Der beste Dampfgarer

Dampfgarer im Test: Größenvergleich
  • Test: Dampfgarer – Testsieger Morphy Richards 48780 Intellisteam
  • Test: Dampfgarer – Testsieger Morphy Richards 48780 Intellisteam

Der beste Dampfgarer ist der Morphy Richards Intellisteam. Er dämpft mit drei Kochstellen und bietet damit unterschiedliche Garzeiten – das kann kein anderes Modell im Test. Mit seinem intuitiven Display weist er außerdem den besten Bedienkomfort auf. Nachfüllen ist mit seinem riesigen Wassertank fast ein Fremdwort und auch die Warmhalte-Funktion ist sehr praktisch.

Um herauszufinden, was der beste Dampfgarer ist, haben wir die sechs interessantesten Tisch-Dampfgarer, die man zur Zeit kaufen kann, in mehreren Disziplinen in einem Koch-Duell gegeneinander antreten lassen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unsere Nummer Eins

Morphy Richards Intellisteam

Test Dampfgarer: Morphy Richards 48780EE Intellisteam Dampfgarer
Großer Kochkomfort und auch für den Einsteiger problemlos bedienbar.
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von 16 Lesern gekauft

Der beste Dampfgarer ist für uns der Morphy Richards 48780 Intellisteam. Er bietet sowohl Einsteigern als auch Köchen mit Dampfgar-Erfahrung viele praktische Funktionen und den besten Komfort aller Geräte im Test, denn der Intellisteam kocht als einziger Dampfgarer auf drei Kochstellen. So können drei unterschiedliche Garzeiten eingestellt werden, was beim Dampfgaren eine große Hilfe ist.

Platzsparend

Philips HD9140/91

Test Dampfgarer: Philips HD9140/91
Mit Warmhalte-Funktion, Garzeiten-Tasten und Aroma-Sieb.

Der Vorteil des Philips HD9140/91 ist, dass er relativ klein ist und sehr platzsparend verstaut werden kann – ein sehr durchdachte Konstruktion, wenn er auch nicht zu den schnellsten Geräten im Test gehört. Zusätzlich dabei ist beim Philips ein Aroma-Sieb für Gewürzblätter, was immer neuen Pfiff ins Essen bringt. Praktisch sind die Tasten mit Garzeiten für verschiedene Gerichte.

Gut & günstig

Medion Dampfgarer MD 14209

Test Dampfgarer: Medion Dampfgarer MD 14209
Schneller Garprozess, einfache Bedienbarkeit und 12 Liter Inhalt für wenig Geld.

Ein sehr günstiger Dampfgarer ist der Medion D 14209. Mit 30 Euro ist er das perfekte Einstiegsgerät für alle, die ins Dampfgaren erstmal reinschnuppern wollen. Für große Familien ist er ebenfalls praktisch, den mit zwölf Litern Gesamtvolumen passt so viel in ihn hinein wie in kein anderes Gerät im Test. Größtes Manko: die Abtropf-Wanne hat keine Griffe.

BPA-frei

Russell Hobbs Cook at Home 19270-56

Test Dampfgarer: Russell Hobbs Cook at Home 19270-56
Kocht schnell, ist BPA-frei und man muss beim Kochen kein Wasser nachfüllen.

Wenn Sie darauf achten wollen, dass Ihr Dampfgarer keinerlei Weichmacher enthält, dann ist der Russell Hobbs Cook at Home der Richtige für Sie. Er wird aus Polyprophylen (PP) hergestellt und ist somit frei von BPA. Leider schließen die Körbe schlecht und einen An-Aus-Schalter gibt es nicht, es muss das Netzteil gezogen werden, um den Dämpfvorgang zu beenden.

