Der beste eBook-Reader

eBook-Reader im Test: Alle getesteten Reader im Überblick
  • eBook-Reader im Test: Alle getesteten Reader im Überblick
  • eBook-Reader im Test - Testsieger: Tolino Vision 4 HD
  • eBook-Reader im Test - Testsieger: Tolino Vision 4 HD
  • Test: eBook-Reader – Testsieger Tolino Vision 4 HD
  • Test: eBook-Reader – Testsieger Tolino Vision 4 HD
  • Test: eBook-Reader – Testsieger Tolino Vision 4 HD

Der beste eBook-Reader für die meisten Menschen ist der Tolino Vision 4 HD. Er verbindet durchdachte Bedienung mit ausgereifter Hardware und einem großen Angebot an Büchern. Am besten ist aber das neue Smart Light: eine sinnvolle Neuerung, die es bei Amazons Kindle-Readern noch nicht gibt.

In Deutschland kämpfen vor allem Amazons Kindle-Reader und die Tolinos des deutschen Buchhandels um die Gunst des Lesers. Wir hatten zwei Modelle von Tolino und drei verschiedene Kindle-Reader im Test, außerdem noch den Kobo Aura One mit seinem besonders großen Bildschirm.

Gleich vorweg: Groß sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen eReadern nicht. Letztlich muss man sich vor allem entscheiden, wo man lieber einkauft – bei Amazon oder bei den Online-Shops von Hugendubel, Weltbild oder Thalia. Die Vor- und Nachteilen der einzelnen Shops erklären wir weiter unten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Tolino Vision 4 HD

Großes Bücherangebot und Smart Light für lesen bei schlechten Lichtverhältnissen.

Der beste eBook-Reader ist für uns aktuell der Tolino Vision 4 HD. Mit seinem wasserfesten Gehäuse, der durchdachten Bedienung und nicht zuletzt dem Smart Light, das sich in der Praxis als äußerst angenehm entpuppt, bietet er einfach ein bisschen mehr als die Kindle-Reader von Amazon.

Gut & günstig: Tolino Shine 2 HD

Test E-Book-Reader: Tolino Shine 2 HD
Solider Reader für wenig Geld.

Der Tolino Shine 2 HD ist die abgespeckte Variante unseres Testsiegers. Er hat kein Smart Light und ist nicht wasserfest, kostet dafür aber auch deutlich weniger. Wer gerne beim deutschen Buchhandel kauft und nicht so viel Geld ausgeben kann oder will, für den ist der Shine 2 HD die beste günstige Alternative.

Auch gut: Amazon Kindle Paperwhite

Test E-Book-Reader: Amazon Kindle Paperwhite 3
Günstig, solide, ohne Schnickschnack.

Wer sich in der Welt von Amazon zuhause fühlt, der ist mit dem Kindle Paperwhite besser beraten. Er ist zwar ebenfalls nicht wasserfest und auch um ein gutes Stück schwerer als unser Favorit, doch ansonsten gut verarbeitet und auf jeden Fall eine Empfehlung wert – vor allem, wenn man vom besonders großen eBook-Angebot von Amazon profitieren will.

Großer Bildschirm: Kobo Aura One

Test E-Book-Reader: Kobo Aura One
Großes Display – aber nicht gerade günstig.

Der Vorteil des Außenseiters auf dem eBook-Reader-Markt, Kobo Aura One, ist sein großes Display. Mit 7,8 Zoll ist es das größte im Testfeld. Auch die Schriftgröße kann ganz einfach an die individuellen Vorlieben angepasst werden. Einzig der eBook-Shop ist nicht so übersichtlich und gut sortiert wie bei Amazon oder Tolino.

Vergleichstabelle

TestsiegerGut & günstigAuch gutGroßer Bildschirm
Modell Tolino Vision 4 HD Tolino Shine 2 HD Amazon Kindle Paperwhite Kobo Aura One Tolino Vision 3 HD Amazon Kindle Voyage Amazon Kindle Oasis
Test E-Book-Reader: Tolino Shine 2 HDTest E-Book-Reader: Amazon Kindle Paperwhite 3Test E-Book-Reader: Kobo Aura OneTest E-Book-Reader: Tolino Vision 3 HDTest E-Book-Reader: Amazon Kindle VoyageTest eBook-Reader: Amazon Kindle Oasis
Pro
  • Durchdachte Bedienung und wasserfestes Gehäuse
  • Guter Preis für ein Einstiegsmodell und enorm viel Akku
  • Großes eBook-Angebot im Amazon -Shop
  • Großes Display für mehr Lesevergnügen
  • Etwas günstiger als das Nachfolgemodell
  • Schlankes Gehäuse und schickes Design
  • Sehr gute Verarbeitung und edles Äußeres
Contra
  • Etwas träge PDF-Darstellung
  • Leider nicht wasserfest
  • Höheres Gewicht und nicht wasserfest
  • Schlecht sortierter eBook-Shop
  • Ohne Blaulichtfilter und weniger Speicher
  • Teurer als der Paperwhite aber nicht besser
  • Zu teuer für einen eBook-Reader
Bester Preis
Technische Daten  

