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Der beste GPS-Tracker für Kinder

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GPS-Tracker für Kinder Test: Gps Tracker Runde 1
Kerstin Güntzel

Kerstin Güntzel

arbeitet als Journalistin unter anderem für ELTERN und ELTERN family. Sie hat für die Süddeutsche Zeitung, BILD, Vanity Fair und dpa geschrieben und ist als zweifache Mutter immer auf der Suche nach Dingen, die das Familienleben einfacher machen.

Wir haben 10 GPS-Tracker für Kinder getestet. Unser Testsieger sprintete mit Abstand durch die Zielgerade. Denn bei der qualitativ hochwertigen Vodafone V-Kids Watch passte – im Gegensatz zu den meisten Mitkonkurrenten – fast alles: exakte Ortung, das Uhrzeitablesen, viele Zusatzfunktionen, die lange Akkulaufzeit, das Telefonieren, Simsen… Und sogar die Inbetriebnahme, die bei den anderen Modellen entweder gar nicht oder nur unter schwierigsten Bedienungen zustande kam.

Selten hatte ich so viel Bammel vor einem Test. Denn alles, was installiert oder konfiguriert werden muss, was technisch komplizierter oder fummeliger ist, bereitet mir Unbehagen. Ich will, dass Dinge einfach funktionieren, ohne dass ich davor stundenlang Gebrauchsanleitungen lesen muss. Privat schmeiße ich komplizierte Geräte, bei denen ich nicht weiterkomme, irgendwann entnervt in die Ecke. Oder überlasse sie – auch wenn es mir peinlich ist, das zuzugeben – den kundigen Händen meines Mannes.

Bei den GPS-Trackern scheitere ich anfangs schon am Aktivieren und Einlegen der Prepaid-Karte. Denn die Tracker für Kinder benötigen eine SIM-Karte, um Anrufe, SMS oder GPS-Daten zu übermitteln. In meiner Testkarriere bei AllesBeste habe ich wirklich noch nie so sehr über Produkte geflucht. Zu meiner Ehrenrettung gelang es auch drei technikaffinen Männern, die ich schließlich um Hilfe bat, oft nicht, die Uhren zum Laufen zu bringen.

Für technisch so wenig Begabte wie mich, können wir letztlich nur die Vodafone V-Kids Watch empfehlen. Die anderen beiden machen ihre Sache gut – wenn man sie erstmal zum Laufen gebracht hat, was wir nur mit Hilfe des Herstellers schafften.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Vodafone V-Kids Watch

Test GPS-Tracker für Kinder: Vodafone V-Kids Watch
Hier stimmt so gut wie alles. Sogar die Inbetriebnahme war einfach.

Die Entscheidung war selten so eindeutig: Bei der gut verarbeiteten Vodafone V-Kids Watch fanden wir fast keine Mängel. Die Inbetriebnahme war dank der idiotensicheren Bedienungsanleitung einfach, unser Testkind mochte das Design, die Spiele-Apps sowie die Emojis verstand die Uhr auf Anhieb und konnte das Zifferblatt gut lesen. Die Ortung war genau und zuverlässig, die Akkulaufzeit stimmte. Und weil wir ja doch immer was zu meckern haben: Sie hängt etwas klobig am Kinderarm und besitzt keinen Wecker.

Die coolste Smartwatch

Pingonaut Puma

Test GPS-Tracker für Kinder: Pingonaut Kidswatch Puma
Eine wirklich schlaue Uhr mit Touchscreen-Farbdisplay: todschick, mit vielen Zusatzfunktionen sowie guter Ortung.

Unseren Schönheitspreis gewinnt die Kids-Smartwatch Pingonaut Puma. Ihr Design und die vielen Armband- und Zifferblattoptionen machen sie in dieser Hinsicht einzigartig. Die Bedienung via Farbdisplay mit Touchscreen – etwa zum Versenden von SMS – ist einfach, weil selbsterklärend. Sie lokalisierte das Testkind fast auf den Meter genau, besitzt eine Top-Tonqualität beim Telefonieren und ist leicht. Was uns nicht gefiel: Die Inbetriebnahme klappte nur mit Hilfe des Herstellers, die Uhr ist der teuerste Tracker im Test und die Akkulaufzeit könnte besser sein.

Zuverlässig und robust

Pingonaut Panda 2

Test GPS-Tracker für Kinder: Pingonaut Kidswatch Panda 2
Ein etwas einfacheres Modell ohne viel Schnickschnack wie Farbdisplay und Touchscreen, dafür aber mit einer Top-Akkulaufzeit und zuverlässiger Lokalisierung.

Keine Preise gefunden.

