Der beste Gimbal

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Gimbal Test: Dfdfdf
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultrahochauflösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Er schreibt unter anderem für audiovision, Tablet und Smartphone, i-fidelity und dpa.

Der beste Gimbal ist für uns der DJI Osmo Mobile 2. Er erlaubt wackelfreie Aufnahmen, ist unkompliziert im Handling, bietet nützliche Zusatzfunktionen und eine lange Akkulaufzeit. Außerdem bekommt man ihn zum fairen Preis. Wer nicht mit dem Smartphone, sondern lieber mit einer Actioncam filmt, sollte sich den FeiyuTech G6 näher anschauen, den wir ebenfalls empfehlen können.

Smartphones und Action-Cams machen dem klassischen Camcorder zunehmend das Leben schwer. Beide Gerätetypen sind kompakt und passen in jede Tasche, das Smartphone hat man ohnehin immer dabei. Da verwundert es nicht, dass immer mehr Filme vom Sommerurlaub, der Schulentlassungsfeier oder dem runden Geburtstag mit Mobiltelefon oder Actioncam gedreht werden.

Full-HD-Auflösung unterstützen inzwischen so gut wie alle der kleinen mobilen Alleskönner, die UHD-Auflösung entwickelt sich gar zum Standard. Einziges Manko: Während ein schwerer Camcorder satt in der Hand liegt und mitunter über eine optische Bildstabilisierung verfügt, sind Schwenks und Bewegungen mit Smartphones und Actioncams häufig ein schwieriges Unterfangen. Bildstabilisatoren sucht man oft vergeblich, und die sehr leichten und kleinen Geräte reagieren anfällig auf jede unruhige Handbewegung.

An dieser Stelle kommen die so genannten Gimbals ins Spiel. Sie gleichen Bewegungen in bis zu drei Achsen aus und sollen mehr Ruhe in den Film bringen. Wir haben sieben Gimbals zu Preisen zwischen 90 und 350 Euro getestet. Drei Gimbals eignen sich für Smartphones, drei für Actioncams. Der DJI Osmo Pocket stellt eine Ausnahme dar: Er hat eine eigene Kamera integriert und ist nicht größer als ein Schokoriegel.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Beste für Smartphones

DJI Osmo Mobile 2

Test Gimbal: DJI Osmo Mobile 2
Mit dem DJI Osmo Mobile 2 hebt man Filme mit dem Smartphone auf ein deutlich höheres Niveau.

Griffig, gut verarbeitet, preiswert und ein Garant für ruhige Aufnahmen: Der DJI Osmo Mobile 2 sollte in keinem Reisegepäck mehr fehlen, wenn man mit dem Smartphone beeindruckende filmische Erinnerungen festhalten möchte. Per Joystick lässt sich die Kamera drehen und schwenken, über einen Schiebeschalter hat man Zugriff auf die Zoomfunktion. Der Akku hält satte 15 Stunden durch.

Der Beste für Actioncams

FeiyuTech G6

Gimbal Test: 61ua+n44vzl. Sl1000
Ob GoPro oder andere Actioncam: Der G6 von FeiyuTech bringt enorm viel Flexibilität und Ruhe in die Filmerei.

Der FeiyuTech G6 arbeitet sowohl mit GoPros als auch mit Actioncams anderer Hersteller zusammen. Die Bedienung ist selbsterklärend, trotz des großen Funktionsumfangs. So kann man die Cam direkt über den Gimbal nach vorne und hinten neigen, nach links und rechts drehen und sogar noch nach links und rechts kippen. Als Besonderheit hat der clevere Griff ein winziges Display integriert, die Bewegungsglättung kann sich sehen lassen.

Gimbal und Kamera in einem

DJI Osmo Pocket

Test Gimbal: DJI Osmo Pocket
Kleiner und leichter geht es nicht: Der DJI Osmo Pocket vereint Kamera und Gimbal im Hosentaschenformat und liefert tolle Ergebnisse.

Dieses pfiffige Kerlchen ist die perfekte Symbiose aus Mini-Kamera und Mini-Gimbal: Der DJI Osmo Pocket ist so klein wie ein Duploriegel, filmt in UHD-Auflösung und hat einen Drei-Achsen-Gimbal integriert. Wer eine Komplettlösung für die Jackentasche möchte, liegt mit diesem System genau richtig. Die Bildqualität ist sehr ordentlich, Bewegungen bügelt der Winzling erstaunlich gut weg.

