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Der beste Dörrautomat

last updateZuletzt aktualisiert:
Dörrautomat Test: Aufmacher
Doreen Menz

Doreen Menz

testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Wir haben 17 Dörrautomaten getestet. Der beste ist für uns der Stöckli Dörrex. Er trocknete im Test als einziger in der angegebenen Zeit Heidelbeeren und brachte auch bei den anderen Lebensmitteln tolle Ergebnisse in kurzer Zeit. Ausgestattet mit einem Timer und Temperatureinstellung braucht er so gut wie keine Aufsicht – ab und zu sollte man aber schon nach dem Dörrgut schauen.

Update 29. Oktober 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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31. Januar 2020

Wir haben fünf neue Dörrautomaten getestet. An unseren Empfehlungen ändert sich nichts.

17. August 2018

Wir haben zwei neue Geräte getestet. Der WMF Küchenminis Snack to go ist eine neue Empfehlung, wenn Sie wenig Platz in der Küche haben.

9. Januar 2018

Wir haben unseren Test um den Fruit Jerky Pro 10 von Klarstein ergänzt. Mit seinem riesigen Fassungsvermögen ist er Preis-Leistungs-technisch eine echte Ansage. Leider muss er bei der Fertigungsqualität Federn lassen.

Dörren ist eine uralte Konservierungstechnik, die zwischenzeitlich ziemlich in Vergessenheit geraten ist. Durch den Rohkost-Trend in der vegetarischen und veganen Ernährung ist das Dörren auf einmal aber wieder »in«.

Aber nicht nur bei fleischfreier Ernährung ist Dörren eine gute Ergänzung zu gekochten Lebensmitteln, auch in der »normalen« Küche macht sich Gedörrtes gut, denn es ist abwechslungsreich, geschmacksintensiv und reich an Vitaminen und Mineralien.

Wir haben 17 Dörrautomaten für Sie einem ausführlichen Praxistest unterzogen, 15 Geräte sind aktuell noch erhältlich. Preislich liegen fast alle Geräte zwischen 28 und 212 Euro, nur das einzige Infrarot-Dörrgerät im Test schlägt mit stattlichen 499 Euro zu Buche.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Stöckli Dörrex

Dörrt gleichmäßig und schnell – da lohnt sich der etwas höhere Anschaffungspreis.

Mit dem Stöckli Dörrex macht Dörren Spaß. Das Gerät ist hochwertig gefertigt und die Dörrgitter sind aus Metall. Der Stöckli verfügt über einen Timer und eine Temperatureinstellung und das Dörrgut wird gleichmäßig und schnell getrocknet. Sowohl beim Stromverbrauch als auch bei den Anschaffungskosten ist er nicht der günstigste – doch er tut zuverlässig und schnell, was er soll. Wer gerne und viel dörrt, aber kein Vermögen ausgeben will, fährt mit dem Stöckli Dörrex am besten.

Auch gut

BioChef Arizona Sol

Test Dörrautomat: BioChef Arizona Sol
Wer genug Platz hat, bekommt mit dem BioChef Arizona Sol ein tolles Gerät mit Display.

Für den BioChef Arizona Sol braucht man etwas Platz in der Küche, doch wer den hat, sollte sich den schicken Dörrautomaten genauer ansehen. Auf den ersten Blick macht er den Eindruck eines kleinen Backofens, denn hier werden die Dörrgitter nicht gestapelt, sondern eingeschoben. Eine durchsichtige Klappe ermöglicht jederzeit einen Blick ins Innere – und das Dörrergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen.

Gut & günstig

Rommelsbacher DA 750

Test Dörrgerät: Rommelsbacher 750 Dörrautomat
Mutet seltsam an, doch mit dem oben liegenden Dörraggregat erzielt der Rommelsbacher gute Ergebnisse.

Ganz anders konstruiert ist der Rommelsbacher DA 750: Hier ist das Dörraggregat nicht unten oder an der Rückseite angebracht, sondern oben im Deckel integriert. Die Luft wird hier also von oben auf dem Dörrgut verteilt. Außerdem sind die Dörretagen aus durchgängigem Kunststoff – ganz ohne Löcher. Durch dieses Konstruktionsprinzip dörrt der Rommelsbacher sehr schnell. Auch wenn er relativ warm wird, konnte das Ergebnis überzeugen. Zwar ist der Anschaffungspreis günstiger als der unseres Testsiegers und der Empfehlung von BioChef, bei den Stromkosten liegt er allerdings mit satten 2,35 Euro für 12 Stunden am höchsten.

Wenn Geld egal ist

C.I. IR D5

Test Dörrgerät: C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5
Dörren wie in der Sonne: Infrarotlicht bringt gleichmäßige Dörrergebnisse und noch intensiveren Geschmack – aber das kostet.

Das C.I. IR D5 Infrarotdörrgerät ist mit knapp 500 Euro sehr teuer und braucht einiges an Platz. Trotzdem ist es eine Empfehlung für alle, die viel Dörren. Im Sonnenmodus wird das Infrarotlicht zugeschaltet, so wird das Dörrgut quasi in der Sonne getrocknet. Das Ergebnis ist eine gleichmäßigere Trocknung und ein sehr guter, noch intensiverer Geschmack. Schneller als mit unseren anderen Empfehlungen geht es mit dem Infrarot-Dörrgerät allerdings auch nicht.

Für kleine Mengen

WMF Küchenminis Snack to go

Test Dörrautomat: WMF Küchenminis Dörrautomat Snack to go
Der Küchenminis Dörrer ist schnell, kompakt und hochwertig. Wer nur kleine Mengen Dörrgut braucht, kann hier zugreifen.

