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Der beste Rasierer

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Rasierer Test: Rasierer Aufmacher
Lars Schönewerk

Lars Schönewerk

ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

Wir haben 43 elektrische Rasierer getestet. Der beste für die meisten ist der Panasonic ES-LV6Q. Er ermöglicht mit seinem fünffachen Schersystem eine gründliche Rasur in wenigen Zügen. Zusammen mit dem äußerst beweglichen Kopf sorgt das für wenig Hautirritationen. Wer will, kann den ES-LV6Q sogar mit Rasierschaum oder unter der Dusche nutzen. Und damit das Gerät auf Reisen nicht versehentlich angeht, hat es eine automatische Verriegelung.

Update 29. Oktober 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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21. August 2020

Wir haben vier neue Rasierer getestet. Eine neue Empfehlung gibt es diesmal nicht.

5. Juni 2020

14 neue Modelle erweitern unseren Test. Mit dabei ist der kompakte Wahl 03615-1016, der nun unsere Empfehlung für Reisen ist. Als Alternative zum Testsieger präsentiert sich der edle, aber teure Premium-Folienrasierer Braun Series 9 9385cc.

16. Mai 2019

Wir haben ein Dutzend neuer Modelle getestet und neben einem neuen Testsieger auch zwei neue Empfehlungen. Unser neuer Favorit ist der Panasonic ES-LV6Q. Bei den Empfehlungen handelt es sich um den Remington R9 Ultimate XR1570 und den Philips OneBlade Pro QP6520/30.

17. September 2018

Wir haben den Panasonic ES-CV51 getestet und in den Testbericht aufgenommen. Er ist die kompakte Version des Panasonic ES-LV65, der weiterhin unser Testsieger bleibt.

30. August 2017

Wir haben den Test überarbeitet und aktualisiert.

11. Mai 2017

Wir haben den Philips OneBlade getestet und als weitere Alternative hinzugefügt. Dieser außergewöhnliche Rasierapparat besitzt nur eine Klinge, die aber besonders schonend über die Haut gleitet. Das Modell spricht vor allem passionierte Dreitagebart-Träger an.

Ein Rasierapparat begleitet Männer täglich – zumindest alle, die nicht nass rasieren. Da sollte es schon ein vernünftiges Gerät sein, schließlich will man nicht ständig einen neuen kaufen.

Wir haben insgesamt 43 Rasierer in mehreren Testrunden getestet. Darunter waren auch eine ganze Reihe günstiger »China-Modelle«. Die sind oft weitgehend baugleich, haben uns aber allesamt nicht überzeugt. 35 Modelle sind aktuell noch erhältlich

Für Bartträger sind zusätzlich auch Barttrimmer interessant. Denn die Trimmfunktion, die die meisten Elektrorasierer bieten, kommt längst nicht an die von Barttrimmern heran, die nur dafür konstruiert wurden. Daher haben wir Barttrimmer in einem eigenen Testbericht behandelt.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Panasonic ES-LV6Q

Test Rasierapparat: Panasonic ES-LV6Q
Gründlich, schnell und wenig reizend: Der Panasonic ES-LV6Q ist ein rundum toller Rasierer.

Mit dem Panasonic ES-LV6Q geht man keine Kompromisse ein. Mit seinem extrem flexiblen Scherkopf schmiegt er sich geradezu an die Haut und säbelt dabei, was das Zeug hält. Die Verarbeitung ist sehr gut, die Handhabung super, die Rasur gründlich und die Haut bleibt entspannt. Günstig ist der Apparat zwar nicht, erfüllt dafür aber alles, was man von einem Rasierer erwartet, zur vollsten Zufriedenheit.

Auch gut

Braun Series 9 9385cc

Test Rasierer: Braun Series 9 9385cc
Braun hat mit dem Series 9 einen Premium-Rasierer zum Premium-Preis im Angebot – Reinigungsstation inklusive.

Der Braun Series 9 9385cc ist ein äußerst hochwertiger Herrenrasierer und der schärfste Konkurrent unseres Favoriten. Die Rasur ist ebenso angenehm, die Verarbeitung hochwertig und die eingebaute Sensorik funktioniert einwandfrei. Der Scherkopf ist etwas schmaler als der des Panasonic ES-LV6Q, was für Bartträger von Vorteil sein kann.

Der 9385cc kommt zusammen mit einer Reinigungsstation. Wer so etwas mag, wird mit diesem Modell bestens bedient. Allerdings ist der Braun Series 9 auch sehr teuer und sprengt sicherlich das Budget, das viele Menschen bereitwillig für einen Rasierer ausgeben. Trotzdem kann es sich lohnen, denn das Gerät weiß durchaus zu begeistern.

Für sensible Haut

Philips OneBlade Pro QP6520/30

Test Bartschneider: Philips OneBlade Pro QP6520/30
Der OneBlade Pro QP6520/30 ist wasserdicht, sehr gründlich und außergewöhnlich sanft zur Haut.

Der Philips OneBlade Pro QP6520/30 ist ein recht dünner, graziler, elektrischer Rasierer, der vor allem oben rum auf den ersten Blick wie ein Nassrasierer aussieht. Er hat nur eine Klinge, diese bewegt sich aber enorm schnell. Die Rasur ist sehr sanft, da die Barthaare nicht ganz so nah an der Haut abgeschnitten werden wie bei anderen Geräten.

Dafür sprießen schon nach wenigen Stunden wieder Stoppeln. Auch die Klinge hält nicht besonders lange, ist aber auch nicht unverhältnismäßig teuer. An schwierigen Stellen rasiert der OneBlade Pro problemlos und ist nicht nur deshalb eine sehr gute Alternative.

Für unterwegs

Wahl 03615-1016

Test Rasierer: Wahl 03615-1016
Erwachsenes Design trifft auf Mini-Format: Der Wahl ist unsere Empfehlung für Reiselustige.

Wer auch auf Reisen nicht auf die elektrische Rasur verzichten möchte, dem raten wir zum Wahl 03615-1016. Das Gerät ist sehr kompakt und durch ein stabiles Gehäuse geschützt. Es verfügt über einen eingebauten Akku und ist der kleinste Rasierer in unserem Test. Seinen günstigen Preis merkt man ihm nicht an. Allerdings will der Wahl am liebsten täglich zur Hand genommen werden, denn längere Barthaare machen ihm einige Probleme.

Gut & günstig

Braun Series 3 ProSkin 3040s

Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)
Nicht ganz so gründlich wie die Spitzenmodelle, für den Preis aber mehr als ordentlich.

Einen guten und günstigen Rasierer bekommen Sie mit dem Braun Series 3 ProSkin 3040s. Der Folienrasierer hat einen festsitzenden Rasierkopf, was ihn weniger anschmiegsam macht. Lediglich die Klingen bewegen sich nach links und rechts. An schwierigen Stellen, wie dem Kinn, muss deshalb etwas aufgepasst werden.

Die Kosten für Ersatzteile halten sich in Grenzen und sonst ist der Braun ein Rasierer, der sein Handwerk beherrscht, ohne viele Extras zu haben.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutFür sensible HautFür unterwegsGut & günstig
ModellPanasonic ES-LV6QBraun Series 9 9385ccPhilips OneBlade Pro QP6520/30Wahl 03615-1016Braun Series 3 ProSkin 3040sPanasonic ES-LV67Panasonic ES-LV65Braun Series 8 8390ccBraun Series 7 70-B7850ccPhilips S9711/31Philips S9031/12Philips SP9860/16Remington R9 Ultimate XR1570Braun Series 5sPhilips OneBlade QP2530/30Philips S6640/44Braun Series 3 ProSkin 3050ccHatteker RSCW-7800Panasonic ES-CV51Philips S3233Philips S1232Remington TF70Remington F4 StyleRemington F9 Ultimate XF9000Remington F9200Homeasy HE-5390Hatteker RSCX-9598ARemington PR1250Flyco FS377MooSoo G3Fari One RS-370SweetLF SWS7105Max-T RMS6101AEG HR 5626ProfiCare PC-HR 3023
Test Rasierapparat: Panasonic ES-LV6QTest Rasierer: Braun Series 9 9385ccTest Bartschneider: Philips OneBlade Pro QP6520/30Test Rasierer: Wahl 03615-1016Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)Test Rasierer: Panasonic ES-LV67Test Rasierapparat: Panasonic ES-LV65Test Rasierer: Braun Series 8 8390ccRasierer Test: Braun Series 7Rasierer Test: Philips S9711 31Test elektrische Rasierer: Philips S9031/12 (Series 9000)Test Rasierapparat: Philips SP9860/16Test Rasierapparat: Remington R9 Ultimate XR1570Rasierer Test: Braun Series 5sTest Rasierapparat: Philips OneBladeRasierapparat Test: Philips Series 6000Test Rasierapparat: Braun ProSkin 3050ccTest Rasierapparat: Hatteker RSCW-7800Test Rasierapparat: Panasonic ES-CV51Test Rasierer: Philips S3510/06Test Rasierer: Philips S1131Test Rasierer: Remington TF70Test Rasierer: Remington Style F4Test Rasierer: Remington F9 Ultimate XF9000Test Rasierapparat: Remington F9200Test Rasierer: Homeasy RasiererTest Rasierer: Hatteker RotationsrasiererTest Rasierapparat: Remington PR1250Test Rasierapparat: Flyco FS377Test Rasierer: MooSoo G3Rasierer Test: Fari Rs 370Test Rasierapparat: SweetLF RasiererTest Rasierapparat: Max-T RMS6101Test Rasierer: AEG HR 5626Rasierer Test: Proficare Pc Hr 3023
Pro
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr gründlich und anschmiegsam
  • Wenig Hautirritation
  • Wasserdicht
  • Automatische Transportverriegelung
  • Sehr gründliche und sanfte Rasur
  • Gute Verarbeitung
  • Ergonomisch
  • Display vorhanden
  • Wasserdicht
  • Sehr gründlich
  • Praktisch keine Hautirritation
  • Ladestation
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Sehr angenehme Haptik
  • Solide Verarbeitung
  • Leicht und kompakt
  • Reizarme Rasur
  • Günstig
  • Gute Rasur
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Preiswert
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr gründliche und sanfte Rasur
  • Wasserdicht
  • Gründliche und schnelle Rasur
  • Anschmiegsam
  • Sehr gründliche und sanfte Rasur
  • Gute Verarbeitung
  • Ergonomisch
  • Display vorhanden
  • Wasserdicht
  • Sehr angenehme Rasur
  • Hohe Gründlichkeit
  • Enormes Zubehörpaket
  • Gute Haptik und Verarbeitung
  • Sanfte und gründliche Rasur
  • Sehr gute Materialien und Verarbeitung
  • Großzügige Ausstattung
  • Rasiert gut an ebenen Stellen
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Gründlich
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Kabellose Ladestation
  • Inklusive Trimmer-Wechselkopf
  • Anschmiegsam
  • Gründlich
  • Wenig Hautirritation
  • Leise
  • Sehr gute Ausstattung
  • Fairer Preis
  • Reizarme Rasur
  • Solide Gründlichkeit
  • Sehr gründlich
  • Praktisch keine Hautirritation
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Gute Verarbeitung
  • Inklusive Trimmer-Wechselkopf
  • Anschmiegsam
  • Relativ günstig
  • Lade- und Reinigungsstation
  • Günstig
  • Gründliche Rasur
  • Wenig Hautirritation
  • Kompaktes Gehäuse
  • Gründliche Rasur
  • Gründliche und sanfte Rasur
  • Gute Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Batterieanzeige
  • Wasserdicht
  • Gründliche und sanfte Rasur
  • Gute Haptik
  • Gute Verarbeitung
  • Akku- und Netzbetrieb
  • Wasserdicht
  • Günstig
  • Alles nötige ist im Gerät verstaut
  • Ordentliche Rasur
  • Wenig Hautreizung
  • Läuft mit Batterien
  • Günstig
  • Gute Rasur
  • Wenig Hautreizung
  • Wasserdicht
  • Fairer Preis
  • Kaum Hautreizungen
  • Akzeptable Ergebnisse
  • Mit Ladestation
  • Relativ günstig
  • Günstig
  • Ordentliche Rasur
  • Recht sanft zur Haut
  • Viel Zubehör
  • Wasserdicht
  • Günstig
  • Display vorhanden
  • Viel Zubehör
  • Wasserdicht
  • Sehr günstig
  • Gutes Display
  • Gutes Etui
  • Display vorhanden
  • Günstig
  • Wasserdicht
  • Aufladen per Micro-USB
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Günstig
  • Aufladen per Micro-USB
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Günstig
  • Günstig
  • Günstig
  • Display vorhanden
Contra
  • Teuer
  • Teuer
  • Schneidet das Barthaar nicht besonders kurz, sodass es schnell nachwächst
  • Verhältnismäßig teure Wechselklingen
  • Nicht so gründlich wie größere Modelle
  • Unbeweglicher Klingenkopf, deshalb nicht so anschmiegsam
  • Kein Display
  • Relativ teuer
  • Weniger Features als beim Testsieger
  • Akkulaufzeit ist nur mittelmäßig
  • Teuer
  • Relativ teuer
  • Nicht ganz so gründlich wie Series 8 und 9
  • Relativ teuer
  • Als Rotationsrasierer für Bartfrisur ungeeignet
  • Braucht relativ viel Platz
  • Kein Netzbetrieb
  • Teuer
  • Mäßig spektakuläres Äußeres
  • Als Rotationsrasierer für Bartfrisur ungeeignet
  • Unbeweglicher Scherkopf
  • Kaum Zubehör
  • Schneidet das Barthaar nicht besonders kurz, sodass es schnell nachwächst
  • Verhältnismäßig teure Wechselklingen
  • Kein Display
  • Kein Display
  • Wegen der Reinigungsstation etwas teurer
  • Braucht viel Platz
  • Unbeweglicher Klingenkopf, deshalb nicht so anschmiegsam
  • Unbeweglicher Klingenkopf, deshalb nicht so anschmiegsam
  • Vergleichsweise teuer
  • Akkustandanzeige sehr grob
  • Kein Netzbetrieb
  • Magere Ausstattung
  • Magere Ausstattung
  • Läuft ausschließlich mit Batterien
  • Klobig
  • Unergonomisch (klobig)
  • Laut
  • Groß und wuchtig
  • Relativ laut
  • Nicht allzu anschmiegsam
  • Nur mittelmäßige Rasurergebnisse
  • Macht einen sehr klapprigen Eindruck
  • Schlechte Haptik
  • Mangelnde Gründlichkeit
  • Wirkt nicht sonderlich robust
  • Trimmer lässt sich nicht feststellen
  • Unsauberes Rasierergebnis
  • Billige Verarbeitung
  • Trimmer lässt sich nicht feststellen
  • Trotz IPX7-Zertifizierung gelangte im Test Wasser ins Gehäuse
  • Ungründliche Rasur
  • Billige Materialien
  • Billiger Look
  • Schlechte Haptik
  • Klapprige Bedienelemente
  • Für das Gebotene viel zu teuer
  • Unterdurchschnittliche Rasur
  • Mittelstarke Hautreizungen
  • Minderwertige Materialien
  • Schlechte Haptik
  • Schlechter Trimmer
  • Kein Netzteil
  • Schlechter Trimmer
  • Ungründliche Rasur
  • Reizt die Haut stark
  • Kein Netzteil
  • Schlechter Trimmer
  • Ungründliche Rasur
  • Reizt die Haut stark
  • Unergonomisch
  • Vibriert stark
  • Sehr schlechte Rasur
  • Nicht wasserdicht
  • Absolut alles andere
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Nass oder trocken?

