Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.

Der beste Damen-Laufschuh

last updateZuletzt aktualisiert:
Damen-Laufschuh Test: Testbericht Laufschuhe Titel
Veronika Heidrich

Veronika Heidrich

ist am liebsten in den Bergen unterwegs, egal ob beim Wandern, Trailrunning, Mountainbiken oder Tourenskigehen. Sie testet Sport- und Outdoor-Produkte unter anderem für das Bergzeit-Magazin.

Wir haben 14 Damen-Laufschuhe getestet. Der beste ist für uns der Under Armour HOVR Infinite. Er ist ein starker Allrounder, mit dem man auch mal abseits der asphaltierten Straße Spaß haben kann. Er glänzt durch seine Vielseitigkeit, viel Komfort und ist sowohl für Vielläufer wie auch für Einsteiger geeignet. Zudem bietet er ein Extra, das vor allem für Technikfans interessant sein dürfte: Er trumpft mit einem integrierten Bluetooth-Chip auf, mit dem per App eine persönliche Trainingsanalyse erstellt werden kann.

Update 21. Oktober 2019

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind nach wie vor aktuell.

Generell kommt es bei der Auswahl eines neuen Laufschuhs auf den primär angestrebten Einsatz an. Es gibt unzählige Laufschuhvarianten unter denen man wählen kann – für Einsteiger, Profis, Sprinter, Trailrunner, Schuhe mit ganz neu entwickelten Technologien oder doch klassisch mit Barfußfeeling.

Genauso breitgefächert wie die Einsatzgebiete ist der Preis. Wir haben 14 Modelle für den kleinen Geldbeutel ab circa 30 Euro bis hin zum Spitzenmodell mit rund 250 Euro für Sie getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Under Armour HOVR Infinite Damen

Test Damen-Laufschuh: Under Armour UA HOVR™ Infinite
Sehr komfortabler Allrounder für Profis und Einsteiger. Er macht auf Kurz- und Langstrecke Spaß und vereint Technologie mit hohem Lauf- und Tragekomfort.

Der UA HOVR Infinite von Under Armour ist ein sehr bequemer Allrounder, der einen gleichbleibend hervorragenden Laufkomfort, kraftsparende, energierückgewinnende Eigenschaften und durchdachte Technologien miteinander verbindet. Er sitzt perfekt am Fuß und haftet gut am Untergrund. Er eignet sich für Einsteiger und Profis, für lange Strecken sowie für Erholungsläufe auf Straße und Forstwegen.

Mit einem integrierten Bluetooth-Chip misst, analysiert und speichert er obendrein alle Laufdaten, die anschließend per App ausgewertet werden können, um somit das Training noch effektiver zu machen.

Dauerläufer

Brooks Ricochet Damen

Test Damen-Laufschuh: Brooks Ricochet
Ein Schuh, der durch seine effiziente und energierückführende DNA AMP-Dämpfung für lange, schnelle Trainingsläufe geschaffen ist.

Der Brooks Ricochet gehört zwar nicht zu den allerleichtesten Modellen, kann aber durch gut aufeinander abgestimmte Technologien und eine coole Optik punkten. Er bietet hohen Tragekomfort und ausreichend Energierückführung. Eine flexibles Pfeilmuster in der Sohle sorgt für schnelles Abrollen und möglichst wenig Energieverlust. Besonders schön ist die perfekt sitzende Passform. Im hübschen und anpassbaren Fit-Knit-Obermaterial versteckt sich allerlei Komfort für Fuß und Achillessehne. Der Ricochet ist die perfekte Wahl für Trainingseinheiten, bei denen es nicht auf jedes Gramm ankommt, dafür aber auf gleichbleibend hohen Komfort auf Asphalt und Forstwegen.

Leicht & schnell

Saucony Kinvara 10 Damen

Test Damen-Laufschuh: Saucony Kinvara 10
Er schafft den Spagat zwischen Komfort und Geschwindigkeit: leicht, agil und obendrein einer der beliebtesten neuralen Tempolaufschuhe aus dem Hause Saucony.

Unser Leichtgewicht – der Saucony Kinvara 10 – wirkt schon fast wie eine Feder unterm Fuß. Er gehört völlig zu Recht zu einem der beliebtesten Tempolaufschuhe überhaupt. Trotz Fliegengewicht trägt er sich sehr bequem und überzeugt durch eine tolle Passform und ein stark atmendes Obermaterial. Mit seiner Mittelsohle vereint er Komfort und Speed. Es ist ein Schuh, der vor allem für ambitionierte Läufer als Rundum-Sorglos-Paket funktioniert, denn mit ihm hat man einen schnellen Begleiter vom Sprint bis hin zum Marathon.

Fürs Trailrunning

Inov-8 Mudclaw 260

Test besten Damen-Laufschuhe: inov-8 Mudclaw G 260
Mit seinen tiefen Stollen frisst er sich mühelos durch nasse, matschige Untergründe. Sein Materialmix aus Graphen und Kevlar macht ihn langlebig und atmungsaktiv.

