Fenstersauger Test: Aufmacher Fenstersauger
test
Letzte Aktualisierung: 25.3.2022

Der beste Fenstersauger

Wir haben 25 Fenstersauger getestet. Der beste ist für uns der Kärcher WV 6 Plus. Mit ihm lassen sich Fenster schnell und streifenfrei reinigen, er ist hochwertig verarbeitet und die Akkulaufzeit ist die höchste aller bislang getesteten Modelle. Zudem verfügt er über ein Display und einen abnehmbaren Schmutzwassertank.

Lars Schönewerk
Lars Schönewerk
ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er unter anderem Smart-Home- und Haushaltsgeräte und alles für die männliche Gesichtshaarpflege.
Letztes Update: 25. März 2022

Wir haben vier weitere Fenstersauger getestet. Der Bosch GlassVac ist eine neue Empfehlung. Der AEG WX7 90 ist nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

5. März 2021

Wir haben acht weitere Fenstersauger getestet. Unser neuer Favorit ist der Kärcher WV 6 Plus. Er ersetzt den Kärcher WV 2 Premium, der nun unter „Außerdem getestet“ zu finden ist. Außerdem ist der Korona 80100 eine neue Empfehlung.

18. März 2020

Wir haben den Leifheit Dry & Clean getestet und können ihn empfehlen. Trotz seines etwas klobigen Designs lässt er sich sehr gut handhaben und dank Standby-Automatik und Leistungsanpassung bleibt der Akku geschont.

10. Januar 2020

Wir haben den Ikohs Wipe XT getestet. Das Gerät ist schön leicht und günstig zu haben, schrammt aber aufgrund einer Reihe Detailfehler an einer Empfehlung vorbei.

23. März 2018

Wir haben neu den Vorwerk Kobold VGT100 getestet. Er machte seinen Job sehr gut – ist aber sehr teuer.

Weitere Updates
Update Info-Service

Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Machen wir uns nichts vor, Fensterputzen ist lästig – vor allem nach den Wintermonaten, wenn sich der Schmutz so richtig schön an den Scheiben festgesetzt hat. Ums Fensterreinigen kommt man leider nicht herum, aber man kann es sich etwas einfacher machen. Mit einem Fenstersauger bekommt man streifenfreie Scheiben ohne große Sauerei und tropfende Lappen gehören der Vergangenheit an – das versprechen zumindest die Hersteller. Wir haben für Sie ausprobiert, ob Fenstersauger wirklich das halten, was sie versprechen.

Wir hatten 25 Fenstersauger im Test, 18 sind aktuell noch erhältlich. Das günstigste Fensterputzgerät lag zum Testzeitpunkt bei 26 Euro, der teuerste kam auf stolze 250 Euro. Unser Testsieger liegt preislich im völlig bezahlbaren Rahmen.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Kärcher WV 6 Plus

Test Fenstersauger: Kärcher WV 6 Plus
Sehr gute Saugleistung und solide Verarbeitung treffen auf die höchste Akkulaufzeit im Test, und auch der Preis stimmt – der WV 6 Plus zeigt fast keine Schwächen.

Mit dem WV 6 Plus hängt Kärcher die Messlatte für Fenstersauger ganz nach oben: Sein Tank ist groß, seine Verarbeitung einwandfrei, die Ergebnisse streifenfrei und die Akkulaufzeit ist unter allen getesteten Fenstersaugern am längsten. Hinzu kommt eine komfortable Nutzung, denn der WV 6 Plus verfügt über einen abnehmbaren Schmutzwassertank sowie eine LED-Anzeige für den Ladestand des Akkus. Das Gerät ist weder klein, noch besonders leicht – mehr Kritikpunkte haben wir nicht. Wer sich nicht am herstellertypischen Design stört, trifft hiermit eine hervorragende Wahl.

Auch gut

Bosch GlassVAC

Test Fenstersauger: Bosch GlassVAC
Bosch vereint saubere Verarbeitung und ebenso saubere Ergebnisse in einem kompakten Gerät.

Wem unser Favorit von Kärcher zu wuchtig ist, der findet im Bosch GlassVAC eine solide Alternative. Der Fenstersauger ist kompakter, leichter und kommt auch mit kleineren Flächen zurecht. Gegenüber dem Platzhirsch hat er allerdings auch einige Nachteile, etwa eine deutlich kürzere Akkulaufzeit. Die Ergebnisse sind aber ebenfalls einwandfrei und die Verarbeitung ist hochwertig.

Akku-Sparer

Leifheit Dry & Clean

Test Fenstersauger: Leifheit 51003
Dank cleverer Automatiken schont der Leifheit Dry & Clean die Akku-Reserven, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

Mit dem Leifheit Dry & Clean lässt es sich sehr angenehm arbeiten. Der Fenstersauger passt die Leistung bei Gebrauch an und wechselt bei Nichtbenutzung nach kurzer Zeit in einen Standby-Modus, was die Akkureserven schont. Beim Kauf hat man die freie Wahl, ob man nur den Fenstersauger selbst oder auch gleich das passende Zubehör dazu möchte. Darüber hinaus ist der Dry & Clean verhältnismäßig günstig.

Wenn Geld egal ist

Vorwerk Kobold VG100

Fenstersauger Test: Vorwerk Kobold VG100
Überzeugt durch hochwertige Verarbeitung und sehr überzeugende Ergebnisse, das hat seinen Preis.

Mit dem Vorwerk Kobold VG100 sind auch viele, große Fensterfronten kein Problem. Wisch- und Saugfunktion sind hier kombiniert. Das Konzept ist ein anderes, die Qualität ebenfalls und leider auch der Preis: Auch wenn der Vorwerk-Fenstersauger uns sogar genauso gut gefallen hat wie der Kärcher – über 200 Euro dürften für die Meisten für einen Fenstersauger jenseits von Gut und Böse sein.

Gut & günstig

Korona 80100

Test  Fenstersauger: Korona 80100
Der Korona 80100 zieht bei den Ergebnissen mit dem Testsieger gleich und ist deutlich günstiger. Lediglich die geringe Akkulaufzeit trübt die Freude.

Vom günstigen Preis sollte man sich nicht abschrecken lassen: Der Korona 80100 zeigte sich im Test von seiner besten Seite und zog in Sachen Streifenfreiheit sogar mit dem Testsieger gleich. Beim Komfort steht der Fenstersauger zwar hinter dem Kärcher zurück, dafür kostet es auch weit weniger. Seine größte Schwäche ist der Akku, der trotz langer Aufladedauer nur eine geringe Laufzeit gewährt. Außerdem lässt die beiliegende Sprühflasche zu Wünschen übrig.

