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Der beste Epilierer

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Epilierer Test: Philips Satinelle Prestige 651 1
Kerstin Güntzel

Kerstin Güntzel

arbeitet als Journalistin unter anderem für ELTERN und ELTERN family. Sie hat für die Süddeutsche Zeitung, BILD, Vanity Fair und dpa geschrieben und ist als zweifache Mutter immer auf der Suche nach Dingen, die das Familienleben einfacher machen.

Der beste Epilierer ist der Philips Satinelle Prestige BRE651/00 mit neun Extras. Er entfernt Haare sehr gründlich, kann mit einer langen Akkulaufzeit glänzen und ist hochwertig verarbeitet. Er bietet ein noch besseres Preis-Leistungsverhältnis als sein Vorgänger sowie eine 90 Tage-Geld-zurück-Garantie. Zudem sieht der Satinelle Prestige hübsch aus. Und das Beste: Er tut kaum weh. Seltsam bloß, dass die Stiftung Warentest das nicht so sieht.

Update 24. Mai 2019

Wir haben vier neue Epilierer getestet. Drei davon gefielen uns so gut, dass wir sie ebenfalls in unsere Empfehlungen aufgenommen haben. Darunter ist auch der neue „alte“ Testsieger: das so gut wie identische Nachfolgemodell Philips Satinelle Prestige BRE651/00 unseres ehemaligen Testsiegers, das sogar noch etwas günstiger ist und einen Zusatz mehr bietet.

Ich dusche nie allein. Der Nassrasierer ist mein täglicher Begleiter. Allerdings ist er scharf, ich schneide mich öfter – hektisch wie ich manchmal bin. Und Wunden auf nackten Beinen sind nicht sexy. Außerdem sprießen die Stoppeln schon am nächsten Tag wieder – doof!

Deshalb war ich nie ganz zufrieden mit meinem scharfen Partner und schielte auf bessere Methoden. Allerdings hatte ich noch die höllischen Schmerzen im Gedächtnis, die mir als Teenager die rotierenden Pinzetten meiner Mutter beim Haare-an-der-Wurzel-Ausreißen bescherten.

Einmal und nie wieder, dachte ich. Doch ohne Haarentfernung fühle ich mich nicht wohl. Das teile ich immerhin mit 90 Prozent der 14- bis 39-jährigen Frauen, die sich laut einer Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg regelmäßig ihrer Körperbehaarung entledigen, weil sie sich aalglatt besser finden. Da locke natürlich das süße Versprechen auf den Verpackungen der Hersteller: »Bis zu einem Monat glatte Haut.«

Um herauszufinden, ob das stimmt, haben wir zwölf Epilierer getestet, darunter sowohl Markenprodukte, als auch No-Name-Geräte. Schon mal vorab: Günstig ist in diesem Fall leider auch nicht gut.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Philips Satinelle Prestige BRE651/00

Test Epilierer: Philips Satinelle Prestige
Mit noch etwas besserem Preis-Leistungsverhältnis als der Satinelle Prestige 650.

Der Nachfolger unseres alten Testsiegers kann noch ein bisschen mehr. Der Philips Satinelle Prestige BRE651/00 ist zwar so gut wie identisch, aber vielleicht sogar noch einen kleinen Tick besser: ein Accessoire mehr, 90 Tage-Geld-zurück-Garantie und ein etwas besseres Preis-Leistungsverhältnis. Damit löst er unseren alten Testsieger der selben Marke ab und wurde unser neuer Favorit.

Auch gut

Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1

Test Epilierer: Braun Silk épil 9 Skin Spa 4 in 1
Ein rundum guter Epilierer, auch wenn es – zumindest am Anfang – leider schmerzt.

Den Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1 können Sie anfangs sozusagen »auf Haar und Wurzel« testen, denn der Hersteller verspricht eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie. Das gefällt uns. Allerdings ziept er etwas stärker als der Testsieger und kostet auch etwas mehr. Er bringt aber gute Ergebnisse und ist uns daher durchaus eine Empfehlung mit der Note »Sehr gut« wert.

Solide, aber kein Softie

Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700

Test Epilierer: Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700
Dieses Gerät überzeugt dank seiner 40 hochwertigen, titanbeschichteten Pinzetten.

Der akkubetriebene Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700 mit seinen 40 titanbeschichteten Pinzetten und den sieben Aufsätzen entfernt Beinhaare gut. Das klappt erfreulicherweise auch öfter auf den ersten Zug. Mit sehr kurzen Härchen tut er sich jedoch schwerer. Obwohl er generell nicht gerade sanft vorgeht und damit eher nicht für Empfindliche geeignet ist. Er empfiehlt sich übrigens auch nicht für Geräuschempfindliche. Preislich ist er etwas günstiger als der Testsieger. Schön ist, dass man mit ihm sowohl nass als auch trocken epilieren kann.

Gut, aber schmerzhaft

Panasonic ES-ED96-S 8-in-1

Test Epilierer: Panasonic ES-ED96-S 8-in-1
Das stärkste Epilier-Ergebnis des Tests, aber die Haut schmerzte dabei sehr und war danach ziemlich irritiert.

Sogar noch einen Ticken besser als unser Champion epiliert der Panasonic ES-ED96-S 8-in-1, der in der gleichen Preisklasse liegt wie der Testsieger. Das tut er sowohl nass als auch trocken. Allerdings reagierte die Haut nach der Anwendung ziemlich gereizt und wir empfanden ihn auch als schmerzhafter. Wenn man jedoch durchhält, wird man den Schmerz bei regelmäßiger Anwendung mit der Zeit nicht mehr so stark spüren. Ein weiteres Plus sind seine vielen Extra-Aufsätze.

