Campingkocher Test: Die Vier Testsieger
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Letztes Update: 6.10.2021

Der beste Campingkocher

Wir haben 12 sehr unterschiedliche Campingkocher gestestet – vom nur wenige Gramm schweren Kleinstkocher bis zum mehrere Kilogramm schweren Raketenofen. Der Hikenture Gaskocher deckt die meisten Einsatzbereiche ganz hervorragend ab, doch auch ein paar Experten für Nischen haben sich herauskristallisiert.

Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 6. Oktober 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

30. April 2021

Aufgrund eines erst nach der Veröffentlichung des Artikels festgestellten Fehlers ist der Elfmonkey E190 keine Empfehlung mehr. Dafür sind das Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Kochset und der Campingaz 206 S Campingkocher neue Empfehlungen.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Campingkocher gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen – vom weniger als 25 Gramm schweren Gaskocher für Backpacker und Gewichts-Minimalisten bis hin zum 6 Kilogramm teuren Allesbrenner für’s Autocamping und für den Gebrauch auf der Veranda zu Hause. Im Test haben wir uns 12 Kocher der unterschiedlichsten Preis- und Leistungsklassen angeschaut und können mehrere Empfehlungen aussprechen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Hikenture Gaskocher mit Piezozündung

Test Campingkocher: Hikenture Gaskocher mit Piezozündung
Vielseitiger, günstiger Campingkocher mit sicherem Stand und großer Topfauflage sowie integrierter Piezo-Zündung.

Der Hikenture Gaskocher mit Piezozündung ist unschlagbar günstig und verblüffend vielseitig einsetzbar. Zwar ist er mit mehr als 250 Gramm Gewicht kein ausgesprochenes Leichtgewicht, verfügt jedoch über einen sicheren Stand und eine große, ausklappbare Auflagefläche. Der Kocher lässt sich zudem durch den mitgelieferten Adapter mit Gaskartuschen verschiedener Art nutzen, die Leistung ist stets angemessen und auch der Windschutz anständig. Ein baugleiches Modell gibt es unter dem Namen Awroutdoor.

Komforttipp

Camper Gaskocher mit Tragekoffer

Test Campingkocher: Camper Gaskocher mit Tragekoffer
Komfortabel bedienbarer Campingkocher im praktischen Transportkoffer. Auch für großes Kochgeschirr geeignet. Sichere Handhabung.

Der Camper Gaskocher ist ein echter Komfortkocher. Ähnlich eines mobilen Einplatten-Herds lässt sich der Kocher auf einen Tisch stellen und komfortabel bedienen. Zwar ist der mehr als eineinhalb Kilo schwere Kocher kein Utensil für Camper, die gerne leicht und schnell unterwegs sind. Für alle, die beim Kochen z. B. auf dem Campingplatz etwas mehr Bedienkomfort haben wollen, ist der Kocher jedoch ganz ausgezeichnet geeignet, allein schon durch seinen bombensicheren Stand. Die acht (!) mitgelieferten Gaskartuschen runden die Ausstattung perfekt ab und machen den Kocher zum Schnäppchen.

Ausstattungssieger

Esbit Spiritus-Kochset

Test Campingkocher: Esbit  Spiritus-Kochset
Umfassend ausgestattetes Kochset aus anodisiertem Aluminium mit Spiritusbrenner, der auf Festbrennstoff von Esbit umgerüstet werden kann.

Das Esbit Spiritus-Kochset erfüllt viele Wünsche – für rund 50 Euro gibt es einen Spiritus- bzw. Festbrennstoffkocher für 1-2 Personen mit kompletter Kochgeschirrausstattung, ein ansprechendes Design und eine schöne Verarbeitung. Dabei überzeugt in erster Linie die Funktionalität, der Kocher lässt sich wunderbar klein verpacken. Zwar kommt er von der Leistung nicht an leistungsfähige Gaskocher heran, dafür verbrennt Spiritus rückstandslos.

Allesbrenner-Tipp

Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Set

Test Campingkocher: Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Set
Raffinierter, durchdachter und vielseitig einsetzbarer Allesbrenner, der auch mit Esbit oder Spiritus betrieben werden kann.

Das Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Kochset ist der Alleskönner im Test. Der Edelstahl-Allesbrenner kann mit Biomasse (Stöckchen, Zapfen etc.) betrieben werden – aber auch mit Esbit oder mit einem Spiritusbrenner (optional erhältlich). Geradezu phänomenal ist die Möglichkeit, die Bushbox unter Zuhilfenahme von Zeltheringen in einen Minigrill zu verwandeln – baut man sie um, hat man zudem einen Toaster am Start. Das hat seinen Preis, dafür erhält man aber ein Stück beeindruckender Ingenieurskunst.

Stechkartuschen-Tipp

Campingaz 206 S

Test Campingkocher: Campingaz 206 S Campingkocher
Kartusche rein, einschrauben, fertig. Unkomplizierter Stechkartuschen-Gaskocher mit beeindruckender Leistung und sicherer Handhabung.

