Unsere Tests sind unabhängig. Wir finanzieren uns über Affiliate-Links. Kaufen Sie ein Produkt über Links, die mit markiert sind, erhalten wir ggf. eine kleine Provision. Mehr dazu.

Der beste Gimbal

last updateZuletzt aktualisiert:
Gimbal Test: 20191009
Jochen Wieloch

Jochen Wieloch

begeistert sich nicht nur für Drohnen und ultra­hoch­auf­lösende Aufnahmen aus der Luft, sondern auch für viele weitere Themen aus dem Bereich der Unterhaltung­selektronik. Er schreibt unter anderem für audiovision, Tablet und Smartphone, i-fidelity und dpa.

Der beste Gimbal für die meisten ist der neue DJI Osmo Mobile 3. Im Gegensatz zum schon sehr guten Vorgänger DJI Osmo Mobile 2 ist er jetzt faltbar und benötigt wenig Platz zum Verstauen. Außerdem erlaubt er wackelfreie Aufnahmen, ist unkompliziert im Handling, bietet nützliche Zusatzfunktionen und eine lange Akkulaufzeit. Darüber hinaus bekommt man ihn zu einem fairen Preis. Wer Gimbal und Kamera als Einheit im Miniaturformat bevorzugt, sollte sich den DJI Osmo Pocket ansehen.

Update 10. Oktober 2019

Wir haben zwei neue Gimbals getestet. Der DJI Osmo Mobile 3 setzt sich an die Spitze und löst den Vorgänger DJI Osmo Mobile 2 ab. Mit dem FeiyuTech VLOG Pocket haben wir zudem eine neue Empfehlung.

Smartphones und Action-Cams machen dem klassischen Camcorder zunehmend das Leben schwer. Beide Gerätetypen sind kompakt und passen in jede Tasche, das Smartphone hat man ohnehin immer dabei. Da verwundert es nicht, dass immer mehr Filme vom Sommerurlaub, der Schulentlassungsfeier oder dem runden Geburtstag mit Mobiltelefon oder Action-Cam gedreht werden.

Full-HD-Auflösung unterstützen inzwischen so gut wie alle der kleinen mobilen Alleskönner, die UHD-Auflösung entwickelt sich gar zum Standard. Einziges Manko: Während ein schwerer Camcorder satt in der Hand liegt und mitunter über eine optische Bildstabilisierung verfügt, sind Schwenks und Bewegungen mit Smartphones und Action-Cams häufig ein schwieriges Unterfangen. Bildstabilisatoren sucht man oft vergeblich, und die sehr leichten und kleinen Geräte reagieren anfällig auf jede unruhige Handbewegung.

An dieser Stelle kommen die so genannten Gimbals ins Spiel. Sie gleichen Bewegungen in bis zu drei Achsen aus und sollen mehr Ruhe in den Film bringen.

Wir haben neun Gimbals zu Preisen zwischen 90 und 350 Euro getestet. Während sich einige Gimbals ausschließlich für Action-Cams eignen, lässt sich inzwischen jeder Smartphone-Gimbal auch für Action-Cams verwenden. Möglich macht dies eine Adapterplatte, die es günstig als Zubehörteil gibt. Der DJI Osmo Pocket stellt in unserem Test eine Ausnahme dar: Er hat eine eigene Kamera integriert und ist nicht größer als ein Schokoriegel.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

DJI Osmo Mobile 3

Test Gimbal: DJI Osmo Mobile 3
Viele Funktionen, super Bedienkomfort und Falt-Mechanismus - der DJI Osmo Mobile 3 ist der Branchen-Primus.

Griffig, gut verarbeitet, faltbar, preiswert und ein Garant für ruhige Aufnahmen: Der DJI Osmo Mobile 3 sollte in keinem Reisegepäck mehr fehlen, wenn man mit dem Smartphone beeindruckende filmische Erinnerungen festhalten möchte. Per Joystick lässt sich die Kamera drehen und schwenken, über einen Schiebeschalter hat man Zugriff auf die Zoomfunktion. Der Akku hält satte 15 Stunden durch. Besser geht’s nicht.

Auch gut

FeiyuTech VLOG Pocket

Gimbal Test: Feiyu Tech Vlog 3 Axis Handheld Gimbal Stabilizer Black 869980
Der faltbare VLOG Pocket von FeiyuTech überzeugt bei Handling und Bewegungsglättung.

Auch der FeiyuTech VLOG Pocket benötigt im zusammengefalteten Zustand nicht viel Platz. Seine Bedienung ist unkompliziert, alle gängigen Smartphones finden in der Halterung Platz. Akkulaufzeit und Handling verdienen ebenso Lob wie die ordentliche Bewegungskompensation. Über die App »Feiyu ON« kann man aus Videos und Fotos deutlich mehr herausholen, hier ist vor allem der praktische virtuelle Joystick positiv hervorzuheben.

Gimbal und Kamera in einem

DJI Osmo Pocket

Test Gimbal: DJI Osmo Pocket
Kleiner und leichter geht es nicht: Der DJI Osmo Pocket vereint Kamera und Gimbal im Hosentaschenformat und liefert tolle Ergebnisse.

