Der beste Gaming-Monitor

Gaming Monitor Test: Acer Predator Z35P

Der beste Computer-Monitor für Gamer ist der Acer Predator Z35P. Das riesige Breitwand-Display im Curved-Design lässt einen tief in die Gaming-Welt eintauchen, die hohe QHD-Auflösung sorgt für knackscharfe Details und dank seiner hohen Bildwiederholfrequenz samt G-Sync-Technik werden auch anspruchsvolle Action-Games flüssig und scharf dargestellt. Da schlägt das Gamer-Herz höher!

Anspruchsvolle Spieler stellen an ihre Monitore andere Anforderungen, als es beispielsweise bei der Bildbearbeitung oder im Office-Betrieb der Fall ist. Während eine hohe Farbtreue für ein Gaming-Display natürlich wünschenswert ist, gilt eine schlierenfreie Darstellung und eine hohe Bildwiederholrate als eigentliche Priorität. Für beides braucht es eine möglichst geringe Reaktionszeit der einzelnen Pixel.

Wenn es um Farbtreue geht, führt kaum ein Weg an IPS-Displays vorbei, die sich deshalb in den meisten Bereichen auch immer mehr durchsetzen. Für Computer-Spiele sind die üblichen Reaktionszeiten von IPS-Panels dagegen bislang zu langsam – auch wenn sich das Blatt hier langsam wendet. Doch in Sachen Geschwindigkeit hat die ältere TN-Technologie nach wie vor die Nase vorn. TN-Panels haben allerdings hinsichtlich Farbtreue und Blickwinkelstabilität gegenüber IPS-Panels das Nachsehen.

Als Alternative zu diesen beiden Display-Varianten gibt es immer häufiger VA-Panels: Sie bieten eine bessere, fast schon vergleichbare Bildqualität wie IPS-Modelle, kosten aber weniger. Doch auch VA ist etwas langsamer als TN.

Wir haben uns sieben Gaming-Monitore für Sie angesehen und getestet. Zwei davon haben ein VA-Panel, zwei ein TN-Display und drei verwenden IPS als Display-Technologie.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger: Acer Predator Z35P

Test Gaming-Monitor: Acer Predator Z35P
Gamer dürfen sich dank des Curved-Designs und der hohen Auflösung auf eine höhere Immersion und knackscharfe Details freuen.

Wer einmal mit über 60 Hertz gezockt hat, will so schnell nicht mehr davon weg – und der Acer Predator Z35P bietet gleich 120 Hertz. Das Bild ist in allen Spielsituationen gestochen scharf, hell und sauber ausgeleuchtet. Unscharfe Bewegungen und Tearing werden dank Nvidias G-Sync-Technik in allen Spielen auf ein Minimum reduziert.

Außerdem bietet der Acer-Monitor ein Curved-Design, das Spieler noch intensiver in die virtuellen Welten versetzt – Stichwort Immersion. Eindruck schinden auch die üppige Displaydiagonale von sagenhaften 30 Zoll und die hohe QHD-Auflösung. Und auch der restliche Ausstattungsumfang stimmt: Der Acer Predator Z35P lässt sich gut einstellen und es sind genügend Anschlüsse vorhanden. Eine hochwertige Verarbeitung inklusive Aluminium-Standfuß runden den guten Eindruck unseres Testsiegers ab.

Einziger Wermutstropfen ist der nicht gerade günstige Preis von knapp 1.100 Euro.

Freesync-Alternative: AOC AGON AG352QCX

Gaming-Monitor-Test AOC AGON AG352QCX
Dank Freesync eignet sich die Alternative des Testsiegers für Besitzer von AMD-Radeon-Grafikkarten.

Wenn Sie keine Nvidia-Geforce-Grafikkarte besitzen, um die Bild­syn­chro­ni­sa­tions­tech­nik G-Sync zu nutzen, dann ist der AOC Agon AG352QCX eine fast ebenbürtige Alternative. Er bietet fast den gleichen Funktionsumfang wie unser Favorit, inklusive Curved-Design, setzt aber auf Freesync, das von AMD-Radeon-Grafikkarten angesteuert werden kann.

Tatsächlich bietet der AOC-Monitor mit 200 Hertz eine noch höhere Bildwiederholfrequenz als unser Testsieger, dafür ist die Auflösung aber etwas geringer. Ein weiterer Pluspunkt ist der Preis: Der AOC Agon AG352QCX ist ein ganzes Stück günstiger als unser Testsieger.

Gut & günstig: BenQ ZOWIE XL2735

Test Gaming-Monitor: BenQ ZOWIE XL2735
Trotz hoher Auflösung, flotter Bildwiederholraten und guter Ausstattung ist der BenQ ZOWIE der günstigste Monitor im Test.

