Test: Exzenterschleifer Aufmacher
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Letzte Aktualisierung:

Der beste Exzenterschleifer

Wir haben 19 Exzenterschleifer getestet. Der beste ist der Mirka Deros 5650CV: Die Profi-Maschine des finnischen Schleifmaschinenexperten ist hervorragend verarbeitet, leicht, läuft extrem vibrationsarm, ist ergonomisch clever durchdacht und liefert sowohl beim Groben als auch beim Feinschliff beispielhafte Ergebnisse. Einziger Haken: Das Gerät ist nicht gerade günstig.

Marc Hüffer
Marc Hüffer
ist Produktdesigner und Ladenausstatter und arbeitet ständig mit Werkzeug aller Art. Für AllesBeste testet er Profi- und Heimwerker­-Tools.
Letztes Update: 25. April 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

22. Dezember 2021

Wir haben fünf weitere Exzenterschleifer getestet. Der Makita BO5041 und der Metabo SXE 425 TurboTec sind neue Empfehlungen.

28. August 2019

Wir haben den Artikel von Grund auf neu gestaltet und in diesem Zug elf neue Maschinen getestet. Unser neuer Favorit ist der Mirka Deros 5650CV.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Wer etwas schleifen will, hat die Wahl zwischen verschiedenen Schleifgeräten. Exzenterschleifer setzen auf exzentrisch rotierende Schleifteller, gegenüber Delta- oder Schwingschleifern erreicht man mit solchen Maschinen einen deutlich höheren Materialabtrag und damit eine höhere Schleifleistung.

Auch beim Polieren frisch lackierter Flächen spielen Exzenterschleifer ihr Potenzial aus. Durch die kreisende Bewegung des Schleiftellers lassen sich nahtlose Übergänge schaffen. Durch die Veränderung der Kreisbewegung lassen sich die meisten Maschinen von der sensiblen Politur bis hin zum rabiaten Abtrag flexibel einsetzen.

Wir haben 19 Exzenterschleifer des gesamten Preisspektrums getestet, denn wir wollten wissen, ob teure Profi-Maschinen wirklich besser sind als günstige Baumarkt-Modelle. Die günstigste Maschine im Test kostet gerade mal 35 Euro, die teuerste mit satten 550 Euro das 15-fache. Die ganz günstigen Modelle konnten nicht überzeugen. Unsere Empfehlungen sind zwei Profi-Maschinen und ein Preistipp für Heimwerker.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Mirka Deros 5650CV

Test  Exzenterschleifer: Mirka DEROS 5650CV
Ungeschlagene Handhabung und Laufruhe treffen auf hervorragende Schleifergebnisse – der Deros begeistert!

Die Arbeit mit dem Mirka Deros 5650CV macht einfach Spaß: Die Maschine ist leicht und besticht durch eine hervorragende Handhabung und eine beispielhafte Laufruhe. Der Schleifer nutzt einen bürstenlosen Motor und die Übersetzung ist tadellos, sodass man trotz der an sich relativ schwachen Motorleistung von gerade einmal 350 Watt schnell und gründlich vorankommt. Komfortable Kleinigkeiten, wie ein drehbarer Absaugstutzen, ein abnehmbares Stromkabel und ein Digital-Display, runden das Paket ab.

Gute Handhabung

Makita BO5041

Test Exzenterschleifer: Makita BO5041
Der BO5041 ist ein guter Allrounder, der vor allem mit seiner guten Handhabung punktet und sich nur kleine Fehler erlaubt.

Als schöner Allrounder mit guter Handhabung präsentiert sich der Makita BO5041. Sein zweiter Griff ist frei positionierbar, alle Bedienelemente sitzen an gut erreichbaren Stellen und er erzeugt beim Arbeiten nur geringe Vibrationen. Zudem ist er für einen Exzenterschleifer recht leise. Ein kleiner Wermutstropfen sind die hohe Bauweise und der Absaugstutzen, der für übliche Anlagen zu schmal ist.

Für größere Flächen

Metabo SXE 425 TurboTec

Test Exzenterschleifer: Metabo SXE 425 TurboTec
Wer schnell viel abtragen möchte, liegt beim Metabo richtig. Die Maschine bietet eine hohe Leistung zu einem angemessenen Preis.

Ordentlich Abtrag bekommt man mit dem Metabo SXE 425 TurboTec. Fortgeschrittene freuen sich über die hohe Motorleistung, dank der auch das Abschleifen großer Flächen schnell erledigt ist. Für Anfänger ist die Maschine trotz ihrer sehr guten Ergonomie hingegen nicht die beste Wahl, denn der Exzenterschleifer ist schwer und relativ groß.

Für Profis

Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus

Exzenterschleifer Test: Festool Rotex Ro 150 Feq Plus
Groß, kraftvoll und sehr teuer: Wer sich für den RO 150 FEQ-Plus entscheidet, meint es mit dem Schleifen ernst.

Für Profis, die noch mehr Schleifleistung brauchen, ist der Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus die beste Wahl. Besonders beim großflächigen Abschleifen spielt der Koloss mit dem namensgebenden, 150-Millimeter-Schleifteller seine Stärken aus. Das liegt nicht zuletzt am Motor, der mit satten 720 Watt die Leistungsspitze in unserem Test bildet. All das hat natürlich seinen Preis, der sich im Profi-Einsatz aber schnell bezahlt macht.

Gut & günstig

Metabo SXE 3125

Test  Exzenterschleifer: Metabo SXE 3125
Metabo liefert einen äußerst soliden Exzenterschleifer zum fairen Preis.

Kleiner, handlicher und deutlich günstiger ist der Metabo SXE 3125. Er gibt sich eher klassisch und bietet weder die Laufruhe des Mirka Deros 5650CV, noch die geballte Kraft des Rotex RO 150, macht in seinem Gesamtpaket aus solider Verarbeitung, angenehmer Handhabung und guten Schleifergebnissen aber fast alles richtig und schont dabei den Geldbeutel. Für ambitionierte Heimwerker und solche, die es werden wollen, ist der Metabo-Schleifer genau das Richtige.