Gut & günstig

Philips Satinelle Essential BRE275/00

Test Epilierer: Philips Satinelle Essential BRE275/00
Da kommt richtig Power aus der Steckdose. Deshalb mit das beste Epilationsergebnis.

Der Philips Satinelle Essential BRE275/00 ist unser einziges ausschließliches Kabel-Modell im Test. Da kommt wirklich Wumms aus der Steckdose: Wohl auch deshalb epiliert dieses Gerät verdammt gut – gemeinsam mit dem Panasonic eindeutig am besten. Allerdings könnte es sanfter sein. Und optisch moderner. Ebenfalls vermisse ich einen ergonomischen Griff. Schade auch, dass man den Epilierer nicht unter die Dusche mitnehmen kann.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutSolide, aber kein SoftieGut, aber schmerzhaftGut & günstig
Modell Philips Satinelle Prestige BRE651/00 Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1 Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700 Panasonic ES-ED96-S 8-in-1 Philips Satinelle Essential BRE275/00 Philips Satinelle Prestige BRE650/00 Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7035 Braun Silk-épil 5 Marske Epilierer Yivans KD-196
Test Epilierer: Philips Satinelle PrestigeTest Epilierer: Braun Silk épil 9 Skin Spa 4 in 1Test Epilierer: Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700Test Epilierer: Panasonic ES-ED96-S 8-in-1Test Epilierer: Philips Satinelle Essential BRE275/00Test Epilierer: Philips Satinelle Prestige 650Test Epilierer: Remington Smooth & Silky 7-in-1Test Epilierer: Braun Silk-épil 5Test Epilierer: Marske EpiliererTest Epilierer: Keda 3 in 1
Pro
  • Etwas besseres Preis-Leistungsverhältnis als beim Vorgängermodell
  • Zusatz: eine hochwertige Pinzette mit integriertem Licht
  • 90 Tage-Geld-zurück-Garantie
  • Sehr gutes Epilationsergebnis
  • Kaum Ziepen
  • Einfache Handhabung
  • Nass- und Trockenepilation
  • 40 Minuten Akku-Laufzeit
  • Tolle Leistung
  • 100-Tage-Geld-zurück-Garantie
  • Nass- und Trockenepilation
  • 40 Minuten Akku-Laufzeit
  • Gutes Epilierergebnis, auch schon auf einen Zug
  • Nass- und Trockenanwendung
  • Gute LED-Lampe
  • Lange Akkudauer
  • Zwei Jahre Garantie plus ein Jahr Extra-Garantie bei Onlineregistrierung
  • Das beste Epilierergebnis
  • Nass- und Trockenepilation
  • Viele Extras
  • Viel Power, deshalb mit das beste Epilationsergebnis
  • Gute Amazon-Bewertungen
  • Helles integriertes Licht
  • Liegt gut in der Hand
  • Sehr leicht
  • Sehr gutes Epilationsergebnis
  • Kaum Ziepen
  • Edles Design
  • Einfache Handhabung
  • Nass- und Trockenepilation
  • Jede Menge Aufsätze
  • 40 Minuten Akku-Laufzeit
  • Fairer Preis
  • Haarentfernung ist okay
  • 100-Tage-Geld-zurück-Garantie
  • Viel Zubehör
  • Hübsche Optik
  • Nass- und Trockenepilation
  • Guter Preis
  • Epilation ist okay
  • Qualitative Verarbeitung
  • Trocken- und Nassepilation
  • Epiliert einigermaßen gut
  • Sehr sanft
  • Einfache Handhabung
  • Starkes LED-Licht
  • Anti-Rutsch-Griff
  • Sehr günstig
  • Leise
  • Ein Jahr Garantie
  • 60
  • 60-Tage-Geld-zurück-Option.
  • Günstig
  • Etwas bessere Epilierleistung als zwei andere günstige
  • Modelle
  • Mädchenhaft-hübsches Design
Contra
  • Nicht ganz günstig
  • Eher laut
  • Schmerzhafter als der Testsieger
  • Etwas teurer als der Testsieger
  • Nichts für Schmerzemfindliche
  • Haut ist anfangs ziemlich entzündet
  • Sehr laut
  • Preis gehoben
  • Design recht bieder
  • Im gehobenen Preissegment
  • Nichts für "Weicheier"
  • Starke Hautirritationen
  • Ziemlich funktionale Optik
  • Recht schmerzhaft
  • Kabel schränkt Bewegungsfreiheit ein
  • Haut in den ersten Stunden danach gereizt
  • Keine Nassepilation möglich
  • Nicht ganz leise
  • Nicht günstig
  • Eher laut
  • Epilation anfangs etwas schmerzhaft
  • Gehört zu den lauteren Modellen
  • Ziemlich schmerzhaft
  • Etwas biedere Optik
  • Relativ wenig Zubehör
  • Epilation einigermaßen okay, aber mit Luft nach oben
  • Wirkt nicht sehr stabil
  • Keine Nassepilation
  • Gebrauchsanleitung nur auf Englisch
  • Sehr lange Ladezeit
  • Pinkes Design ist Geschmackssache
  • Gleitet nicht gut über Knochen
  • Wenig Zubehör
  • Keine Lampe
  • Liegt klobig in der Hand
  • Zu lange Ladezeit
Bester Preis

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Epilieren – aber richtig

Das Versprechen der Hersteller ist, dass die Haare bei regelmäßiger Anwendung langsamer und weicher nachwachsen – und irgendwann ist die Epilation dann angeblich auch genauso schmerzfrei wie die Rasur. Darauf hoffte ich – und wurde ein wenig enttäuscht, unabhängig vom getesteten Epilierermodell. Zwar wurden meine Härchen mit der Zeit tatsächlich etwas softer, aber von den versprochenen vier Wochen glatter Haut kann ich weiterhin bloß träumen.

