konnten wir eine solche Dauerbelastung nicht. Auch für Präzisionsarbeiten eignet sie sich weniger, denn dafür ist sie zu groß und zu schwer. Aber für derlei Arbeiten greift man in der Regel ohnehin nicht zu einem Bohrhammer.

Nachteile

Ein Wermutstopfen ist sicherlich der fehlende Linkslauf – die Maschine dreht ausschließlich nach rechts. Im Normalfall reicht das zwar auch, sollte sich der Bohrkopf aber einmal tief in Beton verkanten, hilft ein Linkslauf doch enorm bei der Befreiung. Auch einen Knopf zum Feststellen der aktuellen Motordrehzahl sucht man vergeblich.

Der mitgelieferte Transportkoffer erfüllt zwar seinen Zweck, der Kunststoff, aus dem er besteht, ist aber nicht allzu robust. Bereits nach unserer Testphase war der Koffer mit kleinen Kratzern übersät – und das, obwohl wir damit noch nicht einmal in der Nähe einer Baustelle waren. In einer realistischen Einsatzumgebung dürfte das nochmal deutlich schneller gehen. Der Funktion des Koffers tun die Kratzer freilich keinen Abbruch, schön ist es trotzdem nicht.

Das Gehäuse besteht ebenfalls zum größten Teil aus Kunststoff und ist zwar durchaus solide verarbeitet, wirkt aber äußerlich nicht besonders edel. Der vordere, silbrige Teil beim Getriebekopf ist immerhin aus Metall, allerdings »nur« pulverbeschichtet.

Zum Problem kann außerdem das bereits angesprochene, sehr hohe Gewicht des Bohrhammers werden. Besonders bei umfangreichen Vorhaben und steigenden Arbeitshöhen kann einem das Gerät schnell müde Arme bescheren. Wer nicht die nötige Konstitution mitbringt, ist mit einem anderem Modell besser bedient.

Einhell RT-RH 32 E im Testspiegel

Die Kollegen der Heimwerker-Zeitschrift Selbermachen (1/2019) haben die Einhell RT-RH 32 E ebenfalls getestet und zeigen sich begeistert von der Leistung und der Handhabung des Bohrhammers:

»Der Hammer liegt trotz seines Gewichts gut in den Händen, trotz der Power von 5 Joule pro Schlag! Der Vibrationsschutz schützt spürbar. Mit dem TE-RH 32 E reißt man (Beton-)Wände ein, aber im Heimbereich genügt oft schon ein leichteres Gerät. Unser Testergebnis: Der feuerrote pneumatische Bohrhammer TE-RH 32 E von Einhell ist ein Profi-Gerät: 5 von 5 Punkten.«

Alternativen

Die Einhell RT-RH 32 E ist unser Favorit, weil sie viel Leistung für wenig Geld bietet. Allerdings geht das auf Kosten des Gewichts und für den Baustellen-Einsatz ist sie möglicherweise nicht langlebig genug. Daher haben wir zwei empfehlenswerte Alternativen für Sie.

Vielseitig

Makita HR2631FT13

Test Bohrhammer: Makita HR2631FT13
Dank sauberer Verarbeitung, guter Ausstattung und sinnvoller Komfortfunktionen ist die Makita HR2631FT13 eine gute Wahl für viele Anwendungsgebiete.

Kleiner, leichter, aber mit 800 Watt immer noch ausreichend stark ist die Makita HR2631FT13. Besonders in Sachen Ergonomie kann die Maschine im herstellertypischen Blau überzeugen.

Dank der kleinen Ausbuchtungen am Griff liegt der Bohrhammer hervorragend in der Hand. Darüber hinaus sind alle Grifflächen rutschfest gummiert, was zusätzlichen Halt gewährleistet. Außerdem sind alle Bedienelemente gut erreichbar und machen ein Umgreifen nur in seltenen Fällen notwendig. Lediglich für den Drehschalter an der Unterseite, der für die Wahl des Arbeitsmodus zuständig ist – Bohren, Hämmern oder beides – muss man loslassen und die Maschine zur Seite neigen.

Der Vordergriff kann durch Drehen gelöst werden und lässt sich frei in einem beliebigen Winkel fixieren – Makita verzichtet hier löblicherweise auf vorgegebene Raster.

Der positive Eindruck setzt sich beim mitgelieferten und hochwertigen Bohrtiefenanschlag fort: Anstatt auf eine Flügelschraube setzt die Maschine auf einen Druckknopf, wodurch ein Einstellungswechsel schnell und bequem von der Hand gehen.

