Der beste Epilierer

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Alle acht Epilierer im Test

Der beste Epilierer ist der Philips Satinelle Prestige mit acht Aufsätzen. Er entfernt Haare sehr gründlich, kann mit einer langen Akkulaufzeit glänzen, ist hochwertig verarbeitet und sieht auch noch hübsch aus – und das beste: er tut kaum weh.

Ich dusche nie allein. Der Nassrasierer ist mein täglicher Begleiter. Allerdings ist er scharf, ich schneide mich öfter – hektisch wie ich manchmal bin. Und Wunden auf nackten Beinen sind nicht sexy. Außerdem sprießen die Stoppeln schon am nächsten Tag wieder – doof!

Deshalb war ich nie ganz zufrieden mit meinem scharfen Partner und schielte auf bessere Methoden. Allerdings hatte ich noch die höllischen Schmerzen im Gedächtnis, die mir als Teenager die rotierenden Pinzetten meiner Mutter beim Haare-an-der-Wurzel-Ausreißen bescherten.

Einmal und nie wieder, dachte ich. Doch ohne Haarentfernung fühle ich mich nicht wohl. Das teile ich immerhin mit 90 Prozent der 14- bis 39-jährigen Frauen, die sich laut einer Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg regelmäßig ihrer Körperbehaarung entledigen, weil sie sich aalglatt besser finden. Da locke natürlich das süße Versprechen auf den Verpackungen der Hersteller: »Bis zu einem Monat glatte Haut.«

Um herauszufinden, ob das stimmt, haben wir acht Epilierer getestet, darunter sowohl Markenprodukte, als auch No-Name Geräte. Schon mal vorab: Günstig ist in diesem Fall leider auch nicht gut.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips Satinelle Prestige 650

Test Epilierer: Philips Satinelle Prestige 650
Das Gesamtpaket stimmt: gründliche, ziemlich schmerzfreie Epilation, edles Design und lange Akku-Laufzeit.

Beim Philips Satinelle Prestige 650 stimmt bis auf den stattlichen Preis von rund 100 Euro alles: die gründliche, ziemlich schmerzfreie Epilation, kaum Hautirritationen, eine lange Akkulaufzeit von 40 Minuten, edles Design und jede Menge Zubehör. Außerdem kann man ihn mit unter die Dusche nehmen, was im Alltag Zeit spart. Unser Fazit: Er ist seinen Preis auf jeden Fall Wert und deshalb für uns der beste Epilierer.

Auch gut

Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1

Test Epilierer: Braun Silk épil 9 Skin Spa 4 in 1
Ein rundum guter Epilierer, auch wenn es – zumindest am Anfang – leider schmerzt.

Den Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1 können Sie anfangs sozusagen »auf Haar und Wurzel« testen, denn der Hersteller verspricht eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie. Das gefällt uns. Allerdings ziept er etwas mehr als der Testsieger und kostet auch noch ein paar Euro mehr. Er bringt aber gute Ergebnisse und ist daher durchaus eine Empfehlung wert.

Gute Preis-Leistung

Remington Smooth & Silky 7-in-1

Test Epilierer: Remington Smooth & Silky 7-in-1
Er bietet viel für sein Geld. Allerdings entfernt er Härchen nicht ganz so gut wie unser Testsieger.

Der Hersteller des Nass- und Trockenepilierer Remington Smooth & Silky 7-in-1 verspricht ebenfalls eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie. Toll finden wir auch die vielen Gadgets, die bei Remington im fairen Preis von rund 80 Euro enthalten sind. Nur entfernt er Härchen nicht ganz so gut wie der Testsieger. Seltsamerweise tat die Epilation trotzdem mehr weh.

Gut aber schmerzhaft

Panasonic ES-ED96-S 8-in-1

Test Epilierer: Panasonic ES-ED96-S 8-in-1
Das stärkste Epilier-Ergebnis des Tests, aber die Haut schmerzte dabei sehr und war danach ziemlich irritiert.

