Bronzer Test: Bronzer Gruppenfoto
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Der beste Bronzer

Wir haben 22 Bronzer getestet und unsere Favoriten gekürt. Man kommt mit fast allen Bräunungspudern ans Ziel eines „sonnengeküssten Teints“. Wie einfach der Auftrag ist, wie ebenmäßig das Ergebnis und wie Haltbar das Resultat ist, unterscheidet sich jedoch durchaus. Unser Favorit ist der NARS Matte Bronzer in der beliebten Nuance „Laguna“. Er lässt keine Wünsche offen und ist erleichtert einem das Schminken.

Magi Kusak
Magi Kusak
ist Beauty-Bloggerin der ersten Stunde und betreibt mit MagiMania den ältesten deutschsprachigen Beauty Channel auf YouTube, wo sie ihre Community an der Begeisterung für effektvolles Makeup, moderne Texturen und wirksame Skincare teilhaben lässt.
Letztes Update: 19. August 2022

Wir haben sieben weitere Bronzer aus Parfümerie und Drogerie getestet, davon vier mit klassischer Pudertextur. Der NARS Matte Bronzer ist unser neuer Favorit mit kleinem Vorsprung gegenüber unserem bisherigen Testsieger Benefit Hoola. Wir haben zudem neue Empfehlungen ergänzen können, die für jeden Geschmack etwas bieten: den NYX Matte Bronzer sowie den Chanel Les Beiges Creme Belle Mine für den größeren Geldbeutel. Die Produkte Rival loves me Tropical Bronzer und Wunder 2 Perfect Selfie Bronzing Veil sind fortan unter „Außerdem getestet“ zu finden.

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Viel zu schnell ist der Sommer vorbei. Trotzdem ziehen viele von uns eine zarte Bräune der vornehmen Winterblässe vor. Die Lösung statt ausgiebiger Sonnenbäder: Bronzepuder. Er schenkt dem Gesicht Dimension und sorgt für einen frischen, strahlenden Teint. Wir haben 22 Bronzer verschiedenster Textur und Hersteller, günstig und hochpreisig, im Test gegeneinander antreten lassen.

Die Auswahl an Bronzern ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Der uniforme, orange Schimmer-Bronzer ist passé – endlich gibt es eine durchdachte Farbauswahl für helle bis dunkle Haut sowie eine Fülle an Schattierungen, die sowohl auf unterschiedliche Hautuntertöne ausgerichtet sind, sowie auch Geschmäcker und Looks bedienen. Auch mit Bronzing Powder kann man kreativ werden und mit Intensität, Platzierung und Farbkombinationen spielen. Bevor es jedoch soweit ist, startet man am besten mit einem soliden Basic für den Alltag, das subtil Gesichtszüge betont und dem Teint Tiefe zurückbringt, die vielleicht etwas deckendere Foundation verschluckt hat.

Die 22 getesteten Bronzer mussten beweisen, dass ihre Formulierung mit einem mühelosen Auftrag und gleichmäßigen Ergebnis überzeugen können, sodass das Ergebnis homogen und langlebig ist.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

NARS Matte Bronzer "Laguna"

Bronzer Test: Nars Bronzing Moment Matte Bronzingpuder Vallarta 0607845052401
Keine Chance auf Streifen: hochwertige Textur in durchdachten Nuancen.

Der NARS Matte Bronzer löst im Test-Update 2022 den Benefit Hoola als unseren Favoriten ab. Beide Produkte gelten nicht grundlos als »Kult« und sind vermutlich die bekanntesten Bronzing Powder überhaupt, weil sie in gelungenen, schmeichelhaften Nuancen angeboten werden und besonders einfach in der Anwendung sind.

Wesentlicher Vorteil des NARS Bronzers ist eine herausragende Textur, die es einem leicht macht, sowohl einen Hauch Bräune zu erreichen, als auch intensiv zu tönen. Er ist in jeder Intensität sehr einfach auszublenden und sieht nie fleckig aus, sogar auf ungepuderter Foundation. Er hat einen dezent weichzeichnenden Effekt und verblasst im Laufe des Tages nicht. Die kompakte, aber stabile Dose mit größerem Spiegel ist ein weiteres Argument, wenn man bedenkt, dass beide bei gleicher Füllmenge nahezu gleich viel kosten.

Auch gut

Benefit Hoola Original

Bronzer Test: Benefit Hoola Bronzer Original
Urlaubsbräune aus dem Tiegel, die sehr natürlich wirkt, dezent mattiert und Unregelmäßigkeiten ausgleicht.

Beim dezenten Hoola von Benefit ist der Name Programm: Wie von der Sonne Hawaiis geküsst zaubert der Hoola in Windeseile natürliche Bräune in jedes Gesicht. Zum Kult-Status gelangte der Bronzer durch seine stimmige, nahezu universelle Farbe ohne Orangestich. Mittlerweile gibt es Hoola jedoch in insgesamt vier matten Nuancen, die relativ warm und gelblastig ausfallen. Außerdem ist die wiederum kühlere Original-Nuance in diversen Varianten erhältlich.

Gegenüber dem NARS Matte Bronzer ist Hoola die bessere Wahl, wenn man ein eher dezentes, diffuses Ergebnis wünscht. Die Pressung ist härter und die Farbabgabe sanfter. 2022 wurde er in neuem Format lanciert und ist nicht mehr so klobig. Allerdings musste dem kompakteren Design der Pinsel weichen.

Weiche Textur

Physicians Formula Murumuru Butter Bronzer "Bronze"

Test Bronzer: Physicians Formula Murumuru Butter Bronzer
Die buttrige Konsistenz verschmilzt mit der Haut und sorgt für einen dezenten Bronzeton, leicht deckend und herrlich duftend.

Die buttrige Konsistenz des Murumuru Butter Bronzer von Physicians Formula verschmilzt mit der Haut und sorgt für einen Bronzeglow à la Brasilien, der leicht deckt und nach Urlaub duftet. Dem Bronzer sagt man aufgrund seiner gelungenen Nuancen und sehr umgänglicher, zuverlässiger Textur nach »High-End-Qualität zum Drogeriepreis« zu sein und tatsächlich hebt sich die Formulierung von vielen günstigeren Produkten positiv ab, indem es nahezu keine Streifen erlaubt. Die Verpackung ist etwas klobig und der beigelegte Schwämmchenapplikator eher ein notdürftiges Tool, aber immerhin ist auch in neuem Verpackungs-Design (unser Testprodukt hat noch den alten Look) ein Spiegel dabei.

Gut & günstig

NYX Matte Bronzer "Medium"

Test Bronzer: NYX Matte Bronzer
Feine Textur für ein einfachen, ebenmäßigen Auftrag in fünf Nuancen in kompakter Dose.

Der NYX Matte Bronzer hat zu einem fairen Preis eine feine, gut kontrollierbare Textur. Es ist nahezu unmöglich ihn zu überdosieren und auch Streifen und Flecken bietet die feste Pressung keine Chance. Wer sich mit der Dosierung schwer tut, hat mit diesem Puder-Bronzer eine gute Starthilfe. Man sollte jedoch keine Priorität auf das Konturieren legen, denn dafür sind die Nuancen bei den meisten Hauttypen vermutlich zu rötlich-warm. Umso mehr Urlaubs-Look kann er zaubern.

Wenn Geld egal ist

Chanel Les Beiges Creme Belle Mine

Bronzer Test: Chanel Les Beiges Creme Belle Mine Ensoleillée
Fester Cream Bronzer, der sich so einfach wie ein Puder auftragen lässt und gleichmäßig mit dem Teint verschmilzt.

Vor Jahren erschien dieser besondere Creme-Bronzer Chanel Les Beiges Creme Belle Mine – damals jeden Sommer limitiert – und löste hysterisches Bunkern unter Bronzer-Liebhabern aus und sorgte für überdimensionierte Preise auf Verkaufsplattformen. Heute ist das Hybridprodukt dauerhaft in drei Nuancen im Sortiment und wurde oft kopiert und nie erreicht. Das beste beider Welten: Präzision und Kontrolle eines Puder-Bronzers mit dem Finish einer Creme und das zu einem fairen Preis, denn man wird lange brauchen, um die 30 Gramm Füllmenge zu leeren.