Vergleichstabelle

Unsere Nummer EinsPlatzsparendGut & günstigBPA-frei
Modell Morphy Richards Intellisteam Philips HD9140/91 Medion Dampfgarer MD 14209 Russell Hobbs Cook at Home 19270-56 Tefal VS4003 VitaCuisine Compact Rommelsbacher DGS 855
Test Dampfgarer: Morphy Richards 48780EE Intellisteam DampfgarerTest Dampfgarer: Philips HD9140/91Test Dampfgarer: Medion Dampfgarer MD 14209Test Dampfgarer: Russell Hobbs Cook at Home 19270-56Test Dampfgarer: Tefal VS4003 VitaCuisine CompactTest Dampfgarer: Rommelsbacher DGS 855
Pro
  • Drei Heizelemente zum Einstellen unterschiedlicher Garzeiten
  • Sehr platzsparend konstruiert
  • Sehr günstiger Einstiegspreis und großes Gesamtvolumen
  • Frei von Weichmachern
  • Viel Zubehör und gute Garergebnisse
  • Einfache Programmierung; wirkt hochwertig
Contra
  • Leider mit Weichmachern
  • Gehört leider nicht zu den schnellsten Geräten im Test
  • Leider keine Griffe bei der Abtropf-Wanne
  • Körbe schließen leider etwas schlecht
  • Wasserbehälter muss häufig nachgefüllt werden
  • Schwierig zu reinigen
Bester Preis
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Gesünder kochen mit Dampf

Vitaminschonendes Garen, kein Anbrennen und kein matschiges Gemüse durch Zerkochen – das sind die drei Hauptvorteile des Kochens mit Dampf.

Hinzu kommt eine nicht unbeträchtliche Zeitersparnis und ein logistischer Vorteil: Beilage, Hauptgericht und Soße oder sogar Dessert können in einem Kochgang zubereitet werden und sind punktgenau fertig. Während der Dampfgarer kocht, kann schon der Tisch gedeckt werden, denn das Gerät und das Gargut muss nicht überwacht werden. Damit das funktioniert, muss der Koch natürlich schon etwas Erfahrung mit dem Dampfgarer haben – und natürlich muss auch das Rezept auf den Dampfprozess abgestimmt sein.

Einbau- oder Tischgerät?

Wir haben uns in diesem Test nur Tischgeräte angesehen. Einbau-Backöfen mit Dampf sind eine ganz andere Hausnummer, nicht nur preislich; 500 bis 1.200 Euro werden da schnell fällig. Es handelt sich dabei um echte Elektrobacköfen, die mit Wasseranschluss oder Tank und Dampf-Düsen erweitert wurden. Damit können sie Gerichte erst unter Dampf garen und dann noch zusätzlich backen. Tischgeräte mit gleicher Backofen-Dämpfer-Kombination gibt es im Gastronomie-Bereich ab 700 Euro.

Kleine Dampfgarer-Tischgeräte zwischen 30 und 110 Euro eignen sich für Kochkünstler, die das Dampfgaren ohne große Investition und Umbaumaßnahmen ausprobieren möchten. Für den dauerhaften, intensiven Gebrauch eignen sich dabei auf Grund von Verarbeitung und Funktionen eher die höherpreisigen Modelle.

Gefahr durch Weichmacher?

Die Debatte über Weichmacher in Kinderspielzeug hat viele Menschen aufgeschreckt, inzwischen ist Bisphenol A (BPA) in Plastikprodukten mit Mundkontakt für Kinder verboten.

Polycarbonat ist in den meisten Dampfgarern enthalten

Auf der anderen Seite wurden die Grenzwerte auf 50 Mikrogramm pro Tag erhöht. Das sah die Industrie gern, Verbraucherschützer aber nicht, denn Bisphenol A kann im Körper wirken wie ein Hormon. Als solcher Botenstoff kann es auch für negative Niedrigdosis- Effekte sorgen.

BPA ist ein Grundbaustein des Kunststoffes Polycarbonat (PC). Ohne Weichmacher sind hingegen Polyethylen und Polypropylen (PE und PP), die meisten Lebensmittelverpackungen bestehen aus diesen Stoffen. Weich-PVC enthält dagegen immer Weichmacher.

