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Der beste Fußballschuh

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Fußballschuh Test: Fussballschuh Aufmacher
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­selektronik. Er ist Spezialist für Flachbildfernseher und schreibt unter anderem für Audiovision, i-fidelity und Auto Bild Klassik.

Wir haben 10 Fußballschuhe getestet. Der beste ist für uns der Puma One 20.1 Fg/ag, der sich sehr angenehm trägt, bei Traktion und Spielverhalten Bestnoten verdient und mit hochwertigen Materialien und exzellenter Verarbeitung glänzt. Etwas konservativer bezüglich Optik und Schnitt sind der Adidas Kaiser 5 sowie der Asics Blue/White/Flash Coral, die aber auf Rasen ebenfalls eine tolle Figur abgeben.

Deutsche Fußballer haben eine besondere Affinität zum Fußballschuh: Schließlich waren die Schuhe mit auswechselbaren Stollen der deutschen Nationalspieler bei der WM 1954 in der Schweiz mit ein Grund dafür, dass die Elf von Bundestrainer Sepp Herberger im Finale auf regennassem Rasen gegen den haushohen Favoriten aus Ungarn gewann. Die Schraubstollen waren eine Erfindung des Adidas-Gründers Adolf Dassler und bescherten den deutschen Kickern einen erheblichen Vorteil gegenüber der Mannschaft von Gusztáv Sebes, die, wie fast alle Teams zur damaligen Zeit, mit klassischen Leistenschuhen antrat.

Schraubstollen spielen heute bei Fußballschuhen eine nicht mehr so bedeutende Rolle, sie bergen eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr. Stattdessen sind die meisten Fußballtreter mit festen Nocken oder Noppen ausgestattet.

Wir haben 10 Modelle unter die Lupe genommen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Puma One 20.1 FG/AG

Test Fußballschuh: Puma One 20.1
Für maximale Spielfreude besteht der Puma One 20.1 FG/AG unter anderem aus Leder und begeistert durch perfekte Passform, eine griffige Sohle und eine nützliche Anziehhilfe.

Der knallgelbe Puma One 20.1 FG/AG setzt sich optisch selbstbewusst in Szene, überzeugt aber auch durch hervorragende Leistungen auf dem Spielfeld. Er ist leicht, besteht aus hochwertigen Materialien, beißt sich im Boden fest und vermittelt ein tolles Spielgefühl. Trotz seiner engen Passform ist das Anziehen kein Problem, weil der Puma an der Ferse eine Anziehhilfe integriert hat.

Bequemer Klassiker

Adidas Kaiser 5

Fußballschuh Test: Adidas Kaiser 5
Der Adidas Kaiser 5 vereint als legendärer Fußballschuh hohen Tragekomfort, tolles Ballgefühl und hochwertige Verarbeitung.

Als traditioneller Fußballschuh paart der Adidas Kaiser 5 hohen Tragekomfort dank weichem Rindsleder, guten Grip und eine ausgezeichnete Verarbeitung mit geklebter und genieteter Sohle. Das Anziehen ist kinderleicht, das Ballgefühl exzellent und das Preis-Leistungs-Verhältnis fair. Speziell etwas breitere Füße fühlen sich in dem Schuh pudelwohl.

Lederschuh mit Pep

Asics Blue/White/Flash Coral

Fußballschuh Test: Fussballschuh Asics Bluewhiteflash Coral Klein
Aus weichem Leder gefertigt überzeugt der Asics Blue/White/Flash Coral mit bequemem Einstieg, toller Verarbeitung und viel Spielgefühl.

