Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
test
Veröffentlicht: 22.1.2021

Der beste Gaming-Stuhl

Wir haben acht Gaming-Stühle getestet. Der beste für die meisten ist der Diablo X-Ray: Er ist gut verarbeitet, bietet alle Merkmale eines typischen Gaming-Stuhls und kostet nicht die Welt. Für andere Geschmäcker haben wir noch weitere Empfehlungen.

Michael Beck
ist leidenschaftlicher Gamer und Musiker. Schon als kleiner Knirps hat er den Toshiba T3200 seines Vaters zur Spielemaschine umfunktioniert. Er schreibt unter anderem für GameStar und Mobygames. Als langjähriger Pop-Kultur- und Videospiel-Experte bei Fandom hat er zudem viel Erfahrung mit Audio- und Videoproduktion gesammelt.

Gaming-Stühle zeichnen sich meist nicht nur durch ihr auffälliges Design aus, vor allem in Sachen Bequemlichkeit sind sie gewöhnlichen Bürostühlen oft weit überlegen. Denn Gaming-Stühle sind speziell für langes Sitzen ausgelegt und vom Motorsport inspiriert. Wer gerne ein paar Stunden am Stück in seinem Lieblingsvideospiel versinkt, möchte das nur ungern wegen eines schmerzenden Hinterteils unterbrechen. Entsprechend beliebt sind diese Stühle inzwischen auch im Home Office, in dem auch gerne mal gespielt wird.

Doch nicht jeder Gaming-Stuhl eignet sich auch als Bürostuhl. Die standardmäßige, bequeme Grundeinstellung der meisten Rückenlehnen ist für eine Arbeitshaltung nicht besonders förderlich. Aber dafür sehr komfortabel, wenn man sich mit einem Gaming-Controller zurücklehnen möchte.

Vor allem durch den Boom von Twitch-Streams und YouTubern, deren Sitzmöbel prominent sichtbar sind, ist die Nachfrage nach Gaming-Stühlen enorm gestiegen. Dadurch drängen auch viele billige Einheitsprodukte auf den Markt, deren einzelne Bauteile von der Stange man bei verschiedenen günstigeren Produkten immer wieder vorfindet.

Wir haben 8 beliebte Gaming-Stühle mit Preisen zwischen 150 und 900 Euro getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Diablo X-Ray

Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Ray
Der Diablo X-Ray bietet alles, was man sich von einem soliden Gaming-Stuhl wünscht und ist gut verarbeitet.

Der Diablo X-Ray ist der beste Gaming-Stuhl für alle, die auf der Suche nach einer äußerst bequemen Sitzgelegenheit zum gemütlichen Zocken sind. Der Kunstlederbezug ist gut verarbeitet und bequem gepolstert. Gegen Schwitzen hilft die Perforation im Bezug. Das außergewöhnlich hohe Lendenkissen unterstützt eine komfortable Sitzposition und stützt den Rücken auf eine angenehme Art ohne auf Dauer zu drücken. Die Armstützen lassen sich nach oben und unten, vorn und hinten sowie seitlich verstellen und sind aus nachgiebigem Kunststoff, fallen allerdings vergleichsweise hart aus. Die Rückenlehne weist in der Standardeinstellung eine Neigung von etwas mehr als 90 Grad aus. Sie kann bis zu 180 Grad in eine »Schlafposition« geneigt werden.

Für größere Menschen

Diablo X-Player 2.0

Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Player
Auch der X-Player 2.0 von Diablo ist gut verarbeitet, hat einen Stoffbezug und eignet sich vor allem für etwas größere Menschen.

Mit dem X-Player 2.0 hat es ein weiterer Gaming-Stuhl von Diablo in unsere Empfehlungen geschafft. Im Gegensatz zu unserem Favoriten X-Ray ist der X-Player 2.0 bis auf einige Kunstlederelemente mit Stoff bezogen. Dadurch zirkuliert die Luft besser und die Schwitzgefahr wird vermindert. Generell bietet das Standard-Modell – neben der Kids- sowie der King-Version – bereits eine höhere Sitzposition und eine flache Sitzfläche, was diesen Stuhl zu einer Empfehlung für größere Menschen ab etwa 170 Zentimeter macht. Die Rückenlehne erlaubt sowohl gerades Sitzen im 90-Grad-Winkel für Arbeiten am Schreibtisch, als auch eine Neigung von bis zu 160 Grad für bequemere Momente. Im Vergleich zum X-Ray haben die Armstützen des X-Player zwar eine Dimension weniger, die man aber nicht vermisst, da sie einen Tick bequemer ausfallen.

Mit Massagefunktion

Dowinx LS-6688

Test Gaming-Stuhl: Dowinx Gaming-Stuhl
Der Dowinx LS-6688 ist für das bequeme Zocken ausgelegt und überzeugt mit Massagefunktion sowie ausziehbarer Fußstütze.

Ein absoluter Tipp zum Entspannen ist der Dowinx LS-6688 mit integrierter Massagefunktion im Lendenkissen, die über ein USB-Kabel aktiviert wird. Die Armstützen sind fest mit der Rückenlehne verbaut und bewegen sich lediglich beim Neigen der Lehne mit. Dies lässt ein wenig die Flexibilität für die Schreibtischnutzung vermissen. Wer es sich aber ohnehin lieber mit dem Controller im Sessel bequem macht, wird damit kein Problem haben. Vor allem in Kombination mit der integrierten Fußstütze bringt dieser Stuhl ein kleines bisschen Wellness-Feeling in die Gamer-Welt.

Gut & günstig

GTPlayer GTP-002

Test Gaming-Stuhl: GTPlayer GTP-002
Der GTPlayer GTP-002 deckt die Basis-Funktionen eines Gaming-Stuhls für den schmaleren Geldbeutel und nicht zu große Menschen ab.