Vergleichstabelle

TestsiegerNARS Matte Bronzer "Laguna"
Auch gutBenefit Hoola Original
Weiche TexturPhysicians Formula Murumuru Butter Bronzer "Bronze"
Gut & günstigNYX Matte Bronzer "Medium"
Wenn Geld egal istChanel Les Beiges Creme Belle Mine
Drunk Elephant D-Bronzi Anti-Pollution Sunshine Drops
Artdeco Bronzing Powder Compact "80 Natural"
Maybelline City Bronze Puder
Wunder 2 Perfect Selfie Bronzing Veil
Rival loves me Rossmann Tropical Bronzer 02 Honolulu
Guerlain Terracotta Bronzing Powder "02"
Rimmel London Natural Bronzer "Sun Light"
L’Oréal Back to Bronze
Dr. Hauschka Bronzing Tint
e.l.f. Cosmetics Putty Bronzer "Honey Drip"
Lancaster Sun Beauty Compact2 "02"
Luisa Lage Egypt Sun Cremepuder "Sportiv"
Malu Wilz Summer Glow Bronzing Pearls
Manhattan Natural Bronzer "Sunlight"
Catrice Sungasm Illuminating Bronzing Pebbles Bronzer
Bronzer Test: Nars Bronzing Moment Matte Bronzingpuder Vallarta 0607845052401
  • Schmeichelhafte Nuancen
  • Einfach zu verblenden
  • Intensität variabel
  • Kein Krümeln, ergiebig
  • Kompakt, mit Spiegel & unparfümiert
  • Etwas teuer
Bronzer Test: Benefit Hoola Bronzer Original
  • Farbton für viele Hauttypen geeignet
  • Sehr kontrollierte Dosierung
  • Leichte Textur ohne Schimmerpartikel
  • Sehr ergiebig
  • Mit Spiegel
  • Etwas teuer
  • Neuer Version ohne Pinsel
  • Pappverpackung empfindlich
Test Bronzer: Physicians Formula Murumuru Butter Bronzer
  • Weiche Textur, die sich mit der Haut verbindet
  • Leicht deckend und ausgleichend
  • Sehr ergiebig
  • Mit Spiegel & Applikator
  • Klobige Verpackung
  • Kokosduft
Test Bronzer: NYX Matte Bronzer
  • Feine Textur
  • Einfach & streifenfrei ausblendbar
  • Kompakte Dose mit Spiegel
  • Günstig
  • Mit Spiegel
  • Farben eher speziell
  • Man muss häufiger Farbe nachholen
Bronzer Test: Chanel Les Beiges Creme Belle Mine Ensoleillée
  • Feste Creme-Textur
  • Natürliches Finish ohne Duft
  • Sehr einfach anzuwenden
  • Sehr ergiebig
  • Hochwertige Verpackung, sehr schönes Geschenk
  • Für unreine Haut ggf. problematisch
  • Relativ teuer
Bronzer Test: Drunk Elephant D Bronzi Sunshine Drops
  • Als Bronzer oder in Produkt gemischt
  • Subtiles, pralles Finish
  • Relativ einfach (mit Fingern) anzuwenden
  • Unparfümiert
  • Intensität nicht aufbaubar
  • Enthält Schimmer
  • Relativ teuer
Test Bronzer: Artdeco Bronzing Powder Compact "80 Natural"
  • Angenehme Textur
  • Gleichmäßiges Ergebnis
  • Enthält zwei Nuancen zum Justieren
  • Schöne Dose mit Spiegel
  • Nachfüllbar
  • Verblasst etwas
Test Bronzer: Maybelline City Bronze Puder
  • Dezenter, guter Bronzeton
  • Auch für helle Haut geeignet
  • Keine Schimmerpartikel
  • Für Damen und Herren geeignet
Test Bronzer: Wunder 2 Perfect Selfie Bronzing Veil
  • Schöner Braunton
  • Lässt sich schichten und gut verblenden
  • Leicht mattierend und deckend
  • Ohne Schimmer
  • Ohne Talkum
  • Sehr dunkel, nicht für alle Hauttöne geeignet
Bronzer Test: Bildschirmfoto 2020 08 19 Um 10.24.18
  • Sehr günstig
  • Lässt sich gut auftragen und verblenden
  • Ohne Schimmer
  • Natürlicher, nicht zu orangestichiger Bronzeton
  • Sehr dunkel, nicht für alle Hauttöne geeignet
Test Bronzer: Guerlain Terracotta Poudre Bronzante 02 Bronzing Powder
  • Pflegende, hochwertige Textur
  • Große Farbauswahl
  • Gut als Rouge geeignet
  • Spiegel im Deckel
  • Sehr orangestichig
  • Hochpreisig
Test Bronzer: Rimmel London Natural Bronzer 021 Sun Light
  • Schöner Bronzeton
  • Sehr ergiebig
  • Wasserfest
  • Klapprige Dose (eigentlich ein Refill für traditionelle Puderdosen)
  • Irreführende SPF-Angabe
Test Bronzer: L’Oréal Back to Bronze
  • Schöner Bronzeton, auch für hellere Haut geeignet
  • Ohne Schimmer
  • zarte Textur
  • Leicht mattierend und deckend
Test Bronzer: Dr. Hauschka Bronzing Tint
  • Natürlicher Farbton
  • Leichtes Fluid
  • Verbindet sich gut mit der Haut
  • Sehr ergiebig
  • Kann durchaus fleckig werden
  • Muffiger Geruch
  • Für unreine oder sensible Haut eher ungeeignet
  • Vergleichsweise kurze Haltbarkeit
Test Bronzer: e.l.f. Cosmetics Putty Bronzer "Honey Drip"
  • Leichte Textur
  • Viele Farben
  • Kompakte Verpackung
  • Relativ günstig
  • Unparfümiert
  • Übung erforderlich
  • Haltbarkeit mäßig
Test Bronzer: Lancaster Sun Beauty Compact Sonnenpuder SPF 30-02
  • Cremige, pflegende Textur
  • Integriertes Schwämmchen im Boden
  • Geringer Bronzeeffekt
  • Schwer aufzutragen und zu verblenden
  • Hochpreisig
  • Irreführende Sonnenschutzangabe
Test Bronzer: Luisa Lage Egypt Sun Cremepuder 02 Sportiv
  • Natürlicher Bronzeton
  • Keine Schimmerpartikel
  • Für Frauen und Männer geeignet
  • Für einige Hauttypen zu dunkel
  • Dunkelt nach
  • Passt sich den unterschiedlichen Hauttönen nicht mehr so gut an
  • Sehr teuer
Bronzer Test: Bildschirmfoto 2020 08 19 Um 10.46.59
  • Schöner Bronzeton mit leichtem Glanz
  • Dezente Farbabgabe
  • Pinsel enthalten
  • Unpraktische Puderkugeln
Test Bronzer: Manhattan Natural Bronzer
  • Großer Puderstein
  • Günstig
  • Schwierig auszublenden
  • Nicht wischfest
  • Betont Hauttextur
  • Klapprige Verpackung
  • Nur eine Nuance (relativ orange + Schimmer)
Test Bronzer: Catrice Sungasm Illuminating Bronzing Pebbles Bronzer
  • Mehr Glanz als Bräune
  • Unpraktische Puderkiesel
  • Wenig Farbabgabe
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Rundum gelungener Look: Bronzer im Test

Ein guter Bronzer kann überraschend bereichernd für einen runden Make-up Look sein, der dann am gelungensten ist, wenn man ihn nicht als solchen erkennt. Er kann für einen frischeren Look sorgen, einem plakativen Teint Dimension spenden und die Gesichtszüge vorteilhaft modellieren.

