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Der beste Brotbackautomat

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Alle Brotbackautomaten im Test - von schlichtem Weiß bis zur Alu-Optik
Sebastian Jentsch

Sebastian Jentsch

ist Technik-Journalist und lebt im Umland von Berlin. Als ehemaliger Redaktionsleiter von Notebookjournal und derzeitiger Bereichsleiter Consumer bei Notebookcheck schreibt er seit zehn Jahren über mobile Technik, vor allem Notebooks, Smartphones und Tablets. Seinen Ausgleich holt er sich in Küche und Garten, weshalb Haushaltsprodukte ebenfalls in seinem Fokus stehen.

Der beste Brotbackautomat ist für uns der Moulinex OW 6101. Vollkornbrote bis 1500 Gramm mit dicker Kruste gelingen sicher. Die Verarbeitung ist erstklassig. Ein Timer ist ebenso vorhanden wie eine Warmhalte- und Stromausfallfunktion. Zu den 16 Programmen gehören das Kochen von Marmelade, das Kneten von Pizzateig sowie Hefeteig für Kuchen oder Nudelteig. Und einen Baguette-Einsatz gibt es obendrein.

Update 10. Juli 2019

Wir haben die Verfügbarkeit der Produkte überprüft.

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12. März 2019

Wir haben uns fünf weitere Brotbackautomaten angeschaut. Positiv sticht dabei der Panasonic SD-ZB2512 heraus. Er kann Sauerteig mit schöner Kruste backen und bietet neben Nuss-und Hefespender eine sehr große Programmvielfalt.

Brot selber backen macht Spaß, ist gesund – und spart Geld. Wir haben ausführlich recherchiert, die 13 interessantesten Modelle ausgewählt – und dann richtig viel Brot gebacken. Wichtigste Erkenntnis: Ein guter Brotbackautomat muss nicht teuer sein.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Beste

Moulinex MAC.PANE

Test: Brotbackautomat – Testsieger Moulinex MAC.PANE MOULINEX OW 6101
Auch spezielle Brotwünsche können hier erfüllt werden – und schmecken sehr gut.

Mit dem Moulinex OW 6101 machen Sie beim Kauf nichts falsch. Mit knapp 150 Euro war er zwar einer der teuersten im Testfeld, in der Summe hat er aber die Nase vorn: Sein Bedienungskomfort ist einer der Besten, das gilt für das Display ebenso wie für den Aufbau der Menüs und die Knöpfe. Brote gelingen erstklassig, nur Sauerteig funktioniert leider gar nicht.

Das relativ leise Gerät hat eine sehr gute Verarbeitungsqualität, hier sitzt alles sicher an seinem Platz, die Bedienung macht Freude. Zahlreiche Programme erlauben auch spezielle Anwendungen, etwa glutenfreies Brot oder Nudelteig. 15 Stunden Timer und Memory-Funktion für Stromausfall runden den Moulinex OW 6101 ab. Der Baguette-Einsatz überzeugt hingegen nicht – Zeitaufwand und Fehleranfälligkeit sind hier zu hoch.

Klein aber oho

Morphy Richards Premium Plus

Test Brotbackautomat: Morphy Richards Premium Plus 48319
Beste Verarbeitung, hoher Bedienkomfort, mit Beleuchtung und Nussspender.

Mit dem Brotbackautomaten von Morphy Richards, dem Premium Plus 48319, bekommen Sie einiges an Bedienkomfort und eine sehr gute Verarbeitung. Sogar Touch-Tasten sind hier mit an Bord und eine Anzeige hält Sie über die verbleibende Backzeit auf dem Laufenden. Mit 19 Programmen stehen enorm viele Brote zur Auswahl und auch der Nussspender, für die spätere Zutatenzufuhr, ist im Testfeld rar. Leider macht er aber kleinere Brote als unser Favorit und verfügt nicht über einen Doppelkneter.

Brot-Profi mit Sauerteig

Panasonic SD-ZB2512

Test Brotbackautomat: Panasonic SD-ZB2512
Irre viele Programme und Möglichkeiten, spezieller Sauerteig-Haken, Nuss- und Hefe-Spender

Der ambitionierte Bäcker beschäftigt sich nicht nur mit Hefebrot und Pizza, sondern auch mit Sauerteig. Der Panasonic SD-ZB2512 ist dafür der ideale Automat, denn er bietet eine bis zu 13-stündige Gärzeit, zwei Programme für Sauerteig sowie spezielle Knethaken dafür, wenn er noch nass ist. Der Panasonic bietet außerdem irre viele Programme: nicht nur für Brot, sondern auch für Kuchen und Marmelade. Hinzu kommen der automatische Nussspender und der Hefeverteiler, die die Zutaten zur rechten Zeit einwerfen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Der BesteKlein aber ohoBrot-Profi mit Sauerteig
Modell Moulinex MAC.PANE Morphy Richards Premium Plus Panasonic SD-ZB2512 Panasonic SD-ZP2000WXE Croustina WMF Kult X Medion Micromaxx MD 14752 Unold Meister Edel 550 W TZS First Austria Brotbackautomat Unold Backmeister Extra 68511 Severin BM 3990 Gastroback 42823 Clatronic BBA 3505
Test: Brotbackautomat – Testsieger Moulinex MAC.PANE MOULINEX OW 6101Test Brotbackautomat: Morphy Richards Premium Plus 48319Test Brotbackautomat: Panasonic SD-ZB2512Test Brotbackautomat: Panasonic SD-ZP2000WXE CroustinaTest Brotbackautomat: WMF Kult XTest Brotbackautomat: Medion Micromaxx MD 14752Test Brotbackautomat: Unold Meister Edel 550 WTest Brotbackautomat: TZS First austria Brotbackautomat 1250gTest Brotbackautomat: Unold Backmeister Extra 68511Test Brotbackautomat: Severin BM 3990Test Brotbackautomat: Gastroback 42823Test Brotbackautomat: Clatronic BBA 3505
Pro
  • Erstklassige Brote
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Mit Touch-Display
  • Viele Programme
  • Sehr gute Ergebnisse beim Backen
  • Sauerteig: Kruste und gleichmäßige Form
  • Separate Nuss- und Hefe-Spender
  • 33 Programme decken nahezu jeden Wunsch ab
  • Alle wichtigen Programme
  • Einfache Menüführung
  • Sehr glatte Beschichtung
  • Schöne Optik
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr solides Gerät
  • Alle wichtigen Programme
  • Schöne Optik
  • Einfache Menüführung
  • Bedienfeld Deutsch beschriftet
  • Sehr schöne Brot-Färbung und Kruste
  • Kann Sauerteig-Brot
  • Sehr leise
  • Backt leckere Brote
  • Schafft 1800 Gramm
  • Sehr gute Ergebnisse beim Backen
  • Schöne Optik
  • Einfache Menüführung
  • Nuss-Spender
  • Bedienfeld abwischbar
  • Sehr gute Backergebnisse bei Hefe
  • Bedienfeld Deutsch beschriftet
Contra
  • Baguette-Einsatz überzeugte nicht
  • Sauerteig funktionierte nicht
  • Kein Doppelkneter vorhanden
  • Nur 1000 Gramm Brote möglich
  • Hoher Preis
  • Nur 750 Gramm Brote möglich
  • Wackelige Scharniere
  • Sehr kleine Brotlaibe
  • Nur Brote bis 1000 Gramm
  • Schmutz zwischen den Tasten
  • Kein Sauerteigbrot
  • Insgesamt eher durchschnittlich
  • Mittelmäßige Verarbeitung
  • Schlechte Verarbeitung
  • Umständliche Menüführung
  • Nur 1000 Gramm Brote möglich
  • Tasten werden leider sehr schmutzig
  • Blasse Brotfärbung
  • Lautstärke-Charakteristik
  • Hoher Stand-by Energieverbrauch
  • Hoher Stand-by Energieverbrauch
  • Schlechte Verarbeitung
  • Geringer Bedien-Komfort
Bester Preis
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Brot wie vom Bäcker