Auch der Asics Blue/White/Flash Coral ist weitgehend aus Leder gefertigt, hat eine genietete Sohle und lässt seinen Besitzer blitzschnell in den Fußballschuh schlüpfen. Er ist vorne etwas schmaler als der Kaiser 5 geschnitten, trägt sich super bequem und sorgt dafür, dass man auf Rasenplätzen perfekten Stand genießt und den Ball sicher und präzise stoppen, weiterleiten und schießen kann.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritBequemer KlassikerLederschuh mit Pep
ModellPuma One 20.1 FG/AGAdidas Kaiser 5Asics Blue/White/Flash CoralNike Superfly 7 Academy FG/MGAdidas Nemeziz 17.1 FGBolog High Top Spikes Cleats AthleticsUnder Armour Magnetico Control ProAdidas X 19.3 FGNike Vapor 13 Academy FM/GMPuma Future 5.1 Netfit FG/AG
Test Fußballschuh: Puma One 20.1Fußballschuh Test: Adidas Kaiser 5Fußballschuh Test: Fussballschuh Asics Bluewhiteflash Coral KleinTest Fußballschuh: Nike Superfly 7 Academy Fg/MgTest Fußballschuh: Adidas Nemeziz 17.1 FGTest Fußballschuh: Bolog High Top Spikes Cleats AthleticsFußballschuh Test: Under Armour Magnetico Control ProTest Fußballschuh: Adidas X 19.3 FgTest Fußballschuh: Nike Vapor 13 Academy Fm/GmTest Fußballschuh: Puma Future 5.1 Netfit
Pro
  • Hochwertige Materialien, u. a. Leder
  • Sehr guter Tragekomfort
  • Praktische Anziehhilfe
  • Agiles Laufverhalten
  • Tolles Spielgefühl
  • Sehr bequem
  • Extrem leichter Einstieg
  • Weiches Rindsleder
  • Sohle vorne geklebt und genietet
  • Sehr gutes Ballgefühl
  • Sehr gute Standfestigkeit
  • Weiches Leder
  • Sehr leicht anzuziehen
  • Sohle zusätzlich vernietet
  • Bequem zu tragen
  • Sehr gute Ballkontrolle und Traktion
  • Hochwertig verarbeitet
  • Sehr gute Traktion
  • Gutes Ballgefühl
  • Strukturierte Oberfläche
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Raue Oberfläche
  • Perfektes Ballgefühl
  • Tolle Standfestigkeit
  • Sehr preiswert
  • Ordentlicher Stand
  • Lässt sich gut anziehen
  • Etwas breiter geschnitten
  • Hochwertig verarbeitet
  • Oberfläche mit 3D-Struktur
  • Tolles Spielgefühl
  • Exzellente Standfestigkeit
  • Weich gepolstert
  • Strukturierte Außenhaut
  • Gutes Ballgefühl
  • Ordentliche Traktion
  • Leichter Einstieg
  • Robust und stabil verarbeitet
  • Verstärkter Mittelfußbereich
  • Ballgefühl und Standfestigkeit stimmen
  • Individuelle Optik
  • Hochwertig verarbeitet
  • Sehr guter Tragekomfort
  • Sohle für perfekte Traktion
  • Perfekte Ballkontrolle
Contra
  • Etwas weniger Halt im Knöchelbereich als hochgezogene Fußballschuhe
  • Etwas weniger Halt im Knöchelbereich als hochgezogene Fußballschuhe
  • Schmal geschnitten
  • Umständliches An- und Ausziehen
  • Schmal geschnitten
  • Umständliches An- und Ausziehen
  • Materialien nicht so hochwertig
  • Wenig Innenpolsterung
  • Glatte Oberfläche
  • Nike-Logo nachgeahmt
  • Teuer
  • Sehr enger Einstieg
  • Druckstellen
  • Anziehen umständlich
  • Eng geschnitten
  • Etwas weniger Halt im Knöchelbereich als hochgezogene Fußballschuhe
  • Lasche etwas klein geraten
  • Vorne recht schmal geschnitten
  • Etwas weniger Halt im Knöchelbereich als hochgezogene Fußballschuhe
  • Teuer
  • Schwer anzuziehen
Bester Preis
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Stollen, Nocke oder Multinocke?

Neben Hallen-Fußballschuhen unterscheidet man mittlerweile zwischen Stollen-, Nocken- und Multinockenschuhen. Schraubstollen können mit einem Schlüssel gewechselt werden, um die Stollenlänge optimal auf den Zustand des Platzes anzupassen. Ein vom Regen durchtränktes Spielfeld erfordert längere Stollen als ein knochentrockenes Geläuf.

Stollenschuhe sind auf Kunstrasen verboten

Stollenschuhe haben in der Regel sechs Eisenstollen und zusätzliche Presszapfen an der Sohle, damit sich das Gewicht des Spielers gleichmäßiger verteilt. Auf Kunstrasenplätzen sind diese verboten, auf hartem Terrain läuft es sich in Stollenschuhen nicht ganz so komfortabel wie in Nockenschuhen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adidas Kaiser5 Stollen
Schraubstollen sind ideal für nassen Rasen, hier bieten sie optimale Haftung.

Deutlich beliebter und vielseitiger sind Fußballschuhe mit Nocken aus Kunststoff. Diese sind fest montiert und nicht austauschbar, 10 bis 14 Nocken befinden sich an einer solchen Sohle. Nockenschuhe sind die absoluten Allrounder und eignen sich für nassen und trockenen Naturrasen, Kunstrasen und bedingt auch für Ascheplätze. Sind die Nocken abgenutzt, muss man den kompletten Schuh ersetzen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Puma Nocke
Nocken eignen sich sowohl für Natur- als auch für Kunstrasen.

Speziell für Kunstrasen sind Multinockenschuhe konzipiert. Bei diesem Modell ist die Sohle mit vielen kleinen Gummizapfen überzogen. Der Druck wird auf eine breite Fläche verteilt, was die Standfestigkeit und die Stabilität des Spielers erhöht. Während trockene Rasenplätze noch mit der Multinocke bespielt werden können, ist nasses Gras zu rutschig.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adidas Multinocke
Multinockenschuhe werden ob ihrer Sohle auch als »Tausendfüßler« bezeichnet.

Diese Abkürzungen sollten Sie kennen

Viele Sportartikelhersteller spendieren ihren Fußballschuhen Kürzel, die darüber Aufschluss geben, für welches Terrain bzw. welchen Untergrund diese geeignet sind.

»SG« steht für »Soft Ground« und bedeutet Naturrasen. »AG« wiederum bedeutet »Artificial Ground«, also Kunstrasen. Schuhe, die den Zusatz »TF« (»Turf«) tragen, sind für Asche, kurzen Kunstrasen und generell harte Böden konzipiert.

»FG« (»Firm Ground«) und »HG« (»Hard Ground«) wiederum stehen für Natur- und Kunstrasen sowie Asche. Sollten Sie einen Fußballschuh für Hallenböden suchen, so achten Sie auf das Kürzel »IN« für »Indoor«. Dieses Schema dient zur ersten Orientierung und hilft Ihnen dabei, sich bei der Vielzahl unterschiedlicher Modelle schneller zu orientieren.