Ein gelungenes Bronzing-Effekt erkennt man nicht

Durch geschickte Bronzer-Positionierung kann die Aufmerksamkeit auf Augen oder Lippen gelenkt werden und unebenmäßiger Teint ruhiger erscheinen lassen. Besonders durch Pickel gezeichnete Haut oder ausgeprägte Falten können wie bei einer optischen Täuschung in den Hintergrund rücken. Zugegeben, ein bisschen Übung ist nötig. Aus eigener Erfahrung können wir überzeugt behaupten, dass sich das »Training« lohnt. Unsere Testerin möchte nach langjähriger Skepsis heute nicht mehr auf Bronzer verzichten.

Bronzer Test: Bronzer Ohne Mit
Link ohne – rechts mit Bronzer außen und um das Auge: es verschiebt den Fokus von großer, blasser Fläche auf Augen und Lippen.

Die Beliebtheit von Bronzer leidet sicherlich noch unter den nahezu traumatischen Erinnerungen an die Ergebnisse von vor 20 Jahren, als lose »Erden« für fleckige und vor allem orange Wangen sorgten. Keine Spur von »natürlich«. Wir geben Entwarnung: das ist heute keinesfalls mehr nötig. Bronzer verdient eine wohlverdiente zweite Chance. Die aktuelle Auswahl von Farben, Finishes und Intensitäten bieten für jeden Typen und jeden Geschmack Bronzer-Optionen, die es auch Schminkanfängern besonders leicht machen.

Die passende Bronzer-Textur

Bronzer gibt es längst nicht mehr nur in Puderform. Die Alternative nur als Creme-Bronzer zu definieren, wird der Auswahl an Texturen sicherlich auch nicht gerecht. Die passende Formulierung für sich zu finden, kann durchaus überwältigend und verwirrend sein.

Mit einem klassischen Powder Bronzer ist man gerade beim Einstieg auf der sicheren Seite. Ebenso, wenn man sich den Auftrag schnell und unkompliziert wünscht. Ist die Textur gelungen und gut blendbar, haben Flecken oder Streifen nahezu keine Chance. So kann man hervorragend erkunden, welche Platzierung einem am besten gefällt und stellenweise auch sehr gut intensivieren, sodass ein nahtloser Übergang zum Teint entsteht.

Mehr als nur Puder und Creme: Bronzer gibt es in vielen Texturen

Creme-Texturen werden zwar als besonders natürlich aussehend bezeichnet, können schlimmstenfalls für fleckige Ergebnisse sorgen. Es ist nicht immer einfach vor allem weiche Texturen sparsam zu dosieren und ebenmäßig zu verblenden. Gerade anfangs empfehlen wir das Resultat aus verschiedenen Blickwinkeln und bei Tageslicht zu inspizieren. Frontal im Badezimmerspiegel übersieht man Unebenmäßigkeiten nämlich recht schnell. Wer vorher Foundation benutzt hat, sollte zudem darauf achten, nicht zu viel zu kreisen, weil man sonst die Unterlage löst. Ein Schwamm-Ei statt eines Pinsels zu verwenden, kann eine gute Maßnahme sein . Im Gegenzug erhält man in der Regel ein pralles Finish, das besonders trockene Hauttypen schätzen sollten.

Bronzer Test: Bester Bronzer Test 2022
Bronzer im Test-Update 08/2022.

Eine besondere Form von Creme Bronzer stellen Sticks dar, die durch Wachse eine sehr feste Konsistenz erhalten und man so mit ihnen »zeichnen« kann. Die weniger schmierige Textur begünstigt die Dosierung und beugt einem unebenmäßigen Ergebnis vor. Allerdings ist nicht jedes Exemplar gelungen. Die Balance aus Festigkeit und Blendbarkeit gelingt nicht jedem Hersteller. Es muss aber auch kein Stick sein: der in unserem Test-Update vertretene Chanel Bronzer bietet ebenfalls diese Vorzüge, wird jedoch mit Pinsel aufgetragen.

Moderne Cream-to-Powder-Bronzer können ein guter Kompromiss zwischen der komfortablen Anwendung eines Puder-Bronzers und der Textur und Finishs einer Creme sein. Sie werden bei Hautkontakt fast schon flüssig und gleiten mühelos über die Haut und lassen sich daher auch gut mit Fingern auftragen. Ist das Medium verdunstet, bleibt ein pudriges Finish zurück. Sie sind meist nicht so intensiv pigmentiert und daher nutzerfreundlicher. Leider tendieren sie zum Verblassen.

Flüssige Bronzer, die tropfenweise dosiert werden, können auch mit den Fingern verteilt werden. Sie sind bestenfalls nicht zu deckend, um einem unebenmäßigen Ergebnis möglichst wenig Raum zu geben. Man kann sie auch in andere Produkte, wie Foundation, Primer oder sogar ein Serum mischen, um großflächig eine sanfte Tönung zu spenden. Ein spannendes aber übungsbedürftiges Add-on. Für einen intensiven Bronzed Look sind sie keine gute Wahl. Beachten sollte man hier auch die verkürzte Haltbarkeit durch einen Wasseranteil.

Bronzer Test: Bronzer Gruppenfoto
Ob Puder, Cremepuder, Perlen oder Fluid – Bronzer kommen in zahlreichen Formen und Farbvarianten.

Die passende Bronzer-Farbe

Massentauglich wurde Bronzer durch die Einführung neutraler Bronzer-Töne, die weder zu gelb-, noch zu rotlastig waren und besonders nicht beides, also Orange. Neutralere, wenig gesättigte Schattierungen, die sich der Hautfarbe besser anpassen und sich zugleich für leichte Konturen eignen. Diese Herangehensweise machte es möglich, dass eine Marke auch nur mit einer einzigen Nuance nahezu universell allen Kunden einen Bronzer anbieten konnte.

Genau solche Farben sind ein hervorragender Ausgangspunkt bei der Wahl des vielleicht ersten Bronzers. Mit der Zeit kann man dann an den Geschmack justieren und beispielsweise dunklere oder wärmere Nuancen probieren. Zum Testen kann man den Bronzer auch mit etwas Rouge oder Lidschatten mischen und beobachten, welche Farbrichtung einem besser an sich gefällt. Dabei spricht auch nichts dagegen, mehrere Nuancen für unterschiedliche Anlässe oder Stylings bereit zu halten, z. B. einen neutralen für den Alltag und einen eher rötlichen für einen »sonnengeküssten« Look.

Der Bronzer-Unterton ist wichtiger als der Helligkeitsgrad

Wie hell oder dunkel ein Bronzer ist, ist vielleicht mehr Geschmackssache als Richtlinie. Je gelungener die Textur, umso mehr kann man dunkle Töne schnell und ebenmäßig ausblenden, sodass auch ein sehr dunkler Bronzer auf heller Haut funktioniert. Viel mehr als am Helligkeitsgrad empfehlen wir sich am Unterton zu orientieren. Ein beispielsweise zu gelber Bronzer sieht deutlich fehlplatziert als ein zu dunkler aus. Aus Erfahrung müssen wir berichten, dass gerade Bronzer für (sehr) helle Haut häufig nicht stimmig getönt sind und empfehlen einen mittleren Ton zumindest in Erwägung zu ziehen.

Der passende Bronzer-Auftrag

Es haben sich zwei Techniken für die Platzierung von Bronzer herauskristallisiert, die man je nach Lust und Laune anwenden kann:

  • auf den prominenten Partien des Gesichts, um Sonnenbräune zu imitieren
  • an den äußeren Bereichen des Gesichts, um zu Modellieren a la Contouring

Hat man ein bisschen zu viel Sonne abbekommen, sind es oft dieselben Partien, die sich tönen: Nasenrücken, oberen Wangenknochen sowie die Stirn am Haaransatz und über den Brauen. Für die erstgenannte Technik ist das der Ausgangspunkt. Hierfür eignet sich vor allem ein sehr großer Bronzer Pinsel, damit diese Punkte nicht zu dunkel gefärbt werden, sondern eher einen dezenten Farbschleier aufgestäubt bekommen.