Vergleichstabelle

TestsiegerMirka Deros 5650CV
Gute HandhabungMakita BO5041
Für größere FlächenMetabo SXE 425 TurboTec
Für ProfisFestool Rotex RO 150 FEQ-Plus
Gut & günstigMetabo SXE 3125
Festool Rotex RO 90 DX FEQ-Plus
Bosch PEX 400 AE
Bosch Professional GEX 125-1 AE
DeWalt DWE6423
Bosch PEX 220 A
Meister MES480-1
Einhell TE-RS 40 E
Einhell TC-RS 38 E
Hychika OS300W
Test  Exzenterschleifer: Mirka DEROS 5650CV
  • Beispielhafte Schleifergebnisse
  • Überragende Handhabung
  • Leicht & wenig Vibration
  • Gute Ausstattung
  • Leise
  • Schleifplatten­wechsel benötigt Werkzeug
  • Relativ teuer
Test Exzenterschleifer: Makita BO5041
  • Leicht
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Ergonomie
  • Frei positionierbarer Zweitgriff
  • Leise und vibrationsarm
  • Kurzes Kabel
  • Absaugstutzen zu dünn für gewöhnliche Schläuche
  • Hohe Bauweise
Test Exzenterschleifer: Metabo SXE 425 TurboTec
  • Hochwertige Materialien
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Ergonomie
  • Hohe Leistung
  • Großer, abnehmbarer und gedämpfter Zweitgriff
  • Schwer
  • Deutlich spürbare Vibrationen
  • Hohe Bauweise
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex Ro 150 Feq Plus
  • Sehr gute Schleifergebnisse
  • Extrem starker Motor
  • Sehr hoher Abtrag
  • Hoher Komfort
  • Groß und schwer
  • Mitunter schwer zu kontrollieren
  • Für feine Detailarbeiten überdimensioniert
  • Sehr teuer
  • Laut
Test  Exzenterschleifer: Metabo SXE 3125
  • Ordentliche Schleif­ergebnisse
  • Gute Handhabung
  • Relativ leicht
  • Ruhiger Lauf
  • Fairer Preis
  • Grenzwertig hoch gebaut
  • Staubbeutel ist unbefriedigend
Test  Exzenterschleifer: Festool Rotex 90 DX FEQ-Plus
  • Sehr gute Schleifergebnisse
  • Hoher Komfort
  • Hervorragend für feine Detailarbeiten geeignet
  • Vielseitig
  • Kleiner Schleifteller nur mäßig für größere Flächen geeignet
  • Sehr teuer
Test Exzenterschleifer: Bosch PEX 400 AE
  • Gute Ergonomie
  • Gute Verarbeitung
  • Ordentlicher Abtrag
  • Manchmal nur mit Mühe präzise zu kontrollieren
  • Unbrauchbarer Staubbehälter
Test Exzenterschleifer: Bosch Professional GEX 125-1 AE
  • Leicht und handlich
  • Sehr gute Absaugvorrichtung
  • Gutes Ansprechverhalten des Motors
  • Wenige Vibrationen
  • Sorgfältige Verarbeitung
  • Schwacher Motor
  • Trotz Einhand-Aufbau zweite Hand zur Bedienung nötig
Test  Exzenterschleifer: DeWalt DWE6423
  • Brauchbarer Staubbehälter
  • Wenig Vibration
  • Wird mit Absaugung sehr laut
  • Schleifteller bleibt oft einfach stehen
  • Laut
Test  Exzenterschleifer: Bosch PEX 220 A
  • Günstig
  • Kompakt
  • Sehr kleiner Schwingkreis
  • Sehr leistungs­schwacher Motor
  • Keine externe Absauganlage anschließbar
Test Exzenterschleifer: Meister MES480-1
  • Günstig
  • Starker Motor
  • Sperrig
  • Schwer zu führen
  • Keine Staubdichtung
  • Funktionsloses Staub­fang­säckchen
  • Zu gängigen Absaugsysteme inkompatibler Anschluss
Test  Exzenterschleifer: Einhell TE-RS 40 E
  • Günstig
  • Schlechter Staubbehälter
  • Drehzahl unter Belastung extrem niedrig
  • Vorderer Griff gibt nach
  • Maschine hat Spiel
  • Laut
Test  Exzenterschleifer: Einhell TC-RS 38 E
  • Günstig
  • Wenig Vibration
  • Schlechter Staubbehälter
  • Keine Absauganlage anschließbar
  • Kaum Abtrag
  • Billiges Material
  • Schlechte Handhabung
Exzenterschleifer Test: Hychika Os300w
  • Günstig
  • Alles andere
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Exzenterschleifer: Darauf kommt es an

Zum Schleifen ebener Flächen hat man die Wahl zwischen Deltaschleifern, Schwingschleifern und Exzenterschleifern. Alle drei Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und eignen sich dementsprechend besser oder schlechter für bestimmte Aufgaben.

Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Prinzip
Arbeitsschema eines Exzenterschleifers: Durch die exzentrische Anordnung des Schleiftellers (grün) führt er kleine Kreiselbewegungen auf der Schleiffläche (orange) aus.

Neben der Form des Schleiftellers – bei Deltaschleifern dreieckig, bei Schwingschleifern rechteckig und bei Exzenterschleifern rund – unterscheiden sich die Maschinen in erster Linie durch ihre Bewegungen: Schwing- und Deltaschleifer schieben das Schleifmittel lediglich mit kleinen Kreisbewegungen über das Werkstück. Bewegt man das Gerät währenddessen nicht, landen die Körner auf dem Schleifmittel nach jedem vollendeten Kreiseln wieder dort, wo sich vorher schon einmal waren. Exzenterschleifer machen das ganz ähnlich, drehen aber gleichzeitig den gesamten Schleifteller. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Korn auf dem Schleifmittel noch einmal genau dieselbe Stelle auf dem Werkstück trifft, wird dadurch extrem niedrig und das Schleifergebnis gleichmäßiger.

Mit ihren kreisrunden Tellern tun sich Exzenterschleifer allerdings schwer mit schlecht zu erreichenden Stellen. Deshalb kommen Deltaschleifer vorrangig beim Schleifen von Ecken zum Einsatz, während Schwingschleifer vor allem bei Kanten das Mittel der Wahl sind. Auch größere, ebene Flächen können damit gut bearbeitet werden – das Risiko, Dellen in die Oberfläche zu schleifen, ist mit Schwingschleifern sehr gering. Ihr Nachteil ist, dass die Schleifleistung relativ begrenzt ist.

Die exzentrisch rotierenden Schleifteller von Exzenterschleifern können dagegen schnell große Menge Material vom Werkstück abtragen. Dank ihrer kleinen, kreiselnden Bewegungen von wenigen Millimetern sind sie aber auch für Polituren hervorragend geeignet.

Wieviel Material ein Schleifgerät abtragen kann, hängt neben der Motorleistung und dem Schwingkreis der Maschine vor allem auch vom verwendeten Schleifmittel ab. Zentral ist dabei der Körnungsgrad: Je höher die angegebene Kennzahl ist, desto feiner ist das Schleifmittel.

Eine grobe Körnung eignet sich für einen schnellen Abtrag, eine feine hingegen ist – wenig überraschend – für den Feinschliff gedacht. Neben den unterschiedlichen Körnungsgraden gibt es zum Polieren von Lacken und anderen Oberflächen auch weiche Scheiben, die mit Filz oder flauschig-weichem, lammfellähnlichem Material ausgestattet sind. Hat man sich für ein Schleifmittel entschieden, wird das runde Schleifpapier am Schleifteller festgeklettet. Übliche Größen sind Durchmesser von 125 oder 150 Millimetern, einige Maschinen weichen aber auch davon ab.

Manche Hand- und Heimwerker nutzen Schwingschleifer auch für eher ungewöhnliche Einsätze, beispielsweise zum Glätten frisch verputzer Wänden, die anschließend gestrichen werden sollen. Das stellt auch kein Problem dar, bis auf den Umstand, dass die Maschine bei längerem Schleifen an der senkrechten Wand mit der Zeit doch etwas schwer werden kann – leichte Geräte sind da klar im Vorteil.

 Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv

Testsieger: Mirka Deros 5650CV

Der Mirka Deros 5650CV ist eine Maschine für Profis und das merkt man ihm auch an. Die Arbeit mit dem Exzenterschleifer macht richtig Spaß – und das dauerhaft, denn der Deros ermöglicht wie kein zweites Modell im Test ermüdungsfreies und präzises Arbeiten.

Testsieger
Mirka Deros 5650CV
Test  Exzenterschleifer: Mirka DEROS 5650CV
Ungeschlagene Handhabung und Laufruhe treffen auf hervorragende Schleifergebnisse – der Deros begeistert!

Ermöglicht wird das durch die einzigartige Ergonomie, die durch den flachen Aufbau bedingt ist. Wo andere Exzenterschleifer wie eine Art Turm gebaut sind, ist der Deros 5650CV flach – die Höhe beträgt nur rund zehn Zentimeter. Auffällig ist auch der Taster, der oben aus dem Gehäuse ragt und den Schleifer bei Betätigung zum Schnurren bringt. Die Drehzahl wird über digitale Tasten reguliert.

Die Bluetooth-Funktion ist eine nette Spielerei

Apropos digital: Der Mirka Deros 5650CV verfügt über eine Bluetooth-Schnittstelle, dank der sich das Gerät mit einem Smartphone oder Tablet verbinden lässt. Das Ganze ist freilich wenig mehr als eine Spielerei. Die sowohl für Android als auch für iOS erhältlich App namens »myMirka« gibt einem unter anderem die Möglichkeit, die aktuelle Drehzahl und die Vibration des Exzenterschleifers zu beobachten. Die hört und spürt der erfahrene Anwender natürlich auch ganz analog direkt am Gerät, aber als Dreingabe ist die Bluetooth-Funktionalität ganz nett.

1 von 6
Exzenterschleifer Test: Mirka App Screenshot
Exzenterschleifer Test: Mirka App Screenshot
Exzenterschleifer Test: Mirka App Screenshot
Exzenterschleifer Test: Mirka App Screenshot
Exzenterschleifer Test: Mirka App Screenshot
Exzenterschleifer Test: Mirka App Screenshot

Beim Schleifen bleiben die Vibrationen stets in vorbildlich niedrigen Grenzen, was die Arbeit mit dem ergonomischen und gerade einmal 1,1 Kilogramm leichten Gerät sehr angenehm macht. Dass der Motor mit 350 Watt nicht der stärkste im Testfeld ist, merkt man dem Schleifergebnis nicht an, was nicht zuletzt am effizienteren bürstenlosen Motor liegt: Der Abtrag ist sehr gut, das Schleifbild fein. Was außerdem sehr angenehm ist: Mit einem Schalldruck von 83 Dezibel war der Deros mit einigem Abstand das leiseste Gerät im Test.

Hervorragend für Grob- und Feinschliff

Der Mirka Deros 5650CV wird mit zwei Schleiftellern geliefert, einem mit 125 und einem mit 150 Millimetern Durchmesser. Damit gelingen sowohl das großflächige Abschleifen als auch der Feinschliff hervorragend. Bei Nichtbenutzung finden beide Scheiben Platz im Systainer-Koffer, in dem die Maschine ausgeliefert wird.

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Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Der flache Aufbau ermöglicht eine hervorragende Kontrolle.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Die Mirka Deros 5650CV in der Seitenansicht.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Die Mirka Deros 5650CV von oben.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Die Drehzahl wird mithilfe der Plus- und Minustaste reguliert.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Die Anschlüsse für Strom und Absauge finden sich hinten am Griff.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, passen keine herkömmlichen Kaltgerätestecker (oben) in den Exzenterschleifer.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Der festmontierte Schleifteller des Deros.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Dem Gerät liegt ein zweiter Schleifteller bei. Um ihn anzubringen, benötigt man den mitgelieferten Schraubenschlüssel.
Exzenterschleifer Test: Mirka Deros 5650cv
Darüber hinaus gehört eine Platte zum Abstellen des Schleifers zum Zubehör.

Über einen Staubbehälter verfügt die Maschine nicht, was bei einem Profi-Gerät auch wenig verwundert. Unser Test zeigte, dass diese Staubboxen ohnehin nie wirklich gut funktionieren – wer sich und seine Umgebung nicht völlig einstauben will, sollte unbedingt eine externe Absauge benutzen. Die lässt sich natürlich auch am Mirka Deros problemlos anschließen. Der zugehörigen Anschlussstutzen ist drehbar, wodurch man beim Arbeiten weit weniger durch einen starren Schlauch behindert wird.

Ähnlich wie der Konkurrent Festool spendiert auch Mirka seinem Exzenterschleifer ein abnehmbares Stromkabel. Das ist robust verstärkt, um Kabelbruch vorzubeugen, und lässt dem Nutzer mit einer Länge von satten vier Metern viel Freiheit beim Arbeiten. Der Stecker ähnelt einem Kaltgerätestecker, wie man sie beispielsweise von PCs kennt, ist aber nicht ganz identisch: Da der dritte, mittige Pin eine andere Form aufweist, passen solche Stecker leider nicht an die Anschlussbuchse der Maschine.

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Nachteile?

Schon beim Wort »Profi« konnte man es sich vermutlich denken und ein Blick auf das Preisschild bestätigt es: Der Mirka Deros 5650CV ist nicht billig. Zwar ist das Meckern auf hohem Niveau, denn der Gegenwert, den man für das Geld bekommt, ist enorm und für andere Profi-Maschinen muss man noch deutlich mehr hinblättern.

Trotzdem muss sich jeder selbst die Frage stellen, wofür und wie häufig er einen Exzenterschleifer benötigt, denn 400 Euro aufwärts sind und bleiben eine Menge Geld – für einmaliges oder auch gelegentliches Abschleifen lohnt sich die Investition nicht. Dann tut es auch ein günstigeres Gerät, wie unser Preistipp von Metabo.

Mirka Deros 5650CV im Testspiegel

Die Kollegen von der Zeitschrift Heimwerker Praxis (03/2019) haben den Mirka Deros 5650 CV getestet und zeigen sich ebenfalls begeistert von der guten Handhabung und den Schleifergebnissen:

»Hat man sich einmal an die kompakte Bauform gewöhnt, gibt es kein Zurück mehr. Der Deros 5650CV lässt sich leicht führen. Durch seine flache Bauform neigt er nicht zum Kippen und kann auch an beengten Stellen eingesetzt werden […] Der Abtrag des Deros 5650CV ist enorm. Mit grobem Schleifmittel bestückt, sind selbst dicke Lackschichten im Nu entfernt. Mit feiner Körnung liefert er exzellente Oberflächen. Die Absaugung funktioniert sehr gut.«

Heimwerker Praxis vergibt 4,5 von 5 möglichen Sternen und schlussfolgert:

»Der Mirka Deros 5650CV setzt für uns aktuell die Maßstäbe in Sachen Exzenterschleifer. Top Ergonomie, hervorragende Schleifergebnisse und extrem langlebige Konstruktion – das ist schleifen auf höchstem Niveau.«

Alternativen

Der Mirka Deros 5650CV ist ein Profi-Schleifer, aber auch Anfängern gelingt die Bedienung problemlos. Allerdings ist er eben auch recht teuer und der Motor ist mit 350 Watt bei Weitem nicht der stärkste auf dem Markt. Wer größere Projekte plant oder ein günstigeres Modell sucht, wird mit unseren Alternativen glücklicher werden.