Darauf müssen Sie beim Kauf eines Fußballschuhs achten

Je nachdem, ob Sie auf Natur-, Kunstrasen oder Ascheplatz spielen, müssen Sie vor dem Kauf den optimalen Sohlentyp festlegen und sich für Schraubstollen, Nocken oder Multinocken entscheiden. Neben klassischen Fußballschuhen, in die Sie ganz normal hineinschlüpfen, bieten immer mehr Hersteller spezielle, extrem eng geschnittene Schuhe an, die wie eine Socke am Fuß anliegen und sich im Idealfall wie eine zweite Haut anfühlen. Diese Fußballschuhe haben oben ein flexibles Gummibündchen und sind häufig etwas höher für mehr Stabilität.

Eng anliegend wie eine zweite Haut

Ob Ihnen ein solcher Schuh gefällt, müssen Sie einfach ausprobieren. Das An- und Ausziehen gestaltet sich in der Regel schwierig, da diese Fußballschuhe den Fuß direkt umschließen und die Einstiegsöffnung sehr klein ausfällt. Vorteilhaft ist es, wenn an der Ferse eine kleine Schlaufe angenäht ist. So können Sie den Schuh etwas weiten und ihn gleichzeitig festhalten, wenn Sie sich den Schuh über den Fuß ziehen. Wir haben in unserem Test festgestellt: Diese Art von Fußballschuh muss ganz exakt passen, sonst bereitet sie keine Freude. Breitere Füße haben kaum Bewegungsspielraum. Mit Ausnahme eines Modells von Puma haben uns alle anderen Fußballtreter, in die man so schwer hineinkommt, nicht richtig gepasst. Bei Online-Bestellungen ist es auf jeden Fall sicherer, zu klassisch geschnittenen Schuhen wie dem Adidas Kaiser 5 oder dem Asics Blue/White/Flash Coral zu greifen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adidas Hauteng
Bei Fußballschuhen wie diesem Adidas-Modell ist es in Mode gekommen, dass diese am Fuß so eng anliegen wie ein Strumpf. Das erschwert mitunter das Hineinschlüpfen.

Entscheidend ist, dass ein Fußballschuh optimal passt. Der Fuß darf nicht hin- und herrutschen, etwas Platz nach vorne ist aber sinnvoll, damit die Zehe beim Schießen oder beim abrupten Abstoppen nicht an die Schuhspitze stößt. Je enger wiederum ein Schuh am Fuß anliegt, desto besser ist das Ballgefühl.

Zum Anprobieren sollte man die Art von Socken tragen, die man auch beim Training oder im Spiel anhat. Im Laufe des Tages schwellen Füße immer ein bisschen an, im Sommer noch stärker. Deshalb ist es ratsam, Fußballschuhe erst nachmittags oder am frühen Abend zu kaufen. Ansonsten kann man vorher auch ein Stücken laufen, um die Füße auf Betriebstemperatur zu bringen. Während eines Spiels oder Trainings nehmen Füße ebenfalls etwas an Volumen zu, das sollten Sie bei der Schuhauswahl bedenken.

Falls Sie eine spezielle Einlegesohle tragen, achten Sie darauf, dass sich die Innensohle im Fußballschuh problemlos herausnehmen lässt. Testen Sie den Schuh mit Ihrer Einlegesohle. Wenn er irgendwo drückt, die Zehen gequetscht werden oder Sie sich eingeengt fühlen, ist es das falsche Schuhwerk.

Leder weitet sich noch etwas aus

Fußballschuhe aus Leder weiten sich mit der Zeit noch etwas. Das kann für Menschen mit eher breiteren Füßen von Vorteil sein. Synthetikmaterialien halten ihre Form hingegen weitgehend bei. Werfen Sie unbedingt auch einen Blick auf die Verarbeitung des Schuhs. Passen die Nähte, ist die Sohle sauber verklebt oder gar verschweißt bzw. vernietet, macht das Schnürsystem einen stabilen Eindruck? Ziehen Sie ruhig mal kräftig an den Schnürsenkeln: Wenn hier schon die Ösen nachgeben oder Sie sich Sorgen um das Material machen müssen, lassen Sie lieber die Finger vom Schuh.

Ein Aspekt ist außerdem noch die Oberflächenstruktur des Schuhs. Einige Schuhe – häufig preiswerte Modelle aus Kunststoff – sind sehr glatt. Bessere Modelle hingegen sind strukturiert oder mit kleinen Naben überzogen. So können Sie dem Ball möglicherweise mehr Effet geben, wenn Sie ihn mit dem Innen- oder Außenrist spielen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Gruppenbild

So haben wir getestet

Wir haben unsere Fußballschuhe im Trainingsbetrieb auf Naturrasen getestet. Zunächst mussten die Schuhe einen Außen-Check über sich ergehen lassen: Wie sind sie verarbeitet, welche Materialien kommen zum Einsatz, wie gefallen sie optisch? Danach war es wichtig, wie sich die Schuhe anziehen lassen und wie ihr Tragekomfort ist. Hierbei spielen zwangsläufig subjektive Empfindungen eine Rolle. Kein Fuß ist gleich, jeder Fußballschuh sitzt deshalb an jedem Fuß ein wenig anders.