Möchte man jedoch eher die Gesichtsform nachmodellieren, den Wangen mehr Definition spenden und den Fokus auf die Gesichtsmitte lenken (Augen und Lippen), platziert man den Bronzer außen am Gesicht. Man spricht hier gern von er E3-Technik, weil man im Prinzip diese Symbole rechts und links zeichnet: rundum die Schläfen, unter den Wangen sowie am Jochbein entlang. Hier empfiehlt sich eher ein Pinsel mit kompakterer Quaste, wie beispielsweise kleiner Puderpinsel oder ein Rouge-Pinsel. So kann man gezielter arbeiten und etwas mehr Farbe dosieren.

Bronzer Test: Bronzer Vorher Nachher
Bronzer gibt zurück, was die Foundation an Tiefe genommen hat: Seitlich auf Stirn, Wangen und Jochbein aufgetragen + als Lidschatten.

Natürlich kann man beide Techniken kombinieren, sollte sich aber dessen bewusst sein, dass man dann das gesamte Gesicht deutlich dunkler schminkt, als es der Hals ist. Dass kann sinnvoll sein, wenn der Körper beispielsweise durch Selbstbräuner dunkler als das Gesicht ist. Anderenfalls sieht der Kopf schnell »aufgesetzt« aus.

Bronzer trägt man üblicherweise nach den Teint-Produkten wie Foundation, Concealer und Puder auf. Rouge und Highlighter arbeitet man anschließend ein, wenn man es denn möchte. Grundsätzlich kann ein Bronzer als Blush fungieren, ein fruchtiger Ton auf den Wangen kann kleine Wunder bewirken und alles runder und homogener aussehen lassen. Auch kaschiert er gegebenenfalls unregelmäßige Übergänge des Bronzers zum Teint.

Bronzer ebenmäßig auftragen

Um harte Kanten und fleckige Flächen bei der Bronzer-Applikation zu vermeiden, ist die Wahl eines nicht zu stark pigmentierten Produktes essenziell. Eine harte Pressung, die wenig staubt und nicht unnötig Bronzerpartikel löst, ist ebenfalls ein Qualitätsmerkmal. So vermeidet man, dass man darauf angewiesen ist, den Pinsel abzuklopfen oder gar auf dem Handrücken zunächst abstreifen zu müssen.

Ein guter Bronzer-Pinsel ist die halbe Miete

Ein wichtiger Trick für alle »bunten« Make-up-Produkte ist es, den Pinsel an der Stelle anzusetzen, wo man die intensivste Farbe haben möchte. Im Fall von Bronzer ist man unterhalb der Wange vor dem Ohr auf der sicheren Seite und kann von hier aus die Farbe ausbreiten und einen sanften Farbübergang schaffen.

Bronzer Test: Bronzer Pinsel
Potenzielle Bronzer-Pinsel: Quasten unterschiedlicher Formen je nach Formulierung & gewünschtem Ergebnis. Wir empfehlen flache Pinsel wie den dritten in Fächerform.

Auch sollte man im Auge behalten, was vor dem Bronzer aufgetragen wurde. Bei hochpigmentierten Bronzern pudert man den Untergrund zunächst mit etwas Gesichtspuder ab. Bei Creme-Bronzern wiederum vermeidet man, dass die Haut zu stark abgepudert ist, weil sich sonst ein Produktbrei bilden könnte. Wer direkt auf Hautpflege appliziert, startet mit möglichst wenig Produkt. Hier sind Creme-Produkte natürlich die intuitiv bessere Wahl. Für längere Haltbarkeit kann etwas loser, transparenter Puder im Finish nützlich werden.

Bronzer statt Puder?

Ein matter Bronzer sieht auf der Haut entsprechend matt aus, »mattieren« im Sinne von langfristig ölabsorbierend sind die Formulierungen nur selten. Wer fettige Haut über den Tag hinweg matt halten möchte, vertraut auch weiterhin auf einen guten Puder fürs Geischt. Man riskiert zudem ein fleckiges Ergebnis, weil sich die dunkleren Pigmente auf cremiger Unterlage wie Pflege oder Foundation stellenweise sammeln können.

Puder statt Bronzer?

Durch seine ölabsorbierenden Eigenschaften sind viele Puder daher auch nicht so gut als Puder geeignet. Sie wirken im Finish gern stumpfer, als man es sich wünscht, besonders wenn es sich um eher deckende Produkte handelt. Und auch die Farben sind nicht immer passend konzipiert. Allerdings bestätigen gelungene Ausnahmen die Regel, beispielsweise unseren Puder Testsieger, der durch seine gebackene Formulierung fein genug ist, um mit dem Teint optisch zu verschmelzen.

Konturieren mit Bronzer

Contouring mit Bronzer ist möglich, jedoch sollte es sich dabei um eine neutrale Farbe handeln. Für das echte, professionelle Face Contouring wird nämlich ein gräulicher Ton verwendet, wie er durch Schattenwurf entsteht. Die Platzierung ist dann auch eher punktuell als Großflächig wie mit einem Bronzer. Einen Ersatz bietet diese Methode also nicht. Sie reicht aber definitiv aus, um mit Licht und Schatten so zu spielen, dass die Form des Gesichtes optisch leicht abgewandelt wird.

Die passende Zusammensetzung

Zumindest Puder-Bronzer haben in der Regel eine eher simple Zusammensetzung. Selbst wenn die Liste der Inhaltsstoffe lang aussieht, handelt es sich dabei meist um Farbpigmente und Puderbestandteile, die für eine seidige Textur sorgen. Je cremiger das Produkt, umso mehr Bestandteile findet man, die zumindest bei sensibler oder problematischer Haut im Auge behalten werden können. Allerdings trägt man Bronzer in kleiner Menge und das auf anderen Produkten wie Creme oder Foundation auf. Sie reduzieren das Risiko, dass irritierende Stoffe an die Haut gelfangen. Das gilt allerdings auch für Hautpflegewirkstoffe, sodass man sich von großen Pflege-Claims nicht verführen lassen sollte.

Bronzer mit LSF

Der deklarierte Lichtschutzfaktor (LSF / SPF) auf einem Produkt bezieht sich immer auf eine Menge von zwei Milligramm pro Quadratmeter Haut. Wie wir bereits in unserem Sonnencreme-Test vorgerechnet haben, ist für ein durchschnittliches Gesicht eine Menge von mindestens einem Gramm Produkt notwendig, um den aufgedruckten Wert zu erreichen.

Am besten ignorieren: SPF-Angabe auf Bronzern

Wie viel Bronzer demnach nötig wäre, um angegebenen Schutz zu erzielen, kann man sich nun vorstellen. Wir halten SPF-Angaben auf Bronzer für fahrlässig und irreführend und das nicht nur wegen der gänzlich vernachlässigbaren Menge, sondern dem lückenhaften Schutz. Ein großflächig aufgetragener Bronzer kann einen vollwertigen Sunscreen minimal ergänzen, keinesfalls jedoch ersetzen.

Bronzer Test: Nars Matte Bronzer Laguna
NARS Matte Bronzer »Laguna« in einer kompakten, stylishen Dose mit Spiegel.

Testsieger: NARS Matte Bronzing Powder

Natürlich haben wir den NARS Matte Bronzer in der Kult-Farbe »Laguna« getestet. Die machte die Bronzing-Produkte der französischen Marke (gehört heute zu Shiseido) erst berühmt. Allerdings ist wichtig anzumerken, dass »Laguna« mittlerweile in mehreren Formulierungen erhältlich ist und die matte Version in unserem Bronzer Test eher neuer ist. Kultstatus hält zwar die Version mit subtilem Schimmer, allerdings braucht sich diese Version keinesfalls zu verstecken. Anwendungskomfort hat NARS für Teint-Produkte einfach raus. Stumpf matt ist diese Formulierung jedoch nicht. Ein sanfter Reflex lässt das Resultat hautähnlich erscheinen.

Testsieger
NARS Matte Bronzer "Laguna"
Bronzer Test: Nars Bronzing Moment Matte Bronzingpuder Vallarta 0607845052401
Keine Chance auf Streifen: hochwertige Textur in durchdachten Nuancen.

