Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.

Der beste eBook-Reader

last updateZuletzt aktualisiert:
eBook-Reader Test: Kindle Ebook Reader
Boris Hofferbert

Boris Hofferbert

beschäftigt sich als Testredakteur vor allem mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Außerdem hat er ein Faible für Fernseher und Monitore. Er schreibt online und offline für Medien wie digitalPHOTO, Computer Bild Spiele, TECH.DE, PC Welt und die Neue Zürcher Zeitung und gibt auf dem Hilfe-Portal Der Tutonaut Tipps und Tricks zu Smartphones, Laptops und Tablets.

Der beste eBook-Reader für die meisten ist der Amazon Kindle Paperwhite (2018). Amazon hat seinen Klassiker mit der neuesten Version fit für Badewanne und Pool gemacht. Gut gefällt uns auch das sehr gute Display mit Hintergrundbeleuchtung, die ausgereifte Software und die neue Unterstützung für Audible-Hörbücher. Für die allermeisten ist der neue Paperwhite damit der perfekte eBook-Reader. Aber es gibt auch interessante Alternativen abseits von Amazon.

Update 12. September 2019

Wir hatten den Amazon Kindle Oasis 3 im Test. Der Luxus-Kindle ist eine gute Alternative zum Paperwhite 4, lässt angesichts seines hohen Preises aber auch die eine oder andere Funktion vermissen. Trotzdem ist er eine neue Empfehlung.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
21. Juni 2019

Amazon hat eine neue Version des Kindle Oasis vorgestellt, die Ende Juli auf den Markt kommen wird. Wir werden den neuen Oasis so schnell wie möglich testen.

21. März 2019

Amazon hat dem günstigeren Modell seines Kindle-Readers ein Update verpasst. Der Amazon Kindle 2019 bietet nun ebenfalls eine Frontbeleuchtung und die Möglichkeit, Audible-Hörbücher via Bluetooth abzuspielen. Trotz der Verbesserungen ändert sich an unseren Empfehlungen allerdings nichts.

7. März 2019

Wir hatten mit den PocketBook-Modellen Touch HD 3, Touch Lux 4 und InkPad 3 sowie dem inkBook Lumos vier weitere E-Book-Reader im Test. Der PocketBook Touch HD 3 hat uns so gut gefallen, dass wir ihn als neue Alternative empfehlen.

20. November 2018

Wir haben mit dem neuen Kindle Paperwhite, den drei neuen Tolinos und einem neuen Kobo fünf weitere eBook-Reader getestet. Unser neuer Favorit ist der Kindle Paperwhite.

29. November 2017

Wir haben den neuen Amazon Kindle Oasis auf Herz und Nieren getestet und sind grundsätzlich sehr angetan. Der hohe Preis verwehrt dem Premium-Kindle zwar den Testsieg, eine Alternative ist er aber allemal.

Die Möglichkeit, tausende von Büchern auf einem kompakten Gerät griffbereit zu haben, ist nicht nur auf Reisen ideal, auch zuhause sind eBook-Reader praktisch. Mittlerweile sind die E-Ink-Displays ausgereift genug, dass sich die Lesbarkeit kaum noch von Papier unterscheidet.

Wir haben insgesamt 15 eBook-Reader getestet. Unser neuer Favorit ist die neueste Version des Kindle Paperwhite von Amazon. Für alle, die sich nicht mit Amazon anfreunden können, liefern der Tolino Shine 3 oder der PocketBook Touch HD 3 zwei ebenso gute Alternativen mit jeweils eigenen Vorzügen.

Alles, was Sie über eBook-Reader, die verschiedenen eBook-Stores, Leihmöglichkeiten und kostenlose eBooks wissen müssen, erfahren Sie im Abschnitt »Alles Wissenswerte über eBooks«.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Amazon Kindle Paperwhite (2018)

eBook-Reader Test: Kindle Paperwhite 2018
Mehr Speicher, bessere Verarbeitung, wasserfest und Audible: Der neue Paperwhite ist ein Volltreffer.

Der neue Kindle Paperwhite von Amazon bietet gegenüber dem Vorgänger ein verbessertes Gehäuse samt Wasserschutz. Hinzu kommt ein sehr gutes Display und eine durchdachte Bedienung. Der neue Kindle Paperwhite spielt außerdem Hörbücher von Audible ab und ist bei den regelmäßigen Rabatt-Aktionen von Amazon oft für einen sehr guten Preis zu haben. Trotz der unflexiblen Bindung an die Amazon-Bibliothek gefällt er uns im Gesamtpaket am besten. Denn dank Softwares wie Calibre bekommt man auch Bücher aus anderen Quellen relativ problemlos auf den Kindle.

Auch gut

Tolino Shine 3

Deutlich flexibler in Sachen eBook-Auswahl präsentieren sich die Reader der Tolino-Gemeinde. Vor allem der neue Tolino Shine 3 ist für all diejenigen eine Überlegung wert, die ihre Bücher lieber bei deutschen Buchhändlern kaufen möchten. Er punktet doch mit einer sehr guten Verarbeitung und Extras wie einem Blaulichtfilter. Allerdings ist die Software nicht ganz so ausgereift und das Gehäuse nicht wasserfest. Die Möglichkeit, alle möglichen eBooks einfach im ePub-Format auf den Reader zu kopieren, ist hingegen ein echter Vorteil gegenüber den Kindle-Readern von Amazon.

Wenn Geld egal ist

Amazon Kindle Oasis 3

Der Amazon Kindle Oasis 3 punktet vor allem mit einer neuen Funktion, mit der man die Farbtemperatur einstellen kann. Das verbessert das Lesevergnügen in bestimmten Situationen erheblich. Das Gerät ist natürlich auch wasserfest, so steht dem entspannten Schmökern in der Wanne bei Kerzenschein nichts im Wege. Das Display wurde auch etwas vergrößert, dieses Modell kommt dem Lesen von bedrucktem Papier optisch derzeit am nächsten. Die Verarbeitung lässt ebenfalls nichts zu wünschen übrig. Amazon lässt sich den Luxus-Reader aber auch entsprechend bezahlen.

Freigeist

PocketBook Touch HD 3

Test eBook-Reader: PocketBook Touch HD 3
Tolle Bibliothek, sinnvolle Extras, wasserdicht – PocketBook liefert eine Top-Alternative zu Kindle und Tolino.

