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Der beste Dampfreiniger

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Dampfreiniger Test: Dampfreiniger Hoover Steam Capsule Ca21n1do11
Riccardo Düring

Riccardo Düring

ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.

Wir haben 10 Dampfbesen getestet. Der beste für die meisten ist der SC2 Deluxe EasyFix. Mit reichlich Zubehör und ordentlich Druck im Kessel wird jede Reinigung zum Kinderspiel. Wer noch etwas mehr will, ist mit dem fast baugleichen, aber teureren großen Bruder SC4 EasyFix gut beraten.

Ein Dampfreiniger verspricht tiefenreine Sauberkeit. Auch Bakterien und Keime haben durch den heißen Wasserdampf der besten Dampfbesen keine Chance mehr. Man spricht technisch vom sogenannten »Heißdampf«. Er verlässt zischend und mit hoher Geschwindigkeit die Austrittsdüse des Dampfreinigers.

Die einzelnen Dampfmoleküle werden mit hoher Geschwindigkeit in einem heißen Strahl herausgeschossen und reißen den Schmutz aus Poren heraus. Sobald die Moleküle am kühlen Boden wieder kondensieren, bildet sich ein Wasserfilm, der die mechanische Reinigung unterstützt.

Hochwertige Geräte erzeugen einen solchen Druck, dass der Dampf mit Geschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern pro Stunde auf die zu reinigende Fläche trifft und so den Schmutz löst. Je höher die Temperatur ist, desto weniger mechanische Energie muss eingesetzt werden.

Dampf besitzt außerdem physikalische Eigenschaften, die beim Saubermachen ähnlich wirken wie die in Putzmitteln enthaltenen Tenside: Dampf dringt unter die Verschmutzungen und gelangt auch noch in die feinsten Ritzen. Wenn er dann wieder zu Wasser kondensiert, löst er zugleich den Schmutz vom Untergrund. Auf den Einsatz von weiteren Reinigungsmitteln kann deshalb verzichtet werden.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Kärcher SC2 Deluxe EasyFix

Test Dampfreiniger: Kärcher SC2 EasyFix
Der Kärcher SC2 EasyFix überzeugt mit solider Leistung und viel Zubehör zum fairen Preis.

Der Kärcher SC2 Deluxe EasyFix erinnert an den SC4 EasyFix und steht dem größeren Modell in nur wenigen Punkten nach. Ohne abnehmbaren Wassertank bietet er dennoch den größten Wasservorrat und arbeitet mit einem Druck von 3,2 bar. Aufgrund der geringeren Anschaffungskosten schafft es der etwas kleinere Kärcher auf den ersten Platz.

Auch gut

Hoover Steam Capsule CA2IN1D 011

Test Dampfbesen: Hoover Steam Capsule CA2IN1D 011
Vor allem in der Handhabung ist der Hoover weit vorn: Man hat ein integriertes Handteil und ein langes Kabel.

Der Hoover Steam Capsule 2in 1 müsste eigentlich 10in1 heißen. Kein anderes Gerät bieten einen solchen Funktionsumfang, bei guter Qualität und einem vernünftigen Preis. Die große Besonderheit ist sicherlich das abnehmbare Handteil, welches eigenständig arbeitet und flexibel genutzt werden kann.

Wenn Geld egal ist

Kärcher SC4 EasyFix

Test Dampfreiniger: Kärcher SC4 EasyFix
Die Königsklasse: Der SC4 ist sogar beim Arbeiten nachfüllbar, er bietet hohe Leistung und einen großen Lieferumfang.

Unsere edle, aber kostspielige Empfehlung und das Flaggschiff des Herstellers ist der SC4 EasyFix. Wie fast alle Dampfreiniger von Kärcher arbeitet auch der SC4 EasyFix mit einem großen Druckkessel, der sich jedoch durch einen abnehmbaren Wassertank selbst während der Arbeit dauerhaft nachfüllen lässt. Kein anderes Gerät bietet diesen Vorteil und damit eine unbegrenzte Arbeitszeit.