Wer nur hin und wieder ein Brot backt, braucht keinen Brotbackautomaten. Schließlich kann man den Teig für Brote auch mit einer guten Küchenmaschine kneten und das Brot im Backofen backen.

Wer regelmäßig sein eigenes Brot backt, für den ist ein Backautomat aber eine sinnvolle Anschaffung, denn damit geht das Brotbacken noch ein gutes Stück einfacher und komfortabler. Denn Brotbackautomaten können nicht nur backen, sondern auch kneten. Man muss also nur alle Zutaten in den Automaten geben und das richtige Programm starten – heraus kommt ein frisches, duftendes Brot.

Frisches Brot auf Knopfdruck

Da Brotbackautomaten auch exakt in geringen und mittleren Temperaturen heizen können, schaffen sie ideale Bedingungen für Ruhe- und Aufgehphasen des Teiges.

Die Automaten haben eine Reihe voreingestellter Programme, etwa für Weißbrot, Vollkornbrot oder glutenfreies Brot. Man muss sich also nicht um die Back- und Aufgehzeiten kümmern, lediglich Brotart bzw. Teigvariante, Brotgröße und Bräunungsgrad müssen eingestellt werden.

Dank Timer kann man ein Brot schon am Abend vorbereiten, sodass es pünktlich am Morgen zum Frühstück fertig ist. Dabei stellt man immer eine Zielzeit ein, zum Beispiel: In 10 Stunden soll das Brot fertig sein.

Backmischung: wir wiegen gleich mit in der Backform.
Wiegen – gleich in der Backform.

Ein weiterer großer Vorteil von Brotbackautomaten: Der Reinigungsaufwand ist weitaus geringer. Das Gewicht der Zutaten kann meistens gleich in der Backform gemessen werden, dazu wird sie einfach auf einer Waage platziert. So müssen immer nur Backform und Knethaken gespült werden.

Nicht zuletzt kann man durchs Selberbacken Geld sparen: Eine Brotbackmischung mit 500 Gramm kostet weniger als einen Euro, daraus entsteht zirka ein 750-Gramm-Brot das beim Bäcker zwei bis drei Euro kostet. Nach 30 bis 40 Broten haben Sie den Preis eines günstigen Automaten also wieder drin – und sparen mit jedem weiteren Brot bares Geld.

Moulinex: Die große Backform für Familien.
Moulinex: Die große Backform für Familien.

Durch die Teflon- oder Keramikbeschichtung klebt kein Teig in der Backform fest. Umstülpen, klopfen und schon rutscht der Brotlaib heraus.

Allerdings: Da in der selben Form geknetet und gebacken wird, haben Brote aus Backautomaten im Boden immer ein oder zwei Löcher. Doch das ist ein verzeihbares ästhetisches Problem.

Aufschnitt: Die Hefe-Backmischung absolvierten alle Automaten gut oder sehr gut.
Aufschnitt: Die Hefe-Backmischung absolvierten alle Automaten gut oder sehr gut.

Doch Brot ist nicht alles: Die Automaten können auch Marmelade rühren und gleichzeitig kochen. Sie bereiten Pizzateige für den großen Backofen vor und rühren eine Pasta-Teigmassen an.

Nur TZS First austria fährt im Nur Backen Programm die benötige hohe Temperatur für ein Ausbacken und eine schöne Kruste.
Alle Sauerteigbrote in Scheiben.

Allerdings gibt es beim Backen mit einem Backautomaten auch einige Dinge, die man wissen sollte. So ist die Welle, auf der der Kneter steckt, nicht antihaftbeschichtet. Die Folge: Der Teig bäckt gern daran fest. Dem kann man durch Einreiben mit Butter/Öl aber vorbeugen.

Die Zubereitungszeiten plus Backzeiten sind in der Regel sehr lang, eine Vollkornbackmischung dauert schon mal drei Stunden. Für das Ergebnis ist das aber positiv, der Automat erlaubt sehr üppige Ruhe- und Aufgehzeiten. Aber Brotbacken ist immer eine langwierige Angelegenheit und die Maschine nimmt einem viel Arbeit ab.

Gewöhnungsbedürftig ist für Neulinge auch, dass man die Backtemperatur nicht einstellen kann, sie wird nicht einmal angezeigt. Nur über die Wahl des Bräunungsgrades besteht eine gewisse Einflussmöglichkeit. Für eine starke Bräunung legt der Automat zu Beginn des Backens seine höchste Temperatur ein. Diese wird aber nach einer gewissen Zeit wieder reduziert, das Durchbacken des Brotlaibes benötigt keine Höchsttemperatur.

Die Automaten sind für fertige Brotbackmischungen optimiert. Wenn Teig, Wasser und Triebmittel selbst zusammengestellt werden, muss der Bäcker peinlich genau auf die Mengenangaben achten. Denn: Mit dem Teig unter den Händen bemerken wir sofort, wenn er noch zu nass ist und ergänzen Mehl bis er nicht mehr klebt. Der Automat prüft das nicht und spuckt am Ende womöglich ein Brot aus, das eher einem Ziegelstein gleicht als etwas Essbarem.

