Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4241 Quer
test
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Der beste Elektrogrill

Wir haben 13 Elektrogrills getestet und neben dem Aufbau, der Ausstattung und der Bedienung auch die Wärmeverteilung und die maximale Temperatur verglichen. Der beste ist für uns der Weber Q 1400. Er ist zwar etwas teurer, steht dafür aber sehr stabil, hat ein zweiteiliges Guss-Rost mit guter Wärmespeicherung und ermöglichte uns im Test ein leichtes Raucharoma.

Thomas Probst
Thomas Probst
beschäftigt sich seit über 14 Jahren mit allen Themen rund um die Fotografie und schreibt unter anderem für viele Foto-Fachmagazine, wie die CHIP FOTO-VIDEO. Als begeisterter Hobbykoch geht auch kein Küchengerät durch seine Hände, das nicht sofort auf Herz und Nieren getestet wird.
Letztes Update: 28. Juli 2022

Wir haben vier weitere Elektrogrills getestet. Eine neue Empfehlung ist der Severin Senoa Boost S.

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Unter Grillfreunden ist das Thema »Elektrogrill« eine Glaubensfrage. Aber vor allem in der Großstadt haben Elektrogrills viele Vorteile. Denn häufig ist es vom Vermieter nicht erlaubt, auf dem Balkon mit Kohle zu grillen, weil das zu viel Rauch erzeugt. Andere wiederum haben keine Lust, sich mit Holzkohle und Gaskartuschen zu beschäftigen und wünschen sich einfach ein schnelles und unkompliziertes Essen vom Grill. Praktisch: Einige Elektrogrills sind auch als Tischgrill nutzbar.

Doch welcher Grill soll es sein? Ein Blick auf das Angebot zeigt ein enormes Preisgefälle und ganz unterschiedliche Bauformen: Tischgrills, Standgrills, Kugelgrills. Wir haben 13 Elektrogrills mit Preisen zwischen 50 und knapp 600 Euro getestet. Testsieger wurde ein teurerer Elektrogrill, aber wir haben auch günstigere Empfehlungen für Sie.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Weber Q 1400

Test besten Elektrogrills: Weber Elektrogrill Q 1400 Stand
Unser Testsieger überzeugt durch einen stabilen Stand, ein Guss-Rost mit gutem Wärmespeicher und einer hohen Grilltemperatur.

Hier bekommt man Leistung: Der Elektrogrill Weber Q 1400 ist unser Testsieger, weil er sehr stabil steht, eine hohe Temperatur und eine durchdachte Bedienung bietet und uns beim Grillen ein leichtes Raucharoma ermöglichte. Wir haben den Q 1400 im Set mit dem dazu passenden Stand-Untergestell getestet, um den Elektrogrill in einer komfortablen Höhe verwenden zu können.

Auch gut

Severin Senoa Boost S

Test Elektrogrill: Severin Senoa Boost S
Dieses Modell bringt ordentlich Leistung mit und ist so schnell bereit fürs Grillgut – und das für unter 200 Euro.

Der Severin Senoa Boost S hat einen Boost-Modus mit bis zu satten 500 Grad Celsius zu bieten. Im direkten Vergleich zu seinem großen Bruder PG 8137 fehlen zwar einige komfortable Ausstattungsmerkmale – wie der Deckel mit einem eingebauten Thermometer, die Schongarfunktion und auch der Unterbau fällt deutlich simpler aus – dennoch bietet der günstigere Senoa Boost S eine erstklassige Hitze zum schnellen Angrillen von Steaks und punktet mit einer insgesamt sehr guten Verarbeitung. Er ist als Stand- oder Tischgrill nutzbar.

Wenn Geld egal ist

Severin PG 8137 SEVO GTS

Test besten Elektrogrills: Severin PG 8137 SEVO GTS
Boost-Funktion, Schongaren und ein Kernthermometer: Erfahrene Grill-Fans werden hier ihre Freude haben.

Mit dem Severin PG 8137 SEVO GTS haben wir einen absoluten Profi-Grill im Test, der sich wie der Senoa Boost S auf einer Seite der Grillfläche per »Boost« auf bis zu 500 Grad Celsius erhitzen lässt. Dazu kommt umgekehrt die Möglichkeit, sehr schonend bei niedriger Temperatur zu grillen, damit auch Pulled Pork über einige Stunden im Elektrogrill zart wird und dabei saftig bleibt. Der Preis ist mit rund 600 Euro aber auch nichts für Hobbygriller.

Gut & günstig

George Foreman 22460-56

Test besten Elektrogrills: George Foreman Grill 2in1 Elektrogrill
Der Rundgrill liefert eine große Grillfläche und eine ausgeglichene Wärmeverteilung für unter hundert Euro.

Der George Foreman Grill 2in1 gehört zu den Rundgrills mit einer großen Grillplatte und ist für einen Preis unter hundert Euro auch für gelegentliche Hobbygriller eine gute Option. Er überzeugt mit einer sehr guten Aufbauanleitung, eine insgesamt recht gleichmäßigen Wärmeverteilung und einer leichten Reinigung. Das 2in1 im Produktnamen hat damit zu tun, dass sich der Elektrogrill auch in wenigen Sekunden vom Standfuß entfernen lässt, um ihn als Tischgrill einzusetzen.

Für den schmalen Balkon

Severin PG 8563

Test besten Elektrogrills: Severin PG 8563
Der stabilste unter den kleinen Grills. Die Grillplatte zeigt eine ausgeglichene Wärmeverteilung und es gibt sogar einen Spritzschutz.

Der Severin PG 8563 ist unser Preistipp für Gelegenheitsgriller, die nach einem günstigen und dennoch guten Elektrogrill für den Balkon suchen. Dabei ist er klein genug, damit er auch auf schmale Balkone passt. Darüber hinaus hatte er im Testfeld unter den günstigen Grills den stabilsten Unterbau. Severin arbeitet hier mit einer Grillplatte, die sich im Nachhinein gut reinigen lässt.

Vergleichstabelle

TestsiegerWeber Q 1400
Auch gutSeverin Senoa Boost S
Wenn Geld egal istSeverin PG 8137 SEVO GTS
Gut & günstigGeorge Foreman 22460-56
Für den schmalen BalkonSeverin PG 8563
Kesser 2in1 Standgrill
Suntec BBQ-9493
Suntec BBQ-9479
Cloer Outdoor-Barbecue-Grill 6789
Syntrox STG-2200W
Russell Hobbs Grill 2in1 Elektrogrill
TZS First Austria FA-5350
Tefal BG90F5 Easygrill Adjust Elektro-Standgrill
Test besten Elektrogrills: Weber Elektrogrill Q 1400 Stand
  • Sehr stabil
  • Gussrost speichert die Wärme
  • Hohe Grilltemperatur
  • Leichtes Raucharoma möglich
  • Gute Grillhöhe
  • Recht hochpreisig
  • Heizspirale nicht ganz so leicht zu reinigen
Test Elektrogrill: Severin Senoa Boost S
  • Angenehme Arbeitshöhe
  • Boost-Zone bis 500°C
  • Große, wärmeisolierte Griffe,
  • Tischgrill-Option
  • Spritzschutz
  • Skala und Farbe am Drehschalter lassen sich bei Sonne schlecht erkennen
  • Anleitung teilweise etwas unübersichtlich
Test besten Elektrogrills: Severin PG 8137 SEVO GTS
  • Boost-Modus für rund 500°C
  • Slow-Grillen möglich
  • Grill wird außen nicht heiß
  • Sehr stabiler Grill­wagen
  • Kernthermometer im Lieferumfang
  • Die Räder sitzen etwas wackelig
  • Für den Preis hätten wir ein besseres Handbuch erwartet
  • Hochpreisig
Test besten Elektrogrills: George Foreman Grill 2in1 Elektrogrill
  • Große Grillfläche
  • Ausgeglichene Wärme­verteilung
  • Gute Aufbauanleitung
  • Großer Griff an der Haube
  • Guter Preis
  • Keine Ablage­fläche
  • Keine Halterung für die Haube
Test besten Elektrogrills: Severin PG 8563
  • Kleine Stellfläche
  • Spritzschutz
  • Ablage
  • Stabiler Stand
  • Recht kurzes Stromkabel
  • Aufbauanleitung könnte besser sein
Test Elektrogrill: Kesser 2in1 Standgrill
  • Deckel mit Thermometer
  • Tisch lässt sich über zwei Räder verschieben
  • Zwei seitliche Abstellgitter
  • Platzsparend faltbar
  • Langes Stromkabel
  • Aufbau teilweise ein Ratespiel
Test besten Elektrogrills: Suntec BBQ-9493
  • Thermometer an der Haube
  • Grillwagen mit Räder und Ablagetisch
  • Großer Griff am Deckel
  • Halterung für die Haube
  • Gute Grillhöhe
  • Kleinteilige Zeichnungen in der Aufbauanleitung
Test besten Elektrogrills: Suntec BBQ-9479
  • Thermometer an der Haube
  • Ablage
  • Großer Griff am Deckel
  • Halterung für die Haube
  • Gute Grillhöhe
  • Kleinteilige Zeichnungen in der Aufbauanleitung
Test besten Elektrogrills: Cloer 6789 Barbecue-Grill
  • Thermometer an der Haube
  • Gute Aufbauanleitung
  • Großer Griff am Deckel
  • Halterung für die Haube
  • Ablage
  • Wärmeverteilung nicht ideal
  • Wird nicht ganz so heiß wie andere Rundgrills
Test Elektrogrill: Syntrox STG-2200W
  • Spritzschutz
  • Zwischenablage
  • Zwei seitliche Abstellflächen
  • Kleines, leicht erhöht angebrachtes Grillrost zum Warmhalten von fertigem Grillgut
  • Aufbau-/Bedienungsanleitung teilweise ein Ratespiel
  • Grillkonstruktion recht wackelig
  • Grillrost liegt nicht gut auf
  • Recht kleine Grillfläche
Test besten Elektrogrills: Russell Hobbs  Grill 2in1 Elektrogrill
  • Grillplatte und Rost im Lieferumfang
  • Preiswert
  • Ordentliche Grilltemperatur
  • Ablage
  • Niedrige Grillhöhe
  • Reflektorwanne hat sich verzogen
  • Kurzes Stromkabel
  • Unterbau recht wackelig
Test Elektrogrill: TZS First Austria FA-5350
  • Spritzschutz
  • Abstellgitter
  • Günstig
  • Kurzes Stromkabel
  • Recht niedrige Grillhöhe
  • Keine gute Anleitung
  • Zwei Plastikkappen beim Aufbau gebrochen
Test besten Elektrogrills: Tefal BG90F5 Easygrill Adjust Elektro-Standgrill
  • Braucht nicht viel Platz
  • Sehr kleinteilige Aufbau­anleitung
  • Niedrige Grillhöhe
  • Kurzes Stromkabel
  • Griffe am Rost ungeschützt
  • Unterbau recht wackelig
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Elektrogrills: Grillrost, Grillplatte oder beides?