Vergleichstabelle

TestsiegerKärcher WV 6 Plus
Auch gutBosch GlassVAC
Akku-SparerLeifheit Dry & Clean
Wenn Geld egal istVorwerk Kobold VG100
Gut & günstigKorona 80100
Kärcher WV 2 Plus N
Kärcher WV 2 Premium
AEG WX7 90
Sichler FS-180
Aidodo WV01
Leifheit Nemo
Vileda Windomatic Power
Ikohs Wipe XT
Aquablade E-Power
Severin hygenius glass Li 25
Cecotec Conga Immortal Extreme Glass Hand
Bort BSS-36-Li
Sichler FS-300
Test Fenstersauger: Kärcher WV 6 Plus
  • Sehr gute Saug­leistung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Streifenfreie Scheiben
  • Gute Verarbeitung
  • Ladestands­anzeige
  • Relativ schwer
Test Fenstersauger: Bosch GlassVAC
  • Streifenfreie Scheiben
  • Sehr gute Handhabung
  • Optional mit zweiter Saugdüse
  • Gute Verarbeitung
  • Relativ leise
  • Tank nicht entnehmbar
Test Fenstersauger: Leifheit 51003
  • Gute Saugleistung
  • Gute Handhabung
  • Schont Akkureserven
  • Fairer Preis
  • Etwas klobig
  • Ausguss für Schmutz­wasser noch verbesserungs­fähig
Fenstersauger Test: Vorwerk Kobold VG100
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Tolles Konzept
  • Einfache Anwendung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr teuer
  • Eher für Häuser mit vielen Glas­flächen geeignet
  • Relativ schwer
Test  Fenstersauger: Korona 80100
  • Streifenfreie Scheiben
  • Gute Verarbeitung
  • Guter Preis
  • Abnehmbarer Schmutz­wasser­tank
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Lange Ladezeit
  • Leere Sprühflasche steht nicht aufrecht
Fenstersauger Test: Kärcher Wv 2 Plus N
  • Sehr gute Saug­leistung
  • Lange Akkulaufzeit
  • Streifenfreie Scheiben
  • Gute Verarbeitung
  • Zweite Saugdüse
Test Fenstersauger: Kärcher WV2 Premium
  • Sehr gute Saug­leistung
  • Streifenfreie Scheiben
  • Gute Verarbeitung
  • Viel Zubehör
  • Design eher auf Handwerker ausgelegt
  • Geringe Akkulaufzeit
Test Fenstersauger: AEG WX7 90
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Gute Saugleistung
  • Sehr leise
Fenstersauger Test: Sichler Fs 180
  • Guter Preis
  • Solide Ergebnisse
  • Üppige Maße
  • Laut
  • Leere Sprühflasche steht nicht aufrecht
Test Fenstersauger: Aidodo Nettoyeur
  • Guter Preis
  • Solide Ergebnisse
  • Üppige Maße
  • Laut
  • Leere Sprühflasche steht nicht aufrecht
Test Fenstersauger: Leifheit Nemo
  • Liegt gut in der Hand
  • Leicht
  • Wasserdicht (IPX7)
  • Gelegentliche dezente Streifen­bildung
  • Keine Sprühflasche im Liefer­umfang
Test Fenstersauger: Vileda Windomatic Power
  • Gute Verarbeitung
  • Beweglicher Kopf
  • Guter Preis
  • Kein Zubehör
  • In normalem Modus zu wenig Saug­leistung
  • Nicht ganz streifen­frei
Test Fenstersauger: Ikohs Wipe XT
  • Günstig
  • Leicht
  • Solide Saugleistung
  • Gelegentliche Streifen­bildung
  • Gummi­abdeckungen halten schlecht
  • Ausguss für Schmutz­wasser ist nicht optimal gelöst
Test  Fenstersauger: Aquablade E-Power
  • Leicht
  • Solide Saugleistung
  • Viel Zubehör
  • Gelegentliche Streifen­bildung
  • Gummi­abdeckungen halten schlecht
  • Ausguss für Schmutz­wasser ist nicht optimal gelöst
  • Teurer als bau­gleiches Modell (Ikohs Wipe XT)
Test Fenstersauger: Severin SC 7141
  • Leicht
  • Bequem zu halten
  • Aufladen via USB
  • Abnehmbarer Schmutz­wasser­tank
  • Hinterlässt Streifen
  • Kein Ladegerät im Liefer­umfang
  • Ungeschützter Lade­anschluss
  • Befestigung des Schmutz­wasser­tanks ist nicht optimal gelöst
Test  Fenstersauger: Cesotec CongaImmortal Extreme
  • Leicht
  • Bequem zu halten
  • Aufladen via USB
  • Hinterlässt Streifen
  • Ungeschützter Lade­anschluss
  • Schmutz­wassertank nicht optimal gelöst
Test Fenstersauger: Bort BSS-36-Li
  • Saugt recht gut
  • Gute Handhabung
  • Zubehör ist fummelig
  • Verarbeitung könnte besser sein
Test Fenstersauger: Sichler FS-300
  • Einwäscher und Sauger in einem Stück
  • Lange Akkulaufzeit
  • Schlechte Ergonomie
  • Schwierige Handhabung
  • Wackelige Tankbefestigung
  • Lange Ladezeit
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Streifenfreie Sauberkeit? Fenstersauger im Test

Ein reines Vergnügen wird das Fensterputzen auch mit einem Fenstersauger nicht, doch für den ein oder anderen wird die lästige Arbeit damit zweifellos angenehmer. Denn beim klassischen Fensterreinigen muss man das Fenster entweder mit einem Fensterleder oder viel Zeitungspapier trockenreiben – und das ist auf Dauer ganz schön anstrengend. Trocknet man das Fenster dagegen mit einem Abzieher, läuft das Schmutzwasser auf die Fensterbank oder den Teppich. Um das zu verhindern, kann man ein Handtuch unterlegen, aber irgendwas geht immer daneben.

 Fenstersauger Test: Fenstersauger Ikohs

Fenstersauger lösen dieses Problem, indem sie die Flüssigkeit beim Abziehen direkt hinter der Gummilippe einsaugen. Damit das klappt, darf man das Wasser allerdings nicht zu schnell vom Fenster abziehen. Denn dann schafft der Sauger es nicht, alles einzusaugen. Die Folge: Es bleiben Schlieren auf dem Fenster zurück, die man vor allem sieht, wenn die Sonne aufs Fenster scheint.

Doch wie es richtig geht, hat man mit etwas Übung schnell raus. Und dann geht das Fensterreinigen tatsächlich einfacher und bequemer. Bessere Ergebnisse erzielen Sie damit vor allem, wenn Sie mit dem klassischen Fensterputzen nicht richtig zu Rande kommen.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Die Auswahl an Fenstersaugern ist überraschend groß, alleine der Hersteller Kärcher hat eine ganze Reihe unterschiedlicher Fensterreinigungsgeräte im Angebot, die auf den ersten Blick sehr ähnlich erscheinen. Auf was also muss man bei Fenstersaugern achten?

Lieber etwas mehr ausgeben

Wichtig ist zum einen die Verarbeitungsqualität, denn bei der Arbeit werden die Fenstersauger stark beansprucht. Ist die Verarbeitung nicht gut, geht der Fenstersauger schneller kaputt. Das ist ärgerlich, schließlich will niemand sein Geld aus dem Fenster werfen. Achten Sie daher darauf, ob am Sauger Spalten zwischen Einzelteilen zu erkennen sind, wie einfach sich die Einzelteile voneinander lösen und wie gut sich die Schalter betätigen lassen.

Der zweite entscheidende Punkte ist die Akkulaufzeit. Die meisten Fenstersauger haben eine Laufzeit von 20 bis 30 Minuten. Da der Sauger ja nur läuft, wenn man tatsächlich das Wasser von den Fenstern abzieht, reicht das für die meisten Wohnungen und Häuser, um alle Fenster sauber zu bekommen.

Alle Wischaufsätze der Fenstersauger im Test
Die Wischaufsätze verschiedener Fenstersauger. Linke Seite: Leifheit Dry & Clean, Bort BSS-36-Li, Cleanmaxx 03429, MVPower Fensterreiniger. Rechte Seite: Kärcher WV 2 Premium, Kärcher WV 50, AEG WX7 90, Comag Fenstersauger. Ganz unten in der Mitte: Dirt Devil DD400. Man kann schon optisch qualitative Unterschiede erkennen.

Haben Sie allerdings ein größeres Haus oder besonders große Fensterflächen, sollten Sie ein Modell mit längerer Akkulaufzeit wählen. Alternativ können Sie über die Anschaffung eines Wechselakkus nachdenken. Denn eben mal aufladen ist nicht – sind die Akkus mal leer, brauchen sie mehrere Stunden, bis sie wieder voll aufgeladen sind.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Gewicht der Geräte. Liegen sie gut in der Hand und werden sie auch nach längerer Tätigkeit nicht zu schwer? Schließlich soll ein Fenstersauger das Fensterreinigen einfacher und nicht schweißtreibender machen.

