Der beste Eierkocher

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Alle 10 Eierkocher im Test

Der beste Eierkocher ist für uns der Arendo Sixcook. Er bietet genug Platz, um in einem Durchgang die ganze Familie mit gekochten Eiern zu versorgen, kocht sowohl weiche als auch harte Eier am schnellsten und ist sogar mit einer Warmhaltefunktion ausgestattet. Auch Design und Verarbeitungsqualität stimmen und mit gerade mal 25 Euro ist der Eierkocher ausgesprochen günstig – was will man mehr?

Update 10. September 2018

Wir haben die Verfügbarkeit einiger Produkte aktualisiert.

Am Wochenende ist endlich mal Zeit, mit der ganzen Familie ausgiebig zu frühstücken. Da darf natürlich das Frühstücksei nicht fehlen. Aber wenn die eigentlich gewünschten weichgekochten Eier hart auf den Tisch kommen oder bei einem mittelweichen Ei das Eiweiß noch schlabbrig ist, ist das Geschrei groß. Das passiert leicht, wenn die Eier im Topf gekocht werden, denn dann ist meist nicht so klar, wie lang das perfekte Ei gekocht werden muss.

Eierkocher versprechen da Abhilfe: Einfach Wasser einfüllen, den gewünschten Härtegrad einstellen und nach dem Signalton das fertig gekochte Ei entnehmen. So einfach stellt man sich das zumindest vor. Aber schaffen das wirklich alle Eierkocher?

Wir haben zehn Geräte getestet. Mit dabei waren auch kleine Eierkocher für Singles oder Menschen mit kleinen Küchen, die nur zwei oder drei Eier kochen können, aber auch größere die sechs oder sieben Eier gleichzeitig kochen können. Preislich bewegen sich die Modelle im Test zwischen 15 und 36 Euro.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Arendo Sixcook

Test Eierkocher: Arendo Eierkocher
Kocht schnell, ist günstig und hat sogar eine Warmhaltefunktion.

Der Arendo Sixcook sieht nicht nur stylisch aus, sondern kocht die Eier dank 400 Watt Heizleistung auch am schnellsten fertig. Bedienung und Handhabung sind intuitiv, man muss nicht einmal die Bedienungs­an­lei­tung lesen. Als einziger Eierkocher im Test verfügt er über eine Warmhaltefunktion für hartgekochte Eier.

Alles gleichzeitig

WMF Stelio Eierkocher

Der etwas teurere WMF Stelio Eierkocher kann gleichzeitige Eiern mit verschiedenen Härtegraden kochen. Dazu muss man erstmal die Anleitung durchlesen – selbsterklärend sind die Symbole auf dem Gerät nämlich nicht. Das Ergebnis hat uns aber überzeugt. Auch wenn der Stelio der teuerste Kocher im Test ist, knapp 40 Euro sind immer noch erschwinglich. Dafür bekommt man dann auch einen äußerst schicken Eierkocher der deutschen Kultmarke WMF.

Gut & günstig

Severin EK 3056

Test Eierkocher: Severin EK 3056
Der günstige Severein-Eierkocher überzeugte mit gleichmäßig gekochten Eiern.

Der Severin EK 3056 ist günstig, hat viel Platz für Eier und überzeugt mit guten Kochergebnissen. Außerdem kocht er Eier relativ schnell. Das Ende der Kochzeit zeigt der Severin-Kocher allerdings mit einem sehr schrillen Piepton an, der gut und gerne das ganze Haus weckt.

Für kleine Küchen

Krups F234 70

Für Single- oder Pärchenhaushalte und Wenig-Ei-Esser ist der Krups F234 70 die beste Wahl. Mit ihm können höchstens drei Eier auf einmal gekocht werden, dafür passt er dank seiner kompakten Form in jede Schublade. Das Design ist zeitlos und während des Eierkochens ist er sehr leise. Wenn Sie keine ganze Familie mit gekochten Eiern versorgen müssen oder wenig Platz in der Küche haben, ist der Krups genau das Richtige.

