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Der beste Fahrradhelm

last updateZuletzt aktualisiert:
Fahrradhelm Test: 20190305
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­selektronik. Er ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.

Wir haben 24 Fahrradhelme getestet. Der beste für die meisten ist der Uvex City Light. Er kombiniert hohen Tragekomfort mit optimaler Sichtbarkeit. Dafür sorgen 32 LEDs, die das Radfahren im Dunkeln deutlich sicherer machen. Die Konkurrenz für den Uvex ist jedoch groß, die Unterschiede sind teilweise marginaler Natur. Für sportliche Fahrer, die ihre Augen vor Sonnenlicht, Wind, Regen und Insekten schützen wollen, empfehlen wir den Casco Roadster mit klappbarem Visier.

Update 24. April 2020

Mit dem Lumos Matrix haben wir eine neue Empfehlung. Den Helm zieren 99 LEDs, Besonderheiten sind Blinker und Bremslichtfunktion. Allerdings ist der Kopfschutz überdurchschnittlich schwer.

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27. März 2020

Wir haben sechs neue Helme getestet. Mit dem Cratoni Velo-X und dem Fischer Urban haben wir zwei neue Empfehlungen.

7. März 2019

Wir haben zehn neue Helme getestet. Der Uvex City Light schiebt sich in unserem Ranking auf den Platz an der Sonne. Mit dem Casco Roadster haben wir zudem eine zusätzliche Empfehlung.

Die Fahrradbranche boomt und speziell E-Bikes tragen zur enormen Popularität der Zweiräder bei. Durch das höhere Tempo der elektrifizierten Räder steigt allerdings auch die Unfallgefahr. Im Jahr 2017 war jeder achte Verkehrstote und jeder fünfte Verletzte im Straßenverkehr ein Radfahrer. Rund 70 Prozent aller Biker sind noch immer ohne Helm unterwegs.

Dabei sind schwere Kopfverletzungen bei Stürzen die häufigste Unfallfolge. Laut Deutscher Gesellschaft für Unfallchirurgie könnten 60 bis 70 Prozent der tödlichen Hirnverletzungen mit Kopfschutz vermieden werden. Eine Helmpflicht gibt es in Deutschland allerdings nicht.

Wir haben 24 Modelle unter die Lupe genommen, 21 sind aktuell noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Uvex City Light

Test Fahrradhelm: Uvex City Light
Der Uvex City Light sitzt nicht nur perfekt, sondern sorgt durch 32 integrierte LEDs für optimale Erkennbarkeit im Dunkeln.

Wer viel im Dunkeln unterwegs ist, findet im Uvex City Light dank 32 integrierter LEDs den perfekten Begleiter. Dazu glänzt der Helm durch einen hohen Tragekomfort und eine gute individuelle Anpassbarkeit. Die Polsterung ist weich, der Verschluss lässt sich einfach bedienen. Reflektoren und Leuchtbänder tragen zusätzlich zur Sicherheit des Radlers bei.

Leichte Lichtgestalt

Cratoni Velo-X

Test Fahrradhelm: Cratoni Velo-X
Der Cratoni Velo-X ist angenehm leicht, bietet sehr hohen Tragekomfort und hat eine Beleuchtung integriert.

von 21 Lesern gekauft

Am Cratoni Velo-X gibt es nichts zu meckern: Mit 280 Gramm fällt der Helm angenehm leicht aus. Zudem punktet er durch einen sehr hohen Tragekomfort – der Kopfschutz sitzt perfekt und angenehm stramm, ohne zu drücken. Das in den Drehregler für die Größenanpassung integrierte Licht bietet zusätzliche Sicherheit und sorgt dafür, dass der Radler besser gesehen wird.

Mit Visier

Casco Roadster Visor

Test Fahrradhelm: Casco Roadster
Als perfekter Schutz vor Insekten, Wind und Regen ist der Casco Roadster mit einem klappbaren Visier ausgestattet.

von 12 Lesern gekauft

Wenn die Insekten fliegen, die Sonne knallt, der Regen peitscht oder der Wind pfeift, ist der Casco Roadster Visor das optimale Modell. Denn es verfügt über ein klappbares Visier. Zudem bietet der Helm optional zusätzlichen Wetterschutz und warme Ohren, zeichnet sich durch hohen Tragekomfort aus und ist im Dunkeln gut zu erkennen. Dafür sorgen reflektierende Bänder, die gegen andere Farben ausgetauscht werden können.

Gut & Günstig

Fischer Urban

Test Fahrradhelm: Fischer Helm Urban
Für schmales Geld bietet der leichte Fischer Urban Licht, hohen Tragekomfort, Sonnenblende und Insektenschutz.

Weniger kann man für einen guten Fahrradhelm nicht ausgeben: Der Fischer Urban kostet gerade mal 20 Euro und bietet mit Beleuchtung, 20 Belüftungsschlitzen, Größenverstellung, Sonnenblende und Insektenschutz das volle Paket. Zudem ist der Helm mit 260 Gramm angenehm leicht und beschert einen hohen Tragekomfort.

Wenn Geld egal ist

Lumos Matrix

Test Fahrradhelm: Lumos Matrix
Der Lumos Matrix leuchtet hinten und vorne mit bis zu 1.000 Lumen und hat sogar eine Blinkerfunktion.

Sichtbarkeit ist beim Lumos Matrix das entscheidende Thema. So ist der Helm hinten und vorne mit insgesamt 99 LEDs bestückt, die Leuchtszenarien legt der Träger selbst fest. Sogar eine Blinker- und eine Bremsfunktion sind integriert. Die Bedienung gelingt optional über eine kleine Fernbedienung oder per Smartphone-App. Der Matrix ist allerdings sehr teuer und schwer.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritLeichte LichtgestaltMit VisierGut & GünstigWenn Geld egal ist
ModellUvex City LightCratoni Velo-XCasco Roadster VisorFischer UrbanLumos MatrixCasco Activ 2Cratoni C-FlashLivall BH51MVihir FahrradhelmSkullcap FahrradhelmUvex i-vo ccUvex Viva 2Cratoni Pacer+Cratoni C-PureAlpina Mythos 3.0 LECairbull City AerodynamikSkullcap MTV-01Kingbike FahrradhelmAbus Urban-i 2.0Abus Aduro 2.0Nutcase Metroride
Test Fahrradhelm: Uvex City LightTest Fahrradhelm: Cratoni Velo-XTest Fahrradhelm: Casco RoadsterTest Fahrradhelm: Fischer Helm UrbanTest Fahrradhelm: Lumos MatrixTest Fahrradhelm: Casco Activ 2Test Fahrradhelm: Cratoni C-FlashTest Fahrradhelm: Livall BH51MTest Fahrradhelm: Vihir FahrradhelmTest Fahrradhelm: Skullcap FahrradhelmTest Fahrradhelm: Uvex i-vo ccTest Fahrradhelm: Uvex Viva 2Fahrradhelm Test: 81szdc+98ml. Sl1500Test Fahrradhelm: Cratoni C-PureTest Fahrradhelm: Alpina Mythos 3.0 LETest Fahrradhelm: Cairbull City AerodynamikTest Fahrradhelm: Skullcap MTV-01Test Fahrradhelm: Kingbike FahrradhelmFahrradhelm Test: 81jaercinel. Sl1500Test Fahrradhelm: Abus Aduro 2.0Test Fahrradhelm: Nutcase Metroride
Pro
  • Perfekte Beleuchtung
  • Hoher Tragekomfort
  • Sonnenschutz
  • Praktischer Verschluss
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Licht
  • Sonnenschutz
  • Hoher Tragekomfort
  • Klappbares Visier
  • Reflektierende Streifen
  • Wetterschutz, Ohrenwärmer (optional)
  • Sehr preiswert
  • Licht
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Innovatives Lichtkonzept
  • Blinkerfunktion
  • Bremslicht
  • Sehr gute Sichtbarkeit
  • Fernbedienung und App-Steuerung
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Leuchtstreifen
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Licht zum Nachrüsten
  • Gute Beleuchtung
  • Licht schaltet sich im Dunkeln automatisch ein
  • Preiswert
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Insektenschutz
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Guter Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Praktischer Verschluss
  • Frische Optik
  • Guter Verschluss
  • Beleuchtung nachrüstbar
  • Hoher Tragekomfort
  • Leicht
  • Sonnenschutz
  • Leicht
  • Gute Luftzirkulation
  • Preiswert
  • Weiche Innenpolster
  • Funktionaler Kinnriemen
  • Beleuchtung
  • Sehr gute Luftzirkulation
  • Leicht
  • Preiswert
  • Beleuchtung
  • Leicht
  • Beleuchtung
  • Leicht
  • Insektengitter
  • Sonnenschutz
  • Ansprechende Optik
  • Sonnenschutz
Contra
  • Visier hakelt etwas
  • Rückseitger Verstellring ungünstig platziert
  • Licht lässt sich schwergängig einschalten
  • Drehregler für Kopfanpassung recht schwergängig
  • Sehr schwer
  • Sehr teuer
  • Durchschnittlicher Tragekomfort
  • Nur in Einheitsgröße erhältlich
  • Kein integriertes Licht
  • Licht nicht serienmäßig
  • Schwer
  • Durchschnittlicher Tragekomfort
  • Integrierte Lautsprecher lenken im Straßenverkehr ab
  • Schlechter Tragekomfort
  • Kein Sonnenschutz
  • Kein integriertes Licht
  • Schlechter Tragekomfort
  • Kein integriertes Licht
  • Beleuchtung muss separat erworben werden
  • Kein integrietes Licht
  • Kein integriertes Licht
  • Tragekomfort nicht perfekt
  • Kein integriertes Licht
  • Kein integriertes Licht
  • Eingeschränkter Tragekomfort
  • Kinnriemen schwergängig zu öffnen
  • Kein integriertes Licht
  • Eingeschränkter Tragekomfort
  • Kein Sonnenschutz
  • Kein integriertes Licht
  • Wackelt auf dem Kopf
  • Tragekomfort nicht optimal
  • Kein perfekter Tragekomfort
  • Klettverschlüsse lösen sich beim Herausnehmen der Polster
  • Mittelmäßiger Tragekomfort
  • Verstellrad drückt im Nacken
  • Keine Beleuchtung
Bester Preis

