Der beste Fitness-Tracker

Fitness-Tracker Test: Alle Tracker im Überblick

Das beste Fitness-Armband ist das Fitbit Charge 2. Es trägt sich so angenehm wie eine leichte Armbanduhr, besitzt ein sehr gut ablesbares OLED und bietet eine beachtliche Funktionsfülle. Die komfortable Bedienung gelingt sowohl direkt am Fitness-Tracker als auch per Smartphone-App. Und: Das Fitbit Charge 2 unterstützt unterschiedliche Arten der Bewegung.

Update 5. November 2017

Wir haben den Test um drei Modelle von Garmin erweitert: Vivosmart 3 und Vivofit 3 haben uns enttäuscht, die Forerunner 30 ist aber eine neue Empfehlung. An unseren Testsieger Fitbit Charge 2 kommt aber auch sie nicht heran.

Die gute Nachricht für alle, die ein Fitness-Armband suchen: Das Angebot ist groß, Modelle gibt es in den unterschiedlichsten Preisklassen und für fast jedes Bedürfnis.

Fitness-Tracker boomen, weil sie es jederzeit ermöglichen, die Herzfrequenz, die zurückgelegte Anzahl der Schritte und den Kalorienverbrauch zu kontrollieren. Sowohl beim Training als auch im Alltag. Die Armbänder dienen zudem als Motivationshilfe, sich mehr zu bewegen und bestimmte, selbst festgelegte Tages-, Wochen- oder Monatsziele zu erreichen.

Erste Krankenkassen bezuschussen bereits die Anschaffung von Fitness-Trackern in der Hoffnung, dass mehr Bewegung und ein damit verbundener gesünderer Lebensstil Krankheiten reduzieren.

Wir haben elf Modelle für Sie getestet. Das günstigste kostet gerade mal zehn Euro, das teuerste über 140 Euro. Für uns ist das Fitbit Charge 2 zurzeit der beste Fitness-Tracker.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Fitbit Charge 2

Test Fitness-Tracker: Fitbit Charge 2
Schicke Optik, tolle App und großer Funktionsumfang - so ist das Fitbit Charge 2 das beste Fitness-Armband.

Das Fitbit Charge 2 erfasst unter anderem Schritte, Herzfrequenz, verbrannte Kalorien, aktive Minuten, die bewältigten Etagen, Aktivitäten und Ruhezeiten. Zudem analysiert das Band den Schlaf und zeigt an, wie lange sich der Körper in welchen Erholungsphasen befunden hat. Zu unterschiedlichen Sportarten liefert das Fitbit Echtzeit-Informationen auf dem klaren OLED-Bildschirm.

Fast genauso gut

Fitbit Alta HR

Test Fitness-Armband: Fitbit Alta HR
Das Alta HR ist etwas schlanker, mit dem Siegermodell aber ansonsten nahezu identisch.

Etwas schlanker als das Charge 2 ist das Fitbit Alta HR, der Funktionsumfang ist ansonsten aber fast identisch. Auch dieses Armband erinnert seinen Besitzer daran, aktiv zu werden um das stündliche Bewegungsziel zu erreichen. Laufstrecken werden exakt erfasst und können anschließend detailliert auf Google Maps dargestellt werden. Die Bedienung erfolgt über ein berührungsempfindliches Display, das allerdings wesentlich kleiner ausfällt als beim Charge 2.

Mit GPS

Huawei Band 2 Pro

Test Fitness-Armband: Huawei Band 2 Pro
Das Huawei Band 2 Pro ist wasserdicht und verfügt über ein eigenes GPS-Modul.
Amazon€ 98,99
Media Markt Online Shop€ 100,98
OTTO€ 105,94

von 34 Lesern gekauft

Für Wasserratten ist das Huawei Band 2 Pro geeignet, denn es ist wasserdicht. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern hat es einen eigenen GPS-Sensor verbaut und kann damit zurückgelegte Strecken auch ohne Smartphone genau aufzeichnen. Neben der Schlafüberwachung punktet das Huawei durch seine integrierten Atemübungen. Der Herzschlag lässt sich wahlweise alle 30 Minuten oder sogar sekündlich kontrollieren.

Mit Routen-Planer

Garmin Forerunner 30

Test Fitness-Tracker: Garmin Forerunner 30
Der Garmin Forerunner 30 erinnert an eine Smartwatch, ist toll ausgestattet und kann individuelle Strecken planen.

Der Garmin Forerunner 30 trägt sich sehr angenehm, besitzt einen GPS-Sensor und kann problemlos auch beim Schwimmen getragen werden. Das große Display ist leicht ablesbar, unterschiedliche Sportarten erkennt das Modell zuverlässig. Zudem registriert es den Schlaf sowie den persönlichen Fitness- und Stress-Level. Interessant für Jogger und Radler ist die Option, sich individuelle Streckenvorschläge unterbreiten zu lassen.

Gut & günstig

Xiaomi Mi Band 2

Test Fitness-Armband: Xiaomi Mi Band 2
Das Mi Band 2 von Xiaomi bietet zum fairen Preis einen großen Funktionsumfang.
Amazon€ 33,68

von 49 Lesern gekauft

Das Xiaomi Mi Band 2 ist vom Funktionsumfang her gegenüber seinen Mitbewerbern nicht schlechter ausgestattet aber viel preiswerter. Die absolvierte Strecke zu Fuß oder mit dem Fahrrad stellt das Band ebenfalls auf Google Maps dar und liefert jede Menge Zusatzinformationen wie Geschwindigkeit, überwundene Höhenmeter und die Schrittfrequenz pro Minute. Auch wie man geschlafen hat verrät das Mi Band 2 am Morgen.

