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Der beste Fotodrucker

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Fotodrucker Test: Canon Imageprograf Pro 300
Sven Kloevekorn

Sven Kloevekorn

begeistert sich seit VC-20-Zeiten für alles, was mit Chips und Platinen zu tun hat. Inzwischen hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und arbeitet als Technikjournalist mit den Schwerpunkten PCs, Notebooks und mobile Gadgets. Nach einem Intermezzo bei AndroidNext schreibt er derzeit unter anderem für Notebookcheck und arbeitet außerdem als freier Fotograf.

7 Fotodrucker im Test: Der beste ist der Canon imagePROGRAF Pro-300. Er bedruckt Medien bis A3+ mit lichtbeständigen Pigmenttinten in professioneller Ausstellungsqualität und bietet gegenüber seinem schon ausgezeichnteten Vorgänger einige wichtige Verbesserungen. Wem der Canon imagePROGRAF zu teuer oder zu groß ist, ist mit dem viel günstigeren und kompakteren Epson Expression Photo HD XP-15000 gut beraten.

Update 26. November 2020

Wir haben den topaktuellen Canon imagePROGRAF 300-Pro getestet, der unseren bisherigen, kaum noch erhältlichen Testsieger von Epson ablöst und gegenüber seinem Canon-Vorgänger so stark verbessert wurde, dass er unser neuer Testsieger geworden ist.

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8. Mai 2019

Wir haben den Canon Pixma Pro 10S und den Canon Pixma IP7250 getestet. Der Pro 10S ist eine neue Empfehlung.

Wer großformatige Fotos in hoher Qualität drucken will, für den sind professionelle Fotodrucker das Werkzeug der Wahl. Zwar kann man Fotos inzwischen auch von zahlreichen Online-Diensten drucken lassen, eine Feinabstimmung der Bildqualität ist dort aber kaum möglich. Ob das Bild am Ende tatsächlich so aussieht, wie man sich das wünscht, bleibt da weitgehend dem Zufall überlassen.

Gute Fotodrucker sind allerdings teuer, und zwar nicht nur in der Anschaffung, auch die Druckkosten machen sich deutlich im Portemonnaie bemerkbar. Mit gutem Fotopapier kostet ein Ausdruck schnell mal ein paar Euro. Profis und Foto-Enthusiasten ist es das aber auch wert.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Canon imagePROGRAF Pro-300

Unsere Top-Empfehlung bei den Fotodruckern ist der Canon imagePROGRAF Pro-300. Im Gegensatz zum Vorgänger Canon Pixma Pro 10s ist er kompakter und erheblich leichter geworden, kann auch Fine-Art-Medien randlos bedrucken, bringt ein Display mit, besitzt eine automatische Schieflagenkorrektur, eine Düsenausfallkorrektur und verwendet neue Tinten. Der Pixma Pro 10S war unserem ehemaligen Testsieger Epson SureColor SC-P600 weniger wegen der Druckqualität unterlegen als aufgrund seiner geringeren Vielseitigkeit.

Die nahezu perfekte, ausstellungsreife Qualität seiner Prints spielt der imgagePROGRAF bei jeder Art von Medien und jetzt auch bei Fine-Art-Papieren voll aus. Dabei ist er einer der wenigen Drucker im Test, bei dem nur haltbare Pigment-Tinten zum Einsatz kommen. Wer viel mit Farbprofilen hantiert, wird sich über die Software-Beigabe Media Configuration Tool freuen, und für Nutzer von Lightroom und Photoshop (PC/MAC) gibt es das Media Configuration Tool, das sich als Plugin in die Druckdialoge der Adobe-Programme einklinkt.

Gut & günstig

Epson Expression Foto HD XP-15000

Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000
Tolle Druckqualität in A3+ geht auch viel günstiger und kompakter. Und einen brauchbaren Office-Printer bekommt man gleich dazu.

Wer Wert auf weniger Gewicht, weniger Stellfläche und einen günstigen Preis legt, für den ist der Epson Expression Photo HD XP-15000 die beste Wahl.

Er ist den drei günstigeren und ebenfalls kompakten Fotodruckern von Canon zumindest bei glänzenden Papieren überlegen und eignet sich im Gegensatz zu den anderen Druckern im Test auch gut für Office-Aufgaben, da er Normalpapier aus einem eigenen Fach heraus flott und in guter Qualität bedruckt – sogar automatischer Duplexdruck auf zwei Seiten ist an Bord.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerGut & günstig
ModellCanon imagePROGRAF Pro-300Epson Expression Foto HD XP-15000Canon Pixma Pro 100SCanon Pixma Pro 10sCanon Pixma iP8750Canon Pixma iX6850Canon Pixma iP7250
Test Fotodrucker: Canon imagePROGRAF Pro-300Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000Test Fotodrucker: Canon Pixma Pro 100STest Fotodrucker: Canon Pixma Pro 10STest Fotodrucker: Canon Pixma iP8750Test Fotodrucker: Canon Pixma iX6850Test Fotodrucker: Canon Pixma iP7250
Pro
  • Beste Druckqualität im Test mit allen Medien
  • Tiefstes Schwarz im Test
  • Chroma Optimizer (Klarlack-Finish, nur Glanz-Medien)
  • Sehr solide verarbeitet
  • Auch für Office gut
  • Automatischer Duplexdruck
  • Überzeugende Druckqualität
  • Leicht und kompakt
  • Display und Tasten
  • Ausstellungsreife Druckqualität
  • Unterstützt viele Medien
  • Beste Durchzeichnung dunkler Bereiche
  • Vergleichweise flotter Fotodruck
  • Sehr gute Druckqualität mit allen Medien
  • Chroma Optimizer (Klarlack-Finish, nur Glanz-Medien)
  • Sehr solide verarbeitet
  • Leiser Druck
  • Große Auswahl gut erhältlicher Medien
  • Sehr gute Druckqualität
  • Leicht und kompakt
  • Günstig
  • Sehr gute Druckqualität
  • Neutrale Graustufen
  • Leicht und kompakt
  • Günstig
  • Sehr günstig in der Anschaffung
  • Sehr gute Druckqualität
  • Automatischer Duplexdruck
  • Schneller Druck bei bester Qualität
Contra
  • Teuer
  • Schwer, große Stellfläche
  • Farbverlauf nicht perfekt
  • Gleicher Druckkopf wie beim 10s
  • Dye-Tinten
  • Schwächer bei matten Medien
  • Kleine "XL"-Patronen
  • Weniger Auswahl bei Original-Medien
  • Langsamer Fotodruck
  • Teuer
  • Sehr schwer, sehr große Stellfläche
  • Dye-Tinten (Photoschwarz = Pigment)
  • Warmstich auf Luster-Papier
  • Teuer
  • Sehr schwer, sehr große Stellfläche
  • Gemächlicher Druck
  • Laut Nutzerberichten wenig solider Druckkopf
  • Hauttöne viel zu kräftig
  • Tw. unkorrekte Farbwiedergabe
  • Farbabriss im blauen Himmel
  • Stufiger Farbverlauf
  • Kein Ethernet
  • Hauttöne zu kräftig
  • Tw. unkorrekte Farbwiedergabe
  • Farbabriss im blauen Himmel
  • Stufiger Farbverlauf
  • Nur bis A4
  • WLAN problembehaftet
  • Deutlicher Magenta-/Rotstich
  • Farbabriss im Himmel
  • Kein Ethernet
Bester Preis
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Wozu ein Fotodrucker?