Dieses pfiffige Kerlchen ist die perfekte Symbiose aus Mini-Kamera und Mini-Gimbal: Der DJI Osmo Pocket ist so klein wie ein Duploriegel, filmt in UHD-Auflösung und hat einen Drei-Achsen-Gimbal integriert. Wer eine Komplettlösung für die Jackentasche möchte, liegt mit diesem System genau richtig. Die Bildqualität ist sehr ordentlich, Bewegungen bügelt der Winzling erstaunlich gut weg.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerAuch gutGimbal und Kamera in einem
Modell DJI Osmo Mobile 3 FeiyuTech VLOG Pocket DJI Osmo Pocket GoPro Karma Grip Zhiyun Smooth 4 Rollei Steady Butler Action Gimpro One DJI Osmo Mobile 2
Test Gimbal: DJI Osmo Mobile 3Gimbal Test: Feiyu Tech Vlog 3 Axis Handheld Gimbal Stabilizer Black 869980Test Gimbal: DJI Osmo PocketTest Gimbal: GoPro Karma GripTest Gimbal: Shiyun Smooth 4Test Gimbal: Rollei Steady Butler ActionTest Gimbal: Gimpro OneTest Gimbal: DJI Osmo Mobile 2
Pro
  • Gute Bewegungsglättung
  • Tolles Handling
  • Einfache Bedienung
  • Faltbar
  • Viele Funktionen
  • Fairer Preis
  • Gute Bewegungsglättung
  • Gutes Handling
  • Viele Funktionen
  • Klappbar
  • Kamera und Gimbal in extrem kompakten Gehäuse
  • Gute Bildstabilsierung
  • Gute Videoqualität
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Sehr gute Bewegungskompensation
  • Hoher Bedienkomfort
  • Schaltet GoPro mit ein
  • Highlight-Taste
  • Ordentliche Bewegungskompensation
  • Drehrad für Zoom und Fokussierung
  • Gute Bedienbarkeit
  • Unterschiedliche Modi
  • Powerbank-Funktion
  • Stativ/Haltegegriff
  • Gutes Handling
  • Einfache Bedienung
  • Gute Bewegungsglättung
  • Tolles Handling
  • Einfache Bedienung
  • Viele Funktionen
  • Fairer Preis
Contra
  • Akku fest verbaut
  • Bedienungsanleitung bisher nur auf Englisch
  • Akku fest verbaut
  • Bedienungsanleitung nur auf Englisch
  • Nur für Android-Geräte mit Micro-USB-Anschluss geeignet
  • Etwas wackelige Smartphone-Verbindung
  • Akku fest verbaut
  • Kurze Akkulaufzeit, lange Ladezeit
  • teuer
  • Viele Tasten
  • Bedienung gewöhnungsbedürtig
  • Gelegentlich kleine Gimbal-Ruckler bei Schwenks
  • Mode-Knopf der GoPro nicht mehr erreichbar
  • Ausfall der Stabilisierung nach wenigen Sekunden
  • Akku fest verbaut
  • Vorgänger war etwas hochwertiger verarbeitet (aber teurer)
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Wie funktioniert ein Gimbal?

Ein Gimbal wird im Fachjargon als »kardanische Aufhängung« bezeichnet. Die Besonderheit besteht darin, dass sich ein Körper – in unserem speziellen Fall eine Kamera – in alle Richtungen drehen kann und stabilisiert wird, aber nicht aus dem Gesamtsystem herausfällt. Bewegungen der Umgebung werden automatisch ausgeglichen. Gimbals kennt man unter anderem von besser ausgestatteten Drohnen, die dafür sorgen, dass butterweiche Flugmanöver auf der Speicherkarte landen.

Elektromotoren reagieren blitzschnell auf Bewegungen

Bei den Gimbals für unsere Smartphones und Action-Cams kommen genauso wie bei den Quadrocoptern keine drehbaren Lager, sondern Elektromotoren zum Einsatz. Nur diese sind dazu in der Lage, blitzschnell auf feine Bewegungen oder Ruckler zu reagieren und die Kamera so zu stabilisieren. Im Idealfall lassen sich bei einem guten Gimbal Schwingungen und Bewegungen, etwa wenn man während des Filmens läuft oder eine Treppe hoch- oder runtergeht, fast vollständig eliminieren. Für das Endresultat bedeutet dies: Obwohl man den Gimbal beispielsweise während einer Autofahrt aus dem Fenster gehalten hat und die Straße nicht glatt wie ein See war, erscheint die Fahraufnahme später auf dem Fernseher oder dem Flachbildfernseher ganz geschmeidig und ruhig.

Da die Elektromotoren des Gimbals Strom benötigen, muss dieser geladen werden. In der Regel haben Gimbals – zumindest die günstigeren Modelle – einen fest verbauten Akku an Bord. Dieser wird über ein USB-Kabel am PC oder einer Steckdose aufgeladen.

Ein Gimbal glättet nicht nur Bewegungen

Die Bewegungskompensation ist das eine. Ein Gimbal bietet aber noch praktische Zusatzfunktionen. Über Drehregler oder Schiebeschalter kann man die Action-Cam oder das Smartphone nach links und rechts schwenken, nach vorne oder hinten neigen und teilweise nach links oder rechts kippen. Außerdem lässt sich der Zoom betätigen – dieses Privileg bleibt den Smartphones vorbehalten, da Action-Cams in der Regel eine feste Brennweite haben.