Für viele Männer gehört die Rasur zum täglichen Ritual wie das Zähneputzen und der morgendliche Kaffee. Ob man dabei die offene Klinge bevorzugt und sich nass rasiert oder doch lieber einem elektrisch betriebenen Rasierer den Vorzug gibt, ist eine Frage des Geschmacks, der Gewohnheit, aber auch des Hauttyps.

Die Nassrasur ist sehr viel gründlicher, aber auch aufwändiger. Vor allem dauert sie mit Einschäumen und Zwischenspülen des Rasierers meist auch länger. Dafür fährt die Klinge näher an der Hautoberfläche entlang, sodass keine Stoppeln mehr hervorstehen und man sich bis zur nächsten Rasur etwas mehr Zeit lassen kann.

 Rasierapparat Test: Shutterstock
Die Nassrasur ist gründlicher – aber auch aufwändiger.

Männer mit sehr unreiner und unebener Gesichtshaut bevorzugen hingegen die Trockenrasur, weil kleine Verletzungen im Gesicht damit nahezu ausgeschlossen sind. Nachteil: Eine tägliche Anwendung ist eigentlich ein Muss, wenn man stets gut rasiert aussehen möchte. Denn das Rasieren mit dem elektrischen Gerät ist oberflächlicher. Das ist schonend für die Haut, aber man fühlt und sieht es recht bald, wenn die Barthaare schon wieder nachwachsen.

Eine Nass­rasur ist immer gründlicher, aber auch aufwändiger

Rasieren ist eine höchst individuelle Angelegenheit: Die Beschaffenheit der Haut, die Stärke der Barthaare, die Form des Gesichts, die gewünschte Bartfrisur – all das ist bei jedem Mann unterschiedlich. Das macht es sehr schwierig, eine allgemeingültige Antwort auf die Frage zu geben: »Welcher Rasierer ist der beste?«

Folien- oder Rotationsrasierer?

Es gibt zwei Arten von Elektrorasierern: Folien- und Rotationsrasierer. Am weitesten verbreitet sind Folienrasierer mit ihren länglichen Scherköpfen. Hier gibt es mindestens eine, häufig aber mehrere perforierte Scherfolien. Die Barthaare gelangen in die winzig kleinen Löcher und die vibrierenden Schermesser darunter schneiden sie ab.

 Rasierapparat Test: Panasonic Es Lv6q
Ein Folienrasierer mit perforierten Scherfolien.

Bei den Rotationsrasierern kommen dagegen drei Schereinheiten mit je einer runden Klinge zum Einsatz. Sie sind in einem Dreieck zueinander angeordnet und oft einzeln flexibel gelagert. Vor allem Philips ist für diese Art Rasierer bekannt, aber auch Remington hat beispielsweise solche Modelle im Portfolio.

Rotations­köpfe schmiegen sich besser ans Gesicht an, sind aber für feine Konturen nicht gut geeignet

Die Flexibilität der Rotationsköpfe und die dreieckige Form des Scherkopfs bieten den Vorteil, dass sich die Schereinheiten besser an die Gesichtsform anschmiegen. Vor allem die kantigen Kinn- und Unterkieferbereiche lassen sich damit oft besser rasieren. Viele Nutzer heben zudem hervor, dass sie mit Rotationsrasierern schneller sind, weil sie großflächiger rasieren. Außerdem – und das kann unser Test bestätigen – vibrieren sie weniger und sind deutlich leiser.

 Rasierapparat Test: Remington R9 Ultimate Xr1570
Rotationsrasierer sind aufgrund ihrer Bauform flexibler und passen sich dem Gesicht besser an.

Folienrasierer wirken dagegen etwas kraftvoller, was sich auch durch lauteres Summen und stärkere Vibration ausdrückt. Sie sind vor allem für Konturen wie an den Koteletten und für kleinflächige Bereiche wie unter der Nase besser geeignet. Die Rotationsrasierer haben uns beim Versuch, diese Stellen sauber zu bearbeiten, viel Zeit und viele Nerven gekostet. Es fehlt ihnen einfach an Präzision, denn durch die drei Rotationsköpfe weiß man nie genau, wo der Rasierapparat eigentlich rasiert.

Alleine anhand der Bauform lässt sich die Qualität eines Elektrorasierers aber nicht beurteilen – gerade vor dem Hintergrund, dass jeder Nutzer aus individuellen Gründen das eine oder das andere System bevorzugt. Die meisten entscheiden sich früh für eine der beiden Bauformen und bleiben lange dabei, manchmal das ganze Leben – es ist eine ähnliche Grundsatzentscheidung wie »nass oder trocken?«

Nassrasur mit Elektrorasierer

Apropos nass: Der Trend geht schon seit einigen Jahren ganz klar zum Elektrorasierer, mit dem man sich auch mit Schaum oder Gel und unter der Dusche rasieren kann. Ob die Hersteller versuchen, damit Anhänger des traditionellen Nassrasierens von ihren Produkten zu überzeugen? Das wäre ein schlechtes Argument, denn die Nassrasur mit einem Elektrorasierer ist nicht nur weniger gründlich als die Rasur mit einem gewöhnlichen Nassrasierer, sie ist auch weniger gründlich als die Trockenrasur.

 Rasierapparat Test: Nassrasur Mit Elektrorasierer
Mit vielen Elektrorasierern kann man auch nass rasieren.

Das wurde nicht nur in unserem Test deutlich, so fiel auch das Urteil der Probanden beim Rasierertest der Stiftung Warentest aus (Ausgabe 05/2017).

Zwar fanden die Tester, dass sich die Rasur mit Schaum oder unter Wasser angenehmer anfühlt, allerdings benötigt man mehr Zeit zum Einschäumen und zur anschließenden Reinigung, wenn man Schaum benutzt. Obendrein lässt sich in diesem Fall das Ergebnis während der Rasur wegen des Schaums schwieriger beurteilen.

Bei all dem Aufwand kann man dann auch gleich zur Klinge greifen, die nicht nur gründlicher rasiert, sondern auch leichter zu reinigen ist. Insofern ist die Nassrasur mit einem Elektrorasierer für uns eher ein Marketing-Gag als ein echter Zusatznutzen.

Reinigungsstation: sinnvoll oder nicht?

Das Thema »Reinigung« ist bei einem Hygieneprodukt, wie der Rasierapparat eines ist, besonders wichtig. Das wissen natürlich auch die Hersteller, die vor allem ihre Spitzenmodelle oft im Paket mit einer Reinigungsstation anbieten: Das Gerät kommt kopfüber hinein, wird dann mit einer desinfizierenden Reinigungsflüssigkeit gesäubert, getrocknet und – je nach Modell – noch geölt. Ganz nebenbei lädt die Station den Akku des Elektrorasierers.

Einige der Rasierer aus unserem Test kommen mit solch einer Reinigungsstation.

Reinigung mit Seife ist genauso gut und günstiger

Prinzipiell ist das auch eine nette Sache, weil sie gut funktioniert und einfach zu benutzen ist. Es ist komfortabel, seinen Rasierer nach der Benutzung einfach in die Station zu stecken und bis zum nächsten Einsatz ist er sauber, aufgeladen und womöglich noch geölt – praktisch.

 Rasierapparat Test: Panasonic Reinigungsstation
Spezielle Reinigungsstationen sind in der Regel nicht nötig.

Allerdings kostet die Reinigungsflüssigkeit, die in speziellen Kartuschen geliefert wird, fünf bis sieben Euro pro Stück. Laut Hersteller hält eine bis zu drei Monate, wobei das natürlich stark davon abhängt, wie oft und in welchem Reinigungsprogramm man den Scherkopf säubert.

Wer den Rasierapparat erst manuell reinigt, um ihn dann in die Station zu stellen, verlängert die Lebensdauer er Reinigungskartuschen, büßt aber einen Großteil des Komforts ein. Wer es nicht tut, hat mit hohen Folgekosten zu kämpfen – abgesehen von den Mehrkosten, die das Paket aus Rasierer und Reinigungsstation gegenüber der Variante ohne Station kostet.

Wir sind der Meinung, dass man auf eine Reinigungsstation gut verzichten kann. Denn die Scherköpfe der meisten Rasierapparate auf dem Markt (und aller Geräte in unserem Test) lassen sich auch gut unter fließendem Wasser sauber machen. Wer zusätzlich noch etwas Flüssigseife nimmt, bekommt den Rasierer mehr als ordentlich sauber. Er mag zwar nicht klinisch rein sein, aber einen Elektrorasierer sollte man sich ohnehin nie mit einer anderen Person teilen.

So haben wir getestet

Wir haben für diesen Test insgesamt 24 Rasierapparate von diversen Herstellern über mehrere Wochen hinweg ausprobiert, uns immer wieder mit ihnen rasiert, die Trimmer getestet, die alle Modelle mitliefern und, wo es ging, auch die Probe mit Rasierschaum gemacht.