Wer sich um die toxische Wirkung von Kunststoff-Ausdünstungen sorgt, sollte Polycarbonat (PC) im Lebensmittelkontakt vermeiden. Doch der überwiegende Teil der Dampf-Körbe und Tanks von Tisch-Dampfgarern besteht aus Polycarbonat (PC) – es gibt aber Ausnahmen.

So haben wir getestet

Wir haben sechs Dampfgarer mit einer Preisspanne von 30 bis knapp über 100 Euro testet. Sehr kleine Dampfgarer mit einem Gesamtvolumen von weniger als acht Litern haben wir nicht in den Test genommen, darum schieden der Braun FS3000 (2 Garkörbe zu je 3,1 Liter) und der WMF Vitalis E Dampfgarer (2 Körbe zu je 2,15 Liter) aus.

Im Test hatten wir den Philips HD9140/91, Tefal Vitacuisine Compact VS 4003, Morphy Richards Intellisteam, Rommelsbacher DGS 855, Russell Hobbs Cook at Home und Medion MD 14209.

Wir haben mit allen Geräten verschiedene Gerichte mit verschiedensten Zutaten gekocht. Außerdem haben wir die Sicherheitsfunktionen überprüft.

Alle Dampfgarer sind mit einem Trockenkoch-Schutz ausgerüstet. Fällt was Wasser unter einen bestimmten Füllstand bzw. wird das Heizelement mangels Wasser zu heiß, so schaltet sich es sich ab. Dies funktionierte bei allen Dampfgarern zuverlässig.

Nicht alle Geräte halten sich an die vorgegebene Zeit

Der Morphy Richards Intellisteam war zur Abschaltung zwar bereits völlig leer gekocht, zum Wasser-Nachfüllen fordert das Gerät aber schon vorher auf. Ganz anders der Rommelsbacher DGS 855, hier forderte das Gerät bereits bei halbleeren Tank mit einem Warnsignal zum Nachfüllen auf.

Beim Befüllen und noch mehr beim Abnehmen der Körbe tropft Wasser auf die Bedienelemente. Wir haben während des Betriebs mit einem Pinsel Wasser auf die Armatur tropfen lassen. Den Test haben alle Geräte bestanden.

Beim Reis-Test haben wir jeden Dampfgarer 50 Gramm Natur-Reis kochen lassen. Nach 40 Minuten sollte ein bissfester Reis fertig sein. Doch nur Tefal, Russell Hobbs und Medion bestanden diesen Test, bei allen anderen Modellen mussten wir die Garzeit um zehn Minuten verlängern.

Der Tefal VS 4003 forderte dabei bereits nach 35 Minuten mehr Wasser, was gerade bei ihm ungünstig ist, denn zum Nachfüllen muss der Turm abgenommen werden – ein klarer Minuspunkt, denn 60 Minuten Kochzeit sollten mit einem vollen Tank auf jeden Fall erreicht werden.

Der Rommelsbacher DGS 855 musste innerhalb der auf 50 Minuten verlängerten Garzeit sogar mehrmals nachgefüllt werden, obwohl wir immer die maximale Aufnahmemenge nachgefüllt haben. Der Philips HD9140/91 forderte ein Nachfüllen nach 50 Minuten Reiskochen, doch genau dann war der Reis bissfest und fertig.

Beim Morphy Richards Intellisteam war dagegen auch nach dem verlängerten Reis-Kochen von 50 Minuten noch 1,75 von 2,7 Litern im Wassertank. Auch bei Russell Hobbs und Medion mussten wir nicht nachfüllen, hier befinden sich nach 40 Minuten noch 475 bzw. 650 ml im Tank.

Morphy Richards, Tefal, Russell Hobbs und Medion legen eigene Reis-Schüsseln bei. Die sind für einen gelungenen Reis auch nötig. In den Universal-Gefäßen von Philips und Rommelsbacher sammelt sich das tropfende Kondenswasser vom Deckel, die Folge: der Reis wird wässrig.

Auf was Sie beim Kauf achten müssen

Medion MD 14209 Art.Nr. 50050247A1
Medion MD 14209 – das größte Volumen, 12 Liter

Alle Dampfgarer haben drei Körbe, je mehr Volumen, umso mehr Kochgut passt hinein.

