Der beste Buggy

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Buggy Test: Buggy Test 2019 Alle
Andrea Zschocher

Andrea Zschocher

ist freie Journalistin und Bloggerin und schreibt gern über Familien­themen, unter anderem für Stern.de und die Huffington Post. Auf ihrem Blog Runzelfüßchen berichtet sie über die schönen Seiten am Leben mit Kindern.

Der beste Buggy für die meisten ist der Litetrax 4 von Joie. Er überzeugt mit einer großen Sitzfläche, einer guten Lenkung und tollen Bremsen. Was uns ebenfalls überzeugen konnte, waren die sinnvollen Extras, wie ein abnehmbares Sonnendach mit Sichtfenster. Aber es gibt auch andere empfehlenswerte Modelle mit anderen Schwerpunkten.

Update 3. Mai 2019

Wir haben sieben weitere Buggys getestet und zwei neue Empfehlungen gekürt. Unser Testsieger bleibt der Joie Litetrax4.

Buggys sind für Kleinkinder und ihre Eltern eine echte Erleichterung. Denn im Gegensatz zu Kombikinderwagen, die meist eher behäbig geschoben werden, sind Buggys kleiner und wendiger. Man kann sie einfach zusammenklappen und in den Kofferraum legen. Einige Modelle sind speziell fürs Verreisen konzipiert. Daher haben wir auch eine Empfehlung für den besten Reisebuggy für Sie.

Einige Modelle in unserem Test lassen sich wie ein Kinderwagen von Geburt an benutzen und sind für frischgebackene Eltern daher vielleicht trotzdem interessant, auch wenn sie bei uns nicht auf den vorderen Plätzen gelandet sind. Das liegt vor allem daran, dass ein Buggy für uns vor allem klein und leicht sein sollte, damit man ihn gut transportieren kann. Aber natürlich muss das Kind auch bequem darin Platz finden und am besten auch darin schlafen können – Stichwort: verstellbare Lehne. Außerdem sollte ein guter Buggy einen einfachen Ein- und Ausstieg des Kindes ermöglichen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Litetrax 4 von Joie überzeugte uns mit seinen sehr guten Lenkeigenschaften und seinen griffigen Bremsen auf ganzer Linie. Das clevere Sonnendach ließ die Konkurrenz weit hinter sich, denn es war das einzige, das sich teilen und abnehmen ließ. Der Lenker ist hoch genug und damit auch für Eltern geeignet, die unterschiedlich groß sind. Der Preis ist für das Gebotene sehr gut.

Kompakt und günstig

Hauck Rapid 4

Test Buggy: Joie Litetrax 4: Hauck Rapid 4
Der Name ist Programm: Kein Buggy ließ sich schneller zusammenfalten.

Wenn Sie nicht viel ausgeben wollen und ein kompakteres Modell suchen, empfehlen wir den Rapid 4 von Hauck. Der Name ist hier eindeutig Programm: Dieser Buggy lässt sich ruckzuck und sehr einfach zusammenfalten. Außerdem konnten wir ihn gut schieben, die Liegeposition ist stufenlos verstellbar – und man kann ihn sogar mit einer Babywanne nutzen.

Bester Reisebuggy

Babyzen Yoyo+

Test Buggy: Babyzen Yoyo+6
Unsere Empfehlung für alle, die viel unterwegs sind und einen Buggy brauchen, der sich sehr klein zusammenfalten lässt.

Der Yoyo+ von Babyzen ist ein toller Begleiter für den mobilen Alltag. Mit einem geübten Handgriff lässt er sich auf Handgepäcksgröße zusammenfalten. So kann man ihn sogar mit in den Flieger nehmen. Das schafft kein anderer Buggy im Test. Außerdem überzeugte er durch ein tolles Fahrverhalten und schafft im Gegensatz zu anderen Buggys im Test auch Kinder mit mehr als 20 Kilogramm Gewicht. Allerdings ist der Yoyo+ auch wirklich teuer und damit sicher nichts für jedermann.

Komfortabel

Knorr-Baby Joggy S

Auch wenn der Joggy S von Knorr-Baby trotz seines Aussehens und seines Namens nicht als Jogger zugelassen ist, überzeugte uns dieser Buggy durch sein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Seine Luftreifen sorgen für eine sehr gute Federung, auch die Bremsen sind gut und unser Testkind bestätigte mehrfach, wie bequem der Buggy sei.

Für Richtungswechsler

Moon ReSea Buggy

Test Buggy: Moon ReSea Buggy
Ein Buggy, bei dem die Blickrichtung gewechselt werden kann. Die höhenverstellbare Lenkstange überzeugt uns.

Der ReSea von Moon ist der einzige Buggy im Test, bei dem Sie Ihre Kinder auch mit Blickrichtung zu sich schieben können. Denn der Aufsatz ist flexibel einsetzbar. Außerdem können unterschiedlich große Paare hier ganz bequem schieben, die Lenkstange lässt sich mit einem Handgriff von Kindergröße bis 1,90-Meter-Mensch verstellen.