Gute Handhabung: Makita BO5041

Wer einen hochwertigen Allrounder möchte, aber die hohen Kosten für eine Profi-Maschine scheut, sollte einen Blick auf den Makita BO5041 werfen. Die Verarbeitung des Exzenterschleifers ist einwandfrei, die Handhabung einfach und die Schleifergebnisse sind gut.

Gute Handhabung
Makita BO5041
Test Exzenterschleifer: Makita BO5041
Der BO5041 ist ein guter Allrounder, der vor allem mit seiner guten Handhabung punktet und sich nur kleine Fehler erlaubt.

Äußerlich fällt sofort das niedrige Gewicht der Maschine auf. Das Gehäuse des BO5041 besteht vollständig aus Kunststoff, dessen Materialqualität ist aber dennoch hoch und auch die Verarbeitung stimmt – mit einem Billigheimer im Markenkostüm hat man es hier zum Glück nicht zu tun. Lediglich das arg kurze Stromkabel erinnert ein wenig daran. Die Oberfläche des Makita ist aber einwandfrei und großzügig mit Softgrip besetzt.

Handlich und einfach zu bedienen

Anhand des zweiten Griffs kann man es sich bereits denken: Der Exzenterschleifer ist für das Arbeiten mit zwei Händen ausgelegt. Freunde des einhändigen Arbeitens können das mit gewissen Einschränkungen aber tun, das geringe Gewicht lässt es durchaus zu. Außerdem ist die Ergonomie super, alle Bedienelemente sind während des Arbeitens mit einer Hand erreichbar. Wir raten dennoch zur Nutzung des zweiten Griffs, denn der ist sehr gut gelungen: Mit einer leichten Drehbewegung des vollständig gummierten Handgriffes lässt er sich lösen, im jedem beliebigen Winkel frei positionieren und durch ein beherztes, kurzes Drehen wieder arretieren. Dabei ist er komplett gummiert, was einen rutschfesten Halt erlaubt.

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Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
Der Makita BO5041.
Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
Die Oberflächengüte ist hoch und alle wichtigen Stellen sind mit Softgrip verkleidet.
Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
Der zweite Griff lässt sich mit einer Handbewegung lockern ...
Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
... und in der gewünschten Position wieder fixieren.
Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
Wer möchte, kann den Griff aber auch komplett abnehmen.
Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
Wie üblich, hält der mitgelieferte Staubbeutel auch beim Makita nicht viel auf.
Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
Besser ist die Nutzung einer externen Absauge. Der zugehörige Stutzen ist aber leider zu schmal für die üblichen Standardgrößen.
Exzenterschleifer Test: Exzenterschleifer Makita Bo5041
Der Schleifteller ist 125 Millimeter breit und arbeitet mit Klett-Schleifmitteln.

Der Absaugstutzen ist stabil und fest in die Maschine integriert, nutzt aber ein Makita-eigenes Format, das nicht an übliche Absaugsysteme passt. Wer eine Makita-Absauge hat, ist daher klar im Vorteil, alle anderen müssen wohl oder übel mit einem Adapter Vorlieb nehmen. Davon, einen Exzenterschleifer ganz und gar ohne Absauganlage zu betreiben, raten wir aufgrund der extremen Staubentwicklung ab – besonders beim Abschleifen von Harzen und Lacken ist das keine Kleinigkeit, denn schnell atmet man kleinste Teilchen ein, was gesundheitsschädlich ist. Wenn alle Stricke reißen, kann man auch noch auf die mitgelieferte Staubbox zurückgreifen. Das sehen wir aber als Notlösung, denn der kleine Plastikkasten mit einem Filter aus Papierlamellen hält nur einen Teil des anfallenden Staubs zurück. Mit längeren Arbeitseinsätzen sinkt die Filterleistung zusätzlich.

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Im Praxistest zeigte sich der Makita BO5041 von seiner besten Seite und bestand alle Aufgaben, die wir ihm stellten, sehr gut. Allgemein waren wir beeindruckt von den geringen Vibrationen und dem leisen Betriebsgeräusch – so weit man bei einem Extenterschleifer überhaupt von »leise« sprechen kann. Wir konnten, je nach Stufe, 60 bis 87 Dezibel messen.

Unsere lackierte Holzplatte schaffte der BO5041 in der vorgegebenen Zeit fast vollständig, die Siebdruckplatte konnte er immerhin zu etwa drei Vierteln von ihrer Phenolharzschicht befreien. Dabei ließ sich der Druck gefühlvoll dosieren, besonders unter Zuhilfenahme des zweiten Griffs. Die gebeizte Holzplatte mit Kratzer schaffte die BO5041 in der geplanten Zeit vollständig und entfernte auch den Kratzer.

Für das Abschleifen unserer Holzkante brauchte die Maschine 15 Sekunden. Das gelang zwar auch ordentlich, allerdings machte sich spätestens hier die hohe Bauweise der Maschine bemerkbar. Um senkrechte Kanten lotrecht zu bearbeiten, gibt es bessere Maschinen.

Trotz seiner kleinen Defizite ist der Makita BO5041 ein toller Exzenterschleifer zum fairen Preis und unsere Empfehlung für Heimwerker, die gerne viele Aufgaben mit nur einem Gerät erledigen möchten.

Für größere Flächen: Metabo SXE 425 TurboTec

Erfahrene Anwender, die in kurzer Zeit viel Material abzuschleifen haben, können das gut mit dem Metabo SXE 425 TurboTec erledigen. Die Maschine ist nicht leicht und ihre Bedienung erfordert etwas Übung, dafür ist der Motor sehr durchzugsstark und dreht den Schleifteller munter weiter, wenn andere Exzenterschleifer schon klein beigeben.

Für größere Flächen
Metabo SXE 425 TurboTec
Test Exzenterschleifer: Metabo SXE 425 TurboTec
Wer schnell viel abtragen möchte, liegt beim Metabo richtig. Die Maschine bietet eine hohe Leistung zu einem angemessenen Preis.

Schon beim ersten Anblick ist klar: Der braucht beide Hände. Zwar sind die Bedienelemente ergonomisch sinnvoll angeordnet und könnten auch problemlos mit einer Hand erreicht werden, arbeiten kann man so aber nicht wirklich. Dafür ist der Exzenterschleifer im gewohnten Dunkelgrün zu wuchtig und vor allem zu schwer. Satte 2,4 Kilogramm bringt der Bolide auf die Waage und ist damit die zweitschwerste Maschine in unserem Test, direkt hinter dem Goliath von Festool. Zum Vergleich: Unser Testsieger von Mirka wiegt nicht einmal die Hälfte.

Leistungsstark

Die verbauten Materialien und deren Verarbeitung sind einwandfrei, alles ist robust und langlebig. Das gesamte untere Lagergehäuse ist aus Aluminiumdruckguss gefertigt und mit einem extrem stabilen, gut funktionierenden Absaugstutzen versehen. Auch das Stromkabel ist so, wie wir uns das vorstellen: Flexibel, robust und mit rund vier Metern auch ausreichend lang. Der zweite Griff ist rundum gummiert, abschraubbar und vom restlichen Gehäuse entkoppelt, was die Vibrationen beim Arbeiten stark senkt.

