Fahrradsattel Test: Fahrradsattel Copyright: maryviolet / Adobe Stock
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Letztes Update: 6.8.2021

Der beste Fahrradsattel

Wir haben 12 Fahrradsättel getestet. Wer gerne lange Fahrradtouren auf seinem Trekkingrad genießen möchte, ist mit dem SQlab 602 Ergolux Active 2.0 am besten beraten. Der schmale Sattel mit dem wellenförmigen Stufenheck sorgt für einen komfortablen Sitz. Mit den herausnehmbaren Dämpfungssticks kann die Härte des Sattels reguliert werden. Für den kleineren Geldbeutel oder Cityradler haben wir auch noch andere, spannende Empfehlungen.

Karin Bünnagel
ist freie Journalistin in Köln. Ihr Schwerpunkt liegt auf Gesund­heits- und Fitness­themen. Ihre Begeisterung fürs Fahrrad­fahren, Joggen und Wandern setzt sie auch im Job ein: Sie verfügt über langjährige Erfahrung in Redaktionen von Fitness­magazinen wie Wanderlust, Weight Watchers und RADtouren.
Letztes Update: 6. August 2021

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

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»Mein Hintern tut weh, ich kann nicht mehr sitzen!« Ein schmerzender Po kann die schönste Fahrradtour vermiesen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Möglich ist, dass der Sattel neu, zu weich oder einfach nicht zu Ihrem Körperbau und Ihrer Sitzhaltung passt. Wer sogar sein Steißbein beim Fahren spürt, sollte sich nach einem neuen Sattel umsehen, das ist ein eindeutiges Indiz für einen falschen Sattel.

Jeder Sattel muss erst mal eingefahren werden bzw. der Fahrer muss sich daran gewöhnen und ein paar Kilometer darauf fahren, um sich ein Urteil zu erlauben. Das gilt auch, wenn Sie längere Zeit nicht mehr Fahrrad gefahren und untrainiert sind.

Weiche Sättel machen zwar den Eindruck, bequem zu sein, doch für längere Touren sind sie überhaupt nicht gut geeignet. Die Sitzknochen versinken im zu weichen Sattel, wodurch das darunter liegende Gewebe gereizt wird. Denn dann tragen die Sitzknochen nicht das Gewicht des Fahrers – obwohl das ihre Aufgabe ist.

Generell gilt: Der Sattel sollte in der Form der Sitzhaltung und der Beckenform des Fahrers entsprechen. Auf dem Tourenrad brauchen Sie demnach einen anderen Sattel als auf dem City-E-Bike.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Bester Trekking-Sattel

SQlab 602 Ergolux Active 2.0

Fahrradsattel Test: Sqlab Sattel
Der 602 Ergolux Active 2.0 von SQlab ist ein toller Tourensattel für Trekkingräder.

Für mittlere und längere Touren auf einem Reiserad braucht man einen guten und bequemen Sitz. Unser Favorit ist hier der SQlab 602 Ergolux Active 2.0. Der schmale Sattel hat ein wellenförmiges Stufenheck und nimmt in der 45-Grad-Haltung den Druck vom Sitzknochen. Zusätzlich kann über die herausnehmbaren Dämpfungssticks der Sattel leichter gemacht werden – ratsam für Fahrer mit einem Körpergewicht unter 80 Kilogramm.

Trekking-Preistipp

Selle Royal Scientia

Test Fahrradsattel: Selle Royal Scientia
Für Tourenradler eine gute Alternative für einen schmalen Sattel.

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Tourenradler bietet der Scientia A2 von Selle Royal. Er kostet rund ein Drittel weniger als unser Favorit, punktet allerdings ebenfalls mit einem komfortablen Fahrgefühl. Auch hier ist das Heck erhöht, die Sitzfläche ist zur Unterstützung der Dämpfung mit Gel gepolstert. Getestet haben wir die athletische Variante für den Sitzknochenabstand von 11 bis 13 Zentimetern.

Bester City-Sattel

Terry Anatomica Flex Gel

Test Fahrradsattel: Terry  Anatomica Flex Gel
Für Cityradler, die aufrecht sitzen, ein komfortabler Sattel.

Die meisten City-Radler werden sich an dem Sitzkomfort des Terry Anatomica erfreuen. Für einen Citysattel ist er ungewöhnlich hart, was sich aber nicht auf den Sitzkomfort auswirkt. Auf unserer Probefahrt waren wir durchweg zufrieden und hatten keine Schmerzen – weder an Sitzknochen noch im Dammbereich.

City-Preistipp

Selle Royal Lookin Moderate

Test Fahrradsattel: Selle Royal Lookin Moderate
Für entspanntes und komfortables Radeln in der Stadt.

Selle Royal wartet auch für Cityräder mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis für Sättel auf. Empfehlen können wir hier den Lookin von Selle Royal. Der Hersteller arbeitet bei diesem Sattel mit einem Gel, das den Druck von den Sitzknochen nimmt. Auch im Dammbereich hatten wir kein unangenehmes Druckgefühl. Dank des sonnenlichtreflektierenden Materials heizt sich der Sattel auch nicht so stark auf wie andere schwarze Sättel.