Epilieren ist schmerz­haft

Die Stoppeln kamen nämlich nach spätestens vier bis fünf Tagen wieder ans Licht. Blöd nur, dass die Epilation anfangs erheblich mehr weh tat als die bisherige Nassrasur – vor allem bei den leistungsstarken Geräten. Auch wenn es stimmt, dass der Schmerz zumindest an den Beinen mit jeder Epilation weiter nachlässt, versöhnten wir uns mit dieser Technik erst, als der sehr sanfte und effiziente Philips Satinelle Prestige BRE650/00 zum Einsatz kam. Doch selbst dann: In der empfindlichen Bikinizone werden sich wohl die Wenigsten an den brennenden Schmerz gewöhnen und lieber zum Rasierer greifen. Da nützt auch kein Massageaufsatz, der die Haut vorbereiten und schonen soll.

Was uns dagegen half, ist das vorherige Schock-Freezing mit einem Kühl-Pad aus der Gefriertruhe. Auch die Epilation unter fließendem Wasser empfanden wir nur minimal angenehmer, zumal uns sogar die stärksten Geräte Down Under kaum ein Haar krümmen konnten und wir stattdessen aussahen wie ein gerupftes Huhn.

Damit Irritationen und Verletzungen über Nacht abheilen können, epiliert man am besten vor dem Schlafengehen.

Vielleicht hätten wir eine bessere Erfahrung gemacht, wenn wir davor ein Peeling eingerubbelt hätten. Dazu raten Hersteller, um eingewachsene Haare zu vermeiden und die Haut auf die Anwendung vorzubereiten. Weil ich aber ein ungeduldiger Mensch bin, zwei Kinder habe und bei mir alles praktisch, schnell und unkompliziert gehen muss, hatte ich keinen Nerv dafür – selbst wenn den Geräten oft ein Peeling-Aufsatz beiliegt. Für ein perfektes Ergebnis sollte zudem jedes Jahr die Scherfolie und alle zwei Jahre das Schermesser ausgetauscht werden.

Und die Epilation selbst? Die beste Haarlänge soll zwei bis fünf Millimeter betragen, obwohl einige Hersteller schon gute Ergebnisse ab 0,5 Millimetern versprechen. Sind die Haare zu lang, stutzt sie ein Trimmeraufsatz. Außerdem gilt die Faustregel: Je mehr Pinzetten, desto gründlicher und schneller die Epilation.

Jetzt kann’s losgehen: Setzen Sie das Gerät im 90-Grad-Winkel auf, und lassen Sie es ohne Druck über die Haut gleiten – am besten gegen den Haarwuchs und so langsam, dass die Härchen nicht nur abbrechen, sondern tatsächlich an der Wurzel ausgerissen werden. An manchen Stellen empfiehlt es sich, die Haut zu straffen, so tut es weniger weh.

Nach der Epilation beruhigt eine feuchtigkeitsspendende Creme aufgetretene Hautirritationen. Vor allem Aloe Vera erzielt hier eine gute Wirkung. Tatsächlich: Am nächsten Tag fühlt sich meine Haut glatt an. Von Gänsehaut mit roten Punkten ist kaum mehr etwas zu sehen.

Außerdem wäre da noch das verlockende Versprechen: Bei langjähriger Anwendung reiche es aus, alle drei Wochen zu epilieren, da die Härchen nur noch langsam nachwachsen. Diese Langzeiterfahrung konnte ich noch nicht machen. Einen Versuch ist es aber Wert. Trotzdem mein Fazit: Wer seine Körperbehaarung komplett auf Jahre vergessen will und das nötige Kleingeld hat, sollte sich lasern lassen.

So haben wir getestet

Epilierer müssen zuverlässig, schnell und unkompliziert Körperhaare entfernen – und zwar vollständig und ohne die Haut übermäßig zu reizen. Nervig ist es dagegen, zigmal über die gleiche Stelle zu fahren, bis sich endlich mal ein Härchen löst. Diese Erfahrung mussten wir jedoch mit allen Testprodukten machen – mal mehr, mal weniger.

Die Qualität der Verarbeitung, die Haltbarkeit des Gerätes und die Lebensdauer des Akkus durch Leistungsabfall zeigt sich erst mit der Zeit und bei häufigerer Benutzung. Die Lautstärke des Epilierers war uns ebenfalls wichtig, schließlich will man während der Prozedur nicht auch noch schmerzende Ohren haben.

Die getesteten Produkte ließen sich durch die Bank einfach bedienen, anschalten und säubern. Für Nassepilation geeignete Geräte kann man einfach mit Wasser abspülen, was sehr praktisch ist. Alle Modelle hatten Aufsätze in unterschiedlicher Menge im Paket, etwa zur Massage, fürs Peeling, für die Bikinizone, zum Rasieren, zum Gesichtsreinigen oder zum Hornhautentfernen an den Füßen. Auch zwei verschiedene Geschwindigkeitsstufen boten alle getesteten Produkte an.