Wenn es nur kleine Mengen Dörrgut sein sollen oder Sie nicht so viel Stauraum haben, ist der WMF Küchenminis Snack to go Dörrautomat genau der richtige. Er ist schnell, nimmt nicht viel Platz weg und macht sich sogar noch gut als dekoratives Element in der Küche. Für seine Größe ist er zwar nicht ganz günstig, dafür aber wirklich niedlich anzusehen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGut & günstigWenn Geld egal istFür kleine Mengen
ModellStöckli DörrexBioChef Arizona SolRommelsbacher DA 750C.I. IR D5WMF Küchenminis Snack to goTZS First Austria FA-5126-2Severin OD 2940Klarstein BananaramaKlarstein Fruit Jerky Pro 10Clatronic DR 3525Excalibur FPTH0169TurboTronic TurboWave BioArendo 723052972Rosenstein & Söhne DH-30Rosenstein & Söhne DH-25
Test Dörrautomat: BioChef Arizona SolTest Dörrgerät: Rommelsbacher 750 DörrautomatTest Dörrgerät: C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5Test Dörrautomat: WMF Küchenminis Dörrautomat Snack to goTest Dörrautomat: TZS First Austria DörrgerätTest Dörrgerät: Severin DörrautomatTest Dörrautomat: Klarstein BananaramaTest Dörrautomat: Klarstein Fruit Jerky Pro 10Test Dörrgerät: Clatronic DR 3525 DörrautomatTest Dörrgerät: Excalibur DörrautomatTest Dörrautomat: TurboWave BioTest Dörrautomat: Arendo DörrautomatTest Dörrautomat: Rosenstein & Söhne DH-30Test Dörrautomat: Rosenstein & Söhne DH-25
Pro
  • Gleichmäßiges Dörrergebnis
  • Gute Verarbeitungsqualität
  • Gute Ausstattung
  • Display
  • Transparente Öffnung
  • Stabil und wertig
  • Vergleichsweise preiswert
  • Dörrgut kann nicht hindurchfallen
  • Gleichmäßiges Dörrergebnis
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Toller Geschmack der gedörrten Lebensmittel
  • Hübsche Optik
  • Sehr kompakt
  • Schön leise
  • Hochwertig verarbeitet
  • Viele Etagen mit viel Platz
  • Trocknet schnell
  • Geringer Stromverbrauch
  • Hübsches Design
  • Temperaturregler und Timer
  • Für große Mengen
  • Edelstahl-Korpus
  • Profil-Bedienfeld
  • 2 teiliger Aufbau für Reinigung
  • Geringer Preis
  • Modellvielfalt bis 18 Etagen
  • Dörrt gut
  • Sehr günstig
  • Kompakt und praktisch
  • Auf höchster Stufe gute Ergebnisse
  • Qualitativ hochwertig
  • Sehr geringer Stromverbrauch
  • Schöne Optik
  • Einfache Handhabung durch Frontklappe
  • Einfache Reinigung
  • Display
  • Kompakt
  • Display
  • Kompakt
  • Günstig
  • Man kann den Dörrfortschritt gut sehen
Contra
  • Dörrfolien nötig
  • Nicht ganz günstig
  • Braucht viel Platz
  • Nicht ganz günstig
  • Wird relativ warm
  • Dörrgut kann beim ankleben Flecken hinterlassen
  • Design könnte schöner sein
  • Sehr teuer
  • Groß und daher nur für große Küchen geeignet
  • Für manche vielleicht zu klein
  • Dörrzeit ist sehr lange
  • Alles aus Kunststoff, könnte etwas besser verarbeitet sein
  • Nur ein Ein/Aus-Schalter
  • Keine Temperaturregelung
  • Macht das Dörrgut fast schon zu trocken
  • Verarbeitungsqualität könnte besser sein
  • Dörrvorgang dauert relativ lange
  • Lautstärke: Korpus dröhnt
  • Scharfe Kanten, ungenaue Fertigung
  • Chrome auf Röstgittern kann abplatzen (Unterlage nötig)
  • Nur Ein/Aus-Knopf und zwei Stufen
  • Sehr klein und klapprig
  • Temperaturangaben stimmen nicht mit Dörrzeit überein
  • Hoher Anschaffungspreis
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Recht laut im Betrieb
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Kein gleichmäßiges Dörrergebnis
  • Billige Verarbeitung
  • Kein gleichmäßiges Dörrergebnis
  • Billiges Plastik
  • Design könnte schöner sein
  • Kein gleichmäßiges Dörrergebnis
Bester Preis
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Was Sie über Dörren wissen müssen

Beim Dörren wird dem Dörrgut durch Lufttrocknung so viel Feuchtigkeit entzogen, dass sich keine Bakterien mehr vermehren können. Vereinfacht gesagt, werden Lebensmittel getrocknet und so länger haltbar gemacht. Ab einem Wassergehalt von weniger als 35 Prozent ist das der Fall. Schimmelpilze können allerdings noch bis zu 15 Prozent Wassergehalt vorkommen.

Dörren ist eine Konservierungs­­methode, die den Ge­schmack verstärkt

Zum reinen Haltbarmachen müssen wir heute nicht mehr dörren – schließlich leben wir im 21. Jahrhundert und können Lebensmittel durch viele andere Methoden haltbar machen oder sie einfach im Kühlschrank aufbewahren.

Doch viele Lebensmittel enthalten nicht nur Konservierungsmittel, sondern auch Geschmacksverstärker und andere Zusatzstoffe. Wie die Stiftung Warentest in einem aktuellen Test herausgefunden hat, sind sogenannte Gemüsechips, die man neuerdings im Handel findet, auch nicht gesünder als herkömmliche Kartoffelchips. Sie enthalten viel Fett und zugesetzten Zucker – und sind auch noch teuer.

Wenn man seine Chips einfach selbst macht, weiß man, was drin ist. Dörrt man sie, anstatt zu frittieren, muss man kein Fett hinzugeben und erhält wirklich gesunde Chips.

Dörrautomat Test: Wmf Dörrgut
Leckeres Dörrgut, selbst gemacht.

Ebenso ist es mit Obst und Gemüse, das unsere Vorfahren nicht frisch aus dem Urwald eingeflogen bekamen – man musste Beeren im Sommer sammeln und haltbar machen, wenn man auch im Winter hin und wieder davon kosten wollte.

Heute kann man auch im Winter noch Erdbeeren kaufen. Lohnt sich der Aufwand selbst zu dörren wirklich? Wir finden ja, denn Dörren ist auch eine Methode, Lebensmittel zu veredeln und ihren Geschmack zu verstärken. In Zeiten, in denen die meisten Menschen sowieso zu wenig Obst und Gemüse essen, kann Dörrgut eine willkommene Abwechslung sein. Auch eine Alternative zu fettigen Snacks für zwischendurch können Sie sich durchs Selberdörren schaffen – davon darf man dann auch gerne mal eine Handvoll mehr essen.

Der Dörrvorgang

Dörren ist nichts anderes als Dehydrieren, das heißt, den Nahrungsmitteln Wasser entziehen. Das ist leichter gesagt als getan, denn es kommt auch auf die Temperatur an. Bis höchstens 60 Grad sollten die Lebensmittel erhitzt werden. Je nachdem, wieviel Wasser entzogen werden muss, kann ein Dörrvorgang schon mal zehn bis zwölf Stunden dauern.