Noch günstiger ist der BenQ Zowie XL2735 zu haben. Auch er bietet eine gute Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz, eine hohe Auflösung und ein flottes, dafür aber nicht ganz so farbintensives TN-Panel.

Für eine flüssige Bildwiedergabe kommt die hauseigene Technik namens DyAc zum Einsatz, die aber nicht so weitreichend eingreift wie Freesync oder G-Sync. Im Lieferumfang befinden sich außerdem abnehmbare, seitliche Klappen zum Schutz vor Lichteinstrahlung sowie eine kabelgebundene Fernbedienung, um zwischen Profilen umschalten zu können.

Speed-King: Asus ROG Swift PG258Q

Test Gaming-Monitor: Asus ROG Swift PG258Q
Mit rasanten 240 Hertz und hellem, schnell schaltendem Panel eignet sich der Asus-Monitor auch für professionelle E-Sport-Profis.

Wenn es um Schnelligkeit geht, wie es vor allem bei professionellen E-Sportlern und schnellen Shootern der Fall ist, dann ist der Asus ROG Swift PG258Q die beste Wahl. Der Bildschirm bietet eine rasante Bild­wie­der­hol­fre­quenz von 240 Hertz und eine Reaktionszeit von nur einer Millisekunde! Für flüssige Bildabläufe sorgt hier wiederum G-Sync.

Allerdings muss man für die hohe Geschwindigkeit einige Kompromisse eingehen: Die Displaydiagonale misst nur knapp 25 Zoll und auch die Auflösung ist mit lediglich 1.920 x 1.080 Pixel (Full-HD) deutlich geringer.

Farbechtes Display: Viewsonic XG2703-GS

Test Gaming-Monitor: Viewsonic XG2703-GS
Das IPS-Panel des Viewsonic-Bildschirms sorgt für knackige Farben und hohe Blickwinkelstabilität, ohne an Geschwindigkeit einbüßen zu müssen.

Der Viewsonic XG2703-GS bietet ein farbechtes, blickwinkelstabiles IPS-Panel – in Sachen Bildqualität können ihm die anderen Testkandidaten also kaum etwas vormachen. Doch auch die restliche Ausstattung stimmt: Die Auflösung beträgt 2.560 x 1.440 Pixel, die Reaktionszeit vier Millisekunden und die Bildwiederholfrequenz sogar schnelle 165 Hertz – G-Sync ist ebenfalls mit an Bord.

Die tolle Panel-Qualität hat allerdings ihren Preis: der 27-Zoller ist der zweitteuerste im Test.

Vergleichstabelle

TestsiegerFreesync-AlternativeGut & günstigSpeed-KingFarbechtes Display
Modell Acer Predator Z35P AOC AGON AG352QCX BenQ ZOWIE XL2735 Asus ROG Swift PG258Q Viewsonic XG2703-GS Asus ROG Swift PG279Q Asus MG 279Q
Test Gaming-Monitor: Acer Predator Z35PGaming-Monitor-Test AOC AGON AG352QCXTest Gaming-Monitor: BenQ ZOWIE XL2735Test Gaming-Monitor: Asus ROG Swift PG258QTest Gaming-Monitor: Viewsonic XG2703-GSTest Gaming-Monitor: Asus ROG Swift PG279QTest Gaming-Monitor: Asus MG 279Q
Pro
  • Curved-Display
  • Große Bildfläche
  • Hohe Bildwiederholrate
  • Sehr hohe Auflösung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • G-Sync
  • Curved-Display
  • Große Bildfläche
  • Hohe Bildwiederholrate
  • Freesync
  • Hohe Bildwiederholrate
  • Hohe Auflösung
  • Niedrige Reaktionszeiten
  • Inklusive Sichtblenden & Kabelfernbedienung
  • Erschwinglicher Preis
  • Sehr hohe Bildwiederholrate
  • 3D-Darstellung
  • Hohe Helligkeit
  • G-Sync
  • Erstklassige Bildqualität
  • Hohe Blickwinkelstabilität
  • Hohe Bildwiederholrate
  • Hohe Auflösung
  • Natürliche Farben
  • G-Sync
  • Sehr gute Bildqualität
  • Hohe Blickwinkelstabilität
  • Hohe Bildwiederholrate
  • Hohe Auflösung
  • G-Sync
  • Hohe Bildwiederholrate
  • Hohe Blickwinkelstabilität
  • Gute Ausstattung
  • FreeSync
Contra
  • Hoher Preis
  • Mäßige Blickwinkelstabilität
  • Anschlüsse schwer erreichbar
  • Relativ niedrige Auflösung
  • Niedrigerer Kontrast
  • Weniger natürliche Farben
  • Mäßige Blickwinkelstabilität
  • Mäßige Gammawerte ab Werk
  • Stellenweise ungleichmäßige Ausleuchtung
  • Mäßige Blickwinkelstabilität
  • Weniger natürliche Farben
  • Bildsynchronisation DyAc greift nur bei hohen Bildfrequenzen
  • Mäßige Blickwinkelstabilität
  • Weniger natürliche Farben
  • "Nur" Full-HD
  • Kleinste Bildschirmdiagonale im Test
  • Hoher Preis
  • Umständliche Menübedienung
  • Ungünstige Position der Headset-Halterung
  • Stellenweise Nachzieheffekte
  • Teilweise Nachzieheffekte
  • Geringe Aussstattung
  • Teuer
  • Teilweise Nachzieheffekte
  • Moduseinstellungen könnten besser sein
Bester Preis
Technische Daten  