NARS Puder sind stets fest gepresst und krümeln nahezu gar nicht, was sie sehr effizient im Verbrauch macht und natürlich auch beim Auftrag vor Überraschungen schützt. Man kann die Bräune nach Geschmack aufbauen (auch vom gewählten Pinsel abhängig). Sollte man doch mehr als erhofft erwischen, lassen sich Farb-Cluster mühelos zu einem sanften Farbverlauf ausblenden. Keine Chance auf Streifen!

Bronzer Test: Nars Matte Bronzer Laguna Swatches
NARS Matte Bronzer »Laguna« mit Finger, Lidschattenpinsel und Bronzer Brush aufgetragen.

Insbesondere im halbseitigen Vergleich zu anderen Testprodukten fiel uns auf, dass er auch subtil weichzeichnet. Der Effekt entspricht keinem porenverfeinernden Puder. Das Gesamtergebnis wirkte auf der NARS-Seite jedoch stets etwas homogener. Darüber hinaus erscheint uns die Intensität selbst an sehr heißen Tagen als nahezu gleichbleibend.

Die kompakte Dose sieht schick aus, ist mattiert und bietet einen schön großen Spiegel. Außerdem ist der Bronzer unparfümiert und stört empfindliche Nasen nicht unnötig.

NARS Matte Bronzing Powder im Testspiegel

Bisher hat noch kein weiteres Testportal, wie z. B. Stiftung Warentest, unseren Favoriten getestet. Falls neue Testberichte dazu erscheinen, werden wir die Ergebnisse an dieser Stelle präsentieren.

Alternativen

Wenn Sie nach einer günstigeren Alternative suchen oder auf ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe Wert legen, haben wir im Folgenden weitere Empfehlungen für Sie.

Auch gut: Benefit Hoola Bronzer Original

Der Benefit Hoola ist eines der Kosmetikprodukte, die man schamlos als Kult bezeichnen kann. Seit Jahrzehnten überzeugt er mit universeller Farbe, punktgenauer, leicht zu verblendender Intensität und überzeugender Haltbarkeit. Unabhängig von der Hautfarbe kann man damit ein schmeichelhaftes Ergebnis herausholen.

Auch gut
Benefit Hoola Original
Bronzer Test: Benefit Hoola Bronzer Original
Urlaubsbräune aus dem Tiegel, die sehr natürlich wirkt, dezent mattiert und Unregelmäßigkeiten ausgleicht.

Dennoch hat man der Originalfarbe mittlerweile drei zusätzliche Farben spendiert sowie eine Version mit Glow-Finish. Allerdings müssen wir klar sagen, dass für helle und mittlere Haut das Original unerreicht bleibt. Durch die relativ neutrale Farbe mit nur leicht rötlichem Einschlag ist er wunderbar zum Modellieren der Gesichtszüge geeignet. Das Finish ist matt aber nicht stumpf, betont keine Härchen und hat keinerlei Duft.

2022 wurde das Verpackungsdesign geändert und ist nun flacher aber größer. Die Pappe ist süß, leicht und insofern man alle Einzelteile trennt, einfach recyclebar. Allerdings ist sie stoßempfindlich und für einen Dauereinsatz in der Handtasche eher mäßig geeignet. Der kleine Pinsel aus der alten Version, den wir einst im Test berücksichtig haben, ist nicht mehr dabei. Das ist zwar schade, wer sich allerdings sowieso zu Hause schminkt, macht sich das Leben mit einem vollwertigen Pinsel definitiv leichter.

Weiche Textur: Physicians Formula Murumuru Butter

Schon beim Öffnen des Tiegels Murumuru Butter Bronzer Physicians Formula kommt uns als erstes eines in den Sinn: Urlaub. Eine zarte Coconut-Brise beamt uns direkt in die Karibik. Allerdings sollte dies für weniger große Fans von Kokosnussduft kein Hinderungsgrund sein, da der Geruch schnell verfliegt. Die leichte cremig-pudrige Konsistenz lässt sich gut verarbeiten und bildet keine Krümel. Das macht den bereits erschwinglichen Preis noch einmal effizienter.

Weiche Textur
Physicians Formula Murumuru Butter Bronzer "Bronze"
Test Bronzer: Physicians Formula Murumuru Butter Bronzer
Die buttrige Konsistenz verschmilzt mit der Haut und sorgt für einen dezenten Bronzeton, leicht deckend und herrlich duftend.

Eine Besonderheit der Murumuru-Bronzers ist ein leicht satiniertes Finish. Es handelt sich dabei nicht um Schimmer, allerdings ist er auch nicht völlig matt. Viel mehr ähnelt es dem natürlichen Reflex der Haut. Anwender mit öliger Haut könnte das allerdings schon zu viel sein. Dafür hat Physicians Formula nach dem Erfolg dieses Bronzers zwar eine matte Reihe entwickelt, getestet hatten wir diesen jedoch nicht. Online-Rezensionen nach kommt er an dieses beliebte Produkt nicht heran.

Der Original Murumuru Bronzer ist in mehreren Nuancen erhältlich, wobei die von uns getestete Farbe »Bronzer« die ursprüngliche und beliebteste ist. Ähnlich wie bei Benefit ist sie eher neutral und eignet sich daher auch gut, um Konturen zu definieren. Er ist jedoch etwas heller, sodass man mit einem dunkleren Hautton besser alle Shades anschaut.

Das Design der Dose wurde wie bei Benefit kürzlich überarbeitet. Das buntere Design aus unserem Test findet man jedoch zum Zeitpunkt des Updates jedoch noch vereinzelt. Sie ist jedoch weiterhin eher klobig und etwas klapprig, weil sich unterhalb des Puders ein eher notdürftiger Schwämmchenapplikator sowie ein Spiegel befindet.

Gut & günstig: NYX Matte Bronzer

Unsere günstige Empfehlung aus dem Drogeriesegment ist der NYX Matte Bronzer, den wir in der Farbe »Medium« getestet haben. Alle fünf Nuancen der Marke sind farblich etwas satter und eignen sich daher nicht besonders gut zum Konturieren. Für den wahrhaftigen »Kuss der Sonne« ist gerade die getestete Nuance eine besonders gute Wahl. Die etwas rötlichere Note haben wir besonders gern zu typisch sommerlichen Stylings getragen und konnten getrost auf Rouge verzichten.

Gut & günstig
NYX Matte Bronzer "Medium"
Test Bronzer: NYX Matte Bronzer
Feine Textur für ein einfachen, ebenmäßigen Auftrag in fünf Nuancen in kompakter Dose.

Der Bronzer hat eine sehr feine, fest gepresste Textur. Dadurch trägt man mit dem Pinsel eher wenig Produkt ab und kann so nur schwer überdosieren. Er lässt sich dadurch auch sehr gleichmäßig verteilen und bietet keine Chance auf Flecken. Allerdings muss man einige male mehr Produkt nachholen, wenn das Ergebnis deutlich werden soll. Hinzufügen ist aber immer einfacher als wegnehmen, daher empfehlen wir ihn besonders für Anfänger und wenn es an Geschick und Geduld für Makeup-Details mangelt.

Bronzer Test: Nyx Matte Bronzer Medium
NYX Matte Bronzer in »Medium« ist besonders einfach zu verblenden.

Das Ergebnis ist langanhaltend und matt aber nicht stumpf. Von Duft wird man verschont und die runde Dose enthält einen großen Spiegel.

Wenn Geld egal ist: Chanel Les Beiges Creme Belle Mine

Hochpreisig ist der Chanel Les Beiges Creme Belle Mine Creme Bronzer sicherlich. Jedoch bekommt man dafür nicht nur eine sehr edle, dickwandige, satinierte Dose (wunderschönes Geschenk!), sondern auch eine überaus großzügige Menge eines besonderen Produktes. Wir haben ihn in der Nuance 390 »Soleil Tan Bronze« getestet.

Wenn Geld egal ist
Chanel Les Beiges Creme Belle Mine
Bronzer Test: Chanel Les Beiges Creme Belle Mine Ensoleillée
Fester Cream Bronzer, der sich so einfach wie ein Puder auftragen lässt und gleichmäßig mit dem Teint verschmilzt.