Vergleichstabelle

TestsiegerKompakt und günstigBester ReisebuggyKomfortabelFür Richtungswechsler
Modell Joie Litetrax 4 Hauck Rapid 4 Babyzen Yoyo+ Knorr-Baby Joggy S Moon ReSea Buggy Chicco Ohlalà MacLaren Techno XT GB Gold Qbit+ Mountain Buggy All Terrain Quinny Zapp Xpress Britax-Römer B-Motion 3 Plus Hauck Citi Neo II Knorr-Baby V Easy Fold Joie Brisk LX Kidmeister S9 Safety First Peps Peg Perego Pliko Mini Phil & Teds Go Froggy Ranger S4-2
Test Buggy: Joie Litetrax 4: Joie Litetrax 4Test Buggy: Joie Litetrax 4: Hauck Rapid 4Test Buggy: Babyzen Yoyo+6Test Buggy: Joie Litetrax 4: Knorr-Baby Dreirad Joggy STest Buggy: Moon ReSea BuggyTest Buggy: Joie Litetrax 4: Chicco BuggyTest Buggy: Joie Litetrax 4: MacLaren Techno XTTest Buggy: GB Gold Qbit+Test Buggy: Mountain Buggy All TerrainTest Buggy: Joie Litetrax 4: Quinny Zapp XpressTest Buggy: Joie Litetrax 4: Hauck Citi NeoTest Buggy: Joie Litetrax 4: Knorr-Baby EasyfoldTest Buggy: Joie Litetrax 4: Joie Brisk LXTest Buggy: Joie Litetrax 4: Kidmeister LiegebuggyTest Buggy: Joie Litetrax 4: Safety first PepsTest Buggy: Peg Perego Pliko MiniTest Buggy: Phil & Teds GoTest Buggy: Froggy Ranger S4-2
Pro
  • Leicht zu schieben
  • Gute Bremsen
  • Hervorragendes Sonnendach
  • Regendach inklusive
  • Lenker höhenverstellbar
  • Einfach zusammenzufalten
  • Leicht zu schieben
  • Auch mit Babywanne nutzbar
  • Lässt sich auf Handgepäcksgröße zusammenfalten
  • Sehr wendig
  • Sehr hochwertig
  • Regenverdeck im Lieferumfang enthalten
  • Sehr bequem
  • Leicht zu schieben
  • Lenker höhenverstellbar
  • Große Sitzfläche
  • Höhenverstellbare Lenkstange
  • Buggyaufsatz in beide Richtungen einklickbar
  • Regendach und Adapter für Maxi Cosi im Lieferumfang enthalten
  • Gutes Sonnendach
  • Leicht zu schieben
  • Leichtgewichtig
  • Große Sitzfläche
  • Sonnendach mit Magneten
  • Sehr gute Bremsen
  • Einfacher Aufbau
  • Lässt sich klein zusammenfalten
  • Einhändig zusammenfaltbar
  • Buggy schiebt sich sehr leicht
  • Meistert jedes Gelände
  • Luftreifen, die Gerüttel gut abfedern
  • Leicht zu schieben
  • Einfaches Auf- und Zuklappen
  • Große Sitzfläche
  • Lenker höhenverstellbar
  • Hochwertig verarbeitet
  • Kommt gut mit verschiedenen Untergründen zurecht
  • Gute Bremsen
  • Robuster Korb
  • Leicht zu schieben
  • Gute Bremsen
  • Bequeme Sitzfläche
  • Breiten Fußstützen
  • Große Sitzfläche
  • Regenschutz inklusive
  • Große Sitzfläche
  • Lange Fußstützen
  • Gutes Sonnendach
  • Leichtgewichtig
  • Sehr leichter Aufbau
  • Leichtgewichtig
  • Nettes Design
  • Lässt sich sehr einfach zusammenklappen
  • Lässt sich (wenn man weiß wie) sehr klein zusammenfalten
  • Lässt sich einfach in eine Liegepositon bringen
  • Dach hat ein Guckloch
Contra
  • Sicherungsbügel schwer zu öffnen
  • Erster Aufbau kompliziert
  • Unzureichende Anleitung
  • Sicherungsbügel lässt sich nicht öffnen (Kind muss herausgehoben werden)
  • Teuerstes Modell im Test
  • Kein echter Jogger
  • Clips an der Rückenlehne wirken instabil
  • Andere Buggys lassen sich kleiner zusammenfalten
  • Korb kaum belastbar
  • Unbequem für größere Kinder
  • Bremse ist sehr fest
  • Zusammenfalten eher schwerfällig
  • Sonnendach unzureichend
  • Schwer zu schieben
  • Kein Frontbügel
  • Lenkstange nicht höhenverstellbar
  • Liegeposition fand Testkind unbequem
  • Nicht fürs Joggen geeignet
  • Unser Modell hatte einen leichten Rechtsdrall
  • Sehr kleine Sitzfläche
  • Für größere Kinder unbequem
  • Kleiner Korb
  • Sehr schmale Fußstützen
  • Kein Frontbügel
  • Sonnenschutz fehlt
  • Sitzbügel umständlich zu öffnen
  • Schwer zu schieben
  • Schwer zu falten
  • Probleme bei unterschiedlichen Untergründen
  • Auf- und Abbau etwas schwer
  • Bei Bordsteinen muss etwas geholfen werden
  • Klappert
  • Umständliches Zusammenfalten
  • Schlechte Bremsen
  • Gepäcknetz nicht belastbar
  • Lässt sich schwer schieben
  • Schlecht bei Kopfsteinpflaster
  • Kleine Sitzfläche
  • Unzuverlässige Bremse
  • Rückenlehne nicht verstellbar
  • Kein Frontbügel
  • Buggy klappte im Test mehrfach selbstständig zusammen
  • Lässt sich schwer schieben
  • Lenker nicht größenverstellbar
  • Sehr klapprig
  • Lässt sich schwer schieben
  • Schiebestange nicht höhenverstellbar
  • Lässt sich schwer schieben
  • Blende löste sich im Test öfter
  • Preiswert verarbeitet
  • Eher schwer
Bester Preis

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Was Sie über Buggys wissen müssen

Die meisten Buggys sind für Kinder ab sechs Monaten konzipiert. Aber es kommt aufs Kind an: In der Regel sollte der Nachwuchs bereits eigenständig sitzen können, bevor man ihn im Buggy durch die Gegend kutchiert. Einige Hersteller bieten allerdings die Möglichkeit, den Buggy auch als Kombiwagen zu nutzen. Bei diesen Modellen ist es möglich, auch eine Babyschale in den Buggy einzusetzen. Beim ReaSea von Moon werden zum Beispiel die Adapter für einen Maxicosi-Einsatz mitgeliefert.

Beachten Sie die Hinweise des Herstellers zum Maximalgewicht, statt den Buggy dauerhaft zu überladen!

Meist sind Buggys bis 15 Kilogramm belastbar, aber auch hier gibt es Ausnahmen. Dieses Gewicht erreichen die meisten Kinder im Alter von etwa vier Jahren. Ein Buggy ist also für ein Kind rund drei bis vier Jahre lang nutzbar.

Buggys sollen nach Möglichkeit wendig und platzsparend sein. In unserem Test wurde aber schnell klar, dass nicht alle Modelle den Ansprüchen genügen. Grundsätzlich lassen sich alle Modell zusammenfalten, sodass man sie gut verstauen kann.

Reisebuggy, Sportbuggy, Alltagsbuggy?

Wer einen Buggy kaufen möchte, hat die Auswahl zwischen kleinen und leichten Reisebuggys, robusten Sportbuggys und »normalen« Alltagsbuggys, die sich aber trotzdem immer unterscheiden. Die meisten Buggys verfügen über vier Räder. Die vorderen sind oft kleiner als die Hinterräder, was je nach Anwendungsfall ausreichend sein mag. Im Allgemeinen ist es aber so, dass man sich mit kleinen Vorderräder schwerer tut, auf unebenen Flächen oder gar im Sand oder Schnee zu fahren.

