Der beste Exzenterschleifer

Der beste Exzenterschleifer ist der Bosch PEX 400 AE: Seine kompakte Bauform überzeugt mit ergonomisch durchdachter Bedienung und mit dem praktischen Transportkoffer samt Zubehör ist er quasi direkt nach dem Auspacken einsatzbereit.

Wie es der Name schon andeutet, arbeitet der Exzenterschleifer mit einem rotierenden Schleifteller. Besonders auf größeren Flächen und gerne auch beim Polieren erreicht man mit einer solchen Maschine eine besonders gleichmäßige Oberfläche.

Vor allem beim Polieren frisch lackierter Flächen spielt der Exzenterschleifer sein Potenzial aus. Durch die kreiselnde Bewegung des Schleiftellers lassen sich nahtlose Übergänge schaffen, dabei lässt sich bei den meisten Geräten durch feine Einstellung der Kreiselbewegung vom der sensiblen Politur bis hin zum rabiaten Abtrag alles machen.

Wir haben uns drei gängige Geräte genauer angesehen und getestet.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Bosch PEX 400 AE

Test Exzenterschleifer: Bosch PEX 400 AE
Solides Gerät perfekt für den Heimgebrauch ausgestattet und vergleichsweise günstig.

Der Bosch PEX 400 AE ist für den Heimwerker das perfekte Schleifgerät. Es ist solide gebaut und bringt alles mit, was für den Ersteinsatz von Nöten ist. Ein paar Abstriche müssen gemacht werden, doch für den vergleichsweise günstigen Preis lässt sich das im Heimgebrauch durchaus verschmerzen.

Puristisch

Metabo SXE 425 Turbotec

Test: Exzenterschleifer: Metabo SXE 425 Turbotec
Noch robuster aber teurer und ohne Koffer.

Eher etwas für Handwerker ist der Metabo SXE 425 Turbotec. Er ist auf den ersten Blick spartanischer ausgestattet als unser Testsieger, begrenzt sich in Wirklichkeit aber nur auf das Wesentliche. Der Staubkasten ist klein, da dort eine Absaugvorrichtung angeschlossen werden soll.

Für den Heimwerker ist das robuste Gerät in den meisten Fällen ein wenig übertrieben.

Erste Wahl für Profis

Festool ES 125 EQ

Test: Exzenterschleifer: Festool ES 125 EQ
Kompakt und leicht und damit ideal für den Einhand-Betrieb.

Wieder ein Gerät, das sich eher an Profis richtet, ist der Festool ES 125 EQ. Hier ist man vor allem darauf ausgerichtet, auch an engen Arbeitsplätzen optimal arbeiten zu können. Der ES 125 EQ kann nämlich vollständig im Einhandbetrieb verwendet werden.

Preislich gesehen wird sich der Festool-Schleifer für Amateure eher nicht eignen.

Vergleichstabelle

TestsiegerPuristischErste Wahl für Profis
Modell Bosch PEX 400 AE Metabo SXE 425 Turbotec Festool ES 125 EQ
Test Exzenterschleifer: Bosch PEX 400 AETest: Exzenterschleifer: Metabo SXE 425 TurbotecTest: Exzenterschleifer: Festool ES 125 EQ
Pro
  • Vergleichsweise günstig
  • Für Heimwerker eine gute Wahl
  • Kompakt
  • Zweckmäßig designt
  • Eher was für Profis
  • Robust
  • Einhandbetrieb möglich
  • Kompakt
  • Mehr auf Handwerker ausgelegt
Contra
  • Für Profis zu klein
  • Kleiner Staubkasten
  • Teuer
  • Teuer
  • Kein Staubbehälter
Bester Preis
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Auf den (Schleif-) Teller gebracht

Das runde Schleifpapier wird, wie auch die Polierscheibe selbst, am Schleifteller festgeklettet. Der gängige Durchmesser von 125 Millimetern sorgt nicht nur bei unserem Favoriten für eine reichhaltige Auswahl an Aufsätzen.

Da Klettverbindungen so ihre Tücken haben, liegt dem Bosch Exzenterschleifer eine simple aber effiziente Zentrierhilfe zum Aufsetzen der Schleif- und Poliermittel bei. Damit gelingt es auch dem Ungeübten schnell, die Schleifscheibe so auf den Teller zu setzen, dass beim anschließenden Schleifen nicht der gummierte Teller auf der zu schleifenden oder polierenden Fläche rotiert.

Online oder im Baumarkt werden mittlerweile eine ganze Reihe unterschiedlicher Schleif- und Polierscheiben angeboten; neben den unterschiedlichen Körnungs-Graden gibt es zum sensiblen Polieren von Lacken und anderen Oberflächen auch weiche Scheiben, die entweder mit Filz oder flauschig weichem Lammfell-ähnlichem Material auf dem Teller kreiseln.

Der Bosch-Schleifer eignet sich gut für Amateure

Wichtig ist lediglich, dass sie den erforderliche Durchmesser haben, bei unserem Favoriten 125 mm, und das die Befestigung am Schleifteller mit Klett funktioniert.