Noch mehr Funktionen durch Zusatz-Apps

Für einen größeren Funktionsumfang sorgen spezielle Apps, mit denen die Hersteller ihre Kameragriffe ausliefern. Diese erlauben nicht nur die vollständige Steuerung der Kamera und das Verändern von Auflösung, Belichtung oder Zoom, sondern bieten zusätzliches Kreativ-Potential. Dazu gehören unter anderem Zeitraffer, Zeitlupe und Panorama-Aufnahmen. Im Zusammenspiel mit Gimbal und Apps ist auch das bei Vloggern beliebte Tracking ein Thema. Wird um das eigene Gesicht auf dem Bildschirm ein Rahmen gezogen, so folgt die Kamera diesem automatisch beim Laufen oder bei Kopfbewegungen.

Worauf sollte man beim Gimbal-Kauf achten?

Natürlich muss der Gimbal die gewünschte Hardware unterstützen, also auf die Montage von Smartphone oder Action-Cam ausgelegt sein. Bei Smartphone-Gimbals ist unbedingt zu checken, ob das Mobiltelefon in die Halterung passt und auch das erlaubte Gewicht nicht überschreitet.

Die meisten Action-Cams sind von ihrer Größe und Form her den GoPro-Modellen nachempfunden. Auf den Verpackungen oder in den technischen Spezifikationen listen die Hersteller zumindest die bekannteren Cams auf, die unterstützt werden. Ist das eigene Gerät nicht aufgeführt, kann eine Gewichtsangabe der Orientierung dienen. Absolute Gewissheit, ob die Action-Cam sicher befestigt werden kann, bringt in diesem Fall jedoch erst der Praxistest.

Außerdem unterscheiden sich die Gimbals beim Gewicht, in der Bedienung und in der Haptik. Es kann also nicht schaden, die Steuerstäbe vor dem Kauf einmal in die Hand zu nehmen.

Damit Sie nach dem Kauf eines Gimbals in dieser Preisklasse nicht enttäuscht sind: Sie dürfen nicht erwarten, dass Ihnen plötzlich mit Smartphone oder Action-Cam filmreife Aufnahmen wie auf Schienen gelingen. Dazu müssen Sie tiefer in den Geldbeutel greifen. Im Vergleich zum Ausgangsmaterial ohne Gimbal erkennen Sie aber erhebliche Unterschiede. Und darum geht es. Um einen Gimbal beurteilen zu können, vergleichen Sie das Material aus der Kamera mit und ohne Stabilisierung. Das ist das entscheidende Kriterium.

So haben wir getestet

Ein Aspekt bei unserem Gimbaltest war die Inbetriebnahme. Benötigt man eine spezielle App, wie gelingt die Montage von Smartphone oder Action-Cam, ist die Bedienung intuitiv oder muss man sich erst einlesen?

Für die Bewertung, wie gut die Bewegungskompensation gelingt, haben wir mit einer GoPro Hero6 Black und einem Samsung Galaxy Note9 in der Auflösung 1080p30 gefilmt, die Bildstabilisierung in den Geräten haben wir deaktiviert. In unserem Testprozedere haben wir sowohl Horizontal- als auch Vertikalschwenks berücksichtigt, sind über eine unebene Wiese gelaufen und eine extrem steile Treppe mit großen Abständen zwischen den einzelnen Stufen hinabgestiegen.

Der DJI Osmo Pocket hat eine eigene Kamera verbaut. Auch hier haben wir eine Auflösung von 1080 Pixeln voreingestellt.

 Gimbal Test: 20191009

Testsieger: DJI Osmo Mobile 3

DJI ist bekannt für seine ausgezeichneten Drohnen mit perfekt funktionierenden Gimbals. Diese Technik hat der chinesische Hersteller auch auf den Boden übertragen und bietet mit dem DJI Osmo Mobile 3 einen Smartphone-Gimbal mit extrem hohem Bedienkomfort.

Testsieger

DJI Osmo Mobile 3

Test Gimbal: DJI Osmo Mobile 3
Viele Funktionen, super Bedienkomfort und Falt-Mechanismus - der DJI Osmo Mobile 3 ist der Branchen-Primus.

Im Vergleich zum schon sehr guten Vorgänger Osmo Mobile 2 hat DJI die dritte Generation noch ein wenig optimiert. Markantestes Merkmal: Der Osmo Mobile 3 kann zusammengefaltet werden und verschwindet dadurch noch unproblematischer in Rucksack oder Handtasche.

 Gimbal Test: Hnhk2 Av5
Ein stabiler Faltmechanismus macht’s möglich: Der Osmo Mobile 3 wird jetzt der ideale Begleiter für das Handgepäck.

Mit Aufbewahrungstasche, Handgelenkband, vier Antirutsch-Pads und Netzkabel kostet der Gimbal 109 Euro, nimmt man das Set mit zusätzlichem Stativgriff und Transportetui werden 129 Euro fällig.

Handling und Inbetriebnahme

Bei Handling, Bedienbarkeit und Verarbeitungsqualität ist der Osmo Mobile 3 dem Vorgänger sehr ähnlich. Der gummierte und ergonomisch geformte Griff liegt perfekt in der Hand, mit 405 Gramm hat der Gimbal genau die richtige Masse, um entspannt zu filmen ohne zu zittern oder zu wackeln.