No-Name Geräte schneiden nicht gut ab

Wichtig war uns natürlich auch der Preis. Die No-Name-Produkte aus Asien sind mit einem Preis von rund 30 Euro am günstigsten, während teurere Markenmodelle auch mal über 100 Euro kosten. Nach unserem Test würden wir uns aber immer für eines der acht teureren Markenprodukte entscheiden, die alle zumindest die Note »Gut« verdienen. Die Epilierleistung der Billiggeräte überzeugte dagegen nicht. Die meisten davon sehen wir nur als weiteren Beitrag zum wachsenden Elektroschrottberg.

 Epilierer Test: Philips Satinelle Prestige 651

Testsieger: Philips Satinelle Prestige BRE651/00

Unser neuer Testsieger ist eine verbesserte Version des Vorgängermodells Philips Satinelle Prestige BRE650/00, der zuvor unsere Top-Empfehlung war. Der neue kommt mit ein wenig mehr Zubehör daher und ist gleichzeitig etwas günstiger, weshalb er für uns eindeutig die bessere Wahl ist.

Testsieger

Philips Satinelle Prestige BRE651/00

Test Epilierer: Philips Satinelle Prestige
Mit noch etwas besserem Preis-Leistungsverhältnis als der Satinelle Prestige 650.

Der Philips Satinelle Prestige BRE651/00 verfügt gegenüber den Vorgänger über ein Accessoire mehr, nämlich eine hochwertige Pinzette mit integriertem Licht, z.B. fürs Augenbrauenzupfen, bietet eine 90 Tage-Geld-zurück-Garantie und kostet etwas weniger. Sein Preis-Leistungsverhältnis hat sich also verbessert.

Vor der ersten Benutzung sollte man unbedingt – wie schon beim 650er – die Zeichnung in der Gebrauchsableitung studieren, um zu sehen, wie man den Epilierer richtig hält. Das Gerät leistet nämlich nur dann Superdienste, wenn es korrekt aufgesetzt wird. Vielleicht war ja das eines der Probleme beim Epilierer-Test 5/2019 von Stiftung Warentest?

Sehr gutes Ergebnis mit wenig Haut­irritation

Anders können wir uns das schlechte Abschneiden des Philips Satinelle Prestige BRE651/00 mit der Gesamtnote »Ausreichend« (4,0) nicht erklären. Während die Punkte Hautschonung, Handhabung, Akku sowie Umwelt und Gesundheit mit »Gut« bewertet wurden, schnitt er bei der Haarentfernung bloß »befriedigend« ab. Für die Haltbarkeit bekam er sogar nur eine 4,5 attestiert – darauf kommen wir gleich noch zu sprechen.

Der Philips verdient als einziges Modell, das wirklich auch Haare entfernt, die Bezeichnung »sanft«. Ehrlich gesagt: Dieser Epilierer ist der einzige, für den ich meinen Rasierer zur Seite legen würde, zumal man ihn als Nassepilierer auch mit unter die Dusche nehmen kann. Seine LED-Lampe, die extra dafür angebracht wurde, damit die Härchen besser gesehen werden können, strahlt hell und leistungsstark. Auch der Aufsatzwechsel auf Knopfdruck ist leicht. Der Epilieraufsatz passt sich wunderbar der Haut an, und das hochwertig verarbeitete Gerät liegt dank seiner schmalen, länglichen Form und dem ergonomischen Griff super und leicht in der Hand.

Das sehr elegante, hübsche Modell epiliert dank seiner mikro-strukturierten Keramikpinzetten gerade auch feines Haar super, zügig und gründlich, auch wenn man hier und da ein paarmal über ein Haar drüberfahren muss, bis es aufgibt. Das ist vor allem in der ersten Geschwindigkeitsstufe so. Der zweite Power-Gang schafft es dagegen meist mühelos, sogar etwas zu lange Haare an den Beinen zu entfernen. Aber Achtung: So schnell wie beim Rasieren sind die Haare bei keinem Epilierer weg, da muss man schon ein wenig Durchhaltevermögen beweisen.

Selbst unter den Achseln entfernt der Philips den Pelz zuverlässig, auch wenn es dort mehr weh tut. Nur meine Haare in der Bikinizone zeigen sich bei allen Testmodellen resistent – so auch bei diesem Gerät. Zudem schmerzte es dort höllisch. Doch das sind natürlich subjektive Erfahrungen, vielleicht verhält es sich bei Ihnen anders. Was mir um Längen besser gefällt: Meine Haut reagiert auf den Philips am wenigsten gereizt oder irritiert.

Dazu kriegt man für sein Geld viele verschiedene Aufsätze, zum Beispiel Körpermassage- und Peeling-Bürste sowie einen Rasierer. Die Ladezeit ist sehr kurz und beträgt gerade einmal 1,5 Stunden. Neu mit dabei ist außerdem eine beleuchtete Pinzette fürs präzise Augenbrauenzupfen.

Philips Satinelle Prestige BRE651/00 im Testspiegel

Stiftung Warentest hat unter anderem unseren Testsieger getestet. Im Test von 05/2019 schnitt unser Favorit mit einer Gesamtnote von 4,0 nicht gut ab, was wir überhaupt nicht nachvollziehen können.

Als Hauptgrund dafür gibt Stiftung Warentest mangelnde Haltbarkeit an, weil im Zuge des Tests Wasser in das Gerät eindrang. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass sie den Epilierer für den Test vollständig in einem Wasserbehälter versenkt haben – das haben wir nicht getan.