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Warum macht ein Fahrradhelm Sinn?

Fahrradhelme können schwere Kopfverletzungen verhindern und Leben retten. Das haben bereits verschiedene Studien und Untersuchungen belegt. Laut Bundesverkehrsministerium ist ein guter Helm dazu in der Lage, bis zu zwei Drittel der Energie zu absorbieren, die bei einem Sturz ohne Helm auf den Kopf einwirken würde. Dazu nimmt der Helm die Energie auf und verteilt sie.

Ein Helm kann ebenfalls dazu beitragen, dass ein Radler im Straßenverkehr besser gesehen wird. Einerseits durch eine leuchtende, kräftige Farbe, andererseits durch zusätzliche Reflektoren oder sogar ein Licht, das hinten am Helm integriert ist.

 Fahrradhelm Test: Uvex City Light
Ganz egal, ob man es nun cool findet oder nicht: Helm ist Pflicht!

Zudem bieten viele Fahrradhelme zusätzlichen Komfort. Mit einem Sonnenschutz versehen, reduzieren sie einfallendes Licht. Ein wasserdichter Überzug bietet Schutz bei Regen. Da Helme optisch immer ansprechender und individueller ausfallen, gibt es für jeden die passende Lösung.

Darauf sollten Sie beim Helmkauf achten

Idealerweise sollten Sie einen Helm vor dem Kauf immer anprobieren. Nur so können Sie feststellen, ob er optimal zu Ihrer Kopfform passt. Er sollte stramm sitzen, aber nicht drücken. Als Faustformel gilt: Wenn Sie den Helm vor- und zurückbewegen, sollte die Stirn ein wenig Falten schlagen. Dann sitzt der Helm fest genug. Ist der Kinnriemen geschlossen, darf sich der Helm nicht nach hinten abstreifen lassen. Im Idealfall sollte die Vorderkante des Helms mit den Augenbrauen abschließen.

Für den Helm­kauf muss man seinen Kopf­umfang kennen

Grundsätzlich ermöglicht es so gut wie jeder Helm, die Größe über ein Drehrädchen anzupassen. Dennoch ist es wichtig, einen Helm zu kaufen, der von seiner Dimension her zu Ihrem Kopf passt. Dazu sollten Sie den Umfang Ihres Kopfes mit einem Maßband oberhalb der Ohren und über die Stirnmitte ermitteln.

Der Kopf lässt sich in folgende vier Altersgruppen unterteilen: Kleinkinder bis zu drei Jahren haben meist einen Kopfumfang von 44-52 Zentimetern, Zwei- bis Siebenjährige einen von 46 bis 57 Zentimetern und Fünf- bis Zwölfjährige messen für gewöhnlich 52 bis 60 Zentimeter. Allen Radfahrern über zwölf Jahren wird ein Helm für einen Kopfumfang von 52 bis 65 Zentimetern empfohlen. Die Angaben dienen jedoch nur der groben Orientierung. Eine individuelle Anprobe ist ratsam.

Einige Helme lassen sich zusätzlich durch versetzbare Kletteinsätze an die Kopfform anpassen. Achten Sie beim Kauf auf zusätzliche Reflektoren oder eine für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbare Farbe. Dunkle Helme erwärmen sich bei Sonne stärker als helle. Auf der Verpackung und dem Helm sollte das Produktionsdatum abgedruckt sein. Der ADAC warnt davor, sich einen alten Ladenhüter andrehen zu lassen.

Nach einem Sturz sollten Sie den Helm ersetzen

Nach einem Sturz sollten Sie Ihren Helm durch ein neues Modell ersetzen. Auch wenn äußerlich kein Riss oder Bruch zu erkennen ist: Innere strukturelle Schäden, die man mit bloßem Auge oft nicht sehen kann, beeinträchtigen die Schutzwirkung erheblich.

So haben wir getestet

In unserem Test haben wir auf Handhabung und Tragekomfort, Verarbeitung, Gewicht, Belüftung, Erkennbarkeit und zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie etwa eine Beleuchtung geachtet. Wie angenehm sitzt ein Helm auf dem Kopf, wie unproblematisch macht er Bewegungen mit, wie einfach lassen sich die Kinnriemen verschließen, erreicht man problemlos das Rädchen zum Verstellen der Größe und gelangt während der Fahrt ausreichend Frischluft an den Kopf? Das waren einige der zentralen Fragen.

Natürlich ist speziell der Aspekt des Tragekomforts sehr subjektiv. Ein Helm, der sich perfekt an die Kopfform von Person A anpasst, drückt möglicherweise bei Person B, weil hier der Schädel anders geformt ist. Deshalb ist das Probetragen vor dem Kauf unbedingt zu empfehlen.

Probe­tragen ist empfehlens­wert

Keine eigenen Erfahrungen konnten wir bezüglich des Aspekts sammeln, wie viel Schutz ein Helm im Falle eines Unfalls bietet. Hierfür sind aufwändige Tests und Messungen in speziellen Prüflaboren erforderlich. Bei unserer Bewertung haben wir aber Crash-Ergebnisse des ADAC einfließen lassen.

 Fahrradhelm Test: 20190305

Unser Favorit: Uvex City Light

Der Uvex City Light ist der optimale Allround-Helm für Mountainbiker, Rennradfahrer, E-Biker und Ausflügler, aber auch beim Inlineskaten macht der Kopfschutz eine gute Figur.

Seine Besonderheit ist das innovative Beleuchtungskonzept: Ein Knopfdruck genügt, und der Helm leuchtet an der Rückseite und oben. Das ist eine echte Besonderheit.

Unser Favorit

Uvex City Light

Test Fahrradhelm: Uvex City Light
Der Uvex City Light sitzt nicht nur perfekt, sondern sorgt durch 32 integrierte LEDs für optimale Erkennbarkeit im Dunkeln.