 Fenstersauger Test: Fenstersauger Kärcher Wv 6 Plus

Testsieger: Kärcher WV 6 Plus

Kärcher setzt sich abermals die Krone auf: Schon der WV 2 Premium hatte uns seinerzeit überzeugt, doch der WV 6 Plus erhält all dessen Tugenden und legt zusätzlich noch einige Schippen drauf. Teurer als sein Testsieger-Vorgänger ist er aber trotzdem nicht geworden. Die Entscheidung für ein favorisiertes Produkt ist uns selten so leicht gefallen wie hier. Ob in Sachen Verarbeitung, Akkulaufzeit oder Arbeitsergebnisse – der Kärcher steckt die Konkurrenz ohne jegliche Probleme in die Tasche.

Testsieger
Kärcher WV 6 Plus
Test Fenstersauger: Kärcher WV 6 Plus
Sehr gute Saugleistung und solide Verarbeitung treffen auf die höchste Akkulaufzeit im Test, und auch der Preis stimmt – der WV 6 Plus zeigt fast keine Schwächen.

»Kärcher« ist zum Gattungsnamen für Hochdruckreiniger aller Art avanciert. Weniger bekannt ist, dass auch Fenstersauger eine Erfindung des schwäbischen Unternehmens sind. 2008 kam das erste Modell auf den Markt, seitdem wurde das Konzept immer wieder mit neuen Modellen aufgegriffen und verbessert. Der jüngste Wurf ist des Herstellers ist nun der WV 6 – und das Know-How des Branchenprimus macht sich klar bemerkbar.

Äußerlich hebt sich der WV 6 Plus vom Rest des Kärcher-Portfolios durch die markant geriffelte, schwarze Oberseite ab, die bis in den Griffbereich ragt. Die Haptik ist einwandfrei, jedoch verfolgt die Fläche eher optische Ziele als praktische, denn nimmt man den Fenstersauger in die Hand, liegt sie zwischen Daumen und Zeigefinger, wo ohnehin nur wenig Gefahr besteht abzurutschen. Da der restliche Kunststoff am Griff aufgeraut und im Bereich der Finger zusätzlich gerillt ist, ist das aber nicht schlimm – der Fenstersauger lässt sich jederzeit sicher halten. Ein weiteres Novum ist eine LED-Anzeige oberhalb der An/Aus-Taste, die die verbleibende Akkukapazität in Minuten angibt.

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Fenstersauger Test: Fenstersauger Kärcher Wv 6 Plus
Der Kärcher WV 6 Plus mit der dazugehörigen Sprühflasche samt Wischaufsatz.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Kärcher Wv 6 Plus
Der WV 6 Plus unterscheidet sich von anderen Kärcher-Fenstersaugern durch die markant schraffierte, schwarze Oberseite.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Kärcher Wv 6 Plus
Der Ladeanschluss sitzt unten am "Fuß" des Geräts.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Kärcher Wv 6 Plus
Die Abziehlippe ist weich und sitzt gut an ihrem Platz, was ein effizientes Absaugen erleichtert.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Kärcher Wv 6 Plus
Kärcher achtet selbst beim Zubehör auf Feinheiten: Die extrabreite Basis der Flasche verhindert Umfallen, das Wischtuch wird direkt an den Wischaufsatz geklettet und rutscht deshalb nicht weg.

Man könnte auch genauso gut sagen: in Prozent. Denn mit einer Laufzeit von satten 100 Minuten pro Akkuladung hat der WV 6 Plus einen extrem langen Atem und sticht sogar unsere ehemalige Dauerläufer-Empfehlung AEG WX7 90 aus, die dem WV 6 Plus allerdings kompaktere Maße und ein niedrigeres Gewicht voraus hat. Denn klein und zierlich ist der Kärcher WV 6 Plus nicht. Damit ist er zwar keine Ausnahme, einige andere Modelle in unserem Test haben vergleichbare Maße. Wer allerdings grazile Fenstersauger à la Ikohs Wipe XT oder Leifheit Nemo bevorzugt, könnte vom Kärcher enttäuscht sein.

Praktisch und durchdacht

Was der WV 6 Plus aber ganz eindeutig ist: praktisch und durchdacht. Das zeigt sich auch am Schmutzwassertank, der mit 150 Millilitern erfreulich groß ausfällt und mit einem einzigen Handgriff vom Fensterputzgerät abgenommen werden kann – ohne weiteres Tastendrücken, Herumschrauben oder Klemmen, wie wir es bei einigen Mitbewerbern erlebt haben. Ebenso wenig muss man den gesamten Apparat ungelenk über dem Waschbecken umherschwenken, wie es bei Fenstersaugern mit fest verbautem Tank nötig ist. Einmal eingesteckt, sitzt der Tank dennoch fest und sicher in seiner Aussparung.

Auch die Sprühflasche überzeugte uns mehr als alle anderen. Weil sie im unteren Bereich sehr viel breiter ist als oben, fällt sie nicht um, selbst wenn sie gerade leer und der Wischbezug nass sein sollte. Letzterer wird übrigens direkt an den Aufsatz geklettet, was verhindert, dass er verrutschen kann – noch so eine praktische Feinheit, die die Konkurrenten in der Regel nicht bieten.

Einwandfreie Ergebnisse

Doch all der Komfort nutzt nichts, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Wie ist es also um die Sauberkeit bestellt? Kurzum: Hervorragend. Der WV 6 Plus nahm das Putzwasser klag- und restlos von der Scheibe, übrig blieb nur schlierenfreies, glänzendes Glas. Damit gehört er zu den Fenstersaugern, die die vollmundigen Herstellerversprechen auch tatsächlich einlösen. Man sollte nur beim Abziehen der Scheibe darauf achten, nicht über die Fensterdichtungen zu streifen, da dort sonst eine kleine Lücke zwischen Scheibe und Abziehlippe klafft, die ausreicht, um an einem schmalen Streifen Wasser auf dem Fenster stehen zu lassen. Das ist allerdings keine Eigenheit des Kärcher, sondern gilt für alle Fenstersauger.

Wir sind mit dem Kärcher WV 6 Plus in allen wichtigen Belangen rundum zufrieden. Der Fortschritt, den Kärcher seit dem ohnehin schon guten WV 2 Premium gemacht hat, ist klar zu erkennen. An dem, was der Hersteller hiermit aus dem Hut gezaubert hat, dürfte die Konkurrenz erstmal eine ganze Weile zu knabbern haben.

Nachteile?

Kärchers gesamte Produktpalette verfolgt eine gewisse Stilistik, und da bildet auch der WV 6 Plus keine Ausnahme – man sieht auf den ersten Blick, wessen Design-Handschrift das Gerät trägt. Die Optik wird deshalb vermutlich nicht jedem gefallen, allerdings halten andere den eigenwilligen Look sicherlich für kultig – ob die Gestaltung als Nachteil durchgeht, liegt im Auge des Betrachters. Zudem ist der Fenstersauger von bulliger Statur, was das vergleichsweise hohe Gewicht unterstreicht – auch wenn der WV 6 Plus mit seinen 782 Gramm nicht der schwerste Testteilnehmer war.

Wer auf Teleskopstäbe angewiesen ist, schaut überdies entweder in die Röhre oder tiefer in den Geldbeutel, denn mangels eines passenden Gewindes finden solche am WV 6 Plus keinen Anschluss. Nur mit einem separat erhältlichen Verlängerungsset lässt sich die Funktion nachrüsten.

Kärcher WV 6 Plus im Testspiegel

Bisher hat noch kein anderes seriöses Medium den Kärcher WV 6 Plus getestet. Die Stiftung Warentest hatte allerdings den Kärcher WV 5 Premium im Test, er ging bei den Warentester als Testsieger mit der Gesamtnote »gut« (1,9) hervor (Test 04/2019). Falls neue Tests erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Wenn Ihnen der Kärcher WV 6 Plus nicht gefällt, Sie lieber ein kleineres Fensterputzgerät möchten oder einen günstigeren Fenstersauger suchen, haben wir die passenden Alternativen für Sie.