Gut & günstig

Vileda Steam

Test Dampfbesen: Vileda Steam
Der einfach zu bedienende Vileda tut was er soll – und das zu einem günstigen Preis.

Der Vileda Steam Dampfreiniger liegt in unserer Bewertung weiter hinten, was vor allem dem geringen Funktionsumfang und der etwas labilen Bauform geschuldet ist. Dennoch ist er ein guter und vor allem günstiger Dampfbesen, der gemütlich seine Arbeit verrichtet – ein Markengerät, auf das viele Nutzer zu Recht vertrauen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritAuch gutWenn Geld egal istGut & günstig
ModellKärcher SC2 Deluxe EasyFixHoover Steam Capsule CA2IN1D 011Kärcher SC4 EasyFixVileda SteamLeifheit CleanTensoKärcher SC3 Upright EasyFixKärcher SC1 EasyfixCleanmaxx Dampfbesen 08337Di4 SteamClean Multi10Hoover Steam Capsule CAP1700D
Test Dampfreiniger: Kärcher SC2 EasyFixTest Dampfbesen: Hoover Steam Capsule CA2IN1D 011Test Dampfreiniger: Kärcher SC4 EasyFixTest Dampfbesen: Vileda SteamTest Dampfbesen: Leifheit CleanTensoTest Dampfbesen: Kärcher SC3 Upright EasyFixDampfbesen Test: Kärcher Sc1 EasyfixTest Dampfbesen: Cleanmaxx Dampfbesen 08337Test Dampfbesen: Di4 SteamClean Multi10Test Dampfbesen: Hoover Steam Capsule CAP1700D
Pro
  • Umfangreiches Zubehör
  • Hoher Arbeitsdruck
  • Gleichmäßige Dampfabgabe
  • Guter Preis
  • Mit abnehmbarem Handteil
  • Umfangreiches Zubehör
  • Sehr langes Kabel
  • Halterung zur Wandbefestigung
  • Umfangreiches Zubehör
  • Hoher Arbeitsdruck
  • Gleichmäßige Dampfabgabe
  • Abnehmbarer Wassertank
  • Nachfüllen im laufenden Betrieb möglich
  • Einfache Bedienung
  • Leicht zu füllen
  • Gleichmäßige Dampfabgabe
  • Mit Wasserfilter
  • Klappbarer Griff
  • Sehr stabil
  • Kartusche zur Wasserentkalkung
  • Sehr stabil
  • Hohe gleichmäßige Dampfabgabe
  • Als "Dampfente" verwendbar
  • Hoher Dampfdruck
  • Viel Zubehör
  • Einschaltsperre
  • Viel Zubehör
  • Inkl. Fensterreiniger
  • Als Handgerät kürzbar
  • Viel Zubehör
  • Inkl. Fensterreiniger
  • Als Handgerät kürzbar
  • Austauschbarer Wasserfilter
  • zum Verstauen kürzbar
  • Langes Kabel
Contra
  • Kein abnehmbarer Wassertank
  • Bürsten benötigen Adapter
  • Kleiner Wassertank
  • Kleine Einfüllöffnung
  • Teuer
  • Reiner Dampfbesen ohne Zubehör
  • Sehr lang und labil
  • Sehr geringe Dampfabgabe
  • Steht nicht sicher
  • Reiner Dampfbesen ohne Zubehör
  • Steht nicht selbstständig
  • Reiner Dampfbesen ohne Zubehör
  • Kein abnehmbarer Wassertank
  • Muss vor dem Nachfüllen abkühlen
  • Kleiner Wasservorrat
  • Mäßige Dampfleistung
  • Rutschiger Griff
  • Sehr labil
  • Stottert im Maximalbetrieb
  • Wabbelige Lenkung
  • Keine deutsche Bedienungsanleitung
  • Kleine Einfüllöffnung
  • Mäßige Dampfleistung
  • sehr labil
  • zu teuer
  • Reiner Dampfbesen ohne Zubehör
  • Wasserfilter sehr teuer
  • Ungleichmäßige Dampfabgabe
  • Tropft sehr viel
Bester Preis
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Wozu braucht man einen Dampfreiniger?