G-Sync oder FreeSync?

Im Segment der Gaming-Monitore machten in letzter Zeit vor allem zwei Technologien von sich Reden: G-Sync von Nvidia und Freesync von AMD. Beide Systeme sollen dafür sorgen, dass Spiele durch eine bessere Kommunikation zwischen Grafikkarte und Monitor flüssiger laufen. Dazu wird die Bildwiederholfrequenz des Monitors kontinuierlich mit der Framerate synchronisiert, die die Grafikkarte gerade leistet. Das bedeutet: Rendert eine Grafikkarte ein Spiel mit 36 Frames pro Sekunde, arbeitet auch der Monitor mit 36 Hertz.

In der Praxis sorgt das dafür, dass die oft sichtbaren Tearings, also »zerrissene« Bildinhalte, fast komplett ausgemerzt werden. ComputerBase stellt die Vor- und Nachteile von G-Sync in einem ausführlichen Artikel vor; ein Vergleich von G-Sync und FreeSync findet sich beispielsweise bei PC Games Hardware.

Das Problem: Vor allem G-Sync-Monitore sind durch die Notwendigkeit eines speziellen Chipsatzes nicht nur vergleichsweise selten, sie kosten auch in der Regel rund 150 bis 200 Euro mehr als vergleichbare Modelle ohne dieses Feature.

G-Sync-Modelle sind deutlich teurer

Außerdem handelt es sich bei G-Sync um eine proprietäre Technologie, die die Nutzung einer Nvidia-Geforce-Grafikkarte zwingend voraussetzt. Als Käufer eines G-Sync-Monitors bindet man sich damit letztlich langfristig an Nvidia.

Beim Konkurrenzsystem AMD Freesync handelt es sich dagegen um eine offene Technologie, für die AMD anders als Nvidia keine Lizenzgebühren von den Herstellern verlangt. Dadurch sind Freesync-Monitore oft günstiger als ihre G-Sync-Pendants. Doch auch hier gilt der Grafikkarten-Zwang, denn auch Freesync funktioniert nur in Kombination mit den entsprechenden AMD-Radeon-GPUs.

Wer sich also nicht auf Grafikkarten eines Herstellers einschränken lassen will, kann auch auf die Techniken verzichten – Hauptsache, es ist ein Monitor mit einer hohen Bildwiederholfrequenz wie 144 Hertz. Auch ComputerBase empfiehlt als Alternative zu G-Sync und Freesync einen Monitor mit 144 Hertz Bildwiederholfrequenz.

Da die Technologien aber eine unbestreitbar flüssige Wiedergabe ermöglichen, besitzen fast alle unserer Testkandidaten G-Sync oder Freesync. Einzig der BenQ Zowie XL2735 liefert in unserem Test unabhängig von der Grafikkarte ein hervorragendes Spielerlebnis und reduziert die Nachteile durch eine Reihe durchdachter Funktionen.

Gaming Monitor Test: Acer Predator Z35P

Unser Favorit: Acer Predator Z35P

Der Acer Predator Z35P ist schon dank seines Designs mit dem markanten Standfuß klar als Gaming-Monitor zu erkennen. Mit seinem gekrümmten 35-Zoll Bildschirm mit QHD-Auflösung taucht man als Gamer tief ins Spielgeschehen ein.

Testsieger: Acer Predator Z35P

Test Gaming-Monitor: Acer Predator Z35P
Gamer dürfen sich dank des Curved-Designs und der hohen Auflösung auf eine höhere Immersion und knackscharfe Details freuen.

Das VA-Panel liefert einen hohen Kontrast, was für satte Schwarzwerte sorgt. Hinzu kommt eine natürliche Farbwiedergabe – insbesondere, wenn wir auf den sogenannten sRGB-Modus umschalten. Denn dann deckt der Monitor 99,3 Prozent des sRGB-Farbraumes ab – hier wirken Bilder also besonders lebendig.