Keinesfalls handelt es sich um einen typischen weichen Creme-Bronzer, den man nur mit Vorsicht und Mühe ausgeblendet bekommt, um am Ende doch Flecken zu sehen. Die Chanel Bronzing Creme ist völlig anders und erinnert eher an die Konsistenz eines festeren Bronzer-Sticks. Die Creme ist formstabil und ermöglichst so unkomplizierte Dosierung und streifenfreies ausblenden, wie man es von Pudern kennt. Dabei ist das Ergebnis zwar tendenziell matt, aber nicht stumpf. Dafür sind sehr feine, lichtreflektierende Partikel enthalten, die das Ergebnis auflockern aber nicht schimmern. Das beste beider Welten eben.

Bronzer Test: Chanel Les Beiges Creme Belle Mine 390 Soleil Tan Bronze
Chanel Les Beiges Creme Belle Mine in 390 »Soleil Tan Bronze« hat eine ganz besondere Creme-Textur.

Tendenziell sind alle drei Nuancen eher echte Bronzer-Töne mit warmem Einschlag. Zum Konturieren eignen sie sich nicht so sehr wie unsere drei ersten Empfehlungen. Allerdings ist man hier auch weit vom altbackenen Orange entfernt. Sehr kühle Typen mit rosiger Haut könnten aber an Grenzen des Schmeichelhaften stoßen. Die Creme ist subtil blumig parfümiert.

Die große Füllmenge bringt mit sich, dass die Öffnung der Dose groß ist und beherztes Kreisen selbst mit einem großen Pinsel problemlos möglich ist. Ein solcher ist jedoch leider nicht dabei. So ist man aber auch flexibel bei der Wahl, welches Tool einem am besten gefällt. Chanel empfiehlt ihren großen, dichten Kabuki – wir schätzen lockere Borsten jedoch mehr, um die Intensität besser dosieren zu können. Einen Spiegel gibt es ebenfalls nicht. Es ist einfach kein Produkt für unterwegs. Auffrischen ist nämlich auch gar nicht nötig. Ein Verblassen ist uns nicht aufgefallen.

Außerdem getestet

Wunder 2 Perfect Selfie Bronzing Veil

Wunder dauern nicht immer länger. Mit Perfect Selfie Bronzing Veil Wunder 2 kann man sich ratzfatz einen vierzehntägigen Strandurlaub ins Gesicht tupfen. Die besonders seidige Textur kommt ohne Talkum aus. Das ist für Allergiker gegen den sonst nahezu immer in Bronzer vertretenen Inhaltsstoff besonders interessant. Auch sorgt dieser Verzicht für eine besonders leichte, feine Textur, die man sich förmlich auf den Teint als dünnen Schleier stäubt. Eine gute Wahl für sehr großflächigen Auftrag, zumal er sanft weichzeichnet.

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Bronzer Test: Bronzer Wunder2 Perfect Selfie Bronzing
Bronzer Test: Bronzer Wunder2 Perfect Selfie Bronzing
Bronzer Test: Bronzer Wunder2 Perfect Selfie Bronzing Arm

Nachteil einer solch leichten Texturen ist gelegentlich die Haltbarkeit: sie tendieren zum verblassen. Eine Prise Fixing Spray am Ende des Makeups kann Abhilfe schaffen, sollte man es bei sich beobachten.

Hellere Typen sollten vorsichtig vorgehen und sich lieber mit wenig Puder auf Wangen und Gesichtsrand herantasten. Auch dieser Bronzer kommt ohne Schimmerpartikel und Duft aus.

Maybelline City Bronze Puder

Der City Bronze Puder von Maybelline hätte den Kampf gegen den Perfect Selfie Bronzing Veil von Wunder2 beinahe für sich entschieden. Am Ende hat uns die etwas zu geringe Deckkraft und Mattierung dieses Produkts anders entscheiden lassen. Der Farbton ist allerdings sehr schön und vielleicht sogar universeller. Wenn der Preis entscheidet, gewinnt Maybelline. Der Bronzer duftet dezent nach Vanille, lässt sich gut verarbeiten und zaubert einen Teint wie frisch von der Sonne geküsst.

Dr. Hauschka Bronzing Tint

Tinte statt Puder – das Tönungsfluid des Naturkosmetik Herstellers Dr. Hauschka Bronzing Tint hat uns ebenfalls sehr gefallen. Die Haut wird nicht überdeckt, erhält eine lebendig-zarte Bräune, der Teint wirkt wie erfrischt nach einem kleinen Sonnenbad.

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Bronzer Test: Bronzer Dr. Hauschka
Bronzer Test: Bronzer Dr. Hauschka
Bronzer Test: Bronzer Dr. Hauschka Arm

Die Rezeptur aus tönenden Mineralpigmenten, Olivenöl, Zaubernuss und Wundklee lässt sich gut und gleichmäßig verteilen und sogar mit Tagespflege oder Foundation mischen. Bei Tendenz zu Unreinheiten auf den Wangen sollte man ein Auge darauf halten, ob das Fluid es nicht begünstigt. Bei allergischer und empfindlicher Haut ist es auch eine eher ungünstige Wahl, insbesondere wenn man keine Foundation als Barriere benutzt.

Dann jedoch genügt ein kleiner Tropfen für einen deutlichen Effekt. Das macht das Produkt ergiebig (bei Fluids jedoch Haltbarkeitsdatum im Auge behalten!). Wir haben das Fluid einfach mit den Händen bzw. Fingerspitzen aufgetragen und gleichmäßig auf Gesicht und Hals verteilt. Einziger Wermutstropfen: Der typische Naturkosmetik-Geruch ist etwas muffig. Allerdings verflüchtigt er sich relativ zügig und zurück bleibt ein hübscher Summerglow.

Rival loves me Rossmann Tropical Bronzer 02 Honolulu

Erstaunlich, was für gute Ergebnisse man selbst mit dem derart günstigen Rival loves me Tropical Bronzer 02 Honolulu erzeugen kann. Orangestich und Schimmeralarm: Fehlanzeige – stattdessen ein solider, aschiger Bronzeton, der mit einer leichten Grundbräune Urlaubsfeeling ins Gesicht zaubert. Er lässt sich außerdem gut zum Konturieren verwenden und leicht verblenden ohne fleckig zu werden.

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Bronzer Test: Bronzer Rival Tropocal Bronzer 02 Honolulu
Bronzer Test: Bronzer Rival Tropocal Bronzer 02 Honolulu
Bronzer Test: Bronzer Rival Tropocal Bronzer 02 Honolulu Arm

Von Verpackungsdesign und Farbe erinnert er stark an den Hoola von Benefit. Das Ersparte kann man in einen dicken Puderpinsel investieren, der ist im Lieferumfang nämlich nicht enthalten. Aber mit gerade mal 2,99 Euro für 6 Gramm ist er ein echtes Schnäppchen.

Keinesfalls nach dem Brüderchen Waikiki greifen! Der übertriebene Schokogeruch ist so dominant und ausdauernd, dass uns fast schlecht davon wurde.

L’Oréal Back to Bronze

Den Sommerteint auffrischen gelingt mit L’Oréal Back to Bronze vor allem hellen Hauttypen. Unserer Meinung nach ist dieser Farbton eindeutig zu hell. Der Bräunungseffekt ist zu gering. Allerdings duftet das Produkt sehr gut und verzichtet auf unnötige Schimmerpartikel, die reifere Haut gerne mal alt aussehen lässt. Die im Netz viel gepriesenen, integrierten Pinsel und Spiegel konnten wir jedoch nicht ausfindig machen.