Mit dem Aufkommen der Online-Fotodienste haben Fotodrucker mächtig Konkurrenz bekommen. Dort sind zum Beispiel Poster mit einer Kantenlänge von von 45 × 30 Zentimeter (»30er Poster«) in zumeist ansehnlicher Qualität – wenn auch auf dünnem Papier – bereits ab rund einem Euro zu bekommen. Mit solchen Preisen kann kaum ein Fotodrucker mithalten, hier ist für ein A3+-Foto (483 x 330 Millimeter) mit Papier und Tinte eher mit drei Euro oder mehr zu rechnen.

Soll es noch größer sein, muss man sich beim Fotodienst allerdings oft auf einen Preissprung einstellen. Ein »40er Poster« liegt beim selben Anbieter schon bei knapp fünf Euro. Somit kann man eigentlich nicht davon sprechen, dass Ausdrucke insbesondere in A3 und A3+ teurer sind als Abzüge aus dem Labor. Für Fotos im Postkartenformat lohnt sich ein Fotodrucker aber in keinem Fall.

Bei Fotos im Postkartenformat lohnt sich ein Fotodrucker nicht

Selbst wenn man von einem höheren Preis für die eigenen Ausdrucke ausgeht, steht dem zumindest bei den Oberklasse-Druckern eine den meisten Fotodiensten überlegene Druckqualität auf schwererem und damit haptisch hochwertigerem Papier gegenüber.

Für eigene Ausdrucke spricht auch die Kontrolle, die man über das Ergebnis erhält. Beschnitt, Helligkeit, Kontrast, Farbgebung etc. können vorab genau festgelegt werden. Man kann Spezialmedien mit passenden Druckprofilen bedrucken und sich mithilfe des sogenannten Soft-Proofings an einem kalibrierten Bildschirm einen recht genauen Eindruck davon verschaffen, wie das Foto letztendlich auf Papier aussehen wird. Das gibt einem die Möglichkeit, die Fotos vor dem Ausdruck noch einmal gezielt auf das erwünschte Druckergebnis hin anzupassen.

Drucken aus Lightroom

Die meisten Bildbetrachtungs- und -bearbeitungsprogramme bringen eine eigene Druckfunktion mit. Das gilt natürlich auch für die mitgelieferten bzw. frei herunterladbaren Programme der Hersteller wie »My Image Garden« von Canon, die von vielen Nutzern jedoch eher als Notbehelf angesehen werden.

Da hochwertige Fotodrucker oft von ambitionierten Hobbyfotografen mit semiprofessionellem Anspruch gekauft werden, haben wir für die meisten Prints das Druckmodul des sehr verbreiteten Foto-Datenbank- und Bearbeitungsprogramms Adobe Lightroom (Screenshot) verwendet.

Fotodrucker Test: Lightroom Druckmodul
Druckmodul Lightroom mit unseren Standardeinstellungen.

Letztendlich dienen solche Programme aber immer nur der Vorbereitung des Drucks. Im jeweiligen Treibermenü, wo die eigentliche Musik spielt, landet man ohnehin immer, wenn man genauen Einfluss auf das Druckergebnis nehmen möchte.

Randlosdruck und das Problem mit dem Beschnitt

Randlosen Druck beherrschen sämtliche Printer im Test. Laut Herstellerangaben gilt das jeweils auch für das A3+-Format, im Fall des Canon Pixma iX6850 ist uns in dieser Größe jedoch kein randloser Druck gelungen. Wir haben uns dabei an die vom Hersteller vorgegebenen Randlos-Einstellungen gehalten. Vor Übergabe des Fotos an den Treiber haben wir in Lightroom die Ränder auf null Millimeter gestellt und die Zellengröße (ergo die bedruckte Fläche) maximiert. Bei den Epson-Druckern haben wir im Treiber »Größe erhalten« eingestellt.

Fotodrucker Test: Epson Druckertreiber Erweiterung
Bei den Epson-Druckern haben wir abweichend von den Grundeinstellungen »Größe erhalten« eingestellt, um den Beschnitt zu verringern und das Seitenverhältnis zu behalten.

