Der beste Dörrautomat

Dörrautomaten Test

Der beste Dörrautomat ist für uns der Stöckli Dörrex. Er trocknete im Test als einziger in der angegebenen Zeit Heidelbeeren und brachte auch bei den anderen Lebensmitteln tolle Ergebnisse in kurzer Zeit. Ausgestattet mit einen Timer und Temperatureinstellung braucht er so gut wie keine Aufsicht – ab und zu sollte man aber schon nach dem Dörrgut schauen.

Update 9. Januar 2018

Wir haben unseren Test um den Fruit Jerky Pro 10 von Klarstein ergänzt. Mit seinem riesigen Fassungsvermögen ist er Preis-Leistungs-technisch eine echte Ansage. Leider muss er bei der Fertigungsqualität Federn lassen.

Dörren ist eine uralte Konservierungstechnik, die zwischenzeitlich ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Durch den Rohkost-Trend in der vegetarischen und veganen Ernährung ist das Dörren auf einmal aber wieder »in«.

Aber nicht nur bei fleischfreier Ernährung ist dörren eine gute Ergänzung zu gekochten Lebensmitteln, auch in der »normalen« Küche macht sich Gedörrtes gut, denn es ist abwechslungsreich, geschmacksintensiv und reich an Vitaminen und Mineralien.

Wir haben uns zehn Dörrautomaten angesehen und einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Preislich liegen fast alle Geräte zwischen 28 und 212 Euro, nur das einzige Infrarot-Dörrgerät im Test schlägt mit stattlichen 499 Euro zu Buche.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Stöckli Dörrex

Dörrt gleichmäßig und schnell – da lohnt sich der etwas höhere Anschaffungspreis.
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von 13 Lesern gekauft

Mit dem Stöckli Dörrgerät macht dörren Spaß. Das Gerät ist hochwertig gefertigt und die Dörrgitter sind aus Metall. Der Stöckli verfügt über einen Timer und eine Temperatur-Einstellung und das Dörrgut wird gleichmäßig und schnell getrocknet. Sowohl beim Stromverbrauch als auch bei den Anschaffungskosten ist er nicht der günstigste – doch er tut zuverlässig und schnell was er soll. Wer gerne und viel dörrt, aber kein Vermögen ausgeben will, fährt mit dem Stöckli Dörrgerät am besten.

Auch gut

BioChef Arizona Sol

Test Dörrgerät: BioChef Arizona Sol
Wer genug Platz hat, bekommt mit dem BioChef Arizona Sol ein tolles Gerät mit Display.
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Amazon€ 159,00

von 17 Lesern gekauft

Für den BioChef Arizona Sol braucht man etwas Platz in der Küche, doch wer den hat, sollte sich den schicken Dörrautomaten genauer ansehen. Auf den ersten Blick macht er den Eindruck eines kleinen Backofens, denn hier werden die Dörrgitter nicht gestapelt, sondern eingeschoben. Eine durchsichtige Klappe ermöglicht jederzeit einen Blick ins Innere – und das Dörrergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen.

Gut & günstig

Rommelsbacher DA 750 Dörrautomat

Test Dörrgerät: Rommelsbacher 750 Dörrautomat
Mutet seltsam an, doch mit dem oben liegenden Dörraggregat erzielt der Rommelsbacher gute Ergebnisse.

Ganz anders konstruiert ist der Rommelsbacher DA 750: Hier ist das Dörraggregat nicht unten oder an der Rückseite angebracht, sondern oben im Deckel integriert. Die Luft wird hier also von oben auf dem Dörrgut verteilt. Außerdem sind die Dörretagen aus durchgängigem Kunststoff – ganz ohne Löcher. Durch dieses Konstruktionsprinzip dörrt der Rommelsbacher sehr schnell. Auch wenn er relativ warm wird, konnte das Ergebnis überzeugen. Zwar ist der Anschaffungspreis günstiger als der unseres Testsiegers und der Empfehlung von BioChef, bei den Stromkosten liegt er allerdings mit satten 2,35 Euro für 12 Stunden am höchsten.

Wenn Geld egal ist

C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5

Test Dörrgerät: C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5
Dörren wie in der Sonne: Infrarotlicht bringt gleichmäßige Dörrergebnisse und noch intensiveren Geschmack – aber das kostet.