Vergleichstabelle

TestsiegerFast genauso gutMit GPSMit Routen-PlanerGut & günstig
Modell Fitbit Charge 2 Fitbit Alta HR Huawei Band 2 Pro Garmin Forerunner 30 Xiaomi Mi Band 2 Garmin Vivosmart 3 Garmin Vivofit 3 Polar Loop Withings Activité Pop YG3 Plus Xiaomi Mi Band
Test Fitness-Tracker: Fitbit Charge 2Test Fitness-Armband: Fitbit Alta HRTest Fitness-Armband: Huawei Band 2 ProTest Fitness-Tracker: Garmin Forerunner 30Test Fitness-Armband: Xiaomi Mi Band 2Test Fitness-Tracker: Garmin Vivosmart 3Test Fitness-Tracker: Garmin Vivofit 3Test Fitness-Armband: Polar LoopTest Fitness-Armband: Withings Activité PopTest Fitness-Armband: YG3 PlusFitnesstracker Test: Xiaomi Mi Band
Pro
  • sehr gutes Display
  • großer Funktionsumfang
  • sehr gute App
  • sehr gutes Display
  • großer Funktionsumfang
  • sehr gute App
  • Integriertes GPS
  • wasserdicht
  • großer Funktionsumfang
  • Integriertes GPS
  • wasserdicht
  • großer Funktionsumfang
  • günstig
  • großer Funktionsumfang
  • sehr großer Funktionsumfang
  • wasserdicht
  • wasserdicht
  • lange Batterielaufzeit
  • großer Funktionsumfang
  • wasserdicht
  • ansprechende App
  • wasserdicht
  • lange Betriebsdauer
  • USB-Adapter am Display
  • großer Funktionsumfang
  • sehr günstig
  • guter Funktionsumfang
Contra
  • kein GPS-Modul
  • nicht wasserdicht
  • kein GPS-Modul
  • nicht wasserdicht
  • Armband ohne Schnalle
  • Tracking nur für Rennen und Radfahren
  • zwei Apps erforderlich
  • Displayrand sehr schmutzanfällig
  • kein Touchscreen
  • Bedienung nicht ganz intuitiv
  • Armband ohne Schnalle
  • nicht wasserdicht
  • kein GPS-Modul
  • unscharfes Display
  • unzuverlässige Display-Anzeige
  • kein GPS-Modul
  • kein Touchscreen, schwergängiger Druckknopf
  • kein GPS-Modul
  • Armband muss per Schere gekürzt werden
  • umständliche Einrichtung
  • separater Herzfrequenz-Sensor erforderlich
  • wenige Zusatzinfos am Display
  • kein Herzfrequenzmesser
  • wenige Funktionen
  • kein GPS-Modul
  • ungenauer Schrittzähler
  • kein GPS-Modul
  • kein Display
  • kein Herszfrequenzmesser
  • Armband ohne Schnalle
  • kein GPS-Modul
Bester Preis
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Wozu braucht man einen Fitness-Tracker?

Fitness-Tracker sind letztlich nichts anderes, als clevere Armbanduhren. Denn abgesehen vom günstigen Mi Band besitzen alle Modelle ein Display und informieren auf einen Blick über Uhrzeit und Datum. Doch das ist natürlich längst noch nicht alles. Die Armbänder können die körperlichen Bewegungen des Trägers erfassen, gleichzeitig sollen sie dazu animieren, mehr Sport zu treiben.

Im Test fiel auf, dass man sich sehr schnell an ein Fitness-Armband gewöhnt. Ganz automatisch geht der Blick zur Uhr oder auf die App, um nachzuschauen, wie viele Kilometer man bereits zurückgelegt und wie viel Fett man verbrannt hat. Speziell nach längeren Wanderungen oder Spaziergängen bereitet es Spaß, seine Route auf Google Maps nachzuverfolgen und unzählige Details wie den maximalen Herzschlag oder das persönliche Tempo zu erfahren.

Waren die Sport-Armbänder einst mal als simple Schrittzähler konzipiert, so ist das inzwischen nur noch die Basisfunktion. Anhand persönlicher Daten wie Alter, Größe und Gewicht berechnen die kleinen Computer diverse Werte zur körperlichen Fitness und helfen dabei, realistische Fitness-Ziele zu formulieren. Hat man es sich zu lange auf der Couch vor dem Fernseher bequem gemacht, vibrieren die Bänder schon mal um daran zu erinnern, dass es jetzt nicht schaden könnte, sich zumindest für wenige Minuten zu bewegen. Ein Appell, den man von der Freundin oder vom Ehemann möglicherweise gerne überhört und nur milde belächelt, stößt in dieser Form vielleicht häufiger auf offene Ohren.

Alle Fitness-Armbänder kommen mit einer App, über die sich die Geräte einrichten und umfänglich bedienen lassen. Über die Tracker selbst hat man in der Regel lediglich Zugriff auf die wichtigsten Parameter wie Herzschlag und Schritt-Anzahl.

Die Kopplung zwischen Tracker und Smartphone bzw. Tablet erfolgt unkompliziert per Bluetooth. In unserem Test haben lediglich das Huawei Band 2 Pro und die Garmin Forerunner 30 ein GPS-Modul integriert, um eigenständig Laufstrecken zu erfassen. Alle anderen Modelle erfordern das Mitführen eines Smartphones mit aktiviertem GPS. Herzschlag, Schritte oder die Anzahl bewältigter Etagen registrieren alle Armbänder aber von alleine, auch wenn das Smartphone am Schreibtisch oder in der Aktentasche liegt. Die Fitness-Tracker werden einfach zu einem beliebigen Zeitpunkt mit dem Mobiltelefon synchronisiert, die App liest dann alle erfassten Parameter aus.

Das ist immer wieder ein spannender Moment: Denn grafisch hübsch aufbereitet ist es höchst informativ zu sehen, wie viel man tagsüber unterwegs gewesen ist oder nachts in der Tiefschlafphase verbracht hat.

Messgenauigkeit

Wer sich einen Fitness-Tracker zulegen will, sollte sich bewusst sein, dass die Tracker keine exakten Daten ermitteln. Denn nicht immer werden Schritte tatsächlich als Schritte gemessen oder Bewegungen richtig zugeordnet. Wer zum Beispiel einen Kinderwagen schiebt, bewegt seine Arme nicht. Die Folge: Die meisten Fitness-Tracker registrieren keine Schritte. Auch beim Laufen, Fahrradfahren und Schwimmen werden die Bewegungen nicht immer korrekt registriert.