Rimmel London Natural Bronzer "Sun Light"

Der Rimmel London Natural Bronzer 021 Sun Light ist ein echtes Schnäppchen und macht grundsätzlich einen guten Job in Sachen Bräune aus dem Pudertiegel. Er wirbt damit, wasserfest zu sein und überzeugt tatsächlich den ganzen Tag mit einer guten Haltbarkeit. Er lässt sich gut auftragen und verblenden – und kommt ohne Schimmerpartikel aus. Er ist in mehreren Farben erhältlich, von denen jedoch einige gegebenenfalls »importiert« werden müssen. Rimmel ist nämlich schon länger nicht offiziell in Deutschland vertreten. Der Mutterkonzern Coty hat dafür Manhattan sowie Astor eingespannt. Darum findet man immer wieder Parallelen zwischen den Produktpaletten, wie beispielsweise im Fall der Pronzer die klapprige Verpackung aller drei Bronzer im Test.

Luisa Lage Egypt Sun Cremepuder "Sportiv"

Früher war alles besser: der Sommer, die Bräune und Egypt Sun Cremepuder 02 Sportiv von Luisa Lage. Leider passt sich der Klassiker mit mineralischen Pigmenten nicht mehr so optimal jedem Hautton an, wie bei der ursprünglichen Rezeptur. Zu dunkel entwickelt sich der Cremepuder nach zehn bis zwanzig Sekunden auf der Haut. Den praktischen Refill-Einsatz für den schicken Tiegel mit Spiegel im Deckel gibt es leider auch nicht mehr.

Malu Wilz Summer Glow Bronzing Pearls

Sieht hübsch aus, das schlichte Döschen mit den Summer Glow Bronzing Pearls von Malu Wilz. Die Perlen werden mit einer Schaumstoffscheibe daran gehindert, unkoordiniert herumzufliegen. Ein sehr weiches Pinselchen ist ebenfalls enthalten. Der Bronzing-Effekt ist sehr dezent. Unerwünschten Glanz mattiert der enthaltene Talk. Wir sind kein allzu großer Fan der Kugeln, da sie leicht herausfallen können und dadurch für unterwegs eher ungeeignet sind.

Guerlain Terracotta Bronzing Powder "02"

Der Klassiker von einer der Kosmetikfirmen, die die ersten Bronzer überhaupt herausgebracht haben: der Terracotta Poudre Bronzante 02 von Guerlain. Der Name ist Programm: Terracotta! Der Farbton 02 Natural Blondes ist sehr warm und orangestichig. Somit eignet er sich eher als Rouge denn als Bronzer all over the face. Er beinhaltet ganz dezente Schimmerpartikel. Das bedeutet nicht, dass nicht vielleicht eine andere Farbe besser als Bräunungskick geeignet ist. Bei den sechs Farben, die der Hersteller anbietet, wird sicher für jeden Hauttyp und jede Jahreszeit die richtige dabei sein sowie sechs weiteren mit Mosaik-Pressung mit etwas dezenterer Intensität.

Besonders gelungen bei Guerlain ist die sehr feste Pressung sehr fein gemahlener Puderpartikel. Das vereinfacht den nahtlosen Auftrag und ist weniger verschwenderisch als weichere Puder.

Lancaster Sun Beauty Compact2 "02"

Leider ist der Begriff Puder beim Lancaster Sun Beauty Compact Sonnenpuder SPF 30 komplett irreführend. Es handelt sich hierbei vielmehr um ein cremiges Make-up, das die Haut sehr dezent und natürlich tönt, dabei aber wenig abdeckt und nicht mattiert. Erfreulich sind der hohe Sonnenschutz und die Wasserfestigkeit sowie das mitgelieferte Schwämmchen. Bei der üblichen Anwendungsmenge eines Schminkproduktes sollte man es jedoch stets als Ergänzung zu einem vollwertigen Sonnenschutz verstehen und im Sommer keinesfalls nur auf das Produkt setzen. Der UVA-Schutz ist hier nämlich auch nicht berücksichtigt. Den typischen von-der-Sonne-geküsst-Look bekommt man mit diesem Produkt leider nicht hin.

Catrice Sungasm Illuminating Bronzing Pebbles Bronzer

Zwar steckt das Wort Bronzer in dem langen Namen des Sungasm Illuminating Bronzing Pebbles Bronzer von Catrice. Die lustigen Puderkiesel in verschiedenen Nuancen sorgen mit lichtreflektierenden Pigmenten für einen dezenten Glow und sollen wie ein Weichzeichner wirken. Davon haben wir nicht viel gemerkt, möglicherweise auch deshalb, weil wir derart genervt von den kleinen Steinchen waren, die uns aus dem Töpfchen hüpften und nur wenig Produkt preisgegeben haben. Sie sind deutlich lockerer gepresst als die feinen Perlen von Malu Wilz und betonen sehr schnell Unebenheiten durch zu viel Glimmer. Es überrascht nicht, dass das Produkt mittlerweile aus dem Sortiment genommen wurde. Ein verspieltes Gimmick.

Artdeco Bronzing Powder Compact "80 Natural"

Bronzer von Artdeco wie das Bronzing Powder Compact »80 Natural« sind eine feste Größe auf dem deutschen Beauty-Markt. Diese Beständigkeit ist auch darum so wichtig, weil man dieses Produkt nachfüllen kann. Das wünscht man sich doch von mehr Firmen! Das Pfännchen sitzt dennoch ruckelfrei in der schönen Dose mit Spiegel. Man sollte jedoch sorgsam mit ihr umgehen. Aus Erfahrung müssen wir berichten, dass uns bisher jeder Artdeco Bronzer Compact durchgebrochen ist.

Bronzer Test: Artdeco Bronzing Powder Compact 80 Natural
Artdeco Bronzing Powder Compact in 80 »Natural« sieht auf der Haut deutlich wärmer als in der Dose aus.

In dieser Produktreihe sind die Pfännchen etwas kleiner als bei einfarbigen Artdeco Bronzern. Das kann durchaus daran liegen, das hier gleich zwei Farben angeboten werden. Man hat dennoch ausreichend Platz, um jede Farbe einzeln mit einem Pinsel (nicht dabei) aufzunehmen. Viel bequemer ist jedoch das Mischen, um eine Wunschnuance zu erzielen. Das ist nicht so abwegig, denn die Farbe auf der Haut weicht überraschend stark vom Anblick im Pfännchen ab und ist viel wärmer, dunkelt auch ein wenig nach. Zum Glück ist es nahezu unmöglich, die feine Textur anfänglich zu überdosieren.

Das Ergebnis ist stets gleichmäßig, eigentlich matt aber mit einem ganz feinem, hautähnlichem Reflex. Nichts ist stumpf, kein krümeln. Allerdings verblasst der Bronzer etwas deutlicher als andere, die wir ausprobiert haben.

Drunk Elephant D-Bronzi Anti-Pollution Sunshine Drops

Die Drunk Elephant D-Bronzi Anti-Pollution Sunshine Drops vielseitig einsetzbares Bronzing-Produkt, das im Vergleich zu Dr. Hauschka Bronzing Tint ohne irritierende Inhaltsstoffe auskommt. Es tönt den Teint subtil und ist verrieben sehr transparent, sodass es sorglos auf dem gesamten Gesicht für einen natürlichen Bronze Glow verteilt werden kann. Für eher dezentes Konturieren kann man ihn auch auf den Wangen auftragen und mit einem strahlenden, prallen Finish rechnen. Als Drops kann es aber auch in Produkte gemischt werden, wie es die Hautpflegemarke auch vorsieht. Viele ihrer Produkte sind darauf ausgerichtet und bis auf diese sowie Rouge Drops gibt es bisher von ihnen kein Make-up.

Bronzer Test: Drunk Elephant D Bronzi Anti Pollution Sunshine Drops
Drunk Elephant D-Bronzi Anti-Pollution Sunshine Drops funktionieren gemischt oder solo.

Die Nuance ist eher warm, in der dünnen Schicht, in den man ihn aufträgt, schmeichelt es aber auch kühlerer Haut. Die enthaltenen Partikel schimmern zudem dezent golden, haben uns in der Form aber nicht missfallen. Wünscht man sich deutlich modellierte Haut, ist das Produkt zu »schwachbrüstig« dafür.