Vergleichstabelle

Der Beste für SmartphonesDer Beste für ActioncamsGimbal und Kamera in einem
Modell DJI Osmo Mobile 2 FeiyuTech G6 DJI Osmo Pocket Shiyun Smooth 4 GoPro Karma Grip Rollei Steady Butler Action Gimpro One
Test Gimbal: DJI Osmo Mobile 2Gimbal Test: 61ua+n44vzl. Sl1000Test Gimbal: DJI Osmo PocketTest Gimbal: Shiyun Smooth 4Test Gimbal: GoPro Karma GripTest Gimbal: Rollei Steady Butler ActionTest Gimbal: Gimpro One
Pro
  • Gute Bewegungsglättung
  • Tolles Handling
  • Einfache Bedienung
  • Viele Funktionen
  • Fairer Preis
  • Sehr massiv verarbeitet
  • Gute Bewegungskompensation
  • Display
  • Einfache Bedienbarkeit
  • Auswechselbarer Akku
  • Kamera und Gimbal in extrem kompakten Gehäuse
  • Gute Bildstabilsierung
  • Gute Videoqualität
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Ordentliche Bewegungskompensation
  • Drehrad für Zoom und Fokussierung
  • Sehr gute Bewegungskompensation
  • Hoher Bedienkomfort
  • Schaltet GoPro mit ein
  • Highlight-Taste
  • Gute Bedienbarkeit
  • Unterschiedliche Modi
  • Powerbank-Funktion
  • Stativ/Haltegegriff
  • Gutes Handling
  • Einfache Bedienung
Contra
  • Akku fest verbaut
  • Vorgänger war etwas hochwertiger verarbeitet (aber teurer)
  • Display der Actioncam teilweise durch Gimbal versperrt
  • App kommuniziert nicht mit allen Cams
  • Bedienungsanleitung zu knapp und nur auf Englisch
  • Nur für Android-Geräte mit Micro-USB-Anschluss geeignet
  • Etwas wackelige Smartphone-Verbindung
  • Akku fest verbaut
  • Viele Tasten
  • Bedienung gewöhnungsbedürtig
  • Kurze Akkulaufzeit, lange Ladezeit
  • teuer
  • Gelegentlich kleine Gimbal-Ruckler bei Schwenks
  • Mode-Knopf der GoPro nicht mehr erreichbar
  • Ausfall der Stabilisierung nach wenigen Sekunden
Bester Preis
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Wie funktioniert ein Gimbal?

Ein Gimbal wird im Fachjargon als kardanische Aufhängung bezeichnet. Die Besonderheit besteht darin, dass sich ein Körper – in unserem speziellen Fall eine Kamera – in alle Richtungen drehen kann und stabilisiert wird, aber nicht aus dem Gesamtsystem herausfällt. Bewegungen der Umgebung werden automatisch ausgeglichen. Gimbals kennt man unter anderem von besser ausgestatteten Drohnen, die dafür sorgen, dass butterweiche Flugmanöver auf der Speicherkarte landen.

Elektromotoren reagieren blitzschnell auf Bewegungen

Bei den Gimbals für unsere Smartphones und Actioncams kommen genauso wie bei den Quadrocoptern keine drehbaren Lager, sondern Elektromotoren zum Einsatz. Nur diese sind dazu in der Lage, blitzschnell auf feine Bewegungen oder Ruckler zu reagieren und die Kamera so zu stabilisieren. Im Idealfall lassen sich bei einem guten Gimbal Schwingungen und Bewegungen, etwa wenn man während des Filmens läuft oder eine Treppe hoch- oder runtergeht, fast vollständig eliminieren. Für das Endresultat bedeutet dies: Obwohl man den Gimbal beispielsweise während einer Autofahrt aus dem Fenster gehalten hat und die Straße nicht glatt wie ein See war, erscheint die Fahraufnahme später auf dem Fernseher oder dem Flachbildfernseher ganz geschmeidig und ruhig.

Da die Elektromotoren des Gimbals Strom benötigen, muss dieser geladen werden. In der Regel haben Gimbals – zumindest die günstigeren Modelle – einen fest verbauten Akku an Bord. Dieser wird über ein USB-Kabel am PC oder einer Steckdose aufgeladen.

Ein Gimbal glättet nicht nur Bewegungen

Die Bewegungskompensation ist das eine. Ein Gimbal bietet aber noch praktische Zusatzfunktionen. Über Drehregler oder Schiebeschalter kann man die Actioncam oder das Smartphone nach links und rechts schwenken, nach vorne oder hinten neigen und teilweise nach links oder rechts kippen. Außerdem lässt sich der Zoom betätigen – dieses Privileg bleibt den Smartphones vorbehalten, da Actioncams in der Regel eine feste Brennweite haben.

Noch mehr Funktionen durch Zusatz-Apps

Für einen größeren Funktionsumfang sorgen spezielle Apps, mit denen die Hersteller ihre Kameragriffe ausliefern. Diese erlauben nicht nur die vollständige Steuerung der Kamera und das Verändern von Auflösung, Belichtung oder Zoom, sondern bieten zusätzliches Kreativ-Potential. Dazu gehören unter anderem Zeitraffer, Zeitlupe und Panorama-Aufnahmen. Im Zusammenspiel mit Gimbal und Apps ist auch das bei Vloggern beliebte Tracking ein Thema. Wird um das eigene Gesicht auf dem Bildschirm ein Rahmen gezogen, so folgt die Kamera diesem automatisch beim Laufen oder bei Kopfbewegungen.