Der GTPlayer GTP002 ist unsere Empfehlung für alle, die einen typischen Gaming-Stuhl wollen, selbst nicht zu groß sind oder diesen für den spielenden Nachwuchs möchten und das preisliche Budget deutlich unter 200 Euro liegt. Für diesen Preis ist er solide verarbeitet und ausreichend gepolstert. Die maximale Neigung liegt bei 150 Grad, doch auch aufrechtes Sitzen am Schreibtisch mit 90 Grad ist möglich, wodurch er auch als Schreibtischstuhl geeignet ist. Das Manko des GTPlayer 002 sind die Armstützen, die sich nur in der Höhe verstellen lassen und deren gewölbte Form bei längeren Armen auf Dauer etwas unbequem werden kann.

E-Sports-Luxusmodell

Recaro Exo 2.0

Test Gaming-Stuhl: Recaro Exo FX
Der Recaro Exo FX 2.0 ist top verarbeitet und lädt zum kompetitiven oder konzentrierten Zocken ein.

Bereits beim Auspacken und Zusammenbauen merkt man dem Recaro Exo FX 2.0 seine extrem hohe Qualität an. Materialien und Verarbeitung sind Spitzenklasse, und in nur knapp 20 Minuten steht der Gaming-Stuhl bereit. Das sollte man bei dem Preis aber auch erwarten. Wer einen gemütlichen Sessel zum Zocken sucht, um darin zu versinken, ist hier eher fehl am Platz. Trotzdem ist der Recaro Exo FX 2.0 für längeres Sitzen wahnsinnig bequem, wenn auch wesentlich härter gepolstert als andere Modelle. Er lädt vor allem zu kompetitiven Gaming-Sessions am PC ein und funktioniert wunderbar als hochwertiger Büro-Stuhl. Seine Ergonomie-Optionen erlauben zudem eine gute Sitzhaltung, trotz lediglich fest integrierter Lordosenstütze.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritFür größere MenschenGut & günstigMit MassagefunktionE-Sports-Luxusmodell
Diablo X-Ray Diablo X-Player 2.0 GTPlayer GTP-002 Dowinx LS-6688 Recaro Exo 2.0 Sharkoon Elbrus 3 UMI Essentials GTF 39 Songmics RCG42
Test Gaming-Stuhl: Diablo X-RayTest Gaming-Stuhl: Diablo X-PlayerTest Gaming-Stuhl: GTPlayer GTP-002Test Gaming-Stuhl: Dowinx Gaming-StuhlTest Gaming-Stuhl: Recaro Exo FXTest Gaming-Stuhl: Sharkoon Elbrus 3Test Gaming-Stuhl: UMI Essentials Gaming-StuhlGaming-Stuhl Test: Songmics Rcg42
Pro
  • Hohe, bequeme Lordosenstütze
  • Perforiertes Kunstleder
  • Flexibles Nackenkissen
  • Hohe, bequeme Lordosenstütze
  • Atmungsaktives Stoffgewebe
  • Flexibles Nackenkissen
  • Günstig
  • Solide Verarbeitung
  • Massagefunktion
  • Fußstütze
  • Gepolsterte Armstützen
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Leichtgängige Wippmechanik
  • 5D-Armstützen
  • Äußerst bequem
  • Gute Verarbeitung
  • Verständliche Anleitung
  • Fußstütze
  • Gut gepolstert
  • Breiter Sitz
  • Nackenkissen passend für große Menschen
  • Einfach aufzubauen
Contra
  • Relativ harte Armstütze
  • Fußkreuz nur aus Plastik
  • Stoff zieht Schmutz an
  • Nur 3D-Armlehnen
  • Etwas wackelig
  • Dünne Polsterung
  • Hohe Armstützen
  • Armstütze nur mit Lehne verstellbar
  • Knarzt leicht und wackelt minimal
  • Stoff zieht Schmutz an
  • Lehne neigt sich maximal 130 Grad
  • Nackenstütze separat erhältlich
  • Schwergängige Wippfunktion
  • Gewöhnungsbedürftiger Kissenbezug
  • Lehne auf 100 - 135 Grad begrenzt
  • Armstütze nur mit Lehne verstellbar
  • Kein Nackenkissen
  • Sitzeinstellungen schwer erreichbar
  • Lehne neigt sich maximal 135 Grad
  • Armstützen sehr weit vorne und unbequem
  • Harte Polsterung
  • Minderwertige Verarbeitung
Bester Preis
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Max. Belastung150 / 150 / 200 kg150 / 150 / 200 kg150 kg150 kg150 kg150 kg150 kg150 kg
Empfohlene Körpergrößebis 150 / bis 180 / ab 170 cmbis 150 / bis 190 / ab 170 cmbis 180 cmbis 190 cmab 150 cmbis 190 cmab 175 cmab 175 cm
Sitzhöhe41 - 47 cm / 45 – 50 cm / 51 – 57 cm44 – 50 cm / 48 – 58 cm / 47 – 57 cm45 – 54 cm47 – 5749 – 59 cm48 – 58 cm46 – 56 cm47 – 57 cm
Sitzfläche33 cm x 44 cm / 39 cm x 52 cm / 42 cm x 54 cm49 x 46 / 50 x 52 / 55 x 59 cm38 cm x 50 cm53 cm x 61 cm40 cm x 45 cm40 cm x 51 cm52 cm x 52 cm40 cm x 51 cm
Armlehne4D: oben-unten, links-rechts, vorne-hinten, horizontal schwenkbar3D: oben-unten, links-rechts, vorne-hinten.1D: oben-untenNur mit Rückenlehne verstellbar5D: oben-unten, links-rechts, vorn-zurück; 2 Dreh-Gelenke horizontal schwenkbar3D: oben-unten, links-rechts, vorne-hintenNur mit Rückenlehne verstellbar2D: oben-unten, links-rechts
Höhe Rückenlehne73 / 84 / 93 cm76 / 82 / 93 cm82 cm90 cm94 cm86 cm78 cm83 cm
Neigung Rückenlehne95 – 180 Grad90 – 160 Grad90 – 150 Grad90 – 180 Grad85 – 110 Grad90 – 160 Grad100 – 135 Grad100 – 135 Grad
BezugmaterialKunstleder (perforiert)Stoff (mit Kunstlederlementen)KunstlederKunstlederStoffKunstleder (Kissen aus Stoff)KunstlederKunstleder
FußkreuzmaterialKunststoffAluminiumKunststoffKunststoffAluminiumAluminiumKunststoffAluminium
BesonderheitenEinfache WippmechanikEinfache WippmechanikEinfache WippmechanikIntegrierte Lordosenstütze
Schwingfunktion
Einfache Wippmechanik-Einfache Wippmechanik