Da die DIN-A-Formate wie A3 ein Seitenverhältnis von rund 7:5 aufweisen, sind sie in Relation etwas höher als das Sensorformat 3:2. Bei unserem Vorgehen haben wir bei den Canon-Druckern weiße Ränder oben und unten in Kauf genommen. Dafür fällt der Beschnitt an der rechten und linken Seite nur noch minimal aus. Die Kandidaten von Epson zieht es in der Werkseinstellung vor, das Bild rechts und links deutlich zu beschneiden, dafür fehlen die weißen Streifen oben und unten. Einen Sonderfall stellt das nicht genormte Format A3+ dar, welches in einem Seitenverhältnis von 19:13 (~483 x 330 Millimeter) daherkommt.

Der Beschnitt an den Seiten kann manuell eingestellt werden

Viele Fotografen mögen es überhaupt nicht, wenn ihre sorgfältig komponierten Werke beim Ausdruck überhaupt an irgendeiner Stelle auch nur minimal beschnitten werden. Deshalb ist es durchaus üblich, die Fotos so auszudrucken, dass an jeder Seite ein schmaler weißer Rand verbleibt, der dann später etwa mithilfe einer Schneidemaschine abgeschnitten wird. Letztendlich kann man den Beschnitt in Bildprogramm und Treiber mit etwas Herumprobieren so einstellen, wie man mag. Auch mit dem Canon iX6850 ist außerhalb der Standard-Presets randloser A3+-Druck möglich.

Pigment- oder Dye-Tinte?

Generell kann man sagen, dass ein Drucker je mehr Farben und Farbabstufungen drucken kann, über je mehr einzelne Tinten und damit »Grundfarben« er verfügt. Unser Test hat das im Wesentlichen bestätigt. Gerade bei Hauttönen können zusätzliche Patronen den Unterschied zwischen einer natürlichen und einer übersättigten Wiedergabe ausmachen.

Bei Fotodruckern kommen zumeist entweder Farbstoff- bzw. Dye-Tinten oder Tinten mit festen Farbpigmenten zum Einsatz, die beide Vor- und Nachteile haben. Dye-Tinten ziehen ins Papier ein und trocknen schneller, zudem können die Tinten übereinander gedruckt und so Farben gemischt werden.

Mit Dye-Tinte ist es möglich, Farben zu mischen

Das ist bei Pigmenttinten nicht möglich, weil die Pigmente sich dann überdecken würden. Hier müssen die Farben dadurch gemischt werden, dass Pigmente verschiedener Farben nebeneinander gedruckt werden. Deswegen benötigen Foto-Printer mit Pigment-Tinten auch mehr Farben bzw. Patronen, um denselben Farbumfang zu erreichen wie Dye-Tinten-Drucker. Dafür sind Pigmenttinten lichtbeständiger, decken besser und können ein tieferes Schwarz erzeugen.

Fotografen, die sich für Schwarzweißfotos begeistern, legen oft Wert auf eine möglichst neutrale Graustufenwiedergabe ohne Farbstich. Dafür verfügen alle Drucker im Test neben dem normalen Photoschwarz noch über mindestens eine Patrone mit einem Grauton. Die zusätzlichen Grautinten sorgen dafür, dass die Farbtinten beim Druck der verschiedenen Graustufen möglichst außen vor bleiben können. Generell können Grautöne nämlich auch durch das Mischen verschiedener Farbtöne dargestellt werden. Ein leichter Farbstich in die eine oder andere Richtung ist dabei aber kaum zu vermeiden.

Die Papiere

Canon und Epson bieten hauseigene Fotopapiere an, die perfekt auf ihre Drucker und deren Farben abgestimmt sind und in der Regel bessere Ergebnisse liefern als »fremde« Papiere. Die meisten Fotopapiere verfügen über eine Beschichtung, die die Farben durch einen UV-Filter vor dem Ausbleichen schützen. Besonders wichtig ist das bei den deutlich weniger lichtresistenten Farbstoff-Tinten (Dye).

Angeboten werden folgende Papierqualitäten: Als »Glossy« (glänzend) werden Papiere mit reflektierenden Oberflächen bezeichnet, »Semi Gloss« steht für halbmatt, »Luster« für Seidenglanz und »Matte« selbstredend für Medien mit mattem Finish. So stark wie entsprechende Abzüge aus dem Fotolabor glänzen die »Glossy«-Papiere allerdings nicht. Bei Canon heißt die glänzende Qualität, die wir verwendet haben, »Pro Platinum«.

Fotodrucker Test: Fotodrucker Größenvergleich
Diese Abbildung dient zur Darstellung der Größenverhältnisse und nicht der absoluten Größen der Medien.

Als Faustregel kann man sagen, dass glänzende Medien bei gleichem Bildmaterial am schärfsten wirken, Farben besonders gut zum Leuchten bringen und dem Bild durch eine besonders dunkle Darstellung von Schwarz Tiefe verleihen. Dafür hat man es mit allgegenwärtigen Reflexionen zu tun, die die Qualität beim Betrachten beeinträchtigen und besonders bei großen Ausdrucken auffallen können.

Leider konnten wir diesen Effekt beim Abfotografieren der Ausdrucke für unseren Test nicht immer ganz vermeiden, sodass die matteren Medien hier im Vorteil sind. Da die Luster-Papiere von Epson vor dem Test kaum in überschaubaren Mengen zu bekommen waren und die Qualität Semigloss nur in A4, haben wir bei den Epson-Druckern vor allem das glänzende Papier Premium Glossy verwendet.

Farbmanagement und besondere Fotopapiere

Das Thema Farbmanagement erfordert viel Hintergrundwissen, das die Hersteller zum Glück nicht bei jedem Käufer voraussetzen. Deshalb wird das Farbmanagement in den Grundeinstellungen auch komplett vom Drucker übernommen.