Worauf sollte man beim Gimbal-Kauf achten?

Natürlich muss der Gimbal die gewünschte Hardware unterstützen, also auf die Montage von Smartphone oder Actioncam ausgelegt sein. Bei Smartphone-Gimbals ist unbedingt zu checken, ob das Mobiltelefon in die Halterung passt und auch das erlaubte Gewicht nicht überschreitet.

Die meisten Actioncams sind von ihrer Größe und Form her den GoPro-Modellen nachempfunden. Auf den Verpackungen oder in den technischen Spezifikationen listen die Hersteller zumindest die bekannteren Cams auf, die unterstützt werden. Ist das eigene Gerät nicht aufgeführt, kann eine Gewichtsangabe der Orientierung dienen. Absolute Gewissheit, ob die Actioncam sicher befestigt werden kann, bringt in diesem Fall jedoch erst der Praxistest.

Außerdem unterscheiden sich die Gimbals beim Gewicht, in der Bedienung und in der Haptik. Es kann also nicht schaden, die Steuerstäbe vor dem Kauf einmal in die Hand zu nehmen.

Damit Sie nach dem Kauf eines Gimbals in dieser Preisklasse nicht enttäuscht sind: Sie dürfen nicht erwarten, dass Ihnen plötzlich mit Smartphone oder Actioncam filmreife Aufnahmen wie auf Schienen gelingen. Dazu müssen Sie tiefer in den Geldbeutel greifen. Im Vergleich zum Ausgangsmaterial ohne Gimbal erkennen Sie aber erhebliche Unterschiede. Und darum geht es. Um einen Gimbal beurteilen zu können, vergleichen Sie das Material aus der Kamera mit und ohne Stabilisierung. Das ist das entscheidende Kriterium.

Gimbal Test: 20190211
Unsere Gimbals im Test: Shiyun Smooth 4, Rollei Steady Butler Action, GoPro Karma Grip (untere Reihe von links), DJI Osmo Pocket, Gimpro One, DJI Osmo Mobile 2 und FeiyuTech G6 (obere Reihe).

So haben wir getestet

Ein Aspekt bei unserem Gimbaltest war die Inbetriebnahme. Benötigt man eine spezielle App, wie gelingt die Montage von Smartphone oder Actioncam, ist die Bedienung intuitiv oder muss man sich erst einlesen?

Für die Bewertung, wie gut die Bewegungskompensation gelingt, haben wir mit einer GoPro Hero6 Black und einem Samsung Galaxy Note9 in der Auflösung 1080p30 gefilmt, die Bildstabilisierung in den Geräten haben wir deaktiviert. In unserem Testprozedere haben wir sowohl Horizontal- als auch Vertikalschwenks berücksichtigt, sind über eine unebene Wiese gelaufen und eine extrem steile Treppe mit großen Abständen zwischen den einzelnen Stufen hinabgestiegen.

Der DJI Osmo Pocket hat eine eigene Kamera verbaut. Auch hier haben wir eine Auflösung von 1080 Pixeln voreingestellt.

Gimbal Test: Dfdfdf

Testsieger: DJI Osmo Mobile 2

DJI ist bekannt für seine ausgezeichneten Drohnen mit perfekt funktionierenden Gimbals. Diese Technik hat der chinesische Hersteller auch auf den Boden übertragen und bietet mit dem DJI Osmo Mobile 2 einen Smartphone-Gimbal mit wenigen Schwächen an. Der graue Griff mit integriertem Akku wiegt 485 Gramm – er ist damit kein Leichtgewicht, allerdings ist der Kompromiss gut gelungen: Einerseits ist der Gimbal schwer genug, um durch das Eigengewicht von Natur aus eine ruhige Kameraführung zu ermöglichen, andererseits ermüdet die Hand auch bei längerem Gebrauch nicht.

Gimbal Test: Osmo Mobile 2 Unboxing 2feature
Der DJI Osmo Mobile 2 wird in einer gut geschützten Box geliefert.

Handling und Inbetriebnahme

Die Oberseite des Griffs ist leicht angeraut, das erhöht die Griffigkeit. Pluspunkte gibt es für die Ergonomie. 2,5 Stunden dauert es, bis der Lipo-Akku mit 2.600 mAh vollständig geladen ist. Anschließend hält er 2 bis zu 15 Stunden am Stück durch. Damit kann man also deutlich länger filmen, als der Smartphone-Akku Energie liefert. Sollte dem Mobiltelefon jedoch der Saft ausgehen, springt der Osmo als Powerbank ein.

Kompatible Smartphones dürfen eine Breite von 58,6 bis 85 Millimetern und eine Dicke von bis zu 8,9 Millimetern haben, das Gewicht sollte 240 Gramm nicht überschreiten. Die ausziehbare Halterung ist innen gummiert, damit das Smartphone sicher vor Kratzern geschützt wird.