Der Inov-8 Mudclaw G 260: laut Inov-8 der griffigste Schuh der Welt für die härtesten und schlammigsten Bergläufe und Hindernisparcours. Das Trail-Beast mit acht Millimeter Stollen bietet einen Wahnsinnsgrip auf weichem und nassem Untergrund. Die Passform am Fuß ist super, die Schnürung einfach und das Material extrem robust. Gas »G« im Namen steht für »Graphen« und soll bis zu 1.000 Laufmeilen überstehen. Er hält einfach jedem Untergrund stand, egal ob Fels, Matsch oder Schnee. Daher ist er unser Tipp für alle Trailrunner und Hindernisläufer, die einen Schuh haben möchten, auf den sie sich verlassen können.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritDauerläuferLeicht & schnellFürs Trailrunning
ModellUnder Armour HOVR Infinite DamenBrooks Ricochet DamenSaucony Kinvara 10 DamenInov-8 Mudclaw 260New Balance WMORVP DamenAsics MetaRide WomenAsics Gel DS Trainer 24Salomon Speedcross 4 WSalomon Sonic Ra Pro 2Adidas Ultra boost STNike TanjunPuma Hybrid RunnerBrütting Project
Test Damen-Laufschuh: Under Armour UA HOVR™ InfiniteTest Damen-Laufschuh: Brooks RicochetTest Damen-Laufschuh: Saucony Kinvara 10Test besten Damen-Laufschuhe: inov-8 Mudclaw G 260Test Damen-Laufschuh: New Balance WMORVP DamenTest Damen-Laufschuh: Asics MetaRide WomenTest Damen-Laufschuh: Asics Gel DS Trainer 24Test Damen-Laufschuh: Salomon Speedcross 4 WTest Damen-Laufschuh: Salomon Sonic Ra Pro 2Test Damen-Laufschuh: adidas Ultra boostTest Damen-Laufschuh: Nike TanjunTest Damen-Laufschuh: Puma Hybrid RunnerTest besten Laufschuhe: Brütting Project
Pro
  • Gute Energierückführung
  • Nahtlose Verarbeitung
  • Vielseitiger Einsatz
  • Gleichbleibende Dämpfung
  • Bluetooth-Chip
  • Schnelles, natürliches Abrollen
  • Hübsche Optik
  • Super Verarbeitung
  • Weiches Fersenpolster
  • Sehr leicht
  • Sehr flexibel
  • Stark atmungsaktiv
  • Reaktionsfreudige Mittelsohle
  • Adaptive Passform
  • Leicht und sehr robust
  • Extrem griffig
  • Graphene-verstärkter Gummi
  • Obermaterialien mit Kevlar
  • Angenehmes Tragegefühl
  • Geringe Sprengung
  • Sehr komfortable Dämpfung
  • Nahtlose Overlays
  • Weniger Kraft – längeres Laufen
  • Top Verarbeitung
  • Gemütliche Passform
  • Flüssiges Abrollverhalten
  • Extrem hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gute Passform
  • Sehr leicht
  • Gute Führug
  • Sehr angenehme Passform
  • Selbstreinigende Stollen
  • Quicklace™ Schnürsystem
  • Sehr leicht
  • Schnell und dynamisch
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr bequeme Passform
  • Griffige Continental-Sohle
  • Luftiges Mesh-Obermaterial
  • Gute Dämpfung
  • Sehr leicht
  • Extrem komfortabel
  • Bequeme Passform
  • Luftiges Strick-Obermaterial
  • Leichtgewicht
  • Angenehme Passform
Contra
  • Im ersten Moment etwas steif
  • Kein Gespür für den Boden
  • Keine Marathonschnürung möglich
  • Etwas schwer
  • Sehr weiche Sohlenmischung (schneller Abrieb)
  • Spezielles Einsatzgebiet
  • Steif im Mittelfuß
  • Sehr teuer
  • Steife Sohlenkonstruktion
  • Etwas schmal geschnitten
  • Abrieb der Stollen
  • Hohe Sprengung für Trail
  • In der Sohle verfangen sich öfter mal kleine Steine
  • Fällt groß und breit aus
  • Sehr viel Sohle
  • Läuft sich etwas schwammig
  • Keine Führung
  • Nur für kurzes Training
  • Schwere Sohle
  • Keine Führung
  • Wirkt etwas instabil
  • Wenig atmungsaktiv
  • Etwas billig verarbeitet
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Das Schöne am Laufen ist, dass man im Grunde nicht viel braucht, um starten zu können. Das wichtigste sind gute Laufschuhe – und an denen sollten Sie nicht sparen. Denn ein gutes, perfekt sitzendes Paar Schuhe kann darüber entscheiden, ob die Laufmotivation von Dauer ist oder die Schuhe schon nach der ersten Trainingswoche im Schrank verstauben.

Ein guter Laufschuh sollte beim Training unterstützen, schützen, führen und motivieren

Ein Schuh sollte Sie im besten Fall in Ihrem Training unterstützen, schützen, führen und motivieren. Stehen Sie noch ganz am Anfang, ist die Wahl des perfekten Laufschuhs extrem wichtig, um eine Überbelastung oder andere Laufverletzungen zu vermeiden. Dabei unterstützt Sie sicherlich auch gerne ein kompetentes Sport- und Laufgeschäft in Ihrer Nähe. Dort erwartet Sie in der Regel folgendes Angebot:

  • Laufschuhtests: Schaffen Sie sich einen Überblick und testen Sie aktuelle Modelle auf dem Markt.
  • Individuelle Laufbandanalyse: Lassen Sie Ihren Laufstil analysieren, um eventuelle Fehlstellungen vorab zu erkennen.
  • Aus alten Schuhen lesen: Die Abnutzung des Profils kann viel über Ihren Laufstil und mögiche Fehlstellungen sagen.

Wieviele Laufschuhe braucht man?

Wieviele Laufschuhe in Ihrem Schrank stehen sollten, hängt von der Häufigkeit Ihres Trainings ab. Laufen Sie häufiger als zweimal die Woche, macht es durchaus Sinn, mehr als ein Paar zu benutzen.

Damen-Laufschuh Test: Testbericht Laufschuhe Titel
Je nach Traingingsumfang sollte man zwischen verschiedenen Modellen wechseln.

Bei drei bis sechs Trainingseinheiten pro Woche sollte man zwischen mindestens vier verschiedenen Paaren wechseln. Wieso das so wichtig ist? Jeder Schuh ist eigen. Und so sorgt auch jedes Modell für eine andere Statik. Laufen Sie zu oft im selben Schuh, kann es auf Dauer zu Überlastungen kommen. Durch den Schuhwechsel wird Ihre Muskulatur dagegen immer leicht unterschiedlich belastet.

Wie lange halten Laufschuhe?