Fitnesstracker liefern gute relative Daten

Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Angabe der verbrannten Kalorien, die ohnehin nur ein Näherungswert sein kann. Wie viel Kalorien ein Mensch bei bestimmten Tätigkeiten tatsächlich verbrennt, ist nur höchst aufwändig zu ermitteln und hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Fitness-Tracker versuchen den Kalorienverbrauch dagegen grob anhand von Alter, Gewicht und Größe, der Art der Bewegung und der Herzfrequenz abzuschätzen. Doch auch die Herzfrequenz messen Fitnesstracker längst nicht so genau wie etwa eine Pulsmessuhr mit Brustgurt. Wer also exakte Werte zu seiner sportlichen Fitness von einem Fitness-Tracker erwartet, wird enttäuscht werden.

Sinnvoll können Fitness-Tracker trotzdem sein, denn sie liefern brauchbare relative Daten: Sie sagen einem, ob man sich heute mehr bewegt hat als gestern oder wie weit man diesmal gejoggt ist. Dabei helfen nicht zuletzt GPS-Daten, die alle Tracker zumindest übers Smartphone abrufen können.

Fitness-Tracker Test: Alle Armbänder im Test
Unsere Fitness-Armbänder – auf diesem Bild fehlen die Modelle von Garmin – waren während des Tests ständige Begleiter.

So haben wir getestet

Wir haben insgesamt elf Fitness-Tracker mit Preisen zwischen 10 und 140 Euro getestet. Während des Tests waren sie ständige Begleiter, sowohl tagsüber als auch nachts. Die drei Modelle von Garmin wurden nachträglich getestet.

Wir haben gecheckt, wie sie die alltäglichen Bewegungen aufzeichnen, aber auch, wie sie sich beim Sport schlagen. Hier standen normales Laufen und Joggen, Fahrradfahren und Kraftsport an speziellen Geräten auf der Agenda. Die jeweilige Strecke ließ sich mit Hilfe von Google Maps problemlos mit der zurückgelegten Kilometerzahl vergleichen.

Interessiert hat uns außerdem die Akkulaufzeit. Hier gibt es erhebliche Unterschiede bei der Art der Stromversorgung: Die meisten Armbänder werden über einen USB-Port am PC geladen und halten dann mindestens eine knappe Woche durch, ehe sie wieder einen Boxenstopp benötigen. Im Gegensatz dazu hat die Withings Activité Pop eine Batterie verbaut, die sich nicht aufladen lässt und nach spätestens acht Monaten ausgetauscht werden muss.

Testsieger: Fitbit Charge 2

Bei einem Fitness-Armband kommt es nicht nur auf die inneren Werte an, sondern ein wenig natürlich auch auf die Optik und den Tragekomfort. Die Bänder fungieren schließlich immer mehr als Lifestyle-Accessoires. Das Fitbit Charge 2 kann hier auf Anhieb punkten.

Testsieger

Fitbit Charge 2

Test Fitness-Tracker: Fitbit Charge 2
Schicke Optik, tolle App und großer Funktionsumfang - so ist das Fitbit Charge 2 das beste Fitness-Armband.

Das Charge 2 ist nämlich in sechs unterschiedlichen Farbkombinationen und drei Größen erhältlich, damit es komfortabel an jedem Handgelenk getragen werden kann. Nicht nur aus Kunststoff, sondern sogar in Edelstahl und mit 22 Karat rosévergoldet ist der intelligente Begleiter zu haben. Bänder in unterschiedlichen Farben und Materialien kann man zum schnellen Austausch separat erwerben.

Der Bildschirm setzt auf die OLED-Technologie, die hellen Zahlen und Symbole sind perfekt zu erkennen und problemlos abzulesen. Dreht man sein Handgelenk, so aktiviert sich das Display von alleine – auf dem Startbildschirm sieht man neben Uhrzeit und Datum sofort die zurückgelegten Schritte des Tages. Ein kleiner Balken informiert darüber, wie weit man vom selbst festgelegten Tagesziel noch entfernt ist.

Intuitive Bedienung

Durch die einzelnen Menüpunkte navigiert man mittels Fingertipp auf das Display. So erreicht man Herzfrequenz, zurückgelegte Wegstrecke, Kalorienverbrauch, bewältigte Etagen und eine Auskunft über die aktiven Minuten, in denen man seinen Körper auf Trab gebracht hat. Über einen seitlichen Druckknopf gelangt man zu den Untermenüs. Das Bedienkonzept ist durchdacht und intuitiv.

Aufgeladen wird das Charge 2 über ein spezielles USB-Ladekabel, das einfach in PC oder Notebook gesteckt wird. Der Tracker selbst findet in einer kleinen Kunststoff-Klammer Platz, nach maximal zwei Stunden ist der Ladevorgang abgeschlossen. Im Test hielt der Lithium-Polymer-Akku eine knappe Woche durch. Neigt sich der Saft dem Ende zu, informiert das Armband per E-Mail darüber, dass es an die Stromtankstelle muss.

Inbetriebnahme und Funktionsumfang

Zur Einrichtung benötigt man die für iOS und Android kostenlos erhältliche »Fitbit«-App. Voraussetzung ist ein persönlicher Account und das Eintragen des Geburtsdatums, der Größe und des Gewichts. All das ist schnell erledigt, die Kopplung über Bluetooth 4.0 mit dem Mobilgerät klappte im Test ohne Probleme.

In den Einstellungen sollte man das bevorzugte Handgelenk auswählen, an dem der Tracker getragen wird. Zudem kann man festlegen, wie oft und an welchen Tagen man jeweils zehn Minuten vor der vollen Stunde erinnert werden möchte, sollte man keine 250 Schritte erreicht haben. Als Hauptziel kann man wählen zwischen einer bestimmten Streckenlänge, verbrauchten Kalorien, aktiven Minuten, bewältigten Etagen oder Schritten. Bei Bedarf informiert das Armband über eingehende Anrufe, Textnachrichten oder Termine im Kalender.

Fitness-Tracker Test: Fitbit Screenshot
Die Fitbit-App ist übersichtlich gegliedert und zeigt alle wichtigen Parameter auf einen Blick an.