Zur Inbetriebnahme benötigt man die kostenlose DJI Go-App. Smartphone und Gimbal verbinden sich per Bluetooth, dies gelingt dank Menüführung auf Anhieb. In den Einstellungen steht eine Kalibrier-Funktion bereit, damit der Gimbal perfekt justiert wird. Zuvor müssen die Justierbügel der Halterung für eine perfekte Balance angepasst werden, das geht schnell und ist in der Anleitung gut beschrieben.

Die Basisfunktionen lassen sich sofort nutzen, weil selbsterklärend. Am Gimbal selbst kippt und dreht man das Smartphone über den Joystick. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Smartphone bewegt, ist alltagstauglich gewählt – nicht zu lahm, aber auch nicht zu flott. Über den roten Button startet man Aufnahmen, die kleinen LEDs geben Auskunft zur Restkapazität des Akkus. Der M-Knopf dient nicht nur zum Ein- und Ausschalten, sondern auch zum Wechseln des Modus. Wahlweise bleibt das Smartphone unabhängig von den Bewegungen in seiner aktuellen Position oder ist frei drehbar. Links befindet sich ein Schiebeschalter für den Zoom. Die Zoomgeschwindigkeit lässt sich über das Menü anpassen.

Modi und Funktionen

Vier interessante Modi lassen sich direkt über den Gimbal auswählen. Zweimaliges schnelles Drücken der Modus-Taste führt dazu, dass das Smartphone sich zentriert – praktisch, wenn man es nach dem letzten Schwenk in einer Außenposition »geparkt« hat. Möchte man in Bodennähe filmen, dreht man den Osmo Mobile 2 einfach um – der so genannte »Underslung«-Modus wird automatisch aktiviert. Im »Flashlight«-Modus lässt sich der Gimbal lediglich nach oben und unten neigen, während der »Portrait«-Modus durch eine Drehung des Gimbals um 90 Grad nach links oder rechts eingeschaltet wird.

Über die App mit übersichtlich gestalteter Oberfläche holt man noch mehr aus dem Osmo Mobile 2 heraus. Hier wählt man Einzel- und Intervallaufnahmen aus, falls es das Smartphone unterstützt, auch mit HDR für mehr Kontrast. Filmer wählen zwischen Zeitlupe und Zeitraffer sowie Hyperlapse. »Active Track« gestattet es, ein Objekt zu markieren – die Kamera folgt dann in Eigenregie.

Als Auflösungen stehen 4K, 1080p und 720p zur Verfügung. Zudem kann man den Weißabgleich automatisch oder manuell anpassen und mittels »Beauty«-Modus Einfluss auf die Optik der Aufnahmen nehmen. Der Bedienkomfort ist ingesamt sehr hoch. Die App nervt nicht, sondern dient als praktischer Assistent – man fühlt sich hier auf Anhieb wohl.

Bewegungsglättung

Der DJI Osmo Mobile 2 liefert in dieser Preisklasse erstaunlich gute Ergebnisse. Er macht das Filmen nicht nur deutlich angenehmer, weil man einfach viel entspannter die Umgebung auf dem Smartphone-Bildschirm wahrnimmt und flüssiges Agieren ermöglicht. Er bringt auch eine beachtliche Ruhe in den Film.

Horizontale oder vertikale Schwenks sind aus freier Hand mit einem Smartphone meistens leicht ruckelig. Dank Gimbal wirken diese Szenen jetzt zum Teil wie aus einem Guss. Aufnahmen aus einem Auto heraus oder auf Inlinern gelingen deutlich besser als ohne Stabilisierung. Auch normales Gehen glättet der DJI weitgehend problemlos.

An seine Grenzen stößt der Helfer erst in Extremsituationen: bei ganz starkem Wind, auf Schotterpisten oder wenn man die Treppen hoch- oder runterspringt. In alltäglichen Szenarien will man den Gimbal hingegen nicht mehr missen. Er ist völlig unkompliziert in der Handhabung, erlaubt neue Perspektiven und hebt Handyfilme auf ein höheres Niveau.

DJI Osmo Mobile 2 im Testspiegel

In den Fachmedien erntet der DJI Osmo Mobile 2 überwiegend Lob. Das Online-Portal Techstage bezeichnet das Gerät als »Smartphone-Gimbal-Primus« und hebt sowohl Handling als auch Verarbeitung hervor:

»Der Griff des DJI Osmo Mobile 2 liegt gut in der Hand und ist durch seine feine Oberflächenstrukturierung auch mit feuchten Händen oder Handschuhen gut zu führen. Die Verarbeitung macht einen tadellosen Eindruck und die Stellmotoren verrichten normalerweise fast lautlos ihre Arbeit. Die getesteten Smartphones nahmen die Motorgeräusche nicht auf.«