Wir haben ihn aber viele Male unter der Dusche benutzt und konnten dabei keinerlei Eindringen von Flüssigkeit bemerken. Auch an anderer Stelle, etwa den Kundenbewertungen auf Amazon, konnten wir keine Beschwerden in diese Richtung finden.

Solange man nicht vorhat, das Gerät dauerhaft im Aquarium zu lagern, sollte ihm Wasser also offenbar keine Probleme bereiten. Und auch die nur befriedigende Bewertung der Warentester bei der Qualität des Epilierergebnisses können wir nicht bestätigen.

Alternativen

Nicht nur der Philips machte seinen Job gut, es gab auch andere Geräte, die wir rundum empfehlen können. Beim einen oder anderen muss man allerdings hart im Nehmen sein.

Auch gut

Braun Silk-épil 9 Skin Spa 4 in 1

Test Epilierer: Braun Silk épil 9 Skin Spa 4 in 1
Ein rundum guter Epilierer, auch wenn es – zumindest am Anfang – leider schmerzt.

Der hübsche und schlichte Braun Silk-épil Skin Spa 4 in 1 mit dem rosé-goldenen Rand ist der erste Epilierer, den ich für diesen Test ausprobierte und der erste, an den ich mich seit dem Epilier-Fiasko aus meiner Jugend wagte. Meine Angst ist unbegründet, die Technik hat sich in den vergangenen fast dreißig Jahren sehr verbessert.

Zwar ziept es anfangs ziemlich, doch schon nach einer Minute nehme ich den Schmerz nur noch als leichte Hintergrundbelästigung war. Nach der Epilation bilden sich allerdings kleine rote Hubbel. Diese Reaktion soll aber scheinbar – je nach Hauttyp – laut der einfach geschriebenen deutschen Gebrauchsanleitung normal sein.

Die Haare an den Waden gehen mit diesem Braun-Modell jedenfalls gut und gründlich raus. Nur ab und zu muss ich in entgegengesetzter Richtung drüberfahren, um ein paar widerspenstige Härchen zu zähmen. Auch die Epilation unter den Achseln ist zwar noch schmerzhafter als an den Beinen, aber machbar. Dafür wird ein Extraaufsatz mitgeliefert. Ganz anders sieht es in die Bikinizone aus: Es brennt wie Hölle. Ich beiße die Zähne zusammen und epiliere masochistisch weiter, doch der Schmerz lässt nicht nach.

Als ich dann noch sehe, dass sich kaum ein Haarstoppel herausziehen lässt, sich die Haut stattdessen nur knallrot verfärbt und sogar etwas Blut fließt, hat sich die Sache für mich erledigt: Hier greife ich wieder zum Rasierer. Wenn man möchte, kann man natürlich auch den mitgelieferten Rasieraufsatz auf den Epilierer stecken und damit weitermachen.

Gut dagegen finde ich, dass dieser nicht ganz leise Nass- und Trockenepilierer mit der praktischen LED-Lampe sehr handlich ist, wenn auch einen Ticken zu schwer. Dafür wirkt er solide und gut verarbeitet. Außerdem verfügt er auch über allerlei Schnickschnack: Für den Achselbereich und die Bikinizone, für den empfindlichen Gesichtsbereich, fürs Peeling, für die Rasur und für die Tiefenmassage liegen einfach auszutauschende Aufsätze im Paket.

Die Reinigung funktioniert ebenfalls problemlos: Den Aufsatz abnehmen und die Walze mit dem beiliegenden Pinsel ausbürsten. Das Gerät kann auch einfach nass abgespült werden.

Toll finden wir die 100-Tage-Geld-zurück-Garantie von Braun, die Akku-Laufzeit von 40 Minuten und die Ladezeit von nur einer Stunde.

Warum es der Silk-épil Skin Spa trotzdem nicht zum Testsieger geschafft hat? Er ist minimal teurer als der Philips und das Preis-Leistungsverhältnis ist dort auch besser. Etwas sanfter ist unser Favorit außerdem.

Solide, aber kein Softie

Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700

Test Epilierer: Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700
Dieses Gerät überzeugt dank seiner 40 hochwertigen, titanbeschichteten Pinzetten.

Der akkubetriebene Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700 bleibt bis zu 40 Minuten einsatzbereit, bevor er wieder an der Steckdose auftanken muss. Und dank seiner 40 titanbeschichteten Pinzetten entfernt er auf stärkster Stufe störende Beinhärchen recht gut. Damit hat er seine Hauptaufgabe bereits zufriedenstellend erfüllt. Auffällig dabei ist, dass ich bei diesem Gerät nicht ganz so oft über die gleiche Stelle fahren muss, bis selbst das letzte Haare aufgibt. Remington bewirbt dieses Modell tatsächlich auch damit, dass diese neue Technologie 60 Prozent mehr Haare in einem Zug entfernen würde – und das sogar bei den kürzesten Haaren von 0,5 Millimetern! Da ist auf jeden Fall etwas dran.

Allerdings hatte er gerade bei meinen Mini-Härchen durchaus mehr Schwierigkeiten – 40 titanbeschichtete Pinzetten hin oder her. Was mir außerdem gefällt? Die sieben verschiedenen Aufsätze vom Massageaufsatz mit Aloe Vera über den Rasieraufsatz mit abnehmbarem Bikini-Kammaufsatz, dem Fußpflegeaufsatz bis hin zum Peelingbürsten-Aufsatz. Und die helle LED-Lampe, mit der man jedes Haar sieht.