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Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
425 TurboTec mit Zubehör.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Die Ergonomie des Griffs ist gut, zudem sind alle Bedienelemente komfortabel erreichbar.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Oben befindet sich eine Turbo-Taste, die kurzzeitig die maximale Drehzahl aktiviert.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Der zweite Griff ist rutschfest gummiert und gegen Vibrationen entkoppelt.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Die Nutzung des zweiten Griffs ist empfehlenswert, denn die Maschine ist klar für den Zweihandbetrieb ausgelegt.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Der Absaugstutzen ist robust und fest im Gerät integriert.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Dank der Multilochbohrung lassen sich der Staub gut absaugen und viele Schleifmittel verwenden.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Ein Knopfdruck, eine Drehung ...
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
... und schon ist der Schleifteller abgeschraubt.
Exzenterschleifer Test: Metabo Exzenterschleifer Sxe 450 Turbotec
Metabo hat seinem Exzenterschleifer eine Dichtung spendiert, die die Staubverteilung auf ein Minimum reduziert.

Das ist hilfreich, denn ganz so ruhig wie einige andere Kandidaten im Test läuft der SXE 425 TurboTec nicht. Alles in allem sind die Vibrationen erträglich, aber doch spürbar. Das wirkt sich leider auf die Handhabung aus, die aufgrund des Gewichts und des hohen Schwerpunkts ohnehin schon nur bedingt für Anfänger geeignet ist. Wer damit umgehen kann, bekommt im Gegenzug aber auch gute Schleifergebnisse.

Bereits beim ersten Test bewies die Metabo ihre Durchzugsstärke und schliff in der vorgegebenen Minute spielend die gesamte Fläche ab. Auch bei höherem Druck auf die Maschine blieb der Schleifteller nie stehen. Die Staubentwicklung war dabei in einem erfreulich niedrigen Rahmen. Das ist zum größten Teil der Dichtung zu verdanken, die Metabo zwischen das Lagergehäuse und den Schleifteller verbaut hat, aber auch der Multilochung, die eine bessere Absaugleistung erlaubt. Auch unsere Siebdruckplatte mit Phenolharzschicht im zweiten Test schaffte der SXE 425 TurboTec in der vorgegebenen Zeit. Ähnlich gestalteten sich die beiden weiteren Tests: Die Buchenplatte mit Kratzer war innerhalb einer Minute von Beize und Hartöl befreit, der Kratzer war nicht mehr zu sehen. Die Holzkante konnte sie in 15 Sekunden schleifen – ebenfalls ein super Ergebnis.

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Im Praxistest konnten wir zudem die Turbo-Taste ausprobieren, ein praktisches Feature, das sonst nicht viele Exzenterschleifer bieten. Wie der Name vermuten lässt, bringt ein Druck auf den Knopf die Maschine auf Hochtouren und schaltet den Motor auf die höchstmögliche Geschwindigkeit. Unbedingt notwendig finden wir die Funktion zwar nicht, sie ist aber eine schöne Annehmlichkeit und kann in manchen Situationen durchaus hilfreich sein.

Wer sicher große Vorhaben hat und dafür ein großes Kaliber benötigt, erhält mit dem Metabo SXE 425 TurboTec einen fähigen Exzenterschleifer. Noch mehr Power erhält man bei Festool – allerdings für deutlich mehr Geld. Der Metabo ist aber eine gute Maschine und bringt ebenfalls genug Leistungsreserven für alle üblichen Aufgaben mit, weshalb er für viele Anwender trotzdem die bessere Wahl sein kann.

Leistungsstark: Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus

Sei es aufgrund des bulligen, großen Gehäuses oder des starken Motors, der Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus macht Eindruck! Die Schleifergebnisse des 2,3 Kilogramm schweren Boliden sind hervorragend, zumal der Rotex RO 150 im Gegensatz zu den meisten günstigeren Exzenterschleifern auf ein Getriebe setzt.

Für Profis
Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex Ro 150 Feq Plus
Groß, kraftvoll und sehr teuer: Wer sich für den RO 150 FEQ-Plus entscheidet, meint es mit dem Schleifen ernst.

Befeuert wird die 150 Millimeter große Schleifplatte von einem vor Leistung nur so strotzenden Motor: Mit 720 Watt ist er mit Abstand der stärkste im Testfeld, annähernd doppelt so druckvoll wie die etwa die Maschinen von Bosch und Dewalt, die es auf gerade einmal 400 Watt bringen. Vor allem, wenn man in kurzer Zeit große Flächen bearbeiten will, gibt es kaum eine bessere Wahl als den Rotex.

Ein waschechter Profi

Dafür muss man aber auch wissen, was man macht – und man muss die enorme Kraft des Motors zu bändigen wissen. Wenn man nicht aufpasst, hat man schnell eine tiefe Delle ins Material geschliffen. Aber wie gesagt: Der Rotex ist eine Maschine für Profis und nichts für Anfänger.

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Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Der Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus ist bullig, schwer und extrem leistungsstark.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Dank des länglichen Griffs lässt sich der Schleifer gut mit zwei Händen bedienen.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Der Schleifteller lässt sich ohne Werkzeug wechseln.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Praktisch: Die Kunststofflippe verhindert versehentliche Beschädigungen beim Schleifen in der Nähe von Kanten und Stufen.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Die Maschine ist symmetrisch und kann auch von Linkshändern problemlos bedient werden.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Der zweite Griff ist sehr stabil und hilft dem Nutzer deutlich bei der Kontrolle der Maschine.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Um ihn anzubringen, ist kein Werkzeug notwendig. Passende Schraublöcher finden sich auf beiden Seiten des Schleifers.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Der Absaugstutzen und – typisch für Festool – das abnehmbare Stromkabel.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Anstecken, drehen, fertig – das Kabel ist mit wenigen Handgriffen angebracht.
Exzenterschleifer Test: Festool Rotex 90 Dx Feq Plus
Der Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus mit Griff und Stromkabel.

Wie bei Festool üblich, lässt sich das Stromkabel mühelos und schnell tauschen. Das »Plug-It« genannte Konzept gehört mittlerweile zum Hersteller-Standard und klappt wie eh und je: Anstecken, umdrehen, fertig. Hat man mehrere Festool-Werkzeuge in Gebrauch, spart man sich so die Fummelei an ungünstig liegenden Steckdosen und einhergehend jede Menge Kabelsalat. Außerdem lässt sich das Kabel bei einem Defekt ohne Probleme austauschen.

Das »Plus« in Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus verrät, dass die Maschine in einem Systainer-Koffer geliefert wird. Darin befindet sich neben den bereits erwähnten Zubehörteilen auch eine Schutzlippe, die verhindert, dass man stehende Flächen versehentlich anschleift. Das ist etwa beim Abschleifen von Treppenstufen hilfreich.

