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Der beste Fahrradträger

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Fahrradträger Test: Fahrradträger
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­selektronik. Er ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.

Wir haben 10 Fahrradträger getestet. Der beste für die meisten ist der Thule VeloCompact 924 für die Anhängerkupplung. Er lässt sich leicht montieren, ist sehr stabil, gibt den Rädern maximalen Halt und bietet das fairste Preis-Leistungs-Verhältnis. Deutlich teurer, dafür aber noch belastbarer, ist der Uebler i21. Wer eine Lösung für das Dach sucht, sollte sich den Menabo Juza ansehen.

Das Fahrrad als Fortbewegungsmittel boomt – sowohl als E-Bike als auch als klassisches Velo mit menschlichem Antrieb. Aber viele wollen nicht nur in der eigenen Umgebung fahren, sondern auch weiter weg neue Touren erkunden oder sich im Urlaub auf ihr Zweirad verlassen.

Dann muss ein Fahrradträger fürs Autor her. Es gibt Modelle, die auf der Dachreling oder auf der Anhängerkupplung Platz finden. Bis zu vier Räder kann man dann gleichzeitig transportieren.

Wir haben 10 Fahrradträger genau unter die Lupe genommen. Überzeugt haben uns vor allem Heckträger für die Anhängerkupplung, denn Dachträger haben ihre Tücken. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Thule VeloCompact 924

Test Fahrradträger: Thule VeloCompact 924
Beim Thule VeloCompact 924 stimmt nicht nur das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch für Montage, Bedienkomfort und Haltemechanismus gibt es Bestnoten.

Zum fairen Preis bietet der Thule VeloCompact 924 auf jeder Anhängerkupplung eine überzeugende Leistung: Er ist von einer Person super schnell installiert, sitzt sehr stabil und gibt bis zu zwei Fahrrädern perfekten Halt. Darüber hinaus verfügt er über einen Kippmechanismus sowie verstellbare Schienen – klasse.

Wenn Geld egal ist

Uebler i21

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Uebleri21
Der Uebler i21 ist teuer, aber ein toller Träger für die Anhängerkupplung. Er transportiert bis zu 60 Kilo, ist super einfach zu installieren und sehr robust.

Kompakt, leicht, blitzschnell zu montieren und sehr hochwertig verarbeitet: Der Uebler i21 ist ein toller Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Selbst schwere E-Bikes transportiert er ohne zu murren. Sein Haltemechanismus ist ausgereift, außerdem lässt sich der i21 mit Rädern mühelos abklappen.

Bester Dachträger

Menabo Juza

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Menabo Juza
Wer nicht gerade ein schweres E-Bike auf seinem Autodach transportieren möchte, findet im Menabo Juza einen praktischen Helfer.

Wer keine Anhängerkupplung an seinem Auto hat und eine Dachlösung zum Transport seines Fahrrads sucht, sollte sich den Menabo Juza ansehen. Er wird komplett montiert geliefert, ist recht stabil und kann auch breitere Mountainbike-Reifen sicher aufnehmen. So stabil wie auf einem Heckräger stehen die Räder hier aber nicht.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istBester Dachträger
ModellThule VeloCompact 924Uebler i21Menabo JuzaBullwing SR7Menabo Alcor 2Westfalia BikelanderFischer Proline EvoWoltu FZU1118Fischer Dach-FahrradträgerThule 532 FreeRide
Test Fahrradträger: Thule VeloCompact 924Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Uebleri21Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Menabo JuzaTest Fahrradträger: Bullwing SR7Test Fahrradträger: Menabo Alcor 2Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Westfalia BikelanderTest Fahrradträger: Fischer Proline EvoTest Fahrradträger: Woltu FZU1118Test Fahrradträger: Fischer Dach-FahrradträgerTest Fahrradträger: Thule 532 FreeRide
Pro
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Extrem einfach und schnell zu montieren
  • Hochwertig verarbeitet
  • Stabil
  • Führungsschiene für Räder in der Breite anpassbar
  • Klappbar
  • Sehr kompakt
  • Extrem einfach und schnell zu montieren
  • Hochwertig verarbeitet
  • Stabil
  • Bis zu 60 Kilogramm belastbar
  • Klappbar
  • Guter Halt
  • Stabil verarbeitet
  • Massive Schiene auch für breitere Reifen
  • Klappbar
  • Preiswert
  • Bis zu 60 Kilogramm belastbar
  • Kompakt zusammenfaltbar
  • Klappbar
  • Preiswert
  • Bis zu 60 Kilogramm belastbar
  • Klappbar
  • Bis zu 60 Kilogramm belastbar
  • Kompakt zusammenfaltbar
  • Klappbar
  • Preiswert
  • Bis zu 60 Kilogramm belastbar
  • Zusammenfaltbar
  • Großer Abstand zwischen den Schienen
  • Klappbar
  • Preiswert
  • Klappbar
  • Preiswert
  • Klappbar
  • Recht stabil
  • Solide Metallschiene
  • Klappbar
Contra
  • "Nur" bis 46 Kilo belastbar
  • Mitbewerber lassen sich teilweise noch kompakter zusammenfalten
  • Teuer
  • Halterung für die meisten E-Bikes zu schmal
  • Haltemechanismus nicht optimal gelöst
  • Schwierigkeiten bei der Montage
  • Qualitätsprobleme (Nummernschild ließ sich nicht in richtige Position bringen)
  • Fahrradaufnahme nicht für breite Reifen ausgelegt
  • Insgesamt etwas instabil
  • Nicht klein verstaubar
  • Schwer
  • Insgesamt etwas instabil
  • Schienen bieten keinen perfekten Halt
  • Teuer
  • Fahrradaufnahme nicht für breite Reifen ausgelegt
  • Schiene zu kurz
  • Sehr instabile Reifenaufnahme
  • Wackelige Verlängerung
  • Kaum Seitenhalt
  • Sehr instabile Konstruktion
  • Schmale, weiche Halteschiene
  • Schlechte Anleitung
  • Nur bis 20 Kilo belastbar
  • Halterung für E-Bikes zu schmal
  • Halterung für die meisten E-Bikes zu schmal
  • Nur für vergleichsweise dünne Rahmen geeignet
  • Insgesamt recht Instabil
  • Nur bis 15 Kilo belastbar
  • Fummeliges Verschlusssystem
  • Halterung für die meisten E-Bikes zu schmal
  • Nus bis 17 Kilo belastbar
  • Viel Kunststoff
  • Für viele Trägersysteme nicht geeignet, Adapter erforderlich
Bester Preis

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Dachträger oder Heckträger?