Zahlreiche Skincare Goodies verlocken zum Kauf, sind in der geringen Auftragsmenge und on top auf anderen Produkten keine ernstzunehmende Bereicherung für die Hautpflegeroutine. Der »Anti-Pollution«-Claim ist nicht falsch, ersetzt jedoch kein gut formuliertes Hautpflegeprodukt mit deutlich mehr Antioxidantien. Ein Schelm, wer behauptet, die Wirkstoffe dienen einer langen Produktbeschreibung und nicht dem Kunden. Die Optik ist immerhin überzeugend genug.

e.l.f. Cosmetics Putty Bronzer "Honey Drip"

Eine echte Alternative zu Chanel ist der e.l.f. Cosmetics Putty Bronzer »Honey Drip« leider nicht, auch wenn die festere Textur im Tiegel vielleicht zunächst daran erinnert. Ein typischer Cream Bronzer ist es allerdings auch nicht. Die Textur ist zwar cremig und weich, beim Verreiben jedoch wird sie pudrig und lässt sich seidig verblenden. Eine größere Fläche damit gleichmäßig gebräunt aussehen zu lassen, ist allerdings nicht ganz so einfach, wie wir es uns wünschen würden und ein Klecks auf dem Handrücken suggeriert.

Man wird üben müssen, das Produkt stimmig zu dosieren und auszuarbeiten, damit es nicht fleckig wird. Leider kann das recht schnell passieren und lässt sich danach eher schwer korrigieren, weil das Cremige weg ist. Je mehr man aufträgt, umso mehr Flecken riskiert man. Dabei ist es auf den ersten Blick eines der wenigen Produkte, die auch mit Finger aufgetragen werden können. Dahin muss man sich aber erst hintrainieren. Wir empfehlen mit Pinsel eher zu tupfen als zu streifen.

Bronzer Test: E.l.f. Cosmetics Putty Bronzer Honey Drip
e.l.f. Cosmetics Putty Bronzer Honey Drip bieten ein glänzendes Finish ohne Schimmerpartikel.

Im Gegenzug für den Fleiß erhält man ein seidenmattes Finish ohne Schimmer und erfreulicherweise ohne Duft zu einem günstigen Preis. Die Dose ist kompakt und bietet keinen Spiegel. Für unterwegs ist das Produkt aber auch nicht geeignet. Es gibt ihn je nach Bezugsquelle in fünf oder acht Nuancen, von denen die hellste ein gräulicher Contouring-Ton ist.

Manhattan Natural Bronzer "Sunlight"

Mit dem Manhattan Natural Bronzer kann man durchaus einen angenehm gebräunten Teint schminken. Er schwächelt im Vergleich zu anderen Produkten in sämtlichen Punkten. Bis auf den Preis und den angenehm großen Puderstein kann er leider nicht überzeugen – angefangen bei der Farbe. Es gibt nur diese eine Nuance und die schellt Orange-Alarm. Zwar ist es nicht so drastisch wie bei Produkte von vor 30 Jahren, aber im Vergleich hat er einfach den am wenigsten schmeichelhaften Ton im Bronzer Test. Das Finish wird darüber hinaus von eher groben Schimmerpartikeln getrübt, von denen es zum Glück nicht zu viele gibt.

Bronzer Test: Manhattan Natural Bronzer
Manhattan Natural Bronzer.

All das könnte man verschmerzen, würde die eigentliche Textur und ihre Performance stimmen, aber leider löst sich bereits beim Kreisen mit dem Pinsel mehr Pigment, als erwünscht. Schnell hat man einen Farbbalken, der sich nicht vollständig ausblenden lässt. Hat man in weiser Voraussicht abgeklopft, abgestreift und langsam Farbe aufgebaut, ist das Ergebnis leider nicht wischfest und hält je nach Unterlage nicht den ganzen Tag. Auch wenn ein weichzeichnender Effekt kein Muss ist, dieser Bronzer bietet eher das Gegenteil und kann schon mal Unebenmäßigkeiten betonen. Es ist Meckern auf hohem Niveau, denn »fürchterlich« sieht es nicht aus. Allerdings zeigen Bronzer von NYX und Maybelline, dass man für einen niedrigen Preis nicht so viele Abstriche hinnehmen muss, angefangen bei einer besseren Verpackung und dem altbackenen, aber subtilem Duft.

So haben wir getestet

Unsere Testerin hatte eine ganz dezente Sommerbräune. Um diese zu verstärken bzw. zu untermalen, haben wir unterschiedliche Bronzer in Puder, Cremepuder, Tönungsfluid und Kugelform getestet – im Gesicht und auf dem Handgelenk. Die Haut der Testperson hat eine leichte Tönung, die eher ins gelbliche, olivige geht. Mit Mitte vierzig hat sie die ein oder andere Falte, in der sich das Produkt nach Möglichkeit auch nach einem Tag nicht absetzen sollte. Betonen möchte man sie mit unnötigen Schimmerpartikeln auch nicht.

Unsere Testerin im Update 2022 hat sehr helle Mischhaut und nutzt Bronzer vor allem am äußeren Bereich als Ergänzung zum Contouring. Trotz sehr heller Hautfarbe verwändet sie Bronzer in mittleren Hauttönen, die entsprechend mit vorher aufgetragenen Produkttexturen harmonieren sollten. Alle Bronzing Powder wurden mindestens auf Foundation getestet. Abgepudert wurde vor Pudertexturen. Favoriten wurden jedoch auch ohne Puder getestet. Die Testphase fiel teils auf die heißesten Tage des Jahres, sodass wir auch gut die Haltbarkeit testen konnten.

Die wichtigsten Fragen

Welcher ist der beste Bronzer?

In unserem Bronzer-Test überzeugt vor allem der NARS Matte Bronzer auf ganzer Linie. Hier stimmt die kompakte Verpackung ebenso wie die Textur und Performance beim Tönen des Teints. Er lässt sich überaus einfach verbländen, ist variabel in der Intensität und hat einen dezent weichzeichnenden Effekt. Das Ergebnis ist langanhaltend und die beliebte Nuance „Laguna“ passt zu vielen Hauttönen und eignet sich auch für leichte Konturen.

Für was ist ein Bronzer?

Bronzepuder schenkt dem Gesicht Kontur und sorgt für einen frischen, strahlenden Teint. Auf blasse Winterhaut zaubert er eine leichte Sommerbräune und ist besonders dann eine sinnvolle Ergänzung, wenn man eine eher deckende Foundation verwendet, die das Gesicht etwas eintönig plakativ aussehen lässt.

Wie findet man den richtigen Farbton?

Bei der richtigen Bronzer-Farbe ist vor allem der Unterton wichtig. Besonders subtil wird das Ergebnis mit einer eher neutralen, nicht zu satten Farbe, die weder zu gelb, noch zu rot und insbesondere zu orange ist. Gelbliche Töne eignen sich für warme bis olivfarbige Haut. Rötliche imitieren einen zarten Sonnenbrand. Wer konturieren möchte, sollte aber eher ein gedämpfteren Braunton wählen. Bei guten Texturen wie unseren Empfehlungen ist die Intensität variabel, sodass die Helligkeit nicht so entscheidend ist, solange die Farbe stimmt.

Welcher Bronzer für welchen Hauttyp?

Grundsätzlich eignen sich Puderbronzer für Hauttypen, weil man so wenig davon verwendet, dass selbst trockene Haut keinen Nachteil davon haben sollte. Möchte man aber ein eher pralles Finish, eignen sich Creme-Texturen besonders gut. Bei öligen, unreinen Wangen sollte man sie mit Vorsicht genießen.

Wo wird der Bronzer aufgetragen?

Ein Bräunungspuder im traditionellen Sinne sollte da aufgetragen werden, wo die Sonne schnell für einen Sonnenbrand sorgen könnte. Es sind die prominenten Partien wie Nase, Stirn und obere Wangen. Warme Bronzer an anderen Partien wirken deplatziert und unnatürlich. Je neutraler das Bronzing Powder, je weniger kräftig die Farbe, umso eher kann man auch Schatten a la Contouring damit imitieren und so das Gesicht nach Wunsch modellieren und äußere Partien in den Hintergrund treten lassen.

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 Test: Artboard

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