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Per Schalter kann kann man zwischen zwei Modi wählen, einem Exzenter- und einem Getriebemodus. Im getriebegesteuerten Modus ist der Abtrag enorm, allerdings ist die Maschine dann nur noch mit einiger Kraft unter Kontrolle zu halten, was schnell anstrengend werden kann. Im normalen Exzenterschleifer-Modus kann man deutlich feiner arbeiten. Fürs Finish kann man wahlweise noch eine Polierscheibe dazukaufen.

Kraftvoll und schwer

Das Arbeiten über Kopf, beispielsweise beim Abschleifen eines Türstocks, ist angesichts des hohen Gewichts keine leichte Aufgabe. Hilfreich ist der massive Zusatzgriff, der sich sowohl links als auch rechts an der Maschine anbringen lässt, was nicht nur Linkshänder freuen dürfte. Außerdem entwickelt der Rotex im Einsatz eine nicht zu unterschätzende Lautstärke – das Tragen eines Gehörschutzes ist ratsam.

Der Rotex RO 150 ist schnell, stark und praktisch und untermauert wie kaum ein anderer Exzenterschleifer den Profi-Anspruch der Firma: Die Maschine ist ganz klar für Leute konzipiert, deren Zeit Arbeitszeit ist und Geld kostet – da macht sich auch der hohe Anschaffungspreis schnell bezahlt.

Für den privaten Gebrauch dürfte die Maschine den meisten dagegen zu teuer sein. Wer die Ausgabe nicht scheut und ein wenig Muskelschmalz mitbringt, findet im Festool Rotex RO 150 FEQ-Plus aber einen kraftvollen Helfer – besonders für größere Vorhaben.

Preistipp: Metabo SXE 3125

Für deutlich weniger Geld zu haben ist der Metabo SXE 3125. Der Hersteller legt stets Wert darauf, seinen Profi-Anspruch zu unterstreichen – in Abgrenzung zu den günstigen Heimwerkermaschinen aus dem Baumarkt. Tatsächlich liegt der SXE 3125 irgendwo dazwischen: Gegen die teuren Schleifer-Musterschüler von Festool und Mirka muss das Gerät zurückstehen, gegenüber der günstigen Konkurrenz weiß er sich hingegen bestens zu behaupten.

Gut & günstig
Metabo SXE 3125
Test  Exzenterschleifer: Metabo SXE 3125
Metabo liefert einen äußerst soliden Exzenterschleifer zum fairen Preis.

Die Ergonomie der Maschine ist angenehm. Der Drehzahlregler ist an einer Stelle positioniert, die man während des Arbeitens gut erreichen kann. Lediglich die Bauhöhe ist grenzwertig, denn der Schwerpunkt des Exzenterschleifers liegt dadurch etwas zu hoch für unseren Geschmack, geht aber gerade noch in Ordnung. Immerhin kann man dank des länglichen Griffs auch problemlos beidhändig arbeiten, was besonders nützlich ist, wenn man mal etwas mehr Druck ausüben möchte.

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Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Der Metabo SXE 3125 hat eine sehr gute Ergonomie, könnte für unseren Geschmack aber etwas flacher sein.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Der Drehzahlregler ist jederzeit gut erreichbar.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Der Griff ist gummiert. Das verhindert Abrutschen.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Metabo SXE 3125: Bedienelemente.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Der mitgelieferte Schleifteller hat einen Durchmesser von 125 Millimetern.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Das Kabel ist durch eine Zugentlastung geschützt.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Der Unterbau der Maschine ist aus Aluminiumdruckguss gefertigt. Das Anschließen einer Absauganlage funktioniert problemlos.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Alternativ kann man auch den beigelegten Staubbeutel benutzen.
Exzenterschleifer Test: Metabo Sxe 3125
Leider ist der Beutel kaum hilfreich: Schon nach kurzer Zeit ist das Textil verstopft und der Staub verteilt sich in der Luft.

Der Metabo SXE 3125 ist sehr gut verarbeitet und fühlt sich sehr stabil an. Der Lauf des 310 Watt starken Motors ist angenehm ruhig und die Maschine reagiert sehr direkt auf Betätigungen des Drehzahlreglers.

Nicht so gut gefällt uns der Staubauffangbeutel, auch wenn er keineswegs das Schlusslicht in unserem Test bildet. Generell empfehlen wir ohnehin, beim Schleifen eine Absauganlage oder zumindest einen herkömmlichen Staubsauger anzuschließen, da während der Arbeit doch immer mehr Abtrag herausgeblasen wird, als die Gefäße auffangen können.

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In Sachen Schleifergebnis braucht sich der SXE 3125 nicht zu verstecken. Er schafft es mühelos, sich einen Platz in den oberen Rängen zu sichern. Zwar präsentieren die Top-Schleifer von Mirka und Festool noch gelungenere Ergebnisse, kosten aber auch ein Vielfaches.

Wer einen grundsoliden Exzenterschleifer zu einem verhältnismäßig günstigen Preis sucht, ist mit dem Metabo SXE 3125 bestens bedient.

Außerdem getestet

Festool Rotex RO 90 DX FEQ-Plus

Deutlich kleiner als unsere Empfehlung aus demselben Hause ist der Festool Rotex RO 90 DX FEQ-Plus, dessen Schleifteller gerade einmal 90 Millimeter misst. Dafür hat er gleich zwei davon im Gepäck – eine harte und eine weiche Variante – und obendrein einen Delta-Schuh. Der Wechsel geht vorbildlich schnell und ohne Werkzeug vonstatten – super!

Genau wie der Rotex RO 150 setzt auch der Rotex RO 90 DX auf ein Getriebe, entsprechend viel Zug kann der 400 Watt starke Motor auf das Werkstück umsetzen. Außerdem teilt sich der schmale Exzenterschleifer die Festool-typischen Annehmlichkeiten, wie beispielsweise das wechselbare Kabel.

Für große Flächen ist das Modell nicht sonderlich gut geeignet, denn das Risiko, aufgrund des kleinen Schleiftellers und der hohen Leistung Wellen ins Werkstück zu schleifen, ist relativ hoch. Allerdings ist das auch gar nicht der Anspruch des Geräts – dafür gibt es den Rotex RO 150. Der Rotex RO 90 ist sichtlich für feinere Arbeiten konzipiert. Wer eine entsprechende Maschine sucht, kann bedenkenlos zugreifen – der Schleifer ist fantastisch. Aufgrund des hohen Preises und des etwas eingeschränkten Einsatzgebiets geht unsere Empfehlung aber trotzdem an den großen Bruder.

Bosch PEX 400 AE

Etwas besser macht es der Bosch PEX 400 AE, die trotz seines Namens nicht 400, sondern nur 350 Watt Leistung liefert, mit fünf Millimetern aber mit einem deutlich größeren Schwingkreis arbeitet, was man in der Praxis auch schnell merkt. Ungeübte könnten mitunter einige Probleme haben, die Maschine unter Kontrolle zu halten. Die Staubbox reißt mit ihren nicht wechselbaren Filterlamellen zwar keine Bäume aus, der Absaugstutzen ist hier, anders als bei der 220 Watt starken Schwester, aber immerhin rund, wodurch sich die Maschine an eine Absauganlage anschließen lässt.

