Der beste Fahrradhelm

last updateZuletzt aktualisiert:
Fahrradhelm Test: 20190306
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultrahochauflösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Er schreibt unter anderem für audiovision, Tablet und Smartphone, i-fidelity und dpa.

Der beste Fahrradhelm für die meisten ist der Uvex City Light. Er kombiniert hohen Tragekomfort mit optimaler Sichtbarkeit. Dafür sorgen 32 LEDs, die das Radfahren im Dunkeln deutlich sicherer machen. Die Konkurrenz für den Uvex ist jedoch groß, die Unterschiede sind teilweise marginaler Natur. Für sportliche Fahrer, die ihre Augen vor Sonnenlicht, Wind, Regen und Insekten schützen wollen, empfehlen wir den Casco Roadster jeans-blue mit klappbarem Visier.

Update 7. März 2019

Wir haben zehn neue Helme getestet. Der Uvex City Light schiebt sich in unserem Ranking auf den Platz an der Sonne. Mit dem Casco Roadster haben wir zudem eine zusätzliche Empfehlung.

Die Fahrradbranche boomt und speziell E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Im Jahr 2017 war jeder achte Verkehrstote und jeder fünfte Verletzte im Straßenverkehr ein Radfahrer. Rund 70 Prozent aller Biker sind noch immer ohne Helm unterwegs.

Dabei sind schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden. Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland allerdings nicht.

Wir haben 17 Modelle näher unter die Lupe genommen und erklären Ihnen, worauf Sie beim Helmkauf unbedingt achten sollten.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Uvex City Light

Test Fahrradhelm: Uvex City Light
Der Uvex City Light sitzt nicht nur perfekt, sondern sorgt durch 32 integrierte LEDs für optimale Erkennbarkeit im Dunkeln.

Wer viel im Dunkeln unterwegs ist, findet im Uvex City Light dank 32 integrierter LEDs den perfekten Begleiter. Dazu glänzt der Helm durch einen hohen Tragekomfort und eine gute individuelle Anpassbarkeit. Die Polsterung ist weich, der Verschluss lässt sich einfach bedienen. Reflektoren und Leuchtbänder tragen zusätzlich zur Sicherheit des Radlers bei.

Gut & günstig

Cratoni Pacer+

Fahrradhelm Test: 81szdc+98ml. Sl1500
Leicht, angenehm zu tragen und stylisch: Der Cratoni Pacer+ ist der optimale Allrounder-Helm für Biker und Inliner.

Den 260 Gramm leichten Cratoni Pacer+ spürt man auch nach längeren Touren so gut wie gar nicht auf dem Kopf. Er passt sich perfekt an, drückt nicht und lässt sich einfach verschließen. Das Kinn ist durch ein Polster gut geschützt, der Trageriemen macht sich hier nicht unangenehm bemerkbar. Durch den hinteren Drehregler kann der Helm an unterschiedliche Kopfgrößen unproblematisch angepasst werden. Und noch dazu ist er einer der günstigsten Helme im Test.

Mit Visier

Casco Roadster Visor

Test Fahrradhelm: Casco Roadster
Als perfekter Schutz vor Insekten, Wind und Regen ist der Casco Roadster mit einem klappbaren Visier ausgestattet.

Wenn die Insekten fliegen, die Sonne knallt, der Regen peitscht oder der Wind pfeift, ist der Casco Roadster Visor das optimale Modell. Denn es verfügt über ein klappbares Visier. Zudem bietet der Helm optional zusätzlichen Wetterschutz und warme Ohren, zeichnet sich durch hohen Tragekomfort aus und ist im Dunkeln gut zu erkennen. Dafür sorgen reflektierende Bänder, die gegen andere Farben ausgetauscht werden können.

Komfortabel

Alpina Mythos 3.0 LE

Test Fahrradhelm: Alpina Mythos 3.0 LE
Durch sein geringes Gewicht und die tolle Passform ist der Alpina Mythos 3.0 LE der ideale Begleiter auf kurzen und langen Radtouren.

Wer Wert auf hohen Tragekomfort legt, macht mit dem Alpina Mythos 3.0 LE alles richtig. Der leichte Helm umschließt den Kopf sehr angenehm und bietet genügend Spielraum zum Anpassen an unterschiedliche Kopfgrößen und -formen. Für ausreichend Frischluft ist gesorgt. Ein abnehmbares Visier schützt vor intensiver Sonneneinstrahlung und macht sich auch bei Regenschauern positiv bemerkbar.

Gut sichtbar

Casco Activ 2

Test Fahrradhelm: Casco Activ 2
Individuell einsetzbare Leuchtstreifen sorgen dafür, dass man den perfekt sitzenden Casco Activ 2 im Dunkeln gut sieht.

Leicht, sicher und gut zu tragen sind die drei wichtigsten Attribute des Casco Activ 2. Seine Besonderheit sind farbige Leuchtstreifen, die sich auf der Oberseite des Helms einsetzen lassen und so die Sichtbarkeit im Dunkeln deutlich verbessern. 26 Lüftungsschlitze sorgen für ein gutes Klima unter dem Helm. Lediglich das Verschlusssystem mit einem Metallring und einem Plastikhaken hat uns nicht so gut gefallen.