Die Mengen sind sehr wichtig

Auch die Timer-Funktion kann nicht für alle Mehlsorten und Mischungen verwendet werden. So kann etwa Milch in Milchbrot verderben oder Vollkornmehl wird im Wasser nach einigen Stunden klumpig.

Worauf man beim Kauf achten muss

Vor dem Kauf sollten Sie sich ein paar Fragen stellen. Die erste: Welche Brotgrößen wollen Sie backen? Die kleinsten Automaten backen 750-Gramm-Brote, die größten Backformen erlauben Brote mit 1500 oder sogar 1800 Gramm.

So stehen die Doppel-Kneter ideal.
So stehen die Doppelkneter ideal.

Sie werkeln kräftig und viel in der Küche? Sie backen Kuchen, belegen eigene Pizzen und kochen Marmelade ein? Dann sollten Sie eine große Backform mit Doppelkneter wählen. Mit ihnen können auch große Teigmengen von bis zu 1,8 Kilogramm durchgewalkt werden.

Ambitionierte Bäcker werden viele der eingebauten Programme ausprobieren. Eine große, gut ablesbare Anzeige mit einem komfortablen Menü ist deshalb Pflicht.

Alle Brotbackautomaten im Test - kleine und große Geräte
Alle Brotbackautomaten im Test: Es gibt halbwegs kompakte und recht große Geräte.
alle Geräte aus dem Update 03/2019: (von links nach rechts) Panasonic Croustina, Clatronic BBA 3505, Panasonic SD-ZB2512, Unold 550 W, Gastroback 42823
Alle Geräte aus dem Update 03/2019 (von links nach rechts): Panasonic Croustina, Clatronic BBA 3505, Panasonic SD-ZB2512, Unold 550 W, Gastroback 42823.

Eine weitere wichtige Frage: Wie viel Platz haben Sie in der Küche? Denn klein sind die Backautomaten nicht. Es gibt zwar auch kompaktere Geräte, aber die können auch nur kleine Brote backen. Achten Sie deshalb auf die Größenangaben.

Am besten kommt ein Brotbackautomat auch an einen festen Platz. Denn die Geräte sind schwer – sieben bis zehn Kilogramm will man nicht ständig hin und her tragen.

Die Hersteller empfehlen die Reinigung per Hand. Wegen ihren Antihaftbeschichtungen dürfen die Backformen weder in die Spülmaschine, noch sollten sie mit einem Stahlschwamm gereinigt werden. Scharfe Spülmittel können die Beschichtung ebenfalls beschädigen.

Das Einölen der Backform mit zwei bis drei Tropfen Sonnenblumen-, oder Rapsöl nach dem Reinigen ist nicht nur eine Domäne von Eisenpfannen. Auch der Beschichtung der Backformen tut das gut.

Die Automaten sind wartungsfrei. Knethaken und Backeinsätze können (meistens) nachgekauft werden, wenn mal eines verloren oder kaputtgeht. Mitunter ist auch die Beschichtung der Backform irgendwann aufgerieben und das Brot klebt an. Dann muss ein Ersatz her.

Wenn Motor oder Antrieb ausfallen, lohnt sich eine Reparatur aufgrund der relativ geringen Gerätepreise meistens nicht.

Wie gelingt Sauerteigbrot?

Sauerteig wird typischerweise mit Vollkornroggen gebacken. Damit die Konsistenz etwas leichter wird, kann aber auch mit Weizen oder Dinkel in einem mittleren Ausmahlgrad (850, 1050) gemischt werden. Damit daraus mit Hilfe der Sauerteiggärung ein Brot entsteht, muss der Automat folgende Kriterien beherrschen bzw. muss man sie zumindest simulieren können: Spezielle Rührhaken, die auch das Mehl vom Rand und vom Boden in die Masse einrühren. Ein Sauerteig ist nämlich so nass und klebrig, er wird nicht geknetet, sondern gerührt. Sauerteig muss deshalb auch in einer Form, zum Beispiel in einer Kastenform im Ofen backen. Als Brotlaib auf dem Blech, das funktioniert nicht.

Panasonic SD-ZB2512: Zubehör mit Sauerteig-Bechern und Sauerteig-Kneter (gabelform)
Panasonic SD-ZB2512: Zubehör mit Sauerteigbechern und -kneter (in Gabelform).

Doch nur ein Gerät bietet einen Sauerteigrührhaken, der Panasonic SD-ZB2512. Selbst dann müssen wir noch mit dem Teigschaber nacharbeiten, damit trockenes Mehl vom Rand auch wirklich durchgerührt wird.

Eine lange Gärzeit ist der nächste wichtige Punkt, sechs bis acht Stunden sind Minimum, 13 Stunden sind noch besser. Doch die wenigsten Automaten sehen eine solch lange Gärphase vor. Sie müssen also improvisieren und das Gerät nach 13 Stunden mit dem Programm »nur Backen« starten.

Die letzte Schwierigkeit für den Automaten ist der Backprozess: Sauerteig braucht in den ersten 10 bis 15 Minuten eine sehr hohe Temperatur von 220 bis 230 Grad. Dadurch entsteht eine schöne Kruste und die sorgt wiederum dafür, dass der Brotlaib äußerlich stabil wird und nicht wieder zusammenfällt. Brotbackautomaten tun sich naturgemäß schwer, schnell bzw. überhaupt eine solch hohe Temperatur zu erreichen.

Update 03/2019 Test Sauerteig: Alle Brote im Vergleich. Sie sehen die mehr oder minder eingefallene Oberseite und die meistens noch zu blasse Farbe.
Update 03/2019 Test Sauerteig: Alle Brote im Vergleich. Sie sehen die mehr oder minder eingefallene Oberseite und die meistens noch zu blasse Farbe.

Die Folge sehen wir dann im Bild: Die Brote fallen entweder wieder zusammen, sie sind zu blass und es entsteht keine Kruste, die Brotrinde bleibt weich.

Doch selbst wenn es dem Automaten passabel gelingt, wie beim Panasonic SD-ZB2512, so gut wie aus dem Ofen wird das Ergebnis nicht. Sie sehen den Unterschied im Bild unten, im Backofen ist die Kruste dunkler und stärker ausgeprägt. Für das Backen des Sauerteigbrots hatten wir dem Brot Trockenhefe über den Hefeverteiler zugeführt, damit es auf jeden Fall aufgeht.

Dadurch ist unser Brot aus dem Automaten etwas luftiger geworden als der Sauerteig mit identischer Mehlsorte (Roggenvollkorn) aus dem Backofen. Die eher nasse, bisweilen klebrige Konsistenz eines typischen Sauerteigbrots haben aber beide Brotlaibe.