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir sechs aktuelle eBook-Reader von Amazon, der Tolino-Allianz und dem kanadischen Hersteller Kobo unter die Lupe genommen. Dabei haben wir nicht nur den Lesekomfort bewertet, sondern auch Sonderfunktionen und die verschiedenen Möglichkeiten, eBooks möglichst komfortabel auf das Gerät zu übertragen.

eBook-Reader im Test: Alle getesteten Reader im Überblick
Alle eBook-Reader im Test: Die Standard-Bildschirmgröße der meisten eBook-Reader ist nach wie vor 6 Zoll, der 7,8 Zoll große Kobo Aura One in der Mitte oben ist die Ausnahme.

Die günstigsten Geräte der Hersteller haben wir uns diesmal nicht angesehen, denn sie bieten keine Hintergrundbeleuchtung. Das schränkt den Lesekomfort stark ein. Gute Modelle mit Beleuchtung gibt es schon für rund 100 Euro, die Mehrinvestition ist es auf jeden Fall wert.

Wesentlich größerer Lesekomfort mit Hintergrund­­-beleuchtung

Alle eBook-Reader im Test bieten eine angenehme Leseerfahrung. Gab es vor einigen Jahren noch große Unterschiede bei der Qualität des Displays, der Beleuchtung oder der Software, liest es sich mittlerweile auf allen Readern von Amazon, Tolino und Kobo gleichermaßen komfortabel.s

Alle Reader bieten inzwischen auch umfangreiche Anpassungen an die eigenen Vorlieben, zum Beispiel hinsichtlich Bedienung und Schriftbild. Zwar bietet der Kobo Aura One hierbei besonders viele Optionen, doch auch die Tolinos und Kindles zeigen sich erfreulich flexibel.

Das gilt auch für die Beleuchtung: Ob in absoluter Dunkelheit, bei spärlichem Licht oder an einem hellen Sonnentag, alle Reader ermöglichen dank Hintergrundbeleuchtung in allen Situationen gutes Lesen. Zwar strahlen vor allem die teureren Kindle-Modelle besonders hell, dafür überzeugen Tolino Vision 4 HD und Kobo Aura One mit der Möglichkeit, die Farbtemperatur anzupassen, was vor allem im Dunkeln die Augen schont.

Ebenfalls systemübergreifend möglich sind Markierungen, Notizen und Lesezeichen, die über den Touchscreen in den digitalen Büchern angelegt werden können. Auf diese Weise lassen sich Lieblingszitate oder wichtige Passagen leicht markieren und wiederfinden.

Grenzenloses Lesevergnügen

Mehrere Tausend Bücher in der Tasche haben und bei Bedarf jederzeit neuen Lesestoff anfordern – eBook-Reader machen es möglich. Trotz Smartphones und Tablets lesen sich digitale Bücher auf einem eBook-Reader immer noch am schönsten.

Tolino lehrt Amazon das Fürchten

Das hat mehrere Gründe: Zum einen sind eReader wesentlich leichter als Tablets und bieten einen größeren Bildschirm als Smartphones. Ihre hochauflösenden E-Ink-Displays liefern ein Schriftbild, das sich vor einem echten Buch nicht verstecken muss. Eine eingebaute Beleuchtung ist bei fast allen Modellen mittlerweile Standard so dass man auch bei wenig Licht bequem lesen kann. Und nicht zuletzt halten die Akkus moderner eBook-Reader mehrere Wochen, wohingegen ein Smartphone oder Tablet schon nach ein paar Stunden wieder ans Ladegerät muss.