Der Acer lässt das Gamer-Herz höher schlagen

Mit einer Grau-zu-Grau-Umschaltzeit von vier Millisekunden, einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hertz und Nvidia G-Sync stellt er Bewegungen deutlich flüssiger dar, als es die typischen 60-Hertz-Monitore schaffen. Der Hersteller hatte mit diesem Monitor ganz klar anspruchsvolle Gamer im Visier.

Der Acer Predator Z35P hat eine große Bilddiagonale von 35 Zoll und löst mit 3.440 x 1.440 Pixel (QHD) auf. Mit knapp 1.100 Euro ist er aber auch das teuerste Modell im Testfeld. Den Mehrpreis macht der Z35P aber locker durch seine sehr gute Bildqualität und seine hervorragenden Gaming-Eigenschaften wett.

Curved-Design steigert die Immersion

Schon optisch macht der Acer Predator Z35P einiges her: Nicht nur wegen der großen Displaydiagonale, sondern auch wegen des gekrümmten Bildschirms. Die Biegung fällt aufgrund des 1800-Millimeter-Radius (1800R) recht eng aus, was für eine sehr immersive Erfahrung sorgt – Gamer werden also regelrecht mitten ins Geschehen versetzt.

Die Wölbung des Curved-Displays ist gut auf das menschliche Auge angepasst, was sich positiv auf das Sichtfeld auswirkt. Außerdem haben die Inhalte mehr Tiefe und wirken weitaus räumlicher als auf herkömmlichen Flachbildschirmen.

Allerdings sollten Gamer für Platz auf dem Schreibtisch sorgen. Denn aufgrund des gewölbten Bildschirms und der großen Bildschirmdiagonale nimmt der Z35P ordentlich Platz ein.

Beim Design hat Acer auf dünne Bildschirmränder geachtet, wodurch die Bildfläche noch größer wirkt. Insgesamt ist der Monitor vorbildlich verarbeitet. Es kommt hauptsächlich Kunststoff in einer grau gebürsteten Aluminium-Optik zum Einsatz, an der Ober- und Unterseite entscheidet sich der Hersteller für ein auffälliges Rot.

Ein stabiler Metall-Standfuß bietet ausgezeichneten Halt und vermittelt auch damit den Eindruck, dass Acer sich mit dem Predator Z35P an Zocker richtet: Der Monitor lässt sich neigen, drehen und in der Höhe verstellen, um die für sich beste Sicht zu gewährleisten. Wer den Monitor auf eine LAN-Party oder ein Turnier mitnehmen möchte, kann den Z35P am stabilen Metallgriff tragen. Allerdings braucht es dafür Kraft und Ausdauer, denn der Acer Predator Z35P wiegt satte 12,5 Kilogramm. Etwas schade finden wir, dass Acer auf eine Headset-Halterung verzichtet hat.

Passende, hochwertige Gaming-Optik

In Sachen Anschlüssen liefert der Gaming-Monitor dagegen alles nötige, nämlich einen Displayport und einmal HDMI. Im Lieferumfang befinden sich auch die beiden passenden Anschlusskabel. Die vollen 120 Hertz inklusive G-Sync schöpft man allerdings nur über Displayport aus. Leider sind die Schnittstellen nicht so gut erreichbar, denn Acer integriert sie an der Unterseite des Bildschirms.

Apropos Unterseite: Dort verbaut Acer auch eine LED-Beleuchtung, die in Rot, Grün oder Blau leuchten kann. Auf Wunsch können auch Effekte wie »Atmen« eingestellt werden – oder die LEDs informieren über den Status der G-Sync-Technik.

Hinzu kommt noch ein USB 3.0-Hub, an dem sich vier Geräte anschließen lassen. Da der Hub aber komplett auf der Rückseite platziert wurde, kommt man auch hier nur schlecht an die Steckplätze heran.

Auch an integrierte Boxen hat Acer gedacht. Die 9-Watt-Stereolautsprecher sind sogar DTS-zertifiziert und bieten einen recht ordentlichen Klang. Ein gutes Paar externe Boxen können die Lautsprecher aber natürlich nicht ersetzen.

Viele Einstellmöglichkeiten inklusive Übertaktung

Wer Zweifel hegt, dass Acer den Predator Z35P voll auf Gaming-Tauglichkeit trimmt, verliert diese spätestens beim Blick in die umfangreichen Konfigurationsmenüs. Acer hat dem Gaming-Monitor eine ganze Reihe an Einstellmöglichkeiten spendiert, um die Bildwiedergabe nach eigenen Wünschen zu ändern.