Auch gut: Bosch GlassVAC

Wenn man sich mit Fenstersaugern beschäftigt, dauert es meist nicht lang, bis man auf Boschs GlassVAC stößt. Der Fenstersauger ist ein Dauergast in den Bestsellerlisten – und wir finden: zurecht! Im Test gefielen uns insbesondere die einwandfreie Verarbeitung und die die exzellente Handhabung des kompakten Saugers. Zudem arbeitet er verhältnismäßig leise. Der größte Nachteil ist die überschaubare Akku-Kapazität – ein Marathonläufer wie unser Testsieger von Kärcher ist der Bosch leider nicht.

Auch gut
Bosch GlassVAC
Test Fenstersauger: Bosch GlassVAC
Bosch vereint saubere Verarbeitung und ebenso saubere Ergebnisse in einem kompakten Gerät.

Einer der Vorteile des GlassVAC ist eigentlich eine Zubehör-Option: Bosch verkauft seinen Fenstersauger in zwei Varianten, nämlich einmal als Solo Plus, dessen Lieferumfang das Gerät selbst, Netzteil und USB-Ladekabel, die Sprühflasche und ein Einwäscher in Standardgröße gehören, sowie das sogenannte Premium Set. Wer klein unterteilte Fenster hat, stößt mit den Maßen gewöhnlicher Fenstersauger oft buchstäblich an die Grenzen des Machbaren, denn deren Abziehlippen sind in der Regel rund 30 Zentimeter breit.

Bei kleinen Fenstern lohnt sich das Premium Set

Wenn das auf Ihre Fenster zutrifft, lohnt sich die Mehrinvestition in das Premium Set, das neben den anderen Beigaben eine schmalere Abziehdüse und einen ebenso schmalen Einwäscher enthält. Für ihren Zweck leistet die zweite Düse gute Arbeit. Wer mit der normalen Größe gut zurechtkommt, kann sich den Aufpreis hingegen sparen, denn mit der kleineren Düse dauert das Absaugen einer Fläche natürlich länger und auch das Risiko von Streifenbildung wird mit jedem Absetzen erhöht.

Entscheidet man sich für das Premium Set und möchte den Einwäscher wechseln, klappt das schnell und einfach. Die große Aufnahme ist eingeklippt und kann binnen Sekunden abgenommen werden, die kleine befindet sich direkt darunter. Beide sind mit Klettflächen versehen, dank der der Wischbezug im Nu an der Aufnahme befestigt werden kann und zudem schön an Ort und Stelle hält, ohne beim Putzen herumzurutschen.

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Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Der Bosch Glass VAC im Premium Set.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Die Saugdüsen lassen sich zum Tausch oder zum Säubern abnehmen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Dank seiner kompakten Bauweise und dem breiten Fuß kann man den GlassVAC stabil aufrecht hinstellen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Auch die Sprühflasche hat eine breite Basis und steht ebenfalls stabil. Der große Einwäscher entspricht der Standardgröße.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Der kleine Einwäscher ist eine exklusive Beigabe des Premium-Sets. Er eignet sich für klein unterteilte Glasflächen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Möchte man zwischen den beiden Einwäschern wechseln, lässt sich die große Aufnahmeleiste über der kleinen einklippen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Das Reinigungsvlies wird nicht eingehängt, sondern festgeklettet. Das verhindert Herumrutschen und erlaubt einen schnellen Wechsel.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Löblich: Statt eines eigenen Formats nutzt Bosch einen USB-Anschluss. Ein USB-Netzteil gehört zum Lieferumfang.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Unmittelbar über dem Schalter gibt eine LED Auskunft über den aktuellen Betrieb.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Der Stopfen dichtet den Tank gut ab. Leider kann man diesen nicht entnehmen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Der gesamte Lieferumfang des Premium Sets.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Bosch Glassvac
Der Bosch Glass VAC im Praxistest.

Was das Aufladen betrifft, hat Bosch alles richtig gemacht und seinem Fenstersauger statt eines proprietären Ladegeräts ein Micro-USB-Kabel samt Netzteil beigelegt. Die Buchse sitzt an der Unterseite des Griffs und somit möglichst weit entfernt von allen nassen Gefahren, außerdem wird sie durch eine Gummiklappe geschützt. Leider ist der Akku selbst kein Löwe und hält nur bescheidene 30 Minuten durch – unter allen getesteten Fenstersaugern ist das ein durchschnittlicher Wert, im Vergleich zum Laufzeitmeister von Kärcher aber ziemlich mager.

Exzellente Handhabung

In der praktischen Anwendung konnte uns Boschs Fenstersauger fast auf ganzer Linie überzeugen. Er ist nicht schwer und die Gewichtsverteilung ist exzellent, um Kopflastigkeit muss man sich hier keine Sorgen machen. Außerdem ist er im Betrieb leiser als die Konkurrenz. Unsere Fenster waren nach dem Einsatz des GlassVac sauber und streifenfrei, in dieser Hinsicht zieht der Bosch mit unserem Testsieger von Kärcher gleich.

Die Sprühflasche hat eine breite Basis, dank der sie auch bei niedrigem Füllstand nicht umkippt. Das könnte man als Kleinigkeit abtun, erleichtert das Fensterreinigen aber ungemein. Auch in diesem Punkt hält Bosch mit Kärcher mit, der mit einer sehr ähnlichen Flasche geliefert wird. Auch der Fenstersauger selbst lässt sich aufrecht hinstellen.

Nicht ideal finden wir, dass sich der Tank nicht aus dem Fenstersauger entnehmen lässt. Dank der gut positionierten und sinnvoll bemessenen Ausgussöffnung lässt sich das Schmutzwasser zwar dennoch gut ausgießen, ein abnehmbarer Tank hätte aber trotz allem den Komfort noch etwas erhöht. Außerdem ist es nicht möglich, eine Teleskopstange zu befestigen – anders als beim Kärcher lässt sich diese Funktion auch nicht nachrüsten. Wer darauf angewiesen ist, kann den GlassVAC somit guten Gewissens ignorieren.

Effizient und stark: Leifheit Dry & Clean

Der Leifheit Dry & Clean ist auffällig klobig und auch etwas schwerer als die meisten anderen Fenstersauger. Das stört aber nicht bei der Handhabung, da der Griff näher an der Vorderseite liegt als bei vielen anderen Modellen und man dadurch trotzdem eine gute Kontrolle hat. Eine Sprühflasche mit Wischaufsatz gibt es hier nicht. Der Fenstersauger ist aber in verschiedenen Paketen wahlweise mit oder ohne Einwascher, Stiel und schmaler Saugdüse erhältlich.

Akku-Sparer
Leifheit Dry & Clean
Test Fenstersauger: Leifheit 51003
Dank cleverer Automatiken schont der Leifheit Dry & Clean die Akku-Reserven, wenn sie gerade nicht gebraucht werden.

Die Akkulaufzeit liegt mit dem in unserem Test gemessenen 40 Minuten knapp über dem Durchschnitt, aber immer noch unter den Fenstersaugern von Kärcher, Vorwerk und AEG. Sollte man einmal plötzlich von der Arbeit abgelenkt werden, hat der Dry & Clean dafür eine kleine Hilfe in petto: Bei Nichtgebrauch stoppt der Fenstersauger seinen Motor und wechselt in einen Standby-Modus, um Akku-Reserven zu sparen. Der Tank wirkt durch die breite, transparente Front üppig, fasst aber tatsächlich »nur« 100 Milliliter und hat somit Standardmaße.