 Buggy Test: Buggy Test 2019 Alle
Die sieben Modelle aus unserer zweiten Testrunde.

Sportbuggys haben meist drei Reifen, die mit Luft gefüllt werden. Sie verfügen über eine bessere Federung, sodass die Kinder bequem sitzen und Stöße gut abgedämpft werden, wenn die Eltern Sport treiben. Allerdings müssen Sie unbedingt darauf achten, dass das Modell auch wirklich fürs Sportmachen zugelassen ist, denn drei Modelle in unserem Test sehen zwar aus wie Sportbuggys, sind aber explizit nicht dafür zugelassen.

Über schwenkbare Vorderräder verfügen alle Testbuggys. Das ist wichtig, um den Buggy möglichst leicht schieben zu können. Wenn Sie allerdings oft Höhenunterschiede wie Bordsteinkanten überwinden müssen, empfiehlt es sich, die Räder festzustellen. So lässt sich manches Hindernis einfacher erklimmen. Das Feststellen der Reifen geht aber zu Lasten der Lenkbarkeit und es wird schwieriger, mit dem Buggy zu manövrieren. Da aber meist ein Klick genügt, um die Räder auf schwenkbar umzustellen, ist es auch möglich, immer wieder individuell auf Bedürfnisse zu reagieren.

Eine verstellbare Rückenlehne ist empfehlenswert

Eine verstellbare Rückenlehne ist bei Buggys nicht immer vorhanden. Unsere Feststellung: Je preiswerter ein Buggy ist, desto weniger Ausstattung können Sie erwarten. Die verstellbare Rückenlehne ist allerdings ein Extra, das wir sehr empfehlen – gerade wenn Sie viel mit Ihrem Kleinkind unterwegs sind, das noch oft unterwegs schläft. Die Kinder können so besser entspannen, länger und tiefer schlafen – und wenn sie das tun, sind sie besser drauf, was dann auch den Eltern zu Gute kommt. Außerdem wird die Wirbelsäule Ihres Kindes geschont, weil es nicht in einer verkrampften Position schlafen muss.

Das gilt auch für die Belastung des integrierten Einkaufskorbes in Bodennähe: Überladen Sie ihn, führt das nur zu Frust und im schlimmsten Fall reißt das Netz ganz. Im Test erlebten wir auch, dass die Körbe manchmal nicht mehr als eine Milchpackung transportieren konnten. Andere wiederum hatten auch mit einem kleinen Einkauf kein Problem.

Reinigung

Noch ein paar Worte zur Reinigung: Bei den meisten Buggys ist der Bezug waschbar. Es lohnt sich deshalb ein Blick ins Handbuch. Beim Wiederaufziehen des Bezuges ist Fingerspitzengefühl gefragt und Sie sollten etwas Geduld mitbringen. Ist der Bezug nicht waschbar, empfehlen wir die Reinigung mit einem feuchten Tuch. Die Räder können Sie für bessere Rollfähigkeit mit Fahrradöl einreiben. Das Öl hat den Vorteil, dass es – im Gegensatz zu silikonhaltigen Schmiermitteln – Staub und Schmutz nicht anzieht.

Kommen Sie mal ohne Regenschutz mit dem Buggy in einen Schauer, empfehlen wir dringend, ihn erst vollständig durchtrocknen zu lassen, bevor Sie ihn zusammenklappen. So verhindern Sie die Entstehung von Schimmel und Stockflecken.

So haben wir getestet

Buggys sind, bis auf wenige Ausnahmen, für Kinder bis zu 15 Kilogramm zugelassen. Deshalb haben wir die Buggys nur mit einem Sieben-Monats-Baby, das schon gut sitzen kann, und einem Zweijährigen getestet, auch wenn wir in der Praxis viele Eltern sehen, die deutlich ältere und schwerere Kinder darin herumschieben.

Alle Buggys wurden auf der gleichen Strecke getestet. Die führte sowohl über Kopfsteinpflaster und Sandwege als auch über Asphalt.

Alle Buggys mussten die Hürde über normal hohe Bordsteinkanten nehmen, was zu einem sehr unterschiedlichen Ergebnis führte. Nur in sehr wenigen Buggys saß unser Testkind auch bei der Überquerung des Bordsteins gut und sicher im Wagen und beschwerte sich nicht über einen schmerzenden Po. Außerdem fuhren wir mit allen Test-Buggys U-Bahn, um die Bremsen ausgiebig zu testen. Einige Modelle konnten hier leider nicht überzeugen und rutschten weg.

kinder-Buggys im Test
Buggys sind leichter und wendiger als klassische Kinderwagen. In der ersten Testrunde haben wir ein Dutzend getestet und dabei verschiedene Hersteller und Preislagen berücksichtigt.

Wir haben neunzehn verschiedene Modelle von preiswert bis ganz schön teuer getestet. Das günstigste Modell im Test ist schon für unter 50 Euro zu haben, das teuerste schlägt mit rund 400 Euro auf die Haushaltskasse.

Buggys haben allerhand Zubehör mit an Bord, das wichtigste davon ist das Sonnendach. Nur ein Modell im Test, der B-Motion 3 Plus von Britax-Römer, verfügte über keins im Lieferumfang – die absolute Ausnahme. Auch hier kann – und sollte – es als Zubehör dazu gekauft werden. Allerdings bedeutet ein mitgeliefertes Sonnensegel noch lange nicht, dass es auch wirklich gegen Sonne schützt. Die Modelle von Safety First und MacLaren bieten wenig Schatten, was für Kinder schnell unangenehm werden kann.

Auch wichtig war für uns herauszufinden, ob der Sitz des Buggys den Wechsel in eine Liegeposition oder wenigstens in eine Schlafposition zulässt. Die preiswertesten Modelle im Test bieten das nicht an. Sie sind wirklich nur darauf ausgelegt, das Kind von A nach B zu transportieren. Schlafen oder Ausruhen wird in diesen Buggys schnell unbequem, weil der Kopf des Kindes nach vorne sackt.

Höhenverstellbaren Anschnallgurte waren ebenfalls für unseren Test relevant. Denn nur wenn sie sich an verschiedenen Höhen einfädeln lassen, ist sichergestellt, dass das Kind den Buggy ab dem Sitzalter wirklich nutzen kann. Je mehr verschiedene Höhen möglich sind, desto besser – im Schnitt ließen sich die Gurte in zwei Schritten verstellen. Das ist nicht ideal, aber ausreichend.