Wenn Geld egal ist

Brooks Flyer S Classic Line

Test Fahrradsattel: Brooks Flyer S Classic Line
Der klassische Ledersattel muss erst eingefahren werden, passt sich aber individuell an den Fahrer an und ist ein echtes Schmuckstück.

Kernledersättel haben den klassischen Look – und sind überaus bequem, vorausgesetzt, sie sind eingefahren, denn das kann schon bedeuten, 100 Kilometer auf einem anfangs harten Sattel zu fahren. Wer sich nach einem guten Ledersattel umsieht, kommt an Brooks aus England nicht vorbei. Der Hersteller fertigt seit 1866 Ledersättel in Handarbeit. Auch wenn die Einfahrzeit länger ausfällt als bei anderen Sätteln – mit der richtigen Pflege hält er ein Leben lang.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Bester Trekking-SattelTrekking-PreistippBester City-SattelCity-PreistippWenn Geld egal ist
SQlab 602 Ergolux Active 2.0 Selle Royal Scientia Terry Anatomica Flex Gel Selle Royal Lookin Moderate Brooks Flyer S Classic Line Ergon ST Core Evo Velmia City Fahrradsattel Büchel Grande Medicus Velmia Trekking Fahrradsattel Velmia Mountainbike Fahrradsattel Spgood Fahrradsattel Syosin Fahrradsattel
Fahrradsattel Test: Sqlab SattelTest Fahrradsattel: Selle Royal ScientiaTest Fahrradsattel: Terry  Anatomica Flex GelTest Fahrradsattel: Selle Royal Lookin ModerateTest Fahrradsattel: Brooks Flyer S Classic LineTest Fahrradsattel: Ergon  ST Core EvoTest Fahrradsattel: Velmia City FahrradsattelTest Fahrradsattel: Büchel Grande MedicusTest Fahrradsattel: Velmia Trekking FahrradsattelTest Fahrradsattel: Velmia Mountainbike FahrradsattelTest Fahrradsattel: Spgood FahrradsattelTest Fahrradsattel: Syosin Fahrradsattel
Pro
  • Erhöhtes Heck
  • Wellenförmiges Stufenheck
  • Entlastungskanal
  • Herausnehmbare Dämpfungssticks
  • Erhöhtes Heck
  • Entlastungskanal
  • Klicksystem für Licht oder Tasche
  • Nicht so weich wie andere City-Sättel
  • Aufnahme für QuickClick-Satteltaschen
  • Leicht erhöhtes Heck
  • Dreidimensionales Gel
  • Lichtreflektierendes Material
  • Natürliches Material
  • Erhöhtes Heck
  • Aussparung
  • Schaum
  • Erhöhtes Heck
  • Entlastungskanal mit Aussparung
  • Memory Foam
  • Erhöhtes Heck
  • Entlastungskanal mit Aussparung
  • Gelkissen
  • Erhöhtes Heck
  • Entlastungskanal mit Aussparung
  • Memory Foam
  • Erhöhtes Heck
  • Entlastungskanal mit Aussparung
  • Memory Foam
  • Entlastungskanal mit Aussparung
  • Silikonkissen
  • Entlastungskanal mit Aussparung
  • Silikonkissen
Contra
  • Keine Montagebeschreibung
  • Keine Montagebeschreibung
  • Evtl. stört das Logo an der Sattelnase
  • Muss eingefahren werden
  • Pflegebedürftig
  • Etwas rutschig am Anfang
  • Teuer
  • Obermaterial fühlt sich ein bisschen speckig an
  • Sehr wuchtig
  • Wulstige Sattelnase
  • Druck auf Sitzknochen
  • Obermaterial fühlt sich ein bisschen speckig an
  • Druck auf Dammbereich auf dem Trekkingbike
  • Obermaterial fühlt sich ein bisschen speckig an
  • Zu weich
  • Zu weich
Bester Preis
  Produktdetails einblenden
Maße (L x B) in cm28 x 15,528 x 14,526 x 2226 x 2023 x 18 cm27 x 1726 x 2426 x 2226 x 1925 x 2125 x 21
Gewicht445 g385 g671 g626 g805 g445 g764 g558 g701 g422 g595 g595 g
EinsatzTrekkingTrekkingCityCityTrekkingTrekkingCityCityCityTrekkingCityCity

Was man über Fahrradsättel wissen sollte

Der Sattel ist Dreh- und Angelpunkt beim Fahrradfahren. Er sollte so schmal sein, dass er komplett unter dem Radfahrer verschwindet. Der Sattel sollte nicht zu früh zu breit werden. Eine T-Form ist ideal, keine Dreiecksform, denn beim Treten muss der Oberschenkel am Sattel vorbei. Die Sattelnase sollte ebenfalls nicht zu dick sein, damit beim Pedalieren die Nase nicht auf das Gewebe und die Muskeln am Oberschenkel drückt.

Vorsicht beim Sattelkauf: Die Hersteller verwenden nicht einheitliche Begriffe bei der Sitzposition. Achten Sie also darauf, in welcher Sitzhaltung Sie fahren.