Außerdem haben wir alle auffindbaren Testberichte durchforstet und Meinungen zu den Modellen im Netz gesammelt. Denn nur weil ein Rasierer unsere Gesichter gut oder schlecht rasiert, muss das noch nicht für alle oder die meisten Menschen gelten. Gerade der Faktor »Gründlichkeit« ist bei einem Elektrorasierer sehr wichtig, lässt sich aber nicht gut messen. Daher sind die Meinungen anderer Nutzer dazu umso aufschlussreicher.

Andere Faktoren wie Ausstattung, Lieferumfang, Reinigung, Handhabung, Geräuschpegel oder Akkulaufzeit lassen sich hingegen besser objektiv beurteilen. Sicher gehen die Meinungen auch hier auseinander, was die Gewichtung dieser Kriterien angeht. Dennoch sind sie bei Weitem nicht so subjektiv und individuell wie die Aussagen über die Gründlichkeit einer Rasur. Daher haben wir bei unserem Test vor dem Badezimmerspiegel auch auf diese Dinge geachtet.

 Rasierapparat Test: Panasonic Es Lv6q

Testsieger: Panasonic ES-LV6Q

Den perfekten Rasierer gibt es wahrscheinlich nicht, Panasonic versucht es aber trotzdem und liefert mit dem ES-LV6Q ein Gerät ab, das wenig Anlass zur Kritik lässt. Der Folienrasierer ist stabil, schnell, sanft, gründlich, leise und praktisch alles andere, was man an einem solchen Gerät als wünschenswert erachtet – außer billig.

Testsieger

Panasonic ES-LV6Q

Test Rasierapparat: Panasonic ES-LV6Q
Gründlich, schnell und wenig reizend: Der Panasonic ES-LV6Q ist ein rundum toller Rasierer.

Der König ist tot, lang lebe der König: Nachdem Panasonic lange Zeit mit dem ES-LV65 unsere Bestenliste angeführt hat, tritt nun sein Nachfolger in dessen Fußstapfen. Der ES-LV6Q bietet alles, was uns schon am Vorgänger gefallen hat und noch einiges mehr.

Der Folienrasierer kommt mit einem fünffachen Schersystem, das aus vier Scherfolien und einem Integralschneider besteht – mehr Schneideelemente hatte kein anderes Modell im Test zu bieten. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir uns mit diesem Rasierapparat am schnellsten und gründlichsten das Gesicht rasieren konnten.

Die vielen Schneideelemente machen den Scherkopf wuchtig

Die vielen Schneideelemente machen den Scherkopf recht wuchtig: Die Fläche mit den Schneideelementen ist satte 4,1 x 3 Zentimeter groß. Das ist schon ein ordentlicher Brummer. Trotzdem kommt man auch an kleineren Stellen ganz gut damit zurecht – ehrlich gesagt, ist da im Vergleich zu anderen Folienrasierern kein Unterschied zu bemerken. Auch das Gewicht ist mit 200 Gramm keinesfalls besonders hoch.

Trotz seiner Größe ist der Scherkopf äußerst flexibel in jede Richtungen schwenkbar: vorne, hinten, rechts, links und alles dazwischen. So gelenkig war kein anderer Folienrasierer im Test – nicht mal ansatzweise. Die ohnehin schon hohe Beweglichkeit wurde beim neuen Modell nochmals erhöht, weshalb Panasonic vollmundig vom »5D-Scherkopf« spricht. Auf Wunsch lässt sich der Wackelkopf aber auch feststellen, um bei Bedarf mit der nötigen Ruhe arbeiten zu können.

Ein weiteres Novum gegenüber dem Vorgänger ist die »Smart-Lock-Sensor« genannte Reiseverriegelung. Eine Tastensperre für den Transport haben zwar viele Rasierapparate, der Clou ist hier aber, dass man sich nicht mehr selbst darum kümmern muss: Das Gerät erkennt selbstständig, ob er gerade in die Hand genommen wird und entriegelt automatisch. Lässt man es ruhen, springt die Sperre wieder an – praktisch!

Wie jedes andere Modell im Vergleich kommt auch der Panasonic ES-LV6Q mit einem Trimmer, der sich in diesem Fall aus der Rückseite ausklappen lässt. Er eignet sich allenfalls dafür, die Koteletten zu stutzen oder die Bartkontur nachzuziehen, aber das klappt immerhin einigermaßen zufriedenstellend, da man ihn im Gegensatz zu den Klapptrimmern vieler Konkurrenten zumindest feststellen kann.

Von den bekannten Markenherstellern liefern nur Philips und Remington einige Modelle mit Aufsteckmodulen, die es ansatzweise mit einem vollwertigen Bartschneider aufnehmen können, und mit denen wir uns eventuell sogar ans Haupthaar wagen würden. Für alle anderen Elektrorasierer gilt: Man kauft sie nicht wegen dem Trimmer. Einen Aufsatz zum Stutzen des Bartes hat der Trimmer des ES-LV6Q nicht.

Die Verarbeitung ist robust und edel

Die Verarbeitung des Rasierers ist sehr robust. Die Form und der teilweise gummierte Griff lassen ihn gut in der Hand liegen, und die Mischung aus silbernem und schwarzem Kunststoff sowie das LC-Display verleihen dem Apparat ein fast schon edles Aussehen. Letzteres zeigt dem Nutzer an, wie lange die Rasur gedauert hat, gibt Auskunft über die die Akkukapazität und informiert, ob eine Reinigung oder der Austausch von Scherfolie und Schermesser nötig sind.

Der Panasonic ES-LV6Q ist mit einem Bartdichtesensor ausgestattet, der angeblich erkennen kann, wenn der Scherkopf über ein bereits rasiertes Stück Haut oder einen Bereich mit weniger dichtem Haar fährt. Dann passt der Elektrorasierer die Schwingungen der Klingen an. Laut Hersteller wird dichter Bart so mit höchster Leistung rasiert, während gleichzeitig empfindliche Haut geschont wird. Ob das stimmt, können wir schlecht beurteilen – sanft war die Rasur in jedem Fall.

Nachteile

Es kommt selten vor, dass wir so wenig an einem Produkt auszusetzen haben. Lediglich der hohe Preis trübt die Freude ein wenig. Außerdem ist das Transportetui zwar durchaus solide – ein Hardcase, wie es einigen deutlich günstigeren Konkurrenten beiliegt, hätte uns aber besser gefallen.

Wem der ES-LV6Q zu teuer ist, kann übrigens einen Blick auf das ebenfalls hier getestete Schwestermodell ES-LV67 werfen. Es nutzt den gleichen Rasierkopf mitsamt dessen voller Beweglichkeit und unterscheidet sich auch kaum in der Handhabung, die Qualität der Rasur ist somit gleichauf. Für den Preisnachlass muss man allerdings auf einige Komfortfunktionen verzichten.

Panasonic ES-LV6Q im Testspiegel

Leider hat noch keine relevante Redaktion den Panasonic ES-LV6Q getestet. Sobald sich das ändert, werden wir die Ergebnisse hier nachtragen.

Alternativen

Der Panasonic ES-LV6Q ist ein toller Rasierer, hat aber einen Haken: Er ist ziemlich teuer. Wenn Sie nicht so viel ausgeben möchten oder einen Rotationsrasierer bevorzugen, haben wir hier die besten Alternativen für Sie.

Auch gut

Braun Series 9 9385cc

Test Rasierer: Braun Series 9 9385cc
Braun hat mit dem Series 9 einen Premium-Rasierer zum Premium-Preis im Angebot – Reinigungsstation inklusive.

Der Braun Series 9 9385cc ist das Premium-Modell des Herstellers und kommt unter dieser Modellnummer zusammen mit einer Reinigungsstation. Diese ist zum Glück deutlich hochwertiger als etwa diejenige, die dem Series 3 ProSkin 3050cc beiliegt – das sowohl betrifft die Verarbeitung als auch die Anzeigen, die nun über Ladevorgang und den Zustand der Reinigungskartusche informieren, sowie das Design, das sich hier deutlich eleganter präsentiert. Eine Kartusche gehört zum Lieferumfang, außerdem liegen ein sehr gutes Hardcase für den Transport sowie ein Reinigungspinsel bei.

Obwohl der Kopf des Series 9 nicht ganz so beweglich ist wie der des Konkurrenten von Panasonic, gelingt die Rasur mit dem Series 9 äußerst gründlich und verursacht so gut wie gar keine Hautreizungen, braucht aber etwas länger als der Platzhirsch – ein Unterschied, den man praktisch getrost vernachlässigen kann, denn er ist nur gering. Ein möglicher Grund: Die klingenbewehrte Fläche ist schmaler als die unseres Favoriten. Für Bartträger kann das aber auch von Vorteil sein, denn feine Stellen am Bartübergang lassen sich so leichter präzise ausrasieren. Männer mit Bart werden auch am meisten vom eingebauten Trimmer profitieren, der in diesem Fall endlich mal nicht herausgeklappt, sondern hochgeschoben wird und somit auch tatsächlich einen praktischen Nutzen hat.

Natürlich lässt es sich Braun nicht nehmen und stattet sein bestes Pferd im Stall mit allerlei Elektronik aus, die die Rasur verbessert. So erzeugt der Rasierer zum einen Schallvibration, welche die Gleitfähigkeit verbessern soll, außerdem hat auch er einen Sensor, der die Bartdichte analysiert und die Schnittbewegungen des Apparats entsprechend anpasst.

Der Rasierer verfügt über ein Display, das im Vergleich zu manch einem Konkurrenten optisch etwas dezenter gestaltet wurde und mehr als nur den Akkustand anzeigt – auch Pflegehinweise und Informationen zur Verriegelung werden dort zu gegebener Zeit eingeblendet. Das Gerät ist zudem tadellos verarbeitet und befriedigt auch haptisch alle Erwartungen, die man an Premium-Modell stellt. Unser Testmuster präsentiert sich übrigens im »Graphite«-Look, der eine recht neue Design-Linie bei Braun bildet.

Leider treffen die Premium-Erwartungen auch auf dem Preis zu, denn der ist ziemlich hoch. Unsere Ansichten zu Sinn und Unsinn einer Reinigungsstation haben wir ja bereits im Einleitungsteil dieses Artikels beschrieben: Wir finden sie nett, aber im Prinzip unnötig bzw. zu teuer, gemessen an ihrem Nutzen. Für den Braun Series 9 trifft das nur bedingt zu, denn die wenigen erhältlichen Set-Konfigurationen, die den Rasierer ohne Reinigungsstation enthalten, sind im Handel auch nicht günstiger als die mit – er ist in jeder Variante teuer.

Wenn Sie auf der Suche nach einem gründlichen und sanften Folienrasierer sind, ist der Braun Series 9 9385cc eine gute Wahl. Er spielt in derselben Liga wie unser Favorit und hat zusätzlich die besagte Reinigungsstation. Eine Entscheidung zwischen den beiden ist daher zu einem großen Teil Geschmackssache. Weil der Braun einen noch stolzeren Preis hat als der ohnehin schon kostspielige Panasonic, bleibt letzterer unsere Top-Empfehlung.

Für sensible Haut

Philips OneBlade Pro QP6520/30

Test Bartschneider: Philips OneBlade Pro QP6520/30
Der OneBlade Pro QP6520/30 ist wasserdicht, sehr gründlich und außergewöhnlich sanft zur Haut.

Der Philips OneBlade Pro QP6520/30 erinnert vor allem in Richtung der Klinge optisch ein wenig an einen Nassrasierer, denn im Gegensatz zum restlichen Produktangebot setzt er weder auf Rotation noch auf Folie, sondern stattdessen auf seine namensgebende Einzelklinge, die sich dafür aber 200 Mal pro Sekunde hin und her bewegt – das ist verdammt schnell.

Im Praxistest waren wir von der Handhabung und dem Rasurergebnis sehr angetan. Die Klinge glitt sehr sanft über die Haut und selbst am Hals erfasste sie fast alle Haare, auch wenn wir einige Stellen mehrmals bearbeiten mussten. Dank der schmalen Klinge waren auch der Bereich unter der Nase und Koteletten kein Problem – hier spielt der OneBlade ganz klar eine seiner Stärken aus. Insgesamt war die Rasur mit dem OneBlade am gründlichsten – zumindest auf den ersten Blick.

