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Der beste E-Scooter

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E-Scooter Test: 20200405gg43
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­selektronik. Er ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.

Wir haben 11 E-Scooter getestet. Für die meisten ist der Micro Emicro Explorer das beste Modell, weil Motor, Beschleunigung und Fahrverhalten wahnsinnig viel Spaß machen und die Verarbeitung ausgezeichnet ist. Fast genauso gut ist der The-Urban #RVLTN. Mit dem Fischer ioco 1.0 und dem Egret-Ten V4 36V haben wir zwei interessante Alternativen in gänzlich unterschiedlichen Preisklassen gefunden.

Update 3. Juli 2020

Wir haben vier neue E-Scooter gestetet. Mit dem Micro Emicro Explorer hat ein neues Modell den Platz an der Sonne erobert, der Fischer ioco 1.0 ist zudem eine preiswerte Empfehlung.

Das Thema Elektromobilität wird für viele immer wichtiger, gerade in Innenstädten. Nach dem Boom der E-Bikes schicken sich jetzt auch E-Scooter an, eine kraftsparende und vor allem günstige Alternative zum PKW zu werden. Zwar gibt es bereits seit längerer Zeit klassische Tretroller, die man zusammenklappen kann, um die letzten Meter von der Bahn ins Büro zu gelangen, doch prickelnd ist es nicht, wenn man an heißen Sommertagen verschwitzt ankommt. Elektroroller können da eine interessante Option darstellen.

Der Markt wächst rasant. Wir haben ingesamt 11 E-Scooter mit Straßenzulassung getestet, weitere Modelle folgen demnächst. In unserem Test erklären wir Ihnen auch, worauf Sie beim Kauf – und beim Fahren – achten müssen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Micro Emicro Explorer

Test E-Scooter: Micro Explorer
So viel Fahrspaß wie der Micro Emicro Explorer bietet kein anderer E-Scooter, zudem ist er auf Langlebigkeit ausgelegt.

Extrem flink, sehr stabil und eine echte Fahrmaschine: Der Micro Emicro Explorer beschleunigt ausgezeichnet und ist super hochwertig verarbeitet. Der Akku reicht auch für längere Strecken, und die Federung vorne und hinten lässt sich individuell einstellen. Wem die Informationen im Display nicht reichen, kann zusätzliche Parameter per Bluetooth auf sein Smartphone übertragen. Rollerspaß pur!

Fast genauso gut

Walberg Urban Electrics The-Urban #RVLTN

Test E-Scooter: THE-URBAN #RVLTN
Ein starkes Gesamtpaket zum attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis erwirbt man mit dem The-Urban #RVLTN.

Der The-Urban #RVLTN ist dem Micro Emicro Explorer ganz dicht auf den Fersen und ebenfalls eine sehr gute Wahl für die meisten E-Roller-Einsteiger. Das Fahrzeug ist stabil, mit 14 Kilo im zusammengeklappten Zustand noch einigermaßen problemlos zu transportieren und bietet ausgezeichnete Fahreigenschaften. Auch die Bremsen packen ordentlich zu, und der Bedienkomfort ist hoch.

Der Preiswerte

Fischer ioco 1.0

Test E-Scooter: Fischer ioco 1.0
Wer keine Unsummen ausgeben will, erhält mit dem Fischer ioco 1.0 einen agilen E-Scooter mit ordentlicher Reichweite.

Egal ob für Anfänger oder erfahrenere E-Scooter-Piloten: Mit dem preiswerten Fischer ioco 1.0 macht man keinen Fehler. Der Roller ist hochwertig verarbeitet, beschleunigt flott, bremst vernünftig und schafft mindestens 15 Kilometer. Zudem lässt sich der Lenker in der Höhe verstellen.

Für höchsten Fahrkomfort

Walberg Urban Electrics Egret-Ten V4 36V

E-Scooter Test: Fgfg
Der Egret-Ten V4 36V bietet hohen Fahrkomfort und viel Reichweite und ist damit für höchste Ansprüche konzipiert.

Wenn Geld keine Rolle spielt, ist der Egret-Ten V4 36V ein spannendes Gefährt. Der Fahrkomfort ist aufgrund der größeren Reifen ein wenig höher und die Reichweite ist größer als beim The-Urban #RVLTN. Ansonsten liegen Stabilität, Verarbeitung und Bedienkomfort auf identisch hohem Niveau.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerFast genauso gutDer PreiswerteFür höchsten Fahrkomfort
ModellMicro Emicro ExplorerWalberg Urban Electrics The-Urban #RVLTNFischer ioco 1.0Walberg Urban Electrics Egret-Ten V4 36VMicro Emicro M1 ColibriIconbit IK-1969KCityBlitz BeastTrekstor e.Gear EG40610Telestar Trotty 7808 SZMoovi ES145Moovi 200 Pro
Test E-Scooter: Micro ExplorerTest E-Scooter: THE-URBAN #RVLTNTest E-Scooter: Fischer ioco 1.0E-Scooter Test: FgfgTest E-Scooter: Micro ColibriTest E-Scooter: Iconbit IK-1969KE-Scooter Test: City Blitz BeastTest E-Scooter: Trekstor e.Gear EG40610Test E-Scooter: Telestar Trotty 7808 SZTest E-Scooter: Moovi ES145ATest E-Scooter: Moovi 200 Pro
Pro
  • Sehr starker Antrieb
  • Ausgezeichnete Beschleunigung
  • Robuste Bauweise
  • Gute Bremsen
  • Noch problemlos zu transportieren
  • Zusatzfeatures per App
  • Verstellbare Federung
  • Starker Antrieb
  • Gute Fahreigenschaften
  • Stabile Bauweise
  • Ordentliche Bremsen
  • Noch problemlos zu transportieren
  • Robuste Verarbeitung
  • Gutes Fahrverhalten
  • Flotte Beschleunigung
  • Vernünftige Bremsen
  • Sehr hoher Fahrkomfort
  • Massive Konstruktion
  • Starker Antrieb
  • Gute Bremsen
  • Sehr flott unterwegs, gute Beschleunigung
  • Leicht
  • Gute Bremsen
  • Informative Smartphone-App
  • Auch perfekt als klassischer Roller ohne Motor zu verwenden
  • Hoher Fahrkomfort
  • Stabile Konstruktion
  • Flotte Beschleunigung
  • Ordentliche Reichweite
  • Sehr hoher Fahrkomfort
  • Große Reichweite
  • Stabile Konstruktion
  • Gute Bremsen
  • Austauschbarer Akku
  • Flott unterwegs
  • Stabile Konstruktion
  • Ordentlicher Fahrkomfort
  • Gut ablesbares Display
  • Helles Licht
  • Große Trittfläche
  • Leicht
  • Kompakt zusammenfaltbar
  • Metallöse zum Abschließen
  • Leicht
  • Kompakt zusammenfaltbar
  • Ordentliche Durchzugskraft
  • Metallöse zum Abschließen
Contra
  • Display nur für Akku-Restkapazität
  • Keine Federung
  • Geringe Reichweite
  • Lenker nicht höhenverstellbar
  • Taste zum Wechseln des Fahrmodus ungünstig platziert
  • Sehr schwer
  • Lenker nicht höhenverstellbar
  • Recht geringe Reichweite
  • Akku nicht abschließbar
  • Lenker nicht höhenverstellbar
  • Hinterradbremse schleift
  • Lenker nicht höhenverstellbar
  • Geschwindigkeitsangabe stimmt nicht immer
  • Wenig Durchzug bergauf
  • Schwacher Motor
  • Schlechter Fahrkomfort
  • Schlechte Bremsen
  • Geringe Reichweite
  • Instabile Konstruktion
  • Eingeschränkter Fahrkomfort
  • Schlechte Bremsen
  • Instabile Konstruktion
Bester Preis
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E-Scooter: Der neue Trend in Innenstädten

Seit vergangenem Jahr überschwemmen E-Scooter zahlreiche deutsche Innenstädte. Große Anbieter stellen die Elektro-Tretroller gegen eine kleine Gebühr zum Leihen bereit. In den zurückliegenden Monaten hat auch das Angebot an Modellen zum Kauf stark zugenommen. Die kompakten Gefährte ergänzen damit die Flotte der klassischen Tretroller und bieten eine zusätzliche Alternative zum Fahrrad oder E-Bike. Doch sind E-Roller überhaupt sinnvoll?

Ohne Kraftanstrengung bis zu 20 km/h schnell

E-Scooter ermöglichen es, sich ohne eigene Kraftanstrengung bis zu 20 Kilometer pro Stunde fortzubewegen. Einerseits dienen sie als umweltfreundliche Spaßmobile. Aber gerade in engen und überfüllten Innenstädten spielen sie ihre Stärken aus. Man kommt überall durch, muss sich um einen Parkplatz keine Sorgen machen und darf sich auf Radwegen, Radfahrsteifen und Fahrradstraßen bewegen. Fehlen diese, ist sogar die Fahrbahn erlaubt. Nur wenn ein Hinweisschild mit dem Zusatzzeichen »E-Scooter frei« aufgestellt ist, dürfen auch Gehwege, Fußgängerzonen und Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung befahren werden.