Auf dem Rasen mussten die Treter unter Beweis stellen, wie gut der Grip der Nocken ist, wie schnell man die Richtung wechseln und zu kurzen Sprints ansetzen kann, wie das Gefühl beim Laufen, Springen, Schießen, Flanken und Stoppen des Balls ist. Schmerzt es, wenn man einen Ball nicht ganz exakt trifft, und verzeiht es der Schuh auch, sollte man mal ein wenig unpräziser agieren?

Ein entscheidender Aspekt war ebenfalls, wie gut das vermittelte Ballgefühl ist. Schmiegen sich Fuß und Schuh wie eine Einheit an den Ball, oder wirkt der Schuh wie ein Fremdkörper? Dann kann man auf keinen Fall die beste spielerische Leistung abrufen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Puma One 20.1 Fgag

Unser Favorit: Puma One 20.1 FG/AG

Leuchtend gelb oder schwarz, leicht, bequem zu tragen und super agil – viele Merkmale kennzeichnen den Puma One 20.1 FG/AG, der für uns der beste Fußballschuh ist.

Unser Favorit

Puma One 20.1 FG/AG

Test Fußballschuh: Puma One 20.1
Für maximale Spielfreude besteht der Puma One 20.1 FG/AG unter anderem aus Leder und begeistert durch perfekte Passform, eine griffige Sohle und eine nützliche Anziehhilfe.

Der Puma-Schuh verbindet das beste aus mehreren Welten – sowohl bei der Materialauswahl, hier setzt er auf einen cleveren Mix – als auch beim Schnitt und beim Spielgefühl. Zwar ist der Kicker-Schuh mit Schlupfkonzept entworfen, das An- und Ausziehen gelingt jedoch deutlich besser als bei vielen anderen Schuhen dieser Art. Die Sohle ist top, und auf dem Platz vermittelt der Puma ein rundherum gutes Gefühl.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Puma One 20.1 Fgag Hinten
Perfekt verarbeitet: Die beiden Schlaufen als Anziehhilfen gehen in die schwarze Fersenkappe über.

Material und Verarbeitung

Beim Obermaterial kommen beim One 20.1 FG/AG so genanntes K-Leder und die Sprintweb-Technologie zum Einsatz, eine hochwertige Synthetikmischung. Das Leder ist super weich und erstreckt sich vom oberen Fuß hin zum Innenrist – das ist der Bereich, der beim Kicken am intensivsten genutzt wird. Das Leder ist nicht glatt, sondern weist eine dezente 3D-Struktur auf.

Hohe Verarbeitungsqualität mit sauberen Nähten

Die Außenseite des Schuhs, auf der sich das Puma-Logo erstreckt, erinnert an ein Kunststoffgewebe. Es ist minimal fester als das Leder, aber trotzdem weich und flexibel. Oben herum zieht sich ein Lederstreifen. Die Übergänge sind perfekt gelungen und spiegeln die hohe Verarbeitungsqualität des Puma wider. Die Nähte sind sauber, die Sohle erscheint wie aus einem Guss.

In die genannten Materialien hat der Schuh eine Art nahtlosen gestrickten Socken integriert. Dieser ist flexibel und lässt sich gut dehnen. An die Ferse ist eine Schlaufe genäht und verklebt, diese verschwindet unter der externen schwarzen Fersenkappe aus Kunststoff. Die Einlegesohle mit ordentlichem Fußbett und guter Dämpfung lässt sich herausnehmen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Puma One 20.1 Fgag Sohle
Griffig wie die Pfote eines Puma: Die Sohle des One 20.1 FG/AG fühlt sich auf Kunst- und Naturrasen pudelwohl.

Tragekomfort

Der One 20.1 FG/AG ist höher als viele klassische Fußballschuhe, aber etwas niedriger als die meisten modernen Schlupf-Modelle konzipiert. Seine Einstiegsöffnung fällt schön groß aus. Die rückseitige Schlaufe leistet zudem als Anziehhilfe tolle Dienste. So klappt das Anziehen ohne größere Schwierigkeiten.

Der ideale Kompromiss aus Luftigkeit und strammer Passform

Rundherum sitzt der Schuh sehr bequem. Dem weichen Material, mit dem der Innenschuh ausgekleidet ist, sei Dank. Puma gelingt der ideale Kompromiss aus Luftigkeit und strammer Passform. Der Schuh liegt eng an, trotzdem kann man Fuß und Zehen noch bewegen. Obwohl der One 20.1 vorne zusammenläuft, finden hier breitere Füße ohne spürbare Einschränkungen Platz.

Die Schnürung unterstützt den perfekten Tragekomfort: Wer will, kann den Fuß vom Schuh fest umschließen lassen, ohne dass der Schnürsenkel drückt.

Spieleigenschaften

Ausgelegt ist der Puma für Natur- und Kunstrasen. Der Halt auf dem grünen Geläuf ist optimal. Dafür sorgen runde Kunststoffstollen und längliche Nocken, die sich in den Boden krallen. Der Mittelfußbereich ist sehr gut stabilisiert, in der Sohle wird dieser Bereich durch zwei Kunststoffschienen überbrückt.

Der One 20.1 FG/AG hinterlässt beim Spielen und Trainieren einen sehr agilen und spritzigen Eindruck. Mit ihm freut man sich auf Sprints, Zweikämpfe und schnelle Antritte. Tempo- und Richtungswechsel meistert der Schuh ebenso wie abrupte Drehbewegungen auf den Zehenspitzen. Auch im Knöchelbereich fühlt man sich anständig geschützt.