Dieser Rasierer schneidet die Barthaare im Vergleich zu anderen Modellen nicht so dicht an der Haut ab. Das sorgt auf der einen Seite für eine sehr sanfte Rasur, was auch erklärt, dass wir mit dem OneBlade kaum gereizte oder gerötete Hautstellen hatten. Auf der anderen Seite sind aber schon nach einem halben Tag wieder erste Stoppeln zu erkennen, weil die Haare einfach nicht so kurz geschnitten werden wie bei anderen Rasierapparaten. Gerade für Dreitagebartträger ist das kein Problem, aber man sollte es eben wissen.

Was man ebenfalls wissen sollte: Der Rasierer fängt die abgeschnittenen Haare nicht auf, sie landen im Waschbecken – ein klarer Komfortverlust.

Häufiger Klingenwechsel

Ein weiterer Nachteil gegenüber den herkömmlichen Modellen: Laut Philips muss die Klinge alle vier Monate ausgetauscht werden. Das hängt natürlich stark davon ab, wie häufig man den Rasierer nutzt, aber dennoch: Bei anderen Elektrorasierern ist die Lebensdauer der Klinge bis zu sechsmal so lang. Eine Ersatzklinge kostet 15 Euro.

Der Philips OneBlade Pro QP6520/30 kommt zusammen mit einer Ladestation, die dem Rasierer einen aufrechten Stand verleiht, sowie einem verstellbaren Plastikscherkamm zum Aufstecken, der dem Stutzen des Bartes dienen soll. Leider lassen die Ergebnisse dabei zu wünschen übrig – mehr Details hierzu gibt es in unserem Test der besten Bartschneider. Als Rasierer können wir den OneBlade hingegen klar empfehlen.

Für unterwegs

Wahl 03615-1016

Test Rasierer: Wahl 03615-1016
Erwachsenes Design trifft auf Mini-Format: Der Wahl ist unsere Empfehlung für Reiselustige.

Der Wahl 03615-1016 erweckt gar nicht den Eindruck, dass er so günstig zu haben ist, denn schon beim Auspacken macht er einen hochwertigen Eindruck. Das Gerät kommt in einer schicken Aufbewahrungsbox aus Metall, wie man sie sonst nicht einmal bei Premium-Rasierern findet, außerdem liegt ein zweiter Satz Klingen und eine weitere Scherfolie bei.

Der Rasierer selbst steckt in einem mattschwarzen, durch silberne Elemente aufgehübschten Kunststoffgehäuse, dessen Oberfläche rutschfest gummiert ist und sich hervorragend in der Hand anfühlt. Er ist fast quaderförmig und somit nicht auf Ergonomie optimiert, aufgrund der geringen Größe lässt er sich aber jederzeit gut greifen. Auf der Vorderseite befindet sich eine Ladeanzeige, seitlich ist ein Schieberegler zum Ein- und Ausschalten angebracht. Mehr Schalter, Anzeigen oder gar ein Display sind nicht vorhanden.

Aufgeladen wird der Wahl über einen Anschluss an der Unterseite. Die Ladeelektronik ist im Gerät verbaut, sodass das Stromkabel weniger Platz einnimmt, als es bei den üblichen Steckernetzteilen der Fall ist. Das Kabel findet ebenfalls in der erwähnten Metallbox Platz.

Bei den reinen Rasierleistungen muss der Wahl hinter den Großkalibern, wie dem Panasonic ES-LV6Q, zurückstehen. Etwas anderes hatten wir angesichts des kompakten Formats und des damit zwangsläufig einhergehenden, kleineren Rasierkopfes sowie des weit niedrigeren Preises auch nicht erwartet. Trotzdem stellte sich die Rasierleistung als erstaunlich gut heraus und schlug selbst einige größere Kandidaten aus dem Mittelfeld. Die Hautreizungen halten sich stark in Grenzen und die Gründlichkeit ist für einen so kleinen Rasierer sehr ordentlich.

Vor allem in Hinsicht auf den Kopf, der lediglich eine Scherfolie hat und auf Intercept-Trimmer und ähnliches verzichtet, ist das beachtlich. Allerdings wollen wir auch nicht verschweigen, dass die Rasur nur bis zu einer gewissen Haarlänge zufriedenstellend funktioniert – um nach einer Woche den mittlerweile rauschenden Vollbart zu entfernen, ist der Wahl nicht geeignet.

Des Weiteren stellt sich bei Reiserasierern eine wichtige Frage: Akku oder Batterie? Diese lässt sich nicht allgemein beantworten, da sie stark mit den individuellen Reisegewohnheiten des Nutzers zusammenhängt. Für wochenlange Outdoor-Trips eignet sich ein batteriebetriebener Rasierer besser als ein Akku-Modell wie der Wahl, der von Zeit zu Zeit an eine Steckdose muss. Auch bei Rundreisen in mehreren Ländern mit unterschiedlichen Steckdosenformaten sind wechselbare Batterien bequemer.

Für die Akku-Variante spricht hingegen das kleinere Packmaß und die Gewissheit, keine zusätzlichen Batterien mit sich herumschleppen zu müssen, da man das Gerät im Hotel ohnehin aufladen kann. Wir bevorzugen die Variante mit Akku – wer lieber auf Batterien setzt, kann sich aber den Remington TF70 ansehen, den wir ebenfalls getestet haben.

Aufgrund der guten Verarbeitung, der angenehmen Handhabung und der soliden Rasur können wir den Wahl 03615-1016 empfehlen, der günstige Preis setzt dem ganzen das Sahnehäubchen auf. Er eignet sich sehr gut als Zweitrasierer für unterwegs, als alleiniges Gerät im Haushalt weniger – aber das gilt für alle Reiserasierer.

Gut & günstig

Braun Series 3 ProSkin 3040s

Test elektrische Rasierer: Braun 3040s (Series 3)
Nicht ganz so gründlich wie die Spitzenmodelle, für den Preis aber mehr als ordentlich.

Wer nicht allzu viel Geld für einen Rasierapparat ausgeben möchte, findet auch im Bereich von deutlich unter 100 Euro gute Geräte. Schon im Test von Stiftung Warentest erreichten auch einige vergleichsweise günstige Modelle die vorderen Plätze der Bestenliste (Test 05/2017) – darunter auch der Braun Series 3 ProSkin 3040s.

Der Scherkopf mit zwei Folien und einem Integralschneider ist angenehm schmal, sodass man problemlos an alle Stellen gelangt. Der Kopf selbst sitzt allerdings fest, nur die einzelnen Scherelemente sind nach links und rechts beweglich. Der Rasierer ist daher nicht ganz so anschmiegsam. Am Kinn gehört beispielsweise etwas Feingefühl dazu, um alle Barthaare zu erfassen.

Insgesamt waren wir mit der Rasur allerdings zufrieden, vor allem das Gesicht war mit wenigen Zügen sehr sauber. Beim Hals sah das etwas anders aus, wobei wir an dieser Stelle mit allen Elektrorasierern Probleme hatten – egal, ob teuer oder günstig. Obwohl das Modell explizit als »Wet & Dry« angepriesen wird, war auch hier die Nassrasur wieder unbefriedigend.

Optisch macht der ProSkin 3040s mit seiner hellblauen Gummierung einiges her und damit liegt er auch recht gut in der Hand. Das Gewicht von 206 Gramm verleiht ihm außerdem eine gewisse Wertigkeit. Mit einer Akkuladung kommt der Rasierer auf sehr gute 74 Minuten. Eine Schnellladefunktion gibt es ebenfalls, nach fünf Minuten am Netzteil reicht der Akku gerade einmal für 4:50 Minuten.

Ein guter Rasierer ohne Schnickschnack

Es gibt keine Sperre für den Ein-/Aus-Schalter, allerdings überdeckt die Schutzkappe den Knopf, das sollte genügen. Auf der Vorderseite informieren drei LEDs über den Ladestand des Akkus, sonst gibt es keine weiteren Bedienelemente.

Mit dem Braun bekommt man also kein mit vielen Funktionen vollgestopftes Gerät, sondern einfach nur einen soliden Elektrorasierer zu einem sehr guten Preis. Das spiegelt sich auch bei den Ersatzteilen wider: Das Set bestehend aus Schermesser und -folien kostet nur etwa 26 Euro. Damit ist der Braun Series 3 ProSkin 3040s unsere Empfehlung für alle, die nicht viel Geld ausgeben wollen.

Außerdem getestet

Der Panasonic ES-LV67 ist eine günstigere Schwester unseres Testsiegers. Von der Spitzenposition konnte die neue Variante die alte aber nicht verdrängen, da Panasonic zugunsten der Preisersparnis den Rotstift angesetzt und einige Komfortfunktionen gestrichen hat. So ist das Display deutlich rudimentärer und zeigt nur noch einen groben Akkustand an, nicht mehr den genauen, und auch die automatische Transportverriegelung haben wir vermisst. Was die Grundfunktion angeht, können wir aber Entwarnung geben: Weil der ES-LV67 mit dem gleichen Rasierkopf wie unser Favorit ausgestattet ist, steht die Rasur der mit dem Testsieger in keiner Weise nach – sie ist nach wie vor schnell, gründlich und reizarm.

Auch die Form des Handteils ist so gut wie komplett gleich. Unterschiede finden sich nur in kleinen Details, wie etwa der Breite der Anti-Rutsch-Rillen an der Rückseite und der Oberflächenstruktur der Daumenablage. Im direkten Vergleich fanden wir die Haptik des Testsiegers minimal besser, ohne direkte Vergleichsmöglichkeit würde man das aber nicht wahrnehmen.

Somit ist der Panasonic ES-LV67 ein hervorragender Rasierapparat. Eine Empfehlung geben wir dem Gerät nur nicht, weil der ES-LV6Q dank der angesprochenen, angenehmen Komfortfunktionen noch einmal etwas vollständiger wirkt. Kann man darauf verzichten, kann sich die Ersparnis lohnen – doch das muss jeder selbst abwägen, denn wirklich günstig ist auch die preiswerte Version des Rasierers nicht.

Der Panasonic ES-LV65 stammt ebenfalls aus derselben Reihe wie unser Testsieger, hat aber schon einige Jahre auf dem Buckel – mit dem ES-LV6N, dem ES-LV6Q und zuletzt dem ES-LV67 sind bereits mehrere neue Modelle erschienen. Gegenüber den Nachfolgern fehlt es dem ES-LV65 an Flexibilität, denn der Kopf ist bei weitem nicht so beweglich – dennoch toppt er die meisten anderen Folienrasierer noch immer. Die Rasur ist ebenfalls sehr sanft und gründlich, weshalb der Apparat nach der ersten Testrunde auch lange Zeit unser Favorit war.

Auf einige Annehmlichkeiten, wie die automatische Transportverriegelung und die zusätzlichen Bewegungsrichtungen des ES-LV6Q, muss man verzichten, dafür ist das Gerät aber auch deutlich günstiger zu haben und spielt nach wie vor in der oberen Liga der Elektrorasierer.

Der Braun Series 8 8390cc ähnelt dem Series 9 in vielen Bereichen – auf den ersten Blick sind die beiden kaum auseinanderzuhalten. Die Form ist fast gleich, das Display unterscheidet sich nicht und die Reinigungsstation ist auch hier mit von der Partie. Sogar die Sensoren im Inneren sind auch beim Series 8 vorhanden, trotzdem ist er etwas günstiger zu haben – warum? Die Antwort findet sich in der Rasur selbst: Der Series 8 ist mit einer Art abgespeckter Light-Variante des Scherkopfes bestückt, die um einen der innenliegenden Trimmer leichter ist. Außerdem säbelt der Series 8 langsamer, nämlich nur 30.000 Mal pro Minute – gegenüber den 40.000 des Series 9 erreicht er also nur drei Viertel der Geschwindigkeit, wobei das Wort »nur« angesichts solcher Zahlen nur im Kontext wirklich zu begreifen ist, es ist nämlich immer noch extrem schnell.

Der Unterschied beim Rasieren ist fein, aber wahrnehmbar. Wir haben den Blindtest gemacht und versucht, die Modelle nur anhand des Hautgefühls und der Gründlichkeit zu erraten, was klappte. Ob man dafür den Aufpreis hinnimmt, bleibt – wie immer – jedem selbst überlassen. Wir haben eine Weile überlegt, ob wir deshalb nicht doch dem Series 8 den Vorzug geben und das Gerät empfehlen sollen. Allerdings ist auch der Series 8 alles andere als günstig, und wenn man schon viel Geld für einen Premium-Rasierer in die Hand nimmt, kann man auch gleich das beste Modell nehmen – auch wenn die Unterschiede nicht gigantisch groß sind.