Vergleichstabelle

Unser FavoritGut & günstigMit VisierKomfortabelGut sichtbar
Modell Uvex City Light Cratoni Pacer+ Casco Roadster Visor Alpina Mythos 3.0 LE Casco Activ 2 Uvex i-vo cc Uvex Viva 2 Cratoni C-Pure Cairbull City Aerodynamik Skullcap MTV-01 Kingbike Fahrradhelm Abus Urban-i 2.0 TSG Evolution Abus Hyban Abus Aduro 2.0 Nutcase Twendeni Gen 3 Nutcase Metroride
Test Fahrradhelm: Uvex City LightFahrradhelm Test: 81szdc+98ml. Sl1500Test Fahrradhelm: Casco RoadsterTest Fahrradhelm: Alpina Mythos 3.0 LETest Fahrradhelm: Casco Activ 2Test Fahrradhelm: Uvex i-vo ccTest Fahrradhelm: Uvex Viva 2Test Fahrradhelm: Cratoni C-PureTest Fahrradhelm: Cairbull City AerodynamikTest Fahrradhelm: Skullcap MTV-01Test Fahrradhelm: Kingbike FahrradhelmFahrradhelm Test: 81jaercinel. Sl1500Test Fahrradhelm: TSG EvolutionFahrradhelm Test: 71dimqa8qnl. Sl1500Test Fahrradhelm: Abus Aduro 2.0Fahrradhelm Test: NutcaseTest Fahrradhelm: Nutcase Metroride
Pro
  • Perfekte Beleuchtung
  • Hoher Tragekomfort
  • Sonnenschutz
  • Praktischer Verschluss
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Praktischer Verschluss
  • Hoher Tragekomfort
  • Klappbares Visier
  • Reflektierende Streifen
  • Wetterschutz, Ohrenwärmer (optional)
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Leuchtstreifen
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Guter Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Frische Optik
  • Guter Verschluss
  • Beleuchtung nachrüstbar
  • Leicht
  • Gute Luftzirkulation
  • Preiswert
  • Weiche Innenpolster
  • Funktionaler Kinnriemen
  • Beleuchtung
  • Sehr gute Luftzirkulation
  • Leicht
  • Preiswert
  • Beleuchtung
  • Leicht
  • Stoffpolster zur Kopfanpassung
  • Beleuchtung
  • Insektenschutz
  • Kleiner Sonnenschutz
  • Beleuchtung
  • Leicht
  • Insektengitter
  • Sonnenschutz
  • Frische Optik
  • Sonnenschutz
  • Ansprechende Optik
  • Sonnenschutz
Contra
  • Kein integriertes Licht
  • Visier hakelt etwas
  • Rückseitger Verstellring ungünstig platziert
  • Kein integriertes Licht
  • Kein integriertes Licht
  • Beleuchtung muss separat erworben werden
  • Kein integrietes Licht
  • Tragekomfort nicht perfekt
  • Kein integriertes Licht
  • Eingeschränkter Tragekomfort
  • Kinnriemen schwergängig zu öffnen
  • Kein integriertes Licht
  • Eingeschränkter Tragekomfort
  • Kein Sonnenschutz
  • Kein integriertes Licht
  • Wackelt auf dem Kopf
  • Tragekomfort nicht optimal
  • Schwer
  • Kopfanpassung lediglich durch zusätzliche Polster
  • Keine Beleuchtung
  • Kein Sonnenschutz
  • Kein Kinnriemenpolster
  • Relativ schwer
  • Kein perfekter Tragekomfort
  • Einstellrad kann im Kragen hängen bleiben
  • Kein perfekter Tragekomfort
  • Klettverschlüsse lösen sich beim Herausnehmen der Polster
  • Schwer
  • Mittelmäßiger Tragekomfort
  • Verstellrad drückt im Nacken
  • Keine Beleuchtung
  • Mittelmäßiger Tragekomfort
  • Verstellrad drückt im Nacken
  • Keine Beleuchtung
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Warum macht ein Fahrradhelm Sinn?

Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten. Das haben bereits verschiedene Studien und Untersuchungen belegt. Laut Bundesverkehrsministerium ist ein guter Helm dazu in der Lage, bis zu zwei Drittel der Energie zu absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde. Dazu nimmt der Helm die Energie auf und verteilt sie.

Ein Helm kann ebenfalls dazu beitragen, dass ein Radler im Straßenverkehr besser gesehen wird. Einerseits durch eine leuchtende, kräftige Farbe, andererseits durch zusätzliche Reflektoren oder sogar ein Licht, das hinten am Helm integriert ist.

 Fahrradhelm Test: Uvex City LightZudem bieten viele Fahrradhelme zusätzlichen Komfort. Mit einem Sonnenschutz versehen, reduzieren sie einfallendes Licht. Ein wasserdichter Überzug bietet Schutz bei Regen. Da Helme optisch immer ansprechender und individueller ausfallen, gibt es für jeden die passende Lösung.

Darauf sollten Sie beim Helmkauf achten

Idealerweise sollten Sie einen Helm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Helm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen. Im Idealfall sollte die Vorderkante des Helms mit den Augenbrauen abschließen.

Für den Helm­kauf muss man seinen Kopf­umfang kennen

Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Helm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Helm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt. Dazu sollten Sie den Umfang Ihres Kopfes mit einem Maßband oberhalb der Ohren und über die Stirnmitte ermitteln.

Nach Angaben des Online-Portals Fahrradhelm.de lässt sich der Kopf in folgende vier Altersgruppen unterteilen. Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44-52 Zentimetern, Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern und Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter. Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen. Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung. Eine individuelle Anprobe ist ratsam.

Einige Helme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe. Dunkle Helme erwärmen sich bei Sonne stärker als helle. Auf der Verpackung und dem Helm sollte das Produktionsdatum abgedruckt sein. Der ADAC warnt davor, sich einen alten Ladenhüter andrehen zu lassen.

Nach einem Sturz sollten Sie den Helm ersetzen

Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Helm durch ein neues Modell ersetzen. Auch wenn äußerlich kein Riss oder Bruch zu erkennen ist: Innere strukturelle Schäden, die man mit bloßem Auge oft nicht sehen kann, beeinträchtigen die Schutzwirkung erheblich.