Der Campingaz 206 S ist ein klassischer Gaskocher, wie man ihn vom Campingplatz kennt. Eine Stechkartusche wird von unten in den Kocher eingesetzt und verschraubt – schon ist der Kocher einsatzbereit. Im Gegensatz zu seinen billigeren Kollegen ist das Handling des Campingaz ausgesprochen sicher – und er verfügt über eine beeindruckende Leistung. Ein Liter Wasser brachte er im Test in nur vier Minuten zum Kochen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerKomforttippAusstattungssiegerAllesbrenner-TippStechkartuschen-Tipp
Hikenture Gaskocher mit Piezozündung Camper Gaskocher mit Tragekoffer Esbit Spiritus-Kochset Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Set Campingaz 206 S Lixada Mini Gaskocher Esbit Trockenbrennstoff-Kochset Cao Camping Kocher 1 Awroutdoor Holzofen-Campingkocher Outdoor Petromax Raketenofen Esbit Taschenkocher Elfmonkey E190
Test Campingkocher: Hikenture Gaskocher mit PiezozündungTest Campingkocher: Camper Gaskocher mit TragekofferTest Campingkocher: Esbit  Spiritus-KochsetTest Campingkocher: Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-SetTest Campingkocher: Campingaz 206 S CampingkocherTest Campingkocher: Lixada Mini GaskocherTest Campingkocher: Esbit    Trockenbrennstoff-KochsetTest Campingkocher: Cao Camping Kocher 1Test Campingkocher: Awroutdoor Holzofen Tragbar,Campingkocher OutdoorTest Campingkocher: Petromax RaketenofenTest Campingkocher: Esbit  TaschenkocherTest Campingkocher: Elfmonkey Campingkocher E190
Pro
  • Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Sicherer Stand
  • Mit Schraub- und MSF1a-Kartuschen kompatibel
  • Piezo-Zündung
  • Kompakt verpackbar
  • Gut dosierbarer, günstiger Gaskocher für Komfort- und Autocamper
  • Große Standfläche auch für "Familientöpfe"
  • Piezo-Zündung
  • 8 (!) Kartuschen im Lieferumfang
  • Umfangreich ausgestattetes Kochset inkl. Topf und Pfanne
  • Für Spiritus und Esbit-Festbrennstoff
  • Guter Windschutz
  • Flaches Packmaß
  • Schöne, hochwertige Verarbeitung
  • Vielseitige Einsetzbarkeit
  • Kann mit unterschiedlichen Brennstoffen betrieben werden
  • Made in Germany
  • Einfaches Handling
  • Leistungsstark
  • Große Auflagefläche mit 4 Streben
  • Mangelhafter Windschutz
  • Winziges Packmaß
  • Extrem leicht
  • Einfache Bedienung
  • Leistungsstark
  • Schöne Verarbeitung
  • Guter Windschutz
  • Kompaktes Packmaß
  • Inkl. Einmann-Tasse
  • Einfaches Handling
  • Guter Windschutz
  • Unkomplizierte Handhabung
  • Umfangreiches Zubehör
  • Günstiger Preis
  • Beeindruckende Leistung
  • Auch für großes Kochgeschirr geeignet
  • Kompaktes Packmaß
  • Günstiger Preis
  • Schöner, griffiger Drehregler
  • Tolle Leistung
  • Vier Kartuschen im Lieferumfang
  • Guter Windschutz
  • Korpus aus robustem Guss
Contra
  • Relativ schwer
  • Mittellange Siededauer
  • Schwer, nur für Autotransport geegnet
  • Ausschließlich für MSF1a-Kartuschen geeignet
  • Kleine, etwas kippelige Standfläche
  • Schwer
  • Teuer
  • Bedingte Allround-Campingtauglichkeit
  • Nicht regulierbar
  • Keine Gaskartusche(n) im Lieferumfang
  • Klobige, etwas lieblose Bauweise
  • Keine Piezo-Zündung
  • Kleine Auflagefläche
  • Geringer Windschutz
  • Nicht für großes Geschirr geeignet
  • Keine Piezo-Zündung
  • Etwas fummelige Befestigung
  • Esbit-Trockenbrennstoff nicht überall erhältlich
  • Geruchsentwicklung
  • Brennstoff wasserempfindlich
  • Nicht regulierbar
  • Schwache Leistung
  • Klobige Bauweise
  • Keine Piezo-Zündung
  • Schwer
  • Bedingte Allround-Campingtauglichkeit
  • Nicht regulierbar
  • Sehr schwer und klobig
  • Nur für Autocamping bzw. für den Einsatz im Garten geeignet
  • Mangelhaft entgratet
  • Esbit-Trockenbrennstoff nicht überall erhältlich
  • Geruchsentwicklung
  • Brennstoff wasserempfindlich
  • Nicht regulierbar
  • Einsetzen von Kartuschen fummelig, mitunter gefährlich!
  • Etwas Klobige Bauweise
  • Keine Piezo-Zündung
Bester Preis
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SystemSchraub- und StechkartuschenStechkartuscheBrennspiritus, Esbit-TrockenbrennstoffAllesbrennerStechkartuschenSchraubkartuschenEsbit-TrockenbrennstoffStechkartuschenAllesbrennerAllesbrennerEsbit-TrockenbrennstoffStechkartuschen
Gewicht (ohne Brennstoff und Kochgeschirr)264 g1632 g50 g844 g300 g24 g52 g360 gca. 5900 g108 g516 g
Zeit bis Siedetemperatur (1Liter Leitungswasser ~10°C)6 min4:50 min6:30 min (mit Esbit!)tba4 min4:10 min7:30 min5:45 min5:50 min10 min (für 3 Liter)7:20 min3:30 min
Verbrauch20 g (gemessen bei Erhitzung bis zum Siedepunkt)k.A.k.A.k.A.k.A.140 g/h (Herstellerangabe)k.A. (Brenndauer eines Esbit-Tabs: 12 min)14 g (selbst gemessen bei Erhitzung bis zum Siedepunkt)k.A.k,A.k.A. (Brenndauer eines Esbit-Tabs: 12 min)85 g/h (Herstellerangabe)

Kurze Kochertheorie: Von Allesbrennern, Stechkartuschen und Windschutz

Welchem Brennstoff man beim Kochen den Vorzug gibt, ist nicht zuletzt eine Gewissensfrage. Bei Spirituskochern und Esbit-Festbrennstoffkochern ist die Art des Brennstoffs klar, bei Allesbrennern kann von Ästchen über Zapfen bis hin zu Holzscheiten (bei großen Modellen) alles verheizt werden, was man auch in den Kachelofen zu Hause schieben würde. In einer kleinen Tabelle haben wir daher die Vor- und Nachteile aufgeführt:

Brennstoffart Vorteile Nachteile Kosten
Gaskartusche
(Stechvariante)
Sehr weite Verbreitung (»Standard« an Campingplätzen) Kann zum Transport nicht abgenommen werden ab ca. 2,50 € / 190g-Kartusche
Gaskartusche
(Schraubverschluss)
Kann abgenommen werden; Sicherheitsventil Nur in ausgewählten Geschäften oder im Internet erhältlich ab ca. 5,50 € / 500g-Kartusche
Gaskartusche
(MSF1a-Standard)
Sehr günstig, kann abgenommen werden; Sicherheitsventil. Mit Adapter vielseitig nutzbar. Im stationären Outdoor-Handel (noch) nicht allzu weit verbreitet
Sperriges Format
ab ca. 1,25 € / 227g-Kartusche
Allesbrenner
(Holz, Ästchen, Zapfen)
Verbrennt natürliches Material (Biomasse) Trockener Brennstoff nicht immer zur Hand; Rußentwicklung; Kocher z.T. nicht regulierbar Im Idealfall kostenlos
Spiritus Verbrennt nahezu rückstandsfrei Bei unachtsamer Handhabung Geruchsentwicklung; Auslaufgefahr je nach Marke ab ca. 3,95 € / Liter
Festbrennstoff
(Esbit)
Homogene Brenneigenschaften, verbrennt fast rückstandsfrei Unangenehme Geruchsentwicklung ca. 10 € / 12 Tabletten à 14g (je 12 min Brenndauer)

Gaskartuschen sind sehr einfach in der Handhabung, je nach Typ fast überall zu bekommen – müssen aber korrekt entsorgt werden. Spiritus muss in einer dafür geeigneten Brennstofflasche mitgeführt werden, zudem muss ein Spiritusbrenner sorgfältig verschlossen sein.