Grob gesagt geht es beim Drucker-Farbmanagement darum, die besonderen Eigenschaften der Tinten in Kombination mit denen des Papiers so zu berücksichtigen, dass eine möglichst korrekte Farbdarstellung erreicht wird. Dafür werden sogenannte Farb- oder auch ICC-Druckerprofile verwendet. Die berücksichtigen dann etwa den Weißpunkt des verwendeten Mediums, der je nach Sorte unterschiedlich ausfallen kann. Die Profile für die herstellereigenen Medien werden automatisch zusammen mit den Druckertreibern installiert.

Mit Druckerprofilen werden die Eigenschaften von Tinte und Papier berücksichtigt

Profis gehen anders vor, indem sie das Farbmanagement im Drucker deaktivieren und dafür das Bild bereits korrigiert an den Printer übergeben. Erforderlich wird das immer, wenn besondere Medien wie Fine-Art-Papiere zum Einsatz kommen sollen, für die der Drucker keine automatischen Einstellungen vorhält. Auf den jeweiligen Printer abgestimmte Farbprofile sind in solchen Fällen oft bei den Herstellern der jeweiligen Medien zu bekommen. Je hochwertiger der Drucker, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dort fündig zu werden.

Druckkosten und Druckqualität

Während Preise für die Fotopapiere leicht zu ermitteln sind, ist das bei den Tintenkosten leider so gar nicht der Fall. Wie viel Tinte für ein Foto einer bestimmten Größe verbraucht wird, hängt nämlich von verschiedenen Faktoren ab.

So nehmen matte und halbglänzende Medien mehr Tinte auf als glänzende. Das Motiv spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Es liegt auf der Hand, dass unser flächendeckendes Landschaftsfoto erheblich mehr Tinte verbraucht als das helle Porträtfoto mit seinen großen hellen Flächen.

Je höher die Druckqualität, desto mehr Tinte wird benötigt

Nicht zuletzt spielt auch die gewählte Druckqualität eine Rolle. In der Regel verbrauchen höhere Qualitätsstufen mehr Tinte als niedrigere. Im Druckergebnis muss sich das nicht zwingend niederschlagen. Unsere Testdrucke haben wir aber im Sinne der Vergleichbarkeit alle in der jeweils höchsten verfügbaren Qualität zu Papier gebracht. Uns ist aufgefallen, dass die beiden günstigeren Canon-Drucker im Test ihre Fotos nicht nur relativ fix ausdrucken, sondern dabei auch weniger Tinte zu verbrauchen zu scheinen als die Top-Drucker im Test.

Im Rahmen des aktuellen Test-Updates ist der Canon Pixma Pro 10S hinzugekommen, der für identische Fotos bei vergleichbarer Qualität rund 30 Prozent mehr Kosten verursacht als der SC-P600, was vor allem den kleinen Patronen und dem hohen Chroma-Optimizer-Verbrauch bei glänzenden Papieren zuzuschreiben ist.

So haben wir getestet

Für unseren Test haben wir mit jedem Printer ein Set verschiedener hochauflösender Fotos auf unterschiedlichen Fotopapieren des jeweiligen Druckerherstellers ausgedruckt. Wir haben uns also auf Originalmedien konzentriert und nicht ausprobiert, wie die Ergebnisse z. B. eines Epson-Druckers mit Canon-Papier ausfallen. Beim Format haben wir uns für 3:2 entschieden, was dem Seitenverhältnis der Sensoren der meisten digitalen Spiegelreflexkameras entspricht.

Um den Beschnitt beim Randlosdruck beurteilen zu können, haben wir mit jedem Drucker ein auf rund 7:5 zugeschnittenes Testbild im DIN-A-Format mit Kreuzen in den Ecken ausgedruckt. Im Treiber haben wir keine weiteren Anpassungen vorgenommen. Hier lässt sich nämlich einstellen, in welchem Maße das Foto über den Rand des Papieres hinaus gedruckt werden soll. Setzt man den Regler nach links, ist mehr vom Bild zu sehen, man riskiert aber »Blitzer« genannte, weiße Streifen am Rand. Die sind oft so schmal, dass sie sich auch mit einer Schneidemaschine kaum vernünftig entfernen lassen.

An erster Stelle steht unser Testbild mit Graustufen- und RGB-Farbverlauf, Farbfeldern in allen Grundfarben (RGB + CYMK) und Fotos der drei verschiedenen Kategorien Landschaft, Porträt und Nachtaufnahme/Langzeitbelichtung. Das Testbild haben wir in einer Auflösung von 6.000 × 4.000 Pixeln (24 Megapixel) im sRGB-Farbraum erstellt und auch bei den enthaltenen Fotos auf eine ausreichend hohe Auflösung sowie korrektes Farbmanagement geachtet.

Unser Landschaftsfoto wartet mit kräftigen, schon fast übertriebenen Farben auf. Wir haben es verwendet, um die Farbdarstellung der Fotodrucker zu überprüfen: Wie satt können die Printer Farben wiedergeben? Entsprechen die Blau-, Grün- und Gelbtöne der Vorlage? Gelingt der Himmel homogen und ohne Farbabrisse? Da dieses Foto lediglich eine Auflösung von 3.000 × 2.000 Pixeln aufweist, haben wir es einzeln nur in A4-Größe ausgedruckt, um eine ausreichende Pixeldichte zu gewährleisten.

Die Farbwiedergabe ist eine der wichtigsten Kriterien

Das Porträtfoto der drei Damen mit mehr oder weniger unterschiedlichen Hautfarben hat hingegen eine so hohe Auflösung, dass wir es mit jedem Drucker problemlos im A3 oder A3+-Format zu Papier bringen konnten. Hier geht es vor allem darum, die Wiedergabe und Natürlichkeit von verschiedenen Hauttönen im Druck zu beurteilen.