Sogar noch einen Ticken besser als unser Champion epiliert der Panasonic ES-ED96-S 8-in-1, der in der gleichen Preisklasse liegt wie der Testsieger. Das tut er sowohl nass als auch trocken. Allerdings reagierte die Haut nach der Anwendung ziemlich gereizt und wir empfanden ihn auch als schmerzhafter. Wenn man jedoch durchhält, wird man den Schmerz bei regelmäßiger Anwendung mit der Zeit nicht mehr so stark spüren. Ein weiteres Plus sind seine vielen Extra-Aufsätze.

Gut & günstig

Braun Silk-épil 5

Test Epilierer: Braun Silk-épil 5
Ein Gerät, das seine Aufgabe zuverlässig verrichtet und preislich okay ist. Gute Mittelklasse.

Beim Braun Silk-épil 5 muss man nicht allzu tief in die Tasche greifen – und kriegt trotzdem ein zuverlässiges Basic-Modell für die Trocken- und Nassepilation mit vier Aufsätzen. Seine Leistung ist gut, wenn auch ziemlich schmerzhaft, die Verarbeitung hochwertig. Nur Ästheten werden mit seiner weiß-lila Optik womöglich nicht rundum glücklich werden.

Vergleichstabelle

TestsiegerAuch gutGute Preis-LeistungGut aber schmerzhaftGut & günstig
Modell Philips Satinelle Prestige 650 Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1 Remington Smooth & Silky 7-in-1 Panasonic ES-ED96-S 8-in-1 Braun Silk-épil 5 Foraco Silk Epilator Softperfection Begorey Chai Ner Silk-smooth Yivans KD-196
Test Epilierer: Philips Satinelle Prestige 650Test Epilierer: Braun Silk épil 9 Skin Spa 4 in 1Test Epilierer: Remington Smooth & Silky 7-in-1Test Epilierer: Panasonic ES-ED96-S 8-in-1Test Epilierer: Braun Silk-épil 5Test Epilierer: Foraco Silk Epilator SoftperfectionTest Epilierer: Begorey Chai Ner Silk-smoothTest Epilierer: Keda 3 in 1
Pro
  • Sehr gutes Epilations-Ergebnis
  • Kaum Ziepen
  • Edles Design
  • Einfache Handhabung
  • Nass- und Trocken-Epilation
  • Jede Menge Aufsätze
  • 40 Minuten Akku-Laufzeit
  • Tolle Leistung
  • 100-Tage-Geld-zurück-Garantie
  • Ansprechendes Design
  • Nass- und Trocken-Epilation
  • Gleich 12 Extras
  • 40 Minuten Akku-Laufzeit
  • Fairer Preis
  • Haarentfernung ist okay
  • 100-Tage-Geld-zurück-Garantie
  • Viel Zubehör
  • Hübsche Optik
  • Nass- und Trocken-Epilation
  • Das beste Epilier-Ergebnis
  • Nass- und Trocken-Epilation
  • Viele Extras
  • Guter Preis
  • Epilation ist okay
  • Qualitative Verarbeitung
  • Trocken- und Nassepilation
  • Nicht schmerzhaft
  • Günstig
  • Leicht
  • Nass- und Trocken-Epilation
  • Funktioniert im Akku- und Netzbetrieb
  • Günstig
  • Nicht schmerzhaft
  • Günstig
  • Etwas bessere Epilier-Leistung als die beiden anderen günstigen
  • Modelle
  • Mädchenhaft-hübsches Design
Contra
  • Nicht günstig
  • Eher laut
  • Schmerzhafter als der Testsieger
  • Etwas teurer als der Testsieger
  • Epilation anfangs etwas schmerzhaft
  • Gehört zu den lauteren Modellen
  • Im gehobenen Preissegment
  • Nichts für "Weicheier"
  • Starke Hautirritationen
  • Ziemlich funktionelle Optik
  • Ziemlich schmerzhaft
  • Optik ist etwas bieder
  • relativ wenig Zubehör
  • Kaum bis keine Epilier-Leistung
  • Optik ist Geschmackssache
  • Funzliges LED-Licht
  • Ab und zu Motorstottern
  • Wenig Zubehör
  • Relativ lange Ladezeit
  • Kaum Epilier-Ergebnisse
  • "Unrunde" Pinzettenrotation
  • Keine besonders hochwertige
  • Verarbeitung
  • Schlechtes LED-Licht
  • Wenig Zubehör
  • Keine Nass-Epilation
  • Gleitet nicht gut über Knochen
  • Wenig Zubehör
  • Keine Lampe
  • Liegt klobig in der Hand
Bester Preis

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So haben wir getestet

Epilierer müssen zuverlässig, schnell und unkompliziert Körperhaare entfernen – und zwar vollständig und ohne die Haut übermäßig zu reizen. Nervig ist es dagegen, zigmal über die gleiche Stelle zu fahren, bis sich endlich mal ein Härchen löst. Diese Erfahrung mussten wir jedoch mit allen Testprodukten machen – mal mehr, mal weniger.