Für den Verschleiß der Schuhe gibt es bis heute noch keine wirklich verlässliche Faustregel. Glaubt man den Herstellern, ist ein Laufschuhleben für etwa 600 Kilometer gut. Es gibt jedoch viele Menschen, die Sie deutlich länger nutzen. Wann Sie Ihre Schuhe nun wirklich wechseln sollten, hängt vor allem von Ihrem Laufstil, Ihrem Gewicht und dem Untergrund ab, auf dem Sie am meisten unterwegs sind.

Besonderheiten von Frauenschuhen

Die meisten Laufschuhe gibt es in Versionen für Frauen und für Männer. Das macht auch Sinn, denn es gibt ein paar feine Unterschiede zwischen Männer- und Frauenschuhen.

Dämpfung

In der Regel sind Frauen leichter als Männer. Daher brauchen Sie auch eine angepasste, weichere Dämpfung, die das geringere Körpergewicht widerspiegelt. Zwar gibt es auch Laufschuhe, die mit sehr wenig Dämpfung arbeiten. Für Asphalt und auch für den Einstieg ins Laufen empfehlen sich allerdings Schuhe mit einer sehr guten Dämpfung, zum Beispiel der New Balance Wmorvp Damen oder der Nike Tanjun.

Damen-Laufschuh Test: Testbericht Laufschuhe Dämpfung
Stark gepolsterter Damenlaufschuh, für ein geschmeidiges und stark gedämpftes Laufgefühl.

Beweglichkeit

Die Beweglichkeit des Körpers beeinflusst das Abrollverhalten des Fußes. Frauen setzen mit der Ferse weiter außen auf, weshalb die Schuhe an dieser Stelle stärker abgerundet sind. Wie stark die Ausprägung ist, hängt dabei vom jeweiligen Modell ab – genauso wie die Unterstützung der Abrollbewegung. Beim neuen Asics Metaride Women wird mit einer »Kippung« des Schuhs extrem auf das Abrollverhalten eingegangen. Dagegen gibt es vor allem im Trailbereich Schuhe, die so neutral sind, dass Sie davon fast nichts spüren werden.

Größe

Frauen haben bei gleicher Schuhgröße oft einen schlankeren Fuß als Männer. Deshalb sind Frauenschuhe schmaler geschnitten als die Männermodelle. Das kann man im Vergleich beim Asics Gel Ds Trainer 24 gut erkennen. Generell gilt für die Größe »darfs ein bisschen mehr sein?«. Nehmen Sie im Zweifel den Schuh lieber eine halbe Nummer größer bevor Sie sich am Ende blaue Zehen laufen! Oder entscheiden Sie sich für ein Modell mit einer geräumigen Zehenbox wie beim Salomon Sonic Ra Pro 2. Auch Die Proportionen der Füße unterscheiden sich. Frauen haben eine schmalere Ferse und im Verhältnis einen breiteren Vorfuß.

Sprengung

Ertappt, hier handelt es sich nicht um einen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Trotzdem sollte man wissen, um was es sich bei der »Sprengung« handelt. Gemeint ist hier der Höhenunterschied von Vorfuß und Ferse. Da im Rückfuß meist mehr Dämpfungsmaterial eingesetzt wird, ist die Mittelsohle vorn etwas flacher. Das heißt, der Vorfuß steht dichter am Boden. Je nach Laufvorliebe und Trainingsstand kann hier zwischen Schuhen mit weniger Sprengung (null bis acht Millimeter) wie dem Saucony Kinvara 10 Damen oder Schuhen mit sehr viel Sprengung wie dem Salomon Speedcross 4 W gewählt werden.

So haben wir getestet

Die insgesamt 14 Testschuhe wurden auf verschiedenen Distanzen zwischen 8 und 40 Kilometern gelaufen. Je nach Schuh verliefen diese Strecken auf hartem (Asphalt, Beton, Fels) oder weichem (Forstweg, Wald, Schnee) Untergrund.

Damen-Laufschuh Test: Testbericht Laufschuhe Titel
Insgesamt haben wir 14 komplett verschiedene Laufschuhe für Sie getestet, 12 sind hier auf dem Bild.

Wie erwähnt gibt es für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke verschiedene Laufschuhe. Daher ist es so gut wie unmöglich, den perfekten Schuh schlechthin zu küren. Deshalb gehen wir unserem Test auf die jeweiligen Vorteile und den vom Hersteller angestrebten Einsatzzweck.

Aufgrund der verschiedenen Einsatzgebiete kürzen wir auch keinen Testsieger sondern einen Favoriten, der für die meisten eine gute Wahl sein sollte und darüber hinaus Empfehlungen für die verschiedenen Zielgruppen: für Einsteiger, Langstreckenläufer, fürs Training und Trailrunning.

Unser Favorit: Under Armour HOVR Infinite

Der Under Armor HOVR Infinite ist der Schuh wenn es um die Langdistanzen geht. Er gehört zur neuen UA HOVR Run-Kollektion und wurde für ein gleichbleibend komfortables Laufgefühl über viele Kilometer hinweg entwickelt. Wir sind gespannt, was es mit der HOVR-Technologie auf sich hat und was sich hinter dem »Bluetooth-Aufdruck« im Fußbett verbirgt.

Unser Favorit

Under Armour HOVR Infinite Damen

Test Damen-Laufschuh: Under Armour UA HOVR™ Infinite
Sehr komfortabler Allrounder für Profis und Einsteiger. Er macht auf Kurz- und Langstrecke Spaß und vereint Technologie mit hohem Lauf- und Tragekomfort.

Der UA HOVR Infinite Damen wurde aus der Intention heraus entwickelt, den besten neutralen Laufschuh auf den Markt zu bringen. Seinen Namen »Infinite« trägt er, weil er für das Training auf langen Distanzen mit gleichbleibendem Laufgefühl steht. Was aber steckt nun eigentlich hinter diesem kryptischen HOVR?