Das C.I. IR D5 Infrarotdörrgerät ist zwar mit knapp 500 Euro sehr teuer und braucht einiges an Platz. Trotzdem ist es eine Empfehlung für alle, die viel Dörren. Im Sonnenmodus wird das Infrarotlicht zugeschaltet, so wird das Dörrgut quasi in der Sonne getrocknet. Das Ergebnis ist eine gleichmäßigere Trocknung und ein sehr guter, noch intensiverer Geschmack. Schneller als mit unseren anderen Empfehlungen geht es mit dem Infrarotdörrgerät allerdings auch nicht.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutGut & günstigWenn Geld egal ist
Modell Stöckli Dörrex BioChef Arizona Sol Rommelsbacher DA 750 Dörrautomat C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5 TZS First Austria Dörrgerät Severin Dörrautomat Klarstein Bananarama Klarstein Fruit Jerky Pro 10 Clatronic DR 3525 Dörrautomat Excalibur Dörrautomat
Test Dörrgerät: BioChef Arizona SolTest Dörrgerät: Rommelsbacher 750 DörrautomatTest Dörrgerät: C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5Test Dörrgerät: TZS First Austria DörrgerätTest Dörrgerät: Severin DörrautomatTest Dörrgerät: Klarstein BananaramaTest Dörrautomat: Klarstein Fruit Jerky Pro 10Test Dörrgerät: Clatronic DR 3525 DörrautomatTest Dörrgerät: Excalibur Dörrautomat
Pro
  • Gleichmäßiges Dörrergebnis
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • Gute Ausstattung
  • Display
  • Transparente Öffnung
  • Stabil und wertig
  • Vergleichsweise preiswert
  • Dörrgut kann nicht hindurchfallen
  • Gleichmäßiges Dörrergebnis
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Toller Geschmack der gedörrten Lebensmittel
  • Viele Etagen mit viel Platz
  • Günstig
  • Trocknet schnell
  • Geringer Stromverbrauch
  • Hübsches Design
  • Temperaturregler und Timer
  • Für große Mengen
  • Edelstahl-Korpus
  • Profil-Bedienfeld
  • 2 teiliger Aufbau für Reinigung
  • Geringer Preis
  • Modellvielfalt bis 18 Etagen
  • Dörrt gar nicht schlecht
  • Sehr günstig
  • Kompakt und praktisch
  • Auf höchster Stufe gute Ergebnisse
  • Qualitativ hochwertig
  • Sehr geringer Stromverbrauch
Contra
  • Dörrfolien nötig
  • Nicht ganz günstig
  • Braucht viel Platz
  • Nicht ganz günstig
  • Wird relativ warm
  • Dörrgut kann beim ankleben Flecken hinterlassen
  • Design könnte schöner sein
  • Sehr teuer
  • Groß und daher nur für große Küchen geeignet
  • Dörrzeit ist sehr lange
  • Alles aus Kunststoff, könnte etwas besser verarbeitet sein
  • Nur ein Ein/Aus-Schalter
  • Keine Temperaturregelung
  • Macht das Dörrgut fast schon zu trocken
  • Verarbeitungsqualität könnte besser sein
  • Dörrvorgang dauert relativ lange
  • Lautstärke: Korpus dröhnt
  • Scharfe Kanten, ungenaue Fertigung
  • Chrome auf Röstgittern kann abplatzen (Unterlage nötig)
  • Mutet wie ein Spielzeug an
  • Nur Ein/Aus-Knopf und zwei Stufen
  • Sehr klein und klapprig
  • Temperaturangaben stimmen nicht mit Dörrzeit überein
  • Hoher Anschaffungspreis
Bester Preis
Technische Daten   Technische Daten anzeigen

So haben wir getestet

Nach ausführlicher Recherche haben wir uns die neun interessantesten Dörrautomaten bestellt. Im einzelnen waren beim Test mit dabei: Das Dörrgerät von TZS First Austria mit 5 Einschüben, der Rommelsbacher DA 750 Dörrautomat, Severin OD 2940 Dörrautomat, Klarstein Bananarama, Clatronic DR 3525 Dörrautomat, Excalibur Dörrautomat mit 4 Einschüben, BioChef Arizona Sol mit 6 Einschüben, der Stöckli Dörrex und das C.I. Infarot Dörrgerät IR D5.

Neu dazugekommen ist der Klarstein Fruit Jerky Pro 10.

Für den Test im haben wir eine Auswahl an Obst, Gemüse und Kräuter gedörrt: Bananen, Äpfel, Beeren, Tomaten, Wirsing, Zucchini und Kräuter wie Petersilie, Basilikum und Majoran. Die für die einzelnen Lebensmitteln vorgegebene Dörrdauer stimmte bei allen Geräten weitgehend überein, daher ließen wir alle Geräte gleich lang dörren. Anschließend kontrollierten wir, ob das Dörrgut dann schon richtig trocken war, oder ob noch nachgedörrt werden musste.

Neben der Dörrqualität kam es uns auch auf die Bedienung an. Wenn man vor dem ersten Einsatz erstmal stundenlang die Bedienungsanleitung studieren muss, vergeht einem schnell die Lust. Auch auf die Lautstärke beim Dörren haben wir geachtet – da gibt es aber keine großen Unterschiede zwischen den Geräten. Ganz anders beim Stromverbrauch. Hier liegen die Werte teils weit auseinander.

Was Sie über Dörren wissen müssen

Beim Dörren wird dem Dörrgut durch Lufttrocknung so viel Feuchtigkeit entzogen, dass sich keine Bakterien mehr vermehren können. Vereinfacht gesagt werden Lebensmittel getrocknet und so länger haltbar gemacht. Ab einem Wassergehalt von weniger als 35 Prozent ist das der Fall. Schimmelpilze können allerdings noch bis zu 15 Prozent Wassergehalt vorkommen.

Dörren ist eine Konservierungs-Methode, die den Geschmack verstärkt

Zum reinen Haltbarmachen müssen wir heute nicht mehr dörren – schließlich leben wir im 21. Jahrhundert und können Lebensmittel durch viele andere Methoden haltbar machen oder sie einfach im Kühlschrank aufbewahren.

Doch viele Lebensmittel enthalten nicht nur Konservierungsmitteln sondern auch Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe. Wie die Stiftung Warentest in einem aktuellen Test herausgefunden hat, sind sogenannte Gemüsechips, die man neuerdings im Handel findet, auch nicht gesünder als herkömmliche Kartoffelchips. Sie enthalten viel Fett und zugesetzten Zucker – und sind auch noch teuer.

Wenn man seine Chips einfach selbst macht, weiß man, was drin ist. Dörrt man sie, anstatt zu frittieren, muss man kein Fett hinzugeben und erhält wirklich gesunde Chips.

