Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
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Der beste Gaming-Stuhl

Wir haben 16 Gaming-Stühle getestet. Der beste für die meisten ist der Diablo X-Ray: Er ist gut verarbeitet, bietet alle Merkmale eines typischen Gaming-Stuhls und kostet nicht die Welt. Für andere Geschmäcker haben wir noch weitere Empfehlungen.

Michael Beck
Michael Beck
ist leidenschaftlicher Gamer und Musiker. Schon als kleiner Knirps hat er den Toshiba T3200 seines Vaters zur Spielemaschine umfunktioniert. Er schreibt unter anderem für GameStar, Golem und Mobygames. Als langjähriger Pop-Kultur- und Videospiel-Experte bei Fandom hat er zudem viel Erfahrung mit Audio- und Videoproduktion gesammelt.
Lars Schönewerk
Lars Schönewerk
ist Autor und Technik-Freak und hat ein Faible für alles Elektronische. Für AllesBeste testet er unter anderem Smart-Home- und Haushaltsgeräte und alles für die männliche Gesichtshaarpflege.
Letztes Update: 14. Juni 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

4. Februar 2022

Der Corsair T3 Rush ergänzt unseren Test. Der mit Stoff bespannte Stuhl hat eine tolle Haptik, eignet sich aufgrund seines knapp bemessenen Racing-Sitzes aber nur für dünne Menschen. Unsere Empfehlungen bleiben unverändert.

22. Dezember 2021

Wir haben sieben weitere Gaming-Stühle getestet. Der Razer Enki ist eine neue Empfehlung. Er verdrängt den Downix LS-6688, der nun unter „Außerdem getestet“ zu finden ist.

Weitere Updates
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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Gaming-Stühle zeichnen sich meist nicht nur durch ihr auffälliges Design aus, vor allem in Sachen Bequemlichkeit sind sie gewöhnlichen Bürostühlen oft weit überlegen. Denn Gaming-Stühle sind speziell für langes Sitzen ausgelegt und vom Motorsport inspiriert. Wer gerne ein paar Stunden am Stück in seinem Lieblingsvideospiel versinkt, möchte das nur ungern wegen eines schmerzenden Hinterteils unterbrechen. Entsprechend beliebt sind diese Stühle inzwischen auch im Home Office, in dem auch gerne mal gespielt wird.

Doch nicht jeder Gaming-Stuhl eignet sich auch als Bürostuhl. Die standardmäßige, bequeme Grundeinstellung der meisten Rückenlehnen ist für eine Arbeitshaltung nicht besonders förderlich. Aber dafür sehr komfortabel, wenn man sich mit einem Gaming-Controller zurücklehnen möchte.

Vor allem durch den Boom von Twitch-Streams und YouTubern, deren Sitzmöbel prominent sichtbar sind, ist die Nachfrage nach Gaming-Stühlen enorm gestiegen. Dadurch drängen auch viele billige Einheitsprodukte auf den Markt, deren einzelne Bauteile von der Stange man bei verschiedenen günstigeren Produkten immer wieder vorfindet.

Wir haben 16 beliebte Gaming-Stühle mit Preisen zwischen 150 und 900 Euro getestet, 16 davon sind aktuell noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Diablo X-Ray

Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Ray
Der Diablo X-Ray bietet alles, was man sich von einem soliden Gaming-Stuhl wünscht und ist gut verarbeitet.

Der Diablo X-Ray ist der beste Gaming-Stuhl für alle, die auf der Suche nach einer äußerst bequemen Sitzgelegenheit zum gemütlichen Zocken sind. Der Kunstlederbezug ist gut verarbeitet und bequem gepolstert. Gegen Schwitzen hilft die Perforation im Bezug. Das außergewöhnlich hohe Lendenkissen unterstützt eine komfortable Sitzposition und stützt den Rücken auf eine angenehme Art ohne auf Dauer zu drücken. Die Armstützen lassen sich nach oben und unten, vorn und hinten sowie seitlich verstellen und sind aus nachgiebigem Kunststoff, fallen allerdings vergleichsweise hart aus. Die Rückenlehne weist in der Standardeinstellung eine Neigung von etwas mehr als 90 Grad aus. Sie kann bis zu 180 Grad in eine »Schlafposition« geneigt werden.

Für größere Menschen

Diablo X-Player 2.0

Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Player
Auch der X-Player 2.0 von Diablo ist gut verarbeitet, hat einen Stoffbezug und eignet sich vor allem für etwas größere Menschen.

Mit dem X-Player 2.0 hat es ein weiterer Gaming-Stuhl von Diablo in unsere Empfehlungen geschafft. Im Gegensatz zu unserem Favoriten X-Ray ist der X-Player 2.0 bis auf einige Kunstlederelemente mit Stoff bezogen. Dadurch zirkuliert die Luft besser und die Schwitzgefahr wird vermindert. Generell bietet das Standard-Modell – neben der Kids- sowie der King-Version – bereits eine höhere Sitzposition und eine flache Sitzfläche, was diesen Stuhl zu einer Empfehlung für größere Menschen ab etwa 170 Zentimeter macht. Die Rückenlehne erlaubt sowohl gerades Sitzen im 90-Grad-Winkel für Arbeiten am Schreibtisch, als auch eine Neigung von bis zu 160 Grad für bequemere Momente. Im Vergleich zum X-Ray haben die Armstützen des X-Player zwar eine Dimension weniger, die man aber nicht vermisst, da sie einen Tick bequemer ausfallen.

Sehr komfortabel

Razer Enki

Gaming-Stuhl Test: Razer Enki
Der Razer Enki überzeugt durch seine äußerst bequeme Polsterung und die besonders angenehme Sitzfläche.

Der Razer Enki ist der bequemste Gaming-Stuhl, den wir getestet haben. Die Polsterung in Kombination mit dem sehr feinen Kunstlederbezug ist beim Sitzen sehr komfortabel. Zudem ist die Sitzfläche großzügig bemessen. Der Bezug sorgt für eine angenehme Temperatur, ohne dass man dabei ins Schwitzen gerät. In der Rückenlehne ist eine Lordosenstütze in guter Position fix integriert. Die mitgelieferte Kopfstütze ist großzügig gestaltet und sehr angenehm. Dank der Froschmechanik ist das Wippen sehr leichtgängig, auch wenn sie noch nicht an die Vorzüge einer Synchronmechanik herankommt. Die Armstützen lassen sich in vier Dimensionen verstellen, sind allerdings etwas zu hart und wackelig. Insgesamt ist der Enki aber ein sehr hochwertiger Gaming-Stuhl und absolut empfehlenswert für alle, die es gern etwas bequemer haben.

Gut & günstig

GTPlayer GTP-002

Test Gaming-Stuhl: GTPlayer GTP-002
Der GTPlayer GTP-002 deckt die Basis-Funktionen eines Gaming-Stuhls für den schmaleren Geldbeutel und nicht zu große Menschen ab.

Der GTPlayer GTP002 ist unsere Empfehlung für alle, die einen typischen Gaming-Stuhl wollen, selbst nicht zu groß sind oder diesen für den spielenden Nachwuchs möchten und das preisliche Budget deutlich unter 200 Euro liegt. Für diesen Preis ist er solide verarbeitet und ausreichend gepolstert. Die maximale Neigung liegt bei 150 Grad, doch auch aufrechtes Sitzen am Schreibtisch mit 90 Grad ist möglich, wodurch er auch als Schreibtischstuhl geeignet ist. Das Manko des GTPlayer 002 sind die Armstützen, die sich nur in der Höhe verstellen lassen und deren gewölbte Form bei längeren Armen auf Dauer etwas unbequem werden kann.

E-Sports-Luxusmodell

Recaro Exo FX 2.0

Test Gaming-Stuhl: Recaro Exo FX
Der Recaro Exo FX 2.0 ist top verarbeitet und lädt zum kompetitiven oder konzentrierten Zocken ein.