Die Pingonaut Panda 2, das etwas günstigere Schwestermodell vom gleichen Hersteller, besitzt nicht ganz so viele Gadgets, ist aber genauso gut und zuverlässig, was die Ortung betrifft. Die Telefonqualität ist gut, wenn auch nicht ganz so überragend wie bei der Puma. Diese digitale Uhr hat zwar nur ein einfarbiges Display und keinen Touchscreen, ihre Handhabung via dreier Knöpfe fand die kleine Testerin jedoch auch recht simpel. Das Zifferblatt war sowohl analog als auch digital gut lesbar und die lange Akkulaufzeit gefiel uns ebenfalls. Leider ist die Panda 2 immer noch teuer, starten konnten wir sie nur mit Hilfe des Herstellers und sie verfügt über keinerlei Gadgets.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerDie coolste SmartwatchZuverlässig und robust
ModellVodafone V-Kids WatchPingonaut PumaPingonaut Panda 2Trackimo TRKM-002Xplora 3SJuneo TK901TKStar TK903Weenect KidsVodafone V-BagIncutex TK116
Test GPS-Tracker für Kinder: Vodafone V-Kids WatchTest GPS-Tracker für Kinder: Pingonaut Kidswatch PumaTest GPS-Tracker für Kinder: Pingonaut Kidswatch Panda 2Test GPS-Tracker für Kinder: Trackimo TRKM-002Test GPS-Tracker für Kinder: Xplora 3SGPS-Tracker für Kinder Test: Juneo Tk901GPS-Tracker für Kinder Test: TkstarGPS-Tracker für Kinder Test: ImageGPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V BagTest GPS-Tracker für Kinder: Incutex TK116
Pro
  • Leichte Inbetriebnahme
  • Leichte Anwendung für Kinder
  • Gute Ortung
  • Gute Tonqualität bei Anrufen
  • Recht lange Akkulaufzeit
  • Sehr hübsches Design und viele Farboptionen
  • Farb-Display mit Touchscreen
  • Einfache, selbsterklärende Bedienung
  • Zuverlässige und genaue Ortung
  • Top-Telefonqualität
  • Zuverlässige und genaue Ortung
  • Gute Telefonqualität
  • Gut lesbares analoges oder digitales Zifferblatt
  • Silkon-Armband auch geeignet für zierliche Kinder
  • Lange Akkulaufzeit
  • Leichte Inbetriebnahme
  • Sehr leicht und klein
  • Kostenlose Komplett-Service für zwölf Monate
  • Weltweiter Einsatz ohne Roaming-Gebühren
  • Verarbeitung und Bedienung okay
  • Farb-Touchscreen
  • Leichte Bedienung, wenn die Uhr mal läuft
  • Kamera
  • Viele Zusatzfunktionen für Kinder wie Anrufe, Emojis oder Schrittzähler
  • Ultraleicht
  • Klein
  • Ewig langer Standby-Betrieb
  • Kann sich an Metall heften
  • Leicht
  • Gute Verarbeitung
  • Alarm-Knopf
  • Wasserdichte Schutzhülle
  • Gute Bewertung von anderen Testern
  • Leicht
  • Robust
  • Günstig
  • Enorme Akku-Laufzeit
  • Funktioniert ohne App
Contra
  • Teuer
  • Etwas klobig für Kinderarme
  • Kein Wecker
  • Sehr teuer
  • Inbetriebnahme klappte nur mit Hilfe des Herstellers
  • Akku-Laufzeit zu kurz
  • Teuer
  • Inbetriebnahme klappte nur mit Hilfe des Herstellers
  • Keine Gadgets
  • Oft ungenaue Ortung wegen GPS-Problemen
  • Reines Ortungsgerät ohne spaßige Zusatzfunktionen für Kinder
  • Teuer
  • Inbetriebnahme klappt fast gar nicht
  • Riesig für Kinderarmgelenke
  • Sehr teuer
  • Inbetriebnahme klappt null
  • Keinerlei Zusatzfunktionen für Kinder
  • Nicht wasserdicht
  • Start klappt nicht
  • Status-LEDs innerhalb des Gehäuses
  • Keine Zusatzfunktionen für Kids
  • Recht groß
  • Inbetriebnahme klappt nicht
  • Keine Zusatzfunktionen für Kinder
  • Inbetriebnahme klappte technisch nicht – trotz dreier technikaffiner Tester
  • Keinerlei Gimmicks für Kinder
  • Viel zu groß und schwer für Kinder
  • Riecht leicht nach Kunststoff
  • Keinerlei Zusatzfunktionen für Kinder
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Totale Überwachung oder sinnvoller Helfer?

GPS- Tracker für Kinder sind umstritten. Einerseits ist es verständlich, dass man sich um die Sicherheit seiner Sprösslinge sorgt, andererseits will man seine Kinder auch nicht total überwachen. Wir sind schließlich auch mit großen Freiheiten aufgewachsen. Oder?