Ebenso ist es mit Obst und Gemüse, das unsere Vorfahren nicht frisch aus dem Urwald eingeflogen bekamen – man musste Beeren im Sommer sammeln und haltbar machen, wenn man auch im Winter hin und wieder davon kosten wollte.

Heute kann man auch im Winter noch Erdbeeren kaufen. Lohnt sich der Aufwand, selbst zu dörren wirklich? Wir finden ja, denn dörren ist auch eine Methode, Lebensmittel zu veredeln und ihren Geschmack zu verstärken. In Zeiten, in denen die meisten Menschen sowieso zu wenig Obst und Gemüse essen, kann Dörrgut eine willkommene Abwechslung sein. Auch eine Alternative zu fettigen Snacks für zwischendurch können Sie sich durchs Selberdörren schaffen – davon darf man dann auch gerne mal eine Hand voll mehr essen.

Der Dörrvorgang

Dörren ist nichts anderes als Dehydrieren, das heißt, den Nahrungsmitteln Wasser entziehen. Das ist leichter gesagt als getan, denn es kommt auch auf die Temperatur an. Bis höchstens 60 Grad sollten die Lebensmittel erhitzt werden. Je nachdem, wieviel Wasser entzogen werden muss, kann ein Dörr-Vorgang schon mal zehn bis zwölf Stunden dauern.

Beim Dörrprozess wird das zu trocknende Lebensmittel warmer Luft ausgesetzt, die das Wasser an der Oberfläche langsam verdunsten lässt. Immer wenn Wasser aus dem Inneren nachströmt, wiederholt sich der Vorgang.

Je nach Gerät und Temperatur variiert die Dörrzeit

Damit dörren für den Privatgebrauch etwas einfacher ist, gibt es Dörrautomaten. Die meisten sind mit Timer erhältlich, Sie können also beruhigt in der Nacht oder den ganzen Tag den Apparat seine Arbeit machen lassen, ohne alle paar Minuten auf die Uhr schauen zu müssen.

Die meisten Lebensmittel werden bei 40 bis 60 Grad gedörrt. Höheren Temperaturen würden die Struktur der Lebensmittel zerstören. Im Klartext heißt das: Nach dem Dörr- oder Dehydriervorgang sind die Produkte immer noch roh – nur, dass sie Flüssigkeit verloren haben. Mit Kochen hat das ganze also nichts zu tun.

Genau aus diesem Grund ist Dörren bei Menschen, die sich mit der Rohkost-Küche auseinandersetzen, sehr beliebt. Die Nahrung behält Vitamine und Mineralien – anders als das beim Kochen teilweise der Fall ist – und bekommt einen noch intensiveren Geschmack als vor dem Dörrvorgang.

Aber eigentlich kann man jedes Lebensmittel dörren. Neben Obst und Gemüse, lassen sich auch Kräuter und Pilze, aber auch Fleisch und Fisch sowie Nüsse hervorragend dörren.

Warum nicht im Ofen dörren?

Prinzipiell kann man auch in einem ganz normalen Ofen dörren. Optimal ist das aber nicht. Zum einen kann man die niedrigen Temperaturen bei einem Backofen nicht gut einstellen. Zum anderen schwankt bei ihnen die Temperatur stärker – sie sind für niedrige Temperaturen einfach nicht gebaut.

Zum anderen kann im Backofen die entzogene Feuchtigkeit nicht gut entweichen. Die Ofentür sollte daher mit einem eingeklemmten Handtuch offen gehalten werden. Das ist nicht nur umständlich sondern führt auch zu einem höheren Energieverbrauch.

Wenn Sie dörren erstmal ausprobieren wollen, können Sie es gern erstmal mit den Backofen versuchen. Wer auf den Geschmack gekommen ist und regelmäßig dörrt, fährt mit einem Dörrautomaten aber besser.

Dörren mit Infrarot: Bessere Wärmeverteilung und schnelleres Ergebnis

Noch relativ neu ist das Dörren mit Infrarot- bzw. Wärme-Strahlen. Durch Infrarotwellen wird ein ähnlicher Effekt erzielt, wie er beim Trocknen in der Sonne entsteht, aber um einiges gleichmäßiger.

Normale Dörrautomaten trocknen das Dörrgut von außen nach innen, bei Infrarot-Geräten geschieht es genau andersherum. Durch das Trocknen von innen nach außen sollen noch mehr Nährstoffe erhalten bleiben als bei herkömmlichen Geräten. Ein weiterer Vorteil: im Betrieb sind Infrarot-Geräte sehr leise.

Aber Infrarot-Dörrautomaten sind noch nicht weit verbreitet und relativ teuer: 400 bis 500 Euro wollen wohl die wenigsten für ein Dörrgerät ausgeben. Trotzdem wollten wir ein Gerät zum Vergleich dabei haben.

Fertig gedörrt – und jetzt?

Wie bei allen Lebensmitteln ist die richtige Lagerung ausschlaggebend für eine lange Haltbarkeit. Dörrgut sollte vor allem vor Feuchtigkeit geschützt werden – logisch, denn damit es länger haltbar ist, haben wir ihm ja extra das Wasser entzogen. Luftfeuchtigkeit ist deshalb Gift für Dörrgut.

Dörrautomaten Test
Nach dem Dörren das Dörrgut am besten in Gläser packen und vor Licht und Feuchtigkeit schützen.