Der Startbildschirm der App ist übersichtlich gestaltet und erklärt sich von selbst. Ganz oben sieht man die seit Mitternacht zurückgelegten Schritte, darunter die Anzahl der Etagen, die Kilometer, Kalorien und die Minuten aktiver Bewegung. Je nach definierter Vorgabe (in unserem Beispiel 8.000 Schritte am Tag) signalisiert der blaue Kreis, wie weit man vom Erreichen des Tagesziels noch entfernt ist. Per Wischbewegung gelangt man zu den Aufzeichnungen der vorherigen 30 Tage, um die Daten jederzeit vergleichen zu können. Ein Fingertipp auf einen der Tageswerte öffnet eine übersichtliche Wochenstatistik.

Ebenso steht eine plakative Übersicht zur Verfügung, die farblich die Stunden hervorhebt, in denen man mehr als 250 Schritte zurückgelegt hat. Wer will, kann neben der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge in der App auch seine verzehrten Lebensmittel hinterlegen. So erfährt man, ob man mehr Kalorien verbrannt als zugeführt hat. Eine wichtige Information für alle, die abnehmen möchten.

Die Fitbit-Software erkennt automatisch, ob man joggt, Fahrrad fährt oder sich mit Gewichten abmüht. Im Test wechselten wir von einem Spaziergang im Freien zur Kraftstation und zum Ergometer – wie ein anschließender Blick in die App zeigte, blieben diese unterschiedlichen sportlichen Disziplinen dem Programm nicht verborgen. Unter dem Menüpunkt »Training« wurden penibel die Rubriken »Laufen«, »Gewichte« und »Radfahren« aufgeführt, die Radstrecke allerdings ohne Route auf Google Maps, da sich das Ergometer nicht von der Stelle bewegt und im Keller kein GPS-Signal empfangen werden konnte.

Fitness-Tracker Test: Fitbit App Screenshot
Ob Laufen, Krafttraining oder Radfahren: Zu jeder dieser Disziplinen erhält man detaillierte Informationen.

Neben der Dauer der spezifischen Bewegung zeigt die App die durchschnittliche Herzfrequenz sowie die verbrauchten Kalorien an. Am Armband selbst kann man ebenfalls zwischen unterschiedlichen Sportarten (Laufen, Gewichte, Laufband, Ellipsentraining, Radfahren, Intervalltraining) wählen. Vorteil: Direkt über den Fitness-Tracker lassen sich dann spezifische Werte wie zurückgelegte Strecke, Herzschlag oder Geschwindigkeit ablesen.

Kartendarstellung

Damit das Charge 2 Routen nachträglich auf Google Maps anzeigen kann, muss am mitgeführten Smartphone GPS aktiviert sein. Zu Beginn der Lauf- oder Joggingrunde startet man die Aufzeichnung. Unterwegs sieht man dann neben dem Tempo auch die bereits zurückgelegte Strecke.

Fitness-Tracker Test: Fitbit App Screenshot
Jogger und Wanderer dürften die Möglichkeit lieben, sich die zurückgelegte Strecke auf Google Maps anzeigen zu lassen.

Nach dem Ende der Etappe legt die App sofort die Strecke auf die Karte von Google Maps. Die berechnete Entfernung ist sehr exakt. Außerdem weiß man, wie lange man für einen Kilometer gebraucht hat. Auch bezüglich der Herzfrequenz geizt Fitbit nicht an Infos: Wie viele Minuten war man im Bereich der Fettverbrennung oder der körperlichen Höchstleistung, wie viele Kalorien wurden verbrannt?

Fitness-Tracker Test: Fitbit Screenshot
Ebenfalls wird man über den Verlauf der Herzfrequenz informiert.

Per Wischbewegung über das Smartphone-Display ist man stets auf dem aktuellen Stand. Während des Trainings werden die Herzfrequenzdaten in 1-Sekunden-Intervallen, zu allen anderen Zeiten in 5-Sekunden-Intervallen aufgezeichnet.

Schlafüberwachung

Eine besonders interessante Funktion beim Charge 2 stellt die Schlafüberwachung dar. Das Band registriert sehr genau wenn man einschläft und wieder aufwacht. Minutengenau listet es am nächsten Morgen die Schlafphasen »Wach«, »REM«, »Leicht« und »Tief« auf.

Natürlich lassen sich diese Werte nicht kontrollieren, aber allein die Protokollierung der durchschnittlichen Schlafdauer jeweils in der Wochenübersicht im Abgleich mit dem persönlichen Zielplan ist ein aussagekräftiges Instrument. Denn zu wenig und unregelmäßiger Schlaf sind bekanntermaßen ungesund.

Für hektische Phasen hat das Fitbit Charge 2 zwei- bzw. fünfminütige Atemübungen an Bord. Diese werden direkt über das Fitness-Armband aktiviert, regen zum langsamen Ein- und Ausatmen an und orientieren sich an der persönlichen Herzfrequenz. Ein kurzes Vibrieren und eine Animation helfen dabei, den korrekten Atemrhythmus zu finden.

Schwachpunkte

Mit sechs Tagen könnte die Akkulaufzeit des Charge 2 gerne etwas länger ausfallen. Praktisch wäre eine gewöhnliche MicroUSB-Buchse am Gerät, um beispielsweise das Ladegerät vom Smartphone nutzen zu können. So muss man auf Reisen immer an den speziellen Ladeadapter denken.

Für Wasserratten eignet sich das Modell ebenfalls nicht. Der Tracker ist lediglich schweiß-, regen- und spritzwasserdicht, sollte jedoch nicht beim Schwimmen getragen werden.

Das sagen die anderen

Auch bei anderen Testern schneidet das Fitbit Charge 2 überwiegend positiv ab. Dennis Schöberl von der CHIP beispielsweise lobt die Präzision des Fitness-Armbands. So hat der Genauigkeits-Check eine durchschnittliche Genauigkeit von 98,2 Prozent ergeben.