Test Sauerteig: zum Vergleich, Sauerteig aus der Kastenform im Ofen (ohne Hefe, rechts) und Sauerteig aus dem Automaten (mit Hefe, links)
Test Sauerteig zum Vergleich: Sauerteig aus der Kastenform im Ofen (ohne Hefe, rechts) und Sauerteig aus dem Automaten (mit Hefe, links).

So haben wir getestet

Wir haben uns alle Brotbackautomaten auf dem Markt angesehen und einige Modelle ausgewählt und bestellt. Kleinere Automaten, die höchstens 750-Gramm-Brote backen können, haben wir außen vor gelassen, weil man mit ihnen in der Wahl der Brote eingeschränkt ist. Nur beim WMF KULT X haben wir eine Ausnahme gemacht. Die übrigen Automaten backen 900 bis 1800-Gramm-Brote und können entsprechend große Teigmengen kneten. Preislich lag die Spanne zwischen 55 und 230 Euro.

Wir haben mit allen Testgeräten Vollkornbrote mit einer Brotbackmischung und kleine Sauerteigbrote gebacken. Wie gut die Maschinen das machten, war unser wichtigstes Kriterium.

Bis auf zwei Geräte lieferten alle Brotbackautomaten bei Sauerteig keine guten Ergebnisse, manche können gar keine Sauerteigbrote backen. Nur Panasonic SD-ZB2512 und TZS First Austria backen Sauerteig in einer vorzeigbaren Qualität.

Neben der Backqualität haben wir die Verarbeitungsqualität geprüft und uns angesehen, ob sich die Maschine gut reinigen lässt.

Klarstein: Beleuchtung - unüblich in der Preisklasse
Klarstein: Mit Beleuchtung – unüblich in dieser Preisklasse.

Weiter ging es mit der Bedienung und den Funktionen. Innenraumbeleuchtungen sind eine feine Sache, aber noch praktischer ist eine Memory-Funktion, welche das Programm bei Stromausfall einfach fortsetzt. Gibt es Warmhaltefunktionen und einen Timer? Vor allem aber: Wie groß ist das Display und wie gut kann es abgelesen werden? Hier sind die Unterschiede sehr groß.

Nicht Zuletzt: Was nützen 12 bis 19 Programme, wenn die Menüführung umständlich ist? Auch dieser Komfortaspekt ging mit in die Bewertung ein.

Lautstärke und Energieverbrauch waren ebenfalls ein Thema. Jeder Automat macht einen gewissen Lärm, doch die Unterschiede sind groß. Leider: Kein Brotbackautomat kann komplett stromlos geschaltet werden, noch nicht einmal Unold Backmeister Extra 68511, obwohl er einen »Netzschalter« besitzt.

Backtest Vollkornbrot

Ich wünschte mir eine dicke Kruste und habe sie bekommen. Der Moulinex zauberte ein schmackhaftes Hefebrot mit einer erstklassigen Konsistenz. Wir haben alle Automaten mit demselben Mehl bestückt. Rührwerke mit nur einem Knethaken bekamen 250 Gramm Mehl und 175 Milliliter Wasser vorgesetzt, Doppelkneter in den großen Backformen liefen mit 500 Gramm und 350 Milliliter.

Die schlechtesten Ergebnisse lieferten die Backautomaten von WMF und Gastroback ab: Die Kruste war dünn, das Brot teilweise eingefallen und eher grau in der Farbe. Ein etwas eingefallenes Brot buk auch der TZS First Austria, es hatte aber eine schöne, dicke Kruste. Alle anderen Automaten brachten ähnlich gute Ergebnisse wie der Testsieger von Moulinex. Auf Backmischungen sind die Programme der meisten Automaten sehr gut abgestimmt.

Backtest Sauerteigbrot

Ein echter Problemfall war der Sauerteig-Test. Nur einer der Automaten hat ein echtes Sauerteigprogramm (Panasonic SD-ZB2512), das knetet, den Teig sechs bis 13 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lässt und dann mit hoher Temperatur ausreichend lange bäckt.

Deshalb haben wir bei fast allen Geräten improvisiert und Kneten und Backen separat ausgeführt. Zwischendrin konnte der Teig ruhen und aufgehen. Das Ergebnis war in den meisten Fällen allerdings unbrauchbar.

Unser Favorit Moulinex OW 6101 erzeugte zwar einen gleichmäßigen Brotlaib, doch Konsistenz, Geschmack und vor allem die Kruste blieben auf der Strecke. Bis auf zwei Geräte schlossen sich alle anderen dieser Vorgabe an, sodass wir am Ende einen kleinen Berg unbrauchbarer Sauerteigbrote vor uns hatten. Im Update 03/2019 haben wir Hefe hinzugefügt, damit die Brote auf jeden Fall aufgehen. Doch auch hier waren vier von fünf Ergebnissen nicht überzeugend.

Entweder war der Laib nicht durchgebacken und hatte keine Kruste (WMF, Moulinex, Panasonic Croustina) oder aber der Aufgehprozess war nicht oder nicht gleichmäßig vollzogen. Das bescherte uns dann eine zu nasse Konsistenz. Geschmacklich und mit guter Kruste waren noch Unold und Severin ganz gut dabei – perfekt sieht aber anders aus, denn die Konsistenz ließ auch hier zu wünschen übrig.

Die einzigen Lichtblicke waren Panasonic SD-ZB2512 und TZS First Austria. Beide Modelle schafften als einzige gut durchgebackene Sauerteiglaibe mit Kruste, die gleichmäßig aufgegangen waren, eine sehr gute Konsistenz hatten – und mit Abstand am bestem schmeckten. Wenn Sie Sauerteigbrote backen wollen, sind diese beiden Modelle die beste Wahl.

Moulinex: Wie das duftet. Das Brot ist dank Timer termingerecht fertig. Das kann aber jeder Automat.

Testsieger: Moulinex OW 6101

Der beste Brotbackautomat ist für uns der Moulinex OW 6101. Vollkornbrote aus der Backmischung gelingen ihm sicher – auf Wunsch auch mit dicker Kruste.

Der Automat ist erstklassig verarbeitet und eine Zeitsteuerung ist ebenso vorhanden wie eine Warmhalte- und Stromausfallfunktion. Mit 16 Programmen können sich auch ambitionierte Bäcker austoben. Das geht weit übers Brot hinaus: Marmelade kochen, Pizzateig kneten, Hefeteig für Kuchen, Nudelteig oder salzfreies Brot.