Positiv hervorzuheben ist die Ergonomie: Das Gerät fügt sich gut in die Hand und lässt sich dank des langen Griffs hinten und dem Zusatzgriff an der Vorderseite auch zweihändig gut bedienen. Auch die Verarbeitung lässt nichts zu beklagen.

Insgesamt ist der Bosch PEX 400 AE kein schlechter Exzenterschleifer, wir sind aber auch nicht restlos überzeugt. Gerade in Anbetracht des Preises lohnt sich ein Kauf nur bedingt.

Bosch Professional GEX 125-1 AE

Mit dem Bosch Professional GEX 125-1 AE hat der Stuttgarter Traditionshersteller einen sorgfältig verarbeiteten Exzenterschleifer im Programm, der im Test Opfer seiner zu schwachen Motorleistung wurde. Äußerlich gibt es kaum einen Anlass zur Kritik: Großzügige Softgrip-Flächen und schöne Oberflächen bestimmen unseren positiven Eindruck des Gehäuses, das Kabel ist dick, flexibel und robust. Außerdem ist es stattliche vier Meter lang. Ein Adapter für eine externe Absauge und den mitgelieferten Staubfilter ist fest integriert, hat eine gute Größe und ist stabil. Bis hierhin also alles bestens!

Die Schwächen zeigten sich erst im Praxistest. Zuerst fiel uns auf, dass die handliche Maschine zwar aufgebaut ist wie ein Einhandmodell, man für das Einstellen der Drehzahl dann doch die zweite Hand braucht. Vor allem aber mangelt es an roher Kraft: Aufdrücken verlangsamt die Drehzahl deutlich, bei zu festem Druck bleibt der Schleifteller sogar komplett stehen.

Dementsprechend war das Ergebnis beim Abschleifen unseres lackierten Holzes nicht befriedigend. Die Maschine konnte innerhalb von einer Minute nur einen sehr kleinen Teil der Fläche vom Lack befreien. Nicht viel besser verlief das Entfernen der Phenolharzschicht von einer Siebdruckplatte: In 90 Sekunden konnten wir rund drei Viertel der Fläche von der Schicht befreien, abermals war das Hauptproblem, dass wir keinen wirklichen Druck auf die Maschine ausüben konnten.

Von unserer gebeizten und geölten Massivholzplatte mit tiefem Kratzer konnte der GEX 125-1 AE einen Großteil der Beize und der Hartölschicht entfernen, es waren allerdings an mehreren Stellen noch kleine Beizereste zu sehen. Der Kratzer konnte in der vorgegebenen Zeit nicht herausgeschliffen werden. Das Schleifen einer Holzkante funktionierte besser, allerdings war es schwierig die Kante lotrecht zu bearbeiten. Aufgrund der höheren Bauweise der Maschine hatte man sie nicht so gut unter Kontrolle.

Positiv haben wir anzumerken, dass der Motor sehr feinfühlig anspricht und nur geringe Vibrationen erzeugt – sowohl im Leerlauf als auch beim praktischen Arbeiten. Außerdem schleift es sich mit dem GEX 125-1 AE fast staubfrei: Zwischen Schleifteller und dem Gerätekorpus ist eine Dichtung verbaut, die einwandfrei funktioniert.

DeWalt DWE6423

Der Dewalt DWE6423 ist ein handliches Modell, das mit einem kleinen Textilsäckchen als Staubbox geliefert wird, das immerhin halbwegs brauchbar funktioniert, wenn es auch nicht alles aufhält. Eine Absauganlage lässt sich ebenfalls anschließen, allerdings wird der Exzenterschleifer dann ungewöhnlich laut – noch lauter als sonst, denn selbst ohne gehört das Gerät mit 91 Dezibel schon zu den lautesten Kandidaten im Test.

Angenehm ist die Handhabung der kompakten Maschine, die sich dank der der geringen Vibration wirklich gut kontrollieren lässt, was vermutlich nicht zuletzt am eher geringen Schwingkreis von nur 2,6 Millimetern liegen dürfte. Der Motor kommt auf lediglich 280 Watt, und das merkt man leider auch – schon bei mittlerem Druck auf das Werkstück verweigert der Schleifteller die Zusammenarbeit und bleibt vollständig stehen.

Wirklich schlecht ist der Dewalt DWE6423 nicht, er hat aber zu wenig Leistung und sticht in keinem Bereich genug heraus, um eine Empfehlung zu rechtfertigen. Im aufgerufenen Preisbereich gibt es bessere Geräte.

Bosch PEX 220 A

Der Name deutet es schon an, und tatsächlich leistet der Bosch PEX 220 A lediglich 220 Watt – mit Abstand am wenigsten aller getesteten Maschinen. Mit 1,2 Kilogramm ist er aber zum Glück auch leicht, das Gehäuse schön kompakt und die Laufruhe hoch.

Leider merkt man die geringe Leistung bei der Arbeit sehr deutlich: Viel Abtrag schafft der Exzenterschleifer nicht und unter etwas erhöhten Druck bleibt der Schleifteller gleich vollständig stehen. Darüber hinaus ist der Auslassstutzen für den Staub hier nicht rund, sondern länglich, weshalb man keine externe Absauge anschließen kann und somit mit dem mitgelieferten, nur mäßig hilfreichen Kunststoffbehälter Vorlieb nehmen muss.

Meister MES480-1

Staubig. Unter diesem Schlagwort lässt sich unser Eindruck der Meister MES480 ganz gut zusammenfassen. Staub trat während unserer Arbeiten zwischen Schleifteller und dem Gehäuse aus, da dort offenbar keine Dichtung eingebaut wurde. Staub trat aus dem Fangsack aus, der kaum als solcher bezeichnet werden kann – er ist viel mehr ein dünnes Beutelchen, das schon nach kurzer Zeit nichts mehr bei sich behält. Staub flog in der Werkstatt umher, denn eine externe Absauge lässt sich aufgrund des seltsamen, länglichen Anschlusses überhaupt nicht betreiben, sie passt schlicht nicht drauf.

Und Staub fällt viel an, denn der Materialabtrag der MES480 ist durchaus beachtlich. Einen schwachen Motor können wir der Maschine wirklich nicht vorwerfen – wer viel Leistung für wenig Geld möchte, findet sie hier, viel mehr aber auch nicht. Der Schleifer ist sperrig und alles andere als handlich, wodurch er sich zwar gut mit beiden Händen greifen lässt, aber keine gute Handhabung erlaubt. Beim Arbeiten ist man zu weit vom Material entfernt. Das Stromkabel ist ausreichend lang, aber etwas steif.

Für grobes Arbeiten im Freien kann man den Meister MES480 einsetzen, mehr sollte man sich aber nicht von dem Exzenterschleifer erhoffen.

Einhell TE-RS 40 E

Der zweite Exzenterschleifer von Einhell im Test hört auf den Namen TE-RS 40 E und stammt aus der sogenannten »Expert«-Reihe des Herstellers, die sich an passionierte Heimwerker richtet. Leider ist der TE-RS 40 E der TC-RS 38 E trotz ihres angegebenen Expertentums nicht allzu weit überlegen.