Durchgesetzt haben sich drei unterschiedliche Fahrradträger-Typen. Größter Beliebtheit erfreuen sich Modelle für die Dachreling sowie für die Anhängerkupplung. Heckträger, die nicht auf der Anhängerkuppling sondern an mittels Gurten an der Heckklappe befestigt werden, haben wir aufgrund ihrer Schwächen in unserem Testfeld nicht berücksichtigt.

Montage mit Schraubverbindungen, Ösen und Riemen

Fahrradträger für die Anhängerkuppliung lassen sich sehr einfach montieren und auch das Beladen mit den Rädern funktioniert problemlos. Denn die Velos müssen lediglich wenige Zentimeter angehoben werden, die Montage gelingt somit ohne großen Kraftaufwand. Viele Modelle, die sich abklappen lassen, bieten zudem freien Zugang zum Kofferraum. Die Befestigung der Räder erfolgt mittels Riemen, Ösen und Schraubverbindungen.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Anhaengerkupplung
Bei Fahrradträgern auf der Anhängerkupplung ist die Montage eines Velos ein Kinderspiel.

Während einige Fahrradträger für die Anhängerkupplung bereits fertig montiert geliefert werden, müssen andere erst zusammengebaut werden. Das kann je nach Modell bis zu eine Stunde dauern. Träger für die Anhängerkupplung sind deutlich teurer als die anderen beiden Varianten.

Dachgepäckträger benötigen zwar keine Anhängerkupplung, jedoch eine Dachreling und die entsprechenden Querstreben. Diese Modelle sind zum Teil sehr preiswert erhältlich. Bis zu vier Bikes lassen sich so transportieren.

Die Gefahr, dass man beim Montieren des Rads dem Auto einen Lackschaden zufügt, ist jedoch groß. Schließlich muss das Rad auf das Dach gewuchtet werden. Bei Rädern, die mehr als 20 Kilo wiegen, ist das kein Vergnügen. Und gerade bei Vans, SUVs oder Geländewagen, die auch schon mal 1,70 oder 1,80 Meter hoch sind, kann es blitzschnell passieren, dass man mit dem Bike gegen das Auto knallt. Deshalb sollte man sehr vorsichtig agieren, eine zweite Hilfsperson ist nahezu unerlässlich.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Dach
Hier sind Kraft und Konzentration gefragt: Wer sein Rad auf dem Dach befestigen will, muss gut aufpassen, damit er sein Auto nicht beschädigt.

Durch die schlechtere Aerodynamik schnellt der Kraftstoffverbrauch bei Fahrradträgern generell in die Höhe. Die Auto Bild hat bei Windkanalversuchen herausgefunden, dass mit einem Mercedes C 200 Kombi der Mehrverbrauch mit Heckträger bei 0,2 Litern (120 km/h), bei der Limousine indes bei 0,8 Litern und damit höher als beim Dachträger (0,7 l) lag.

Fahrradträger für die Heckklappe sind ebenfalls schon für unter 100 Euro zu haben. Wir raten von diesen Modellen jedoch ab. Heckklappen-Träger werden in die Fuge zwischen Karosserie und Kofferraumklappe eingehakt und mit Spanngurten fixiert. Die Gefahr, dass man sich das Auto zerkratzt, ist vergleichsweise groß – sowohl beim Beladen als auch durch die ständige Bewegung der Räder während der Fahrt.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Heck
Heckklappen-Fahrradträger sind teilweise recht labil. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering, dass man sein Auto zerkratzt.

Ein anderes Problem ist, dass sich die Spanngurte unterwegs lockern können. Eine regelmäßige Kontrolle ist deshalb wichtig. Zudem wird der Zugang zum Kofferraum durch an der Heckklappe angebrachte Fahrräder enorm erschwert oder ist gar unmöglich. Unser Rat: Lassen Sie die Finger von dieser abenteuerlichen Konstruktion!

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Wer sich einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung zulegen will, muss vorher die maximale Stützlast der Anhängerkupplung kontrollieren. Diese findet man im Fahrzeugschein unter Ziffer 13. Sind hier 75 Kilo eingetragen, so dürfen Träger und Räder zusammen nicht mehr als 75 Kilo auf die Waage bringen.

Beachten Sie die maximale Stützlast

Möchten Sie zwei E-Bikes transportieren und die Stützlast liegt wie in unserem Beispiel bei maximal 75 Kilo, sollten Sie eine möglichst leichte Halterung nehmen. Das Überschreiten der maximalen Stützlast ist nicht nur gefährlich und hat negative Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Autos. Werden Sie von der Polizei erwischt, ist ebenfalls ein Bußgeld fällig.

Checken Sie zudem den Abstand der Schienen. Fällt dieser zu gering aus, können die Gabeln der Räder aneinander scheuern. Mindestens 190 Millimeter sollten es sein. Kontrollieren Sie außerdem die Breite der Führungsschienen. Speziell wenn Sie Mountainbikes besitzen, kann es bei Standard-Schienen zu eng werden und die Reifen passen nicht hinein. Eine Diebstahlsicherung am Fahrradträger ist ein nützliches Feature.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Bullwing Sr7
Bei klappbaren Trägern für die Anhängerkupplung ist der Kofferraum weiterhin frei zugänglich.