»Neben der schlüssigen Bedienung gefällt uns auch die Auswahl an unterschiedlichen Sportarten, die sich mit dem Charge 2 tracken lassen – zum Beispiel Laufen, Yoga und Kraftübungen im Studio. Aktivitäten wie Radfahren oder Wandern werden automatisch per SmartTrack erkannt. Was uns aber definitiv fehlt: Ein integriertes GPS-Modul sowie eine Musikplayer-Steuerung. Immerhin kann das Charge 2 mittels GPS vom Handy genauere Daten beim Radfahren oder anderen Übungen aufzeichnen. Dafür mit an Bord: Schlaftracking mit Vibrationsalarm am Morgen sowie Smartphone-Benachrichtigungen aller gängigen Messenger.«

Die Computer Bild bewertete das Charge 2 mit »gut« (Note 2,27). Lob gibt es unter anderem für die Bedienung:

»Am Armband sieht der Nutzer, wie viele Treppen er schon gelaufen ist, welche Strecke er zurückgelegt hat, wie viele Kalorien er verbraucht hat. Im Test klappten die Sportfunktion und die Steuerung des Armbands reibungslos.«

Und weiter heißt es:

»Das Armband ist kompatibel mit über 200 iPhone-, Android- und sogar Windows-Smartphones. Die Fitbit-App ist übersichtlich und lässt den Nutzer alle Ergebnisse ansehen. In der App kann der Nutzer eintragen, was er am Tag gegessen und getrunken hat, um den Überblick über seine Kalorienzufuhr zu behalten. Das Gewicht lässt sich über die Fitbit-Waage Aria aufzeichnen oder händisch eintragen. Fitbit-Nutzer sollten aber wissen, dass ihre Daten auf die Firmen-Server in den USA fließen. Bei der Einrichtung des Fitbit-Kontos muss man dieser Bedingung zustimmen. Ulkigerweise synchronisiert Fitbit die Daten aber weder mit Google Fit noch mit Apple Health.«

Auch das Online-Portal Curved spricht für das Fitness-Armband eine Kaufempfehlung aus:

»Fitbit ist nicht umsonst Marktführer bei den Fitnesstrackern. Mit dem Fitbit Charge 2 festigt das Unternehmen seinen Spitzenplatz. Das Wearable zeigt am Ende des Tages mehr als nur eine Schrittzahl an. Es lohnt sich, wenn Ihr ein paar mehr Daten über Euren Körper und Eure Aktivitäten bekommen wollt. Er ist bequem zu tragen, hat ein großes Display und eine lange Akkulaufzeit. Gegenüber unter Umständen noch informativeren Sportuhren ist er leichter und lässt sich bequemer, länger tragen, aber nicht so schick verstecken wie etwa ein Fitbit Flex 2.«

Alternativen

Eine unserer Alternativen zum Charge 2 kommt ebenfalls aus dem Hause Fitbit und hört auf den Namen Alta HR. Dass gute Fitness-Armbänder nicht die Welt kosten müssen zeigt das Xiaomi Mi Band 2. Ebenfalls eine echte Empfehlung ist das Huawei Band 2 Pro.

Fast genauso gut

Fitbit Alta HR

Test Fitness-Armband: Fitbit Alta HR
Das Alta HR ist etwas schlanker, mit dem Siegermodell aber ansonsten nahezu identisch.

Das Fitbit Alta HR ist mit dem Fitbit Charge 2 nahezu identisch, zumindest vom Innenleben. Der größte Unterschied ist das schmalere Display und der fehlende seitliche Knopf. Navigiert wird bei diesem Fitness-Armband ausschließlich direkt über das Dosplay, das ebenfalls in sechs Farben und drei Größen angeboten wird. Genau wie beim größeren Bruder Charge 2 liegt die Akkulaufzeit beim Alta HR bei knapp einer Woche.

Zur Ausstattung gehören ein optischer Herzfrequenzmesser, ein 3-Achsen-Beschleunigungsmesser sowie ein Vibrationsmotor. Das Charge 2 besitzt zusätzlich noch einen Höhenmesser, sodass man sich beim Alta HR nicht die überwundenen Etagen anzeigen lassen kann. Ansonsten darf man sich über die gleichen Funktionen und denselben Bedienkomfort freuen.

Das Fitbit Alta HR ist eine gute Wahl für alle, denen das Charge 2 zu groß ist und die etwas unauffälligeres bevorzugen. Verzichten muss man dafür auf das größere Display.

Mit GPS

Huawei Band 2 Pro

Test Fitness-Armband: Huawei Band 2 Pro
Das Huawei Band 2 Pro ist wasserdicht und verfügt über ein eigenes GPS-Modul.
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von 34 Lesern gekauft

Das Gummiband des Huawei Band 2 Pro schmiegt sich angenehm an die Haut, eine Schnalle zum schnellen Schließen wäre allerdings komfortabler als die beiden Kunststoff-Nasen, die in die Öffnungen im Band gedrückt werden müssen. Das OLED aktiviert sich, sobald das Handgelenk geneigt wird. Die Ablesbarkeit ist etwas schlechter als bei den Fitbit-Modellen. Zum Navigieren muss ein kleines Sensorfeld berührt werden, das gelingt problemlos und sehr flott. Der Startbildschirm zeigt die Restkapazität des Akkus, Uhrzeit, Datum und Schritte. Per Fingertipp gelangt man zur Herzfrequenz, zu Spezialprogrammen für Läufer oder Radfahrer und zu Atemübungen.

Das Huawei ist wasserdicht und der einzige Tracker im Testfeld mit eingebautem GPS-Sensor. Die Einrichtung ist etwas umständlich, weil neben der App »Huawei Wear« auch noch die Anwendung »Huawei Health« installiert werden muss. Neben den zurückgelegten Schritten und der Distanz erkennt man im Programm sofort die verbrannten Kalorien und die erklommenen Höhenmeter – Huawei rechnet bei einem Stockwerk mit einer Höhe von drei Metern und etwa 16 Stufen, letztere Funktion arbeitete bei uns allerdings nicht zuverlässig.

Die App liefert detaillierte Informationen zur Herzfrequenz, gibt Minimum und Maximum an und verrät, ob man bereits Fett verbrennt oder im anaeroben oder aeroben Bereich trainiert. Die Disziplinen Laufen, Wandern und Radfahren zeichnet das Programm mit Parametern wie Geschwindigkeit, Herzfrequenz und zurückgelegter Strecke zuverlässig auf, nach Abschluss lässt sich die Route bei Google Maps darstellen. Alle ermittelten Werte sind realistisch. Die Wiedergabe von Musik ist integriert.