Wer seine eBooks am liebsten aus kostenlosen Online-Quellen bezieht und sie besonders komfortabel auf dem Gerät verwalten will, sollte den PocketBook Touch HD 3 in Betracht ziehen. Kein anderer Reader organisiert eBooks so komfortabel. In Kombination mit den guten Displayeigenschaften, einer ordentlichen Performance und seiner durchdachten Bedienung liefert PocketBook eine sehr gute Alternative zu den etablierten Platzhirschen. Einzig die Bindung an einzelne Buchhändler könnte sich in der Praxis als Problem herausstellen.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutWenn Geld egal istFreigeist
Modell Amazon Kindle Paperwhite (2018) Tolino Shine 3 Amazon Kindle Oasis 3 PocketBook Touch HD 3 Amazon Kindle Oasis 2 Tolino Page Tolino Vision 3 HD Tolino Vision 4 HD Tolino Epos Kobo Clara HD Amazon Kindle Amazon Kindle (2019) Amazon Kindle Voyage PocketBook InkPad 3 PocketBook Touch Lux 4 inkBook Lumos
eBook-Reader Test: Kindle Paperwhite 2018Test E-Book-Reader: Tolino Shine 2 HDeBook-Reader Test: Amazon Kindle Oasis 3Test eBook-Reader: PocketBook Touch HD 3eBook-Reader Test: Kindle Oasis 2Test eBook-Reader: Tolino PageTest E-Book-Reader: Tolino Vision 3 HDTest eBook-Reader: Tolino EposTest eBook-Reader: Kobo Clara HDeBook-Reader Test: Amazon KindleTest eBook-Reader: Amazon KindleTest E-Book-Reader: Amazon Kindle VoyageTest eBook-Reader: PocketBook InkPad 3Test eBook-Reader: PocketBook Touch Lux 4Test eBook-Reader: inkBook Lumos
Pro
  • Gute Verarbeitung
  • Wasserfest
  • Viel Speicher
  • Audible-Unterstützung
  • Gutes Display
  • Unterstützung für ePUB
  • Gute Verarbeitung
  • Großes Display
  • Top-Performance
  • Endlich mit Blaulicht-Reduktion
  • Sehr gute eBook-Verwaltung
  • Gutes Display
  • Wasserfest
  • Bluetooth-Vorlesefunktion
  • Tolle Verarbeitung
  • Wasserfest
  • Großes Display
  • Audible-Unterstützung
  • Guter Preis
  • Gute Menüführung
  • Etwas günstiger als das Nachfolgemodell
  • Durchdachte Bedienung
  • Wasserfest
  • Gute Verarbeitung
  • Wasserfest
  • Großer Bildschirm
  • Guter Allrounder
  • Blaulichtfilter
  • Günstiger Preis
  • Großes Amazon-Angebot
  • Günstiger Preis
  • Audible-Anbindung
  • Beleuchtung
  • Schlankes Gehäuse und schickes Design
  • Großes, gutes Display
  • Sehr gute eBook-Verwaltung
  • Ordentliches Display
  • Sehr gute eBook-Verwaltung
  • Viele eBooks dank Android-Apps
  • Einfache Einrichtung
Contra
  • Bindung an Amazon
  • Audible nur via Bluetooth
  • Träge PDF-Darstellung
  • Leider nicht wasserfest
  • Träge PDF-Darstellung
  • Amazon-Bindung
  • Audible nur via Bluetooth
  • Umständliche Shop-Bindung
  • Eher träge PDF-Darstellung
  • Hoher Preis
  • Audible nur via Bluetooth
  • Kein Blaulichtfilter
  • Keine Beleuchtung
  • Niedrige Auflösung
  • Kein Blaulichtfilter
  • Wenig Speicher
  • Träge PDF-Darstellung
  • Keine PDF-Vorteile
  • Leichtes Ghosting
  • Rakuten-Shop wenig aufgeräumt
  • Tendenziell ein Auslaufmodell
  • Keine Beleuchtung
  • Niedrige Auflösung
  • Geringe Displayschärfe
  • Kleiner interner Speicher
  • Nicht wasserdicht
  • Teurer als der Paperwhite aber nicht besser
  • Umständliche Shop-Bindung
  • Nicht wasserfest
  • PDF-Darstellung gut, aber etwas träge
  • Nicht wasserfest
  • Geringere Displayschärfe
  • Bedienung etwas träge
  • Unscharfes Display
  • Schlechte Performance
  • Ghosting bei Kindle und Skoobe
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Grenzenloses Lesevergnügen

Mehrere Tausend Bücher in der Tasche haben und bei Bedarf jederzeit neuen Lesestoff anfordern – eBook-Reader machen es möglich. Trotz Smartphones und Tablets lesen sich digitale Bücher auf einem eBook-Reader immer noch am schönsten.

Das hat mehrere Gründe: Zum einen sind eReader wesentlich leichter als Tablets und bieten einen größeren Bildschirm als Smartphones. Ihre hochauflösenden E-Ink-Displays liefern ein Schriftbild, das sich vor einem echten Buch nicht verstecken muss. Eine eingebaute Beleuchtung ist bei fast allen Modellen mittlerweile Standard so dass man auch bei wenig Licht bequem lesen kann. Und nicht zuletzt halten die Akkus moderner eBook-Reader mehrere Wochen, wohingegen ein Smartphone oder Tablet schon nach ein paar Stunden wieder ans Ladegerät muss.

Tolino hat sich in Deutschland neben Amazons Kindle etabliert

Amazon führte das Feld der eBook-Reader lange Zeit mit seinen Kindle-Readern an. Doch in Deutschland hat eine Allianz der Buchhandelsketten Hugendubel, Thalia und Weltbild zusammen mit der Telekom mit dem Tolino einen Konkurrenten auf den Markt gebracht, der über die Jahre immer besser wurde. Technisch gibt es inzwischen keine großen Unterschiede mehr.

eBook-Reader Test

Die Frage, ob Sie sich lieber einen Kindle oder einen Tolino zulegen sollten, läuft damit letztlich darauf hinaus, bei welchem Buchhändler Sie sich wohler fühlen. Bei Tolino haben Sie die Wahl zwischen Hugendubel, Weltbild und Thalia, die jeweils ihre eigenen eBook-Stores betreiben, aber Sie können auch auf andere eBook-Stores zugreifen, wie etwa ebook.de und bücher.de. Mit dem Kindle kaufen Sie Ihre Bücher dagegen ausschließlich bei Amazon.

Ähnlich ist es beim dritten im Bunde: Der Buchhändler und eBook-Hersteller Kobo – ein Tochterunternehmen des japanischen Konzerns Rakuten – hat mit den Kobo-Readern ebenfalls einen eigenen eBook-Reader am Start. Das dürfte allerdings zumindest in Deutschland nur noch für kurze Zeit der Fall sein: Denn Kobo hat die Markenrechte an Tolino in Deutschland übernommen.

Die Marke Tolino soll in Deutschland aber auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben, was auch für den Buchkauf und die Nutzung der Tolino-Cloud zur Übertragung von Büchern gilt. Tatsächlich erscheinen Kobo-Modelle als Tolino-Geräte in Deutschland. Der Tolino Shine 3 ist zum Beispiel weitgehend baugleich mit dem dem Kobo Clara HD.

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir insgesamt 15 eBook-Reader von Amazon, der Tolino-Allianz und weiteren Herstellern unter die Lupe genommen.

Im Test haben wir nicht nur den Lesekomfort bewertet, sondern auch Sonderfunktionen und die verschiedenen Möglichkeiten, eBooks möglichst komfortabel auf das Gerät zu übertragen.

Fast alle eBook-Reader im Test bieten eine angenehme Leseerfahrung. Gab es vor einigen Jahren noch große Unterschiede bei der Qualität des Displays, der Beleuchtung oder der Software, liest es sich mittlerweile auf allen Readern von Amazon, Tolino und Co. gleichermaßen komfortabel.

Alle Reader bieten inzwischen auch umfangreiche Anpassungen an die eigenen Vorlieben, zum Beispiel hinsichtlich Bedienung und Schriftbild. Amazon hat hier mittlerweile wieder die Nase vorn, doch die Tolinos sind in Sachen Flexibilität bei der Seitengestaltung ebenfalls ganz vorne mit dabei. Das ist vielleicht die beste Erkenntnis aus diesem Vergleich: Wer elektronisch lesen will, muss sich um den Lesekomfort keine Sorgen machen.

Ebenfalls systemübergreifend möglich sind Markierungen, Notizen und Lesezeichen, die über den Touchscreen in den digitalen Büchern angelegt werden können. Auf diese Weise lassen sich Lieblingszitate oder wichtige Passagen leicht markieren und wiederfinden.

Ob in absoluter Dunkelheit, bei spärlichem Licht oder an einem hellen Sonnentag – Reader mit Hintergrundbeleuchtung ermöglichen in allen Situationen gutes Lesen. Zwar strahlen vor allem die teureren Kindle-Modelle besonders hell, dafür überzeugen Reader wie der Tolino Vision 4 HD und Kobo Aura One mit der Möglichkeit, die Farbtemperatur anzupassen, was vor allem im Dunkeln die Augen schont.

Eine Hintergrund­­­beleuchtung erhöht den Lesekomfort enorm

Von besonders günstigen eBook-Readern ohne Hintergrundbeleuchtung raten wir ab, denn das schränkt den Lesekomfort stark ein. Gute Modelle mit Beleuchtung gibt es schon für unter 100 Euro, die Mehrinvestition ist es auf jeden Fall wert.

 eBook-Reader Test: Kindle Aufmacher

Testsieger: Kindle Paperwhite 2018

Der neue Kindle Paperwhite der vierten Generation ist für uns der beste eBook-Reader für die meisten Menschen. Das liegt vor allem an Neuerungen, die bislang den teuren Kindles oder eben der Tolino-Konkurrenz vorbehalten waren: Der Kindle Paperwhite 2018 bietet deutlich mehr internen Speicher, eine Bluetooth-Funktion für die Wiedergabe von Audible-Hörbüchern und er ist endlich wasserfest.