Arten von Gaskartuschen

Im Falle von Gaskochern ist auch beim Kartuschenkauf etwas Achtung geboten, denn nicht alle Kartuschen sind mit allen Kochern kompatibel. Man unterscheidet die verwenden Gaskartuschen durch den Anschluss, mit dem der Kocher an der Kartusche befestigt wird. Folgende Anschlussarten gibt es.

Stechkartuschen

Die Stechkartusche ist eine weit verbreitete Kartuschenart und eignet sich vor allem für den Gebrauch im heimischen Garten oder für Campingtrips mit dem Auto. Die Variante ist die günstigste und weltweit nahezu überall erhältlich. Die Kartusche selbst verfügt über kein Ventil. Beim Aufsetzen des Kochers sticht ein Dorn die Kartusche auf und das Gas kann entweichen. Bevor man den Kocheraufsatz von der Kartusche entfernen kann, muss man die Stechkartusche restlos leeren, was beim Backpacking unpraktisch ist, schließlich will man alles so klein wie möglich verpacken. Auf der anderen Seite: Entspannten Grill- und Kochabenden auf dem Campingplatz, auf dem Balkon oder im Garten steht mit dieser Kartusche nichts im Wege.

Einige moderne Stechkartuschen verfügen mittlerweile entsprechend der europäischen Norm EN 417:2012 über ein Gas-Lock-System. Diese Norm gilt speziell für nicht nachfüllbare Gasbehälter aus Metall. Entsprechend der Norm müssen auch Stechkartuschen mit einer Vorrichtung ausgestattet sein, die unkontrolliertes Austreten von Gas verhindert. Dies erhöht die Sicherheit beim Betrieb von Stechkartuschen, auch wenn Sie den Kocher versehentlich entfernen.

Schraubkartuschen

Die Schraubkartusche ist die richtige Wahl für Wanderer, Bergsteiger und natürlich auch Camper. Sie wird mit einem Gewinde an den Campingkocher festgeschraubt. Der Vorteil der Kartusche ist das selbstschließende Schraubventil, Kocheraufsätze lassen sich jederzeit problemlos von der Kartusche abnehmen. Dadurch kann kein Gas unbemerkt austreten, und man kann die Kartusche flexibel für Lampen, Kocher und andere Zwecke einsetzen.

Schraub­kartuschen sind ideal für Backpacker

Diese Eigenschaft macht die Gaskartusche ideal für all jene, die sich nur für kurze Zeit an einem Ort aufhalten und die Kartusche weiter transportieren möchten. Durch das selbstschließende Gasventil kann man die Kartusche unbedenklich auf- und abbauen und ist mobil und flexibel in der Verwendung. Diese Flexibilität ist allerdings mit einem höheren Preis verbunden.

Bajonettkartuschen

Die Bajonettkartusche findet sich im stationären Handel in Deutschland und im Campingplatzshop eher selten. Sie besitzt ein selbstschließendes Ventil (daher auch der Name Ventilkartusche mit Bajonett) auf das man den Kochaufsatz aufsteckt und mit einer Art Hebel befestigt. Auch hier kann man den Aufsatz jederzeit sicher entfernen. Aufgrund der Einfachheit nennt Campingaz dieses System beispielsweise »Easy Click«. Diese Kartusche eignet sich ebenfalls besonders gut zum Campen und Wandern, aber auch zu Hause macht man mit dem Bajonettverschluss nichts falsch.

Die Kartuschen mit MSF1a-Anschluss, eine Sonderform der Ventilkartusche mit Bajonett, sind hierzulande ebenfalls (noch) selten; sie kommen aus dem asiatischen Bereich. Erkennbar sind sie an einer Kerbe im Kragen. Die Firma Campingaz vertreibt ebenfalls Produkte mit MSF1a-Anschluss; sie sind unter dem Kürzel CP 250 zu finden. Ansonsten gibt es gerade hier viele No-Name-Produkte.

Viele Gaskocher – aber bei weitem nicht alle – verfügen über eine sogenannte Piezo-Zündung. Dreht man die Gaszufuhr etwas auf und betätigt einen kleinen Druckknopf, löst dies einen Stromschlag aus, der das Gas entzündet. In der Regel sind Piezo-Zündungen wasserunempfindlich. Durch ihre kleine Bauform treiben sie das Kochergewicht zudem kaum in die Höhe.

Campingkocher Test: Hikenture (1)

Testsieger: Hikenture Gaskocher mit Piezozündung

Der Hikenture Gaskocher mit Piezozündung ist auf den ersten Blick klassischer Campingkocher, bei dem durch die Schlauchverbindung zwischen Gaskartusche und Brenner die Brennereinheit separat von der Kartusche auf den Boden bzw. Tisch gestellt werden kann. Dadurch liegt der Schwerpunkt des Kochtopfes deutlich tiefer und die Kippstabilität erhöht sich.

Testsieger

Hikenture Gaskocher mit Piezozündung

Test Campingkocher: Hikenture Gaskocher mit Piezozündung
Vielseitiger, günstiger Campingkocher mit sicherem Stand und großer Topfauflage sowie integrierter Piezo-Zündung.

Bodenstandfläche und Topfauflage haben einen Durchmesser von 17 Zentimeter, die Edelstahl-Brennereinheit ist aufgebaut 9 Zentimeter hoch. Im Vergleich mit anderen Kochern dieser recht verbreiteten Bauart ist der Hikenture zwar etwas größer und schwerer, hat aber auch einen sehr stabilen Stand und ist zudem mit seinen rund 18 Euro geradezu unschlagbar günstig.

Ein ca. 30 Zentimeter langer metallummantelter Schlauch führt zum Kartuschenanschluss. Dieser hat ein Gewinde für Schraubkartuschen. Ein beigefügter Adapter auf MSF1a ermöglicht den Anschluss der von im asiatischen Raum üblichen Ventilkartusche mit Bajonett, die im Internet problemlos erwerbbar, aber womöglich (noch) nicht auf jedem Campingplatz zu haben ist.