Beim Dörrprozess wird das zu trocknende Lebensmittel warmer Luft ausgesetzt, die das Wasser an der Oberfläche langsam verdunsten lässt. Immer wenn Wasser aus dem Inneren nachströmt, wiederholt sich der Vorgang.

Je nach Gerät und Tempe­ratur variiert die Dörr­zeit

Damit Dörren für den Privatgebrauch etwas einfacher ist, gibt es Dörrautomaten. Die meisten sind mit Timer erhältlich, Sie können also beruhigt in der Nacht oder den ganzen Tag den Apparat seine Arbeit machen lassen, ohne alle paar Minuten auf die Uhr schauen zu müssen.

Die meisten Lebensmittel werden bei 40 bis 60 Grad gedörrt. Höhere Temperaturen würden die Struktur der Lebensmittel zerstören. Im Klartext heißt das: Nach dem Dörr- oder Dehydriervorgang sind die Produkte immer noch roh – nur, dass sie Flüssigkeit verloren haben. Mit Kochen hat das ganze also nichts zu tun.

Dörrautomaten Test
Unser Dörrgut im Test: Beeren und Wirsing, Zucchini und Tomaten, Äpfel und Bananen.

Genau aus diesem Grund ist Dörren bei Menschen, die sich mit der Rohkostküche auseinandersetzen, sehr beliebt. Die Nahrung behält Vitamine und Mineralien – anders als das beim Kochen teilweise der Fall ist – und bekommt einen noch intensiveren Geschmack als vor dem Dörrvorgang.

Aber eigentlich kann man jedes Lebensmittel dörren. Neben Obst und Gemüse, lassen sich auch Kräuter und Pilze, aber auch Fleisch und Fisch sowie Nüsse hervorragend dörren.

Warum nicht im Ofen dörren?

Prinzipiell kann man auch in einem ganz normalen Ofen dörren. Optimal ist das aber nicht. Zum einen kann man die niedrigen Temperaturen bei einem Backofen nicht gut einstellen. Zum anderen schwankt bei ihnen die Temperatur stärker – sie sind für niedrige Temperaturen einfach nicht gebaut.

Zum anderen kann im Backofen die entzogene Feuchtigkeit nicht gut entweichen. Die Ofentür sollte daher mit einem eingeklemmten Handtuch offen gehalten werden. Das ist nicht nur umständlich, sondern führt auch zu einem höheren Energieverbrauch.

Wenn Sie Dörren erstmal ausprobieren wollen, können Sie es gern erstmal mit den Backofen versuchen. Wer auf den Geschmack gekommen ist und regelmäßig dörrt, fährt mit einem Dörrautomaten aber besser.

Dörren mit Infrarot: Bessere Wärme­­vertei­lung und schnel­leres Ergeb­nis

Noch relativ neu ist das Dörren mit Infrarot- bzw. Wärmestrahlen. Durch Infrarot wird ein ähnlicher Effekt erzielt, wie er beim Trocknen in der Sonne entsteht, aber um einiges gleichmäßiger.

Normale Dörrautomaten trocknen das Dörrgut von außen nach innen, bei Infrarot-Geräten geschieht es genau andersherum. Durch das Trocknen von innen nach außen sollen noch mehr Nährstoffe erhalten bleiben als bei herkömmlichen Geräten. Ein weiterer Vorteil: Im Betrieb sind Infrarot-Geräte sehr leise.

Aber Infrarot-Dörrautomaten sind noch nicht weit verbreitet und relativ teuer: 400 bis 500 Euro wollen wohl die wenigsten für ein Dörrgerät ausgeben. Trotzdem wollten wir ein Modell zum Vergleich dabei haben.

Fertig gedörrt – und jetzt?

Wie bei allen Lebensmitteln ist die richtige Lagerung ausschlaggebend für eine lange Haltbarkeit. Dörrgut sollte vor allem vor Feuchtigkeit geschützt werden – logisch, denn damit es länger haltbar ist, haben wir ihm ja extra das Wasser entzogen. Luftfeuchtigkeit ist deshalb Gift für Dörrgut.

Dörrautomaten Test
Nach dem Dörren das Dörrgut am besten in Gläser packen und vor Licht und Feuchtigkeit schützen.

Wiederverschließbare Frühstücksbeutel, Einmachgläser oder ähnliches, die luft- und wasserdicht verschlossen werden können, eignen sich für die Lagerung von Dörrgut hervorragend. Am besten lagert man gedörrte Lebensmittel außerdem lichtgeschützt und kühl, am besten im Keller.

Dörr­gut ist vielseitig in den Essens­­plan integrier­bar

Zubereiten kann man gedörrte Lebensmittel auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Zum einen kann man Dörrgut natürlich ganz einfach als leckeren Snack genießen. Eine andere Möglichkeit ist, die Produkte in Flüssigkeit einzulegen und dann zu kochen. Das klappt nicht bei allen Lebensmitteln gleich gut, aber aber vor allem bei Pilzen ist es eine gute Lösung.

Pulverisieren ist eine dritte Variante, wie Sie Dörrgut verarbeiten können. Beispielsweise können Sie damit eigene Suppenfonds anreichern oder Beeren zu Pulver verarbeiten und dann in einen Smoothie mixen.

So haben wir getestet

Nach ausführlicher Recherche haben wir insgesamt 17 Dörrgeräte getestet, 15 sind derzeit noch erhältlich. Für den Test haben wir eine Auswahl an Obst, Gemüse und Kräuter gedörrt: Bananen, Äpfel, Beeren, Tomaten, Wirsing, Zucchini und Kräuter wie Petersilie, Basilikum und Majoran. Die für die einzelnen Lebensmitteln vorgegebene Dörrdauer stimmte bei allen Geräten weitgehend überein, daher ließen wir alle Geräte gleich lang dörren. Anschließend kontrollierten wir, ob das Dörrgut dann schon richtig trocken war oder ob noch nachgedörrt werden musste.

Neben der Dörrqualität kam es uns auch auf die Bedienung an. Wenn man vor dem ersten Einsatz erstmal stundenlang die Bedienungsanleitung studieren muss, vergeht einem schnell die Lust. Auch auf die Lautstärke beim Dörren haben wir geachtet – da gibt es aber keine großen Unterschiede zwischen den Geräten.