E-Scooter Test: E Scooter Im Verkehr
Praktisch für die letzte Meile ins Büro – oder einfach zum Spaß.

Für Pendler sind Elektroroller eine praktische Option, um die letzten Meter vom Bahnhof ins Büro zurückzulegen. Zusammengeklappte Elektroroller darf man in den Fernzügen der Deutschen Bahn als Handgepäck mitnehmen. Lassen sich diese nicht zusammenfalten, muss man eine Fahrradkarte lösen. Auch viele regionale öffentliche Verkehrsunternehmen gestatten die Mitnahme zusammengelegter E-Scooter in Bussen, S- und U-Bahnen.

Das müssen Sie wissen

Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: E-Scooter-Fahrer brauchen keinen Führerschein, auch nicht eine Mofa-Prüfbescheinigung. Einzige Voraussetzung ist das Mindestalter von 14 Jahren.

Eine Helmpflicht besteht ebenfalls nicht – wir raten jedoch dringend, auf einem E-Scooter einen Kopfschutz zu tragen, auch Knie- und Ellenbogenschützer wie auf Inlinern können nicht schaden.

Genau wie für Auto- und Radfahrer gelten auch für E-Scooter-Fahrer dieselben Alkoholgrenzwerte. Nach Angaben der ADAC begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid, wer mit 0,5 bis 1,09 Promille fährt und keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt; in der Regel sind das 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Wer trotz einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,1 Promille mit dem E-Scooter unterwegs ist, begeht eine Straftat. Dafür reichen auch schon 0,3 Promille, wenn der Fahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt. Für Führerscheinneulinge in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren gelten 0,0 Promille.

Besitzer eines E-Scooters benötigen eine Haftpflicht­versicherung

Besitzer eines E-Rollers benötigen für ihr Zweirad eine Haftpflichtversicherung. Die entsprechende Plakette wird auf eine kleine Halteplatte am Heck des Rollers geklebt. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Dritten durch den Betrieb des E-Scooters zugefügt werden. ADAC-Mitglieder zahlen beispielsweise ab 32,90 Euro pro Jahr für die E-Scooter-Haftpflichtversicherung.

E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen. Die Mitnahme einer zweiten Person ist somit nicht gestattet.

E-Scooter Test: 20200404
Die Versicherungsplakette wird hinten auf den E-Scooter geklebt.

Achten Sie auf die Straßenzulassung

Das Angebot an E-Scootern wächst rasant. Aber viele Modelle sind nicht für den Straßenverkehr zugelassen – mit diesen Gefährten dürfen Sie nur auf Privatgelände oder abseits des öffentlichen Verkehrs fahren.

Für einen möglichst flexiblen Einsatz sollten Sie beim Kauf unbedingt darauf achten, dass am Fabrikschild Ihres Rollers eine Betriebserlaubnis-Nummer (ABE-Nr.) angebracht ist. Diese finden Sie in der Regel am Rahmen oder an der Unterseite.

So fahren Sie einen E-Scooter

E-Scooter dürfen bis zu 20 km/h schnell fahren. Der Elektromotor kann im Normalfall nicht im Stand aktiviert werden. Bei fast allen Modellen nimmt er die Arbeit erst auf, nachdem der Roller angeschoben wurde. Anschließend genügt es, über einen Drehregler Gas zu geben.

Viele E-Roller verfügen über unterschiedliche Fahrstufen, die Auswirkungen auf die Agilität des Rollers und die Höchstgeschwindigkeit haben. Geschaltet werden muss in der Regel nicht.

Über ein Display sehen Sie die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegten Kilometer und die Restkapazität des Akkus. Während Modelle mit größeren Rädern und Federgabel deutlich mehr Fahrkomfort bieten, ist die Fahrt auf einem Gerät mit kleinen Rädern oft sehr unkomfortabel, jedes Schlagloch wird hier zur Herausforderung.

Vorsicht beim Abbiegen: E-Scooter sind recht instabil

Wichtig: Man sollte immer beide Hände am Lenker haben. Mit nur einer Hand sind die kleinen Roller extrem instabil. Deshalb ist das Abbiegen problematisch und nicht ungefährlich, wenn man das durch ein Handzeichen signalisiert. Für künftige E-Scooter-Generationen wären deshalb Blinker eine sinnvolle Ausstattung.

Vor Ihrer ersten Fahrt im Straßenverkehr sollten Sie das Fahren unbedingt auf einem großen leeren Parkplatz oder auf einem Privatgelände üben. Dazu gehört auch das Bremsen und das Abbiegen.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

E-Scooter unterscheiden sich erheblich im Gewicht. Möchten Sie Ihren Roller beispielsweise mit in den Zug oder die Straßenbahn nehmen, sollte dieser möglichst leicht sein. Achten Sie ebenfalls darauf, dass sich dieser unproblematisch mit Schnellverschlüssen zusammenlegen lässt – wenn Sie erst zum Inbus greifen müssen, ist das Modell absolut ungeeignet.

Ein wichtiger Aspekt ist ebenfalls die Reifengröße. Größere Reifen bieten einen höheren Fahrkomfort, natürlich wird der Scooter dadurch wuchtiger, was sich wiederum auf die Kompaktheit beim Zusammenlegen und damit auf den Transport negativ auswirkt. Finden Sie den für Sie optimalen Kompromiss. Auch Federgabeln erweisen sich als sinnvoll, damit Sie nicht jeden Schlag direkt an der Lenkerstange spüren. Apropos Lenker: Klappbare Lenker sind häufig deutlich instabiler als durchgehende, aber dafür sperrigere Lenkstangen. Die Höhe eines Lenkers sollte anpassbar an die Körpergröße sein.

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Bei E-Scootern mit kleinen Rädern leidet der Fahrkomfort.

E-Scooter müssen mit Licht, Klingel und mindestens zwei Bremsen ausgestattet sein, um die Straßenzulassung zu erhalten. Bei letzteren gibt es erhebliche Unterschiede, wie wir in unserem Test festgestellt haben. Hersteller bieten neben Scheiben- und Trommelbremsen auch elektrische Vorderradbremsen sowie mechanische Rücktrittbremsen an. Bremsen sollten gut dosierbar sein. Packen diese zu abrupt und kräftig zu, besteht Sturzgefahr.

Ein erhebliches Unterscheidungsmerkmal bei E-Rollern sind zudem der Akku bzw. die Akkukapazität. Diese entscheidet über die Reichweite. Modelle ab etwa 7.500 mAh ermöglichen Ihnen Strecken von mindestens 20 Kilometern – abhängig ist diese Angabe natürlich von möglichen Steigungen und der Bodenbeschaffenheit. In unserem Test hatten bis auf den Trekstor e.Gear EG40610 alle Roller fest verbaute Akkus. Das hat den Nachteil, dass Sie bei einem Akkuschaden Ihren Scooter gleich mit in die Werkstatt geben müssen. Mit Wechselakkus können Sie zudem unterwegs die Fahrzeit verdoppeln.

So haben wir getestet

Im Test hatten wir 11 E-Scooter zu Preisen zwischen 480 und 1.300 Euro. Alle Modelle ließen sich zusammenfalten. Wichtige Prüfkriterien waren die Fahrstabilität und der Fahrkomfort, Handling, Gewicht, Fahr- und Bremsleistung. Darüber hinaus haben wir gecheckt, wie einfach sich die Scooter zusammenbauen und zusammenfalten lassen.

E-Scooter Test: 2020040hjhjjhh5
Unsere E-Scooter von links nach rechts: Moovi 200 Pro, Egret-Ten V4 36V, Trekstor e.Gear EG40610, CityBlitz Beast, Iconbit IK-1969K, Moovi ES145 und THE-URBAN #RVLTN.

Außerdem wollten wir wissen, wie weit man mit jedem Roller fahren kann. Dazu sind wir mit jedem E-Scooter eine 15 Kilometer lange Teststrecke abgefahren. Das Streckenprofil war variabel, hier waren auch kleinere Steigungen mit bis zu 5 Prozent eingebaut. Zu Beginn der Testfahrt waren die Akkus jeweils voll geladen.

Wir wollten herausfinden, ob die Roller die Strecke schaffen und über wie viel Restkapazität die Akkus noch verfügen. Anschließend sind wir mit jedem Modell noch einmal rund zwei Kilometer gefahren und haben dabei den Schwerpunkt auf enge Kurven und holperigen Untergrund gelegt. Insgesamt haben wir mit allen sieben Rollern knapp 120 Kilometer zurückgelegt.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Micro Explorer
Es geht auch ohne Ständer: Der Micro Emicro Explorer hat einen innovativen Parkmechanismus.