Worauf es bei Gaming-Stühlen ankommt

Die Auswahl an Gaming-Stühlen erscheint zunächst immens: Farben, Formen, Größen, Material, Extras, alles wird in nahezu unendlichen Kombinationen angeboten. Deswegen sollte man sich zunächst fragen, was für eine Art Stuhl man denn möchte und welche Maße er mitbringen soll. Dann fällt die Entscheidung wesentlich leichter.

Maße und ergonomische Einstellungsmöglichkeiten

Wer lange Freude an einem Gaming-Stuhl haben möchte, sollte sich über die verschiedenen Maße im Klaren sein. Vor allem die maximale und minimale Sitzhöhe sowie die Sitzbreite und -tiefe sind ausschlaggebend dafür, ob man sich beim Sitzen wohl fühlt. Manche Menschen mögen es lieber, wenn der Sitz seitlich durch nach oben geformte Stützen Halt bietet. Andere fühlen sich dadurch eingeengt und schätzen eher Bewegungsfreiheit, um hin- und herzurutschen oder im Schneidersitz zu sitzen. Wichtig: Die maximale Gewichtsangabe der Hersteller bezieht sich fast immer auf das rein mechanische Maximum und ist kein Garant für ausreichende Polsterung.

Zum Arbeiten sollte eine Sitzposition von 90 Grad möglich sein

Die meisten Gaming-Stühle sind ausgelegt, um gemütlich und bequem zu zocken. Um sich mit dem Game-Controller zurückzulehnen, wird also häufig keine aufrechte Sitzposition von 90 Grad benötigt. Auch das Spielen mit Maus und Tastatur funktioniert meist noch gut. Gerade Strategiespiele, MOBAs und schnelle Shooter erfordern allerdings eine konzentrierte Sitzposition, für die man bevorzugt eine eher gerade oder leicht vornüber gebeugte Haltung einnimmt. Auch wer einen Gaming-Stuhl als Schreibtischstuhl fürs Lernen und Arbeiten verwenden möchte, sollte darauf achten, dass eine Sitzposition von 90 Grad möglich ist. Manche Gaming-Stühle lassen sich in eine 180-Grad-Liegefläche zu verwandeln, mit der man eine Art »Schlafposition« einnehmen kann. In Kombination mit einer guten Wippfunktion kann dies den Bequemlichkeitsfaktor noch ein wenig steigern – sofern man davon denn Gebrauch macht. Sonst ist dies eher nur ein Gimmick.

Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Eine bequeme Sitz- oder Liegeposition ist bei Gaming-Stühlen ein Muss.

Nicht unterschätzen darf man die Einstellungsmöglichkeiten der Armstützen. Während die Höhe fast immer verstellbar ist, können sich weitere Dimensionen positiv auf die Ergonomie auswirken: Das Verschieben nach vorne und hinten sowie seitliches Schwenken machen einen großen Unterschied, je nachdem, ob man mit Maus und Tastatur oder gemütlich mit dem Controller zockt. Meist wird auf eine Polsterung verzichtet, stattdessen setzt man auf leicht nachgebenden Kunststoff, der sich je nach Stuhlmodell und Hersteller sehr unterschiedlich anfühlt.

Anders als bei vielen anderen Produkten gestaltet sich bei Gaming-Stühlen das Zurückschicken bei Nichtgefallen schwierig. In den seltensten Fällen lassen sich die Stühle wieder komplett auseinandernehmen, weil sich der Gasdruckzylinder auch mit Gummihammer nicht mehr aus dem Fußkreuz lösen möchte oder der Zylinder in der Stuhlmechanik feststeckt. Einige Hersteller wälzen auch die Rücksendekosten auf dem Käufer ab – ein weiterer Grund sich vorher genau zu überlegen, welchen Gaming-Stuhl man möchte oder braucht und die Herstellerangaben zu den Maßen genau zu überprüfen.

Einfach zu pflegendes Kunstleder vs. atmungsaktives Textilpolster

Beim Sitzbezug gilt es sich zwischen Kunstleder und Textilbezug zu entscheiden. Beide Materialien haben ihre Vor- und Nachteile. Kunstleder ist für viele gleichbedeutend mit einem »edlen« Look. Unter Umständen wirkt aber vor allem billiges Kunstleder gerade bei genauerer Betrachtung genau so: Billig. Die Unterscheide reichen jedoch von glänzendem und glattem bis hin zu rauem und mattem Kunstleder. Großer Nachteil ist die Atmungsaktivität. Gerade wenn es etwas wärmer wird, können die Sitze schweißtreibend sein, sofern die Form keine anderweitige Luftzirkulation erlaubt. Sehr einfach gestaltet sich dagegen die Pflege des Materials. Flecken und Schmutz lassen sich meist problemlos abwischen.