Was für einen Buggy natürlich auch wichtig ist: Wie lässt er sich zusammenfalten? Im Groben können wir nach dem Test vor allem unterscheiden in »zum Haare raufen schrecklich« und »super einfach«. Wir gestehen: Im Test mussten wir ein paar Fingernägel lassen. Sie rissen ein oder knickten ab, weil das Zerren am hinteren Bügel eben nicht zum Einklappen des Buggys führte. Unser Tipp: Verzweifeln Sie nicht! Mit ein bißchen Übung lässt sich wirklich jeder Buggy klein kriegen.

Kinder-Buggys im Test – Testsieger Joie Litetrax 4

Testsieger: Joie Litetrax 4

Der Joie Litetrax ist unser Testsieger, weil er mit sehr guten Bremsen überzeugt und sich sehr einfach schieben lässt. Auch kleine und mittlere Bordsteine erklimmt der Litetrax ohne große Probleme – noch nicht einmal ein Kippen des Buggys ist nötig.

Die Lenkung ist sehr leichtgängig, was alle Eltern mit größeren Kindern schätzen werden. Denn auch mit nur zwei Fingern am Lenker kommt der Buggy gut um die Kurve, ohne dass ein großer Lenkradius nötig ist. Das macht ihn zu einer angenehmen Ausnahme im Test, denn wir hatten durchaus einige Wagen mit dabei, die nur mit viel Kraft um die Ecken kamen.

Sicherheit geht vor

Der Gurt, den Sie übrigens immer anlegen sollten, wenn Ihr Nachwuchs im Wagen sitzt, lässt sich beim Joie dreifach in der Höhe verstellen, sodass diese Möglichkeit der Sicherung quasi mit den Kindern mitwächst. Er lässt sich sehr einfach anlegen und wurde von unserem Testkind als bequem empfunden. Achten Sie darauf, dass nichts einschneidet, denn sonst wird das wirklich unangenehm.

Anschnallen ist Pflicht

Was uns am Litetrax 4 besonders gut gefallen hat, ist das Sonnendach. Bei sonnigem Wetter sorgt es dafür, dass keine Sonnenstrahlen die Augen der Kleinen blenden. Klippen Sie es dafür einfach vollständig zusammen und verbinden es mit dem integrierten Reißverschluss. So können Sie sich die Kosten für einen weiteren Sonnenschirm sparen.

Das Dach ist als einziges im Test teilbar, sodass an eher regnerischen, grauen Tagen, an denen sich die Sonne gar nicht zeigt, das halbe Dach ausreicht. Wenn Sie im Regen mit dem Buggy nach draußen müssen, dann können Sie sich über ein Regendach freuen, das bereits im Lieferumfang dabei ist. Damit werden die Kinder garantiert nicht nass, können aber immer noch alles sehen.

Der Litetrax 4 ist auch für Eltern mit einer Körpergröße über 1,85 Metern sehr gut zu schieben. Er ist somit eine angenehme Abwechslung zu vielen anderen Buggys, bei denen gerade größere Eltern oft benachteiligt werden.

Was uns nicht so gut gefallen hat: Der Bügel, der das Kind zusätzlich sichern soll, lässt sich schwer öffnen. Gerade für aktive Kinder in der Lauflernphase, die immer wieder zwischen Buggy und selber laufen wechseln wollen, ist dieser Bügel etwas nervig. Wenn Sie konsequent anschnallen, können Sie in dieser Zeit vielleicht auch auf den Bügel verzichten.

Die Rückenlehne lässt sich an verschiedene Gegebenheiten anpassen, da sie in mehreren Stufen höhenverstellbar ist. Auch eine komplette Liegeposition konnten wir einstellen, was besonders für Kinder, die gerade erst sitzen können und oft müde sind, eine echte Wohltat sein wird. Hier kann der (Mittags-)schlaf aber wie im Bett erfolgen.

Die Bremsen funktionieren tadellos

Während Ihr Nachwuchs seinem wohlverdienten Schlaf nachgeht, können Sie beruhigt die Einkäufe erledigen. Der Einkaufskorb ist angenehm groß und hält einiges aus. Wenn Sie nach den Erledigungen auf einer Parkbank Platz nehmen, müssen Sie sich nicht sorgen, dass der Buggy ohne Sie weiterfährt – die Bremsen funktionieren tadellos. Wir haben die Bremsen auch in der Bahn getestet, die ja doch das ein oder andere Mal über die Gleise ruckelt. Der Buggy blieb an seinem geparkten Platz, mit Kind und auch ohne. Das war nicht bei allen Modellen im Test so.

Zusammenklappen

Das Zusammenklappen des Buggys gelingt leicht und benötigt keine große Übung. Sie müssen nur die markierte Stelle unter dem Bezug finden, draufdrücken und der Buggy faltet sich zusammen. Wirklich schmal ist auch das zusammengefaltete Modell nicht, da gibt es schlankere Ausführungen. Weil uns aber alle anderen Kriterien auf ganzer Linie überzeugten, ließ sich die Größe des zusammengefalteten Buggys verschmerzen.

Das Aufbauen und Zusammenfalten geht einfach

Wenn Sie auf der Suche nach einem Buggy sind, an dem Sie lange Freude haben, der über eine große Sitzfläche, gute Bremsen und einen ausgezeichneten Regen- und Sonnenschutz verfügt, dann ist der Litetrax 4 von Joie unsere klare Empfehlung.

Joie Litetrax 4 im Testspiegel

Die Firma Joie bietet den Litetrax 4 bereits seit einigen Jahren an, hat aber immer wieder Änderungen an der Ausführung des Modells vorgenommen.

Der gravierendste Unterschied findet sich bei den Rädern: Anders als ältere Modelle, die noch auf Luftkammerreifen setzten, wurden diese bei unserem Testmodell (Stand: Juni 2018) durch mit Schaumstoff gefüllte Gummiräder ersetzt. Das ist schade, weil Joie die alten Luftkammerreifen nicht einzeln anbietet – ein Nachrüsten ist also nicht möglich. Sollten Sie besonderen Wert auf Räder mit Luftpolstern legen, müssen Sie nach einem Modell aus den älteren Baureihen Ausschau halten – oder zum etwa 50 Euro teureren Litetrax 4 Air greifen.