Bei der Leistungsaufnahme unterscheiden sich die Geräte hingegen teilweise stark. Das bedeutet aber nur, dass stärkere Geräte schneller aufheizen können als schwächere Geräte. Der Energieverbrauch pro Dörrvorgang ist bei allen Geräten ähnlich hoch, denn der hängt maßgeblich von der Menge des Wassers ab, das dem Dörrgut entzogen wird.

Testsieger: Stöckli Dörrex

Der Dörrex des Schweizer Herstellers Stöckli hat im Praxistest überzeugt, denn er bietet eine sehr gute Leistung zu einem noch akzeptablen Preis. Seine Verarbeitungsqualität ist sehr gut und er ist sowohl mit Timer als auch einer Temperaturregelung ausgestattet, was längst nicht bei allen Geräten der Fall ist. Die Dörretagen können bei Bedarf noch erweitert werden, doch auch auf die drei mitgelieferten Etagen passt schon einiges an Dörrgut. Wir haben außerdem genau nachgemessen: Auf der obersten Etage wird bei einer eingestellten Temperatur von 60 Grad auch fast genauso viel erreicht – 58 Grad haben wir gemessen. Auf unterster Ebene waren es 62 Grad. Also alles im grünen Bereich.

Der Dörrautomat von Stöckli war zwar nicht das kleinste Gerät im Test, aber er ist kompakt genug, dass er in den meisten Küchen ein Plätzchen finden dürfte.

Testsieger

Stöckli Dörrex

Dörrt gleichmäßig und schnell – da lohnt sich der etwas höhere Anschaffungspreis.

Handhabung

Die Handhabung des Dörrex ist denkbar einfach. Bevor er in Betrieb genommen werden kann, sollten Sie ihn mit einem feuchten Tuch reinigen und dann für etwa 30 Minuten auf höchster Stufe laufen lassen. Anschließend abkühlen lassen, nochmal säubern und schon ist er bereit für die erste Dörreinheit.

Die Bedienungsanleitung braucht man eigentlich nicht. Timer und Temperaturregler sind selbsterklärend. Was allerdings praktisch ist, sind die einzelnen Dörrzeiten und Temperaturen, die für viele Lebensmittel in der Anleitung angegeben werden. Vor allem, wenn man das erste Mal dörrt, hat man hier gute Einstiegswerte. Die in den Bedienungsanleitungen angegebenen Dörrzeiten stimmen übrigens bei fast allen getesteten Geräten weitgehend überein.

Genug Ab­stand halten für die Luft­­zirku­lation

Allerdings fanden wir die für die meisten Lebensmittel angegebene Schnittbreite zu hoch. Wir haben uns dafür entschieden, das Dörrgut dünn zu schneiden, um am Ende Bananen-, Zucchini- und Apfelchips zu erhalten. Deshalb waren die Lebensmittel in unserem Test deutlich schneller fertig als in den Anleitungen beschrieben. Hält man sich an die angegebene Dicke, kann man sich gut auf die Werte verlassen.

Dörrautomaten sollten Sie im Allgemeinen immer auf ebene Flächen stellen, die unempfindlich gegen Hitze sind. Außerdem sollten sie nie unter Hängeschränke, da die heiße Luft im Raum zirkulieren muss. Bei manchen Dörrern befindet sich der Luftauslass auch hinten am Gerät, dann sollte man genug Abstand zur Wand halten.

Dörrvorgang

Beim Dörrex fiel zunächst auf, dass Tomaten und Bananen stark am Metallgitter klebten. Bei den Plastikauflagen der andere Dörrautomaten war das weniger der Fall. Entweder muss man das Dörrgut relativ häufig bewegen oder man kauft sich die als Zubehör angebotene Silikon-Dörrmatte von Stöckli dazu. Man kann auch günstigere Folien anderer Anbieter bestellen und sie zuschneiden – oder einfach Backpapier verwenden.

Dörrautomaten Test
Klebriges oder zu nasses Dörrgut klebt am Gitter an, daher sollte man eine Unterlage verwenden.

Egal ob auf der obersten oder untersten Etage – das Dörrgut wurde überall zeitgleich fertig. Den Anfang machten die Kräuter, die bei 40 Grad zwischen zwei und vier Stunden gedörrt werden müssen. Schon nach zweieinhalb Stunden konnten wir beim Stöckli die Petersilie perfekt getrocknet entnehmen, eine Stunde später war dann auch der Majoran fertig. Basilikum brauchte länger als die angegebenen vier Stunden, das war allerdings bei fast allen Geräten der Fall. Lediglich beim Rommelsbacher DA 750 war nach bereits zweieinhalb Stunden alles fertig und richtig gut getrocknet. Auch der Severin OD 2940 überraschte nach der gleichen Zeit mit trockenen Kräutern, wobei diese für unseren Geschmack schon fast zu trocken waren – ein bisschen länger und sie wären zu Staub zerfallen. Trotz allem lieferte auch der Dörrex bei den Kräutern gute Ergebnisse.

Schnelle und gute Dörr­ergebnisse

Noch besser lief es bei den anderen Lebensmitteln. Sowohl das Gemüse als auch Tomaten, Apfelringe und Bannenscheiben müssen mit einer Temperatur zwischen 65 und 70 Grad gedörrt werden, sodass wir alle gleichzeitig in den Dörrer schieben konnten.

Weil wir lieber dünne Obst- und Gemüsechips wollten, haben wir uns nicht an die angegebene Dicke von sechs Millimetern gehalten, sondern sehr dünne Scheiben geschnitten. Das verkürzte unsere Dörrzeit deutlich. Wenn man unsere Dörrzeit auf sechs Millimeter hochrechnet, kommt man ungefähr auf die in der Anleitung angegebene Zeit von acht bis zehn Stunden.

In unserem Fall war der Dörrex nach sehr guten eineinhalb Stunden bei 65 Grad mit den Äpfeln, dem Wirsing und den Bananen fertig. So schnell trocknete kein anderes Gerät im Test. Nach etwas mehr als zwei Stunden waren dann auch die Tomaten und Zucchini trocken. Die Heidelbeeren waren eine Herausforderung für jedes Gerät, nur der Dörrex schaffte es nach zehn Stunden wirklich trockene Beeren zu liefern.