Vergleichstabelle

TestsiegerAlles gleichzeitigGut & günstigFür kleine Küchen
Modell Arendo Sixcook WMF Stelio Eierkocher Severin EK 3056 Krups F234 70 WMF Küchenminis Eierkocher Unold 38610 Eierkocher Mini Severin EK 3161 Russell Hobbs Cook@Home 14048-56 Pearl Eierkochhilfe Clatronic Eierkocher EK3321
Test Eierkocher: Arendo EierkocherTest Eierkocher: WMF Stelio EierkocherTest Eierkocher: Severin EK 3056Test Eierkocher: Krups F234 70Test Eierkocher: WMF Küchenminis EierkocherTest Eierkocher: Unold 38610 Eierkocher MiniTest Eierkocher: Severin EK 3161Test Eierkocher: Russell Hobbs Cook Home 14048-56Test Eierkocher: Pearl EierkochhilfeTest Eierkocher: Clatronic Eierkocher 263 118EK 3321
Pro
  • Kocht sehr schnell
  • Homogenes Ergebnis
  • Warmhaltefunktion
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Kochleistung
  • Kochen von verschiedenen Härtegraden gleichzeitig möglich
  • Günstig
  • Homogenes Ergebnis
  • Relativ schnell
  • Klein und handlich
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Kochleistung
  • Schnell
  • Sehr kompakt
  • Für Singles
  • Keine Einzelteile, alles im Gerät integriert
  • Sehr günstig
  • Sehr ausführliche Bedienungsanleitung
  • Gute Kochleistung
  • Günstig
  • Sehr kompakt
  • Einfache Bedienung
  • Viel Zubehör
  • Robust
  • Gute Kochleistung
  • Trotz runder Form recht kompakt
  • Kochleistung okay
  • Kann verschiedene Härtegrade gleichzeitig kochen
  • Rdobust
Contra
  • Etwas klobig
  • Bedienung nicht intuitiv
  • Schriller Piepton
  • Kunststoff wird etwas heiß
  • Kocht nur 3 Eier
  • Für die Größe etwas teuer
  • Kocht nur 2 Eier
  • Keine automatische Abschaltung
  • Verarbeitung könnte besser sein
  • Braucht relativ lange
  • Signalton unangenehm
  • Schälchen für Spiegeleier sehr klein
  • Kein Signalton
  • Wird recht heiß
  • Schlechte Verarbeitung
  • Anleitung französisch
  • Kein gutes Kochergebnis
  • Eier wurden bei mittelweicher Einstellung hart
Bester Preis
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So haben wir getestet

Ein guter Eierkocher kocht die Eier genau nach dem Gargrad, den man am Gerät eingestellt hat. Außerdem soll das Ergebnis nicht bei jedem Kochdurchgang variieren, sondern gleich bleiben.

Wir haben deshalb mit jedem Eierkocher in mehreren Durchgängen Eier gekocht, mal mit nur einem Ei, mal mit so vielen, wie das Gerät aufnehmen kann. Dazu haben wir die Zeit gemessen, die die Kocher brauchen, um Eier mittelweich oder hart zu kochen. Mittelweich bedeutet: weiches bis flüssiges Eigelb, aber hartes, nicht zu festes Eiweiß.

Eierkocher im Test: Testsieger Arendo Sixcook.
Alle von uns getesteten Eierkocher: In der oberen Reihe Russell Hobbs Cook, Severin EK 3056, WMF Stelio, Clatronic und Pearl. Darunter WMF Küchenminis, Arendo Sixcook, Unold und Krups. Ganz unten in der Mitte der Severin EK 3161.

Zwar haben Eier der gleichen Größe grundsätzlich die selbe Kochzeit – aber es hängt von der Leistung der Heizspirale ab, wie schnell der Eierkocher das Wasser zum Kochen bringt. So variierten die Kochzeiten der verschiedenen Eierkocher denn auch deutlich zwischen 8:20 Minuten und 11:15 Minuten für ein mittelweich gekochtes Ei. Die Kochzeiten für mehrere Eier sind nur unwesentlich länger.

Die Angaben der Hersteller beziehen sich in der Regel auf Eier der Gewichtsklasse M. Größere Eier brauchen etwas länger. Entsprechend muss man die Kochzeit bei größeren Eiern leicht erhöhen. Tabellen für unterschiedliche Ei-Größen liefern die Hersteller in der Regel nicht.