Dampfreiniger sind eine gute Wahl, wenn man Oberflächen und Böden ohne chemische Reinigungsmittel nicht nur reinigen sondern auch desinfizieren will.

Die körperliche Anstrengung beim Reinigen hält sich in Grenzen, da der Dampf Verschmutzungen schnell löst. Das liegt an der Kombination von Dampfstoß und Temperatur. Der Schmutz löst sich nicht nur leichter, schwer zu reinigende Bereiche kann man einfacher erreichen.

Dampfbesen Test: Vergleich Dampf
Deutlich ist der Unterschied der Dampfbereitstellung zu sehen: Rechts ein Kärcher mit Dampfkessel.

Die Lösekraft des Dampfes kann mit mechanischer Einwirkung, also Bürste oder Tuch, noch unterstützt werden. Da bei der Dampferzeugung das Wasser in manchen Geräten demineralisiert wird, hinterlässt deren Wasserdampf keine Kalkrückstände oder Putzstreifen.

Gut für Allergiker: Dampf bindet Staub und verbessert das Raumklima

Gut für Allergiker: Mit einem Dampfbesen vermeidet man Reaktionen auf Reinigungsmittel und der Dampf bindet Staub und verbessert das Raumklima. Auch die körperliche Anstrengung beim Reinigen hält sich in Grenzen, da der Dampf Verschmutzungen schnell löst.

Dampfreiniger können für viele Dinge verwendet werden, man muss nur aufpassen, dass der Dampf nicht auch Schaden anrichtet.

Wie funktionieren Dampfreiniger?

Im Grunde funktioniert ein Dampfreiniger ähnlich wie ein Schnellkochtopf: Wasser wird im abgeschlossenen Kessel des Dampfreinigers erhitzt, bis es kocht. So entsteht Dampf. Je nach Gerät dauert das eine gewisse Zeit, circa eine bis sechs Minuten pro Liter Wasser.

Sobald das Wasser kocht, wird der Dampf in dosierten Mengen über die Dampfpistole abgegeben. Je höher der Dampfdruck, desto schneller die Austrittsgeschwindigkeit und die Schmutzlösekraft. Je nach Gerät steigt der Druck im Kessel auf bis zu 4 bar.

Die beste Kombination ist Dampf und Druck

Unterscheiden muss man hier jedoch zwei verschiedene Systeme. Gerade Kärcher setzt auf größere Druckkessel, in denen der gesamte Wasservorrat erhitzt und verdampft wird. Das dauert in der Vorbereitung zwar deutlich länger, erzeugt aber einen höheren Druck, mit dem der Dampf ausgestoßen wird, und garantiert auch bei großen Dampfmengen eine gleichmäßige Dampfabgabe.

Mobilere Geräte und vor allem reine Dampfbesen setzen auf eine deutlich kleinere Dampfproduktion, die fortlaufend bei der Nutzung erfolgt. Der Vorteil liegt in der schnellen Einsatzbereitschaft, da der Dampf nur nach Bedarf erzeugt wird. Viele Modelle sind bei einem höheren Dampfbedarf jedoch schnell überfordert und bieten nur noch eine stotternde Dampfabgabe.

Dampf ist eine natürliche Art der Reinigung und damit auch sehr umweltfreundlich, da ohne Chemie gereinigt wird. Allein die Verbindung von Dampfkraft und -temperatur löst hartnäckige Verschmutzungen. Wasser ist als reinigender Dampf äußerst sparsam: Aus einem Liter normalem Leitungswasser werden 1.700 Liter Dampf. Das reicht für etwa 20 Minuten Dampfreinigen. Strom wird lediglich zum Aufheizen benötigt.

Verschiedene Bauformen von Dampfreinigern

Es gibt verschiedene Bauweisen. In Mode sind gerade die handlichen Dampfbesen, die sich optisch kaum von herkömmlichen Besen oder Wischmopp unterscheiden. Sie sind vor allem für das einfache Reinigen von Fußböden konzipiert.