Angeboten wird der Uvex City Light in den beiden Größen 62 bis 57 und 56 bis 61 Zentimeter. Die Farbauswahl ist mit Anthrazit und Weiß überschaubar. Doch der Helm punktet vor allem durch seine inneren Werte wie eben den ausgezeichneten Tragekomfort, wodurch die 360 Gramm auf dem Kopf kaum auffallen.

Die rückseitige Verstellschraube erlaubt es, den Uvex an verschiedene Kopfformen anzupassen. Dem Hersteller zufolge arbeiten so genannte Fit-Systeme in unterschiedliche Richtungen. Vorne und oben ist der Helm weich gepolstert. Selbst wenn er fest auf dem Kopf sitzt, spürt man keine Druckstelle. Der Anpressdruck lässt sich fein dosieren.

Die Polsterung mit antibakterieller Veredelung kann herausgenommen und gewaschen werden. Dabei muss man aufpassen, dass sich die angeklebten Klettverschlüsse nicht lösen. Im Frontbereich sitzt ein Insektenschutzgitter, das Fliegen und Co. den Zutritt verwehrt.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Das hintere Verstallrad ist gut zu erreichen und präzise zu justieren.

Verschluss und Luftzirkulation

Beim Verschluss setzt Uvex auf eine kleine Kunststoffratsche. So lässt sich das Gurtband auch dann noch in der Länge anpassen, nachdem es geschlossen wurde.

Geöffnet wird der Mechanismus mit einer Hand per Knopfdruck. Das gelingt auch mit Fahrradhandschuhen. Der erforderliche Kraftaufwand ist minimal. Die Gurtbänder sind reflektierend.

Um die Luftzirkulation ist es beim City Light gut bestellt: 18 Öffnungen lassen genügend Frischluft an den Kopf. Die Sonnenblende ist bei Bedarf demontierbar.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Perfekt einzustellen und mit einer Hand blitzschnell zu öffnen: Der Uvex City Light erlaubt ein optimales Handling.

Das Lichtkonzept

Ein Druck auf das gummierte Bedienfeld an der Rückseite des Helms, und der City Light wird seinem Namen gerecht und erwacht zum Leben. Insgesamt vier unter der Außenschale liegende leuchtende LED-Bänder mit 32 LEDs – zwei blaue vorne, zwei rote hinten – nehmen jetzt die Arbeit auf. Per Knopfdruck kann der Radler zwischen stehendem und blinkendem Licht wechseln.

In Verbindung mit der Radbeleuchtung sowie den reflektierenden Gurtbändern und Schriftzügen nimmt die Sichtbarkeit des Radfahrers im Dunkeln signifikant zu.

 Fahrradhelm Test: 20190305
An der Rückseite wird die Beleuchtung eingeschaltet, hier befinden sich die roten LEDs.

Je nach Modus hält der integrierte Akku zwischen sechs und zwölf Stunden. Innerhalb von zwei Stunden kann er über das mitgelieferte USB-Kabel aufgeladen werden. Eine zusätzliche LED informiert zudem über den Ladestatus: bei Grün sind noch 60 Prozent, bei Grün-Rot 30 bis 60 und bei Rot weniger als 60 Prozent Restkapazität vorhanden.

Insgesamt bietet der Uvex City Light zum fairen Preis ein attraktives Gesamtpaket aus hohem Tragekomfort und maximaler Erkennbarkeit im Dunkeln. Die integrierten LEDs sind eine pfiffige Lösung für ein deutliches Plus an Sicherheit.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Oben setzt sich der Uvex City Light durch blaue LEDs gekonnt in Szene.

Uvex City Light im Testspiegel

Marco Dettweiler von der FAZ lobt die großzügigen Lüftungsschlitze, die windschnittige Form sowie den komfortablen und festen Sitz des Uvex.

In der Ausgabe 9-10/2018 des Magazins Aktiv Rad fahren heben die Tester die angenehme, individuell einstellbare Passform, die höhere Sicherheit durch LED-Bänder unter der Außenschale, Reflektoren sowie den integrierten und schnell aufladbaren Akku hervor.

Im Vergleichstest des Magazins Cycle kommt der Uvex City Light von acht getesteten Helmen mit 47 von 50 möglichen Punkten auf den dritten Platz (Ausgabe: 2/2018).

Alternativen

Der Markt für Fahrradhelme ist groß. Nicht nur Fachgeschäfte, auch Baumärkte und Discounter haben Modelle für den Kopfschutz im Angebot. Dass gute Helme nicht immer Unsummen kosten müssen, zeigen unsere Alternativen.

Leichte Lichtgestalt

Cratoni Velo-X

Test Fahrradhelm: Cratoni Velo-X
Der Cratoni Velo-X ist angenehm leicht, bietet sehr hohen Tragekomfort und hat eine Beleuchtung integriert.

von 21 Lesern gekauft

Leicht, mit Licht und luftig: Der Cratoni Velo-X vereint viele Stärken zum fairen Preis. Der Allround-Helm ist in Schwarz, Weiß und Blau erhältlich und erweist sich auf dem Fahrrad, dem E-Scooter oder auf Inlinern als perfekter Begleiter, weil man gar nicht merkt, dass man ihn trägt. Somit schränkt er weder die Bewegungsfreiheit noch die Rundumsicht ein.

Der Velo-X wirkt wie aus einem Guss. Ein Grund dafür ist die Verbundbauweise – der Hersteller hat das Schutzmaterial EPS nämlich direkt in die Schale aus Polycarbonat eingeschäumt. Die Innenschicht aus EPS und die Außenhülle aus PC sollen höchste Schlagfestigkeit garantieren.

 Fahrradhelm Test: 20200325
Mit nur 280 Gramm ist der Cratoni Velo-X angenehm leicht.

17 Ventilationsöffnungen sorgen für ausreichend Frischluftzufuhr. Darüber hinaus verläuft ein innenseitig angelegtes Kanalsystem, um den Fluss ein- und ausgehender Luft zu optimieren. Ein Insektenschutznetz ist im vorderen Kopfbereich fest eingeschäumt. Optisch fällt auf, dass der Helm am Hinterkopf tief heruntergezogen ist. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Sitz aus, sondern bietet zusätzlichen Schutz im Bereich der Schläfen.

Für die Polsterung im Inneren verwendet Cratoni so genannte Clean-Tex-Polster. Die sind angenehm weich und können zum Reinigen problemlos dank Klettverschluss entfernt werden. Zudem wurden die Polster antibakteriell behandelt, wodurch die Bildung von Bakterien vermieden werden soll. Die Polster sitzen vorne, oben und seitlich – so sind alle Kopfbereiche vor Druckstellen geschützt.

 Fahrradhelm Test: 20200325
Der stabile Mechanismus am Kinnriemen lässt sich auch mit Handschuhen problemlos öffnen.

Verfügbar ist der Velo-X in den Größen S/M (52 bis 57 Zentimeter) und M/L (56 bis 60 Zentimeter). Für unseren Männerkopf erweist sich die größere Variante als optimal. Über den rückseitigen Drehregler erreicht man blitzschnell eine ideale Anpassung an den Kopf. Der Helm sitzt stramm, drückt und wackelt aber nicht. Er ist insgesamt schön tiefgezogen, wodurch der Kopf auch seitlich sicher umschlossen wird. Selbst wenn der Kinnriemen noch nicht geschlossen ist, bietet der Velo-X einen sehr guten Halt.

Der Kinnriemen ist angenehm weich gepolstert und scheuert nicht auf der Haut. Der Verschlussmechanismus hält bombenfest und lässt sich auch mit Fahrradhandschuhen problemlos bedienen. Zum Öffnen muss man mit einer Hand lediglich die rote Schlaufe zunächst nach oben und dann seitlich ziehen. Das klappt absolut zuverlässig. Das hintere Drehrad für das Größenverstellsystem ist ebenfalls bei aufgesetztem Helm bestens zu erreichen.

 Fahrradhelm Test: 20200325
In das Drehrad für die Größenanpassung ist ein Licht integriert.