Amazon führte das Feld der eBook-Reader lange Zeit mit seinen Kindle-Readern an. Doch in Deutschland hat eine Allianz der Buchhandelsketten Hugendubel, Thalia und Weltbild zusammen mit der Telekom mit dem Tolino einen Konkurrenten auf den Markt gebracht, der über die Jahre immer besser wurde. Mit der neuesten Version des Tolino, dem Tolino Vision 4 HD, überholt Tolino die Kindle Reader technisch zum ersten Mal. Deshalb ist er für uns zur Zeit der beste eBook-Reader.

Das heißt aber nicht, dass der Tolino Vision 4 HD automatisch für jeden der beste eReader ist. Denn bei der Wahl eines eBook-Readers entscheidet man sich wohl oder übel immer auch für einen Händler, bei dem man seine Bücher kauft. Das gilt auch für den dritten Anbieter von eBook-Readern: Der kanadische Buchhändler und eBook-Hersteller Kobo hat mit dem Kobo Aura One jüngst einen eBook-Reader im Maxi-Format herausgebracht, der für manche durchaus interessant sein könnte.

 

eBook-Reader im Test - Testsieger: Tolino Vision 4 HD

Testsieger: Tolino Vision 4 HD

Im Vergleich zum ebenfalls schon sehr guten Vorgängermodell haben die Tolino-Macher beim Vision 4 HD nicht nur behutsame Modellpflege betrieben, sondern mit der Anpassung der Farbtemperatur der Hintergrundbeleuchtung an die Tageszeit auch eine sinnvolle Verbesserung eingeführt, die es bei Amazons Kindle-Readern nicht gibt.

Testsieger: Tolino Vision 4 HD

Großes Bücherangebot und Smart Light für lesen bei schlechten Lichtverhältnissen.

Top verarbeitet und wasserfest

Der der Tolino Vision 4 HD steckt im gleichen schlanken Gehäuse wie das 3er-Modell. Er liegt mit einem Gewicht von rund 175 Gramm angenehm in der Hand, sodass es sich auch einhändig ohne große Ermüdungserscheinungen lesen lässt.

Das Display mit der Reader-typischen Bilddiagonale von 6 Zoll (15,24 cm) liegt plan im Gehäuse und reagiert zügig auf Fingereingaben. Doch das kann die Konkurrenz auch.

Ebenfalls klassentypisch ist die hohe Pixeldichte von 300 Pixeln pro Zoll, die für ein gestochen scharfes Schriftbild sorgt. Der interne Speicher ist im Vergleich zum Vorgänger von vier auf acht Gigabyte gewachsen, sodass der Reader Platz für bis zu 6.000 eBooks bietet. Das sollte erstmal reichen.

Nach wie vor ein großer Pluspunkt gegenüber der Kindle-Konkurrenz: Der Tolino Vision 4 HD ist wasserfest und übersteht ein 30-minütiges Tauchbad im Süßwasser ohne Schaden. Lesen in der Badewanne ist also kein Problem und auch am Strand muss man keinen Schreck kriegen, wenn der Tolino ein paar Spritzer abkriegt.

Smart Light

Die wichtigste Neuerung des Tolino Vision 4 HD ist das so genannte Smart Light. Die standardmäßig aktivierte Funktion passt die Farbtemperatur des Displays unabhängig von der Helligkeit im Laufe des Tages automatisch an. So leuchtet der Tolino-Bildschirm in den Abendstunden in einem wärmeren Rotton, während er tagsüber eher kaltweiß strahlt.

eBook-Reader im Test - Testsieger: Tolino Vision 4 HD
Der Tolino Vision 4 HD leuchtet tagsüber kaltweiß, abends rötlich, denn blaues Licht kann abends Schwierigkeiten beim Einschlafen verursachen.

Hintergrund dieses Verfahrens sind wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass das helle, blaue Licht von Monitoren und anderen Lichtquellen in den Abendstunden dafür sorgt, dass der Körper weniger Melatonin produziert. Das kann den natürlichen Schlaf-wach-Rhythmus stören.

Smart Light reduziert das blaue Licht des Displays

Bei aktiviertem Smart Light reduziert der Tolino das blaue Licht in den Abendstunden unmerklich langsam. Alternativ kann die Farbtemperatur auch manuell eingestellt werden. Auch andere Geräte wie Monitore oder Apples iPad und das iPhone erlauben mittlerweile die Reduktion von blauem Licht.

Ob wir durch die Nutzung des Smart Lights tatsächlich besser einschlafen können, sei erstmal dahingestellt. Trotzdem wollte ich den Blaulicht-Filter schon nach wenigen abendlichen Lesesitzungen nicht mehr missen. Denn vor allem bei wenig Umgebungslicht liest es sich deutlich angenehmer, wenn der Reader das Display in wärmeren Farben beleuchtet.