Bereits beim Auspacken und Zusammenbauen merkt man dem Recaro Exo FX 2.0 seine extrem hohe Qualität an. Materialien und Verarbeitung sind Spitzenklasse, und in nur knapp 20 Minuten steht der Gaming-Stuhl bereit. Das sollte man bei dem Preis aber auch erwarten. Wer einen gemütlichen Sessel zum Zocken sucht, um darin zu versinken, ist hier eher fehl am Platz. Trotzdem ist der Recaro Exo FX 2.0 für längeres Sitzen wahnsinnig bequem, wenn auch wesentlich härter gepolstert als andere Modelle. Er lädt vor allem zu kompetitiven Gaming-Sessions am PC ein und funktioniert wunderbar als hochwertiger Bürostuhl. Seine Ergonomie-Optionen erlauben zudem eine gute Sitzhaltung, trotz lediglich fest integrierter Lordosenstütze.

Vergleichstabelle

Unser FavoritDiablo X-Ray
Für größere MenschenDiablo X-Player 2.0
Sehr komfortabelRazer Enki
Gut & günstigGTPlayer GTP-002
E-Sports-LuxusmodellRecaro Exo FX 2.0
Corsair T3 Rush
HP OMEN Citadel
Recaro Rae Essential
Razer Iskur
Dowinx Massage-Gaming-Stuhl
Asus ROG Chariot RGB
Sharkoon Elbrus 3
Snakebyte Evo
Tylink Gaming-Stuhl
UMI Essentials GTF 39
Songmics RCG42
Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Ray
  • Hohe, bequeme Lordosen­stütze
  • Perforiertes Kunst­leder
  • Flexibles Nacken­kissen
  • Relativ harte Arm­stütze
  • Fußkreuz nur aus Plastik
Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Player
  • Hohe, bequeme Lordosen­stütze
  • Atmungsaktives Stoff­gewebe
  • Flexibles Nacken­kissen
  • Stoff zieht Schmutz an
  • Nur 3D-Armlehnen
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki
  • Sehr bequem
  • Viel Sitzfläche
  • Angenehmes Kopf­kissen
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Komfortable Wipp­mechanik (Frosch­mechanik)
  • Bezug zieht Schmutz an
  • Armstützen etwas zu hart und wackelig
Test Gaming-Stuhl: GTPlayer GTP-002
  • Günstig
  • Solide Verarbeitung
  • Etwas wackelig
  • Dünne Polsterung
Test Gaming-Stuhl: Recaro Exo FX
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Leichtgängige Wipp­mechanik
  • 5D-Armstützen
  • Äußerst bequem
  • Stoff zieht Schmutz an
  • Lehne neigt sich maximal 130 Grad
  • Nackenstütze separat erhältlich
Test Gaming-Stuhl: Corsair T3 Rush
  • Sehr angenehmer Stoff­bezug
  • Schönes Design
  • Schneller & einfacher Aufbau
  • Mit Lordosen­stütze und Nacken­kissen
  • Armlehnen wackeln
  • Unbequeme Liege­position (Wulst im Rücken)
  • Zu schmal für breite Schultern oder Becken
Test Gaming-Stuhl: HP OMEN Citadel
  • Sehr bequem
  • Gute Verarbeitung
  • Schneller Aufbau
  • Mit Lordosenstütze und Nacken­kissen
  • Wipp­mechanik
  • Eher ein bequemes Lenden­kissen als eine Lordosen­stütze
  • Nackenkissen sitzt zu tief
  • Lehne neigt sich maximal 135 Grad
Test Gaming-Stuhl: Recaro Rae Essential
  • Unkomplizierter, schneller Aufbau
  • Hochwertige Materialien
  • Einwandfreie Verarbeitung
  • Schlichtes, ansprechendes Design
  • Bietet nur das Nötigste
  • Mehr Bürostuhl als Gaming-Stuhl
  • Extrem geringer Neigungs­winkel der Rücken­lehne
  • Teuer
Test Gaming-Stuhl: Razer Iskur
  • Hochwertige und robuste Materialien
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Breite, verstellbare Lordosen­stütze
  • Kleine Sitzfläche
  • Ausgeklappte Lordosen­stütze nimmt Sitzfläche weg
  • Nur einfache Wipp­funktion
Test Gaming-Stuhl: Dowinx Gaming-Stuhl
  • Massagefunktion
  • Fußstütze
  • Gepolsterte Arm­stützen
  • Hohe Armstützen
  • Armstütze nur mit Lehne verstellbar
  • Knarzt leicht und wackelt minimal
Test Gaming-Stuhl: Asus ROG Chariot RGB
  • Unkomplizierter, schneller Aufbau
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Nette Beleuchtung
  • Beleuchtung ist nicht optimal realisiert
  • Harte Rücken­lehne
  • Kein Nacken­kissen
Test Gaming-Stuhl: Sharkoon Elbrus 3
  • Gute Verarbeitung
  • Verständliche Anleitung
  • Schwergängige Wipp­funktion
  • Gewöhnungs­bedürftiger Kissen­bezug
Test Gaming-Stuhl: Snakebyte Evo
  • Günstig
  • Mit Lordosen­stütze und Nacken­kissen
  • Billige Materialien
  • Unbequeme Lordosen­stütze
  • Nackenkissen sitzt zu tief
  • Unbewegliche Arm­lehnen
  • Schlecht laufende Rollen
  • Umständlicher Aufbau
Test Gaming-Stuhl: Tylink Gaming-Stuhl
  • Günstig
  • Mit Lordosen­stütze und Nacken­kissen
  • Fußstütze
  • Sehr schlechte Material­qualität
  • Umständlicher Aufbau
Test Gaming-Stuhl: UMI Essentials Gaming-Stuhl
  • Gut gepolstert
  • Breiter Sitz
  • Fußstütze
  • Lehne auf 100 - 135 Grad begrenzt
  • Armstütze nur mit Lehne verstellbar
  • Kein Nacken­kissen
  • Sitzeinstellungen schwer erreichbar
Gaming-Stuhl Test: Songmics Rcg42
  • Nackenkissen passend für große Menschen
  • Einfach aufzubauen
  • Lehne neigt sich maximal 135 Grad
  • Armstützen sehr weit vorne und unbequem
  • Harte Polsterung
  • Minderwertige Verarbeitung
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Worauf es bei Gaming-Stühlen ankommt

Die Auswahl an Gaming-Stühlen erscheint zunächst immens: Farben, Formen, Größen, Material, Extras, alles wird in nahezu unendlichen Kombinationen angeboten. Deswegen sollte man sich zunächst fragen, was für eine Art Stuhl man denn möchte und welche Maße er mitbringen soll. Dann fällt die Entscheidung wesentlich leichter.

Maße und ergonomische Einstellungsmöglichkeiten

Wer lange Freude an einem Gaming-Stuhl haben möchte, sollte sich über die verschiedenen Maße im Klaren sein. Vor allem die maximale und minimale Sitzhöhe sowie die Sitzbreite und -tiefe sind ausschlaggebend dafür, ob man sich beim Sitzen wohl fühlt. Manche Menschen mögen es lieber, wenn der Sitz seitlich durch nach oben geformte Stützen Halt bietet. A

Zum Arbeiten sollte eine Sitzposition von 90 Grad möglich sein

Die meisten Gaming-Stühle sind ausgelegt, um gemütlich und bequem zu zocken. Um sich mit dem Game-Controller zurückzulehnen, wird also häufig keine aufrechte Sitzposition von 90 Grad benötigt. Auch das Spielen mit Maus und Tastatur funktioniert meist noch gut. Gerade Strategiespiele, MOBAs und schnelle Shooter erfordern allerdings eine konzentrierte Sitzposition, für die man bevorzugt eine eher gerade oder leicht vornüber gebeugte Haltung einnimmt. Auch wer einen Gaming-Stuhl als Schreibtischstuhl fürs Lernen und Arbeiten verwenden möchte, sollte darauf achten, dass eine Sitzposition von 90 Grad möglich ist. Manche Gaming-Stühle lassen sich in eine 180-Grad-Liegefläche zu verwandeln, mit der man eine Art »Schlafposition« einnehmen kann. In Kombination mit einer guten Wippfunktion kann dies den Bequemlichkeitsfaktor noch ein wenig steigern – sofern man davon denn Gebrauch macht. Sonst ist dies eher nur ein Gimmick.

Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Eine bequeme Sitz- oder Liegeposition ist bei Gaming-Stühlen ein Muss.

Nicht unterschätzen darf man die Einstellungsmöglichkeiten der Armstützen. Während die Höhe fast immer verstellbar ist, können sich weitere Dimensionen positiv auf die Ergonomie auswirken: Das Verschieben nach vorne und hinten sowie seitliches Schwenken machen einen großen Unterschied, je nachdem, ob man mit Maus und Tastatur oder gemütlich mit dem Controller zockt. Meist wird auf eine Polsterung verzichtet, stattdessen setzt man auf leicht nachgebenden Kunststoff, der sich je nach Stuhlmodell und Hersteller sehr unterschiedlich anfühlt.

Anders als bei vielen anderen Produkten gestaltet sich bei Gaming-Stühlen das Zurückschicken bei Nichtgefallen schwierig. In den seltensten Fällen lassen sich die Stühle wieder komplett auseinandernehmen, weil sich der Gasdruckzylinder auch mit Gummihammer nicht mehr aus dem Fußkreuz lösen möchte oder der Zylinder in der Stuhlmechanik feststeckt. Einige Hersteller wälzen auch die Rücksendekosten auf dem Käufer ab – ein weiterer Grund sich vorher genau zu überlegen, welchen Gaming-Stuhl man möchte oder braucht und die Herstellerangaben zu den Maßen genau zu überprüfen.

Einfach zu pflegendes Kunstleder vs. atmungsaktives Textilpolster

Beim Sitzbezug gilt es sich zwischen Kunstleder und Textilbezug zu entscheiden. Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Kunstleder ist für viele gleichbedeutend mit einem »edlen« Look. Unter Umständen wirkt aber vor allem billiges Kunstleder gerade bei genauerer Betrachtung genau so: Billig. Die Unterscheide reichen jedoch von glänzendem und glattem bis hin zu rauem und mattem Kunstleder. Großer Nachteil ist die Atmungsaktivität. Gerade wenn es etwas wärmer wird, können die Sitze schweißtreibend sein, sofern die Form keine anderweitige Luftzirkulation erlaubt. Sehr einfach gestaltet sich dagegen die Pflege des Materials. Flecken und Schmutz lassen sich meist problemlos abwischen.

Textilpolster haben oft Nachteile

Auf Textilpolstern lassen sich verschüttete Getränke, Staub oder Tierhaare weniger problemlos entfernen. Hier muss dann schon der Staubsauger zum Einsatz kommen und Flecken sollten vorsichtig tupfend entfernt werden. Raue Textiloberflächen können beim Tragen kurzer Beinbekleidung durch das Scheuern je nach Empfindlichkeit zu Jucken oder Reizungen führen. Generell sind Stoffpolster anfällig für elektrostatische Aufladung. Verschiedenste Gewebearten erleichtern allerdings die Luftzirkulation enorm, sodass Gamer im Hochsommer oder in schweißtreibenden Spielsituationen nicht am Stuhl festkleben.

Extras

Gaming-Stühle zeichnen sich nicht selten durch ihre Extras aus. Die typischen Eigenschaften wie Kunstlederbezug, Racing-Optik, Lordosen- und Nackenkissen oder eine Rückenlehne, die eine Neigung von bis zu 180 Grad erlauben, sind fast überall zu finden. Seit immer mehr Hersteller auf dem Markt mitmischen, sind Alleinstellungsmerkmale gefragt. Dies äußert sich in einer Vielzahl an besonderen Funktionen.

Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Gaming-Stühle sind oft mit Nackenkissen ausgestattet, die mit Gummigurten befestigt werden.

Mit am häufigsten findet sich unter den Stühlen eine leichtgängige Wippfunktion. Diese ermöglicht ein Schaukelstuhlgefühl, das vor allem bei weit zurückgestellter Rückenlehne eine entspannende Wirkung entfaltet – erst recht in Kombination mit integrierter Fußstütze, die sich auf Wunsch ausfahren lässt. Allerdings gilt es zwischen einer einfachen Wippfunktion, ausgeklügelten Schwingfunktionen oder Synchronmechaniken zu unterscheiden, bei der sich die Sitzfläche aus Ergonomiegründen mitverschiebt.

Andere Hersteller versuchen mit Gimmicks wie vibrierendem Rückenkissen oder verbauten Bluetooth-Lautsprechern zu punkten. Hier sollte man sich vorher im Klaren darüber sein, ob man diese Zusatzfunktionen überhaupt nutzen möchte, darauf verzichten kann oder was einem persönlich wichtig ist.

Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray

Testsieger: Diablo X-Ray

Der beste Gaming-Stuhl für die meisten ist der Diablo X-Ray. Er liegt preislich im Mittelfeld und ist gut dafür geeignet, um sich bequem zurückzulehnen. Sein Kunstlederbezug ist sauber verarbeitet, nicht zu hart oder zu weich gepolstert und lässt die Luft etwas zirkulieren. Die Armauflagen können in vier Dimensionen verstellt werden. In der normalen Ausführung ist der X-Ray für maximal 180 Zentimeter große Menschen ausgelegt. Das tolle an den Gaming-Stühlen von Diablo ist, dass fast jedes Modell in drei Größen angeboten wird: einer Kindergröße, einer normalen Größe und einer »King«-Version für besonders große oder schwere Körper.

Unser Favorit
Diablo X-Ray
Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Ray
Der Diablo X-Ray bietet alles, was man sich von einem soliden Gaming-Stuhl wünscht und ist gut verarbeitet.

Der Aufbau des Diablo X-Ray gestaltet sich trotz der vergleichsweise sehr einfach gehaltenen Anleitung ohne Texterläuterungen unproblematisch. Mit knapp 40 Minuten Aufbauzeit liegt sie knapp über dem Durchschnitt der getesteten Stühle. Bis auf zwei Schrauben waren die restlichen bereits vormontiert. Dadurch erübrigt sich das Heraussuchen der passenden Schrauben. Andererseits müssen diese vor der Befestigung der Teile erst einmal herausgeschraubt werden, um dann erneut festgeschraubt zu werden. Immerhin wird so eine zusätzliche Verpackung für die Schrauben eingespart.

Generell wirken alle Teile hochwertig verarbeitet, allen voran der Kunstlederbezug und dessen Nähte, wenngleich das Fußkreuz lediglich aus Plastik ist. Die Rollen dagegen sind aus Kautschuk, die ein gefühlt leichteres Gleiten über den Boden erlauben als die härtere Nylon-Variante anderer Stühle.

Schweißfreie Angelegenheit

Der Sitz bietet durch seine seitlich geschwungene Form sicheren Halt. Wer jedoch etwas mehr Beinfreiheit nach links und rechts braucht, ist bei Stühlen mit einem flachen Sitz, wie beim ebenfalls getesteten Diablo X-Player 2.0, besser aufgehoben. Einbuchtungen auf der Oberfläche des Kunstlederbezugs erlauben ein wenig mehr Luftzirkulation als komplett glatt bezogene Modelle. Hinzu kommen Perforationen auf dem Sitz, in der Rückenlehne sowie den beiden Polsterkissen. Dies verhindert zusätzlich, dass Spielerinnen und Spieler bei langen Zock-Sessions ins Schwitzen geraten.

1 von 6
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Der Gaming-Stuhl von Diablo sticht durch sein hohes und bequemes Rückenpolster hervor.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Zwei Gummigurte erlauben eine flexible Anbringung des Nackenkissens.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Die Armlehnen sind etwas gewöhnungsbedürftig geformt und lassen sich in vier Richtungen einstellen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Alle Einstellungsmöglichkeiten sind bequem erreichbar.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Der X-Ray von Diablo erlaubt die Neigung der Rückenlehne bis zu 180 Grad.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Ein gut verarbeiteter Gaming-Stuhl, den es in drei verschiedenen Größen gibt.