Wiederverschließbare Frühstücksbeutel, Einmachgläser oder ähnliches, die luft- und wasserdicht verschlossen werden können, eignen sich für die Lagerung von Dörrgut hervorragend. Am besten lagert man gedörrte Lebensmittel außerdem lichtgeschützt und kühl, am besten im Keller.

Dörrgut ist vielseitig in den Essensplan integrierbar

Zubereiten kann man gedörrte Lebensmittel auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Zum einen kann man Dörrgut natürlich ganz einfach als leckeren Snack genießen. Eine andere Möglichkeit ist, die Produkte in Flüssigkeit einzulegen und dann zu kochen. Das klappt nicht bei allen Lebensmitteln gleich gut, aber aber vor allem bei Pilzen ist es eine gute Lösung.

Pulverisieren ist eine dritte Variante, wie Sie Dörrgut verarbeiten können. Beispielsweise können Sie damit eigene Suppenfonds anreichern oder Beeren zu Pulver verarbeiten und dann in einen Smoothie mixen.

Testsieger: Stöckli Dörrex

Der Dörrex des schweizer Herstellers Stöckli hat im Praxistest überzeug, denn er bietet eine sehr gute Leistung zu einem noch akzeptablen Preis. Seine Verarbeitungsqualität ist sehr gut und er ist sowohl mit Timer als auch einer Temperaturregelung ausgestattet, was längst nicht bei allen Geräten der Fall ist. Die Dörretagen können bei Bedarf noch erweitert werden, doch auch auf die drei mitgelieferten Etagen passt schon einiges an Dörrgut. Wir haben außerdem genau nachgemessen: Auf der obersten Etage wird bei einer eingestellten Temperatur von 60 Grad auch fast genauso viel erreicht – 58 Grad haben wir gemessen. Auf unterster Ebene waren es 62 Grad. Also alles im grünen Bereich.

Der Dörrautomat von Stöckli war zwar nicht das kleinste Gerät im Test aber er ist kompakt genug, dass er in den meisten Küchen ein Plätzchen finden dürfte. Sein Betriebsgeräusch ist nicht wirklich, das war aber bei allen getesteten Geräten der Fall – wirklich laut war keines.

Testsieger

Stöckli Dörrex

Dörrt gleichmäßig und schnell – da lohnt sich der etwas höhere Anschaffungspreis.
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Handhabung

Die Handhabung des Dörrex ist denkbar einfach. Bevor er in Betrieb genommen werden kann, sollten Sie ihn mit einem feuchten Tuch reinigen und dann für ca. 30 Minuten auf höchster Stufe laufen lassen. Anschließend abkühlen lassen, nochmal säubern und schon ist er bereit für die erste Dörreinheit.

Die Bedienungsanleitung braucht man eigentlich nicht. Timer und Temperaturregler sind selbsterklärend. Was allerdings praktisch ist, sind die einzelnen Dörrzeiten und Temperaturen, die für viele Lebensmittel in der Anleitung angegeben werden. Vor allem, wenn man das erste Mal dörrt, hat man hier gute Einstiegswerte. Die in den Bedienungsanleitungen angegebenen Dörrzeiten stimmen übrigens bei fast allen getesteten Geräten weitgehend überein.

Genug Abstand halten für die Luftozirkulation

Allerdings fanden wir die für die meisten Lebensmittel angegebene Schnittbreite zu hoch. Wir haben uns dafür entschieden, das Dörrgut dünn zu schneiden, um am Ende Bananen-, Zucchini- und Apfelchips zu erhalten. Deshalb waren die Lebensmittel in unserem Test deutlich schneller fertig, als in den Anleitungen beschrieben. Hält man sich an die angegebene Dicke, kann man sich gut auf die Werte verlassen.

Dörrautomaten sollten Sie im allgemeinen immer auf ebene Flächen stellen, die unempfindlich gegen Hitze sind. Außerdem nie unter Hängeschränke, da die heiße Luft im Raum zirkulieren muss. Bei manchen Dörrern befindet sich der Luftauslass auch hinten am Gerät, dann sollte man genug Abstand zur Wand halten.

Dörrvorgang

Beim Dörrex fiel zunächst auf, dass Tomaten und Bananen stark am Metallgitter klebten. Bei den Plastikauflagen der andere Dörrautomaten war das weniger der Fall. Entweder muss man das Dörrgut relativ häufig oder man kauft sich die als Zubehör angebotene Silikon-Dörrmatte von Stöckli dazu. Man kann auch günstigere Folien anderer Anbieter bestellen und sie zuschneiden – oder einfach Backpapier verwenden.

Dörrautomaten Test
Klebriges oder zu nasses Dörrgut klebt am Gitter an, daher sollte man eine Unterlage verwenden.

Egal ob auf der obersten oder untersten Etage – das Dörrgut wurde überall zeitgleich fertig. Den Anfang machten die Kräuter, die bei 40 Grad zwischen zwei und vier Stunden gedörrt werden müssen. Schon nach zweieinhalb Stunden konnten wir beim Stöckli die Petersilie perfekt getrocknet entnehmen, eine Stunde später war dann auch der Majoran fertig. Basilikum brauchte länger als die angegebenen vier Stunden, das war bei fast allen Geräten der Fall. Lediglich beim Dörrautomaten von Rommelsbacher war nach bereits zweieinhalb Stunden alles fertig und richtig gut getrocknet. Auch der Severin-Dörrer überraschte nach der gleichen Zeit mit trockenen Kräutern, wobei diese nach unserem Geschmack schon fast zu trocken waren. Ein bisschen länger und sie wären zu Staub zerfallen. Trotz allem lieferte auch der Dörrex bei den Kräutern gute Ergebnisse.

