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Der beste Fotodrucker

last updateZuletzt aktualisiert:
Fotodrucker Test: 5 Drucker im Test.
Sven Kloevekorn

Sven Kloevekorn

begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Nach einem Intermezzo bei AndroidNext schreibt er derzeit unter anderem für Notebookcheck und arbeitet außerdem als freier Fotograf.

Der beste Fotodrucker ist der Epson SureColor SC-P600. Er bedruckt Medien bis A3+ mit lichtbeständigen Pigmenttinten in professioneller Ausstellungsqualität und bietet eine Vielseitigkeit, die kein anderer Drucker im Test erreicht. Wem der Epson SureColor zu teuer oder zu groß ist, der ist mit dem viel günstigeren und kompakteren Epson Expression Photo HD XP-15000 gut beraten.

Update 8. Mai 2019

Wir haben den Canon Pixma Pro 10S und den Canon Pixma IP7250 getestet. Der Pro 10S ist eine neue Empfehlung.

Wer großformatige Fotos in hoher Qualität drucken will, für den sind professionelle Fotodrucker das Werkzeug der Wahl. Zwar kann man Fotos inzwischen auch von zahlreichen Online-Diensten drucken lassen, eine Feinabstimmung der Bildqualität ist dort aber kaum möglich. Ob das Bild am Ende tatsächlich so aussieht, wie man sich das wünscht, bleibt da weitgehend dem Zufall überlassen.

Gute Fotodrucker sind allerdings teuer, und zwar nicht nur in der Anschaffung, auch die Druckkosten machen sich deutlich im Portemonnaie bemerkbar. Mit gutem Fotopapier kostet ein Ausdruck schnell mal ein paar Euro. Profis und Foto-Enthusiasten ist es das aber auch wert.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Epson SureColor SC-P600

Test Fotodrucker: Epson SureColor SC-P600
Der Champion in fast allen Disziplinen kostet auch was und ist ein klarer Fall fürs Arbeitszimmer.

Unsere Top-Empfehlung bei den Fotodruckern ist der Epson SureColor SC-P600. Dank gleich drei verschiedener Zuführmöglichkeiten für Normalpapier über steifen Karton bis hin zu Rollenpapier bedruckt er die größte Auswahl an Medien in professioneller Qualität. Seine Stärken spielt er besonders bei matten Medien und Fine-Art-Papieren voll aus. Dabei ist er einer von nur zwei Druckern im Test, bei dem nur haltbare Pigment-Tinten zum Einsatz kommen. Im Vergleich zum Zweitplatzierten Pixma 10S druckt er rund 30 % günstiger.

Für Schwarzweiß-Freunde stellt der umfangreiche Treiber einen besonderen Modus mit vielen Korrekturmöglichkeiten bereit. Die Bedienung wird durch ein ausklappbares Touch-Display vereinfacht.

Der Glanz-Spezialist

Canon Pixma Pro 10s

Test Fotodrucker: Canon Pixma Pro 10S
Der wuchtige Pro 10S druckt auf Augenhöhe mit dem Testsieger und hat bei glänzenden Medien sogar die Nase leicht vorn. Wegen höherer Druckkosten und Verschleißproblemen reicht es "nur" für Platz 2.

Wer hauptsächlich glänzende Medien bedrucken will und/oder Wert auf eine professionell wirkende Verarbeitungsqualität legt, könnte mit dem teuren 20-Kilo-Boliden Canon Pixma Pro 10S besser bedient sein als mit dem Testsieger. Auch er druckt Fotos auf höchstem Niveau mit farbbeständigen Pigment-Tinten, besitzt mit dem Klarlack-Finish namens Chroma Optimizer aber bei glänzenden Papieren einen ebenso so sinnvollen wie teuren Vorteil. Überhaupt haben uns die Prints auf Glanzpapier minimal besser gefallen als beim SC-P600.

Gut & günstig

Epson Expression Foto HD XP-15000

Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000
Tolle Druckqualität in A3+ geht auch viel günstiger und kompakter. Und einen brauchbaren Office-Printer bekommt man gleich dazu.

Wer Wert auf weniger Gewicht, weniger Stellfläche und einen günstigen Preis legt, für den ist der Epson Expression Photo HD XP-15000 die beste Wahl.