Bei der Bewegungskompensation verweisen die Tester darauf, dass der Mobile 2 keine Wunder vollbringen kann:

»Nach dem Firmware-Update unseres Testgeräts waren die vorher zu beobachtbaren leichten Zitterbewegungen bei Videoaufnahmen Geschichte. Allzu heftige Bewegungen kann das System aber nicht stabilisieren – doch eine schnelle Autofahrt auf einer holprigen Straße überstand die Kombination aus Gimbal und Smartphone gut. Bei normalen Bewegungen etwa im Gehen gibt es keine Probleme – bei einem sehr schnellen Schwenk wird das System hingegen in Unruhe versetzt, die es erst nach kurzer Zeit wieder ausgleichen kann.«

Die Redakteure des Internet-Portals luuv-stabilizer.com heben den Funktionsumfang des Gimbals positiv hervor:

»So überzeugt das neue OSMO Mobile 2 im Test bspw. durch einen Zoom-Schieberegler mit dem ihr den Zoom eures Smartphones direkt ansteuern könnt. Diese Funktion garantiert präzise Zooms wie bei Kinoaufnahmen und eignet sich bspw. für Effekte wie den Dolly-Zoom. Des Weiteren verfügt das DJI OSMO Mobile 2 über viele weitere technische Raffinessen.«

Und im Fazit heißt es:

»Das Smartphone Gimbal ist sowohl als Einsteigergimbal als auch im professionellen Einsatz bestens zu gebrauchen. Derzeit bietet das OSMO Mobile 2 durch seine stabile und im Wettbewerbsvergleich relativ fehlerfreie App DJI GO das beste Allround-Paket in Sachen Smartphone Gimbals.«

Die Experten von drohnen.de finden, dass der DJI Osmo Mobile 2 ein toller Handheld-Gimbal mit vielen grundlegenden Funktionen ist, der in Sachen Haptik und Materialauswahl jedoch einen etwas hochwertigeren Eindruck machen könnte. Mit ein wenig Übung und Training biete der DJI Osmo Mobile 2 tolle, stabilisierte Videoaufnahmen.

Alternativen

Der Beste für Actioncams

FeiyuTech G6

Gimbal Test: 61ua+n44vzl. Sl1000
Ob GoPro oder andere Actioncam: Der G6 von FeiyuTech bringt enorm viel Flexibilität und Ruhe in die Filmerei.

Der FeiyuTech G6 arbeitet mit allen GoPros und baugleichen Modellen wie etwa von Yi zusammen. Wenn man den Gimbal das erste Mal in die Hand nimmt spürt man sofort: Der ist unglaublich massiv. Korpus und Teile der Halterung sind aus Aluminium gefertigt, eine gummierte Oberfläche im hinteren Bereich ermöglicht einen sicheren Griff.

Die Montage auf einem Stativ ist über ein Schraubgewinde möglich. Eine Besonderheit stellt das Mini-Display auf der Oberseite dar. Es informiert unter anderem über Akkustand des Gimbals und den gewählten Modus. Die Actioncam wird über zwei kleine Feststellschrauben eingespannt. So sitzt sie bombenfest. Blöd nur, dass der Mode-Button der GoPro jetzt nicht mehr zugänglich ist. Wichtig: Der Gimbal darf erst mit Actioncam eingeschaltet werden. Sonst schlägt die Halterung wild um sich. Kleiner Nachteil: Je nach Neigung der Gimbalstange kann der Bildschirm der Actionkamera mehr oder weniger verdeckt sein. Der Akku wird am Ende wie bei einer Taschenlampe eingesetzt und hält bis zu einem halben Tag durch.

Gimbal Test: 51ybijw0krl. Sl1000
Massive Konstruktion: Der FeiyuTech G6 ist stabil verarbeitet und liegt gut in der Hand.

Die Handhabung des G6 ist ein Traum: Aufnahmeknopf, Ein-Aus-Modus-Knopf und ein kreisrunder Joystick, mehr befindet sich nicht auf der Oberseite unterhalb des Displays. Über den Joystick schwenkt man die Kamera von links nach rechts und von oben nach unten. Eine Besonderheit befindet sich auf der Rückseite: Ein kleiner Schiebeschalter dient dazu, den seitlichen Neigungswinkel der Cam zu ändern. So bringt man die Kamera in wirklich jede gewünschte Position.

Dreht man den Gimbal auf den Kopf, dreht sich auch die Kamera – ideal, um Aufnahmen in Bodennähe zu realisieren. Über die Mode-Taste lässt sich die Cam bei Bedarf fix in der gewünschten Stellung halten. Insgesamt hält der Gimbal drei Modi der Kameraführung bereit. Alle arbeiten präzise und zuverlässig. Die Anleitung, die nur auf Englisch vorliegt, könnte sich in diesem Punkt etwas auskunftsfreudiger geben.

Gimbal Test: 20190214
Ungünstig: Der Mode-Knopf der GoPro ist nicht mehr zu erreichen.