Die Qualität der Verarbeitung, die Haltbarkeit des Gerätes und die Lebensdauer des Akkus durch Leistungsabfall zeigt sich erst mit der Zeit und bei häufigerer Benutzung. Die Lautstärke des Epilierers war uns ebenfalls wichtig, schließlich will man während der Prozedur nicht auch noch schmerzende Ohren haben. Zum Glück war aber keines der acht geprüften Modelle unangenehm laut, auch wenn es Unterschiede gab.

Epilierer Test: Testsieger Philips Satinelle Prestige.
Alle Epilierer im Test (von links nach rechts): Yvans KD-196, Foraco Silk Epilator Softperfection, Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1, Philips Satinelle Prestige 650, Remington Smooth & Silky 7-in-1, Begorey Chai Ner Silk-smooth, Braun Silk-épil 5 und der Panasonic ES-ED96-S 8-in-1.

Die getesteten Produkte ließen sich durch die Bank einfach bedienen, anschalten und säubern. Für Nassepilation geeignete Geräte kann man einfach mit Wasser abspülen, was sehr praktisch ist. Alle acht Modelle hatten Aufsätze in unterschiedlicher Menge im Paket, etwa zur Massage, fürs Peeling, für die Bikinizone, zum Rasieren, zum Gesichtsreinigen oder zum Hornhautabentfernen an den Füßen. Auch zwei verschiedene Geschwindigkeitsstufen boten alle getesteten Produkte an.

No-Name Geräte schneiden nicht gut ab

Wichtig war uns natürlich auch der Preis. Die drei No-Name-Produkte aus Asien sind mit einem Preis von rund 30 Euro am günstigsten, während teurere Markenmodelle auch mal über 100 Euro kosten. Nach unserem Test würden wir uns aber immer für eines der fünf teureren Markenprodukte entscheiden, die alle zumindest die Note »Gut« verdienen. Die Epilierleistung der Billiggeräte überzeugte dagegen nicht. Bis auf den Yvans KD-196 sehen wir sie nur als weiteren Beitrag zum wachsenden Elektroschrottberg.

Epilieren – aber richtig

Das Versprechen der Hersteller ist, dass die Haare bei regelmäßiger Anwendung langsamer und weicher nachwachsen – und irgendwann ist die Epilation dann angeblich auch genauso schmerzfrei wie die Rasur. Darauf hoffte ich – und wurde ein wenig enttäuscht, unabhängig vom getesteten Epilierermodell. Zwar wurden meine Härchen mit der Zeit tatsächlich etwas softer, aber von den versprochenen vier Wochen glatter Haut kann ich weiterhin bloß träumen.

Epilieren ist schmerz­haft

Die Stoppeln kamen nämlich nach spätestens vier bis fünf Tagen wieder ans Licht. Blöd nur, dass die Epilation anfangs erheblich mehr weh tat als die bisherige Nassrasur – vor allem bei den leistungsstarken Geräten. Auch wenn es stimmt, dass der Schmerz zumindest an den Beinen mit jeder Epilation weiter nachlässt, versöhnten wir uns mit dieser Technik erst, als der sehr sanfte und effiziente Philips Satinelle Prestige 650 zum Einsatz kam. Doch selbst dann: In der empfindlichen Bikinizone werden sich wohl die Wenigsten an den brennenden Schmerz gewöhnen und lieber zum Rasierer greifen. Da nützt auch kein Massageaufsatz, der die Haut vorbereiten und schonen soll.

Was uns dagegen half, ist das vorherige Schock-Freezing mit einem Kühl-Pad aus der Gefriertruhe. Auch die Epilation unter fließendem Wasser empfanden wir nur minimal angenehmer, zumal uns sogar die stärksten Geräte Down Under kaum ein Haar krümmen konnten und wir stattdessen aussahen wie ein gerupftes Huhn.