Ein Manko vieler Dachträger ist uns im Test aufgefallen: E-Bikes, die in der Regel einen dickeren Rahmen haben, passen meistens nicht in die Halterungen. Eine Alternative sind Modelle, die das Vorderrad festhalten oder die Pedale als Haltepunkt nehmen. Bei Trägern für die Anhängerkupplung tritt dieses Problem so gut wie nie auf, da hier die Bügel die obere Rahmenstange umklammern, die bei E-Bikes normalerweise nicht viel dicker als bei herkömmlichen Rädern ausfallen.

E-Bikes passen oft nicht in die Halterungen von Dachträgern

Bei Fahrrädern am Heck oder auf der Anhängerkupplung darf das Nummernschild nicht verdeckt werden. Andernfalls müssen Sie ein drittes Schild am Fahrradträger montieren. Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) darf zusätzliche Ladung nicht weiter als 40 Zentimeter über den Rand der Rückleuchten hinausragen. Sind die Fahrräder zu breit, so müssen Sie Ihren Träger mit Zusatzleuchten ausstatten. Diese sind im Zubehörhandel bereits ab rund 30 Euro erhältlich.

Achten Sie darauf, mit welcher Steckverbindung Ihre Anhängerkupplung für die Stromversorgung ausgestattet ist (7 oder 13 Pole). Für wenig Geld sind passende Adapter erhältlich. Bei Trägern, die auf der Anhängerkupplung sitzen, sollte man ein klappbares Modell kaufen, um weiter den Kofferraum öffnen zu können.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Dachmontage
Beim Beladen des Dachs darf die maximal zulässige Dachlast nicht überschritten werden. Bei diesem klappbaren Fischer-Träger mit Lift-Funktion können die Fahrräder auch liegend transportiert werden.

Soll das Fahrrad auf dem Dach transportiert werden, müssen Sie ebenfalls die zulässige Dachlast im Blick haben. Zunächst wird der Träger an der Reling oder den Querträgern befestigt, erst anschließend werden die Fahrräder montiert. Denken Sie beim Einfahren in die Garage oder in ein Parkhaus unbedingt daran, dass Ihr Fahrzeug jetzt deutlich höher ist und wahrscheinlich nicht mehr hineinpasst.

Das ist beim Fahren mit einem Fahrradträger wichtig

Bevor Sie losfahren, sollten leicht zu verlierende Teile, wie die Luftpumpe, vom Rad entfernt werden. Die Akkus von E-Bikes haben zusätzliches Gewicht und gehören idealerweise ins Auto. Kontrollieren Sie bei einem Heckträger die Beleuchtung und ob das KFZ-Kennzeichen gut zu erkennen ist. Notfalls installieren Sie ein drittes.

Nicht schneller als 130 Stunden­kilometer

Nach 50 Kilometern sollte man noch einmal checken, ob sich Schrauben oder Spanngurte gelockert haben. Achtung, das Fahrverhalten des Autos mit einem oder mehreren Fahrrädern an Bord kann deutlich anders sein, speziell dann, wenn Sie die Räder am Heck befestigt haben. Fahren Sie deshalb nicht schneller als 130 Stundenkilometer und seien Sie in Extremsituationen, wie bei abruptem Bremsen oder engen Kurven, darauf vorbereitet, dass Ihr PKW unerwartet reagiert.

Überprüfen Sie vor Auslandsfahrten, ob Ihre Fahrräder am Heck genauso wie überstehende Ladung besonders gekennzeichnet sein müssen.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Gruppenbild
Unsere zehn getesteten Fahrradträger – sechs sind für die Anhängerkupplung, vier für das Dach.

So haben wir getestet

Wir haben unsere Fahrradträger zu Preisen zwischen 40 und 600 Euro mit einem aktuellen Volvo XC90 getestet, der über eine elektrisch ausklappbare Anhängerkupplung und eine Dachreling verfügt. Hier konnten wir sowohl die Kupplungsträger als auch die Dachträger montieren.

Wir haben überprüft, ob die Fahrradträger schon vormontiert sind oder erst noch umständlich zusammengebaut werden müssen, wie schnell die Installation am Auto gelingt, wie stabil die Halterungen sind und wie sicher die Räder stehen. Zudem war es uns wichtig, auf hilfreiche Extras wie etwa eine Abklappfunktion oder Schlösser zu achten. Außerdem haben wir Maße, Gewicht, maximale Belastbarkeit und die Auslegung für die jeweiligen Rahmengrößen und Reifenbreiten gecheckt.

Fahrradträger Test: Fahrradtraeger September2020 Aufmacher3 2048x1365

Testsieger: Thule VeloCompact 924

Der Thule VeloCompact 924 für etwas mehr als 400 Euro ist eine stabile Lösung zum fairen Preis-Leistungs-Verhältnis mit vielen Stärken. So lassen sich zwei Fahrräder (mit dem VeloCompact 926 sogar drei) sicher und bequem transportieren.

Testsieger

Thule VeloCompact 924

Test Fahrradträger: Thule VeloCompact 924
Beim Thule VeloCompact 924 stimmt nicht nur das Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch für Montage, Bedienkomfort und Haltemechanismus gibt es Bestnoten.

Im betriebsbereiten Zustand ist der Thule 130 x 56 x 76 Zentimeter groß. Schiebt man das Aufnahmesystem für die Reifen nach innen und klappt den Bügel nach unten, so schrumpft der VeloCompact auf 106 x 66 x 30 Zentimeter. Packt man ihn außen, lässt er sich gut tragen. Mit 14,2 Kilo fällt das Gewicht angenehm aus, auch wer kein Bodybuilder ist, kann den Träger noch problemlos aus der Garage zum Auto transportieren.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Thule Velocompact
Zusammengeklappt ist der VeloCompact 924 etwas mehr als einen Meter breit und 30 Zentimeter hoch.

Der Thule kommt vormontiert zum Käufer nach Hause. Lediglich die Arme mit den Backen, die den Fahrradrahmen festhalten, müssen noch am Metallbügel angebracht werden. Dieser muss zudem in die Halterung eingesteckt und festgeschraubt werden. Fertig!