Besonders gut gefallen hat uns das Lendenkissen. Durch seine hohe Form bietet es dem Rücken eine bessere Stütze als die meist niedrigeren aber breiteren Kissen der meisten anderen Gaming-Stühle. Das Lendenkissen des Diablo passt sich äußerst angenehm dem Rücken an. Das Nackenkissen kann nicht nur über Clips an zwei Gummibändern durch die beiden Öffnungen in der Rückenlehne befestigt werden. Es verfügt über ein weiteres Gummiband, um es flexibel in einer höheren Position anzubringen. Dabei wird es einfach über das obere Ende der Lehne gezogen, die hoch genug ist, ohne dass das Kissen nach oben wegrutscht – ein Problem, dass fast alle günstigeren Gaming-Stühle aufweisen.

Die Armlehnen lassen sich in vier Dimensionen anpassen. Drei Hebel sorgen dafür, dass sie mehrere Zentimeter nach oben und unten, innen und außen sowie vor und zurück verschoben werden können. Zusätzlich lassen sie sich die Armauflageflächen jeweils in drei Positionen nach innen und außen schwenken. Die Auflage gibt Druck zwar etwas nach, fällt im Vergleich zu anderen Stühlen jedoch relativ hart aus.

Auch halbwegs arbeitstauglich

Die Rückenlehne eignet sich in der aufrechten Position einigermaßen für das Spielen mit Maus und Tastatur oder zum Arbeiten am Schreibtisch, auch wenn sie sich nicht komplett aufrecht einstellen lässt. Beim Sitzen in gerader Position oder beim konzentrierten Zocken bietet sie etwas weniger Stütze als gewünscht, wenngleich das Lendenkissen dies ein bisschen ausgleicht.

Nachteile?

Leider ist der X-Ray nicht vollkommen perfekt. Gerade die Kunststoffpolsterung der Armlehnen ist ein bisschen zu hart, und je nach Armlänge sind die seitlich abfallenden Armauflagen etwas ungünstig geformt. Sie sind deswegen nicht direkt unbequem, müssen dadurch aber immer wieder ein bisschen nachjustiert werden, wenn man die Sitzposition ändert.

Für Gamer, die gerne auf der vor an der Stuhlkante sitzen, ist der X-Ray von Diablo weniger zu empfehlen. Das Fußkreuz aus Plastik bietet hierfür nicht genügend Standfestigkeit, wodurch es passieren kann, dass der Stuhl im Eifer des Gefechts ins Kippen gerät. Wer gerne konzentriert und angespannt zockt, sollte sich unsere anderen Empfehlungen ansehen. Für Spielerinnen und Spieler, die es am liebsten bequem zurücklehnen ist der Diablo X-Ray definitiv eine gute Entscheidung.

Diablo X-Ray im Testspiegel

Testberichte gibt es vom Diablo X-Ray noch nicht. Andere Gaming-Stühle von Diablo überzeugen jedoch YouTuber, Streamer und Fachpresse zugleich. Sollten in Zukunft Testberichte veröffentlicht werden, werden wir sie an dieser Stelle aufführen.

Alternativen

Der Diablo X-Ray konnte uns aufgrund seines guten Gesamtpakets am meisten überzeugen. Wenn Sie noch mehr Komfort bekommen oder weniger Geld ausgeben möchten, können wir die folgenden Alternativen empfehlen.

Für Hünen: Diablo X-Player 2.0

Das Basis-Modell des Diablo X-Player 2.0 wird zwar für eine Körpergröße bis 180 Zentimeter empfohlen, hat sich beim Test in der Grundeinstellung für Personen bis zu einer Größe von etwa 170 Zentimeter als einen Tick zu groß herausgestellt, die höchste Einstellung für einen 185 Zentimeter großen Menschen als ein bisschen zu hoch.

Deshalb empfehlen wir diesen Stuhl für eher größere Menschen, die sich ein qualitativ hochwertiges Produkt wünschen, einen Stoffbezug gegenüber Kunstleder bevorzugen und für die unser Favorit unter Umständen zu klein oder zu schmal ausfällt. Nachteil des atmungsaktiven, reliefartigen Waben-Bezugs ist jedoch, dass sich dort gerne Schmutz wie Härchen, Hautschüppchen oder Brösel sammeln können.

Für größere Menschen
Diablo X-Player 2.0
Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Player
Auch der X-Player 2.0 von Diablo ist gut verarbeitet, hat einen Stoffbezug und eignet sich vor allem für etwas größere Menschen.

Die Sitzfläche ist flach gehalten und verfügt über keine hochgezogene »Schale« an den Seiten. Das ist besonders für all diejenigen von Vorteil, die sich beim Sitzen schnell eingeengt fühlen und Freiraum bevorzugen. Sie ist lang genug, sodass auch längere Beine nicht groß über den Sitz hinaus hängen, sondern gut gestützt sind.

Flexible Rückenlehne

Die Rückenlehne lässt sich bis zu 90 Grad aufrichten, um auch in gerade Position am Schreibtisch gut Maus und Tastatur bedienen zu können. Sie kann bis zu 160 Grad geneigt werden, was zwar keine richtige Schlafposition ist, aber dem dennoch sehr nahe kommt. So ist auch bequemes Zurücklehnen und gemütliches Versinken im Stuhl bei einem Action-Adventure oder der Lieblingsserie möglich.

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Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Die schwarz-weiße Version des Diablo X-Player 2.0 wirkt besonders schick.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Auch hier gibt es das für Diablo typische hohe und bequeme Lendenkissen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Die Armstützen sind sehr bequem, lassen sich allerdings nur in drei Richtungen einstellen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Der X-Player 2.0 ist mit einem Stoff-Gewebe bezogen und verfügt über einige Kunstlederapplikationen zur Zierde.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Die ausladende Sitzfläche bietet viel Spielraum und richtet sich vornehmlich an große Gamer.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Das Nackenkissen muss nicht festgeschnallt werden und lässt sich in der Höhe gut anpassen.

Die Armstützen bieten zwar nur drei Dimensionen (hoch-runter, vor-zurück und seitlich schwenkbar), sind dafür aber recht angenehm gepolstert.

Das Highlight ist hier, wie bei unserem Favoriten von Diablo, das hohe und weiche Lendenkissen. Da die Kopfstütze nicht wie bei anderen Stühlen festgeschnallt wird, lässt sie sich leichter individuell in die richtige Position bringen. All das macht aus dem Diablo X-Player 2.0 einen Stuhl, aus dem man am liebsten gar nicht mehr so richtig aufstehen möchte.

Äußerst komfortabel: Razer Enki

Razers Enki überzeugt mit einem bequemen Sitz und angenehmen Materialien. Die Sitzfläche ist nicht schalenförmig wie bei vielen anderen Gaming-Chairs, sondern relativ gerade und zudem dick gepolstert. Dadurch finden auch breitere Popos auf dem Enki komfortablen Platz. Auch der Schneidersitz ist problemlos möglich.

Sehr komfortabel
Razer Enki
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki
Der Razer Enki überzeugt durch seine äußerst bequeme Polsterung und die besonders angenehme Sitzfläche.

Auf die extreme Schalenform wurde glücklicherweise auch bei der Rückenlehne verzichtet, sodass ausreichend Schulterfreiheit vorhanden ist. Wer möchte, kann das herrlich weiche Nackenkissen aus Memoryschaum, das den Kopf bei Bedarf stützt, oben anbringen.

Als Überzug wurde ein Kunstleder eingesetzt, das aber stark an eine Mischung aus Mesh-Gewebe und (Filz-)Stoff erinnert und für Halt sorgt. Hier gibt es kein Verrutschen und auch kein Schwitzen. Außerdem sorgt dieses Material dafür, dass sich der Stuhl nicht allzu kalt anfühlt, wenn man sich darauf setzt.

Ein schönes Gimmick ist die Frosch-Wippmechanik des Enki. Diese läuft stufenlos und lässt sich in ihrem Widerstand verstellen. Diese Variante der einfachen Schmetterlings-Wippmechanik sorgt nicht nur für weiteren Komfort, sondern ist außerdem gesundheitsfördernd. Wer regelmäßig kippelt, stärkt damit die mittlere und obere Rückenmuskulatur, die untere Bauchpartie sowie die Waden. In dieser Preisklasse wäre jedoch eine hochwertigere Synchronmechanik wünschenswert, die gerade die Beinmuskulatur und den Rücken noch besser entlastet.