Anders als der Kobo Aura One erlaubt es der Tolino allerdings nicht, die Zubettgeh-Zeit manuell anzupassen. Davon abgesehen ist die Umsetzung von Smart Light aber gelungen – ein echter Mehrwert im Vergleich zum Vorgänger und der Konkurrenz von Amazon.

Einfache Bedienung

Bei der Software und dem Bedienkomfort haben die Tolinos in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt. Die Navigation durch die Bibliothek und den eBook-Shop ist mittlerweile genauso komfortabel wie beim Amazon Kindle.

Auch bei der Anpassung des Schriftbilds an die persönlichen Vorlieben muss sich der Tolino nicht verstecken. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, die Schriftgröße per Smartphone-typischem Zwei-Finger-Zoom ohne Umwege über das Menü zu verändern.

Tolino ist flexibler bei eBook-Formaten als der Kindle

Eine weitere clevere Funktion des Tolinos hört auf den Namen tap2flip. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, die Seite durch Antippen der Geräterückseite umzublättern. Das funktioniert nach kurzer Eingewöhnung erfreulich gut und erhöht vor allem beim einhändigen Lesen den Komfort. Wer die Funktion nicht nutzt, kann sie in den Einstellungen deaktivieren.

Ob gekaufte oder manuell kopierte eBooks, der Tolino Vision 4 HD kommt mit allen getesteten Inhalten problemlos zurecht. Tolino unterstützt im Gegensatz zu Amazons Kindle das ePub-Format, das heißt, es können auch eBooks aus anderen Shops problemlos auf den Reader geladen werden. Lediglich bei der PDF-Darstellung gibt es Abzüge. Vor allem bildlastige PDF-Dateien stellt der Reader nur träge dar. In diesem Punkt macht aber nur der Kobo Aura One eine unwesentlich bessere Figur, wirklich überzeugen kann die PDF-Nutzung bei keinem Reader.

Wie bei allen getesteten Geräten hält der Akku des Tolino Vision 4 HD über mehrere Wochen. Wann genau ihm die Puste ausgeht, hängt von der täglichen Lesezeit und der Nutzung der Beleuchtung ab.

Praktisch: Das mitgelieferte Ladekabel ist trotz klassischem Micro-USB-Anschluss verdrehsicher, sodass es sich auch im Dunkeln ohne Fummelei an den Reader anschließen lässt.

Abgesehen von den genannten Kleinigkeiten leistet sich der Tolino Vision 4 HD im Test keine nennenswerten Schwächen. Wer mit dem eBook-Angebot von Hugendubel, Thalia und Co. zufrieden ist, findet mit dem Tolino Vision 4 HD einen vielseitigen eBook-Reader mit toller Verarbeitung und hilfreichen Extras.

Was sagen die anderen?

Nicht nur uns hat der neue Tolino überzeugt, auch in anderen Tests schneidet der Vision 4 HD fast durchgängig gut ab. Meistens werden die durchdachten Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger gelobt.

In dieses Horn stößt beispielsweise Rainer Schuldt von Computer Bild. Der Redakteur lobt im Test des Tolino Vision 4 HD vor allem die Smart-Light-Beleuchtung und das nach wie vor sehr handliche Gehäuse. Kritik äußert er aber an der vergleichsweise knappen Akkulaufzeit – wir empfinden die gemessenen 57 Stunden ununterbrochenen Lesens in der Praxis als absolut ausreichend. Im Fazit heißt es:

»Gut gemacht, Tolino-Allianz: Beim Tolino Vision 4 HD hat man nicht das Rad neu erfunden, sondern sinnvolle Detailverbesserungen (mehr Speicher, SmartLight, Easy2Connect-Stecker) vorgenommen.«

Als Testnote erhält der Tolino Vision 4 HD eine gute 2,43, was ihn auf den zweiten Platz der Computer-Bild-Bestenliste katapultiert – gleich hinter dem Kindle Oasis.