Ältere Testberichte spiegeln also nicht unbedingt das Modell wieder, das wir getestet haben. Trotzdem nennen wir sie hier:

Die Stiftung Warentest hat bereits mehrfach Buggys getestet. Der jüngste Test ist vom April 2018. Testsieger wurde hier ebenfalls unser Favorit Joie Litetrax 4. Die Meinung der Warentester:

»Recht preiswerter Testsieger. Der Buggy bietet Entdeckern ordentlichen Sitzkomfort. Er ist flott zusammengebaut, -gelegt und aufgeklappt. Seine großen Räder kommen auch auf Kopfsteinpflaster und Waldwegen klar. Zudem punktet sein ausladendes Sonnenverdeck, das ein Reißverschluss um einen breiten Lüftungsschlitz vergrößert. Nachteil: Die Reinigung ist schwierig – nach einem Klecks-Test mit Joghurt blieben Ränder.«

Die Autorin des Reiseblogs Tiny Adventures nahm den Buggy mit auf große Fahrt und schrieb nach ihrem Langzeittest im November 2015:

»Einen wirklichen Haken konnte ich trotz intensivem Buggy-Test nicht finden. Natürlich darf man bei 160 Euro keinen High-End-Wagen ohne jegliche Macken erwarten. Gerade wenn wir lange auf unebenen Wegen unterwegs waren, quietschte der Litetrax schon mal protestierend. Auch das Verstellen der Rückenlehne geht nach drei Monaten täglichen Gebrauchs nicht mehr ganz so locker wie zu Beginn. Doch der Buggy ist nach wie vor voll funktionstüchtig und wird uns hoffentlich noch auf viele Reisen begleiten.«

Weitere Tests des Litetrax 4 gibt es bislang noch nicht. Sollten neue erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Auch wenn der Joie Litetrax 4 für uns der beste Buggy ist, gibt es auf dem Markt natürlich auch noch andere Modelle, die wir Ihnen empfehlen können.

Kompakt und günstig

Hauck Rapid 4

Test Buggy: Joie Litetrax 4: Hauck Rapid 4
Der Name ist Programm: Kein Buggy ließ sich schneller zusammenfalten.

Wenn Sie schon wissen, dass Sie Ihren Buggy sehr oft auf- und zuklappen müssen, dann ist der Hauck Rapid 4 genau Ihr Modell. Schneller ließ sich wirklich kein Modell im Test einklappen. Und das ganz ohne Kraftanstrengung – und sogar einhändig.
Der Buggy lässt sich außerdem sehr gut und leicht schieben und für Eltern, die recht unterschiedlich groß sind, ist der Lenker mehrstufig verstellbar – sehr praktisch.

Nicht ganz überzeugt haben uns die Bremsen. Da gab es im Test einfach andere Buggys, die besser abgeschnitten haben. Der leere Buggy rutschte in der Bahn bei einer scharfen Kurve leider ein Stück weg. Als unser Testkind darin saß, stand er aber fest. Dennoch wollen wir es hier nicht unerwähnt lassen.

Ebenfalls erwähnen müssen wir das negative Ergebnis für den Bezug beim Materialtest der Stiftung Warentest. Wir haben die Inhaltsstoffe der Bezüge nicht selbst geprüft, vertrauen aber auf die Ergebnisse der Kollegen. Leider wurde beim Rapid 4 das Flammenschutzmittel TCPP im Sitz gefunden. Das hat da natürlich nichts zu suchen und wir hoffen sehr, dass Hauck hier bereits mit Nachbesserungen beschäftigt ist.

Schön ist, dass sich der Hauck Rapid 4 ab Geburt benutzen lässt – vorausgesetzt, Sie erwerben zusätzlich die Babywanne. Da die Rückenlehne in eine waagerechte Position verschoben werden kann, ist es möglich, die Wanne dann mit wenigen Klicks einzufügen.

Was im Test einige Nerven kostete, war das Senkrechtstellen der Rückenlehne – Da gibt auch die Aufbauanleitung wenig Hilfe. Der Trick ist: Sie müssen an den Schnüren ziehen und diese mithilfe des Plastikteils festklemmen. Dann ist die Rückenlehne stabil und lässt sich auf Wunsch in jede Position verschieben. Einfacher geht es eigentlich gar nicht mehr, doch wer denkt schon an einfach, wenn es normalerweise immer kompliziert ist?

Beinstützen, Beinpolster und Anschnallgurt lassen sich an die Größe des Kindes anpassen, was unser Testkind sehr wohlwollend aufnahm. Ebenfalls positiv bewerten wir das Sichtfenster im Sonnenschutz.

Wenn nun auch der Bezug noch unproblematisch wäre, würden wir den Rapid 4 uneingeschränkt empfehlen. So kommt er zwar noch immer mit einer Empfehlung davon, lässt uns aber dennoch mit einem etwas mulmigen Bauchgefühl zurück.

Bester Reisebuggy

Babyzen Yoyo+

Test Buggy: Babyzen Yoyo+6
Unsere Empfehlung für alle, die viel unterwegs sind und einen Buggy brauchen, der sich sehr klein zusammenfalten lässt.

Der Babyzen Yoyo+ ist für uns die Empfehlung für alle, die viel unterwegs sind und den Buggy schnell klein zusammenfalten müssen. Denn der Yoyo+ lässt sich mit nur einem Handgriff auf Handgepäcksgröße zusammenzufalten. Durch die praktische Schlaufe, die, ebenso wie Regenverdeck und Aufbewahrungsbeutel, zum Lieferumfang gehört, kann man sich den Buggy wie eine Handtasche über die Schulter werfen. Durch das geringe Gewicht von knapp sechs Kilogramm ist das Modell auch gut tragbar.

Auch auch hier will das Zusammenlegen erstmal gelernt sein: Wenn man den roten Sicherheitshebel löst, klappt der Buggy nicht sofort in sich zusammen, sondern bleibt erstmal noch stehen. Das ist auch gut so, denn ist man einen Moment abgelenkt, knallt nicht gleich alles auf den Boden, sondern der Kinderwagen steht weiterhin und wartet darauf, dass man ihn einhändig zusammenklappt. Und das geht wirklich im Handumdrehen – sehr praktisch, denn Eltern haben ja meistens nur eine Hand frei.

Uns hat im Test aber nicht nur der geniale Klappmechanismus gefallen, sondern auch die hochwertige Verarbeitung. Die Investition in diesen Buggy ist definitiv auch eine in Komfort und Handling.

Wie schon erwähnt sind die allermeisten Modell bis zu einem Gewicht von 15 Kilo zugelassen. Dieses Modell trägt deutlich mehr. So wollte im Test auch ein weiteres Kind im Buggy geschoben werden, das die 20 Kilo-Marke schon überschritten hatte. Kein Problem, der Buggy machte sogar das gemeinsame Herumfahren mit beiden Kindern problemlos mit. Für kurze Strecken ist dieses Modell also ein echter Schlepper.