Abgesehen vom Kochergebnis haben wir uns natürlich die Verarbeitungsqualität der Eierkocher angesehen und die Handhabung beurteilt. Denn natürlich sollte man sich am Gerät nicht verbrennen können – und es sollte einfach zu reinigen sein.

Das Eierkocher-Paradoxon

Bei Eierkochern gibt es zwei verschiedene Bauarten, wie die Dauer des Kochvorgangs gesteuert wird. Einige verfügen über einen elektronischen Timer, hier füllt man immer die selbe Menge Wasser ein, unabhängig von der Kochzeit. Bei den meisten Eierkochern bestimmt dagegen die Menge des eingefüllten Wasser die Kochzeit. Ist das Wasser verdampft, steigt die Temperatur im Boden des Eierkochers an, dann schaltet das Gerät ab und gibt einen Signalton von sich.

Je mehr Eier, desto weniger Wasser

Als wir uns die Messbecher dieser Eierkocher angesehen haben, stellten wir zu unserer Überraschung fest, dass man zum Kochen von sechs Eiern weniger Wasser in das Gerät füllen muss, als zum Kochen eines Eis. Wir wurden stutzig, schließlich sagt einem der gesunde Menschenverstand das genaue Gegenteil – je mehr Eier man kocht, desto länger sollte die Kochzeit sein – und desto mehr Wasser sollte man einfüllen müssen.

Tatsächlich ist das im Fall von Eierkochern anders. Der Grund für dieses Eierkocher-Paradox: Zum einen ist der verfügbare Luftraum in einem Eierkocher mit vielen Eiern kleiner als in einem Eierkocher, in dem nur ein Ei ist. Die Menge an Wasserdampf, die erzeugt werden muss, ist also bei mehr Eiern kleiner als bei weniger Eiern. Zum anderen wird das Ei letztlich nicht durch den heißen Wasserdampf an sich aufgeheizt, sondern dadurch, dass der Wasserdampf an der Oberfläche des Eis kondensiert. Die dabei entstehende Kondensationsenergie erwärmt das Ei.

Das abgekühlte, kondensierte Wasser tropft in die Bodenwanne, wo es von der Heizspirale wieder erhitzt wird. Dieser Kreislauf wiederholt sich solange, bis kein Wasser mehr da ist. Da mehr Eier eine größere Kondensationsoberfläche bieten, wird das Wasser öfter im Kondensationskreislauf »recycelt«. Deshalb reicht für mehr Eier eine geringere Wassermenge als für weniger Eier.

Wozu ein Eierkocher?

Natürlich kann man Eier auch ganz einfach in einem Topf mit kochendem Wasser garen. Wozu braucht man da überhaupt einen Eierkocher?

Die Antwort: Mit dem Eierkocher geht es schneller und ist bequemer. Schließlich muss man nur die Eier hineinstellen und die richtige Wassermenge einfüllen – fertig. Kocht man Eier im Topf, muss man zunächst das Wasser zum Kochen bringen, was deutlich länger dauert, weil man eine viel größere Menge Wasser erhitzen muss. Beim Hineinlegen der Eier platzen sie gerne, vor allem, wenn sie aus dem Kühlschrank kommen, und man verbrennt sich leicht. Und dann muss man noch wissen, wie lange die Eier eigentlich kochen müssen.

Die reine Kochzeit ist identisch, egal ob das Ei nun per Dampf im Eierkocher oder im Wasser im Kochtopf gegart wird. Aber bei Eierkochern gibt es entweder einen Messbecher oder einen Regler, wo man Anzahl und Härtegrad der Eier ablesen kann. Kocht man im Topf, muss man die Zahlen im Kopf haben: Weichgekochte Eier benötigen 3 bis 5 Minuten, »kernweiche« Eier, bei denen nur noch das Eigelb weich ist, 6 bis 8 Minuten und hartgekochte Eier 8 bis 10 Minuten.

Die Zeitspannen sind allerdings ziemlich groß. Warum? Die genaue Kochzeit für das perfekte Frühstücksei hängt nicht nur von den persönlichen Präferenzen sondern auch von einer Reihe von Faktoren ab: der Größe des Eis, der Stärke der Eierschale und der Temperatur des Eis, also vor allem, ob es im Kühlschrank gelagert wurde oder bei Zimmertemperatur.