Er ist den drei günstigeren und ebenfalls kompakten Fotodruckern von Canon zumindest bei glänzenden Papieren überlegen und eignet sich im Gegensatz zu den anderen Druckern im Test auch gut für Office-Aufgaben, da er Normalpapier aus einem eigenen Fach heraus flott und in guter Qualität bedruckt – sogar automatischer Duplexdruck auf zwei Seiten ist an Bord.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDer Glanz-SpezialistGut & günstig
Modell Epson SureColor SC-P600 Canon Pixma Pro 10s Epson Expression Foto HD XP-15000 Canon Pixma Pro 100S Canon Pixma iP8750 Canon Pixma iX6850 Canon Pixma iP7250
Test Fotodrucker: Epson SureColor SC-P600Test Fotodrucker: Canon Pixma Pro 10STest Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000Test Fotodrucker: Canon Pixma Pro 100STest Fotodrucker: Canon Pixma iP8750Test Fotodrucker: Canon Pixma iX6850Test Fotodrucker: Canon Pixma iP7250
Pro
  • Ausstellungsreife Druckqualität
  • (Teure) Pigment-Tinten
  • Unterstützt sehr viele Medien
  • Sehr neutrale Graustufen
  • Touch-Display
  • Beste Druckqualität mit glänzenden Medien
  • Chroma Optimizer (Klarlack-Finish)
  • Sehr solide verarbeitet
  • Sehr leiser Druck
  • Große Auswahl gut erhältlicher Medien
  • Auch für Office gut
  • Automatischer Duplexdruck
  • Überzeugende Druckqualität
  • Leicht und kompakt
  • Display und Tasten
  • Ausstellungsreife Druckqualität
  • Unterstützt viele Medien
  • Beste Durchzeichnung dunkler Bereiche
  • Vergleichweise flotter Fotodruck
  • Sehr gute Druckqualität
  • Leicht und kompakt
  • Günstig
  • Sehr gute Druckqualität
  • Neutrale Graustufen
  • Leicht und kompakt
  • Günstig
  • Sehr günstig in der Anschaffung
  • Sehr gute Druckqualität
  • Automatischer Duplexdruck
  • Schneller Druck bei bester Qualität
Contra
  • Klapprig, äußerlich unsauber verarbeitet
  • Schwer, sehr viel Stellfläche
  • 2 Scharztinten, 1 Druckkopf
  • Sehr langsam bei höchster Qualität
  • Druckkosten etwa 30 Prozent höher als beim SC-P 600
  • Sehr gemächlicher Druck
  • Teuerster Drucker im Test
  • Laut Nutzerberichten wenig solider Druckkopf
  • Dye-Tinten
  • Schwächer bei matten Medien
  • Kleine "XL"-Patronen
  • Weniger Auswahl bei Original-Medien
  • Langsamer Fotodruck
  • Sehr schwer, sehr viel Stellfläche
  • Dye-Tinten (Photoschwarz = Pigment)
  • Warmstich auf Luster-Papier
  • Hauttöne viel zu kräftig
  • Tw. unkorrekte Farbwiedergabe
  • Farbabriss im blauen Himmel
  • Stufiger Farbverlauf
  • Kein Ethernet
  • Hauttöne zu kräftig
  • Tw. unkorrekte Farbwiedergabe
  • Farbabriss im blauen Himmel
  • Stufiger Farbverlauf
  • Nur bis A4
  • WLAN problembehaftet
  • Deutlicher Magenta-/Rotstich
  • Farbabriss im Himmel
  • Kein Ethernet
Bester Preis
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Wozu ein Fotodrucker?

Mit dem Aufkommen der Online-Fotodienste haben Fotodrucker mächtig Konkurrenz bekommen. Dort sind zum Beispiel Poster mit einer Kantenlänge von von 45 × 30 Zentimeter (»30er Poster«) in zumeist ansehnlicher Qualität – wenn auch auf dünnem Papier – bereits ab rund einem Euro zu bekommen. Mit solchen Preisen kann kaum ein Fotodrucker mithalten, hier ist für ein A3+-Foto (483 x 330 Millimeter) mit Papier und Tinte eher mit drei Euro oder mehr zu rechnen.

Soll es noch größer sein, muss man sich beim Fotodienst allerdings oft auf einen Preissprung einstellen. Ein »40er Poster« liegt beim selben Anbieter schon bei knapp fünf Euro. Somit kann man eigentlich nicht davon sprechen, dass Ausdrucke insbesondere in A3 und A3+ teurer sind als Abzüge aus dem Labor. Für Fotos im Postkartenformat lohnt sich ein Fotodrucker aber in keinem Fall.

Bei Fotos im Postkartenformat lohnt sich ein Fotodrucker nicht

Selbst wenn man von einem höheren Preis für die eigenen Ausdrucke ausgeht, steht dem zumindest bei den Oberklasse-Druckern eine den meisten Fotodiensten überlegene Druckqualität auf schwererem und damit haptisch hochwertigerem Papier gegenüber.

Für eigene Ausdrucke spricht auch die Kontrolle, die man über das Ergebnis erhält. Beschnitt, Helligkeit, Kontrast, Farbgebung etc. können vorab genau festgelegt werden. Man kann Spezialmedien mit passenden Druckprofilen bedrucken und sich mithilfe des sogenannten Soft-Proofings an einem kalibrierten Bildschirm einen recht genauen Eindruck davon verschaffen, wie das Foto letztendlich auf Papier aussehen wird. Das gibt einem die Möglichkeit, die Fotos vor dem Ausdruck noch einmal gezielt auf das erwünschte Druckergebnis hin anzupassen.

Drucken aus Lightroom

Die meisten Bildbetrachtungs- und -bearbeitungsprogramme bringen eine eigene Druckfunktion mit. Das gilt natürlich auch für die mitgelieferten bzw. frei herunterladbaren Programme der Hersteller wie »My Image Garden« von Canon, die von vielen Nutzern jedoch eher als Notbehelf angesehen werden.

Da hochwertige Fotodrucker oft von ambitionierten Hobbyfotografen mit semiprofessionellem Anspruch gekauft werden, haben wir für die meisten Prints das Druckmodul des sehr verbreiteten Foto-Datenbank- und Bearbeitungsprogramms Adobe Lightroom (Screenshot) verwendet.

Fotodrucker Test: Lightroom Druckmodul
Druckmodul Lightroom mit unseren Standardeinstellungen.

Letztendlich dienen solche Programme aber immer nur der Vorbereitung des Drucks. Im jeweiligen Treibermenü, wo die eigentliche Musik spielt, landet man ohnehin immer, wenn man genauen Einfluss auf das Druckergebnis nehmen möchte.

Randlosdruck und das Problem mit dem Beschnitt

Randlosen Druck beherrschen sämtliche Printer im Test. Laut Herstellerangaben gilt das jeweils auch für das A3+-Format, im Fall des Canon Pixma iX6850 ist uns in dieser Größe jedoch kein randloser Druck gelungen. Wir haben uns dabei an die vom Hersteller vorgegebenen Randlos-Einstellungen gehalten. Vor Übergabe des Fotos an den Treiber haben wir in Lightroom die Ränder auf null Millimeter gestellt und die Zellengröße (ergo die bedruckte Fläche) maximiert. Bei den Epson-Druckern haben wir im Treiber »Größe erhalten« eingestellt.