Manche Hand- und Heimwerker nutzen den Schwingschleifer allerdings auch für eher ungewöhnliche Einsätze, beispielsweise zum Glätten von frisch verputzen Wänden, die anschließend gestrichen werden sollen. Das stellt auch für den Bosch PEX 400 AE kein Problem dar – bis auf den Umstand, dass die Maschine bei längerem Schleifen an der senkrechten Wand mit der Zeit doch etwas schwer werden kann. Andererseits sorgt der kräftige Motor für reichlich Abtrag und man kann es ja auch sportlich betrachten: die Wand ist nachher nicht nur schön glatt, Sie haben auch Ihrem Bizeps etwas Gutes getan.

Test Exzenterschleifer: Bosch PEX 400 AE

Testsieger: Bosch PEX 400 AE

Bosch liefert den Exzenterschleifer PEX 400 AE als Komplettpaket aus: die Maschine mit ihrer 2,5 Meter langen Zuleitung wird im Transportkoffer flankiert von einer simplen, aber wirksamen Zentrierhilfe zum schnellen und perfekten Ankletten des Schleifmittels am Teller, sowie einer Schleifscheibe mit 80-er Körnung. Das sieht zwar nicht gerade üppig aus, aber allein der Kunststoffkoffer ist schon eine praktische Dreingabe. Außer für das genannte Zubehör bleibt noch genug Platz für weitere Schleifscheiben, eventuell eine oder mehrere Staubmasken und vielleicht sogar eine Schutzbrille.

Testsieger

Bosch PEX 400 AE

Test Exzenterschleifer: Bosch PEX 400 AE
Solides Gerät perfekt für den Heimgebrauch ausgestattet und vergleichsweise günstig.

Die Verarbeitung der Maschine ist solide. Das erklärt, zusammen mit dem kräftigen Antrieb, die knapp zwei Kilo Betriebsgewicht. Zwar gehört die PEX 400 in ihrem grünen Outfit eindeutig zur Heimwerker-Serie von Bosch und ist damit nicht ganz so robust gebaut wie ein Gerät aus der blauen Profi-Serie, mit einigen netten Features kann sie aber dennoch durchaus punkten.

So sind sämtliche Griffflächen mit Softgrip beschichtet, so dass man die Maschine auch bei stärkeren Vibrationen immer fest im Griff hat, selbst im Einhandbetrieb, wenn der Zusatzhandgriff abgeschraubt ist.

Ohne Zusatzhandgriff ist der Exzenterschleifer weniger ausladend, man kann dann auch unzugänglichere Flächen gut schleifen und polieren. Für die zweite Hand bleibt dann immer noch der Knauf, der direkt über dem rotierenden Motor sitzt und Dank seiner Form und der Softgrip-Beschichtung ebenfalls gut in der Hand liegt. So lässt sich die Maschine immer noch sehr gut führen.

Der Bosch PEX 400 AE im Praxistest

Für einen ersten Probelauf bringt der Bosch Exzenterschleifer im Lieferumfang schon alles mit. So konnten wir kurzerhand die Schleifscheibe mit der 80-er Körnung auf den Schleifteller kletten, wobei sich die Zentrierhilfe als einfaches aber sinnvolles Hilfsmittel erwies. Sobald das Schleifmittel auf dem Teller fixiert ist, wird die Schleifmaschine ans Netz angeschlossen.

Dabei fällt auf, das die Zuleitung mit knapp 2,5 m für manche Anwendungen etwas knapp bemessen ist. Auch der Staubkasten könnte etwas größer sein, wenn viel Abgeschliffen wird ist er recht schnell voll.

Zum Ausleeren des Staubkastens muss sein Deckel abgenommen werden, was sich als etwas knifflig erweist. Zwar halten nur schlichte Kunststoff-Haken beide Teile zusammen, diese sind aber so innig ineinander geklemmt, dass es schon reichlich Fingerkraft und stabile Fingernägel braucht, ihn zu öffnen. Das kann schief gehen und dann ist der Staub nicht mehr da, wo er hin soll. Hier ist also Vorsicht angesagt.

Tolle Schleifleistung

Besser ist aber ohnehin der Anschluss eines Staubsaugers an den Stutzen, der sonst den Staubkasten hält. Der Schlauch eines zufällig anwesenden Kärcher Saugers passte auf Anhieb, und saß sogar so dicht, dass von nun an zwar etwas lauter, dafür aber einwandfrei staubfrei gearbeitet werden konnte.

Die Arbeitsleistung der Maschine ist schlichtweg begeisternd, hängt aber natürlich auch vom verwendeten Schleifmittel und der entsprechenden Oberfläche ab. Der Motor ist so durchzugsstark, dass er selbst bei sehr grober Körnung mühelos das Holzmöbel von besonders zähen Farbresten befreit. So macht Schleifen geradezu süchtig.

Beim Polieren einer lackierten Metalloberfläche zeigt der Exzenterschleifer, dass er auch anders kann: vorsichtig, mit angepasster Schwingzahl wurde das Polierfell über den Lack geschleudert, bis dessen vormals matte Erscheinung förmlich zu strahlen begann. Und der Clou: es ist mit dem Bosch PEX 400 AE gar nicht so schwer, diesen Hochglanz schön gleichmäßig auf der ganzen Fläche hinzupolieren. Selten hat mir ein Werkzeug so viel Freude gemacht.