Schnelle und gute Dörrergebnisse

Noch besser lief es bei den anderen Lebensmitteln. Sowohl das Gemüse als auch Tomaten, Apfelringe und Bannenscheiben müssen mit einer Temperatur zwischen 65 und 70 Grad gedörrt werden, sodass wir alle gleichzeitig in den Dörrer schieben konnten.

Weil wir lieber dünne Obst- und Gemüsechips wollten, haben wir uns nicht an die angegebene Dicke von sechs Millimetern gehalten, sondern sehr dünne Scheiben geschnitten. Das verkürzte unsere Dörrzeit deutlich. Wenn man unsere Dörrzeit auf sechs Millimeter hochrechnet, kommt man ungefähr auf die in der Anleitung angegebene Zeit von acht bis zehn Stunden.

In unserem Fall war der Dörrex nach sehr guten eineinhalb Stunden bei 65 Grad mit den Äpfeln, dem Wirsing und den Bananen fertig. So schnell trocknete kein anderes Gerät im Test. Nach etwas mehr als zwei Stunden waren dann auch die Tomaten und Zucchini trocken. Die Heidelbeeren waren eine Herausforderung für jedes Gerät, nur der Dörrex schaffte es nach zehn Stunden wirklich trockene Beeren zu liefern.

Reinigung

Die Reinigung ist schnell erledigt, außer, manche Lebensmittel kleben wie in unserem Fall am Gitter fest. Dann ist eine kurze Einweichphase nötig, nach der die Gitter aber rückstandsfrei sauber werden. Das eigentliche Gerät sollten Sie nur mit einem feuchten Lappen abwischen, nicht vollständig ins Wasser tauchen.

Außerdem ist es sinnvoll, den Dörrer nach der Verwendung erst kurz abkühlen zu lassen, da er sich auf Dauer bei hohen Temperaturen sehr aufheizt und man sich eventuell verbrennen könnte. Extrem heiß wurde kein Gerät im Test, doch auch 65 Grad können unangenehm werden.

Der Dörrex von Stöckli bietet für uns daher das beste Gesamtpaket aus gutem Dörrergebnis, solider Verarbeitung, einem noch relativ kompakten Gehäuse und nicht zuletzt einem akzeptablem Preis.

Stöckli Dörrex im Testspiegel

Bisher sind keine Testberichte zum Stöckli Dörrex vorhanden. Sollte sich das ändern, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Für die meisten ist der Stöckli Dörrex unserer Meinung nach die beste Wahl, doch im Test haben uns auch noch drei weitere Dörrautomaten gut gefallen.

Auch gut

BioChef Arizona Sol

Test Dörrgerät: BioChef Arizona Sol
Wer genug Platz hat, bekommt mit dem BioChef Arizona Sol ein tolles Gerät mit Display.
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von 17 Lesern gekauft

Der BioChef Arizona Sol wird mit sechs Dörrgittern, zwei Folien und einem Auffangblech aus Kunststoff geliefert. Bis auf das Infrarotdörrgerät war er das größte Gerät im Test. Das muss kein Nachteil sein, denn schließlich passt dann auch mehr hinein. Wenn Sie eine große Küche haben, macht sich der schicke Dörrautomat auf jeden Fall gut darin. Er sieht eher aus wie ein kleiner Backofen und setzt sich damit von dem meist runden Look der anderen Geräte ab.

Auch der BioChef liefert beim Dörren gute Ergebnisse. Ausgestattet mit einem Timer und einer Temperatureinstellung haben Sie die volle Kontrolle. Der laute Piepton am Ende der Dörrzeit kann kaum überhört werden.

Das Dörrgut wird auf die Gitter gelegt und wie bei einem Ofen in das Gerät eingeschoben. Die durchsichtige Klappe ist praktisch, weil man den Dörrvorgang von außen gut beobachten kann.

Auch beim BioChef waren nach eineinhalb Stunden bereits Äpfel und Wirsing fertig, Bananen und Zucchini brauchten etwas mehr als zwei Stunden. Bei den Tomaten klappte das Dörren aufgrund der mitgelieferten Folie besser als beim Testsieger, dauerte aber eine halbe Stunde länger. Die Heidelbeeren hätten noch ein wenig Zeit gebraucht, die Trocknung war aber schon ziemlich weit fortgeschritten.

Das Dörrgut sollte nach einiger Zeit gewendet werden – wenn Sie die Gitter des Arizona Sol herausziehen, greifen Sie bitte zu Ihren Topflappen. Die Metallgitter werden ähnlich heiß wie die Bleche im Backofen, was Sie gleich bei der ersten Berührung spüren werden.

Auf dem kleinen Display wird die restliche Dörrzeit angezeigt, bei Bedarf kann man sie einfach mit der Plus- oder Minustaste anpassen.

Der BioChef Arizona Sol ist eine Empfehlung für alle, die viel dörren, genug Platz haben und ein schickes Dörrgerät in der Küche haben möchten. Wer nicht so viel Platz hat, fährt mit unserem Favoriten besser. Wer noch größere Mengen dörrt, der sollte sich den Fruit Jerky Pro 10 von Klarstein ansehen (außerdem getestet). Wir hatten die Variante mit 10 Etagen im Test, es gibt aber Schwestermodelle mit bis zu 16 Etagen.