Doch das gilt ganz genauso auch für Eierkocher. Denn die Angaben der Hersteller können ebenfalls nur grobe Richtwerte sein. Auch bei Eierkochern muss man also letztlich ausprobieren, mit welcher Einstellung das persönliche Lieblingsei genau so wird, wie man es haben möchte. Aber meist hat man schon nach wenigen Versuchen heraus, wie lange das perfekte Ei gekocht werden muss – egal ob im Topf oder im Eierkocher.

Eierkocher bieten also vor allem einen Zeit- und Komfortgewinn – bessere Eier kochen sie nicht, wenn man von der Gefahr des Platzens absieht.

Abschrecken verhindert unerwünschtes Nachgaren

Das Abschrecken der Eier nach dem Kochen ist übrigens immer eine gute Idee. Denn das Ei ist nach dem Kochen außen heißer als innen, das Ei gart also nach, wenn Sie es aus dem Topf oder dem Eierkocher holen. Schreckt man es mit kaltem Wasser ab, kühlt seine Oberfläche ab, es wird weniger Wärme ins Innere weitergegeben und das Ei bleibt so, wie es sein soll. Auch für hartgekochte Eier ist das Abschrecken sinnvoll, denn dann lässt sich die Schale leichter abpellen.

Eierkocher Test: Testsieger Arendo Sixcook

Testsieger: Arendo Sixcook

Der Arendo Sixcook war sowohl beim Kochen von mittelweichen als auch von hartgekochten Eiern das schnellste Gerät. Mit seinen 400 Watt Heizleistung gehört er zu den stärksten Eierkochern im Test.

Der Sixcook von Arendo kann wie der Name schon sagt bis zu sechs Eier gleichzeitig kochen, was für die meisten Haushalte ausreichend sein dürfte. Er lieferte einwandfreie Kochergebnisse, ist gut verarbeitet – und kostet nicht viel.

Testsieger

Arendo Sixcook

Test Eierkocher: Arendo Eierkocher
Kocht schnell, ist günstig und hat sogar eine Warmhaltefunktion.

Einen Eierkocher zu bedienen ist kein Hexenwerk, der Arendo macht da keine Ausnahme: Er verfügt lediglich über einen einzigen Schalter, mit dem der Kochvorgang gestartet und die Warmhaltefunktion aktiviert wird. Leider sind die Symbole auf dem Schalter nicht sonderlich erhellend, man muss sich also merken: Schalter nach links heißt »Kochen«, Schalter nach rechts »Warmhalten«.

Die Bedienungsanleitungen des Arendo ist einfach und verständlich geschrieben, aber man braucht sie eigentlich nicht, auch ohne Anleitung kann man den Sixcook gut bedienen.

Koch-Test

Vor dem Kochen werden die Eier mit dem im Messbecher integrierten Eierstecher angestochen, damit die Schale während des Kochens nicht platzt. Die drei Skalen für »weich«, »mittelweich« und »hart« auf dem Messbechers sind gut ablesbar.

Eierkocher Test – Testsieger Arendo Sixcook
Der Arendo Sixcook mit Deckel, Kocheinsatz und Messbecher mit integriertem Eierstecher.

Hat man die entsprechende Wassermenge für den gewünschten Härtegrad in den Kocher gegeben, wird der Deckel aufgesetzt und der Schalter nach links gedrückt. Der Signalton am Ende des Kochvorgangs ist laut genug aber nicht schrill und unangenehm wie bei so manch anderen Eierkocher im Test.

Eierkocher Test – Testsieger Arendo Sixcook
Schalter mit Warmhaltefunktion.

Der Kocher war im Betrieb angenehm leise. Nach sehr schnellen 8:21 Minuten war der Kocher mit dem mittelweichen Ei fertig und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Eigelb war wachsweich und das Eiweiß fest aber nicht zu hart. Für hartgekochte Eier brauchte der Arendo rund 5 Minuten länger, war aber auch hier der schnellste im Test.

Als einziger Eierkocher im Test ist der Arendo Sixcook mit einer Warmhaltefunktion ausgestattet. Die ist aber nur für hartgekochte Eier geeignet, denn weiche oder halbweiche Eier garen sonst nach und werden hart.