Es gibt verschiedene Bauformen Elektrogrills. Geräte mit einer Grillplatte funktionieren im Grunde wie ein Grillpfanne. Das Fleisch, der Fisch und das Gemüse liegen großflächig auf der Heizplatte auf und werden damit gleichmäßig erhitzt. Dabei bieten einige Grills die Wahl zwischen einer glatten Grillplatte und einer geriffelten. Solche Grills nennt man auch Flächengrills. Sie unterscheiden sich von Kontaktgrills lediglich dadurch, dass sie nur eine Grillfläche haben, während das Grillgut bei Kontaktgrills ähnlich wie bei einem Waffeleisen von beiden Seiten gebraten wird.

Die geriffelte Oberfläche sorgt das streifige Grillmuster oder Branding, das wir vom Grillrost kennen, während die glatte Oberfläche zum Beispiel zum Anbraten von Spiegeleiern genutzt werden kann. Einige Grills kombinieren beide Oberflächen auf der Grillplatte. Wenn Sie sich für einen solchen Elektrogrill interessieren, sollten Sie daher vorab genau überlegen, ob Sie die glatte Oberfläche überhaupt benötigen. Wenn Sie lieber alles mit Branding-Streifen grillen möchten, wäre die glatte Fläche in dem Fall verschenkter Platz. Dann greifen Sie am besten gleich zu einem Heizplattengrill mit durchgängiger Riffelung.

Geriffelt oder glatt?

Wünschen Sie sich dagegen ein Grillrost, wie Sie es vom Gas- und Holzkohlegrill gewohnt sind, dann gibt es auch da Unterschiede. Vorab der Hinweis: Elektrogrills mit Grillrost sind üblicherweise so aufgebaut, dass die Heizspirale frei liegt und der Rost mit etwas Abstand darüber aufgesetzt wird. Tropft Fett nach unten, kann das auf der Heizspirale zu einer Rauchentwicklung führen.

Das ist kein Nachteil, im Gegenteil: Denn dieser Rauch erzeugt ein leichtes Raucharoma auf das viele Grillmeister schwören – auch wenn es nicht ansatzweise mit dem eines Holzkohlegrills vergleichbar ist. Wenn Sie gerne Gemüse grillen, sollten Sie darauf achten, dass die Stangen des Grillrosts möglichst nah beieinandersitzen. Werden die Abstände größer, kann Ihnen zum Beispiel die Paprika oder die Zucchinischeibe schneller hindurch rutschen.

Standgrill oder Tischgrill?

Bei Elektrogrills für den Garten achten die Hersteller meistens darauf, dass sich der Grill vom Standfuß oder vom Grillwagen entfernen lässt, um ihn auch separat als Tischgrill einsetzen zu können. Damit sind Elektrogrills vielseitiger einsetzbar als Holzkohle und Gasgrills. Wenn Sie also grillen möchten, das Wetter draußen aber nicht mitspielt, dann können Sie den Elektrogrill als Tischgrill auch einfach im Wohnzimmer aufstellen. Bei gutem Wetter macht er als Standgrill im Garten eine gute Figur.

Schwankende Temperaturen

Elektrogrills bringen gegenüber Gas- und Holzkohlegrills einen Nachteil mit sich, der sich nicht vermeiden lässt: Damit die Heizspirale nicht überhitzt, wird sie nach der erreichten, gewählten Temperatur kurzzeitig abgeschaltet und heizt dann, nach einer kurzen Pause, wieder auf die gewünschte Temperatur hoch. Der Ablauf wiederholt sich immer wieder.

Geplanter Temperatur­abfall

Der Nachteil daran: In der Abkühlphase verliert der Elektrogrill an Temperatur – und das teilweise ganz ordentlich. So zeigte unser Infrarot-Thermometer teilweise einen Temperaturabsturz um bis zu einhundert Grad Celsius. Wer nur Grillwürste und mal ein Nackensteak grillt, wird das verschmerzen können. Wer aber dauerhaft eine bestimmte Temperatur halten möchte, wird bei den meisten Elektrogrills Schwierigkeiten haben. Der Hersteller Weber nutzt zum Beispiel ein schweres Guss-Rost, das die Hitze gut speichert. Da ist der Temperaturabfall dann nicht ganz so schnell zu merken.

Kabellänge der Elektrogrills

Ein Punkt, der uns im Test sehr überrascht hat, ist die Länge des Stromkabels. Wirft man einen Blick in die Bedienungsanleitungen der Elektrogrills, so ist eigentlich in jedem Handbuch zu lesen, dass der Einsatz eines Verlängerungssteckers zu einem Leistungsverlust führen kann. Man sollte also eigentlich voraussetzen können, dass die Hersteller eine entsprechende Kabellänge bei ihren Elektrogrills einplanen, um Verlängerungsstecker möglichst zu vermeiden.

Bei den meisten Grills im Testfeld geht die Kabellänge mit zwei Metern und mehr in Ordnung. Bei einigen sehr günstigen Elektrogrills darf man die Kabellänge aber durchaus als eine Frechheit bezeichnen. Mit 130 oder auch 150 Zentimetern kommt man in der Praxis nicht weit. Da lässt sich der Verlängerungsstecker kaum vermeiden.

Elektrogrills Test: Elektrogrills Stromkabelz6a0413
Bei den meisten Grills ist die Kabellänge in Ordnung, bei billigen Elektrogrills muss oft ein Verlängerungskabel her.

Wir wollten es anfangs kaum glauben, dass sich der in den Bedienungsanleitungen beschriebene Leistungsverlust beim Einsatz eines Verlängerungssteckers in der Praxis bemerkbar macht. Es kann aber tatsächlich dazu kommen. Nachdem wir die Messungen zur maximalen Grilltemperatur vorsichtshalber ohne Verlängerungsstecker durchgeführt haben, wurden die Grills zum eigentlichen Grillen dann doch per Verlängerungsstecker auf die Wiese in den Garten gestellt.

Dabei hat es uns gewundert, dass es mit den Elektrogrills trotz vorab gemessener Temperaturen von rund 300 Grad Celsius teilweise lange dauerte, um eine normale Grillwurst zuzubereiten. Eine zusätzliche Messung machte in dem Fall nicht viel Sinn, da der Leistungsverlust vom gewählten Verlängerungsstecker und der jeweiligen, dazwischen gesteckten Kabellänge abhängt.

Leistungs­verlust mit Verlängerungs­stecker

Aufgefallen ist es uns ganz besonders bei den beiden Profigrills von Weber und Severin. Schließt man den Weber-Grill zum Beispiel ohne Verlängerung direkt an den Hausstrom an, beginnen die Heizstangen bei maximaler Temperaturanstellung damit, stark zu glühen. Mit dem Verlängerungsstecker zeigte sich dagegen nur ein leichtes Glühen trotz des auf volle Leistung gestellten Temperaturreglers. Deshalb unser Tipp: Versuchen Sie den Grill, wenn möglich, direkt an den Hausstrom anzuschließen. Sollte das nicht gehen, empfehlen wir, einen möglichst nicht ganz so langen Verlängerungsstecker zu verwenden.