Tourenradler sitzen besonders lange auf dem Sattel, manchen tragen dabei auch noch einen Rucksack, der das Gewicht, das auf den Sitzknochen lastet, erhöht. Cityradler sind dagegen tendenziell eher kurz unterwegs. Die grundlegende Formel bei der Sattelauswahl lautet: Je aufrechter die Sitzposition ist, umso breiter und weicher kann der Sattel sein.

Je aufrechter die Sitzposition, desto breiter und weicher kann der Sattel sein

Wer aufrecht fährt, belastet den Sattel hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht. Reiseradler fahren in der Regel leicht nach vorne gebeugt (45-Grad-Haltung), sodass auch der Lenker das Körpergewicht mitträgt. Die Beugung des Oberkörpers nach vorne bewirkt, dass die Sitzhöcker aufgrund des Skelettbaus auf dem Sattel enger beieinander liegen.

Beschwerden aufgrund des falschen Sattels

Es gibt mehrere Beschwerdebilder, die von einem falschen Sattel ausgelöst werden können – ungeachtet der Beschwerden, die auftreten, wenn beispielsweise die Sattelhöhe falsch eingestellt ist.

Erstens: Kribbeln und Taubheitsgefühle im Genitalbereich bei Männern und Frauen aufgrund von Durchblutungsstörungen der Nerven und Blutbahnen. Hier ist ein Sattel empfehlenswert, der den Damm- und Schambeinbereich entlastet.

Fahrradsattel Test: Saddle
Typisch für City-Sättel ist die T-Form.

Zweitens: Der Sitzknochen schmerzt. Hierfür gibt es verschiedene Gründe. Entweder der Sattel ist noch neu. Oder er ist zu weich, die Sitzknochen versinken so tief im Sattel, dass das darunter liegende Gewebe gereizt wird. Das Gewebe muss hier einen Teil des Gewichts mittragen – nochmal mehr, wenn ein Rucksack zusätzliche Last mitbringt. Es kommt zu einer stärkeren Schweißbildung und zu unangenehmen Druckstellen. Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Sattel nicht Ihrem Körperbau entspricht.

Drittens: Das Steißbein schmerzt. In diesem Fall ist der Sattel zu weich, die Sitzknochen versinken so tief im Sattel, dass dieser aufs Steißbein drückt.

Bei Schmerzen kann es helfen, die Sattel­einstellung in kleinen Schritten zu verändern

Radfahrer müssen diese Probleme nicht aussitzen, sondern können etwas dagegen tun. Drehen Sie zunächst an den Stellschrauben Ihres Sattels, und verändern Sie in kleinen Schritten die Einstellung – waagerecht, leicht nach unten kippend, in der Höhe. Oder Sie verkürzen den Abstand zwischen Lenker und Sattel. Möglicherweise haben Sie damit schon das Problem gelöst. Andernfalls muss ein neuer Sattel her.

Welcher Sattel ist für mich der richtige?

Egal für welchen Sattel Sie sich entscheiden, er sollte immer im Einklang mit Ihrer Sitzposition und Ihrem Einsatzbereich stehen. Für lange Touren sind eine schmale Form und eine straffe Polsterung besser geeignet als ein weicher, vermeintlich bequemer Sattel. Cityradler hingegen kommen mit breiteren Formen gut zurecht.

Sitzknochenabstand

Der Münchner Hersteller SQlab hat die Methode der Sitzknochenvermessung in Deutschland etabliert. Aber auch andere Hersteller bieten Sättel an, die auf der Berechnung des Sitzknochenabstands basieren. So bieten viele Fachhändler an, den Sitzknochenabstand ihrer Kunden zu messen. Aber man kann den Abstand der Höcker auch ganz einfach zu Hause selbst messen.

Um den Sitzknochenabstand zu messen, brauchen Sie Wellpappe, eine Sitzgelegenheit mit ebener Oberfläche, einen Stift und ein Lineal. Die Wellpappe wird auf die gerade Oberfläche (beispielsweise ein Hocker) gelegt. Setzen Sie sich nun mittig auf die Pappe und richten Ihren Oberkörper auf, die Füße stellen Sie auf die Zehenspitzen, damit die Sitzknochen mehr Druck auf die Pappe ausüben. Zusätzlich sollten Sie unter die Sitzfläche greifen und daran ziehen, um den Druck nochmals zu erhöhen.

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Fahrradsattel Test: Sitzknochenabstand 1
Sie können Ihren Sitzknochenabstand ganz einfach zu Hause messen. Sie benötigen dafür nur Wellpappe und ein Lineal. Setzen Sie sich wie beschrieben auf die Pappe und markieren Sie die Abdrücke Ihrer Sitzknochen.
Fahrradsattel Test: Sitzknochenabstand 2
Der Abstand zwischen den am stärken eingedrückten Stellen ist Ihr Sitzknochenabstand.
Fahrradsattel Test: Sitzpositionen
Hilfreicher als die Hersteller-Bezeichnung ist für die richtige Sattelbreite der Grad Ihrer Sitzhaltung.