Reinigung

Die Reinigung ist schnell erledigt, es sei denn, manche Lebensmittel kleben, wie in unserem Fall, am Gitter fest. Dann ist eine kurze Einweichphase nötig, nach der die Gitter aber rückstandsfrei sauber werden. Das Gerät selbst sollten Sie nur mit einem feuchten Lappen abwischen, nicht vollständig ins Wasser tauchen.

Außerdem ist es sinnvoll, den Dörrer nach der Verwendung erst kurz abkühlen zu lassen, da er sich auf Dauer bei hohen Temperaturen sehr aufheizt und man sich eventuell verbrennen könnte. Extrem heiß wurde kein Gerät im Test, doch auch 65 Grad können unangenehm werden.

Der Dörrex von Stöckli bietet für uns daher das beste Gesamtpaket aus gutem Dörrergebnis, solider Verarbeitung, einem noch relativ kompakten Gehäuse und nicht zuletzt einem akzeptablem Preis.

Stöckli Dörrex im Testspiegel

Bisher sind keine Testberichte zum Stöckli Dörrex vorhanden. Sollte sich das ändern, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Für die meisten ist der Stöckli Dörrex unserer Meinung nach die beste Wahl, doch im Test haben uns auch noch drei weitere Dörrautomaten gut gefallen.

Auch gut

BioChef Arizona Sol

Test Dörrautomat: BioChef Arizona Sol
Wer genug Platz hat, bekommt mit dem BioChef Arizona Sol ein tolles Gerät mit Display.

Der BioChef Arizona Sol wird mit sechs Dörrgittern, zwei Folien und einem Auffangblech aus Kunststoff geliefert. Bis auf das Infrarot-Dörrgerät war er das größte Gerät im Test. Das muss kein Nachteil sein, denn schließlich passt dann auch mehr hinein. Wenn Sie eine große Küche haben, macht sich der schicke Dörrautomat auf jeden Fall gut darin. Er sieht eher aus wie ein kleiner Backofen und setzt sich damit von dem meist runden Look der anderen Geräte ab.

Auch der BioChef liefert beim Dörren gute Ergebnisse. Ausgestattet mit einem Timer und einer Temperatureinstellung haben Sie die volle Kontrolle. Der laute Piepton am Ende der Dörrzeit kann kaum überhört werden.

Das Dörrgut wird auf die Gitter gelegt und wie bei einem Ofen in das Gerät eingeschoben. Die durchsichtige Klappe ist praktisch, weil man den Dörrvorgang von außen gut beobachten kann.

Auch beim BioChef waren nach eineinhalb Stunden bereits Äpfel und Wirsing fertig, Bananen und Zucchini brauchten etwas mehr als zwei Stunden. Bei den Tomaten klappte das Dörren aufgrund der mitgelieferten Folie besser als beim Testsieger, dauerte aber eine halbe Stunde länger. Die Heidelbeeren hätten noch ein wenig Zeit gebraucht, die Trocknung war aber schon ziemlich weit fortgeschritten.

Das Dörrgut sollte nach einiger Zeit gewendet werden – wenn Sie die Gitter des Arizona Sol herausziehen, greifen Sie bitte zu Ihren Topflappen. Die Metallgitter werden ähnlich heiß wie die Bleche im Backofen, was Sie gleich bei der ersten Berührung spüren werden.

Auf dem kleinen Display wird die restliche Dörrzeit angezeigt, bei Bedarf kann man sie einfach mit der Plus- oder Minustaste anpassen.

Der BioChef Arizona Sol ist eine Empfehlung für alle, die viel dörren, genug Platz haben und ein schickes Dörrgerät in der Küche haben möchten. Wer nicht so viel Platz hat, fährt mit unserem Favoriten besser. Wer noch größere Mengen dörrt, sollte sich den Fruit Jerky Pro 10 von Klarstein ansehen (unter »Außerdem getestet«). Wir hatten die Variante mit 10 Etagen im Test, es gibt aber auch Schwestermodelle mit bis zu 16 Etagen.

Gut & günstig

Rommelsbacher DA 750

Test Dörrgerät: Rommelsbacher 750 Dörrautomat
Mutet seltsam an, doch mit dem oben liegenden Dörraggregat erzielt der Rommelsbacher gute Ergebnisse.

Der Rommelsbacher DA 750 ist optisch, sagen wir, etwas speziell. Als einziges Gerät im Test ist bei ihm die Heizeinheit im Deckel untergebracht. Das wirkt etwas unbeholfen, doch darauf kommt es ja nicht an. Das was er soll, macht der Dörrer von Rommelsbacher gut.

Ein bisschen schade ist, dass es zwar einen Timer, aber keine wirkliche Temperatureinstellung gibt. Drei Stufen können eingestellt werden, Stufe eins erwärmt auf 20 Grad, Stufe zwei auf 40 und Stufe drei heizt mit 60 Grad. Zwischenwerte kann man nicht einstellen.

Die Dörretagen sind aus Kunststoff und haben im Gegensatz zu allen anderen Modellen weder ein Gitter noch Löcher für die Luftzirkulation. Wir waren zugegebenermaßen sehr skeptisch, ob das funktionieren kann – und wurden positiv überrascht.

Alle Kräuter waren nach bereits zweieinhalb Stunden auf Stufe zwei, also 40 Grad, fertig – sogar der Basilikum. Das restliche Dörrgut wurde bei Stufe drei und 60 Grad auf die Etagen gelegt. Nach eineinhalb Stunden konnten wir den Wirsing herausnehmen, ein Teil der Zucchinis war ebenfalls fertig gedörrt. Eine Stunde später hatten es auch die Äpfel, die Bananen und die Tomaten geschafft.

Obwohl wir die Tomaten während des Dörrens mehrmals wendeten, klebten sie immer wieder an und verursachten eine unschöne Verfärbung auf dem Kunststoff, die auch nach mehrmaligem Reinigen nicht zu entfernen war. Hier wäre eine Dörrfolie sinnvoll gewesen. Die Verfärbung beeinträchtigt das Dörren natürlich nicht, sieht aber nicht schön aus.

Auf Nachfrage beim Hersteller wurde uns mitgeteilt, dass der Kunststoff nach den Richtlinien für die Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe und nach dem LFGB (Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch) hergestellt wurde und somit keine schädlichen Stoffe enthält, die sich auf die Lebensmittel übertragen könnten. Daraus resultiere aber, dass Verfärbungen auftreten könnten. Abhilfe könne Backpapier schaffen, dass zugeschnitten und auf die Etagen gelegt werden kann.