Auf der Suche nach der perfekten Dämpfung

Wie alle namhaften Laufschuhhersteller war auch Under Armour auf der Suche nach einer perfekten Dämpfungstechnologie. Die soll nicht nur super dämpfen, sondern obendrein leicht und robust sein und dem Läufer seine Energie bestmöglich zurückgeben. Und so wurde ein sehr weicher, mit einem sogenannten EnergyWeb umhüllter Schaum entwickelt. Diese Hülle hält die Form, der Aufprall beim Laufen wird vom Schaum aufgenommen und an den Fuß abgegeben. Für die Langlebigkeit der Sohle hat man noch eine robuste Vollgummi-Außensohle dazugepackt, die dem Ganzen Grip und Widerstandsfähigkeit verleiht. Diese drei Schichten ergeben zusammen die HOVR-Technologie.

So viel zur Theorie – Zeit für die Praxis: Schlüpft man in den Schuh, umschließt einen erst einmal ein sehr angenehmes, atmungsaktives Mesh-Material. Der Schuh hat eine tolle Passform und ist an den wichtigsten Stellen ausreichend gepolstert. Die Außensohle besteht aus geschäumtem Gummi und einer leicht profilierten Strukturbeschichtung. Diese sorgt zusätzlich für Dämpfung und beim Laufen für den nötigen Grip.

In der Sohle sind gut erkennbare Rillen eingearbeitet, die den Schuh flexibel machen und für einen besonders intuitiven Laufstil sorgen sollen. Das Obermaterial wirkt im ersten Moment recht schlicht, ist aber absolut durchdacht: Den Vorfuß umschließt ein leichtgewichtiges und atmungsaktives Mesh, im Fersenbereich wird ein etwas enger sitzendes, strukturiertes Material verwendet, welches den Fuß im Schuh stabil hält.

Ein nettes Gimmick für alle Technik-Fans stellt die sogenannte »Record Sensor«-Technologie dar. Mit ihr ist man beim Laufen digital vernetzt. Soll heißen – in jedem rechten Laufschuh ist ein Bluetooth-Chip verbaut. Dieser misst, analysiert und speichert alle Laufdaten, um sie anschließend per App auszuwerten und das Training noch effektiver zu gestalten. Die Differenz von meiner Uhr und den Daten des Schuhs lag hier gerade mal bei circa fünf Prozent Abweichung. Da kann man die Laufuhr auch mal zuhause lassen.

Dank Chip im Schuh kann man die Laufuhr zuhause lassen

Beim Laufen selbst fühlt sich der Schuh im ersten Moment etwas steif an und es dauert ein klein wenig, um sich an ihn zu gewöhnen. Aber nicht lange und es läuft quasi wie von selbst. Im Test hat er auf Asphalt und Forst gleich gut abgeschnitten. Er rollt angenehm ab, die Schnürung hält den Fuß eng und stabil umschlossen und das Profil macht einen sehr robusten Eindruck.

Mit einem Gewicht von 544 Gramm ist er zwar nicht gerade leicht, dafür aber spitze, wenn es um den Komfort und eine 1A Dämpfung geht. Mit dem Under Armour Ua Hovr Infinite werden Einsteiger genauso viel Spaß haben wie Vielläufer, die gerne auf langen Strecken unterwegs sind. Und mit dem Pluspunkt des virtuellen Coaches bekommt er von uns als Allrounder eine klare Kaufempfehlung. Mit einem Preis um die 130 Euro liegt er dabei in einem guten Mittelfeld.

Alternativen

Unser Favorit ist ein sehr guter Allrounder, der mit einem top Preis-Leistungsverhältnis besticht. Für andere Anforderungen können wir noch folgende Modelle empfehlen.

Dauerläufer

Brooks Ricochet Damen

Test Damen-Laufschuh: Brooks Ricochet
Ein Schuh, der durch seine effiziente und energierückführende DNA AMP-Dämpfung für lange, schnelle Trainingsläufe geschaffen ist.

»Du gibst. Der Ricochet gibt zurück.« So beschreibt Brooks die dynamische Dämpfung des Brooks Ricochet-Laufschuhs. Die Mittelsohlen-Technologien BioMoGo DNA und DNA AMP bieten Leichtigkeit und ausreichend Energierückführung. Leider gehört der Ricochet mit seinen 512 Gramm nicht unbedingt zu den allerleichtesten Modellen, kann aber durch gut aufeinander abgestimmte Technologien und eine ziemlich coole Optik punkten.

Bei der Sohle setzt Brooks auf ein flexibles Pfeilmuster. Dieses sorgt für schnelles Abrollen und beim Laufen für möglichst wenig Energieverlust. Das spart Kraft, welche auf langen Strecken jederzeit willkommen ist. Besonders schön ist die super angenehme Passform. Ein bisschen versteckt im hübschen und anpassbaren Fit-Knit-Obermaterial findet sich eine Fersenumhüllung und ein ultraweiches Heel Tab (kleine Lasche an der Ferse, die den Einstieg erleichtert), das die Achillessehne entlastet.

Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und macht einen sehr robusten Eindruck. Einziges Manko: Er hat kein hohes Loch für eine Marathonschnürung – sicherlich nicht für alle Läufer wichtig, aber doch manchmal auch ganz angenehm. Dafür hat er einen großen optischen Vorteil: Er schluckt quasi den Schmutz. Bei unserem Test durfte er bei bei starkem Regen zeigen was er kann – und hat mit gutem Grip auf dem Asphalt auch gepunktet. Nach dem Trocknen sah er wirklich wieder aus wie vorher.

Er ist ein sehr angenehmer Trainingsschuh, der vor allem auf langen Strecken mit einer bequemen Dämpfung trumpft. Aber auch auf kurzen Distanzen kann man durch die flexible DNA-Dämpfung durchaus seinen Spaß haben und von der Power, die man zurückbekommt, profitieren. Das macht ihn für Einsteiger genauso attraktiv wie für ambitionierte Läufer.

Das stylische Design in vielen unterschiedlichen Farbvarianten macht den Brooks Ricochet zudem zu einem ziemlich schicken Hingucker – was ja für die modebewusste Frau manchmal auch ganz schön ist.