Ein Aufkleber in der Smartphone-Halterung zeigt an, wie das Mobiltelefon korrekt eingelegt wird. Direkt nach dem Starten fixiert sich das Smartphone automatisch und wird wie eine Eins stabilisiert. Eine manuelle Kalibrierung war in unserem Fall nicht erforderlich. Die Bedienung über den kreisrunden Joystick ist ein Genuss. Das Handy lässt sich butterweich schwenken und neigen, die Winkel sind gegenüber dem Osmo Mobile 2 größer geworden.

Der fest verbaute Lithium-Ionen-Akku mit 2.450 mAh hält bis zu 15 Stunden durch und wird in 2,5 Stunden über den seitlichen USB-C-Port geladen. Geht dem Handy der Saft aus, kann der Gimbal als Powerbank aushelfen. Grundsätzlich unterstützt der Osmo Mobile 3 viele Kamera-Apps. Den größten Funktionsumfang bietet jedoch die kostenlose Mimo-App. Die Verbindung mit dem Gimbal erfolgt problemlos per Bluetooth.

 Gimbal Test: 20191009
Purer Bediengenuss: Mit dem kreisrunden Joystick kann man das Smartphone komfortabel schwenken und neigen.

Die Basisfunktionen lassen sich sofort nutzen, weil selbsterklärend. Am Gimbal selbst kippt und dreht man das Smartphone über den Joystick. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Smartphone bewegt, ist alltagstauglich gewählt – nicht zu lahm, aber auch nicht zu flott.

Über den roten Button startet man Aufnahmen, kleine LEDs geben Auskunft zur Restkapazität des Akkus. Der M-Knopf dient nicht nur zum Ein- und Ausschalten, sondern auch zum Wechseln des Modus. Wahlweise bleibt das Smartphone unabhängig von den Bewegungen in seiner aktuellen Position oder ist frei drehbar. Links befindet sich ein Schiebeschalter für den Zoom. Die Zoomgeschwindigkeit lässt sich über das Menü anpassen.

 Gimbal Test: 20191009
Das praktische Stativ ist im Set mit dabei.

Modi und Funktionen

Mehrere Modi lassen sich direkt über den Gimbal auswählen. Zweimaliges schnelles Drücken der Modus-Taste führt dazu, dass der »Portrait«-Modus durch eine Drehung des Gimbals um 90 Grad nach links oder rechts eingeschaltet wird. Drückt man die rückseitige Taste, so wird der Gimbal gesperrt und folgt nicht mehr der Handbewegung. Hat die Smartphone-Kamera also ein bestimmtes Objekt im Fokus, so ändert sich daran auch nichts, egal, in welche Position man den Gimbal dreht.

Das Smartphone lässt sich zudem per Tastendruck wieder in die Ausgangsposition zurückbringen – praktisch, wenn man es nach dem letzten Schwenk in einer Außenposition »geparkt« hat. Auch von der Front- zur Selfie-Kamera kann man blitzschnell wechseln.

Die Motoren arbeiten absolut geräuscharm. Nimmt man den Gimbal in die Hand, fühlt man sich sofort heimisch. Die Bedienstruktur ist unschlagbar. Per Aufnahme-Button startet man Videos und schießt Fotos.

Die Mimo-App

Über die Mimo-App mit übersichtlich gestalteter Oberfläche holt man noch mehr aus dem Osmo Mobile 3 heraus. Hier wählt man Einzel- und Intervallaufnahmen aus, hat Zugriff auf Zeitraffer, Hyperlapse, Panorama, Zoomgeschwindigkeit, Joystick-Settings, den Weißabgleich, den Beautify-Modus und die Auflösung (4K, 1080p, 720p). »ActiveTrack« erlaubt es, dass ausgewählte Gegenstände oder Personen automatisch von der Kamera verfolgt werden.

Pfiffig und ebenso funktional ist die Gestensteuerung. Eine Hand zum Gruß bzw. ein Peace-Zeichen genügen, um das Aufnehmen von Fotos und Videos zu aktivieren. Neu ist der »Story«-Modus von DJI. Die App bastelt aus einzelnen Sequenzen mit vorprogrammierten Gimbalfahrten ein schmuckes Video zusammen – unterschiedliche Stiltypen wie »Elektro«, »Lebendig« oder »Dynamisch« sind mit Musik in der Anwendung hinterlegt.

Bewegungsglättung

Der DJI Osmo Mobile 3 liefert in dieser Preisklasse gute Ergebnisse. Er macht das Filmen nicht nur deutlich angenehmer, weil man einfach viel entspannter die Umgebung auf dem Smartphone-Bildschirm wahrnimmt und flüssiges Agieren ermöglicht. Er bringt auch eine beachtliche Ruhe in den Film.

Horizontale oder vertikale Schwenks sind aus freier Hand mit einem Smartphone meistens leicht ruckelig. Dank Gimbal wirken diese Szenen jetzt zum Teil wie aus einem Guss. Aufnahmen aus einem Auto heraus oder auf Inlinern gelingen deutlich besser als ohne Stabilisierung. Auch normales Gehen glättet der DJI weitgehend problemlos. Perfekt sind die Ergebnisse allerdings nicht. Sie werden jedoch besser, wenn man im Smartphone die Videostabilisierung aktiviert – zu Testzwecken hatten wir diese ausgeschaltet.