Hohe Präzision dank perfektem Gefühl

Das weiche Leder des Außenschuhs ist Garant dafür, dass Fuß und Ball zu einer Einheit verschmelzen. So genießt man ausgezeichnete Ballkontrolle, kann die Kugel sicher annehmen und weiterleiten. Bei Schüssen bekommt man viel Druck auf den Ball, die hohe Präzision ergibt sich aus dem perfekten Gefühl. Gegen Nässe ist der Puma immun.

Mit dem Puma One 20.1 FG/AG erhält man einen beeindruckenden Fußballschuh mit stylischer Optik, toller Verarbeitung, hervorragenden Spieleigenschaften und hochwertigen Materialien.

Puma One 20.1 FG/AG im Testspiegel

Bislang hat noch kein seriöses Medium unseren Favoriten getestet. Sollte sich das ändern, so tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.

Alternativen

Mit dem Adidas Kaiser 5 und dem Asics Blue/White/Flash Coral haben wir zwei ganz klassische Fußballschuhe als Alternativen. Beide sind aus Leder, lassen sich extrem unkompliziert anziehen und gefallen uns durch ihren hohen Tragekomfort.

Bequemer Klassiker

Adidas Kaiser 5

Fußballschuh Test: Adidas Kaiser 5
Der Adidas Kaiser 5 vereint als legendärer Fußballschuh hohen Tragekomfort, tolles Ballgefühl und hochwertige Verarbeitung.

Beim Adidas Kaiser 5 ist es eine Mischung aus Rendezvous und Déjà-vu: Man kennt den Schuh gefühlt sei Jahrzehnten, trifft ihn aber jetzt möglicherweise nach langer Zeit zum ersten Mal wieder. Der Kaiser 5 – er wird auch unter der Bezeichnung Copa Mundial vertrieben – ist ein legendärer Klassiker aus dem Adidas-Sortiment, in dessen Look in den 70er Jahren schon Fußballgrößen wie Franz Beckenbauer und Co. aufliefen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adias Kaiser5 Groß
Ein Fußballschuh für Nostalgiker: Im Look des Kaiser 5 kickten schon zahlreiche Fußballgenerationen von Bundes- bis Kreisliga.

Der Kaiser 5 ist ein Fußballschuh, wie man ihn von früher kennt, ohne modischen Schnickschnack. Das merkt man direkt beim Anziehen. Im Gegensatz zu vielen hautengen Tretern schlüpft man hier ohne jeglichen Kraftaufwand rein, die innen gepolsterte Lasche ist riesengroß und lässt sich weit nach vorne ziehen, sodass sich ein wunderbarer Einstieg ergibt.

Robust und angenehm weich

Erhältlich ist der Kaiser 5 mit Nocken, Stollen und Multinocken, wir hatten ihn mit Nocken im Test. Das Obermaterial besteht aus so genanntem Full-Grain-Leder. Das ist angenehm weich, schmiegt sich schön an den Fuß an, ist aber gleichzeitig sehr robust und dicker als viele moderne Synthetikmaterialien. Konkret bedeutet dies: Auch wenn man den Ball mal nicht so sauber trifft oder bei einem Pressschlag getroffen wird, gibt der Schuh nicht jede Krafteinwirkung ungefiltert an den Fuß weiter.

Das Leder ist sehr strapazierfähig, um Rasenflecken und eine schnelle Abnutzung muss man sich hier keine Sorgen machen. Viele Nähte sind doppelt genäht. Ein besonderes Qualitätsmerkmal: Die Sohle ist vorne geklebt und genietet – die dürfte sich also kaum vom Schuh lösen.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Adias Kaiser5 Sohle
Die eingespritzte Laufsohle mit zwölf Nocken eignet sich für festen und natürlichen Boden.

Die insgesamt zwölf Nocken sind etwas größer als bei vielen Mitbewerbern. Am besten läuft man damit auf natürlichem Rasen. Für seinen Tragekomfort erhält der Kaiser 5 die Bestnote. Das Leder ist super weich, hier drückt und reibt nichts. Auch im Innenbereich kommt viel weiches Leder zum Einsatz, die Ferse schmiegt sich angenehm an den Fuß. Wer etwas breitere Füße hat, wird den Adidas-Treter schätzen. Zehen und Fuß haben ausreichend Platz, trotzdem sitzt der Kaiser schön stramm.

Die Einlegesohle ist konturiert und stark. Sie ist punktuell verklebt, lässt sich aber durch kräftiges Ziehen blitzschnell entfernen. Adidas verwendet bei diesem Schuh keine hauchdünnen Schnürsenkel, wie sie bei vielen teuren Topmodellen mittlerweile eingefädelt sind. Der breite Schnürsenkel lässt sich gut binden und perfekt dosieren – so kann man leicht beeinflussen, ob der Schuh knalleng oder lieber etwas lockerer getragen werden soll.

Optimaler Stand auf trockenem und nassem Rasen

Sowohl auf trockenem als auch auf nassem Rasen bieten die Nocken optimalen Stand. Die Passform ist so gut, dass man den Kaiser 5 gar nicht bemerkt. Er vermittelt ein sehr gutes Ballgefühl – beim Schießen, Dribbeln, Passen und bei der Ballannahme. Im Knöchelbereich muss man mit etwas weniger Halt leben als mit hochgezogenen Schuhen.