Testsieger

Amazon Kindle Paperwhite (2018)

eBook-Reader Test: Kindle Paperwhite 2018
Mehr Speicher, bessere Verarbeitung, wasserfest und Audible: Der neue Paperwhite ist ein Volltreffer.

Hinzu kommt, dass der Paperwhite der vierten Generation in Sachen Verarbeitung und Ausleuchtung noch einmal ein Stückchen besser geworden ist. Wenn die Bindung an Amazon kein Hindernis darstellt, bietet der Kindle Paperwhite 2018 damit das beste Gesamtpaket in Sachen eBook-Reader.

Haptik und Bedienung

Der neue Kindle Paperwhite orientiert sich optisch an seinen Vorgängern, hat aber einige Designaspekte seiner teureren Kollegen übernommen.

So ist das Displayglas nun plan mit dem Gehäuse anstatt leicht versetzt. Physische Tasten zum Blättern gibt es nicht, die Bedienung erfolgt komplett per Touchscreen. Das funktioniert zwar gut, speziell beim einhändigen Lesen hätten wir uns dennoch entsprechende Schalter gewünscht.

Gegenüber dem Paperwhite der dritten Generation ist das neue Modell etwas kleiner und mit rund 180 Gramm gute 20 Gramm leichter geworden. Der eBook-Reader von Amazon liegt beim Lesen sehr angenehm in der Hand, auch nach mehrstündigen Lesesitzungen fällt das Gewicht nicht negativ auf.

 eBook-Reader Test: Kindle Nass
Der neue Kindle Paperwhite ist jetzt endlich auch wasserfest.

Das Gehäuse ist nun wasserfest und erfüllt die strenge IPX8-Norm. Damit hält der Kindle ein zweistündiges Tauchbad in einem Meter tiefen Süßwasser durch. In unserem Test konnten wir problemlos in der Badewanne lesen – das ging bei Amazon bislang nur mit den deutlich teureren Oasis-Modellen. Ein gutes Upgrade für den Paperwhite.

Geladen wird der Kindle nach wie vor über ein micro-USB-Kabel, einen modernen USB-C-Port hat sich Amazon leider gespart. Wie praktisch alle eBook-Reader hält der Paperwhite je nach Displayhelligkeit mehrere Wochen durch, ehe er wieder an eine USB-Steckdose muss.

Der interne Speicher fällt mit 8 bzw. 32 Gigabyte deutlich größer aus als bei seinen Vorgängern. Selbst in der kleinen Variante – hier sind rund 6,5 Gigabyte verfügbar – reicht der Speicher für tausende von eBooks. Lediglich große Mengen an Hörbüchern könnten zum Speicherproblem werden. Ein Audible-Buch von ca. 15 Stunden Länge benötigt rund 300 bis 400 Megabyte Speicherplatz. Für Audible-Fans lohnt sich die Mehrinvestition in den größeren Speicher also durchaus.

Hörbuch-Fans sollten zu mehr Speicherkapazität greifen

Die Navigation durch die persönliche Bibliothek oder auch den Kindle-Shop ist Amazon-typisch gut gelöst. Auch die Einstellungen für die Schriftarten oder die Beleuchtung ist intuitiv und schnell erlernt.

Auch das Display selbst wurde im Vergleich zum 2015 erschienenen Kindle Paperwhite 3 ein wenig verbessert. Das E-Ink-Display löst nach wie vor mit 1448 × 1072 Pixeln auf und bietet damit eine Pixeldichte von sehr guten 300 ppi; das ist gewissermaßen Standard bei eBook-Readern. Die Ausleuchtung ist im direkten Vergleich noch etwas homogener, weil dieses Mal fünf anstelle von vier LEDs zum Einsatz kommen. Obwohl der neue Kindle Paperwhite bei maximaler Beleuchtung sogar minimal dunkler ist als sein Vorgänger, geht der direkte Displayvergleich damit an den Neuzugang. Übrigens lässt sich die Beleuchtung dieses Mal auch vollständig deaktivieren.

Tolles Leseerlebnis

Seine Kerndisziplin beherrscht der neue Kindle Paperwhite nahezu perfekt: Die Darstellung von eBooks auf dem 6-Zoll-Display ist grandios.

Das liegt neben der sehr ausgewogenen Displayausleuchtung vor allem an den sehr guten Einstellungen. Der Paperwhite bietet neun verschiedene Schriftarten, die in allen Zoomstufen sauber lesbar sind. Amazon kommt dem eigenen Anspruch, mit dem Kindle eine Leseerfahrung wie mit echtem Papier zu liefern, erneut einen Schritt näher. Ghosting, also das Nachleuchten von Seiteninhalten nach dem Umblättern, konnten wir im Test des Paperwhite 4 nicht feststellen.

Kindle rüstet auch bei den Schriftarten nach

Schön: Wie die Tolinos hat auch Amazon die Schriftart OpenDyslexic in den Kindle integriert, die Menschen mit Legasthenie beim Lesen hilft. Neben 14 Schriftgrößen lässt sich die Schwere der Fonts ebenso schnell und komfortabel einstellen wie der Zeilenabstand und die Seitenränder. In seiner aktuellen Softwareversion erlaubt der Kindle zudem, die Schriften-Einstellungen als Profil zu speichern, sodass schnell zwischen den verschiedenen Darstellungsvorlieben gewechselt werden kann.

Auch die üblichen Kindle-Features können gewohnt überzeugen. Markierungen und Anmerkungen lassen sich schnell vornehmen, unbekannte oder fremdsprachige Wörter komfortabel nachschlagen oder übersetzen. Schön ist auch die Pageflip-Funktion, die sich per Wischgeste vom unteren Bildrand einblenden lässt. Der Kindle zeigt dann einen verkleinerte Seitenansicht und eine Positionsleiste, mit der schnell durch das Buch navigiert werden kann. Die gerade gelesene Seite bleibt dabei geöffnet. Vor allem in Sachbüchern ist das praktisch, da Pageflip etwa einen schnellen Blick ins Glossar ermöglicht.

Audible und Freetime

Amazons Hörbuchsparte Audible hält nach dem Kindle Oasis nun auch auf dem Kindle Paperwhite Einzug. Auf dem Kindle Paperwhite 2018 können Audible-Hörbücher auf verbundenen Bluetooth-Kopfhörern oder Lautsprechern wiedergegeben werden. Wie von Amazon gewohnt, wird der Hörfortschritt dabei synchronisiert, sodass der Abgleich mit der Smartphone-App von Audible gut funktioniert.

Beachtet werden sollte, dass der Kindle derzeit nur auf Hörbücher zugreifen kann, die mit dem gleichen Amazon-Konto wie die Bücher gekauft wurden. Die Nutzung eines separaten Audible-Kontos ist – zumindest zum Testzeitpunkt – nicht möglich. Von diesem Umstand abgesehen, gefällt uns die Audible-Integration gut. Schade finden wir nur, dass die Wiedergabe von Musik oder woanders gekauften Hörbüchern im MP3-Format nicht möglich ist.

Natürlich bietet Amazon für Hörbuchratten auch eine Audible-Abo an: Für knapp 10 Euro im Monat bekommt man ein Hörbuch pro Monat, weitere sind für ebenfalls 10 Euro zu haben.

Ein Audible-Abo steht zur Verfügung

Ebenfalls an Bord sind die Amazon-Features X-Ray und Freetime. Ersteres liefert weitere Infos zur Handlung oder auch den Protagonisten des aktuellen Buchs. Mit Freetime können Eltern den Kindle für den Nachwuchs absichern, um beispielsweise nur bestimmte Bücher freizugeben oder die Nutzungszeit des Readers zu beschränken. Die Einrichtung geht leicht von der Hand und kann eine sinnvolle Hilfe für Eltern sein.

Schwächen?

So gut der neue Kindle Paperwhite auch ist, perfekt ist auch er nicht. Zum einen störte uns im Test zuweilen die träge Bedienung. Suchen im Kindle- bzw. Audible-Store funktioniert zwar grundsätzlich gut, die Navigation durch die Ergebnisse oder auch Kundenbewertungen fühlt sich aber trotz verbessertem Prozessor oft lahm an. Fairerweise trifft dieser Umstand auf praktisch alle eBook-Reader im Test zu.