Montage für eine Person kein Problem

Die Montage ist ein Klacks. Dazu wird der VeloCompact einfach auf die Anhängerkupplung aufgesetzt. Damit dies gelingt, muss der kleine Bügel zunächst nach oben und dann nach unten geklappt werden. Ein Schloss verhindert einen möglichen Diebstahl. Die Installation ist locker alleine möglich. Bei unserem Volvo lässt sich der Bügel zunächst nicht ganz herunterdrücken. Über eine kleine Arretierschraube für mehr oder weniger Spiel ist dieses Problem jedoch innerhalb weniger Sekunden gelöst. Die Thule-Halterung sitzt bombenfest auf der Anhängerkupplung, wackelt nicht und lässt sich auch nicht nach rechts oder links drehen. Der erste Eindruck ist perfekt.

Für die Stromversorgung wird jetzt nur noch der 13-polige Stecker in die Steckdose der Anhängerkupplung gesteckt. Wird dieser nicht benötigt, lässt er sich am VeloCompact sauber einklicken.

Beladen mit Fahrrädern

Zwei Räder passen auf den 924. Die maximale Zuladung beträgt 46 Kilo. Das reicht gerade so für zwei E-Bikes ohne Akku. Thule gibt als geeignete Rahmengröße 22 bis 80 Millimeter an. Der Abstand zwischen den Schienen beträgt 19 Zentimeter. Das kann bei großen Rädern dazu führen, dass man evtl. einen Lenker um 90 Grad drehen muss und den Achsbereich polstert, um Kratzer zu vermeiden.

Individuell verlängerbare Radaufnahmen

Die gewölbten Träger sind aus stabilem und verwindungssteifem Aluminium. Die Aufnahmen für die Räder bestehen zwar »nur« aus Kunststoff, dieser ist aber sehr robust und gibt kein bisschen nach. Die schwarzen Radaufnahmen kann man links und rechts individuell weiter nach außen oder innen schieben, um die Aufnahme optimal an große Räder anzupassen.

Der Halt der Reifen in den maximal 130 Zentimeter langen Schienen ist exzellent. Diese stehen sehr sicher und wackeln nicht. So kann man entspannt die beiden Backen der Haltearme auseinanderschrauben, um den Rahmen legen und feststellen. Auch bei dicken Rahmen gibt es keine Schwierigkeiten. Ein Schloss bietet Schutz vor Langfingern.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Thule Velocompact Beladen
Stehen bombenfest in der Halterung: ein E-Mountainbike und ein Kinderfahrrad.

Die Riemen vorne und hinten sind angenehm lang und bieten auch bei Mountainbike-Reifen genügend Spiel. Sowohl das Festzurren als auch das Lösen gelingt dank Ratschensystem spielend einfach und ohne Kraftanstrengung.

Insgesamt sind wir begeistert, wie sicher die Räder im Thule-Träger stehen. Hier muss man sich keine Sorgen machen, dass während der Fahrt etwas passiert. Auch ohne Hilfe einer zweiten Person gelingt die Montage mühelos und ohne Risiko. Gut zu wissen: Wenn man die Haltebacken vom Rahmen löst, bleiben die Arme in der zuletzt gewählten Position stehen. Bei anderen Modellen klappen diese zum Teil sofort um und schlagen gegen das Auto. Die Fahrradhaltearme lassen sich zudem blitzschnell abnehmen und wieder anbringen, um etwa das Beladen zu erleichtern. Die Rückleuchten können bei Bedarf weiter nach außen geschoben werden, damit sie bei ausgezogenem Felgenhalter bündig mit diesem abschließen.

Kippfunktion

Der Zugang zum Kofferraum sollte auch durch einen Fahrradträger nicht verwehrt werden – deshalb hat der Thule eine praktische Kippfunktion an Bord. Ein Tritt auf das groß dimensionierte und stabile Fußpedal am Heck genügt, und man kann den VeloCompact direkt am Haltegriff nach unten klappen.

Der Neigungswinkel beträgt rund 60 Grad. Das ist genug, damit bei unserem Volvo die elektrische Heckklappe nach oben schwingen kann. Auch beim Abklappen wirkt der 924 extrem robust. Hier klappert und wackelt nichts. Selbst bei schwerer Beladung hat der Träger genug Power, um das Abkippen souverän zu meistern. Hierzu genügt wenig Kraft.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Thule Velocompact Gekippt
Zack! Per einfachem Fußtritt kann man die Fahrräder bequem wegkippen.

Auch der umgekehrte Weg gelingt spielend einfach. Der Metallbügel wird einfach nach hinten gedrückt und rastet satt und gut hörbar ein.

Der Thule VeloCompact 924 bewegt sich preislich nicht an der Spitze, ist aber ein sehr ausgereifter und stabiler Fahrradträger mit überzeugendem Haltekonzept. Er hat keine echte Schwäche und ist damit für die meisten Radler die Nummer 1.

Thule VeloCompact 924 im Testspiegel

Aktuell gibt es keine weiteren seriösen Tests des Thule VeloCompact 924. Die von uns gefundenen Tests waren wenn schon älter und bezogen sich auf das Vorgängermodell. Sollten neue Tests erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Falls Ihnen die Tragkraft des Thule mit 46 Kilo nicht genügt und Sie einen noch kompakteren, aber extrem stabilen Halter für die Anhängerkupplung suchen, empfehlen wir Ihnen uneingeschränkt den Uebler i21, der jedoch deutlich mehr kostet. Bei Dachträgern konnte uns kein Modell vollends überzeugen, Sie können sich jedoch mal den Menabo Juza näher anschauen.

Wenn Geld egal ist

Uebler i21

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Uebleri21
Der Uebler i21 ist teuer, aber ein toller Träger für die Anhängerkupplung. Er transportiert bis zu 60 Kilo, ist super einfach zu installieren und sehr robust.