Im ausführlichen Test von AllesEbook schneidet der Tolino Vision 4 HD ebenfalls gut ab. Neben der soliden Verarbeitung und der sinnvollen Reduzierung von blauem Licht lobt der Test auch den Internetbrowser und das verdrehsichere USB-Kabel:

»Mit dem Tolino Vision 4 HD geht die Buchhandelsallianz jetzt noch einen Schritt weiter und übertrumpft gleich alle drei Kindle-Modelle von Amazon. Die technische Umsetzung des neuen Vision ist tadellos und auch die Software wird laufend sinnvoll verbessert (zuletzt mit eigenen Schriftarten und der neuen Sammlungsfunktion).«

AllesEbook sieht nur wenige Kritikpunkte im neuen Reader, darunter den fehlenden Speicherkartenslot. Angesichts von rund sechs Gigabyte freiem Speicherplatz, der für mehr als 8.000 Bücher reicht, sehen wir das allerdings nicht so kritisch. Insgesamt erhält der Tolino Vision 4 HD im Test die Topnote von 1,2 und ist damit der beste Reader, den AllesEbook bislang getestet hat.

Auch bei Papierlos-Lesen kann der neue Tolino überzeugen. Wie in den anderen Tests werden auch hier die Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger gelobt. Auch die mittlerweile gut ausgereifte Software des Readers überzeugt, ebenso wie das wasserfeste Gehäuse. So erhält der Tolino Vision 4 HD auch ohne Endnote eine Empfehlung:

»Alles in allem ist der neue Tolino Vision 4 HD ein gelungenes Update. Wer bereit ist, knapp 180 € auszugeben, bekommt hier ein ausgereiftes Gerät mit Features, die es so im 6″-Segment noch nicht gibt.«

Alternativen

Der Tolino Vision 4 HD ist technisch zur Zeit ganz klar der beste eBook-Reader – aber sicher nicht der günstigste. Knapp 170 Euro sind relativ viel für einen eBook-Reader. Es gibt aber auch günstigere Alternativen – und auch die Konkurrenz hat gute Geräte.

Gut & günstig: Tolino Shine 2 HD

Test E-Book-Reader: Tolino Shine 2 HD
Solider Reader für wenig Geld.

Wem sich bei Tolino gut aufgehoben fühlt, aber nicht so viel Geld ausgeben will, für den ist der Tolino Shine 2 HD die beste Wahl.

Er hat ein ähnlich gutes Display wie der Vision 4 HD, es liegt nur nicht plan im Gehäuse, sondern leicht hinter dem Rahmen. Damit sieht der Toline Shine 2 HD nicht ganz so schick aus. Auch wasserfest ist der günstigere Tolino nicht und auf das Smart Light muss man ebenfalls verzichten.

Doch auch ohne Nachtlichtmodus und »Badewannenkompatibilität« ist der Tolino Shine 2 HD für weniger als 120 Euro ein guter Kauf.

Auch gut: Amazon Kindle Paperwhite

Test E-Book-Reader: Amazon Kindle Paperwhite 3
Günstig, solide, ohne Schnickschnack.

Preislich und qualitativ auf dem selben Niveau liegt der Amazon Kindle Paperwhite. Er ist zwar schon seit 2015 auf dem Markt, kann aber immer noch gut mithalten. Sein helles, scharfes Display bietet ein angenehmes Lesevergnügen, ansonsten ist der Kindle Paperwhite aber ähnlich spärlich ausgestattet wie der Tolino Shine 2 HD: Das Gehäuse ist nicht wasserfest und mit rund 205 Gramm auch ein gutes Stück schwerer als unser aktueller Favorit. Auf einen Blaulicht-Filter muss bei ihm, wie auch bei den anderen Kindles, ebenfalls verzichten.

Trotzdem ist der Kindle Paperwhite nach wie vor eine Empfehlung wert, denn der Reader ist solide verarbeitet und überzeugt mit toller Software und vor allem: dem riesigen eBook-Angebot von Amazon.

Wer kein Problem damit hat, in ein vergleichsweise geschlossenes System zu investieren, findet im Amazon Kindle Paperwhite 3 nach wie vor einen hervorragenden eBook-Reader, der wie der mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten kann.

Großer Bildschirm: Kobo Aura One

Test E-Book-Reader: Kobo Aura One
Großes Display – aber nicht gerade günstig.

Wer lieber etwas mehr in der Hand und dafür eine größere Lesefläche haben möchte, für den ist der Kobo Aura One die beste Option. Er ist der einzige eBook-Reader mit einem 7,8 Zoll großen Bildschirm – also rund 20 Zentimeter Bildschirmdiagonale.

Der zusätzliche Bildschirmplatz kann ein echter Mehrwert sein, vor allem Grafiken in Fachbüchern oder PDF-Dateien kommen hier deutlich besser zur Geltung. Da der Kobo Aura One auch die umfangreichsten Möglichkeiten bietet, das Schriftbild an die eigenen Vorlieben anzupassen, ist er außerdem die beste Alternative für alle, die es angenehmer finden, mit größerer Schrift zu lesen.