Textilpolster haben oft Nachteile

Auf Textilpolstern lassen sich verschüttete Getränke, Staub oder Tierhaare weniger problemlos entfernen. Hier muss dann schon der Staubsauger zum Einsatz kommen und Flecken sollten vorsichtig tupfend entfernt werden. Raue Textiloberflächen können beim Tragen kurzer Beinbekleidung durch das Scheuern je nach Empfindlichkeit zu Jucken oder Reizungen führen. Generell sind Stoffpolster anfällig für elektrostatische Aufladung. Verschiedenste Gewebearten erleichtern allerdings die Luftzirkulation enorm, sodass Gamer im Hochsommer oder in schweißtreibenden Spielsituationen nicht am Stuhl festkleben.

Extras

Gaming-Stühle zeichnen sich nicht selten durch ihre Extras aus. Die typischen Eigenschaften wie Kunstlederbezug, Racing-Optik, Lordosen- und Nackenkissen oder eine Rückenlehne, die eine Neigung von bis zu 180 Grad erlauben, sind fast überall zu finden. Seit immer mehr Hersteller auf dem Markt mitmischen, sind Alleinstellungsmerkmale gefragt. Dies äußert sich in einer Vielzahl an besonderen Funktionen.

Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Gaming-Stühle sind oft mit Nackenkissen ausgestattet, die mit Gummigurten befestigt werden.

Mit am häufigsten findet sich unter den Stühlen eine leichtgängige Wippfunktion. Diese ermöglicht ein Schaukelstuhlgefühl, das vor allem bei weit zurückgestellter Rückenlehne eine entspannende Wirkung entfaltet – erst recht in Kombination mit integrierter Fußstütze, die sich auf Wunsch ausfahren lässt. Allerdings gilt es zwischen einer einfachen Wippfunktion, ausgeklügelten Schwingfunktionen oder Synchronmechaniken zu unterscheiden, bei der sich die Sitzfläche aus Ergonomiegründen mitverschiebt.

Andere Hersteller versuchen mit Gimmicks wie vibrierendem Rückenkissen oder verbauten Bluetooth-Lautsprechern zu punkten. Hier sollte man sich vorher im Klaren darüber sein, ob man diese Zusatzfunktionen überhaupt nutzen möchte, darauf verzichten kann oder was einem persönlich wichtig ist.

Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gruppenbild
Die 8 getesteten Gaming-Stühle der ersten Testrunde im Dezember 2020.

So haben wir getestet

Alle Gaming-Stühle wurden unter denselben Bedingungen getestet. Der Aufbau wurde mit dem beiliegenden Werkzeug durchgeführt. Dabei haben wir uns die Verarbeitungsqualität der einzelnen Teile angesehen, die Verständlichkeit der Anleitung überprüft und die Dauer des Aufbaus unter gewöhnlichen Wohnbedingungen gestoppt.

Jeder Stuhl wurde mindestens acht Stunden von drei Personen probegesessen, mit Körpergrößen von 170 Zentimeter bis 185 Zentimeter und 60 Kilogramm bis 90 Kilogramm Körpergewicht. Dabei wurde sowohl in verschiedenen Sitzpositionen gespielt als auch gearbeitet und sämtliche Einstellungsmöglichkeiten überprüft.

Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray

Testsieger: Diablo X-Ray

Der beste Gaming-Stuhl für die meisten ist der Diablo X-Ray. Er liegt preislich im Mittelfeld und ist gut dafür geeignet, um sich bequem zurückzulehnen. Sein Kunstlederbezug ist sauber verarbeitet, nicht zu hart oder zu weich gepolstert und lässt die Luft etwas zirkulieren. Die Armauflagen können in vier Dimensionen verstellt werden. In der normalen Ausführung ist der X-Ray für maximal 180 Zentimeter große Menschen ausgelegt. Das tolle an den Gaming-Stühlen von Diablo ist, dass fast jedes Modell in drei Größen angeboten wird: einer Kindergröße, einer normalen Größe und einer »King«-Version für besonders große oder schwere Körper.

Unser Favorit

Diablo X-Ray

Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Ray
Der Diablo X-Ray bietet alles, was man sich von einem soliden Gaming-Stuhl wünscht und ist gut verarbeitet.

Der Aufbau des Diablo X-Ray gestaltet sich trotz der vergleichsweise sehr einfach gehaltenen Anleitung ohne Texterläuterungen unproblematisch. Mit knapp 40 Minuten Aufbauzeit liegt sie knapp über dem Durchschnitt der getesteten Stühle. Bis auf zwei Schrauben waren die restlichen bereits vormontiert. Dadurch erübrigt sich das Heraussuchen der passenden Schrauben. Andererseits müssen diese vor der Befestigung der Teile erst einmal herausgeschraubt werden, um dann erneut festgeschraubt zu werden. Immerhin wird so eine zusätzliche Verpackung für die Schrauben eingespart.

Generell wirken alle Teile hochwertig verarbeitet, allen voran der Kunstlederbezug und dessen Nähte, wenngleich das Fußkreuz lediglich aus Plastik ist. Die Rollen dagegen sind aus Kautschuk, die ein gefühlt leichteres Gleiten über den Boden erlauben als die härtere Nylon-Variante anderer Stühle.