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Fenstersauger Test: Fenstersauger
Der Leifheit Dry & Clean ist recht klobig, lässt sich aber dennoch sehr gut handhaben.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Leifheit Dry Clean
Der Ausguss ist etwas klein geraten und der Gummistöpsel etwas schwergängig, dafür hält er aber auch dicht.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Leifheit Dry Clean
Tank und Abziehlippe lassen sich nur bei gedrückten Tasten abnehmen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Leifheit Dry Clean
Sofern man sich für eine Variante mit Stiel entscheidet, lässt sich dieser per Klick-System an der Rückseite des Fenstersaugers befestigen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Leifheit Dry Clean
Die Buchse für die Stromzufuhr liegt offen an der Oberseite. Da man den Tank zum Leeren entnimmt, ist das aber unproblematisch.

In der Praxis erwies sich der Dry & Clean als angenehm zuverlässig. Die Arbeit mit dem Fenstersauger ging flott und effektiv von der Hand und wir hatten auch keinerlei Probleme mit Streifenbildung. Die Reinigungsleistung ist gut, auf den Fensterrahmen suppendes Schmutzwasser trat im Test nicht auf. Leise ist der Fenstersauger allerdings nicht, zumal der Dry & Clean bemerkt, wenn er auf das Glas gesetzt wird und die Leistung hochdreht. Wir halten das für eine gute Lösung, denn so muss man nicht auf Leistung verzichten, wenn sie gerade benötigt wird, spart aber gleichzeitig Akkulaufzeit und Dezibel, wenn sich das Gerät im Leerlauf befindet.

Spart Akku und Lautstärke

Nicht ganz ideal finden wir die Ablassöffnung des Schmutzwassertanks. Sie ist recht klein bemessen und die Gummiabdeckung gibt sich etwas störrisch – wo uns die Abdeckung beim Ikohs Wipe XT nicht genug Widerstand bot, liefert Leifheit hier schon fast etwas zu viel des Guten. Insgesamt ist die Reinigung aber kein Problem, da sich der Fenstersauger praktischerweise zerlegen lässt und der Teil mit dem Tank beim Entleeren vollständig von jedweder Elektronik getrennt ist.

Wer sich nicht mit unserem Testsieger von Kärcher anfreunden kann und noch dazu ein paar Euro sparen will, findet im Leifheit Dry & Clean eine sehr gute Alternative.

Luxuriös: Vorwerk Kobold VG100

Wir müssen zugeben: Anfangs hatten wir unsere Zweifel, als wir den eher klobigen Fenstersauger Vorwerk Kobold VG100 auspackten – nicht, weil wir an Vorwerk zweifelten, sondern weil sich der aufgerufene Preis für solch ein Gerät in extrem luftigen Höhen bewegt. Für die meisten dürfte er schon allein deshalb nicht in Frage kommen.

Wenn Geld egal ist
Vorwerk Kobold VG100
Fenstersauger Test: Vorwerk Kobold VG100
Überzeugt durch hochwertige Verarbeitung und sehr überzeugende Ergebnisse, das hat seinen Preis.

Für alle, die oft große und vor allem viele Fenster reinigen müssen, ist der VG100 aber trotzdem eine Überlegung wert. Denn der Kobold macht alles richtig: Er lieferte eine tolle Reinigungsleistung, lässt sich einfach bedienen, ist hochwertig verarbeitet und hat eine tolle Akkulaufzeit von über 40 Minuten.

Zum Zubehör des Vorwerk Kobold VG100 zählen eine Abtropfschale, zwei Microfaser-Reinigungstücher und eine Flasche Reinigungsmittel.
Mitgeliefert werden eine stabile Abtropfschale und zwei Reinigungstücher.

Auch das völlig andersartige Konzept hat uns gut gefallen. Mitgeliefert werden außer dem Fenstersauger auch eine stabile Abtropfschale und zwei Mikrofaser-Reinigungstücher. Man legt ein Reinigungstuch auf die Schale und setzt das Gerät einfach darauf, schon ist das Tuch per Klettverschluss am Fenstersauger befestigt. Damit das Tuch später beim Reinigen nicht die Absauglippe blockiert, sollten Sie darauf achten, dass beim Aufsetzen des Fenstersaugers auf das Tuch die Lippe in die dafür vorgesehene Ausbuchtung gelegt wird. Dann sitzt es optimal und macht später keine Probleme.

Der Vorwerk Kobold VG100 hat seinen Job gut gemacht. Hier tropft nichts.
Die grüne Gummilippe liegt hier optimal in der dafür vorgesehenen Ausbuchtung.

Anschließend füllt man einen Teil des mitgelieferten Glasreinigers in den Frischwasserbehälter und gibt bis zur Markierung Wasser dazu. Vorwerk empfiehlt für eine optimale Reinigungsleistung das hauseigene Reinigungsmittel. Das ist mit sieben Euro für 200 Milliliter aber nicht gerade günstig. Versuchen Sie es deshalb einfach mal mit Ihrem gewohnten Reiniger. Wenn Sie das Ergebnis nicht überzeugt, greifen Sie zum Vorwerk-Mittel.

Wenn der Tank richtig eingesetzt ist, was er mit einem Klickgeräusch zu erkennen gibt, stellt man den Fenstersauger auf die Abtropfschale und wartet ungefähr 15 Sekunden. So lange braucht es, bis der gesamte Inhalt des Wassertanks vollständig vom Tuch aufgesaugt wird. Bis zu 20 Quadratmeter Fensterfläche kann man jetzt damit reinigen, bevor man das Tuch wechseln und den Fenstersauger neu befüllen muss.

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Der Tank des Vorwerk Kobold VG100 für das Reinigungsmittel und Frischwasser ist rechts. Im Bild sieht man blau das eingefüllte Mittel.
Der Tank für das Reinigungsmittel und Frischwasser ist rechts. Im Bild sieht man blau das eingefüllte Mittel.
Die linke, graue Seite des Vorwerk Kobold VG100 ist für das Schmutzwasser, in die rechte, grüne Seite füllt man das Frischwasser ein.
Die linke, graue Seite ist für das Schmutzwasser, in die rechte, grüne Seite füllt man das Frischwasser ein.

Nun kann es losgehen – und das hört man auch. Der VG100 ist nicht gerade leise, aber auch nicht viel lauter als andere Fenstersauger. Die Handhabung ist einfach und der Fenstersauger liegt trotz seiner Größe recht leicht in der Hand. Fährt man von oben nach unten über die Fensterscheibe, reinigt das nasse Tuch die Glasfläche und das Wasser wird gleichzeitig von der Scheibe gesaugt. So kriegt man das Fenster in einem Arbeitsgang sauber, während bei den meisten Fenstersaugern mit Wischen und Saugen zwei Arbeitsgänge erforderlich sind.

Hohe Leistung und hoher Preis

Die Saugleistung des Kobold ist hoch und so saugt er ohne Schlieren und Rückstände das Fenster trocken. Auch die Anwendung ist einfach und die Reinigung funktioniert hervorragend.

Aber der Preis des Kobold ist eben sehr hoch – zu hoch unserer Meinung nach, wenn Sie nur die Fenster einer Wohnung oder eines kleinen Hauses reinigen müssen. Für Besitzer moderner Häuser mit großen Glasfronten oder eines Wintergartens kann sich die Anschaffung des Vorwerk Kobold VG100 jedoch lohnen.

Preistipp: Korona 80100

Als wir den Korona 80100 zum ersten Mal benutzten, hatten wir einen Wow-Effekt: So sauber waren unsere Scheiben sonst nur nach der Behandlung mit einem der Kärcher. Der 80100 mag zwar nicht ganz so komfortabel sein wie manch ein Konkurrent, in Sachen Gründlichkeit ist der grau-weiße Fenstersauger aber über alle Zweifel erhaben. Lediglich die Akkulaufzeit lässt zu wünschen übrig und der Tank ist etwas umständlich zu entnehmen.