Per Bluetooth verbindet sich der Gimbal mit einem Smartphone über die kostenlose App »Feiyu ON«. Hierüber kann man den G6 kalibrieren, Modi wechseln, die Joystick-Intensität anpassen und automatische Rotationsmodi einrichten. Dies gelingt ohne Probleme, der Funktionsumfang ist bei Gimbals jedoch größer, die das Smartphone direkt zum Filmen verwenden. Eine direkte Ansteuerung der GoPro ist modellabhängig, mit der jüngsten Hero7 Black gibt es mitunter noch Schwierigkeiten.

So liegen die Stärken des FeiyuTech G6 ganz klar in den Kipp-, Neig- und Rolloptionen direkt über den Gimbal. In der Praxis ist es ohnehin wahnsinnig umständlich, zusätzlich zum Gimbal und zur Actioncam noch ein Smartphone zur Steuerung herumzuschleppen.

Für seine Kernaufgabe, das Ausgleichen von Rucklern, Wacklern und Bewegungen, ist der G6 wunderbar geeignet. Seine Motoren arbeiten leise – zumindest bei unserem Modell, denn das ist offenbar nicht immer der Fall – und erlauben geschmeidige Schwenks und eine ruhige Kameraführung. Es ist ein völlig anderes Gefühl, mit einer kleinen und leichten Actioncam zu arbeiten. Ihre fehlende Masse, die geradezu unruhige Bilder provoziert, wird so mehr als effektiv ausgeglichen. Bei der Bewegungsglättung ist der GoPro Karma Grip noch einen Tick besser. Allerdings kostet der doppelt so viel und eignet sich ausschließlich für GoPros.

Gimbal und Kamera in einem

DJI Osmo Pocket

Test Gimbal: DJI Osmo Pocket
Kleiner und leichter geht es nicht: Der DJI Osmo Pocket vereint Kamera und Gimbal im Hosentaschenformat und liefert tolle Ergebnisse.

Ein Duplo hat wahrscheinlich fast jeder schon mal in der Hand gehalten: Der Schokoriegel ist 11,25 Zentimeter lang und 2,2 Zentimeter breit. Drei Bissen, und er ist weg. Mit einer Länge von 12,19 Zentimetern und einer Breite von 2,86 Zentimetern kommt der DJI Osmo Pocket auf fast die identischen Abmessungen. Allerdings haben die chinesischen Konstrukteure hier keine Schokolade, sondern eine UHD-Kamera, einen Drei-Achsen-Gimbal, ein Display und einen Akku untergebracht.

Gimbal Test: 41j3vboeedl. Sl1200
Der DJI Osmo Pocket wird mit Schutztasche, Lightning- und USB-C-Adapter sowie USB-Kabel ausgeliefert.

Damit kommen wir gleich zu Beginn zu einem entscheidenden Punkt: Viele Nutzer finden den Osmo Pocket genau wie wir genial. Allerdings gibt es im Internet auch Kritiker, die ihre teure Spiegelreflexkamera qualitativ im Vorteil sehen und die Bewegungskompensation schwächer als bei ausgewachsenen Gimbal-Systemen einschätzen. Das ist, als ob man Äpfel mit Birnen vergleicht. Nur zur Erinnerung: Wir reden hier von einem 116 Gramm leichten Winzling, der in jeder Jacken- und Hosentasche Platz findet. Dies sollte man bei der Beurteilung immer berücksichtigen.

Für uns ist aber gerade die Kamera spitze, die man immer dabei hat. Und dieses Kriterium erfüllt der Pocket zu 100 Prozent. Egal ob bei einer Klettertour, auf der einsamen Südseeinsel, der Erstkommunionfeier oder der Schulentlassung: Es gibt keine Ausrede, warum man den DJI-Mini nicht im Einsatz haben kann.

Gimbal Test: 20190214
Verschwindet bei Bedarf in der Hand: der DJI Osmo Pocket.

Zur Inbetriebnahme muss der Camcorder mit einem Smartphone verbunden werden – entweder per Lightning-Connector mit einem Apple-Gerät oder mit einem Android-Smartphone über eine USB-C-Buchse. Ungünstig: Ältere Android-Geräte mit Micro-USB-Anschluss scheiden damit aus. Benötigt wird die kostenlose Mimo-App.

Ausgestattet ist die Kamera mit einem 1/2.3-Zoll-CMOS-Sensor und 12 Megapixeln. Gefilmt wird mit 3.840 x 2.160 Pixeln oder 1.920 x 1.080 Bildpunkten und jeweils 24, 25, 30, 48, 50 oder 60 Vollbildern pro Sekunde. Die maximale Datenrate liegt bei 100 Mbit/s. Fotos gelingen sowohl im JPG- als auch im RAW-Format. Der Lipo-Akku mit 875 mAh hält bis zu 140 Minuten durch und ist in rund 70 Minuten wieder voll aufgeladen. Er ist fest verbaut und kann nicht gewechselt werden.