Erfreulicherweise liegt der eBook-Riese dennoch gut in der Hand, zumal er mit 230 Gramm für seine Größe noch verhältnismäßig leicht ist.

Außerdem ist er wasserfest und er bietet, wie der Tolino Vision 4 HD, einen Blaulichtfilter, der genauso gut funktioniert wie bei unserem Favoriten.

Nicht ganz so gut gefällt uns der von Rakuten angebotene eBook-Shop, der weniger übersichtlich ist als die Alternativen von Amazon und Tolino. Auch hatte unser Testgerät in der Praxis gelegentlich Probleme bei der Bedienung, beispielsweise beim Umblättern. Das waren aber seltene Ausnahmen, die vermutlich mit einem Software-Update behoben werden können.

Trotz dieser kleineren Makel können wir den Kobo Aura One durchaus empfehlen – zumindest für alle, die ein größeres Display wollen.

Außerdem getestet

Tolino Vision 3 HD

Der Tolino Vision 3 HD wird bei Thalia, Hugendubel und Co. weiterhin verkauft und ist rund 40 Euro günstiger als unser Favorit. Er hat dasselbe Gehäuse, ist ebenfalls wasserdicht und somit dem Vision 4 HD bis auf den Blaulichtfilter, der größeren Speicherausstattung und dem neuen USB-Stecker größtenteils identisch. Doch der Preisunterschied zum Tolino Vision 4 HD ist nicht groß. Daher würden wir eher zum Tolino Vison 4 HD raten – oder, wenn Sie Geld sparen wollen, zum Tolino Vision 2 HD oder Kindle Paperwhite.

Amazon Kindle Voyage

Der Kindle Voyage unterscheidet sich nur wenig vom Kindle Paperwhite, kostet aber deutlich mehr. Neben dem etwas schlankeren Gehäuse ist der größte Unterschied, dass der Bildschirm bei ihm wie beim Tolino hinter einer planen Glasscheibe sitzt. Außerdem hat der Voyage im Rand eingelassene Tasten, mit denen man Weiterblättern kann. Alles in allem ist der Voyage ein etwas schickerer Paperwhite, den deutlich höheren Aufpreis ist er aber nicht wert, gerade im Vergleich zum etwa gleich teuren Tolino Vision 4 HD.

Amazon Kindle Oasis

Der Kindle Oasis ist zwar das High-End-Gerät unter den eBook-Readern, aber für stolze 290 Euro ist er eindeutig viel zu teuer. Da nützt es auch nichts, dass er super verarbeitet ist und vom Hintergrundbild so nah an einem altbewährten Buch ist, wie kein anderer Reader im Test. Wasserdicht ist er allerdings nicht und ihm fehlt, wie allen Kindles, der Blaulichtfilter.

Welcher eBook-Shop ist der beste?

Für welche eBook-Händler man sich entscheidet, ist inzwischen vor allem Geschmacksache. Wer ohnehin gern bei Amazon kauft, für den ist der Kindle nach wie vor die beste Wahl. Das gilt vor allem auch für alle, die gerne neuen Lesestoff von (noch) unbekannten Autoren entdecken, denn im Rahmen von Amazons Direct-Publishing-Programm können Autoren auch ohne großen Verlag Bücher veröffentlichen. So finden sich unzählige Bücher im Kindle-Store, die es teilweise woanders nicht gibt.

Wer sich dagegen bei Thalia und Hugendubel besser aufgehoben fühlt, der sollte zum Tolino greifen. Denn das Angebot in den eBook-Shops unterscheidet sich nur noch geringfügig.

Gute Buchauswahl in allen Shops – doch jeder eReader bevorzugt einen anderen

Genaue Zahlen, wie viele eBooks in welchem Shop angeboten werden, gibt es leider nicht, deshalb haben wir stichprobenartig je zehn Einträge der deutschen Bestsellerliste des Spiegels und der US-Bestsellerliste der New York Times in den Shops von Amazon, Tolino und Rakuten (Kobo) gesucht. Das erfreuliche Ergebnis: Sowohl die deutschen als auch die englischen eBooks waren auf allen Plattformen erhältlich.