Der Beste

Moulinex MAC.PANE

Test: Brotbackautomat – Testsieger Moulinex MAC.PANE MOULINEX OW 6101
Auch spezielle Brotwünsche können hier erfüllt werden – und schmecken sehr gut.

Design & Verarbeitung

Beim Design geht Moulinex auf Nummer sicher, der Automat ist in schlichtem Weiß gehalten. Das muss nicht jedem Gefallen, ist aber wahrscheinlich der Allrounder-Look, der zu jeder Küche passt.

Der Moulinex OW 6101 gehört zu den Automaten mit der besten Gehäusequalität im Test. Hier stimmen die Spaltmaße, Kunststoffteile sind entgratet und die Scharniere sind fest und solide. Der Deckel kann dennoch für Reinigungszwecke abgenommen werden. Das beherrschen nicht alle Geräte, wohl aber Morphy Richards Premium Plus 48319.

Moulinex: Übersichtliche Menüführung abwaschbares Bedienfeld
Moulinex: übersichtliche Menüführung und abwaschbares Bedienfeld.

Ein wichtiger Punkt ist die Pflege des Bedienfeldes: Beim Testsieger kann es feucht abgewischt werden, die Tasten haben keine Zwischenräume. Es handelt sich zwar um mechanische Tasten mit Klick-Geräusch, sie befinden sich jedoch unter einer weichen Abdeckung.

Der Moulinex hat als einziges Gerät im Test zwei Heizelemente im Backraum zu bieten. Sie sorgen speziell beim Backen mit dem Baguette-Einsatz für eine gleichmäßige Hitzeverteilung. Umluft gibt es allerdings keine.

Bedienung

Die Bedienung des Moulinex OW 6101 hat uns von allen Brotbackautomaten im Test am besten gefallen. Das Tastenfeld ist gut strukturiert, auf dem Display sieht man das gewählte Programm und die Markierungen für Bräunungsgrad und Brotgröße. Die visuelle Beschriftung mit Icons ist schneller erfassbar und kompakter als mit Text.

Ums Handbuch kommt man nicht herum

Moulinex hatte eine einfache aber sehr nützliche Idee: Es liegen Aufkleber in vielen Sprachvarianten bei, womit z.B. eine französische Beschriftung der Programme über dem Bedienfeld mit deutschen Übersetzungen ersetzt werden kann.

Der Moulinex hat einen Timer von bis zu 15 Stunden, bei den anderen Automaten sind maximal 13 Stunden einstellbar. So kann die Zeit der Fertigstellung festgelegt werden, ohne dass der Automat eine Uhrzeit kennt: In 10 Stunden soll das Brot fertig sein. Der Automat legt dann je nach Bearbeitungsdauer im Programm die Startzeit fest, z.B. in sieben Stunden.

Praktisch, wenn auch selten zum Einsatz kommend, ist die Memory-Funktion des Moulinex. Bei Stromausfall oder Steckerziehen merkt sich das Gerät bis zu sieben Minuten Programm und Fortschritt und macht dann an dieser Stelle weiter.

Der Moulinex piept, wenn weitere Zutaten in der letzten Knetphase zugefügt werden sollen. Dazu macht man dann einfach den Deckel kurz auf. Unser Testsieger bietet mit 16 Programmen reichlich Potenzial für diverse Brote, Marmeladen oder Teigzubereitungen. Vollkornbrot und Weißbrot können sie alle, aber Omega-3-reiches oder salzfreies Brot kann nur der Spezialist. Hinzu kommt glutenfreies Brot und ein Nudelteig-Knetprogramm. Alle diese Rezepte haben bestimmte Ruhe- und Knetphasen sowie eine bestimmte Backdauer und Temperatur.

Moulinex: Backform für bis zu 1500 Gramm Brote
Moulinex: Backform für bis zu 1500-Gramm-Brote.

Der Moulinex OW 6101 kann Brote bis zu einem Gewicht von 1500 Gramm herstellen, das reicht für eine mehrköpfige Familie. Brot-Großverbraucher sollten sich mit 900 Gramm (Morphy Richards Premium Plus 48319) und 1000 Gramm (Klarstein Country-Life TK3G, Medion, Severin) nicht abgeben, dass würde gerade mal für einen Tag reichen.

Unser Testsieger von Moulinex gehört nicht zu den leisesten Automaten, aber auch nicht zu den lautesten. Er gibt beim Knetvorgang ein helles Surren von sich, teilweise begleitet durch Quietschgeräusche. Beim dritten Backtest war das mechanische Quietschen aber nicht mehr zu hören.

Zubehör und Stromverbrauch

Moulinex: Den Baguette-Einsatz gibt es nur hier.
Moulinex: Den Baguette-Einsatz gibt es nur hier.

Moulinex hat beim Zubehör nicht gespart. Neben der Backform mit den zwei Knethaken befindet sich ein Baguette-Einsatz im Karton, außerdem ein Messbecher, ein Silikonpinsel, ein Schaber und ein dickes, farbiges Rezeptbuch.

Bei dem leistet sich Moulinex allerdings einen Fauxpas: Das Rezeptbuch ist mehrsprachig, doch leider fehlen die Sprachen Deutsch und Englisch, weshalb es für uns leider unbrauchbar ist.

Bei der Energieaufnahme interessierte uns nicht der Verbrauch beim Backen, sondern der im Standby, also ausgeschaltet. Leider hat kein Automat aus dem Test einen echten Netzschalter, der den Verbrauch auf null Watt senkt. Der Moulinex gibt sich mit 0,4 Watt neben seinen Konkurrenten noch am sparsamsten.

Nachteile

Ausgerechnet die augenscheinliche Top-Funktion des Moulinex OW 6101 hat uns enttäuscht: eigene Baguettes aus dem Brotbackautomaten! Ein lang gehegter Traum scheint in Erfüllung zu gehen, endlich sind Brötchen oder Baguettes punktgenau zum Frühstück fertig.

Zwar gibt es beim Moulinex einen Baguette-Einsatz mit vier Formen, der anstelle der Backform in den Ofen gesetzt wird. Zuvor muss aber mit dem Baguette-Programm ein Teig geknetet, entnommen, manuell geformt und wieder eingelegt werden. Das Programm stoppt dafür seinen Ablauf und wartet auf diesen manuellen Zwischenschritt.

In der Praxis kann das zu schmackhaften Baguettes führen, allerdings nur mit etwas Übung und peinlich genauer Einhaltung der Teig- und Wassermengen. Denn: Unter den Händen knetend merke ich schnell, ob die Konsistenz noch zu feucht ist. Beim Automateneinsatz stand ich nach einer Stunde vor einem viel zu nassen, bestens aufgegangenen Teig, den ich mit Mehlergänzung nochmal kneten und gehen lassen musste. Dieser zusätzliche Zeitaufwand ist ärgerlich.