Trotzdem waren wir im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit dem Rommelsbacher DA 750 und können ihn all denjenigen empfehlen, die nicht ganz so viel Geld ausgeben möchten und nur ab und zu mal dörren.

Wenn Geld egal ist

C.I. IR D5

Test Dörrgerät: C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5
Dörren wie in der Sonne: Infrarotlicht bringt gleichmäßige Dörrergebnisse und noch intensiveren Geschmack – aber das kostet.

Das C.I. IR D5 spielt in einer ganz anderen Liga als unsere bisherigen Empfehlungen, schon allein preislich: Knapp 500 Euro werden für dieses Luxusgerät fällig. Außerdem brauchen Sie für den Infrarot-Dörrer viel Platz. Er ist zwar durchaus ansprechend designt, braucht aber einiges an Stellfläche. Wenn weder der Preis noch Platz für Sie ein Ausschlusskriterium sind, ist der IR D5 von C.I. aber eine absolute Empfehlung.

Schon der erste Blick verrät, dass dieses Gerät sehr viel hochwertiger verarbeitet ist als die meisten von uns getesteten Dörrautomaten. Mitgeliefert werden fünf Edelstahleinschübe und sogar ein Paar Silikonhandschuhe, da die Dörretagen bei höheren Temperaturen ziemlich heiß werden können.

Der Dörrer mutet ziemlich technisch an, deshalb ist es auf jeden Fall sinnvoll, vor dem ersten Gebrauch einen Blick in die Anleitung zu werfen. So schlimm wie erwartet war es dann aber doch nicht.

Zwei Modi sind verfügbar: »Sonnen-« und »Schattenmodus«. Sobald das Gerät hinten am Netzschalter eingeschaltet wird, blinkt das große Display und man kann zwischen den Modi wechseln, indem man die Modus-Taste drückt. In welchem Modus man sich gerade befindet, wird einem durch den farbigen Lichtring um das Display angezeigt – grün bedeutet »Schatten«, orange ist der »Sonnenmodus«. Außerdem werden die dazugehörigen Symbole, eine Sonne oder eine Wolke, am Display angezeigt. Wer das Licht auf Dauer als störend empfindet, kann es auch abschalten.

Außerdem haben Sie die Wahl zwischen der Automatikeinstellung und dem manuellen Betrieb. Mit der Taste Auto/Manual ist ein einfacher Wechsel möglich. Der Unterschied zwischen den beiden Einstellungen ist, dass der Dörrer im Automatikbetrieb selbstständig die Temperatur und auch die Dörrzeit regelt. Haben Sie diese Einstellung gewählt, sehen Sie auf dem Display auch keine Temperatur und Zeit eingeblendet. Der Dörrer reguliert je nach Feuchtigkeitsgrad im Dörrgut die Temperatur nach oben oder unten. Wir fanden es schade, dass nicht angezeigt wurde, wie warm das Gerät gerade ist.

Ist der Dörrvorgang laut Gerät abgeschlossen, gibt es drei aufeinanderfolgende Pieptöne ab und auf dem Display wird »End« angezeigt. Sind Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden, können Sie in den manuellen Modus wechseln und Temperatur und Zeit individuell einstellen.

Bei der Dörrdauer gab es im Test keine großen Unterschiede zu den schnelleren Geräten, sehr wohl aber beim Dörrergebnis: Die gedörrten Kräuter – im Schattenmodus und auf der manuellen Einstellung gedörrt – waren nach zwei Stunden perfekt, selbst der Basilikum, der bei allen anderen Geräten Probleme bereitet hatte.

Nach drei Stunden konnten wir die Äpfel und Zucchinis fertig aus dem Gerät nehmen, auch die Bananen waren getrocknet. Nochmal eine Stunde später waren Tomate und Wirsing fertig und bereit zum Verzehr. Diese Lebensmittel haben wir ebenfalls bei 65 Grad gedörrt – allerdings hier im »Sonnenmodus«, also mit zugeschaltetem Infrarotlicht. Das Dörrgut war gleichmäßiger getrocknet und hatte einen deutlich intensiveren Geschmack. Da merkt man erst, wie eine Zucchini eigentlich wirklich schmeckt! Wir waren begeistert.

Der hohe Anschaffungspreis für den C.I. IR D5 trübt die Freude über das tolle Dörrergebnis allerdings deutlich. Unser Testsieger ist im Gesamtpaket für die meisten sicher die bessere Wahl.

Für kleine Mengen

WMF Küchenminis Snack to go

Test Dörrautomat: WMF Küchenminis Dörrautomat Snack to go
Der Küchenminis Dörrer ist schnell, kompakt und hochwertig. Wer nur kleine Mengen Dörrgut braucht, kann hier zugreifen.

Der kleine WMF Küchenminis Snack to Go hatte es uns schon gleich nach dem Auspacken angetan – er sieht einfach zu niedlich aus. Doch abgesehen von der Optik, ist auch die Verarbeitung gut, und vor allem das mitgelieferte Zubehör fanden wir toll. Neben dem Gerät wird eine Silikonform zum Zubereiten von Müsliriegeln mitgeliefert, außerdem zwei Aufbewahrungsdosen und eine kleine, rechteckige Dose für einen Müsliriegel. Auch die Rezepte im ebenfalls mitgelieferten Rezeptheftchen sind ausführlich und gut erklärt.

Gedörrt hat der kleine Automat ebenfalls gut. Nach ungefähr zwei Stunden waren die Kräuter fertig, eine halbe Stunde später auch die Zucchini. Fast zeitgleich, nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden, konnten wir auch die Äpfel und Bananen aus dem Gerät entnehmen. Mit den Tomaten gesellten sich dann noch eine Stunde später auch die letzten Lebensmittel dazu. Angeklebt ist das Obst und Gemüse teilweise schon, doch das lag daran, dass die Scheiben manchmal etwas zu dünn geschnitten waren. Insgesamt können wir uns aber nicht beklagen.

Die Lautstärke ist überhaupt kein Problem – der Dörrer kann bequem neben dem abendlichen Entspannen vor dem Fernseher laufen, ohne zu stören. Außerdem gefällt uns, dass er kaum Stauraum einnimmt. Wer eine moderne Küche hat, kann den WMF Küchenminis Snack to go sogar gut als Designelement mit einbauen. Für manche wird er natürlich zu klein sein, doch wer nur wenige Mengen auf einmal dörrt, wird mit diesem Gerät sicher glücklich.