Schweißfreie Angelegenheit

Der Sitz bietet durch seine seitlich geschwungene Form sicheren Halt. Wer jedoch etwas mehr Beinfreiheit nach links und rechts braucht, ist bei Stühlen mit einem flachen Sitz, wie beim ebenfalls getesteten Diablo X-Player 2.0, besser aufgehoben. Einbuchtungen auf der Oberfläche des Kunstlederbezugs erlauben ein wenig mehr Luftzirkulation als komplett glatt bezogene Modelle. Hinzu kommen Perforationen auf dem Sitz, in der Rückenlehne sowie den beiden Polsterkissen. Dies verhindert zusätzlich, dass Spielerinnen und Spieler bei langen Zock-Sessions ins Schwitzen geraten.

1 von 6
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Der Gaming-Stuhl von Diablo sticht durch sein hohes und bequemes Rückenpolster hervor.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Zwei Gummigurte erlauben eine flexible Anbringung des Nackenkissens.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Die Armlehnen sind etwas gewöhnungsbedürftig geformt und lassen sich in vier Richtungen einstellen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Alle Einstellungsmöglichkeiten sind bequem erreichbar.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Der X-Ray von Diablo erlaubt die Neigung der Rückenlehne bis zu 180 Grad.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Ray
Ein gut verarbeiteter Gaming-Stuhl, den es in drei verschiedenen Größen gibt.

Besonders gut gefallen hat uns das Lendenkissen. Durch seine hohe Form bietet es dem Rücken eine bessere Stütze als die meist niedrigeren aber breiteren Kissen der meisten anderen Gaming-Stühle. Das Lendenkissen des Diablo passt sich äußerst angenehm dem Rücken an. Das Nackenkissen kann nicht nur über Clips an zwei Gummibändern durch die beiden Öffnungen in der Rückenlehne befestigt werden. Es verfügt über ein weiteres Gummiband, um es flexibel in einer höheren Position anzubringen. Dabei wird es einfach über das obere Ende der Lehne gezogen, die hoch genug ist, ohne dass das Kissen nach oben wegrutscht – ein Problem, dass fast alle günstigeren Gaming-Stühle aufweisen.

Die Armlehnen lassen sich in vier Dimensionen anpassen. Drei Hebel sorgen dafür, dass sie mehrere Zentimeter nach oben und unten, innen und außen sowie vor und zurück verschoben werden können. Zusätzlich lassen sie sich die Armauflageflächen jeweils in drei Positionen nach innen und außen schwenken. Die Auflage gibt Druck zwar etwas nach, fällt im Vergleich zu anderen Stühlen jedoch relativ hart aus.

Auch halbwegs arbeitstauglich

Die Rückenlehne eignet sich in der aufrechten Position einigermaßen für das Spielen mit Maus und Tastatur oder zum Arbeiten am Schreibtisch, auch wenn sie sich nicht komplett aufrecht einstellen lässt. Beim Sitzen in gerader Position oder beim konzentrierten Zocken bietet sie etwas weniger Stütze als gewünscht, wenngleich das Lendenkissen dies ein bisschen ausgleicht.

Nachteile?

Leider ist der X-Ray nicht vollkommen perfekt. Gerade die Kunststoffpolsterung der Armlehnen ist ein bisschen zu hart, und je nach Armlänge sind die seitlich abfallenden Armauflagen etwas ungünstig geformt. Sie sind deswegen nicht direkt unbequem, müssen dadurch aber immer wieder ein bisschen nachjustiert werden, wenn man die Sitzposition ändert.

Für Gamer, die gerne auf der vor an der Stuhlkante sitzen, ist der X-Ray von Diablo weniger zu empfehlen. Das Fußkreuz aus Plastik bietet hierfür nicht genügend Standfestigkeit, wodurch es passieren kann, dass der Stuhl im Eifer des Gefechts ins Kippen gerät. Wer gerne konzentriert und angespannt zockt, sollte sich unsere anderen Empfehlungen ansehen. Für Spielerinnen und Spieler, die es am liebsten bequem zurücklehnen ist der Diablo X-Ray definitiv eine gute Entscheidung.

Diablo X-Ray im Testspiegel

Testberichte gibt es vom Diablo X-Ray noch nicht. Andere Gaming-Stühle von Diablo überzeugen jedoch YouTuber, Streamer und Fachpresse zugleich. Sollten in Zukunft Testberichte veröffentlicht werden, werden wir sie an dieser Stelle aufführen.

Alternativen

Der Diablo X-Ray konnte uns aufgrund seines guten Gesamtpakets am meisten überzeugen. Wenn Sie noch mehr Komfort bekommen oder weniger Geld ausgeben möchten, können wir die folgenden Alternativen empfehlen.

Für Hünen: Diablo X-Player 2.0

Das Basis-Modell des Diablo X-Player 2.0 wird zwar für eine Körpergröße bis 180 Zentimeter empfohlen, hat sich beim Test in der Grundeinstellung für Personen bis zu einer Größe von etwa 170 Zentimeter als einen Tick zu groß herausgestellt, die höchste Einstellung für einen 185 Zentimeter großen Menschen als ein bisschen zu hoch.

Deshalb empfehlen wir diesen Stuhl für eher größere Menschen, die sich ein qualitativ hochwertiges Produkt wünschen, einen Stoffbezug gegenüber Kunstleder bevorzugen und für die unser Favorit unter Umständen zu klein oder zu schmal ausfällt. Nachteil des atmungsaktiven, reliefartigen Waben-Bezugs ist jedoch, dass sich dort gerne Schmutz wie Härchen, Hautschüppchen oder Brösel sammeln können.

Für größere Menschen

Diablo X-Player 2.0

Test Gaming-Stuhl: Diablo X-Player
Auch der X-Player 2.0 von Diablo ist gut verarbeitet, hat einen Stoffbezug und eignet sich vor allem für etwas größere Menschen.