Das Thema stößt bei Eltern auf jeden Fall auf ziemlich großes Interesse. Wie die »Bild« in einer Online-Abstimmung unter Lesern herausfand, gehen die Meinungen dazu weit auseinander:

  • 34 Prozent sagen: »Nur, wenn mein Kind darüber Bescheid weiß.«
  • 33 Prozent sagen: »Klar, ich will wissen, wo mein Kind sich rumtreibt.«
  • 18 Prozent sagen: »Für einen längeren Schulweg ist das schon okay!«
  • 15 Prozent sagen: »Auf keinen Fall, ich gehöre nicht zu den Helikopter-Eltern!«

Auch wir haben die Argumente für und wider GPS-Tracker in der Redaktion kontrovers diskutiert. Klar dienen die GPS-Sender dazu, Kinder in Gefahr schnell aufzuspüren. Man wird jederzeit per SMS informiert, wo sich Tochter oder Sohn gerade aufhalten. Teils funktioniert die Ortung auf den Meter genau. Aber ist das nicht ein übles Überwachungsinstrument für völlig außer Rand und Band geratene Helikoptereltern?

Im Laufe meiner Recherche sehe ich das Thema inzwischen differenzierter. GPS-Tracker oder -Uhren können für Grundschüler durchaus eine sinnvolle Alternative zum Smartphone darstellen. Denn die Überwachung des Aufenthaltsorts ist nur ein Aspekt dieser Geräte. Die Kinder können damit auch ausgewählte Nummern anrufen oder von diesen angerufen werden, sie können SMS verschicken oder empfangen und ohne Zutritt ins Internet zu haben kleine Computergames spielen. Für Stefan Hempel, Mitgründer des Münchner Smartwatch-Herstellers »Pingonaut« ist die Zielgruppe vor allem Grundschüler, deren Eltern ihnen noch kein Smartphone kaufen möchten.

Was sagt das Gesetz?

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) bewertet GPS-Tracker mit integriertem Mikrofon (!) seit 2018 als »verbotene Sendeanlage«. Sie dürfen deshalb nicht mehr verkauft werden. Auch der Besitz dieser Geräte ist strafbar. Aber keine Sorge: Unsere zehn Produkte im Test besitzen kein Mikrofon und sind damit absolut legal.

GPS-Tracker mit Mikrofon sind verboten!

Das Recht ist eindeutig auf Seiten der Eltern, die sich zunächst auf Paragraph §1626 des Bürgerlichen Gesetzbuches beziehen können, der Eltern die Pflicht und das Recht zuspricht, für ihr minderjähriges Kind zu sorgen. Allerdings verarbeiten Tracker personenbezogene Daten. Laut Datenschutz-Grundverordnung (Artikel 8 DSGVO) muss dafür eine Einwilligung erfolgen. Deshalb müssen Mutter und Vater bei Kindern bis 16 Jahren zustimmen. Trotzdem empfehlen Experten, dass Eltern ihrem Nachwuchs erklären sollten, was Tracking ist und warum sie es einsetzen möchten. Und: Das Kind sollte der Ortung zustimmen.

Erst ab 16 Jahren dürfen Jugendliche selbst über ihre Daten bestimmen. Kinderschutz-Experte und Familientherapeut Dr. Klaus Neumann hält laut »Bild«-Zeitung nichts vom Orten per GPS: »Sein Kind nicht mehr wiederzufinden ist zwar eine Urangst für die meisten Eltern. Doch für gewöhnlich kommen Kinder wieder. Kinder spüren es, wenn ihnen kein Vertrauen entgegengebracht wird, sie bleiben dann in vielen Bereichen unsicher.«

Doch die Sorge von Eltern ist meist weniger, dass die Sprösslinge ausbüchsen, sondern dass ihnen etwas zustößt oder sie gar gekidnappt werden. Die Entscheidung für oder gegen einen Tracker können daher nur Sie als Eltern selbst treffen, am besten zusammen mit Ihrem Nachwuchs. Wenn es alle gut finden, spricht nichts dagegen.

Darauf kommt’s bei Trackern an

Allererstes Gebot: Zu groß und schwer dürfen GPS-Tracker nicht sein. Im Gegenteil: Der Sender sollte unterwegs so wenig Platz wie möglich verbrauchen. Auch stoßfest und wassergeschützt darf er gern sein. Und weil heute schon Grundschüler täglich viele Stunden außer Haus sind, spielt die Akkulaufzeit eine wichtige Rolle. Damit das Gerät den ganzen Tag in Betrieb sein kann, empfehlen wir Tracker mit einer Kapazität über 1.000 Milliamperestunden oder einem energiesparenden System.

Eine lange Akkulaufzeit ist wichtig

Auch ein Alarm, den das Kind selbst auslösen kann, indem es eine SMS sendet, ergibt Sinn, ebenso wie ein Anruf auf Knopfdruck, wenn Gefahr droht. Gut ist außerdem, wenn das Gerät eine spezielle Software besitzt, mit der Eltern Sicherheitszonen und gefährliche Bereiche markieren können. Wenn das Kind eine No-Go-Area betritt, bekommen Mama oder Papa dann automatisch eine Info per SMS. Voraussetzung dafür ist natürlich eine entsprechende und zuverlässige Reichweite des Trackers.