Was uns ebenfalls gut gefiel, war die Wendigkeit des Yoy+. Die kleinen Räder sind in alle Richtungen schwenkbar, laufen aber im Vergleich zur Konkurrenz besser und ruhiger. Bei allen Schiebetests war dieses Modell der absolute Favorit.

Man kann den Yoyo+ von Babyzen bereits ab Babyalter nutzen, dafür muss einen weiteren Aufsatz kaufen. Auch den Maxi Cosi Autositz kann man mit dem Yoyo+ verwenden, wenn man in den notwendigen Adapter investiert.

Ein wenig Vorsicht ist bei den sehr guten Bremsen geboten. Im Test sind wir beim Schieben zweimal versehentlich darangestoßen. Da die Bremsen sehr gut sind, hielt der Wagen sofort an. Das Testkind war darauf aber nicht vorbereitet und wurde nach vorn geworfen. Es hat sich nicht verletzt und ist auch nicht aus dem Buggy gefallen, wir wollen es aber dennoch erwähnen. Sehr gute Bremsen haben eben manchmal auch ihre Tücken.

Was uns ebenfalls gut gefallen hat, ist die große Fußleiste. Hier können auch größere Kinder ihre Beine bequem abstellen. Das Sonnendach ist großzügig und verfügt über ein Guckloch sowie ein kleines Fach, in das man Smartphone oder Kleingeld stecken kann. Das Gepäcknetz trägt einen kleinen Einkauf bequem nach Hause, sodass den Spaziergängen weder in der heimischen Umgebung, noch in der Ferne im Urlaub etwas im Wege steht.

Weil er so klein zusammenlegbar ist, dass man ihn sogar als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen kann, ist der Babyzen Yoyo + der perfekte Reisebuggy. Er hat nur einen Haken und das ist der Preis. Rund 400 Euro werden nur wenige in einen Buggy investieren wollen.

Komfortabel

Knorr-Baby Joggy S

Die Namensgebung des Knorr-Baby Joggy S ist etwas verwirrend: Ein Buggy, der nach Sportbuggy aussieht, so heißt und doch keiner ist – denn der Hersteller warnt ausdrücklich davor, mit diesem Buggy joggen zu gehen. Wir verstehen nicht ganz, was das soll, kann es doch aufgrund der irreführenden Namensbezeichnung leicht zu Missverständnissen kommen.

Das ist aber auch beinahe das einzig Negative, was wir über diesen Buggy sagen können. Er schiebt sich sehr leicht, hat eine große Sitzfläche und kommt mit Luftreifen. Die sorgen beim Joggy S für eine sehr gute Dämpfung, die auch unserem Testkind auffiel. Die Rückenlehne ist verstellbar, allerdings wird sie mithilfe von Klippverschlüssen reguliert. Wir sind unsicher, ob die Verschlüsse eine jahrelange Beanspruchung aushalten.

Unser Tipp auch hier: Wenn Sie viel über bergiges Gelände schieben oder einige Bordsteine erklimmen müssen, stellen Sie das Vorderrad lieber fest. So wird der Buggy zwar insgesamt etwas unbeweglicher und lässt sich schlechter lenken, kommt dafür aber mit wirklich jedem Gelände klar. Und da es nur einen Klick benötigt, um das Rad wieder auf volle Schwenkbarkeit zu stellen, hält sich der Aufwand in Grenzen.

Wir finden, beim Joggy S stimmt das Preis-Leistungsverhältnis.

Für Richtungswechsler

Moon ReSea Buggy

Test Buggy: Moon ReSea Buggy
Ein Buggy, bei dem die Blickrichtung gewechselt werden kann. Die höhenverstellbare Lenkstange überzeugt uns.

Der ReSea von Moon ist der Richtige für alle Eltern, die Wert auf gute Qualität und Flexibilität legen. Denn bei diesem Buggy können Sie und Ihr Nachwuchs jeden Tag aufs Neue entscheiden, wohin das Kind heute gucken möchte. Der ReSea kann nämlich als einziger im Test mit Blickrichtung nach vorn oder zum Schiebenden benutzt werden. Dafür klickt man den Sitzteil einfach je nach Blickrichtung in die Verankerung. Das funktioniert kinderleicht und innerhalb von Sekunden.

Die Fahrleistung und die Fertigungsqualität überzeugten uns. Ein weiterer Pluspunkt, neben der Möglichkeit des Blickrichtungswechsels, ist die Lenkstange. Denn die lässt sich stufenlos sehr weit herausziehen. Trennen Sie und Ihren Partner mehr als zehn Zentimeter Körpergröße, ist eine feste Schiebestange ein Problem, denn dann kann immer nur einer bequem schieben. Oft entscheiden Eltern dann, dass die Person, die den Buggy am häufigsten schiebt das letzte Wort hat. Beim ReSea müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen, ob kleine oder größere Menschen mit einer Körpergröße ab 1,90 Meter, hier können alle ohne Rückenschmerzen schieben.

Im Lieferumfang des ReSea von Moon liegt ein Regencover und ein Adapter für den MaxiCosi dabei – eine echte Ersparnis im Vergleich zu anderen Modellen.

Außerdem getestet

Einige Buggys in dieser Kategorie haben zwar keine Empfehlung bekommen, sind für den ein oder anderen aber sicher trotzdem interessant. Einen Blick sind die Produkte auf jeden Fall wert.

Beinahe ein Klassiker ist der Ohlalà von Chicco. Das Modell ist schon einige Jahre auf dem Markt, was für eine solide Leistung spricht. Und solide ist dieser Buggy wirklich: Er lässt sich leicht schieben und problemlos kompakt zusammenfalten. Der kleine Korb ist aber nicht wirklich belastbar; einen Wocheneinkauf sollten Sie damit nicht planen.

Die Bremsen des Buggys sind im Gegensatz zur Konkurrenz schon fast etwas zu fest, was aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit bietet. Während das Sonnendach sehr guten Schatten spendet, sind die Fußstützen ein wenig kurz geraten, was für größere Kinder unbequem sein kann.

Der Buggy von Chicco ist ein verlässliches Produkt, mit dem Eltern wenig falsch machen können. Eine allzu hohe Qualität sollten Sie aber auch nicht erwarten.

Der MacLaren Techno XT war der einzige Buggy im Test, der nicht extra aufgebaut werden musste. Er wird tatsächlich sofort einsatzbereit geliefert. Die große Sitzfläche und die verstellbare Rückenlehne konnten uns überzeugen.