Dampfbesen Test: verschiedene Modelle
Trotz unterschiedlicher Form, sind alle als Dampfbesen nutzbar, aber nicht jeder Dampfbesen als Handgerät.

Kleine Dampfenten sind zum Abdampfen von Möbeln gedacht und Boden-Dampfreiniger sind etwas größere Geräte, die aus einem umfangreichen Wasserbehälter und einer Dampfdüse bestehen.
In unserem Test der besten Dampfbesen haben wir verschiedene Modelle, die jedoch alle eine Voraussetzung haben: Es handelt sich um Dampfbesen, die rein als Dampfbesen oder auch als Dampfbesen und flexibles Handgerät genutzt werden können.

Anwendungsbereiche

Schmutz aus Fugen kann einfach ausgespült werden. Wenn aber starker Kalk oder Schimmelbefall vorhanden ist, kann auch ein Dampfreiniger nichts mehr ausrichten. Gegen leichte Verkalkungen hilft in vielen Fällen eine Messingbürste.

Dampfbesen beseitigen 99,9 Prozent aller Bakterien

An den Armaturen im Badezimmer ins besonders Rillen schwierig zu reinigen. Dann verwendet man oft aggressive Reiniger, die man sich aber auch sparen kann. Wenn man hier den Dampfreiniger mit einer Punktstrahldüse verwendet, wird der Dreck einfach abgespült.

Für Fliesen sind Dampfreiniger mit Bodendüse und Mikrofasertuch für die tägliche Reinigung und Desinfektion geeignet.

Edelstahlflächen, beispielsweise Fettverkrustungen auf der Abzugshaube, können mit der Handdüse und einem Mikrofasertuch gereinigt werden.

Garagentore, Autofelgen sowie Türen und Fensterrahmen können ebenfalls gut mit einem Dampfreiniger gereinigt werden. Bei empfindlichen Kunststoffen sollte man jedoch die hohe Arbeitstemperatur beachten.

Eingeschränkte Verwendung

Bei versiegelten Holzböden, Teppich und Linoleum ist Vorsicht geboten: Zu viel Wasser kann dem Holzboden schaden, deshalb sollte man nur auf niedrigster Stufe arbeiten und zwei bis drei Tücher über die Bodendüse ziehen. Auch mit der Hitze muss man vorsichtig sein.

Nicht für Laminat geeignet

Hin und wieder liest man davon, dass regulierbare Dampfbesen auch zur Reinigung von Laminat genutzt werden können. Davon raten wir dringend ab! Zwar ist die Oberfläche von Laminat versiegelt, die Fugen sind es jedoch nicht und der erzeugte Dampf gelangt auch in die kleinsten Ritzen. Hinzu kommt, dass die einzelnen Schichten des Laminats bei der Herstellung unter Hitze gepresst werden. Im Umkehrschluss lösen sich diese Schichten unter Hitze auch wieder auf.

Bei Polster und Matratzen ist es ratsam, vorsichtig und idealerweise mit der Handdüse zu arbeiten. Hier können oberflächliche Verschmutzungen gut gereinigt werden. Heißer Dampf wirkt in erster Linie nur der Desinfektion und der Schmutzlösung.

Stiftung Warentest empfiehlt außerdem Geräte mit einem separaten Nachfülltank, damit das kalte Nachfüllwasser nicht in den heißen Tank gegossen werden muss. Das wäre nämlich eine große Unfallgefahr, da das frische Wasser schlagartig verdampft und man sich verbrühen kann. Bei Wasser- oder Dampftemperaturen von um die 140 Grad kann ein Mangel am Gerät oder Anwendungsfehler schnell zu Unfällen führen. Schwere Verbrühungen sind die Folge.

Bei Temperaturen von etwa 140 Grad kann man sich verbrühen!

Das aufgeheizte Wasser dehnt sich im Tank aus, deshalb steht dieser unter starkem Druck. Hier sollte man auf die Prüfsiegel vom TÜV und das GS-Zeichen achten. Außerdem ist die Konstruktion des Gerätes ein Kriterium, man sollte sich diese genau ansehen. Manche Reiniger haben eine Kindersicherung, so lassen sich Ventile und Verschlüsse erst öffnen, wenn der Druck im Kessel abgebaut ist. So wird verhindert, dass einem beim Öffnen heißer Dampf entgegenschießt. Kärcher geht hier mit gutem Beispiel voran.