Für Familien sind Modelle mit mehr als zehn Litern Füllmenge sinnvoll. Für den kleinen Haushalt genügen acht Liter oder weniger.

Durchlauferhitzer oder Heizelement?

Dampfgarer arbeiten entweder mit einem Durchlauferhitzer oder mit Heizelementen. Im Test zeigte sich: Heizelemente verdampfen schneller große Mengen an Wasser, bei ihnen ist die Aufwärmphase kürzer.

Tefal nutzt das mit der Vitamin+-Taste, wobei das Heizelement kurzzeitig mit 1800 Watt arbeitet. Ein solcher Turbo ist mit dem Durchlauferhitzer nicht möglich. Der Testsieger Morphy Richards Intellisteam war trotz Heizelement dennoch nicht der schnellste.

Kalkablagerung am Heizelement - nach nur einem Kochdurchgang!
Kalkablagerung am Heizelement – nach nur einem Kochdurchgang!

Welche Heiztechnik verwendet wird macht auch akustisch einen Unterschied und ebenso für die Reinigung: Durchlauferhitzer-Dampfgarer wie die von Philips und Rommelsbacher in unserem Test hören sich an wie eine Kaffeemaschine und sind lauter als Heizelement-Modelle. Außerdem dauert das Entkalken von Dampfgarern mit Durchlauferhitzer länger, hier muss ein Kochprozess mit anschließender Spülung gestartet werden.

Welcher Kunststoff?

Wer beim Thema Weichmacher vorsichtig ist, der sollte Polycarbonat (PC) vermeiden und Dampfgarer wählen, bei denen wenigstens die Körbe und Gargut-Behälter aus Polypropylen (PP) gefertigt sind. Informationen dazu sind leider rar oder gar nicht vorhanden. Auf den Behältern ist es aber an verdeckten Stellen aufgedruckt.

Nur Russell Hobbs hat ein Gerät ohne Polycarbonat im Angebot

Wer das Weichmacher enthaltene PC vermeiden möchte, dem bleibt nur der Russell Hobbs Cook at Home. Alle wasserführenden Teile bestehen bei ihm aus Polypropylen und das enthält nach allgemeiner Definition keine Weichmacher.

Bei allen anderen Modellen kommt mehr weniger Polycarbonat zum Einsatz, meist für die Körbe und Deckel.

Test: Dampfgarer – Testsieger Morphy Richards 48780 Intellisteam

Testsieger: Morphy Richards Intellisteam

Der Morphy Richards Intellisteam hat im Gegensatz zu allen anderen Dampfgarern im Test drei Heizelemente: Für jeden Korb kann dadurch eine andere Garzeit eingestellt werden, man muss also nicht groß nachdenken, was oben oder unten in die Körbe kommt.

Unsere Nummer Eins

Morphy Richards Intellisteam

Test Dampfgarer: Morphy Richards 48780EE Intellisteam Dampfgarer
Großer Kochkomfort und auch für den Einsteiger problemlos bedienbar.
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von 16 Lesern gekauft

Für die anderen Dampfgarer-Türme gilt nämlich: Was oben liegt, braucht länger. Außerdem tropft obenliegendes Gemüse auf die darunterliegenden Platten – das kann gewollt sein oder nicht, muss aber beachtet werden.

Drei unterschiedliche Garzeiten einstellbar

Am Testsieger gefällt uns besonders: Zur Kontrolle während des Kochprozesses muss kein Turm abgebaut werden. Bei allen anderen Dampfgarern wird der Kochprozess unterbrochen, wenn man das Gemüse etwa im mittleren Korb kontrolliert. Die separaten Körbe des Intellisteam dämpfen einfach weiter. Das spart am Ende Zeit – auch wenn der Intellisteam beim Reis-Gartest nicht zu den schnellsten gehörte; hier mussten wir 10 Minuten drauflegen.