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Campingkocher Test: Hikenture (3)
Der Windschutz beim Hikenture kann überzeugen.
Campingkocher Test: Hikenture (4)
Bemerkenswert ist die hohe Standsicherheit.
Campingkocher Test: Hikenture (5)
Eine praktische Piezo-Zündung ist hier mit an Bord.
Campingkocher Test: Hikenture (2)
Reguliert wird der Gaskocher an der Kartusche.
Campingkocher Test: Hikenture (6)
Mit dem mitgelieferten Adapter lässt sich der Kocher auch mit MSF1a-Kartuschen nutzen.
Campingkocher Test: Hikenture (8)
In der 9x9x10 Zentimeter großen Box ...
Campingkocher Test: Hikenture (9)
... lässt sich der Kocher angenehm klein verpacken.

Brenner, Schlauch, Anschluss und Adapter wiegen ohne Kartusche ca. 315 Gramm und können nach Einklappen der Füße und der Topfauflage kompakt in der beiliegenden Aufbewahrungsbox verstaut werden.

So ergibt sich ein (noch) kompaktes Packmaß (ohne Kartusche) von 9x9x10 Zentimeter. Der Kocher ist schnell aufgebaut und dank der eingebauten Piezozündung auch sofort startbereit. Die Brennleistung ist per Metall-Drehknopf stufenlos einstellbar. Der Hikenture Gaskocher erhitzte im Test 10°C kaltes Liter Wasser in 6 Minuten auf Siedetemperatur. Der Gasverbrauch hierfür liegt mit 20 g jedoch relativ hoch.

Vom Hikenture Gaskocher gibt es ein baugleiches Modell unter dem Markennamen Awroutdoor, das manchmal etwas günstiger zu haben ist.

Der Hikenture Gaskocher im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine anderen Tests vom Hikenture Gaskocher mit Piezozündung. Sobald sich das ändert, tragen wir die Urteile hier nach.

Alternativen

Nicht nur das Kochermodell von Hikenture konnte überzeugen – auch andere Hersteller haben durchdachte Kocher im Sortiment, die für bestimmte Einsatzbereiche ganz besonders geeignet sind.

Komforttipp: Camper Gaskocher

Der Camper Gaskocher mit Tragekoffer ist das ideale Utensil für Camper, denen Komfort und Sicherheit beim Kochvorgang wichtig ist. Ein unsicherer Stand und eine kippelige Topfauflage sind mit diesem Kocher passé – ähnlich einem transportablen Einplatten-Herd steht der etwa 34 x 28 x 8,5 Zentimeter messende Kocher bombenfest, so man eine passende Standfläche wie einen Campingtisch hat.

Komforttipp

Camper Gaskocher mit Tragekoffer

Test Campingkocher: Camper Gaskocher mit Tragekoffer
Komfortabel bedienbarer Campingkocher im praktischen Transportkoffer. Auch für großes Kochgeschirr geeignet. Sichere Handhabung.

Zur Energiezufuhr werden MSF1a-Kartuschen in den Kocher eingesetzt. Auch das funktioniert auf sichere Art und Weise in einem eigens dafür vorgesehenen Fach hinter einer Metallklappe. Ein raffiniertes Fixiersystem hält die Kartuschen an Ort und Stelle – der mit Piezo-Zündung ausgestattete Kocher gehört so zu den sichersten im Test.

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Campingkocher Test: Camper (2)
Der Camper Gaskocher ist einfach und sicher handhabbar.
Campingkocher Test: Camper (4)
Die Regulierung geht einfach vonstatten.
Campingkocher Test: Camper (5)
Die große Topfauflage macht den Gaskocher familientauglich.
Campingkocher Test: Camper (3)
Die MSF1a-Kartusche wird seitlich eingelegt.
Campingkocher Test: Camper (1)
Durch einen raffinierten, redundanten Spannmechanismus kann bei der Nutzung nichts schief gehen.

Auch die Regulierung ist simpel. Der an einen Küchenherd erinnernde Drehregler lässt sich gut bedienen, wobei eine etwas exaktere Regulierung wünschenswert wäre, aber für gelegentliches Camping nicht zwangsläufig von Nachteil ist.

Geradezu perfekt eignet sich der Camper Gaskocher für Familien, bei denen während beim Camping mehrere hungrige Mäuler versorgt werden müssen. Der Reinigungsvorgang ist einfach, der Transport im schwarzen Plastikkoffer ebenso. Mit seinen gut 1,6 Kilogramm lässt sich der preiswerte Kocher noch gut transportieren – aber natürlich nur per Auto. Für Radtouristen oder gar Rucksackreisende ist dieses Modell zu groß.

Ausstattungssieger: Esbit Spiritus-Kochset

Im rund 50 Euro teuren Esbit Spiritus-Kochset ist alles enthalten, was Ein- oder Zweimanncamper brauchen. Ein knapp einen Liter großer Topf genauso wie eine Tasse/Pfanne für den Morgenkaffee. Das kompakte, schön designte Set verfügt über einen guten Windschutz und bietet die Option, zwischen Spiritus und Esbit-Trockenbrennstoff zu wählen.

Ausstattungssieger

Esbit Spiritus-Kochset

Test Campingkocher: Esbit  Spiritus-Kochset
Umfassend ausgestattetes Kochset aus anodisiertem Aluminium mit Spiritusbrenner, der auf Festbrennstoff von Esbit umgerüstet werden kann.

Der messingfarbene Brenner, in den der Spiritus eingefüllt wird, dichtet gut ab, wir haben hier keine Bedenken, dass es unterwegs »lecken« könnte und man eine unschöne Bescherung erlebt. Trotzdem muss man beim Handling von Spiritus Sorgfalt und etwas Vorsicht walten lassen. Im Vergleich zu Gaskochern ist die Gefahr etwas größer, dass etwas »daneben geht«.

Dafür faucht und qualmt hier nichts – im Gegensatz zu Gaskochern und Allesbrennern kocht es sich mit dem Esbit Spiritus-Kochset maximal unauffällig, was in der Wildnis sehr von Vorteil sein kann. Ist man mit dem Kochen fertig, lässt sich die Spiritusflamme mit der mit einem praktischen Haltebügel ausgestatteten Abdeckkappe schnell löschen.

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Campingkocher Test: Esbit Set (3)
Hübsch designt – das Esbit-Kochset ist durchaus auch was fürs Auge.
Campingkocher Test: Esbit Set (1)
Entweder man nutzt das Esbit-Kochset mit Spiritus wie wir ...
Campingkocher Test: Esbit Set (2)
... oder mit Festbrennstoff.
Campingkocher Test: Esbit Set (4)
Eine Portion Esbit-Festbrennstoff brennt etwas mehr als zehn Minuten.
Campingkocher Test: Esbit Set (6)
Das reicht, um Teewasser zum Kochen zu bringen oder eine kleine Trekkingmahlzeit zuzubereiten.
Campingkocher Test: Esbit Set (5)
Die Abdeckkappe dient zur Regulierung und zum Löschen der Spiritusflamme.
Campingkocher Test: Esbit Set (7)
Zum Transport wird alles hübsch im praktischen Netzbeutel verpackt.