Leicht & schnell

Saucony Kinvara 10 Damen

Test Damen-Laufschuh: Saucony Kinvara 10
Er schafft den Spagat zwischen Komfort und Geschwindigkeit: leicht, agil und obendrein einer der beliebtesten neuralen Tempolaufschuhe aus dem Hause Saucony.

Der Saucony Kinvara 10. Ein Schuh, mit dem man eigentlich nichts falsch machen kann. Schon in der zehnten Auflage kann man gut und gerne von ihm behaupten, dass der leichte Tempo-Schuh eines der wohl bekanntesten und beliebtesten Modelle aus dem Hause Saucony ist. Mit einer EVERUN-Topsohle und einer flexiblen EVA-Zwischensohle vereint er dynamisches Laufen mit jeder Menge Komfort.

Das Leichtgewicht besteht aus einem stabilen Mesh-Material, das durch seinen nahtlosen Aufbau extrem angenehm am Fuß sitzt. Es ist wunderbar leicht, atmungsaktiv und bietete dennoch eine gewisse Stütze, die den Fuß hält, wo er hingehört. Außerdem wird die Ferse so weich und stabil umschlossen, dass sich der Schuh insgesamt schon fast wie eine zweite Haut anfühlt.

Das Beste bzw. der »Durchbruch auf dem Gebiet der Dämpfung«, wie es Saucony so schön formuliert, ist die reaktionsfreudige EVERUN-Sohle. Die dünne Schaumschicht direkt unter der Einlegesohle sorgt für einen Spagat aus hohem Komfort und einem extrem dynamischen Lauf.

Beim Laufen fällt vor allem das super Abrollvehalten und seine adaptive Passform sofort positiv auf. Man schlüpft rein, läuft los und merkt überhaupt nicht, dass man einen »neuen Schuh« trägt. Er fühlt sich einfach ab dem ersten Moment genial an.

Die Dämpfung ist top und die vier Millimeter Sprengung sorgen für einen natürlichen Lauf und ein angenehmes Gefühl für den Untergrund. Der Grip auf unseren Testläufen (Asphalt und Forst) war einwandfrei. Einziges kleines Manko: Da die Sohle sehr weich ist, können sich kleine spitze Steinchen schon mal hineinbohren und darin stecken bleiben. Und die weiße Sohle sieht nach ein paar Laufeinheiten nicht mehr ganz so »fresh« aus.

Fazit: Der Saucony Kinvara 10 ist ein extrem leichter, agiler und sehr komfortabler Schuh – hauptsächlich für kurze bis mittlere Strecken. Er ist reaktionsstark und meistert den Spagat zwischen Speed und Komfort mit Bravour. Somit ist er eine super Wahl für ambitionierte Läufer, die einen leichten, verlässlichen Tempo-Schuh suchen.

Fürs Trailrunning

Inov-8 Mudclaw 260

Test besten Damen-Laufschuhe: inov-8 Mudclaw G 260
Mit seinen tiefen Stollen frisst er sich mühelos durch nasse, matschige Untergründe. Sein Materialmix aus Graphen und Kevlar macht ihn langlebig und atmungsaktiv.

Der Inov 8 Mudclaw G 260 – laut Inov-8 der griffigste Schuh der Welt für die härtesten, schlammigsten Bergläufe und Hindernisparcours der Welt. Das ist erst einmal eine Ansage. Und macht auch sofort klar für was dieser Schuh entwickelt wurde. Alle Freunde von anspruchsvollen, fordernden und oftmals matschigen Trails sollten daher gespannt sein!

Dieser Schuh macht der britischen Marke Inov-8, die vor allem für extrem griffige Fell- und Trailrunningschuhe bekannt ist, alle Ehre. Wie der Name »Mudclaw« erahnen lässt, ist seine Spielwiese vorrangig schlammiges Gebiet. Mit dem breiten, aggressiven acht Millimeter Stollenprofil beißt er sich in jeden rutschigen Untergrund. Sein giftiges Grün leuchtet schon von weitem. Er ist einer der auffällt – und das nicht nur optisch.

Das »G« im Namen hat in der (Trailrunning)-Szene schon für Schlagzeilen und heiße Disskussionen gesorgt. Es steht für »Graphene« – ein Material, aus dem Inov-8 zusammen mit der Universität Manchester die Graphene-Serie entwickelte. Es verleiht dem Schuh maximalen Grip und macht die Sohle deutlich robuster und haltbarer als die »normalen« Gummimischungen. Da darf das Obermaterial natürlich nicht nachstehen. Deshalb wurde es mit Kevlar beschichtet, einem Material, das unter anderem auch für kugelsichere Westen verwendet wird und den Schuh extrem widerstandsfähig und trotzdem atmungsaktiv macht.

Angezogen passt der Schuh perfekt. Er ist leicht und lässt sich sehr eng und flexibel schnüren ohne dabei einzuschneiden. Die Passform ist relativ schmal, aber bequemer als noch bei seinem Vorgänger. Durch den schmalen Schnitt und eine Sprengung von vier Millimetern hat man in schwierigem Gelände ein ausgezeichnetes Gefühl für seinen Tritt sowie den Untergrund und kann schnell und präzise reagieren.

Beim Laufen macht der Mudclaw extrem viel Spaß. Er ist so wendig und griffig, wie man es sich von einem Trailschuh nur wünschen kann. Trotz des etwas massiv wirkenden Profils ist er dank Meta-Flex viel flexibler als er aussieht. Auf weichem Untergrund zeigt er sein volles Potential und ackert sich durch jedes Schnee- und Matschfeld ohne zu rutschen. Doch nicht nur hier kann er punkten. Die Weiterentwicklung des Mudclaws kann jetzt auch Forst und Straße, ohne dabei zu stören. Die breiten Stollen gleichen das Profil sozusagen zu einer großen breiten Fläche aus und verlieren dadurch gefühlt an »Stollencharakter«, wenn man auf härterem Untergrund läuft.