Rückenschonende Grillhöhe

Ein weiterer, durchaus wichtiger Aspekt ist die Höhe vom Boden bis zum Grillrost oder der Grillplatte. Bei einer Körpergröße über 1,80 Meter sollte die Grillplatte oder der Grillrost im Idealfall mindestens 80 Zentimeter über dem Boden liegen. Einige Grills im Testfeld sind sogar noch etwas höher. Warum? Weil man sich sonst immer ein bisschen nach unten bücken muss, um das Grillgut zu wenden, was auf Dauer für den Rücken nicht angenehm ist. Das Problem haben aber tendenziell nur groß gewachsene Menschen. Da die Hersteller diese Höhe oft nicht angeben, haben wir den Wert bei jedem Elektrogrill mit dem Zollstock nachgemessen und in der Tabelle vermerkt.

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, einen Elektrogrill auch als Tischgrill nutzen zu können. Dann kann man gegebenenfalls beim Grillen einfach gemütlich daneben sitzen.

Reinigung der Elektrogrills

Wie sich im Praxistest herausstellte, ist die Reinigung gar nicht so schwierig, im Gegenteil: Gegenüber Gas- oder Holzkohlegrills ist die leichte Reinigung von Elektrogrills ein weiterer Vorteil.

Einige Grills arbeiten mit einer Wanne bzw. einer Fettauffangschale, die mit Wasser gefüllt wird. Das Fett tropft in das Wasser und lässt sich dann hinterher mit dem Wasser in den Ausguss gießen.

Elektrogrills Test: Elektrogrills Wanne Mit Wasserz6a0422
Einige Grills arbeiten mit einer Fettauffangschale, die mit Wasser gefüllt wird. Das erleichtert die Reinigung.

Die Wannen der Elektrogrills lassen sich ganz gut mit einem Lappen, etwas Spülmittel und warmem Wasser reinigen. Je nach Hersteller ist auch in der Bedienungsanleitung angegeben, dass Sie die Wanne und den Grillrost für eine Reinigung ganz einfach mit in die Spülmaschine stellen können. Etwas schwieriger ist es mit der offenliegenden Heizspirale. Sie können es mit einem leicht feuchten Tuch versuchen, sollten die Heizspirale aber auf keinen Fall unter Wasser tauchen.

Elektrogrills Test: Weber Elektrogrill Q 1400z6a0364

Testsieger: Weber Q 1400

Der Elektrogrill Weber Q 1400 punktet gleich beim Aufbau mit einer ausführlichen und vor allem sehr übersichtlichen Anleitung mit vielen Bildern. Jedes Bauteil und jeder Handgriff sind problemlos nachvollziehbar. Dabei gefällt es uns, dass der Hersteller die Bilder für den Aufbau direkt neben den dazugehörigen Text setzt.

Bei vielen anderen Herstellern ist das nicht der Fall. Da stehen die Bilder vorne und man muss sich dann einige Seiten später den passenden Text dazu suchen. Bei Weber hat man dieses Problem nicht. So war es für uns überhaupt kein Problem, den Elektrogrill Q 1400 und den im Set dazugehörigen Q-Stand, also den Unterbau, in rund 35 Minuten alleine komplett aufzubauen. Zu zweit geht es noch schneller.

Testsieger
Weber Q 1400
Test besten Elektrogrills: Weber Elektrogrill Q 1400 Stand
Unser Testsieger überzeugt durch einen stabilen Stand, ein Guss-Rost mit gutem Wärmespeicher und einer hohen Grilltemperatur.

Der Unterbau ist sehr stabil und gibt dem Elektrogrill auch bei stärkerem Wind einen guten Halt. Auf der Vorderseite gibt es drei Haken, um zum Beispiel Zubehör aufzuhängen. Die schwarze Blende mit dem großen Weberaufdruck hat für uns eher dekorativen Charakter. Damit die ganze Konstruktion gut sitzt, wird der Q 1400 oben auf den Q-Stand aufgesetzt, vorne an zwei Stellen eingehakt und hinten mit zwei Sicherungen fixiert, die sich öffnen und schließen lassen.

Der Elektrogrill verfügt über zwei große Griffe an den Seiten. Ist der Grill mit dem Unterbau verbunden, können Sie beides zusammen über die zwei großen Griffe von A nach B tragen. Für den Transport würde wir aber empfehlen, vorher die zwei recht schweren, Guss-Grillroste aus dem Q 1400 zu nehmen. Dann lässt er sich einfacher tragen. In unserem Set lagen noch zwei Seitentische dabei, die sich an den großen, seitlichen Griffen des Q 1400 befestigen lassen. Beim Transport kann man sie einfach nach oben klappen. Als Tischgrill ist der Weber nicht nutzbar.

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Elektrogrills Test: Weber Elektrogrill Q 1400z6a0366
Der Weber Q 1400 fertig aufgebaut.
Elektrogrills Test: Weber Elektrogrill Q 1400z6a0369
Der Grillrost besteht aus zwei Teilen.
Elektrogrills Test: Weber Elektrogrill Q 1400z6a0371
Die Seitentische lassen sich nach oben klappen.
Elektrogrills Test: Weber Elektrogrill Q 1400z6a0375
Die Fettauffangschale sitzt unter dem Grill und lässt sich anschließend zum Reinigen seitlich herausziehen.
Elektrogrills Test: Weber Elektrogrill Q 1400z6a0381
Zwei Sicherungshebel verbinden den Elektrogrill fest mit dem Untergestell.

Die Guss-Grillroste haben dicke Verstrebungen und speichern die Hitze sehr gut. Dass Weber den Grillrost in zwei Hälften teilt, hängt unter anderem damit zusammen, dass der Hersteller auch eine optionale, glatte Grillplatte anbietet, die bei Bedarf eingelegt werden kann.

Elektrogrills Test: Weber Elektrogrill Q 1400 Flir1000063
Die Messung mit der Wärmebildkamera beim Weber Q 1400.

Der Elektrogrill wird vor der Zubereitung des Grillguts bei geschlossenem Deckel circa 20 Minuten vorgeheizt. Für unsere Messung der maximalen Temperatur haben wir den Elektrogrill auf Maximum eingestellt. Nach 20 Minuten sieht man die offen liegenden Heizstäbe rot glühen. Wir haben eine maximale Temperatur von rund 400 Grad gemessen. Hier ist also ordentlich Leistung vorhanden.

Wie das Bild der Wärmekamera zeigt, scheint eine Seite der Heizspirale etwas mehr Wärme zu produzieren als die andere. Die Guss-Roste scheinen die Hitze gut zu speichern. Das merkt man unter anderem daran, dass die Roste nach dem Grillen länger benötigen, um abzukühlen, als andere Grillroste im Testfeld.

Da die Fleischsäfte beim Grillen direkt auf die offen liegende Heizspirale laufen, kommt es tatsächlich teilweise zu einer leichten Rauchentwicklung, die uns gut gefallen hat. Das Nackensteak und die Grillwürste sind super gelungen. Alles, was an Fett und Fleischsäften nach unten tropft, läuft durch eine Öffnung unten in der Mitte des Grills in eine Fettauffangschale, die anschließend ganz einfach seitlich herausgezogen und abgespült werden kann.

Zur Reinigung der Roste empfiehlt Weber eine Stahlbürste. Wir hatten im Test keine Stahlbürste zur Hand und haben die Roste mit warmem Wasser und Spülmittel gereinigt. Das dauert leider länger. Deshalb würden wir ebenfalls zur Stahlbürste raten, wenn Sie sich für den Elektrogrill interessieren.

Weber Q 1400 im Testspiegel

Im Test der Redaktion von DasHaus wird der Weber Q 1400 in einem Testfeld aus sieben Elektrogrills ebenfalls zum Testsieger gekürt.

»Der Weber Q1400 ist das ideale Gerät für Grillfans, die den klassischen Grillspaß suchen und dabei Wert auf unkompliziertes Handling legen. […] Stecker rein und los! Das Grillergebnis muss sich ebenfalls nicht verstecken. Die Grillzeiten sind kurz, sodass deine Gäste nicht lange hungrig vor dem leeren Teller sitzen müssen. Mit seinen 2.200 Watt hat der Q1400 ordentlich Power. Mit einem Preis von knapp 350 Euro liegt der Weber Q1400 im oberen Preissegment der Modelle in unserem Testbericht. Allerdings bekommst du für das Geld einen qualitativ hochwertigen Elektrogrill, der Spaß macht.«

Die Stiftung Warentest hat den Weber Q 1400 im Test von April 2020 hingegen nur mit »gut« (2,4) benotet. Der Weber-Grill lieferte laut Stiftung Warentest eine »Gasgrill-ähnliche Hitze« und sogar die höchste Temperatur im Test. Zu den Kritikpunkten gehört, dass die Haube ebenfalls heiß wird und dass der Elektrogrill groß und schwer ausfällt. Der gesamte Test befindet sich hinter einer Paywall.