So haben wir getestet

In unserem Test haben wir auf Handhabung und Tragekomfort, Verarbeitung, Gewicht, Belüftung, Erkennbarkeit und zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie etwa eine Beleuchtung geachtet. Wie angenehm sitzt ein Helm auf dem Kopf, wie unproblematisch macht er Bewegungen mit, wie einfach lassen sich die Kinnriemen verschließen, erreicht man problemlos das Rädchen zum Verstellen der Größe und gelangt während der Fahrt ausreichend Frischluft an den Kopf? Das waren einige der zentralen Fragen.

Natürlich ist speziell der Aspekt des Tragekomforts sehr subjektiv. Ein Helm, der sich perfekt an die Kopfform von Person A anpasst, drückt möglicherweise bei Person B, weil hier der Schädel anders geformt ist. Deshalb ist das Probetragen vor dem Kauf unbedingt zu empfehlen.

Probe­tragen ist empfehlens­wert

Keine eigenen Erfahrungen konnten wir bezüglich des Aspekts sammeln, wie viel Schutz ein Helm im Falle eines Unfalls bietet. Hierfür sind aufwändige Tests und Messungen in speziellen Prüflaboren erforderlich. Bei unserer Bewertung haben wir aber Crash-Ergebnisse des ADAC einfließen lassen.

Unser Favorit: Uvex City Light

Der Uvex City Light ist der optimale Allround-Helm für Mountainbiker, Rennradfahrer, E-Biker und Ausflügler, aber auch beim Inlineskaten macht der Kopfschutz eine gute Figur.

Seine Besonderheit ist das innovative Beleuchtungskonzept: Ein Knopfdruck genügt, und der Helm leuchtet an der Rückseite und oben. Das ist eine echte Besonderheit.

Unser Favorit

Uvex City Light

Test Fahrradhelm: Uvex City Light
Der Uvex City Light sitzt nicht nur perfekt, sondern sorgt durch 32 integrierte LEDs für optimale Erkennbarkeit im Dunkeln.

Angeboten wird der Uvex City Light in den beiden Größen 62 bis 57 und 56 bis 61 Zentimeter. Die Farbauswahl ist mit Anthrazit und Weiß überschaubar. Doch der Helm punktet vor allem durch seine inneren Werte wie eben den ausgezeichneten Tragekomfort, wodurch die 360 Gramm auf dem Kopf kaum auffallen.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Bei Tageslicht sieht der Uvex City Light recht unspektakulär aus. Sein Lichtkonzept bemerkt man erst bei Dunkelheit.

Die rückseitige Verstellschraube erlaubt es, den Uvex an verschiedene Kopfformen anzupassen. Dem Hersteller zufolge arbeiten so genannte Fit-Systeme in unterschiedliche Richtungen. Vorne und oben ist der Helm weich gepolstert. Selbst wenn er fest auf dem Kopf sitzt, spürt man keine Druckstelle. Der Anpressdruck lässt sich fein dosieren.

Die Polsterung mit antibakterieller Veredelung kann herausgenommen und gewaschen werden. Dabei muss man aufpassen, dass sich die angeklebten Klettverschlüsse nicht lösen. Im Frontbereich sitzt ein Insektenschutzgitter, das Fliegen und Co. den Zutritt verwehrt.

Verschluss und Luftzirkulation

Beim Verschluss setzt Uvex auf eine kleine Kunststoffratsche. So lässt sich das Gurtband auch dann noch in der Länge anpassen, nachdem es geschlossen wurde.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Das hintere Verstallrad ist gut zu erreichen und präzise zu justieren.

Geöffnet wird der Mechanismus mit einer Hand per Knopfdruck. Das gelingt auch mit Fahrradhandschuhen. Der erforderliche Kraftaufwand ist minimal. Die Gurtbänder sind reflektierend.

 

 Fahrradhelm Test: 20190305
Perfekt einzustellen und mit einer Hand blitzschnell zu öffnen: Der Uvex City Light erlaubt ein optimales Handling.

Um die Luftzirkulation ist es beim City Light gut bestellt: 18 Öffnungen lassen genügend Frischluft an den Kopf. Die Sonnenblende ist bei Bedarf demontierbar.

 

Das Lichtkonzept

Ein Druck auf das gummierte Bedienfeld an der Rückseite des Helms, und der City Light wird seinem Namen gerecht und erwacht zum Leben. Insgesamt vier unter der Außenschale liegende leuchtende LED-Bänder mit 32 LEDs – zwei blaue vorne, zwei rote hinten – nehmen jetzt die Arbeit auf. Per Knopfdruck kann der Radler zwischen stehendem und blinkendem Licht wechseln.

 Fahrradhelm Test: 20190305
An der Rückseite wird die Beleuchtung eingeschaltet, hier befinden sich die roten LEDs.

In Verbindung mit der Radbeleuchtung sowie den reflektierenden Gurtbändern und Schriftzügen nimmt die Sichtbarkeit des Radfahrers im Dunkeln signifikant zu.

Je nach Modus hält der integrierte Akku zwischen sechs und zwölf Stunden. Innerhalb von zwei Stunden kann er über das mitgelieferte USB-Kabel aufgeladen werden. Eine zusätzliche LED informiert zudem über den Ladestatus: bei Grün sind noch 60 Prozent, bei Grün-Rot 30 bis 60 und bei Rot weniger als 60 Prozent Restkapazität vorhanden.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Oben setzt sich der Uvex City Light durch blaue LEDs gekonnt in Szene.

Insgesamt bietet der Uvex City Light zum fairen Preis ein attraktives Gesamtpaket aus hohem Tragekomfort und maximaler Erkennbarkeit im Dunkeln. Die integrierten LEDs sind eine pfiffige Lösung für ein deutliches Plus an Sicherheit.