Fotodrucker Test: Epson Druckertreiber Erweiterung
Bei den Epson-Druckern haben wir abweichend von den Grundeinstellungen »Größe erhalten« eingestellt, um den Beschnitt zu verringern und das Seitenverhältnis zu behalten.

Da die DIN-A-Formate wie A3 ein Seitenverhältnis von rund 7:5 aufweisen, sind sie in Relation etwas höher als das Sensorformat 3:2. Bei unserem Vorgehen haben wir bei den Canon-Druckern weiße Ränder oben und unten in Kauf genommen. Dafür fällt der Beschnitt an der rechten und linken Seite nur noch minimal aus. Die Kandidaten von Epson zieht es in der Werkseinstellung vor, das Bild rechts und links deutlich zu beschneiden, dafür fehlen die weißen Streifen oben und unten. Einen Sonderfall stellt das nicht genormte Format A3+ dar, welches in einem Seitenverhältnis von 19:13 (~483 x 330 Millimeter) daherkommt.

Der Beschnitt an den Seiten kann manuell eingestellt werden

Viele Fotografen mögen es überhaupt nicht, wenn ihre sorgfältig komponierten Werke beim Ausdruck überhaupt an irgendeiner Stelle auch nur minimal beschnitten werden. Deshalb ist es durchaus üblich, die Fotos so auszudrucken, dass an jeder Seite ein schmaler weißer Rand verbleibt, der dann später etwa mithilfe einer Schneidemaschine abgeschnitten wird. Letztendlich kann man den Beschnitt in Bildprogramm und Treiber mit etwas Herumprobieren so einstellen, wie man mag. Auch mit dem Canon iX6850 ist außerhalb der Standard-Presets randloser A3+-Druck möglich.

Pigment- oder Dye-Tinte?

Generell kann man sagen, dass ein Drucker je mehr Farben und Farbabstufungen drucken kann, über je mehr einzelne Tinten und damit »Grundfarben« er verfügt. Unser Test hat das im Wesentlichen bestätigt. Gerade bei Hauttönen können zusätzliche Patronen den Unterschied zwischen einer natürlichen und einer übersättigten Wiedergabe ausmachen.

Bei Fotodruckern kommen zumeist entweder Farbstoff- bzw. Dye-Tinten oder Tinten mit festen Farbpigmenten zum Einsatz, die beide Vor- und Nachteile haben. Dye-Tinten ziehen ins Papier ein und trocknen schneller, zudem können die Tinten übereinander gedruckt und so Farben gemischt werden.

Mit Dye-Tinte ist es möglich, Farben zu mischen

Das ist bei Pigmenttinten nicht möglich, weil die Pigmente sich dann überdecken würden. Hier müssen die Farben dadurch gemischt werden, dass Pigmente verschiedener Farben nebeneinander gedruckt werden. Deswegen benötigen Foto-Printer mit Pigment-Tinten auch mehr Farben bzw. Patronen, um denselben Farbumfang zu erreichen wie Dye-Tinten-Drucker. Dafür sind Pigmenttinten lichtbeständiger, decken besser und können ein tieferes Schwarz erzeugen.

Fotografen, die sich für Schwarzweißfotos begeistern, legen oft Wert auf eine möglichst neutrale Graustufenwiedergabe ohne Farbstich. Dafür verfügen alle Drucker im Test neben dem normalen Photoschwarz noch über mindestens eine Patrone mit einem Grauton. Die zusätzlichen Grautinten sorgen dafür, dass die Farbtinten beim Druck der verschiedenen Graustufen möglichst außen vor bleiben können. Generell können Grautöne nämlich auch durch das Mischen verschiedener Farbtöne dargestellt werden. Ein leichter Farbstich in die eine oder andere Richtung ist dabei aber kaum zu vermeiden.

Die Papiere

Canon und Epson bieten hauseigene Fotopapiere an, die perfekt auf ihre Drucker und deren Farben abgestimmt sind und in der Regel bessere Ergebnisse liefern als »fremde« Papiere. Die meisten Fotopapiere verfügen über eine Beschichtung, die die Farben durch einen UV-Filter vor dem Ausbleichen schützen. Besonders wichtig ist das bei den deutlich weniger lichtresistenten Farbstoff-Tinten (Dye).

Angeboten werden folgende Papierqualitäten: Als »Glossy« (glänzend) werden Papiere mit reflektierenden Oberflächen bezeichnet, »Semi Gloss« steht für halbmatt, »Luster« für Seidenglanz und »Matte« selbstredend für Medien mit mattem Finish. So stark wie entsprechende Abzüge aus dem Fotolabor glänzen die »Glossy«-Papiere allerdings nicht. Bei Canon heißt die glänzende Qualität, die wir verwendet haben, »Pro Platinum«.

Fotodrucker Test: Fotodrucker Größenvergleich
Diese Abbildung dient zur Darstellung der Größenverhältnisse und nicht der absoluten Größen der Medien.

Als Faustregel kann man sagen, dass glänzende Medien bei gleichem Bildmaterial am schärfsten wirken, Farben besonders gut zum Leuchten bringen und dem Bild durch eine besonders dunkle Darstellung von Schwarz Tiefe verleihen. Dafür hat man es mit allgegenwärtigen Reflexionen zu tun, die die Qualität beim Betrachten beeinträchtigen und besonders bei großen Ausdrucken auffallen können.