Ab Werk bietet der Hersteller auch vier vorkonfigurierte Wiedergabeprofile an, unter anderem auch fürs Gaming und für Filme. Im User-Profil lassen sich eigene Werte eingeben. Auswählbar ist auch ein Blaulichtfilter, der das menschliche Auge vor schneller Übermüdung schützt.

Außerdem lassen sich dunkle Bereiche in Spielen für eine bessere Sichtbarkeit etwas aufhellen. Hinzu kommen viele Optionen zur Farbanpassung und die Möglichkeit, sich ein ständiges Fadenkreuz als Overlay einblenden zu lassen. Das kann beim virtuellen Zielen durchaus helfen, da es immer die exakte Mitte des Bildschirms markiert.

Alle Einstellungen können auch in drei Profilen gespeichert werden, zwischen denen sich jederzeit wechseln lässt. Somit ist es möglich, das Bild des Monitors auf seine drei Lieblingsspiele optimal einzustellen.

Viele Einstellungen für Gamer

Standardmäßig beträgt die Bildwiederholfrequenz des Acer Predator Z35P 100 Hertz. Diese ohnehin schon flotte Frequenz lässt sich aber auch noch übertakten, und zwar auf 120 Hertz. Das wird ebenfalls über das Overlay-Menü erledigt.

Die Bedienelemente für all diese Optionen integriert Acer an der rechten Unterseite des Monitors. Sehr schön finden wir, dass die Menüs nicht allzu sehr verschachtelt sind: Auf der linken Seite befinden sich die Kategorie-Ebenen, auf der rechten Seite erfolgen die Einstellungen für die zugehörigen Werte oder Funktionen.

Hervorragendes Bild – auch bei größter Hektik

Die ganzen Einstellmöglichkeiten nützen natürlich nichts, wenn das Bild beim Gaming nicht passt. Doch keine Angst: Das klappt mit dem Acer Predator Z35P hervorragend!

Vor allem in hektischen Spielsituationen, etwa beim Shooter Battlefield 1 oder auf den Rennstrecken von Project Cars 2 machen sich die Vorteile eines 100-Hertz-Monitors deutlich bemerkbar. Bewegungen wirken flüssiger als auf Standard-Monitoren und die integrierte Nvidia-Technik »Ultra Low Motion Blur« (ULMB) hält, was das Marketing verspricht: Sie reduziert Schlieren und Ruckler, ohne den Spielen einen unnatürlichen Look zu verleihen.

Im direkten Vergleich mit einem klassischen 60 Hertz-Monitor wirken schnelle Szenen auf den Acer Predator Z35P wesentlich natürlicher und flüssiger – anspruchsvolle Gamer werden das schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen wollen.

Mit über 100 Hertz wirken Szenen viel natürlicher und flüssiger

Insgesamt hinterlässt sowohl die Farbdarstellung als auch die Helligkeit des Z35P beim Spielen einen tollen Eindruck.

Aber auch Abseits vom Spielgeschehen macht der Acer Predator Z35P eine gute Figur. Auf dem Desktop überzeugt der Monitor mit einer für ein VA-Panel sehr guten Farbwiedergabe. Auch ohne Kalibrierung deckt der Acer-Monitor immerhin 99 Prozent des sRGB-Farbraums ab. Er stellt Fotos damit natürlich dar und eignet sich bei Bedarf auch für die Bildbearbeitung.

In Sachen Blickwinkelstabilität kommt er allerdings – wie alle VA-Panels – nicht an ein IPS-Modell heran. Schaut man seitlich oder von oben auf den Z35P, lassen Kontraste nach und Farben verschwimmen. Zwar haben wir das auch schon sehr viel schlimmer erlebt, dennoch sind Desktop-Arbeiter mit einem IPS-Panel wie dem Viewsonic XG2703-GS besser beraten.

Acer Predator Z35P im Test: Was sagen die anderen?

Uns hat der Acer Predator Z35P vor allem in seiner Kerndisziplin voll und ganz überzeugt – und damit sind wir beileibe nicht alleine. Allerdings hatten noch nicht viele andere Medien die Gelegenheit dazu, den Z35P zu testen. Häufigster Kritikpunkt: der hohe Preis.