Uvex City Light im Testspiegel

Marco Dettweiler von der FAZ lobt die großzügigen Lüftungsschlitze, die windschnittige Form sowie den komfortablen und festen Sitz des Uvex.

In der Ausgabe 9-10/2018 des Magazins Aktiv Rad fahren heben die Tester die angenehme, individuell einstellbare Passform, die höhere Sicherheit durch LED-Bänder unter der Außenschale, Reflektoren sowie den integrierten und schnell aufladbaren Akku hervor.

Im Vergleichstest des Magazins Cycle kommt der Uvex City Light von acht getesteten Helmen mit 47 von 50 möglichen Punkten auf den dritten Platz (Ausgabe: 2/2018).

Alternativen

Der Markt für Fahrradhelme ist groß. Nicht nur Fachgeschäfte, auch Baumärkte und Discounter haben Modelle für den Kopfschutz im Angebot. Dass gute Helme nicht immer Unsummen kosten müssen, zeigen unsere Alternativen.

Gut & günstig

Cratoni Pacer+

Fahrradhelm Test: 81szdc+98ml. Sl1500
Leicht, angenehm zu tragen und stylisch: Der Cratoni Pacer+ ist der optimale Allrounder-Helm für Biker und Inliner.

Beim Cratoni Pacer+ ist es wie mit einem perfekten Schuh: Er sitzt beim ersten Anziehen optimal, drückt nicht und man vergisst sofort, dass man ihn trägt. Der Pacer ist in elf Farbvarianten erhältlich. Das Spektrum reicht von Anthrazit, Weiß, Blau und Schwarz bis hin zu zweifarbigen Versionen in Schwarz-Rot, Schwarz-Grün und Rot-Grün. Uns gefällt der Helm in Lime-Matt besonders gut. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Grün und Gelb, die im Straßenverkehr auffällt und somit zur passiven Sicherheit beiträgt.

Fahrradhelm Test: 20180930
Speziell in Lime Matt ein Hingucker: Der Pacer+ von Cratoni sieht sportlich aus und wiegt nicht viel.

Angeboten wird der Cratoni Pacer+ in den Größen XS-S (49-55 Zentimeter), S-M (54-58 Zentimeter) und L-XL (58-62 Zentimeter). Zu haben ist der Helm sowohl als »Pacer« als auch als »Pacer+«. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Pacer+ in größeren Ausführungen und einfarbig erhältlich ist, während der kleinere Pacer in mehrfarbigen Varianten hergestellt wird.

Fahrradhelm Test: 20180930
Über die rückseitige Justierschraube lässt sich der Pacer präzise in der Größe verstellen.

Optimal an den Kopf lässt sich der Pacer+ über eine rückseitige Stellschraube anpassen. Sie ist auch dann gut zu erreichen, wenn der Helm aufgesetzt ist. Der Mechanismus lässt sich präzise bedienen, im gesamten Kopfbereich sitzt der Helm entweder fester oder hat mehr Spiel. Die Anpassung an den Kopf kann in kleinen Schritten sehr fein dosiert werden, ein unangenehmes Druckgefühl wird so garantiert vermieden.

Dazu tragen diverse Polster im Helminneren bei. Sie sitzen vorne, seitlich und oben auf der Platte des Kopfes. Über Klettverschlüsse kann man das Innenleben des Helms schnell herausnehmen. Das ist praktisch, wenn sich nach einer langen Radtour der Schweiß in den Stoff gesetzt hat – entweder zum Entlüften oder für eine kleine Handwäsche. Ein Insektenschutzgitter verhindert das Eindringen der ungebetenen Gäste zumindest im oberen Bereich des Helms.

Fahrradhelm Test: 20180930
Die Polsterung ist weich, für ein gutes Klima gibt es zahlreiche Öffnungen.

Mit nur 260 Gramm ist der Pacer+ ein Fliegengewicht. Der Kinnriemen lässt sich flexibel in der Länge anpassen. Erleichtert wird das durch eine Art Schnalle mit Klappmechanismus. So benötigt man keine Kraft, um den Riemen zu verlängern oder zu kürzen. Das Kinn wird durch eine weiche Polsterung geschützt, die sich per Klettverschluss um den Riemen legt. Geschlossen wird der Kinnriemen durch einen stabilen Mechanismus. Die beiden Enden werden ineinander gesteckt, was auch mit Fahrradhandschuhen problemlos funktioniert. Der Hersteller nennt die Konstruktion Steplock-Schloss. Zum Lösen muss man an einer roten Lasche ziehen, um die Arretierung zu entriegeln. Das gelingt spielend einfach ohne Kraft. Eine Rasterfunktion ermöglicht es, den Kinnriemen auch während der Fahrt etwas lockerer oder fester zu justieren.

Fahrradhelm Test: 20180930
Ein kurzes Ziehen am roten Band genügt, um den Verschluss zu öffnen.

Sorgen um einen heißen Kopf muss man sich beim Cratoni Pacer+ nicht machen. 20 Ventilationsöffnungen ermöglichen eine gute Luftzirkulation und verhindern, dass sich die Hitze unter dem Helm staut. Der vordere Sonnenschutz kann an bedeckten Tagen abgenommen werden.

Fahrradhelm Test: 20180930
Bei Sonne und Regen schützt eine kleine Blende, ein Insektenschutz hält störende Eindringlinge ab.

Insgesamt bietet der Cratoni Pacer+ zum fairen Preis eine umfangreiche Ausstattung und einen hohen Tragekomfort. Lediglich eine integrierte Beleuchtung fehlt, um noch besser gesehen zu werden. Dank der großen Farbauswahl ist für jeden Geschmack und jedes Geschlecht das passende Modell dabei.

Mit Visier

Casco Roadster Visor

Test Fahrradhelm: Casco Roadster
Als perfekter Schutz vor Insekten, Wind und Regen ist der Casco Roadster mit einem klappbaren Visier ausgestattet.