Zur Ausstattung gehört neben dem standesgemäßen SDS-Plus-Bohrfutter samt beiliegendem SDS-Bohrersatz auch ein zusätzliches Schnellspannbohrfutter, mit dessen Hilfe man auch mal in Holz oder Metall bohren kann. Auch hier geht der Wechsel einfach und in Null Komma Nix vonstatten.

Die Drehzahl lässt sich mithilfe eines Knopfs feststellen, der sich am Griff befindet. Hier sind Rechtshänder klar im Vorteil, denn der besagte Knopf sitzt links – hält man den Bohrhammer mit der linken Hand, ist er nicht mehr ohne weiteres erreichbar und man muss umgreifen. Anders sieht es mit dem Schalter für Rechts- und Linkslauf aus: Den gibt es zweimal, einmal links, einmal rechts, womit die Funktion beidseitig bedienbar ist und einen unterbrechungsfreien Arbeitsablauf gewährleistet.

Die Verarbeitung ist rundum sauber und vermittelt den Eindruck von Langlebigkeit. Standesgemäß ist das dicke, flexible Stromkabel selbstverständlich zugentlastet und sollte bei vernünftiger Behandlung problemlos Jahre im Einsatz überstehen.

Auch in Hinsicht auf die Bohrergebnisse kann sich die Makita HR2631FT13 sehen lassen. Eins sollte klar sein: Die atemberaubende Arbeitsgeschwindigkeit der vor Leistung nur so strotzenden Einhell erreicht der Makita-Bohrhammer nicht. Mit 17 Millimetern nach 10 Sekunden Bohren in Granit kann sich das Ergebnis dennoch sehen lassen und liegt im Mittelfeld, nicht weit unter der Hilti TE 7-C, die in der gleichen Zeit auch nur einen Millimeter mehr schaffte.

Unterm Strich besticht die Makita HR2631FT13 vor allen Dingen durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die gelungene Ergonomie, und auch wenn sich Makita mit seinen Produkten generell nicht unbedingt an absolute Einsteiger richtet, würden die gerade mit diesem Modell sicher sehr gut zurechtkommen. Aufgrund des verhältnismäßig geringen Gewichts von nur 3,1 Kilogramm und der hervorragenden Bedienbarkeit lässt sich die Maschine sehr gut kontrollieren und dank der großzügigen Ausstattung bleiben die Folgekosten überschaubar. Nicht nur Heimwerker bekommen mit dem HR2631FT13 einen tollen Bohrhammer, der sich aufgrund seiner handlichen Größe vielseitig einsetzen lässt.

Für Profis

Hilti TE 7-C

Bohrhammer Test: Hilti 7-C
Hilti gilt nicht umsonst als berühmter Bohrhammer-Veteran. Die Maschine ist profimäßig gut, aber auch profimäßig teuer.

Wenn man Bohrhämmer testet, darf eine Hilti natürlich nicht fehlen. Wir hatten das Modell TE 7-C im Test, das auch prompt eine Empfehlung abstauben konnte.

Die TE 7-C ist ein reiner Bohrhammer, kein Multi-Gerät. Zwar kann man auch hier in den reinen Bohrbetrieb ohne Schlag wechseln, um eine klassische Bohrmaschine zu ersetzen, fehlt es der Maschine aber an einer Geschwindigkeitsregulierung. Trotzdem liegt ein extra Schnellspann-Bohrfutter bei, falls man also einmal ein Werkzeug ohne SDS-Schaft benutzen möchte, ist das kein Problem. Das Bohrfutter zu wechseln gelingt schnell und einfach mit nur einem einzigen Handgriff. Auffällig ist, wie groß und massiv es ist – spätestens hier bemerkt man, dass Hilti Profi-Maschinen herstellt, die für einen alltäglichen Einsatz konzipiert sind.

Die Oberflächengüte ist außerordentlich hoch, alles ist sehr fein ausgearbeitet und frei von jeglichen Graten, Kanten oder Ecken, wo sie nicht hingehören. An der Unterseite findet sich ein Anschluss für eine externe Absauganlage. So kann die Hilti Löcher bohren und auch gleich den Bohrstaub herausbefördern.

In Sachen Handhabung gibt sich die Hilti TE 7-C beispielhaft. Durch die kompakte Bauweise wirkt die Maschine zwar etwas gedrungen, ist dafür aber kürzer als die meisten Konkurrenzmodelle, was ihrer Bedienung zugute kommt. Der vordere Handgriff ist ohne Raster stufenlos drehbar, ohne Raster, sodass man den Winkel beliebig, aber präzise einstellen kann.