Leider konnten wir diesen Effekt beim Abfotografieren der Ausdrucke für unseren Test nicht immer ganz vermeiden, sodass die matteren Medien hier im Vorteil sind. Da die Luster-Papiere von Epson vor dem Test kaum in überschaubaren Mengen zu bekommen waren und die Qualität Semigloss nur in A4, haben wir bei den Epson-Druckern vor allem das glänzende Papier Premium Glossy verwendet.

Farbmanagement und besondere Fotopapiere

Das Thema Farbmanagement erfordert viel Hintergrundwissen, das die Hersteller zum Glück nicht bei jedem Käufer voraussetzen. Deshalb wird das Farbmanagement in den Grundeinstellungen auch komplett vom Drucker übernommen.

Grob gesagt geht es beim Drucker-Farbmanagement darum, die besonderen Eigenschaften der Tinten in Kombination mit denen des Papiers so zu berücksichtigen, dass eine möglichst korrekte Farbdarstellung erreicht wird. Dafür werden sogenannte Farb- oder auch ICC-Druckerprofile verwendet. Die berücksichtigen dann etwa den Weißpunkt des verwendeten Mediums, der je nach Sorte unterschiedlich ausfallen kann. Die Profile für die herstellereigenen Medien werden automatisch zusammen mit den Druckertreibern installiert.

Mit Druckerprofilen werden die Eigenschaften von Tinte und Papier berücksichtigt

Profis gehen anders vor, indem sie das Farbmanagement im Drucker deaktivieren und dafür das Bild bereits korrigiert an den Printer übergeben. Erforderlich wird das immer, wenn besondere Medien wie Fine-Art-Papiere zum Einsatz kommen sollen, für die der Drucker keine automatischen Einstellungen vorhält. Auf den jeweiligen Printer abgestimmte Farbprofile sind in solchen Fällen oft bei den Herstellern der jeweiligen Medien zu bekommen. Je hochwertiger der Drucker, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dort fündig zu werden.

Druckkosten und Druckqualität

Während Preise für die Fotopapiere leicht zu ermitteln sind, ist das bei den Tintenkosten leider so gar nicht der Fall. Wie viel Tinte für ein Foto einer bestimmten Größe verbraucht wird, hängt nämlich von verschiedenen Faktoren ab.

So nehmen matte und halbglänzende Medien mehr Tinte auf als glänzende. Das Motiv spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Es liegt auf der Hand, dass unser flächendeckendes Landschaftsfoto erheblich mehr Tinte verbraucht als das helle Porträtfoto mit seinen großen hellen Flächen.

Je höher die Druckqualität, desto mehr Tinte wird benötigt

Nicht zuletzt spielt auch die gewählte Druckqualität eine Rolle. In der Regel verbrauchen höhere Qualitätsstufen mehr Tinte als niedrigere. Im Druckergebnis muss sich das nicht zwingend niederschlagen. Unsere Testdrucke haben wir aber im Sinne der Vergleichbarkeit alle in der jeweils höchsten verfügbaren Qualität zu Papier gebracht. Uns ist aufgefallen, dass die beiden günstigeren Canon-Drucker im Test ihre Fotos nicht nur relativ fix ausdrucken, sondern dabei auch weniger Tinte zu verbrauchen zu scheinen als die Top-Drucker im Test.

Im Rahmen des aktuellen Test-Updates ist der Canon Pixma Pro 10S hinzugekommen, der für identische Fotos bei vergleichbarer Qualität rund 30 Prozent mehr Kosten verursacht als der SC-P600, was vor allem den kleinen Patronen und dem hohen Chroma-Optimizer-Verbrauch bei glänzenden Papieren zuzuschreiben ist.

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir mit jedem Printer ein Set verschiedener hochauflösender Fotos auf unterschiedlichen Fotopapieren des jeweiligen Druckerherstellers ausgedruckt. Wir haben uns also auf Originalmedien konzentriert und nicht ausprobiert, wie die Ergebnisse z. B. eines Epson-Druckers mit Canon-Papier ausfallen. Beim Format haben wir uns für 3:2 entschieden, was dem Seitenverhältnis der Sensoren der meisten digitalen Spiegelreflexkameras entspricht.

Um den Beschnitt beim Randlosdruck beurteilen zu können, haben wir mit jedem Drucker ein auf rund 7:5 zugeschnittenes Testbild im DIN-A-Format mit Kreuzen in den Ecken ausgedruckt. Im Treiber haben wir keine weiteren Anpassungen vorgenommen. Hier lässt sich nämlich einstellen, in welchem Maße das Foto über den Rand des Papieres hinaus gedruckt werden soll. Setzt man den Regler nach links, ist mehr vom Bild zu sehen, man riskiert aber »Blitzer« genannte, weiße Streifen am Rand. Die sind oft so schmal, dass sie sich auch mit einer Schneidemaschine kaum vernünftig entfernen lassen.

An erster Stelle steht unser Testbild mit Graustufen- und RGB-Farbverlauf, Farbfeldern in allen Grundfarben (RGB + CYMK) und Fotos der drei verschiedenen Kategorien Landschaft, Porträt und Nachtaufnahme/Langzeitbelichtung. Das Testbild haben wir in einer Auflösung von 6.000 × 4.000 Pixeln (24 Megapixel) im sRGB-Farbraum erstellt und auch bei den enthaltenen Fotos auf eine ausreichend hohe Auflösung sowie korrektes Farbmanagement geachtet.

