Der beste Brotbackautomat

Alle Brotbackautomaten im Test - von schlichtem Weiß bis zur Alu-Optik

Der beste Brotbackautomat ist für uns der Moulinex OW 6101. Vollkornbrote bis 1500 Gramm mit dicker Kruste gelingen sicher. Die Verarbeitung ist erstklassig. Ein Timer ist ebenso vorhanden wie eine Warmhalte- und Stromausfall-Funktion. Zu den 16 Programmen gehören Marmelade-Kochen, Pizzateig-Kneten, Hefeteig für Kuchen oder Nudelteig. Und einen Baguette-Einsatz gibt es obendrein.

Wer nur hin und wieder ein Brot backt, braucht keinen Brotbackautomaten. Schließlich kann man den Teig für Brote auch mit einer guten Küchenmaschine kneten und das Brot im Backofen backen.

Wer regelmäßig sein eigenes Brot backt, für den ist ein Backautomat aber eine sinnvolle Anschaffung, denn damit geht das Brotbacken noch ein gutes Stück einfacher und komfortabler. Denn Brotbackautomaten können nicht nur backen, sondern auch kneten. Man muss also nur alle Zutaten in den Automaten geben und das richtige Programm starten – heraus kommt ein frisches, duftendes Brot.

Da Brotbackautomaten auch exakt in geringen und mittleren Temperaturen heizen können, schaffen sie ideale Bedingungen für Ruhe- und Aufgehphasen des Teiges.

Die Automaten haben eine Reihe voreingestellter Programme, etwa für Weißbrot, Vollkornbrot oder glutenfreies Brot. Man muss sich also nicht um die Back- und Aufgehzeiten kümmern, lediglich Brotart bzw. Teigvariante, Brotgröße und Bräunungsgrad müssen eingestellt werden.

Dank Timer kann man ein Brot schon am Abend vorbereiten, sodass es pünktlich am Morgen zum Frühstück fertig ist. Dabei stellt man immer eine Zielzeit ein, zum Beispiel: In 10 Stunden soll das Brot fertig sein.

Backmischung: wir wiegen gleich mit in der Backform.
Wiegen gleich in der Backform.

Ein weiterer großer Vorteil von Brotbackautomaten: Der Reinigungsaufwand ist weitaus geringer. Das Gewicht der Zutaten kann meistens gleich in der Backform gemessen werden, dazu wird sie einfach auf einer Waage platziert. So müssen immer nur Backform und Knethaken gespült werden.

Nicht zuletzt kann man durchs Selberbacken Geld sparen: Eine Brotbackmischung mit 500 Gramm kostet weniger als einen Euro, daraus entsteht zirka ein 750-Gramm-Brot das beim Bäcker zwei bis drei Euro kostet. Nach 30 bis 40 Broten haben Sie den Preis eines günstigen Automaten also wieder drin – und sparen mit jedem weiteren Brot bares Geld.

Moulinex: Die große Backform für Familien.
Moulinex: Die große Backform für Familien.

Durch die Teflon- oder Keramik-Beschichtung klebt kein Teig in der Backform fest. Umstülpen, klopfen und schon rutscht der Brotlaib heraus.

Allerdings: Da in der selben Form geknetet und gebacken wird, haben Brote aus Backautomaten im Boden immer ein oder zwei Löcher. Doch das ist ein verzeihbares ästhetisches Problem.

Aufschnitt: Die Hefe-Backmischung absolvierten alle Automaten gut oder sehr gut.
Aufschnitt: Die Hefe-Backmischung absolvierten alle Automaten gut oder sehr gut.

Doch Brot ist nicht alles: Die Automaten können auch Marmelade rühren und gleichzeitig kochen. Sie bereiten Pizzateige für den großen Backofen vor und rühren eine Pasta-Teigmassen an.

Nur TZS First austria fährt im Nur Backen Programm die benötige hohe Temperatur für ein Ausbacken und eine schöne Kruste.
Alle Sauerteigbrote in Scheiben.

Allerdings gibt es beim Backen mit einem Backautomaten auch einige Dinge, die man wissen sollte. So ist die Welle, auf der der Kneter steckt,  nicht antihaftbeschichtet. Die Folge: Der Teig bäckt gern daran fest. Dem kann man durch Einreiben mit Butter/Öl aber vorbeugen.