An seine Grenzen stößt der Helfer in Extremsituationen: bei ganz starkem Wind, auf Schotterpisten oder wenn man die Treppen hoch- oder runterspringt.

In alltäglichen Szenarien will man den Gimbal hingegen nicht mehr missen. Er ist völlig unkompliziert in der Handhabung, erlaubt neue Perspektiven und hebt Handyfilme auf ein höheres Niveau.

DJI Osmo Mobile 3 im Testspiegel

In den Fachmedien erntet der DJI Osmo Mobile 3 überwiegend Lob. Auch die Tester der Computer Bild haben an dem faltbaren Gimbal Gefallen gefunden:

Der Osmo Mobile 3 macht seine Sache super. Im Praxis-Test stabilisierte er das Smartphone ordentlich, die DJI-Storys machten Spaß und die App lief zuverlässig. Das kompakte Packmaß macht den Osmo zu einem praktischen Begleiter für alle, die gern mit dem Handy filmen und – nach etwas Übung – Ergebnisse im Profi-Look erzielen wollen.

Die Redakteure des Internet-Portals Techstage heben das Handling des Osmo Mobile 3 positiv hervor. Motorgeräusche seien nicht zu hören, zudem seien keinerlei Verarbeitungsmängel zu beobachten. Im Fazit heißt es:

Der geringere Preis, die neuen Stories-Funktionen, aber vor allem der einklappbare Arm des Geräts sorgen dafür, dass er den bisherigen Primus, den Osmo Mobile 2 vom Thron stößt. Für Smartphone-Filmer, die sehr viele Aufnahmen machen, ist der Osmo Mobile 3 uneingeschränkt zu empfehlen. Der kleine Aufpreis der Combo-Version, bei der Tasche und Handstativ enthalten sind, ist sein Geld wert.

Stefan Molz von Mac Life hat seinen Testbericht mit »Profi-Kameramann zum Taschengeldpreis« überschrieben. Gegenüber dem Vorgänger zeige sich der Osmo Mobile 3 rundum verbessert.

Ist die sogenannte Activetrack-Funktion aktiv, wird ein auf dem Bildschirm markiertes Objekt verlässlich nachverfolgt. Mit Modi wie Zeitraffer und Hyperlapse lassen sich ohne Vorkenntnisse schicke Zeit-Spielereien umsetzen. Der Story-Modus hingegen unterstützt beim schnellen Basteln beeindruckender Clips für Instagram und Co.

Das Fazit ist eindeutig:

Bester Preis, beste Leistung: Wer ein Gimbal für sein iPhone sucht, kommt am Osmo Mobile 3 nur schwer vorbei.

Auch für uns ist der DJI Osmo Mobile 3 der in dieser Preisklasse beste Gimbal am Markt.

Alternativen

Gimbals sind längst keine Exoten mehr, die in Spezialgeschäften ein Schattendasein fristen. So gibt es durchaus interessante Alternativen zum DJI Osmo Mobile 3.

Auch gut

FeiyuTech VLOG Pocket

Gimbal Test: Feiyu Tech Vlog 3 Axis Handheld Gimbal Stabilizer Black 869980
Der faltbare VLOG Pocket von FeiyuTech überzeugt bei Handling und Bewegungsglättung.

Weil der beste Gimbal der ist, den man möglichst immer dabei hat, hat auch FeiyuTech seinen neuen VLOG Pocket faltbar konzipiert. Löst man die kleine seitliche Stellschraube, so schwenkt der Arm ab und die ausziehbare Halteplatte für das Smartphone schmiegt sich kompakt um den Griff. Im Gegenzug erreicht der VLOG Pocket blitzschnell wieder seine volle Betriebsgröße.

 Gimbal Test: 51spmstp2nl. Sl1000
Gefaltet reduzieren sich die Maße des VLOG Pocket deutlich.

Der Gimbal ist für Smartphones mit einer maximalen Breite von 88 Millimetern konzipiert, die nicht mehr als 240 Gramm wiegen sollten. Mit einer optionalen Adapterplatte lassen sich jedoch auch Action-Cams verwenden. Die Platte wird anstelle des Mobiltelefons eingespannt, an der Adapterplatte befestigt man die kleine Cam. Zum Lieferumfang gehört ein kleines Dreibein-Stativ mit ausklappbaren Füßen, dieses wird in das Gewinde am unteren Ende des Haltegriffs geschraubt.

Damit man das Smartphone richtig herum in die Halterung einlegt, hat FeiyuTech einen kleinen Aufkleber angebracht. Ein nützlicher Hinweis. Ein längerer Druck auf den Power-Knopf, und schon erweckt der Gimbal zum Leben. Er wird per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Das Tastenfeld fällt mit zwei oberen Bedienknöpfen und einem hinteren Taster sehr übersichtlich aus. Trotzdem ist ein kurzer Blick in die englischsprachige Bedienungsanleitung erforderlich, um sich mit der Funktionsweise vertraut zu machen.

Damit das Smartphone von der waagerechten in die senkrechte Position wechselt, genügt ein doppelter Druck auf die Funktionstaste. Über diese legt man auch fest, ob das Mobiltelefon bei Bewegungen gesperrt ist und eine fixe Position einnimmt oder sich frei bewegen darf. Den gewählten Modus erkennt man am Blinken der blauen LED.