Nach wie vor kein Vergnügen ist es, PDFs auf dem Kindle zu betrachten. Unser recht bildlastiges Test-PDF von O’Reilley ließ sich auf dem Kindle Paperwhite 4 zwar im Vollbildmodus akzeptabel lesen, spätestens beim Zoom geht der Prozessor aber in die Knie. Leider gilt aber auch das ebenfalls für alle anderen Reader im Test.

Davon abgesehen hätten wir uns über einen Blaulicht-Filter im Kindle gefreut, wie er bei Tolino mittlerweile Standard ist. Die automatische Farbanpassung des Bildschirms an das Umgebungslicht in den Tolino-Modellen gefällt uns in der Praxis sehr gut. Leider hat auch der neue Kindle keine entsprechende Funktion an Bord. Lediglich der deutlich teurere Kindle Oasis 3 liefert hier mehr .

Leider gibt es immer noch keinen Blaulicht-Filter

Nicht direkt eine Schwäche, aber erwähnenswert: Amazon bietet den Kindle Paperwhite 4 als 20 Euro günstigere Version mit sogenannten Spezialangeboten an. In diesem Fall blendet der Kindle beim Einschalten Werbung für neue Bücher ein. Beim Lesen ist keine Werbung zu sehen. Wer sich an Einblendungen dieser Art stört, muss zum Modell ohne Spezialangebote greifen und einen Zwanni mehr auf die Ladentheke legen.

Kindle Paperwhite im Testspiegel

Der überarbeitete Kindle Paperwhite hat nicht nur in unserem Test einen guten Eindruck hinterlassen. Im sehr ausführlichen Test auf AllesEbook erhält der Kindle Paperwhite 4 die sehr gute Gesamtnote von 1,3. Tester Chalid El-Heliebi ist ähnlich wie wir vor allem vom Gesamtpaket aus Ausstattung, Bedienung und Preis angetan. Im Fazit heißt es entsprechend:

»Der Paperwhite 4 zeichnet sich durch die beinahe tadellose Ausleuchtung und das hervorragende Ghostingverhalten, den Wasserschutz und die Hörbuchunterstützung (via Audible) aus. Wie von den Vorgängern gewohnt, bekommt man wieder die umfangreichen und intuitiven Softwarefunktionen geboten, die man bei der Konkurrenz zu einem guten Teil noch immer nicht findet.«

Kritik gibt es, wie zu erwarten, am fehlenden Blaulichtmodus und der unvermeidlichen Bindung an Amazon:

»So gut der Paperwhite auch ist, zwei Abstriche muss man als Interessent machen: Erstens gibt’s kein blaulichtreduziertes Nachtlicht und zweitens ist das eBook-Ökosystem weiterhin geschlossen. […] Dass man sich eng an das Kindle-Ökosystem bindet, sollte vor dem Kauf eines Amazon eReader klar sein. Später gestaltet sich der Wechsel schwierig, wenn erstmal alle eBooks und Hörbücher im Amazon-Benutzerkonto liegen.«

Computer Bild vergibt im Test des Paperwhite 4 ein »gut«. Die Tester loben die gute Verbesserung des Amazon-Readers, die sehr gute Verarbeitung und das insgesamt sehr gute Leseerlebnis. Kritisiert wird hier ebenfalls das fehlende Smart Light, also die Anpassung an die aktuellen Lichtverhältnisse. Das Fazit fällt trotzdem positiv aus:

»Der Kindle Paperwhite 2018 hat – wie sein Vorgänger – das Zeug zum Hit: Tadellose Verarbeitung und aktuelle Technik paaren sich mit einfacher Bedienung und sinnvollen neuen Funktionen. Amazon-Kindle-Kunden greifen getrost zu. Alle anderen überlegen sich, ob sie sich mit ihrer digitalen Bibliothek an Amazon binden wollen.«

Einen weiteren Test des neuen Kindle Paperwhite gibt es bei Papierlos lesen. Die auf eBook-Reader spezialisierte Seite sieht im neuen Kindle einen würdigen Nachfolger des 2015er-Modells. Auch hier wird die gute Verarbeitung und die insgesamt sehr ausgewogene Leistung positiv hervorgehoben. So heißt es:

»Obwohl der neue Paperwhite dem alten auf dem ersten Blick zum verwechseln ähnlich sieht, ist er doch in der Summe aller Teile mehr als nur ein behutsames Update. Mit seinem hochauflösenden und sehr gut ausgeleuchteten Bildschirm macht das Lesen mit dem Neuen weiterhin sehr viel Spaß.«

Wie nicht anders zu erwarten, sorgt auch bei Papierlos lesen der fehlende Nachtlichtmodus für Kritik. Trotzdem kommt der Test zu einem eindeutigen und positiven Fazit:

»Dennoch ist der Paperwhite der neuen Generation die beste Möglichkeit, preiswert und beleuchtet E- und Audiobooks von Amazon zu genießen.«

Alternativen

Wenn Sie sich nicht mit Amazon anfreunden können, sind die Reader von Tolino eine gute Alternative. Die dem Kindle Paperwhite fast ebenbürtige Variante ist der Tolino Shine 3. Wenn Sie einen luxuriöseren Reader suchen, ist der Kindle Oasis 2 unsere Empfehlung.

Auch gut

Tolino Shine 3

Der Tolino Shine 3 ist das neueste Modell der Tolino-Serie und der erste Tolino unter der neuen Schirmherrschaft von Rakuten. Tolino-Fans müssen sich aber keine Sorgen machen, denn softwareseitig bleibt der Shine 3 seinen Wurzeln treu.

Wie eingangs beschrieben, verbindet sich der Tolino mit einer der großen Buchhandelsketten, erlaubt aber auch den eBook-Kauf bei anderen Anbietern. In dieser Hinsicht ist er deutlich flexibler als der Kindle. Sowohl das Einkaufen in den Online-Shops als auch die eBook-Übertragung via Tolino-Cloud, USB oder auch die Software Calibre gehen leicht von der Hand.

Erlaubt auch E-Book-Kauf bei anderen Anbietern

Das Display des Tolino Shine 3 liefert ein fast genauso gutes Leseerlebnis wie der Paperwhite 2018, lediglich die Ausleuchtung ist im direkten Vergleich nicht ganz so perfekt – das fällt aber nur im direkten Vergleich auf. Dafür bietet der Shine 3 wie alle aktuellen Tolinos eine Nachtlichtfunktion, die das Display nachts wärmer strahlen lässt. Das ist Geschmacksache, wir empfinden es beim Lesen in dunklen Räumen als angenehm.

Haptisch ist der Shine 3 nicht ganz so griffig wie der neue Kindle, macht aber trotzdem eine gute Figur. Auf Wasserschutz muss man aber verzichten, der ist den teureren Tolinos vorbehalten.

Insgesamt ist der Shine 3 die interessanteste Alternative zu Amazons Paperwhite. Wer auf freie Buchformate ohne Calibre-Konvertierung wert legt und das Angebot der deutschen Buchhändler gegenüber Amazon bevorzugt, liegt mit dem Tolino Shine 3 richtig. Auch die Nutzung der Onleihe ist auf den Tolino-Modellen im Gegensatz zu Amazon möglich.

Wenn Geld egal ist

Amazon Kindle Oasis 3

Mit dem Kindle Oasis 3 hat Amazon eine Premium-Serie im Programm, die 2019 in der dritten Generation erschienen ist. Für einen saftigen Aufpreis von über 100 Euro bietet der Oasis unter anderem ein um ein Zoll größeres Display. Tatsächlich ist der Zuwachs ein durchaus veritables Upgrade zum Standard-Kindle, was sich vor allem bei kleinen Schriftgrößen bemerkbar macht.

Mit Farbtemperatur-Einstellung

Erstmals im Amazon-Portfolio bietet der Kindle Oasis 3 zudem die Möglichkeit, die Farbtemperatur anzupassen. In 24 Stufen lässt sich diese ins Rötliche Abändern, was je nach Lichtverhältnis und persönlichem Empfinden ein angenehmeres Lesen ermöglicht. Wie beim Tolino klappt der Farbtemperaturwechsel auch automatisiert je nach Tageszeit.

 eBook-Reader Test: Amazon Kindle Oasis
Die neue Farbtemperatur-Einstellung und das große, wasserfeste Display wissen zu gefallen.