Nachdem der Signalton das Ende des Kochvorganges bekannt gegeben hat, sollte man die Eier mit dem Kocheinsatz aus dem Kocher nehmen und wie gewohnt abschrecken. Anschließend setzt man sie wieder in den Eierkocher und drückt den Schalter nach rechts. Jetzt ist die Warmhaltefunktion aktiviert.

Verarbeitung, Sicherheit & Reinigung

Die Verarbeitung des Arendo Sixcook ist durchgehend solide. Deckel, Kocheinsatz und Verkleidung bestehen aus Kunststoff, die Wanne ist aus Edelstahl gefertigt. Alle Materialien machen einen hochwertigen Eindruck und auch das Design des Kochers ist zeitlos ansprechend. Obwohl der Kocher Platz für sechs Eier bietet, ist er relativ kompakt gebaut. Da der Arendo Sixcook nicht rund sondern rechteckig ist, lässt er sich platzsparend im Küchenschrank verstauen.

Das Loch im Deckel, durch das der Dampf entweichen kann, befindet sich mittig und nicht in der Nähe der Handgriffe, somit ist das Risiko sich am heißen Wasserdampf zu verbrühen gering. Die Handgriffe werden nicht heiß und können problemlos auch während des Kochvorgangs angefasst werden. Das gilt übrigens für das gesamte Gerät.

Wenn Sie den Kocher nach jeder Anwendung mit ein wenig Essig ausspülen, bleiben keine Kalkreste zurück.

Eierkocher sollten nach jeder Benutzung gereinigt werden, da die Wanne sonst schnell verkalkt. Am besten versuchen Sie es erst gar nicht mit einem Schwamm und Spülmittel, sondern greifen gleich zu Essig und Küchenrolle. Einfach einen kleinen Schuss Essig in die Wanne geben und mit der Küchenrolle verteilen, ruckzuck ist der Kalk verschwunden. Anschließend nochmal mit einem feuchten Tuch und Spülmittel nachwischen und fertig. So ist der Arendo, wie die meisten getesteten Eierkocher, im Handumdrehen gereinigt.

Arendo Sixcook im Testspiegel

Leider gibt es zu unserem Testsieger bislang keine Tests außer dem der Kollegen von Kitcheneer (01/2018). Auch dort konnte der Arendo Sixcook überzeugen und wurde Testsieger:

»Arendos Eierkocher ist ein Gerät, das nicht zu teuer ist, dabei aber gleichzeitig alle Anforderungen an einen Eierkocher erfüllt. Dazu macht er sich gut in der Küche, nimmt nicht zu viel Platz weg und lässt sich (abgesehen von den Symbolen auf dem Schalter) einfach bedienen. Lediglich bei der Reinigung muss man ein paar Abstriche machen, diese sind aber unserer Meinung nach vernachlässigbar.«

Dem Kritikpunkt bei der Reinigung können wir uns nicht anschließen. Wenn Sie gleich nach dem Abkühlen mit ein wenig Essig an die verschmutzen Stellen gehen, ist der Kocher im Nu wieder sauber.

Alternativen

Bis auf ein Gerät kochte kein Eierkocher im Test wirklich schlecht. Aber nur drei weitere Geräte sind uns eine Empfehlung wert.

Alles gleichzeitig

WMF Stelio Eierkocher

Dass der Stelio von WMF kommt, sieht man auch ohne auf das Logo zu achten. In typischer WMF-Optik macht er in jeder Küche einen guten Eindruck.

Die Kochergebnisse sind gut. Auf mittelweiche Frühstückseier muss man beim Eierkocher von WMF allerdings mehr als zwei Minuten länger warten als bei unserem Testsieger. Bei hartgekochten Eiern liegt der WMF im Mittelfeld.

Der Stelio war neben dem Clatronic einer von zwei Eierkochern im Test, die gleichzeitig Eier unterschiedlichen Härtegrades garen können. Im Gegensatz zum Clatronic hat das beim WMF-Kocher auch wunderbar geklappt. Damit man versteht, wie das richtig funktioniert, muss man aber die Bedienungsanleitung studieren.