Dampfbesen Test: platzsparend Parken
Bei Dampfbesen ist es vorteilhaft, wenn sie platzsparend untergebracht werden können.

So haben wir getestet

Die Hersteller von Dampfreinigern und Dampfbesen werben mit besonderen technischen Daten, wie einer hohen Leistung oder extrem schnelle Einsatzbereitschaft des Gerätes. Hier muss man jedoch abwägen, was für den eigenen Einsatz wirklich wichtig ist.

Einige Modelle zeichnen sich durch einen flexiblen Einsatz aus

Wie oft und wie lange nutze ich einen Dampfbesen? Kann ich damit leben, etwas länger auf den ersten Dampfstoß zu warten, wenn ich dafür eine bessere oder längere Reinigungsleistung bekomme? Reicht mir ein Dampfbesen oder benötige ich auch ein flexibles Handgerät? Möchte ich lediglich Oberflächen mit einem seichten Dampf desinfizieren oder benötige ich viel Druck, um auch Verunreinigungen aus Ecken und Ritzen zu blasen?

Unter diesen Gesichtspunkten haben wir versucht, eine realistische Einschätzung der Testkandidaten vorzunehmen.

Im Vordergrund standen für uns die Handhabung, die flexible Nutzung und vor allem eine gute und gleichmäßige Dampfabgabe.

Dampfbesen Test: Kaercher SC2
Unser Testsieger hat eine handliche Größe, macht ordentlich Druck und lässt sich ebenso ordentlich verstauen.

Testsieger: Kärcher SC2 Deluxe EasyFix

Wie die meisten Dampfreiniger von Kärcher, besitzt auch der Kärcher SC2 Deluxe EasyFix einen Druckkessel, der mit 3,2 bar ordentlich Dampf erzeugt. Damit ist er zwar nicht der Spitzenreiter und muss sich auch in puncto Bedienkomfort etwas hinter seinem großen Bruder dem Kärcher SC4 EasyFix einordnen, dennoch ist er unser Testsieger geworden.

Zu verdanken hat er das seinem deutlich besseren Preis und einer Dampfleistung, die mehr als ausreichend ist. Wer sich an den Investitionskosten nicht stört, kann gern zum größeren Modell greifen, wirklich nötig ist es aber nicht.

Unser Favorit

Kärcher SC2 Deluxe EasyFix

Test Dampfreiniger: Kärcher SC2 EasyFix
Der Kärcher SC2 EasyFix überzeugt mit solider Leistung und viel Zubehör zum fairen Preis.

Der Kärcher SC2 Deluxe EasyFix bringt eine solide Ausstattung mit, die die wichtigsten Anwendungsfälle abdeckt. Dank des zwei Meter langen Schlauches mit Griffstück lässt er sich flexibel einsetzen und man erreicht mühelos jede Ecke. Dosiert werden kann der Dampf stufenlos mit einem »Gasgriff« – ähnlich einem Akkuschrauber. Zusätzlich gibt es zwei Stufen, die den Weg des Gasgriffes begrenzen und somit einen kontinuierlichen und geregelten Dampfausstoß ermöglichen.

Auch als Dampfbesen macht der SC2 Deluxe EasyFix eine gute Figur. Mit zwei Verlängerungsrohren – je 50 Zentimeter lang – wird das Handstück zum Besen umfunktioniert. Die ovale Form der Rohre und tief ineinander greifende Verbindungsstücke sorgen dabei für eine extreme Stabilität, sodass mit dem Dampfbesen richtig geschrubbt werden darf.