1 von 10
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Rückenlehne Normal
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Rückseite
Er wirkt etwas weniger wuchtig als die meisten anderen Gaming-Stühle.
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Rückenlehne Hinten
Die Rückenlehne lässt sich nicht auf eine 180°-Grad-Position einstellen, aber dennoch weit genug.
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Rückenlehne Vorn
Auch eine gerade oder leicht vornübergebeugte Haltung wird unterstützt.
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Bezug
Die Sitzfläche bietet viel Platz und ist äußerst bequem gepolstert.
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Froschmechanik
Die Froschmechanik des Enki wippt angenehmer als einfache Wippmechaniken mit "Schmetterlingstechnik".
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Kopfkissen
Das mitgelieferte Kopfkissen ist nicht zu klein und äußerst bequem.
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Integrierte Lordosenstütze
Die Lordosenstütze ist fest integriert, aber für die meisten Rückenformen geeignet.
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Armlehnen
Die Armstützen lassen sich in 4 Dimensionen einstellen, könnten für manche aber etwas hart ausfallen.
Gaming-Stuhl Test: Razer Enki Bedienelemente
Die Einstellungsmöglichkeiten sind alle bequem zu erreichen.

Bei so vielen positiven Eigenschaften dürfen die wenigen Nachteile natürlich nicht ignoriert werden: Diese finden sich in erster Linie in den Armlehnen. Zum einen sind sie auf Dauer viel zu hart und wackelig. Wenn man zu doll dagegen kommt, verstellen sie sich geräuschvoll von alleine. Zum anderen ist die Einstellung der Armlehnen schwer kontrollierbar, schwergängig und etwas laut.

Ein weiteres Manko ist die Höhenverstellbarkeit. Denn im Vergleich zum Razer Iskur wurde der Enki für kleinere Personen entwickelt. Den Unterschied macht aber vor allem die Beinläge aus. Denn selbst mit 1,70 Meter kann es passieren, dass die niedrigste Sitzenflächeneinstellung noch immer etwas zu hoch ist, was bei längerer Benutzung zu Knieproblemen führen kann. Ein Fußschemel sorgt hier aber für Abhilfe.

Wer nicht allzu klein gewachsen ist, gerne einen besonders bequemen, hochwertigen und bezahlbaren Gaming-Stuhl möchte, kann beim Razer Enki jedoch bedenkenlos zuschlagen.

Preistipp: GTPlayer GTP002

Unsere »Gut & günstig«-Empfehlung ist der GTPlayer GTP002, der fast alles mitbringt, was man sich von einem typischen Gaming-Stuhl im Racing-Design wünscht. Voraussetzung dafür ist, man ist nicht größer als 180 Zentimeter und nicht schwerer als 90 Kilogramm. Gerade letzteres ist in Sachen Polsterung wichtig, da das Sitzgefühl sonst zu hart ausfallen kann.

Gut & günstig
GTPlayer GTP-002
Test Gaming-Stuhl: GTPlayer GTP-002
Der GTPlayer GTP-002 deckt die Basis-Funktionen eines Gaming-Stuhls für den schmaleren Geldbeutel und nicht zu große Menschen ab.

Die Sitzfläche verfügt zwar über die seitlich hochgezogenen »Rennsitzflügel«, fühlt sich aber gleichzeitig nicht zu eng an. Der Kunstlederbezug ist für die Preisklasse verhältnismäßig gut verarbeitet und man kann sich einerseits mit einer maximalen Neigung von 150 Grad bequem zurücklehnen, komfortabel unterstützt durch die Möglichkeit einer Wippfunktion.

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Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Der GTP-002 von GTPlayer bietet die wichtigsten Funktionen eines Gaming-Stuhls in solider Qualität.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Aufgrund der Maße und Polsterung ist er allerdings für maximal 180 Zentimeter und 90 Kilogramm ausgelegt.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Die maximale Sitzhöhe ist mit 54 Zentimeter relativ niedrig angesetzt.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Natürlich verfügt der GTP-002 auch über ein Nackenkissen. Je nach Körpergröße muss man es sich aber erst zurechtziehen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Die Armstützen lassens ich leider nur in der Höhe verstellen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Die Rückenlehne lässt sich zwischen 90 und 150 Grad einstellen.

Das Fußkreuz aus Plastik wirkt ein bisschen wie das eines Kinderbürostuhls – für Gamer daher eine Geschmacksfrage. Trotz des Materials bleibt der Stuhl auch beim Zocken an der Sitzkante relativ stabil, sofern man es beim Rutschen nach vorne nicht übertreibt.

Armstützen ohne Bewegungsfreude

Der größte Nachteil des GTPlayer GTP002 sind die ausschließlich in der Höhe verstellbaren Armstützen. Ihre gewölbte Form ist gewöhnungsbedürftig und kann je nach Körpertyp ein wenig drücken. Glücklicherweise fällt die Wölbung nicht so stark und unbequem aus wie bei vergleichbaren, günstigen Gaming-Stühlen.

Lenden- und Nackenkissen sind lediglich Massenware und unterscheiden sich kaum von denen anderer Hersteller in dieser Preisklasse, erfüllen aber ihren Zweck.

Wer auf der Suche nach einem sehr günstigen Gaming-Stuhl ist, der die Basics abdeckt und solide verarbeitet ist, wird vom GTPlayer GTP002 nicht enttäuscht.

Luxus für Profis: Recaro Exo FX 2.0

Der Recaro Exo FX 2.0 kommt in einem riesigen Karton an, in dem Rückenlehne und Sitzfläche bereits vormontiert sind. Der Stuhl ist unter anderem deshalb innerhalb von nur 20 Minuten zusammengebaut. Dabei fallen vor allem die hochwertigen Metallelemente der Armlehnen und das massive Fußkreuz auf. Ersteres mag zwar nicht unbedingt eines jeden Geschmack treffen, die edle Optik lässt sich jedoch nicht leugnen.

E-Sports-Luxusmodell
Recaro Exo FX 2.0
Test Gaming-Stuhl: Recaro Exo FX
Der Recaro Exo FX 2.0 ist top verarbeitet und lädt zum kompetitiven oder konzentrierten Zocken ein.

Gerade die Armlehnen stellen eine Besonderheit dar. Sie fühlen sich zwar vergleichsweise hart an, doch hat man nie das Gefühl, dass sie unangenehm drücken. Je nach Position könnten sie aber ein bisschen zu kurz ausfallen. Vor allem, wenn man sich gemütlich zurücklehnen möchte. Ein bisschen lässt sich das durch das zweite Gelenk ausgleichen, das zusätzlich zur seitlichen Schwenkbarkeit die Armauflagen horizontal um 360 Grad drehen lässt.

Sitzfläche und Rückenlehne sind mit einem robusten Stoffgewebe bezogen, dass gut vernäht ist und langlebig scheint. Im Vergleich zu Kunstlederbezügen besteht hier keine Gefahr, an wärmeren Tagen im Sitz kleben zu bleiben. Andererseits zieht der Stoff Hautschüppchen sowie Härchen nahezu magisch an und kann bei direktem Hautkontakt unter Umständen auf Dauer etwas scheuern.

Mit Nackenstütze noch teurer

Recaro verzichtet auf die bei Gaming-Stühlen sonst üblichen optionalen Kissen im Rücken- und Kopfbereich. Die Lordosenstütze ist stattdessen fest in die Lehne integriert. Was zunächst wie eine Einbuße in Sachen Flexibilität wirkt, fällt jedoch kaum ins Gewicht. Kein Tester hatte das Gefühl, die Polsterung wäre am falschen Platz. Lediglich eine Nackenstütze wäre noch schön gewesen. Diese gibt es für stolze 80 Euro separat zu erwerben.