Wen der hohe Anschaffungspreis von mehr als 600 Euro nicht stört, der erhält mit dem Uebler i21 einen tollen Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Der i21 wird komplett fertig montiert geliefert und ist mit einer Größe von 61 x 20 x 60 Zentimetern im zusammengeklappten Zustand angenehm kompakt. Mit einem Gewicht von 13 Kilo lässt er sich problemlos transportieren.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Uebleri21 Heck
Selbst ein elektrifiziertes Mountainbike sitzt auf dem Träger bombenfest.

Der Uebler-Träger wird im zusammengefalteten Zustand auf die Anhängerkupplung gesteckt. Danach muss man ihn nur noch runterklappen, den Aluminiumbügel nach oben stellen und die Rückleuchten nach außen klappen, fertig! Für die Beleuchtung muss der 13-polige Stecker lediglich in die Steckdose der Anhängerkupplung eingesteckt werden.

Der i21 macht einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. Dass er mit maximal 60 Kilo beladen werden darf, nimmt man ihm bedenkenlos ab. Somit eignet sich der Träger perfekt für E-Bikes.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Uebleri21 Gefaltet
Einstecken und runterklappen, schon ist der i21 auf der Anhängerkupplung montiert.

Der i21 schultert bis zu zwei, der i31 bis zu drei Räder. Der Schienenabstand liegt bei sehr ordentlichen 22 Zentimetern. Auch der maximale Achsabstand von 130 Zentimetern bei den Rädern spricht dafür, dass es sich beim Uebler um einen ausgewachsenen Fahrradträger handelt. Rundrohre der Velos dürfen für die Befestigung einen Durchmesser von bis zu 75 Millimeter aufweisen.

Fahrrad- und Träger-Diebstahlsicherung sind abschließbar, der Träger lässt sich auch mit eingesetzten Rädern abkippen, um an den Kofferraum zu gelangen. Mit Artikel-Nummer 15900 beträgt der Abklappwinkel 60 Grad, der 15930 schafft 90 Grad. Wer beispielsweise keinen Kombi, sondern einen Kastenwagen mit hinteren Türen hat, sollte besser zur 90-Grad-Variante greifen, um die Türen komplett öffnen zu können.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Uebleri21 Geklappt
Perfekter Zugang zum Kofferraum: Der Uebler-Träger lässt sich spielend einfach nach hinten kippen.

Selbst die dicken Reifen unseres E-Mountainbikes passen problemlos in die stabilen Aufnahmen der Halteschienen. Die Räder werden mit Spannriemen gesichert, der Rahmen mittels Klemme mit Drehgriff. Obwohl der Rahmen des Testrads alles andere als grazil ausfällt, passt dieser problemlos in die Halterung. Der komplette Haltearm lässt sich mit einem Griff vom Alubügel entfernen.

Um den Träger abzukippen, genügt ein Tritt auf den hinteren Fußhebel. Der Fahrradträger lässt sich jetzt mit minimalem Kraftaufwand herunterklappen, um an den Kofferraum zu gelangen. Das Rad hält dabei super fest, hier wackelt oder klappert gar nichts. Zum Aufstellen wird der Träger einfach wieder nach oben geklappt.

Der Uebler i21 ist zwar nicht gerade günstig, aber super verarbeitet, extrem schnell montiert, leicht, kompakt und schultert selbst schwere E-Bikes mühelos. Eine absolute Empfehlung!

Bester Dachträger

Menabo Juza

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Menabo Juza
Wer nicht gerade ein schweres E-Bike auf seinem Autodach transportieren möchte, findet im Menabo Juza einen praktischen Helfer.

Bei Dachträgern für Fahrräder tun wir uns schwer. Alle Modelle haben mehr oder weniger starke Nachteile. Auch bei unserer Empfehlung, dem Menabo Juza, muss man Kompromisse eingehen, wenn man sein Velo nicht auf einer Anhängerkupplung, sondern auf dem PKW-Dach transportieren möchte.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Menao Juza
Der Menabo Juza wird fertig montiert geliefert und kann sofort benutzt werden.

Der knapp 80 Euro teure Menabo Juza ist für ein Rad konzipiert, natürlich lassen sich mehrere Träger kombinieren. Angenehm: Der Träger ist bereits komplett vormontiert, sodass man sich nerviges Gebastel sparen kann. Die 129 Zentimeter lange Metallschiene macht einen stabilen Eindruck. Sie wiegt 3,5 Kilo und eignet sich für Dachträger mit den Mindestmaßen 30 x 20 sowie den maximalen Abmessungen 65 x 30 Millimeter. Wahlweise wird der Juza in den Spalt des Dachträgers eingeschoben – wie etwa bei unserem Volvo-Träger – oder mittels eines Metallbügels festgeschraubt.

Der Menabo darf maximal mit 17 Kilo beladen werden. Damit scheidet er für die meisten E-Bikes aus. Allerdings kann er ohnehin fast kein motorisiertes Fahrrad befördern, weil die Backen des Haltearms nicht weit genug auseinandergehen. Der Mechanismus ist ähnlich wie beim Fischer Dach-Fahrradträger und keine Offenbarung. Dreht man die Schraube zu weit nach außen, um die beiden Backen maximal zu öffnen, so kann es passieren, dass diese herausspringt. Dann darf man krampfhaft versuchen, die Halterung wieder zusammenzufummeln. Mehr als 4,5 Zentimeter im Durchmesser sollte die Rahmenstrebe des Fahrrads nicht dick sein.

Fahrradträger Test: Fahrradträger September2020 Menao Juza Rad
Mit maximal 17 Kilo darf der Menabo-Dachträger belastet werden – nicht sehr viel.

Die Halteschiene ist schön konturiert und bietet auch Mountainbike-Reifen sicheren Halt. Die beiden Reifen-Aufnahmen lassen sich frei hin- und herschieben und werden an der richtigen Position festgeschraubt. Die Klappbügel zum Festmachen des Trägers sind mit Schlössen ausgestattet. Die Spannriemen sind ausreichend lang und lassen sich einfach festziehen und wieder lösen.