Faszinierend ist auch bei Huawei die Option der Schlafüberwachung. »Huawei Health« bewertet dabei die Schlafqualität und vergibt Punkte. So erfährt man beispielsweise, dass der REM-Schlaf mit einem Anteil von 26 Prozent etwas zu hoch war. Zudem werden die einzelnen Schlafphasen erläutert und es gibt Tipps, wie man etwa eine optimale Tiefschlafdauer erreicht.

Insgesamt ist die App nicht ganz so übersichtlich und intuitiv aufgebaut wie die Fitbit-Variante, der Funktionsumfang ist jedoch quasi deckungsgleich.

Mit Routen-Planer

Garmin Forerunner 30

Test Fitness-Tracker: Garmin Forerunner 30
Der Garmin Forerunner 30 erinnert an eine Smartwatch, ist toll ausgestattet und kann individuelle Strecken planen.

Optisch erinnert die Garmin Forerunner 30 eher an eine Smartwatch als an einen klassischen Fitness-Tracker. Das 23 mal 23 Millimeter große Display mit 128 mal 128 Pixeln lässt sich gut ablesen, das Armband ist sehr weich und elastisch. Die Bedienung erfolgt nicht über einen Touchscreen, sondern über vier seitliche Tasten. Das klappt gut, ist allerdings nicht so intuitiv wie beim Fitbit Charge 2. Ungünstig ist die winzige Rille zwischen Display und Gehäuserand, wo sich gerne Staub und kleine Schmutzpartikel absetzen.

Die Garmin Forerunner hat einen GPS-Sensor an Bord, ist er dauerhaft aktiviert, sinkt die Akkulaufzeit allerdings auf wenige Stunden. Auch die Herzfrequenz kann der Forerunner erfassen.

Ein nettes Feature ist die Berechnung des VO2max-Wertes anhand der Auswertung der Herzfrequenz-Daten. So erhält man einen persönlichen Wert, der leicht zur Orientierung dient, ob man seine Fitness verbessert oder verschlechtert hat.

Ebenfalls pfiffig ist die Anzeige der »Stressdetails« in der »Connect«-App von Garmin. Hier sieht man aufgelistet nach Stunden und Minuten sowie in einer Grafik die Erholungsphasen des vergangenen Tages und Zeiten, in denen man leichten, mittleren und hohen Stress gehabt haben soll. Die Angaben sind zwar nicht immer ganz nachvollziehbar, aber immerhin stimmt die generelle Tendenz.

Deutlich schlechter gelingt die Schlafüberwachung: Selbst wenn man morgens im Bett wach ist, registriert die Forerunner 30 das als Schlafphase.

Für Jogger und Radler ist die Möglichkeit komfortabel, nachträglich Strecken zu verfolgen sowie Geschwindigkeit, Distanzen und möglicherweise auch persönliche Rundenrekorde abzurufen. Mittels »LiveTrack« sind Freunde und Familienmitglieder sogar in der Lage, die eigene Laufstrecke in Echtzeit zu verfolgen. Um unterwegs keinen Anruf oder Nachrichten zu verpassen, landen entsprechende Hinweise direkt auf dem Display. Unterschiedliche sportliche Aktivitäten hat die Garmin recht zuverlässig erkannt und aufgezeichnet.

Positiv hervorzuheben ist die Option, sich Strecken von der App vorschlagen zu lassen. Dazu legt man lediglich fest, ob man laufen, mit dem Rennrad über befestigte Straßen oder dem Mountainbike durch den Wald düsen will, bestimmt Startpunkt, Distanz und Richtung, und schon spuckt die Software eine Route aus. Die »Connect«-App ist recht übersichtlich und ansprechend gestaltet, liefert umfangreiche detaillierte Informationen und hilft dabei, die eigenen Aktivitätsziele zu kontrollieren und besser zu erreichen.

Gut & günstig

Xiaomi Mi Band 2

Test Fitness-Armband: Xiaomi Mi Band 2
Das Mi Band 2 von Xiaomi bietet zum fairen Preis einen großen Funktionsumfang.
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von 49 Lesern gekauft

Das Xiaomi Mi Band 2 kostet gerade mal zwischen 30 und 40 Euro und bietet fast alles, was das Herz begehrt. Die Leuchtkraft der Ziffern kann zwar nicht mit den Fitbit-OLEDs mithalten, aber das ist zu diesem Preis zu verschmerzen.

Navigiert wird über ein rundes Sensorfeld, im Display erfährt man Uhrzeit, zurückgelegte Schritte und die Herzfrequenz. Eine klassische Schnalle würde das Schließen des Armbands erleichtern.

Die Einrichtung über die App »Mi Fit« ist blitzschnell erledigt. Nach dem Start der Anwendung synchronisieren sich die Daten automatisch, insofern Bluetooth aktiviert ist. Auf einen Blick erkennt man tageweise die Zahl der Schritte und die zurückgelegte Strecke in Kilometern sowie verbrannte Kalorien. Einen Spaziergang kategorisiert die App korrekterweise als »Langsames Gehen« ein, Krafttraining und Radfahren stuft das Programm hingegen als »Leichte Aktivität« ein. Fälschlicherweise wurde Kraftübungen mit den Armen eine Meterangabe zugeordnet, die man sich angeblich fortbewegt hat.

Ist man im Freien unterwegs, kann man seine Route tracken lassen. Dazu muss man selbst den Startschuss geben. Unterwegs kann man sowohl auf dem Armband als auch auf der App die aktuelle Herzfrequenz kontrollieren. Die Software liefert zudem Zusatzinformationen wie Geschwindigkeit und Distanz. Ein anschließender Fingertipp genügt, und Google Maps zeigt die Strecke. Die Gesamtkilometerangabe stimmt ganz exakt.

Informativ sind die Diagramme zu Tempoverlauf und Herzfrequenz sowie das Höhenprofil. Unter dem Menüpunkt »Details« spuckt die App unter anderem Infos zur Schrittfrequenz, zur Schrittlänge und zur Zeit aus, die man für einen Kilometer benötigt hat.