Der Adidas Kaiser 5 aus weichem Rindsleber hat ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis und ist ein hervorragender Schuh für Fußball-Traditionalisten. Er verzichtet auf eine schillernde Farbgebung und moderne Hightech-Materialien, begeistert durch den extrem bequemen Einstieg und ist gerade deshalb so gut, weil er gar nicht auffällt.

Lederschuh mit Pep

Asics Blue/White/Flash Coral

Fußballschuh Test: Fussballschuh Asics Bluewhiteflash Coral Klein
Aus weichem Leder gefertigt überzeugt der Asics Blue/White/Flash Coral mit bequemem Einstieg, toller Verarbeitung und viel Spielgefühl.

Auch der Asics Blue/White/Flash Coral besteht wie der Adidas Kaiser 5 aus Leder und ist so konzipiert, wie man Fußballschuhe über viele Jahre kannte. Vom Prinzip her ähnelt er der Adidas-Legende, ist vorne aber etwas schmaler geschnitten und damit eine Option für Kicker, denen der Schuh mit den drei Streifen möglicherweise etwas zu breit ist.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Asics Bluewhiteflash Coral
Peppige Farben, konventioneller Schnitt: Der Asics macht auf Rasenplätzen eine gute Figur.

Der Asics hat eine große Lasche, die man weit nach vorne ziehen kann. Dadurch schlüpft man in den Schuh fast so lässig rein wie in einen Badelatschen. Beim blauen und rosafarbenen Leder sind die meisten Nähe doppelt verarbeitet, der Vorderfußbereich ist leicht geriffelt. Der rosa Teil ist ganz dezent gelocht, was hübsch aussieht und die Oberfläche auflockert.

Die Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Das untermauert der Asics, wenn man einen Blick auf die Sohle wirft. Hier sitzen drei Nieten, die die Sohle und den oberen Schuh miteinander verbinden.

Guter Halt ohne Drücken oder Scheuern

Im Schuhinneren ist der Blue/White/Flash Coral mit grauem Leder gefüttert. Das ist weich, speziell im Fersenbereich liegt der Schuh sehr angenehm an, ohne zu drücken oder zu scheuern. Die Innensohle zum Herausnehmen gibt dem Fuß Halt. Während des Tragens besteht keine Gefahr, dass die Lasche verrutscht, da der Schnürsenkel durch sie hindurchgeführt wird.

Wie beim Adidas Kaiser 5 ist das Leder auch beim Asics sehr robust, die Füße fühlen sich beim Kicken gut geschützt an, falls der Gegenspieler mal am Ball vorbeisenst. Trotzdem hat man einen sehr direkten Kontakt zum Spielgerät und mit Außenrist, Innenrist oder Vollspann ein feines Gefühl. Das Schnürsystem lässt sich exakt dosieren. Im unteren Teil der Lasche sitzt blauer, netzartiger Stoff, der für eine vernünftige Belüftung sorgt.

Fußballschuh Test: Fussballschuh Asics Bluewhiteflash Coral Sohle
Die Sohle ist vernietet, der Mittelfußbereich sinnvoll verstärkt.

Feuchtigkeit perlt an der Leder-Außenhaut zuverlässig ab. Die zwölf Nocken sind unten offen, hier sind kleine, Spike-artige Einsätze integriert, die möglicherweise die Griffigkeit erhöhen sollen, sich aber schnell mit Erde zusetzen. Die Traktion des Schuhs ist ausgezeichnet, durch die flache Konstruktion ist der Knöchelschutz logischerweise nicht so gut wie bei höheren Fußballstiefeln.

Insgesamt können wir den Asics Blue/White/Flash Coral absolut empfehlen, Preis, Verarbeitung, Tragekomfort und Spielgefühl stimmen.

Außerdem getestet

Ein wirklich schlechter Fußballschuh ist uns in unserem Test nicht begegnet. Alle Nockenschuhe ermöglichen guten Stand. Ein wesentlicher Unterschied zwischen einzelnen Modellen ist der Tragekomfort und die Art und Weise, wie einfach man einen Schuh anziehen kann. Die Preisspanne ist groß: Während der Bolog High Top Spikes Cleats Athletics aus chinesischer Produktion gerade mal um die 30 Euro kostet, werden für den Under Armour Magnetico Control Pro mehr als 200 Euro fällig.

Nike Superfly 7 Academy FG/MG

Der Nike Superfly 7 Academy eignet sich für Natur- und Kunstrasen. Er ist in Schwarz und Blau erhältlich und aus Synthetik hergestellt. Die strukturierte Oberseite erleichtert es, den Ball mit Effet zu spielen. Außerdem unterstützt sie eine enge Ballführung. Die Einlegesohle hat ein ordentliches Fußbett und kann herausgenommen werden.

Der Schuhkragen hat eine sehr enge Öffnung, das Anziehen ist damit deutlich umständlicher als bei einem klassischen Fußballschuh, eine Anziehhilfe in Form einer hinteren Lasche zum Festhalten des Treters fehlt. Von der Länge her passt uns der Superfly 7 Academy perfekt, die große Zehe hat noch etwas Luft nach vorne. Seitlich fühlt sich der Fuß jedoch stark eingeengt an. Der weiche Schuh soll zwar wie eine zweite Haut anliegen, doch etwas mehr Bewegungsspielraum wäre wünschenswert. So wirkt das doch etwas bedrückend. Das komplette Spiel über vergisst man nicht, dass man Fußballschuhe trägt.