Die Sitzfläche ist flach gehalten und verfügt über keine hochgezogene »Schale« an den Seiten. Das ist besonders für all diejenigen von Vorteil, die sich beim Sitzen schnell eingeengt fühlen und Freiraum bevorzugen. Sie ist lang genug, sodass auch längere Beine nicht groß über den Sitz hinaus hängen, sondern gut gestützt sind.

Flexible Rückenlehne

Die Rückenlehne lässt sich bis zu 90 Grad aufrichten, um auch in gerade Position am Schreibtisch gut Maus und Tastatur bedienen zu können. Sie kann bis zu 160 Grad geneigt werden, was zwar keine richtige Schlafposition ist, aber dem dennoch sehr nahe kommt. So ist auch bequemes Zurücklehnen und gemütliches Versinken im Stuhl bei einem Action-Adventure oder der Lieblingsserie möglich.

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Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Die schwarz-weiße Version des Diablo X-Player 2.0 wirkt besonders schick.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Auch hier gibt es das für Diablo typische hohe und bequeme Lendenkissen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Die Armstützen sind sehr bequem, lassen sich allerdings nur in drei Richtungen einstellen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Der X-Player 2.0 ist mit einem Stoff-Gewebe bezogen und verfügt über einige Kunstlederapplikationen zur Zierde.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Die ausladende Sitzfläche bietet viel Spielraum und richtet sich vornehmlich an große Gamer.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Diablo X Player 2.0
Das Nackenkissen muss nicht festgeschnallt werden und lässt sich in der Höhe gut anpassen.

Die Armstützen bieten zwar nur drei Dimensionen (hoch-runter, vor-zurück und seitlich schwenkbar), sind dafür aber recht angenehm gepolstert.

Das Highlight ist hier, wie bei unserem Favoriten von Diablo, das hohe und weiche Lendenkissen. Da die Kopfstütze nicht wie bei anderen Stühlen festgeschnallt wird, lässt sie sich leichter individuell in die richtige Position bringen. All das macht aus dem Diablo X-Player 2.0 einen Stuhl, aus dem man am liebsten gar nicht mehr so richtig aufstehen möchte.

Wellness-Stuhl: Dowinx LS-6688

Der Dowinx LS-6688 sticht durch die in die Lordosenstütze integrierte Massagefunktion hervor. Aus dem Kissen ragt hierfür ein kurzes Kabel mit einem Hohl- bzw. Niedervoltstecker heraus, das mit einem beiliegenden Anschlusskabel an einen USB-Port angeschlossen wird – egal, ob am Laptop, Desktop-PC oder Powerbank.

Mit Massagefunktion

Dowinx LS-6688

Test Gaming-Stuhl: Dowinx Gaming-Stuhl
Der Dowinx LS-6688 ist für das bequeme Zocken ausgelegt und überzeugt mit Massagefunktion sowie ausziehbarer Fußstütze.

Was zunächst nur wie ein Gimmick wirkt, ist tatsächlich ein großer Komfortgewinn. Wer gerne mal ein bisschen durchgerüttelt wird, um die Muskeln zu lösen, wird dieses Extra sehr zu schätzen wissen. Vor allem nach dem etwas umständlichen Aufbau des Stuhls, der im Vergleich am längsten gedauert hat. Das lag an einigen falsch beschrifteten Teilen in der ausschließlich aus Bildern bestehenden Anleitung sowie fummeligen Schraubgewinden. Für zusätzliche Entspannung sorgt die ausfahrbare Fußstütze, die für lange Beine jedoch etwas zu kurz geraten ist.

1 von 5
Gaming-Stuhl Test: Dowinx Gaming Stuhl 6688
Der Dowinx LS-6688 kommt mit einer ausziehbaren Beinstütze daher.
Gaming-Stuhl Test: Dowinx Gaming Stuhl 6688
Die Armstützen werden synchron mit der Rückenlehne verstellt.
Gaming-Stuhl Test: Dowinx Gaming Stuhl 6688
Die Sitzhöhe lässt sich zwischen 47 – 57 Zentimeter einstellen.
Gaming-Stuhl Test: Dowinx Gaming Stuhl 6688
Highlight des Dowinx LS-6688 ist die im Rückenkissen integrierte Massage-Funktion via USB-Anschluss.
Gaming-Stuhl Test: Dowinx Gaming Stuhl 6688
Der Kunstlederbezug ist für diese Preisklasse gut verarbeitet.

Die Armstützen sind mit der Rückenlehne verbunden und ändern die Höhe nur in Kombination mit der Neigungsverstellung. Die Technik ist, auch schon wie bei der Fußstütze, die gleiche wie beim ebenfalls getesteten UMI Essentials GTF 39. Die Armlehnen des Dowinx sind allerdings etwas höher angebracht, dafür aber bequem gepolstert, sodass die höhere Lage nicht unbequem wird. Je weiter die Lehne zurückgeneigt wird, desto angenehmer sind die Armstützen.

Das Nackenkissen ist etwas niedrig angebracht. Die Gummibänder lassen zwar zu, es etwas nach oben zu ziehen, beim Heben des Kopfes rutscht das Kissen allerdings wieder zurück. Dies fällt hauptsächlich in der aufrechten Position der Lehne auf.

Komfort-Stuhl mit kleinen Macken

Der Kunstlederbezug ist etwas rauer als die sonst bei Gaming-Stühlen eher glatte Variante und hat ein sehr angenehmes Sitzgefühl. Nach längerer Benutzung beginnt der Sitz jedoch etwas zu knarzen. Auch bekommt man das Gefühl, als würde der Stuhl selbst nach dem erneuten Festziehen der Schrauben ein klein wenig wackeln. Dennoch steht er stabil und man muss keine Sorgen haben, umzukippen. Wir empfehlen den Dowinx LS-6688 mit Massagefunktion für alle, die keinen Stuhl für den Schreibtisch suchen, sondern einen explizit zusätzlichen Gaming-Stuhl, um Abends beim Lieblingsspiel noch ein bisschen durchgeknetet zu werden.