Die Sache mit der SIM-Karte

Dass ein Tracker seine Position bestimmen kann, ist nur die halbe Miete – er muss diese Information auch an Sie weitergeben können. Das geht aber nicht über GPS (Global Positioning System). Deshalb nutzen alle Modelle das Mobilfunknetz. Dazu brauchen Sie eine eigene SIM-Karte – die kennt man von Handys.

Durch die SIM-Karte entstehen laufende Kosten!

Hier findet sich ein kleiner Stolperstein, denn während unsere geliebten Telefone im Lauf der Zeit von Standard-SIM-Karten weg und hin zu kleineren Micro-SIMs und zuletzt noch winzigeren Nano-SIMs gewechselt sind, streuen selbst moderne GPS-Tracker gerne über alle drei Größen, es kann durchaus passieren, dass man noch einem Gerät mit dem ganz alten Kartenschacht begegnet – da fühlt man sich dann ganz nostalgisch an das alte Nokia 3210 erinnert. Abhilfe schafft ein Adapter, mit deren Hilfe man die neueren Winzlingskarten in Micro- oder Nano-Ausführung trotzdem benutzen kann. Dramatisch ist eine größere oder kleinere Karte also nicht, man sollte es aber wissen.

Was soll’s denn sein?

Grundsätzlich gibt es zwei Typen von GPS-Trackern: reine Sender und sogenannte Wearables, die noch weitere Funktionen erfüllen können – beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Wirklich empfehlenswerte Modelle beginnen ab 150 Euro. Drunter kriegt man oft nur China-Ramsch.

GPS-Uhr, -Armband oder -Kettenanhänger

Der größte Vorteil eines Wearables liegt auf der Hand: Ihr Kind trägt das Gerät immer bei sich, während ein Schulranzen mit Sender schnell mal in der Ecke landet. Außerdem erkennt mit einer GPS-Uhr kaum einer, dass Ihr Kind einen GPS-Tracker mit sich herumträgt. Gleichzeitig hat es immer die Uhrzeit parat.

GPS-Tracker für Kinder Test: Gps Tracker Runde 1
Tragbaren Trackern wie GPS-Uhren sieht man nicht unbedingt an, dass sie geortet werden können.

Ihr Kind kann mit den Uhren oder Armbändern ausschließlich ausgewählte Nummern anrufen oder von diesen angerufen werden. Neben der Ortung besitzen die meisten Smartwatches für Kinder auch eine SOS-Taste, nach deren Betätigung Alarm auf dem Smartphone der Eltern ausgelöst wird. Natürlich bieten diese Produkte meist weitere Gadgets wie Schrittzähler, Wecker oder die Ermittlung des Schritttempos. Für ganz vorsichtige Eltern eignen sich Geräte mit Erschütterungsalarm, die sofort informieren, wenn das Kind stürzt.

Nicht zu unterschätzen: Die meisten Kinder lieben ihre GPS-Uhren oder -Armbänder und tragen sie gerne. Deshalb ist es wichtig, dass sie die Optik mögen und Mitspracherecht beim Kauf haben.

GPS-Sender

Er sieht meist aus wie ein kleines Kästchen und kann easy an Schulranzen oder Klamotten befestigt werden.

GPS-Tracker für Kinder Test: Gps Tracker Runde 1
Reine GPS-Tracker sind eher dazu da, an Rucksäcken oder Kleidungsstücken befestigt zu werden.

Genau wie bei Uhr und Armband sendet der Tracker das Signal an das Smartphone von Mama und/oder Papa. Oft gibt es einen Notruf-Button. Teurere, hochwertigere Modelle bieten eine Telefonoption, für die man jedoch eine SIM-Karte benötigt. Weitere mögliche Features: Kommunikationsfunktionen oder Kartenmaterial.

Nix is‘ fix!

Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, auch nicht für ein getracktes Kind. Denn theoretisch können Hacker die GPS-Daten herausfinden, dann mit gefälschten Identitäten anrufen oder SMS auf die Smartwatch senden, beim Kind erscheint dann eine ausgewählte und bekannte Telefonnummer auf dem Display. Dieser Trick nennt sich »Call ID Spoofing«. Um Betrug nicht zum Opfer zu fallen, empfiehlt es sich, die Nummer der SIM-Karte niemandem zu verraten.

So haben wir getestet

Zunächst hatten wir geplant, mehrere Prepaid-Karten in die Uhren einzulegen, um sie parallel testen zu können. Nachdem sich die Freischaltung der Prepaid-Karten allerdings als äußerst kompliziertes, nervtötendes Verfahren inklusive Ausweis-Identifizierung bei der Deutschen Post per Video-Chat oder direkt in der Postfiliale mit entsprechender App herausstellt, entschieden wir uns für die unkompliziertere, aber langwierige Variante mit einer Vertrags-SIM-Karte. Hinzu kam, dass jeder Tracker auf eine eigene App setzt – eine universelle Anwendung, um Tracker verschiedener Hersteller gleichzeitig im Auge zu behalten, gibt es nicht.