Zu guter Letzt haben wir mit jedem Drucker noch ein hochauflösendes Schwarzweißfoto in A3 oder A3+ ausgedruckt, das sämtliche Tonwerte bzw. Helligkeitsstufen mit einem Schwerpunkt auf den Mitteltönen abdeckt. Dieses Bild haben wir dazu benutzt, die Schärfe, die Durchzeichnung in dunklen und hellen Bildbereichen so wie die Neutralität der Graustufenwiedergabe zu testen.

 Fotodrucker Test: Canon Imageprograf Pro 300

Testsieger: Canon imagePROGRAF 300-Pro

Am Canon imagePROGRAF 300-Pro gefällt uns vor allem die hervorragende Qualität der Prints auf allen Medien, die verbesserte Vielseitigkeit und Bedienbarkeit sowie die solide, professionelle Anmutung des Fotodruckers. Das Display vereinfacht die Bedienung gerade am Gerät selbst und führt auch unerfahrene Nutzer sicher durch den Druckvorgang. Auch die Schnittstellenvielfalt lässt kaum Wünsche offen.

Testsieger

Canon imagePROGRAF Pro-300

Die Druckqualität des Canon imagePROGRAF überzeugt auf der ganzen Linie. Sowohl glänzende als auch matte Medien zeigen kräftige, dabei aber originalgetreue und nie übersättigte Farben. Die Fotos sind detailreich, gestochen scharf und weisen in hellen und dunklen Bildbereichen eine gute Durchzeichnung der Details auf. Hauttöne werden sehr natürlich wiedergegeben.

Das für den Bildeindruck wichtige Schwarz ist dank Pigment-Tinten dunkler bzw. satter als bei der Konkurrenz mit Dye-Tinten. Da bei Prints auf glänzenden Medien im Gegensatz zum Epson SC-P600 ein abschließendes Klarlack-Finish aufgebracht wird, können sich bedruckte Flächen bei schräger Draufsicht und ungünstigem Lichteinfall nicht so störend abheben oder Reflexionen erzeugen (»Bronzing«).

Durch die neuen Lucia-Pro-Tinten zeigen die Prints des imagePROGRAF etwas lebendigere und kräftigere Farben als die des mit Lucia-Tinten bestückten Vorgängers Canon Pixma Pro-10s. Während bei glänzenden Medien ein Foto-Schwarz aufgetragen wird, kommt bei matten ein Mattschwarz zum Einsatz, das durch eine höhere Dichte noch dunkler sein soll als das des 10s. Wir können das nicht nur für matte Medien bestätigen, sondern auch für glänzende.

Abgesehen vom Epson SC-P600 bringt kein anderer Drucker im Test unser Schwarzweißbild so neutral zu Papier wie der imagePROGRAF – auch nicht dessen Vorgänger. Stellt man im Treiber auf Schwarzweißdruck um, kommen nur Schwarz- und Grautinten zum Einsatz, was einen Farbstich ausschließt.

Das Testbild druckt der Canon-Fotodrucker nahezu fehlerfrei. Der Grauverlauf weist keinerlei sichtbare Abstufungen auf, während beim ansonsten saubere Farbverlauf zwischen Blau und Lila einige dezente Abstufungen zu erkennen sind. Von dem bei den beiden günstigeren Canon-Druckern zu beobachtenden Tonwertabriss im blauen Himmel des Landschaftsfotos sind ebenfalls Nuancen zu sehen – hier schneidet der Vorgänger besser ab, dem Farbverlauf und Himmel perfekt gelingen.

Neu ist eine automatische Schräglagenkorrektur für beide Einzüge, die schief eingezogene Medien vor dem Druck automatisch begradigt. Das hat in unserem Test gut funktioniert, wenn wir das Papier nicht künstlich übertrieben etwa mit einer Ecke nach unten eingelegt haben. Schnell geht der Profi-Fotodrucker nicht zu Werke. Ein A3+-Print des Testbilds in der höchsten Qualitätsstufe dauerte neun Minuten – beim SC-P600 waren es rund acht Minuten.

Bedienung

Der Foto-Printer lässt sich per WPS problemlos ins heimische WLAN einbinden und ist nach Installation des Treibers auf dem PC und dem Ausdruck einer Kalibrierung-Testseite sofort einsatzbereit. Alternativ findet der Pro-300 auch per Ethernet- oder USB-Kabel Anschluss. Beim WLAN hätten wir uns 5 GHz und beim USB-Port USB 3.0/3.1 Gen 1 gewünscht.

Das Display ist zwar im Gegensatz zu denen der teuren Epson-Drucker kleiner und nicht berührungsempfindlich, sitzt aber gemeinsam mit den Steuertasten schräg an der Front des Fotodruckers, der sich so sehr angenehm bedienen lässt, wozu auch die knackigen Druckpunkte und das gute akustische Feedback der Tasten beitragen. Standardmäßig sind auf dem nicht zu kleinen, gut ablesbaren Bildschirm die Tintenfüllstände aller Patronen sowie der aktuelle Medientyp mit Größe zu sehen. Die Menüführung ist Canon-typisch klar und übersichtlich.

Lästig finden wir die wirklich sehr häufigen Wartungszyklen, die aber immerhin kürzer und erwartbarer ausfallen als beim ehemaligen Epson-Testsieger. Teure Tinte wird dabei nach unseren Beobachtungen nicht immer verbraucht.

Im Papierfach finden 100 Blatt Normalpapier oder 20 Blatt Fotopapier bis 280 g/m² Platz. Auf der Rückseite gibt es zusätzlich noch einen Einzelblatteinzug, der beispielsweise für Fine-Art-Medien genutzt werden muss. Bei seiner Verwendung werden die Medien nicht so stark gebogen wie bei einer Zuführung durch den Standard-Papierschacht.