Auch Fans von Esbit-Trockenbrennstoff kommen auf ihre Kosten. Einfach den Halter für Trockenbrennstoff auflegen, Esbit-Trockenbrennstoff applizieren und anzünden – fertig. Was an dem rund 50 Euro teuren Set besonders gefällt, ist das schöne, funktionale Design. Alle Einzelteile passen wunderbar ineinander und werden in einem schönen Netzbeutel verpackt.

Das geringe Packmaß von etwa 15 x 13 Zentimetern prädestiniert das Esbit-Kochset für Individualreisende, die mit dem Fahrrad oder Rucksack unterwegs sind. Komfortcampern wird das Set indes etwas zu spartanisch ausgestattet sein.

Allesbrenner-Tipp: Bushcraft Bushbox XL Profi-Kochset

Ganz schön schwer ist die flache Packung, in der das Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Set ausgeliefert wird. Viel haben wir über die Marke gehört und sind gespannt, wie sich der Kocher im Test so macht. 844 Gramm zeigt die Waage an – wie alle Allesbrenner im Test (die anderen beiden sind der AWROutdoor sowie der außer Konkurrenz kochende Petromax) ist der Bushcraft Essentials-Kocher kein Leichtgewicht. Auf Anhieb irritiert auch der Preis. 100 Euro für ein »bisschen Blech«? Das bedeutet immerhin: Zweitteuerster Kocher im Test! Okay, Bushcraft Essentials hat eine große Fangemeinde. Das allein kann jedoch nicht Motivation sein, den Preis so weit in die Höhe zu treiben.

Allesbrenner-Tipp

Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Set

Test Campingkocher: Bushcraft Essentials Bushbox XL Profi-Set
Raffinierter, durchdachter und vielseitig einsetzbarer Allesbrenner, der auch mit Esbit oder Spiritus betrieben werden kann.

Welche Funktionen Bushcraft Essentials jedoch in den Kocher hineingepackt hat, beeindruckt tatsächlich auf Anhieb. Er lässt sich mit Stöckchen, Ästchen und trockendem Gras anheizen und dann mit kleinen Holzscheiten betreiben. Wenn solche »Biomasse« nicht zur Hand ist, kann auch Esbit-Trockenbrennstoff verwendet werden – oder man nimmt Spiritus-Kochereinsätze von Esbit oder Trangia und betreibt das Modell mit Flüssigbrennstoff. Diese müssen jedoch separat erworben werden, kosten jedoch nicht die Welt (ca. 15 Euro).

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Campingkocher Test: Dsc08399
Auch größere Ästchen lassen sich nutzen – sie brennen im trockenen Zustand schnell herunter.
Campingkocher Test: Dsc08402
Der Bushcraft Essentials-Kocher entwickelt eine beeindruckende Glut.
Campingkocher Test: Campingaz 206 S
Alternativ kann der Kocher auch mit einem Spiritusbrenner oder Esbit-Trockenbrennstoff betrieben werden.
Campingkocher Test: Campingaz 206 S
Ist das Brennmaterial feucht, hat man jedoch ein Problem – am besten man hat immer einen zusätzlichen Spiritusbrenner dabei.
Campingkocher Test: Zusatzbilder Bushcraft (3)
Der Kocher wird aus robustem Edelstahl gefertigt.

Besonders witzig: Ist man mit dem Zelt unterwegs und/oder hat man ein paar Heringe übrig, können diese oben in den Kocher eingeschoben und dieser so in einen Mini-Grill verwandelt werden. Außerdem kann das mitgelieferte Universalrost in Kombination mit den Topfauflagen seitlich arretiert werden – und der Kocher verwandelt sich in einen Toaster! Außerdem ist er »Made in Germany«, wird auch hochwertigem Edelstahlblech gefertigt und ist sauber entgratet. Er bietet eine quadratische Standfläche von 12 x 12 Zentimetern, somit haben auch mittelgroße Töpfe Platz. Zum Transport lässt er sich auf 24 x 19 x 1 Zentimeter (LxBxH) zusammenklappen – ein so flaches Packmaß bietet kein anderer Kocher im Test!

Im Testbetrieb sammeln wir ein paar Zapfen und Ästchen und nehmen den Kocher in Betrieb. Es ist schon erstaunlich, wie schnell die Bushbox XL auf Temperatur ist – der Kamineffekt ist nicht zu unterschätzen. Schnell hat er unseren strohtrockenden Brennstoffvorat verspeist und Hunger auf mehr. Wer schlau ist, legt sich rechtzeitig einen entsprechenden Brennstoffvorrat an, um nicht gleich »auf dem Trockenen« zu stehen.

Wäre die Bushbox XL nicht einigermaßen schwer – sie hätte im Test ganz oben mitgespielt. Ihre erstaunliche Vielseitigkeit hat jedoch so oder so einen Kauftipp verdient. Hier hat man ein schönes kleines Stück Ingenieurskunst vor sich!

Stechkartuschen-Tipp: Campingaz 206 S

Die französische Firma Campingaz ist womöglich der am weitesten verbreitete und bekannteste Hersteller von Gaskochern. Kein Campingplatz im DACH-Raum, der nicht die bekannten blauen Campingaz-Kartuschen im Sortiment seines Shops hätte – was in der Praxis von Vorteil ist. Mit dem Campingaz 206 S unterwegs keine Kartusche zu erhalten, ist fast so unwahrscheinlich wie mit einem Auto kein Benzin zu bekommen!

Stechkartuschen-Tipp

Campingaz 206 S

Test Campingkocher: Campingaz 206 S Campingkocher
Kartusche rein, einschrauben, fertig. Unkomplizierter Stechkartuschen-Gaskocher mit beeindruckender Leistung und sicherer Handhabung.

Über die Sorgfalt bei der Verarbeitung lässt sich streiten. Der 206 S ist ein Plastikbomber, der Drehregler hat uns bei der Billig-Konkurrenz in Form des Kemper und des Elfmonkey besser gefallen, da er da wie dort besser in der Hand liegt. Allerdings istdie Kartuschenfixierung sicher und unkompliziert, und auch die Zeitdauer, einen Liter Leitungswasser mit dem Campingaz zum Kochen zu bringen, mit rund 4 Minuten angenehm gering.