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Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Dem Recaro Exo FX merkt man an, dass der Hersteller bisher Rennsport- und Flugzeugsitze produziert hat.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Der Gaming-Stuhl überzeugt mit seinen hochwertig verarbeiteten Teilen ...
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
... ist dadurch aber auch sehr schwer und massiv.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Die Rückenlehne wird durch Handräder an den Seiten der Lehne eingestellt – ähnlich wie bei Autositzen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Leider fehlt ein Nackenkissen. Die Lordosenstütze ist fix in der Lehne integriert.

Die Rückenlehne lässt sich unter die 90 Grad hinaus einstellen, sodass man leicht vornübergebeugt sitzt. Dies ist vor allem beim konzentrierten Zocken wie bei Strategiespielen, MOBAs oder First-Person-Shootern hin und wieder der Fall. Der Recaro Exo FX 2.0 wirkt auch in dieser Position unterstützend.

Mithilfe von beidseitig angebrachten Handrädern – hier erkennt man Recaros Expertise aus dem Bereich Auto- und Flugzeugsitze – kann die Lehne in eine Neigung von maximal 110 Grad gebracht werden. Das ist relativ wenig im Vergleich zu anderen Gaming-Stühlen. Doch nicht jeder Gamer benötigt eine »Schlafposition«. Dank leichtgängiger und einrastbarer Wippfunktion lässt sich aber auch eine Neigung von etwa 130 Grad erreichen.

Spielerinnen und Spieler denen eine konzentrierte Haltung wichtiger ist als das Zurücklehnen im Gaming-Sessel, und für die Geld keine Rolle spielt, sind beim Recaro Exo FX 2.0 gut aufgehoben. Super Verarbeitung, ergonomische Möglichkeiten und komfortables Sitzen werden hier groß geschrieben.

Außerdem getestet

Corsair T3 Rush

Mit dem T3 Rush richtet sich Corsair an Zocker, die Stoff gegenüber Kunstleder bevorzugen. Dieser ist kuschlig weich und hat eine tolle Haptik, was nicht nur im Sommer für ein angenehmes Gefühl sorgen sollte, sondern auch während unseres Tests im Winter einen super Eindruck machte.

Eine relativ große Lordosenstütze und ein Nackenkissen liegen bei, beide sind mit einem noch weicheren Stoff überzogen und sehr bequem, gleichzeitig aber auch nicht zu weich. Ungewöhnlich ist, dass die Lordosenstütze nicht mit einem Gummiband oder ähnlichem fixiert wird, sondern mehr oder weniger frei zwischen den Seitenwangen der Rückenlehne klemmt. Im Sitzen klappt das einwandfrei, allerdings rutscht sie meistens runter, wenn man aufsteht. Im Gegenzug lässt sich die beste Position leichter finden. Wir sind zufrieden mit der Lösung.

Das ist wichtig, denn optional ist die Nutzung der Lordosenstütze bei diesem Stuhl nicht wirklich: Für einen durchschnittlichen Erwachsenen sind die Seitenwangen zu nah beieinander und zu tief. Lässt man sie weg, kann man sich nicht mehr mit geradem Rücken anlehnen und bildet zwangsläufig einen Buckel. Ein breites Kreuz verträgt sich nicht mit dem T3 Rush. Ähnliches gilt für das Becken, denn auch die Sitzfläche ist recht schmal und von hohen Seitenwangen umgeben. Sowohl die Sitzfläche als auch die Lehne sind im Vergleich zu anderen Gaming-Stühlen eher hart gepolstert, trotzdem ist der Stuhl keineswegs unbequem und ermöglicht vor allem in einer aufrechten Position ermüdungsfreies Sitzen. Der T3 Rush taugt damit gut als Bürostuhl.

Lehnt man sich weit genug zurück, sieht es hingegen nicht mehr ganz so rosig aus: Zwar ist eine Liegeposition möglich, aber in der Horizontalen drückt die Unterkante der Lehne in den Rücken – die schließt nämlich nicht plan mit der Sitzfläche ab, sondern liegt darüber. Dadurch spürt man einen Wulst, der so unbequem ist, dass darauf nicht einmal ein Nickerchen in Frage kommen würde. Hier wurde Potenzial verschenkt, denn das Problem hätte Corsair leicht vermeiden können, wenn sie die Lehne etwas weiter nach hinten gesetzt hätten.

Der T3 Rush verfügt über eine einfache Wippfunktion und 4D-Armlehnen, letztere sind aber leider eine Schwachstelle: Sie bestehen aus Kunststoff und haben seitlich schon im Neuzustand zu viel Spiel. So lassen sie sich auch ohne Drücken des Arretierungsknopfes recht weit bewegen, das bewusste Verstellen ist zudem etwas hakelig. Die gesamte Konstruktion wirkt nicht so hochwertig und schon gar nicht so stabil wie der Rest des Stuhls und wir würden uns nicht wundern, wenn Defekte im Dauereinsatz zuerst dort auftreten.

Rundum zufrieden sind wir wiederum beim Aufbau: Der Corsair T3 Rush ist bei der Lieferung schon größtenteils vormontiert. Der Aufbau ist dadurch schnell und einfach erledigt, zumal die beiliegende Anleitung ihren Namen verdient und die notwendigen Schritte klar verständlich erklärt.

Alles in allem ist der Corsair T3 Rush ein schöner und angenehmer Gaming-Stuhl für schmal gebaute Menschen, der sich auch für Bürotätigkeiten gut eignet und vieles richtig macht, bei einigen Details aber noch etwas Feinschliff benötigt – besonders bei den Armlehnen. Für seinen verhältnismäßig moderaten Preis bietet er einen fairen Gegenwert.

HP OMEN Citadel

Nicht schlecht, HP, nicht schlecht! Mit dem OMEN Citadel erhält man einen Gaming-Stuhl, der zum Herumlümmeln einlädt. Sowohl die Sitzfläche als auch die Lehne sind weich gepolstert, großzügig bemessen und sehr bequem. Flankiert wird der gemütliche Sitz von zwei Armlehnen aus Kunststoff, die außer seitlich in alle Richtungen bewegt bzw. geschwenkt werden dürfen. Sämtliche Materialien machen einen hochwertigen Eindruck, bieten eine angenehme Haptik und sind sauber verarbeitet.

Zum Schlafen eignet sich der OMEN Citadel trotz seiner entspannten Eigenschaften nur eingeschränkt, da es zum Einen an einer Fußstütze mangelt und zum Anderen die Lehne »nur« bis 135 Grad geneigt werden kann. Zurücklehnen kann man sich aber trotzdem recht weit, da der Stuhl eine Wippfunktion hat, die den Nutzer bei Bedarf noch ein Stückchen weiter in die Horizontale bringt – der Körper liegt dann allerdings nicht ganz waagerecht. Der aufrechte 90-Grad-Winkel ist hingegen kein Problem, der OMEN Citadel kann also auch gut für Bürotätigkeiten genutzt werden.

Trotz all des Lobes haben wir auch ein wenig Kritik: Die Lordosenstütze ist bequem und sehr weich – zu weich, um viel zu stützen. Das Material passt sich bei Belastung sofort der Körperform an, auch wenn man gerade alles andere als haltungsschonend sitzt. Macht man das lang genug, kann das nach einer Weile zu Rückenschmerzen führen. Außerdem sitzt das mit Gummibändern recht stramm fixierte Nackenkissen für Menschen ab etwa 1,80 Meter zu weit unten, womit es sein Ziel verfehlt und mehr stört als Vorteile bringt.

Recaro Rae Essential

Dass der Recaro Rae Essential ein Gaming-Stuhl ist, würde dem ungeübten Betrachter kaum auffallen, denn vieles daran erinnert an einen gewöhnlichen Bürostuhl. Unser schwarzes Testmuster wirkte durch und durch seriös, nicht verspielt – wer den typischen Gaming-Look mag, wird kein Freund des Recaro werden. Zudem lässt der Rae Essential einige liebgewonnene Features vermissen, die man sonst von Gaming-Stühlen kennt: Man kann nicht wippen und weil der einstellbare Winkel der Lehne sehr knapp bemessen ist, kommt Liegen nicht einmal ansatzweise in Frage. Eine separate Lordosenstütze fehlt dem Stuhl ebenso wie ein Nackenkissen.