Richtig begeistert hat uns aber das Sichtfenster im Sonnendach, denn hier wurde wirklich mitgedacht: Als einziges Modell im Test lässt sich der umgeschlagene Stoff, der die Sicht aufs Kind freigibt, mithilfe von Magneten fixieren. Die Öffnungen der anderen Modelle wurden immer wieder vom Wind zugeweht. Das ist zwar nur ein kleines Detail, hat uns aber besonders gut gefallen.

Der Buggy ließ sich mit etwas Kraftaufwand gut schieben und die Bremsen halten ebenfalls sehr gut. Bei Bordsteinen müssen Sie den Buggy dennoch oft ankippen, um den Höhenunterschied zu meistern.

Was gar nicht überzeugen konnte, war der behäbige Faltmechanismus. Für uns stimmt bei diesem Buggy, besonders im Vergleich zur Konkurrenz, das Preis-Leistungsverhältnis nicht. In dieser Preisklasse erwarten wir eine höhere Qualität und auch eine einfachere Handhabung.

Peg Perego Pliko Mini

Wenn es nicht so ärgerlich gewesen wäre, wir hätten beim Aufbau vom Peg Perego »Pliko Mini« lachen können. Da wird die Wichtigkeit des richtigen Aufbaus betont, weil der Buggy sonst nicht sicher gefahren werden kann, und dann ist die Anleitung so schlecht geschrieben und gezeichnet, dass wir doch ausprobieren mussten, wie herum die Räder und die Bremse nun montiert werden müssen. Das ist ein Ärgernis, führt aber nicht zum Punktabzug.

Den gibt es dafür, dass unser Modell mehrfach im Test in sich zusammensackte. Es war kein Kind im Sitz, dann hielt der Buggy fest. Aber im leeren Zustand löste sich die Verankerung an einer Seite und der Buggy klappte zusammen.

Der nicht höhenverstellbare Lenker ist eher für kleinere Menschen gemacht, wir bekamen beim Schieben Rückenschmerzen. An Bordsteinen mussten wir den Buggy immer ankippen, etwas, das weder das Testkind noch uns freute. Das Schieben mit diesem Modell war leider genrell eher anstrengend. Was uns gut gefiel, war das Gepäcknetz, das schön geräumig war und einiges aushielt.

Der Zapp Xpress von Quinny überzeugt mit einem tollen, hochwertigen Design. Er schiebt sich sehr angenehm und Sie benötigen wenig Druck, um die Lenkung zu aktivieren. Das Zusammenklappen geht – nach einigem Ausprobieren – sehr einfach, allerdings wird auch dieses Modell nicht besonders schmal. Der Transport im Auto ist aber möglich.

Was uns nicht überzeugen konnte: Im Vergleich zur Konkurrenz ist die Sitzfläche sehr klein. Die Fußstützen sind für größere Kinder ebenfalls nicht ideal. Für unser Testkind war die Fahrt unbequem und es wollte lieber allein weiterlaufen. Der Korb ist im Vergleich zur Konkurrenz ebenfalls eher klein und hält nicht viel Gewicht.

Britax-Römer B-Motion 3 Plus

Auch der Britax-Römer B-Motion 3 Plus mutet wie ein Buggy zum Sportmachen an und ist trotzdem nicht dafür zugelassen.

Die große Sitzfläche und der höhenverstellbare Lenker konnten uns überzeugen, ebenso das tolle Schiebeverhalten und die guten Bremsen. Auch in bergigem Gelände kam der Buggy sehr gut zurecht. Die verstellbaren Fußstützen und die gute Dämpfung sind für uns ebenfalls überzeugend.

Der B Motion 3 Plus ist allerdings der einzige Buggy im Test, der kein Sonnendach mitliefert. Hier müssen Sie separat investieren, was angesichts des hohen Preises eine echte Enttäuschung ist.

Wenn Sie Wert auf gute Bremsen und einen guten Einkaufskorb im Buggy legen, dann sollten Sie einen Blick auf den Hauck Citi Neo II wagen. Auch die verstellbare Liegeposition gefiel uns.

Der Buggy lässt sich aber leider nicht besonders gut schieben und kommt auch mit Kopfsteinpflaster und Bordsteinen nicht so gut zurecht. Hier brauchen Sie Geduld und Fingerspitzengefühl. Das Zusammenklappen funktioniert nur schwergängig und ist etwas umständlich. In dem Preissegment gibt es eindeutig bessere Modelle.

Der gb Gold Qbit+ lässt sich schön klein zusammenklappen. Das gelingt sogar einhändig sehr gut. Auch dieser Wagen klappt nicht sofort zusammen, wenn man die Sicherung löst, sondern bleibt noch stehen, bis man ihn mit leichtem Druck zusammenfaltet.

Der Wagen lässt eine Liegepositon zu, die fand das Testkind aber nicht sehr bequem. Für die nicht höhenverstellbare Lenkstange gibt es Punktabzug. Außerdem ließen sich unsere Testsieger und Empfehlungen besser und einfacher schieben. Da auch sonst keinerlei Extras dabei sind, landet der Qbit+ im guten Mittelfeld und ist eine solide Wahl für alle, die einen Buggy suchen, der sich leicht und schnell platzsparend zusammenklappen lässt.

Knorr-Baby V Easy Fold

Das Sonnendach des Knorr-Baby V Easy Fold verfügt über ein Fenster, durch das Sie Ihr Kind beobachten können. Der Buggy schiebt sich gut und auch die Bremsen waren in Ordnung.

Wenn Sie aber einen Buggy suchen, der sich klein zusammenfalten lässt, dann machen Sie um den V Easy Fold lieber einen Bogen. Denn auch wenn das Zusammenfalten im wahrsten Sinne des Wortes easy ist, so richtig schmal wird das alles nicht. Immerhin brauchen Sie wirklich nur einen Arm, um den Buggy zusammenzuklappen. Die Sitzfläche ist im Vergleich zur Konkurrenz etwas klein, aber noch im Rahmen.

Der V Easy Fold ist akzeptabel – wenn Sie allerdings planen, den Buggy ab und zu mal auseinander zu bauen, dann greifen Sie nicht zu diesem Modell. Der Abbau war eine Katastrophe.