Umkreisen Sie nun mit einem Stift den Abdruck, und kennzeichnen Sie den tiefsten Punkt mit einem Kreuzchen. Der Abstand zwischen den zwei Kreuzchen entspricht Ihrem Sitzknochenabstand.

Normalerweise beträgt der Sitzknochenabstand bei Männern zwischen 6 und 16 Zentimetern, bei Frauen zwischen 9 und 17 Zentimeter.

Stufensattel? Gelkissen? Aussparung?

Das Problem des Kribbelns und der Taubheitsgefühle gehen Sattel-Hersteller zum Teil unterschiedlich an. Da gibt es beispielsweise das erhöhte Heck, bei dem die Nase des Sattels tiefer liegt als der hintere Teil. Das bewirkt, dass die Belastung auf den Damm oder das Schambein geringer ausfällt – vorausgesetzt, der Sattel ist richtig, das heißt waagerecht, montiert.

Eine anderer Lösungsweg liegt in der Aussparung, die für Entlastung sorgt. Aber auch Gelkissen oder Schaum verringern den Druck und verteilen die Belastung.

Ledersättel

Ein Klassiker sind handgefertigte Kernledersattel. Das natürliche Material passt sich im Laufe der Zeit der Anatomie des Fahrers an, da die Lederdecke wie eine Hängematte vorne und hinten flexibel aufgehängt ist. Die Bespannung muss, wenn der Sattel weich gefahren ist, regelmäßig nachgezogen werden. Den Kernledersattel gibt es auch mit Aussparungen auf der Oberseite des Sattels, das mindert den Druck auf den Genitalbereich.

Fahrradsattel Test: Brooks1

Leder ist ein natürliches Material, das sich verändert. Daher sollten Ledersättel regelmäßig gefettet und nachgespannt werden. Darüber hinaus reagiert Leder nicht gut auf Nässe – lassen Sie Ihr Rad daher nicht im Regen stehen, sondern schützen Sie den Ledersattel davor, nass zu werden.

Laut Hersteller soll die Spannschraube immer mit einer halben Umdrehung weiter gespannt werden. Viele nutzen aber vielmehr – wenn vorhanden – die Lochungen an den Sattelseiten, um das Leder zu spannen.

Unisex oder geschlechtsspezifisch?

Einige Hersteller bieten geschlechtsspezifische Sättel an. Ob Gleichstellung oder nicht: ausprobieren – Hauptsache, Sie fühlen sich wohl. Wundern Sie sich nicht, wenn Männersättel größer ausfallen als die für Damen – das dient in der Regel dazu, Nerven, Arterien und die Prostata besser zu entlasten.

Ein Muss: Probe fahren

Richtig beurteilen lassen sich Sattel und Sattel-Einstellungen erst, nachdem Sie einige Kilometer damit gefahren sind. Unser Gesäß muss sich erst an den neuen Sattel gewöhnen. Eine schmerzhafte Reaktion auf den ungewohnten Druck ist daher normal. Machen Sie idealerweise drei bis vier Testfahrten mit ein bis zwei Tagen Pause dazwischen. Tauchen während einer Tour Probleme auf, verändern Sie in kleinen Schritten die möglichen Satteleinstellungen.

Fahrradsattel Test: Sqlab1

Unser Trekking-Favorit: SQlab 602 Ergolux Active 2.0

Für alle, die mit ihrem Trekkingrad gerne längere Touren machen, ist der SQlab 602 Ergolux Active 2.0 empfehlenswert. SQlab hat als erster Hersteller den Sitzknochenabstand als Grundlage genommen, um die optimale Sattelbreite zu ermitteln. Getestet haben wir den Sattel in der Größe 14 für die moderate Sitzposition des »sportlichen Trekkingfahrers«.

Bester Trekking-Sattel

SQlab 602 Ergolux Active 2.0

Fahrradsattel Test: Sqlab Sattel
Der 602 Ergolux Active 2.0 von SQlab ist ein toller Tourensattel für Trekkingräder.

Der 602 Ergolux Active 2.0 hat ein wellenförmiges Stufenheck und eine Einkerbung in der Sattelmitte. Die Schaumpolsterung lässt sich mit dem Finger ein wenig eindrücken, dennoch sinken die Sitzknochen beim Fahren nicht bemerkbar in die Polsterung ein. Mit zwei »Komfort-Sticks« kann der Sattel auf das Fahrergewicht eingestellt werden.

Wir haben beim Fahren das Stufenheck nicht bemerkt. Sollte es Ihnen anders gehen, wird es wahrscheinlich eine Frage der Gewohnheit sein, bis Sie die Stufe nicht mehr wahrnehmen. Das Sitzgefühl war von Anfang an sehr angenehm. Doch nach einigen Kilometern kam uns der Sitz ein wenig unbequem vor. War der Sattel doch zu hart?

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Fahrradsattel Test: Sqlab2
Schmal, mit Entlastungskanal und Stufenheck sorgt der Sattel für eine angenehme Sitzposition.
Fahrradsattel Test: Sqlab3
Das wellenförmige Stufenheck ist gut zu erkennen.
Fahrradsattel Test: Sqlab4
Die Dämpfungssticks lassen sich gut entfernen.