Da sich bereits die Inbetriebnahme bei den meisten Geräten als super kompliziert bis unmöglich erwies (zwischenzeitlich versuchten sich vier Tester an den Modellen), haben wir die Einrichtung auch besonders im Testergebnis berücksichtigt. Die zugehörigen Apps haben wir uns ebenfalls gründlich angesehen.

GPS-Tracker für Kinder Test: Gps Tracker Runde 1
Alle zehn GPS-Tracker im Test.

Die Geräte, die wir überhaupt zum Laufen gebracht hatten, nahmen die jungen Tester mit in die Schule und testeten die verschiedenen Möglichkeiten. Dabei achteten wir vor allem auf die Anruf-, Alarm- und SMS-Funktion, die Genauigkeit der Ortung, die Robustheit, das Gewicht, die Größe, die Handhabung des Geräts und der App, den Preis und die Optik.

Auf andere seriöse Tests konnten wir übrigens kaum zurückgreifen. Denn Stiftung Warentest und Ökotest haben bis jetzt keine GPS-Tracker für Kinder getestet. Einzelne unserer zehn Geräte tauchen jedoch immer mal wieder in Tests, etwa von BILD oder CHIP, auf.

GPS-Tracker für Kinder Test: Vodafone V Kids Watch

Testsieger: Vodafone V-Kids Watch

Einen eindeutigeren Testsieger hatten wir selten: Denn die Kinder-Smartwatch Vodafone V-Kids Watch, dank der Eltern mit ihrem Nachwuchs via Mobilfunk und der TCLMOVE-App in Verbindung bleiben können, ließ sich als einziges Modell im Check kinderleicht und schnell in Betrieb nehmen und macht genau das, was sie soll: nämlich exakt und zuverlässig orten und die Uhrzeit kindgerecht anzeigen. Außerdem schaffte es auch unsere Testerin im Grundschulalter problemlos und easy, Anrufe und SMS vorab festgelegter Nummern zu empfangen oder zu tätigen.

Testsieger

Vodafone V-Kids Watch

Test GPS-Tracker für Kinder: Vodafone V-Kids Watch
Hier stimmt so gut wie alles. Sogar die Inbetriebnahme war einfach.

Die einfache Einrichtung der GPS-Uhr ließ uns fast in Freudentränen ausbrechen, nachdem uns so gut wie alle anderen Geräte hier schon am Anfang in die Verzweiflung trieben. Dafür sorgte vor allem die simple und stimmige Bedienungsanleitung der Vodafone V-Kids Watch, die erfreulicherweise mit anschaulichen Bildern versehen war.

Zudem liegt der Uhr eine SIM-Karte von Vodafone bei. Sollten Sie sich für die V-SIM-Karte entscheiden, müssen Sie sie vorab aktivieren. Sie sorgen so dafür, dass die Uhr sich mit dem Vodafone-Netzwerk verbinden kann. Das hat den netten Nebeneffekt, dass Ihr Kind die Uhr auch auf Reisen in den meisten europäischen Ländern ohne zusätzliche Kosten benutzen kann. Sie benötigen allerdings zur Aktivierung der Karte eine deutsche Mobilfunk-Rufnummer. Nicht-Vodafone-Kunden brauchen zusätzlich eine Kreditkarte.

Einfache Einrichtung und mitgelieferte SIM-Karte

Wir legten die Handy-SIM-Karte unserer jungen Testerin ein. Dazu mussten wir das Armband der Watch entfernen, die seitliche und gut untergebrachte SIM-Kartenabdeckung mit einer beigefügten Pinzette abnehmen und die Karte einlegen. Das klappte reibungslos.

Danach luden wir die Uhr auf, installierten die TCLMOVE-App auf unserem Testhandy und registrierten uns dort. Anschließend koppelten wir die Watch mit unserem Handy, gaben in der App die Beziehung, die wir zum Kind haben sowie den Namen des Kindes ein. Optional konnten wir noch ein Profilbild oder den Geburtstag des Kindes eingeben. So easy – genau wie das Hinzufügen von bis zu vier weiteren Personen. Nur noch die Ein-Taste drücken und schon konnten wir mit dem Test loslegen.

Praxis-Test

Super, weil selbsterklärend wie beim Handy, ist die Bedienung des Touchscreens: Man muss nur die gewünschte Option auf dem mehrfarbigen Display drücken oder bestätigen. Um Kontakte, Einstellungen und Funktionen zu sehen, wischt man nach links oder rechts. Benachrichtigungen tauchen auf, wenn man auf dem Startbildschirm nach oben wischt. Wischt man nach unten, taucht die Einstellung der Lautstärke und Helligkeit auf.