Eigentlich dient ein Fahrradhelm nur als Mittel zum Zweck. Er muss passen und schützen. Beim Casco Roadster Visor packt uns aber plötzlich die Emotion: Dieser Helm sieht richtig klasse aus. Stylisch, sportlich, einfach anders und mit Liebe zum Detail.

Keine Frage, wer nur paar Meter mit dem Rad zum Bäcker fährt benötigt dieses Modell nicht. Da gibt es günstigere Lösungen. Wer jedoch viel und auch sportlich unterwegs ist, wird die Vorzüge des Roadster schnell zu schätzen wissen.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Schnittig mit Visier: Der Casco Roadster in jeans-blue sieht extravagant aus.

Zu haben ist der Casco in drei Größen und verschiedenen Designs. Uns gefällt die Variante in jeans-blue besonders gut. Die Oberfläche ist nicht glatt, sondern leicht strukturiert. Der Insektenschutz besteht aus leichtem Aluminium. Der gesamte Helm macht einen extrem hochwertigen und stabilen Eindruck. Für ein Plus an Sicherheit soll der Mehrschichtaufbau sorgen – und für bestmögliche Sicherheit sind reflektierende Streifen in die Oberseite eingelassen. Diese lassen sich austauschen, insgesamt stehen mehr als 20 Farben zur Verfügung.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Die beiden Bänder reflektieren im Dunkeln und lassen sich gegen andere Farben austauschen.

Der Tragekomfort ist exzellent. Einerseits, weil das Innere des 360 Gramm leichten Helms weich ausgepolstert ist. Andererseits durch die präzise Anpassung mittels rückseitigem Drehregler. Der ist leider etwas unglücklich und zu weit oben angebracht – der Abstand zur Helmunterkante ist zu gering, was es erschwert, das Rädchen zu drehen. Dafür findet man den optimalen Kompromiss aus festem Halt ohne störendes Druckgefühl.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Das hintere Drehrad lässt sich fein justieren, der Abstand zur unteren Helmkante ist allerdings etwas gering, worunter der Bedienkomfort leidet.

Der Kinnriemen ist wunderbar weich gepolstert. Verschlossen wird dieser durch einen Metallring und einen Haken, der einklickt. Das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber einwandfrei. Zudem genügt eine Hand, um den Mechanismus blitzschnell zu öffnen.

Kommen wir zur Besonderheit, dem verspiegelten und getönten Visier. Dieses kann, muss aber nicht heruntergeklappt werden. Ist es unten, sieht man aus wie ein Bahnradsportler, aerodynamisch und perfekt geschützt vor Insekten und Regentropfen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten ist das ein echter Vorteil. Das Herunterklappen des Visiers ist etwas hakelig, ganz unten rastet es jedoch sauber ein und bildet einen planen Abschluss. Die Nasenauflage ist gepolstert.

Brillenträger müssen checken, ob sie das Visier problemos über ihre Sehhilfe bekommen. Je nach Modell kann es hier Schwierigkeiten geben. Das leicht getönte Glas bietet einen etwas höheren Kontrast in der Umgebung und macht mitunter das Tragen einer Sonnenbrille überflüssig.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Mit heruntergeklapptem Visier erinnert der Casco Roadster ein wenig an einen Motorradhelm.

Als professionellen und höherpreisigen Helm gibt es für den Casco Roadster Visor auch praktisches Zubehör. Das transparente 4 Season Cover wird einfach unter die Reflektor-Bänder geklemmt und deckt die Lüftungsschlitze komplett ab, um Zugluft zu vermeiden. Damit im Winter die Ohren nicht frieren, bietet Casco zudem ein Winter Kit an. Dieses wird über einen Druckknopf und Metallclips im Helm befestigt, der weiche Stoff wärmt die Ohren.

Der Casco Roadster Visor ist kein Helm für jeden, sondern eher für ambitionierte Radler. Dank Visier und Wetterschutz ist das Radfahren mit ihm nicht mehr nur auf Frühjahr, Sommer und Herbst beschränkt.

Komfortabel

Alpina Mythos 3.0 LE

Test Fahrradhelm: Alpina Mythos 3.0 LE
Durch sein geringes Gewicht und die tolle Passform ist der Alpina Mythos 3.0 LE der ideale Begleiter auf kurzen und langen Radtouren.

Der Alpina 3.0 LE wiegt mit 290 Gramm wenig und ist dadurch auf jeder Radtour ein dezenter Begleiter. 24 Lüftungsschlitze sorgen für ein angenehmes Klima, der Schutzschirm hilft gegen störende Sonne und ist auch bei Regen praktisch. Ein Dutzend unterschiedliche Farbvarianten machen es einfach, den Alpina in der Wunschoptik zu erwerben. Zumindest im Frontbereich verhindert ein gelbes Netz das Eindringen von Fliegen und größeren Insekten.

Fahrradhelm Test: 20181003
Sieht gut aus und sitzt perfekt: der Alpina Mythos 3.0 LE.

Mit 52-57, 57-52 und 59-64 Zentimetern ist der 3.0 LE in drei Größen erhältlich. Die Anpassung an die eigene Kopfform gelingt problemlos über ein rückseitiges Rädchen. Ob bombenfest oder angenehm stramm, der perfekte individuelle Tragekomfort ist sichergestellt.

Der Kinnriemen des Alpina verhindert durch eine weiche Ummantelung das Scheuern an der Haut. Die beiden Enden lassen sich problemlos ineinanderstecken. Um die Länge des Kinnriemens während der Fahrt zu verändern, ist eine Arretiereinrichtung verbaut. Der Druck auf den roten »Press«-Knopf macht eine dosierte Verstellung jedoch nicht ganz einfach, da er etwas zu viel Luft hat. Eine etwas schwergängigere Lösung wäre hier wünschenswert.