Die Displaybeleuchtung des Oasis 3 ist überragend und übertrumpft dabei auch das sehr gute Backlight des Paperwhite. Auf maximaler Helligkeit wirkt der Text nicht nur kontrastreich, der Hintergrund erstrahlt dann nahezu komplett weiß – so nah am gedruckten Buch ist kein anderer Reader. Im Zusammenspiel mit der anpassbaren Farbtemperatur liefert der Kindle Oasis 3 unserer Meinung nach das ausgewogenste Leseerlebnis.

Auch optisch macht der Kindle Oasis eine Menge her. Das Gehäuse ist komplett aus Aluminium und fühlt sich wertig an. Der sehr gute Touchscreen wird hier um zwei Blättertasten ergänzt. Die keilförmige Bauform des Oasis erlaubt dabei den komfortablen Wechsel zwischen linker und rechter Lesehand, zudem ist der Luxus-Kindle natürlich ebenfalls wasserfest.

Kleine Schwächen gibt es noch immer

Trotz allen Lobs gibt es auch Kritikpunkte am Kindle Oasis 3. Warum Amazon immer noch auf einen frickeligen microUSB- Anschluss anstelle von USB-C setzt und zudem kein 5-Gigahertz-WLAN unterstützt, ist schlicht und ergreifend nicht zu erklären. Wie schon beim Allround-Kindle vermissen wir zudem einen Kopfhörer-Ausgang. E-Books aus der Audible-Bibliothek können nur via Bluetooth abgespielt werden.

Für Kindle-Fans ist der Oasis 3 dennoch das aktuelle Nonplusultra. Ob er den Mehrpreis rechtfertigt, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

Freigeist

PocketBook Touch HD 3

Test eBook-Reader: PocketBook Touch HD 3
Tolle Bibliothek, sinnvolle Extras, wasserdicht – PocketBook liefert eine Top-Alternative zu Kindle und Tolino.

Der PocketBook Touch HD 3 ist eine hochinteressante Alternative für Fans kostenloser E-Books. Der Reader ist gut verarbeitet, bietet ein optimal ausgeleuchtetes Display und eine gut austarierte Blaulicht-Reduzierung namens »Smart Light«. Zudem übersteht das Flaggschiff aus dem PocketBook-Sortiment dank IPX7 ein Süßwasserbad in einem Meter Tiefe bis einer halben Stunde – das Lesen in der Badewanne ist also locker drin.

Gute Ausleuchtung und wasserfest

Anders als bei Amazon und Thalia verbinden sich PocketBook-Reader fest mit einem voreingestellten Buchhändler, der bei der PocketBook-Cloud mitmacht. Ein Wechsel des Shops ist leider nur per Mail an den PocketBook-Support möglich. Auf unserem Testgerät war ein Kölner Buchhändler voreingestellt, dessen E-Book-Auswahl eher überschaubar war. Noch schlimmer: Auf der PocketBook-Cloud-Homepage finden sich Büchereien, deren Online-Präsenzen nicht erreichbar sind. Ist der Reader mit einer solchen verbunden, fällt der komfortable Online-Kauf ins Wasser. Immerhin erlaubt der integrierte Browser die Nutzung anderer Shops oder der Onleihe.

Seine Stärken entfaltet der Touch HD 3 vor allem, wenn Bücher aus anderen Quellen hinzugefügt werden. Denn die PocketBook-Reader akzeptieren klaglos jegliche E-Books im ePub-Format, aber auch PDFs und sogar Word-Dokumente.

Das funktioniert auch kabellos, zum Beispiel per Dropbox-Cloud: Nach der Anmeldung synchronisiert der Touch HD 3 automatisch alle kompatiblen Buchformate aus einem Dropbox-Ordner auf den internen Speicher. So kann man einfach E-Books von Seiten wie Projekt Gutenberg oder anderen kostenlosen Angeboten herunterladen und über die Dropbox auf den Reader übertragen. Außerdem können Bücher nach Registrierung ganz einfach per E-Mail an den Reader geschickt werden. So einfach macht das kein andere eBook-Reader.

Flexible Übertragung

Hervorragend gefällt uns auch die Buchverwaltung von PocketBook. Die Bibliothek lässt sich nicht nur umfangreich sortieren und filtern (etwa nach Autoren oder Genres), sondern auch erstaunlich schnell durchsuchen. Wer seine Bücher gerne am PC in einer Ordnerstruktur vorsortiert, kann sie via USB-Kabel eins zu eins auf den PocketBook übertragen.

Auch bei der Darstellung der Bücher muss sich der Touch HD 3 nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die Seiteneinrichtung und Auswahl von Schriften ist üppig, zudem überzeugen umfangreiche Möglichkeiten für Notizen, Online-Suchen und mehr.

Wie Amazon bietet PocketBook die Möglichkeit, über Bluetooth-Kopfhörer Hörbücher abzuspielen. Mangels eigenem Dienst müssen die allerdings auf dem internen Speicher liegen. MP3-Hörbücher können als ZIP-Archiv auf den Reader geschoben und abgespielt werden. Das sorgt im Vergleich zu Einzeln-MP3s für weniger Dateichaos.

Man kann sich die Bücher vorlesen lassen

Auch für klassische E-Books kann man die Bluetooth-Funktion nutzen. Der PocketBook Touch HD3 erlaubt es, Texte mit verschiedenen Stimmen vorlesen zu lassen. Für deutschsprachige Hörbücher stehen dazu die Stimmvarianten »Hans« und »Marlene« zur Wahl, die wir beide als angenehm empfanden. Fans englischsprachiger Bücher können aus einem größeren Sprecherfundus wählen, inklusive lokaler Akzenten für die USA, Großbritannien oder Australien. So oder so: Die Umsetzung der Vorlesefunktion auf dem PocketBook ist durchaus gelungen und für Hörbuch-Fans eine gute Alternative.

Die durchdachte Bedienung und die sehr gute Verwaltung großer E-Bibliotheken allein genügen, um den PocketBook zu empfehlen. Wer seine E-Books vornehmlich aus DRM-freien Quellen bezieht, für den ist der PocketBook Touch HD 3 für uns die beste Wahl.

Außerdem getestet

Amazon Kindle Oasis 2

Ein nach wie vor gutes, aber nicht gerade günstiges Upgrade zum Kindle Paperwhite ist der zweite Kindle Oasis, den Amazon immer noch im Vertrieb hat. Er teilt sich die meisten Vorteile der dritten Generation, verzichtet aber auf ein Display mit anpassbarer Farbtemperatur. Dennoch gehört das Display des Oasis 2 nach wie vor zum besten, was der Markt zu bieten hat. Der Preisaufschlag im Vergleich zum Paperwhite fällt trotz mittlerweile erfolgter Preissenkung saftig aus – vor allem vor dem Hintergrund, dass das der deutlich günstigere Kindle Paperwhite mittlerweile ebenfalls wasserfest und Audible-tauglich ist. Aber wer nicht so sehr aufs Geld schauen muss und einen richtigen Luxus-Reader will, für den ist der Kindle Oasis genau das Richtige.

Der Tolino Page ist das Einsteigermodell der Tolino-Serie. Mit Preisen ab 50 Euro bietet der Page einen günstigen Einstieg in die Welt der eBook-Reader. Der ist aber auch mit Abstrichen verbunden: Der Page bietet keine Hintergrundbeleuchtung, außerdem ist die Auflösung von 800 x 600 Pixeln (160 DPI) für unseren Geschmack zu niedrig.

Der Tolino Vision 3 HD wird bei einigen Händlern immer noch gelistet und liegt technisch noch auf einem brauchbaren Niveau. Er hat dasselbe Gehäuse wie der Tolino Vision 4 HD, ist ebenfalls wasserdicht, verzichtet im Gegenzug aber auf einen Blaulichtfilter und den größeren Speicher. Für Tolino-Fans ist der Shine 3 oder der der Tolino Vision 4 HD insgesamt die bessere Wahl – es sei denn, Sie finden den Vision 3 HD im Abverkauf zu einem wirklich guten Preis.

Der Tolino Vision 4 HD ist im Gegensatz zum Tolino Shine 3 wasserdicht, aber dafür deutlich teurer – zu teuer aus unserer Sicht. Davon abgesehen teilt er die typischen Tolino-Eigenschaften. Gut möglich, dass die Tolino-Macher 2019 einen Nachfolger für den Vision 4 HD vorstellen werden.