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Campingkocher Test: Campingaz 206 S
Der Campingaz 206 S ist ein klassischer Stechkartuschen-Kocher.
Campingkocher Test: Campingaz 206 S
Der Kocher lässt sich gut bedienen, der Drehregler könnte jedoch etwas griffiger sein.
Campingkocher Test: Campingaz 206 S
Der Brennerkopf hat einen integrierten Windschutz, die vierarmige Topfauflage...
Campingkocher Test: Campingaz 206 S
...sorgt für einen stabilen Stand.
Campingkocher Test: Campingaz 206 S
Die Kartuschenfixierung funktioniert sicher und einfach.

Campingaz ist in einer vergleichsweise komfortablen Position, über lange Zeit hielt das Unternehmen fast schon das Gaskocher-Monopol. Die Konkurrenz pirscht sich zwar heran, im Test hat Campingaz trotzdem noch die Nase vorne. Im Gegensatz zu den beiden Test-internen Konkurrenten bietet der 206 S durch die vier Ausleger (bei den anderen sind es drei) einen etwas stabileren Stand für Töpfe, dafür aber keinen Rundum-Windschutz. Dem Brennerkopf scheint das indes nicht viel auszumachen, denn von der Leistung her weiß der Campingaz absolut zu überzeugen.

Außerdem getestet

Lixada Mini Gaskocher

Hat man bisher nur mit handelsüblichen Gas- und Campingkochern hantiert, wird man den Lixada Mini Gaskocher nicht recht ernst nehmen. Dieser Winzling soll Wasser zum Kochen bringen oder gar eine Mahlzeit zubereiten? Die Kleinen zu diskriminieren liegt wohl ein Stück weit in der Natur des Menschen. »Zu unrecht!« schreit einen der Minikocher förmlich an, wenn man ihn anwirft, denn der mit Standard-Schraubkartuschen betriebene Winzling faucht ganz so wie ein »großes« Kochermodell.

Der nur 24 Gramm (!) schwere Kocher misst zusammengeklappt magere 4×5 Zentimeter. Die Zielgruppe ist damit klar: Minimalisten, die aus möglichst wenig möglichst viel herausholen wollen. Komfort-Camper werden an diesem Mikro-Kocher kaum Gefallen finden, denn aufgeklappt bietet der Lixada lediglich eine dreieckige Standfläche mit einer Seitenlänge von 7 Zentimetern – »kippelig« ist hier vielleicht der richtige Ausdruck. Kleine Tassen und Einmann-Töpfchen finden jedoch Platz, der Kocher ist ausreichend gut regulierbar und, wie gesagt, fantastisch klein.

Im Test nehmen wir den Kocher-Zwerg auf eine dreitägige Bikepacking-Tour durch Ober- und Niederbayern mit. 560 Kilometer an dreieinhalb Tagen mit drei Übernachtungen. Das ist kleines Packmaß ebenso gefragt wie einfache Bedienbarkeit am eisig kalten Morgen. Wir können nicht anders als zu sagen: Der Kocher brilliert! Zwar kippt er einmal mit (zum Glück noch nicht sonderlich warmem Wasser) um, das liegt allerdings daran, dass wir keine anständig flache Stellfläche ausgesucht haben, auf der die Kartusche (Durchmesser: 11 Zentimeter) Platz findet. Der Kocher ist schnell aufgeschraubt, die Stützarme schnell ausgeklappt und ebenso schnell in Betrieb genommen. Zwar verfügt er über keinerlei Luxus wie beispielsweise eine Piezo-Zündung, für Gewichtsfetischisten ist der Lixada jedoch großartig.

Esbit Trockenbrennstoff-Kochset

Wer ein wenig mehr Komfort haben möchte, erwirbt das Esbit Trockenbrennstoff-Kochset. Es funktioniert ebenfalls mit den oben genannten Esbit-Tabletten, bietet jedoch etwas mehr Komfort. So ist im Lieferumfang des nur 50 Gramm schweren Kochers (ohne Brennstoff!) ein hübscher kleiner Halblitertopf aus rostfreiem Stahl mit Deckel enthalten. Der Kocher selbst ist im Gegenteil zum klassischen Esbit-Klappkocher rund (Durchmesser 9 Zentimeter) und bietet einen zuverlässigen Rundum-Windschutz. Er harmoniert perfekt mit dem mitgelieferten »Töpfchen«, das passgenau in den Kocher eingesetzt wird – kann aber zur Not auch mit anderem Kochgeschirr genutzt werden.

Für allein reisende Esbit-Fans ist das Trockenbrennstoff-Kochset eine gute Wahl. Ansonsten gelten die Nachteile, die für Esbit allgemein gelten und die beim Klappkocher bereits zur Genüge beschrieben wurden.

Cao Camping Kocher 1

Wer einen einfachen Gaskocher für den gängigsten Gaskartuschentyp (Stechkartusche) sucht, wird beim Kemper KE2007 fündig. Der KE2007 besteht aus einem soliden, zweiteiligen Kunststoffgrundkörper, der die Gaskartusche aufnimmt – und der oben einschraubbaren Brennereinheit inklusive Topfauflage. Der Durchmesser der Standfläche beträgt ca. 10 Zentimeter, der der Topfauflage ca. 15 Zentimeter, der Kocher ist 22 Zentimeter hoch und ohne Kartusche 360 Gramm schwer. Er besitzt keine eingebaute Zündvorrichtung. Die Gaszufuhr zum Brenner kann stufenlos geregelt werden.

Versorgt wird der italienische Kocher durch die weit verbreitete 190 g-Stechkartusche, die jedoch nicht im Lieferumfang enthalten ist. Ein Auseinanderbau des Kochers ist erst nach kompletter Entleerung der Kartusche möglich, da sonst die Abdichtung zur aufgestochenen Kartusche verloren geht und das Gas unkontrolliert austritt. Leistungsseitig liegt der KE2007 im Mittelfeld der Campingkocher und kostet mit rund 18 Euro angenehm wenig.

Awroutdoor Holzofen-Campingkocher Outdoor

Der AWRoutdoor-Kocher ist, wie das Modell von Bushcraft Essentials, ein Allesbrenner. Bei einem überschaubarem Packmaß von zusammengelegt nur 14 Zentimeter Durchmesser und 8 Zentimeter Höhe bringt der Kocher aber doch stolze 600 Gramm auf die Waage. Grund dafür ist die begrüßenswert stabile Edelstahl-Ausführung. Der Kocher verfügt neben einem Windschutz und einer ausklappbaren Topfauflage auch noch eine Schale für Festbrennstoffe (Esbit…) oder Brennpaste. Dazu wird ein kleiner Grillrost, eine Pinzette, ein Karabiner, ein Teleskop-Edelstahl-Röhrchen zum Luft einblasen und eine Aufbewahrungstasche mitgeliefert.