Nach rund sechs Kilometer unserer Teststrecke haben wir daher zum Vergleich die Komfort-Sticks herausgenommen. Und empfanden damit den Sattel mit einem Fahrergewicht von unter 60 Kilo tatsächlich nochmal komfortabler. Ohne die Sticks wird der Sattel etwas weicher, vor allem die seitlichen Bewegungen werden intensiver. Der Hersteller empfiehlt die Sticks für das Fahrergewicht ab 80 Kilogramm.

Die Sattelnase ist ein wenig tiefergelegt, so konnten wir keine Druckstellen im Dammbereich bzw. im vorderen Bereich des Schambeins feststellen. Beim Pedalieren scheuerte nichts an der Sattelnase.

Die Testfahrt mit dem SQlab Ergolux Active 2.0 hat uns Spaß gemacht. Nochmal mehr, nachdem wir den die Dämpfungssticks herausgenommen hatten. Dass man hier selbst eine Möglichkeit hat, den Sattel härter bzw. weicher einzustellen, ist toll. Für Trekkingradler lohnt sich die Investition.

SQlab 602 Ergolux Active 2.0 im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine anderen seriösen Testberichte vom SQlab 602 Ergolux Active 2.0. Sobald weitere Testberichte erscheinen, werden wir sie hier nachtragen.

Alternativen

Mit circa 90 Euro liegt der SQlab 602 Ergolux Active 2.0 im oberen Preissegment unseres Testfelds. Daher empfehlen wir als Alternative für Trekkingradler einen weiteren guten, aber günstigeren Sattel. Da wir auch Citysättel getestet haben, möchten wir hierzu auch zwei Empfehlungen aussprechen. Für alle die, die es lieber klassisch mögen, haben wir auch noch einen Kernledersattel unter unseren für gut befundenen Testmodellen.

Günstige Trekking-Alternative: Selle Royal Scientia A2

Ebenfalls ideal für längere Touren in athletischer 45-Grad-Haltung ist der Selle Royal Scientia A, von uns in der Medium-Variante getestet. Da er rund 30 Euro günstiger ist als unser Favorit und ähnlich viel Fahrkomfort bietet, haben wir ihn zu unserem Preis-Leistungs-Sieger im Trekking-Bereich auserkoren.

Trekking-Preistipp

Selle Royal Scientia

Test Fahrradsattel: Selle Royal Scientia
Für Tourenradler eine gute Alternative für einen schmalen Sattel.

Der Selle Royal Scientia A2 ist in unserem Vergleichstest der schmalste Sattel überhaupt. Das Heck ist hier ebenfalls erhöht, in der Mitte hat der Sattel einen länglichen Entlastungskanal.

Gleich beim Aufsteigen empfanden wir den Sattel als sehr angenehm – man spürt ihn eigentlich kaum, weil er gleich so gut passt. Die 3D-Skingel-Technologie des Herstellers und der Entlastungskanal sorgen dafür, dass die Sitzknochen nicht tief einsinken und kein Druckgefühl beim Fahren entsteht. Beim Pedalieren stört die lange Sattelnase nicht. Als Zusatzfeature hat der Scientia noch ein Klicksystem, an dem entweder ein Licht oder eine Satteltasche angebracht werden kann.

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Fahrradsattel Test: Sr Scientia1
Etwas schmaler, aber ebenfalls komfortabel: der Scientia A2 von Selle Royal bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fahrradsattel Test: Sr Scientia2
Selle Royal setzt hier Gelkissen für den Sitzkomfort ein.
Fahrradsattel Test: Sr Scientia3
Am Sattel kann auch ein Licht oder eine Satteltasche befestigt werden.

Man findet auf der Verpackung des Scientia zwar eine Menge Informationen über den Sattel, die Vermessung des Sitzknochenabstands und die Modellreihe, allerdings vermissen wir Hinweise für den Käufer, wie der Sattel richtig montiert werden soll und wie man jeweils die richtige Sattelposition ermittelt. Der Scientia ist in Kooperation mit der Sporthochschule Köln entstanden und von Hunderten Freiwilligen getestet worden.

Der schmale und längliche Scientia A2 war uns am Anfang etwas suspekt, aber schon nach wenigen Kilometern war das Sitzen darauf so selbstverständlich, dass man schon gar nicht mehr daran dachte, dass man auf einem neuen Sattel sitzt.

Der Scientia A2  ist damit eine tolle und günstige Alternative zu unserem Test-Favoriten. Es gibt den Scientia übrigens in neun verschiedenen Ausführungen – je nach Sitzposition und Sitzknochenabstand.

City-Favorit: Terry Anatomica Flex Gel Damen

Für Citybikes – also für die aufrechte Sitzposition – ist der Terry Anatomica Flex Gel  für uns der beste in diesem Testfeld. Das können wir zumindest von dem Damen-Modell, das wir getestet haben, behaupten. Natürlich gibt es den Sattel auch für Männer.