Bei den Kollegen von PC-Welt erhält der Monitor die Note 2,26 (gut). Die Tester loben vor allem die überdurchschnittliche Bildqualität und die hohe Gaming-Performance. Außerdem verbraucht er relativ wenig Strom und bietet obendrein noch flexible, ergonomische Einstellmöglichkeiten:

»Der wuchtige Acer Predator Z35P mit seinem 35-Zoll-Breitbildschirm ist sicherlich ein Nischenmodell in der Gaming-Szene. Seine Hausaufgaben erledigt der Curved-Monitor aber mehr als ordentlich. Die Gaming-Performance inklusive der allgemeinen Bildqualität liegt auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Hinzu kommen der moderate Stromverbrauch und die flexiblen ergonomischen Einstellmöglichkeiten. »

Nur vom Preis ist PC-Welt weniger angetan:

»Der Listenpreis von 1099 Euro ist allerdings saftig.«

Auch die englische Webseite Expertreviews hat den Monitor durch einen Testparcours gejagt. Die Tester sind von den Gaming-Eigenschaften begeistert, genau wie von der Farbgenauigkeit und der Lebendigkeit der Bilder. Auch für die Verarbeitungsqualität finden die Kollegen nur lobende Worte. Den Preis halten sie allerdings für reichlich überzogen und finden dafür auch deutliche Worte:

»Die Gaming-Leistung des Z35P ist beeindruckend, vor allem wenn Sie sich eher mit Casual-Gaming beschäftigen. Die Farbgenauigkeit und Lebendigkeit sind großartig, die Verarbeitungsqualität ist atemberaubend. Es gibt nicht wirklich viel, was sich gegen den Acer Predator Z35P sagen lässt – abgesehen vom Preisschild, das einem die Tränen in die Augen treibt.«

Die englische Internetseite Techaeris vergibt für den Acer Predator Z35P 8,8 von 10 Punkten. Neben viel Lob für die Bildqualität und Spieleleistung finden die Kollegen aber auch, dass der hohe Preis für die gezeigte Performance berechtigt ist:

»Der Gaming-Monitor Acer Predator Z35P kostet 1.099 US-Dollar, was teuer ist. Doch dieser Bildschirm leistet auch einen Gegenwert für seinen Preis.«

Zusätzlich zur hohen Punktewertung erhält der Z35P auch noch den »Techaeris Top Pick Award 2017«.

Bei den englischen Testern von 144hzmonitors findet der Acer-Bildschirm durchweg Anklang – und es gibt von den Kollegen auch keine nennenswerte Kritik, weshalb das Display auch 9,7 von 10 Punkten erhält:

»Der Acer Predator Z35P bringt das Ultra-Wide-Gaming dank seiner übertaktbaren Bildwiederholfrequenz bis 120 Hertz aufs nächste Level. Währenddessen sorgen Nvidia G-Sync und die flotte Reaktionszeit von vier Millisekunden für eine flüssige Performance. Zusätzlich liefern die Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixel, der hohe Kontrast und das VA-Panel eine lebendige und knackige Bildqualität.«

Alternativen

Passionierte Gamer haben eine Menge Auswahl. Während wir uns bei unserem Favoriten vor allem auf die Kombination aus sehr guten Bildeigenschaften und hoher Gaming-Leistung konzentriert haben, können je nach Vorliebe auch durchaus unsere Alternativen infrage kommen. Die sind nicht nur günstiger, sondern setzen auch sonst andere Schwerpunkte.

Freesync-Alternative: AOC AGON AG352QCX

Gaming-Monitor-Test AOC AGON AG352QCX
Dank Freesync eignet sich die Alternative des Testsiegers für Besitzer von AMD-Radeon-Grafikkarten.

Wer keine Nvidia-Geforce-Grafikkarte im Rechner hat und auch keine Lust hat zur Konkurrenz zu wechseln, für den ist der AOC Agon AG352QCX mit Freesync eine lohnenswerte und auch günstigere Alternative.

Denn die auffälligsten Eigenschaften teilt sich der AOC-Monitor mit unserem Testsieger: Es handelt sich ebenfalls um ein 35 Zoll großes Modell inklusive Curved-Bildschirm und VA-Panel. Tatsächlich liefert der AG352QCX sogar eine höhere Bildwiederholfrequenz von 200 anstelle von »nur« maximal 120 Hertz.

Er löst allerdings etwas geringer auf, nämlich mit 2.560 x 1.440 Pixel. Auch der Kontrastwert fällt im Vergleich niedriger aus – das bedeutet, dass das Schwarz nicht ganz so satt wirkt wie beim Acer Predator Z35P. Insgesamt mussten wir auch feststellen, dass die Farben des AOC-Bildschirms im Vergleich zum Testsieger nicht ganz so lebendig, detailreich und scharf sind.

Bei der Gaming-Performance nehmen sich die beiden aber kaum etwas, stellenweise ist der AOC Agon AG352QCX sogar besser für schnelles Gameplay geeignet. Das liegt vor allem an den zusätzlichen 80 Hertz bei der Bildwiederholfrequenz.

Wen also eine geringere Auflösung, niedrigere Kontraste und eine etwas weniger lebendige Bildwiedergabe nicht stören, der kann sich mit dem AOC Agon AB352QCX einiges an Geld sparen – sofern er eine AMD-Radeon-Grafikkarte im Rechner hat, denn Freesync hat einen großen Anteil bei der flüssigen Inhaltsdarstellung.