Gut & günstig
Korona 80100
Test  Fenstersauger: Korona 80100
Der Korona 80100 zieht bei den Ergebnissen mit dem Testsieger gleich und ist deutlich günstiger. Lediglich die geringe Akkulaufzeit trübt die Freude.

Äußerlich unterscheidet sich der Korona 80100 nicht wesentlich von anderen Fenstersaugern. Das unauffällige Kunststoffgehäuse ist solide verarbeitet, zeichnet sich aber nicht durch Besonderheiten wie gummierte Oberflächen oder Ähnliches aus. Bei der Form verfolgt Korona den gleichen Ansatz wie z. B. die Kärcher-Geräte oder der Leifheit Dry & Clean: Er ist groß, klobig und kann dank der breiten Fläche am »Heck« aufrecht hingestellt werden.

Neben dem obligatorischen Ladegerät liegen eine Sprühflasche mit Wischaufsatz sowie ein Wischbezug bei, weiteres Zubehör gibt es auch separat nicht zu erwerben – für Freunde von Teleskopstangen eignet sich das Fensterreinigungsgerät also nicht. Die Sprühflasche erfüllt ihren Zweck, hat aber bei niedriger Befüllung Übergewicht und fällt dementsprechend ständig um, was uns während des Tests einige Nerven kostete.

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Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
Die Ergebnisse des Korona 80100 sind einwandfrei und halten selbst mit dem Testsieger mit.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
Der Korona 80100 samt Sprühflasche. Beides tut sich nicht durch auffälliges Design hervor.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
Der Tank kann entnommen werden. Dazu muss man aber zuerst den Kopf mit der Saugdüse entfernen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
Die Saugdüse von oben ...
Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
... und von unten aus gesehen.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
Der Ladeanschluss des Korona 80100.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
Die Sprühflasche nervt: Sie ist bei wenig Inhalt stark kopflastig und fällt bei jeder Gelegenheit um.
Fenstersauger Test: Fenstersauger Korona 80100
Weil das Wischpad nur an sich selbst klettet und nur um den Wischaufsatz "gewickelt" ist, hat es etwas Spiel zu den Seiten.

Der Schmutzwassertank kann durch eine Öffnung entleert oder auch vollständig abgenommen werden, letzteres ist aber nicht ganz einfach. Wir mussten erst die Anleitung zu Rate ziehen, um ihn vom Gerät zu lösen, was nur ziemlich umständlich gelingt. Mit 100 Milliliter hat er ein durchschnittliches Volumen, voll bekommen dürfte ihn aber niemand in einem Arbeitsgang – womit wir zu unserem größten Kritikpunkt kommen: der Akkulaufzeit.

Die Akkulaufzeit ist der größte Nachteil

Diese bildet mit gerade einmal 20 Minuten das Schlusslicht aller bislang getesteten Fenstersauger und wirkt besonders im direkten Vergleich zum Laufzeitmeister Kärcher WV 6 Plus ziemlich mager. Für Wohnungen mag das ausreichen, ob aber auch Hausbesitzer einen kompletten Fensterputz mit dem Korona 80100 in einem Durchgang erledigen können, wagen wir stark zu bezweifeln. Sind die Energiereserven aufgebraucht, muss der 80100 an die Steckdose, und zwar für immerhin drei Stunden – vergleichbar mit dem besagten Kärcher, der damit allerdings fünfmal so lange durchhält.

Trotz aller Kritik hat der Korona 80100 aber sicherlich auch Vorzüge – sonst würden wir ihn nicht empfehlen. Der Preis ist für das Gebotene mehr als fair, zumal der Fenstersauger mit die besten Ergebnisse im ganzen Test ablieferte. Den Wunsch nach streifenfreien Fensterscheiben erfüllt der 80100 eindeutig, bei der Gründlichkeit kann er sogar mit den Platzhirschen von Kärcher mithalten. Obendrein bleibt die Arbeitslautstärke auf einem angenehm niedrigen Niveau.

Um es drastisch zu sagen: Wenn Sie auf den Preis achten müssen, ist der Korona 80100 ganz klar die erste Wahl. Eine vergleichbare Qualität bekommen Sie sonst nur von alteingesessenen Markenherstellern für deutlich mehr Geld. Nur wenn Sie sehr viele Fenster in Ihrem Zuhause haben, raten aufgrund seiner geringen Akkulaufzeit von dem Gerät ab.

Außerdem getestet

Kärcher WV 2 Plus N

Beim Kärcher WV 2 Plus N handelt es sich um eine verbesserte Version unseres ehemaligen Testsiegers, der mit einer längeren Akkulaufzeit aufwartet und so unserem Hauptkritikpunkt am Schwestermodell begegnet. Dass er dessen Stelle an der Spitze trotzdem nicht einnehmen konnte, lag lediglich an der überlegenen Konkurrenz aus eigenem Hause, dem Kärcher WV 6 Plus.

Gegenüber diesem ist die Akkulaufzeit beim WV 2 Plus N deutlich kürzer, er besitzt kein Display und verzichtet auf die geriffelte, schwarze Fläche an der Oberseite. Voraus hat er dem WV 6 Plus ein geringeres Gewicht sowie eine zweite, schmalere Absaugdüse für kleinere Glasflächen, für die der Standardkopf zu groß bemessen ist. Gemeinsam haben beide die Sprühflasche mit Wischaufsatz, welche bei beiden identisch ist.

Kärcher WV 2 Premium

Der Kärcher WV2 Premium war lange Zeit unser Favorit, bis er seinen Platz an der Spitze an den WV 6 Plus aus selben Hause abtreten musste. Ein schlechter Fenstersauger ist er noch immer nicht, allerdings bekommt man beim WV 6 Plus zu einem ähnlichen Preis einfach mehr – besonders die kurze Akkulaufzeit macht dem WV 2 Premium zu schaffen, außerdem passen statt 150 nur 100 Milliliter Schmutzwasser in den Tank. Dafür wiegt er weniger und der Akku ist schneller voll aufgeladen. Gemein haben beide die äußerst guten Ergebnisse ohne störende Streifenbildung.

AEG WX7 90

Mit dem AEG WX7 90 können Sie Fensterputzen bis zum Abwinken. Denn dieser Akkusauger hat satte 90 Minuten Akkulaufzeit und hält somit fast so lange durch wie unser Testsieger. Das ist erstaunlich, da der Fenstersauger sehr kompakt gebaut ist und auch nicht viel mehr wiegt als vergleichbare Modelle.

Auch beim Zubehör ist ebenfalls fast alles dabei, was das Herz begehrt: eine stabile Sprühflasche, ein Mikrofaser-Wischbezug mit Aufsatz, 20 Milliliter Reinigungsmittel und sogar eine zweite, kleinere Saugdüse. Lediglich auf eine Teleskopstange muss man verzichten.

Fenstersauger Test: Testsieger Kärcher WV2 Premium.
Der AEG WX7 90: Ein tolles Gerät, das allerdings ein gutes Stück mehr kostet als unser Testsieger.

Sowohl das Wischgerät, als auch der Sauger selbst machen einen guten Job. Beides ist stabil und lässt sich einfach bedienen. Zudem ist der WX7 90 angenehm leise. Da kann man auch schon mal während der Mittagszeit reinigen, ohne dass sich die Nachbarn beschweren.

Das Schmutzwasser wird problemlos von den Fenstern gesaugt, es blieben keine Streifen an der Fensterscheibe zurück und bis auf die obligatorischen Tropfen am Fensterrand waren die Scheibe im Nu trocken. Hier muss man nur einmal mit dem Tuch nachwischen und ruckzuck ist man fertig.

