Der beste Dampfgarer

Dampfgarer im Test: Größenvergleich
  • Test: Dampfgarer – Testsieger Morphy Richards 48780 Intellisteam
  • Test: Dampfgarer – Testsieger Morphy Richards 48780 Intellisteam

Der beste Dampfgarer ist der Morphy Richards Intellisteam. Er dämpft mit drei Kochstellen und bietet damit unterschiedliche Garzeiten – das kann kein anderes Modell im Test. Mit seinem intuitiven Display weist er außerdem den besten Bedienkomfort auf. Nachfüllen ist mit seinem riesigen Wassertank fast ein Fremdwort und auch die Warmhalte-Funktion ist sehr praktisch.

Gesünder kochen mit Dampf

Vitaminschonendes Garen, kein Anbrennen und kein matschiges Gemüse durch Zerkochen – das sind die drei Hauptvorteile des Kochens mit Dampf.

Hinzu kommt eine nicht unbeträchtliche Zeitersparnis und ein logistischer Vorteil: Beilage, Hauptgericht und Soße oder sogar Dessert können in einem Kochgang zubereitet werden und sind punktgenau fertig. Während der Dampfgarer kocht, kann schon der Tisch gedeckt werden, denn das Gerät und das Gargut muss nicht überwacht werden. Damit das funktioniert, muss der Koch natürlich schon etwas Erfahrung mit dem Dampfgarer haben – und natürlich muss auch das Rezept auf den Dampfprozess abgestimmt sein.

Einbau- oder Tischgerät?

Wir haben uns in diesem Test nur Tischgeräte angesehen. Einbau-Backöfen mit Dampf sind eine ganz andere Hausnummer, nicht nur preislich; 500 bis 1.200 Euro werde da schnell fällig. Es handelt sich dabei um echte Elektrobacköfen, die mit Wasseranschluss oder Tank und Dampf-Düsen erweitert wurden. Damit können sie Gerichte erst unter Dampf garen und dann noch zusätzlich backen. Tischgeräte mit gleicher Backofen-Dämpfer-Kombination gibt es im Gastronomie-Bereich ab 700 Euro.

Kleine Dampfgarer-Tischgeräte zwischen 30 und 110 Euro eignen sich für Kochkünstler, die das Dampfgaren ohne große Investition und Umbaumaßnahmen ausprobieren möchten. Für den dauerhaften, intensiven Gebrauch eignen sich dabei auf Grund von Verarbeitung und Funktionen eher die höherpreisigen Modelle.

Gefahr durch Weichmacher?

Die Debatte über Weichmacher in Kinderspielzeug hat viele Menschen aufgeschreckt, inzwischen ist Bisphenol A (BPA) in Plastikprodukten mit Mundkontakt für Kinder verboten.

Auf der anderen Seite wurden die Grenzwerte auf 50 Mikrogramm pro Tag erhöht. Das sah die Industrie gern, Verbraucherschützer aber nicht, denn Bisphenol A kann im Körper wirken wie ein Hormon. Als solcher Botenstoff kann es auch für negative Niedrigdosis-Effekte sorgen.

BPA ist ein Grundbaustein des Kunststoffes Polycarbonat (PC). Ohne Weichmacher sind hingegen Polyethylen und Polypropylen (PE und PP), die meisten Lebensmittelverpackungen bestehen aus diesen Stoffen. Weich-PVC enthält dagegen immer Weichmacher.

Wer sich um die toxische Wirkung von Kunststoff-Ausdünstungen sorgt, sollte Polycarbonat (PC) im Lebensmittelkontakt vermeiden. Doch der überwiegende Teil der Dampf-Körbe und Tanks von Tisch-Dampfgarern besteht aus Polycarbonat (PC) – es gibt aber Ausnahmen.

So haben wir getestet

Wir haben sechs Dampfgarer mit einer Preisspanne von 30 bis knapp über 100 Euro testet. Sehr kleine Dampfgarer mit einem Gesamtvolumen von weniger als acht Litern haben wir nicht in den Test genommen, darum schieden der Braun FS3000 (2 Garkörbe zu je 3,1 Liter) und der WMF Vitalis E Dampfgarer (2 Körbe zu je 2,15 Liter) aus.

Im Test hatten wir den Philips HD9140/91Tefal Vitacuisine Compact VS 4003Morphy Richards IntellisteamRommelsbacher DGS 855Russell Hobbs Cook at Home und Medion MD 14209.

Wir haben mit allen Geräten verschiedene Gerichte mit verschiedensten Zutaten gekocht. Außerdem haben wir die Sicherheitsfunktionen überprüft.

Alle Dampfgarer sind mit einem Trockenkoch-Schutz ausgerüstet. Fällt was Wasser unter einen bestimmten Füllstand bzw. wird das Heizelement mangels Wasser zu heiß, so schaltet sich es sich ab. Dies funktionierte bei allen Dampfgarern zuverlässig.