Unser Landschaftsfoto wartet mit kräftigen, schon fast übertriebenen Farben auf. Wir haben es verwendet, um die Farbdarstellung der Fotodrucker zu überprüfen: Wie satt können die Printer Farben wiedergeben? Entsprechen die Blau-, Grün- und Gelbtöne der Vorlage? Gelingt der Himmel homogen und ohne Farbabrisse? Da dieses Foto lediglich eine Auflösung von 3.000 × 2.000 Pixeln aufweist, haben wir es einzeln nur in A4-Größe ausgedruckt, um eine ausreichende Pixeldichte zu gewährleisten.

Die Farbwiedergabe ist eine der wichtigsten Kriterien

Das Porträtfoto der drei Damen mit mehr oder weniger unterschiedlichen Hautfarben hat hingegen eine so hohe Auflösung, dass wir es mit jedem Drucker problemlos im A3 oder A3+-Format zu Papier bringen konnten. Hier geht es vor allem darum, die Wiedergabe und Natürlichkeit von verschiedenen Hauttönen im Druck zu beurteilen.

Zu guter Letzt haben wir mit jedem Drucker noch ein hochauflösendes Schwarzweißfoto in A3 oder A3+ ausgedruckt, das sämtliche Tonwerte bzw. Helligkeitsstufen mit einem Schwerpunkt auf den Mitteltönen abdeckt. Dieses Bild haben wir dazu benutzt, die Schärfe, die Durchzeichnung in dunklen und hellen Bildbereichen so wie die Neutralität der Graustufenwiedergabe zu testen.

Fotodrucker Test: Epson Surecolor Sc P600

Testsieger: Epson SureColor SP-P600

Am Epson SureColor SC-P600 gefällt uns vor allem die hervorragende Qualität der Prints und die große Vielseitigkeit, die den Einsatz verschiedenster Medien ermöglicht. Das Touch-Display vereinfacht die Bedienung und führt auch unerfahrene Nutzer sicher durch den Druckvorgang. Auch die Schnittstellenvielfalt lässt keine Wünsche offen.

Testsieger

Epson SureColor SC-P600

Test Fotodrucker: Epson SureColor SC-P600
Der Champion in fast allen Disziplinen kostet auch was und ist ein klarer Fall fürs Arbeitszimmer.

Die Druckqualität des Epson SureColor SC-P600 überzeugt auf der ganzen Linie. Sowohl glänzende als auch matte Medien zeigen kräftige, dabei aber originalgetreue und nie übersättigte Farben.

Die Fotos sind detailreich, gestochen scharf und weisen in hellen und dunklen Bildbereichen eine gute Durchzeichnung der Details auf. Hauttöne werden sehr natürlich wiedergegeben.

Das für den Bildeindruck wichtige Schwarz ist dank Pigment-Tinten dunkler bzw. satter als bei der versammelten Konkurrenz. Da bei Fotos auf glänzenden Medien im Gegensatz zum Canon Pixma Pro 10S kein abschließendes Klarlack-Finish aufgebracht wird, können sich bedruckte Flächen bei schräger Draufsicht und ungünstigem Lichteinfall störend abheben oder Reflexionen erzeugen (»Bronzing«).

Fotodrucker Test: Epson Sc P600 Advanced B&w
Fortgeschrittene Schwarzweiß-Einstellungen.

Kein anderer Drucker im Test bringt unser Schwarzweißbild so neutral zu Papier wie der Epson. Schwarzweiß-Fotografen freuen sich zudem über die Treiberoption »Advanced B&W Photo« mit vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Das Testbild druckt der Epson fehlerfrei. Farb- und Grauverlauf weisen keinerlei sichtbare Abstufungen auf. Von dem bei den beiden günstigeren Canon-Druckern zu beobachtenden Tonwertabriss im blauen Himmel des Landschaftsfotos fehlt jede Spur. Schnell geht der Epson-Fotodrucker nicht zu Werke. Ein A3+-Print des Testbilds in der höchsten Qualitätsstufe dauerte um die acht Minuten.

Bedienung

Der Printer lässt sich per WPS problemlos ins heimische WLAN einbinden und ist nach Installation des Treibers auf dem PC und dem Ausdruck einer Kalibrierung-Testseite sofort einsatzbereit. Alternativ findet der SC-P600 auch per Ethernet- oder USB-Kabel Anschluss.

Sehr schön: Display und Tasten können nach oben gekippt und so besser bedient werden.

Nervig finden wir die sich teilweise über mehrere Minuten erstreckenden Wartungszyklen zu nicht immer vorhersagbaren Zeitpunkten, währenddessen ist der Drucker nicht nutzbar.

Im Papierfach finden 120 Blatt Normalpapier oder 30 Blatt Fotopapier Platz. Auf der Rückseite gibt es zusätzlich noch einen Einzelblatteinzug. Kommen Papiere oder Kartons mit einer Dicke von 0,3 Millimeter oder mehr zum Einsatz, bedient man sich des dritten Einzugs über der Papierablage.

So kann der Fotodrucker besonders dicke, knickempfindliche Medien gerade durch das Druckwerk führen. Schon bei Verwendung des hinteren Einzelblatteinzugs werden die Medien nicht so stark gebogen wie bei einer Zuführung durch den Standard-Papierschacht. Mit Rollenpapier (Halter im Lieferumfang) kann sonst kein Drucker im Test umgehen.

Drucken vom Smartphone oder Tablet

Wer viel Geld für einen professionellen Fotodrucker, Papiere und Tinten ausgibt, interessiert sich für das Drucken vom Smartphone aus in der Regel nur am Rande. Gleichwohl kann der SC-P600 ein eigenes WLAN (Wi-Fi Direct) aufspannen, in dem er von iOS-Geräten als AirPrint-Drucker erkannt wird.

Von Android und iOS aus druckt man am besten mit der herstellereigenen iPrint-App, die Einstellungen für Medien und Druckqualität bietet. Alle Aussagen dieses Absatzes gelten so auch für den Epson XP-15000.