Die Verlängerungsrohre sind übrigens bei allen Kärcher-Dampfreinigern identisch, können kombiniert werden und bieten eine konstante Qualität bei allen Modellen. Als eines der wenigen Geräte im großen Dampfreiniger-Test besitzt der Kärcher SC2 Deluxe EasyFix keinen abnehmbaren Wassertank. Es muss sogar erst der gesamte Druck im Kessel abgebaut werden, ehe sich der Deckel öffnen und Wasser nachfüllen lässt. In Anbetracht des großen Wasservorrates von einem Liter, mit dem etwa 75 Quadratmeter gewischt werden können, sollte das selbst bei intensiven Reinigungsarbeiten, nicht allzu oft vorkommen.

Zum Füllen wird kein Trichter benötigt. Die Einfüllöffnung ist sehr groß und geht doch mal etwas daneben, bildet das Gehäuse selbst den Trichter, der das Wasser in den Vorratsbehälter befördert. Verwenden sollte man jedoch einen Messbecher – nur so wird garantiert, dass im Behälter ausreichend Platz zur Dampfbildung bleibt.

Zum Verstauen kann das Zubehör gut am Gehäuse untergebracht und der Schlauch aufgewickelt werden. Nicht regelmäßig benötigte Arbeitsutensilien können im mitgelieferten Netz verstaut und an anderer Stelle gelagert werden.

Insgesamt bietet der Kärcher SC2 Deluxe EasyFix das beste Gesamtpaket aus Funktionsumfang, Dampfreinigung und Preis, weshalb er unser Favorit ist.

Alternativen

Wirklich versagt hat im Test kein Dampfreiniger – Dampf liefern sie alle. Wer lediglich seinen Boden reinigen möchte, kann bedenkenlos zu einem günstigeren Dampfbesen greifen. Und selbst günstige Kombigeräte können durch einen großen Funktionsumfang punkten.

Wenn Geld egal ist

Kärcher SC4 EasyFix

Test Dampfreiniger: Kärcher SC4 EasyFix
Die Königsklasse: Der SC4 ist sogar beim Arbeiten nachfüllbar, er bietet hohe Leistung und einen großen Lieferumfang.

Der Kärcher SC4 EasyFix ist definitiv kein günstiges Einsteigermodell und unser teuerster Testkandidat. Dafür lässt er keine Wünsche offen.

Mit 3,5 bar bietet er den höchsten Dampfdruck, der Verschmutzungen löst und wegbläst. Wer es bei der Reinigung etwas gemütlicher mag, schaltet den SC4 einen Gang runter und kann mit einer sehr gleichmäßigen Dampfabgabe und zwei verschiedenen Tüchern den multifunktionalen Dampfreiniger als Dampfbesen nutzen. Zwei steckbare und sehr stabile Rohre ermöglichen in Kombination mit einem zwei Meter langen Dampfschlauch und einem vier Meter langen Anschlusskabel einen mehr als ausreichenden Aktionsradius.

Die Basiseinheit mit Wasservorrat und Druckspeicher wird wie ein Bodenstaubsauger hinterher gezogen. Eine Kombination aus großem Druckkessel mit 500 Millilitern und einem abnehmbaren Wassertank mit 800 Millilitern bietet zum einen den größten Wasservorrat und zum anderen die Möglichkeit, diesen im laufenden Betrieb nachzufüllen. Da bleibt der SC4 EasyFix ungeschlagen.

Dank des umfangreichen Zubehörs kennt der SC4 keine Grenzen bei der Reinigung. Ob flexibler Schlauch, Handgerät oder verschiedene Bürsten, es ist alles dabei, was zu einer intensiven Dampfreinigung benötigt wird. Im Test lieferte er dabei die besten Reinigungsergebnisse.

Nach getaner Arbeit lässt sich der Kärcher SC4 EasyFix als ein handliches Paket verstauen, an dem auch Schlauch, Kabel und Rohre ihren Platz finden. Somit ist er zwar nicht ganz günstiger, aber erstklassiger Dampfreiniger.

Auch gut

Hoover Steam Capsule CA2IN1D 011

Test Dampfbesen: Hoover Steam Capsule CA2IN1D 011
Vor allem in der Handhabung ist der Hoover weit vorn: Man hat ein integriertes Handteil und ein langes Kabel.