Testsieger: Micro Emicro Explorer

Der beste E-Scooter für die meisten ist der Micro Emicro Explorer. Er kostet zwar um die 1.000 Euro, sein starker Motor hat uns jedoch überzeugt wie bei keinem anderen Roller. So lassen sich auch Steigungen mühelos bewältigen, ohne im Schneckentempo den Berg hochkriechen zu müssen.

Testsieger

Micro Emicro Explorer

Test E-Scooter: Micro Explorer
So viel Fahrspaß wie der Micro Emicro Explorer bietet kein anderer E-Scooter, zudem ist er auf Langlebigkeit ausgelegt.

Mit 13,5 Kilo ist der Emicro Explorer zusammengefaltet (32 x 105 x 14, 5 Zentimeter) ohne Schwierigkeiten zu transportieren, egal, ob im Bus, der Straßenbahn oder im Auto. Gleichzeitig verfügt das Gefährt über ausreichend Masse, um satt über die Straße zu gleiten.

Qualitativ überzeugt der Explorer auf ganzer Linie. Er ist extrem verwindungssteif und sehr robust. Das Schweizer Unternehmen hat den Scooter nach eigener Aussage als einzigen Roller auf dem Markt speziell für 5.000 und mehr Kilometer konzipiert. Deshalb wurde überwiegend Aluminium verarbeitet und auf Kunststoff weitgehend verzichtet. Ein Blick auf den vorderen Holm oder den Klappmechanismus verrät, dass der Explorer in der Tat auf Langlebigkeit ausgelegt ist.

Eine Besonderheit fällt gleich auf: Man sucht bei diesem E-Scooter einen Ständer vergeblich. Trotzdem steht er eigenständig. Das Geheimnis ist ein pfiffiger Fußfaltmechanismus. Dazu drückt man mit dem Schuh auf den blauen Metallknopf, ein kurzer Ruck, und schon senkt sich das Deck ab und der Emicro Explorer kann sicher geparkt werden. Ein Ständer hätte es zwar auch getan, aber dieses Feature ist nett.

Die Griffe sind faltbar

Der Lenker ist höhenverstellbar und kann über einen Schnellverschluss zwischen 88,2 und 109,6 Zentimeter angepasst werden. So können auch Großgewachsene den Roller bequem steuern. Die Griffe sind faltbar, zusammengeklappt nimmt der E-Scooter weniger Platz weg. Die Klappkonstruktion ist logischerweise nicht ganz so stabil wie eine durchgehende Lenkstange, das Spiel ist jedoch minimal.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Micro Explorer Hinten
Die Nummernschildhalterung ist flexibel und gibt bei einem Crash sofort nach.

Zwei Reflektoren im Heckbereich erhöhen die Sichtbarkeit des Explorer. Das Nummernschild wird seitlich an eine Gummihalterung geklebt. Dabei handelt es sich um das einzige Teil des E-Scooter, das qualitativ keinen allerhöchsten Ansprüchen genügt. Andererseits klappt die Halterung sofort weg, wenn man beispielsweise an einem Straßenpoller hängenbleibt. So kann nichts passieren und Schäden werden vermieden
.

Bedienkonzept

Die Bedienung des Explorer erfolgt über zwei Tasten am zentralen Display. Eine Taste dient zum Ein- bzw. Ausschalten der Lichtanlage – Micro hat homologierte Front- und Rücklichter verbaut – mit der anderen schaltet man den E-Scooter ein und wechselt zwischen den vier Modi (Sport, Standard, Spar und Fußgänger), wodurch die Höchstgeschwindigkeit zwischen 6 und 20 km/h differiert.

Im gut ablesbaren Display kann man neben dem gewählten Fahrmodus die aktuelle Geschwindigkeit und die Akku-Restkapazität erkennen. Das Handling ist unkompliziert und intuitiv.

Energie-Rückgewinnung durch die Motorbremse

Zum Beschleunigen verfügt der Emicro Explorer wie ein Motorrad über einen Gasdrehgriff, mit dem man das Tempo sehr gut dosieren kann. Drückt man für drei Sekunden die Lichttaste, so wird der Tempomat aktiviert, um die Geschwindigkeit automatisch zu halten.

Der Gasdrehgriff hat noch eine zweite Funktion: Dreht man ihn nach vorne, so wird die elektrische Motorenbremse betätigt, wodurch Energie wieder zurück in die Batterie geführt wird (Rekuperation). Der Motor dient als Generator, um einen Teil der kinetischen Energie, die beim Abbremsen verloren geht, zurück in die Batterie zu speisen.

Akku und Motor

Der 36-Volt-Lithium-Ionen-Akku des E-Scooter leistet 7.800 mAh. Er ist im Roller fest verbaut und wird in rund 3,5 Stunden komplett aufgeladen. Der Motor hat maximal 500 Watt und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h. Da ein E-Scooter in Deutschland jedoch maximal 20 km/h fahren darf, sind Speed und Leistung hier entsprechend limitiert.

Obwohl wir unseren 15 Kilometer langen Testparcours mit Vollgas fahren, sind am Ende im Display immer noch zwei von fünf Akkubalken übrig. Der Hersteller selbst gibt eine Reichweite von bis zu 30 Kilometern an. Wenn man ab und zu in sparsameren Modi unterwegs ist, klingt diese Distanz nicht utopisch und scheint durchaus im Bereich des Machbaren zu liegen.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Micro Bremse
Über die Schutzblechbremse bekommt man den E-Scooter wohl dosiert und sicher zum Stehen.

Fahrleistung und Bremsen

Der Micro Emicro Explorer ist ein echtes Mobilitätsmonster. So agil wie er ist kein anderer E-Scooter in unserem Testfeld. Er beschleunigt rasant, spricht sofort aufs Gas an und schafft in der Ebene bis zu 23 Stundenkilometer. So bringt es richtig viel Spaß, auf dem Roller unterwegs zu sein.

Bergauf ist der Explorer eine positive Überraschung: Wo sich die meisten anderen Modelle mit bestenfalls 12 bis 15 km/h hochschleppen, hängt der Schweizer mit 19 Stundenkilometern stramm am Gas und katapultiert seinen Besitzer förmlich ans Ziel. Eine tolle Erfahrung!

Guter Grip, sichere Kurvenlage

Auch das Fahrverhalten ist sehr erwachsen und souverän. Die beiden Vollgummireifen mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern haben guten Grip und ermöglichen eine sichere Kurvenlage. Einhändiges Fahren ist hier mal kurz möglich, ohne dass man sofort Angst haben muss, dass der Scooter gleich kippt.

Das Federungsverhalten ist exzellent. Besonderheit: Die Federung vorne und hinten kann man individuell auf das persönliche Körpergewicht und den bevorzugten Fahrstil einstellen. Der Explorer ist mit maximal 100 Kilo belastbar. Das gummierte Trittbrett bietet guten Halt und mit 38,5 mal 14,5 Zentimetern ausreichend Platz.

Die beiden Trommelbremsen packen kräftig zu und bringen den Scooter sicher zum Stehen. Gerade bergab leistet die Schutzblechbremse wertvolle Dienste, weil sie den Explorer nicht ganz so abrupt abbremst und angenehm zu dosieren ist.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Micro Explorer Vorne
Extrem stabil und wie aus einem Guss gefertigt: Der Micro Emicro Explorer ist sehr gut verarbeitet.

Extras

Über Bluetooth lässt sich der Micro mit der gleichnamigen kostenlosen App verbinden, die auf Apple- und Android-Smartphones läuft. Die Kopplung funktioniert problemlos. Am besten ist es, eine Smartphone-Halterung am Lenker zu montieren. Dann kann man die aktuelle Geschwindigkeit, die Akku-Restkapazität in Prozent, die zurückgelegte Strecke und die gefahrene Zeit auf einen Blick erfassen.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Micro Explorer App
Über die Micro-App kann man viele Fahrparameter abrufen, den Roller sperren und sogar navigieren.

Außerdem kann man das Licht einschalten, den Modus wechseln und den E-Scooter sperren und somit vor Langfingern schützen. Eine integrierte Kartendarstellung dient zudem als Navigationssystem. Die App ist funktional und tatsächlich mehr als nur eine Spielerei.

Eine massive Metallöse an der Frontstange ermöglicht das Anschließen des Explorer. Das Zusammenlegen des E-Scooter ist ebenfalls ein Kinderspiel. Zunächst bringt man den Roller in die Parkposition, betätigt dazu, wie bereits beschrieben, den Fußfaltmechanismus, und klappt ihn dann einfach zusammen. Der Metallhaken, an dem man eine Tasche aufhängen kann, rastet im hinteren Schutzblech ein.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Micro Explorer Gefaltet
Zusammengefaltet kann man den 13,5 Kilo schweren Scooter problemlos transportieren.