Die Zubereitungszeiten plus Backzeiten sind in der Regel sehr lang, eine Vollkorn-Backmischung dauert schon mal drei Stunden. Für das Ergebnis ist das aber positiv, der Automat erlaubt sehr üppige Ruhe und Aufgehzeiten. Aber Brotbacken ist immer eine langwierige Angelegenheit und die Maschine nimmt einem viel Arbeit ab.

Gewöhnungsbedürftig ist für Neulinge auch, dass man die Backtemperatur nicht einstellen kann, sie wird nicht einmal angezeigt. Nur über die Wahl des Bräunungsgrades besteht eine gewisse Einflussmöglichkeit.

Die Automaten sind für fertige Brotbackmischungen optimiert. Wenn Teig, Wasser und Triebmittel selbst zusammengestellt werden, muss der Bäcker peinlich genau auf die Mengenangaben achten. Denn: Mit dem Teig unter den Händen bemerken wir sofort, wenn er noch zu nass ist und ergänzen Mehl bis er nicht mehr klebt. Der Automat prüft das nicht und spuckt am Ende womöglich ein Brot aus, das eher einem Ziegelstein gleicht als etwas Essbarem.

Sauerteig-Brote gelingen in den meisten Automaten ohnehin nicht. Die meisten haben kein Programm für die nötigen langen Aufgehzeiten von 6 bis 8 Stunden, hinzu kommt die relativ geringe Höchsttemperatur – Sauerteig benötigt in der ersten Phase 230 Grad, das schaffen die meisten Automaten nicht.

Auch die Timer-Funktion kann nicht für alle Mehlsorten und Mischungen verwendet werden. So kann etwa Milch in Milchbrot verderben oder Vollkornmehl wird im Wasser nach einigen Stunden klumpig.

Worauf man beim Kauf achten muss

Vor dem Kauf sollten Sie sich ein paar Fragen stellen. Die erste: Welche Brotgrößen wollen Sie backen? Die kleinsten Automaten backen 750-Gramm-Brote, die größten Backformen erlauben Brote mit 1500 oder sogar 1800 Gramm.

So stehen die Doppel-Kneter ideal.
So stehen die Doppel-Kneter ideal.

Sie werkeln kräftig und viel in der Küche? Sie backen Kuchen, belegen eigene Pizzen und kochen Marmelade ein? Dann sollten Sie eine große Backform mit Doppel-Kneter wählen. Mit ihnen können auch große Teigmengen von bis zu 1,8 Kilogramm durchgewalkt werden.

Ambitionierte Bäcker werden viele der eingebauten Programme ausprobieren. Eine große, gut ablesbare Anzeige mit einem komfortablen Menü ist deshalb Pflicht.

Alle Brotbackautomaten im Test - kleine und große Geräte
Alle Brotbackautomaten im Test: Es gibt halbwegs kompakte und recht große Geräte.

Eine weitere wichtige Frage: Wie viel Platz haben Sie in der Küche? Denn klein sind die Backautomaten nicht. Es gibt zwar auch kompaktere Geräte, aber die können auch nur kleine Brote backen. Achten Sie deshalb auf die Größenangaben.

Am besten kommt ein Brotbackautomat auch an einen festen Platz. Denn die Geräte sind schwer – sieben bis zehn Kilogramm will man nicht ständig hin und her tragen.

Die Hersteller empfehlen die Reinigung per Hand. Wegen ihren Antihaft-Beschichtungen dürfen die Backformen weder in die Spülmaschine, noch sollten sie mit einem Stahlschwamm gereinigt werden. Scharfe Spülmittel können die Beschichtung ebenfalls beschädigen.

Das Einölen der Backform mit 2-3 Tropfen Sonnenblumen-, oder Rapsöl nach dem Reinigen ist nicht nur eine Domäne von Eisenpfannen. Auch der Beschichtung der Backformen tut das gut.

Die Automaten sind wartungsfrei. Knethaken und Backeinsätze können (meistens) nachgekauft werden, wenn mal eines verloren oder kaputtgeht. Mitunter ist auch die Beschichtung der Backform irgendwann aufgerieben und das Brot klebt an. Dann muss ein Ersatz her.

Wenn Motor oder Antrieb ausfallen, lohnt sich eine Reparatur aufgrund der relativ geringen Gerätepreise meistens nicht.