Die Bedienung erfolgt entweder über das 2,5 Zentimeter kleine LC-Display – hier muss man sich beim Filmen schon konzentrieren, um den Bildausschnitt erkennen zu können – oder über ein angedocktes Smartphone. Eine Bluetooth- oder WLAN-Verbindung kann nur über ein separates Funkmodul hergestellt werden. Die Steckverbindung könnte stabiler sein, eine abrupte Bewegung führt schon mal zu einem Verbindungsabbruch.

Die Bedienung über zwei Knöpfe und den Touchscreen ist intuitiv, gelingt über den größeren Smartphone-Bildschirm aber noch einfacher. Das Pocket-Display reagiert zuverlässig auf leichten Druck und Wischgesten. Der Neigungswinkel der Kamera lässt sich hierüber verstellen, empfehlenswert hierfür ist ein separates Bedienrädchen. Steuerrad, Funkmodul, Universalanschluss und 32-Gigabyte-Speicherkarte gibt es im Set bei Amazon für knapp 100 Euro.

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Das Bedienrädchen und das Funkmodul sind praktisches Zubehör und erweitern das Einsatzgebiet für den Osmo Pocket.

Zu den Zusatzfeatures der kleinen DJI-Kamera gehören Zeitlupe, bewegter Zeitraffer (die Ergebnisse sehen sehr gut aus), Panoramabild, Selfie-, drei Gimbal- und Story-Modi sowie Face-Track. Markiert man ein Objekt oder ein Gesicht auf dem Bildschirm, so folgt die Kamera diesem automatisch – zuverlässig und flott. Mit der Bildstabilisierung sind wir sehr zufrieden, hier ist die Pocket sogar noch einen Tick besser als die GoPro Hero7 Black, speziell bei wenig Umgebungslicht. Bewegungen gleicht sie effektiv aus, Treppensteigen macht sich in der Aufnahme nur noch dezent bemerkbar.

Aufnahmen in 4K sind sehr scharf, die Farben wirken natürlich, bei schnellen Szenewechseln kommt der Autofokus mitunter nicht ganz mit und muss nachjustieren. Als klassische Actioncam eignet sich die DJI Osmo Pocket nicht. Damit sie wasserdicht ist, benötigt man ein spezielles Case. Als kleine Kamera für unterwegs für ruhige und scharfe Aufnahmen ist sie jedoch der optimale Begleiter.

Außerdem getestet

Sowohl für Smartphones als auch für Actioncams haben wir noch andere Gimbals getestet. Abgesehen vom Gimpro One, der bei uns massive Probleme hatte, gab es keine weitere herbe Enttäuschung.

Rollei Steady Butler Action

Der Rollei Actioncam Gimbal Steady Butler nimmt alle GoPros der Serie Hero 7, 6, 5, 4 und 3 sowie andere Actioncams in gleicher Größe auf. Die Befestigung mittels zwei Schrauben ist simpel, aber effektiv. Nachteil: Ist die GoPro einmal eingesetzt, kann man deren Mode-Button nicht mehr erreichen. Der eingebaute Akku mit 4.000 mAh hält bis zu zwölf Stunden durch und dient bei Bedarf auch als Powerbank. Das mitgelieferte kleine Stativ fungiert entweder als Ständer oder als seitlicher Haltegriff.

Über einen Steuerring kann man die Cam nach links und rechts drehen sowie nach oben und unten schwenken. Der Mechanismus reagiert extrem direkt und flott, der gummierte Griff liegt gut in der Hand. Über Bluetooth kann man den Gimbal mit einem Smartphone verbinden und mittels Gratis-App für iOS und Android steuern, auch Motion Time Laps sind möglich. Zudem kann die Ansprechsensibilität des Joysticks angepasst werden. Die App-Steuerung ist jedoch nur realisierbar, wenn man den Gimbal im Stativ benutzt, sonst wird es schwierig, mit zwei Händen parallel zu hantieren.

Rollei hat seinem Steady Butler unterschiedliche Modi spendiert. So kann man dem Gimbal volle Bewegungsfreiheit in alle Richtungen ermöglichen, nur die Schwenkfunktion nutzen, im All-Follow-Modus dem Hauptmotiv nachziehen oder alle drei Achsen sperren. Während der Aufnahme korrigieren Sie mit dem leichtgängigen Joystick intuitiv die Perspektive, die Ansprechsensibilität lässt sich präzise über die kostenlose App für iOS und Android einstellen.

Handling und Bedienkomfort des Rollei haben uns insgesamt gut gefallen, von den zu lauten Gimbal-Motoren, die einige Amazon-Kunden bemängeln, haben wir bei unserem Modell nichts vernommen. Die Bewegungskompensation ist prinzipiell ordentlich. Leider hat der Actioncam Gimbal Steady Butler bei uns im Test gelegentlich bei seitlichen Schwenks kurze Vibrationen verursacht, die deutlich zu spüren und im Film auch zu sehen waren. Ob es sich hier um ein generelles Problem handelt oder nur bei unserem Exemplar negativ aufgefallen ist, können wir nicht beurteilen.