Eine Zeitersparnis oder einen anderen Vorteil, außer dass man in der Küche keinen echten Ofen braucht, sehen wir im Baguette-Programm nicht. Wer den Teig manuell knetet, ihn gehen lässt, dann formt und zum Abschluss im großen Ofen bäckt, kann in anderthalb Stunden 15 Baguettes fertig haben. Im Automaten hat man nach zwei Stunden gerade mal vier kümmerliche Baguettes.

Hinzu kommt die fehlende Umluft im Brotbackautomaten: Eine dünne Kruste nebst schöner Bräunung kam in unserem Test nicht zustande. Vielmehr eine viel zu dicke, harte Kruste – immerhin mit schöner Bräunung.

Den Sauerteig-Test bestand der Moulinex ebenfalls nicht. Warum ist er dennoch Testsieger?

Sauerteigbrot ist eine Nische, die zwar jeder Bäcker aber kaum ein Automat beherrscht. Nur mit zwei unterschiedlichen Programmen konnten wir den Test überhaupt auf den Automaten durchführen, einzig Panasonic SD-ZB2512 hat zwei Sauerteigprogramme. Insofern nehmen wir es dem Moulinex und unseren alternativen Empfehlungen nicht sonderlich krumm, beim Sauerteig versagt zu haben.

Moulinex OW 6101 im Testspiegel

Seriöse Testberichte zum Moulinex OW 6101 gibt es bislang ebenso wenig wie zu den meisten anderen Brotbackautomaten. Sollten neue Tests erscheinen, werden wir sie hier nennen.

Alternativen

Der Brotbackautomat von Moulinex ist für uns unterm Strich für die meisten, die zuhause Brot backen wollen, die beste Wahl. Aber es gibt auch Alternativen, die eine Überlegung wert sind.

Klein aber oho

Morphy Richards Premium Plus

Test Brotbackautomat: Morphy Richards Premium Plus 48319
Beste Verarbeitung, hoher Bedienkomfort, mit Beleuchtung und Nussspender.

Der Brotbackautomat Morphy Richards Premium Plus 48319 hat das Premium bereits im Namen – und das gilt auch für Bedienkomfort und Verarbeitung. Er ist das einzige Gerät im Test mit Touch-Tasten. Die beleuchtete Anzeige informiert genau über den aktuellen Ablauf und die Restzeit.

Doch der Automat ist leider sehr groß geraten, fasst aber dennoch nur 900 Gramm Brotlaibe. Dafür hat er eine Innenraumbeleuchtung. Die Programmwahl ist sehr üppig, ganze 19 stehen zur Auswahl, darunter mit »Hausgemacht 1+2« zwei selbst programmierbare Einstellungen für eigene Rezepte. Einzigartig ist der Nussspender, der automatisch weitere Zutaten in die Teigmasse wirft. Außerdem sind ganze fünf Bräunungsstufen wählbar.

Das hat nur Morphy Richards - automatische Einfüllöffnung (programmgesteuerter Einwurf)
Das hat nur Morphy Richards: Box für Zutaten wie Nüsse.

Der Unterschied zum Testsieger von Moulinex: Deutlich kleinere Brote, ein lauteres Betriebsgeräusch und keine Backform mit Doppelkneter. Aber dafür hat der Morphy Richards eine bessere Fortschrittsanzeige – und eine Beleuchtung.

Brot-Profi mit Sauerteig

Panasonic SD-ZB2512

Test Brotbackautomat: Panasonic SD-ZB2512
Irre viele Programme und Möglichkeiten, spezieller Sauerteig-Haken, Nuss- und Hefe-Spender

Der Panasonic SD-ZB2512 ist nicht ganz billig, doch er kombiniert eine mächtige Programmausgestaltung mit einigen technischen Feinheiten. Den Nuss- bzw. Rosinenspender kennen wir bereits von anderen Brotback-Automaten. Dieser sorgt dafür, dass entsprechende, trockene Zutaten wie Nüsse, Mandeln, Leinsaat etc. zur rechten Zeit in den Teig geworfen werden.

Panasonic SD-ZB2512: Nuss-Spender und Hefe-Verteiler von unten, sie werden zur passenden Zeit im Programm in den Teig eingeworfen.
Panasonic SD-ZB2512: Nussspender und Hefeverteiler von unten, sie werden zur passenden Zeit im Programm in den Teig eingeworfen.

Der Panasonic SD-ZB2512 hat aber auch noch einen Hefeverteiler. Dieser sitzt wie der Rosinenspender im zweigeteilten Deckel und verteilt trockene als auch in Flüssigkeit gelöste Hefe (Frischhefe) zur passenden Zeit im Teig.

Der Hersteller hat aber auch an die Sauerteigherstellung gedacht: Die Anleitung hat ein entsprechendes Kapitel dafür, in welcher Sie Schritt für Schritt nachlesen können, wie Sie einen Vorteig herstellen und dann mit einem zweiten Programm ein Sauerteigbrot backen. Im Zubehör liegen für diesen Zweck zwei Messbecher zum Ansetzen eines Vorteiges (Ansetzgut).

Der Panasonic SD-ZB2512 bietet einen speziellen Sauerteigrührhaken. Dennoch müssen wir wie bei den anderen Geräten auch mit den Teigschaber während des Rührens nacharbeiten und trockenes Mehl vom Rand in das Zentrum des Gefäßes befördern. Doch der Rührwirkung war immerhin besser als bei den normalen Knethaken der anderen Automaten.

Eine lange Gärzeit bietet uns das Sauerteigprogramm des SD-ZB2512: Bis zu 13 Stunden vergehen, bis der Backprozess beginnt. Aktive Sauerteigbakterien haben also genug Zeit, Gas zu produzieren, damit der Brotlaib aufgeht. Am Ende hatten wir ein Sauerteigbrot mit einer brauchbaren Kruste, einer gleichmäßigen Form (knapp ein Zentimeter eingefallen), allerdings war die Farbe etwas blass.

Test Sauerteig: Panasonic SD-ZB2512
Test Sauerteig: Panasonic SD-ZB2512.

Der Panasonic SD-ZB2512 trumpft mit 33 verschiedenen Programmen auf, darunter allein 18 Brotprogramme. Diese fast schon verwirrende Vielfalt an Möglichkeiten zieht zum Glück kein verwirrendes Menü nach sich. Allerdings müssen Sie schon 30 Mal auf die Taste drücken, um in das Programm 30 zu gelangen, es gibt keine Direktwahl.