Ein besonderer Clou ist das in das Drehrad integrierte Licht. Durch einen Druck auf den mittleren Taster kann man aus drei unterschiedlichen Modi auswählen. Für bessere Sichtbarkeit sorgen zusätzlich Reflektoren und das reflektierende Gurtband. Das Visier, das bei Sonnen und Regen einen zusätzlichen Schutz bietet, kann abgenommen werden.

Insgesamt finden wir am Cratoni Velo-X keinen Kritikpunkt. Tragekomfort, Handling und Sicherheitsaspekte stimmen, dazu passt das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mit Visier

Casco Roadster Visor

Test Fahrradhelm: Casco Roadster
Als perfekter Schutz vor Insekten, Wind und Regen ist der Casco Roadster mit einem klappbaren Visier ausgestattet.

von 12 Lesern gekauft

Eigentlich dient ein Fahrradhelm nur als Mittel zum Zweck. Er muss passen und schützen. Beim Casco Roadster Visor packt uns aber plötzlich die Emotion: Dieser Helm sieht richtig klasse aus. Stylisch, sportlich, einfach anders und mit Liebe zum Detail.

Keine Frage, wer nur paar Meter mit dem Rad zum Bäcker fährt benötigt dieses Modell nicht. Da gibt es günstigere Lösungen. Wer jedoch viel und auch sportlich unterwegs ist, wird die Vorzüge des Roadster schnell zu schätzen wissen.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Schnittig mit Visier: Der Casco Roadster in jeans-blue sieht extravagant aus.

Zu haben ist der Casco in drei Größen und verschiedenen Designs. Uns gefällt die Variante in jeans-blue besonders gut. Die Oberfläche ist nicht glatt, sondern leicht strukturiert. Der Insektenschutz besteht aus leichtem Aluminium. Der gesamte Helm macht einen extrem hochwertigen und stabilen Eindruck. Für ein Plus an Sicherheit soll der Mehrschichtaufbau sorgen – und für bestmögliche Sicherheit sind reflektierende Streifen in die Oberseite eingelassen. Diese lassen sich austauschen, insgesamt stehen mehr als 20 Farben zur Verfügung.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Die beiden Bänder reflektieren im Dunkeln und lassen sich gegen andere Farben austauschen.

Der Tragekomfort ist exzellent. Einerseits, weil das Innere des 360 Gramm leichten Helms weich ausgepolstert ist. Andererseits durch die präzise Anpassung mittels rückseitigem Drehregler. Der ist leider etwas unglücklich und zu weit oben angebracht – der Abstand zur Helmunterkante ist zu gering, was es erschwert, das Rädchen zu drehen. Dafür findet man den optimalen Kompromiss aus festem Halt ohne störendes Druckgefühl.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Das hintere Drehrad lässt sich fein justieren, der Abstand zur unteren Helmkante ist allerdings etwas gering, worunter der Bedienkomfort leidet.

Der Kinnriemen ist wunderbar weich gepolstert. Verschlossen wird dieser durch einen Metallring und einen Haken, der einklickt. Das ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber einwandfrei. Zudem genügt eine Hand, um den Mechanismus blitzschnell zu öffnen.

Kommen wir zur Besonderheit, dem verspiegelten und getönten Visier. Dieses kann, muss aber nicht heruntergeklappt werden. Ist es unten, sieht man aus wie ein Bahnradsportler, aerodynamisch und perfekt geschützt vor Insekten und Regentropfen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten ist das ein echter Vorteil. Das Herunterklappen des Visiers ist etwas hakelig, ganz unten rastet es jedoch sauber ein und bildet einen planen Abschluss. Die Nasenauflage ist gepolstert.

Brillenträger müssen checken, ob sie das Visier problemos über ihre Sehhilfe bekommen. Je nach Modell kann es hier Schwierigkeiten geben. Das leicht getönte Glas bietet einen etwas höheren Kontrast in der Umgebung und macht mitunter das Tragen einer Sonnenbrille überflüssig.

 Fahrradhelm Test: 20190305
Mit heruntergeklapptem Visier erinnert der Casco Roadster ein wenig an einen Motorradhelm.

Als professionellen und höherpreisigen Helm gibt es für den Casco Roadster Visor auch praktisches Zubehör. Das transparente 4 Season Cover wird einfach unter die Reflektor-Bänder geklemmt und deckt die Lüftungsschlitze komplett ab, um Zugluft zu vermeiden. Damit im Winter die Ohren nicht frieren, bietet Casco zudem ein Winter Kit an. Dieses wird über einen Druckknopf und Metallclips im Helm befestigt, der weiche Stoff wärmt die Ohren.

Der Casco Roadster Visor ist kein Helm für jeden, sondern eher für ambitionierte Radler. Dank Visier und Wetterschutz ist das Radfahren mit ihm nicht mehr nur auf Frühjahr, Sommer und Herbst beschränkt.

Gut & Günstig

Fischer Urban

Test Fahrradhelm: Fischer Helm Urban
Für schmales Geld bietet der leichte Fischer Urban Licht, hohen Tragekomfort, Sonnenblende und Insektenschutz.

Der Casco Activ 2 hat beim ADAC den Testsieg errungen. Für Unfallschutz gibt es eine 1,9 – für Handhabung und Komfort eine 1,7. In der Tat sitzt der Helm perfekt, das Verstellen der Größe gelingt präzise durch ein Verstellrädchen. Der Innenbereich schmiegt sich weich an die Kopfoberfläche, hier gibt es keine störenden Druckstellen.

Auf den Preis vom Fischer Urban müssen wir gleich mehrmals schauen. Kann das stimmen? Ja, es stimmt tatsächlich – den Helm gibt es tatsächlich für weniger als 20 Euro. Mit Licht, Sonnenblende, Insektenschutz und verstellbarem Innenring. Da auch der Tragekomfort erstaunlich gut ist, verdient sich dieser Kopfschutz das Prädikat »Gut & Günstig«.

 Fahrradhelm Test: 20200326
Macht auch in Weiß eine gute Figur: der Preisknaller Fischer Urban.

Mit acht Farben fällt die Farbauswahl angenehm groß aus – vom dezenten Weiß und Schwarz über Blau und Braun bis hin zum knalligen Orange. Bei den Größen darf man wählen zwischen S/M (52 bis 59 Zentimeter) und L/XL (58 bis 61 Zentimeter). Das von uns getestete Modell in S/M wiegt gerade mal 262 Gramm und ist damit super leicht. Im hinteren Kopfbereich ist der Helm nach unten gezogen und verspricht dadurch einen besseren Schutz der Schläfen.

Die Innenschale besteht aus EPS. Man merkt, dass sie nicht wie beispielsweise beim teureren Cratoni Velo-X fest mit der Außenhaut verbunden ist. An den zahlreichen Lüftungsschlitzen wird deutlich, dass die Schale Spiel hat und sich bewegen lässt – das ist aber kein Nachteil, bestenfalls ein optischer bzw. qualitativer kleiner Mangel, der in dieser Preisklasse zu verschmerzen ist.

 Fahrradhelm Test: 20200326
Der Drehregler zur Größenanpassung hat eine Beleuchtung integriert.

Die große Überraschung: Der rückseitige Drehregler für die Größenanpassung des Helms an den Kopf hat ein Licht integriert. Wie man das Licht einschaltet, ist wenig intuitiv, einen kleinen Schalter oder Druckknopf sucht man nämlich vergebens. Stattdessen muss man auf das Licht drücken, damit sich dieses aktiviert. Das gelingt nicht ohne Kraftaufwand. Neben Dauerlicht steht auch eine Blinkfunktion zur Verfügung.