Für uns bietet der Micro Emicro Explorer den meisten Fahrspaß und das beste Beschleunigungsverhalten. Dazu kommen das sichere Fahrverhalten, die hochwertige Verarbeitung und die gute Akkukapazität. Mit diesem Paket ist man immer mit einem Lächeln im Gesicht unterwegs.

Micro Emicro Explorer im Testspiegel

Bisher hat noch kein seriöses Medium den Micro Emicro Explorer getestet. Sollte sich das ändern, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Mit den Modellen The-Urban #RVLTN, dem Fischer ioco 1.0 sowie dem Egret-Ten V4 haben wir drei interessante Alternativen in ganz unterschiedlichen Preisklassen.

Fast genauso gut

Walberg Urban Electrics The-Urban #RVLTN

Test E-Scooter: THE-URBAN #RVLTN
Ein starkes Gesamtpaket zum attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis erwirbt man mit dem The-Urban #RVLTN.

Ebenfalls ein sehr guter und empfehlenswerter E-Scooter ist der The-Urban #RVLTN in der AutoBild Edition. Der elektrifizierte Roller bietet für knapp 800 Euro ein top Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Urban beweist, dass man keine vierstelligen Beträge investieren muss, um einen vernünftigen Flitzer zu bekommen. Der #RVLTN ist zudem so konzipiert, dass man ihn aufgrund seines Gewichts gerade noch im öffentlichen Nahverkehr transportieren kann, er aber auch bei Überlandfahrten eine richtig gute Figur macht.

14 Kilo bringt der Urban #RVLTN auf die Waage. Damit ist dem Hersteller ein guter Kompromiss gelungen. Der E-Scooter ist schwer genug, um satt auf der Straße zu liegen und nicht mit jeder Bodenwelle ein Tänzchen zu wagen. Andererseits ist er gerade noch leicht genug, um ihn zusammengefaltet problemlos tragen zu können. Dann reduzieren sich seine Maße auf 103 x 16 x 38 Zentimeter.

Beim The-Urban #RVLTN handelt es sich um eine Variante des The-Urban #BRLN, den Walberg Urban Electrics gemeinsam mit der AUTO BILD in einer Sonderedition herausgebracht hat. Darauf weist ein dezenter Aufkleber an der Front der Lenkerstange hin. Die Verarbeitung des E-Scooters ist exzellent: Die vorderen Kabel sind mit Gewebeband ummantelt, alle Metallteile sind robust, der Roller ist insgesamt sehr verwindungssteif und verzichtet auf nervige Klappergeräusche oder Vibrationen.

E-Scooter Test: Imgjjj20
Der The-Urban #RVLTN wirkt wie aus einem Guss und macht auch auf längeren Touren eine gute Figur.

Der zentrale Holm, der den Lenker trägt, ist gefedert und in der Höhe ruckzuck über einen Schnellverschluss zwischen 90 und 112 Zentimeter anpassbar. Auch Großgewachsene können so entspannt fahren und lenken. Der Lenker hat eine angenehme Breite, die gummierten Griffe bieten Grip und sind ergonomisch angenehm geformt. Die Lenkstange ist nicht aus einem Stück. Die seitlichen Endstücke haben minimal Spiel, was sich aber nicht negativ auf die Lenkeigenschaften oder den Fahrkomfort auswirkt. Vorteil: Zieht man zwei Metallhülsen nach außen, kann man die Endstücke des Lenkers abklappen, wodurch dieser beim Transport noch handlicher wird.

Für die Sicherheit und optimale Sichtbarkeit sorgen zwei seitliche Reflektoren. Die Oberfläche des Trittbretts ist schön angeraut und bietet optimalen Halt. Sie ist auch für ausgewachsene Männerfüße breit und lang genug. Der seitliche Ständer klappt mit wenig Kraftaufwand aus und hält den E-Roller sicher. Vorne links befindet sich die Ladebuchse. Extrem laut ist die Klingel. Für eine gute Ausleuchtung sorgt das Frontlicht, das über einen eigenen Schalter aktiviert wird. Auch die rote Rückleuchte ist im Dunkeln gut zu erkennen.

Aufsteigen und losfahren – so simpel lautet die Maxime beim The-Urban #RVLTN. Denn die Bedienung, die sich gerade mal auf drei Tasten reduziert, ist kinderleicht und erfordert keine Eingewöhnungszeit.

Unterhalb des Displays wird der E-Scooter eingeschaltet. Daneben befinden sich eine Plus- und eine Minus-Taste. Hierüber wählt man einen der fünf Fahrmodi aus, der die Höchstgeschwindigkeit bestimmt. Wir sind in Modus 5 gefahren, um die maximale Performance des #RVLTN zu testen. Während der Fahrt kann man den Modus jederzeit verändern.

Sehr gelungen ist der Pistolengriff zum Gasgeben. Seine Ergonomie ist perfekt, Bremsen, Gasgeben und das Wechseln des Modus sind alle ohne Umgreifen möglich. Im Display sieht man die aktuelle Geschwindigkeit, die zurückgelegte Strecke und die verbleibende Akkukapazität anhand von fünf Balken. Die Ablesbarkeit ist gut. Clever: Die Beleuchtung des Displays ist an das Rücklicht gekoppelt – wird dieses eingeschaltet, wird auch das Display beleuchtet.

Der Motor hat 350 Watt, damit sind ansprechende Fahrleistungen möglich. Auf 7.300 mAh kommt der 36 Volt starke Lithium-Ionen-Akku. Für unsere 15 Kilometer lange Teststrecke hat eine Akkuladung gereicht und am Ende war noch einer von fünf Balken übrig. Walberg Urban Electrics gibt eine maximale Reichweite von 20 Kilometern an. Ohne die Steigungen wie auf unserer Runde ist das unseres Erachtens ein realistischer Wert.

70 Prozent des Akkus sind in zwei Stunden geladen. So kann man den E-Scooter beispielsweise während des Restaurantbesuchs aufladen, um sicher wieder nach Hause zu kommen. Für die volle Betankung muss man ungefähr vier Stunden einplanen.

Im höchsten Fahrmodus zeigt sich der The-Urban #RVLTN sehr agil. Er beschleunigt flott und schafft in der Ebene bis zu 22 Kilometer pro Stunde. Bergauf pendelt sich das Tempo zunächst bei 15 bis 16 km/h ein, bei längeren Anstiegen muss man sich dann mit 8 bis 9 km/h begnügen. Die Geschwindigkeit lässt sich über den Pistolengriff sehr angenehm dosieren.

Das Fahrverhalten ist für einen Roller dieser Preis- und Gewichtsklasse souverän und ausgewogen. Der E-Scooter rollt sauber ab und liegt gut und sicher in der Kurve, man hat nicht das Gefühl, als habe der Flitzer das Bedürfnis, hin- und herzukippeln. Die Federung ist effektiv, harte Schläge auf unebenen Pisten werden aber dennoch an den Fahrer weitergegeben, schließlich sind die Räder ja auch nur 8 Zoll groß. Die Bodenfreiheit reicht mit 12 Zentimetern dennoch aus, um den Scooter nicht über jeden Bordstein heben zu müssen.

E-Scooter Test: 20200404
Auch hinten federt der The-Urban #RVLTN mit und bügelt Straßenunebenheiten ordentlich weg.

Gebremst wird über zwei Trommelbremsen vorne und hinten. Beide Bremsen packen gut zu, die linke Handbremse ist weicher eingestellt als die rechte. Wünschenswert wäre es, wenn man das Bremsverhalten noch etwas präziser dosieren könnte. Mit diesem Manko haben jedoch fast alle Roller aus unserem Test zu kämpfen.

Zwei nützliche Features möchten wir noch erwähnen. Eine feste Metallöse an der Vordergabel ermöglicht es, den E-Scooter mit einem Fahrradschloss an einen Fahrradständer zu ketten. So ist er vor Diebstahl geschützt.

E-Scooter Test: 20200406
Zusammengeklappt kann man den Scooter auch mit in den Zug oder die Straßenbahn nehmen.

Zum Zusammenklappen muss man einen Metallbügel und einen kleinen Arretierhebel herunterdrücken. Hierzu ist etwas Kraft erforderlich. Dann legt sich die Lenkstange plan über das Trittbrett auf das Schutzblech des Hinterrads. Klappt man jetzt noch die Enden des Lenkers an, erhält man ein kompaktes Paket. Zum Tragen greift man einfach an den stabilen Metallholm, ein Griff ist nicht erforderlich. Zwei simple, aber wirklich sinnvolle Extras!