Doch wir haben im Test nicht nur Reis gekocht. Alle Geräte wurden auch für Milchreis, Gemüse und Fleischgerichte eingesetzt. Der Morphy Richards Intellisteam hat hier insgesamt am meisten überzeugt. Das liegt vor allem am praktischen Drei-Kammer-System aber auch am Kochprozess ohne lästiges Nachfüllen.

Neben dem Morphy Richards liegen auch Philips HD9140/91 und Tefal VS 4003 beim Komfort ganz vorn, sie haben alle eine Warmhalte-Funktion für 40 bzw. 60 Minuten.

Der Morphy Richards Intellisteam besteht komplett aus Kunststoff, doch sowohl das Chassis als auch die Tropfwanne sind sehr verwindungsfest. Auch wenn in vielen Shops »Chassis aus Aluminium« angegeben wird: es ist nur ein silbern gefärbter Kunststoff.

Der Testsieger hat ein großes Display, das Garzeiten-Vorschläge aufzeigt. Die Zeit kann mit den Auf/Ab-Tasten nachjustiert werden. Man muss also nicht lange Klicken, um auf 45 Minuten zu kommen, einfach Voreinstellung wählen, zum Beispiel »Fisch«, Zeit anpassen und auf Start drücken.

Wie auch die Geräte von Philips, Tefal und Rommelsbacher ist der Morphy Richards mit einer Digitalanzeige ausgestattet. Bei ihnen meldet ein Alarmton und ein Hinweis auf dem Display, dass Wasser nachgefüllt werden muss. Die »Essen ist fertig-Meldung« erfolgt durch-Piep-Ton bzw. bei der mechanischen Zeituhr mit dem typischen »Bing-Geräusch«.

Bedienung

Durch seine nebeneinander liegenden Dampfkörbe ist der Morphy Richards Intellisteam wesentlich einfacher zu bedienen als die anderen Modelle, in denen man das Gargut zu einem Turm zusammenbauen muss.

Das Füllen mit Wasser funktioniert beim Intellisteam mit am einfachsten. Die Nachfüll-Öffnung ist zwar hinten rechts mitunter schwer erreichbar, aber dafür ist der Tank so groß, dass man während dem Kochvorgang in der Regel nicht nachfüllen muss.

Leider ist die Kabel-Aufwicklung zum Einkürzen praktisch unbrauchbar, sie dient nur zum Verstauen des ganzen Kabels beim Transport.

Die Deckel des Intellisteam sitzen gut und passgenau. Das ist zwar bei Dampfgarern kein Muss, spart aber Energie, schließlich soll der heiße Wasserdampf dem Gemüse zugutekommen und nicht die Küche in ein Dampfbad verwandeln. Dass das ein Problem sein kann zeigen die Dampfgarer von Tefal und Russell Hobbs. Wer die Körbe mit dem Gargut nicht sorgsam stapelt lässt bei ihnen viel Dampf seitlich entweichen. Beim Testsieger gibt es solche Problemzonen nicht, die Deckel sitzen perfekt.

Die Trennwand im vorderen Gar-Raum hat uns allerdings geärgert: Selbst nach dem Abkühlen und Tage nach der Benutzung brauchen wir übermäßig viel Kraft, um sie aus ihrer Führung zu entfernen, denn die Gummi-Dichtung geht mit jedem Kochvorgang eine innige Verbindung mit dem Korb ein. Wer ohnehin immer die drei Kammern benutzt, sollte die Trennwand am besten immer eingesteckt lassen.

Reinigung

Die Dampfkörbe aller getesteten Dampfgarer sind spülmaschinenfest und können platzsparend ineinander gestapelt werden.

Aber auch der Dampfgarer selbst muss gereinigt werden, speziell am Heizelement lagert sich schnell viel Kalk ab – kein Wunder, werden hier doch in kurzer Zeit literweise Wasser verdampft. Mit einem Essig-Wasser Gemisch können die Heizelement- und die Durchlauferhitzer-Modelle gereinigt werden.