Als Bäcker kommen Sie also nicht umhin, sich intensiv mit der Programmtabelle zu beschäftigen. Diese illustriert, was die einzelnen Programme wie lange und in welchem Rhythmus durchführen. Wie bei allen Brotbackautomaten können Sie je nach Programm Einfluss auf die Brotgröße (M, L oder XL) und den Bräunungsgrad nehmen. Für unsere Backtests haben wir immer den stärksten Bräunungsgrad (3 Stufen) gewählt, auch für den Sauerteig.

Der Hersteller hat sich im Handbuch viel Mühe gegeben. Sie finden darin ausführliche Erklärungen zu Mehlsorten, Zutaten und Vollwertkost. Wenn Sie sich vollwertig ernähren wollen, also mit Vollkorn statt mit Auszugsmehl, haben Sie mit dem Panasonic den richtigen Helfer an der Hand.

Ein hektischer Bäcker sollten Sie allerdings nicht sein, denn Panasonic hat eine Zeitverzögerung in die meisten Programme eingebaut, damit sich die Zutaten in ihrer Temperatur angleichen. Ganz egal ob sie aus dem Kühlschrank oder aus der Zimmertemperatur kommen, werden sie 30 Minuten lang in ihrer Temperatur angeglichen. Das soll für optimale Ergebnisse sorgen. Wenn Sie einmal darauf verzichten wollen, können Sie ein entsprechendes Schnellprogramm wählen, das gibt es allerdings nur für einfache Hefebrote.

Zu guter Letzt: Die Stromausfallsicherung schützt zusätzlich vor unangenehmen Überraschungen bei einem kurzen Stromausfall. Der Automat merkt sich die Einstellungen und setzt seine Arbeit fort.

Die Konstruktion des Panasonic-Brotbackautomaten besteht aus Kunststoff und Aluminium. Sie ist angemessen stabil und qualitativ hochwertiger als die der günstigen Einsteigergeräte. Das Gelenk des Doppeldeckels erscheint uns stabil.

Die Backform ist nach Herstellerinformation mit einer besonders kratzfesten Diamant-Fluor-Antihaftbeschichtung versehen. Dadurch rutscht das Brot nach dem Backen ganz einfach heraus, sie müssen die Form nicht einfetten. Der Knethaken – und das ist eine Besonderheit bei den beiden Panasonic-Modellen – sitzt nicht fest auf seiner Welle, sondern er hat etwas Spiel. Das sorgt dafür, dass er nach dem Backen einfacher gelöst werden kann. Da aber in jedem Fall ein unschönes Loch im Boden des Brotlaibes entsteht, tun Sie sich selbst einen Gefallen, wenn Sie den Haken nach dem Knetvorgang entfernen.

Außerdem getestet

Unold Meister Edel 550 W

Der Unold Backmeister Edel 550 W glänzt in der Küche vor allem durch seine Edelstahl-Optik: Das gesamte Gehäuse hat ein Aluminium-Finish. Das lässt den Küchenhelfer sehr schick aussehen. Grundsätzlich ist der Unold ein brauchbarer Brotbäcker, der mit seinem geringen Standby-Stromverbrauch und der geringen Lautstärke auch noch bei den Umwelteigenschaften bzw. Emissionen positiv auffällt. Mangels Sauerteigprogramm haben wir die lange Gärzeit simuliert und es entstand beim Backen in höchster Stufe tatsächlich eine sehr schöne, dunkle Kruste. Allerdings war das Brot darunter deutlich zusammengefallen, es entstand ein großer Hohlraum im Brotlaib.

Wenn ihre Brotback-Ambitionen eher bodenständig sind und sie ein einfach zu bedienendes, schickes Gerät suchen, sollten Sie den Unold Backmeister Edel 550 W in Erwägung ziehen.

Panasonic SD-ZP2000WXE Croustina

Der Panasonic Croustina ist teurer als unsere Panasonic-Empfehlung SD-ZB2512. Dennoch bietet es weniger Programmvielfalt, keinen Nussspender und kein Sauerteigprogramm. Wir haben das Sauerteigbacken improvisiert. Trotz der verlockenden Namensgebung »Croustina« entstand keine halbwegs brauchbare Kruste, der Brotlaib hatte einen Hohlraum und war nicht richtig durchgebacken (Bräunungsgrad: maximal). Bei einem normalen Hefebrot (Backmischung) war das Ergebnis hingegen sehr gut. Das schaffte aber auch fast jeder andere Automat im Test-Update 03/2019.

Sehr gut hingegen hat uns die glatte Beschichtung der Backform (Brot fällt leicht heraus), der äußerst geringe Standby-Stromverbrauch von nur 0,36 Watt sowie das ausführliche Handbuch gefallen. Die Verarbeitung ist im Bereich der Scharniere nicht so gut wie beim Panasonic SD-ZB2512.

Der Clatronic BBA 3505 ist ein Einsteiger-Brotbäcker mit einer vergleichsweise minderwertigen Verarbeitung (ungenaue Spaltmaße, wacklige Scharniere). Das Display ist sehr klein und auch die Buttons sind wacklig. Gefallen hat uns aber die Beschriftung der Bedientasten in Deutsch. Leider zeigt das Display in keiner Weise an, wo wir uns gerade im Programm befinden. Mischbrot gelingt sehr gut, Sauerteig hingegen gar nicht (keine Kruste, blass, zusammengefallen). Die Energieaufnahme im Standby ist mit 0,66 Watt sehr hoch. Wir sehen das Gerät unterm Strich als nicht empfehlenswert an.

Der Gastroback 42823 ist baugleich mit dem Unold Backmeister Edel 550 W. Er hat dieselbe Edelstahloptik und auch das Display und die Menüstruktur sind identisch. Der Gastroback hat allerdings einen Rosinenspender an Bord. Dieser Vorteil wird allerdings gleich durch einen Nachteil aufgehoben: Der Gastroback ist beim Kneten unerwartet laut und rumpelnd. So laut war kein anderes Gerät im Update 03/2019. Hefe-Mischbrot gelingt leider nicht gut, das Brot ist blass und hat keine schöne Kruste. Sauerteigbrot gelingt aus gleichen Gründen ebenfalls nicht, zudem ist es einen Zentimeter zusammengefallen. Gastroback hat gegenüber Unold den Vorteil von abwischbaren Touch-Buttons.