Bester City-Sattel

Terry Anatomica Flex Gel

Test Fahrradsattel: Terry  Anatomica Flex Gel
Für Cityradler, die aufrecht sitzen, ein komfortabler Sattel.

Der Anatomica Flex ist nur als Einheitsgröße erhältlich. Der breite Sattel soll mit Schaum und Komfortgel bei kurzen bis mittellangen Touren für angenehmen Sitzkomfort sorgen. Wir können das aus unserem Praxistest bestätigen. Zwar ist der Citysattel im Vergleich zu anderen Citysätteln verhältnismäßig hart, aber unangenehme Druckstellen haben wir auf unserer Testfahrt nicht verspürt. Die Aussparung in der Mitte sorgt dafür, dass die Durchblutung im Dammbereich verbessert wird.

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Fahrradsattel Test: Terry1
City-Sattel: der Anatomica von Terry.
Fahrradsattel Test: Terry2
Das Konzept: Drei-Zonen-Komfort-Schaum plus Aussparung für ein gutes Sitzgefühl.
Fahrradsattel Test: Terry3
Für einen Citysattel ist der Anatomica ungewohnt hart.
Fahrradsattel Test: Terry4
Über die QuickClick-Aufnahme können Satteltaschen befestigt werden.
Fahrradsattel Test: Terry5
Die Stoßdämpfer sind rückenschonend.

Von hinten ist gut das Cellasto-Dämpfungssystem des Terry Anatomica zu erkennen, das für eine zusätzliche Entlastung am Rücken sorgt. Das System hat der Hersteller gemeinsam mit BASF in Deutschland entwickelt und hergestellt. Damit werden Stöße gut absorbiert und der Rücken wird somit stark und effektiv entlastet. Zur Verpackung gehört auch ein Info-Flyer mit Hinweisen, wie der Sattel in der richtigen Position auf dem City- bzw. Hollandrad montiert wird. Als Zusatzfeature gibt es die Aufnahmemöglichkeit für QuickClick-Satteltaschen.

Auch wenn der Terry Anatomica für einen City-Sattel ungewohnt hart erscheint – das Fahrgefühl ist viel angenehmer als bei anderen City-Sätteln, die aufgrund ihrer Polsterung auch immer etwas waberig erscheinen. Es ist gut vorstellbar, dass auch schwergewichtigere Menschen sich hierauf wohlfühlen.

Günstige City-Alternative: Selle Royal Lookin Moderate Woman

Für die aufrechte Sitzposition beim Cityrad hat uns auch der deutlich günstigere Lookin Moderate Woman von Selle Royal gefallen. Auch dieser Sattel ist in einer Version für Männer erhältlich.

City-Preistipp

Selle Royal Lookin Moderate

Test Fahrradsattel: Selle Royal Lookin Moderate
Für entspanntes und komfortables Radeln in der Stadt.

Als Erstes fallen bei diesem Citysattel die Gucklöcher in das Sattelinnere mit Blick auf das »Royalgel« auf. Hier kann man mit dem Finger viel tiefer in den Sattel drücken als beispielsweise bei dem Terry-Sattel aus unserem Test. An den Seiten befinden sich hinten silberne Applikationen, die den Sattel vor Kratzern und Stößen schützen sollen. An der seitlichen Nase gibt es eine weitere Applikation mit dem Modellnamen – uns hat es nicht gestört, aber möglicherweise scheuert die Hose beim Pedalieren an der Applikation entlang – ungünstig.

Das Fahrgefühl empfanden wir als sehr angenehm. Weder bei den Sitzknochen noch im Dammbereich sind uns unangenehme Druckstellen aufgefallen. Als Zusatzfeature hat auch der Lookin noch ein Klicksystem, an dem entweder ein Licht oder eine Satteltasche angebracht werden kann.

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Fahrradsattel Test: Sr Lookin1
Der Lookin von Selle Royal gibt Einblick in die Gel-Struktur.
Fahrradsattel Test: Sr Lookin2
Das Obermaterial soll das Sonnenlicht reflektieren und dafür sorgen, dass sich der Sattel nicht so stark aufheizt.
Fahrradsattel Test: Sr Lookin3
Das Logo an der Sattelnase kann womöglich beim Pedalieren stören.
Fahrradsattel Test: Sr Lookin4
Die Applikationen schützen vor Kratzern und Stößen.
Fahrradsattel Test: Sr Lookin5
Auch hier gibt es eine Möglichkeit, Licht oder eine Satteltasche zu befestigen.

Jedoch vermissen wir auch hier Hinweise für den Käufer, wie der Sattel richtig montiert werden soll und wie man jeweils die richtige Sattelposition ermittelt. Das Obermaterial soll das Sonnenlicht reflektieren, die Temperatur der Satteldecke um bis zu 25 Grad Celsius unter der von anderen schwarzen Sätteln liegen soll.

Vor allem in der Stadt auf kurzen Strecken ist der Sitzkomfort auf dem Selle Royal Lookin Moderate hoch. Bei längeren Tagestouren jedoch können wir uns vorstellen, dass der Sattel mit der Zeit weniger angenehm ist. Fraglich ist auch, wie der Sattel auf Radfahrer wirkt, die etwas mehr Gewicht aufs Rad bringen.