Bei den Modellen mit Heizelementen wie unserem Testsieger ist das schneller erledigt, hier muss nur ein mit Essig getränkter nasser Lappen am Element gerieben werden bis sich der Kalk löst – eine Aufgabe von weniger als einer Minute. Die Durchlauferhitzer-Modelle müssen dagegen erst einen Kochprozess starten, danach folgt die Spülung. Das ist wesentlich zeitaufwendiger.

Einfache und schnelle Reinigung

Auch beim Zubehör gehört unser Favorit zu den besten Geräten im Test, nur das Gerät von Tefal war ähnlich gut ausgestattet. Der Morphy Richards kommt mit zwei kleinen, einer großen Schale, und einem Gemüse-Aufsatz zum Stapeln. Nur ein Aroma-Sieb, wie es der Philips hat, hätten wir uns noch gewünscht. Die anderen Dampfgarer bringen dagegen nur eine Reis-Schale oder eine Universal- Schale mit.

Nachteile?

Leider hat der Dampfgarer von Morphy Richards keinen Netzschalter, hier werden ständig 0,5 Watt verbraucht und das Display leuchtet. Diesen Mangel hat der Intellisteam aber mit den meisten seiner Kollegen gemein. Einen Null-Watt-Verbrauch an der Steckdose gibt es nur bei den zwei Modellen mit mechanischem Timer, also Russel Hobbs und Medion MD14209.

Die Kabel-Aufwicklung der Unterseite taugt nur fürs Verstauen oder den Transport, das Kabel ist hier ansonsten nur 10 cm einkürzbar.

Mangels Tropfkanten kleckern Tank und Tropfschale bei Entleeren. Man sollte am besten also gleich über der Spüle ausgießen.

Die drei Körbe und der Gemüse-Aufsatz sind aus Polycarbonat (PC) gefertigt, wer auf Weichmacher verzichten will hat hier also schlechte Karten. Die Gefäße bestehen dagegen aus unbedenklicherem Polypropylen (PP). Doch bis auf Russell Hobbs setzen alle Hersteller auf einen PP-PC-Materialmix.

Einen Vorfall wollen wir nicht unerwähnt lassen: Der Reis aus dem Intellisteam hatte im ersten Durchgang einen deutlichen herben Nachgeschmack. Wir hatten das Gerät davor gründlich gewaschen und auch schon in der Küche benutzt. Wir haben den Intellisteam deshalb anschließend mit Essigwasser ausgekocht und nochmals Reis gekocht. Der Nachgeschmack war im zweiten Durchgang nicht mehr zu schmecken. Wir raten daher dazu, den Dampfgarer vor dem ersten Einsatz mit Essigwasser auszukochen.

Was sagen die anderen?

Die Stiftung Warentest bescheinigte dem Morphy Richards Intellisteam bereits Anfang 2012 ein »Gut« mit der Note 2,2 (Test 02/2012). Die Redaktion empfahl ihn für kleine Haushalte und lobte den stabilen Stand der Ohne-Turm-Lösung:

»Besonderheit bei Morphy Richards: Die Garzeiten werden für jeden Behälter einzeln programmiert und automatisch abgearbeitet. Am Ende sind Gemüse, Fisch oder Kartoffeln zeitgleich fertig, ohne den Garvorgang unterbrechen zu müssen.«

Auf Grund des hohen Preises von damals 150 Euro wurde der Intellisteam Anfang 2012 zwar nicht Testsieger unter den Tischgeräten sondern landete auf dem zweiten Platz. Testsieger bei der Stiftung Warentest wurde der Braun FS20, für den es mit dem Braun FS 3000 inzwischen ein Nachfolgemodell gibt. Der Braun verfügt aber nur über zwei Garkörbe zu je 3,1 Liter Volumen, weshalb wir ihn nicht mit im Test hatten.

Im Testmagazin erhielt der Morphy Richards Intellisteam dagegen nur den fünften Platz. Kritisiert wurde die breite Standfläche und auch das Garen lief wohl nicht ganz so perfekt. Möglicherweise waren die Kollegen – wie auch wir – auf die etwas längeren Garzeiten gestoßen. Dieses Manko halten wir jedoch für wenig relevant, denn die schnelleren Dämpfer büßen ihren Geschwindigkeitsvorteil wieder ein, wenn der Kochvorgang zum Nachfüllen eines Gemüses mit kürzerer Garzeit unterbrochen werden muss.