Die Dampfbesen werden klar von Kärcher dominiert, lediglich der Hoover Steam Capsule 2in1 kann ihnen mit seinen tollen Innovationen das Wasser reichen. Aus der Form eines Dampfbesens lässt sich mit einem Handgriff ein Handgerät entnehmen, welches an Zubehör und damit der Einsatzfähigkeit kaum zu schlagen ist. Egal ob flexibler Schlauch, großer und kleiner Wischmopp oder sogar Messingbürsten – es ist alles dabei, man brauchen könnte.

Sehr gut gefiel uns die gleichmäßige Dampfabgabe der Bodendüse. In kürzester Zeit wird das Tuch auf der gesamten Fläche mit Dampf durchflutet und befeuchtet. Sinnvoll ist hierbei auch der zweiteilige Fuß, der sich schnell verkleinern lässt und womit Ecken gut erreicht werden.

Geschlagen geben muss er sich aufgrund kleiner Details, wie eine geringere Dampfleistung, Bürsten die einen Adapter benötigen und im Gebrauch einen unschönen Pfeifton von sich geben oder einem kleinen Wassertank, der sich nicht gut füllen lässt.

Wer einen vielseitigen Dampfbesen sucht und bereit ist, kleine Kompromisse einzugehen, ist mit dem Hoover Steam Capsule 2in1 gut beraten.

Gut & günstig

Vileda Steam

Test Dampfbesen: Vileda Steam
Der einfach zu bedienende Vileda tut was er soll – und das zu einem günstigen Preis.

Zugegeben, der Vileda Steam ist weder flexibel einsetzbar, noch bringt er irgendwelche Besonderheiten mit. Hauptsächlich fällt er durch Schlichtheit und eine im Vergleich geringe Dampfabgabe auf. Dennoch hat der Dampfbesen durchaus seine Berechtigung und ist für seinen guten Preis eine Überlegung wert.

Gerade Eltern kleiner Kinder und Tierbesitzer dürften sich über den schnell einsatzbereiten Dampfbesen freuen. Mit einer recht geringen Dampfabgabe ist er für das tägliche »schnelle Durchwischen« in der Küche oder anderen gefliesten Räumen gemacht. Er ist leicht zu befüllen, in wenigen Sekunden einsatzbereit und dürfte mit einer angegebenen Arbeitsfläche von 130 Quadratmetern für einige Wischdurchgänge reichen.

Vorteilhaft ist hierfür die einfache Handhabung: Deckel auf, Wasser rein, Deckel zu und mit der Dampfregulierung einschalten. Bereits nach 15 Sekunden nimmt der Vileda Steam seine Arbeit auf und es kann gewischt werden. Die abgegebene Dampfmenge reicht aus, um den Boden sicher zu desinfizieren, ohne dabei den ganzen Raum mit feuchter Luft zu benebeln. Das prädestiniert ihn für den täglichen Einsatz bei leichten Verschmutzungen.

Für grobe Verschmutzungen ist er jedoch nicht gemacht. Hierfür ist die Dampfkraft zu gering und durch die sehr schlanke Bauform stöhnt er doch recht schnell, wenn etwas mehr Druck auf das Gerät ausgeübt wird.

Außerdem getestet

Der Leifheit Cleantenso war der beste Dampfbesen, der nicht als Handgerät nutzbar ist. Er zeichnet sich durch eine sehr hohe Stabilität und einen austauschbaren Wasserfilter aus. Er war bereits nach 30 Sekunden einsatzbereit und lieferte eine sehr gute, gleichmäßige Dampfabgabe. Auch bei Nichtgebrauch hat der Leifheit seine Vorteile: Mit einem Klick lässt sich das Griffstück einklappen und der Dampfbesen gut verstauen.