Außerdem getestet

Wir haben uns weitere Geräte angesehen, die zwar nicht unbedingt schlecht waren, bei denen es für eine Empfehlung aber nicht gereicht hat. Vor allem, wenn Sie erst einmal ausprobieren möchten, ob Dörren für Sie auf längere Sicht in Frage kommt, tut es auch ein günstiges Modell. Abstriche müssen Sie allerdings machen – vor allem was die Dörrzeit angeht. Auch bei der Qualität konnte das ein oder andere Gerät nicht ganz überzeugen.

TZS First Austria FA-5126-2

Trotz all der guten Kundenbewertungen hat uns der TZS First Austria FA-5126-2 nicht richtig überzeugt. Beim Dörren der Kräuter machte er noch eine passable Figur und landete im guten Mittelfeld. Im Durchschnitt brauchte er für die anderen Lebensmittel aber fast doppelt so lang wie unser Testsieger und unsere anderen Empfehlungen, was wohl an der niedrigen Wattzahl des Gerätes liegt.

Ansonsten machte der TZS First Austria einen relativ stabilen Eindruck und in den Etagen ist viel Platz für Dörrgut. Wer sich nicht daran stört, das Gerät sehr viel länger laufen zu lassen, bekommt hiermit einen günstigen Dörrer.

Severin hat seinen Dörrautomaten OD 2940 relativ einfach gehalten. Lediglich ein Ein/Aus-Schalter ist zu finden. Das ist schade, weil man dadurch überhaupt keine Kontrolle über die Temperatur hat. Deshalb haben wir nachgemessen: Der Severin hat eine Temperatur von etwa 64 Grad – allerdings auch bei Lebensmitteln, die eigentlich niedriger gedörrt werden sollten. Bei den Kräutern war der Severin sehr schnell, doch sie waren uns zu trocken. Über 60 Grad sind in diesem Fall eben zu viel.

Wenn Sie den Dörrer immer im Blick haben, um zu kontrollieren, wie weit der Dörrvorgang fortgeschritten ist, bekommen Sie vielleicht bessere Ergebnisse. Für einen Preis von knapp 45 Euro kann man keine Glanzleistung erwarten, doch schon der noch günstigere TZS First Austria FA-5126-2 ist wenigstens mit einer Temperatureinstellung ausgerüstet.

Der Klarstein Bananarama macht optisch einiges her. In seinem grellen Grün ist er auf jeden Fall ein Hingucker in der Küche. Sehr positiv aufgefallen sind uns der Timer und die stufenlose Temperatureinstellung. Leider macht der Bananarama im Vergleich zu unseren anderen Testgeräten einen etwas klapprigeren Eindruck. Der Kunststoff ist dünn und nicht so robust wie bei einigen anderen Modellen. Die Dörrergebnisse waren zweigeteilt: Bei 40 Grad wurde das Gerät kaum warm und die Kräuter waren auch nach dreieinhalb Stunden nicht annähernd fertig. Besser war das Ergebnis bei einer Temperatur von 60 Grad und den anderen Lebensmitteln, doch so richtig überzeugen konnte uns der Bananarama leider nicht.

Klarstein Fruit Jerky Pro 10

Der Klarstein Fruit Jerky Pro 10 ist in Abmessungen und Fassungsvermögen ein echter Riese. Wie beim Stöckli, sind die Dörrgitter aus Metall, eingestellt werden lediglich Temperatur und Timer. Je nach Temperaturwahl werden die Heizelemente im Inneren in Intervallen an- und ausgeschaltet, was für schwankende Temperaturen sorgt. Das gleichmäßig gedörrte Obst und Gemüse erfreute uns, die Verarbeitungsqualität allerdings gar nicht. Wir stören uns an vielen scharfen Kanten und ungenauer Fertigung. Die Röstbleche bestehen aus verchromtem Metall. Hier sollte besser Backpapier zwischengelegt werden, denn Chrom kann abplatzen. Ohne Backpapier klebte das Dörrgut ohnehin stark am Gitter und zerbrach beim Runternehmen.

Auch mit der Lautstärke waren wir nicht zufrieden, denn das Gerät dröhnt im Betrieb stark. Aufgrund der Wärmeabgabe muss der Fruit Jerky Pro 10 mit deutlichem Abstand zu Möbeln und Wänden sowie auf einer hitzeunempfindlichen Oberfläche aufgestellt werden. Reinigen lässt sich der Fruit Jerky gut, da man ihn fast komplett auseinandernehmen kann.

Allerdings ist er eines von wenigen Geräten, die sehr viel auf einmal dörren können. Nirgends gibt es so viel Dörrfläche fürs Geld. Bedienung, Heizelement und auch der zerlegbare Korpus aus Edelstahl werden semiprofessionellen Ansprüchen gerecht.

Als wir den Clatronic DR 3525 auspackten, wussten wir erstmal nicht, ob das ein wirklich funktionierendes Gerät ist oder ein Spielzeug. Der Dörrer ist sehr klein und macht qualitativ einen eher schlechten als rechten Eindruck. Umso mehr hat uns dann überrascht, dass das Dörrgut im Durchschnitt nach drei Stunden fertig war – mit Ausnahme der Beeren, da war selbst nach zehn Stunden so gut wie nichts passiert.

Lediglich zwei Stufen können eingestellt werden, von denen man auch nach dem Lesen der Anleitung nicht weiß, welcher Temperatur sie entsprechen. Als wir nachgemessen haben, kamen wir bei Stufe zwei auf eine Temperatur von etwa 60 Grad. Wir finden den Clatronic-Dörrer trotz des geringen Preises zu klein und nicht hochwertig genug – schließlich arbeitet man mit Lebensmitteln.

Vom Excalibur FPTH0169 sind wir hin- und hergerissen. Qualitativ ist es sehr hochwertig gefertigt. Dörrfolie kann für einen angemessenen Preis optional dazu gekauft werden, wobei das Dörrgut auch auf dem abnehmbaren Kunststoffrost nicht klebte. Einen Timer gab es bei der Ausführung unseres Testgerätes nicht, dafür aber eine Temperatureinstellung. Die Kräuter wurden aber, ähnlich wie beim Klarstein, auf der dafür vorgesehenen Stufe nicht annähernd fertig. Als wir das restliche Dörrgut dann auf knapp 60 Grad trockneten, war das Ergebnis nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Für kleine Küchen ist der Excalibur sicher eine gute Lösung, doch der Preis ist für das, was er leistet, zu hoch.