Dennoch bekomt der Intellisteam vom Testmagazin die Note »gut« (Ausgabe 04/2011):

»Das Modell von Morphy Richards eignet sich besonders für komplette Menüs, die sich aus Speisen mit unterschiedlichen Garzeiten zusammensetzen. Durch das zeitlich versetzte Garen sind alle Speisekomponenten zur selben Zeit fertig.«

Alternativen

Im Gegensatz zu unserem Testsieger nimmt der Philips HD9140/91 sehr wenig Platz auf der Arbeitsfläche ein und die Körbe können platzsparend ineinander gestapelt werden.

Platzsparend

Philips HD9140/91

Test Dampfgarer: Philips HD9140/91
Mit Warmhalte-Funktion, Garzeiten-Tasten und Aroma-Sieb.

Der Dampfgarer von Philips ist zwar nicht der schnellste, aber von der Konstruktion her mit der durchdachteste. Das Kabel kann auf Wunschlänge aufgerollt werden und nichts kleckert beim Ausgießen des Tanks und des Tropfbehälters – das schafft kein anderes Gerät im Testfeld. Eine Extra-LED weist auf Verkalkung hin, eine weitere blinkt neben einem Hinweiston bei zu niedrigem Wasserstand.

Hinzu kommt ein Aroma-Sieb für Gewürzblätter, das außer dem Philips sonst nur der Dampfgarer von Rommelsbacher mitbringt. Es wird mit Gewürzen unter den Körben platziert und der Dampf trägt die Aromen zum Gargut – das bringt Abwechslung ins Essen.

Sehr gut gefallen uns auch die Tasten, hier sind einfach unterschiedliche Garzeiten für Fisch, Reis etc. hinterlegt, die gleich oder im Betrieb angepasst werden können. Leider taugt die Universal-Schale nicht für Reis. Sie sammelt das Tropfwasser und der Reis wird wässrig.

Praktischer finden wir dennoch den Dampfgarer von Morphy Richards mit seinen drei unabhängig voneinander betreibbaren Heizelementen.

Gut & günstig

Medion Dampfgarer MD 14209

Test Dampfgarer: Medion Dampfgarer MD 14209
Schneller Garprozess, einfache Bedienbarkeit und 12 Liter Inhalt für wenig Geld.

Medions Dampfgarer MD 14209 reißt für 30 Euro kein Loch in die Haushaltskasse, funktioniert aber dennoch ohne Tadel und lässt sich einfach bedienen.

Der Reis ist schnell gar und Wasser muss so schnell nicht nachgefüllt werden. Ein Drehen der mechanischen Zeitsteuerung gegen den Uhrzeigersinn ist möglich, so kann der Kochprozess manuell beendet werden.

Mit seinen zwölf Litern Gesamtvolumen reicht der Inhalt des Medion für eine große Familie, soviel passt in kein anderes Gerät in diesem Test, auch unser Favorit ist mit acht Litern deutlich kleiner.

Nachteile gibt es für den günstigen Dampfgarer von Medion aber auch: Der Wassereinschluss im Deckel beeinflusst zwar nicht den Betrieb, schön ist es aber nicht. Außerdem hat die Abtropf-Wanne hat keine Griffe, man muss also ins heiße Wasser greifen, um sie aus dem Gerät zu nehmen.

Wer das Dämpfen erst einmal ausprobieren und nicht viel Geld ausgeben möchte, für den ist der Medion Dampfgarer MD 14209 eine gute Alternative.

BPA-frei

Russell Hobbs Cook at Home 19270-56

Test Dampfgarer: Russell Hobbs Cook at Home 19270-56
Kocht schnell, ist BPA-frei und man muss beim Kochen kein Wasser nachfüllen.