Braun Series 7 70-B7850cc

Während sich Brauns Series 8 und Series 9 nur in Details unterscheiden, geht die Series 7 andere Design-Wege – der Apparat sieht ganz anders aus, als man es sonst von Braun kennt. Der Griff wirkt schlanker und erst recht die Aufhängung des beweglichen Scherkopfes, wodurch der Rasierer trotz vergleichbarer Gesamtgröße einen filigraneren Eindruck erweckt.

Die Rasur ist äußerst angenehm und steht in Sachen kaum vorhandener Hautreizungen den höheren Nummern in Brauns Produktkatalog in nichts nach. Allerdings wollen wir auch nicht verschweigen, dass es der Series 7 in Sachen Gründlichkeit nicht ganz mit seinen größeren Schwestern aufnehmen kann. Für sich gesehen sind die Ergebnisse des Series 7 immer noch hervorragend und weit besser als die des Großteils der Konkurrenz. Hat man aber den direkten Vergleich zu einem Series 9, bemerkt man die Überlegenheit des Letzteren eindeutig.

Wir hatten die Variante Series 7 70-B7850cc cc im Test, welche unter anderem mit einer Reinigungsstation kommt. Diese wirkt wie eine Mischung aus bereits von Braun bekannten Stationen: Haptik, Material und Grundriss erinnern an die Station des Series 8 bzw. Series 9, den schräg nach oben herauslaufenden Steg, in dem der Griff des Rasierers Halt findet, haben wir so ähnlich schon beim 3050cc gesehen. An der Oberseite befindet sich eine Taste mit mehrfarbiger Statusleuchte, die aufglüht, sobald man den Rasierer in die Station setzt. Ob man die auffällige Design-Entscheidung mag, bleibt jedem selbst überlassen. Wir fanden sie jedenfalls ganz schick. Abgesehen von hübsch aussehen kann die Station aber auch nicht mehr oder weniger als andere – man bekommt eben, was man erwartet.

Beim Zubehör geht Braun in die Vollen und gibt dem Series 7 ein beachtliches Paket mit auf den Weg. Neben der besagten Reinigungsstation samt Kartusche befinden sich im Set ein Hardcase-Transportetui, ein Trimmeraufsatz mit – und das ist selten – passenden Scherkämmen, und zwar satten fünf Stück für verschiedene Schnittlängen zwischen 0,5 und 7 Millimetern. Und weil das noch immer nicht genug ist, gibt es noch einen zweiten Scherkopf für 3-Tage-Bärte obendrauf. Dieser hat zwei Integralschneider, dafür aber keine Scherfolien. Die beiden Schneider sitzen unter je einem wechselbaren Kunststoffgitter, von denen Braun gleich acht beigelegt hat – in verschiedenen Varianten natürlich. Der Tausch der Scherköpfe und deren Einsätze geht per sogenanntem »EasyClick«-System innerhalb von Sekunden von der Hand, falsch machen kann man dabei praktisch nichts.

Das enorme Zubehörpaket relativiert den hohen Preis etwas, denn billig ist das Set keinesfalls. Wer darauf Wert legt, greift zu und bekommt mit dem Series 7 70-B7850cc ein exzellentes Gerät. Wer darauf verzichten kann und sich lediglich ganz normal rasieren möchte, ist mit einem Modell der Series 8 oder 9 etwas besser bedient – und auch die bekommt man auf Wunsch mit Reinigungsstationen.

Der Philips S9711/31 ist ein Rotationsrasierer im herstellertypischen Gewand. Haptik und Ergonomie des Apparats wissen zu überzeugen: Er fasst sich gut an, liegt hervorragend in der Hand und ist an der Rückseite mit einer feingeriffelten Gummierung versehen, was einen sicheren Halt gewährleistet. Am Rahmen an der Vorderseite kommt augenscheinlich sogar Metall zum Einsatz.

Im Test rasierte er sehr angenehm, da er sich gut den Gesichtskonturen anpasst – sowohl der Scherkopf als auch die Lamellen sind jeweils flexibel gelagert. Darüber hinaus bietet der S9711/31 drei verschiedene Geschwindigkeiten, die sich bequem per Daumendruck auf die Plus- und Minus-Tasten durchschalten lassen. Das große, gut ablesbare LC-Display in der Mitte des Griffs informiert unter anderem über die angewählte Geschwindigkeit und die übrige Akku-Laufzeit. Bei Nichtbenutzung ist das Display aus, leuchtet aber auf, sobald man den Rasierer bewegt. Im Gegensatz zu unserem Favoriten Panasonic ES-LV6Q geschieht das allerdings bei jeder Bewegung und ist nicht abhängig davon, ob man das Gerät tatsächlich in der Hand hält.

Der S9711/31 ist wasserdicht nach IPX7-Standard und kann sowohl für die trockene als auch für die Nassrasur verwendet werden. Das Betriebsgeräusch ist leise, aber etwas schrill.

 Test: Rasierer Philips
Der Philips S9711/31 kommt mit Reinigungsstation, Transportetui und Trimmerkopf samt verstellbarem Scherkamm.

Das Zubehör kann sich sehen lassen: Eine Reinigungsstation mit Kartusche liegt ebenso bei wie ein Hardcase-Transportetui. Die Station sieht fast genauso aus wie die des Braun Series 7, lässt sich fast genauso bedienen und erledigt auch die gleichen Dienste – wer Wert darauf legt, kann ruhig zuschlagen. Ferner gehört ein Trimmerkopf zum Wechseln zur Ausstattung, dem Philips sogar einen Scherkamm aus Plastik spendiert hat. Letzterer ist in fünf Stufen größenverstellbar, lohnt sich aber aufgrund der geringen maximalen Schnittlänge nur für Träger sehr kurzer Bärte.

Wer einen hochwertigen Rotationsrasierer mit einer gut funktionierenden Reinigungsstation sucht und bereit ist, den stattlichen Kaufpreis zu bezahlen, wird vom Philips S9711/31 sicher nicht enttäuscht werden.

Wer keinen Wert auf die Trimmer und die die Reinigungsstation legt, kann statt zum S9711/31 auch zum Philips S9031/12 greifen, der wegen des identischen Scherkopfs ebenso gründlich und sanft arbeitet, auch wenn er nicht vielleicht ganz so schick sein mag wie der S9711/31. Auch sein Display die aktuelle Akkufüllung samt Warnung bei geringem Ladestand sowie Infos an, ob der Rasierer mal wieder gereinigt oder der Scherkopf mal wieder ausgetauscht werden sollte.

Schick ist er ja, der Philips SP9860/16. Mit seiner durchgehend edlen Aufmachung und dem glänzenden Metallgehäuse gibt das Gerät klar zu verstehen, warum es den Beinamen »Series 9000 Prestige« führt – für das Flaggschiff ist eben nur das Beste gut genug. Für sein Premium-Modell hat sich Philips ordentlich ins Zeug gelegt und wartet nicht nur mit einem sehr guten Rasierapparat auf, sondern gibt ihm auch eine Palette nicht minder hochwertigen Zubehörs mit auf den Weg. In der üppig bemessenen Schachtel liegen neben dem Rasierer selbst auch ein stabiles Transport-Etui, ein Trimmer-Aufsatz, ein USB-Netzteil und – als heimlicher Star des Sets – eine Qi-Ladestation.

Legt man den Rasierer darauf ab, wird er kabellos aufgeladen, was zwar einen coolen Eindruck vermittelt, im Alltag aber auch nicht besser funktioniert als das klassische Kabel. Durch die liegende Position verbraucht er deutlich mehr Platz auf der Badezimmerkonsole als die Konkurrenten mit herkömmlichen Ladeständern, aber eine Schönheit wie der SP9860/16 will eben angemessen in Szene gesetzt und prominent präsentiert werden.

Die Rasierergebnisse sind hervorragend, aber nicht besser als die einiger deutlich günstigeren Konkurrenten, auch aus eigenem Hause. Somit ist der Philips SP9860/16 zwar ein Top-Rasierer, bietet aber ein mäßiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer Gäste beeindrucken will, kommt daran allerdings kaum vorbei. Denn, wie gesagt: Schick ist er.

Remington R9 Ultimate XR1570

Zugegeben: Der Kunststoffkörper des Remington R9 Ultimate XR1570 wirkt nicht so hochwertig wie Gehäuse des niederländischen Platzhirschs, ist aber durchaus solide verarbeitet und liegt mit seinen rundlichen Kurven gut in der Hand. Das Display, das den Ladestand des Akkus in roten Lettern anzeigt, ist nicht allzu zierend, aber zweckmäßig. Ist der Rasierer gerade nicht in Betrieb, kann man es im nun komplett schwarzen Griffstück nicht mehr erkennen. Ungewöhnlich ist das Ladekonzept: Remington setzt hier weder auf das kontaktlose Qi-Ladeprinzip des Philips SP9860/16, noch auf einen klassischen Stecker, sondern auf Berührungskontakte in der Ladestation. Das bedeutet, dass man den Stecker des mitgelieferten Netzteils auch nur in das Dock stecken kann, aber nicht in den Rasierapparat selbst.

Möchte man das Gerät einmal nicht hinstellen, nutzt die Station einen besonderen Kniff: Man kann den gesamten Ständer in der Mitte zusammenklappen und damit den Rasierer umschließen. Vollständig geschlossen rastet der Mechanismus ein, man muss sich also keine Sorgen machen, dass das Gerät während des Ladevorgangs herausrutschen könnte. Sich gleichzeitig zu rasieren und den Akku aufzuladen ist aber nicht drin – schon allein, weil die geschlossene Station die Taste zum Anschalten verdeckt.

Aufgrund der Ausstattung gehen wir davon aus, dass Remington ganz gezielt versucht, mit dem R9 Ultimate XR1570 Philips bei seinem eigenen Spiel zu schlagen. So erinnert nicht nur die Bauform mit den im Dreieck angeordneten Scherlamellen an die Produkte des Konkurrenten, der Kopf ist zudem abnehmbar und kann durch einen Trimmeraufsatz getauscht werden – bei Philips nennt sich das Merkmal »Click & Style-Bartschneider«, bei Remington einfach nur »Bart-Stylingaufsatz.

In seiner Funktion ist der Aufsatz des Remington dem seines inspirierenden Konkurrenten ebenbürtig und somit sehr nützlich, der dazugehörige Scherkamm ist mit einer Schnittlänge von maximal fünf Millimetern allerdings doch etwas begrenzt. Das ist allerdings Meckern auf sehr hohem Niveau, denn man darf nicht vergessen, dass man es hier immer noch mit einem Elektrorasierer zu tun hat, nicht mit einem Bartschneider, und die meisten anderen Hersteller – wenn überhaupt – lediglich mit einem kleinen Klapptrimmer daherkommen. So einen hat der Remington R9 Ultimate XR1570 ebenfalls – zusätzlich zum Aufsatz. Leider lässt er sich nicht feststellen und ist dadurch nur bedingt brauchbar – aber das kennen wir bereits zur Genüge von anderen Modellen.

Insgesamt wirkt der Remington R9 Ultimate XR1570 äußerlich vielleicht nicht ganz so hochwertig wie manch ein Konkurrent, ist aber durchaus solide und hat es in Sachen Funktion und Ausstattung faustdick hinter den Scherringen. Bei der ersten Rasur staunten wir nicht schlecht, denn der Rasierer ist gründlich und hinterlässt fast keine juckenden Stellen auf der Haut. Arbeitet das Gerät gerade, gibt es ein relativ hohes und leises Betriebsgeräusch von sich, von dem man im Nebenzimmer nichts mehr wahrnimmt – ideal für Frühaufsteher, die mit Langschläfern im selben Haushalt wohnen.