Damit Irritationen und Verletzungen über Nacht abheilen können, epiliert man am besten vor dem Schlafengehen.

Vielleicht hätten wir eine bessere Erfahrung gemacht, wenn wir davor ein Peeling eingerubbelt hätten. Dazu raten Hersteller, um eingewachsene Haare zu vermeiden und die Haut auf die Anwendung vorzubereiten. Weil ich aber ein ungeduldiger Mensch bin, zwei Kinder habe und bei mir alles praktisch, schnell und unkompliziert gehen muss, hatte ich keinen Nerv dafür – selbst wenn den Geräten oft ein Peeling-Aufsatz beiliegt. Für ein perfektes Ergebnis sollte zudem jedes Jahr die Scherfolie und alle zwei Jahre das Schermesser ausgetauscht werden.

Und die Epilation selbst? Die beste Haarlänge soll zwei bis fünf Millimeter betragen, obwohl einige Hersteller schon gute Ergebnisse ab 0,5 Millimetern versprechen. Sind die Haare zu lang, stutzt sie ein Trimmeraufsatz. Außerdem gilt die Faustregel: Je mehr Pinzetten, desto gründlicher und schneller die Epilation.

Jetzt kann’s losgehen: Setzen Sie das Gerät im 90-Grad-Winkel auf, und lassen Sie es ohne Druck über die Haut gleiten – am besten gegen den Haarwuchs und so langsam, dass die Härchen nicht nur abbrechen, sondern tatsächlich an der Wurzel ausgerissen werden. An manchen Stellen empfiehlt es sich, die Haut zu straffen, so tut es weniger weh.

Nach der Epilation beruhigt eine feuchtigkeitsspendende Creme aufgetretene Hautirritationen. Vor allem Aloe Vera erzielt hier eine gute Wirkung. Tatsächlich, am nächsten Tag fühlt sich meine Haut glatt an. Von Gänsehaut mit roten Punkten ist kaum mehr etwas zu sehen.

Außerdem wäre da noch das verlockende Versprechen: Bei langjähriger Anwendung reiche es aus, alle drei Wochen zu epilieren, da die Härchen nur noch langsam nachwachsen. Diese Langzeiterfahrung konnte ich noch nicht machen. Einen Versuch ist es aber Wert. Trotzdem mein Fazit: Wer seine Körperbehaarung komplett auf Jahre vergessen will und das nötige Kleingeld hat, sollte sich Lasern lassen.

Test Epilierer: Philips Satinelle Prestige 650

Testsieger: Philips Satinelle Prestige 650

Schon beim Auspacken freue ich mich, denn die deutsche Gebrauchsanleitung des Philips Satinelle Prestige 650 verstehe ich problemlos – auch dank der einfachen Zeichnungen. Ein weiteres Highlight: ich kann ihn sofort aus der Packung nehmen und loslegen, ohne ihn erstmal stundenlang laden zu müssen. Sehr Praktisch!

Testsieger

Philips Satinelle Prestige 650

Test Epilierer: Philips Satinelle Prestige 650
Das Gesamtpaket stimmt: gründliche, ziemlich schmerzfreie Epilation, edles Design und lange Akku-Laufzeit.

Das sehr elegante, hübsche Modell in Gold-Rosé und Weiß epiliert dank seiner mikro-strukturierten Keramikpinzetten gerade auch feines Haar super, zügig und gründlich. Ich bin zum ersten Mal beim Test wunschlos glücklich – auch wenn ich selbst beim Philips hier und da ein paarmal über ein Haar drüberfahren muss, bis es aufgibt. Das ist vor allem in der ersten Geschwindigkeitsstufe so gewesen, jedoch immer noch weit weniger als bei den meisten anderen Produkten im Test.

Der zweite Power-Gang schafft es dagegen ohnehin mühelos, sogar etwas zu lange Haare an den Beinen zu entfernen. Aber Achtung: So schnell wie beim Rasieren sind die Haare bei keinem Epilierer weg, da muss man schon ein wenig Durchhaltevermögen beweisen.