So haben wir getestet

Wir haben uns alle Brotbackautomaten auf dem Markt angesehen und acht Modelle ausgewählt und bestellt. Kleinere Automaten, die höchstens 750-Gramm-Brote backen können, haben wir außen vorgelassen, weil man mit ihnen in der Wahl der Brote eingeschränkt ist. Nur beim WMF KULT X haben wir eine Ausnahme gemacht. Die übrigen Automaten backen 900 bis 1800-Gramm-Brote und können entsprechend große Teigmengen kneten. Preislich lag die Spanne zwischen 55 und 150 Euro.

Wir haben mit allen Testgeräten Vollkornbrote mit einer Brotbackmischung und kleine Sauerteig-Brote gebacken. Wie gut die Maschinen das machten, war unser wichtigstes Kriterium.

Bis auf ein Gerät lieferten alle Brotbackautomaten bei Sauerteig keine guten Ergebnisse, manche können gar keine Sauerteigbrote backen. Nur der TZS First Austria buk Sauerteig sehr gut.

Neben der Backqualität haben wir die Verarbeitungsqualität geprüft und uns angesehen, ob sich die Maschine gut reinigen lässt.

Klarstein: Beleuchtung - unüblich in der Preisklasse
Klarstein: Mit Beleuchtung – unüblich in dieser Preisklasse.

Weiter ging es mit der Bedienung und den Funktionen. Innenraum-Beleuchtungen sind eine feine Sache aber noch praktischer ist eine Memory-Funktion, welche das Programm bei Stromausfall einfach fortsetzt. Gibt es Warmhalte-Funktionen und einen Timer? Vor allem aber: Wie groß ist das Display und wie gut kann es abgelesen werden? Hier sind die Unterschiede sehr groß.

Nicht Zuletzt: Was nützen 12 bis 19 Programm, wenn die Menüführung umständlich ist? Auch dieser Komfort-Aspekt ging mit in die Bewertung ein.

Lautstärke und Energieverbrauch waren ebenfalls ein Thema. Jeder Automat macht einen gewissen Lärm, doch die Unterschiede sind groß. Leider: Kein Brotbackautomat kann komplett stromlos geschaltet werden, noch nicht einmal Unold, obwohl er einen »Netzschalter« besitzt.

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Kommentare

19 Kommentare zu "Der beste Brotbackautomat"

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Ha da ist meiner auch auf dem Foto 🙂

Also der von Medion kostet nur ca. 50 Euro und ist einer der besten Automaten die ich bisher hatte.

Ich koche Marmelade damit

Hat man mit dem kein Loch mehr im Brot ?

Genau, Brot mit Loch drin fand ich nicht so prickelnd

hmmm geht ja auch im Rohr auf einen Backstein genauso gut …???

Auch ohne Backstein!

HERMINE
HERMINE

Ich hab mit meinem CN TRONIC
BBA 2864 etwa 10-12 wirklich einwandfreie, kreative Vollkorbrote u 1x einen wunderbaren, glutenfreien Kuchen gebachen…. jetzt funktioniert er ‚ohne Vorwarnung‘ plötzlich nicht mehr. 😭

Hatten auch mal einen . Mich haben einfach die Löcher unten im Brot gestört. Ist auch nicht immer ohne Probleme rausgegangen.Dann war das Brot unten zerrupft.
Im normalen Backofen kann man wunderbar Brot backen!!

Ich hatte auch jahrelang einen. Jetzt backe ich mein Brot im runden Zaubermeister von Pampered Chef. Das Backergebnis ist um Welten besser und auch nicht so viel aufwendiger. Vor allem hat das Brot jetzt eine knusprige Krumme und kein Loch mehr im Brot.

Die Hefe schmeckt man beim Automaten zu doll raus……im Backofen backt man es leckerer..

Habe meinen Brotbackautomaten verschenkt. Dauerte stundenlang u d bei Freunden brannten die Automaten schon Mal durch. Hatte keine Lust, über Stunden das olle Dinge im Blick zu haben und dann ein Lochbrot zu ernten.

Das Loch ist vielleicht nicht so schön aber der Energieverbrauch ist im Backrohr erheblich höher

Laura Marginter

also gerade den derzeit besten Brotbackautomaten (allerdings auch den Teuersten ) den Panasonic habt ihr nicht im Test …..

teig ansetzen – rein in die backform und ab in den ofen. wer braucht so ein trumm?

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