Mountain Buggy All Terrain

Ein weiterer Buggy, der aussieht, als sei er für sportliche Eltern gemacht. Und dann wird auch beim Mountain Buggy »All Terrain« davon abgeraten, mit ihm zu joggen. Das »All Terrain« bezieht sich defintiv nur darauf, dass Sie in der Stadt, im Wald oder im Park damit spazieren gehen können. Und in der Tat hat der Buggy das alles sehr gut mitgemacht. Wir haben bei unserem Testmodell einen leichten Rechtsdrall festgestellt, allerdings schob sich der Buggy so leicht, dass uns das Ziehen nach rechts erst nach einigen hundert Metern aufgefallen ist.

Dieser Buggy ist einer der wenigen im Test, der mit Luftreifen gefahren wird. Für Ihr Kind kann das sehr angenehm sein, weil die Federung so etwas sanfter ist. Auch vom höhenverstellbaren Lenker waren wir angetan. Alles in allem ist der Mountain Buggy ein solides Produkt, für das Sie allerdings auch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen.

Der Joie Brisk LX punktet mit einer großen Sitzfläche, der verstellbaren Rückenlehne und dem zusätzlichen Regenschutz.

Leider rattert und klappert sich der Buggy durch die Gegend. Zwar ist alles fest verschraubt, aber das Modell macht trotzdem eine Menge Lärm. In der Bahn löste sich außerdem die Bremse und auch die Sitzumrandung wirkt sehr klapprig. Das Schieben ist nur für kleinere Eltern bequem, Menschen über 1,85 Metern hingegen werden ihre Schwierigkeiten haben.

Für diesen Preis gibt es deutlich bessere Alternativen.

Froggy Ranger S4-2

Test Buggy: Froggy Ranger S4-2

Keine Preise gefunden.

Der Froggy Ranger S4-2 ist schon auf den ersten Blick ziemlich wuchtig. Die äußere Verblendung lässt den Wagen sehr viel größer erscheinen, als er ist. Allerdings ist diese Verblendung auch ein Ärgernis, denn im Test löste sie sich mehrfach auf einer Seite ab.
Der Buggy lässt sich schwer schieben und ist auch eher schwer. Die Verarbeitung ist eher preiswert.

Was uns gut gefällt, ist das Dach zum Durchschauen und dass sich der Buggy leicht in eine Liegeposition bringen lässt.

Auf den ersten Blick hat uns der »Go« von Phil & Teds begeistert. Aber Optik ist eben nicht alles. Dieses Modell ist sehr leicht, was solange Freude bereitet, wie Sie den Buggy nur tragen und nicht schieben. Denn beim Schieben wird deutlich: Ein leichter Buggy ist nicht immer etwas positives. Wir hatten wirklich Angst, dass dieser Wagen uns unter dem Testkind wegbricht. Das hat allerdings nichts mit dem Gewicht des Testkindes zu tun, sondern damit, dass der Buggy wohl für besonders schmale, zarte Kinder gedacht ist. Wir trauten uns nicht, mit diesem Modell den Bordsteintest zu machen, die Sicherheit des Testkindes ging vor. Der Wagen wackelte bereits bedenklich, als wir nur versuchten, die Vorderräder leicht anzuheben. Der Buggy ließ sich zudem sehr schlecht steuern.

Angeliefert wurde der »Go« in einem Stück, und das war sehr klein zusammengefaltet. Dies wieder zu erreichen kostete uns aber einige Nerven, denn es wurde keine Anleitung mitgeschickt. Von einen Buggy im mittleren Preissegment erwarten wir mehr.

Kidmeister S9

Test Buggy: Joie Litetrax 4: Kidmeister Liegebuggy

Keine Preise gefunden.

Der Kidmeister S9 – zunächst das Positive: Der Sonnenschutz geht schön tief, sodass das Kind nicht von der Sonne geblendet wird. Auch das Sichtfenster mit Fliegengitter gefiel uns sehr gut, denn gerade im Sommer sind ja auch immer allerlei Insekten unterwegs, die sich unter so ein Sonnendach verirren können.

Die Fußstützen sind schön lang; unser Testkind konnte sehr bequem die Füße darauf abstützen. Zusammengefaltet wird der Buggy sehr schmal und kann so wirklich überall problemlos mitgenommen werden.

Was allerdings zu einer Abwertung führt: Er lässt sich sehr schwer schieben und die Lenkung funktioniert nur mit einigem Kraftaufwand. Schon Kopfsteinpflaster wurde für diesen Buggy zu einem echten Problem. Das Gepäcknetz ist leider eher Dekoration und Sie sollten nur sehr leichte Sachen dort hineinwerfen. Bitte arbeiten Sie beim Aufbau sehr genau – in unserem Fall rasteten die Scharniere sehr schwer ein, was zum echten Sicherheitsproblem werden kann.

Auf den ersten Blick kann der Safety First Peps vor allem Kinder begeistern. Unser Testbuggy im Dino-Design fällt einfach auf.

Leider war es das aber auch schon mit der Begeisterung. Während der Aufbau noch leicht von der Hand geht, wird das Schieben zu einer Herausforderung. In unserem Test war besonders das linke Vorderrad sehr störrisch; das Schieben war teilweise sehr kompliziert und anstrengend. Nach mehrmaligem Feststellen und Lösen des Rades konnte man dann besser schieben.

Das schöne Sonnendach spendet zwar gute Laune, aber leider wenig Schatten. Leider kann man die Rückenlehne nicht verstellen und auch im Gesamten ist der Buggy eher für kleinere Eltern gedacht. Ab einer Körpergröße von 1,80 Metern wird das Schieben schnell unbequem.

Die Bremsen lösten sich während unseres Tests mehrfach, was dazu führte, dass der Buggy unkontrolliert hin- und herrutschte. Deshalb können wir ihn leider nicht empfehlen.

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Kommentare

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Marleen Köhn
Marleen Köhn

Warum wurde der Mytrax von Joie nicht getestet?
In der Regel sind die Buggys/Shopper nur bis 15 kg ausgelegt.
Unser Kind ist 9 Mon und wiegt jetzt schon 11 kg. Der Mytrax hat eine Belastung von 22 kg.
Vllt kann ja bei der nä Testung auch das Gewicht mit berücksichtigt werden, da es von entscheidender Bedeutung ist.

Ariane Ehrhardt
Ariane Ehrhardt

Wahnsinn, ich war so gespannt auf das Testergebnis.
Der Bericht ist super ausführlich beschrieben und ich muss sagen mir gefällt der Joie Litetrax 4 von euren Bericht auch am Besten. Aber auch von der Optik gefällt er mir am Besten. Der würde unserem Zwerg bestimmt auch gefallen. Danke für den tollen Bericht.