Möchte man weiche, mittelweiche und harte Eier in einem Durchgang kochen, muss man folgendermaßen vorgehen: Der beiliegende Messbecher wird einmal komplett mit Wasser gefüllt und in die Wanne des Eierkochers entleert. Danach setzt man die Eier ein und dreht den Drehschalter auf die Einstellung für weiche Eier. Nachdem der Kocher durch Piepen signalisiert, dass die Eier fertig sind, entnimmt man die Eier, die weich bleiben sollen. Anschließend wird der Drehknopf ganz nach links zu den kleiner dargestellten Eiern gedreht. Hier findet sich ein halb weiß, halb schwarz bemaltes Ei, das für das weitere Garen der mittelweichen Eier steht. Ist dieser Durchgang beendet, entnehmen Sie die Eier, die mittelweich bleiben sollen und drehen den Schalter auf das kleine, vollständig gefüllte Ei und der Rest wird hartgekocht.

Wenn Sie alle Eier mit dem selben Härtegrad kochen möchten, verwendet man immer die großen Eier-Symbole auf dem Eierkocher. Je größer die Eier sind, desto weiter muss man innerhalb des Härtegradbereiches den Regler drehen. Hat man beispielsweise Eier der Größe S und will ein weiches Ei, sollte der Regler relativ weit links im Bereich des schwarz ausgefüllten Ei-Symbols bleiben, hat man dagegen ein L-Ei, dann stellt man den Regler etwas weiter rechts ein. Klingt kompliziert, aber wenn man es ein paar mal gemacht hat, hat man den Dreh raus.

Der Stelio von WMF ist eine gute Wahl für alle, die ein stylisches Markenprodukt in der Küche haben wollen und bereit sind, dafür auch ein paar Euro mehr auszugeben. Allerdings ist die Verarbeitung des Stelio nicht so hochwertig, wie man das eigentlich von einer Marke wie WMF erwartet.

Gut & günstig

Severin EK 3056

Test Eierkocher: Severin EK 3056
Der günstige Severein-Eierkocher überzeugte mit gleichmäßig gekochten Eiern.

Wenn Sie lieber weniger Geld ausgeben möchten, empfehlen wir den Severin EK 3056. Auch beim Severin wird der Härtegrad durch die eingefüllte Wassermenge bestimmt, was auch hier tadellos funktioniert: Die Eier hatten exakt die gewünschte Konsistenz.

Eierkocher im Test: Severin EK 3056
Der Severin-Eierkocher macht trotz günstigem Preis eine gute Figur.

Was uns nicht so gut gefiel, war der sehr aufdringliche und schrille Piepston den der Severin von sich gibt, wenn die Eier fertig sind. Der verwendete Kunststoff macht einen stabilen Eindruck, wird aber während des Kochens relativ heiß. Richtig verbrennen kann man sich nicht, aufpassen sollte man trotzdem.

Für gerademal 20 Euro bekommt man mit dem Severin aber einen Eierkocher, der in einem Durchgang für die ganze Familie bis zu sechs Eier kochen kann. Mit knapp 9:30 Minuten für mittelweich gekochte Eier ist er außerdem relativ schnell.

Für kleine Küchen

Krups F234 70

Für kleine Küchen oder Singlehaushalte ist der Krups F234 70 die beste Wahl. Er ist klein, kompakt und liefert sehr gute Ergebnisse. Auch der Krups ist komplett aus Kunststoff gefertigt, macht aber einen solideren Eindruck als der Severin. Das Design ist zeitlos minimalistisch. Die Reinigung geht auch beim Krups einfach und schnell. Ein wenig Essig reicht und der Kalk ist verschwunden.

Eierkocher im Test: Krups F234 70
Der Drei-Eierkocher von Krups ist klein und kompakt.

Vor allem aber kocht der Krups die Eier schnell und mit dem gewünschten Härtegrad. Der kleine Krups fasst höchstens drei Eier auf einmal und ist damit für Familienhaushalte zu klein. Wenn Sie allerdings nur selten ein Frühstücksei essen oder nur zu zweit sind, reicht ein Eierkocher dieser Größenordnung völlig aus.

Außerdem getestet

Für die anderen Eierkocher im Test hat es aus verschiedenen Gründen nicht zur Empfehlung gereicht, richtig schlecht sind die meisten dieser Geräte aber ebenfalls nicht. Hier ist unsere Kurzbewertung:

WMF Küchenminis Eierkocher

Der niedliche WMF Küchenminis Eierkocher war unser persönliches Highlight im Test. Eine Empfehlung ist er für uns trotzdem nicht, weil er gerade mal zwei Eier fasst und trotzdem fast genauso teuer ist wie sein großer Bruder WMF Stelio. Außerdem berichten viele Kunden, dass der WMF Küchenmini schon nach kurzer Zeit den Geist aufgibt. In unserem Test hat er sich gut geschlagen, der Kocher wirkt stabil und ist ein echter Hingucker, aber die schlechten Langzeiterfahrungen stimmen uns skeptisch.