Der Braun Series 5s ähnelt dem Series 7. Die Form des Handgriffs ist gleich und auch die Scherelemente unterscheiden sich nicht. Allerdings hat der Series 5s einen entscheidenden Nachteil: Der Kopf ist nicht beweglich – und das merkt man. Wir hatten den Series 7 zuerst getestet, im direkten Vergleich damit waren die Erfahrungen mit dem Series 5 etwas ernüchternd. Die Unterschiede sind einfach von der Hand zu weisen. Kurzum: Das teurere Modell ist eindeutig besser. Anders sieht es im Vergleich mit den meisten anderen Rasierer mit starrem Kopf aus, deren Gründlichkeit der Series 5 wiederum spielend aussticht.

 Test: Rasierer Easy Clean Braun S5
Der Braun Series 5 mit Zubehör.

Eine kleine Besonderheit am Kopf des Series 5 zeigt sich an zwei Öffnungen an dessen Unterseite, mit deren Hilfe man den Rasierer säubern kann, ohne ihn zu öffnen. Braun nennt das Feature »EasyClean« und weist mit einem an gut sichtbarer Stelle platzierten Schriftzug stolz darauf hin. Da man die Abdeckung mit den Schneideelementen aber wie gewohnt mit einem einzigen schnellen Handgriff abnehmen kann, halten wir den Vorteil daran für begrenzt.

Möchte man den beiliegenden Trimmeraufsatz nutzen, muss man das ohnehin machen. Dieser verfügt über Brauns »EasyClick« getauftes Wechselsystem, ist dementsprechend schnell angebracht und sitzt anschließend stabil auf dem Gerät. Wie jeder Stecktrimmer leistet er unvergleichbar bessere Dienste als jeder Klapptrimmer.

Philips OneBlade QP2530/30

Der Philips OneBlade QP2530/30 ist die Einstiegsvariante des Rasierers und sieht mit seinem abgerundeten, klobigen Gehäuse in quietschgelb noch mehr nach einem Nassrasierer aus. Die Klinge ist die gleiche und die Qualität der Rasur dementsprechend ebenfalls. Allerdings muss man im Vergleich zum Pro-Modell einige Abstriche in Kauf nehmen. So fehlt der Kunsttstoffscherkamm zum Stutzen des Bartes und die Laufzeit des verbauten NiMH-Akkus beträgt mit 45 Minuten nur die Hälfte des Li-Ion-Gegenstücks, das im QP6520/30 steckt. Außerdem verzichtet das Gerät auf ein Display, wodurch sich der aktuelle Ladestand nicht in Erfahrung bringen lässt und eine Ladestation befindet sich ebenfalls nicht im Lieferumfang.

Wer auf die zusätzlichen Annehmlichkeiten verzichten kann, fährt auch mit dem kleinen QP2530/30 gut – besonders das fehlende Display bedeutet aber einen nicht zu unterschätzender Komfortverlust.

Der Philips S6640/44 ist ein Rotationsrasierer und ein typischer Kandidat für das Prädikat »solide«: Er tut, was man von ihm erwartet, und kommt weitgehend ohne weitere Überraschungen aus. Das Design ist Philips-typisch konisch zulaufend mit den drei kreisrunden Lamellen am Kopf, den man bei Bedarf durch den bereits von anderen Modellen bekannten Click & Style-Bartschneider tauschen kann, der gewohnt gut funktioniert. Wer auf die Gesichtsreinigungsbürste des Philips S7520/50 verzichten kann, kann mit dem S6640/44 gutes Geld sparen, ansonsten unterscheiden sich die beiden Modelle nicht allzu stark. Gegenüber den Modellen der teureren Series 9 muss der Rasierer aber etwas zurückstehen.

Braun Series 3 ProSkin 3050cc

Das »cc« in Braun Series 3 ProSkin 3050cc steht für Clean & Charge und bedeutet, dass der Rasierer zusammen mit einer Reinigungsstation kommt. Dort kann der Rasierer, wie der Name schon andeutet, gleichzeitig gesäubert bzw. desinfiziert und aufgeladen werden. Das funktioniert gut, der schwarze Kunststoff-Look der klobigen Station ist aber nicht unbedingt ein Hingucker und nimmt relativ viel Platz ein. Für die Ablage vor dem Spiegel ist sie jedenfalls schon zu groß. Der Rasierer selbst gehört zu Brauns aktueller S3-Serie und ist der gleiche wie beim ProSkin 3040s, hier aber in Schwarz gehalten. Da beide Geräte ansonsten exakt baugleich sind, gibt es darüber nicht mehr zu sagen, als wir schon im Absatz zu unserer Preisempfehlung berichten konnten. Ob einem die Reinigungsstation den Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden – uns wäre er es nicht. Mit dem bewährten Rasierapparat an sich macht man jedenfalls nichts falsch.

Der Hatteker RSCW-7800 stellte sich im Test als echte Überraschung heraus: Als wir aufgrund der vielen Hautreizungen schon etwas genervt von China-Rasierern waren, belehrte uns Hatteker eines besseren und hält nun die Fahne für Fernost-Billigrasierer hoch. Im Gegensatz zu den anderen China-Modellen im Test handelt es sich hier um einen Folienrasierer. Das Gerät kann nicht mit einem beweglichen Scherkopf aufwarten und ist somit nicht so anschmiegsam wie viele teurere Markenmodelle, gibt sich aber ansonsten keine Blöße. Die Rasierergebnisse sind, gemessen an der Preisklasse, beeindruckend: Nach wenigen Durchgängen bekommt man ein schön glattes Ergebnis und die Haut stört sich kaum daran.

Auch die Ausstattung lässt nichts vermissen: Neben einem Transportbeutel liegen ein zweiter Scherkopf, ein USB-Netzteil und ein Ladekabel bei. Letzteres nutzt leider ein proprietäres Steckerformat, wodurch der Sinn hinter USB direkt flöten geht und Käufer vor das Risiko stellt, bei einem Defekt oder Verlust des Kabels den Rasierer entsorgen zu können, denn Ersatzkabel gibt es nirgends zu kaufen.

Ein Ärgernis ist der integrierte Trimmer: Er klappt nicht aus, sondern lässt sich hochschieben und dort blockieren. Leider bleibt er selbst in der höchsten Einstellung noch immer unter der Höhe des Scherkopfes, der dadurch dauernd im Weg ist und präzises Trimmen praktisch unmöglich macht.

Der Hatteker RSCW-7800 ist übrigens abwaschbar, aber offenbar nicht IPX7-zertifiziert. Unter die Dusche sollte man ihn also vielleicht lieber nicht mitnehmen.

Für schmale Geldbeutel ist der RSCW-7800 äußerst attraktiv, denn für ein Markengerät vergleichbarer Qualität zahlt man sonst deutlich mehr. Wem unser Preistipp von Braun nicht zusagt, der kann ruhigen Gewissens einen Blick darauf werfen – beide Geräte spielen in vielerlei Hinsicht in einer ähnlichen Liga. Auf den integrierten Trimmer des Hatteker würden wir uns aber beispielsweise nicht verlassen.

Der Panasonic ES-CV51 ist der kompakte Ableger der ES-LV-Reihe. Er ist nur 170 Gramm schwer und misst von Ende zu Ende nur 13 Zentimeter. Damit eignet er sich perfekt fürs Reisegepäck, denn dort zählt jeder Zentimeter. Auch der kleine ES-CV51 bietet vier Scherfolien, einen Integralschneider sowie Soft-Gleitrollen. Der wuchtige Kopf wirkt an diesem kurzen Gerät nochmals größer, aber auch mit ihm kamen wir im Test an jede Stelle gut heran. Allerdings gleitet er nicht ganz so mühelos von der Wange übers Kinn zum Hals, weil der Scherkopf nicht beweglich ist. Er ist mit dem restlichen Gehäuse fix verbunden und damit das genaue Gegenteil zu den teils extrem flexiblen Köpfen der anderen Panasonic-Modelle. Im Selbstversuch hat uns das keine allzu großen Probleme bereitet, allerdings ist die Rasur mit Schwingkopf schon angenehmer. Das Ergebnis kann sich dennoch auch hier sehen lassen.

Auch der ES-CV51 bietet ebenfalls eine Tastensperre sowie einen Bartdichtsensor – den wir auch bei diesem Modell im Praxiseinsatz nicht bemerkt haben. Manko: Mit LOW, MID und HIGH zeigt der Akkustand nur drei Zustände an – nicht besonders aussagekräftig. Mit 49 Minuten hält der Akku aber fast genau so lange wie der des ES-LV65.

Unterm Strich könnte der Panasonic ES-CV51 der optimale Rasierer für alle sein, die ein kompaktes Modell suchen – wenn er nicht so teuer wäre.

Der Philips S3233 ähnelt dem S1232, ist aber mit einigen sinnvollen Erweiterungen ausgestattet. Er hat ein Display, das den Akku-Ladestand anhand von Balken ausreichend differenziert darstellt, außerdem ist der gesamte Kopf flexibel gelagert. Ansonsten hat er im Wesentlichen das gleiche Design mitsamt Klapptrimmer und Griffgummierung. Auch die Scherlamellen unterscheiden sich augenscheinlich nicht von denen des kleinen Bruders. Unterm Strich wirkt er damit als Gesamtpaket runder bzw. vollständiger. Ein Wermutstropfen ist der fehlende Netzbetrieb, den die kleinere Variante der großen voraus hat. Auch ist der Preis freilich höher als beim S1232 – wenn man auf die zusätzlichen Annehmlichkeiten nicht verzichten möchte, lohnt sich die Ausgabe aber unter Umständen.

Der Philips S1232 ist ein günstiges Einsteigermodell und dementsprechend beschränkt er sich auf das Wesentliche. Er hat kein Display und auch kein umfangreiches Zubehör im Lieferumfang, lediglich eine Schutzkappe und das Ladegerät liegen bei. Stattdessen gibt sich der Rotationsrasierer schlicht: An allen wichtigen Stellen ist das durchgehend schwarze Kunststoffgehäuse mit rutschfestem Gummi überzogen, lediglich die Taste zum Ein- und Ausschalten wird durch einen etwas helleren Rahmen in Szene gesetzt. Direkt unterhalb des Kopfes kann man den Rasierer zwecks Reinigung öffnen. An der Rückseite befindet sich ein Klapptrimmer. Ungewöhnlich, aber praktisch: Der S1131 lässt neben dem reinen Akku- auch Netzbetrieb zu. Die Verarbeitung ist tadellos und auch die Rasur weiß zu überzeugen. Das Betriebsgeräusch ist relativ leise, die Haut wird glatt und Reizungen hatten wir gar nicht.

Wer einen guten Rotationsrasierer ohne Schnickschnack sucht, macht mit dem S1232 sicher keinen Fehler. Wenn es auch etwas mehr als das absolute Minimum sein darf, lohnt sich aber auch ein Blick zur Shaver-3000-Serie, wie den ebenfalls hier getesteten Philips S3233. Dieser teilt sich fast alle positiven Eigenschaften mit dem S1131, legt aber noch einmal eine Schippe drauf. Wer ohne diese leben kann, spart sich die zusätzliche Ausgabe.

Wer einen Reiserasierer möchte, aber nicht vom Wahl überzeugt ist, findet im Remington TF70 eventuell eine Alternative. Vom Wahl unterscheidet er sich in einigen Eigenheiten: Als allererstes springt die äußere Form ins Auge, denn im Vergleich ist der TF70 größer und klobiger. Denn wo der Konkurrent mit seiner Metallbox protzt, in welcher der Rasierer nebst Netzteil Platz findet, hat es sich Remington hier zur Aufgabe gemacht, alles Notwendige im Gehäuse des Geräts unterzubringen. Die Verschlusskappe wird nicht aufgesteckt, sondern um 180 Grad gedreht. Beim Öffnen springt auch gleichzeitig der Motor an, die Kappe ist also der Einschaltknopf. Weiter unten steckt in einer Aussparung eine kleine Reinigungsbürste.

Ungewöhnlich ist auch, dass der TF70 vollständig auf ein Netzteil verzichtet, stattdessen kümmern sich zwei Mignon-Zellen (AA) um die Energiezufuhr. Das kann bei einem Reiserasierer von Vor- oder Nachteil sein, je nachdem, wie lange die Tour dauern und wie viele Länder mit unterschiedlichen Steckdosenformaten der Trip abdecken soll – bei vielen Stationen sind Batterien sicher praktischer als ein Netzteil und ein Haufen Adapter. Geht es hingegen nur an einen Ort, entlastet man mit Akku- bzw. Netzbetrieb nicht nur das Gepäck, es ist auch weniger umweltschädlich.