In die Front ist ein Insektenschutz eingearbeitet. Den Sonnenschutz kann man abnehmen, und 20 Öffnungen im Helm sorgen für einen stetigen Luftaustausch. Der Top-Preis des Fischer Urban würde sich pulverisieren, wenn der Tragekomfort bescheiden wäre. Ist er glücklicherweise aber ganz und gar nicht. Das Innere des Helms fühlt sich butterweich an, die rundherum angekletteten Polster schmiegen sich angenehm an den Kopf. Zudem umschließt der Helm den Kopf, was den Halt und die Stabilität deutlich erhöht. Auch wenn man mit beiden Händen am Kopfschutz rüttelt, liegt dieser sauber auf und bleibt in seiner Position.

 Fahrradhelm Test: 20200326
Nicht innovativ, aber funktional: Der Kinnriemen wird per Druckverschluss geschlossen.

Das Verstellrad ist recht schwergängig, erlaubt aber eine präzise Anpassung des Helms an den Kopf. Der Kinnriemen wird durch einen simplen Druckverschluss geschlossen, zum Öffnen genügt eine Hand. Nicht nur für Sparfüchse ist der Fischer Urban der ideale Helm.

Wenn Geld egal ist

Lumos Matrix

Test Fahrradhelm: Lumos Matrix
Der Lumos Matrix leuchtet hinten und vorne mit bis zu 1.000 Lumen und hat sogar eine Blinkerfunktion.

Fast jeder Fahrradhelm am Markt ist deutlich günstiger, wesentlich leichter und bietet einen höheren Tragekomfort. Trotzdem sprechen wir dem Lumos Matrix eine Empfehlung aus. Er ist kein Kopfschutz für die breite Masse, alleine schon deshalb, weil er zwischen 220 und 260 Euro kostet. Aber sein Lichtkonzept macht den Helm wie aus einem Science-Fiction-Film einzigartig – und maximale Sicherheit ist schließlich ein wertvolles Gut.

 Fahrradhelm Test: 20200422
Vorne Licht und hinten Licht: Der Lumos Matrix geht mit 1.000 Lumen auf Nummer sicher.

Fangen wir mit den Besonderheiten an. Den Matrix zieren vorne 22 weiße LEDs, an der Rückseite sitzen gar 77 individuell programmierbare RGB-LEDs mit Blinkern und Bremslicht. Die maximale Leuchtkraft liegt bei satten 1.000 Lumen, sodass Radler perfekt gesehen werden. Über einen kleinen gummierten Knopf am linken Kinnriemen wird der Lumos eingeschaltet. Der vordere weiße Leuchtstreifen erinnert an das LED-Licht eines modernen Autos, hier sind verschiedene Leucht-Szenarien verfügbar.

Hinten kann man aus einer größeren Anzahl an Lichterspektakeln auswählen, dazu genügt jeweils ein Druck auf den Ein-/Aus-Taster. Hier erstrahlen unter anderem ein rotes Dreieck, ein roter Leuchtstreifen wandert hin und her oder kreist wie ein Radar, zudem kann auch das Dreieck kreisen und sogar animierte Farbwechsel sind möglich. Erstes Fazit: Den Lumos nachts zu übersehen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

 Fahrradhelm Test: 220006001 Lumos Matrix Charcoal Black Details74
Wechselspiel: Auf der Rückseite kann man aus verschiedenen Beleuchtungsmustern auswählen.

Wirklich originell ist die Blinkerfunktion. Über eine kleine Fernbedienung, die man mittels Halterung am Lenker befestigt, aktiviert man über eine »L«- und eine »R«-Taste den jeweiligen Blinkmodus. Ein orangefarbener Pfeil wandert jetzt hinten über das Display im Helm und signalisiert, dass man Abbiegen möchte. Das funktioniert absolut zuverlässig und einfach, auch beim Betätigen des Blinkers wird der Radler vom Straßenverkehr nicht abgelenkt.

Wie ein PKW verfügt der Matrix zusätzlich über eine Bremslichtfunktion. Dabei erkennt die integrierte Technik, wenn sich die Geschwindigkeit des Fahrrads verringert, und lässt die Beleuchtung intensiver erstrahlen, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen.

Alternativ lässt sich der Lumos Matrix per App steuern. Generell sind wir hiervon keine großen Anhänger, das Smartphone darf beim Radeln ruhig mal in der Tasche bleiben, erforderliche Updates wie in unserem Test oder die Kopplung per Bluetooth empfinden wir als nervig. Aber die Bedienung der App funktioniert tadellos. Hier sieht man unter anderem die restliche Akku-Kapazität und kann aus diversen Licht-Szenarien auswählen, auch die Eingabe eines individuellen Lauftextes ist möglich. Zudem macht man die kleine Fernbedienung für den Blinker arbeitslos. Wer eine Apple Watch besitzt, kann mit dieser über Armbewegungen ebenfalls Abbiegehinweise auslösen.

Der Akku hält je nach Nutzung der Lichtfunktion zwischen fünf und zehn Stunden. Die Ladezeit über ein USB-Kabel liegt bei fünf Stunden – am hinteren Helm-Display sieht man den aktuellen Ladezustand, auch beim Ein- und Ausschalten taucht hier kurz die Prozentangabe auf. Die kleine Fernbedienung kann separat geladen werden, alternativ klippt man sie hinten in den Helm rein (so verliert man sie auch nicht), hier wird sie automatisch mit geladen.

Kommen wir zu den reinen Helmeigenschaften. Mit 580 Gramm ist der Matrix unangenehm schwer. Das halbe Kilo, das man hier auf dem Kopf herumträgt, macht sich deutlich bemerkbar. Lumos bietet seinen Helm in lediglich einer Größe an (56 bis 61 Zentimeter). Für innen liegen zwei unterschiedlich große Polsterungen bei. Über einen rückseitigen Drehregler kann man den Kopfumfang verändern. Für Zopfträger ist eine Öffnung integriert.

 Fahrradhelm Test: 20200422
Im Inneren ist der Matrix zwar weich gepolstert, der Tragekomfort leidet aber nicht nur wegen des hohen Gewichts.

Auf unserem Kopf saß der Helm nicht bombenfest, er hatte immer leichtes Spiel. Kleine Frauenköpfe sind für den Lumos wahrscheinlich ungeeignet. Obwohl die Innenpolster sehr weich sind, spürte man ein leichtes Druckgefühl. Der Kinnriemen lässt sich einfach öffnen. Insgesamt sind acht Lufteinlässe über den Helm verteilt, die Luftzirkulation gelingt bei anderen Modellen besser.

Das Lichtkonzept mit dem Blinker ist toll und bietet ein deutliches Plus an Sicherheit. So genial es auch ist: Mit knapp 600 Gramm ist der Lumos Matrix wirklich sehr schwer. Wem Sicherheit über alles geht, der macht mit diesem Kopfschutz aber alles richtig. Alle anderen, denen Tragekomfort, Gewicht, aber dennoch gute Sichtbarkeit wichtig sind, greifen besser zu unserem Testsieger Uvex City LightDer ist auch weit mehr als 100 Euro günstiger.

Außerdem getestet

Immer mehr Hersteller haben Helmmodelle im Programm, die sich optisch und vom Gewicht her vom klassischen Mountainbike-Design unterscheiden. Wir wurden mit diesen Helmen bezüglich des Tragekomforts nicht sonderlich glücklich. Gut möglich, dass die Geschmäcker hier aber unterschiedlich sind.

Der Casco Activ 2 sitzt perfekt, das Verstellen der Größe gelingt präzise durch ein Verstellrädchen. Der Innenbereich schmiegt sich weich an die Kopfoberfläche, hier gibt es keine störenden Druckstellen.

Der Verschlussmechanismus des Kinnriemens ist zunächst etwas fummelig. Hier wird nicht wie bei fast allen Mitbewerbern eine Plastikschnalle in eine Buchse gesteckt. Vielmehr setzt Casco auf einen Metallring und auf einen Kunststoffhaken, der hier eingeclipst werden muss. Wie beim Roadster hat man den Dreh relativ schnell raus.

Der Activ 2 bringt nur 290 Gramm auf die Waage, ist in Weiß-Schwarz, Schwarz-Anthrazit, Marine-Weiß sowie Schwarz-Blau und in drei Größen (52 bis 56 Zentimeter, 56 bis 58 Zentimeter und 58 bis 62 Zentimeter) erhältlich. Ein besonderer Clou sind spezielle Leuchtstreifen, die separat erworben und in individuellen Farben in der Oberseite des Helms eingesetzt werden können, damit der Radler im Dunkeln besser gesehen wird.