Unold 38610 Eierkocher Mini

Auch beim Unold 38610 mini haben wir gemischte Gefühle. Man merkt sofort, dass der Unold-Kocher nicht sehr hochwertig verarbeitet ist, doch dafür kostet er auch gerade einmal 15 Euro. Das man da Abstriche in der Qualität machen muss, dürfte jedem klar sein. Beim Eierkochen schnitt er sehr gut ab: Alles war auf den Punkt, genau so wie es sein sollte, auch dank der sehr ausführlichen Anweisungen in der Anleitung. Doch laut Kundenbewertungen verbiegt sich schon nach kurzer Zeit das Plastik. Auch die Reinigung gestaltet sich beim Unold nicht so einfach wie bei den anderen Testkandidaten, da ein Kunststoffteil auf der Wanne verklebt ist. Greifen Sie also besser zu einem etwas teureren Gerät, unsere Empfehlung von Krups kostet keine zehn Euro mehr und ist wesentlich hochwertiger verarbeitet.

Mit dem Severin EK 3161 bekommt man ebenfalls einen Eierkocher für höchstens drei Eier. Er kostet so viel wie der Krups, ist aber nicht so gut verarbeitet. Hier wird außerdem der Härtegrad per Regler elektronisch ausgewählt. Das hat zur Folge, dass man die Eier sofort nach dem Signalton aus dem Kocher nehmen muss, da das restliche Wasser das Ei weiter gart, auch wenn der Kocher schon abgeschaltet ist. Die gewünschte Konsistenz hat aber auch der kleine Severin bei jedem Ei gut hinbekommen.

Russell Hobbs Cook@Home 14048-56

Beim Russell Hobbs Cook@Home bekommt man als Zubehör noch drei Schälchen zur Zubereitung von Spiegeleiern mitgeliefert. Das ist nett, doch wir finden, dass die Schalen sehr klein geraten sind und man für Spiegeleier mit einer Pfanne besser bedient ist. Die Handhabung ist bei anderen Kochern etwas besser, der Eiereinsatz lässt sich nicht ganz so bequem entfernen. Aber auch hier hatten wir am Kochergebnis nichts auszusetzen – außer dass er recht lange für hartgekochte Eier braucht.

Pearl Eierkochhilfe

Der Pearl Eierkocher konnte uns leider nicht überzeugen. Schon rein optisch macht er im Gegensatz zu seinen Eierkocher-Konkurrenten einen windigen Eindruck. Der verwendete Kunststoff ist von der billigen Sorte und zumindest bei uns war die mitgelieferte Bedienungsanleitung nur auf französisch. Was uns weitaus mehr störte war, dass sich lediglich die Leuchte abschaltet, wenn der Kocher fertig ist, ansonsten aber kein Signalton zu hören ist. Wir haben beim ersten Durchgang sehnlichst auf das Piepsen gewartet und mussten dann feststellen, dass die Eier schon längst fertig sind – und mittlerweile hart waren.

Clatronic Eierkocher EK3321

Auf den ersten Blick erinnerte uns der Clatronic EK 3321 an den WMF Stelio – doch der erste Eindruck trog. Wie der Stelio bietet auch der Clatronic die Möglichkeit, gleichzeitig Eier mit verschiedenen Härtegraden zu kochen. Das Prinzip ist bei beiden Modellen dasselbe, doch am Ende waren beim Clatronic die eigentlich mittelweich gewünschten Eier hart. Auch die Verarbeitung lässt zu wünschen übrig. Deshalb ist der Clatronic bei uns leider durchgefallen.

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Kommentare

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Ulrike Rodriguez dela Rosa
Ulrike Rodriguez dela Rosa

Habe bis jetzt noch nie einen guten Eierkocher gefunden der mir wirklich zu gesagt hat würde mich freuen wenn es klappen würde Lg Ulrike