Der Inov-8 Mudclaw 260 ist quasi ein Trail-Rundum-Sorglos-Paket. Wie man auf den Fotos gut erkennen kann, besitzt er im hinteren Bereich links und rechts Laschen, an die man die Inov-8 Gaiters befestigen kann. Diese können ohne zusätzliche Schnüre ganz einfach an den Schuh »geklipst« werden. Die knöchelhohen Gamaschen sind ein sehr praktisches Accessoire, um zu verhindern, dass kleine Steine, Matsch oder Schnee in den Schuh gelangen. Die grünen Gamaschen sind aktuell (Stand Mai 2019) im Lieferumfang des Mudclaws inbegriffen.

Fazit: Der Schuh ist eine sehr bequeme Trailwaffe, die den Spaß in schlammigem Gelände nicht zu kurz kommen lässt. Leider ist er mit einem Preis von rund 165 Euro erst einmal kein Freund für den Geldbeutel. Seine Langlebigkeit sollte das aber mit der Zeit eigentlich wieder ausgleichen. Von daher bekommt er von uns als Trailschuh eine ganz klare Kaufempfehlung und ist unser Liebling abseits der befestigten Wege.

Außerdem getestet

New Balance WMORVP Damen

Der New Balance WMORVP Damen ist eine gute Alternative für Frauen, die es gerne länger möchten. Er gibt einem beim Laufen ein ultraweiches Laufgefühl für einen ultimativen Laufkomfort. Der Schuh ist ein treuer Begleiter auf langen Läufen, der die Schritte optimal dämpft und einen ausreichend schützt.

Zugegeben, er sieht extrem »fett« aus – was daran liegt, dass er über die dickste Fresh-Foam-Zwischensohle (mit lasergravierter Seitenwand) von New Balance verfügt. Diese kann einen auf den ersten Blick schon ein bisschen einschüchtern. Im Gegensatz zur Optik ist er aber doch ein recht leichter Schuh. Und dank den »nur« vier Millimetern Sprengung läuft er sich deutlich direkter als erwartet.

Er ist dank nahtloser Overlays sehr bequem, sein Meshgewebe macht ihn atmungsaktiv und luftig und die Passform ist sehr angenehm breit. Einzig das Laufgefühl der breiten Sohle ist anfangs etwas ungewohnt. Die Sohle besteht aus einem einzigen Stück Schaum und dämpft den Lauf super ab.

Ein echter Hingucker: Der Asics Metaride Women will gesehen werden und das darf er auch! Der teuerste und besonderste Laufschuh in unserer Testreihe wirkt schon fast wie ein kleines Kunstwerk. Der gesamte Sohlenaufbau ist einfach so »anders«, dass man gar nicht anders kann, als ihn sich genauer ansehen zu wollen. Der Metaride wurde entwickelt, um bei gleichem Kraftaufwand länger und leichter laufen zu können. Dafür sorgt die sogenannte »Guidesole«-Technologie. Der Name bezeichnet das auffällig nach vorn und hinten aufgewölbte und innovative Sohlendesign, das den neuen Asics Metaride so einzigartig macht und für mehr Vortrieb sorgen soll.

Der Schuh ist extrem hochwertig verarbeitet und bietet – wie von Asics nicht anders zu erwarten – eine 1A Passform. Der Fuß wird gut gehalten und gestützt. Die Fersenregion ist extra weich und bildet bei jedem Schritt die optimale Form für den jeweiligen Fuß. Die Dämpfung ist gut spürbar und macht das Laufen sehr angenehm.

Das Einzigartige an dem Schuh ist aber natürlich die Guidesole-Technologie. Diese soll für eine leichtere und schnellere Schwungphase sorgen, indem sie den Schwerpunkt des Schuhs in den Rückfuß verlagert. Ob einem das »Wippen« gefällt oder nicht, muss bei diesem Modell wirklich jeder selbst testen. Sicher ist, dass es Energie spart. Jedoch ist der Laufstil so anders, dass man sich erst einmal ein bisschen daran gewöhnen muss.

Asics Gel DS Trainer 24

Mit einer der beliebtesten Schuhe im ASICS-Segment ist der Asics Gel DS Trainer 24. Die 24 steht dabei für die Weiterentwicklung dieses Modells. Sprich, den Gel DS Trainer gibt es nun schon in der 24. Auflage. Wahnsinn! Und er ist und bleibt laut Läuferumfragen immer noch einer der top Lightweight-Trainer überhaupt.

Schon beim ersten Blick fällt das luftige Strick-Obermaterial und der schlanke und leichte Aufbau des Schuhs auf. Er ist auf das Nötigste reduziert und wenn er genauso sportlich und schnell läuft, wie es die Optik vermuten lässt, wird unser Test eine schnelle Nummer. Bei ihm wurde auf alles Wert gelegt, was schnelle, ambitionierte Läufer sich wünschen: geringes Gewicht, hohe Flexibilität, etwas Dämpfung und ein gutes Laufgefühl.

Getestet wurde der DS Trainer bei kürzeren Läufen von fünf bis circa zehn Kilometer auf Asphalt. Also genau das, wofür er auch gemacht wurde. Und hier punktet er auch schon mit einem sehr direkten Laufgefühl und einer leichten, aber absolut ausreichenden Dämpfung. Die Zwischensohle besteht aus der Asics-FlyteFoam-Lyte-Schäumung, die im Mittelfußbereich durch das EVA-Trussic-System stabilisiert wird. Somit können leichte Fußfehlstellungen etwas korrigiert bzw. gestützt werden.

Der Grip auf unserem Untergrund ist sehr gut und man kann von der Sohle kein »klackern« wahrnehmen. Dieses Problem hatten scheinbar ein paar Vorgänger aus der DS-Trainer-Reihe.

Insgesamt kann man sagen, dass dieser Schuh allen Ansprüchen gerecht wird, die ein ambitionierter Läufer an einen Trainings- und Wettkampfschuh stellt. Er ist leicht, direkt, bietet eine angenehme Dämpfung und eignet sich hervorragend für kurze bis mittlere Tempoläufe.