Auch dem Thema Schlaf widmet sich das preiswerte Mi Band 2. Erfasst werden Tiefschlaf, leichter Schlaf und die Wachphasen. Der eigene Schlaf wird dabei verglichen mit dem Schlaf der anderen Nutzer. So erfährt man beispielsweise am Morgen, dass man besser als 61 Prozent der anderen Nutzer geschlafen haben soll. Klingt gut, ist aber letztendlich ein Sätzchen ohne viel Aussagekraft. Eine Akkuladung hält rund drei Wochen.

Außerdem getestet

Fitness-Armbänder gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Auf Wunsch sogar mit der Optik einer klassischen Armbanduhr oder zum absoluten Schnäppchen-Preis für schlappe 10 Euro. Wirklich überzeugen konnten uns diese Modelle aber nicht.

Garmin Vivosmart 3

Das Garmin Vivosmart 3 hätte ob seines großen Funktionsumfangs eigentlich locker das Zeug dazu, eine Kaufempfehlung einzuheimsen – wenn da nicht das dürftige Display wäre. Rein vom Papier her handelt es sich um ein OLED, doch in der Praxis ist die Anzeige leider unscharf und Ziffern und Symbole wirken leicht ausgefranst. Permanent will man eine milchige Displayschutzfolie abziehen, die es aber gar nicht gibt. Zweites gravierendes Manko: Beim Drehen des Armes sollte sich das Display eigentlich aktivieren. Im Test herrschte hierbei aber das Prinzip Zufall. Mal klappte es beim ersten Versuch, dann erst wieder nach dem sechsten, siebten oder gar achten Anlauf. Indiskutabel! Auch sonst könnte der Bedienkomfort besser sein.

Zu den reichhaltigen Features zählen Herzfrequenzmessung, die Überwachung von Stress- und Erholungsphasen, das Speichern von Schrittzahl, Kalorienverbrauch, erklommener Stockwerke, diverse Trainings-, Analyse- und Musikfunktionen sowie Wetterinfos. Ein üppiges Angebot, das bei diesem Display allerdings wenig Freude bereitet.

Garmin Vivofit 3

Ohne Touchscreen ist das Garmin Vivofit 3 ausgestattet. Sein Display fällt mit 10 mal 10 Millimetern sehr klein aus, die Navigation erfolgt über einen sehr strammen Druckknopf, der gerne auch bei geringerem Kraftaufwand reagieren dürfte. Im Test gab es vereinzelt Probleme mit der Datensynchronisierung. Davon sammelt das wasserdichte Armband jede Menge. Direkt auf dem Display lassen sich die recht genau gemessene Anzahl der Schritte, Kalorienverbrauch, Distanz, Datum und Uhrzeit ablesen. Unpräzise gelang nur die Überwachung des Schlafs – die reale Schlafzeit war wesentlich kürzer – und auch die so genannte Move IQ-Aktivitätserkennung arbeitete nicht immer fehlerfrei. Gehen und Laufen erkannte sie zuverlässig, Radfahren hingegen nicht.

Praktisch ist, dass man schnell heraufinden kann, wie weit man von seinem persönlich gesteckten Tagesziel noch entfernt ist. Alle 15 Minuten wächst der Inaktivitätsbalken und signalisiert, wie lange man sich schon nicht mehr bewegt hat.

Polar Loop

Das Polar Loop ist alles andere als benutzerfreundlich konzipiert: So muss man zur Schere greifen, um das Armband auf die passende Länge zu bringen. Von Polar hätte man eine professionellere Lösung erwartet. Diese ist nicht nur umständlich, sie verringert auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Band anderen Familienmitgliedern passt.

Umständlich geht es leider weiter: Nach der Installation der App »Polar Flow« muss das Armband mit einem PC verbunden werden, um es hier zu registrieren. Erst danach klappt die Kopplung mit dem Mobilgerät. Ist alles eingerichtet, macht das Loop was es soll, und das zuverlässig. Tägliche Aktivitäten werden in fünf unterschiedlichen Aktivitätsstufen erfasst. Die App gibt zudem Feedback und Tipps zum persönlichen Bewegungsverhalten und kennt die verbrauchten Kalorien, zudem werden Schlafdauer und -qualität erfasst. Wer sich für seine Herzfrequenz interessiert, muss aber einen separaten Herzfrequenz-Sensor erwerben.

Withings Activité Pop

Das Fitness-Armband Withings Activité Pop fällt in unserem Testfeld vollständig aus dem Rahmen. Es sieht aus wie eine klassische Armbanduhr mit Zeigern und verzichtet auf ein Digital-Display. Während der große Zeiger die Uhrzeit anzeigt, symbolisiert der kleine den täglichen Aktivitätsfortschritt. So hat man gut vor Augen, wie weit man vom persönlichen Tagesziel entfernt ist und ob man es langsam angehen lassen kann oder man lieber noch mal die Laufschuhe schnüren sollte.

An der Uhr selbst gibt es kein Rädchen für Einstellungen. Die Inbetriebnahme erfolgt über die »Health Mate«-App – Kunden-Account einrichten, persönliche Werte hinterlegen und angepeilte tägliche Schrittzahl bestimmen – die Uhrzeit stellt die Activité Pop dann von alleine ein. Der Funktionsumfang ist sehr überschaubar: Erfasst werden lediglich die Schritte, die gelaufene Entfernung und die verbrannten Kalorien. Die Synchronisierung dauert bis zu eine halbe Minute, ehe die Ergebnisse auf dem Smartphone sichtbar werden. Da die Uhr wasserdicht ist eignet sie sich auch zum Schwimmtraining. Zudem speichert der Chronometer die Leicht- und Tiefschlafphasen sowie die gesamte Schlafdauer. Per Vibration kann man sich wecken lassen.

Auf eine Messung der Herzfrequenz oder andere smarte Funktionen verzichtet die Withings Activité Pop leider.

YG3 Plus

Ein separates Ladekabel ist beim Vigorun YG3 Plus nicht erforderlich. Einfach das untere Armband abziehen, und schon kann das Display in jede beliebige USB-Buchse am Rechner zum Aufladen eingesteckt werden. Das Fitness-Armband zeigt Uhrzeit, Datum, Batteriestand, zurückgelegte Schritte und Herzfrequenz an. Außerdem kann man über das Display seinen bevorzugten Musikdienst auf dem Smartphone starten (das klappte im Test zuverlässig) oder die Smartphone-Kamera auslösen (das funktionierte nicht immer). Über Anrufe oder Kurznachrichten informiert der Tracker durch ein kurzes Vibrieren.