Gut & günstig

Rommelsbacher DA 750 Dörrautomat

Test Dörrgerät: Rommelsbacher 750 Dörrautomat
Mutet seltsam an, doch mit dem oben liegenden Dörraggregat erzielt der Rommelsbacher gute Ergebnisse.

Der Rommelsbacher DA 750 Dörrautomat ist optisch, sagen wir, etwas speziell. Als einziges Gerät im Test ist bei ihm die Heizeinheit im Deckel untergebracht. Das wirkt etwas unbeholfen, doch darauf kommt es ja nicht an. Das was er soll, macht der Dörrer von Rommelsbacher gut – nämlich dörren.

Ein bisschen schade ist, dass es zwar einen Timer, aber keine wirkliche Temperatureinstellung gibt. Drei Stufen können eingestellt werden, Stufe eins erwärmt auf 20 Grad, Stufe zwei auf 40 und Stufe drei heizt mit 60 Grad. Zwischenwerte kann man nicht einstellen.

Die Dörretagen sind aus Kunststoff und haben im Gegensatz zu allen anderen Modellen weder ein Gitter noch Löcher für die Luftzirkulation. Wir waren zugegebenermaßen sehr skeptisch, ob das funktionieren kann – und wurden positiv überrascht.

Alle Kräuter waren nach bereits zweieinhalb Stunden auf Stufe zwei, also 40 Grad, fertig – sogar der Basilikum. Das restliche Dörrgut wurde bei Stufe drei und 60 Grad auf die Etagen gelegt. Nach eineinhalb Stunden konnten wir den Wirsing herausnehmen, ein Teil der Zucchinis war ebenfalls fertig gedörrt. Eine Stunde später hatten es auch die Äpfel, die Bananen und die Tomaten geschafft.

Obwohl wir die Tomaten während des Dörrens mehrmals wendeten, klebten sie immer wieder an und verursachten eine unschöne Verfärbung auf dem Kunststoff, die auch nach mehrmaligem Reinigen nicht zu entfernen war. Hier wäre eine Dörrfolie sinnvoll gewesen. Die Verfärbung beeinträchtigt das Dörren natürlich nicht, sieht aber nicht schön aus.

Auf Nachfrage beim Hersteller wurde uns mitgeteilt, dass der Kunststoff nach den Richtlinien für die Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe und nach dem LFGB (Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch) hergestellt wurde und somit keine schädlichen Stoffe enthält, die sich auf die Lebensmittel übertragen könnten. Daraus resultiere aber, dass Verfärbungen auftreten könnten. Abhilfe könne Backpapier schaffen, dass zugeschnitten und auf die Etagen gelegt werden kann.

Trotzdem waren wir im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem Dörrautomaten von Rommelsbacher und können ihn all denjenigen empfehlen, die nicht ganz so viel Geld ausgeben möchten und nur ab und zu mal dörren.

Wenn Geld egal ist

C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5

Test Dörrgerät: C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5
Dörren wie in der Sonne: Infrarotlicht bringt gleichmäßige Dörrergebnisse und noch intensiveren Geschmack – aber das kostet.

Das C.I. IR D5 Infrarotdörrgerät spielt in einer ganz anderen Liga als unsere bisherigen Empfehlungen, schon allein preislich: knapp 500 Euro werden für dieses Luxusgerät fällig. Außerdem brauchen Sie für den Infrarotdörrer viel Platz. Er ist zwar durchaus ansprechend designt, braucht aber einiges an Stellfläche. Wenn weder der Preis noch Platz für Sie ein Ausschlusskriterium sind, ist der IR D5 von C.I. aber eine absolute Empfehlung.

Schon der erste Blick verrät, dass dieses Gerät sehr viel hochwertiger verarbeitet ist als die meisten von uns getesteten Dörrautomaten. Mitgeliefert werden fünf Edelstahleinschübe und sogar ein Paar Silikonhandschuhe, da die Dörretagen bei höheren Temperaturen ziemlich heiß werden können.

Der Dörrer mutet ziemlich technisch an, deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, vor dem ersten Gebrauch einen Blick in die Anleitung zu werfen. So schlimm wie erwartet war es dann aber doch nicht.

Zwei Modi sind verfügbar: »Sonnen-« und »Schattenmodus«. Sobald das Gerät hinten am Netzschalter eingeschaltet wird, blinkt das große Display und man kann zwischen den Modi wechseln, indem man die Modus-Taste drückt. In welchem Modus man sich gerade befindet, wird einem durch den farbigen Lichtring um das Display angezeigt – grün bedeutet »Schatten«, orange ist der »Sonnenmodus«. Außerdem werden die dazugehörigen Symbole, eine Sonne oder eine Wolke, am Display angezeigt. Wer das Licht auf Dauer als störend empfindet, kann es auch abschalten.

Außerdem haben Sie die Wahl zwischen der Automatikeinstellung und dem manuellen Betrieb. Mit der Taste Auto/Manual ist ein einfacher Wechsel möglich. Der Unterschied zwischen den beiden Einstellungen ist, dass der Dörrer im Automatikbetrieb selbstständig die Temperatur und auch die Dörrzeit regelt. Haben Sie diese Einstellung gewählt, sehen Sie auf dem Display auch keine Temperatur und Zeit eingeblendet. Der Dörrer reguliert je nach Feuchtigkeitsgrad im Dörrgut die Temperatur nach oben oder unten. Wir fanden es schade, dass nicht angezeigt wurde, wie warm das Gerät gerade ist.