Der Preiswerte

Fischer ioco 1.0

Test E-Scooter: Fischer ioco 1.0
Wer keine Unsummen ausgeben will, erhält mit dem Fischer ioco 1.0 einen agilen E-Scooter mit ordentlicher Reichweite.

Viel Roller zum fairen Preis gibts beim Fischer ioco 1.0. Der schwarze Scooter vereint Fahrspaß mit guter Verarbeitung und lässt sich klein zusammenfalten.

 E-Scooter Test: Fischer E Scooter Test7 2020 Fischer Ioco 1.0
Sehr stabil konzipiert: der Fischer ioco 1.0.

Der Fischer ist auf 8 Zoll großen Vollgummireifen unterwegs und wiegt 13,9 Kilo. Das Gewicht spürt man schon, wenn man den E-Scooter trägt, ist aber gerade noch handelbar. Fahrer dürfen bis zu 120 Kilo schwer sein.

Der Heckmotor leistet bis zu 350 Watt. Auf eine Kapazität von 187 Wh kommt der 5.200 mAh starke Lithium-Ionen-Akku mit 36 Volt. Nach zwei Stunden sind 75 Prozent des Akkus voll geladen, für eine vollständige Beladung muss man rund drei Stunden einplanen. Bis zu 20 Kilometer sind unter Idealbedingungen drin. Unsere 15 Kilometer lange Teststrecke absolvierte der ioco 1.0, einer von vier Balken der Akkustandsanzeige war noch übrig.

Die Bedienung des Fischer ist extrem simpel. An der Lenkstange rechts sitzt lediglich ein Ein-/Ausschalter, über den man auch die helle Front- und Rückbeleuchtung aktiviert. Vier grüne LEDs geben Aufschluss darüber, wie viel Restkapazität der Akku noch hat. Daneben befindet sich der Fahrgeschwindigkeitsregler. Wie bei einer Vespa beschleunigt der Scooter durch Drehen des Reglers. Ein Display, das über aktuelle Geschwindigkeit oder die zurückgelegte Strecke informiert, fehlt.

 E-Scooter Test: Fischer E Scooter Test7 2020 Fischer Ioco 1.0 Lenker
Spartanischer Lenker: Bremse, Klingel und eine Akkustandsanzeige – ein Display fehlt.

Der Lenker lässt sich in der Höhe verstellen und wird über einen Schnellspannverschluss arretiert. Am vorderen Holm, der wie der gesamte Scooter sehr robust und verwindungssteif wirkt, lässt sich eine Tasche aufhängen. Der Lenker ist aus einem Stück gefertigt, die Griffe lassen sich nicht abklappen. Dafür verzichtet die Lenkstange auf nerviges Gewackel und störende Vibrationen.

Das Trittbrett ist wie ein Skateboard mit einer Art Dachpappe überzogen und bietet perfekten Halt. Mit 59,5 x 16 Zentimetern kann man hier auch mit größeren Füßen bequem stehen. Für optimale Sichtbarkeit ist der Fischer vorne mit seitlichen Reflektoren bestückt. Schutzbleche vorne und hinten verhindern, dass auf nasser Straße Schmutz zum Fahrer hochgewirbelt wird.

 E-Scooter Test: Fischer E Scooter Test7 2020 Fischer Ioco 1.0 Seite
Licht, Bremse, Reifen, Trittbrett und Befestigungsbügel: Beim Fischer-Roller macht alles einen robusten Eindruck.

Der Fischer ioco 1.0 ist erfrischend flott unterwegs. Auch wenn er keine Anzeige hat: Die maximal erlaubten 20 km/h schafft er gefühlt locker. Bergauf ist er nicht ganz so rasant wie der Micro Emicro Explorer, aber der Fahrspaß ist überdurchschnittlich, die Straßenlage ebenso wie die Eigenstabilität gut. Viele andere Modelle fahren sich deutlich wackeliger.

Mit den 8 Zoll großen Reifen sind niedrigere Bordsteine kein unüberwindbares Hindernis. Einzig das Fehlen einer Federung macht sich bei Schlägen, Rillen und Unebenheiten bemerkbar. Vorne verzögert der E-Scooter mit einer Trommelbremse, im Test überzeugt hat uns die Schutzblechbremse, weil diese recht präzise dosierbar ist – der Roller steht ausreichend schnell, man muss sich aber keine Sorgen machen, durch zu abruptes Abstoppen einen Abflug zu riskieren.

 E-Scooter Test: Fischer E Scooter Test7 2020 Fischer Ioco 1.0 Zusammengeklappt
Zack, ein Griff, und schon ist der ioco 1.0 für den Transport zusammengeklappt.

Zusammengefaltet ist der Fischer blitzschnell. Dazu muss man vorne den Bügel lösen. Umgelegt hakt die Frontstange hinten im Schutzblech ein. Die Maße schrumpfen jetzt auf 92 x 54,5 x 41 Zentimeter.

Der Fischer ioco 1.0 liefert zum Preis von rund 500 Euro einen stabilen E-Scooter mit guter Beschleunigung, sicherem Fahrverhalten und akzeptabler Akku-Reichweite.

Für höchsten Fahrkomfort

Walberg Urban Electrics Egret-Ten V4 36V

E-Scooter Test: Fgfg
Der Egret-Ten V4 36V bietet hohen Fahrkomfort und viel Reichweite und ist damit für höchste Ansprüche konzipiert.

Der Egret-Ten V4 36V ist mit knapp 1.300 Euro der teuerste E-Scooter in diesem Testfeld, auch er stammt aus dem Hause Walberg Urban Electrics und hat deutliche Gemeinsamkeiten mit dem The-Urban #RVLTN. Wer noch etwas mehr Fahrkomfort und eine größere Reichweite wünscht, ist mit diesem E-Roller richtig beraten.

E-Scooter Test: 20200404
Bringt Fahrspaß pur: der Egret-Ten V4 36V.

Fangen wir mit den Unterschieden zwischen dem Egret-Ten V4 36V und dem The-Urban #RVLTN an. Mit 17 Kilo wiegt der Egret 3 Kilo mehr. Das hört sich nicht viel an, die machen sich beim Transport und beim Tragen aber schon deutlich bemerkbar, der Arm ermüdet wesentlich schneller. Zusammengeklappt ist das Spitzenmodell mit 107 x 18,5 x 38 Zentimetern größer, sehr langgewachsene Fahrer dürften sich über die mit maximal 115 Zentimetern etwas höhere Lenkstange freuen. Diese lässt sich problemlos auf 95 Zentimeter hereinschieben.

Bei beiden E-Scootern liegt die Motorleistung bei 350 Watt, der Egret-Ten V4 36V schafft aber in der Spitze 650 Watt. Und bei seinem Akku hat Walberg Urban Electrics eine Schippe draufgelegt, die Kapazität wurde von 7.300 auf 10.400 mAh hochgeschraubt.

Auf den ersten Blick sieht man, dass die Reifen mit 10 Zoll ebenfalls eine Nummer größer dimensioniert sind. Anstatt Trommel- kommen Scheibenbremsen vorne und hinten zum Einsatz. Die Trittfläche ist minimal voluminöser. Kleine Schwäche: Der Ständer rastet leider nicht ein, sondern schnappt sofort zurück, wenn man den Roller aufrichtet.

Ansonsten setzen beide E-Roller auf die gleiche Beleuchtung, die identische Klingel sowie auf das zumindest im Hellen gut ablesbare Display und den praktischen Pistolengriff zum Gasgeben. Der Egret-Ten ist super stabil konstruiert, auch sein Lenker hat minimales Spiel. Käufer können zwischen den Farben Schwarz, Schwarz/Holz, Grau und Blau wählen. Das Zusammenlegen gelingt problemlos über einen Bajonettverschluss, zumindest bei unserem Testmodell war weniger Kraftaufwand als beim The-Urban #RVLTN erforderlich.

Der Egret fährt noch etwas souveräner als sein günstigeres Schwestermodell, die größeren Räder machen sich positiv bemerkbar und meistern Unebenheiten in der Fahrbahn noch ein wenig spielerischer. Die zusätzlichen drei Kilo Gewicht sorgen für insgesamt noch bessere Eigenstabilität. Die Beschleunigung ist exzellent, in der Ebene schafften wir 21 km/h, bergauf ist der Ten V4 aber auch nicht agiler. Gefühlt packen die Bremsen eine Nuance besser zu.

E-Scooter Test: 20200404
Die vordere Scheibenbremse packt ordentlich zu und bringt den E-Roller schnell zum Stehen.

Der leistungsstärkere Akku macht sich natürlich bei der Reichweite bemerkbar. Nach 15 Kilometern zeigte das Display noch 2 von 5 Balken an, die maximale Reichweite liegt laut Hersteller bei 30 Kilometern – das wären 10 Kilometer mehr als beim The-Urban.