Auch die Änderung des Zifferblatts, was übrigens für unser Testkind in allen Wahloptionen sehr gut lesbar und mit den kindgerechten Bildern klar und deutlich zu erkennen war, das Senden von SMS, Sprachnachrichten von bis zu 30 Sekunden und von Notruf-Benachrichtigungen via SOS-Buttons hatte unser Mini-Checker nach kurzer Erklärung sofort intus. Zudem konnte unser Testkind bis zu 15 Freunde in die Kontaktliste aufnehmen und Gruppenchats erstellen. Auch das Telefonieren fanden wir simpel und die Tonqualität sehr gut verständlich.

Was unsere kleine Prüferin besonders toll fand? Die Emojis, die verschickt werden konnten, die Spiele-App und den vorinstallierten Taschenrechner. Was Eltern toll finden dürften: Damit Tochter oder Sohn während der Hausaufgaben oder im Unterricht nicht zu sehr von der Uhr abgelenkt werden, können sie Ruhezeiten definieren, in denen die Smartwatch keine Nachrichten verschicken oder empfangen kann. Die Notruf-Funktion bleibt trotzdem weiterhin aktiv, die schlaue Uhr überträgt beim Alarm dann auch automatisch den Standort des Kindes.

Für Eltern und Kinder gut und nützlich

Bis zu vier Personen, die in der Familiengruppe gespeichert wurden, können über den Notruf-Knopf gleichzeitig informiert werden. Eine sehr sichere Sache! Ebenso wie die Schutzzonen, etwa Schulgelände oder Spielplatz, die Eltern in der TCLMOVE-App unkompliziert festlegen können. Dadurch erfahren Mama und/oder Papa per SMS sofort, wann ihre lieben Kleinen die Safe-Zone verlassen. Auch die lange Akkulaufzeit von bis zu drei Tagen bewerteten wir positiv.

Ortung

Auch bei der Qualität der Ortung gibt’s nichts zu meckern: Wir konnten die Position unseres Testkind bei jedem Versuch sehr gut und genau ermitteln – dank der GPS-Technik, auf die die Uhr zur Ortung hauptsächlich zurückgreift. Deshalb kann der genaue Standort auch nur ermittelt werden, wenn es dort GPS-Empfang oder eine gute Netzabdeckung gibt. Ansonsten wertet die Uhr, so der Hersteller, Infos über WLAN oder Funknetzwerke aus, was jedoch zu einer etwas weniger exakten Ortung führt.

Gut gefiel uns auch die übersichtliche Ortungskarte inklusive Wegbeschreibungen für Google- oder Apple-Maps, auf der wir super nachvollziehen konnten, wo sich unser Testkind gerade aufhielt.

Design und Verarbeitung

Unserem Testkind, einem Mädchen, gefiel das pinkfarbene Testmodell. Sie fand, die Uhr wirke durch ihr pures Design »erwachsen und nicht so kindisch«. Das fanden übrigens auch ihre Klassenkameraden. Es gibt aber auch eine blaue Variante.

Das flexible Uhrenband aus Gummi ist robust. Überhaupt wirkt das ganze Gerät hochwertig verarbeitet. Außerdem schmiegte sich die Watch gut an den schmalen Kinderarm unserer Testerin an. Sie ist zwar nicht wasserdicht, sondern »nur« wasserresistent, aber ein paar Tropfen Regen machen ihr nichts aus. Auch unter der Dusche hält sie dicht. Schwimmen sollten die Kinder allerdings besser nicht damit.

Nachteile?

Trotz unserer Begeisterung fanden wir natürlich auch bei der Vodafone V-Kids Watch Haare in der Suppe: An zarten Erst- oder Zweitklässler-Ärmchen könnte die Uhr, die über keinen Wecker und keinen Schrittzähler verfügt, erstens ein wenig zu klobig rüberkommen.

Der ursprüngliche Preis von rund 170 Euro ist ziemlich happig. Allerdings ist die Uhr inzwischen auch schon für rund 100 Euro zu haben.

Doch selbst den hohen Originalpreis der GPS-Uhr finden wir durchaus rechtfertigt. Wir bekamen sie nämlich ruckzuck und unkompliziert einsatzbereit und sie erfüllte ihre Aufgabe in allen Bereichen zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Die Vodafone V-Kids Watch im Testspiegel

Bislang gibt es keine weiteren seriösen Testberichte zu Vodafone V-Kids Watch. Sollte sich das ändern, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Die Vodafone V-Kids Watch gefiel uns am besten, weil sie tut, was sie soll und einfach einzurichten ist. Wir haben aber noch zwei weitere Empfehlungen, allerdings mit der Einschränkung, dass die Einrichtung bei den beiden Modellen des gleichen Herstellers nur mit tatkräftiger Unterstützung des Supports gelang.