Der rund 20 Euro teure Kocher ist schnell und unkompliziert aufgebaut und bietet mit den ausgeklappten drei Füßchen eine sehr rutschfeste Topfauflagefläche von ca. 15 Zentimeter Durchmesser in 20 Zentimeter Höhe. Die Edelstahl-Konstruktion ist grundsätzlich sehr wertig ausgeführt und ausreichend gratfrei, um es mal so zu formulieren.

Den Puristen stört es natürlich nicht, dass man ca. eine halbe Stunde vor Genuss des Mittagessens mit den Vorbereitungen anfangen muss. 10 Minuten Stöckchen sammeln, anfeuern und dann weitere 10 Minuten gut durchbrennen lassen. Es entsteht ein ausgeprägter Kamin-Effekt und mit dem richtigen Holz brennt der Ofen bemerkenswert gut. Dementsprechend schnell geht dann auch das eigentliche Kochen. Alternativ kann man den Kocher auch mit Brennstofftabletten bzw. Brennpaste betreiben, ein entsprechender Aufsatz liegt bei. Überrascht hat uns, wie wenig der Test-Topf während des Kochvorgangs verrußt. Natürlich ist hierfür ein schönes Feuerchen mit trockenem Holz Voraussetzung! Der Kocher selbst ist, bedingt durch sein Edelstahl-Material, sehr gut zu reinigen.

Für das gebotene Geld bietet der AWROutdoor einiges – und wandert nur deshalb nicht unter die Empfehlungen, da ein Allesbrenner nunmal nicht »allzeit bereit« sein kann wie seine gasbetriebenen Kollegen, schließlich findet sich nicht überall sofort geeignetes, trockenes Brennmaterial, erst recht nicht über der Baum- bzw. Vegetationsgrenze. Schlauköpfe nehmen daher stets ein paar getrocknete Ästchen oder Tannenzapfen mit, um den Kocher anzuheizen. Diese können dann ggf. mit noch nicht ganz getrocknetem Brennmaterial »ergänzt« werden.

Petromax Raketenofen

Der rf33 von Petromax fällt mit seinen rund 6 Kilogramm (!) Gewicht im Testfeld komplett aus der Reihe – und die Bewertung auch etwas schwer, denn mit einem »Campingkocher« im engeren Sinn haben wir es hier nicht zu tun, eher mit einer »class of its own«. Seine Konstruktion ähnelt in den Grundzügen dem deutlich kleineren Modell von AWROutdoor und ist ebenso einfach wie genial: Durch eine optimale Luftzufuhr, die durch unten liegende Luftschlitze einen Kamineffekt in der L-förmigen Brennkammer erzeugt, arbeitet der rf33 nach dem Holzvergaserprinzip. Er schafft eine extrem effiziente Verbrennung von Biomasse (Rinde, Äste, Tannenzapfen…) bei hoher Leistung und Temperatur und verdient die Bezeichnung Raketenofen allemal!

Wer als Kind keine Dampfmaschine besessen hat, wird an dem robusten Ofen seine wahre Freude haben: Edelstahl meets Gusseisen. Lediglich die nicht entgrateten Kanten der Edelstahlbleche der Brennkammerklappe, der Zuladerampe und der Ascheschublade müssen mit Sorgfalt angefasst werden, damit es hier nicht zu Schnittverletzungen kommt. Das kann man besser machen, Petromax!

Der Ofen wird zu 95% vormontiert geliefert und ist nach wenigen Minuten Montagearbeit einsatzbereit. Eines ist gleich klar – dieser Allesbrenner ist einfacher und schneller zu bedienen als ein Lagerfeuer. Der Ofen wird über die Brennmittelschiene mit leicht entzündlichem Brennmaterial bestückt und entzündet. Innerhalb weniger Sekunden entwickelt sich ein intensiver Brandherd, durch den Kamineffekt erreicht der Ofen sehr schnell eine beeindruckende Leistung. Auch bei stärkerem Wind kann der rf33 problemlos entzündet werden, da das Brennmaterial in der Brennkammer gut geschützt lagert.

Die enorme Hitze, die über den 9,4 Zentimeter messenden Innenzylinder geradezu punktuell gebündelt wird, unterscheidet ihn von einem offenen Feuer. Ist der Raketenofen einmal in Betrieb, werden Äste, Rinde, Tannenzapfen und anderes nicht zu dickes Material über die Brennmittelschiene nachgeschoben und fast völlig rückstandslos verbrannt.

Die enorme Hitzeentwicklung des rf33 sorgt dafür, dass drei Liter Wasser in einem gusseisernen Topf in unter zehn Minuten zum Kochen gebracht werden können (!). Beachten sollte man jedoch die Rußentwicklung an der Unterseite des Kochgeschirrs: Diese hängt von der Brenntemperatur und vom Brennmaterial ab. Der Raketenofen rf33 bringt 5,9 Kilogramm Gewicht auf die Waage – Petromax gibt ihn mit 6,5 Kilogramm an – und scheidet damit z. B. für Campingurlaube, bei denen man häufig den Standort wechselt, aus. Wer seine stationären Outdoor-Abenteuer durch einen rundum durchdachten Hochleistungsofen ergänzen will, kommt für knapp 140 Euro jedoch voll auf seine Kosten! Im Rahmen dieses Tests – bei dem auch die Mobilität von Campingkochern in die Bewertung einfließt – hat dieses beeindruckende Stück Ingeniurskunst jedoch das Nachsehen.

Esbit Taschenkocher

Erich Schumms Brennstoff in Tablettenform ist nicht etwa Schnaps, den man sich vom Arzt verschreiben lassen kann, sondern der Markenname »Esbit« ausgeschrieben. Esbit wurde bereits bei der Wehrmacht verwendet und ist nach wie vor in den berühmt-berüchtigten »Einmannpackungen« der Bundeswehr im Einsatz. Kurzum – dieser Kocher ist ein Stück deutscher Geschichte mit all ihren Facetten. Im Test hatten wir drei unterschiedliche Esbit-Kochsysteme, der Esbit Taschenkocher ist das simpelste, aber auch klassischste Produkt – der Klappkocher, wie man ihn seit Jahrzehnten kennt.

Die Handhabung des etwas mehr als 100 Gramm schweren Aluminium-Winzlings ist simpel. Aufklappen, Esbit-Tablette entzünden, Topf aufstellen (komplett aufgeklappt misst die Auflagefläche rund 11 x 5 Zentimeter), bei Wind den kleinen Windschutz einsetzen und schon gibt die Tablette ca. 12 Minuten lang Hitze (lt. Herstellerangabe) ab, was zur Zubereitung einer Mahlzeit reichen sollte. Randnotiz: Bereits im Kindesalter hatten wir Esbit-Klappkocher im Einsatz, um die Dosenravioli zu erhitzen, was jedoch mangels regulierbarer Hitze zu einer angekohlten Mahlzeit im unteren Dosendrittel führte – damit ist das größte Manko des Kochers auch schon erzählt, denn er brennt oder er brennt nicht, Zwischenstufen gibt es keine.