Durch das geringe Gewicht von 272 Gramm kann man mit dem VLOG Pocket auch länger entspannt arbeiten. Die Motoren sind geräuscharm und erlauben geschmeidige Smartphone-Bewegungen. Deaktiviert man die Bewegungskompensation des Mobiltelefons, kann der FeiyuTech jedoch nicht alle Erschütterungen komplett eliminieren, beim Gehen sind leichte Pumpbewegungen zu erkennen.

Äußerst komfortabel ist die kostenlose Feiyu-App. Sie blendet beispielsweise einen virtuellen Joystick ein, um das Smartphone zu schwenken und zu neigen. Außerdem erlaubt sie es, das eigene Gesicht oder bewegte Gegenstände durch das Aufziehen eines Rahmens zu verfolgen. Das gelingt ordentlich. Zum Funktionsumfang gehören unter anderem diverse Filter, Foto-Timer, ein Beauty-Modus und ein Dolly-Zoom, bei der sich die Kamera von einem Objekt entfernt, aber gleichzeitig hereinzoomt. Pfiffig ist die Option, Fotos mit Objektüberlagerungen zu schießen.

Bei normaler Nutzung hält der VLOG Pocket mit einer Akkuladung zehn bis zwölf Stunden durch. Der Gimbal ist einfach in der Handhabung, gleicht Wackler ordentlich aus und hat keine nennenswerten Schwächen zum fairen Preis.

Gimbal und Kamera in einem

DJI Osmo Pocket

Test Gimbal: DJI Osmo Pocket
Kleiner und leichter geht es nicht: Der DJI Osmo Pocket vereint Kamera und Gimbal im Hosentaschenformat und liefert tolle Ergebnisse.

Ein Duplo hat wahrscheinlich fast jeder schon mal in der Hand gehalten: Der Schokoriegel ist 11,25 Zentimeter lang und 2,2 Zentimeter breit. Drei Bissen, und er ist weg. Mit einer Länge von 12,19 Zentimetern und einer Breite von 2,86 Zentimetern kommt der DJI Osmo Pocket auf fast die gleichen Abmessungen. Allerdings haben die chinesischen Konstrukteure hier keine Schokolade, sondern eine UHD-Kamera, einen Drei-Achsen-Gimbal, ein Display und einen Akku untergebracht.

Gimbal Test: 41j3vboeedl. Sl1200
Der DJI Osmo Pocket wird mit Schutztasche, Lightning- und USB-C-Adapter sowie USB-Kabel ausgeliefert.

Damit kommen wir gleich zu Beginn zu einem entscheidenden Punkt: Viele Nutzer finden den Osmo Pocket genau wie wir genial. Allerdings gibt es im Internet auch Kritiker, die ihre teure Spiegelreflexkamera qualitativ im Vorteil sehen und die Bewegungskompensation schwächer als bei ausgewachsenen Gimbal-Systemen einschätzen. Das ist, als ob man Äpfel mit Birnen vergleicht. Nur zur Erinnerung: Wir reden hier von einem 116 Gramm leichten Winzling, der in jeder Jacken- und Hosentasche Platz findet. Dies sollte man bei der Beurteilung immer berücksichtigen.

Für uns ist aber gerade die Kamera spitze, die man immer dabei hat. Und dieses Kriterium erfüllt der Pocket zu 100 Prozent. Egal ob bei einer Klettertour, auf der einsamen Südseeinsel, der Erstkommunionfeier oder der Schulentlassung: Es gibt keine Ausrede, warum man den DJI-Mini nicht im Einsatz haben kann.

Gimbal Test: 20190214
Verschwindet bei Bedarf in der Hand: der DJI Osmo Pocket.

Zur Inbetriebnahme muss der Camcorder mit einem Smartphone verbunden werden – entweder per Lightning-Connector mit einem Apple-Gerät oder mit einem Android-Smartphone über eine USB-C-Buchse. Ungünstig: Ältere Android-Geräte mit Micro-USB-Anschluss scheiden damit aus. Benötigt wird die kostenlose Mimo-App.

Ausgestattet ist die Kamera mit einem 1/2.3-Zoll-CMOS-Sensor und 12 Megapixeln. Gefilmt wird mit 3.840 x 2.160 Pixeln oder 1.920 x 1.080 Bildpunkten und jeweils 24, 25, 30, 48, 50 oder 60 Vollbildern pro Sekunde. Die maximale Datenrate liegt bei 100 Mbit/s. Fotos gelingen sowohl im JPG- als auch im RAW-Format. Der Lipo-Akku mit 875 mAh hält bis zu 140 Minuten durch und ist in rund 70 Minuten wieder voll aufgeladen. Er ist fest verbaut und kann nicht gewechselt werden.

Die Bedienung erfolgt entweder über das 2,5 Zentimeter kleine LC-Display – hier muss man sich beim Filmen schon konzentrieren, um den Bildausschnitt erkennen zu können – oder über ein angedocktes Smartphone. Eine Bluetooth- oder WLAN-Verbindung kann nur über ein separates Funkmodul hergestellt werden. Die Steckverbindung könnte stabiler sein, eine abrupte Bewegung führt schon mal zu einem Verbindungsabbruch.