Die Griffflächen sind diesmal tatsächlich gummiert, einen hochwertigen Eindruck vermittelt die Maschine deshalb aber noch lange nicht. Der Zusatzgriff an der Vorderseite gibt stark nach und bei Belastung geht die Drehzahl sofort in den Keller. Gleichzeitig neigt die Schleifplatte dazu, sich im Werkstück zu verhängen, worauf man nur eingeschränkt reagieren kann, denn die Maschine hat jede Menge Spiel. Tatsächlich sitzt der Schleifteller dermaßen labbrig auf dem Gerät, dass man ihn selbst mit einer Hand ohne Probleme stark neigen kann.

Die Staubbox besteht aus Plastik und fing schon nach zehn Sekunden Schleifen an, den Staub wieder in den Raum zu pusten. Wenigstens lässt einen den TE-RS 40 E eine externe Absauge anschließen, wozu wir auch dringend raten würden – würden wir überhaupt zu dem Gerät raten.

Einhell TC-RS 38 E

Beim Einhell TC-RS 38 E handelt es sich um ein günstiges Einstiegsgerät für Gelegenheitsheimwerker. Das wird nicht nur am günstigen Preis ersichtlich, sondern auch an der Tatsache, dass der Absaugstutzen in einer Größe gefertigt ist, auf die Schläuche normaler Absauganlagen nicht passen. Wie die meisten Modelle kommt der Einhell-Schleifer mit einem Staubbehälter, der hier in Form eines Textilsäckchens beiliegt.

In der Praxis kann der Exzenterschleifer im herstellertypisch roten Gewand leider nicht wirklich überzeugen: Der Schleifteller ist nicht hart genug, die vermeintlich gummierte Grifffläche ist gar nicht wirklich gummiert, sondern wie der Rest des Gehäuses lediglich aus Plastik, wegen des hohen Schwerpunkts lässt die Maschine sich nicht gut führen und aufgrund des geringen Schwingkreises von nur zwei Millimetern hält sich auch der Abtrag in Grenzen. Immerhin gilt das auch für die Vibration, befriedigend ist die Arbeit aber trotzdem nicht.

Hychika OS300W

Wer billig kauft, kauft zweimal – dieses Sprichwort trifft nicht immer zu, aber beim Hychika OS300W bewahrheitet sich alles, was man bei günstigem Elektrowerkzeug befürchtet. Das Plastik, aus dem das Gehäuse besteht, ist billig, das Kabel kurz, steif und unflexibel. Dazu ist der Exzenterschleifer untermotorisiert: Drückt man beim Schleifen etwas auf, sinkt die Drehzahl in den Keller. Zwar ist die Maschine handlich und leicht, aber auch sehr hoch gebaut, was in einer schlechten Kontrolle resultiert.

Eine Absauge lässt sich nicht anschließen, weil der längliche, eckige Anschluss keinem herkömmlichen Standard entspricht. Bleibt nur noch die Nutzung des mitgelieferten, dünnen Staubbeutelchens, das weder groß genug, noch dicht ist – entgegen einigen Produktabbildungen des Herstellers handelt es sich nicht um einen Kunststoffbehälter, sondern lediglich Textil. Dass Staub dort herausfallen kann, setzt natürlich voraus, dass er überhaupt erst einmal seinen Weg in den Beutel findet, was nicht garantiert ist: Häufig tritt er schon zwischen Schleifteller und Gehäuse aus, da keine Dichtung verbaut ist. Lustig finden wir in diesem Zusammenhang, dass Hychika den Missstand auf seinen Werbebildern als Feature anpreist: Anscheinend saugt der Exzenterschleifer durch den Schlitz Staub an, der auf der Arbeitsfläche liegt – wir fragen uns hingegen, warum er überhaupt dort ist.

So haben wir getestet

Wir haben uns 19 Exzenterschleifer besorgt. Einige davon wurden uns leihweise von den Herstellern zur Verfügung gestellt, andere wurden uns für die Dauer des Tests vom Münchner Geräteverleih Leihwerk überlassen, und die restlichen haben wir gekauft.

Um unsere Maschinen richtig zu fordern, haben wir sie auf drei verschiedene Materialien losgelassen. Den Anfang machte eine Holzplatte mit mehreren Schichten Lack, woran wir die Erfolge der Maschinen in Bezug auf Abtrag und Gründlichkeit gut beobachten konnten. Als zweiter Widersacher diente eine Platte aus hartem Buchenholz. Dieser verpassten wir einen tiefen Kratzer, um ihn anschließend wieder aus dem Material herauszuschleifen.

Quasi als Chefsache haben wir den Maschinen außerdem auf eine Resopalplatte vorgesetzt. Das Material ist eigentlich nicht zum Schleifen gedacht und im Zuge normaler Werktätigkeiten würde wohl auch kaum jemand überhaupt auf so eine Idee kommen. Aufgrund der außerordentlichen Härte der Schichtstoffverbindung sollte sie aber als ganz besonders harte Nuss für unsere Schleifgeräte dienen. Allerdings mussten wir im Verlauf des Tests feststellen, dass keine einzige unserer Testmaschinen dagegen ankam – weder die Billig-Baumarkt-Modelle noch die sündteuren Profi-Schleifer.

Als Schleifmittel kamen bei allen Maschinen Gitternetze der Marke Abranet zum Einsatz. Jeder Exzenterschleifer wurde jeweils mit neuen Gittern getestet, einmal mit einer P80-Körnung und einmal mit einer feineren P120-Variante.

Zuletzt haben wir mit einem professionellen Messgerät den Schalldruck im Leerlauf bei einem Abstand von 50 Zentimetern gemessen.

In unsere Bewertung flossen neben den reinen Schleifergebnissen noch weitere Faktoren ein, die allesamt Komfort, Verarbeitung und Handhabung betreffen: Was taugt die Staubbox? Kann man eine externe Absauganlage anschließen? Wie lang ist das Stromkabel? Benötigt man zusätzliches Werkzeug und wenn ja, wird es mitgeliefert? Fördert der Aufbau der Maschine ermüdungsfreies Arbeiten? Wie schwer ist die Maschine? Wie verhält es sich mit Vibrationen? Und wie gut ist die Verarbeitungsqualität der Maschine?

Die wichtigsten Fragen

Welcher Exzenterschleifer ist der beste?

Unser Favorit ist der Mirka Deros 5650CV. Er konnte uns im Test durch seine überragende Handhabung und seine exzellenten Schleifergebnisse überzeugen.

Was ist der Unterschied zwischen Schwingschleifern und Exzenterschleifern?

Schwingschleifer haben rechteckige Grundflächen, die hin und her schwingen. Exzenterschleifer arbeiten mit rotierenden, runden Schleiftellern.

Kann man mit einem Exzenterschleifer auch polieren?

Ja, das geht. Es gibt dafür eigene Polierscheiben. Man sollte allerdings darauf achten, dass alles wirklich sauber ist, um nicht versehentlich die Oberfläche zu zerkratzen.

Warum sind Löcher im Schleifpapier?

Löcher im Schleifpapier dienen der Absaugung von Schleifstaub durch ein angeschlossenes Absaugsystem.

Wie kann ich Estrich abschleifen?

Das geht am besten mit einer Bodenschleifmaschine. Exzenterschleifer eignen sich schon aufgrund ihrer geringen Größe nicht dazu.

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 Test: Artboard

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