Ein dritter Einzug für besonders dicke und/oder steife Medien wie beim Epson SC-P600 fehlt. Zu bedruckende CDs/DVDs werden mithilfe eines CD-Halters frontseitig zugeführt. Mit Rollenpapier kann im Test nur der SC-P600 umgehen. Der imagePROGRAF schafft aber Papierlängen von fast einem Meter – und das auf Wunsch bis zur DIN-A4-Papierbreite auch randlos.

Drucken vom Smartphone oder Tablet

Wer viel Geld für einen professionellen Fotodrucker, Papiere und Tinten ausgibt, interessiert sich für das Drucken vom Smartphone aus in der Regel nur am Rande. Gleichwohl kann der imagePROGRAF 300-Pro ein eigenes WLAN (Wi-Fi Direct) aufspannen, in dem er von iOS-Geräten als AirPrint-Drucker erkannt wird. Google Cloud Print und PictBridge können ebenfalls genutzt werden. Gedruckt wird mithilfe der Canon Print App, in der sich viele der PC-Treiber-Einstellungen etwa für Medien und Druckqualität wiederfinden.

Nachteile?

Der Canon imagePROGRAF 300-Pro ist alles andere als ein kompaktes Gerät und auch nicht eben günstig. Er beansprucht weniger Stellfläche als sein Vorgänger und der Canon Pixma Pro 100S und belegt mit seinen 14,4 Kilogramm in Sachen Stellfläche und Gewicht den dritten Platz im Test. Die vier leichteren Drucker wiegen maximal 8,5 Kilogramm und somit höchstens etwas mehr als die Hälfte und beanspruchen auch deutlich weniger Stellfläche.

Die Tintenpatronen sind zwar gegenüber dem Vorgänger größer geworden, für Vieldrucker aber immer noch zu klein. Zudem hat Canon die Preise pro Milliliter Tinte erhöht, verspricht aber im Gegenzug einen geringeren Verbrauch, sodass die Druckkosten gegenüber dem Pixma 10s in etwa gleich geblieben seien.

Beim Canon Pixma Pro 10s gibt es zahlreiche Nutzerberichte über einen wartungsanfälligen Druckkopf, und da der des Testsiegers ebenfalls 786 Düsen pro Farbe aufweist und ausschließlich Tröpfchen mit vier Piktolitern Größe verschießt, kann man wohl davon ausgehen, dass es sich um den gleichen handelt wie beim Vorgänger. Vielleicht ist das auch der Grund für die neue Düsenausfallkorrektur, die die Düsen beim Drucken überwacht und Ausfälle durch benachbarte Düsen ausgleicht.

Alternativen

Der Canon imagePROGRAF 300-Pro überzeugt uns vor allem mit seiner überragenden Druckqualität. Da der Drucker sehr groß und teuer ist, haben wir mit dem ungleich kompakteren Epson Foto HD XP-15000 noch eine günstigere Alternativen für Sie ausgewählt.

Gut & günstig

Epson Expression Foto HD XP-15000

Test Fotodrucker: Epson Expression Foto HD XP-15000
Tolle Druckqualität in A3+ geht auch viel günstiger und kompakter. Und einen brauchbaren Office-Printer bekommt man gleich dazu.

Der Epson Expression Photo HD XP-15000 überzeugt mit sehr gutem Fotodruck vor allem auf glänzenden Medien und macht auch als Office-Drucker eine gute Figur. Den drei großen Drucker-Bombern von Epson und Canon hat er neben einem viel niedrigeren Anschaffungspreis vor allem sein erheblich geringeres Gewicht und die gefühlt halbierte Stellfläche entgegenzusetzen.

Obwohl der kleine Epson nur etwas mehr als die Hälfte seines großen Bruders kostet, hat uns die äußerliche Verarbeitungsqualität besser gefallen. Das Gerät wirkt weniger klapprig, außerdem setzt Epson hier auf griffige, weniger für Fingerabdrücke anfällige Oberflächen. Die Tasten sind sauberer eingepasst, allein das nicht berührungsempfindliche Display macht auch hier wieder einen etwas minderwertigen Eindruck. Keine Probleme hatten wir mit der WLAN-Einrichtung per WPS, allerdings benötigt der Drucker bei der ersten Inbetriebnahme noch etwas Unterstützung bei der Justierung.

Auch beim kleinen Epson lassen sich Bedienelemente und Display ankippen, was die Ergonomie verbessert. Eher typisch für Multifunktionsgeräte ist die motorisierte Papierablage, die je nach gewählter Mediengröße vor dem ersten Druckvorgang automatisch halb oder ganz aus dem Gehäuse fährt und beim Abschalten auch wieder eingezogen wird. Die Schnittstellen sind dieselben wie beim großen Bruder.

Als einziger Drucker im Test beherrscht der XP-15000 automatischen Duplexdruck (nur A4). In das Papierfach passen mindestens 200 Blatt DIN-A4-Normalpapier oder 50 Seiten Fotopapier. Für größere und dickere Medien bis 255 g/m² gibt es einen zusätzlichen Einzelblatteinzug. Text und Grafiken druckt er im Standardmodus auf Normalpapier in sehr guter Qualität und vor allem deutlich flotter als die beiden großen Fotodrucker.

Beim Fotodruck muss der Expression Photo HD XP-15000 mit fünf Dye-Tinten und pigmentbasiertem Photoschwarz auskommen, die sich aber wie oben erwähnt besser mischen lassen als Pigment-Tinten. Neben den üblichen Druck-Grundfarben sind noch eine Grautinte sowie ein Rot an Bord. Die Ergebnisse können sich auf glänzenden und halbmatten Papieren absolut sehen lassen, ohne dabei ganz die Qualität der Ausdrucke der beiden großen Drucker im Test zu erreichen. Matte Premium-Medien von Epson waren im Vorfeld des Tests nicht zu organisieren, erfahrungsgemäß zeigen Drucker mit Dye-Tinten hier aber eine etwas flaue Farbwiedergabe.