Für Gaming ist uns das zu wenig. Als Bürostuhl zum Arbeiten sieht es hingegen besser aus. So ist die Lehne angenehm hoch und breit und die Sitzfläche ist großzügig bemessen, sodass sowohl kleine als auch große Menschen gut auf dem Stuhl sitzen. Außerdem verlaufen die Seitenwangen recht flach und die Armlehnen sind flexibel anpassbar. Wer ein erwachsenes Design bevorzugt und einen Bürostuhl mit dezenten Gaming-Elementen möchte, kann einen Blick wagen. Material und Verarbeitung sind einwandfrei, sodass der Stuhl lange halten dürfte. Auch der Aufbau ist schnell und einfach erledigt. Preislich spielt der Recaro Rae Essential aber in so hohen Gefilden, dass reine Zocker für das Geld auch geeignetere Alternativen finden.

Razer Iskur

Beim Razer Iskur fällt sofort die verstellbare Lordosenstütze in der Rückenlehne auf. Razer verzichtet hier auf ein extra Kissen, um den Rücken zu entlasten und setzt stattdessen auf eine ausklappbare Stütze. Das kann für verschiedene Staturen sehr angenehm sein, allerdings ist sie auch sehr wuchtig. Je weiter man sie ausfährt, desto kürzer wird die Sitzfläche. Die Stütze wirkt zunächst etwas weniger bequem, man wird jedoch zu einem aufrechteren, gesünderen Sitz motiviert.

Die ohnehin recht knapp bemessene Sitzfläche mag auf viele Menschen durch die hohen Seitenwangen etwas einengend wirken, vor allem in Kombination mit den Schulterflügeln. Wem jedoch das Racing-Chair-Design gefällt, wird sich daran nicht sonderlich stören. In dieser Preisklasse hätten wir uns allerdings eine bessere Wippfunktion gewünscht. Insgesamt ist der Razer Iskur aber sehr hochwertig verarbeitet und man sitzt sehr bequem darauf, sofern man etwas härter gepolsterte Stühle bevorzugt.

Dowinx Massage-Gaming-Stuhl

Ein absoluter Tipp zum Entspannen ist der Dowinx LS-6688 mit integrierter Massagefunktion im Lendenkissen, die über ein USB-Kabel aktiviert wird. Die Armstützen sind fest mit der Rückenlehne verbaut und bewegen sich lediglich beim Neigen der Lehne mit. Dies lässt ein wenig die Flexibilität für die Schreibtischnutzung vermissen. Wer es sich aber ohnehin lieber mit dem Controller im Sessel bequem macht, wird damit kein Problem haben. Vor allem in Kombination mit der integrierten Fußstütze bringt dieser Stuhl ein kleines bisschen Wellness-Feeling in die Gamer-Welt.

Asus ROG Chariot RGB

Ui, ist das bunt! Der Asus ROG Chariot RGB macht seinem Namen alle Ehre und leuchtet passend zur restlichen Gaming-Ausstattung im schönsten Farbenspiel. Die Beleuchtung ist kompatibel zu Asus‘ »Aura« genanntem Beleuchtungssystem, Fans des Herstellers sind also im Vorteil. Die Idee ergibt Sinn, die Umsetzung finden wir allerdings nicht ganz so gelungen: Um das Licht zum Strahlen zu bringen, braucht man eine Powerbank, die nicht mitgeliefert wird und in einem kleinen Täschchen an der Rückseite der Lehne Platz findet. Möchte man die Farben nicht per Aura-Software am PC steuern, verfügt der Stuhl über eine Fernbedienung mit den wichtigsten Funktionen, die seitlich an der Lehne sitzt. Die Fernbedienung ist fest verkabelt, kann nicht abgenommen werden und ist in der Sitzposition nur schlecht erreichbar – hier wäre eine kabellose Lösung praktischer gewesen. Außerdem sitzen die Leuchtelemente hinter dem Genick sowie auf der Rückseite der Lehne, im Sitzen kann man die Farbenpracht also gar nicht sehen.

Lässt man das Leuchten außer Acht und betrachtet den ROG Chariot RGB als reinen Stuhl, ist unser Eindruck durchwachsen: Für den Stuhl sprechen der schnelle und komfortable Aufbau, der selbst Ungeübten in weniger als 20 Minuten gelingt. Material- und Verarbeitungsqualität sind tadellos. Nicht so gut gefällt uns die harte Rückenlehne, die im Schulterbereich eine zu starke Wölbung aufweist und deshalb in keiner Sitzposition wirklich bequem ist. Auch lässt sich der Chariot zwar relativ weit neigen, aber nicht in eine Liegeposition bringen. Von einer Fußstütze kann man da nur träumen – oder eben nicht, denn für einen Power Nap ist dieser Stuhl nur bedingt ausgelegt. Beim Sitzen raten wir zur Nutzung der beiliegenden Lordosenstütze, auf ein bewegliches Nackenkissen muss man trotz des stattlichen Kaufpreises des ROG Chariot RGB hingegen verzichten. Die gepolsterte Kopfstütze ist da nur ein schwacher Trost.

Sharkoon Elbrus 3

Nach dem etwa 30-minütigen und unkomplizierten Aufbau des Sharkoon Elbrus 3 fallen sofort die eher ungewöhnlichen Kopf- und Lendenkissen aus sehr weichem Stoff auf. Was auf den ersten Blick schön kuschelig erscheint, stellt sich im Gebrauch als schmutzanfällig heraus. Gerade beim Kissen im Nackenbereich hinterlässt der ständige Hautkontakt auf Dauer kein angenehmes Gefühl. Das Kopfkissen ist zudem für größere Menschen ab etwa 180 Zentimeter (wie bei fast allen Stühlen dieser Art) zu niedrig angebracht und schnallt durch die Gummibänder beim Nach-oben-Ziehen immer wieder zurück.

Die Sitzhöhe ist dagegen sehr flexibel für Menschen bis zu 190 Zentimeter Größe ausgelegt. Der Elbrus 3 ist mit Kunstleder bezogen und ermöglicht sowohl aufrechtes Sitzen für die Nutzung von Maus und Tastatur am Schreibtisch, als auch eine Neigung von bis zu 160 Grad für bequemes Zocken. Dank Wippfunktion fühlt sich die Neigung jedoch wie 180 Grad an und ermöglicht ein Päuschen im Liegen.

Snakebyte Evo

Zugegeben: Der Snakebyte Evo ist günstig. Und zugegeben: Für den Kampfpreis kann man keine Wunder erwarten. Allerdings merkt man dem Stuhl seinen niedrigen Preis leider deutlich an. Der Aufbau nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch und das Material fühlt sich eher unangenehm an. Das gilt sowohl für das billige Kunstleder als auch für die Stoffapplikationen mit Wabenstruktur, die optische Akzente setzen sollen. Die Rollen gleiten schlecht und das Nackenkissen ist ohne ein Innenkissen ausgestattet, sondern als Bezug direkt gefüttert, weshalb immer einige Fasern der Füllung aus seinem Reißverschluss quillen.

Sitzt man einmal darauf, macht der Evo aber keine ganz so schlechte Figur. Die Proportionen stimmen weitgehend, wenn man einmal vom etwas knappen Abstand der Seitenflügel absieht, und die Lehne lässt sich von aufrechten 90 Grad bis knapp über die Waagerechte kippen. Leider lassen sich die Armlehnen überhaupt nicht bewegen und gehen lediglich mit, wenn man die Rückenlehne neigt. Trotz des knappen Budgets werden eine per Gummiband in der Höhe verstellbare Lordosenstütze sowie ein Nackenkissen mitgeliefert, das allerdings nicht verschoben werden kann und für Personen über etwa 175 Zentimetern zu tief sitzt. Die Lordosenstütze erfüllt ihren Zweck, ist aber nicht allzu bequem.

Unterm Strich kann der Evo wegen seines Preises interessant sein, nur sollte man sich bewusst machen, dass er weder das für Gaming-Stühle Mögliche ankratzt, noch für die Ewigkeit gebaut ist.