Sehr gutes Ergebnis mit wenig Haut­irritation

Selbst unter den Achseln entfernt der Philips den Pelz zuverlässig, auch wenn es dort mehr weh tut. Nur meine Haare in der Bikinizone zeigen sich bei allen Testmodellen resistent – so auch bei diesem Gerät. Zudem schmerzte es dort höllisch. Doch das sind natürlich eine subjektive Erfahrungen, vielleicht verhält es sich bei Ihnen anders. Was mir um Längen besser gefällt: Meine Haut reagiert auf den Philips am wenigsten gereizt oder irritiert.

Der Philips verdient also als einziges Modell, das wirklich auch Haare entfernt, die Bezeichnung »sanft«. Ehrlich gesagt: Dieser Epilierer ist der einzige, für den ich meinen Rasierer zur Seite legen würde. Zumal man ihn als Nassepilierer auch mit unter die Dusche nehmen kann. Seine LED-Lampe, die extra angebracht wurde, damit die Härchen besser gesehen werden können, strahlt hell und leistungsstark. Auch der Aufsatzwechsel auf Knopfdruck ist leicht. Der Epilieraufsatz passt sich wunderbar der Haut an, und das hochwertig verarbeitete Gerät liegt dank seiner schmalen, länglichen Form und dem ergonomischen Griff super und leicht in der Hand.

Dazu kriegt man für sein Geld acht Aufsätze, zum Beispiel Körpermassage- und Peeling-Bürste, einen Hornhautentferner und einen Rasierer. Die Ladezeit ist sehr kurz und beträgt gerade einmal 1,5 Stunden. Danach ist der Philips, der zwei Jahre Garantie hat, mit einer Akkulaufzeit von bis zu 40 Minuten im Einsatz. Reinigen kann man das wasserdichte Gerät leicht, am besten unter fließendem Wasser.

Zwei kleine Mankos gibt es aber: Der Philips ist nicht der leiseste Geselle und sein Preis mit rund 100 Euro knackig.

Philips Satinelle Prestigen im Testspiegel

Leider liegt zu unserem Testsieger nur ein aktueller Testbericht vor. Falls sich das ändert, tragen wir das hier für Sie nach.

Die Kollegen vom Testmagazin (06/2017) stellten dem Philips mit 93 Prozent die Note »sehr gut« aus. Vor allem die gute Epilierleistung überzeugte:

»Haare unterschiedlicher Länge werden nach zwei bis drei Zügen vollständig entfernt. Nur sehr kurze Stoppeln bedürfen meist noch des ein oder anderen Zugs mehr. Um die Epilation angenehmer zu gestalten, kann der Massageaufsatz oder der Hautstraffungsaufsatz verwendet werden. Der Austausch gestaltet sich einfach. […]«

Alternativen

Nicht nur der Philips machte seinen Job gut, es gab auch andere Geräte, die wir empfehlen können. Beim ein oder anderen muss man allerdings hart im Nehmen sein.

Auch gut

Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1

Test Epilierer: Braun Silk épil 9 Skin Spa 4 in 1
Ein rundum guter Epilierer, auch wenn es – zumindest am Anfang – leider schmerzt.

Der hübsche und schlichte Braun Silk-épil Skin Spa 4 in 1 mit dem rosé-goldenen Rand ist der erste Epilierer, den ich für diesen Test ausprobierte und der erste, an den ich mich seit dem Epilier-Fiasko aus meiner Jugend wagte. Meine Angst ist unbegründet, die Technik hat sich in den vergangenen fast dreißig Jahren sehr verbessert.

Zwar ziept es anfangs ziemlich, doch schon nach einer Minute nehme ich den Schmerz nur noch als leichte Hintergrundbelästigung war. Nach der Epilation bilden sich allerdings kleine rote Hubbel. Diese Reaktion soll aber scheinbar – je nach Hauttyp – laut der einfach geschriebenen deutschen Gebrauchsanleitung normal sein.

Die Haare an den Waden gehen mit diesem Braun-Modell jedenfalls gut und gründlich raus. Nur ab und zu muss ich in entgegengesetzter Richtung drüberfahren, um ein paar widerspenstige Härchen zu zähmen. Auch die Epilation unter den Achseln ist zwar noch schmerzhafter als an den Beinen, aber machbar. Dafür wird ein Extraaufsatz mitgeliefert. Ganz anders sieht es in die Bikinizone aus: es brennt wie Hölle. Ich beiße die Zähne zusammen und epiliere masochistisch weiter, doch der Schmerz lässt nicht nach.