Zu den Kritikpunkten möchten wir ergänzen, dass bei geschlossenem Deckel, dieser bei nahezu allen Elektrogrills heiß wird. Eine Ausnahme ist hier der Profigrill Severin PG 8137 SEVO GTS. Die Attribute »groß und schwer« kann man einerseits als Nachteil sehen, in unseren Augen ist das aber durchaus positiv, da der Elektrogrill dadurch auch sehr stabil steht. Und wer sich für diesen Elektrogrill entscheidet, weiß vorher, dass es kein Leichtgewicht ist. Wer sich einen kompakteren und leichteren Elektrogrill wünscht, wird bei unseren Alternativen fündig.

Alternativen

Neben dem Weber Q 1400 haben wir vier weitere Elektrogrill-Alternativen für Gelegenheitsgriller bis hin zum Grill-Profi herausgesucht. Einige Elektrogrills sind auch als Tischgrill nutzbar oder haben noch andere Vorteile.

Auch gut: Severin Senoa Boost S PG 8117

Wer sich für die hohe Grilltemperatur des hochpreisigen Elektrogrill Severin PG 8137 SEVO GTS mit bis zu 500 Grad Celsius begeistert, aber nicht bereit ist, so viel Geld dafür auszugeben, findet im Elektrogrill Severin Senoa Boost S PG 8117 eine sehr gute Alternative. Wie das große Modell ist auch der Senoa Boost S auf der rechten Grillseite mit einer Boost-Zone für sehr hohe Temperaturen zum schnellen Angrillen von zum Beispiel Steaks ausgestattet. Gleich zwei parallel verlaufende Heizelemente sorgen hier für den zusätzlichen Temperaturschub.

Auch gut
Severin Senoa Boost S
Test Elektrogrill: Severin Senoa Boost S
Dieses Modell bringt ordentlich Leistung mit und ist so schnell bereit fürs Grillgut – und das für unter 200 Euro.

Die Steuerung der Temperatur ist einfach, nur leider nicht allzu komfortabel. Das Einstellrad ist zwar groß und gut zu greifen, die Beschriftung war bei Sonnenschein im Garten aber schwer zu lesen. Das ist insofern nicht ganz ideal, weil das Rad ab einer bestimmten Stelle stufenlos von der normalen Temperatur von bis zu 300 Grad in die Boost-Stufe mit bis zu 500 Grad Celsius übergeht. Daher sollte man genau darauf achten, wie weit man dreht.

Grundsätzlich lassen sich die zwei Temperaturbereiche auch durch einen farbig leuchtenden Ring erkennen. Geht man in den Boost-Bereich, leuchtet der Ring nämlich rot. Doch leider war auch die Farbe am leuchtenden Ring bei Sonnenlicht nur schwer zu beurteilen. An der Stelle könnte das Schwestermodell Senoa DigitalBoost S die bessere Wahl sein, da der Temperaturregler hier für rund 20 Euro mehr mit einer zusätzlichen digitalen Temperaturanzeige ausgestattet ist.

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Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4248
Wer mag, kann den Grill vom Unterbau herunternehmen und als Tischgrill verwenden.
Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4238
Das Heizelement lässt sich zum Reinigen herausnehmen.
Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4236
Unter der Heizspirale befindet sich eine Wanne, die zum Grillen mit Wasser gefüllt wird.
Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4239
Muss das Wasser ausgetauscht werden oder möchte man die Wanne reinigen, kann sie in wenigen Augenblicken herausgenommen werden.
Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4234
Der Severin Senoa Boost S wird mit einem aufsteckbaren Spritzschutz geliefert.
Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4231
Die Beschriftung am Temperaturregler des Severin Senoa Boost S ist bei Sonnenlicht leider nicht gut lesbar.
Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4233
Ab dem Punkt auf der Skala wird die rechte Hälfte des Grills in der Boost-Zone stärker beheizt als die linke.

Vom nicht ganz optimalen Temperaturregler abgesehen, ist der Severin Senoa Boost S PG 8117 in unseren Augen ein Top-Elektrogrill. Das Stromkabel hat eine angenehme Länge von 194 Zentimetern, die großen Griffe sorgen durch Severins Safe-Touch-Oberfläche dafür, dass man sich nicht verbrennt, und darüber hinaus befindet sich ein stabiler Unterbau mit einem Abstellgitter im Lieferumgang. Das Schöne daran: Der Unterbau und der Grill sind zwei getrennte Einheiten. Man kann den eigentlichen Grill also jederzeit vom Unterbau abheben und als reinen Tischgrill verwenden.

Um die Vorteile abzurunden, möchten wir noch den Aufbau des Grills lobend hervorheben. Während wir an manchen Elektrogrills teilweise eine halbe Stunde und länger geschraubt und gesteckt habe, war der Standgrill Severin Senoa Boost S PG 8117 bereits nach rund sechs Minuten einsatzbereit. Einfacher geht es kaum. Die Bedienungsanleitung ist zwar teilweise nicht ganz schlüssig aufgebaut, weil zum Beispiel erst über die erste Inbetriebnahme gesprochen wird, bevor überhaupt der Aufbau des Grills thematisiert wird – aber um ehrlich zu sein, ist der Aufbau selbsterklärend, da es nur sehr wenige Bauteile gibt.

Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost S Flir1000139
Durch die zwei parallel verlaufenden Heizspiralen auf der rechten Seite wird es in der Boost-Zone deutlich heißer, wie unsere Aufnahme mit der Wärmebildkamera zeigt.

Kommen wir zum eigentlichen Praxiseindruck während des Grillens. Der Elektrogrill Severin Senoa Boost S PG 8117 benötigt zum Start rund zehn Minuten, bis er auf Temperatur ist. Die Boost-Funktion greift sehr schnell und hat in der Praxis am meisten Spaß gemacht. Selbst normale Grillwürstchen sind damit schnell fertig. Doch aufgepasst: Stellt man auf die maximal Temperatur, sollte man wirklich am Grill stehen bleiben und immer wieder kontrollieren, damit nichts anbrennt.

Bei bereits marinierten Steaks kam es durch das heruntertropfende Fett und die Marinade hin und wieder zu einem kurzen Fettbrand auf dem Heizelement. Grundsätzlich wird das Fett in einer mit Wasser gefüllten Schale aufgefangen. Das Grillmuster sieht so aus, wie man sich das beim Grillen wünscht und die Grillergebnisse waren sehr lecker.

Elektrogrill Test: Severin Senoa Boost Sf5a4252
In der Boost-Zone bekommt nicht nur das Hähnchenfilet eine schöne Farbe. Auch Grillwürstchen werden schön kross und sind schnell verzehrfertig.

Die Temperaturmessung war zwar nicht ganz einfach, weil sich die Heizelemente sicherheitshalber zwischendurch abkühlen, um eine Überhitzung zu vermeiden – wir konnten aber zumindest zwischendurch rund 470 Grad Celsius in der Boost-Zone messen. Insofern scheinen die Angaben des Herstellers zu passen.

Was unterscheidet nun den Severin Senoa Boost S PG 8117 vom deutlich hochpreisigeren Severin PG 8137 SEVO GTS? Die günstigere Version hat keinen Schongar-Modus, kein extra Grill-Thermometer, keinen Deckel und auch der Unterbau ist simpler. Beim großen Modell gibt es Rollen am Unterbau und dazu zwei Seitentische. Wer das nicht braucht, sondern einfach nur Grillen möchte – und das mit sehr hoher Temperatur – findet im Severin Senoa Boost S PG 8117 einen sehr guten Preis-Leistungs-Tipp.

Wenn Geld egal ist: Severin PG 8137 SEVO GTS

Der Elektrogrill Severin PG 8137 SEVO GTS ist ein sehr guter Profigrill mit vielen Top-Funktionen für begeisterte Grill-Fans. Er bietet zum Beispiel eine Boost-Funktion, die dafür sorgt, dass die rechte Hälfte der Grillfläche bis auf 500 Grad Celsius erhitzt werden kann. Wir haben sogar eine Leistung von 550 Grad Celsius gemessen. Das ist perfekt zum scharfen Angrillen.

Um die hohe Temperatur zu ermöglichen, ist der Elektrogrill auf der rechten Seite mit gleich zwei direkt parallel verlaufenden Heizspiralen ausgestattet. Dazu ein Hinweis: Die Boost-Funktion ist ausschließlich bei geöffnetem Deckel möglich. Ist der Deckel geschlossen, lässt sich der Boost sicherheitshalber gar nicht erst einstellen. Die Wärmeverteilung ist sehr gleichmäßig – außer natürlich, wenn der Boost-Modus läuft. Dann ist die rechte Seite deutlich wärmer.

Wenn Geld egal ist
Severin PG 8137 SEVO GTS
Test besten Elektrogrills: Severin PG 8137 SEVO GTS
Boost-Funktion, Schongaren und ein Kernthermometer: Erfahrene Grill-Fans werden hier ihre Freude haben.

Als weitere Funktion bietet der Elektrogrill im Grunde das genaue Gegenteil zum Boost-Modus. Die Temperatur lässt sich bis auf 80 Grad Celsius reduzieren, um das Grillgut schonend nachzugaren. Das eignet sich sehr gut für Steaks. Der Hersteller wirbt auch damit, dass sich Pulled Pork im Schongar-Modus mit dem Elektrogrill PG 8137 SEVO GTS zubereiten lässt.