Kärcher SC3 Upright EasyFix

Der Kärcher SC3 Upright EasyFix unterscheidet sich von den übrigen Kärcher-Modellen, wofür das »Upright« ausschlaggebend ist. Upright bedeutet aufrecht und genau so ist der SC3 aufgebaut. Er ist ein reiner Dampfbesen, der nicht als Handgerät genutzt werden kann. Technisch steht er dem Leifheit CleanTenso in nichts nach. Auch der SC3 Upright besitzt eine austauschbare Kartusche gegen Kalk und kann sogar an die vorhandene Wasserhärte angepasst werden. Allerdings kostet der Kärcher SC3 Upright EasyFix deutlich mehr und war im Test der einzige Dampfbesen, der nicht selbstständig steht und somit gegen die Wand gelehnt werden muss.

Etwas aus der Rolle fällt der Kärcher SC1 EasyFix. Optisch entspricht er einer Dampfente und kann mit seinem umfangreichen Zubehör auch als solche verwendet werden. Mit zwei sehr stabilen Verlängerungen (identisch zu denen von SC2 und SC4) lässt er sich aber auch in einen Dampfbesen verwandeln und überzeugt dann mit einem enormen Dampfdruck. Verzichten muss man leider auf eine Dampfregulierung, und der kleine Druckbehälter, der nicht zwischendurch nachgefüllt werden kann, ist bei umfangreicheren Arbeiten etwas hinderlich.

Cleanmaxx Dampfbesen 08337

Der Cleanmaxx ist laut eigenen Angaben aus diversen TV-Verkaufssendungen bekannt und dort lässt er sich sicherlich auch gut vorstellen, da er über einen ordentlichen Funktionsumfang und reichlich Zubehör verfügt. Zusätzlich kann er mit wenigen Handgriffen in ein Handgerät verwandelt werden, mit dem sogar die Fenster geputzt werden können. Bei gröberen Verschmutzungen kommt der Dampfspatel zum Einsatz, der hartnäckige Verkrustungen unter Dampf abschabt. Interessant ist, dass gerade das günstigste Modell über eine Funktion verfügt, die bei anderen Kombigeräten vermisst wird – eine Kabelklemme am Griff. Einerseits sorgt sie beim Verstauen für Ordnung, andererseits fixiert sie beim Wischvorgang das Kabel und führt es in Griffhöhe ab. Bei einigen Konkurrenten baumelt es am Boden rum und wird teilweise ebenfalls bedampft.

Leider macht sich der niedrige Preis bei der maximalen Dampfabgabe, dem Material und der Stabilität bemerkbar. Hier ist doch ein deutlicher Unterschied zu den höherpreisigen Dampfreinigern zu spüren.

Di4 SteamClean Multi10

Der Steamclean Multi10 von Di4 zählt zu den sehr günstigen Modellen und der Preis ist durchaus angemessen. Man erhält einen multifunktionalen und in der Höhe verstellbaren Dampfreiniger, der sich zum Handgerät umbauen lässt und reichhaltig Zubehör mitbringt. Über einige Mankos, wie die mangelnde Stabilität, der nur schwer zu befüllende Wassertank oder die im Maximalbetrieb schwächelnde Dampfabgabe, kann man bei diesem Preis sicher hinwegsehen.

Somit ist der Steamclean Multi10 ein guter Dampfreiniger, der seine vielen Einsatzzwecke ordentlich meistert.

Hoover Steam Capsule CAP1700D

Auf den ersten Blick begeistert der Hoover Steam Capsule CAP1700D: Ein austauschbarer Wasserfilter (Kosten: rund 37 Euro im Jahr), ein extrem langes Kabel, eine Griffstange, die sich zum Parken abnehmen lässt, und hochwertig wirkende Materialien hinterlassen einen sehr guten Eindruck. Damit könnte sich der Hoover zwischen den ersten Plätzen tummeln. Die große Enttäuschung kam dann aber im praktischen Test: Erst nach einigen »Wischmetern« konnte das gesamte Wischtuch befeuchtet werden, da der Dampf fast ausschließlich in der Mitte abgegeben wird. Die Seitenbereiche nehmen ihre Feuchtigkeit vom Boden auf. Nimmt man den Fuß ab, wird das Problem deutlich: Der CAP1700D spuckt, tropft, stottert und ist nicht in der Lage, einen guten Dampfausstoß zu gewährleisten. Damit können wir ihm keine Kaufempfehlung aussprechen.

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