Die Traktion ist dank elf schmaler Nocken vorzüglich, der Seitenhalt ebenfalls. Für schlanke Füße mag der Nike Superfly 7 Academy eine sehr gute Wahl sein. Bei breiteren Füßen glaubt man hingegen, in einem U-Boot gefangen zu sein.

Adidas Nemeziz 17.1 FG

Der Adidas Nemeziz 17.1 FG ist ähnlich konstruiert wie der Nike Superfly 7 Academy und fühlt sich auf Naturrasen am wohlsten, aber auch Abstecher auf Kunstrasen und Asche sind möglich. Seine Außenhaut besteht aus Synthetik, innen kommt Textil zum Einsatz. Wenn man den Schuh erst mal am Fuß hat sitzt er sehr stramm, das Anziehen ist jedoch ein kleiner Kampf, auch hier ist die Öffnung klein gehalten.

Der Adidas ist eher für schmale Füße gedacht. In der Länge gibt es keine Probleme, doch die Seiten drücken ein wenig – der Puma One 20.1 FG/AG ist diesbezüglich deutlich bequemer. Die Sohle mit gutem Fußbett lässt sich problemlos herausnehmen. An der Ferse ist der Nemeziz zwar weich gepolstert. Doch an unserem linken Fuß bereitete der Übergang von der Polsterung zum darüber abgesetzten Abschlussstreifen Probleme. Genau wie am linken Knöchel hat der Fußballschuh leicht gerieben.

Schnelle Tempowechsel und ein optimaler Stand sind mit dem Adidas-Treter dank seiner elf Nocken garantiert. Ballkontrolle und Ballgefühl sind top, durch die raue Oberfläche kann man die Flugbahn des Balls gezielt beeinflussen. Für schmale Füße ist der Nemeziz 17.1 FG ein toller Schuh, der beim Anziehen jedoch etwas nervig ist.

Bolog High Top Spikes Cleats Athletics

Wir sind nicht die einzigen, die den Bolog High Top Spikes Cleats Athletics auf den ersten Blick für einen Fußballschuh von Nike halten. Auch einigen Amazon-Käufern ging es so. Schuld daran ist das große Logo, das sich über den vorderen Bereich des Schuhs auf beide Seiten erstreckt. Die Ähnlichkeit zum Swoosh, wie das Nike-Firmenlogo offiziell heißt, kann kein Zufall sein. Hier hat der chinesische Hersteller Bolog bewusst abgekupfert, um so manchen Kunden in die Irre zu führen.

Der Preis ist natürlich rekordverdächtig. Es gibt hier für gerade mal 30 Euro einen Fußballschuh in vier unterschiedlichen Farbvarianten (Blau, Schwarz, Orange, Grün), der zum gelegentlichen Kicken durchaus geeignet ist. Im Gegensatz zu den Schuhen von Adidas und Nike kommt man in diesen ebenfalls sehr eng geschnittenen Schuh mit Gummibündchen deutlich besser rein, der eingenähte Socken gibt mehr nach, die Öffnung wird dadurch größer.

Die ebenfalls elf Nocken verleihen auf Natur- und Kunstrasen ein hohes Maß an Agilität, der Seitenhalt ist etwas geringer. Deutlich billiger fällt die Außenhaut aus Synthetikmaterial aus. Die Oberfläche ist glatt und ohne Struktur. Das wirkt sich weniger auf die Ballbehandlung aus, wer viel und gerne mit Innen- und Außenrist spielt, dürfte etwas griffigere Materialien jedoch bevorzugen. Der Schnürsenkel ist zudem direkt durch das sehr dehnbare Gewebe gezogen, hier fehlt eine Verstärkung. Man darf also gespannt sein, wie lange die Löcher überleben, ehe sie ausreißen.

Die herausnehmbare Sohle ist recht dünn und hat wenig Fußbett, die Innenpolsterung des Schuhs fällt dürftig aus. Der Schuh sitzt bei uns jedoch um einiges besser als der Adidas Nemeziz 17.1 FG und der Nike Superfly 7 Academy, da er breiter geschnitten ist. Stellt man sich auf die Zehen, so bemerkt man die fehlende Polsterung, der Fuß fühlt sich jetzt nicht mehr sonderlich wohl.

Insgesamt bietet der Bolog High Top Spikes Cleats Athletics das, was man zu diesem Preis erwarten darf, kleinere Schwächen sind da nachvollziehbar.

Under Armour Magnetico Control Pro

Der Under Armour Magnetico Control Pro ist mit Preisen jenseits der 200-Euro-Marke wohl eher kein Fußballschuh für Gelegenheits-Kicker. Der Nockenschuh für Natur- und Kunstrasen besteht aus 1,1 Millimeter dünnem Wallaroo-Material, das das Tragegefühl von Leder und die Strapazierfähigkeit von Synthetik bieten soll. Die Oberfläche hat eine 3D-Struktur, was sich positiv auf den Ballkontakt und das Spielgefühl auswirkt.

Der Einstieg in den Magnetico Control Pro ist extrem eng, der Fuß muss sich hier förmlich in eine Röhre zwängen. Eine Anziehhilfe in Form einer rückseitigen kleinen Schlaufe fehlt dem Under Armour leider – zum Spielen im heimischen Garten eignet sich der Schuh deshalb nicht, wenn der Nachwuchs alle paar Minuten mal einen kurzen Abstecher ins Wohnzimmer machen will. An- und Ausziehen sind einfach zu umständlich.