Um beim Nachgaren die Temperatur des Grillguts im Blick zu behalten, wird der Severin Profi-Grill mit einem Kernthermometer geliefert, das über ein Kabel an den Elektrogrill angeschlossen wird. Die Kerntemperatur des Grillguts wird, wie übrigens auch alle weiteren Einstellungen, auf dem OLED-Display am großen Einstellrad angezeigt. Dabei kann das Kernthermometer auch bei geschlossener Haube verwendet werden, solange es durch die dafür vorgesehene Kabelführung in der Haube geführt wird. So lässt sich die gewünschte Zieltemperatur auch bei geschlossener Haube bequem von außen auf dem Display ablesen.

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Elektrogrills Test: Severin Pg 8137 Sevo Gtsz6a0389
Der vollständig aufgebaute Severin PG 8137 SEVO GTS.
Elektrogrills Test: Severin Pg 8137 Sevo Gtsz6a0395
Der Grillrost besteht aus zwei Hälften.
Elektrogrills Test: Severin Pg 8137 Sevo Gtsz6a0397
Unter der Heizspirale befinden sich Reflektoren in einer mit Wasser gefüllten Wanne.
Elektrogrills Test: Severin Pg 8137 Sevo Gtsz6a0401
Der gesamte Grill wird im Betrieb außen nicht heiß.

Sehr gut gefällt uns auch, dass der Elektrogrill auf der kompletten Außenseite nicht heiß wird. Man kann sich also nicht versehentlich verbrennen. Der große Grillwagen, der zum Set gehört, wird in einem separaten Paket geliefert. Der Grillwagen steht sehr stabil und kann durch die Rollen von A nach B geschoben werden.

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Das Wärmebild zeigt die Wärmeverteilung bei eingeschaltetem Boost-Modus auf der rechten Seite.

Bei einem Elektrogrill für den teuren Preis von rund 600 Euro könnte man meinen, dass es vermutlich nichts zu meckern gibt. Dem ist aber nicht so. Für das Geld hätten wir ehrlich gesagt eine bessere Aufbau- und Bedienungsanleitung erwartet. Die Bilder zum Aufbau des Severin sind nicht sonderlich gut und der entsprechende Text auf Deutsch steht auch nicht direkt neben den Bildern, sondern ein paar Seiten weiter. Auch die Reihenfolge der einzelnen Schritte zur Bedienung ist manchmal nicht ganz nachvollziehbar.

Wenn man sich aber etwas Zeit nimmt, ist der Aufbau vom Elektrogrill und vom Grillwagen nach rund 35 Minuten erledigt. Kritisch sehen wir die Räder am Grillwagen. Die wirkten etwas wackelig, was uns vor allem beim weichen Untergrund der Wiese im Garten aufgefallen ist. Wir haben den Grill dann doch lieber getragen, als ihn mit dem Wagen zu rollen. Als Tischgrill ist er nicht nutzbar.

Wie beim Testsieger ist auch beim Severin-Elektrogrill der Grillrost in zwei Hälften aufgeteilt. Das hat hier einen ganz praktischen Nutzen, da der Hersteller in der Bedienungsanleitung schreibt, dass die Grillroste in der Spülmaschine gereinigt werden dürfen. Das Fett und die Fleischsäfte tropfen in eine große Fettauffangschale, die mit Wasser gefüllt wird. Die Schale darf nach dem Grillen ebenfalls in die Spülmaschine.

Gut & günstig: George Foreman 22460-56

Der Elektrogrill George Foreman 22460-56 hatte von allen Rundgrills im Test die beste Aufbauanleitung. Die Bilder sind groß und gut nachvollziehbar. Der Text zu den Bildern folgt zwar erst einige Seiten danach, die Bilder sind aber so selbsterklärend, dass man den Text dazu eigentlich nicht braucht. Insgesamt hat der Aufbau durch eine Person nur rund 18 Minuten gedauert.

Gut & günstig
George Foreman 22460-56
Test besten Elektrogrills: George Foreman Grill 2in1 Elektrogrill
Der Rundgrill liefert eine große Grillfläche und eine ausgeglichene Wärmeverteilung für unter hundert Euro.

Unserer Meinung nach ist der Goerge-Foreman-Grill eine sehr gute Option für Hobby- und Gelegenheitsgriller. Der Elektrogrill ist für unter 100 Euro erhältlich und bietet eine recht große, runde Grillfläche mit einem Durchmesser von 43 Zentimetern. Gegrillt wird auf einer Heizplatte mit durchgängiger Riffelung. Es gibt also keinen glatten Abschnitt. Wenn Sie sich Flächengrill wünschen, haben wir bei den Alternativen entsprechende Elektrogrills im Test.

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Der George Foreman 22460-56 komplett aufgebaut.
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Die Haube hat einen großen Griff.
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Ein Thermometer an der Haube gibt Auskunft über die Innentemperatur bei aufgesetzter Haube.
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Die runde Grillplatte über die gesamte Fläche geriffelt.

Unter der Wärmebildkamera zeigte der George-Foreman-Grill eine insgesamt recht gleichmäßige Wärmeverteilung. Als maximale Temperatur haben wir 323 Grad Celsius gemessen.

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Die Wärmebildkamera zeigt eine recht ausgeglichene Wärmeverteilung.

Die Haube ist mit einem großen Griff und einem Thermometer versehen, das beim Aufbau eingesetzt wird. Damit lässt sich die Temperatur im Innenraum bei aufgesetzter Haube kontrollieren. Bei der Handhabung der Haube gibt es einen Nachteil gegenüber den anderen Rundgrills im Test. Während sie bei den anderen Testkandidaten der Rundgrill-Klasse aufgeklappt und in einer Halterung gehalten wird, muss man die Haube beim George-Foreman-Grill irgendwo daneben legen, wenn man sie gerade nicht braucht. Es gibt also keine Halterung. Dafür ist der George-Forman-Grill aber auch tatsächlich komplett rund. Die anderen Grills sind auf einer Seite flacher, um dort die Halterung anzubringen.

Insgesamt bietet der Elektrogrill George Foreman 22460-56 unter den Rundgrills im Test das beste Gesamtergebnis. Er hat zwar keine extra Ablagefläche, wie manch anderer Testkandidat, aber die haben wir beim Grillen auch nicht gebraucht. Wer sich Ablageflächen wünscht, kann sich den Suntec BBQ-9479 weiter unten bei den Alternativen ansehen. Zum Schluss möchten wir noch einen weiteren positiven Punkt hervorheben: Das Stromkabel hat mit 245 Zentimetern eine angenehme Länge. Das erspart Ihnen eventuell den Verlängerungsstecker.

Für den schmalen Balkon: Severin PG 8563

Als vierte Empfehlung möchten wir Ihnen den Standgrill Severin PG 8563 vorstellen. Er zeichnet sich vor allem durch seine kleine Stellfläche mit 56 x 54 Zentimetern aus. Damit passt er auch auf schmale Balkone. Im Vergleich zu den anderen kleinen Grills von Tefal und Russell Hobbs, die Sie weiter unten bei den Alternativen finden, kommt der Severin PG 8563 auf eine sehr angenehm Grillhöhe von 85,5 Zentimetern. Damit eignet sich der Elektrogrill auch für großgewachsene Menschen.

Für den schmalen Balkon
Severin PG 8563
Test besten Elektrogrills: Severin PG 8563
Der stabilste unter den kleinen Grills. Die Grillplatte zeigt eine ausgeglichene Wärmeverteilung und es gibt sogar einen Spritzschutz.

Die Aufbauanleitung des Elektrogrills von Severin würden wir als »ganz in Ordnung« einstufen. Es gibt einige Bilder, die durchaus helfen, an manchen Stellen aber etwas präziser sein dürften. So mussten wir bei der Unterkonstruktion nach der Hälfte feststellen, dass sich ein Fehler eingeschlichen hatte, weshalb wir nochmal korrigieren mussten. So dauerte der Aufbau des kleinen Grills mit 22 Minuten tatsächlich etwas länger als beim größeren George-Foreman-Grill.

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Der Severin PG 8563 komplett aufgebaut.
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Der Severin PG 8563 arbeitet mit einer Grillplatte.
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Die Temperatur wird über den Drehregler eingestellt.
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Das Wasser wird bis zur Max-Markierung eingefüllt.

Ist er aber einmal aufgebaut, gefällt uns der Elektrogrill Severin PG 8563 mit einem deutlich stabileren Halt als bei den Konkurrenten von Tefal und Russell Hobbs.

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Der Severin PG 8563 zeigt eine recht ausgeglichene Wärmeverteilung.

Gegrillt wird hier auf einer Heizplatte mit einer guten Wärmeverteilung. Mit einer maximalen, gemessenen Temperatur von 234 Grad Celsius wird der Severin-Grill nicht ganz so heiß wie der George-Foreman-Grill. Im Vergleich dauert die Zubereitung also etwas länger. Dafür lässt sich der Severin aber, wie eingangs erwähnt, sehr platzsparend aufstellen. Der Hersteller liefert sogar einen Spritzschutz mit, der bei Bedarf aufgesteckt werden kann. Der Teller mit Grillgut lässt sich auf dem Ablagerost der Unterkonstruktion abstellen.