Fahrradhelm Test: 20181003
Jammern auf hohem Niveau: Der »Press«-Taster könnte etwas mehr Rückmeldung geben.

Der ADAC hat dem Mythos 3.0 bei Handhabung und Komfort eine 1,9 gegeben. Beim Unfallschutz erhält der Helm jedoch nur eine 2,7. Als Gesamtnote heimst der Kopfschutz eine 2,4 ein.

Gut sichtbar

Casco Activ 2

Test Fahrradhelm: Casco Activ 2
Individuell einsetzbare Leuchtstreifen sorgen dafür, dass man den perfekt sitzenden Casco Activ 2 im Dunkeln gut sieht.

Der Casco Activ 2 hat beim ADAC den Testsieg errungen. Für Unfallschutz gibt es eine 1,9, für Handhabung und Komfort eine 1,7. In der Tat sitzt der Helm perfekt, das Verstellen der Größe gelingt präzise durch ein Verstellrädchen. Der Innenbereich schmiegt sich weich an die Kopfoberfläche, hier gibt es keine störenden Druckstellen.

Fahrradhelm Test: 4
Testsieger beim ADAC und für uns auf jeden Fall eine Empfehlung: der Casco Activ 2.

Der Verschlussmechanismus des Kinnriemens ist zunächst etwas fummelig. Hier wird nicht wie bei fast allen Mitbewerbern eine Plastikschnalle in eine Buchse gesteckt. Vielmehr setzt Casco auf einen Metallring und auf einen Kunststoffhaken, der hier eingeclipst werden muss. Wie beim Roadster hat man den Dreh relativ schnell raus.

Fahrradhelm Test: 20181003
Das Verschlusssystem des Casco mit einem Metallring ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Der Activ 2 bringt nur 290 Gramm auf die Waage, ist in Weiß-Schwarz, Schwarz-Anthrazit, Marine-Weiß sowie Schwarz-Blau und in drei Größen (52-56 Zentimeter, 56-58 Zentimeter und 58-62 Zentimeter) erhältlich. Ein besonderer Clou sind spezielle Leuchtstreifen, die separat erworben und in individuellen Farben in der Oberseite des Helms eingesetzt werden können, damit der Radler im Dunkeln besser gesehen wird.

26 Luftschlitze verhindern, dass man am Kopf ins Schwitzen kommt. Vor Regen und Sonne schützt ein kleiner abnehmbarer Frontspoiler am Helm. Alle Stoffpolsterungen sind mit Klettverschluss befestigt und lassen sich zum Entlüften und Reinigen leicht herausnehmen. Der frontseitige Insektenschutz besteht aus recht engmaschigem Draht.

Außerdem getestet

Immer mehr Hersteller haben Helmmodelle im Programm, die sich optisch und vom Gewicht her vom klassischen Mountainbike-Design unterscheiden. Wir wurden mit diesen Helmen bezüglich des Tragekomforts nicht sonderlich glücklich. Gut möglich, dass die Geschmäcker hier aber unterschiedlich sind.

Falls Sie nicht zum teureren Uvex City Light greifen wollen, können Sie auch getrost den Uvex i-vo cc  kaufen. Den gibt es in 17 Farben für jeden Geschmack, der Tragekomfort lässt keine Wünsche offen. Hinteres Verstallrad, weicher Kinnriemen und die Innenpolster ermöglichen einen strammen, aber druckfreien Sitz. Der 260 Gramm leichte Uvex geht zudem bis knapp über die Ohren, wodurch der Helm den Kopf sicher umschließt. Die Sonnenblende ist abnehmbar, vorne ist ein Insektenschutz integriert. 24 Belüftungskanäle sorgen dafür, dass der Kopf mit ausreichend Frischluft versorgt wird. Eine Hand genügt, um den Kinnriemen zu öffnen. Das gesamte Handling ist ausgezeichnet. Eine Beleuchtung kann am hinteren Belüftungsloch nachgerüstet werden. Qualitativ hinterlässt der Uvex i-vo cc einen sehr hochwertigen Eindruck.

Die Unterschiede zwischen Uvex Viva 2 und Uvex i-vo cc sind überschaubar. Der Viva 2 ist rund 20 Euro günstiger und lediglich in vier Designs erhältlich, statt 24 zieren nur 15 Lüftungsschlitze den Kopfschutz. Die Polsterung im Inneren fällt etwas dünner aus als beim i-vo cc, der Sonnenschutz kann ebenfalls abgenommen werden.

Der Tragekomfort ist gut, gefällt uns bei den beiden teureren Uvex-Modellen jedoch einen Tick besser. Zumindest passen sich diese Helme noch perfekter an unsere Kopfform an. Auch hier können wir Ihnen nur raten: Ziehen Sie die unterschiedlichen Uvex-Helme mal auf und testen Sie, ob Sie spürbare Unterschiede feststellen. Für Sparfüchse, die nicht Tag und Nacht auf ihrem Rad verbringen, ist der Viva 2 mit Sicherheit eine empfehlenswerte Lösung.

Die Modelle der Serie C-Pure von Cratoni – erhältlich in fünf Farben – sehen frisch und peppig aus. Im Nacken- und Schläfenbereich hat der Hersteller an zusätzliche Schutzzonen gedacht. 14 Ventilationsöffnungen und Reflektoren für bessere Sicherheit gehören zur Ausstattung. Je nach Größe wiegt der Helm zwischen 320 und 350 Gramm, zwei Größen sind verfügbar. Innen und vorne ist der Cratoni weich gepolstert. Das trifft auch auf den Kinnriemen zu. Dieser lässt sich selbst im geschlossenen Zustand über eine Ratsche in der Länge anpassen. Der Verschlussmechanismus überzeugt und ist effektiv im Handling.