Im Vergleich zum Wahl wirkt der Remington TF70 weniger edel, er ist aber nicht schlecht verarbeitet. Der Rasierkopf ist etwas größer und hat zwei statt nur einer Scherfolie. Das resultiert in leicht erhöhter Gründlichkeit, das Rasieren sehr schmaler Stellen ist dafür etwas schwieriger. Hautirritationen hatten wir mit beiden Geräten kaum und bei den Ergebnissen nehmen sich die beiden Reiserasierer nicht viel. Da sie sich auch im Preis nicht nennenswert unterscheiden, kann man seine Entscheidung hier ruhig von den eigenen Vorhaben und Vorlieben bei der Stromzufuhr abhängig machen – wir würden dennoch den Wahl bevorzugen.

Das Design des Remington F4 Style ist mit seinem in Türkis und Anthrazit gehaltenen Äußeren kein allzu edler Anblick, aber das ist natürlich, wie so oft, eine Geschmacksfrage. Vor allem jüngere Nutzer stören sich vermutlich nicht allzu sehr daran. Störend ist viel mehr die Form, denn der F4 Style ist etwas zu breit geraten. Wie man ihn auch hält, nie liegt er angenehm in der Hand. Weil die Oberfläche vorne und an den Seiten gummiert ist, fällt er einem zwar nicht runter, ergonomischer macht ihn das aber trotzdem nicht. Sieht man davon einmal ab, ist der Rasierer aber durchaus in Ordnung. Er reizt die Haut fast gar nicht und die Ergebnisse sind zufriedenstellend. Dazu muss man allerdings mehr als einmal drübergehen, an die Gründlichkeit der Top-Modelle kommt das Gerät nicht ran.

Sofort nach dem Einschalten drängt sich das laute Betriebsgeräusch auf. Es ist aufgrund der relativ niedrigen Tonhöhe gut zu ertragen und stört nicht wirklich, es ist aber eben deutlich vernehmbar – auch noch aus dem Nebenzimmer. Damit ist der Remington F4 Style einer der lautesten Rasierer im ganzen Testfeld.

An Ausstattung bringt der Apparat einen ausklappbaren, nicht fixierbaren Trimmer und eine grobe Batterieanzeige in Form zweier LEDs mit. Außerdem liegen ein Ladegerät, ein Reinigungspinsel, eine Schutzkappe aus Kunststoff, die gleichzeitig als Dreitagebart-Stylinghilfe fungiert, und natürlich die Anleitung in der Packung. Der Kopf ist nur leicht nach vorne und hinten kippbar, seitliche Bewegungen bleiben ihm hingegen verwehrt.

Ein Fehlkauf ist der F4 Style mit Sicherheit nicht – in Hinsicht auf den Preis ist er sogar ein ziemlich fairer Deal. Wir raten trotzdem zum ähnlich teuren Braun Series 3, der auch vergleichbar ausgestattet ist, seinen Dienst aber noch etwas besser erledigt.

Remington F9 Ultimate XF9000

Der Remington F9 Ultimate XF9000 stammt aus derselben Reihe wie der Rotationsrasierer R9 Ultimate XR1570, Gemeinsamkeiten erkennt man aber nur im Design. Wie beim Schwestermodell sitzt eine rote Digitalanzeige im Griff, das Gehäuse ist von Kunststoff dominiert. Aufgebrochen wird die Farbgestaltung hier jedoch von glattem, silbrig glänzendem Kunststoff, wodurch das Gerät leider leider noch weniger edel wirkt als ohnehin schon.

Allzu schlimm fanden wir das beim XR1570 nicht, da der Apparat im Gegenzug mit einer erstaunlich gründlichen und reizarmen Rasur sowie einem leisen Betriebsgeräusch aufwarten konnte. Beim XF9000 hingegen waren wir etwas ernüchtert: Der Rasierer ist unerwartet laut, und die Rasur ist zwar noch in Ordnung, bleibt aber hinter der der rotierenden Schwester zurück. Hauptursache dafür dürfte der Scherkopf sein, der zwar bis zu einem gewissen Grad nach vorne und hinten neigbar ist, nicht aber zu den Seiten. Bei den Ergebnissen liegt das Gerät somit in etwa auf dem Niveau des F4 Style aus demselben Haus – brauchbar, aber eben auch nichts, weshalb wir vor Begeisterung durchs Badezimmer springen würden.

 Test: Rasierer Remington
Der Remington F9 Ultimate XF9000 mit Zubehör.

Der obligatorische Klapptrimmer ist wieder mit von der Partie, mit einem eigenen Trimmerkopf kann der XF9000 jedoch nicht dienen. Das Aufladen des Akkus funktioniert wieder wie beim Schwestermodell, sprich: mit einer klappbaren Ladeschale. Auch das Transportetui kennen wir in ähnlicher Form schon – wobei »Form« ein Stichwort ist, denn wie der Rasierer selbst, ist auch das Case gebogen – Geschmackssache, aber auf jeden Fall ungewöhnlich.

Der Remington F9200 sieht auf den ersten Blick dem Testsieger ähnlich, auf den zweiten Blick merkt man ihm seinen weit niedrigeren Preis aber doch an – und zwar stark. So fühlt sich das Gerät nicht so hochwertig an und der Kopf steht zwar nicht vollkommen fest, ist aber viel weniger bewegungsfreudig als beispielsweise Panasonics Wackeldackel. Dadurch schmiegt sich das Gerät nicht so gut an und hinterlässt ein Ergebnis, mit dem man sich zwar keineswegs verstecken muss, es aber auch nicht schafft, sich unserer Top-Empfehlung anzunähern.

Vorbildlich ist die Stromversorgung, denn zum Einen beherrscht der F9200 auch den Netzbetrieb, zum Anderen hält der Akku sehr lange durch – Remington spricht von 120 Minuten. Die Turbo-Boost-Funktion, die widerspenstigeren Haaren mithilfe höherer Geschwindigkeiten Paroli bieten soll, halten wir für eine Spielerei bzw. einen Marketing-Gag ohne nennenswerten Nutzen.

Einen herkömmlichen Trimmer hat der F9200 nicht, aufgrund der oft durchwachsenen Qualität bei den Konkurrenten haben wir ihn aber auch nicht wirklich vermisst – zum Herausarbeiten von Konturen eignen sie sich generell fast nie. Stattdessen kann man den Intercept-Trimmer herausschieben, einen wirklichen Nutzen konnten wir der Konstruktion aber nicht abgewinnen.

Unterm Strich ist der Remington F9200 in Ordnung, aber nicht toll, und auch wenn er nichts wirklich falsch macht, blieb uns doch ein Eindruck fehlender Begeisterung. Abraten würden wir davon zwar nicht, ruhigen Gewissens empfehlen können wir in aber auch nicht.

Homeasy HE-5390

Test Rasierer: Homeasy Rasierer

Keine Preise gefunden.

Den Homeasy HE-5390 hatten wir nur aufgrund seiner Verkaufszahlen bei einschlägigen Online-Händlern aufgenommen, nicht, weil wir uns eine hohe Qualität davon versprochen hatten – aber würden wir uns nur die Rosinen rauspicken, wären wir kein ernsthaftes Testportal, also haben wir auch diesen wenig versprechenden Kandidaten aufgenommen. Die Entscheidung hat sich gelohnt, denn der Rasierer stellte sich als viel besser raus, als wir im Vorfeld gedacht hätten.

Die Packungsaufschrift preist den HE-5390 nicht als Rasierer an, sondern gleich als Multigroomer, das Gerät soll also auch andere Körperhaare als Bartstoppeln behandeln können. Das Öffnen der Packung bestätigt das, denn neben einem richtigen Trimmerkopf zum Aufstecken – nicht zum Klappen – findet man dort auch einen Nasenhaarentferner und eine Gesichtsreinigungsbürste. Wir haben das Zubehör ausprobiert und es funktioniert einwandfrei, lediglich die etwas dicke Kunststoffummantelung am Trimmer verdeckt die Sicht auf die Schneide leicht, was etwas Eingewöhnung erfordert. Seinen Job erledigt der Trimmer dann aber ordentlich.

Ein richtiger Hit war aber die normale Rasur, denn diese war wider Erwarten tadellos und reizte auch die Haut kaum. Weil das Gerät gemäß IPX7-Standard wasserdicht ist, kann man es wahlweise auch unter der Dusche nutzen. Warum also keine Empfehlung?

Nun, wegen einer kleinen Sache trauen wir dem schönen Schein nicht ganz: Der Rasierer wirkt extrem billig. Und wir meinen damit nicht günstig, aber noch okay, sondern wirklich billig. Er ist für seine Größe viel zu leicht, der Motor surrt in einem hohen, kraftlosen Ton und die Hand berührt, wo sie auch hinfasst, glatten Kunststoff, der leider überhaupt keinen stabilen Eindruck erweckt. Wir haben das Gerät nicht geöffnet, tippen aber darauf, dass der Großteil des Gehäuses hohl ist. Würde es einmal herunterfallen, würde es wahrscheinlich leicht zerbrechen. Wie lange der Motor im alltäglichen Gebrauch durchhalten würde, bevor er das Zeitliche segnet, ist auch fraglich. Vielleicht tun wir Homeasy damit Unrecht, aber Qualität fühlt sich einfach anders an.

In der ersten Testrunde konnte Hatteker mit einem ihrer Folienrasierer einen Überraschungserfolg für sich verbuchen, beim Rotationsrasierer RSCX-9598A sieht es leider nicht ganz so rosig aus – dafür mangelt es ihm an Gründlichkeit. Dabei verspielt der Rasierer vieles, denn Potenzial wäre eigentlich da: Neben einem Transportbeutel und dem üblichen Zubehör, wie Anleitung, Netzteil und Reinigungspinsel, hat er auch einen richtigen Trimmerkopf im Gepäck, der den kleinen Klapptrimmern, die man sonst antrifft, weit überlegen ist. Und weil man den Kopf eh schon austauschen kann, gibt es auch noch einen zweiten Aufsatz zum Entfernen von Nasenhaaren obendrauf. Das Display ist schön groß, gut ablesbar und gibt detaillierte Informationen zum Stand der Dinge.

Leider ist der Hattecker recht glatt, was besonders schade ist, weil er nach IPX7-Standard wasserdicht ist und unter der Dusche aus den feuchten Fingern flutschen kann. Außerdem fühlt sich somit alles etwas zu viel nach Plastik an.

Die Hautreizungen sind in einem vertretbaren Rahmen, das Betriebsgeräusch einen Tick zu schrill, aber verhältnismäßig leise. Die Gründlichkeit ist aber leider suboptimal und der Rasierer erwischte manche Stellen selbst nach mehreren Durchgängen nicht.

Empfehlen können wir den RSCX-9598A somit nicht. Selbst wenn er aufgrund seiner Ausstattung attraktiv wirken mag, bekommt man für den Preis auch Konkurrenzmodelle, die zwar vielleicht nicht so viel Zubehör mitbringen und auf ein Display verzichten, dafür aber eine bessere Rasur abliefern – und darauf kommt es am Ende an.

Der Rotationsrasierer Remington PR1250 konnte uns nicht überzeugen. Das Gerät wirkt sehr billig und hinterlässt ein unsauber rasiertes Gesicht. Auch wenn man mehrmals aus verschiedenen Richtungen über eine Stelle fährt, wird es nicht besser – lediglich die Hautreizung nimmt zu. Was uns zudem sehr gestört hat: Der Trimmer kann nur in eine Richtung genutzt werden, da er sich nicht feststellen lässt und wieder einklappt – extrem unpraktisch. Auf eine Schnellladefunktion verzichtet das Gerät. Wir können von dem Rasierer leider nur abraten.

Der Flyco FS377 ist merklich hochwertiger als die anderen rotierenden Fernost-Billigheimer. Das fängt bei der Verpackung an, zieht sich über das sehr gute Hardcase-Transportetui und reicht bis hin zur Verarbeitung. Das Gerät verfügt über ein schönes Display und ist für Reisen verriegelbar. Die Hautirritation hielt sich in Grenzen, die Gründlichkeit aber leider auch. Hauptursache dafür ist die geringe Flexibilität der Schereinheit. Da der Kopf selbst nicht beweglich ist, sondern lediglich die Schneidelamellen, passt sich der Rasierer kaum an die Hautoberfläche an. Somit bleiben selbst nach mehreren Durchgängen behaarte Stellen zurück. Der ausklappbare Trimmer auf der Rückseite kann nicht festgestellt werden und schneidet schlecht – so hätte man ihn sich auch gleich komplett sparen können.