26 Luftschlitze verhindern, dass man am Kopf ins Schwitzen kommt. Vor Regen und Sonne schützt ein kleiner abnehmbarer Frontspoiler am Helm. Alle Stoffpolsterungen sind mit Klettverschluss befestigt und lassen sich zum Entlüften und Reinigen leicht herausnehmen. Der frontseitige Insektenschutz besteht aus recht engmaschigem Draht.

Auch wenn er sich optisch vom Cratoni Velo-X unterscheidet: Die positiven Eigenschaften des Velo-X gelten auch für den Cratoni C-Flash. Allerdings ist dieser sogar in drei Größen erhältlich: in S/M (53 bis 56 Zentimeter), M/L (56 bis 59 Zentimeter) und L/XL (59 bis 62 Zentimeter). Beim größten Modell reduzieren sich die fünf Farben auf Black-Anthracite und Grey-Lime.

Auch beim C-Flash ist das Schutzmaterial EPS in die Polycarbonat-Schale eingeschäumt. Um Dellen und Kratzer zu vermeiden, wurde die Oberfläche mit einer speziellen Downshell versehen. Zur Ausstattung gehören ein integrierter Insektenschutz, ein abnehmbarer Sonnenschutz und 19 Ventilationsöffnungen. Mit 250 Gramm ist der Helm ein Leichtgewicht. Die Clean-Tex-Polster wurden antibakteriell behandelt und können leicht entfernt werden. Der Kinnriemen ist sehr weich gepolstert, der Verschlussmechanismus ist ausgereift, hält bombenfest und stellt auch Handschuhträger vor keine Herausforderung.

Der Tragekomfort des C-Flash ist sehr hoch. Für eine individuelle Anpassung sorgt das rückseitig gut erreichbare Drehrädchen. Der Helm sitzt fest ohne zu drücken. Im Gegensatz zum Velo-X wird der Cratoni C-Flash nicht mit Licht ausgeliefert, allerdings kann dieses nachgerüstet werden. Dann erhält man zum fairen Preis ein ebenso gutes Komplettpaket.

Livall ist der Meinung, dass selbst Fahrradhelme jetzt das Synonym »smart« tragen sollen, weshalb der Livall BH51M mit einem Smartphone sein volles Potential ausschöpfen kann. Wir finden das nervig und kontraproduktiv, ja sogar gefährlich, weil der Helm über integrierte Lautsprecher die Musik vom Smartphone wiedergeben darf.

Stolze 490 Gramm bringt der BH51M mit ABS-Außenhaut auf die Waage – zu viel für maximalen Tragekomfort. Der Helm macht sich deutlich auf dem Kopf bemerkbar – einerseits durch sein Gewicht, andererseits, weil er zu wenig Seitenhalt bietet und sich immer wieder leicht nach links und rechts neigt. Da kann die ansonsten gute Größenverstellung nicht helfen. Erhältlich ist der Livall lediglich in einer Größe für den Kopfumfang 55 bis 61 Zentimeter.

Eine Besonderheit ist die im Heck integrierte 270-Grad-Rundum-Beleuchtung, die sich bei Dunkelheit automatisch einschaltet und die Sichtbarkeit des Radlers deutlich erhöht. Dieses Feature würde eigentlich genügen. Aber Livall geht mit einer Lenkradfernbedienung noch einen Schritt weiter, die kabellos mit dem Helm kommuniziert und es unter anderem ermöglicht, rechts bzw. links die Lichter des Helms etwa beim Abbiegen wie einen Blinker aussehen zu lassen. Hat man zudem sein Smartphone per Bluetooth mit dem BH51M gekoppelt, so kann man über die integrierten Lautsprecher im Helm zum nächsten oder vorherigen Song springen, die Lautstärke verändern oder Anrufe annehmen. Eine überflüssige Option, weil man sich gerade im Stadtverkehr eigentlich auf die Straße konzentrieren und nicht Musik hören oder telefonieren sollte.

Die Klangqualität konnten wir nicht testen, da sich unser Samsung Galaxy Note 10+ nicht mit dem Helm verbinden ließ. Installiert man die kostenlose Livall-App, so steht noch eine SOS-Alarmfunktion zur Verfügung. Der Helm-Akku wird über USB geladen, das dauert rund zwei Stunden, die maximale Akkudauer liegt bei zehn Stunden.

Die Beleuchtung finden wir praktisch, die zusätzlichen Extras sind überflüssig und der Tragekomfort ist bestenfalls durchschnittlich.

Der Vihir Fahrradhelm hat die Optik eines klassischen Skateboardhelms. In die ABS-Schale sind zehn Belüftungsöffnungen integriert. Erhältlich ist der Vihir in drei Größen zwischen 52 und 63 Zentimetern sowie in den Farben Dunkelgrau, Schwarz, Weiß und Holzmaserung. Mit einem Gewicht von 440 bis 520 Gramm ist der Helm kein Leichtgewicht – nicht nur deshalb scheidet er unserer Meinung nach für lange Radtouren aus. Uns kann auch der Tragekomfort nicht überzeugen. So sitzt der Vihir gefühlt mehr auf dem Kopf als dass er diesen sicher umschließt. Zumindest für unsere Kopfform ist er nicht der ideale Begleiter, da er seitlich zu sehr drückt, aber trotzdem nicht fest auf dem Kopf thront. Der Kinnriemen ist weich gepolstert, ein Drehrädchen ermöglicht eine individuelle Anpassung. Die Schaumstoffpolster fallen sehr dick aus und sind geklettet.

Mit 35 Euro ist der Vihir ein preiswerter Helm. Der Hersteller gibt als beste Verwendungsmöglichkeiten Scooter, Roller und Skateboard an. Vor dem Kauf sollte man ihn unbedingt Probe tragen, denn auf unseren Kopf hat der Helm überhaupt nicht gepasst.

Gleich in acht unterschiedlichen Farbgebungen und optischen Looks ist der Fahrradhelm von Scullcap erhältlich. Mit gerade mal 250 Gramm fällt dieser angenehm leicht aus und ist damit der passende Begleiter auf langen Trips. 14 Luftöffnungen garantieren eine optimale Luftzirkulation und verhindern an heißen Tagen, dass sich die Hitze staut. Der kleine Sonnenschutz kann über zwei Schrauben demontiert werden. Die Polycarbonat-Schale vermittelt einen stabilen Eindruck. Sie ist fest mit dem EPS-Hartschaum verschweißt. In den Luftöffnungen ist ein praktischer Insektenschutz montiert. Die Schaumstoffpolster sind geklettet und lassen sich zum Waschen entfernen. Über ein rückseitiges Rädchen lässt sich die Größenanpassung des Helms stufenlos vornehmen. Der Kinnriemen ist weich gepolstert, der Verschluss soll ein Gewicht von bis zu einer Tonne aushalten – er rastet sicher ein und lässt sich problemlos öffnen.

Erhältlich ist der Scullcap in den Größen M (55 bis 58 Zentimeter) und L (59 bis 61 Zentimeter). Der Tragekomfort konnte uns jedoch nicht überzeugen. Speziell direkt oben auf dem Kopf wirkt der Helm sehr hart, auch wenn man ihn sehr eng stellt, hat er immer noch Spiel. Unser persönliches Empfinden: Der Scullcap ist eher auf den Kopf geschnallt, als dass er sich an bzw. um diesen schmiegt und sich wie eine zweite Haut anfühlt. Auch nach längerer Zeit konnte man nicht ausblenden oder vergessen, dass man einen Helm trägt.