Salomon Speedcross 4 W

Salomon Speedcross 4 W  jeder kennt ihn, fast jeder Trailläufer hatte ihn schonmal. Der Speedcross ist im deutschsprachigen Raum wohl einer der bekanntesten und vielseitigsten Trail-Laufschuhe der letzten Jahre und diente sicher dem ein oder anderen Hersteller als Vorlage für seine eigenen Modelle. Auf den ersten Blick kann man zu seinen Vorgängern nicht viel Unterschied erkennen. Das Design ist mehr oder weniger wie man es eben vom Speedcross kennt. Es gibt ihn in allerlei Farbvariationen oder in unserem Test-Fall ganz dezent in elegantem Schwarz. Salomon setzt bei der Schnürung wieder auf das typische wie auch praktische Quicklace-Schnellschnürsystem, bei dem sich die Schnürsenkel in einer kleinen Tasche verstauen lassen. Weiter geht es mit Ortholite-Fußbett und einer vorgeformten EVA-Zwischensohle, zum Schutz gibt es eine verstärkte Zehenkappe und Verstärkungen auf den Seiten.

Im Gegensatz zum Speedcross 3 hat der 4er allerdings »nur noch« zehn Millimeter Sprengung. Er wurde etwas leichter und das Stollenprofil hat sich etwas verändert. Hier werden jetzt nur noch ganze Stollen eingesetzt, die für noch mehr Grip auf losem Untergrund sorgen sollen. Bei der Passform kommt es uns so vor, als wäre der Schuh wieder minimal größer als sein Vorgänger. Wobei der schmale Zehenraum nach wie vor ein Grund für circa eine halbe Nummer größer ist.

Getestet wurde er auf weichem Untergrund und Strecken bis circa 13 Kilometer. Hier spielt er auch gleich seinen Trumpf aus. Sein neues Profil gräbt sich tief in den Schlamm und überzeugt auch auf Wurzeln und Fels mit einem guten Grip. Die Verstärkungen rund um den Schuh schützen den Fuß perfekt vor Fremdeinwirkung und das Quicklace-Schnürsystem hält den Fuß an Ort und Stelle. Wird der Untergrund härter, werden die Stollen jedoch etwas »schwammig«. Aber dafür ist der Schuh auch nicht gemacht.

In der kurzen Testphase hat das Profil sehr gut gehalten. Wie sich die Gummimischung auf Dauer schlägt, können wir hier noch nicht sagen. Bei den Vorgängermodellen war das immer die größte Schwachstelle.

Salomon Sonic Ra Pro 2

Der Salomon Sonic Ra Pro 2 kommt rein optisch zunächst etwas unscheinbar daher. Im Falle unseres Testschuhs in elegantem weiß und sehr reduziert. Genauso wie sein Gewicht. Denn er ist mit seinem luftigen Mesh-Obermaterial und der glatten Oberfläche ein absolutes Leichtgewicht. Seine Spielwiese ist laut Salomon ganz klar die asphaltierte Straße.

Das erste Mal angezogen, sind wir angenehm überrascht: Die Zehenbox fühlt sich sehr geräumig an und das Sensifit-Obermaterial hält den Fuß in Position. An der Ferse befinden sich weiche Polster und der Schaft schließt nahtlos, fast wie eine Socke ab. Ein kleines optisches aber dennoch praktisches Highlight ist eine reflektierende Schlaufe außen an der Ferse. Was für Läufe in der Nacht durchaus ganz schön ist.

Bei der Konzeption des Schuhs hat Salomon viel Wert auf eine ausgewogene Kombination aus Dämpfung und hoher Reaktonsfreudigkeit gelegt. Sprich unser Sonic Ra Pro 2 reagiert extrem schnell und bietet durch seine gute Polsterung ein wahnsinnig komfortables und stabiles Laufgefühl. Dies ist vor allem auf die Zwischensohle mit Vibe Technology zurückzuführen, die ermüdungsbedingte Vibrationen reduziert.

Was noch positiv auffällt, ist die leicht verstärkte Zehenkappe die zusätzlichen Schutz bietet. Eine Contagrip-Außensohle sorgt für gute Traktion bei schnellen Einheiten. Insgesamt kann man sagen dass unser Testschuh sowohl für schnelle Tempoläufe als auch für gemütlichere Regenerationsläufe wunderbar funktioniert. Aufgrund seiner etwas geringen Dämpfung aber eher für leichtere oder besser trainierte Läufer geeignet ist.

Einziges Manko, welches jedoch aufgrund des Einsatzgebiets etwas zu vernachlässigen ist, wäre die steinfressende Sohle. Die Rillen im Profil schlucken auf Kieswegen schon mal so manch kleinen Stein der dann freudig vor sich hin schleift.

Adidas Ultra boost ST

Wie eine bequeme Stricksocke… so fühlt sich der Adidas Ultraboost St W beim ersten anprobieren an. Der komplette Strickteil ist aus einem Stück gefertigt. Also auch hier keine Chance von störenden Nähten oder Falten aufgescheuert zu werden. Einzig der Fersenbereich wird durch starken Kunststoff geschützt und die Zehenkappe ist leicht verstärkt.

Die Passform ist sehr bequem, aber auch groß und breit. Hier muss man probieren ob ½ Nummer kleiner nicht evtl. die bessere Wahl ist. Vor allem mit dem weichen Strick-Obermaterial ist ein stabiler Halt beim Laufen somit etwas schwierig. Adidas hat für etwas mehr Stabilität die drei Markenstreifen quasi ins Schnürsystem integriert. Sie sind als Kunststoff am Schuh aufgesetzt und verhindern bei höherer Belastung das Verrutschen des Fußes.