Löblich ist, dass zum Aufladen eine USB-Strippe beiliegt – blöd nur, dass sich das aber nur auf die Netzteilseite bezieht. Die Seite, die in den Rasierer gesteckt wird, ist auch hier proprietär. Der Nutzen von USB hält sich dadurch in engen Grenzen.

Irritierend war außerdem, dass wir nach dem Waschen des Rasierers trotz IPX7-Zertifizierung Wassertropfen zwischen Gehäuse und Display ausmachen konnten. Er funktionierte zwar trotzdem noch, allerdings sollte so etwas eigentlich gar nicht passieren dürfen.

Schrott ist der Flyco FS377 nicht, gut aber eben auch nicht. Man muss ihn nicht unbedingt haben.

Ob sich der MooSoo G3 zur Nassrasur eignet, wissen wir nicht – der Hersteller wirbt zwar auf seinen Produktfotos mit Wasser­­spritzern, von einer Zertifizierung ist aber weit und breit keine Spur und es wird auch sonst nicht hervorgehoben. Um unser Testmuster nicht frühzeitig ins Nirvana zu schicken, haben wir von einem Versuch abgesehen. Besonders hohe Gunst hätte das Gerät bei uns aber ohnehin nicht erlangt, und das hat verschiedene Gründe: Der G3 ist zunächst einmal ein No-Name-Folienrasierer von bestenfalls mittlerer Qualität. Die Front besteht augenscheinlich aus dem gleichen Material wie die des ProfiCare PC-HR 3023. Das bedeutet, sie glänzt und macht das Display schlechter lesbar. Der Eindruck ist billig, die Haptik schlecht. Selbst die perforierten Seitenflächen, die eine Gummierung vorgaukeln sollen, sind aus dem gleichen, glatten Material. Die Schieber für die Transportverriegelung und den Klapptrimmer auf der Rückseite wirken nicht besonders stabil.

Die Rasur reizt die Haut etwas, aber in einem noch halbwegs vertretbaren Maß. Die Gründlichkeit ist unterdurchschnittlich – selbst bei mehrfachem Durchgehen bleibt immer etwas stehen. All das würde für sich schon reichen, um dem MooSoo G3 keine Empfehlung auszusprechen. Aber diese Kritikpunkte sind bei Billigrasierern um die 30 Euro ja keine Seltenheit.

Nur kostet der MooSoo G3 rund das Doppelte, und das schlägt dem Fass vollends den Boden aus. Wir haben keine Ahnung, wie man auf so eine Preisgestaltung kommt. Für derartige Beträge kann man zu weit besseren Modellen von bekannten Markenherstellern greifen – die haben zwar vielleicht kein Display, dafür rasieren sie aber vernünftig.

Der Fari One RS-370 ist ein klassischer Billigrasierer. Alles ist von Kunststoff dominiert, der in diesem Fall nicht einmal rutschfest ist. Die Verarbeitung macht wenig Hoffnung auf eine lange Laufzeit und erweckt einen alles andere als edlen Eindruck. Der eingebaute Klapptrimmer ist wieder einmal mehr Verkaufsargument als wirkliche Styling-Hilfe, aber das machen andere Modelle auch nicht besser.

Immerhin halten sich die Hautreizungen für einen Rasierer dieser Klasse glücklicherweise noch halbwegs in Grenzen, ganz ohne kommt er aber auch nicht aus. Dennoch: Von den China-Rasierern der untersten Preisklasse sind wir schlimmeres gewohnt. Die Gründlichkeit ist aber mangelhaft – das ist wieder genauso, wie wir es kennen.

Auch wenn der RS-370 nicht viel kostet, ist der Preis für das Gebotene zu hoch – dafür ist seine Leistung zu unterdurchschnittlich und seine Qualität zu durchwachsen. Und weil er auch sonst keine Besonderheiten bietet, sehen wir keinen Grund für einen Kauf.

Der SweetLF SWS7105 ist fast baugleich zum Eunon RMS8101, verzichtet aber auf den geriffelten Kunststoff, wodurch er glatter und rutschiger ist. Statt auf eine Digitalanzeige setzt er außerdem auf einige LEDs, von denen sich der ungefähre Ladestand des Akkus ablesen lässt. Dadurch macht das Gerät einen noch billigeren Eindruck als das Eunon-Pendant. Die Rasur ist leider genauso wenig gründlich und die Hautirritation genauso stark, der Trimmer nicht feststellbar und instabil. Zwar ist auch der SweetLF-Rasierer wasserdicht nach IPX7 und dank Micro-USB problemlos überall aufladbar, trotzdem können wir nur vom SWS7105 abraten – da hilft auch der niedrige Preis nicht. Ein Netzteil gehört übrigens nicht zum Lieferumfang, lediglich ein USB-Kabel liegt bei.

Max-T RMS6101

Test Rasierapparat: Max-T RMS6101

Keine Preise gefunden.

Der Max-T RMS6101 unterscheidet sich vom SweetLF SWS7105 nur in Details, die man ohne direkten Vergleich gar nicht bemerken würde – selbst die Schachtel samt Schaumstoffeinlage ist verdächtig ähnlich. Dementsprechend gibt es auch hier kein Netzteil, sondern nur ein USB-Kabel. Den Ladestand liest man an einer einzelnen LED ab, eine Digitalanzeige gibt es nicht – in diesem Punkt unterbietet der Rasierer sogar den ohnehin schon schlecht ausgestatteten SweetLF. Auch die Leistung beim Rasieren ist ähnlich bescheiden: Die Rasierlamellen schaben nicht gründlich und recht unangenehm auf der Haut herum und kapitulieren spätestens auf unebenen Terrain, wie dem Hals. Der Trimmer an der Rückseite ist abermals nicht feststellbar und wabbelt somit lose umher.

Dass der RMS6101 der günstigste Rasierapparat im Test war, merkt man ihm leider auch an. Wir raten dazu, in den sauren Apfel zu beißen und lieber etwas mehr für unseren Preistipp zu auszugeben oder sich zumindest den Hatteker RSCW-7800 genauer anzusehen.

Der AEG HR 5626 hat uns nicht gefallen – teilweise aus überraschenden Gründen. Die leicht gebogene Form des Rasierers erweckt einen ergonomischen Eindruck, als wir ihn aber das erste Mal in Augenschein nahmen, mussten wir jedoch feststellen, dass er schlecht in der Hand liegt und sich ohne die Krümmung sogar besser hätte greifen lassen. Der Kopf mit seinen zwei Scherfolien und einem Integralschneider ist selbst zwar zur Seite hin leicht neigbar, aber nicht nach vorne und hinten, sodass es kaum möglich ist, in einem Durchgang alle Stoppel zu erwischen. In der Preisklasse, in der der HR 5626 liegt, ist sonst ein komplett starrer Kopf Usus, übel genommen haben wir das dem AEG-Rasierer daher nicht. Allerdings hat die Beweglichkeit in dieser Form kaum Vorteile und bei jedem Neigen gibt das Gerät ein gut wahrnehmbares, ächzendes Knacken von sich.

Alles andere als gewöhnlich ist die starke Vibration, die das Gerät im Betrieb erzeugt. Bei einem normalen Zug stoßen sich Haut und Enthaarungshilfe unermüdlich voneinander ab, tatsächlich abrasiert wird dabei so gut wie gar nichts. Immerhin hält sich dabei auch die Hautirritation in Grenzen.

Möchte man dem Apparat Ergebnisse entlocken, die man in einem Vorher-Nachher-Vergleich auch wahrnehmen kann, muss man unweigerlich stärker aufdrücken. Damit entfernt der AEG dann endlich tatsächlich Haare, allerdings wächst aber auch die Irritation, und richtig sauber wird die Haut auch dann trotz allem nicht. Auch wenn der niedrige Preis reizvoll sein mag, müssen wir vom AEG HR 5626 abraten.

Der ProfiCare PC-HR 3023 ist leider weder professionell, noch careful. Tatsächlich war er viel mehr einer der unangenehmsten Kandidaten im Test. Geht es um Hautreizungen, übertrifft er selbst die anderen von uns getesteten Billigrasierer aus Fernost – und zwar alle. Bereits wenige Sekunden reichten aus, um eine knallrote Stelle auf dem Hals zu hinterlassen, die erst nach etwa einem halben Tag wieder halbwegs verschwunden war. Wer nun denkt, dass er für die Tortur wenigstens mit einer akzeptablen Rasur entlohnt wird, irrt, denn der ProfiCare fällt auch bei der Gründlichkeit bis ins Bodenlose durch. Der Hals war also nicht nur rot, sondern auch annähernd genauso behaart wie vor dem Test. Überrascht sind wir in dieser Hinsicht aber lediglich vom Ausmaß, in welchem der Rasierer versagt, denn dass uns mit dem PC-HR 3023 nicht die beste Rasur aller Zeiten bevorsteht, konnten wir aufgrund des komplett starren Kopfes mit lediglich leicht mitwippenden Scherlamellen schon erahnen.

Weil das für ein zünftiges Debakel aber immer noch nicht reicht, ist auch noch das Design ein Ärgernis. Der leichte Metalleffekt, der der billigen Kunststofffassade Glanz verleihen soll, schießt klaffend weit am Ziel vorbei und bewirkt das Gegenteil, der Rasierer sieht also genauso schrottig aus, wie er ist. Durch den Spiegeleffekt erkennt man das im Griff verbaute Display schlechter, als es nötig wäre. Selbiges zeigt die restliche Akkulaufzeit in Minuten an – zugegeben, immerhin hat er eins, was in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich ist. Er hat auch einen ausklappbaren Trimmer, wie man ihn von der Konkurrenz kennt. Das allein ist aber kein Kaufargument.

Kurzum: Das Gerät ist eine Zumutung. Wir raten aus voller Überzeugung vom ProfiCare PC-HR 3023 ab und würden nicht einmal eine Empfehlung aussprechen, wenn er nur 50 Cent kosten würde. Dafür ist uns unsere Haut zu wertvoll. Vorher würden wir eher wieder zurück zur Nassrasur wechseln, notfalls auch mit Einwegrasierern – die sind nämlich gründlicher und deutlich angenehmer.

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cbt
cbt

Zum angeblich „besten rotierenden“ Rasierer: Weil ich bislang nur gute Erfahrungen mit den Empfehlungen von AllesBeste gemacht hatte (unter anderem auch mit einem rotierenden Rasierer von Philips), habe ich die Verpackung des ach so günstigen Remington R9 Ultimate XR1570, den ich auf Reisen nutzen wollte, nach kurzem Antesten gleich entsorgt. Großer Fehler! – – – Wie dieser Rasierer es in die Bestenliste schaffen konnte, ist mir ein völliges Rätsel. Habe ich ein Montagsgerät erwischt? Ich brauche, auch bei Nass-Einsatz und auf der höheren von zwei Betriebsstufen, doppelt so lang wie mit dem Panasonic ES-LV65 (bester Rasierer, den ich je hatte,… Mehr... »

Norbert
Norbert

Für mich als Bartträger mit Konturenbart sind die großen Scherköpfe nicht geeignet. Statt Akkurasierer bevorzuge ich einen reinen Netzrasierer(Braun) für Zuhause, weil ein Akku ein Verschleißteil ist. Im Urlaub reicht ein kleiner(leichter) Batterierasierer (Braun). Zur gründlichen Scherkopfreinigung ist ein Ultraschallreiniger das Mittel meiner Wahl (kostengünstig, und vielseitig nutzbar).

Andre
Andre

Vielen Dank !
Da ich meinen Panasonic ES8807 nun nach etlichen ersetzten möchte, obwohl er noch seine Dienste tut, ist dieser Bericht sehr hilfreich. Vor Jahren war ich schon von Panasonic mehr überzeugt, als die von mir seinerzeit getesteten Braun und Remingten Rasierermodelle.

Arian Bilušić
Arian Bilušić

Be Ni Eki Elvis Muratovic burschens ich habs euch gesagt