Der Tolino Epos ist das Tolino-Äquivalent in Sachen »großer E-Reader« zum Kindle Oasis und zum Kobo Aura One. Auf seinem 7,8-Zoll-Display passt deutlich mehr Text. Verarbeitung und Darstellung sind gut, leider kommt der Epos allerdings nicht ganz ohne Ghosting aus. Auch unsere Hoffnung, das große Display besser für PDF zu nutzen, wird schnell gedämpft: Die Navigation durch PDF-Dokumente ist auch hier sehr träge.

Der Kobo Clara HD entspricht äußerlich und technisch eins-zu-eins dem Tolino Shine 3. Unterschiede gibt es bei der Software und der eBook-Auswahl, die auf den Rakuten-Shop beschränkt ist. Die größere Auswahl via Thalia, Hugendubel und Co. und die fehlende Tolino-Cloud machen den Shine 3 eindeutig zur besseren Wahl.

Amazon Kindle (2019)

Amazon hat seinem Einsteiger-Kindle im Jahr 2019 eine integrierte Beleuchtung verpasst, die das Gerät deutlich aufwertet. Auch die Bluetooth-Wiedergabe von Audible-Inhalten ist beim neuen Kindle an Bord, allerdings müssen Hörbuch-Fans mit nur vier Gigabyte internem Speicher auskommen. Unverändert bleibt die vergleichsweise geringe Bildschirmauflösung (167 Pixel pro Zoll im Vergleich zu 300 ppi beim Paperwhite). Auch auf ein wasserfestes Design müssen Käufer des günstigen Kindles verzichten.

Unserer Meinung nach liefert der aktuelle Kindle Paperwhite bei einem Aufpreis von rund 40 Euro deutlich mehr. Wer vergleichsweise günstig in Amazons Lesewelt einsteigen will, macht dennoch nicht allzu viel falsch. Auch der unbeleuchtete Vorgänger ist jetzt für eine gewisse Zeit zu einem günstigeren Preis erhältlich.

Amazon Kindle Voyage

Der Kindle Voyage war vor dem Oasis der teuereste Kindle, wurde aber mittlerweile offiziell eingestellt. Angesichts des neuen Kindle Paperwhite ist das kein Wunder, hat der doch mittlerweile in Sachen Wasserfestigkeit und Gehäuse größtenteils mit dem Voyage gleichgezogen. Ein Vorteil des Voyage gegenüber dem Paperwhite 4 sind die im Rand eingelassenen Tasten, mit denen man weiterblättern kann. Finden Sie einen Amazon Kindle Voyage noch zu einem guten Preis, ist er aber keine schlechte Wahl.

Der PocketBook InkPad 3 ist ein weiterer Vertreter der größeren Art. Sein Bildschirm bietet mit 7,8 Zoll (ca. 19,8 Zentimeter) mehr Platz als die Standard-6-Zoller. Davon profitieren vor allem PDFs, die gut zur Geltung kommen und dank Dual-Core-Prozessor ähnlich flott wie auf dem PocketBook Touch HD 3 gerendert werden – gegen Tablets hat der InkPad 3 aber weiterhin das Nachsehen. Die wichtigen Eigenschaften wie das gut ausgeleuchtete Display mit Smart-Beleuchtung und die sehr gute Formatunterstützung teilt sich der InkPad 3 mit seinem kleineren Verwandten. Wasserschutz und Bluetooth fehlen hingegen. Dafür kann der Speicher via microSD-Karte erweitert werden. Alles in allem ist der InkPad 3 ein solider Allrounder für Freunde größerer eBook-Reader.

PocketBook Touch Lux 4

Der PocketBook Touch Lux 4 ist eine abgespeckte Version des Touch HD 3. Hier verzichtet man auf Funktionen wie Bluetooth und Wasserschutz, außerdem löst das Display etwas niedriger auf und verzichtet auf eine anpassbare Blaulichtreduzierung. Auch die Geräteleistung ist im Vergleich zu den hochpreisigeren Verwandten geringer, was aber hauptsächlich bei der rechenintensiven PDF-Darstellung auffällt. In der Summe ist der Touch Lux 4 aufgrund des durchdachten Basissystems immer noch ein guter Reader, die Mehrinvestition in besser ausgestattete Geräte lohnt sich unserer Meinung nach aber.

Der InkBook Lumos ist ein Exot im Reader-Feld. Mit Android-Betriebssystem (leider basierend auf der Uralt-Version Android 4.2) bietet er die Möglichkeit, Reader-Apps wie die von Amazon oder Skoobe zu installieren. Außerdem unterstützt der InkBook Lumos ab Werk die gängigsten eBook-Formate. Ein echter Tausendsassa also? Leider nein: In der Praxis trübt vor allem die extrem träge Performance den Lesespaß. Schon das Blättern durch unterstützte Bücher ist eine Geduldsprobe.

Die Installation und Nutzung der für Smartphones optimierten Kindle-App auf dem Lumos machte ebenfalls wenig Freude, da jede Bildschirmeingabe von einer deutlichen Verzögerung begleitet wird. Hinzu kommt ein sichtbarer Ghosting-Effekt bei Android-Apps. In Kombination mit der niedrigen Bildschirmauflösung von 800 x 600 Pixeln bei 167 ppi können wir dem Lumos leider keine Empfehlung aussprechen.

Alles Wissenswerte über eBooks

Alle eBook-Reader erlauben den direkten Einkauf von elektronischen Büchern auf dem Gerät sowie auf via Browser am PC. Amazon und Kobo setzen dabei auf einen einzigen Shop. Die mittlerweile von Rakuten vertriebenen Tolino-Reader erlauben hingegen die Anbindung mehrerer eBook-Quellen, beispielsweise die Portale von Thalia, Hugendubel oder auch Ebook.de. Die Umsetzung ist etwas gewöhnungsbedürftig: Während der Reader selbst nur den direkten Kauf bei einem digitalen Buchladen erlaubt, können die Tolino-User über die so genante Tolino Cloud auch andere Inhalte auf den Tolino übertragen. Dazu müssen die Partnershops an die Cloud angebunden werden, was in wenigen Klicks erledigt ist.

Kauft ein Tolino-Nutzer dann beispielsweise ein eBook bei Buch.de, obwohl auf dem Reader der Thalia-Shop eingerichtet ist, lässt sich das Buch trotzdem herunterladen und lesen. Die Möglichkeit, Bücher aus mehr als einem Dutzend Shops zu beziehen, macht unseren zum flexiblen Allrounder. Wer keine Lust hat, für externe Shops den PC zu bemühen, kann auch den internen Webbrowser des Tolinos verwenden. Dieser stellt nicht nur die meisten Seiten sauber dar, er erlaubt auch den Download von Dateien auf den Reader. So lässt sich bei Bedarf ein Buch im ePub-Format über den Browser kaufen und direkt lesen. Ein wenig Geduld ist dafür aber Voraussetzung: Webseiten sehen auf dem E-Ink-Bildschirm zwar überraschend gut aus, die Technik erfordert aber für jeden Seitenwechsel sowie für Scrolling den Neuaufbau der Seite – einen Surfkomfort wie auf Smartphones oder Tablets sollte man also nicht erwarten.

eBooks sind keine Tablets

Generell unterscheiden sich die Angebote der unterschiedlichen Anbieter ohnehin nur geringfügig. Im Test haben wir stichprobenartig je zehn Einträge der deutschen Bestsellerliste des Spiegels sowie der US-Bestsellerliste der New York Times in den Shops von Amazon, Tolino und Rakuten (Kobo) gesucht. Das erfreuliche Ergebnis: Sowohl die deutschen als auch die englischen eBooks waren auf allen Plattformen erhältlich. Die Preise für die internationalen Bücher unterschieden sich dabei allerdings zum Teil deutlich – hier lohnt sich der Vergleich.

Bei deutschsprachigen eBooks gibt es derlei Preisschwankungen indes nicht. Der Grund: Für die digitalen Bücher gilt die Buchpreisbindung genauso, wie es bei ihren gedruckten Verwandten der Fall ist.