Den Egret-Ten V4 36V trennen nicht nur der deutliche Preisunterschied vom The-Urban #RVLTN, sondern auch etwas bessere Fahrleistungen und eine größere Reichweite, aber auch 3 Kilogramm mehr Gewicht. Ausgezeichneten Fahrspaß bringen beide. Für welchen von beiden man sich entscheidet, ist wahrscheinlich letztendlich eine rationale Abwägung.

Außerdem getestet

Micro Emicro M1 Colibri

Wer einen leichteren, aber ähnlich flotten E-Scooter wie unseren Testsieger sucht und Einbußen bei der Reichweite hinnehmen kann, sollte sich den Micro Emicro M1 Colibri mit Rekuperationsbremse einmal näher anschauen. Der wiegt nur 9,9 Kilo, lässt sich zum problemlosen Transport ruckzuck zusammenfalten und hat einen entscheidenden Vorteil: Ist der Akku leer, lässt sich dieser Flitzer wie ein herkömmlicher Roller verwenden. Er bietet ein hervorragendes Rollverhalten und ist ohne Motorisierung allen anderen Modellen aus unserem Testfeld haushoch überlegen. Hat der Akku noch Saft, steht der so genannte Motion-Control-Modus bereit. Dabei erkennen Sensoren das Abstoßen am Boden und der Roller unterstützt den Fahrer mit zusätzlicher Energie.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Telestar Micro Colibri
Mit weniger als 10 Kilo ist der Micro Emicro M1 Colibri ein Leichtgewicht.

Der 3.200 mAh starke Akku ist für keine Langstreckenfahrten konzipiert, mit 12 Kilometern hielt er in unserem Test aber exakt so lange wie vom Hersteller angegeben. Die restlichen drei Kilometer waren glücklicherweise ohne größere Anstrengung im manuellen Modus schnell zurückgelegt. Das Herzstück ist der 200-Watt-Motor, der den Scooter erstaunlich flink antreibt und großen Fahrspaß ermöglicht. Die Beschleunigung ist ausgezeichnet. Bei Steigungen wird der Micro etwas langsamer, ist aber immer noch zügig unterwegs.

Die Verarbeitung ist top, der Lenker sitzt fest, und auch ansonsten wackelt und klappert nichts am Colibri. Über den linken Bremshebel aktiviert man die vordere Trommelbremse. Ein dickes Lob verdient sich die hintere Fußbremse, mit die beste der bisher von uns getesteten E-Scooter. Während der Roller vorne auf einem Gummireifen mit 20 Zentimetern Durchmesser unterwegs ist, kommt der hintere lediglich auf 12 Zentimeter. Dadurch kann man keinen allerhöchsten Fahrkomfort erwarten. Die Vorderradfederung schluckt zwar die gröbsten Schläge, aber speziell das kleinere Hinterrad kann nicht jede Bodenunebenheit ausgleichen.

Die Bedienung ist simpel. Per Daumengashebel reguliert man die Beschleunigung, fünf kleine blaue LEDs informieren über den Akkuzustand. Wer mehr Informationen möchte, muss ein Smartphone in die mitgelieferte und bereits montierte Smartphone-Halterung stecken. Auch wenn man es zunächst nicht vermutet: Mit etwas Kraftaufwand passen hier selbst große Smartphones wie das Samsung Galaxy Note 10+ rein. Benötigt wird die für iOS und Android kostenlos erhältliche App »Micro Mobility«.

App und E-Scooter verbinden sich per Bluetooth. Obwohl wir sonst im Zusammenhang mit E-Bikes und E-Scootern bei Smartphones und Apps nicht in Jubelstürme ausbrechen, ist die Micro-Lösung wirklich praktisch und praktikabel. Sie ist nur ein Extra – der E-Scooter fährt ja auch autark – liefert aber mit aktueller Geschwindigkeit, Batteriestatus, zurückgelegter Strecke und Fahrtzeit hilfreiche Zusatzinformationen. Außerdem kann man zwischen den Modi »Sport« (bis 20 km/h), »Aktiv« (16 km/h), »Eco« (14 km/h) und »Fußgänger« (6 km/h) wechseln.

Insgesamt ist der Micro Emicro M1 Colibri ein hervorragender E-Scooter mit kompakten Abmaßen und tollen Fahrleistungen. Falls die geringere Reichweite genügt, ist er eine echte Alternative zum Micro Emicro Explorer.

Mit 16,5 Kilogramm zählt der Iconbit IK-1969K nicht mehr zu den Leichtgewichten. Er lässt sich notfalls noch in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kofferraum mitnehmen, weil man ihn zusammenfalten kann. Das Gewicht spürt man aber, man hat hier schon gewaltig was zu schleppen. Deshalb gilt für den schwarzen Flitzer: Ihn zu fahren macht mehr Spaß als ihn zu tragen.

E-Scooter Test: 20200412
Der Iconbit IK-1969K rollt auf 8,5 Zoll großen Vollgummireifen.

Schauen wir uns zunächst einmal die technischen Daten des E-Scooters an. Der Iconbit rollt auf 8,5 Zoll großen Vollgummireifen. Sein Motor leistet 350 Watt, der fest verbaute Akku liefert 36 Volt und 7.500 mAh. Der Rahmen besteht aus Aluminium, insgesamt ist die Konstruktion sehr stabil, hier klappert oder vibriert nichts.

Die Verwindungssteifigkeit ist in Ordnung und obwohl sich der Lenker blitzschnell zusammenklappen lässt, um das Packmaß zu reduzieren, wirkt er sehr steif und solide. Man merkt dem Iconbit nicht an, dass er aus mehreren Teilen besteht. Eine Höhenverstellung der Lenkstange ist nicht möglich. Mit einer Körpergröße von 1,88 Meter kamen wir mit dem Iconbit aber bestens zurecht.

Bleiben wir bei der Lenkstange. Das plan in den Abschluss des Frontholms eingelassene Display ist gut ablesbar, aber leider recht anfällig für Kratzer. Hier liest man neben der gefahrenen Geschwindigkeit und dem Fahrmodus auch die zurückgelegten Kilometer und die Akku-Restkapazität ab. Kleines Manko: Um zwischen den Modi zu wechseln, muss man einen Griff loslassen, denn der Taster befindet sich unterhalb des Displays.

Auch beim IK-1969K gilt, dass einhändiges Fahren eine instabile und damit gefährliche Angelegenheit ist. Da wir festgestellt haben, dass man grundsätzlich bei allen Rollern im Test, bei denen man die Fahrstufe wechseln kann, für größtmöglichen Fahrspaß den höchsten Modus nehmen sollte, kann man sich unterwegs den Griff zum Druckknopf eigentlich sparen.

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Das ansprechende Display ist gut ablesbar, lediglich zum Wechseln der Fahrstufe muss man den Lenker loslassen und hinter das Display greifen.

Die beiden Gummigriffe ermöglichen dank der strukturierten Oberfläche einen sicheren Halt, könnten aber fester sitzen, sie lassen sich nämlich drehen. Vorne besitzt der E-Scooter eine elektrische, hinten eine Scheibenbremse. Die elektrische Bremse wird genau wie das Gas über eine Art Kippschalter angesprochen und könnte etwas besser dosierbar sein, das gilt auch für den rechten Bremshebel. Die Bremsleistung ist in Ordnung, wir kamen nach wenigen Metern zum Stehen.

Die gummierte Oberfläche des Trittbretts ist griffig und auch für Schuhgröße 45 ausreichend dimensioniert. Schwerer als 100 Kilo sollte der Fahrer nicht sein, das ist die maximale Belastungsgrenze. Einkaufstaschen lassen sich am Haken an der Lenkstange befestigen. Der seitliche Ständer klappt sauber aus und kann den Roller locker und sicher halten. Links und rechts sitzen Reflektoren, um im Dunkeln besser gesehen zu werden.

E-Scooter Test: 20200412
Hinten an der Unterseite des Trittbretts befindet sich eine doppelte Federung, die für einen angenehmen Fahrkomfort sorgt.

Unsere 15 Kilometer lange Teststrecke hat der Iconbit spielend geschafft, im Ziel waren noch zwei von vier Akkubalken übrig. 20 Kilometer sind also problemlos möglich. Für das Laden des komplett leeren Akkus sollte man um die 4,5 Stunden einplanen. Mit den Fahrleistungen waren wir rundherum zufrieden. In der höchsten Stufe beschleunigt der IK-1969K sehr ansprechend und schafft in der Ebene bis 21 km/h. Bergauf schiebt er sich zunächst mit etwa 12 Kilometer pro Stunde, bei längeren Anstiegen rutscht das Tempo dann auf 8 km/h runter.