Der Morphy Richards Intellisteam war zur Abschaltung zwar bereits völlig leer gekocht, zum Wasser-Nachfüllen fordert das Gerät aber schon vorher auf. Ganz anders der Rommelsbacher DGS 855, hier forderte das Gerät bereits bei halbleeren Tank mit einem Warnsignal zum Nachfüllen auf.

Beim Befüllen und noch mehr beim Abnehmen der Körbe tropft Wasser auf die Bedienelemente. Wir haben während des Betriebs mit einem Pinsel Wasser auf die Armatur tropfen lassen. Den Test haben alle Geräte bestanden.

Beim Reis-Test haben wir jeden Dampfgarer 50 Gramm Natur-Reis kochen lassen. Nach 40 Minuten sollte ein bissfester Reis fertig sein. Doch nur Tefal, Russell Hobbs und Medion bestanden diesen Test, bei allen anderen Modellen mussten wir die Garzeit um zehn Minuten verlängern.

Der Tefal VS 4003 forderte dabei bereits nach 35 Minuten mehr Wasser, was gerade bei ihm ungünstig ist, denn zum Nachfüllen muss der Turm abgenommen werden – ein klarer Minuspunkt, denn 60 Minuten Kochzeit sollten mit einem vollen Tank auf jeden Fall erreicht werden.

Der Rommelsbacher DGS 855 musste innerhalb der auf 50 Minuten verlängerten Garzeit sogar mehrmals nachgefüllt werden, obwohl wir immer die maximale Aufnahmemenge nachgefüllt haben. Der Philips HD9140/91 forderte ein Nachfüllen nach 50 Minuten Reiskochen, doch genau dann war der Reis bissfest und fertig.

Beim Morphy Richards Intellisteam war dagegen auch nach dem verlängerten Reis-Kochen von 50 Minuten noch 1,75 von 2,7 Litern im Wassertank. Auch bei Russell Hobbs und Medion mussten wir nicht nachfüllen, hier befinden sich nach 40 Minuten noch 475 bzw. 650 ml im Tank.

Morphy Richards, Tefal, Russell Hobbs und Medion legen eigene Reis-Schüsseln bei. Die sind für einen gelungenen Reis auch nötig. In den Universal-Gefäßen von Philips und Rommelsbacher sammelt sich das tropfende Kondenswasser vom Deckel, die Folge: der Reis wird wässrig.

Auf was Sie beim Kauf achten müssen

Großfamilie oder Single?

Medion MD 14209 Art.Nr. 50050247A1
Medion MD 14209 – das größte Volumen, 12 Liter

Alle Dampfgarer haben drei Körbe, je mehr Volumen, umso mehr Kochgut passt hinein.

Für Familien sind Modelle mit mehr als zehn Litern Füllmenge sinnvoll. Für den kleinen Haushalt genügen acht Liter oder weniger.

Durchlauferhitzer oder Heizelement?

Dampfgarer arbeiten entweder mit einem Durchlauferhitzer oder mit Heizelementen. Im Test zeigte sich: Heizelemente verdampfen schneller große Mengen an Wasser, bei ihnen ist die Aufwärmphase kürzer.

Tefal nutzt das mit der Vitamin+-Taste, wobei das Heizelement kurzzeitig mit 1800 Watt arbeitet. Ein solcher Turbo ist mit dem Durchlauferhitzer nicht möglich. Der Testsieger Morphy Richards Intellisteam war trotz Heizelement dennoch nicht der schnellste.

Kalkablagerung am Heizelement - nach nur einem Kochdurchgang!
Kalkablagerung am Heizelement – nach nur einem Kochdurchgang!

Welche Heiztechnik verwendet wird macht auch akustisch einen Unterschied und ebenso für die Reinigung: Durchlauferhitzer-Dampfgarer wie die von Philips und Rommelsbacher in unserem Test hören sich an wie eine Kaffeemaschine und sind lauter als Heizelement-Modelle. Außerdem dauert das Entkalken von Dampfgarern mit Durchlauferhitzer länger, hier muss ein Kochprozess mit anschließender Spülung gestartet werden.

Welcher Kunststoff?

Wer beim Thema Weichmacher vorsichtig ist, der sollte Polycarbonat (PC) vermeiden und Dampfgarer wählen, bei denen wenigstens die Körbe und Gargut-Behälter aus Polypropylen (PP) gefertigt sind. Informationen dazu sind leider rar oder gar nicht vorhanden. Auf den Behältern ist es aber an verdeckten Stellen aufgedruckt.

Wer das Weichmacher enthaltene PC vermeiden möchte, dem bleibt nur der Russell Hobbs Cook at Home. Alle wasserführenden Teile bestehen bei ihm aus Polypropylen und das enthält nach allgemeiner Definition keine Weichmacher.

Bei allen anderen Modellen kommt mehr weniger Polycarbonat zum Einsatz, meist für die Körbe und Deckel.

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Kommentare

3 Kommentare zu "Der beste Dampfgarer"

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Den wir zufällig verkaufen…

Könntet Ihr auch mal Dörrautomaten testen?

Birgit Schüssler

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