Die Auswertung der erfassten Daten erfolgt über die App »VeryFit Pro«. Hier wurde deutlich, dass die Schrittzahl viel zu niedrig ist. Die Mitbewerber kamen mindestens auf die doppelte Schrittzahl. Deutlich präzisere Ergebnisse liefert das YG3 Plus hingegen bei der Messung der Herzfrequenz. Ein Hilfsmittel zur Schlafüberwachung ist ebenfalls in das Fitness-Armband integriert. Die App informiert über die Dauer der tiefen und der leichten Schlafphasen und registriert die Gesamtdauer des Nickerchens.

Das YG3 Plus ist baugleich zum ebenfalls YG3 Plus genannten Fitness-Tracker, der von Holyhigh angeboten wird. Es findet sich online auch von anderen »Herstellern«.

Xiaomi Mi Band

Der größte Nachteil des Xiaomi Mi Band wird sofort ersichtlich: Der Fitness-Tracker hat kein Display. Lediglich drei LEDs informieren grob darüber, wie weit man sich seinem selbst definierten Tagespensum nähert. Dafür ist er unwahrscheinlich günstig und schon ab etwa 10 Euro zu haben. Wer darauf verzichten kann, wichtige Informationen direkt am Handgelenk abzulesen und erst mal ausprobieren will, ob ein Fitness-Armband Sinn macht, kann das Mi Band guten Gewissens ausprobieren.

Im ersten Schritt der Einrichtung legt man sein persönliches Tagesziel fest. Generell werden 8.000 Schritte täglich empfohlen. Ansonsten gleicht der Funktionsumfang dem des Mi Band 2, die App ist schließlich identisch. Einziger Unterschied: Die Herzfrequenz wird nicht erfasst. Routen lassen sich aber genauso aufzeichnen und auf Goople Maps darstellen wie Informationen zum Schlaf abrufen. Für den Preis ist das mehr als man erwarten kann.

Kommentare

43 Kommentare zu "Der beste Fitness-Tracker"

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Ist es geplant, die Test noch auf die garmin vivosport zu erstrecken!

Ich habe die Garmin Vivosmart HR und bin sehr zufrieden. Auch der Kundendienst ist zufriedenstellend. Habe über Fitbit schon viele Beschwerden gehört. Kommt mir nicht ins Haus. Die Fossil Q wird aber meine nächste da ich Probleme mit den Plastikarmbändern habe ✌

Marcel Streit
Marcel Streit

Das MiBand 2 von Xiaomi ist wasserfest! Hände waschen, Baden und schwimmen ist damit kein Problem.

Meiner kommt von epson und kostete als retour bei Amazon 25 Euro. Alles klar?
Warum der ganze Mist wenn das Handy alles besser kann?

Mit der Garmin Vivosmart hr war ich sehr zufrieden, aber für mich ist eindeutig die Apple Watch 3 auf dem 1 Platz .

Fitbit zählt auch die Schritte beim Autofahren mit 10km fahren =500 Schritte

Die Fitbit fällt doch regelmäßig nach 6-8 Monaten auseinander . Funktionen sind gut aber das Material ist Sch…..
Das silokonband löst sich ab.

Ich habe die Charge 2 seit ca. 6 Monaten und bin zufrieden. Sie hat sogar (entgegen der Herstellerangaben) einen Schnellwaschgang inklusive Trocknen überlebt. Nur die ungenauen Angaben zu den Smartphonebenachrichtigungen (geht nur mit Android) und die fehlende Möglichkeit einen Brustgurt zu koppeln stört mich etwas.

Meine fitbit alta hr ist eigentlich mega !!!
Nur die letzten male zeichnete es meinen lauf nicht auf der karte auf, trotz gps welches am handy an war. Hatte alles wie immer mit mobilerun getrackt. Naja, aber fitbitwar sofort versuchtmir zu helfen. Fand ich total lieb. Mal sehen wie esbeim nächsten lauf ist. Ich liebe dieses teil sehr !

Der beste Fitnesstracker ist das Xiaomi Mi Band 1!!! Absolut zuverlässig, Akku hält 1 Monat, super App, man spürt es nicht am Handgelenk und kostet beim Chinesen keine €7!!! Trage es seit über einem Jahr, hatte es sogar im Meer am Handgelenk, keine Schäden, nur perfekt

Beste teil 👍😀

Eben,weil es billig ist.Das es ungenau misst und eine ordentliche Auswertung und Speicherung nicht möglich ist,egal.Es ist billig .Warum wohl kosten gute Tracker mehr Geld ? Eben deshalb ! Ich habe den Polar M430 und würde ihn nie mit einem billigen Chinaband tausch3n.Wie hoch ist ihre HRV und Sauerstoffaufnahme ? Gut,für wem Dies uninteressant ist reicht ein Chinaband .

Hab die Samsung Gear Fit 2 und die kann fürs selbe Geld deutlich mehr als die von Fitbit. Ist wasserdicht, hat einen eingebauten GPS Sensor und ich könnte über BT Kopfhörer gespeicherte Musik hören. Zudem lassen sich alle Mitteilungen komplett lesen und nicht nur anzeigen. Und für die Fitness kann es alles was die Fitbit auch kann.

Fehlt die Samsung Gear Fit ! Und die mii 2 ist wasserdicht ….bis 1 m ! Selbst schon getestet !

Die Mi2 ist auch beim Schwimmen/Duschen und Baden bisher ohne Wasserschaden bei mir in Betrieb. Für Grundmessungen wie Puls und Schritte halte ich Sie für zuverlässig und ausreichend! Und sie kann noch mehr.. 🙂 Nur beim Schlagzeugspielen erkennt sie die Armbewegung als Schritte, also nehme ich sie ab! 😀

Mit dem Fitbit Charge HR bin ich total zufrieden. Jetzt nach etwas mehr als einem Jahr Gebrauch ist das Armband kaputt gegangen und ich habe sofort einen brandneuen Fitbit zugeschickt bekommen!! Klasse Service

Garmin nartürlich

Petra
Petra

Was ist denn mit der Polar A360???