Das Fahrverhalten ist ausgewogen. Der Iconbit läuft sauber und neigt nicht dazu, permanent nach links oder rechts zu kippen. Schlaglöcher und Gullydeckel steckt er weitgehend weg, dafür sorgt die im Heck integrierte doppelte Federung. Auch unangenehme Stöße oder Vibrationen auf das Lenkrad werden auf ein erträgliches Minimum reduziert.

Zum Transport kann der Lenker umgeklappt werden, dazu muss man lediglich einen Arretierbügel umlegen und eine Sicherung entfernen. Das Packmaß reduziert sich so auf 119 x 43,2 x 18,5 Zentimeter.

Für zum Teil schon deutlich günstiger als 400 Euro beschert der Iconbit IK-1969K ein extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Dank stabiler Konstruktion, unkritischem Fahrverhalten, ordentlichem Akku und ansprechenden Fahrleistungen erhält der Käufer ein äußerst attraktives Gesamtpaket.

Dass der CityBlitz Beast erst an dieser Stelle auftaucht, hat einen einfachen Grund: Für unseren Geschmack ist er zu schwer und selbst im zusammengefalteten Zustand zu wuchtig. Mit satten 21 Kilo fällt er für den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln nahezu flach, und auch um ihn regelmäßig aus dem Keller ins Erdgeschoss zu wuchten, hat der schwarze E-Scooter einfach zu viele Kilos auf den Rippen. Die Lenkstange lässt sich zwar abklappen, wie man auf unserem Bild weiter unten sieht, trotzdem bleibt der CityBlitz aber recht monströs.

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Ein E-Scooter wie aus einem Guss: Der CityBlitz Beast ist schwer und fährt wie auf Schienen.

Ansonsten haben wir am Beast wenig zu kritisieren. Er ist massiv verarbeitet – der Lenker ist sehr stabil, hier klappert und wackelt nichts, auch dann nicht, wenn man über Schlaglöcher fährt. Der Mechanismus mit Arretierbügel und Schiebeschalter zum Umklappen der Frontstange ist simpel und einfach handelbar, die Ladebuchse sitzt vorne rechts.

Die 10 Zoll großen Reifen bieten guten Grip, beim Fahrkomfort ist der CityBlitz in unserem Test ganz vorne mit dabei. Er rollt souverän und ruhig, hier hat man nicht das Gefühl, unerwartet nach rechts oder links umzukippen. Die gummierte Oberfläche bietet sicheren Halt, die vordere Doppelfederung schluckt effektiv Bodenunebenheiten.

Angetrieben wird der CityBlitz durch einen 350 Watt starken Motor und einen 36-Volt-Lithium-Ionen-Akku mit satten 12.800 mAh. Unsere 15 Kilometer lange Teststrecke meisterte der Roller wie auf Schienen. Im Ziel wurde klar, dass er den ausdauerndsten Akku an Bord hat. Die Restkapazität zeigte 3 von 4 Balken. Der Hersteller verspricht eine maximale Reichweite von 40 Kilometern, die Erfahrungen anderer Besitzer zeigen, dass 30 Kilometer problemlos möglich sind.

Aufs Gas spricht das Beast direkt und ohne Verzögerung an, das Beschleunigungsverhalten ist aber nicht rekordverdächtig. Ab Werk ist die Geschwindigkeit auf 16 km/h gedrosselt – wechselt man den Modus, sind aber auch 20 Stundenkilometer problemlos drin. Die Bremsen (vorne eine elektrische, hinten eine Trommelbremse) lassen sich gut dosieren und packen brutal zu, fast schon ein wenig zu stark. Hier muss man den Bremshebel deshalb behutsam betätigen.

Im Display des CityBlitz lassen sich Geschwindigkeit und Akkukapazität ablesen, außerdem sieht man, ob das Licht eingeschaltet ist. Die Klingel funktioniert über einen Drehmechanismus und ist sehr laut. Zusätzliche positive Merkmale sind die große Bodenfreiheit und die seitlichen Reflektoren, der Ständer kann den Roller locker schultern. Der Lenker lässt sich nicht in der Höhe verstellen.

Wer einen stabilen Roller mit großer Reichweite und sicherem Fahrverhalten sucht, findet im CityBlitz Beast eine optimale Fahrmaschine. Zum regelmäßigen Tragen ist das schwarze Gefährt allerdings zu schwer.

Trekstor e.Gear EG40610

Der Trekstor e.Gear EG40610 stellt in unserem Testfeld eine Ausnahme dar: Er ist der einzige Roller, der einen austauschbaren Akku hat. Dazu klappt man das Display nach oben, löst eine Sicherung und kann den 1,5 Kilo schweren Akku an einem Band herausziehen. Das kann leider jeder, da der Akku nicht abgeschlossen ist. Trotzdem ist das Prinzip gut: So kann der 14,2 Kilo schwere E-Scooter beispielsweise unter dem Vordach oder dem Carport parken, der Akku wird zum Laden einfach mit ins Haus genommen. Denn dieser hat einen eigenen Anschluss für das Netzteil, nach rund drei Stunden ist der Akku wieder voll.

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Display hochklappen, Entriegelung entfernen, und schon kann man den Akku herausziehen.

Der Trekstor macht insgesamt einen sehr stabilen Eindruck. Die Frontstange mit dem integrierten Akku ist zwar nicht höhenverstellbar, aber dafür extrem stabil und verwindungssteif. Das trifft ebenfalls auf den Lenker zu. Über den orangefarbenen Gashebel, der vom rechten Haltegriff aus gut zu erreichen ist, kann man nicht nur den Roller, sondern auch das Licht einschalten. Das Display mit blauer Schrift informiert über den Akkustand und die Geschwindigkeit, aber nicht über zurückgelegte Kilometer.

E-Scooter Test: 20200412
Der e.Gear EG40610 ist stabil und gut verarbeitet, der Lenker lässt sich nicht in der Höhe verstellen.

Der 350 Watt starke Motor überzeugt. Er beschleunigt den e.Gear EG40610 in der Ebene auf bis zu 22 km/h, das Gas lässt sich gut dosieren, bergauf sind 12 Stundenkilometer drin. Das Fahrverhalten ist solide, die 10 Zoll großen Luftreifen mit Standardventilen bieten einen guten Abrollkomfort und schlucken die meisten Unebenheiten problemlos, auf eine zusätzliche Federung verzichtet Trekstor. Mit elf Zentimetern fällt die Bodenfreiheit recht üppig aus, das gummierte Trittbrett bietet ausreichend Halt. Über der Abdeckung des Hinterreifens ist ein sandpapierartiger Streifen angebracht, der sich bei unserem Modell schnell zu lösen begann.

Leider bestand der EG40610 nicht den Reichweitentest, nach 14 Kilometern war Schluss, 1.000 Meter früher als erhofft. Mit 6.400 mAh ist die Akku-Kapazität überschaubar. Wer längere Touren absolvieren will, kann für 229 Euro einen zusätzlichen Energiespender erwerben.

Der E-Scooter ist mit drei Bremsen ausgestattet. Die Schutzblechbremse arbeitet, wie die der Mitbewerber, wenig effektiv. Zusätzlich stehen eine Scheiben- und eine elektronische Bremse zur Verfügung. Der rechte Bremshebel für die elektronische Bremse am Vorderrad kann komplett durchgedrückt werden, besser dosierbar ist da schon die linke Bremse für die Scheibenbremse am Hinterrad. Die Bremsleistung ist insgesamt nicht überragend, aber zufriedenstellend.

Ein praktisches Extra ist der Haken an der Lenkstange, um Taschen aufzuhängen. Die seitlichen Reflektoren vorne und hinten verbessern die Sichtbarkeit. Das Abklappen der Lenkstange funktioniert problemlos über einen Arretierbügel und einen zusätzlichen Sicherheitsmechanismus. Fahrkomfort und Verarbeitung des Trekstor e.Gear EG40610 sind insgesamt gut, ein Nachteil ist jedoch die geringe Reichweite. Wer jedoch einen E-Scooter mit austauschbarem Akku sucht, kann gerne mal einen näheren Blick auf dieses stabile und flotte Modell werfen.

Telestar Trotty 7808 SZ

Den Telestar Trotty 7808 SZ haben wir gleich zweimal über einen langen Parcours geschickt: Einmal über unsere reguläre Testrunde, ein zweites Mal zu einem Ausflug in städtisches Terrain. Das Ergebnis war jedes Mal ernüchternd. Fahrend haben wir unser Ziel nie erreicht. Das Problem ist die Scheibenbremse am Hinterrad: Nach einigen Kilometern wird diese fest, das Rad dreht sich immer schwerer. So war nach 13 Kilometern der Akku leer, die restlichen beiden Kilometer war ein Fußmarsch angesagt.