Als ich dann noch sehe, dass sich kaum ein Haarstoppel herausziehen lässt, sich die Haut stattdessen nur knallrot verfärbt und sogar etwas Blut fließt, hat sich die Sache für mich erledigt: hier greife ich wieder zum Rasierer. Wenn man möchte, kann man natürlich auch den mitgelieferten Rasieraufsatz auf den Epilierer stecken und damit weitermachen.

Gut dagegen finde ich, dass dieser nicht ganz leise Nass- und Trockenepilierer mit der praktischen LED-Lampe sehr handlich ist, wenn auch einen Ticken zu schwer. Dafür wirkt er solide und gut verarbeitet. Außerdem verfügt er auch über allerlei Schnickschnack: für den Achselbereich und die Bikinizone, für den empfindlichen Gesichtsbereich, fürs Peeling, für die Rasur und für die Tiefenmassage liegen einfach auszutauschende Aufsätze im Paket.

Die Reinigung funktioniert ebenfalls problemlos: den Aufsatz abnehmen und die Walze mit dem beiliegenden Pinsel ausbürsten. Das Gerät kann auch einfach nass abgespült werden.

Toll finden wir die 100-Tage-Geld-zurück-Garantie von Braun, die Akku-Laufzeit von 40 Minuten und die Ladezeit von nur einer Stunde.

Warum es der Silk-épil Skin Spa trotzdem nicht zum Testsieger geschafft hat? Er ist minimal teurer als der Philips und das Preis-Leistungsverhältnis ist dort auch besser. Etwas sanfter ist unser Favorit außerdem.

Gute Preis-Leistung

Remington Smooth & Silky 7-in-1

Test Epilierer: Remington Smooth & Silky 7-in-1
Er bietet viel für sein Geld. Allerdings entfernt er Härchen nicht ganz so gut wie unser Testsieger.

Ein preiswerteres Gerät unter den vernünftigen Modellen ist der Remington Smooth & Silky 7-in-1, der Haare sowohl nass als auch trocken entfernt. Er verfügt – dank seiner sieben Extras – über alles, was ein guter Epilierer braucht: eine LED-Lampe, eine Massagekapsel mit Aloe Vera für hautberuhigende Epilation, einen Rasierer, einen leistungsstarken Hornhautentferner, Peelingbürsten- und einen Bikinizonen-Kammaufsatz. Praktisch: Die Gebrauchsanleitung ist auf Deutsch und gut verständlich. Sein Design präsentiert sich hübsch und schlicht in Weiß mit zartem Altrosa.

Für die Haarentfernung an den Beinen und in der Achselhöhle gebe ich ihm die Note zwei, auch wenn er – wie alle getesteten Epilierer – nicht alle Stoppeln gleich beim ersten Mal vernichtet. In der Bikinizone erzielt aber auch der Remington bei mir leider kein wünschenswertes Ergebnis. Ich empfand die Epilation allerdings etwas schmerzhafter als beim Testsieger, auch wenn ich mich recht schnell an den Schmerz gewöhnt und es bald als nicht mehr so stark empfunden habe. Der Epilierer lässt sich dank seiner leicht antaillierten Form gut greifen. Allerdings gehört er eher zu den lauteren Vertretern des Tests, sein Geräusch fiel mir aber nicht wirklich negativ auf.

Was mich dagegen ein klein bisschen nervte: Vor dem ersten Gebrauch musste der Smooth & Silky ganze vier Stunden aufgeladen werden, um es überhaupt benutzen zu können. Blöd, wenn man gleich loslegen will. Die Ladezeit ist allgemein deutlich länger als bei anderen Modellen. Auch Remington gibt eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie – wenn die Schmerzen doch zu groß werden, kann man ihn einfach wieder los werden.

Gut aber schmerzhaft

Panasonic ES-ED96-S 8-in-1

Test Epilierer: Panasonic ES-ED96-S 8-in-1
Das stärkste Epilier-Ergebnis des Tests, aber die Haut schmerzte dabei sehr und war danach ziemlich irritiert.