Nachteile?

Der Epson SureColor SC-P600 ist alles andere als ein übersichtliches Gerät. Er belegt mit seinen rund 15 Kilogramm nach den Canons Pixma Pro 10S und 100S in Sachen Stellfläche und Gewicht den dritten Platz im Test. Die vier anderen Drucker wiegen maximal 8,5 Kilogramm und somit höchstens etwas mehr als die Hälfte, und beanspruchen auch deutlich weniger Stellfläche.

Im Hinblick auf den ambitionierten Preis hätten wir uns eine bessere äußere Anmutung gewünscht. Epson setzt teilweise auf superempfindliche Kunststoff-Klavierlack-Oberflächen, die Fingerabdrücke prominent zur Geltung bringen. Außerdem wirkt das Gehäuse klapprig und unsauber verarbeitet. Auf regelmäßige Spaltmaße scheint der Hersteller keinen Wert gelegt zu haben. Das Display wirkt billig, und die Tasten schließen nicht plan ab. Der Funktionalität tut das aber keinen Abbruch.

Die Verarbeitung ist nicht optimal, die Druckqualität aber schon!

Neun Tinten, aber nur acht Druckköpfe? In der Tat teilen sich Photoschwarz und Mattschwarz einen Druckkopf. Die Umstellung erfolgt je nach im Treiber eingestellter Medienart automatisch, kann aber auch manuell im Treiber oder am Display angestoßen werden.

Da die Reste des vorherigen Schwarz erst aus dem Druckkopf entfernt werden muss, ist jedes Mal ein Spülvorgang nötig – und der wird natürlich mit dem aktuellen Schwarz durchgeführt. In Foren berichten Besitzer von Kosten von etwa 2 € pro Tintenwechsel.

Unachtsames Herumprobieren zu Beginn des Tests hat uns mal eben ein gutes Drittel der Photoschwarz-Patrone gekostet. Wer immer nur glänzende Medien bedruckt, ist nicht betroffen, dann jedoch mit dem Canon 10S besser bedient.

Alternativen

Der Epson Sure Color Sp-P600 überzeugt uns vor allem mit seiner überragenden Druckqualität, hat aber mit dem Test-Update einen fast ebenbürtigen Konkurrenten in Gestalt des Canon Pixma Pro 10S bekommen. Da beide Drucker sehr groß und teuer sind, haben wir mit dem ungleich kompakteren Epson Foto HD XP-15000 noch eine günstigere Alternativen für Sie ausgewählt.

Der Glanz-Spezialist

Canon Pixma Pro 10s

Test Fotodrucker: Canon Pixma Pro 10S
Der wuchtige Pro 10S druckt auf Augenhöhe mit dem Testsieger und hat bei glänzenden Medien sogar die Nase leicht vorn. Wegen höherer Druckkosten und Verschleißproblemen reicht es "nur" für Platz 2.

Der überaus schwere und ausladende Canon Pixma Pro 10S ist der beste Drucker im Test, wenn man hauptsächlich glänzende Medien bedruckt. Bei matten Papieren und Fine-Art-Medien muss er sich äußerst knapp dem zudem vielseitigeren Epson SC-P600 geschlagen geben, der hier ein noch etwas satteres Schwarz produziert. Matte Fine-Art-Papiere bedruckt er nicht randlos, Karton und Rollenpapier gar nicht.

Verarbeitung und Oberflächen des professionell wirkenden Boliden spielen in einer anderen Liga als beim Epson SC-P600. Der nutzt wiederum einen haltbaren, weniger empfindlichen Piezo-Druckkopf, während der des Canon auf thermischer Basis arbeitet und nach Nutzerberichten im Netz wohl gerne mal vorzeitig den Geist aufgibt – und das wird teuer. Vielleicht ist das ja auch ein Grund für die schmale Herstellergarantie von nur einem Jahr.

Mangels Display erfolgt die Bedienung bei den fünf Canon-Druckern am Gerät selbst nur über drei Tasten: On/Off, Abbruch/Fortsetzung und Wi-Fi. Für die Kopplung per WPS muss man die Wi-Fi-Taste gedrückt halten, bis die Betriebs-LED aufleuchtet, was mit Ausnahme des bockigen Pixma iP7250 problemlos gelang.

Die Druckeinstellungen können im Treiber oder mithilfe des kostenlosen Plugins »Print Studio Pro« für Lightroom Classic CC und Photoshop Elements von Adobe vorgenommen werden. Ebenso wie der Epson SureColor nervt der 10S gelegentlich mit Wartungszyklen, treibt es dabei aber nicht ganz so weit wie der SC-P600.

Die folgenden Screenshots wurden mit dem Canon Pixma Pro 100S erstellt, würden beim 10S aber identisch aussehen.

Ebenso wie der Testsieger arbeitet der Canon 10S komplett mit Pigment-Tinten. Insgesamt kommen zehn verschiedene Patronen inklusive zwei Grautinten und dem Chroma Optimizer (nur bei Glanzpapier) zum Einsatz, der auch bei schräger Draufsicht und Reflexionen für einen einheitlichen Eindruck von der Oberfläche sorgt.

Farbstoffbasierte Tinten können unter UV-Einfluss schnell ausbleichen, für haltbare Ausdrucke ist man daher auf die Verwendung von Papieren mit einer UV-Schutzschicht angewiesen. Mit den glänzenden und halbmatten Originalmedien von Canon sollte man hier auf der sicheren Seite sein. Die Haltbarkeit der Prints der meisten Pigment-Drucker bleibt trotzdem überlegen.