Esbit-Kocher sind klein verpackbar, einfach in der Handhabung und vergleichsweise verschmutzungsarm. Der Taschenkocher im Speziellen ist jedoch nur für kleineres Geschirr und kleinere Mahlzeiten geeignet – gemäß dem Einmannprinzip. Zudem muss man das Handling mit Esbit mögen – es riecht etwas streng, um es mal so zu formulieren. Und es brennt, wenn es brennt, ohne dass man regulierend eingreifen könnte. Auspusten ist eine Option, aber nicht unbedingt vorgesehen. Stetiges Umrühren und Überwachung des Kochvorgangs ist hier ein Muss! Wenn man nur Teewasser heiß macht – geschenkt.

Daher werden Gaskocherfans eventuell etwas zurückschrecken, immerhin verbrennt die Gasmischung eines Gaskocher nahezu geruchlos. Auf der anderen Seite – Spiritus müffelt auch etwas streng, letzten Endes ist das also sozusagen Geruchssache. Weiteres Manko: Der einzige zugelassene Brennstoff sind die Esbit-Tabletten, die übrigens auch gebündelt verwendet werden können. Allerdings sind diese nicht so leicht erhältlich wie beispielsweise Stech-Gaskartuschen und im nassen Zustand unbrauchbar. Dieser Nachteil ist jedoch im Idealfall irrelevant, denn pro Kochvorgang wird in der Regel eine Tablette verbrannt, die in einer wasserdichten Verpackung ausgeliefert wird.

Fazit: Der Esbit-Klappkocher hat auch 80 Jahre nach seiner Entwicklung durchaus noch eine Daseinsberechtigung. Trotzdem muss man sagen: Der Klappkocher wurde von der Kocherentwicklung einge- und überholt. Wir können ihn daher nurmehr als Kocher für Notfälle empfehlen.

Elfmonkey E190

Elfmonkey – mal wieder ein Fall für die Hall of Fame kurioser chinesischer Firmennamen! Der »Elfenaffe« vervollständigt das Trio klassischer Stechkartuschen-Kocher und verfügt als einziger über einen Gaskartuschen-Container aus robustem Guss.

Einen entscheidenden Vorteil hat der Elfmonkey gegenüber der testinternen Konkurrenz: Er wird mit gleich mehreren 190-Gramm-Stechkartuschen ausgeliefert (in unserem Fall zwei) und kostet in etwa gleich viel wie das Modell von Campingaz. Auch ist er einer der leistungsstärksten Kocher im Test.

Jetzt kommt jedoch das große Aber: Der Gaskartuschen-Schraubfixierring aus Hartplastik ist extrem friemelig zu bedienen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Im Test schrauben wir den Fixierring aus Hartplastik aus Versehen schräg ein, was man zu Beginn des Schraubvorgangs aufgrund des flachen Gewindes kaum bemerkt. Als wir versuchen, unseren Fehler zu korrigieren, entweicht aus der ventillosen Stechkartusche zischend und schnell das Gas. Nicht gut! Nicht nur, dass man den Kocher nun nicht mehr sicher bedienen kann, auch das Gewinde hat beim Einschrauben Schaden genommen.

Kurzum: Wir mögen uns zwar ungeschickt angestellt haben, diese Gefahr besteht jedoch bei jedem Anwender. Die Fixiersysteme der anderen Stechkartuschen-Hersteller Campingaz und Cao sind im Vergleich absolut idiotensicher. Vom Elfmonkey raten wir hingegen ab – Sicherheitstest nicht bestanden!

So haben wir getestet

Alle 12 Campingkocher wurden in einem Zeitraum von 8 Wochen getestet und dabei entsprechend ihres Einsatzbereichs verwendet. Soll bedeuten: Kein schwerer Campingkocher wurde dafür abgestraft, dass er aufgrund seines Gewichts für hochalpine Notbiwaks ungeeignet ist und kein Leichtkocher dafür, dass er keine Riesentöpfe aufnehmen kann.

Campingkocher Test: Gesamtbild (1)
Guten Appetit! Die Campingkocher aus unserem Test im April 2021.

Die wichtigsten Fragen

Welche Kocherart ist die beste?

Pauschal kann man das nicht sagen. Gaskocher, Spirituskocher, Festbrennstoffkocher – alle haben ihre Vor- und Nachteile. Das beste Gewichts- zu Leistungsverhältnis haben in der Regel Gaskocher.

Welcher Brennstoff ist der sicherste?

Für den Allgemeingebrauch eignet sich Gas aus dem einfachen Grund am besten, da es die sicherste Handhabung gewährleistet. Tritt Gas aus, macht sich das durch einen etwas fauligen, unangenehmen Geruch bemerkbar. Die Gashersteller mischen dem Propan/Butan-Gemisch eigens Substanzen bei, die diesen unangenehmen Geruch freisetzen.

Welcher ist der leistungsstärkste Kochertyp?

Benzin- bzw. Spirituskocher sind etwas schwieriger zu bedienen, behalten jedoch speziell bei niedrigeren Temperaturen ihre Leistungsfähigkeit bei. Speziell teure Benzinkocher, bei denen das Benzin vorgewärmt wird, sind daher auf Expeditionen beliebt.

Warum gibt es dann noch Feststoff-Kocher?

Feststoff-Kocher, in der Regel der Marke Esbit, spielen eine Sonderrolle. Auch sie sind sicher im Handling, da nichts verschüttet werden kann bzw. ausläuft. Allerdings lassen sich Esbit-Kocher nicht regulieren, was sie für den häufigeren Einsatz ungeeignet macht. Sie fallen daher eher unter die Rubrik „Liebhaberstücke“.

Trend Allesbrenner – wie gut sind sie wirklich?

Erst in den letzten Jahren haben Allesbrenner den Kochermarkt aufgemischt. Wie der Name schon sagt, lässt sich wie in einem Kachelofen (fast) alles verheizen, was brennt. Allerdings hat das auch einen Nachteil: nicht immer ist beim Camping natürliches Brennmaterial zur Hand – und dann hat man ein Problem. Ist das Brennmaterial nass, neigen Allesbrenner zu Rußentwicklung. Auch lassen sie sich oft nicht oder nur schwer regulieren.

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