Wenn Sie große Fensterflächen haben und nicht mit schlappem Akku dastehen wollen, ist der AEG WX7 90 eine gute, wenn auch keine günstige Wahl. Mehr Akkulaufzeit bekommen Sie sonst nur vom Testsieger.

Sichler FS-180

Der Sichler FS-180 erinnert uns stark an unsere Empfehlung von Korona, es handelt sich aber nicht um das gleiche Gerät. Dennoch haben die beiden einige Gemeinsamkeiten, und wenn der Korona einmal nicht mehr erhältlich sein sollte, ist der Sichler auf jeden Fall einen Blick wert. Mit seinem 150 Milliliter großen Schmutzwassertank ist der Fenstersauger gut aufgestellt, die 30 Minuten Akkulaufzeit sind zwar nicht bahnbrechend, aber für einen Fenstersauger dieser Preisklasse völlig akzeptabel.

Unsere Ergebnisse im Praxistest waren sauber und streifenfrei, das Saugen selbst ist allerdings überdurchschnittlich laut und der FS-180 ist relativ groß. Praktisch ist, dass man den Sauger aufrecht hinstellen kann, die Sprühflasche hingegen hat leider eine zu schmale Basis und fällt deshalb leicht um – außergewöhnlich ist das nicht, die gleiche Flasche haben wir zuvor auch schon im Lieferumfang anderer Modelle gesehen. Der Schmutzwassertank kann entnommen werden, sitzt dabei allerdings ziemlich schwergängig in seiner Fassung. Das Gegenteil trifft auf die Gummiabdeckung des Ladeanschlusses zu, der zu etwas labbrig daherkommt.

Bei der Handhabung ist daher noch Luft nach oben, sie ist aber auch nicht wirklich schlecht – es gibt einfach Fenstersauger, die machen es besser. Vor allem angesichts des niedrigen Preises haben wir am Gesamtpaket wenig zu meckern.

Aidodo WV01

Der Aidodo WV01 ist vollständig identisch mit dem Sichler FS-180. Der einzige Unterschied ist der aufgedruckte Markenname, der sich beim Sichler am Fuß und beim Aidodo auf der Absaugdüse befindet. Auch die beigelegten Sprühflaschen sind gleich. Ein kleiner Unterschied ist nur der Einwäscher, der beim Sichler FS-180 eine flauschigere Struktur aufweist, was uns minimal besser gefällt, in der Praxis aber auch keinen nennenswerten Vorteil bringt.

Leifheit Nemo

Mit dem Nemo verfolgt Leifheit einen etwas anderes Ansatz als die Konkurrenz: Zwar eignet er sich selbstverständlich ebenso wie alle anderen Modelle zum Reinigen von Fenstern, als bevorzugter Einsatzort wird aber das Badezimmer herausgestellt. Er soll helfen, nach einer heißen Dusche die Kabine und den Spiegel schnell und streifenfrei wieder von Wasser zu befreien.

Dazu sollte man den Fenstersauger aber natürlich auch tatsächlich im Bad lagern, sodass man nicht erst in Handtücher gewickelt durch die halbe Wohnung laufen muss – und das klappt auch tatsächlich: Der Nemo ist nach IPX7 wasserdicht, überlebt also zeitweises Untertauchen und stört sich erst recht nicht an einigen gelegentlichen Spritzern. Er kann sogar direkt in der Duschkabine gelagert werden und findet dort im besten Fall in der mitgelieferten Wandhalterung Platz.

Dass der Nemo nicht vorrangig zum Fensterreinigen gedacht ist, merkt man ihm auch daran an, dass Leifheit hier von vorneherein auf eine Sprühflasche und Wischpads verzichtet und stattdessen eine zweite Gummi-Abziehlippe beilegt, die speziell für die Oberflächen im Badezimmer, wie Spiegel, Fließen und Kabinenwände, vorgesehen ist.

Das Format des Fenstersaugers entspricht in etwa dem des Ikohs Wipe XT, der Nemo ist aber noch einen Tick kürzer und vor allem im Griffbereich deutlich schmaler. Das hat eine recht deutlich ausgeprägte Kopflastigkeit zur Folge, was aber aufgrund der Tatsache, dass dieser während der Benutzung an der zu reinigenden Fensterscheibe lehnt, nicht weiter schlimm ist. Der fest verbaute Schmutzwassertank lässt sich schnell und einfach entleeren, das Volumen von gerade einmal 60 Millilitern ist aber doch etwas mickrig. Für den angedachten Zweck im Badezimmer reicht der kleine Tank aus, für den Fenster-Großputz einer ganzen Wohnung hingegen nicht.

Alles in allem gehört der Leifheit Nemo aber ganz klar zu den besseren Vertretern seiner Art. Zum Absaugen von Fenstern können wir ihn nur sehr eingeschränkt empfehlen, wer aber gerade auf der Suche nach einem Abzieher für die Dusche ist, wird gut bedient.

Vileda Windomatic Power

Wenn Sie die Reinigung Ihrer Fensterscheiben lieber klassisch mit einem Lappen vornehmen möchten und dazu kein extra Gerät brauchen, ist der Vileda Windomatic Power als reines als Absauggerät für Sie gemacht. Er bringt außer einem Ladegerät kein weiteres Zubehör mit und hat einen beweglichen Saugkopf. Auch seine Saugleistung überzeugt. Trotzdem hat es für eine Empfehlung nicht ganz ausgereicht.

Ikohs Wipe XT

Der Ikohs Wipe XT ist mit seinen 440 Gramm ein richtiges Fliegengewicht. Die grundlegende Handhabung beim Abstreifen der Fenster stellt kein Problem dar, da der Fenstersauger relativ kompakt ausfällt – das gilt allerdings auch für den Tank, der mit 50 Millilitern Fassungsvermögen schon etwas arg klein geraten ist. Etwas nervig sind die labbrigen Gummiabdeckungen an den Öffnungen des Fenstersaugers, besonders der Deckel über dem Ladeanschluss hält nur mit einigem Nachdruck in seiner Aussparung. Etwas störend empfanden wir auch, dass sich der Wischaufsatz nach dem ersten Anbringen nicht mehr von der Sprühflasche lösen lässt, sofern man das überhaupt möchte.

Die Ergebnisse waren im Großen und Ganzen solide, vereinzelt konnten wir aber leichte Streifenbildung entdecken. Außerdem hätte das Leeren des Schmutzwassertanks etwas intuitiver sein können. Insgesamt ist der Ikohs Wipe XT kein Totalausfall und gerade aufgrund des niedrigen Preises kein wirklicher Fehlkauf, hat aber zu viele kleine Mängel, die ihm einen größeren Erfolg verwehren.

Aquablade E-Power

Beim Aquablade E-Power handelt es sich um einen Nachbau des Ikohs Wipe XT, dementsprechend leidet er unter den gleichen Nachteilen wie das Vorbild – besonders der kleine Tank und die nicht idealen Gummiabdeckungen machen Probleme. Für einen Nachbau untypisch ist hingegen der Preis, der zum Testzeitpunkt im März 2021 rund ein Drittel höher lag als beim Original. Müssten wir uns entscheiden, würden wir auf jeden Fall zur Ikohs-Variante greifen.

Severin hygenius glass Li 25

Der Severin hygenius glass Li 25, auch bekannt unter seiner Produktnummer SC 7141, sticht durch seine ungewöhnliche Form ins Auge. Wo andere Fenstersauger an Handstaubsauger erinnern, ähnelt der SC 7141 in der Form eher einem Föhn. Er ist schön leicht und liegt gut in der Hand. Die An/Aus-Taste nach Art eines Pistolenabzugs ist ein Schalter, man muss sie also nicht dauerhaft gedrückt halten – der Fenstersauger bleibt somit auch dann angeschaltet, wenn man ihn aus der Hand legt. Der Schmutzwassertank fungiert gleichzeitig als Standfuß und hat mit 100 Millilitern ein durchschnittliches Volumen. Man kann ihn vom Gerät abnehmen, was aber nicht ohne einen gewissen Widerstand gelingt.