Auch die Preise sind für deutsche eBooks bei allen Shops identisch, denn auch für eBooks gilt inzwischen die Buchpreisbindung. Bei internationalen Büchern sieht das anders aus, hier unterscheiden sich die Preise zum Teil erheblich. Bei unserer Stichprobe kostete beispielsweise der aktuelle John-Grisham-Roman »The Whistler« bei Hugendubel 18,49 Euro, während es das Buch bei Amazon und Thalia bereits für 11 Euro gab – hier lohnt sich also der Vergleich zwischen verschiedenen Shops.

Doch das ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick klingt, denn jeder eBook-Reader bevorzugt seinen eigenen Shop. Tolino und Kobo geben sich gegenüber Büchern aus anderen Shops noch relativ aufgeschlossen, beim Kindle muss man dagegen einige Verrenkungen vollführen, um Bücher, die nicht von Amazon stammen, auf dem Kindle lesen zu können. Aber immerhin: es geht.

Beim Tolino hat man von Haus aus Zugriff auf die Portale von Thalia, Hugendubel oder eBook.de. Die Umsetzung ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig: Während der Reader selbst nur den direkten Kauf bei einem digitalen Buchladen erlaubt, können Tolino-Nutzer über die so genannte Tolino Cloud auch andere Inhalte auf den Tolino übertragen. Dazu müssen zunächst die Partnershops an die Cloud angebunden werden. Das ist zwar in wenigen Klicks erledigt, aber umständlicher als es sein müsste.

Bei Amazon und Kobo ist es aber noch um einiges umständlicher, Bücher von anderen Shops zu lesen. Beim Kindle hat man nur Zugang zum Amazon eBook-Shop. Will man Bücher aus anderen Shops laden, muss man sie in Amazons eBook-Format konvertieren – was aber oft nicht so einfach ist, denn viele eBooks sind darüber hinaus mit einem Kopierschutz ausgestattet.

eBook-Formate und Kopierschutz

Wenn Sie ohnehin nur Bücher aus dem eBook-Shop lesen wollen, der auf Ihrem Reader vorinstalliert ist, können Sie diesen Abschnitt getrost überspringen. Alle anderen aufgepasst, denn jetzt wird’s technisch.

Die eBook-Reader von Kobo und Tolino unterstützen das eBook-Dateiformat ePub. Das sorgt für Komfort bei der Übertragung von Büchern auf die Geräte: Nicht nur verkaufen viele Shops eBooks im ePub-Format, auch viele Anbieter von kostenlosen eBooks bieten sie meist als ePub zum Download an. Bücher im ePub-Format lassen sich ganz einfach per USB-Kabel auf den Reader kopieren und ohne weiteres Kopfzerbrechen lesen.

ePub wird von Amazon nicht unterstützt

Bei den Kindle-Modellen sieht das anders aus: Amazon unterstützt ePub nicht, sondern setzt auf ein eigenes Dateiformat. Bücher aus anderen Shops können daher nicht einfach so auf den Kindle übertragen werden. Sie müssen erst in das Amazon-Format umgewandelt werden.

Das geht relativ unproblematisch mit wenigen Klicks mit der kostenlosen Software Calibre – zumindest solange die Bücher keinen Kopierschutz (DRM) haben. Die meisten haben aber einen, auch wenn inzwischen immer mehr Anbieter auf eBooks ohne Kopierschutz umschwenken.

eBook Reader Test: Calilbre
Mit der kostenlosen Software Calibre kann man eBooks in andere Dateiformate umwandeln.

Doch auch für Bücher mit Kopierschutz gibt es eine Lösung: Für Calibre gibt es ein Plugin mit dem treffenden Namen DeDRM, das den Kopierschutz praktisch aller Anbieter entfernt. So kann man schließlich doch noch Kindle eBooks auf dem Tolino lesen und umgekehrt.

Der Haken an der Sache ist: eigentlich ist es verboten, einen Kopierschutz zu knacken und zu deaktivieren. Einerseits. Denn andererseits gibt es in Deutschland auch das Recht, eine Privatkopie von erworbenen Medien anzufertigen. Damit befindet man sich rechtlich in einer Grauzone.

In der Praxis dürfte man wohl nicht dafür belangt werden, wenn man bei eBooks, die man legal erworben hat, den Kopierschutz entfernt, um sie auf einem eBook-Reader lesen zu können. Aber nageln Sie uns nicht darauf fest. Wenn Sie es tun, tun Sie es auf eigenes Risiko. Mehr zu der Thematik erfahren Sie bei AlleseBook und Lesen.net.