Der Menabo Juza macht insgesamt einen stabilen Eindruck. Vorsicht, bei sehr großen Rädern kann es passieren, dass der klappbare Haltebügel mit den beiden Backen nicht lang genug ist. Die Montage auf dem Autodach gelingt schnell. Leider ist die Zuladung mit 17 Kilo limitiert, und für E-Bikes eignet sich der Träger genauso wenig wie alle anderen Modelle aus unserem Testfeld.

Außerdem getestet

Bei unseren Trägern für die Anhängerkupplung gibt es kein wirklich katastrophales Modell. Ganz anders ist es bei den Dachträgern, die teilweise bestenfalls Notlösungen darstellen.

Bullwing SR7

Test Fahrradträger: Bullwing SR7

Keine Preise gefunden.

Der Bullwing SR7, ein Fahrradträger für die Anhängerkupplung, ist im ausgepackten Zustand aus dem Karton bereits komplett fertig montiert und fällt mit 30 x 55,5 x 67 Zentimetern angenehm kompakt aus. Mit 17 Kilo ist er jedoch kein Leichtgewicht. Die Befestigung auf dem Kugelkopf der Anhängerkupplung bereitet uns zunächst einige Probleme. Der seitliche Arretierbügel lässt sich nicht ganz herunterdrücken, um den SR7 final zu montieren. Dies klappt erst, nachdem wir die seitliche Staubschutzkappe abgezogen und die Stellschraube etwas korrigiert haben.

Jetzt rastet der Arretierbügel sauber ein. Allerdings sitzt der Bullwing nicht bombenfest auf der Kupplung und hat leichtes Spiel. Die zweigeteilten Trägerschienen werden nach außen geklappt. Die beiden Lampen müssen nach oben gedreht werden, bis sie einrasten. Das funktioniert mit dem linken Rücklicht. Bevor wir das rechte an seinen Platz bringen können, muss erst noch das Nummernschild um 180 Grad in die Mitte geschwenkt werden. Doch hier gibt es ein Problem. Dieses ist so fest eingerastet, dass wir uns nicht trauen, es mit Gewalt zu lösen. So bleibt es rechts, der Scheinwerfer kann nicht in seine Stellung gebracht werden.

Die beiden verschiebbaren Kunststoffhalterungen für die Fahrradaufnahme sind für eine Reifenbreite bis 2,35 Zoll ausgelegt. Bei unserem Mountainbike wird es eng, dessen Reifen passen nicht richtig rein und stehen zu einem großen Teil auf der Schiene, die gerne in der Mitte etwas tiefer ausfallen dürfte. So ist die Standfestigkeit nicht überzeugend. Die maximale Zuladung liegt bei 60 Kilo. Für Räder mit dickeren Reifen wünscht man sich ebenfalls längere Kunststoffriemen, diese sind grenzwertig und erlauben überhaupt kein Spiel.

Die Halteklammer des Arretierbügels ist hingegen breit genug und umklammert auch dickere Rahmen mühelos. Das bzw. die Räder lassen sich über einen Abklappmechanismus mit Fußpedalbedienung nach hinten umlegen. Allerdings macht der Bullwing dann einen etwas instabilen Eindruck, gerade mit zwei Mountainbikes hat man ein leicht mulmiges Gefühl. Um den SR7 anschließend wieder nach dem Hochklappen einzurasten, ist etwas Gewalt erforderlich.

Der Bullwing SR7 ist für deutlich weniger als 400 Euro insgesamt ein solider Fahrradträger mit kleineren Schwächen, der mit den teureren Markenprodukten jedoch nicht mithalten kann.

Der Menabo Alcor 2 für unter 300 Euro ist ein preiswerter Fahrradträger für die Anhängerkupplung. Der Alcor 2 lässt sich jedoch nicht zusammenklappen und benötigt mit seinen Abmaßen von 120 x 21,5 x 79 Zentimeter ganz schön viel Platz in der Garage. Mit seinen 20 Kilo ist er zudem kein Leichtgewicht. Positiv: Der Träger ist bis auf wenige Kleinigkeiten komplett vormontiert und trägt bis zu 60 Kilo.

Die Installation auf der Anhängerkupplung sollte man am besten zu zweit realisieren, um zu verhindern, dass man ans Auto stößt oder der Menabo auf den Boden kracht. Im zweiten Anlauf gelingt die Montage. Dazu müssen das Schloss entriegelt und der große Kunststoffgriff gelockert sein. Etwas Vorsicht ist geboten, damit dieser nicht die Stoßstange berührt.

Nach der Verriegelung hat der Alcor 2 auf der Anhängerkupplung unseres Volvo XC 90 immer noch minimal Spiel und lässt sich leicht nach links und rechts drehen. Durch das zusätzliche Gewicht der Fahrräder ist dieses Problem jedoch weitgehend behoben. Die Schienen sind schön breit, die Vertiefung für die Reifen dürfte jedoch gerne noch ausgeprägter sein, um den Reifen deutlich mehr Halt und Stabilität zu geben. Der Rahmen des Fahrrads kann gerne wuchtig sein, da sich die Backen der Haltearme weit genug auseinanderschrauben lassen.

Per Fußhebel lässt sich der Träger nach hinten abklappen. Aber Achtung: Da die Schienen wenig Seitenhalt bieten, müssen die Reifen mit den Spanngurten sehr stramm arretiert werden. Unser E-Bike hat noch minimal zu viel Luft und rutscht beim Absenken bedenklich nach unten. Insgesamt fällt jetzt auf, dass der Menabo-Träger etwas instabil ist und der Kunststoff mit der Wertigkeit der teureren Träger nicht mithalten kann.

Auch das Herabnehmen des Rads von der Führungsschiene gelingt nicht ganz ohne Komplikationen. Die Reifen sind schon von den Spanngurten befreit, die Haltebacken halb gelöst, als das E-Bike aus der Schiene Richtung Boden rutscht, während es oben noch festhängt und sich der Haltearm nicht blitzschnell öffnen lässt.