Tylink Gaming-Stuhl

Der Tylink Gaming-Stuhl krankt allem voran an seiner sehr geringen Materialgüte. Schon beim Aufbau muss man aufpassen, dass man die Schrauben nicht zu stark anzieht, sonst fressen sie sich durch das weiche Plastik wie durch Butter – man spürt dabei kaum Widerstand. Auch das Metall der Schrauben ist extrem weich, vom Einsatz eines Akkuschraubers sollte man daher unbedingt absehen. Die Haptik der Oberflächen aus Kunstleder wirkt ebenfalls billig, was schade ist, denn der Stuhl von Tylink kommt mit Lordosenstütze, Nackenkissen und ausziehbarer Fußablage. Somit eignet sich der Stuhl grundsätzlich für ein Nickerchen zwischendurch, dafür spricht auch die recht weiche Polsterung. Beim Zurücklehnen hat es Tylink allerdings etwas zu gut gemeint, schnell kippt man dabei in einen leichten Kopfüber-Winkel, was in Kombination mit dem minderwertigen Material und der nicht allzu vertrauenserweckenden Konstruktion ein mulmiges Gefühl auslöst.

Laut offizieller Angaben soll der Stuhl 125 bis 150 Kilogramm Maximalgewicht stemmen, wir haben aber unsere Zweifel, dass jemand mit einem solchen Gewicht überhaupt auf die Sitzfläche passt. Die ist nämlich sehr schmal, sodass kräftige Personen schnell über den Rand des Kissens herausragen und die Wölbung der Seitenflügel in die Schenkel drückt. Ähnliches gilt für die Rückenlehne: Hier ist zwar etwas mehr Platz, zu breite Schultern sollte man aber auch nicht haben, sonst drücken die Seitenschalen die Schultern nach vorne und die Ergonomie ist dahin.

Die Sitzfläche besteht aus relativ hartem Schaumstoff und ist nicht so weich wie die manch eines Konkurrenten, man sitzt darauf aber dennoch recht bequem, sofern man schmal genug gebaut ist. Ein Ärgernis ist, dass zwischen dem nicht entfernbaren Kissen und den Seiten eine Lücke ist, sodass sich dort schnell Krümel sammeln dürfen, die man nur mit einiger Mühe wieder herausbekommt.

UMI Essentials GTF 39

Amazons Eigenmarke UMI weicht mit dem Design des Zockersessels UMI Essentials GTF 39 ein wenig vom »Gaming-Stuhl-Standard« ab. Eine flache, breite Sitzfläche erlaubt viel Freiraum, um es sich auch im Schneidersitz darauf bequem zu machen. Die Rückenlehne ist zwar bequem und das Lendenkissen solide, sie kann jedoch nicht gerade im 90-Grad-Winkel aufgestellt werden. Zum Zocken mit Maus und Tastatur oder für Schreibtischarbeit ist der Stuhl daher eher weniger geeignet. Auch eine Kopfstütze fehlt, was sich auf Dauer bemerkbar macht.

Der Hebel für die Rückenlehne ist nicht gut zu erreichen. Beim Verstellen derselbigen verstellen sich auch die Armstützen mit, die ansonsten fixiert sind, dafür aber weich gepolstert. Hervorzuheben ist noch die integrierte Beinstütze, die sich aber nur 42 Zentimeter weit ausfahren lässt und für längere Beine zu kurz geraten ist. Insgesamt ist der GTF 39 ein bequemer Sitz für unter 200 Euro, aber eher ein bequemer Gaming-Sessel mit einigen Nachteilen.

Songmics RCG42

Der Songmics RCG42 lässt sich sehr schnell und einfach aufbauen. Bei seiner Preisklasse überrascht, dass er auch für Körpergrößen von etwa 175 bis etwa 190 Zentimeter geeignet ist. Vor allem das Nackenkissen befindet sich auch für größere Menschen an einer sinnvollen Position. Die Polsterung fällt sehr hart aus und die Sitzposition ist nicht aufrecht genug für den Schreibtisch. Die Armstützen lassen sich in der Höhe verstellen, federn dabei immer ein bisschen unangenehm nach. Seitlich lassen sich die Armauflagen nur in drei feste Positionen schwenken und sind zudem als Kuhle geformt, sodass die Ränder auf Dauer unangenehm in die Arme drücken können. Lehnt man sich nach hinten, sind die Armlehnen zu weit vorne positioniert, um sinnvoll zu sein. Der Kunstlederbezug ist nicht sonderlich gut verarbeitet.

Die Nähte wirken, als könne man sie mühelos auseinanderziehen, und der Bezug wirft an verschiedenen Stellen unschöne Falten und Beulen. Nach ein paar Stunden beginnt die Polsterung und das Kunstleder unschön zu quietschen.

So haben wir getestet

Alle Gaming-Stühle wurden unter denselben Bedingungen getestet. Der Aufbau wurde mit dem beiliegenden Werkzeug durchgeführt. Dabei haben wir uns die Verarbeitungsqualität der einzelnen Teile angesehen, die Verständlichkeit der Anleitung überprüft und die Dauer des Aufbaus unter gewöhnlichen Wohnbedingungen gestoppt.

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Gaming-Stuhl Test: Gamingstuhl Corsair T3 Rush
Gaming-Stuhl Test: Gamingstühle Alle
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gruppenbild

Jeder Stuhl wurde mindestens acht Stunden von drei Personen probegesessen, mit Körpergrößen von 170 Zentimeter bis 185 Zentimeter und 60 Kilogramm bis 90 Kilogramm Körpergewicht. Dabei wurde sowohl in verschiedenen Sitzpositionen gespielt als auch gearbeitet und sämtliche Einstellungsmöglichkeiten überprüft.

Die wichtigsten Fragen

Was kostet ein guter Gaming-Stuhl?

Für einen guten Gaming-Stuhl sollte man etwas über 200 Euro einplanen. Bei günstigeren Angeboten machen sich oft billige Materialien oder eine schlechte Verarbeitung bemerkbar. Ab etwa 400 Euro gibt es fast durchweg hochwertige und bequeme Stühle, die oft noch ergonomische Zusatzfunktionen bieten. Luxusmodelle ab etwa 700 Euro sind oft nur für spezielle Zielgruppen und nach persönlichem Geschmack zu empfehlen.

Sind Gaming-Stühle gut für den Rücken?

Das kommt darauf an. Grundsätzlich sollte man nie zu lange sitzen und immer wieder die Sitzposition wechseln. Wichtig sind regelmäßige Pausen, in denen man aufsteht und sich bewegt. Menschen sind verschieden, daher sollte darauf geachtet werden, dass sich der Gaming-Stuhl möglichst gut dem eigenen Körper anpassen lässt. Die Lordosenstütze sollte an der richtigen Stelle sitzen, nicht drücken und Armstützen sowie Rückenlehne sollten eine gesunde Sitzposition ermöglichen.

Was bringen Gaming-Stühle?

Gaming-Stühle sind in erster Linie etwas fürs Auge. Wer streamt, YouTube-Videos produziert oder die Gaming-Ecke aufwerten möchte, greift in der Regel zu einem Gaming-Stuhl. Diese sind meist nicht nur oppulenter und hübscher als gewöhnliche Bürostühle, sondern oft auch deutlich komfortabler und bequemer, um lange Zock-Sessions zu überstehen. Viele Hersteller von Gaming-Hardware bringen zudem eigene Stühle heraus, sodass Fans von beispielsweise Razer, HP Omen oder Asus ihre Gaming-Ausrüstung entsprechend vervollständigen können.

Was ist besser: Gaming-Stuhl oder Bürostuhl?

Pauschal lässt sich das nicht sagen und hängt vom persönlichen Geschmack ab. Gaming-Stühle haben meist ein ganz spezielles Design, das auffallen soll und gut ins Gaming-Zimmer oder die Zock-Ecke passt. Eine dicke Polsterung und ein angenehmer Bezug sollen dabei helfen, lange Gaming-Sessions gut zu überstehen. Bürostühle sind dagegen oft einfacher gestaltet, weniger massiv und die Funktionalität steht im Vordergrund. Die Unterschiede sind allerdings fließend.

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