Gut & günstig: BenQ ZOWIE XL2735

Test Gaming-Monitor: BenQ ZOWIE XL2735
Trotz hoher Auflösung, flotter Bildwiederholraten und guter Ausstattung ist der BenQ ZOWIE der günstigste Monitor im Test.

Den günstigsten Preis im Test bietet der BenQ Zowie XL2735. Nichtsdestotrotz steht er der Konkurrenz kaum in etwas nach. Denn auch er bietet flotte 144 Hertz, eine hohe Bildpunktdichte von 2.560 x 1.440 Pixel und ein schnell schaltendes TN-Panel. Das ist aber nicht ganz so farbecht und blickwinkelstabil.

Als einziger Monitor in diesem Test kommt weder Freesync noch G-Sync als Technik zur Bildsynchronisation zum Einsatz. Stattdessen setzt BenQ auf einen selbstentwickelten Ansatz mit der Bezeichnung DyAc. Die funktioniert im Großen und Ganzen ähnlich gut wie die Pendants von AMD und Nvidia. Doch wie unsere Test zeigt, trifft das nur in hohen Bildwiederholfrequenzen zu. Sinkt sie auf 60 Hertz, sieht man sich wieder mit Bildfehlern wie Tearings und Rucklern konfrontiert.

Vergleichsweise üppig fällt der Lieferumfang aus. So gehört der BenQ Zowie XL2735 zu den wenigen Gaming-Monitoren, die mit abnehmbaren, seitlichen Fokusblenden ausgeliefert werden. Die helfen dem Gamer dabei, sich besser auf das Spielgeschehen zu konzentrieren.

Ebenfalls nicht zu verachten ist die kabelgebundene Fernbedienung, die in einer Mulde auf dem Standfuß ihren Platz findet. Mit ihr lässt sich das Bildschirmmenü um einiges komfortabler bedienen, da neben einer Zurück-Taste auch ein Scrollrad geboten wird. Zusätzlich lässt sich in Echtzeit zwischen drei Bildschirmprofilen umschalten.

Die allgemeine Bildqualität geht erst nach etwas Feinjustierung in Ordnung. Direkt ab Werk werden Inhalte mit nur mäßigen Gammawerten dargestellt. Außerdem haben wir den Eindruck, dass das Bild manchmal nicht komplett gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Für die Bildbearbeitung eignet sich der BenQ-Zowie-Monitor also nicht.

Gamer, die nicht viel Geld ausgeben aber auf eine flotte Bilddarstellung nicht verzichten wollen und dafür eine nicht ganz so farbgetreue Bildqualität verschmerzen können, liegen mit dem BenQ Zowie XL2735 genau richtig.

Speed-King: Asus ROG Swift PG258Q

Test Gaming-Monitor: Asus ROG Swift PG258Q
Mit rasanten 240 Hertz und hellem, schnell schaltendem Panel eignet sich der Asus-Monitor auch für professionelle E-Sport-Profis.

E-Sport-Profis und solche, die es werden wollen, aufgepasst: Der Asus ROG Swift PG258Q bietet eine native Bildwiederholfrequenz von rasanten 240 Hertz! Damit ist der Asus-Monitor das schnellste Modell im Test. Das macht sich auch abseits von schnellen Spiele-Genres wie Shootern oder Rennsimulationen bemerkbar. G-Sync sorgt dabei stets für eine flüssige Darstellung ohne unschöne Bildfehler.

Und auch wenn die folgende Funktion nicht mehr allzu gefragt ist: Der Bildschirm beherrscht die 3D-Darstellung (Nvidia 3D Surround), sofern man sich auch die entsprechenden Brillen zulegt. Außerdem ist dann die Bildwiederholfrequenz auf 144 Hertz begrenzt.

Asus setzt ein TN-Panel ein. Wie bereits erwähnt, schaltet es unglaublich schnell, jedoch wirken die Farben deshalb nicht allzu intensiv. Außerdem ist der Bildschirm recht blickwinkelabhängig. Viel besser steht es dafür um die Helligkeit des Displays, die mit 400 cd/m² überdurchschnittlich hoch ausfällt. Auch den guten Kontrast und die gleichmäßige Ausleuchtung müssen wir an dieser Stelle loben.

Folgende Kompromisse müssen bei unserem Speed-Star allerdings eingegangen werden: Die Display-Diagonale beträgt nur 24,5 Zoll, während sich die Auflösung auf lediglich 1.920 x 1.080 Pixel beläuft. Das hebt sich in Relation zur kleineren Bildfläche zwar gegenseitig recht gut auf, jedoch wirken Inhalte im Vergleich zu den anderen Testmodellen bei weitem nicht so detailreich.