Wenn Geld egal ist: Brooks Flyer S Classic Line

Der Kernledersattel von Brooks ist ein Klassiker – wenn auch ein teurer. Zwar muss jeder Sattel eingefahren werden, aber das gilt bei Ledersätteln umso mehr. Denn es braucht eine gewisse Fahrzeit, bis sich das Leder an die individuelle Form des eigenen Hinterns anpasst. Wir haben das Damen-Modell S der Flyer Classic Line getestet, für Männer gibt es natürlich auch einen Sattel, der etwas größer ausfällt.

Wenn Geld egal ist

Brooks Flyer S Classic Line

Test Fahrradsattel: Brooks Flyer S Classic Line
Der klassische Ledersattel muss erst eingefahren werden, passt sich aber individuell an den Fahrer an und ist ein echtes Schmuckstück.

Auffällig ist, dass der Sattel im ersten Moment trotz waagerechter Positionierung sehr rutschig ist – das legt sich aber mit der Zeit. Auch die ersten Kilometer auf dem Sattel sind recht hart. Aber wie gesagt, das Leder arbeitet und passt sich mit der Zeit an. Rechnen Sie damit, dass Sie schätzungsweise 100 Kilometer damit fahren müssen, bevor der Sattel sich so weit angepasst hat, dass er bequem ist.

Brooks produziert seit 1866 in Handarbeit Kernledersättel in England. Im Lieferumfang befindet sich auch Lederfett für die erste Anwendung sowie ein Tool, um den Sattel nachspannen zu können.

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Fahrradsattel Test: Brooks2
Ein Klassiker: der Ledersattel von Brooks.
Fahrradsattel Test: Brooks3
Mit der Stahlfeder bringt der Sattel mehr Gewicht auf die Waage.
Fahrradsattel Test: Brooks4
Das Leder muss regelmäßig nachgespannt werden.
Fahrradsattel Test: Brooks5
Die Sättel von Brooks sind handgefertigt.

Die Stahlfedern bei unserem Modell sorgen für viel Komfort beim Fahren. Ein Brooks Flyer Classic Line sollte regelmäßig gepflegt werden. Und man sollte es vermeiden, dass der Ledersattel dem Regen ausgesetzt wird – denn Leder ist nicht wasserabweisend und verändert sich bei Nässe. Der Sattel eignet sich sowohl für die City als auch für mittlere und lange Trekkingtouren.

Außerdem getestet

Ergon ST Core Evo

Der Ergon ST Core Evo Woman (Small/Medium) hat uns vom Fahrkomfort sehr gut gefallen. Der Sattel ist eher schmal und eignet sich für Tourenräder. Erhältlich ist der Sattel in zwei Größen sowie für Männer und Frauen. Der Doppelschalenaufbau mit dem orthopädischen Komfortschaum als Polsterung verteilt den Druck beim Sitzen gut. Auch der Entlastungskanal funktioniert gut und fängt den Druck auf den Dammbereich gut auf. Darüber hinaus ist der Ergon-Sattel bewegungsdynamisch und damit rückenschonend. Bei all dem Lob: Der Core Evo Woman hat seinen Preis, die UVP liegt bei 150 Euro.

Velmia City Fahrradsattel

Von Velmia hatten wir gleich drei Sättel im Test. Der City-Fahrradsattel hat eine Einheitsgröße und ist für Frauen und Männer gleichermaßen konzipiert. Auch hier ist das Heck erhöht, und in der Mitte befindet sich eine Aussparung. Das Polster besteht aus Memory Foam, das stabile Material lässt sich gut verformen und findet schnell zu seiner ursprünglichen Form zurück. Der Fahrkomfort auf dem Citysattel ist gut und komfortabel, wir hatten während der Probefahrt keine großen Beschwerden, weder mit den Sitzknochen noch im Dammbereich. Zudem punktet der Velmia mit einem günstigen Preis. Allerdings fühlt sich das Obermaterial ein wenig speckig an – fraglich, wie es sich anfühlt, wenn der Sattel lange in der Sonne steht.

Büchel Grande Medicus

Der Büchel Grande Medicus ist für Touren- und Cityräder auslegt, wir haben das Damen-Modell getestet. Auf dem Trekkingrad hat uns der Sattel weniger gefallen, wir würden ihn daher auch aufgrund seiner Breite und Wuchtigkeit als City-Sattel einstufen. Das Heck ist stark erhöht, in der Mitte befindet sich eine Aussparung. Auf dem Cityrad hingegen saßen wir relativ bequem, dennoch würden wir mit dem Sattel eher nur kurze Citytouren empfehlen. Die Nase ist im Vergleich zu anderen Sätteln eher dick und wulstig.