Die Papierzuführung erfolgt über den Haupt-Papiereinzug für 150 Blatt Normalpapier bis zum Format A3+ oder über den dahinter liegenden Einzelblatteinzug für dicke Papiere. Bei den Papierformaten ist man im Gegensatz zum großen Epson auf die Vorgaben im Treiber beschränkt. Ethernet, USB 2.0 und WLAN sind vorhanden, Wi-Fi Direct fehlt. Über Front-USB findet der Printer direkt Anschluss an PictBridge-fähige Geräte wie Digitalkameras.

Canon hat eine große Auswahl an sehr schönen, hochwertigen Papieren im Angebot, die teilweise besser erhältlich sind als die von Epson. So konnten wir hier mit Glanz-, Seidenglanz- und mattem Papier drucken. Der Pixma 10S wird als Profimodell umfangreich von Papierherstellern mit Druckprofilen unterstützt und hat auch generische Profile etwa für mattes Fine-Art-Papier an Bord. Dasselbe gilt in geringerem Umfang übrigens auch für den günstigeren Pixma 100S.

Das edle Luster (Seidenmatt)-Papier von Canon war die erste Wahl, weil man damit einfach wunderschöne Fotos drucken kann. Im Gegensatz zum kleinen Bruder Pixma Pro 100S gelingen Ausdrucke dank passendem Profil ohne Warmstich.

An der Druckqualität gibt es absolut nichts auszusetzen. Die kräftigen Farben kommen dem Original so nahe wie beim Epson, Hauttöne werden natürlich und mit feinsten Abstufungen zu Papier gebracht. Auch der Detailreichtum überzeugt. Schwarz wird nicht ganz so dunkel dargestellt wie beim SC-P600, die Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen ist auf Augenhöhe und erreicht nicht ganz die Qualität des Dye-Tinten-Druckers Pixma Pro 100S.

Schwarzweiß-Fotos fallen beim Canon Pro 10S nicht ganz so neutral aus wie beim Epson SC-P600 und zeigen auf Luster-Papier einen wirklich dezenten Blau-Grün-Stich sowie auf dem glänzenden Platinum Pro eine viel stärker ausgeprägte Tendenz Richtung Blau und Magenta. Auf der höchsten Qualitätsstufe ließ sich der Canon 10S für einen Ausdruck desselben Fotos im selben Format fast so lange Zeit wie die Epson-Drucker.

Einen hervorragenden Eindruck hinterlässt auch der Ausdruck des Testbilds. Weder der neutrale Grauverlauf, noch der Farbverlauf zeigen sichtbare Abstufungen.

Besonderes Lob verdient aus unserer Sicht zudem die sehr genaue und konstante Papierführung des Fotodruckers, die im Testfeld ihresgleichen sucht, die professionelle Anmutung des Boliden unterstreicht und hilft, Beschnitt zu minimieren.

Gut & günstig

Epson Expression Foto HD XP-15000

Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000
Tolle Druckqualität in A3+ geht auch viel günstiger und kompakter. Und einen brauchbaren Office-Printer bekommt man gleich dazu.

Der Epson Expression Photo HD XP-15000 überzeugt mit sehr gutem Fotodruck vor allem auf glänzenden Medien und macht auch als Office-Drucker eine gute Figur. Den drei großen Drucker-Bombern von Epson und Canon hat er neben einem viel niedrigeren Anschaffungspreis vor allem sein erheblich geringeres Gewicht und die gefühlt halbierte Stellfläche entgegenzusetzen.

Obwohl der kleine Epson nur etwas mehr als die Hälfte seines großen Bruders kostet, hat uns die äußerliche Verarbeitungsqualität besser gefallen. Das Gerät wirkt weniger klapprig, außerdem setzt Epson hier auf griffige, weniger für Fingerabdrücke anfällige Oberflächen. Die Tasten sind sauberer eingepasst, allein das nicht berührungsempfindliche Display macht auch hier wieder einen etwas minderwertigen Eindruck. Keine Probleme hatten wir mit der WLAN-Einrichtung per WPS, allerdings benötigt der Drucker bei der ersten Inbetriebnahme noch etwas Unterstützung bei der Justierung.

Auch beim kleinen Epson lassen sich Bedienelemente und Display ankippen, was die Ergonomie verbessert. Eher typisch für Multifunktionsgeräte ist die motorisierte Papierablage, die je nach gewählter Mediengröße vor dem ersten Druckvorgang automatisch halb oder ganz aus dem Gehäuse fährt und beim Abschalten auch wieder eingezogen wird. Die Schnittstellen sind dieselben wie beim großen Bruder.

Als einziger Drucker im Test beherrscht der XP-15000 automatischen Duplexdruck (nur A4). In das Papierfach passen mindestens 200 Blatt DIN-A4-Normalpapier oder 50 Seiten Fotopapier. Für größere und dickere Medien bis 255 g/m² gibt es einen zusätzlichen Einzelblatteinzug. Text und Grafiken druckt er im Standardmodus auf Normalpapier in sehr guter Qualität und vor allem deutlich flotter als die beiden großen Fotodrucker.

Beim Fotodruck muss der Expression Photo HD XP-15000 mit fünf Dye-Tinten und pigmentbasiertem Photoschwarz auskommen, die sich aber wie oben erwähnt besser mischen lassen als Pigment-Tinten. Neben den üblichen Druck-Grundfarben sind noch eine Grautinte sowie ein Rot an Bord. Die Ergebnisse können sich auf glänzenden und halbmatten Papieren absolut sehen lassen, ohne dabei ganz die Qualität der Ausdrucke der beiden großen Drucker im Test zu erreichen. Matte Premium-Medien von Epson waren im Vorfeld des Tests nicht zu organisieren, erfahrungsgemäß zeigen Drucker mit Dye-Tinten hier aber eine etwas flaue Farbwiedergabe.