Preistipp: GTPlayer GTP002

Unsere »Gut & günstig«-Empfehlung ist der GTPlayer GTP002, der fast alles mitbringt, was man sich von einem typischen Gaming-Stuhl im Racing-Design wünscht. Voraussetzung dafür ist, man ist nicht größer als 180 Zentimeter und nicht schwerer als 90 Kilogramm. Gerade letzteres ist in Sachen Polsterung wichtig, da das Sitzgefühl sonst zu hart ausfallen kann.

Gut & günstig

GTPlayer GTP-002

Test Gaming-Stuhl: GTPlayer GTP-002
Der GTPlayer GTP-002 deckt die Basis-Funktionen eines Gaming-Stuhls für den schmaleren Geldbeutel und nicht zu große Menschen ab.

Die Sitzfläche verfügt zwar über die seitlich hochgezogenen »Rennsitzflügel«, fühlt sich aber gleichzeitig nicht zu eng an. Der Kunstlederbezug ist für die Preisklasse verhältnismäßig gut verarbeitet und man kann sich einerseits mit einer maximalen Neigung von 150 Grad bequem zurücklehnen, komfortabel unterstützt durch die Möglichkeit einer Wippfunktion.

1 von 6
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Der GTP-002 von GTPlayer bietet die wichtigsten Funktionen eines Gaming-Stuhls in solider Qualität.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Aufgrund der Maße und Polsterung ist er allerdings für maximal 180 Zentimeter und 90 Kilogramm ausgelegt.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Die maximale Sitzhöhe ist mit 54 Zentimeter relativ niedrig angesetzt.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Natürlich verfügt der GTP-002 auch über ein Nackenkissen. Je nach Körpergröße muss man es sich aber erst zurechtziehen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Die Armstützen lassens ich leider nur in der Höhe verstellen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Gtplayer Gtp 002
Die Rückenlehne lässt sich zwischen 90 und 150 Grad einstellen.

Das Fußkreuz aus Plastik wirkt ein bisschen wie das eines Kinderbürostuhls – für Gamer daher eine Geschmacksfrage. Trotz des Materials bleibt der Stuhl auch beim Zocken an der Sitzkante relativ stabil, sofern man es beim Rutschen nach vorne nicht übertreibt.

Armstützen ohne Bewegungsfreude

Der größte Nachteil des GTPlayer GTP002 sind die ausschließlich in der Höhe verstellbaren Armstützen. Ihre gewölbte Form ist gewöhnungsbedürftig und kann je nach Körpertyp ein wenig drücken. Glücklicherweise fällt die Wölbung nicht so stark und unbequem aus wie bei vergleichbaren, günstigen Gaming-Stühlen.

Lenden- und Nackenkissen sind lediglich Massenware und unterscheiden sich kaum von denen anderer Hersteller in dieser Preisklasse, erfüllen aber ihren Zweck.

Wer auf der Suche nach einem sehr günstigen Gaming-Stuhl ist, der die Basics abdeckt und solide verarbeitet ist, wird vom GTPlayer GTP002 nicht enttäuscht.

Luxus für Profis: Recaro Exo FX 2.0

Der Recaro Exo FX 2.0 kommt in einem riesigen Karton an, in dem Rückenlehne und Sitzfläche bereits vormontiert sind. Der Stuhl ist unter anderem deshalb innerhalb von nur 20 Minuten zusammengebaut. Dabei fallen vor allem die hochwertigen Metallelemente der Armlehnen und das massive Fußkreuz auf. Ersteres mag zwar nicht unbedingt eines jeden Geschmack treffen, die edle Optik lässt sich jedoch nicht leugnen.

E-Sports-Luxusmodell

Recaro Exo 2.0

Test Gaming-Stuhl: Recaro Exo FX
Der Recaro Exo FX 2.0 ist top verarbeitet und lädt zum kompetitiven oder konzentrierten Zocken ein.

Gerade die Armlehnen stellen eine Besonderheit dar. Sie fühlen sich zwar vergleichsweise hart an, doch hat man nie das Gefühl, dass sie unangenehm drücken. Je nach Position könnten sie aber ein bisschen zu kurz ausfallen. Vor allem, wenn man sich gemütlich zurücklehnen möchte. Ein bisschen lässt sich das durch das zweite Gelenk ausgleichen, das zusätzlich zur seitlichen Schwenkbarkeit die Armauflagen horizontal um 360 Grad drehen lässt.

Sitzfläche und Rückenlehne sind mit einem robusten Stoffgewebe bezogen, dass gut vernäht ist und langlebig scheint. Im Vergleich zu Kunstlederbezügen besteht hier keine Gefahr, an wärmeren Tagen im Sitz kleben zu bleiben. Andererseits zieht der Stoff Hautschüppchen sowie Härchen nahezu magisch an und kann bei direktem Hautkontakt unter Umständen auf Dauer etwas scheuern.

Mit Nackenstütze noch teurer

Recaro verzichtet auf die bei Gaming-Stühlen sonst üblichen optionalen Kissen im Rücken- und Kopfbereich. Die Lordosenstütze ist stattdessen fest in die Lehne integriert. Was zunächst wie eine Einbuße in Sachen Flexibilität wirkt, fällt jedoch kaum ins Gewicht. Kein Tester hatte das Gefühl, die Polsterung wäre am falschen Platz. Lediglich eine Nackenstütze wäre noch schön gewesen. Diese gibt es für stolze 80 Euro separat zu erwerben.