Der Rest der Bedienung gestaltet sich ohne große Überraschungen: Am Drehschalter kann man die Einstellungen für Bohren mit und ohne Hammer sowie Meißeln und die Meißeleinstellung vornehmen, Rechts- bzw. Linkslauf sind per Hebel an der Unterseite einstellbar.

Geht man ans Werk, entfaltet die Hilti ihr volles Potenzial, denn es ist praktisch kein Druck nötig – wir mussten die Machine lediglich stabilisieren, damit sie nicht umfällt, den Rest machte sie gewissermaßen von alleine und gräbt sich munter in jedes Material.

Mit einem Straßenpreis von rund 450 Euro ist die Hilti TE 7-C  allerdings sehr teuer. Für Heimwerker lohnt sich das nicht, zumal unser Favorit von Einhell für deutlich weniger Geld eine bessere Bohrleistung liefert. Das Argument für die Hilti ist ihre Robustheit im Dauereinsatz auf der Baustelle. Im Profi-Einsatz rechtfertigt sich der höhere Preis allemal.

Außerdem getestet

Einhell TE-RH 26 4F

Die Einhell TE-RH 26 4F ist eine angenehm leichte, recht kompakte Maschine. Sie war eines der günstigsten Modelle im Test und so muss man auf einige Annehmlichkeiten verzichten. Man kann nichts wechseln, dementsprechend liegt auch kein Backenfutter oder Ähnliches bei – man muss also mit SDS-plus-Werkzeugen Vorlieb nehmen.

Die Einstellungen gestalten sich hingegen wieder wie gehabt: Neben Bohren mit und ohne Schlag gibt es noch Modi für Meißeln sowie für die Meißeleinstellung. Ein Rändelrad am Abzugschalter fungiert als elektronischer Geschwindigkeitsregler, ungewöhnlich ist allerdings, dass die Drehzahl im Linkslauf deutlich niedriger ausfällt als im Rechtslauf.

Der Winkel des gummierten Vordergriffs wird abermals durch Drehen gelockert bzw. fixiert. Das klappt erwartungsgemäß einwandfrei und wir haben nichts auszusetzen. Im 10-Sekunden-Test erreichte der Bohrhammer eine Tiefe von 17 Millimeter in Granit, was ebenfalls ein solider Wert ist.

Die TE-RH 26 4F versucht gar nicht erst, als Profi-Gerät durchzugehen und man merkt der Maschine ihren günstigen Preis schon an, besonders bei der Haptik. Schrott ist die Maschine aber keineswegs, sie weiß nur auch nicht so recht zu begeistern. Für einen jahrelangen, täglichen Einsatz fehlt es ihr an Stabilität, für gelegentliche Einsätze kann man sie aber durchaus in Erwägung ziehen.

Bosch PBH 3000-2 FRE

Nachdem wir bereits eine Maschine von Hilti behandelt haben, gibt sich ein weiterer Bohrhammer-Pionier die Ehre: Bosch schickt mit der PBH 3000-2 FRE einen Ableger der legendären »Boschhammer« ins Rennen.

Das Gerät gibt sich vielseitig und darf ohne Übertreibung als Multi-Werkzeug bezeichnet werden. Auch sie kommt mit zwei Bohrfuttern, einem SDS-plus-Bohrfutter sowie einem zusätzlichen Schnellspannbohrfutter.

Damit der Wechsel zwischen Feinarbeit und grobschlächtigem Meißeln problemlos vonstatten geht, hat man sich bei Bosch eine pfiffige Bedienung ausgedacht: Zwei Knebelschalter sitzen vorn am Gehäuse, einer koordiniert die Dreh- und Schlagbewegung und der zweite schaltet das Getriebe in den ersten oder zweiten Gang. Beide Schalter sind derart miteinender verschränkt, dass sich das Schlagwerk ausschließlich im ersten Gang zuschalten lässt. Im reinen Bohrbetrieb lassen sich dann beide Gänge auswählen.

Die Einstellung der Drehzahl wird elektronisch mit einem Rändelrad am Abzugsschalter vorgenommen. Darüber befindet sich der Schieber zum Richtungswechsel, denn der Bohrhammer ist dank Linkslauf auch zum Lösen von Schrauben geeignet. Durch diese Konstruktion sollen Fehlbedienungen ausgeschlossen und sich der PBH 3000-2 FRE optimal auf seine jeweilige Aufgabe einstellen lassen.