Für leichtere Räder ist der Menabo Alcor 2 ein preiswerter Träger. Wer schwere E-Bike transportieren will und nur wenig Platz in der Garage hat, sollte jedoch überlegen, ob er nicht doch etwas mehr ausgeben kann.

Auch der Westfalia Bikelander ist ein zusammenklappbarer Fahrradträger für die Anhängerkupplung. So schrumpft er auf 58 x 22 x 69 Zentimeter, sein Gewicht von 17,2 Kilo spürt man beim Tragen jedoch deutlich. Der Bikelander kann mit maximal 60 Kilo belastet werden. Montiert werden muss hier nichts, auspacken und sofort loslegen lautet die Devise.

Die Installation gelingt recht problemlos. Der Westfalia wird auf die Anhängerkupplung gesetzt und durch einen Spannhebel, den man herunterklappen muss, arretiert. Dabei ist etwas Kraft erforderlich. Sowohl der Träger als auch die Räder lassen sich abschließen. Im nächsten Schritt wird der silberne Alubügel nach oben geklappt. Dieser rastet leider nicht eigenständig ein, sondern muss festgeschraubt werden. Jetzt werden die Rücklichter nach außen geklappt. Sowohl das Aus- als auch das Einklappen hätten wir uns etwas geschmeidiger gewünscht.

Zuletzt werden die vier Radaufnahmen ausgeklappt. Diese rasten deutlich hörbar ein. Beim Aufsetzen unseres Mountainbikes wird deutlich: Die Radaufnahmeschiene ist zu kurz. Das Rad steht zwar, aber schon die Achsen stehen seitlich deutlich über. Das hinterlässt kein gutes Gefühl. Hinzu kommt: Die kräftigen Mountainbike-Reifen stehen nicht in der Halterung, sondern lediglich darauf. Die verschiebbaren Rad-Aufnahmen sind Westfalia zufolge zwar für Reifenbreiten bis 60 Millimeter ausgelegt, aber unser Mountainbike steht insgesamt sehr unsicher, weil hinter und nicht auf dem kleinen Helfer.

Die beiden Halteklammern sind für Rahmendurchmesser bis 80 Millimeter konzipiert, und so haben wir keine Probleme, diese sicher am Cube-Rahmen anzubringen. Der Bikelander kann mit eingesetzten Rädern um 90 Grad gekippt werden – allerdings nicht per Fußmechanismus, was wir praktischer finden, sondern per Hand über einen Kipphebel.

Insgesamt hätten wir von Westfalia noch etwas mehr Qualität beim Handling erwartet. Die Stabilität des Bikelander ist ordentlich, leider lassen sich große Räder nicht vernünftig auf der Schiene befestigen. So ist der Anschaffungspreis von rund 500 Euro für unseren Geschmack zu hoch.

Schade, wir hatten eigentlich nach einem ersten kurzen Blick gehofft, dem Fischer Proline Evo eine Empfehlung für Sparfüchse aussprechen zu können. Doch Qualität hat ihren Preis, und die kann Fischer für weniger als 300 Euro nicht in der Form liefern, die wir erwarten.

Der Träger für die Anhängerkupplung ist vormontiert. Lediglich die Haltearme muss man noch selbst zusammensetzen. Maximal darf der Proline Evo mit 60 Kilo beladen werden. Er selbst wiegt 14,6 Kilo, fühlt sich beim Tragen aber schwerer an. Zusammengeklappt schrumpfen die Abmaße auf recht kompakte 63 x 28 x 61 Zentimeter.

Die Montage ist unkompliziert. Der Träger wird auf die Anhängerkupplung gesetzt. Bügel runterdrücken, einrasten, fertig! Schon hält der Fischer bombenfest. Jetzt muss noch der Metallbügel hochgeklappt und arretiert werden, der Mechanismus dafür ist recht schwergängig. Final werden die Rückleuchten nach hinten geschwenkt und festgedreht. Das ist immer ein Schritt mehr als bei vielen teureren Trägern, aber kein Problem und ruckzuck erledigt.

Die 110 Zentimeter lange Radaufnahme besteht aus Kunststoff und macht nicht den stabilsten Eindruck. Um auch größere Räder zu transportieren, muss man die Verlängerungsstücke nutzen. Das sind zwei Kunststoffteile, die links und rechts eingehakt werden. Jetzt wächst der Träger in der Breite auf 146 Zentimeter. Aber ganz ehrlich, wer hat sich diese Konstruktion einfallen lassen?

Die Radaufnahme ist links und rechts deutlich nach unten geneigt und extrem wackelig. Hier passen zwar auch breitere Mountainbike-Reifen drauf, jedoch haben diese und auch schmalere Reifen überhaupt keinen Seitenhalt, zudem geben die Kunststoffträger nach. Obwohl wir unser E-Mountainbike schon oben am Rahmen befestigt haben (die Klammer ist für Rahmen bis zu einem Durchmesser von 6 Zentimetern geeignet), müssen wir kämpfen, um das Rad sicher zu halten, bevor wir die Riemchen um die Reifen spannen. Trotzdem passiert es, dass uns das Vorderrad außer Kontrolle gerät und in Richtung Auto schlägt. Das Tragesystem ist damit das Hauptmanko des Fischer Proline Evo. Schade, denn der Abstand zwischen den Schienen ist mit 25 Zentimetern üppig dimensioniert.

Wenig Freude bereitet auch der Abklappmechanismus. Hierzu muss man auf einen Metallbügel treten, jedoch ist der Klappmechanismus des Trägers sehr hakelig und kein Vergleich zu den teuren Mitbewerbern. Die Rückleuchten machen ebenfalls einen etwas wackeligen Eindruck. Das wäre alles in dieser Preisklasse zu verschmerzen. Insgesamt ist für uns der Transport speziell von schweren Rädern eine zu instabile Angelegenheit, weshalb wir den Fischer wenn überhaupt nur mit erheblichen Einschränkungen empfehlen können.