Die Bedienung über zwei Knöpfe und den Touchscreen ist intuitiv, gelingt über den größeren Smartphone-Bildschirm aber noch einfacher. Das Pocket-Display reagiert zuverlässig auf leichten Druck und Wischgesten. Der Neigungswinkel der Kamera lässt sich hierüber verstellen, empfehlenswert hierfür ist ein separates Bedienrädchen. Steuerrad, Funkmodul, Universalanschluss und 32-Gigabyte-Speicherkarte gibt es im Set bei Amazon für knapp 100 Euro.

Gimbal Test: Large Faedb696 465e 466c A042 C44e13bb7b14
Das Bedienrädchen und das Funkmodul sind praktisches Zubehör und erweitern das Einsatzgebiet für den Osmo Pocket.

Zu den Zusatzfeatures der kleinen DJI-Kamera gehören Zeitlupe, bewegter Zeitraffer (die Ergebnisse sehen sehr gut aus), Panoramabild, Selfie-, drei Gimbal- und Story-Modi sowie Face-Track. Markiert man ein Objekt oder ein Gesicht auf dem Bildschirm, so folgt die Kamera diesem automatisch – zuverlässig und flott. Mit der Bildstabilisierung sind wir sehr zufrieden, hier ist die Pocket sogar noch einen Tick besser als die GoPro Hero7 Black, speziell bei wenig Umgebungslicht. Bewegungen gleicht sie effektiv aus, Treppensteigen macht sich in der Aufnahme nur noch dezent bemerkbar.

Aufnahmen in 4K sind sehr scharf, die Farben wirken natürlich, bei schnellen Szenewechseln kommt der Autofokus mitunter nicht ganz mit und muss nachjustieren. Als klassische Action-Cam eignet sich die DJI Osmo Pocket nicht. Damit sie wasserdicht ist, benötigt man ein spezielles Case. Als kleine Kamera für unterwegs für ruhige und scharfe Aufnahmen ist sie jedoch der optimale Begleiter.

Außerdem getestet

Sowohl für Smartphones als auch für Action-Cams haben wir noch andere Gimbals getestet. Abgesehen vom Gimpro One, der bei uns massive Probleme hatte, gab es keine weitere herbe Enttäuschung.

Der GoPro Karma Grip ist einzig und allein für Action-Cams des US-amerikanischen Herstellers geeignet. Die Karma Halterung passt für die Modelle Hero7 Black, Her06 Black und Hero5 Black – für die Hero4 Black und Hero4 Silver muss diese separat erworben werden. Die Verarbeitung der Stabilisierungsstange ist hochwertig. Vier LEDs in der Oberseite verraten, wie lange der Akku noch durchhält.

Und damit sind wir bei einer echten Schwäche: Nach 105 Minuten hat der fest verbaute Energiespender keinen Saft mehr. Die Ladezeit von knapp 6 Stunden ist heftig. Deutlich schneller geht es nur mit dem optionalen GoPro Supercharger. Wo wir schon bei Kritik sind: Letztendlich ist es der heftige Preis von rund 350 Euro, weshalb wir dem Karma Grip keine Empfehlung aussprechen. Wem diese Investition nicht wehtut, der kann sich über ein tolles Zubehör für seine GoPro freuen.

Denn die Stabilisierungseigenschaften sind exzellent. Wir haben den GoPro-Helfer unter anderem schon bei zahlreichen Fahrradtouren eingesetzt und waren jedes Mal begeistert: Die Aufnahmen gelingen so sanft, als hätte man auf Schienen gedreht. Praktisch: Über den Griff wird die GoPro mit eingeschaltet – von hier aus lassen sich auch Modi ändern und Kamerawinkel anpassen. Über die Highlight-Taste kann man sofort besondere Passagen markieren, beispielsweise den gelungenen Stunt mit dem Skateboard, um diesen später im Schnitt schneller zu finden.

Wer bereits eine GoPro besitzt, sollte über die Anschaffung des Karma Grip nachdenken. Die Action-Cam lässt sich blitzschnell in die Halterung einsetzen und einschalten, die Aufnahmen werden auf ein neues Level gehoben. Abschreckend sind nur der hohe Anschaffungspreis und die kurze Akkulaufzeit.

Smartphones mit einer maximalen Breite von 85 Millimetern und einem Höchstgewicht von 210 Gramm sind für den Zhiyun Smooth 4 geeignet. Die Bedienoberfläche ist im Vergleich zu den Mitbewerbern ziemlich überladen. Neben dem seitlichen Drehregler zum Zoomen und für die Fokusänderung gibt es unter anderem eine Menütaste, eine Taste zum Aktivieren des Blitzlichts, ein Drehrädchen zum Anpassen der Kamera-Settings, einen Schiebeschalter zum Menüwechsel und einen rückseitigen Kippschalter, damit der »PhoneGo«-Modus für schnelle Szenenübergänge aktiviert wird – das Mobiltelefon führt entweder die Neigbewegungen mit aus oder verharrt in der letzten Position. Auch blitzschnelle Positionswechsel mit gesperrtem Gimbal klappen gut. Das funktioniert einwandfrei, setzt aber ein wenig Übung für eine intuitive Bedienung voraus.

Was leider nicht möglich ist: Den Bildschirm mittels Joystick zu neigen oder zu drehen. Jedoch gelingt per App die Objektverfolgung, auch Zeitraffer lassen sich realisieren. Die Bewegungskompensation ist ordentlich, ein minimales Pumpen erkennt man beim Gehen jedoch im Bild.