Falls Sie nicht zum teureren Uvex City Light greifen wollen, können Sie auch getrost den Uvex i-vo cc kaufen. Den gibt es in 17 Farben für jeden Geschmack, der Tragekomfort lässt keine Wünsche offen. Hinteres Verstallrad, weicher Kinnriemen und die Innenpolster ermöglichen einen strammen, aber druckfreien Sitz. Der 260 Gramm leichte Uvex geht zudem bis knapp über die Ohren, wodurch der Helm den Kopf sicher umschließt. Die Sonnenblende ist abnehmbar, vorne ist ein Insektenschutz integriert. 24 Belüftungskanäle sorgen dafür, dass der Kopf mit ausreichend Frischluft versorgt wird. Eine Hand genügt, um den Kinnriemen zu öffnen. Das gesamte Handling ist ausgezeichnet. Eine Beleuchtung kann am hinteren Belüftungsloch nachgerüstet werden. Qualitativ hinterlässt der Uvex i-vo cc einen sehr hochwertigen Eindruck.

Die Unterschiede zwischen Uvex Viva 2 und Uvex i-vo cc sind überschaubar. Der Viva 2 ist rund 20 Euro günstiger und lediglich in vier Designs erhältlich, statt 24 zieren nur 15 Lüftungsschlitze den Kopfschutz. Die Polsterung im Inneren fällt etwas dünner aus als beim i-vo cc, der Sonnenschutz kann ebenfalls abgenommen werden.

Der Tragekomfort ist gut, gefällt uns bei den beiden teureren Uvex-Modellen jedoch einen Tick besser. Zumindest passen sich diese Helme noch perfekter an unsere Kopfform an. Auch hier können wir Ihnen nur raten: Ziehen Sie die unterschiedlichen Uvex-Helme mal auf und testen Sie, ob Sie spürbare Unterschiede feststellen. Für Sparfüchse, die nicht Tag und Nacht auf ihrem Rad verbringen, ist der Viva 2 mit Sicherheit eine empfehlenswerte Lösung.

Beim Cratoni Pacer+ ist es wie mit einem perfekten Schuh: Er sitzt beim ersten Anziehen optimal, drückt nicht und man vergisst sofort, dass man ihn trägt. Der Pacer ist in elf Farbvarianten erhältlich. Das Spektrum reicht von Anthrazit, Weiß, Blau und Schwarz bis hin zu zweifarbigen Versionen in Schwarz-Rot, Schwarz-Grün und Rot-Grün. Uns gefällt der Helm in Lime-Matt besonders gut. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Grün und Gelb, die im Straßenverkehr auffällt und somit zur passiven Sicherheit beiträgt.

Angeboten wird der Cratoni Pacer+ in den Größen XS/S (49 bis 55 Zentimeter), S/M (54 bis 58 Zentimeter) und L/XL (58 bis 62 Zentimeter). Zu haben ist der Helm sowohl als »Pacer« als auch als »Pacer+«. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Pacer+ in größeren Ausführungen und einfarbig erhältlich ist, während der kleinere Pacer in mehrfarbigen Varianten hergestellt wird.

Optimal an den Kopf lässt sich der Pacer+ über eine rückseitige Stellschraube anpassen. Sie ist auch dann gut zu erreichen, wenn der Helm aufgesetzt ist. Der Mechanismus lässt sich präzise bedienen, im gesamten Kopfbereich sitzt der Helm entweder fester oder hat mehr Spiel. Die Anpassung an den Kopf kann in kleinen Schritten sehr fein dosiert werden, ein unangenehmes Druckgefühl wird so garantiert vermieden.

Dazu tragen diverse Polster im Helminneren bei. Sie sitzen vorne, seitlich und oben auf der Platte des Kopfes. Über Klettverschlüsse kann man das Innenleben des Helms schnell herausnehmen. Das ist praktisch, wenn sich nach einer langen Radtour der Schweiß in den Stoff gesetzt hat – entweder zum Entlüften oder für eine kleine Handwäsche. Ein Insektenschutzgitter verhindert das Eindringen der ungebetenen Gäste zumindest im oberen Bereich des Helms.

Mit nur 260 Gramm ist der Pacer+ ein Fliegengewicht. Der Kinnriemen lässt sich flexibel in der Länge anpassen. Erleichtert wird das durch eine Art Schnalle mit Klappmechanismus. So benötigt man keine Kraft, um den Riemen zu verlängern oder zu kürzen. Das Kinn wird durch eine weiche Polsterung geschützt, die sich per Klettverschluss um den Riemen legt. Geschlossen wird der Kinnriemen durch einen stabilen Mechanismus. Die beiden Enden werden ineinander gesteckt, was auch mit Fahrradhandschuhen problemlos funktioniert. Der Hersteller nennt die Konstruktion Steplock-Schloss. Zum Lösen muss man an einer roten Lasche ziehen, um die Arretierung zu entriegeln. Das gelingt spielend einfach ohne Kraft. Eine Rasterfunktion ermöglicht es, den Kinnriemen auch während der Fahrt etwas lockerer oder fester zu justieren.

Sorgen um einen heißen Kopf muss man sich beim Cratoni Pacer+ nicht machen. 20 Ventilationsöffnungen ermöglichen eine gute Luftzirkulation und verhindern, dass sich die Hitze unter dem Helm staut. Der vordere Sonnenschutz kann an bedeckten Tagen abgenommen werden.

Insgesamt bietet der Cratoni Pacer+ zum fairen Preis eine umfangreiche Ausstattung und einen hohen Tragekomfort. Lediglich eine integrierte Beleuchtung fehlt, um noch besser gesehen zu werden. Dank der großen Farbauswahl ist für jeden Geschmack und jedes Geschlecht das passende Modell dabei.

Die Modelle der Serie C-Pure von Cratoni – erhältlich in fünf Farben – sehen frisch und peppig aus. Im Nacken- und Schläfenbereich hat der Hersteller an zusätzliche Schutzzonen gedacht. 14 Ventilationsöffnungen und Reflektoren für bessere Sicherheit gehören zur Ausstattung. Je nach Größe wiegt der Helm zwischen 320 und 350 Gramm, zwei Größen sind verfügbar. Innen und vorne ist der Cratoni weich gepolstert. Das trifft auch auf den Kinnriemen zu. Dieser lässt sich selbst im geschlossenen Zustand über eine Ratsche in der Länge anpassen. Der Verschlussmechanismus überzeugt und ist effektiv im Handling.

Über ein Drehrädchen an der Rückseite ist die Größe anpassbar. Wir hatten den Helm in beiden Größen (S-M und M-L) zur Verfügung. Die größere Variante war die richtige Wahl, hundertprozentig zufrieden mit der Passform wie beim Cratoni Pacer+ waren wir jedoch nicht. Offenbar liegt es an der Kopfform, die mit klassischen Mountainbike-Helmen gut harmoniert, mit dieser neumodischeren Form aber Probleme hat. Entweder sitzt der Helm etwas zu locker, oder er drückt an den Seiten, wenn er stramm justiert ist. Das mag bei anderen Köpfen nicht so sein. Grundsätzlich überzeugt uns der Cratoni C-Pure nämlich sowohl von der Optik, als auch von der Verarbeitungsqualität. Ein optional für knapp 15 Euro erhältliches Rücklicht kann an der Helmrückseite nachgerüstet werden.

Der Alpina 3.0 LE wiegt mit 290 Gramm wenig und ist dadurch auf jeder Radtour ein dezenter Begleiter. 24 Lüftungsschlitze sorgen für ein angenehmes Klima, der Schutzschirm hilft gegen störende Sonne und ist auch bei Regen praktisch. Ein Dutzend unterschiedliche Farbvarianten machen es einfach, den Alpina in der Wunschoptik zu erwerben. Zumindest im Frontbereich verhindert ein gelbes Netz das Eindringen von Fliegen und größeren Insekten. Mit 52 bis 57, 57 bis 52 und 59 bis 64 Zentimetern ist der 3.0 LE in drei Größen erhältlich. Die Anpassung an die eigene Kopfform gelingt problemlos über ein rückseitiges Rädchen. Ob bombenfest oder angenehm stramm, der perfekte individuelle Tragekomfort ist sichergestellt.