Farbechtes Display: Viewsonic XG2703-GS

Test Gaming-Monitor: Viewsonic XG2703-GS
Das IPS-Panel des Viewsonic-Bildschirms sorgt für knackige Farben und hohe Blickwinkelstabilität, ohne an Geschwindigkeit einbüßen zu müssen.

Wer einen Monitor nicht nur zum Zocken, sondern auch zum Arbeiten benutzt, für den ist ein Modell mit IPS-Panel die bessere Wahl, vor allem wenn auch Bildbearbeitung auf dem Programm steht. Und genau so ein Panel bietet als einziger in diesem Test der Viewsonic XG2703-GS.

Doch zugunsten der erstklassigen und blickwinkelstabilen Bildqualität müssen Gamer nicht auf eine flotte sowie flüssige Wiedergabe verzichten. Im Gegenteil, der Viewsonic-Montitor löst mit hohen 2.560 x 1.440 Pixel auf, besitzt eine ausreichend schnelle Reaktionszeit von vier Millisekunden sowie eine üppige Bildwiederholrate von 144 Hertz – über das OSD lässt sich die sogar auf 165 Hertz übertakten. Auch G-Sync ist mit an Bord, was den Ausstattungsumfang für Spieler ziemlich gut abrundet. Die Bildschirmdiagonale ist mit 27 Zoll groß genug.

Im Test fiel allerdings auf, dass das Panel nicht ganz mit den TN-Modellen mithalten konnte, wenn es um die Geschwindigkeit geht. Teilweise konnten wir in besonders schnellen Szenen sogar einen Nachzieheffekt feststellen. Dies dürfte aber wohl nur absoluten Profis auffallen.

Etwas umständlich fanden wir allerdings die Bedienung des Bildschirmmenüs: Hierfür verbaut der Hersteller fünf Tasten an der rechten Außenseite des Gerätes. Erst mit einiger Gewöhnung konnten wir die zahlreichen Einstellungen halbwegs flüssig vornehmen, ohne immer wieder komplett aus dem Menü zu fliegen.

Etwas seltsam finden wir außerdem die Positionierung der Headset-Halterung: Die befindet sich an der Rückseite der Monitorhalterung und lässt sich bei Bedarf aus- und einklappen. Jedoch kann man das Gaming-Headset dort nur ablegen, wenn der Monitor nicht dicht an einer Wand steht, was bei den meisten Gamern allerdings der Fall sein wird.

Die Top-Bildqualität muss außerdem teuer erkauft werden: Der Viewsonic XG2703-GS ist der zweitteuerste Monitor im kompletten Test.

Außerdem getestet

Asus ROG Swift PG279Q

Der Asus ROG Swift PG279Q mit G-Sync hat zwar eine höhere Auflösung als unsere Empfehlung Asus ROB Swwift PG258Q, aber weniger Anschlüsse und eine deutlich geringere Bildwiederholrate. Im Gegensatz zum PG258Q hat er ein blickwinkelstabileres ISP-Panel und ist damit auch für Office-Arbeiten und Bildbearbeitung geeignet. Mit einem Preis von fast 800 Euro finden wir ihn aber sehr teuer.

Asus MG 279Q

Deutlich günstiger ist die FreeSync-Variante Asus MG279Q. Er kommt mit der selben Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln und ebenfalls einem blickwinkelstabilen ISP-Panel. Gute Anschlussmöglichkeiten und eine tolle Verarbeitung machen ihn für alle interessant, die ihn nicht ausschließlich für Gaming verwenden. Dafür muss man allerdings einige Abstriche bei der Reaktionszeit in Kauf nehmen.

Kommentare

10 Kommentare zu "Der beste Gaming-Monitor"

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Einmal 21:9 und nie wieder was anderes

Zu groß um konzentriert Spielen zu können, dann lieber bei 27 Zoll bleiben.
Benutze selber nen Acer Predator und möchte ihn nicht mehr missen

Vor 2 wochen gekauft ;D

Habe denn pg348q Asus bin begeistert

hatte den auch als der neu war die spiele hatten das nicht alle unterstützt deswegen bin ich nachher auf 4k 16:9 28 zoll umgestiegen 😀

Jetzt unterstützten alle Spiele 21:9 Format vielleicht die ganz alten Titel habende nicht das stimmt

cooler monitor aber viel zu breit zum ordentlichen zocken ^^

Klappt das mit fenstern nebeneinander wie mit 2monitoren? Bin auch am überlegen..

Sowas würde ich gern als Zocker testen

Dann kauf ihn online 14 Tage testen oder danach behalten

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