Zur Reinigung: Die Grillplatte des Severin ließ sich ohne Problem mit warmem Wasser und einem Lappen abspülen. Das gilt auch für die in den Elektrogrill eingesetzte Fettauffangschale, die mit Wasser gefüllt wird und das hinunter tropfende Fett auffängt. Einfach das Wasser nach dem Grillen abgießen und mit warmem Spülwasser auswischen – fertig. Kritik gibt es hingegen für das nur 147 Zentimeter kurze Stromkabel.

Außerdem getestet

Kesser 2in1 Standgrill

Mit dem Standgrill Kesser 2in1 Standgrill haben wir zum Test-Update im Juli 2022 einen Elektrogrill ins Testfeld aufgenommen, der, wie der Suntac BBQ-9493, mit einem eigenen Grillwagen ausgestattet ist. Über zwei große Räder lässt sich der Wagen an die gewünschte Stelle im Garten rollen und kann sogar platzsparend zusammengeklappt werden, wenn der Elektrogrill verstaut werden soll. Damit der eigentliche Elektrogrill, der oben auf den Grillwagen gesetzt wird, beim Transport nicht versehentlich abstürzen kann, wird er beim Aufbau mit einer Flügelschraube mit dem Grillwagen fest verbunden.

Während das erwähnte Suntec-Pendant mit nur einem seitlichen Abstelltisch aufwarten kann, bietet der Kesser 2in1 gleich auf beiden Seiten Abstellfächen für Grillgut, Grillbesteck, Soßen, Teller und andere Dinge. Gut gefällt uns auch der große Deckel, der mit einem Thermometer ausgestattet ist und über eine Halterung aufrecht gehalten wird, wenn man das Grillgut drehen möchte.

Kommen wir zur Grillfläche: Der Kesser 2in1 Standgrill arbeitet mit einer oval geformten Grillplatte mit einer Breite von 44 Zentimetern und einer Tiefe von 33,5 Zentimetern. Die Grillhöhe fällt mit 84,5 Zentimetern ganz angenehm aus. Bei der Grilloberfläche haben Grillfans die Wahl: Drei Viertel der Fläche sind geriffelt, ein Drittel ist glatt. Die glatte Oberfläche lässt sich zum Beispiel für ein schnelles Spiegelei verwenden.

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Wie die Aufnahme unserer Wärmebildkamera zeigt, bleibt die Mitte der Grillfläche vergleichsweise kühler.

Bei der Temperaturmessung mit dem Infrarotthermometer direkt über dem Heizelement kamen wir auf bis zu 260 Grad Celsius. Der Hersteller selbst gibt bis 300 Grad Celsius an. Das funktioniert, wenn man den Deckel schließt. Auf der Aufnahme der Wärmebildkamera sieht man, dass die meiste Wärme direkt über dem Heizelement entsteht und die restliche Fläche drumherum nicht ganz an diese Temperatur herankommt. Wenn es schnell gehen soll, versucht man das Grillgut am besten möglichst über dem Heizelement zu platzieren.

Der erste Aufbau des Grillwagens war nicht ganz so einfach. Die Anleitung sah anfangs besser aus als sie es dann tatsächlich war. Es gibt viele Zeichnungen und sogar die Schrauben sind bebildert. Leider wirkten die einzelnen Aufbauschritte dann aber teilweise etwas irritierend, sodass wir manchmal geraten haben, ob es jetzt die richtige Schraube ist. Im Endeffekt hat der Aufbau rund 30 Minuten gedauert. Die Räder empfinden wir als etwas wackelig. Die dürften gerne etwas fester sitzen. So hatten wir etwas Sorge als wir den Grillwagen auf teils unebenem Untergrund in den Garten gezogen haben. Richtig gut gefällt uns abschließend das sehr lange Stromkabel mit einer Länge von 295 Zentimetern.

Cloer Outdoor-Barbecue-Grill 6789

Der Standgrill Cloer Outdoor-Barbecue-Grill wird nahezu genauso aufgebaut, wie der George-Foreman-Grill. Auch dieser Elektrogrill punktet mit einer gut bebilderten und beschriebenen Aufbauanleitung, sodass wir nach 20 Minuten fertig waren. Zur Ausstattung gehören eine Ablage, eine Halterung für die Haube und eine Grillplatte, die auf einer Hälfte glatt und auf der anderen, für die typischen Grillstreifen, geriffelt ist. Hier muss man sich also überlegen, ob man diese 50:50-Einteilung wirklich möchte. Bei der glatten Oberfläche ist es im Grunde so, als würde man sein Grillgut in die normale Bratpfanne legen. Aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

Interessant ist hier das Bild mit der Wärmekamera. Auf dem Wärmebild sieht man ganz deutlich, wo die Heizstange verläuft. Tatsächlich ist es auch bei der Messung der maximalen Temperatur direkt über der Heizstange deutlich heißer als daneben. Was die maximale Temperatur betrifft, haben wir bis zu 260 Grad Celsius messen können. Damit ist er etwas schwächer als der George-Foreman-Rundgrill mit Grillplatte. Gut gefällt uns das lange Kabel mit 290 Zentimetern.

Elektrogrills Test: Cloer Flir1000035
Beim Cloer Outdoor-Barbecue-Grill 6789 sieht man unter der Wärmebildkamera genau, wo die Heizstange verläuft.

Grundsätzlich ist der Cloer Outdoor-Barbecue-Grill 6789 durchaus ein guter Grill, der mit der Ablage und der Halterung für die Haube seine Vorzüge gegenüber dem George-Foreman-Grill mit sich bringt. Dennoch hat in unseren Augen der George-Foreman-Grill durch die bessere Hitzeverteilung, die höhere, maximale Temperatur und die im Vergleich noch bessere Aufbauanleitung die Nase vorn. Außerdem ist der Cloer-Grill deutlich teurer, was den George-Foreman-Grill zum Preistipp in dieser Klasse macht.

Suntec BBQ-9479

Mit dem Elektrogrill Suntec BBQ-9479 haben wir noch einen weiteren Rundgrill im Test, der nahezu gleich aufgebaut ist wie der George-Foreman-Grill und der Cloer Outdoor-Barbecue-Grill 6789. Während wir die Aufbauanleitungen der beiden Konkurrenz-Grills gelobt haben, fallen die Zeichnungen in der Suntec-Anleitung sehr kleinteilig aus. Auch die Beschriftung ist eher dürftig. Wir haben zwar insgesamt nur rund 15 Minuten für den Aufbau gebraucht, allerdings nur, weil wir vorher den besser beschriebenen Cloer-Grill aufgebaut haben und somit nicht auf die kleinteilige Anleitung des Suntec angewiesen waren. Sonst hätte es länger gedauert.

Bei der Ausstattung punktet der Suntec BBQ-9479 mit einem Thermometer in der Haube, einer Halterung für die Haube und mit einer Ablage, die sogar zwei Vertiefungen mitbringt, um etwa Soßenflaschen oder ein Getränk unterzubringen. Auch das Kabel fällt mit 295 Zentimeter angenehm lang aus. Im Gegensatz zum Cloer-Grill ist die Grillplatte hier nur zu einem Viertel glatt. Die anderen drei Viertel sind geriffelt. So kommt es hier zu einer etwas besseren Wärmeverteilung unter der geriffelten Fläche. Sehr gut gefällt uns auch die für großgewachsene Grill-Fans rückenschonende Grillhöhe von 86 Zentimetern.

Elektrogrills Test: Suntec Bbq 9479 Flir1000052
Unter der geriffelten Grillfläche wird die Hitze etwas besser verteilt als unter der glatten Fläche.

Im Vergleich zum George-Foreman-Grill ist der Suntec BBQ-9479 mit der Ablage und der Hauben-Halterung etwas teurer. Dazu kommt eine etwas kleinere Grillfläche von 33,5 x 44 Zentimetern. Beim George Foreman sind es 43 x 43 Zentimeter. Deshalb hat auch hier der George-Foreman-Grill in unseren Augen knapp diese Nase vorn.

Suntec BBQ-9493

Der Elektrogrill Suntec BBQ-9493 arbeitet mit dem gleichen Grill, den wir bereits beim Suntec BBQ-9479 beschrieben haben. Der Unterschied findet sich im Unterbau. Statt eines Standfußes mit Ablage kommt der BBQ-9479 gleich mit einem ganzen Grillwagen. Der hat auf einer Seite zwei Räder, um den Elektrogrill leichter von A nach B zu bewegen. Richtig gut gefällt uns die Möglichkeit, den gesamten Wagen platzsparend zusammenklappen zu können. Der BBQ-9479 kommt ebenfalls mit einer Ablagefläche. Die ist in etwa auf der Höhe der Grillfläche und kann dadurch in angenehmer Höhe wie ein Zubereitungstisch verwendet werden.