 E-Scooter Test: E Scooter Test7 2020 Telestar Trotty
Der Telestar Trotty rollt auf 8,5 Zoll großen Luftreifen.

Vor der zweiten Fahrt haben wir die Bremse neu eingestellt. Per Inbus kann man diese justieren, das Hinterrad drehte sich wieder spielend leicht. Doch nach rund vier Kilometern gingen die Schwierigkeiten erneut los, die Bremse wurde fest, der Hinterreifen drehte sich immer schwergängiger. Um den Motor nicht zu überlasten, haben wir den Trotty nach Hause geschoben. Möglicherweise haben wir ein Montagsmodell erwischt – Käufer des Telestar-Scooters sollten jedoch darauf achten, dass ihr Roller keine schleifende Bremse hat.

Der 7808 SZ wiegt 12,65 Kilo und rollt auf 8,5 Zoll großen Luftreifen, die ordentlichen Halt bieten. Der 7.800 mAh starke Akku soll Reichweiten von bis zu 25 Kilometer ermöglichen – bei uns war deutlich früher Schluss, was jedoch auf das schlecht drehende Hinterrad zurückzuführen ist. Ein kleines Display informiert über Batteriestatus, Geschwindigkeit und Entfernung.

Die Geschwindigkeitsanzeige lieferte bei uns häufig falsche Werte. Auch wenn wir im Bummeltempo bergauf unterwegs waren – hier baut der Trotty stark ab – wurden uns oft Geschwindigkeiten jenseits der 15 km/h angezeigt. Zwei Getriebestufen sind wählbar, für mehr Fahrspaß sollte man auf jeden Fall zur flotteren greifen.

Die Trittfläche ist angenehm groß und bietet guten Halt. Die Konstruktion des Trotty ist insgesamt recht stabil, der Fahrkomfort kann mit unseren empfohlenen E-Scootern jedoch nicht mithalten, die liegen satter und sicherer auf der Straße. Das Zusammenklappen des Telestar-Rollers gelingt problemlos, der Lenker lässt sich in der Höhe nicht verstellen. Gas gegeben und gebremst wird über zwei Kippschalter, zudem stehen eine Hand- und eine Fußbremse zur Verfügung. Speziell die linke Bremse packt gut zu, hier muss man mit Gefühl dosieren, damit das Gefährt nicht zu schnell stoppt.

Das Beschleunigungsverhalten ist durchwachsen, denn wie bereits geschildert, büßt der Trotty 7808 SZ bergauf enorm an Spritzigkeit und Geschwindigkeit ein.

Sowohl der ADAC als auch die Stiftung Warentest haben dem Moovi ES145 ein »Mangelhaft« attestiert. Und dafür gibt es viele Gründe, wie wir auch in unserem Test bemerkt haben. So ist der Motor mit 150 Watt viel zu schwach. In den ersten beiden Fahrstufen kommt man kaum von der Stelle, Modus 3 erzielt auf der Geraden immerhin 15 bis 16 km/h, bergauf sind es bestenfalls noch 8 km/h. Ständig hat man das Gefühl, mit dem Fuß nachhelfen zu müssen.

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Labile Konstruktion: Der Moovi ES145 bietet unzureichenden Fahrkomfort und schafft nur kurze Strecken. Die rote Öse an der Front dient dazu, um den E-Scooter anzuschließen.

Die Akkuleistung ist zudem bescheiden, die gerade mal 5.300 mAh waren im Test nach 11,5 Kilometern leer gesaugt. Das bedeutete für uns: schieben bzw. manueller Fußantrieb. Der Moovi verfügt zwar über ein Kinetic Energy Recovery System (KERS) wie in der Formel 1, also ein System zur Bremsenergierückgewinnung, das bringt aber in der Praxis auch nicht viel.

Positiv: Der ES145 wiegt nur 10 Kilo, zusammengefaltet kann man ihn also locker überall hin mitnehmen, mit abgeklappten Griffen schrumpft der Scooter auf kompakte 96 x 16 x 30 Zentimeter. So könnte er sich theoretisch perfekt für die letzte Meile eignen. Auseinandergefaltet macht der Moovi insgesamt aber einen sehr labilen Eindruck. Der Lenker wackelt, die winzigen 5,7 Zoll großen Reifen schnüffeln jeder größeren Spurrille hinterher, Schlaglöcher und Gullydeckel gibt der Scooter quasi ungefiltert an den Fahrer weiter und werden zur permanenten Gefahr. Der Fahrkomfort ist bescheiden, das Trittbrett relativ schmal. Der wackelige Klappmechanismus steigert das unsichere Fahrverhalten und das ungute Gefühl beim Fahren.

Die Bremsen geben ebenfalls wenig Grund zur Freude. Zum Verzögern ist der Moovi mit gleich drei Bremsen ausgestattet: einer Rekuperationsbremse am linken Lenker, einer Trommelbremse, die ebenfalls am linken Lenker bedient wird, sowie einer Rücktrittbremse, die das Hinterrad verzögern soll. Die Handbremse kann man bis zum Anschlag ziehen, ohne dass Signifikantes passiert. Auch die Hinterradbremse hat mehr eine Alibi-Funktion. Am besten funktioniert die Rekuperationsbremse, die über einen Kunststoffhebel bedient wird. Mit ihr bringt man den Roller recht gleichmäßig zum Stehen.

Beim ADAC kam es während der Dauerhaltbarkeitsprüfung zum Bruch an der Vorderachsfederung, die Stiftung Warentest hat in den Griffen krebsverdächtiges Naphthalin und einen Weichmacher entdeckt, der sich im Tierversuch als leberschädigend erwies.

All das reicht aus, um vom Moovi ES145 besser die Finger zu lassen – zumal er preislich noch nicht mal ein Schnäppchen ist, das die gravierenden Mängel mit viel Wohlwollen vergessen machen könnte.

Der Moovi 200 Pro ist der größere Bruder des Moovi ES145. Äußerlich sehen sich die beiden Fahrzeuge sehr ähnlich. Markantester Unterschied: Der 200 Pro rollt auf deutlich größeren Reifen, diese messen 7,9 Zoll. Ansonsten sind die Optimierungen zunächst eher im Datenblatt zu erkennen. Der Motor ist mit 300 Watt doppelt so stark, der Akku hat mit 7.800 mAh mehr Kapazität und die Belastbarkeit ist mit 130 Kilo etwas höher. Auch beim Gewicht übertrumpft der 13 Kilo schwere 200 Pro den ES145 um 3 Kilo. Dank des einfachen Klappmechanismus eignet er sich ebenfalls perfekt zum Mitnehmen in öffentlichen Verkehrsmitteln.

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Beim Moovi 200 Pro ist man im Gegensatz zum Moovi ES145 auf deutlich größeren Rädern unterwegs.

Der Fahrkomfort des Moovi 200 Pro ist durch die größeren Reifen etwas besser als beim ES145. Das Rollverhalten ist souveräner, Schläge werden etwas besser weggesteckt, zumindest niedrige Bordsteinkanten besser erklommen. Trotzdem fahren alle anderen E-Scooter aus diesem Test stabiler, einhändig beim Abbiegen zu fahren ist auf dem Pro ein kleines Kunststück und erfordert Mut sowie Überwindung. Positiv macht sich die breitere Trittfläche bemerkbar.

Die 15 Kilometer unserer Teststrecke hat der Moovi problemlos geschafft, am Ende zeigte der Akku eine Restkapazität mit 4 von 6 Balken an. Aber Vorsicht, nach einer Steigung rauschten diese rasant in den Keller. Deutlich besser ist die Beschleunigung, hier hebt sich der 200 Pro eklatant vom ES145 ab. Am Berg erreicht man 12 bis 13 km/h.

Etwas besser arbeiten die Bremsen: Die linke Handbremse funktionierte im Test minimal effektiver als beim kleineren Moovi, die Hinterradbremse war ähnlich wirkungslos. Erste Wahl sollte deshalb die Rekuperationsbremse sein. Auch der Lenker erwies sich als ziemlich instabil. Zudem wäre es wünschenswert, dass der Ständer einen Tick länger wäre, so gerät der Roller beim Parken doch in leichte Schräglage.

Bei beiden Moovi-Scootern kommt dasselbe Display zum Einsatz. Dieses erinnert an einen Fahrradtacho und informiert über Geschwindigkeit, Akkustand und gefahrene Kilometer. Über die i-Taste wechselt man die drei Fahrmodi, aber auch beim 200 Pro gilt: Um flott vorwärtszukommen, sollte man die Stufe 3 nehmen.

Trotz der Optimierungen gegenüber dem ES145 raten wir vom Moovi 200 Pro ab. Fahrstabilität und Bremsverhalten sind bei anderen Rollern dieser Preisklasse deutlich besser.

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