Einige Kleinigkeiten, wie der umständliche Verschluss des Vordergriffs und die etwas eigenwillige Bauform, trüben den Spaß dabei ein wenig, die Empfehlung verweigert dem Boschhammer aber vor allem seine gemächliche Arbeitsgeschwindigkeit: 28 Millimeter in Beton und 13 Millimeter in Granit im 10-Sekunden-Test sind doch etwas wenig – lediglich die kleine Schwester aus demselben Hause war noch langsamer.

Die Bosch PBH 2100 RE sieht der PBH 3000-2 FRE in Sachen Form auf den ersten Blick relativ ähnlich, ist aber deutlich kleiner und wurde um das Getriebe samt zugehörigen Einstellrad erleichtert. Gegenüber der Schwester ist er 800 Gramm leichter und bildet mit den verbliebenen 2,5 Kilogramm Eigenmasse die untere Grenze im Testfeld. Dadurch und aufgrund der kompakten Bauform gestaltet sich die Handhabung ziemlich angenehm. Die Maschine verfügt über Rechts- und Linkslauf sowie eine Feststelltaste zur Arretierung, die sich allerdings nur bei Höchstgeschwindigkeit nutzen lässt. Außerdem steht der obligatorische Drehschalter zur Funktionswahl bereit: Nur Bohren, nur Hämmern oder beides gleichzeitig.

Leider liegt dem Bohrhammer kein Wechselschnellspannfutter bei und es ist auch gar nicht möglich, das SDS-Bohrfutter des PBH 3000-2 FRE auszutauschen. Das ist unpraktisch, da man somit auf Beton- und Steinbohrer beschränkt ist – Holz- oder Metallbohrer mit SDS-Schaft gibt es praktisch nirgends.

Das Hauptproblem des Bohrhammers liegt allerdings in seiner geringen Motorleistung: Seine 550 Watt reichen für eine zufriedenstellende Arbeitsgeschwindigkeit einfach nicht aus und unterbieten den nächststärkeren Konkurrenten um satte 160 Watt, der Testsieger leistet sogar mehr als das Doppelte.

Es ist somit wenig verwunderlich, dass der Bosch PBH 2100 RE auch im 10-Sekunden-Test das Schlusslicht bildet – lediglich 11 Millimeter schaffte der Boschhammer in den Granit zu schlagen.

Und noch ein Profi: Neben Bosch und Hilti soll im Zusammenhang mit Bohrhämmern auch die Firma Duss erwähnt werden, von denen wir das Modell P 26 SDS getestet haben.

Würden wir einen Preis für ungewöhnliches Design vergeben, wäre die P 26 SDS in jedem Fall ein heißer Kandidat, denn mit dem kantigen, grauen Kasten in der Mitte könnte die Maschine glatt aus den Siebziger Jahren stammen. Das wäre an sich nicht schlimm und man könnte es als Geschmackssache verbuchen, doch leider wirkt sich die Design-Entscheidung massiv auf die Ergonomie aus: Der Aufbau menschlicher Hände, die nunmal eben nicht eckig sind, spielte bei der Planung der P 26 SDS sichtlich keine große Rolle. Einbuchtungen für die übliche Handlage oder gar einzelne Finger sucht man dementsprechend vergeblich.

Allgemein scheint Duss sehr nüchtern an die Konstruktion ihres Bohrhammers herangegangen zu sein: Alles ist logisch aufgebaut  und mithilfe eines Torx-Schraubendrehers zugänglich, was Reparaturen erleichtert, es gibt außer dem Schalter zum Einstellen des Arbeitsmodus und dem Abzug keine weiteren Knöpfe, man kann das Bohrfutter nicht austauschen und außer dem Transportkoffer und dem Bohrtiefenbegrenzer liegt auch kein weiteres Zubehör bei.

Gewicht und Motorleistung stechen weder positiv noch negativ hervor, trotzdem erreichte die Duss P 26 SDS mit 2 Zentimetern in Granit das zweitbeste Ergebnis im 10-Sekunden-Test, gleich nach der viel stärkeren Einhell RT-RH 32 E. Im Gegensatz zu dieser spürt man bei der Duss allerdings die Vibration sehr deutlich, auch wenn der Hersteller in seiner Produktbeschreibung eine Dämpfung verspricht.