Vorne läuft der Treter recht schmal zusammen, auch seitlich ist er eher schmal geschnitten. Zu unserem Fuß war der Magnetico deshalb nicht richtig kompatibel. An der Ferse drückt und reibt der Schuh leicht – das ist natürlich keine generelle Schwäche, sondern der individuellen Bauform jedes einzelnen Fußes geschuldet. Die Polsterung ist nämlich zumindest im hinteren Bereich eigentlich gut gelungen. Vorne ist der Schuh hingegen sehr dünn. Wenn man sich auf die Zehenspitzen stellt, drückt der Schuh unterhalb des Schnürsystems.

Die Einlegesohle ist antimikrobiell und hat ein sehr gutes Fußbett. Schnelle Antritte und abruptes Abstoppen sind mit dem Under Armour Magnetico Control Pro ein Genuss, auch der Seitenhalt ist exzellent. Für den hohen Preis sollte man aber unbedingt intensiv testen, ob der Schuh perfekt passt.

Auch beim Adidas X 19.3 FG ist das Anziehen deutlich komplizierter als bei unseren drei Empfehlungen. Der Schuh ist sehr eng geschnitten, breitere Füße haben hier keinen Bewegungsspielraum. Abgesehen davon ist der X 19.3 FG ein guter Schuh für Rasen und Kunstrasen. Die strukturierte Oberfläche ist robust und vermittelt ein angenehmes Ballgefühl mit hoher Präzision beim Schießen und Passen.

Der Synthetik-Innenteil ist weich, drückt nicht und bietet einen guten Tragekomfort. Auch der Fersenbereich ist dick gepolstert. Die Innensohle kann flott gegen eine eigene ausgetauscht werden.

Schnelle Antritte sind mit dem Adidas X 19.3 problemlos möglich, die elf Nocken erlauben einen sicheren Stand und machen auch schnelle Richtungswechsel mit. Lediglich um den Knöchel herum könnte der Halt etwas besser sein.

Nike Vapor 13 Academy FM/GM

Wer keine Lust auf einen hautengen Fußballschuh hat, findet im Nike Vapor 13 Academy FM/GM ein klassisches Modell mit großzügigem Einstieg. Der Nockenschuh sitzt insgesamt angenehm, ist aber vorne recht eng geschnitten. Auch hier ist der Adidas Kaiser 5 – zumindest für unseren Fuß – die bessere, weil bequemere Alternative.

Das Synthetikmaterial wirkt stabil und abriebfest. Hier kann man auch mal ordentlich grätschen und den Rasen beackern, ohne dass am Nike gleich dauerhafte Spuren zurückbleiben. Der Bereich im Mittelfuß ist verstärkt, das wirkt sich aber nicht negativ beim Laufen oder Sprinten aus. Die Nocken gewähren perfekten Stand, zudem vermittelt der Schuh ein tolles Ballgefühl und eine gute Schussgenauigkeit.

Für unseren Geschmack hätte die Lasche gerne etwas länger und breiter ausfallen dürfen. So muss man sie beim Anziehen erst zurechtzupfen, damit sie nicht verrutscht oder Wellen schlägt. Die Innensohle ist nur hereingelegt und glücklicherweise nicht verklebt. Höhere Modelle wie der Bolog oder der Under Armour haben im Knöchelbereich etwas mehr Stabilität.

Puma Future 5.1 Netfit FG/AG

Der Puma Future 5.1 Netfit FG/AG ist optisch ein sehr extravaganter Schuh, den es nicht nur im von uns getesteten Tiger-Look, sondern auch in Blau und Schwarz gibt. Preislich liegt man hier wieder oberhalb der 100-Euro-Marke. Dafür erhält man einen exzellent verarbeiteten Schuh, der ein wenig an unseren Testsieger Puma One 20.1 FG/AG erinnert.

Der Einstieg ist allerdings deutlich schwerer, denn leider hat Puma hier auf die Lasche an der Ferse verzichtet. Die schmale Öffnung lässt sich glücklicherweise recht weit dehnen. Das Obermaterial ist einteilig gestrickt und angenehm weich – der leichte Schuh sitzt dadurch sehr eng an der Haut, was sich positiv auf die Ballkontrolle auswirkt. Leder absorbiert auftreffende Energie jedoch etwas besser, sollte man diesbezüglich empfindlich sein.

Der Puma Future 5.1 Netfit FG/AG ist enger als der One 20.1 FG/AG und fühlt sich auch kleiner an, der Fuß hat hier spürbar weniger Bewegungsfreiheit. Die Schnürung ist durchgehend und presst die dünne Außenhaut bei Bedarf knalleng an den Fuß. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Im Fersenbereich ist der Treter sehr gut gepolstert, in den anderen Bereichen fällt die Polsterung eher puristisch aus. Der Schuh ist trotzdem sehr weich, das Außenmaterial ist halt nur relativ dünn.

An der Sohle hat Puma längliche und konische Nocken – der Hersteller selbst spricht von Stollen – kombiniert. So krallt sich der Fußballschuh wie ein Tiger in den Rasen und macht jedes Manöver souverän mit. Die Ballkontrolle ist hervorragend. Puma Future 5.1 Netfit FG/AG und Puma One 20.1 FG/AG sind beide Qualitätsschuhe, unterscheiden sich aber ein wenig im Schnitt sowie bei der Schnürung und dadurch auch im Tragegefühl.

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