Beim Woltu FZU1118 lässt der erste kleine Wutanfall nicht lange auf sich warten: Die »Bedienungsanleitung« auf einem kleinen Beipackzettel fällt so winzig aus, dass man die einzelnen Montageschritte des Dach-Fahrradträgers kaum erkennen kann. Hier fällt zudem negativ auf, dass sich die kleinen Muttern mit der Hand nach wenigen Umdrehungen nicht mehr drehen lassen, eigenes Werkzeug ist also unerlässlich.

Den FZU gibt es für einen, zwei oder vier Fahrräder. Letztendlich handelt es sich immer um einzelne Träger, die nacheinander zusammengebastelt werden müssen. Wir können uns der Überschrift eines Amazon-Rezensenten voll anschließen. Dieser bezeichnet den Woltu als »Spielzeug«, und mehr ist er in der Tat wirklich nicht. Die Haltebleche sind alles andere als stabil, das trifft ebenso auf die gesamte Konstruktion zu. Die Laufschiene ist für unser Mountainbike viel zu dünn, ein Trekkingrad passt gerade so rein.

Allerdings beträgt die maximale Zuladung 20 Kilo, und damit scheiden viele E-Bikes schon aus. Wir können unser elektrifiziertes Rad gar nicht sichern, da der Haltemechanismus zu schmal ausfällt. Abgesehen davon hätten wir ohnehin kein Vertrauen in den Fahrradhalter. Schrauben lösen sich von alleine, das Verstellen des Drehrads (mit Schloss) ist nervig, und selbst die knapp 30 Euro für diesen Einzelträger sind zu viel.

Unser Urteil: Finger weg, mit dem Woltu FZU1118 macht der Fahrradtransport keinen Spaß!

Fischer Dach-Fahrradträger

Beim Auspacken aus dem Karton ist der Fischer Dach-Fahrradträger schon an beiden Schienen komplett verbogen, der obere Falz eingedrückt. Man weiß nicht, was dem Träger unterwegs passiert ist, besonders vertrauenserweckend ist das Material jedoch nicht.

Der Zusammenbau des knapp 40 Euro teuren Trägers gelingt schnell. Doch das erste Frusterlebnis lässt nicht lange auf sich warten. Die Breite des Greifarms wird durch eine Schraube festgelegt. Dreht man diese etwas zu weit nach außen – eine Sperre gibt es nicht – so beginnt eine furchtbare Fummelarbeit, um diese samt Feder wieder einzudrehen. Wie man in Kundenkommentaren liest, ging es auch anderen Nutzern so.

Fahrradrahmen sollten nicht breiter als 4,7 Zentimeter sein, weil sonst die Schraube aus dem Greifarm springt – viele Mountain- und E-Bikes scheiden damit aus. Zudem fällt die maximale Beladung mit 15 Kilo recht bescheiden aus. Die maximale Reifenbreite darf bei sechs Zentimetern liegen, die Schiene ist 117 Zentimeter lang. Bei sehr großen Rädern kann es unter Umständen Probleme beim sicheren Stand geben.

Insgesamt macht der Fischer Dach-Fahrradträger einen recht instabilen Eindruck. Er erweist sich nicht gerade als verwindungssteif. Ein leichtes Kinderfahrrad mag man ihm noch guten Gewissens anvertrauen. Bei schwerer Zuladung bekommt man hingegen Bauchschmerzen.

Der Thule 532 FreeRide ist für ein Fahrrad konzipiert, die Dachträger lassen sich jedoch zu mehreren kombinieren. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 17 Kilo. Rundrahmen eignen sich zum Befestigen mit einem Durchmesser von 22 bis 70 Millimeter, ovale Rahmen werden mit einem maximalen Durchmesser von 65 x 80 Millimeter gehalten. Obwohl sich vergleichsweise breite Rahmen transportieren lassen, scheidet der FreeRide für die meisten E-Bikes aus, auch aufgrund der maximalen Belastbarkeit. Unsere beiden E-Bikes von Cube und Giant können wir am Rahmen nicht befestigen.

Die Laufschiene, die aus zwei stabilen Metallrohren besteht, nimmt Reifen mit einer Breite von bis zu 3 Zoll auf. Damit können auch die meisten Mountainbikes geschultert werden.

Bis der Dachträger einsatzbereit ist, muss leider noch etwas gebastelt werden. Während der Montage muss man entscheiden, ob man runde Querträger mit Laufschiene oder eckige hat, dann erfolgt die Befestigung nämlich mit Metallbügeln. Hier ist Vorsicht geraten, damit diese nicht auf das Autodach herunterklappen und den Lack beschädigen. Insgesamt kommt recht viel Kunststoff zum Einsatz. Eine der drei Halteplatten wird nur aufgelegt und nicht verschraubt. Hier muss man aufpassen, dass diese nicht aufs Auto fällt. Wichtig: Durch die Wahl des jeweiligen Adapterstücks wird während der Installation festgelegt, ob man die Halterung an Rahmenbreiten für 22 bis 58 Millimeter bzw. 59-70/65×80 Millimeter anpassen will.

Kompatibel ist der Fahrradhalter nicht nur mit Thule-Dachträgern. Er lässt sich auch an anderen Trägersystemen befestigen, allerdings muss man ausprobieren, ob das funktioniert. Amazon-Kunden kritisieren, dass sie beispielsweise mit einem VW oder Audi keine Chance zur Installation hatten. Abhilfe kann hier ein Adapter-Kit schaffen. Auf den originalen Volvo-Trägern kann der FreeRide montiert werden, indem man ihn in die schmale Schiene einzieht. Die Gummilippe muss dazu natürlich entfernt werden.

Die gesamte Konstruktion ist nicht bombenfest, insgesamt aber recht stabil. Die Montage am Dachträger erfolgt durch drei Knebel. Den Rahmen sollte man zusätzlich schützen, damit die Haltebacken aus Kunststoff hier keine Schäden hinterlassen. Kinder- lassen sich ebenso unproblematisch befestigen wie Erwachsenen-Räder.

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