Uns konnte die DUSS P 26 SDS nicht richtig begeistern, dazu fehlt es an Komfort und Ausstattung, und für das Gebotene ist die Maschine einfach zu teuer – wenn man ein Profi-Modell will, hat man mit der Hilti mehr Freude und kommt trotzdem immer noch billiger weg.

Metabo UHE 2850 Multi

Test Bohrhammer: Metabo UHE 2850

Keine Preise gefunden.

Der Metabo UHE 2850 Multi ist schon länger Teil unseres Testberichts und war lange in unseren Empfehlungen vertreten, nun haben wir ihn noch einmal zum test antreten lassen. Der Bohrhammer ist sehr hochwertig, auf Langlebigkeit ausgelegt, geht robust ans Werk und macht seine Arbeit wirklich gut. Feinfühlig verhält er sich dabei aber nicht gerade, sodass es Sinn macht, für kleinere Durchmesser vorab eine Bohrmaschine zu verwenden.

Wie der Name schon erahnen lässt, sieht Metabo seinen Bohrhammer als Multi-Gerät und tatsächlich kann hat die UHE 2850 das Zeug dazu, die alte Bohrmaschine zu ersetzen: Dank zwei getriebegeschalteter Geschwindigkeitsstufen bekommt man selbst bei niedriger Drehzahl ein hohes Drehmoment – dann freilich ohne Bohrhammerfunktion – und mithilfe des mitgelieferten Schnellspannfutters zum Wechseln kommt das Gerät auch mit anderen Materialien, wie Holz oder Metall, bestens zurecht.

Metabo hat die Schaltmimik bis auf die Umschaltung zwischen Rechts- und Linkslauf mit einem einzigen Knebelschalter realisiert. Das ist absolut betriebssicher und verspricht eine hohe Langzeitstabilität, wie überhaupt das Gehäuse einen sehr robusten Eindruck hinterlässt. Ebenfalls vorbildlich stabil ist das Stromkabel, das nicht nur dick und zugentlastet ist, sondern am Kontakt auch noch auf einem Kugelgelenk sitzt. Das erhöht nicht nur die Belastbarkeit, sondern macht auch die Handhabung flexibler – eine Kleinigkeit, aber eine clevere!

Aufgrund des großen Getriebekopfs ist die UHE 2850 Multi etwas kopflastig, was durch die längliche Bauform noch unterstützt wird. Da man ihn einen Bohrhammer üblicherweise aber ohnehin zweihändig bedient, können wir darüber hinweg sehen. Gestört hat es uns in der Praxis jedenfalls nicht, zumal die Maschine mit 3,4 Kilogramm gewichtsmäßig ohnehin nur im Mittelfeld liegt.

Unseren Betonblock durchbohrte die UHE 2850 Multi innerhalb 10 Sekunden fast vollständig, was uns angesichts des 1.010 Watt starken Motor nicht überraschte. In Granit erreichte sie in der gleichen Zeit 16 Millimeter – zwar ein solider Wert, aber auch »nur« Durchschnitt.

Die Metabo UHE 2850 Multi ist noch immer ein toller, vielseitiger Bohrhammer, der außerdem genügend Leistung mitbringt. Leider ist er nur noch schwer zu bekommen. Wer noch ein gutes Angebot entdeckt, kann aber bedenkenlos zugreifen.

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Kommentare

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Andreas Raimann
Andreas Raimann

Eine Marita gäbe es auch noch…

Peer Kebschull
Peer Kebschull

Ihr habt wohl den akkubohrhammer von festool verpasst?

Kevin Mc Pfiffla
Kevin Mc Pfiffla

Für den privathaushalt und 2 6er löcher im jahr reichts bestimmt

Bernhard Hörmann
Bernhard Hörmann

Hoche Sànchez

Hoche Sànchez
Hoche Sànchez

Aber beim Funktionsprinzip wieder auf Hilti zurückgreifen 😉

David Hofer
David Hofer

Beste ist einfach Hilti…!

Karl Stollwitzer
Karl Stollwitzer

what else?

David Hofer
David Hofer

Warum bald?

David Hofer
David Hofer

Flottenmanagement….;-)

Kevin Mc Pfiffla
Kevin Mc Pfiffla

Hilti wird günstiger und nicht teurer…warum wirds also bald nicht mehr bezahlbar??

Daniel Müller
Daniel Müller

Nie wieder Hilti!! Hab einen nagelneuen Akkuschlagschrauber. Das Ding war bereits 2x kaputt?