Farben gibt der kompakte Printer weitgehend natürlich wieder. Beim Portraitfoto fällt eine zu kräftige, aber trotzdem einigermaßen korrekte Darstellung der Hauttöne auf, von der insbesondere das Model in der Mitte unseres Testbilds betroffen ist. Die kritische Stelle des Fotos in den herunterhängenden Haaren des rechten Models fällt deutlicher auf als bei den beiden großen Fotodruckern.

Sieht man sich einen großen Ausdruck unseres Testbildes an, erkennt man einen stufenlosen Farbverlauf, an dem die beiden günstigeren Canon-Drucker gescheitert sind. Auch der blaue Himmel des Landschaftsfotos ist frei von Streifen. Beim Schwarzweißfoto fällt auf, dass dem günstigen Epson die Abstufungen nicht so fein gelingen wie dem SC-P600 und insbesondere dem Canon Pro 100S. Die Durchzeichnung dunkler Bereiche ist aber auf Augenhöhe mit dem 100S.

Farbstiche bei Schwarzweißfotos fallen zumeist nur im direkten Vergleich mit dem Original auf einem kalibrierten Bildschirm oder eben einem neutraleren Foto auf. Dem Ausdruck des XP-15000 muss man einen dezenten Warmstich attestieren. Bestätigt wird das durch den Grauverlauf des Testbildes, der ebenfalls nicht völlig neutral gelang.

Außerdem getestet

Der große, ordentlich verarbeitete Canon Pixma Pro 100S steht dem Testsieger von Epson und auch dem Canon Pro 10S in Sachen Druckqualität kaum nach, setzt aber auf weniger haltbare Dye-Tinten (bis auf Photoschwarz = Pigment) und ist so wie der 10S bei der Auswahl der Medien stärker eingeschränkt. In Sachen Anschlüsse gibt es keinen Unterschied zum Pixma 10S.

Dafür ist er beim Fotodruck zügiger unterwegs als der SC-P600 von Epson und der große Bruder aus dem eigenen Haus und liefert mit dem Plugin »Print Studio Pro« für Lightroom, Photoshop und Photoshop Elements ein wirklich gelungenes und übersichtliches Druck-Tool, das die Treiberaufgaben übernimmt und daneben einige Anpassungsfunktionen beherrscht. Dieses Programm steht Besitzern des größeren Pro 10S natürlich auch zur Verfügung.

Auch der günstige Canon Pixma iP8750 wirft mit seinen sechs ChromaLife100+-Tinten Fotos aus, die man absolut nicht verstecken muss. Einige Schwächen gegenüber den teureren Modellen sieht man den Prints aber direkt an. So fällt der Grauverlauf nicht sehr linear aus, der Farbverlauf zeigt deutliche Abstufungen und die Hautfarben der Damen auf dem Porträtfoto wirken stark übersättigt, rotstichig und recht unnatürlich.

Auf Landschaftsfotos zeigen sich unschöne Streifen im Himmel. Im direkten Vergleich mit dem Referenz-Schwarzweiß-Foto des SC-P600 fällt wieder einmal ein deutlicher Warmstich auf, zudem werden nicht ganz der Detailreichtum und die Durchzeichnung eines Pixma Pro100S erreicht. Prints auf mattem Fotopapier wirken blass und weniger hochauflösend, was aber typisch für matte Medien ist.

Der einzige Papiereinzug fasst 150 Blatt Normalpapier oder 20 Blatt Fotopapier bis zu 300 g/m². Wer seinen Drucker über Kabel-LAN bzw. Ethernet betreiben will, muss sich nach einer Alternative umschauen.

Vieles von dem, was wir zum iP8750 gesagt haben, gilt auch für den günstigsten Drucker im Test in Gestalt des Canon Pixma iX6850 (fünf Farben, davon ein Grau). Insgesamt haben uns die Ausdrucke erstaunlicherweise sogar etwas besser gefallen als die des größeren Modells.

Die Hautfarben der Models wirken weniger übersättigt, und der Schwarzweiß-Print mit seiner leicht kühlen Anmutung fällt neutraler aus als der des iP8750. Dafür beherrscht der iX6850 keinen CD/DVD-Druck, bietet aber eine Ethernet-Schnittstelle.

Gemeinsam haben die beiden günstigen Canon-Printer ihr relativ hohes Tempo beim Fotodruck.

Ebenfalls neu im Test ist der kompakte und in der Anschaffung sehr günstige A4-Drucker Canon Pixma iP7250. Der Printer eignet sich aufgrund kleiner Patronen und hoher Verbrauchskosten eher für den gelegentlichen Fotodruck und leistet sich hier gerade im Vergleich mit dem iP8750 und dem iX6850 keine größeren Patzer. Alle Ausdrucke bis auf das hier weitgehend immune Landschaftsbild zeigen einen deutlichen Magentastich und eine zu warme Farbwiedergabe.

Hauttöne wirken bei den beiden hellhäutigen Damen etwas und im Fall des mittleren Models deutlich übersättigt. Ein Himmel ohne Tonwertabriss bleibt unseren drei Empfehlungen und dem Pixma Pro 100S vorbehalten und der Farbverlauf gelingt nicht mit fließenden Übergängen.

Ebenso wie der Epson XP-15000 beherrscht der A4-Printer automatischen Duplexdruck. Die WLAN-Verbindung zu unserer Fritzbox 4040 hat nur für einen Ausdruck gehalten und ist uns kein zweites Mal gelungen, sodass wir schließlich zähneknirschend auf USB ausgewichen sind.