Bevor wir uns dem Grill zuwenden, möchten wir noch ein paar Worte zum Aufbau des Elektrogrills verlieren. Es handelt sich hier um das gleiche Handbuch, wie beim Suntec BBQ-9493, da beide Grills in ein und derselben Bedienungsanleitung erklärt werden. Insofern gilt auch hier die Kritik der sehr kleinteiligen Bilder. Ärgerlicherweise war der Grillwagen an einer Stelle nicht gut verarbeitet, was dazu führte, dass wir eine wichtige Schraube nicht richtig einsetzen konnten. Sie musste durch zwei gegenüberliegende Löcher geführt werden. Leider waren die Löcher nicht ganz parallel und die Schraube ließ sich leicht schräg nicht einsetzen. Daher haben wir die Öffnung mit einem Werkzeug leicht verbiegen müssen, bis es passte. Bei der Verarbeitung gibt es somit Verbesserungsbedarf.

Elektrogrills Test: Suntec Bbq 9493 Flir1000031
Unter der geriffelten Grillfläche wird die Hitze etwas besser verteilt als unter der glatten Fläche.

Zum eigentlichen Grill: Die Grillplatte erreichte eine gemessene Temperatur von maximal 332 Grad Celsius. Ein Viertel der Grillfläche ist glatt, die restlichen drei Viertel haben eine Riffelung. Die Wärmeverteilung ist auf den geriffelten Flächen etwas gleichmäßiger als auf der glatten Fläche. Die Haube wird beim Aufklappen in einer Halterung gehalten. Man muss also keine Ablagefläche suchen. Mit dem Grillwagen ist der Suntec BBQ-9479 der teuerste Rundgrill im Testfeld. Im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis sehen wir aber auch hier den George-Foreman-Grill als die insgesamt bessere Wahl. Dennoch ist der BBQ-9479 ein guter Grill. Wer Gefallen an dem Grillwagen findet, kann hier durchaus zugreifen.

Russell Hobbs Grill 2in1 Elektrogrill

Der Elektrogrill Russell Hobbs Grill 2in1 ist der günstigste im Testfeld. Für rund 50 Euro macht er grundsätzlich keinen schlechten Job. Er bietet sogar die Wahl, ob man auf einem Rost oder auf einer Grillplatte grillen möchte. Beides liegt im Lieferumfang. Mit aufgesetztem Grillrost tropfen Fett und Fleischsäfte direkt auf die offen liegende Heizspirale und landen anschließend in einer Fettauffangschale. Dabei handelt es sich um den Reflektor, der die nach unten abgegebene Hitze nach oben reflektiert. Damit die Reflektorwanne nicht überhitzt, wird die darunterliegende »Basis«, eine im Grunde noch etwas größere Wanne, mit Wasser gefüllt.

So weit so gut. Nach den lobenden Worten zum Einstieg könnte man sich jetzt fragen, warum es der Russell Hobbs nicht zum Preistipp geschafft hat. Das hat gleich mehrere Gründe: Zum einen ist er mit einer Grillhöhe von 71,5 Zentimetern der niedrigste Elektrogrill im Test. Großgewachsene Grill-Fans wird diese Arbeitshöhe in leicht gebückter Haltung schnell in den Rücken gehen. Zum anderen ist der Unterbau recht wackelig. Wer den Elektrogrill nur auf den windgeschützten Balkon stellen möchte, wird sich daran aber vermutlich nicht stören. Immerhin gibt es für 50 Euro sogar eine Ablage unten am Unterbau. Der Aufbau war aber etwas knifflig und dauerte bei uns 25 Minuten.

Elektrogrills Test: Russell Hobbs Flir1000043
Die Heizspirale wird beim Russell Hobbs recht gleichmäßig erhitzt.

Leider ist das Stromkabel mit nur 130 Zentimetern das kürzeste aller Testkandidaten. Das führt zu einem weiteren Problem, das uns zu der eingangs erwähnten Konstruktion der Reflektor-Wanne im Wasserbad zurückbringt. Hat man das Wasser bis zur »Max«-Markierung eingefüllt, muss der Elektrogrill wirklich ganz gerade stehen, damit die Reflektor-Wanne vollständig von unten gekühlt wird. Das ist, je nach Aufstellort, bei einem solch kurzen Stromkabel gar nicht so einfach.

Leider ließ sich der Elektrogrill am Testort, an dem wir die maximale Temperatur gemessen haben, nicht ganz gerade aufstellen. Das Ergebnis: Nach ein paar Minuten hörten wir ein lautes »Pling« und bemerkten, dass sich die Reflektorwanne verzogen hatte. Als wir den Grill daraufhin wieder ausgeschaltet haben, machte es kurz danach erneut »Pling« als die Wanne bei sinkender Temperatur wieder in ihre ursprüngliche Form zurücksprang. Das ist ehrlich gesagt wenig vertrauenserweckend.

Die maximale Temperatur liegt bei der Verwendung des Grillrosts bei rund 320 Grad Celsius. Mit der glatten Heizplatte kamen wir auf maximal 290 Grad Celsius.

Syntrox STG-2200W

Bei der Bewertung des Elektrogrills Syntrox STG-2200W sind wir hin- und hergerissen. Blickt man auf die ordentliche Ausstattung und beachtet man dazu den recht günstigen Preis, macht der Syntrox-Elektrogrill erst einmal einen guten Eindruck. So ist der Elektrogrill mit zwei seitlichen Abstelltischen, einer Ablagefläche am Unterbau und einem zusätzlichen kleinen Grillrost ausgerüstet, das etwas erhöht in den mitgelieferten Spritzschutz gesteckt wird. Klingt erst einmal alles super, wenn da nicht die teils recht schlechte Verarbeitung wäre, die uns den Grillspaß etwas verdirbt.

Schon beim Aufbau merkt man, dass die Stabilität eher zweitrangig zu sein scheint. Es gibt keine einzige Schraube. Alle Bauteile werden lediglich gesteckt. Das macht die gesamte Konstruktion recht wackelig. Möchte man den Elektrogrill vor dem Anschluss an das Stromnetz transportieren, trägt man den Grill und den Unterbau am besten einzeln. Beim Versuch, beides zusammengesteckt zu transportieren, rutschte häufig eines der Rohe des Unterbaus aus seiner Halterung und der Grill drohte abzustürzen. Das hat uns schon genervt.

Die seitlichen Abstellflächen und die Ablagefläche am Unterbau sind aus Kunststoff. Während die Abstellmöglichkeit am Unterbau recht stabil ist, würden wir auf den seitlichen Flächen nur leichte Sachen abstellen. Das gilt insbesondere für das kleine Extra-Grillrost, das dafür vorgesehen ist, bereits fertiges Grillgut warmzuhalten. Dafür wird es in leicht erhöhter Position in den Spritzschutz gesteckt. Doch auch diese Konstruktion ist eher wackelig und wirkt nicht so stabil. Wir würden jetzt nicht unbedingt ein schweres Steak dort ablegen.

Elektrogrill Test: Syntrox Stg 2200w Flir1000140
Die Heizspirale wird beim Syntrox STG-2200W recht gleichmäßig erhitzt.

Die Grillfläche fällt mit nur 34,5 x 24 Zentimetern recht klein aus. Beim Einsetzen der zwei Grillrosthälften ist uns aufgefallen, dass die Grillroste nicht ideal aufliegen. Das ist nicht dramatisch, macht aber im Hinblick auf die Verarbeitung nicht den besten Eindruck. Bei der Temperaturmessung kamen wir zwischenzeitlich auf 340 Grad Celsius. Wie auf dem Bild der Wärmekamera zu sehen ist, sollte man sein Grillgut am besten eher mittig direkt über die Heizelemente legen. Vorne und hinten bleibt der Grill kühler. Das Stromkabel ist mit 104 Zentimetern recht kurz. Da wird man sehr wahrscheinlich ein Verlängerungskabel brauchen.

TZS First Austria FA-5350

Mit dem Elektrogrill TZS First Austria FA-5350 haben wir einen sehr günstigen Elektrogrill im Test, der klein genug ausfällt, um ihn auch auf schmalen Balkonen einsetzen zu können. Der niedrige Preis bringt allerdings einige Abstriche mit sich. Doch beginnen wir erst einmal mit den positiven Aspekten des FA-530. So kommt der Elektrogrill beim Kauf mit einem Spritzschutz und einem Abstellgitter am Unterbau. Wie eingangs erwähnt, braucht er zudem wenig Platz. Wir haben nachgemessen und kommen auf eine Breite von 55,5 Zentimeter, eine Tiefe von 37,5 Zentimeter und einer Grill-Arbeitshöhe von 67 Zentimeter. Die beim Hersteller erwähnte Höhe von 71 Zentimeter bezieht den angebrachten Spritzschutz mit ein. Wie man an der Arbeitshöhe erkennt, fällt der Grill recht niedrig aus. Wenn im Stehen gegrillt wird, werden sich vor allem große Menschen immer leicht nach vorne beugen müssen, um das Grillgut zu wenden.