Der langen Rede kurzer Schluss: Grundsätzlich ist es möglich, eBooks von einem Format in ein anderes umzuwandeln. Die kostenlose Software Calibre ist hierzu das Tool der Wahl.

Kopierschutz kann umgangen werden

Meistens wird man seine eBooks jedoch bei dem Shop kaufen, den man über seinen Reader am einfachsten erreicht. Genau aus diesem Grund machen die Händler es ja mit Absicht so kompliziert.

Sinnvoll ist das Konvertieren von eBooks, wenn man ein bestimmtes Buch nicht bei seinem Stamm-Händler bekommt. Oder wenn man sich eines Tages entscheidet, von einem Anbieter zum anderen zu wechseln. Dann ist es beruhigend zu wissen, dass man seine gesammelte eBook-Bibliothek zur Not konvertieren und auf den anderen Reader umziehen kann. Man muss sich also nicht zwangsläufig lebenslang an einen Anbieter ketten.

eBooks ausleihen

Alle eBook-Reader bieten die Möglichkeit, elektronische Bücher nicht nur zu kaufen, sondern auch auszuleihen.

Die Modelle von Tolino und Kobo unterstützen die so genannte Onleihe. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Plattform von Stadtbibliotheken, an der derzeit rund 3.000 Bibliotheken teilnehmen. Wer Mitglied in einer teilnehmenden Stadtbücherei ist, kann über die Onleihe eBooks ausleihen und herunterladen. Dazu muss der jeweilige eBook-Reader einmalig registriert werden, zudem ist die Installation von Adobe Digital Editions notwendig, da die geliehenen eBooks mit einem Kopierschutz ausgestattet sind.

Amazon geht auch hier einen eigenen Weg: Zwar ist es nicht möglich, mit dem Kindle die Onleihe zu nutzen, dafür stehen mit Kindle Unlimited und der Kindle Leihbücherei gleich zwei Leihsysteme zur Auswahl.

Bei Kindle Unlimited handelt es sich um ein Flatrate-Angebot. Zum Pauschalpreis von rund 10 Euro im Monat können die Nutzer hier bis zu zehn eBooks beliebig lange ausleihen. Das Angebot umfasst dabei rund eine Millionen Bücher, aktuelle Bestseller finden sich aber nur selten. Stattdessen bietet Kindle Unlimited beispielsweise den Zugriff auf viele eBooks, die im Self-Publishing auf der Kindle-Plattform veröffentlicht wurden. Es gibt aber auch bekannte Namen im Angebot, beispielsweise die komplette Harry-Potter-Reihe.

Mit der Kindle Leichbücherei können Abonnenten von Amazon Prime jeden Monat ein Buch kostenlos ausleihen. Eine Liste der verfügbaren Bücher gibt es hier.

eBooks auf Reisen

Wem jemals im Strandurlaub, am Flughafen oder beim Wandern der Lesestoff ausgegangen ist, wird zu schätzenwissen, dass es eBook-Reader mit weltweiter Datenflatrate gibt – allerdings bislang ausschließlich bei Amazons Kindle.

Weltweit kostenlos Bücher herunterladen geht nur mit Amazons Kindle

Gegen einen Aufpreis von rund 60 Euro bietet Amazon seine Reader als »3G-Variante« an. Pro Tag erlaubt Amazon unabhängig vom Aufenthaltsort Downloads von 25 Megabyte – da die meisten eBooks nur wenige Kilobytes schwer sind, lassen sich damit problemlos massenweise neue Bücher herunterladen. Zusatzkosten fallen dabei nicht an: Nach der einmaligen Zahlung des Aufpreises ist der 3G-Kindle dauerhaft online – ein echtes Alleinstellungsmerkmal von Amazons Kindle.

Doch auch die Tolino-Familie bietet die Möglichkeit, unterwegs Bücher herunterzuladen. Die eBook-Reader verbinden sich automatisch und ohne Zusatzkosten mit den WLAN-Hotspots der Deutschen Telekom. Da das Hotspot-Netz der Telekom zumindest in Deutschland gut ausgebaut ist, ist das Fehlen des 3G-Moduls bei den Tolinos zumindest in Deutschland daher kein großer Nachteil. Im Ausland dagegen schon. Und beim Kobo Aura fehlt diese Funktion leider komplett.

Kommentare

3 Kommentare zu "Der beste eBook-Reader"

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Schaut euch besser mal die Rezensionen bei Amazon an…hier wird ja einiges verschleiert!

Naima Jackson so zum rein lesen

Genau

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