Ob einem das Bedienkonzept des Zhiyun Smooth 4 gefällt, ist ein wenig Geschmacksache. Wir bevorzugen einen Joystick wie bei den Mitbewerbern.

Rollei Steady Butler Action

Der Rollei Actioncam Gimbal Steady Butler nimmt alle GoPros der Serie Hero 7, 6, 5, 4 und 3 sowie andere Action-Cams in gleicher Größe auf. Die Befestigung mittels zwei Schrauben ist simpel, aber effektiv. Nachteil: Ist die GoPro einmal eingesetzt, kann man deren Mode-Button nicht mehr erreichen. Der eingebaute Akku mit 4.000 mAh hält bis zu zwölf Stunden durch und dient bei Bedarf auch als Powerbank. Das mitgelieferte kleine Stativ fungiert entweder als Ständer oder als seitlicher Haltegriff.

Über einen Steuerring kann man die Cam nach links und rechts drehen sowie nach oben und unten schwenken. Der Mechanismus reagiert extrem direkt und flott, der gummierte Griff liegt gut in der Hand. Über Bluetooth kann man den Gimbal mit einem Smartphone verbinden und mittels Gratis-App für iOS und Android steuern, auch Motion Time Laps sind möglich. Zudem kann die Ansprechsensibilität des Joysticks angepasst werden. Die App-Steuerung ist jedoch nur realisierbar, wenn man den Gimbal im Stativ benutzt, sonst wird es schwierig, mit zwei Händen parallel zu hantieren.

Rollei hat seinem Steady Butler unterschiedliche Modi spendiert. So kann man dem Gimbal volle Bewegungsfreiheit in alle Richtungen ermöglichen, nur die Schwenkfunktion nutzen, im All-Follow-Modus dem Hauptmotiv nachziehen oder alle drei Achsen sperren. Während der Aufnahme korrigieren Sie mit dem leichtgängigen Joystick intuitiv die Perspektive, die Ansprechsensibilität lässt sich präzise über die kostenlose App für iOS und Android einstellen.

Handling und Bedienkomfort des Rollei haben uns insgesamt gut gefallen, von den zu lauten Gimbal-Motoren, die einige Amazon-Kunden bemängeln, haben wir bei unserem Modell nichts vernommen. Die Bewegungskompensation ist prinzipiell ordentlich. Leider hat der Actioncam Gimbal Steady Butler bei uns im Test gelegentlich bei seitlichen Schwenks kurze Vibrationen verursacht, die deutlich zu spüren und im Film auch zu sehen waren. Ob es sich hier um ein generelles Problem handelt oder nur bei unserem Exemplar negativ aufgefallen ist, können wir nicht beurteilen.

Schade, der Gimpro One hat uns prinzipiell gut gefallen. Aber entweder haben wir ein Montagsmodell erwischt oder der Gimbal war mit unserem Samsung Galaxy Note9 einfach überfordert. Denn nach wenigen Sekunden im Betrieb kippte das Smartphone nach links unten und das komplette Stabilisierungssystem geriet aus dem Tritt. Erst nach einem Neustart stellte der Gimpro einen erneuten Schwebezustand her – für einen kurzen Moment bis zum nächsten Systemabsturz. Über die Fähigkeiten, ein Video zu stabilisieren, können wir deshalb in diesem Fall gar nichts sagen.

Der Gimpro One nimmt bis zu 6,5 Zoll große und 200 Gramm schwere Smartphones auf. Diese lassen sich neigen und drehen, seitlich befindet sich die Zoomfunktion. Über die App stehen unter anderem Objektverfolgung, Zeitlupe und Panorama-Fotografie zur Verfügung. Der Akku hält bis zu zwölf Stunden und kann wie bei den anderen Gimbals unterwegs per Powerbank geladen werden.

Seit der Einführung des DJI Osmo Mobile 3 macht es keinen Sinn mehr, zum Osmo Mobile 2 zu greifen. Dieser ist teurer, nicht faltbar und bietet kleinere Winkel bei Smartphone-Bewegungen. Außerdem arbeitet er mit der Go-App von DJI und nicht mit der Mimo-App zusammen, die unter anderem die Story-Funktion an Bord hat.

Ansonsten ist der Osmo Mobile 2 ein ausgezeichneter Gimbal. Die Oberseite des Griffs ist leicht angeraut, das erhöht die Griffigkeit. Pluspunkte gibt es für die Ergonomie. 2,5 Stunden dauert es, bis der Lipo-Akku mit 2.600 mAh vollständig geladen ist. Anschließend hält er bis zu 15 Stunden am Stück durch. Damit kann man also deutlich länger filmen, als der Smartphone-Akku Energie liefert. Sollte dem Mobiltelefon jedoch der Saft ausgehen, springt der Osmo als Powerbank ein.

Kompatible Smartphones dürfen eine Breite von 58,6 bis 85 Millimetern und eine Dicke von bis zu 8,9 Millimetern haben, das Gewicht sollte 240 Gramm nicht überschreiten. Die ausziehbare Halterung ist innen gummiert, damit das Smartphone sicher vor Kratzern geschützt wird.

Die Modi ähneln denen des aktuellen DJI-Gimbals, die Bewegungsglättung ist auf einem ähnlich hohen Niveau. Aber allein die Falt-Option des Osmo Mobile 3 lässt den Vorgänger alt aussehen.

Kommentare

avatar