Die coolste Smartwatch

Pingonaut Puma

Test GPS-Tracker für Kinder: Pingonaut Kidswatch Puma
Eine wirklich schlaue Uhr mit Touchscreen-Farbdisplay: todschick, mit vielen Zusatzfunktionen sowie guter Ortung.

Als wir die Smartwatch Pingonaut Puma auspackten, freuten wir uns sofort auf den Test. Denn die Uhr hat ein cooles, sportliches Design, das selbst noch der 13-jährigen Teenie-Schwester der Testerin super gefiel. Toll fanden wir auch die vielen angebotenen Varianten des Uhrenbands: Ob orange, schwarz, grün, pink oder rosa, ob Leder oder Nylon – hier findet jedes Kind seinen Designliebling. Wir waren also ungeduldig loszulegen.

Ich schraubte mit Hilfe der Bedienungsanleitung also gleich mit einem beiliegenden Mini-Schraubenzieher den Rückendeckel der Uhr ab, um die inklusive und von mir vorab aktivierte Congstar-Prepaid-Karte einzulegen. Zumindest versuchte ich es! Denn dabei verlor ich gleich mal das Mini-Schräubchen. Kein Wunder, dass der Hersteller noch zwei weitere Schrauben beigelegt hatte. Diese Prozedur ist nämlich ganz schön fummelig, hier hätten wir uns einen deutlich unkomplizierteren Mechanismus gewünscht.

Startschwierigkeiten bei der Inbetriebnahme

Mit der Inbetriebnahme klappte es auch nicht recht, weil ständig die Fehlermeldung auftauchte: »SIM-Karte wurde nicht erkannt«. Ich dachte, es lag vielleicht daran, dass die SIM-Karte nicht richtig eingelegt war und schraubte ständig den Rückendeckel auf und zu, was eine echte Zumutung und Feinarbeit war – nichts für Weitsichtige. Nachdem sich auch noch drei weitere Männer erfolgslos mit der Uhr abplagten und mir der Münchner Hersteller Locato vorab Hilfe im Notfall versprochen hatte, schickte ich ein SOS-Zeichen. Daraufhin startete und erklärte mir ein Mitarbeiter die Pingonaut-Uhren.

Allerdings klappte es auch mit seinen SIM-Karten nicht auf Anhieb und er musste noch einmal ins Büro zurück und eine andere Card holen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man unter Normalbedingungen nur selten die SIM-Karte wechseln wird. Also sehen wir da jetzt mal großzügig drüber hinweg.

Nun konnten wir endlich loslegen. Und das machte uns sehr viel Spaß. Die Ortung per GPS, LBS, Wifi und GSERSON funktionierte an unseren Testtagen bis auf wenige Meter genau und in Echtzeit. Eltern können die Standortdaten der letzten 30 Tage auch in der Historie verfolgen. Auf einer Karte konnten wir jeden Schritt unserer jungen Testerinnen auf unserem Smartphone via der selbsterklärenden Pingonaut App verfolgen.

Die Bedienung der Uhr ist kinderleicht: egal, ob wir über die App Kontakte anlegten (bis zu 20 Personen sind möglich und, falls gewünscht, auch ergänzt um ein passendes Profilfoto oder eine lustige Comicfigur) oder das Zifferblatt auf digital oder analog einstellten. Alles funktionierte selbsterklärend mit ein paar Wischern über das interaktive Touchscreen-Farbdisplay. Auch das Chatten mit den festgelegten Nummern klappte problemlos, ebenso wie das Versenden von SMS.

Einfache Bedienung und tolle Extras

Vor allem der gute Sound beim Telefonieren überraschte uns: Die spritzwassergeschützte Pingonaut Puma überzeugt in diesem Punkt noch mehr als das ebenfalls von uns getesteten Schwestermodell Pingonaut Panda 2. Außerdem gefielen uns die vielen Extra-Funktionen dieser Kommunikationsuhr wie Wecker, SOS-Taste, Mikrophon, Lautsprecher, Vibrationsalarm, die Einrichtung von Ruhezeiten oder von bis zu acht Safe-Zones.

Auch die acht hübschen und wählbaren Zifferblatt-Bilder mit Palmwedeln, Blümchen, stylischen Quallen, Jeeps oder rosa Donuts spricht Kinder an. Uns Eltern gefiel die Robustheit und qualitativ hochwertige Verarbeitung der Uhr. Zudem ist der Datenschutz laut Hersteller vor allem dadurch gewährleistet, dass sämtliche Server der Marke ihren Standort hierzulande haben. Auch die Software wurde komplett in Deutschland entwickelt. Der Support ist ebenfalls auf Deutsch.