Einen Bonuspunkt vergeben wir dafür, dass wir den Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7700 auch unter der Dusche anwenden können. Das ist eine tolle Zeitersparnis und mit Wasser tut Epilieren eindeutig weniger weh. Die Handhabung ist denkbar einfach und der antaillierte Griff angenehm. Das Gerät kommt anfangs auch direkt einsatzfähig aus der Verpackung, und ich muss es nicht erst langwierig aufladen. Mich wundert es deshalb nicht, dass Amazon-Kunden dieses Produkt recht gut bewerten.

Was etwas nervt, ist seine Lautstärke. Mein Mann hört das Gerät noch deutlich im Wohnzimmer, obwohl ich im einige Meter entfernten Bad bei angelehnter Tür epiliere. »Was ist das denn für ein Traktor?«, ruft er. Dieser Remington eignet sich zudem nur bedingt für schmerzempfindliche Frauen. Er gehört eindeutig zu den zupackenden Modellen. Das merke ich leidvoll unter den Achseln, wobei ich dafür schon extra die schwächere, weil sanftere Stufe eingestellt habe. Dafür entfernt dieser Epilierer Achselhaare wirklich gut.

Für die Bikinizone ist er mir aber zu heftig. Wir sind ja nicht bei »Fifty Shades of Grey«. Zumal kaum ein Haar ausgeht. Das kann man sich sparen. Danach sehe ich übel aus. Doch die roten, geschwollenen Punkte verschwinden gottseidank nach ein paar Stunden wieder. Sein silber-weißes Design gewinnt wahrscheinlich keinen Preis, kommt aber dezent und klassisch daher. Mit der Eleganz des Testsiegers kann er aber nicht mithalten. Auch was die Qualität angeht, wirkt er mit seinem Plastikgehäuse zwar okay, aber eben nicht so solide wie der Testsieger. Mit rund 80 Euro gehört der Remington eher in die gehobenere Kategorie. Was er außerdem mitbringt? Zwei Jahre Garantie plus ein Jahr Extra-Garantie bei Onlineregistrierung.

Gut, aber schmerzhaft

Panasonic ES-ED96-S 8-in-1

Test Epilierer: Panasonic ES-ED96-S 8-in-1
Das stärkste Epilier-Ergebnis des Tests, aber die Haut schmerzte dabei sehr und war danach ziemlich irritiert.

Was mir als erstes am Panasonic ES-ED96-S 8-in-1 auffiel: Aufgrund seiner dickbauchigen Form liegt dieser Nass- und Trockenepilierer mit hellem LED-Licht ziemlich klobig in der Hand. Zum Glück ist das Gerät kein Schwergewicht. Besonders hübsch finde ich es trotzdem nicht. Sein Design in Weiß-Silber kommt aber auf jeden Fall funktionell rüber – und keinesfalls kitschig, das ist ja auch schon was.

Er zeigt sich außerdem als der Leisetreter unter den acht Testgeräten und seine Gebrauchsanweisung ist auf Deutsch und einfach nachzuvollziehen. Neben Standards wie zweistufiger Epilier-Geschwindigkeit bietet der Panasonic immerhin ein Optimum an Zubehör für seinen doch recht hohen Preis von rund 100 Euro. Mit dabei sind beispielsweise ein Top-Pediküreaufsatz, eine (sehr angenehme) Sonic-Gesichtsbürste, eine Sonic-Peeling-Bürste, eine Reinigungsbürste und ein Rasieraufsatz. Sie lassen sich alle ganz easy auf Knopfdruck wechseln.

Bei der Epilation selbst folgte dann ebenfalls eine freudige Überraschung: Der Panasonic kriegt die Beine sehr, sehr gut glatt, sogar bei etwas längeren Haaren. Dies macht er sogar noch einen Ticken besser als der Testsieger. Mit diesem Modell musste ich erfreulicherweise selten zweimal über die gleiche Stelle fahren, damit sämtliche Haare verschwinden. Außerdem schmiegt er sich perfekt an die Waden – dafür muss ich hier aber die Zähne zusammenbeißen. Doch Schmerzempfinden ist ja zum Glück subjektiv.

Unter den Achseln funktioniert die Epilation leider nur so lala. Ein paar Haare gehen raus, es tut aber verflixt weh. Und ich müsste hier eine halbe Stunde epilieren, damit alles glatt wird. Nichts für mich. Im Problembereich Bikinizone tut sich bei mir haartechnisch ohnehin mal wieder gar nichts. Außer, dass ich vor Schmerz daran denke, den Panasonic kurz und klein zu schlagen. Blöderweise reagiert meine Haut um einiges gereizter als etwa beim Philips.

Unpraktisch finde ich, dass das Gerät nur einen Knopf besitzt, um die zwei Geschwindigkeitstufen »Normal« oder »Soft« einzustellen. Ich weiß deshalb nie, in welchem Modus ich mich gerade befinde.

Wegen seiner Sanftheit und Schmerzfreiheit würde ich fürs gleiche Geld lieber zum Philips greifen. Für »härtere« Frauen ist der Panasonic ES-ED96-S aber ebenfalls eine Super-Wahl – auch was die kurze Ladezeit, die Akku-Laufzeit von bis zu 40 Minuten und die zweijährige Garantie angeht.