Kommen wir nun zu den erwähnten Abstrichen. Die Aufbauanleitung ist nicht sonderlich gut und wir haben rund 17 Minuten gebraucht, um den TZS First Austria FA-5350 aufzubauen. Dabei müssen unter anderem Plastikkappen auf die vier Grillbeine gesteckt werden. Das Ergebnis: Da wir ordentlich Kraft ausüben mussten, um die Kappen aufzuschieben, sind uns gleich zwei von acht Kappen gebrochen. Das macht nicht unbedingt den wertigsten Eindruck, wenn einzelne Bauteile bereits kaputt gehen, bevor man den Grill überhaupt das erste Mal in Betrieb genommen hat. Beim Anschluss an das Stromnetz fällt das mit nur 90 Zentimeter kurze Stromkabel auf. Man kann also von vorne herein nach einem Verlängerungsstecker suchen.

Elektrogrill Test: Tzs First Austria Fa 5350 Flir1000133
Die Hitze wird beim TZS First Austria FA 5350 recht gleichmäßig über das Heizelement verteilt.

Das Grillrost wird nur oben auf dem Grill abgelegt und sitzt deshalb nicht allzu fest. Wenn der Elektrogrill einmal steht, wird das kein Problem sein. Man sollte nur darauf achten, dass man beim Wenden des Grillguts nicht versehentlich gegen das Grillrost stößt oder es sonst irgendwie bewegt. Dann könnte das Grillrost durchaus abstürzen. Durch die kompakten Abmessungen des Grills fällt auch die Grillfläche mit 44 x 21,5 Zentimetern eher schmal aus. Für gelegentliche Grillwürstchen wird das aber sicherlich reichen. Mit dem Infrarotthermometer kamen wir mit einer punktgenauen Messung auf dem Heizelement auf eine Temperatur von 230 Grad Celsius. Die Wärmebildkamera zeigt neben einer recht gleichmäßigen Wärmeverteilung eine Temperatur von 297 Grad Celsius. Das wird damit zusammenhängen, dass sich das Wasser, das in die Wanne unter der Heißspirale gefüllt wird, ebenfalls erhitzt.

Tefal BG90F5 Easygrill Adjust Elektro-Standgrill

Beim Elektrogrill Tefal BG90F5 Easygrill Adjust dachten wir anfangs, dass der kleine Elektrogrill für den Balkon sicherlich mit am schnellsten aufgebaut sein würde. Leider ist die Aufbauanleitung sehr dürftig. Statt einer ausführlichen Beschreibung besteht die Aufbauanleitung aus einem 11 x 16 Zentimeter kleinen Zettel, auf dem der Aufbau für gleich vier verschiedene Tefal-Grillgeräte skizziert ist. Leider ohne Beschriftung. Im Hinblick auf das Untergestell gibt zwei verschiedene Ansätze, um das Gestänge aufzubauen. Ungünstigerweise haben wir bei der 50:50-Chance genau danebengegriffen und das Gestänge des Unterbaus beim 1. Versuch falsch aufgebaut. Daraufhin mussten wir noch mal alles komplett zerlegen. So kam am Ende die Aufbauzeit von 40 Minuten zustande. Ansonsten hätte es vermutlich nur 20 Minuten gedauert.

Elektrogrills Test: Tefal Bg90f5 Easygrill Flir1000056
Die Heizspirale wird beim Tefal BG90F5 recht gleichmäßig erhitzt.

Der kleine Elektrogrill nimmt nicht viel Platz weg, fällt aber mit einer Grillhöhe von 72 Zentimetern auch recht niedrig aus. Gegrillt wird auf einem Grillrost. Leider sind die Griffe des Rosts sehr klein. Außerdem sind sie nicht geschützt und laufen im Betrieb heiß. Es sollte also besser niemand auf die Idee kommen, beim Grillen den Rost kurz festzuhalten, falls das Steak beim Wenden mal hängen bleibt. Das macht man ja manchmal ganz automatisch, ohne groß darüber nachzudenken. Beim Tefal könnte man sich dann allerdings verbrennen. Hier wären zumindest Kunststoffgriffe hilfreich gewesen.

Der Grillrost liegt recht nah über den Heizstäben. Das Fett tropft in eine Fettauffangschale, die vorher mit Wasser gefüllt wird. So lässt sich der Elektrogrill hinterher gut reinigen. Das Kabel ist mit rund 151 Zentimetern recht kurz. Wir finden auch, dass der Elektrogrill keinen allzu stabilen Eindruck macht. Die gemessene, maximale Temperatur fiel recht niedrig aus. Wir kamen nicht über 180 Grad Celsius. Beim Tefal haben wir die Temperatur mit dem punktgenauen Infrarot-Thermometer direkt auf der Heizspirale gemessen, da das Gestänge am Rost so dünn ist, dass eine Messung dort unmöglich war.

So haben wir getestet

Unser Test besteht aus mehreren Etappen und beginnt mit dem Aufbau der Elektrogrills. Wir haben uns die Bedienungs- und Aufbauanleitungen angesehen und die Zeit gestoppt, wie lange wir für den Aufbau benötigt haben. Dabei bezieht sich die im Test angegebene Aufbauzeit auf eine Person. Bauen zwei Personen zusammen auf, wird es sehr wahrscheinlich schneller gehen.

Als nächstes folgt ein Blick auf die Stabilität der Grills. Wackeln die Füße bedenklich, oder steht der Elektrogrill so stabil, dass ihm auch stärkerer Wind nichts anhaben kann? Als weitere Kriterien fließen die gebotene Ausstattung und die Bedienung mit in die Wertung ein. Was das eigentliche Grillen betrifft, haben wir uns dagegen entschieden, das Grillergebnis, also die gegrillte Wurst und das Nackensteak, zu bewerten. Zum einen verfälscht der Verlängerungsstecker das Ergebnis und zum anderen hängt das Ergebnis auch immer ein Stück weit von demjenigen ab, der am Grill steht. Insofern ist das Grillergebnis nicht reproduzierbar. Wir zeigen Ihnen der Vollständigkeit halber aber dennoch einige Grillergebnisse zu unseren vier Empfehlungen, damit Sie zumindest einen Eindruck bekommen.

Was hingegen messbar ist, ist die maximale Temperatur und die Wärmeverteilung auf dem Grill. Die Verteilung der Wärme haben wir mit der Wärmebildkamera FLIR TG267 eingefangen. Sie finden das entsprechende Wärmebild in den jeweiligen Tests. Dabei wird auch eine Temperatur ausgegeben, die, in unserem Fall, aber nicht der maximalen Temperatur entspricht. Das Wärmebild soll tatsächlich nur die Verteilung darstellen. Für die Messung der maximalen Temperatur kam das Etekcity Infrarot-Thermometer zum Einsatz, das selbst sehr hohe Temperaturen bis zu 750 Grad Celsius messen kann. Bei Grills mit eher dünnem Grillrost war die punktgenaue Messung etwas kniffliger, weshalb wir dann die Temperatur auf den Heizstäben gemessen haben.

Die wichtigsten Fragen

Was unterscheidet den Elektrogrill von Holzkohle- und Gasgrills?

Elektrogrills werden per Kabel mit Strom versorgt. Es müssen also weder Holzkohle noch Gaskartuschen gekauft werden. Einfach den Grill per Steckdose an den Hausstrom anschließen und schon kann es losgehen. Je nach Leistung kann es sein, dass der Elektrogrill nicht an die Temperaturen der anderen beiden Grillarten herankommt.

Wann ist ein Elektrogrill sinnvoll?

Elektrogrills sind eine gute Wahl für Hobbygriller, die zwar gerne grillen, aber keine Lust haben, mit Holzkohle und Gaskartuschen zu hantieren. Und natürlich für alle Grill-Fans, die keinen eigenen Garten haben und auf dem Balkon oder auf der Terrasse grillen möchten. Hier ist es von Vermietern häufig untersagt, mit Holzkohle zu grillen. In dem Fall sind Elektrogrills eine gute Option, um nicht ganz auf das Grill-Flair verzichten zu müssen.

Grillplatte oder Grillrost?

Die Grillplatte funktioniert im Grunde wie eine Bratpfanne. Das Grillgut wird gleichmäßig über die gesamte Fläche erhitzt. Die Heizspirale sitzt verdeckt unter der Grillplatte. Das ist der große Unterschied zum Grillrost. Hier liegt die Heizspirale frei und das Fett kann beim Wenden durch den Rost direkt auf die Heizspirale tropfen. Dadurch ergibt sich eine leichte Rauchbildung. Wer das mag, sollte zu einem Grill mit Grillrost greifen. Soll die Rauchbildung möglichst vermieden werden, ist die Grillplatte die bessere Wahl.

Kann ich einen Verlängerungsstecker verwenden?

Die Hersteller schreiben in den Handbüchern, dass man Verlängerungsstecker vermeiden sollte, da sie zu einem Leistungsverlust des Grills führen können. Daher ist es empfehlenswert, zu einem Grill zu greifen, der von Haus aus ein etwas längeres Kabel mitbringt. Natürlich ist es kein Problem, einen Verlängerungsstecker zu verwenden. Wir haben im Test aber festgestellt, dass die Grills dann scheinbar tatsächlich nicht so heiß werden, wie ohne Verlängerungsstecker. Mit Verlängerung kann die Zubereitung des Grillguts also etwas länger dauern.

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