TurboTronic TurboWave Bio

Der TurboWave Bio von TurboTronic ist an sich ein solides Gerät, das mit der Frontklappe eine praktische Handhabung ermöglicht und schneller zu reinigen ist als andere Kandidaten. Da er hauptsächlich aus Metall besteht, wirkt er hochwertig, jedoch könnten die Stellrädchen noch besser verarbeitet sein – hier hat man auf recht billige Plastikteile zurückgegriffen. Über die Dörrleistung kann man sich im großen und ganzen nicht beschweren. Das Gerät ist kompakt und macht sich gut in der Küche – durch das Glasfenster kann man den Dörrvorgang gut im Auge behalten. Ein Timer bis zu zwölf Stunden ist an Bord und auch die Temperatur ist bis 80 Grad einstellbar.

An sich wäre der TurboWave eine günstige Empfehlung gewesen, würde er nicht so laute Geräusche beim Dörren von sich geben: Mit immerhin über 60 Dezibel arbeitet er leider doch zu störend.

Der Arendo 723052972 ist ein kompaktes Gerät, das hauptsächlich aus Plastik besteht. Man kann die Dörrzeit und die Temperatur einstellen – das ganze gelingt mit Hilfe des Displays schnell und einfach. Leider dörrt der Automat die Lebensmittel nicht wirklich gleichmäßig – alles, was auf der obersten Schiene liegt, hat meist noch einiges mehr an Flüssigkeit als das Dörrgut auf der unteren Etage. Besonders bei Heidelbeeren war das spürbar – die obersten waren selbst nach 15 Stunden teilweise noch weich. Leichter zu dörrende Gemüsesorten, wie Tomaten, meistert er aber ganz gut. In der Anleitung des Geräts findet man die Dörrtabellen für verschiedene Obst- und Gemüsesorten.

Rosenstein & Söhne DH-30

Der DH-30 von Rosenstein & Söhne ist ebenfalls ein kleines Gerät, das mit einem Display sowie Temperatur- und Zeitwahl ausgestattet ist. Die Tasten könnten allerdings etwas besser verarbeitet sein. Auch hier finden wir ein Plastikgehäuse vor, das etwas altbacken designt ist. Wenn das Gerät fertig gedörrt hat, gibt es einen kurzen Piepton von sich. Die Dörrleistung war im Großen und Ganzen in Ordnung, allerdings werden die Lebensmittel nicht ganz gleichmäßig gedörrt – bei den Zucchini waren z. B. die obersten Stücke noch weich.

Rosenstein & Söhne DH-25

Der günstige DH-25 von Rosenstein & Söhne ist ein etwas sperrigeres Gerät – allerdings bietet es dadurch auch mehr Platz für das Dörrgut. Ein Vorteil ist hier, dass man die Lebensmittel durch den durchsichtigen Deckel sehr gut im Blick hat. Die Bedienung ist denkbar einfach: Es gibt einen An-/Aus-Schalter und eine Temperaturwahl bis 70 Grad. Die Dörrleistung ist nicht besonders gleichmäßig: Unten liegende Obst- und Gemüsestücke werden sehr kross, während sie ganz oben manchmal noch weich sind. Das war vor allem bei Heidelbeeren und Zucchini der Fall.

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Kommentare

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Elo
Elo

Guter Bericht . Leider haben alle Automaten Plastik welches durch die Hitze im Innenraum Phthalate (Weichmacher) abgibt. Wenn ich schon Trockenobst selbst machen kann und mir die Plastik Verpackung aus dem Laden sparen kann, dann möchte ich auch gesundes Trockenobst ohne plastik

Mani Banani
Mani Banani

Mein Dörrautomat ist mein Steinbackofen den ich nach dem Backen abschalte und nach einer gewissen Temperatur das Obst darin dörren kann. Aber diese Elektro Dörrer sind natürlich auch genial.

Bernd Ahne
Bernd Ahne

Der beste ist der Excalibur ☝️

Flor Diez
Flor Diez

Ich habe auch einen Dörrex und auch wenn die Anschaffung mit insgesamt sieben Etagen schon teuer war, wollte ich den nicht mehr missen. Super Wärmeverteilung und in diesem Jahr stocke ich den auch mit Etagen auf. Es lohnt sich, finde ich.

Gegê Bertsch
Gegê Bertsch

Der allerbeste ist der Sigg Dörraparat, der ist ganz aus Metall und läuft lautlos schon 25 Jahre. Leider stellen sie ihn nicht mehr her 🙁

Siri Boocks
Siri Boocks

So ein Dörrex fehlt mir noch

An Etti
An Etti

Magst du meinen haben ?
Ich habe auch viele Gitter dazu .

Anna Oberleitner
Anna Oberleitner

Unser dörrex läuft und läuft einwandfrei. Mir sind die Edelstahlgitter sympathischer als plastikgitter

Manuela Frauscher
Manuela Frauscher

das wäre ja endlich was gescheites , dass in meiner küche noch fehlt

Andrea Sena
Andrea Sena

wow so einen hätte ich gerne

An Etti
An Etti

Kannst meinen haben 🙂

An Etti
An Etti

Nein ,verschenken nicht .
Dafür war er zu teuer 😉

Dora
Dora

Hallo An Etti, wie alt ist der Automat und was soll er denn kosten?

Nora Bobretzky
Nora Bobretzky

Mein stöckli läuft seit Jahren mit 5 Aufsätzen rund ums Jahr. Egal ob Kräuter, Obst, Gemüse,Hunde – und Katzenleckerli, …….

Judith Giese
Judith Giese

Nina Hertel

Rita Lexer
Rita Lexer

Mein Dörrex ist fast 10 Jahre alt und läuft problemlos. Ist nach Mixer das meistgenutzte elektrische Haushaltsgerät. Egal ob hundeleckerli, Jerky, Pilze, bärlauch, Obst oder Gemüse. Ich trockne alles und das Gerät hat mich noch nie im Stich gelassen.

Birgit Lötscher
Birgit Lötscher

ich habe bereits den zweiten Stöckli Dörrex (innerhalb von 40 Jahren!) und bin mehr als zufrieden!

Susanne Aargonja
Susanne Aargonja

Stöckle Dörrautomaten sind wirklich super. Habe mir noch 3 Aufsätze dazu gekauft. 4 – 5 Aufsätze schafft er immer.

Erich Duda
Erich Duda

Und wann testet ihr ein „hörrgerät“ ?