Farben gibt der kompakte Printer weitgehend natürlich wieder. Beim Portraitfoto fällt eine zu kräftige, aber trotzdem einigermaßen korrekte Darstellung der Hauttöne auf, von der insbesondere das Model in der Mitte unseres Testbilds betroffen ist. Die kritische Stelle des Fotos in den herunterhängenden Haaren des rechten Models fällt deutlicher auf als bei den beiden großen Fotodruckern.

Schaut man sich einen großen Ausdruck unseres Testbildes an, sieht man einen stufenlosen Farbverlauf, an dem die beiden günstigeren Canon-Drucker gescheitert sind. Auch der blaue Himmel des Landschaftsfotos ist frei von Streifen. Beim Schwarzweißfoto fällt auf, dass dem günstigen Epson die Abstufungen nicht so fein gelingen wie dem SC-P600 und insbesondere dem Canon Pro 100S. Die Durchzeichnung dunkler Bereiche ist aber auf Augenhöhe mit dem 100S.

Farbstiche bei Schwarzweißfotos fallen zumeist nur im direkten Vergleich mit dem Original auf einem kalibrierten Bildschirm oder eben einem neutraleren Foto auf. Dem Ausdruck des XP-15000 muss man einen dezenten Warmstich attestieren. Bestätigt wird das durch den Grauverlauf des Testbildes, der ebenfalls nicht völlig neutral gelang.

Außerdem getestet

Canon Pixma Pro 100S

Der große, ordentlich verarbeitete Canon Pixma Pro 100S steht dem Testsieger von Epson und auch dem Canon Pro 10S in Sachen Druckqualität kaum nach, setzt aber auf weniger haltbare Dye-Tinten (bis auf Photoschwarz = Pigment) und ist so wie der 10S bei der Auswahl der Medien stärker eingeschränkt. In Sachen Anschlüsse gibt es keinen Unterschied zum Pixma 10S.

Dafür ist er beim Fotodruck zügiger unterwegs als der SC-P600 von Epson und der große Bruder aus dem eigenen Haus und liefert mit dem Plugin »Print Studio Pro« für Lightroom, Photoshop und Photoshop Elements ein wirklich gelungenes und übersichtliches Druck-Tool, das die Treiberaufgaben übernimmt und daneben einige Anpassungsfunktionen beherrscht. Dieses Programm steht Besitzern des größeren Pro 10S natürlich auch zur Verfügung.

Auch der günstige Canon Pixma iP8750 wirft mit seinen sechs ChromaLife100+-Tinten (ein Grau) Fotos aus, die man absolut nicht verstecken muss. Einige Schwächen gegenüber den teureren Modellen sieht man den Prints aber direkt an. So fällt der Grauverlauf nicht sehr linear aus, der Farbverlauf zeigt deutliche Abstufungen und die Hautfarben der Damen auf dem Porträtfoto wirken stark übersättigt, rotstichig und recht unnatürlich.

Im Himmel des Landschaftsfotos zeigen sich unschöne Streifen. Im direkten Vergleich mit dem Referenz-Schwarzweiß-Foto des SC-P600 fällt wieder einmal ein deutlicher Warmstich auf, zudem werden nicht ganz der Detailreichtum und die Durchzeichnung eines Pixma Pro100S erreicht. Prints auf mattem Fotopapier wirken blass und weniger hochauflösend, was aber typisch für matte Medien ist.

Der einzige Papiereinzug fasst 150 Blatt Normalpapier oder 20 Blatt Fotopapier bis zu 300 g/m². Wer seinen Drucker über Kabel-LAN bzw. Ethernet betreiben will, muss sich nach einer Alternative umschauen.

Vieles von dem, was wir zum iP8750 gesagt haben, gilt auch für den günstigsten Drucker im Test in Gestalt des Canon Pixma iX6850 (fünf Farben, davon ein Grau). Insgesamt haben uns die Ausdrucke erstaunlicherweise sogar etwas besser gefallen als die des größeren Modells.

Die Hautfarben der Models wirken weniger übersättigt, und der Schwarzweiß-Print mit seiner leicht kühlen Anmutung fällt neutraler aus als der des iP8750. Dafür beherrscht der iX6850 keinen CD/DVD-Druck, bietet aber eine Ethernet-Schnittstelle.

Gemeinsam haben die beiden günstigen Canon-Printer ihr relativ hohes Tempo beim Fotodruck.

Ebenfalls neu im Test ist der kompakte und in der Anschaffung sehr günstige A4-Drucker Canon Pixma iP7250. Der Printer eignet sich aufgrund kleiner Patronen und hoher Verbrauchskosten eher für den gelegentlichen Fotodruck und leistet sich hier gerade im Vergleich mit dem iP8750 und dem iX6850 keine größeren Patzer. Alle Ausdrucke bis auf das hier weitgehend immune Landschaftsbild zeigen einen deutlichen Magentastich und eine zu warme Farbwiedergabe.

Hauttöne wirken bei den beiden hellhäutigen Damen etwas und im Fall des mittleren Models deutlich übersättigt. Ein Himmel ohne Tonwertabriss bleibt unseren drei Empfehlungen und dem Pixma Pro 100S vorbehalten und der Farbverlauf gelingt nicht mit fließenden Übergängen.

Ebenso wie der Epson XP-15000 beherrscht der A4-Printer automatischen Duplexdruck. Die WLAN-Verbindung zu unserer Fritzbox 4040 hat nur für einen Ausdruck gehalten und ist uns kein zweites Mal gelungen, sodass wir schließlich zähneknirschend auf USB ausgewichen sind.

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