Velmia Trekking Fahrradsattel

Der zweite Sattel von Velmia ist der Velmia Trekkingsattel, auch ein Unisex-Modell. Auch hier ist das Heck erhöht, und in der Mitte befindet sich eine Aussparung, allerdings ist der Sattel wesentlich schmaler als das City-Modell. Das Polster besteht aus Memory Foam, das stabile Material lässt sich gut verformen und findet dann  zu seiner ursprünglichen Form zurück. Der Fahrkomfort auf dem Citysattel ist okay, wir hatten während der Probefahrt leichten Druck auf den Sitzknochen. Der Velmia punktet mit einem günstigen Preis, aber auch hier stört uns das leicht speckige Obermaterial. Wie sich die Haptik wohl verändert, wenn der Sattel längere Zeit der Witterung ausgesetzt ist?

Velmia Mountainbike Fahrradsattel

Der Mountainbike-Sattel von Velmia hat uns am wenigsten von den drei Testprodukten des Herstellers gefallen. Das Unisex-Modell ist optisch nochmal schmaler als das Trekking-Modell, mit Aussparung in der Mitte und erhöhtem Heck. Memory Foam bildet das Polster für den Sattel, auch wenn die Polsterung weniger leicht nachgibt wie bei der Trekkingrad-Variante. Bei diesem Sattel haben wir während der Tour auf dem Trekkingrad immer wieder die Sitzposition verändert, aber das Fahrgefühl wurde nicht besser. Egal in welcher Position wir den Sattel eingestellt haben, Druck auf dem Schambein war immer da. Und auch für diesen Sattel stellen wir die Frage: Wie fühlt sich das leicht speckige Obermaterial an, wenn der Sattel längere Zeit der Witterung ausgesetzt ist?

Spgood Fahrradsattel

Der Fahrradsattel von Spgood ist ein Unisex-Modell für das Cityrad. Er ist absolut identisch zu dem Fahrradsattel von Syosin – nur dass hier die Farbe Rot eingesetzt wird, während der Syosin Blau hat. Das Heck ist erhöht und teilt sich in zwei Hälften, der Entlastungskanal geht in die Aussparung über. Der Silikonsattel wird mit Tool und Regenschutzhülle geliefert, allerdings ist der Sattel für unseren Geschmack viel zu weich, um darauf bequem fahren zu können.

Syosin Fahrradsattel

Syosin hat den Zwillingssattel zu Spgood – der einzige Unterschied liegt darin, dass neben der Farbe Blau statt Rot hier auf das Tool verzichtet wird. Auch dieser Sattel hat ein erhöhtes Heck, die Sitzfläche ist in zwei Hälften geteilt. Es gibt auch hier einen Entlastungskanal, der in die Aussparung übergeht. Doch auch hier ist der Silikonsattel zu weich, sodass die Sitzknochen einsinken und das Sitzen schmerzt. Im Lieferumfang befindet sich auch eine Regenschutzhülle.

So haben wir getestet

Im Test hatten wir 12 Fahrradsättel. ,Darunter waren City- und Trekking-Sättel, aber auch ein Mountainbike-Sattel. Wenn möglich, haben wir für den Test die Woman-Variante ausgewählt. War für die Breite des Sattels der Sitzknochenabstand grundlegend, sind wir von dem Abstand von 12 Zentimetern ausgegangen – denn je nach Sitzposition müssen wie bei SQlab zum Beispiel noch weitere Zentimeter hinzugerechnet werden.

Fahrradsattel Test: Testmodelle 2021 B
Hinsetzen, bitte! Die zwölf Fahrradsattel aus unserem Test im März 2021.

Getestet haben wir auf einem Trekkingrad und einem Citybike. Unsere Teststrecke war ca. zehn Kilometer lang, führte über Asphalt und Schotterwege, und auch ein Anstieg war mit dabei. Die Montage der Sättel war bei allen unproblematisch.

Leider können wir hier keine Erfahrungswerte teilen, wie sich die Produkte nach einer Nutzung von mehreren Wochen oder Monaten zeigen.

Die wichtigsten Fragen

Wie finde ich den richtigen Sattel?

Lösen Sie sich von dem Gedanken, dass ein weicher Sattel ein bequemer Sattel ist. Wichtig ist: Welche Art von Rad fahren Sie, und welche Sitzhaltung nehmen Sie beim Fahren ein? Das Fahrrad und die Sitzhaltung bestimmen die Sattelform, nicht die „scheinbare“ Bequemlichkeit. Machen Sie unbedingt eine längere Probefahrt. Wenn Sie nur eine Runde um den Block fahren, können Sie nicht einschätzen, wie gut der Sattel für Sie passt.

Sind schmale Sättel nicht extrem unbequem?

Nein. Je weiter Sie sich beim Fahren nach vorne beugen, desto angenehmer ist ein schmaler Sattel.

Kann man einen Sattel selbst montieren?

Der Sattel bildet die größte Kontaktfläche zwischen Fahrrad und Mensch, daher sollte hier auch alles stimmen, damit das Fahrradfahren Freude macht. Am einfachsten ist es, den Sattel von einem Fachhändler richtig einstellen zu lassen. Wenn Sie den Inbusschlüssel selbst in die Hand nehmen wollen, sollten Sie sich vorher über die Ergonomie am Rad informieren.

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