Über ein Drehrädchen an der Rückseite ist die Größe anpassbar. Wir hatten den Helm in beiden Größen (S-M und M-L) zur Verfügung. Die größere Variante war die richtige Wahl, hundertprozentig zufrieden mit der Passform wie beim Cratoni Pacer+ waren wir jedoch nicht. Offenbar liegt es an der Kopfform, die mit klassischen Mountainbike-Helmen gut harmoniert, mit dieser neumodischeren Form aber Probleme hat. Entweder sitzt der Helm etwas zu locker, oder er drückt an den Seiten, wenn er stramm justiert ist. Das mag bei anderen Köpfen nicht so sein. Grundsätzlich überzeugt uns der Cratoni C-Pure nämlich sowohl von der Optik, als auch von der Verarbeitungsqualität. Ein optional für knapp 15 Euro erhältliches Rücklicht kann an der Helmrückseite nachgerüstet werden.

Cairbull City Aerodynamik

Der preiswerte Cairbull City Aerodynamic ist dem Hersteller zufolge für Mountainbiker konzipiert und soll besonderen Heckschutz bieten. Mit 280 Gramm fällt er angenehm leicht aus. Das Visier lässt sich abnehmen, dafür müssen drei Schrauben gelöst werden. Für ausreichend Frischluft sorgen 22 Schlitze. Erhältlich ist der Helm in der Größe 55 bis 61 Zentimeter. Die innenliegenden Polster lassen sich per Klettverschluss herausnehmen. Zumindest für unsere Kopfform war der Cairbull trotz der korrekten Größe ungeeignet. Dreht man die hintere Stellschraube zu fest, fängt der Helm schnell zu drücken an. Bei zu wenig Druck sitzt er hingegen zu locker. Aber auch wenn sich das Kopfband fest an den Schädel schmiegt, bietet der Helm an der Seite zu wenig Halt – er liegt eher nur auf, anstatt den Kopf sicher zu umschließen.

Der Kinnriemen ist gepolstert. Das Öffnen der Schnalle erfordert ein wenig Kraft.

Mit 380 Gramm gehört der Skullcap MTV-01 nicht gerade zu den Leichtgewichten. Er wird zwar als Allroundhelm angepriesen, aber für lange Fahrradtouren halten wir ihn für ungeeignet, nicht nur wegen seines Gewichts. Der Helm ist innen zwar super weich gepolstert, aber für unseren Geschmack müsste er seitlich etwas weiter heruntergezogen sein, um seinen sicheren Halt auf dem Kopf zu gewährleisten. Trotz problemlos einstellbarem Mechanismus haben wir keinen optimalen Tragekomfort genossen.

Ein Sonnenschutz fehlt, ebenso wie eine seitliche Luftzirkulation. Der Klickmechanismus für den gepolsterten Tragegurt rastet sauber ein und lässt sich einfach wieder öffnen. Für Skater und BMX-Fahrer mag der Skullcap ein stylischer Hingucker sein, für Radler empfehlen wir eher einen klassischen Fahrradhelm.

Der TSG Evolution ist in den Größen S/M und L/XL erhältlich. Amazon-Kunden zufolge fällt er reicht klein aus. Das Gewicht von 460 Gramm ist grenzwertig – im Gegensatz zu einem leichten Radhelm merkt man, dass man was auf dem Kopf trägt. Das stört, gerade bei längeren Touren. Die einzige Möglichkeit, um den Evolution an den eigenen Kopf anzupassen, besteht über das Einkleben mitgelieferter Polster. Ein Verstellrad, das ein Band um den Kopf zusammenzieht oder weitet, gibt es nicht.

Die Luftzirkulation könnte besser sein, die Schlitze fallen recht klein aus und fehlen an den Seiten. Der Kinnriemen ist nicht gepolstert. Für Radfahrer ist der TSG nicht die optimale Lösung.

Ein zusätzliches Plus an Sicherheit bietet beim Abus Urban-I 2.0 das in der Rückseite integrierte LED-Licht. Das Verstellrad zum Anpassen des Helms an die Kopfform ist griffig – im Test hatten wir jedoch das Problem, dass es sich gerne im höheren Kragen einer Fahrradjacke verhedderte. Mit 250 Gramm ist der Abus angenehm leicht, zu haben ist der Kopfschutz in drei Größen. Zur Ausstattung gehören ein kleiner Sonnenschutz sowie ein Insektennetz, für die ordentliche Klimatisierung sorgen zwölf Luftein- und fünf Luftauslässe. Der Kinnriemen wird durch einen Magnetverschluss zusammengehalten. Dieser Mechanismus hält gut, ist jedoch gewöhnungsbedürftig und nicht ganz so intuitiv zu bedienen.

Der Tragekomfort des Urban-I 2.0 ist natürlich wieder ein wenig subjektiv gefärbt: Wie bei den anderen Abus-Helmen sitzt auch dieses Modell zumindest bei unserer Kopfform nicht perfekt. Entweder ist er zu locker oder er drückt leicht, zudem würde man sich wünschen, dass der Urban den Kopf seitlich etwas mehr umschließt und nicht nur auf diesem thront. Diesen Eindruck gewinnt man allerdings erst im direkten Vergleich mit anderen Fahrradhelmen.

Kingbike Fahrradhelm

Der Kingbike Fahrradhelm für rund 25 Euro ist ein echtes Schnäppchen mit toller Ausstattung. Erhältlich ist der Kopfschutz in elf unterschiedlichen Farben. Optisch erinnert er an den knalligen Cratoni Pacer+. Eine Besonderheit ist die am hinteren Verstellring integrierte Lampe, die entweder dauerhaft leuchtet oder blinkt.