Wer gerne neuen Lesestoff von (noch) unbekannten Autoren entdeckt, für den dürfte die geschlossene Amazon-Plattform besonders interessant sein. Im Rahmen von Amazons Direct-Publishing-Programms können Autoren auch ohne großen Verlag im Rücke eigene Bücher veröffentlichen. So finden sich unzählige Bücher im Kindle-Store, die es teilweise woanders nicht gibt – vor allem Fans von englischsprachigen Texten finden hier ein Angebot, das es bei den anderen Stores in dieser Form nicht gibt.

Welcher eBook-Store ist der beste?

Genaue Zahlen, wie viele eBooks in welchem Shop angeboten werden, gibt es leider nicht, deshalb haben wir stichprobenartig je zehn Einträge der deutschen Bestsellerliste des Spiegels und der US-Bestsellerliste der New York Times in den Shops von Amazon, Tolino und Rakuten (Kobo) gesucht. Das erfreuliche Ergebnis: Sowohl die deutschen als auch die englischen eBooks waren auf allen Plattformen erhältlich.

Gute Buchauswahl in allen Shops – doch jeder eReader bevorzugt einen anderen

Auch die Preise sind für deutsche eBooks bei allen Shops identisch, denn auch für eBooks gilt inzwischen die Buchpreisbindung. Bei internationalen Büchern sieht das anders aus, hier unterscheiden sich die Preise zum Teil erheblich. Bei unserer Stichprobe kostete beispielsweise der aktuelle John-Grisham-Roman »The Whistler« bei Hugendubel 18,49 Euro, während es das Buch bei Amazon und Thalia bereits für 11 Euro gab – hier lohnt sich also der Vergleich zwischen verschiedenen Shops.

Doch das ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick klingt, denn jeder eBook-Reader bevorzugt seinen eigenen Shop. Tolino und Kobo geben sich gegenüber Büchern aus anderen Shops noch relativ aufgeschlossen, beim Kindle muss man dagegen einige Verrenkungen vollführen, um Bücher, die nicht von Amazon stammen, auf dem Kindle lesen zu können. Aber immerhin: es geht.

Beim Tolino hat man von Haus aus Zugriff auf die Portale von Thalia, WeltbildHugendubel oder eBook.de. Die Umsetzung ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig: Während der Reader selbst nur den direkten Kauf bei einem digitalen Buchladen erlaubt, können Tolino-Nutzer über die so genannte Tolino Cloud auch andere Inhalte auf den Tolino übertragen. Dazu müssen zunächst die Partnershops an die Cloud angebunden werden. Das ist zwar in wenigen Klicks erledigt, aber umständlicher, als es sein müsste.

Bücher von anderen Shops zu lesen ist möglich – aber umständlich

Bei Amazon und Kobo ist es aber noch komplizierter, Bücher von anderen Shops zu lesen. Beim Kindle hat man nur Zugang zum Amazon eBook-Shop. Will man Bücher aus anderen Shops laden, muss man sie in Amazons eBook-Format konvertieren – was aber oft nicht so einfach ist, denn viele eBooks sind darüber hinaus mit einem Kopierschutz ausgestattet.

eBook-Formate und Kopierschutz

Die eBook-Reader von Kobo und Tolino unterstützen das standardisierte eBook-Dateiformat ePub. Das sorgt für Komfort bei der Übertragung von Büchern auf die Geräte: Nicht nur verkaufen viele Shops die Bücher im ePub-Format, auch die diversen Quellen für kostenlose eBooks bieten diese meist als ePub zum Download an. Solche Dateien lassen sich komfortabel per USB-Kabel auf den Reader kopieren und ohne Umschweife lesen.

Bei den Kindle-Modellen sieht es anders aus: Amazon unterstützt das ePub-Format nicht, sondern setzt auf ein eigenes Dateiformat. Gekaufte Bücher, die mit einem Kopierschutz versehen sind, können daher nicht aus einer Amazon-fremden Quelle auf den Kindle übertragen werden. Bücher ohne Kopierschutz lassen sich hingegen mit der Software Calibre in wenigen Klicks für den Kindle konvertieren.

Bücher ohne Kopierschutz sind auch erhältlich

Viele Quellen für kostenlose eBooks, beispielsweise das hervorragende Projekt Gutenberg, bieten die Bücher aber ohnehin nicht nur im ePub-, sondern auch im Kindle-tauglichen MOBI-Dateiformat an. Diese Bücher können dann ohne Umwege auf den Kindle kopiert werden.

Schwieriger wird es, wenn später der Wechsel zwischen den beiden großen Systemen ansteht. Grundsätzlich ist es mit kleinen Hindernissen möglich, bei Amazon gekaufte Bücher auf einem Tolino oder Kobo zu lesen. Auch der Amazon Kindle kann wie beschrieben mit ePubs-Büchern bestückt werden, sofern diese vorher entsprechend konvertiert werden. Dreh- und Angelpunkt der eBook-Verwaltung ist dabei stets das bereits erwähnte kostenlose Programm Calibre.

eBook Reader Test: Calilbre

Calibre bereitet so ziemlich jedes Format von digitalen Texten für die Nutzung auf den unterschiedlichen Readern auf – zumindest, sofern die Bücher nicht mit einem Kopierschutz in Form des so genannten »DRM« (»Digital Rights Management«) versehen sind. In diesem Fall verweigert Calibre seinen Dienst, da in diesem Fall ein Kopierschutz ausgehebelt werden würde. Technisch ist es dennoch möglich, Amazon-Bücher für Tolino und Co. umzuwandeln und umgekehrt.

Kopierschutz kann umgangen werden

Die Calibre-Community hat für diesen Fall aber passende Plug-ins bereitgestellt, mit denen es möglich ist, den Kopierschutz praktisch aller Anbieter zu entfernen. Zwar ist es einerseits verboten, einen Kopierschutz zu knacken und zu deaktivieren, aber andererseits gibt es in Deutschland auch das Recht, eine Privatkopie von erworbenen Medien anzufertigen. Damit befindet man sich rechtlich in einer Grauzone.

In der Praxis dürfte man wohl nicht dafür belangt werden, wenn man bei eBooks, die man legal erworben hat, den Kopierschutz entfernt, um sie auf einem eBook-Reader lesen zu können. Aber nageln Sie uns nicht darauf fest. Wenn Sie es tun, tun Sie es auf eigenes Risiko. Mehr zu der Thematik erfahren Sie bei AllesEbook und Lesen.net.

Erfreulicherweise stellen immer mehr eBook-Anbieter mittlerweile auch Bücher ohne Kopierschutz zur Verfügung. Die sind beim Kauf entsprechend gekennzeichnet und lassen sich problemlos für alle Reader aufbereiten. Dennoch ist es nach wie vor nicht ganz trivial, gekaufte Bücher zwischen den verschiedenen Geräten auszutauschen.

Besonders beim Amazon Kindle ist der spätere Wechsel zum Tolino oder Kobo inklusive der gekauften Bücher schwierig, da Amazon auf einen eigenen Kopierschutz setzt. Wer sich nicht in rechtliche Grauzonen begeben will, muss also entweder einen Kindle als Backup behalten oder seine gekauften Bücher bei Amazon per Lese-Apps auf Smartphone oder Tablet lesen.

Ausführliche Hintergründe und Informationen rund um das Thema »DRM bei eBooks und wie man damit umgeht« liefert dieser umfangreiche Artikel auf AllesEbook.

eBooks ausleihen

Alle eBook-Reader bieten die Möglichkeit, elektronische Bücher nicht nur zu kaufen, sondern auch zu leihen. Die Modelle von Tolino und Kobo unterstützen die so genannte Onleihe. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Plattform von Stadtbibliotheken, bei der Tausende von Bibliotheken teilnehmen. Wer Mitglied in einer teilnehmenden Stadtbücherei ist, kann über die Onleihe eBooks ausleihen und herunterladen. Dazu muss der jeweilige eBook-Reader einmalig registriert werden, zudem ist die Installation von Adobe Digital Editions notwendig, da die geliehenen eBooks mit einem Kopierschutz ausgestattet sind.

Viele Bibliotheken sind Teil der Plattform Onleihe

Im Rahmen der Jahresgebühr können die digitalen Bücher dann genauso ausgeliehen werden, wie man es aus der echten Bibliothek kennt, ohne dafür das bequeme Lesesofa zu verlassen. Das Angebot an zu leihenden Büchern ist bei der Onleihe in der Regel größer und vor allem aktueller als das von Amazon.