TZS First Austria Brotbackautomat

Wenn Sie mit ihrem Brotbackautomaten Sauerteigbrot machen wollen, können Sie auch zum TZS First Austria 1250g greifen. Während TZS First Austria 1250g in allen Disziplinen mehr oder weniger durchschnittlich ist, glänzt er plötzlich dort, wo allen anderen Automaten versagen – beim Sauerteigbrot mit Natursauer-Ansetzgut. Er gehörte mit dem Panasonic SD-ZB2512 zu den einzigen Automaten im Test, die im Stande waren, brauchbare Sauerteigbrote herzustellen. Er ist außerdem einer der leisesten Automaten der Testreihe.

Gut sind die sinnvolle Menügestaltung sowie Timer, Warmhalten und Memory-Funktion. Hinzu kommt eine kleine Gewürzöffnung: Damit muss der Deckel nicht mehr geöffnet werden, etwa wenn man Salz vergessen hat. Die große Backform mit Doppelkneter für Brote mit 1250 Gramm hat er mit unserem Testsieger gemein. Doch die Verarbeitung ist schlechter als beim Moulinex und die Programmoptionen sind nicht so vielfältig. Außerdem ist der Bildschirm winzig. Aber wie gesagt: Bei Sauerteig schlägt der TZS First Austria alle.

WMF KULT X: Der kleinste Automat im Test ist nicht mal halb so groß wie der Testsieger, glänzt aber mit Edelstahloptik und Backraumbeleuchtung. Die Verarbeitung ist sehr gut. Darüber hinaus hat der KULT X aber wenig zu bieten: Das helle Surren beim Kneten ist nervig, die Brotbackmischung gelingt nicht perfekt und vor allem sind die Brotlaibe mit 750 Gramm sehr klein.

Medion Micromaxx MD 14752

Medion Micromaxx (MD 14752): Der schlichte Medion-Bäcker ist ein grundsolides Gerät, das ordentlich konstruiert ist, ein abwischbares Bedienfeld besitzt und Standard-Hefemischungen mit vorbildlicher Kruste bäckt. Bei den Programmen werden die Basics abgedeckt, nur Pastateig ist eine Besonderheit. Jedoch bäckt der Medion lediglich 1000-Gramm-Brote.

Unold Backmeister Extra 68511

Unold Backmeister Extra 68511: Von den ersten acht Testgeräten ist der Unold äußerlich am schlechtesten verarbeitet – unsaubere Grate, wackelige Scharniere und ein altertümlich anmutendes Bedienfeld, das man mit seitlichem Blick gar nicht mehr ablesen kann. Die Menüführung ist umständlich und es gibt kein Nur-Backen-Programm. Seinen Job erledigt der Backmeister Extra dann aber doch ohne Murren: Die Standard-Brotmischung gelingt erstklassig.

Der Dual-Backeinsatz erlaubt zeitgleiches Backen von zwei unterschiedlichen 750-Gramm-Broten. Die große Backform fasst erstaunliche 1800 Gramm, größer geht es nicht.

Severin BM 3990: Der unscheinbarste Bäcker legt beim Standard-Brot ebenfalls beste Ergebnisse hin. Wie bei Medion gibt es hier aber maximal 1000-Gramm-Brote. Die Bedienung des kleinen Displays bereitet nicht viel Freude und an den Tasten bleibt viel Mehl und Schmutz hängen.

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Kommentare

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Alexandra
Alexandra

Ich gebe die Zutaten in den sehr günstigen Aldi-Automaten und lasse dort den Teig vorbereiten (kneten, ruhen, kneten…). Zum Backen packe ich den fertigen Teig dann aber in den Ofen. Ergebnis: Lockeres leckeres Brot ohne Loch, mit für mich minimalen Aufwand.

Bärbel Lugenbiehl
Bärbel Lugenbiehl

Am besten ist es immer noch Brot selber zu backen., ohne Brotautomat. Geht schneller und man braucht keinen Brotautomaten.

Konstanze Schromm
Konstanze Schromm

Ein ganz normaler Backofen geht auch.man braucht nicht für alles ein extra Gerät.

Gerda Hartl
Gerda Hartl

teig ansetzen – rein in die backform und ab in den ofen. wer braucht so ein trumm?

He Jü
He Jü

also gerade den derzeit besten Brotbackautomaten (allerdings auch den Teuersten ) den Panasonic habt ihr nicht im Test …..

Irene Tretthahn
Irene Tretthahn

Das Loch ist vielleicht nicht so schön aber der Energieverbrauch ist im Backrohr erheblich höher

Heike Haw-Br
Heike Haw-Br

Habe meinen Brotbackautomaten verschenkt. Dauerte stundenlang u d bei Freunden brannten die Automaten schon Mal durch. Hatte keine Lust, über Stunden das olle Dinge im Blick zu haben und dann ein Lochbrot zu ernten.

Elke Neukirchen
Elke Neukirchen

Die Hefe schmeckt man beim Automaten zu doll raus……im Backofen backt man es leckerer..

Marika Peters
Marika Peters

Ich hatte auch jahrelang einen. Jetzt backe ich mein Brot im runden Zaubermeister von Pampered Chef. Das Backergebnis ist um Welten besser und auch nicht so viel aufwendiger. Vor allem hat das Brot jetzt eine knusprige Krumme und kein Loch mehr im Brot.

Karin Raisch
Karin Raisch

Hatten auch mal einen . Mich haben einfach die Löcher unten im Brot gestört. Ist auch nicht immer ohne Probleme rausgegangen.Dann war das Brot unten zerrupft.
Im normalen Backofen kann man wunderbar Brot backen!!

HERMINE
HERMINE

Ich hab mit meinem CN TRONIC
BBA 2864 etwa 10-12 wirklich einwandfreie, kreative Vollkorbrote u 1x einen wunderbaren, glutenfreien Kuchen gebachen…. jetzt funktioniert er ‚ohne Vorwarnung‘ plötzlich nicht mehr. ?

Jürgen Rittmeier
Jürgen Rittmeier

Also der von Medion kostet nur ca. 50 Euro und ist einer der besten Automaten die ich bisher hatte.

Evelyn Eve
Evelyn Eve

hmmm geht ja auch im Rohr auf einen Backstein genauso gut …???

Ursula Korn
Ursula Korn

Auch ohne Backstein!

Angelika Lechthaler
Angelika Lechthaler

Hat man mit dem kein Loch mehr im Brot ?

Reinhild Ingenmey
Reinhild Ingenmey

Genau, Brot mit Loch drin fand ich nicht so prickelnd

Rüdiger Ohrndorf
Rüdiger Ohrndorf

Ha da ist meiner auch auf dem Foto 🙂