Durch das weiche Strick hat man eine ausgezeichnete Belüftung. Bei schmalen Füßen aber auch etwas wenig Halt. Dafür kann die Boost-Dämpfung wieder punkten. Der Schuh dämpft in der Ebene sowie beim schnellen bergab auf Forst und Asphalt ausgezeichnet. Für kurze schnelle Laufeinheiten wirkt er durch sein Gewicht und die breite Form etwas träge und kommt nicht so richtig in Fahrt. Dafür machen längere Einheiten zwischen 15-30 Kilometer durch die komfortable Dämpfung richtig Spaß.

Er ist ein Schuh, den man gerne nimmt wenn das Training etwas gemütlicher ausfallen darf. Obendrein kann man ihn mit seinem schicken Aussehen auch mal nach dem Laufen mit in den Biergarten entführen.

Der Name »Tanjun« kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie »Einfachheit«. Und genau diese spiegelt sich in dem günstigen Sport- und Lifestyle-Schuh Nike Tanjun wider.

Er kommt ganz schlicht und ohne jeglichen Schnick-Schnack daher. Mit einem luftigen, flexiblen Mesh-Obermaterial für einen herrlich unbeschwerten Tragekomfort. Mittelsohle und Außensohle bestehen aus einer Schicht EVA Schaumstoff. Durch die einfache Bauweise ist er ein absolutes Leichtgewicht am Fuß mit einer angenehm weichen Dämpfung.

Ob so ein schlichter Schuh auch beim Laufen Spaß macht? Wir waren gespannt. Aufgrund der flachen Sohle – also keinem nennenswerten Profil, wurde er von uns auf einfachem Untergrund (Asphalt) und Strecken bis ca. 10 km gelaufen. Was schon beim ersten Anprobieren auffällt, ist die gemütliche Passform. Man schlüpft rein und fühlt sich wohl. Ein bisschen wie ein »Lauf-Hausschuh«. Das Strick fügt sich weich um den Fuß.

Beim Laufen selbst merkt man recht bald, dass der Schuh zwar ganz gut abrollt, aufgrund seiner minimalen Ausführung aber nicht viel Halt, Schutz oder Führung bietet. Schnelles Laufen ist durch den geringen Halt des Fußes im Schuh nur bedingt drin. Ansich ist er aber sehr bequem und für den Preis bekommt man ordentlich Komfort geboten. Als Schuh für Einsteiger, kurze Regenerationsläufe, für leichte Läufer oder eben mal für kurz zwischendurch absolut in Ordnung. Und mit dem modischen Design, das ihn auch als Sneaker im Alltag gut aussehen lässt, hat er uns überzeugt.

Der Puma Hybrid ist ein Schuh, der einen lässigen Streetstyle mit den Vorzügen eines Laufschuhs gekonnt vereint. Das neue Hybrid-Modell aus dem Hause Puma setzt sich aus den beiden innovativen PUMA Zwischensohlen-Komponenten IGNITE und NRGY zusammen. Dabei bieten die an Puffreis erinnernden Kugeln eine hervorragende Dämpfung und der IGNITE Foam eine hohe Energierückgabe. Also perfekt für lange und schnelle Trainingseinheiten.

Das Obermaterial besteht aus evoKNIT. Welches schon auf den ersten Griff extrem fein und elastisch wirkt. Beim reinschlüpfen umschließt das atmungsaktive Strick den Fuß wie eine weiche Socke. Kein Wunder – denn der obere Aufbau ist komplett aus einem Stück gefertigt und hat somit auch keine störenden Nähte oder Falten.

Die Passform ist generell etwas breit. Das heißt der Schuh wirkt etwas locker am Fuß, was auch durch festes Schnüren nicht besser wird. Eventuell kann hier ½ Nummer kleiner Abhilfe schaffen. Auch fühlt sich der Schuh durch die schwere Sohle im Fersenbereich etwas klobig und wackelig an. Was bei breiteren Füßen aber vielleicht weniger auffällt.

Das Abrollverhalten beim Laufen ist gut und auch die Dämpfung würde auf längere Distanzen super funktionieren, wenn der Schuh etwas fester sitzen würde. So wurde er beim Test aufgrund zu schmaler Füße auf einfachen Asphaltwegen bis zu 10 km getestet. Der Grip ist jedoch richtig gut und somit auch für Sprints oder den ein- oder anderen Kiesabschnitt geeignet.

Ein großer Pluspunkt ist das fast unschlagbare Preis-Leistungsverhältnis. Denn hier bekommt man für einen relativ geringen Preis eine top Qualität an Verarbeitung und Performance (wenn die Passform nicht zu weit ist).

Brütting gehört sicherlich nicht zu den bekanntesten Laufschuh-Herstellern in unserer Testreihe. Umso gespannter sind wir, was das Unisex-Modell Bruetting Project zu bieten hat. Im Gegensatz zu seinen Mitstreitern fällt zunächst der hohe Nylon- und Synthetikanteil beim Obermaterial auf. Er ist zwar schön leicht, wirkt in Verarbeitung und Qualität jedoch etwas günstig. Wobei das bei einem Preis von rund 60 Euro auch in Ordnung geht.

Die Passform ist recht groß und breit. Trotz Unisex-Angabe wirkt der Schuh in Form und Optik mehr wie ein Herren Modell. Frauen mit schmalen Füßen werden hier etwas das Nachsehen haben. Die Sohle besteht aus 2 unterschiedlichen Kunststoffteilen. Außen hart und innen weich mit einem leichten Profil, mit dem man auch mal einen kleinen Forstweg in Angriff nehmen kann.

Trotz des kleinen Preises bietet der Project eine gemütliche OrthoLite Sohle, die dem Fuß den nötigen Halt beim Laufen bietet. Das Abrollverhalten und das Laufgefühl sind gut und bieten genug Komfort für kurze Strecken bis zu 15 km. Ein kleines Manko, vor allem an wärmeren Tagen, ist die Atmungsaktivität. Der Fuß wird hier schon recht schnell heiß.

Für einen günstigen Trainingsschuh wenn man nicht allzu oft läuft, für Einsteiger oder für das Fitnesstudio stellt der Brütting Projekt sicherlich eine gute Alternative zu seinen teuren Kollegen dar.

Kommentare

avatar