Im Gegenzug bietet das Leihsystem aber auch die gleichen Einschränkungen einer echten Leihe! So hat jede Stadtbibliothek nur eine begrenzte Anzahl an digitalen Exemplaren im Sortiment. Bei aktuellen Bestsellern kommt es leicht vor, dass diese gerade ausgeliehen und damit nicht verfügbar sind. Nach der Leihfrist verschwindet das Buch zudem automatisch vom Reader, auch wenn es noch nicht ausgelesen ist. Immerhin wird dadurch keine Mahngebühr fällig.

Mahngebühren können nicht entstehen

Amazon geht einen eigenen Weg: Zwar ist es nicht möglich, mit dem Kindle die Onleihe zu nutzen, dafür stehen mit Kindle Unlimited und der Kindle Leihbücherei gleich zwei Leihsysteme zur Wahl. Bei Kindle Unlimited handelt es sich um ein Flatrate-Angebot. Zum Pauschalpreis von rund 10 Euro im Monat können die Nutzer hier bis zu zehn eBooks beliebig lange ausleihen. Das Angebot umfasst dabei rund eine Millionen Bücher, aktuelle Bestseller finden sich aber nur selten. Stattdessen bietet Kindle Unlimited beispielsweise den Zugriff auf viele eBooks, die von im Self-Publishing auf der Kindle-Plattform veröffentlicht wurden. Es gibt aber auch bekannte Namen im Angebot, beispielsweise die komplette Harry-Potter-Reihe.

Als zweite Möglichkeit erlaubt Amazon allen Nutzern der Versand-Flatrate Amazon Prime einmal im Monat die Leihe eines kostenlosen eBooks aus dem Unlimited-Fundus. Das Amazon-Angebot kann sich qualitativ insgesamt nicht mit der Onleihe messen, im Gegenzug gibt es keine Restriktionen wie künstlich beschränkte Verfügbarkeit von eBooks.

eBooks weltweit kostenlos herunterladen

Wem jemals im Strandurlaub, am Flughafen oder beim Wandern der Lesestoff ausgegangen ist, wird zu schätzen wissen, dass es eBook-Reader mit weltweiter Datenflatrate gibt – allerdings bislang ausschließlich bei Amazons Kindle.

Weltweit kostenlos Bücher herunterladen geht nur mit Amazons Kindle

Gegen einen Aufpreis von rund 60 Euro bietet Amazon seine Reader als »3G-Variante« an. Pro Tag erlaubt Amazon unabhängig vom Aufenthaltsort Downloads von 25 Megabyte – da die meisten eBooks nur wenige Kilobytes schwer sind, lassen sich damit problemlos massenweise neue Bücher herunterladen. Zusatzkosten fallen dabei nicht an: Nach der einmaligen Zahlung des Aufpreises ist der 3G-Kindle dauerhaft online – ein echtes Alleinstellungsmerkmal von Amazons Kindle.

Doch auch die Tolino-Familie bietet die Möglichkeit, unterwegs Bücher herunterzuladen. Die eBook-Reader verbinden sich automatisch und ohne Zusatzkosten mit den WLAN-Hotspots der Deutschen Telekom. Da das Hotspot-Netz der Telekom zumindest in Deutschland gut ausgebaut ist, ist das Fehlen des 3G-Moduls bei den Tolinos zumindest in Deutschland daher kein großer Nachteil. Im Ausland dagegen schon. Und beim Kobo Aura fehlt diese Funktion leider komplett.

17
Kommentare

avatar
Christian
Christian

Hier fehlt explizit eine Kategorie für große ebook reader / Sehbehinderte, ich besitze den Kobo Aura One, mich würde ein Vergleich mit dem Kobo Forma und dem Pocketbook Inkpad 3 interessieren.

Karin
Karin

Schade, dass die meisten Tests ignorieren dass man mit dem Tolino auch Bücher ausleihen kann. Mit 45 Euro im Jahr kann ich z.B. bei den Hamburger Bücherhallen lesen, bis ich schwarz werde. Schon deshalb kommt für mich ein Kindle überhaupt nicht in Frage. So toll kann der technisch gar nicht sein.

Mhinas
Mhinas

Ich vermisse die Pocketbooks sowie Inkbook und Icarus… Der Test beschränkt sich auf die Platzhirsche, es gibt aber auch günstige Alternativen, die wenige kennen, wie zB Woxter…

Thomas Sturm
Thomas Sturm

Und wieder mal ein Test ohne die Reader von Pocketbook …. , die technisch auf Augenhöhe mit den Tolinos und Amazon Readern sind, darüber hinaus aber vielfältige Sortierfunktionen der Bibliothek aufweisen. Die anderen kriegen das ja seit Jahren nicht gebacken.
So bleibt es ein Test des Mainstreams ohne wirkliche Alternativen.

Armin Reiner
Armin Reiner

Das kann ich nur doppelt unterstreichen!! Habe Kindle und Tolino probiert und die sind bei Handling und Nutzung im Vergleich zu den Geräten von Pocketbook absolut unvollkommen und schlicht! … und wer braucht weltweit Amazon oder die Telekom um Bücher zu kaufen ??? Das geht mit dem Pocketbook und einem kostenlosen Hotel-Wlan rund um den Globus vom Ebook-Store der EIGENEN Wahl problemlos!! … also dieser Test erscheint mir – mal vorsichtig ausgedrückt – definitiv nicht unabhängig und unvoreingenommen erstellt worden zu sein !!

Kurt Schmitt
Kurt Schmitt

Ich finde es schon nützlich, ohne WLAN Bücher runterladen zu können, da kann ich spontan outdoor was raussuchen, das kommt schon auf die Gewohnheiten an.
Gibt auch Leute, die haben einen PC ohne WLAN.

Mhinas
Mhinas

Genau, die fehlten mir ebenso wie Inkbook, Icarus und Woxter… Bookeen sollte man auch nicht vergessen 😉 Es gibt aber noch eine weit größere Zahl. Ein echter Vergleichstest wäre spannend, der nicht nur die „Monopolisten“ berücksichtigt. So kommen andere ja nie zum Zug und es kann sich keine Nachfrage korrekt abbilden.

Oliver Stark
Oliver Stark

Gibt es eigentlich Ebook-Reader mit farbigem Display, aber nicht auf TFT-Basis sondern Epaper?

Anatoli Loucher
Anatoli Loucher

Warum fehlen in der „Vergleichtest“ die E-Book Reader der Marke PocketBook?

Marco Folchnandt
Marco Folchnandt

Mir ist jetzt schon ein Tolino 2 und ein 3er mit Displaybruch kaputtgegangen! Und ich habe nicht draufgesessen oder ihn fallen gelassen! Ich steig wieder auf analoge bücher um

Christoph Münch
Christoph Münch

Habe den Tolino 4 HD – so weit zufrieden, insbesondere damit, dass er klein und leicht ist und man die Farbtemperatur des Displays einstellen kann. Richtig blöd und deutlich schlechter als bei dem Paperwhite (der mir leider geklaut wurde) ist aber, dass das Umblättern sehr langsam ist und der Reader oft auf das erste Umblätter-Tippen nicht reagiert. Daher ist, zumal er auch ne Ecke billiger erhältlich ist, der Paperwhite DOCH die beste Standard-Wahl, so leid es mir tut.

Raphael Müller
Raphael Müller

Seit dem ich den Tolino 4 HD verwende, kann ich besser schlafen. Das Licht hat fast keinen Blauanteil mehr und so wird der Schlafzyklus nicht beeinflusst. Einzig die Software ist ein bisserl träge. Das Blättern ist wirklich manchmal … naja … man braucht manchmal ein zweiten Tip aufs Display. Von daher interessiert mich kein Kindle mehr.

Regina Kittlaus
Regina Kittlaus

Ich liebe meinen Kindle

Mukunda Das
Mukunda Das

Schaut euch besser mal die Rezensionen bei Amazon an…hier wird ja einiges verschleiert!

Isabel Brem
Isabel Brem

Naima Jackson so zum rein lesen

Julian Biengraf
Julian Biengraf

Genau

Dragana Sergeeva
Dragana Sergeeva

Aianajaksma