Ist der Dörrvorgang laut Gerät abgeschlossen gibt es drei aufeinanderfolgende Pieptöne ab und auf dem Display wird »End« angezeigt. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, können Sie in den manuellen Modus wechseln und Temperatur und Zeit individuell einstellen.

Bei der Dörrdauer gab es im Test keine großen Unterschiede zu den schnelleren Geräten, sehr wohl aber beim Dörrergebnis: Die gedörrten Kräuter – im Schattenmodus und auf der manuellen Einstellung gedörrt – waren nach zwei Stunden perfekt, selbst der Basilikum, der bei allen anderen Geräten Probleme bereitet hatte.

Nach drei Stunden konnten wir die Äpfel und Zucchinis fertig aus dem Gerät nehmen, auch die Bananen waren getrocknet. Nochmal eine Stunde später waren Tomate und Wirsing fertig und bereit zum Verzehr. Diese Lebensmittel haben wir ebenfalls bei 65 Grad gedörrt – allerdings hier im »Sonnenmodus«, also mit zugeschaltetem Infrarotlicht. Das Dörrgut war gleichmäßiger getrocknet und hatte einen deutlich intensivieren Geschmack. Da merkt man erst, wie eine Zucchini eigentlich wirklich schmeckt! Wir waren begeistert.

Der hohe Anschaffungspreis für den CI IR D5 trübt die Freude über das tolle Dörrergebnis allerdings deutlich. Verfügbar ist er außer bei Amazon auch über den Naturkosthändler Keimling. Unser Testsieger ist im Gesamtpaket aber für die meisten sicher die bessere Wahl.

Außerdem getestet

Wir haben uns weitere Geräte angesehen, die zwar nicht unbedingt schlecht waren, bei denen es für eine Empfehlung aber nicht gereicht hat.

Vor allem, wenn Sie erst einmal ausprobieren möchten, ob dörren für Sie auf längere Sicht in Frage kommt, dann tut es auch ein günstiges Modell. Abstriche müssen Sie allerdings machen – vor allem was die Dörrzeit angeht. Auch bei der Qualität konnte das ein oder andere Gerät nicht ganz überzeugen.

TZS First Austria Dörrgerät

Trotz all der guten Kundenbewertungen hat uns der TZS First Austria Dörrer nicht richtig überzeugt. Beim Dörren der Kräuter machte er noch eine passable Figur und landete im guten Mittelfeld. Im Durchschnitt brauchte er für die anderen Lebensmittel aber fast doppelt so lang wie unser Testsieger und unsere anderen Empfehlungen, was wohl an der niedrigen Wattzahl des Gerätes liegt.

Ansonsten machte der First Austria einen relativ stabilen Eindruck, in den Etagen ist viel Platz für Dörrgut. Wer sich nicht daran stört, das Gerät sehr viel länger laufen zu lassen, bekommt hiermit einen günstigen Dörrer.

Severin Dörrautomat

Severin hat seinen Dörrautomaten relativ einfach gehalten. Lediglich ein Ein/Aus-Schalter ist zu finden. Das ist schade, weil man dadurch überhaupt keine Kontrolle über die Temperatur hat. Deshalb haben wir nachgemessen: Der Severin hat eine Temperatur von ca. 64 Grad – allerdings eben auch bei Lebensmitteln, die eigentlich niedriger gedörrt werden sollten. Bei den Kräutern war der Severin sehr schnell, doch die Kräuter waren uns zu trocken. Über 60 Grad sind eben in diesem Fall auch zu viel.

Wenn Sie den Dörrer immer im Blick haben, um zu kontrollieren, wie weit der Dörrvorgang fortgeschritten ist, bekommen Sie vielleicht bessere Ergebnisse. Für einen Preis von knapp 45 Euro kann man keine Glanzleistung erwarten, doch schon der noch günstigere TZS First Austria ist wenigstens mit einer Temperatureinstellung ausgerüstet.

Klarstein Bananarama

Der Klarstein Bananarama macht optisch einiges her. In seinem grellen grün ist er auf jeden Fall ein Hingucker in der Küche. Sehr positiv aufgefallen sind uns der Timer und die stufenlose Temperatureinstellung. Leider macht der Bananarama im Vergleich zu unseren anderen Testgeräten einen etwas klapprigeren Eindruck. Der Kunststoff ist dünn und nicht so robust wie bei einigen anderen Geräten.

Die Dörrergebnisse waren zweigeteilt: Bei 40 Grad wurde das Gerät kaum warm und die Kräuter waren auch nach dreieinhalb Stunden nicht annähernd fertig. Besser war das Ergebnis bei einer Temperatur von 60 Grad und den anderen Lebensmitteln, doch so richtig überzeugen konnte uns der Bananarama leider nicht.

Klarstein Fruit Jerky Pro 10

Der Klarstein Fruit Jerky Pro 10 ist in Abmessungen und Fassungsvermögen ein echter Riese. Wie beim Stöckli sind die Dörrgitter aus Metall, eingestellt werden lediglich Temperatur und Timer. Je nach Temperatur-Wahl wird im Inneren in Intervallen an und aus geschalten, was für schwankende Temperaturen sorgt.

Das gleichmäßig gedörrte Obst und Gemüse erfreute uns, die Verarbeitungsqualität allerdings gar nicht. Wir stören uns an vielen scharfen Kanten und ungenauer Fertigung.

Die Röstbleche bestehen aus verchromtem Metall. Hier sollte besser Backpapier zwischengelegt werden, denn Chrome kann abplatzen. Ohne Backpapier klebte das Dörrgut ohnehin stark am Gitter und zerbrach beim Runternehmen.