Gut gefällt uns, dass der hygienius glass Li25 zum Aufladen des Akkus Micro-USB anstatt eines proprietären Anschlusses nutzt. Allerdings liegt die Buchse völlig offen – und dass er irgendwann mit Wasser in Berührung kommen wird, ist bei einem Fenstersauger sehr wahrscheinlich. Unser größtes Problem mit dem Severin-Sauger liegt aber woanders: Seine Saugleistung ist überschaubar und er hinterlässt großflächig fiese Streifen auf den Scheiben.

Cecotec Conga Immortal Extreme Glass Hand

Der Cecotec Conga Immortal Extreme ist äußerlich baugleich zum Severin hygenius glass Li 25 und unterscheidet sich lediglich in der Farbe. Lobenswert ist, dass Cecotec seinem Fenstersauger im Gegensatz zu Severin ein USB-Ladegerät beigelegt hat. Allerdings war der Preis des Conga Immortal Extreme zum Testzeitpunkt so viel höher als der des Severin, dass man mit einem separat gekauften Netzteil günstiger wegkommt und dabei obendrein noch Wahlmöglichkeiten hat, außerdem gehen dem Conga früher die Akkureserven aus. Den Fenstersauger würden wir aber so oder so nicht empfehlen – Netzteil hin oder her.

Bort BSS-36-Li

Das mitgelieferte Zubehör des Bort BSS-36-Li hat uns schon beim Auspacken einiges an Nerven gekostet. Der Schlauch für die Sprühflasche war in der Flasche verstaut und ließ sich nur mit einiger Fummelei daraus entfernen und richtig anstecken. Auch beim Saugen brachte er nur mittelmäßige Ergebnisse, er tropfte etwas und auch die Verarbeitungsqualität überzeugte uns nicht. Wir finden, dass auch der relativ günstige Preis die Anschaffung nicht rechtfertigt – dafür ist das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach zu mager.

Sichler FS-300

Eines muss man dem Sichler FS-300 lassen: Er ist mal was anderes. Es handelt sich um ein All-in-One-Gerät, das den Reinigungsteil – also Sprühflasche mit Einwäscher – mit dem Saugteil in einem Gehäuse vereint. So hat man alles, was man zum Fensterreinigen braucht, jederzeit in der Hand und spart sich lästiges Hin- und Herwechseln zwischen Sprühflasche und Fenstersauger. Den Gedanken finden wir grundsätzlich sinnvoll.

In der Praxis geht das Konzept aber leider nicht auf. Der FS-300 ist weder Fisch noch Fleisch und geht keinen der beiden Wege konsequent zu Ende. Denn eigentlich sieht das Konzept vor, den Fenstersauger nach dem Einwaschen einfach umzudrehen, die Ergonomie gibt das aber gar nicht her. Hält man ihn wie einen normalen Fenstersauger, liegt er noch halbwegs brauchbar in der Hand und es stören nur die ausgeprägte Kopflastigkeit und die Tatsache, dass die Absaugdüse fast gerade nach oben gestreckt ist – und nicht angewinkelt, wie es sonst typisch ist.

Dreht man ihn in die Einwaschposition, spürt man nur noch Kanten in der Hand – es wirkt ganz so, als sei das Gehäuse nicht für ein All-in-One-Gerät konzipiert, sondern im Nachhinein hektisch angepasst worden. Hinzukommt, dass die Taste für den Pumpvorgang als Pistolenabzug angelegt ist, in der Einwaschposition aber nach oben zeigt – möchte man den Lappen während des Reinigens noch einmal befeuchten, muss man also Wohl oder übel mit dem Daumen pumpen. Und das dauert, denn die Fördermenge der kleinen Pumpe ist gering. Einen müden Finger darf man dabei nicht haben.

Damit das eingesaugte Schmutzwasser nicht direkt wieder auf dem Einwäscher landet, hat der FS-300 zwei Behälter: den Tank sowie eine Art Blase, die sich innerhalb des Tanks befindet. Das funktioniert in der Praxis gut, allerdings ist der Tank insgesamt nicht der beste. Achtet man nicht penibel darauf, dass er richtig eingesetzt ist, merkt man es nicht immer rechtzeitig, dann kann es zu Tropfen kommen oder der Tank gleich komplett aus dem Gerät fallen.

Bei Nichtbenutzung kann man den FS-300 aufrecht hinstellen, was ordentlich klappt, aber aufgrund der relativ geringen Fläche etwas mehr Aufmerksamkeit erfordert als bei Modellen mit breiterem Fuß. Eine Teleskopstange liegt nicht bei und lässt sich auch nicht nachrüsten.

Die Ergebnisse im Praxistest waren mangelhaft, starke Streifen bestimmten das Bild. Möglicherweise hatte das auch mit der umständlichen Handhabung des Fenstersauger zu tun zu tun, und der schlechten Sicht, die sich durch die Streckung und den rückseitigen Einwäscher ergibt.

So haben wir getestet

Unsere Testfenster mussten wir nicht extra schmutzig machen, das hatte der Straßenverkehr bereits für uns erledigt. Da konnten die Fenstersauger richtig zeigen, was sie können. Bei den Fenstersaugern, die Zubehör im Lieferumgang hatten, haben wir dieses ebenfalls getestet.

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Fenstersauger Test: Fenstersauger Alle
Fenstersauger Test: Fenstersauger Gruppenbild
Fenstersauger Test: Alle Fenstersauger Im Test 1720x1720

Da die Hersteller mit streifenfreien, glänzenden Fenstern werben, war das natürlich unser Maßstab. Außerdem sollten unsere Hände trocken bleiben, sowohl beim Reinigen mit dem Wischaufsatz, als auch beim Abziehen des Schmutzwassers. Denn mit dem Fenstersauger soll ja angeblich nichts mehr auf den Boden tropfen. Tatsächlich schaffen das die meisten Fenstersauger – aber nicht alle.

Neben diesen praktischen Eigenschaften haben wir auf Lautstärke, Handhabung, Preis-Leistungsverhältnis, Größe des Schmutzwassertanks und Akkulaufzeit geachtet.

Die wichtigsten Fragen

Was ist ein Fenstersauger?

Ein Fenstersauger ist eine Mischung aus einem herkömmlichen Glasabzieher und einem Handstaubsauger, der das Putzwasser beim Abziehen in einen Tank am Gerät saugt.

Was ist der Vorteil von Fenstersaugern?

Weil das Wasser beim Abziehen von der Scheibe entfernt wird, staut es sich nicht an der Abziehlippe, deshalb nimmt die Menge der Flüssigkeit dort nicht zu. Außerdem läuft das Schmutzwasser nicht auf Fensterrahmen und Fensterbank, was den Arbeitsaufwand verringert.

Wie benutzt man einen Fenstersauger?

Man putzt die Scheibe zunächst ganz normal, schaltet dann den Fenstersauger an und setzt die Abziehlippe ungefähr im rechten Winkel auf die Glasscheibe. Dann zieht man ihn langsam und gleichmäßig nach unten. Für streifenfreie Scheiben ist es wichtig, währenddessen nicht abzusetzen und auch nicht mitten auf der Scheibe zu beginnen.

Was kostet ein guter Fenstersauger?

Empfehlenswerte Modelle gibt es ab etwa 40 Euro. Aber die Preisspanne der angebotenen Modelle ist groß: Man kann zwischen 25 und 250 Euro für einen Fenstersauger ausgeben.

Welches Putzmittel ist für Fenstersauger am besten?

Handelsüblicher Glasreiniger reicht völlig aus. Einige Hersteller verkaufen eigene Glasreiniger, die sind aber meist teurer und nicht unbedingt besser.

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 Test: Artboard

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