Der GoPro Karma Grip ist einzig und allein für Actioncams des US-amerikanischen Herstellers geeignet. Die Karma Halterung passt für die Modelle Hero7 Black, Her06 Black und Hero5 Black – für die Hero4 Black und Hero4 Silver muss diese separat erworben werden. Die Verarbeitung der Stabilisierungsstange ist hochwertig. Vier LEDs in der Oberseite verraten, wie lange der Akku noch durchhält.

Und damit sind wir bei einer echten Schwäche: Nach 105 Minuten hat der fest verbaute Energiespender keinen Saft mehr. Die Ladezeit von knapp 6 Stunden ist heftig. Deutlich schneller geht es nur mit dem optionalen GoPro Supercharger. Wo wir schon bei Kritik sind: Letztendlich ist es der heftige Preis von rund 350 Euro, weshalb wir dem Karma Grip keine Empfehlung aussprechen. Wem diese Investition nicht wehtut, der kann sich über ein tolles Zubehör für seine GoPro freuen.

Denn die Stabilisierungseigenschaften sind exzellent. Wir haben den GoPro-Helfer unter anderem schon bei zahlreichen Fahrradtouren eingesetzt und waren jedes Mal begeistert: Die Aufnahmen gelingen so sanft, als hätte man auf Schienen gedreht. Praktisch: Über den Griff wird die GoPro mit eingeschaltet – von hier aus lassen sich auch Modi ändern und Kamerawinkel anpassen. Über die Highlight-Taste kann man sofort besondere Passagen markieren, beispielsweise den gelungenen Stunt mit dem Skateboard, um diesen später im Schnitt schneller zu finden.

Wer bereits eine GoPro besitzt, sollte über die Anschaffung des Karma Grip nachdenken. Die Actioncam lässt sich blitzschnell in die Halterung einsetzen und einschalten, die Aufnahmen werden auf ein neues Level gehoben. Abschreckend sind nur der hohe Anschaffungspreis und die kurze Akkulaufzeit.

Smartphones mit einer maximalen Breite von 85 Millimetern und einem Höchstgewicht von 210 Gramm sind für den Zhiyun Smooth 4 geeignet. Die Bedienoberfläche ist im Vergleich zu den Mitbewerbern ziemlich überladen. Neben dem seitlichen Drehregler zum Zoomen und für die Fokusänderung gibt es unter anderem eine Menütaste, eine Taste zum Aktivieren des Blitzlichts, ein Drehrädchen zum Anpassen der Kamera-Settings, einen Schiebeschalter zum Menüwechsel und einen rückseitigen Kippschalter, damit der »PhoneGo«-Modus für schnelle Szenenübergänge aktiviert wird – das Mobiltelefon führt entweder die Neigbewegungen mit aus oder verharrt in der letzten Position. Auch blitzschnelle Positionswechsel mit gesperrtem Gimbal klappen gut. Das funktioniert einwandfrei, setzt aber ein wenig Übung für eine intuitive Bedienung voraus.

Was leider nicht möglich ist: Den Bildschirm mittels Joystick zu neigen oder zu drehen. Jedoch gelingt per App die Objektverfolgung, auch Zeitraffer lassen sich realisieren. Die Bewegungskompensation ist ordentlich, ein minimales Pumpen erkennt man beim Gehen jedoch im Bild.

Ob einem das Bedienkonzept des Zhiyun Smooth 4 gefällt, ist ein wenig Geschmacksache. Wir bevorzugen einen Joystick wie bei den Mitbewerbern.

Schade, der Gimpro One hat uns prinzipiell gut gefallen. Aber entweder haben wir ein Montagsmodell erwischt oder der Gimbal war mit unserem Samsung Galaxy Note9 einfach überfordert. Denn nach wenigen Sekunden im Betrieb kippte das Smartphone nach links unten und das komplette Stabilisierungssystem geriet aus dem Tritt. Erst nach einem Neustart stellte der Gimpro einen erneuten Schwebezustand her – für einen kurzen Moment bis zum nächsten Systemabsturz. Über die Fähigkeiten, ein Video zu stabilisieren, können wir deshalb in diesem Fall gar nichts sagen.

Der Gimpro One nimmt bis zu 6,5 Zoll große und 200 Gramm schwere Smartphones auf. Diese lassen sich neigen und drehen, seitlich befindet sich die Zoomfunktion. Über die App stehen unter anderem Objektverfolgung, Zeitlupe und Panorama-Fotografie zur Verfügung. Der Akku hält bis zu zwölf Stunden und kann wie bei den anderen Gimbals unterwegs per Powerbank geladen werden.

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