Was mir als erstes am Panasonic ES-ED96-S 8-in-1 auffiel: Aufgrund seiner dickbauchigen Form liegt dieser Nass- und Trockenepilierer mit hellem LED-Licht ziemlich klobig in der Hand. Zum Glück ist das Gerät kein Schwergewicht. Besonders hübsch finde ich es trotzdem nicht. Sein Design in Weiß-Silber kommt aber auf jeden Fall funktionell rüber – und keinesfalls kitschig, das ist ja auch schon was.

Er zeigt sich außerdem als der Leisetreter unter den acht Testgeräten und seine Gebrauchsanweisung ist auf deutsch und einfach nachzuvollziehen. Neben Standards wie zweistufiger Epilier-Geschwindigkeit bietet der Panasonic immerhin ein Optimum an Zubehör für seinen doch recht hohen Preis von rund 100 Euro. Mit dabei sind beispielsweise ein Top-Pediküreaufsatz, eine (sehr angenehme) Sonic-Gesichtsbürste, eine Sonic-Peeling-Bürste, eine Reinigungsbürste und ein Rasieraufsatz. Sie lassen sich alle ganz easy auf Knopfdruck wechseln.

Bei der Epilation selbst folgte dann ebenfalls eine freudige Überraschung: Der Panasonic kriegt die Beine sehr, sehr gut glatt, sogar bei etwas längeren Haaren. Dies macht er sogar noch einen Ticken besser als der Testsieger. Mit diesem Modell musste ich erfreulicherweise selten zweimal über die gleiche Stelle fahren, damit sämtliche Haare verschwinden. Außerdem schmiegt er sich perfekt an die Waden – dafür muss ich hier aber die Zähne zusammenbeißen. Doch Schmerzempfinden ist ja zum Glück subjektiv.

Unter den Achseln funktioniert die Epilation leider nur so lala. Ein paar Haare gehen raus, es tut aber verflixt weh. Und ich müsste hier eine halbe Stunde epilieren, damit alles glatt wird. Nichts für mich. Im Problembereich Bikinizone tut sich bei mir haartechnisch ohnehin mal wieder gar nichts. Außer, dass ich vor Schmerz daran denke, den Panasonic kurz und klein zu schlagen. Blöderweise reagiert meine Haut um einiges gereizter als etwa beim Philips.

Unpraktisch finde ich, dass das Gerät nur einen Knopf besitzt, um die zwei Geschwindigkeitstufen »Normal« oder »Soft« einzustellen. Ich weiß deshalb nie, in welchem Modus ich mich gerade befinde.

Wegen seiner Sanftheit und Schmerzfreiheit würde ich fürs gleiche Geld lieber zum Philips greifen. Für »härtere« Frauen ist der Panasonic aber ebenfalls eine Super-Wahl – auch was die kurze Ladezeit, die Akku-Laufzeit von bis zu 40 Minuten und die zweijährige Garantie angeht.

Gut & günstig

Braun Silk-épil 5

Test Epilierer: Braun Silk-épil 5
Ein Gerät, das seine Aufgabe zuverlässig verrichtet und preislich okay ist. Gute Mittelklasse.

Der Braun Silk-épil 5 mit der guten LED-Beleuchtung malträtiert meine Schmerzrezeptoren mehr als das Neuner-Modell des gleichen Herstellers. Er liegt auch nicht ganz so gut in der Hand wie sein teurerer Bruder aus gleichem Hause, allerdings wiegt er etwas weniger.

Leider bekam der Verwandte auch das bessere Aussehen ab – und die Eleganz. Sein lila-weißes Äußeres wirkt dagegen eher bieder. Außerdem gibt’s weniger Zubehör, dafür ist der Preis von 65 Euro auch relativ günstig. Mit dabei ist ein Rasieraufsatz, ein Trimmeraufsatz, ein Hochfrequenz-Massageaufsatz sowie ein Aufsatz für optimalen Hautkontakt. Alles ist geeignet für die Trocken- und Nassanwendung, wie es sich für einen empfehlenswerten Epilierer schließlich gehört.