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Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Dem Recaro Exo FX merkt man an, dass der Hersteller bisher Rennsport- und Flugzeugsitze produziert hat.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Der Gaming-Stuhl überzeugt mit seinen hochwertig verarbeiteten Teilen ...
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
... ist dadurch aber auch sehr schwer und massiv.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Die Rückenlehne wird durch Handräder an den Seiten der Lehne eingestellt – ähnlich wie bei Autositzen.
Gaming-Stuhl Test: Gaming Stuhl Recaro Exo Fx 2.0
Leider fehlt ein Nackenkissen. Die Lordosenstütze ist fix in der Lehne integriert.

Die Rückenlehne lässt sich unter die 90 Grad hinaus einstellen, sodass man leicht vornübergebeugt sitzt. Dies ist vor allem beim konzentrierten Zocken wie bei Strategiespielen, MOBAS oder First-Person-Shootern hin und wieder der Fall. Der Recaro Exo FX 2.0 wirkt auch in dieser Position unterstützend.

Mithilfe von beidseitig angebrachten Handrädern – hier erkennt man Recaros Expertise aus dem Bereich Auto- und Flugzeugsitze – kann die Lehne in eine Neigung von maximal 110 Grad gebracht werden. Das ist relativ wenig im Vergleich zu anderen Gaming-Stühlen. Doch nicht jeder Gamer benötigt eine »Schlafposition«. Dank leichtgängiger und einrastbarer Wippfunktion lässt sich aber auch eine Neigung von etwa 130 Grad erreichen.

Spielerinnen und Spieler denen eine konzentrierte Haltung wichtiger ist als das Zurücklehnen im Gaming-Sessel, und für die Geld keine Rolle spielt, sind beim Recaro Exo FX 2.0 gut aufgehoben. Super Verarbeitung, ergonomische Möglichkeiten und komfortables Sitzen werden hier groß geschrieben.

Außerdem getestet

Sharkoon Elbrus 3

Nach dem etwa 30-minütigen und unkomplizierten Aufbau des Sharkoon Elbrus 3 fallen sofort die eher ungewöhnlichen Kopf- und Lendenkissen aus sehr weichem Stoff auf. Was auf den ersten Blick schön kuschelig erscheint, stellt sich im Gebrauch als schmutzanfällig heraus. Gerade beim Kissen im Nackenbereich hinterlässt der ständige Hautkontakt auf Dauer kein angenehmes Gefühl. Das Kopfkissen ist zudem für größere Menschen ab etwa 180 Zentimeter (wie bei fast allen Stühlen dieser Art) zu niedrig angebracht und schnallt durch die Gummibänder beim nach oben ziehen immer wieder zurück.

Die Sitzhöhe ist dagegen sehr flexibel für Menschen bis zu 190 Zentimeter Größe ausgelegt. Der Elbrus 3 ist mit Kunstleder bezogen und ermöglicht sowohl aufrechtes Sitzen für die Nutzung von Maus und Tastatur am Schreibtisch, als auch eine Neigung von bis zu 160 Grad für bequemes Zocken. Dank Wippfunktion fühlt sich die Neigung jedoch wie 180 Grad an und ermöglicht ein Päuschen im Liegen.

UMI Essentials GTF 39

Amazons Eigenmarke UMI weicht mit dem Design des Zockersessels UMI Essentials GTF 39 ein wenig vom »Gaming-Stuhl-Standard« ab. Eine flache, breite Sitzfläche erlaubt viel Freiraum, um es sich auch im Schneidersitz darauf bequem zu machen. Die Rückenlehne ist zwar bequem und das Lendenkissen solide, sie kann jedoch nicht gerade im 90-Grad-Winkel aufgestellt werden. Zum Zocken mit Maus und Tastatur oder für Schreibtischarbeit ist der Stuhl daher eher weniger geeignet. Auch eine Kopfstütze fehlt, was sich auf Dauer bemerkbar macht.

Der Hebel für die Rückenlehne ist nicht gut zu erreichen. Beim Verstellen derselbigen verstellen sich auch die Armstützen mit, die ansonsten fixiert sind, dafür aber weich gepolstert. Hervorzuheben ist noch die integrierte Beinstütze, die sich aber nur 42 Zentimeter weit ausfahren lässt und für längere Beine zu kurz geraten ist. Insgesamt ist der GTF 39 ein bequemer Sitz für unter 200 Euro, aber eher ein bequemer Gaming-Sessel mit einigen Nachteilen.

Songmics RCG42

Der Songmics RCG42 lässt sich sehr schnell und einfach aufbauen. Bei seiner Preisklasse überrascht, dass er auch für Körpergrößen von etwa 175 bis etwa 190 Zentimeter geeignet ist. Vor allem das Nackenkissen befindet sich auch für größere Menschen an einer sinnvollen Position. Die Polsterung fällt sehr hart aus und die Sitzposition ist nicht aufrecht genug für den Schreibtisch. Die Armstützen lassen sich in der Höhe verstellen, federn dabei immer ein bisschen unangenehm nach. Seitlich lassen sich die Armauflagen nur in drei feste Positionen schwenken und sind zudem als Kuhle geformt, sodass die Ränder auf Dauer unangenehm in die Arme drücken können. Lehnt man sich nach hinten, sind die Armlehnen zu weit vorne positioniert, um sinnvoll zu sein. Der Kunstlederbezug ist nicht sonderlich gut verarbeitet.

Die Nähte wirken, als könne man sie mühelos auseinanderziehen und der Bezug wirft an verschiedenen Stellen unschöne Falten und Beulen. Nach ein paar Stunden beginnt die Polsterung und das Kunstleder unschön zu quietschen.

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