Gut & günstig

Philips Satinelle Essential BRE275/00

Test Epilierer: Philips Satinelle Essential BRE275/00
Da kommt richtig Power aus der Steckdose. Deshalb mit das beste Epilationsergebnis.

Der Philips Satinelle Essential BRE275/00 mit integrierter Leuchte ist der einzige Epilierer in unserem Test, der mit Kabel statt Akku betrieben wird. Das macht sich bemerkbar, denn es scheint, als habe er tatsächlich mehr Power als sämtliche unserer Akku-betriebenen Geräte im Check. Deshalb entfernt er Haarstoppeln auch mit am gründlichsten, sogar besser als der Testsieger. Trotzdem musste ich auch hier öfter über die selbe Stelle gehen, um sämtliche Härchen zu entfernen. Doch sogar in der Bikinizone und unter den Achseln bekam ich mit diesem Gerät wenigstens ein paar Haare weg. Ein Novum im Test. Allerdings sah ich danach für ein paar Stunden aus wie ein gerupftes Huhn. Nicht schön!

So ein Kraftpaket epiliert verständlicherweise nicht ganz so sanft wie unser Champion. Ich musste also ein wenig auf die Zähne beißen. Leider darf der Philips auch nicht mit unter die Dusche – logisch aufgrund des Kabels! Immerhin kann man wenigstens seinen Aufsatz unter fließendem Wasser reinigen. Aber bitte vorher brav vom Gerät abnehmen! Das Kabel macht das Produkt nicht besonders flexibel, ich muss leider immer in der Nähe einer Steckdose epilieren. Aufgrund seiner runden Form besitzt der Philips Satinelle Essential BRE275/00 keinen längeren Griff, der besonders gut in der Hand liegt – wie etwa der Testsieger. Trotzdem passt er sich gut der Hand an und ist griffig. Ganz so hübsch ist er ebenfalls nicht: Sein fliederfarbenes, rundliches Design kommt etwas altbacken daher.

Mich dagegen stört es nicht, dass er mit nur drei Zusätzen aufwarten kann: Rasier-, Kamm-. und Massageaufsatz. Denn das Wichtigste ist das Epilieren, und das klappt toll bei diesem zuverlässigen, soliden, wenn auch nicht extrem leisen Produkt. So sehen es wohl auch Amazon-Kunden. Denn er wird durch die Bank positiv bewertet.

Außerdem getestet

Wir wollten den günstigen Geräten auf dem Markt ebenfalls eine Chance geben, wurden aber leider – bis auf die Modelle von Marske und Yvans – komplett enttäuscht. Wenn Sie ernsthaft epilieren wollen, greifen Sie lieber zu einem Markengerät. Hier sind unsere Kurzbewertungen des restlichen Testfelds.

Philips Satinelle Prestige BRE650/00

Unser alter Testsieger glänzt noch immer mit solider Leistung. Die deutsche Gebrauchsanleitung des Philips Satinelle Prestige BRE650/00 ist problemlos verständlich – auch dank der einfachen Zeichnungen. Ein weiteres Highlight: Man kann ihn sofort aus der Packung nehmen und loslegen, ohne ihn erstmal stundenlang laden zu müssen. Sehr praktisch!

Das sehr elegante, hübsche Modell in Gold-Rosé und Weiß epiliert genauso gut wie unser Testsieger und unterscheidet sich auch sonst kaum von unserem Favoriten. Der einzige Unterschied ist hier die fehlende Pinzette, auf die kann beim Epilieren aber auch verzichtet werden. Der Philips, der zwei Jahre Garantie hat, ist mit einer Akkulaufzeit von bis zu 40 Minuten im Einsatz. Reinigen kann man das wasserdichte Gerät leicht, am besten unter fließendem Wasser.

Zwei kleine Mankos gibt es aber: Der Satinelle Prestige BRE650/00 ist nicht ganz leise und sein Preis mit rund 100 Euro knackig.

Remington Smooth & Silky 7-in-1 EP7035

Der Hersteller des Nass- und Trockenepilierer Remington Smooth & Silky 7-in-1 7035 verspricht ebenfalls eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie. Toll finden wir auch die vielen Gadgets, die bei Remington im fairen Preis von rund 60 Euro enthalten sind. Nur entfernt er Härchen nicht so gut wie der Testsieger. Seltsamerweise tat die Epilation trotzdem mehr weh.

Das Gerät verfügt – dank seiner sieben Extras – über alles, was ein guter Haarentferner braucht: eine LED-Lampe, eine Massagekapsel mit Aloe Vera für hautberuhigende Epilation, einen Rasierer, einen leistungsstarken Hornhautentferner, Peelingbürsten- und einen Bikinizonen-Kammaufsatz. Praktisch: Die Gebrauchsanleitung ist auf Deutsch und gut verständlich. Sein Design präsentiert sich hübsch und schlicht in Weiß mit zartem Altrosa.

Für die Haarentfernung an den Beinen und in der Achselhöhle gebe ich ihm die Note zwei, auch wenn er – wie alle getesteten Epilierer – nicht alle Stoppeln gleich beim ersten Mal vernichtet. In der Bikinizone erzielt aber auch der Remington bei mir leider kein wünschenswertes Ergebnis. Ich empfand die Epilation allerdings etwas schmerzhafter als beim Testsieger, auch wenn ich mich recht schnell an den Schmerz gewöhnt und es bald als nicht mehr so stark empfunden habe. Der Epilierer lässt sich dank seiner leicht antaillierten Form gut greifen. Allerdings gehört er eher zu den lauteren Vertretern des Tests, sein Geräusch fiel mir aber nicht wirklich negativ auf.