Auch mit der Lautstärke waren wir nicht zufrieden, das Gerät dröhnt stark im Betrieb. Aufgrund der Wärmeabgabe muss der Fruit Jerky Pro mit deutlichem Abstand zu Möbeln und Wänden sowie auf einer hitzeunempfindlichen Oberfläche aufgestellt werden. Reinigen lässt sich der Fruit Jerky gut, da man ihn fast komplett auseinandernehmen kann.

Für große Dörrmengen ist er allerdings einer von wenigen Geräten, die sehr viel auf einmal dörren können. Nirgends gibt es so viel Dörrfläche fürs Geld. Bedienung, Heizelement und auch der zerlegbare Korpus aus Edelstahl wird semiprofessionellen Ansprüchen gerecht.

Clatronic DR 3525 Dörrautomat

Als wir den Clatronic DR 3525 auspackten, wussten wir erstmal nicht, ob das ein wirklich funktionierendes Gerät ist oder ein Spielzeug. Der Dörrer ist sehr klein und macht qualitativ einen mehr schlechten als rechten Eindruck. Umso mehr hat uns dann überrascht, dass das Dörrgut im Durchschnitt nach drei Stunden fertig war – mit Ausnahme der Beeren, da war selbst nach zehn Stunden so gut wie nichts passiert.

Lediglich zwei Stufen können eingestellt werden, von denen man auch nach dem Lesen der Anleitung nicht weiß, welcher Temperatur sie entsprechen. Als wir nachgemessen haben kamen wir bei Stufe zwei auf eine Temperatur von ca. 60 Grad. Wir finden den Clatronic-Dörrer trotz des geringen Preises zu klein und nicht hochwertig genug – schließlich arbeitet man mit Lebensmitteln.

Excalibur Dörrautomat

Beim Excalibur-Dörrgerät sind wir hin- und hergerissen. Qualitativ ist es sehr hochwertig gefertigt. Dörrfolie kann für einen angemessenen Preis optional dazu gekauft werden, wobei das Dörrgut auch auf dem abnehmbaren Kunststoffrost nicht klebte. Einen Timer gab es bei der Ausführung unseres Testgerätes nicht, dafür aber eine Temperatureinstellung.

Die Kräuter wurden aber, ähnlich wie beim Klarstein, auf der dafür vorgesehenen Stufe nicht annähernd fertig. Als wir das restliche Dörrgut dann auf knapp 60 Grad trockneten war das Ergebnis nicht schlecht aber auch nicht überragend. Für kleine Küchen ist der Excalibur sicher eine gute Lösung, doch der Preis ist für das, was er leistet, zu hoch.

Kommentare

22 Kommentare zu "Der beste Dörrautomat"

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Mani Banani

Mein Dörrautomat ist mein Steinbackofen den ich nach dem Backen abschalte und nach einer gewissen Temperatur das Obst darin dörren kann. Aber diese Elektro Dörrer sind natürlich auch genial.

Bernd Ahne

Der beste ist der Excalibur ☝️

Flor Diez

Ich habe auch einen Dörrex und auch wenn die Anschaffung mit insgesamt sieben Etagen schon teuer war, wollte ich den nicht mehr missen. Super Wärmeverteilung und in diesem Jahr stocke ich den auch mit Etagen auf. Es lohnt sich, finde ich.

Gegê Bertsch

Der allerbeste ist der Sigg Dörraparat, der ist ganz aus Metall und läuft lautlos schon 25 Jahre. Leider stellen sie ihn nicht mehr her 🙁

Siri Boocks

So ein Dörrex fehlt mir noch

An Etti

Magst du meinen haben ?
Ich habe auch viele Gitter dazu .

Anna Oberleitner

Unser dörrex läuft und läuft einwandfrei. Mir sind die Edelstahlgitter sympathischer als plastikgitter

Manuela Frauscher

das wäre ja endlich was gescheites , dass in meiner küche noch fehlt

Andrea Sena

wow so einen hätte ich gerne

An Etti

Kannst meinen haben 🙂

An Etti

Nein ,verschenken nicht .
Dafür war er zu teuer 😉

Dora
Dora

Hallo An Etti, wie alt ist der Automat und was soll er denn kosten?

Nora Bobretzky

Mein stöckli läuft seit Jahren mit 5 Aufsätzen rund ums Jahr. Egal ob Kräuter, Obst, Gemüse,Hunde – und Katzenleckerli, …….

Judith Giese

Nina Hertel

Rita Lexer

Mein Dörrex ist fast 10 Jahre alt und läuft problemlos. Ist nach Mixer das meistgenutzte elektrische Haushaltsgerät. Egal ob hundeleckerli, Jerky, Pilze, bärlauch, Obst oder Gemüse. Ich trockne alles und das Gerät hat mich noch nie im Stich gelassen.

Birgit Lötscher

ich habe bereits den zweiten Stöckli Dörrex (innerhalb von 40 Jahren!) und bin mehr als zufrieden!

Susanne Aargonja

Stöckle Dörrautomaten sind wirklich super. Habe mir noch 3 Aufsätze dazu gekauft. 4 – 5 Aufsätze schafft er immer.

Erich Duda

Und wann testet ihr ein „hörrgerät“ ?

Sabine Christiansen

Sehr interssant zu lesen – ich hätte nie gedacht, dass die Unterschiede so groß sind.
Ich dörre gerade im Backofen Apfelscheiben. Hab soviel Fallobst, das dann zu Weihnachten in Schokolade getaucht wird.