Weitere Pluspunkte sammelt der Kingbike durch die mitgelieferte Tasche und die 24 Lüftungsschlitze. So ist eine optimale Luftzirkulation garantiert. Außerdem ist er mit 240 Gramm angenehm leicht. Der Kinnriemen ist weich gepolstert.

Also alles gut? Fast! Der preiswerte Kingbike bringt die besten Voraussetzungen für eine Empfehlung mit. Wenn er besser sitzen würde. Er drückt nicht und ist kaum zu spüren. Allerdings verrutscht er extrem von links nach rechts – selbst dann, wenn hinten die Stellschraube festgedreht und der Kinnriemen festgezogen wurde. Möglicherweise ist das eine Frage der Kopfform. Auf Amazon gehen die Meinungen auseinander, ein Käufer bezeichnet das Modell als »Wackeldackel«. Wir sehen es ähnlich. Wer ein gut ausgestattetes Schnäppchen sucht, sollte den Helm einfach mal probeweise tragen, vielleicht passt er ja zum Kopf.

Der Abus Hyban erinnert rein optisch an einen Reiterhelm. Seine Besonderheit sitzt auf der Rückseite: Eine Beleuchtung, die sich durch einen Druck auf die Lampe einschalten lässt. Ein Super-Sicherheitsmerkmal für den Alltag. Die rote Lampe kann entweder auf Dauer- oder auf Blinkbetrieb eingestellt werden. Wünschenswert wäre eine Aufladung per USB-Verbindung. So muss man regelmäßig eine Knopfzelle ersetzen.

Mit 400 Gramm ist der ABS-Hartschalenhelm kein Leichtgewicht. Für lange Touren eignet er sich deshalb weniger. Auch wenn man die Stellschraube fest dreht, sitzt der Abus nicht so sicher auf dem Kopf wie unsere drei Empfehlungen von Cratoni, Casco oder Alpina. Im Test passierte es uns mehrfach, dass sich die hintere verstellbare Justierschraube durch ihre ungünstige Position im Kragen einer Jacke verhedderte.

Die Polsterung kann herausgenommen werden. Hierbei muss man allerdings sehr aufpassen, dass sich die kleinen aufgeklebten Klettverschlüsse nicht von der Helminnenseite lösen. Der Kinnriemen lässt sich problemlos schließen.

Auch der Abus Aduro 2.0 ist mit einem Licht an der Helmrückseite ausgestattet. In diesem Fall dient der Drehregler der Größenanpassung als Lampe, die wahlweise dauerhaft leuchtet oder blinkt. In unserem Test bemängelten mehrere Probanden, dass der mit 297 Gramm angenehm leichte Helm recht eng geschnitten ist. Während er sich vorne und hinten gut an den Kopf anschmiegt, sitzt er links und rechts sehr fest – das Druckgefühl ist etwas unangenehm, obwohl der Abus sehr weich gepolstert ist.

Erhältlich ist der Kopfschutz in zehn verschiedenen Farbkombinationen, aber wie der Abus Hyban ist er lediglich in zwei Größen mit 52-58 und 58-63 Zentimetern erhältlich. Beim Drehen des Größenrädchens wäre es schön, wenn es direkter reagieren und eine haptisch exaktere Anpassung ermöglichen würde.

Der Inneneinsatz ist herausnehmbar – auch hier ist Vorsicht geboten, sonst lösen sich die Klettverschlüsse. Der Kinnriemen rastet sauber ein und verfügt im Kinnbereich über eine weiche Polsterung. Für die Frischluftzufuhr ist in ausreichendem Maße gesorgt.

Nutcase Twendeni Gen 3

Der Nutcase Twendeni Gen 3 ist ein optischer Hingucker und erinnert fast schon mehr an ein Kunstwerk als an einen Helm. Nutcase bietet zudem unzählige andere Motive an. Aufgrund seines mit 454 Gramm hohen Gewichts und des bestenfalls durchschnittlichen Tragekomforts eignet sich das bunte Teil jedoch nicht für lange Radtouren, sondern eher für einen kurzen Trip in die Stadt oder einen Ausflug auf Inlinern. Im Gegensatz zu unseren leichten Empfehlungen merkt man beim Nutcase jederzeit, dass man einen Helm trägt. Zieht man den Twendeni Gen 3 richtig fest, spürt man das Verstellrädchen am Hinterkopf. Speziell das Öffnen des Magnetverschlusses ist fummeliger als bei einem klassischen Schließmechanismus. Der Kinnriemen und die seitlichen Bänder sitzen nicht so fest wie bei anderen Helmen.

Die Stoffpolster sind festgeklettet und können zum Reinigen entfernt werden. Die Luftzirkulation im Helminneren könnte besser sein.

Optisch originell sieht auch der Nutcase Metroride aus, der mit 310 Gramm deutlich leichter als der Nutcase Twendeni Gen 3 ist. Zudem ist hier die Lüftung besser, wenn auch nicht perfekt. Seitliche Lüftungsschlitze fehlen. Der Tragekomfort ist angenehmer als beim bunten Twendeni Gen 3, allerdings ist er auch hier nicht optimal – entweder sitzt der Helm etwas zu locker oder er drückt leicht. Als störend am Hinterkopf erweist sich die Justierschraube. Sie rastet in den einzelnen Stufen nicht ein – ob dies nur ein Einzelfall bei unserem Modell ist oder generell so sein soll, können wir nicht beurteilen.

Der Kinnriemen des Metroride wird ebenfalls über einen Magnetverschluss geschlossen. Das ist etwas umständlicher als über einen Verschluss, der einklickt. Einen schön strammen Sitz aller Riemen konnten wir nicht realisieren. Die weichen Stoffpolster lassen sich zum Waschen problemlos entfernen.

Kommentare

avatar