Was gibt es für Nachteile?

Der größte Nachteil ist tatsächlich das etwas schwere Handling des Staubkastens. Das Aufstecken und Abziehen des Stutzens an der Maschine geht in Ordnung, doch das Ausleeren der vollen Box war in unserem Test ziemlich schwierig. Nur mit viel Fingerkraft und im Zweifel unter Aufbietung des einen oder anderen abgebrochenen Fingernagels gelingt es, die Box zu öffnen.

Diesen Aufwand kann man allerdings wie gesagt umgehen, wenn man direkt mit einem Staubsauger arbeitet, dessen Schlauch sich ohne Adapter an den Stutzen der Maschine anschließen lässt.

Der Bosch PEX 400 AE – was sagen die Anderen?

Insgesamt drei Testberichte des PEX 400 AE sind bislang in der langen Geschichte dieser Modellreihe verfasst worden; neben einem Testsieg konnte er immer auch ein mindestens gutes Preis-Leistungsverhältnis für sich verbuchen.

Die Redaktion von Selbst ist der Mann hatte 10 Exzenterschleifer im Test, davon vier für Profis und sechs für den ambitionierten Heimwerker (Ausgabe 11/2011). Hier konnte der Bosch PEX 400 AE unter den Heimwerker-Geräten den Testsieg für sich verbuchen. Er erreichte die Note 1,9 mit einem »guten« Preis – Leistungsverhältnis. Aber auch die Kollegen von Selbst ist der Mann monierten den schwierig zu handhabenden Staubkasten:

»Einfache Bedienung, gute Schleifleistung. Staubkassette schwer montierbar.«

Im Vergleich von 10 Exzenterschleifern des Magazins selber machen landete der Bosch PEX 400 AE auf Platz vier mit der Note »gut« (2,2), und erntete zudem eine »Empfehlung« der Redaktion. Dabei musste er sich den beiden Testsiegern von DeWalt und Flex sowie dem Makita auf dem dritten Platz geschlagen geben – doch die drei Überflieger sind mindestens doppelt so teuer.

Die Tester loben die Schleifleistung des Bosch PEX 400 AE, kritisieren aber neben dem kurzen Stromkabel auch einen hohen Vibrationswert.

Anhand des Tests in der Heimwerker Praxis Ausgabe 01/02 kann man sehen, wie lange der Bosch PEX 400 AE bereits am Markt ist. Die damalige Version konnte sich mit dem Ergebnis 1,2 in der Oberklasse direkt hinter dem Metabo SX E 425 platzieren. Das Preis-Leistungsverhältnis wurde mit »sehr gut« bewertet. Das Fazit der Tester:

»Einen Maschine die durch sehr gute Leistung bei gewohnt guter Bosch-Qualität überzeugt und damit ihren Preis vollauf wert ist.«

Alternativen

Puristisch

Metabo SXE 425 Turbotec

Test: Exzenterschleifer: Metabo SXE 425 Turbotec
Noch robuster aber teurer und ohne Koffer.

Der bereits erwähnte Metabo SXE 425 Turbotec Exzenterschleifer ist puristischer ausgestattet dafür aber deutlich solider gefertigt als unser Favorit.

Der Exzentriker von Metabo ist insgesamt etwas kompakter gehalten, das Design rein auf Zweckmäßigkeit ausgelegt. Der Staubkasten ist relativ klein, der Metabo Turbotec ist damit eher für eine professionelle Absaugvorrichtung konzipiert. Eine Justierhilfe für die Schleifscheibe fehlt gänzlich, ein Handwerker braucht so etwas auch nicht.

Die spartanische Ausstattung hat ihren Preis: der Exzenterschleifer von Metabo kostet teilweise fast doppelt so viel wie unser Favorit. Der hohe Preis ist vor allem der nochmals besseren Verarbeitung und der hervorragenden Abdichtung der Elektronik gegen Staub geschuldet. Für Handwerker macht das Sinn, für dem Heimwerker ist es eher unnötig.

Erste Wahl für Profis

Festool ES 125 EQ

Test: Exzenterschleifer: Festool ES 125 EQ
Kompakt und leicht und damit ideal für den Einhand-Betrieb.

Der Exzenterschleifer ES 125 EQ von Festool gehört ebenfalls in die Kategorie Profigeräte, allerdings hat er eine ganz besondere Stärke: der Schleifer von Festool ist die Lösung, wenn es am Arbeitsplatz außergewöhnlich eng zugeht, er ist nämlich dank seiner kompakten, leichten Bauweise vollständig auf Einhandbetrieb ausgerichtet.

Ein Staubbehälter fehlt komplett, hier muss also eine Absaugvorrichtung her. Der Stromanschluss ist wie der Absaugschlauch direkt am Gerät gesteckt, so dass in bestimmten Arbeitsumgebungen ein schneller Standortwechsel möglich wird.

Preislich liegt der Festool ES125EQ aber schon in einer anderen Liga.

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