Der überaus schwere und ausladende Canon Pixma Pro 10S ist mit der beste Drucker im Test, wenn man hauptsächlich glänzende Medien bedruckt. Bei matten Papieren und Fine-Art-Medien muss er sich äußerst knapp dem Testsieger und dem vielseitigeren, aber kaum noch erhältlichen Epson SC-P600 geschlagen geben, die ein noch etwas satteres Schwarz produzieren. Matte Fine-Art-Papiere bedruckt er nicht randlos, Karton und Rollenpapier gar nicht.

Verarbeitung und Oberflächen des professionell wirkenden Boliden spielen in einer anderen Liga als beim Epson SC-P600. Der nutzt wiederum einen haltbaren, weniger empfindlichen Piezo-Druckkopf, während der des Canon auf thermischer Basis arbeitet und nach Nutzerberichten im Netz wohl gerne mal vorzeitig den Geist aufgibt – und das wird teuer. Vielleicht ist das ja auch ein Grund für die schmale Herstellergarantie von nur einem Jahr.

Mangels Display erfolgt die Bedienung bei den fünf Canon-Druckern am Gerät selbst nur über drei Tasten: On/Off, Abbruch/Fortsetzung und Wi-Fi. Für die Kopplung per WPS muss man die Wi-Fi-Taste gedrückt halten, bis die Betriebs-LED aufleuchtet, was mit Ausnahme des bockigen Pixma iP7250 problemlos gelang.

Die Druckeinstellungen können im Treiber oder mithilfe des kostenlosen Plugins »Print Studio Pro« für Lightroom Classic CC und Photoshop Elements von Adobe vorgenommen werden. Ebenso wie der Epson SureColor und der favorisiserte Nachfolger nervt der 10S gelegentlich mit Wartungszyklen, treibt es dabei aber nicht ganz so weit wie der SC-P600.

Die folgenden Screenshots wurden mit dem Canon Pixma Pro 100S erstellt, würden beim imagePROGRAF 300-Pro und Pixma 10S aber nahezu identisch aussehen.

Ebenso wie der Testsieger arbeitet der Canon 10S komplett mit Pigment-Tinten. Insgesamt kommen zehn verschiedene Patronen inklusive zwei Grautinten und dem Chroma Optimizer (nur bei Glanzpapier) zum Einsatz, der auch bei schräger Draufsicht und Reflexionen für einen einheitlichen Eindruck von der Oberfläche sorgt.

Farbstoffbasierte Tinten können unter UV-Einfluss schnell ausbleichen, für haltbare Ausdrucke ist man daher auf die Verwendung von Papieren mit einer UV-Schutzschicht angewiesen. Mit den glänzenden und halbmatten Originalmedien von Canon sollte man hier auf der sicheren Seite sein. Die Haltbarkeit der Prints der meisten Pigment-Drucker bleibt trotzdem überlegen.

Die Papierzuführung erfolgt über den Haupt-Papiereinzug für 150 Blatt Normalpapier bis zum Format A3+ oder über den dahinter liegenden Einzelblatteinzug für dicke Papiere. Bei den Papierformaten ist man im Gegensatz zum großen Epson auf die Vorgaben im Treiber beschränkt. Ethernet, USB 2.0 und WLAN sind vorhanden, Wi-Fi Direct fehlt. Über Front-USB findet der Printer direkt Anschluss an PictBridge-fähige Geräte wie Digitalkameras.

Canon hat eine große Auswahl an sehr schönen, hochwertigen Papieren im Angebot, die teilweise besser erhältlich sind als die von Epson. So konnten wir hier mit Glanz-, Seidenglanz- und mattem Papier drucken. Der Pixma 10S wird als Profimodell umfangreich von Papierherstellern mit Druckprofilen unterstützt und hat auch generische Profile etwa für mattes Fine-Art-Papier an Bord. Dasselbe gilt in geringerem Umfang übrigens auch für den günstigeren Pixma 100S.

Das edle Luster (Seidenmatt)-Papier von Canon war die erste Wahl, weil man damit einfach wunderschöne Fotos drucken kann. Im Gegensatz zum kleinen Bruder Pixma Pro 100S gelingen Ausdrucke dank passendem Profil ohne Warmstich.

An der Druckqualität gibt es absolut nichts auszusetzen. Die kräftigen Farben kommen dem Original so nahe wie beim Epson, Hauttöne werden natürlich und mit feinsten Abstufungen zu Papier gebracht. Auch der Detailreichtum überzeugt. Schwarz wird nicht ganz so dunkel dargestellt wie beim Testsieger und dem SC-P600, die Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen ist auf Augenhöhe und erreicht nicht ganz die Qualität des Dye-Tinten-Druckers Pixma Pro 100S.

Schwarzweiß-Fotos fallen beim Canon Pro 10S nicht ganz so neutral aus wie beim Epson SC-P600 und dem nachfolger imagePROGRAF 300-Pro und zeigen auf Luster-Papier einen wirklich dezenten Blau-Grün-Stich sowie auf dem glänzenden Platinum Pro eine viel stärker ausgeprägte Tendenz Richtung Blau und Magenta. Auf der höchsten Qualitätsstufe ließ sich der Canon 10S für einen Ausdruck desselben Fotos im selben Format fast so lange Zeit wie die Epson-Drucker.

Einen hervorragenden Eindruck hinterlässt auch der Ausdruck des Testbilds. Weder der neutrale Grauverlauf noch der Farbverlauf zeigen sichtbare Abstufungen.

Besonderes Lob verdient aus unserer Sicht zudem die sehr genaue und konstante Papierführung des Fotodruckers, die im Testfeld ihresgleichen sucht, die professionelle Anmutung des Boliden unterstreicht und hilft, Beschnitt zu minimieren.

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