Unter welchen Umwelt-Bedingungen der Russell Hobbs Cook at Home angefertigt wird, wissen wir nicht. Wer Weichmacher vermeiden möchte, der ist mit Polypropylen (PP) aber auf der sicheren Seite, die Konkurrenten setzen allesamt auf einen Materialmix aus Polypropylen und Polycarbonat.

Der Cook at Home kocht schnell und ohne Nachfüllen von Wasser in unserem Reis-Test, die 40 Minuten wurden eingehalten. Falls Nachfüllen doch nötig ist, geht das schnell und praktisch von außen.

Doch der Russell Hobbs Cook at Home ist ein sehr einfaches Gerät, das merkt man schon daran, dass die Körbe schlecht schließen. Damit kein Dampf entweicht, muss der Koch schon sehr genau stapeln. Auf der anderen Seite ist das Gerät durch das Alu-Chassis sehr stabil und die weichen Polypropylen-Körbe splittern nicht, wenn sie einmal auf die Fliesen fallen.

Leider hat auch der Russell Hobbs keinen An/Aus-Schalter und die mechanische Zeituhr kann durch Zurückstellen beschädigt werden. Um das Dämpfen vorzeitig zu beenden muss man also den Netzstecker ziehen – elegant geht anders.

Außerdem getestet

Tefal VS4003 VitaCuisine Compact

Tefals Vitacuisine Compact VS 4003 ist in vielen Details ein gelungener Dampfgarer, er patzt jedoch beim Bedienkomfort: Das umständliche Wasser-Nachfüllen bei einem Tank, der deutlich weniger als 60 Minuten dämpfen kann, versagte dem Vitacuisine Compact unsere Empfehlung.

Dafür bringt der Tefal VS 4003 eine einzigartige Funktion mit: Die Vitamin+ Taste pumpt für eine kurze Zeit mit 1800 Watt extra Dampf in die Körbe.

Das passiert am Anfang zum schnellen Aufheizen und kann nach dem Öffnen der Körbe auch manuell aktiviert werden.

Dadurch verkürzen sich die Garzeiten. Auch beim Zubehör macht der Dampfgarer von Tefal eine gute Figur.

Rommelsbacher DGS 855

Auch der Rommelsbacher DGS 855 fordert viel zu häufig zum Nachfüllen von Wasser auf, obwohl der Tank noch gut gefüllt ist. So macht Dampfgaren keinen Spaß.

Trotzdem ist er schön verarbeitet und lässt sich einfach programmieren. Die Reinigung ist an manchen Stellen etwas schwierig.

Was gibt es sonst noch?

Stöckli Steamer Program

Eine Ausnahme unter den Dampfgarern ist der Stöckli Steamer Program für gut 200 Euro. Gerät und Wannen bestehen aus massivem Edelstahl, nur der Deckel ist aus Kunststoff.

Es gibt eine Warmhaltefunktion und die Garzeiten sind bis 90 Minuten einstellbar. Das Garvolumen der zwei Körbe von zusammen acht Litern gleicht dem Testsieger.

WMF Vitalis E Dampfgarer

Als BPA-frei wird der WMF Vitalis E Dampfgarer angepriesen, Wassertank und Tropf-Behälter bestehen aber aus Polypropylen.

Das ist zwar ohne Weichmacher, Plastik-Vermeider werden trotzdem enttäuscht sein.

Zudem hat der Dampfgarer nur zwei Garräume mit 2,15 Litern Fassungsvermögen. Das ist für Familien viel zu klein.

Braun FS 3000

Nicht viel mehr passt in den Braun FS 3000, die beiden Körbe fassen jeweils nur 3,1 Liter. Auch der Braun kommt mit BPA-freien Dampfkörben, ist aber mit einer einfachen Zeitschaltuhr recht mager ausgestattet.

Allerdings verfügt der Dampfgarer von Braun wie der Tefal über einen Dampf-Beschleuniger, zum schnelleren Erhitzen des Garguts.

Kommentare

2 Kommentare zu "Der beste Dampfgarer"

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Könntet Ihr auch mal Dörrautomaten testen?

Den wir zufällig verkaufen…