Was mich dagegen ein klein bisschen nervte: Vor dem ersten Gebrauch musste der Smooth & Silky EP7035 ganze vier Stunden aufgeladen werden, um ihn überhaupt benutzen zu können. Blöd, wenn man gleich loslegen will. Die Ladezeit ist allgemein deutlich länger als bei anderen Modellen. Auch Remington gibt eine 100-Tage-Geld-zurück-Garantie – wenn die Schmerzen doch zu groß werden, kann man ihn also einfach wieder loswerden.

Beim Braun Silk-épil 5 muss man nicht allzu tief in die Tasche greifen – und kriegt trotzdem ein zuverlässiges Basic-Modell für die Trocken- und Nassepilation mit vier Aufsätzen. Das LED-beleuchtete Gerät malträtiert meine Schmerzrezeptoren mehr als das Neuner-Modell des gleichen Herstellers. Er liegt auch nicht ganz so gut in der Hand wie sein teurerer Bruder aus gleichem Hause, allerdings wiegt er etwas weniger.

Leider bekam der Verwandte auch das bessere Aussehen ab – und die Eleganz. Sein lila-weißes Äußeres wirkt dagegen eher bieder. Außerdem gibt es weniger Zubehör, dafür ist der Preis aber auch relativ günstig. Mit dabei sind ein Rasieraufsatz, ein Trimmeraufsatz, ein Hochfrequenz-Massageaufsatz sowie ein Aufsatz für optimalen Hautkontakt. Alles ist geeignet für die Trocken- und Nassanwendung, wie es sich für einen empfehlenswerten Epilierer schließlich gehört.

Auch über die Epilierleistung seiner 28 MicroGrip-Pinzetten, die laut Hersteller Haare so fein wie ein Sandkorn entfernen können, lässt sich nicht meckern. Sie ist an den Beinen gründlich, vor allem in der zweiten Stufe. Bei langsamerer Geschwindigkeit widersetzen sich jedoch meine Härchen zu sehr. Unter den Achseln reißt mir dieser Braun die Stoppeln zwar aus, es tut aber schlimm weh, selbst in der empfohlenen Geschwindigkeitsstufe 1.

Wie gehabt, für die Bikinizone sind bei mir anscheinend alle Epilierer nutzlos. Generell finde ich: Dieses günstigere und zuverlässige Basic-Modell von Braun ist für all jene die erste Wahl, die nicht all zu viele Aufsätze brauchen und nicht ganz so viel Geld ausgeben wollen.

Als ich die Verpackung des Marske MS-6100 sehe, erwarte ich nichts Gutes. Das Design wirkt nicht gerade hochwertig, ähnlich wie andere Epilierer asiatischer Billighersteller. Ich nehme das akkubetriebene Gerät in pink-weißer Tussi-Optik also erst mal mit reichlich Vorurteilen in die Hand – und habe Zweifel bezüglich seiner Qualität und Stabilität. Allerdings finde ich auf Amazon keine Kundenbewertungen, und selbst habe ich keine Langzeiterfahrung damit. Mir scheint sein Gehäuse und der Anschaltknopf jedoch etwas wacklig und zu leicht. Aber ich gestehe: Das ist reines Bauchgefühl!

Beim Epilieren erlebe ich allerdings eine freudige Überraschung. Selbst auf höchster Stufe (es gibt wie immer zwei Einstellungsstufen) surrt das Gerät leise vor sich hin und zieht mir relativ schmerzfrei die Beinbehaarung heraus – und das einigermaßen gut. Ich muss jedoch weit öfter drüber gehen, und es dauert länger als bei den namhaften Modellen im Test. Danach habe ich zumindest keinen einzigen roten Punkt. Ein Lob für seine Sanftheit!

Auch die LED-Lampe erfüllt ihren Dienst zuverlässig. Neben dem Epilierer gibt es noch zwei weitere Aufsätze: einen Rasierer sowie einen Hornhautentferner für die Füße. Auch der Anti-Rutsch-Griff erfüllt seine Funktion. Für den Mini-Preis von rund 20 Euro ist das Angebot okay. Leider musste ich das Gerät anfangs erst einmal mindestens acht Stunden aufladen, um es benutzen zu können.

Nirgends steht außerdem etwas davon, dass man das Produkt nass anwenden kann. Deshalb habe ich vorsichtshalber die Finger davon gelassen. Schade! Aber für nicht mal 20 Euro darf man eben keine Wunder erwarten. Immerhin bekommt der Käufer eine zwölfmonatige Garantie und eine 60-Tage-Geld-zurück-Option.

Yivans KD-196

Test Epilierer: Keda 3 in 1

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Der ebenfalls günstige Yvans KD-196 epiliert etwas besser als seine beiden Vorgänger, vor allem in der zweiten Leistungsstufe. Allerdings muss man auch mit ihm zigmal über die Waden fahren, bis sie einigermaßen glatt sind. Unter den Achseln funktioniert die Epilation dagegen kaum. Der Yvans gleitet außerdem eher mühselig über die Haut. Vor allem beim Schienbeinknochen holpert er etwas.

Wirklich ergonomisch ist er außerdem nicht. Ein weiterer Nachteil: Er hat kein integriertes Licht und man darf ihn nicht mit unter die Dusche nehmen. Für ein paar Euro mehr kriegt man da ein sehr viel besseres Modell, zum Beispiel den Braun Silk épil 5. 

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