Auch über die Epilierleistung seiner 28 MicroGrip-Pinzetten, die laut Hersteller Haare so fein wie ein Sandkorn entfernen können, lässt sich nicht meckern. Sie ist an den Beinen gründlich, vor allem in der zweiten Stufe. Bei langsamerer Geschwindigkeit widersetzen sich jedoch meine Härchen zu sehr. Unter den Achseln reißt mir dieser Braun die Stoppeln zwar aus, es tut aber schlimm weh, selbst in der empfohlenen Geschwindigkeitsstufe 1.

Wie gehabt, für die Bikinizone sind bei mir anscheinend alle Epilierer nutzlos. Generell finde ich: Dieses günstigere und zuverlässige Basic-Modell von Braun ist für all jene die erste Wahl, die nicht all zu viele Aufsätze brauchen und nicht ganz so viel Geld ausgeben wollen.

Außerdem getestet

Wir wollten den günstigen Geräten auf dem Markt eine Chance geben, wurden aber leider durch die Bank weg enttäuscht. Wenn Sie ernsthaft epilieren wollen, dann greifen Sie lieber zu Markengeräten.

Foraco Silk Epilator Softperfection

Test Epilierer: Foraco Silk Epilator Softperfection

Keine Preise gefunden.

Der günstige, für die Nass- und Trockenanwendung geeignete Foraco Silk Epilator Softperfection mit Extras wie einem eher funzeligen LED-Licht, einem guten Rasier- und Pediküreaufsatz, super funktionierendem Hornhautentferner und zwei Geschwindigkeitsstufen, macht den Anfang unter unseren drei getesteten No-Name-Produkten.

Keines davon würde ich einer Freundin empfehlen, da die Enthaarung bei keinem Gerät überzeugte. Schon das Design des Foraco ist – höflich ausgedrückt – Geschmackssache. Die größte Enttäuschung ist aber sicher das Epilierergebnis: ich fahre an der Wade ein-, zwei-, ja zehnmal über die gleiche Stelle. Zunächst mit der langsameren ersten Stufe, dann rabiater mit der zweiten. Was passiert? Nichts! Vielleicht löst sich vereinzelt ein Haar, mehr ist allerdings nicht zu holen.

Unter den Achseln ist der Epilierer sogar ein noch größerer Reinfall: kaum ein Haar wurde entfernt. Dafür stoppte der Motor immer wieder, weil er eine Hautfalte einzog und das, obwohl ich die Haut gestrafft hatte. Über das Ergebnis an der Bikinizone brauche ich eigentlich kein Wort verlieren. Mit Galgenhumor stelle ich fest: dafür ziept auch nichts. Der ist bei mir jedenfalls durchgefallen. Wundern musste ich mich nur über die vielen, durchwegs positiven Kommentare auf Amazon. Vielleicht sind meine Haare ja besonders widerspenstig?

Begorey Chai Ner Silk-smooth

Ähnliches erlebte ich beim reinen Trockenepilierer Begorey Chai Ner Silk-smooth: Das Gerät epiliert in der ersten »Soft«-Stufe gar nicht und in der zweiten Stufe so, dass ich immer wieder über die Haare gehen muss, bis sich einzelne lösen. Schmerz vermisse ich hier fast. Der Epilierer wirkt außerdem nicht besonders hochwertig: Die Pinzetten rotierten unrunder als bei den gründlicheren Konkurrenzmodellen. Auch die Mini-LED-Lampe erfüllt ihren Dienst mehr schlecht als recht. Insgesamt ebenfalls ein Gerät, dessen rund 30 Euro man sich sparen kann.

Der ebenfalls günstige Yvans KD-196 epiliert etwas besser als seine beiden Vorgänger, vor allem in der zweiten Leistungsstufe. Allerdings muss man auch mit ihm zigmal über die Waden fahren, bis sie einigermaßen glatt sind. Unter den Achseln funktioniert die Epilation dagegen kaum. Der Yvans gleitet außerdem eher mühselig über die Haut. Vor allem beim Schienbeinknochen holpert er etwas.

Wirklich ergonomisch ist er außerdem nicht. Ein weiterer Nachteile: er hat kein integriertes Licht und man darf ihn nicht mit unter die Dusche nehmen. Für ein paar Euro mehr kriegt man da ein sehr viel besseres Modell, zum Beispiel den Braun Silk épil 5.

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