Der Kinnriemen des Alpina verhindert durch eine weiche Ummantelung das Scheuern an der Haut. Die beiden Enden lassen sich problemlos ineinanderstecken. Um die Länge des Kinnriemens während der Fahrt zu verändern, ist eine Arretiereinrichtung verbaut. Der Druck auf den roten »Press«-Knopf macht eine dosierte Verstellung jedoch nicht ganz einfach, da er etwas zu viel Luft hat. Eine etwas schwergängigere Lösung wäre hier wünschenswert.

Der ADAC hat dem Mythos 3.0 bei Handhabung und Komfort eine 1,9 gegeben. Beim Unfallschutz erhält der Helm jedoch nur eine 2,7. Als Gesamtnote heimst der Kopfschutz eine 2,4 ein.

Cairbull City Aerodynamik

Der preiswerte Cairbull City Aerodynamic ist dem Hersteller zufolge für Mountainbiker konzipiert und soll besonderen Heckschutz bieten. Mit 280 Gramm fällt er angenehm leicht aus. Das Visier lässt sich abnehmen, dafür müssen drei Schrauben gelöst werden. Für ausreichend Frischluft sorgen 22 Schlitze. Erhältlich ist der Helm in der Größe 55 bis 61 Zentimeter. Die innenliegenden Polster lassen sich per Klettverschluss herausnehmen. Zumindest für unsere Kopfform war der Cairbull trotz der korrekten Größe ungeeignet. Dreht man die hintere Stellschraube zu fest, fängt der Helm schnell zu drücken an. Bei zu wenig Druck sitzt er hingegen zu locker. Aber auch wenn sich das Kopfband fest an den Schädel schmiegt, bietet der Helm an der Seite zu wenig Halt – er liegt eher nur auf, anstatt den Kopf sicher zu umschließen. Der Kinnriemen ist gepolstert. Das Öffnen der Schnalle erfordert ein wenig Kraft.

Mit 380 Gramm gehört der Skullcap MTV-01 nicht gerade zu den Leichtgewichten. Er wird zwar als Allroundhelm angepriesen, aber für lange Fahrradtouren halten wir ihn für ungeeignet, nicht nur wegen seines Gewichts. Der Helm ist innen zwar super weich gepolstert, aber für unseren Geschmack müsste er seitlich etwas weiter heruntergezogen sein, um seinen sicheren Halt auf dem Kopf zu gewährleisten. Trotz problemlos einstellbarem Mechanismus haben wir keinen optimalen Tragekomfort genossen.

Ein Sonnenschutz fehlt, ebenso wie eine seitliche Luftzirkulation. Der Klickmechanismus für den gepolsterten Tragegurt rastet sauber ein und lässt sich einfach wieder öffnen. Für Skater und BMX-Fahrer mag der Skullcap ein stylischer Hingucker sein, für Radler empfehlen wir eher einen klassischen Fahrradhelm.

Abus Urban-i 2.0

Fahrradhelm Test: 81jaercinel. Sl1500

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Ein zusätzliches Plus an Sicherheit bietet beim Abus Urban-I 2.0 das in der Rückseite integrierte LED-Licht. Das Verstellrad zum Anpassen des Helms an die Kopfform ist griffig – im Test hatten wir jedoch das Problem, dass es sich gerne im höheren Kragen einer Fahrradjacke verhedderte. Mit 250 Gramm ist der Abus angenehm leicht, zu haben ist der Kopfschutz in drei Größen. Zur Ausstattung gehören ein kleiner Sonnenschutz sowie ein Insektennetz, für die ordentliche Klimatisierung sorgen zwölf Luftein- und fünf Luftauslässe. Der Kinnriemen wird durch einen Magnetverschluss zusammengehalten. Dieser Mechanismus hält gut, ist jedoch gewöhnungsbedürftig und nicht ganz so intuitiv zu bedienen.

Der Tragekomfort des Urban-I 2.0 ist natürlich wieder ein wenig subjektiv gefärbt: Wie bei den anderen Abus-Helmen sitzt auch dieses Modell zumindest bei unserer Kopfform nicht perfekt. Entweder ist er zu locker oder er drückt leicht, zudem würde man sich wünschen, dass der Urban den Kopf seitlich etwas mehr umschließt und nicht nur auf diesem thront. Diesen Eindruck gewinnt man allerdings erst im direkten Vergleich mit anderen Fahrradhelmen.

Der Kingbike Fahrradhelm für rund 25 Euro ist ein echtes Schnäppchen mit toller Ausstattung. Erhältlich ist der Kopfschutz in elf unterschiedlichen Farben. Optisch erinnert er an den knalligen Cratoni Pacer+. Eine Besonderheit ist die am hinteren Verstellring integrierte Lampe, die entweder dauerhaft leuchtet oder blinkt. Weitere Pluspunkte sammelt der Kingbike durch die mitgelieferte Tasche und die 24 Lüftungsschlitze. So ist eine optimale Luftzirkulation garantiert. Außerdem ist er mit 240 Gramm angenehm leicht. Der Kinnriemen ist weich gepolstert.

Also alles gut? Fast! Der preiswerte Kingbike bringt die besten Voraussetzungen für eine Empfehlung mit. Wenn er besser sitzen würde. Er drückt nicht und ist kaum zu spüren. Allerdings verrutscht er extrem von links nach rechts – selbst dann, wenn hinten die Stellschraube festgedreht und der Kinnriemen festgezogen wurde. Möglicherweise ist das eine Frage der Kopfform. Auf Amazon gehen die Meinungen auseinander, ein Käufer bezeichnet das Modell als »Wackeldackel«. Wir sehen es ähnlich. Wer ein gut ausgestattetes Schnäppchen sucht, sollte den Helm einfach mal probeweise tragen, vielleicht passt er ja zum Kopf.

Auch der Abus Aduro 2.0 ist mit einem Licht an der Helmrückseite ausgestattet. In diesem Fall dient der Drehregler der Größenanpassung als Lampe, die wahlweise dauerhaft leuchtet oder blinkt. In unserem Test bemängelten mehrere Probanden, dass der mit 297 Gramm angenehm leichte Helm recht eng geschnitten ist. Während er sich vorne und hinten gut an den Kopf anschmiegt, sitzt er links und rechts sehr fest – das Druckgefühl ist etwas unangenehm, obwohl der Abus sehr weich gepolstert ist.

Erhältlich ist der Kopfschutz in zehn verschiedenen Farbkombinationen, aber er ist lediglich in zwei Größen mit 52-58 und 58-63 Zentimetern erhältlich. Beim Drehen des Größenrädchens wäre es schön, wenn es direkter reagieren und eine haptisch exaktere Anpassung ermöglichen würde.

Der Inneneinsatz ist herausnehmbar – auch hier ist Vorsicht geboten, sonst lösen sich die Klettverschlüsse. Der Kinnriemen rastet sauber ein und verfügt im Kinnbereich über eine weiche Polsterung. Für die Frischluftzufuhr ist in ausreichendem Maße gesorgt.

Nutcase Metroride

Test Fahrradhelm: Nutcase Metroride

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Optisch originell sieht auch der Nutcase Metroride aus, der mit 310 Gramm deutlich leichter als der Nutcase Twendeni Gen 3 ist. Zudem ist hier die Lüftung besser, wenn auch nicht perfekt. Seitliche Lüftungsschlitze fehlen. Der Tragekomfort ist angenehmer als beim bunten Twendeni Gen 3, allerdings ist er auch hier nicht optimal – entweder sitzt der Helm etwas zu locker oder er drückt leicht. Als störend am Hinterkopf erweist sich die Justierschraube. Sie rastet in den einzelnen Stufen nicht ein – ob dies nur ein Einzelfall bei unserem Modell ist oder generell so sein soll, können wir nicht beurteilen.

Der Kinnriemen des Metroride wird ebenfalls über einen Magnetverschluss geschlossen. Das ist etwas umständlicher als über einen Verschluss, der einklickt. Einen schön strammen Sitz aller Riemen konnten wir nicht realisieren. Die weichen Stoffpolster lassen sich zum Waschen problemlos entfernen.

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