Gibt es außer der Inbetriebnahme sonst noch etwas an diesem detailreichen und hochwertigen Produkt zu bemängeln? Der Akku hielt leider nicht besonders lange, nur etwa zehn bis zwölf Stunden im »Power Safe Mode«. Im »Power Tracking Mode« – das heißt alle drei Sensoren sind gleichzeitig aktiviert und liefern in einem 60-Sekunden-Intervall Positionsdaten – beträgt die durchschnittliche Laufzeit sogar nur rund sechs Stunden. Im Standby-Modus hält sie aber immerhin bis zu vier Tage.

In der der »Pingonaut«-App kritisieren zudem mehrere Kunden, dass es wohl immer mal wieder größere Probleme mit der Ortung und dem Server gäbe. Last but no least: Fast 200 Euro für die Pingonaut Puma muss man erstmal ausgeben wollen. In unserem Test war diese Smartwatch jedenfalls das teuerste Modell.

Zuverlässig und robust

Pingonaut Panda 2

Test GPS-Tracker für Kinder: Pingonaut Kidswatch Panda 2
Ein etwas einfacheres Modell ohne viel Schnickschnack wie Farbdisplay und Touchscreen, dafür aber mit einer Top-Akkulaufzeit und zuverlässiger Lokalisierung.

Keine Preise gefunden.

Die Pingonaut Panda 2 ist das etwas abgespeckte und mit rund 150 Euro auch günstigere Schwestermodell der Pingonaut Puma. Sie besitzt nicht so viele Gadgets: nur einen monochromen statt farbigen Display, keine Änderungsmöglichkeit des Zifferblatt-Designs, keinen Touchscreen, nur bis zu acht speicherbare Rufnummern, keinen Vibrationsalarm und keine Profilfotos bei den Kontakten zum Hochladen.

Und obwohl wir hier die gleichen Startschwierigkeiten mit der Aktivierung hatten und das Wechseln der SIM-Karte, die in einer seitlichen Abdeckklappe untergebracht ist, ebenfalls nervtötend fummlig fanden, können wir diese Uhr reinen Herzens empfehlen. Etwa als reine Ortungsuhr gerade für jüngere Kinder ab cirka fünf Jahre, die nicht so viel Schnickschnack brauchen, ist sie top.

Die Bedienung erfolgt statt via Touchscreen mit drei Knöpfen, die man mal einmal, mal mehrmals drücken muss. Das erschloss sich uns anfangs nicht ganz so selbstverständlich wie der Touchscreen beim Schwestermodell, unser Testkind hatte den Dreh allerdings rasch raus. Die Handhabung erwies sich somit auch als erfreulich simpel.

Außerdem ist die spritzwassergeschützte Pingonaut Panda 2, die in Pink und Blau erhältlich ist, ein robustes Exemplar. Die neunjährige Testerin fand das Design okay, das weiche Silikon-Band passt sich auch zarteren Ärmchen an und die Uhrzeit kann sowohl leicht digital als auch analog abgelesen werden. Wie die Pingonaut Puma besitzt sie eine SMS- und Sprachnachrichten-Funktion, Wecker, SOS-Taste, Alarme, Ruhezeiten- und Safe-Zone-Einstellungen, Mikrofon und Lautsprecher.

Vor allem die bis auf wenige Meter genaue und zuverlässige Ortung in Echtzeit oder via 30-Tage-Historie-Funktion per GPS, LBS, WIFI und GSERSON überzeugte uns absolut. Ebenfalls toll: die ziemlich lange Akkulaufzeit von zwei bis drei Tagen. Wahrscheinlich ist der Stromverbrauch so gering, weil das LC-Display ohne Touch und Farbe auskommt. Was uns sonst noch auffiel? Die Telefonqualität ist wirklich okay, wenn auch etwas schlechter als beim Schwestergerät.

Außerdem getestet

Um den erfreulich kleinen und leichten Trackimo TRKM 002 in Betrieb zu nehmen, mussten wir die zugehörige App herunterladen, die uns gleich aufforderte, uns mit der E-Mail-Adresse zu registrieren. Nun koppelten wir den Account mit dem Tracker. Dazu benötigten wir die Seriennummer sowie die IMEI, die sich innerhalb des Geräts unter dem Akku verstecken.

Anschließend war alles selbsterklärend: Wir konnten uns anhand einer übersichtlichen Kartendarstellung per Smartphone-App oder am PC per Browser über den Standort und das Bewegungsprofil informieren, die Funktion der Aktionstasten festlegen und bestimmte Funktionen ein- und ausschalten. Drückten wir den SOS-Knopf am Tracker, meldete sich das entsprechende Gerätegegenstück nur wenige Sekunden später und gab den Ort des Notrufs an.

Leider hatte unser Testmuster einige Probleme damit, den Standort via GPS zu erkennen: Wir lasen dauernd die Meldung, dass die Position nur anhand des Mobilfunknetzes ermittelt worden sei. Besonders innerhalb von Gebäuden hatte der Trackimo TRKM 002 Probleme – selbst dann, wenn er offen und direkt neben dem Fenster lag. Das Positionsergebnis war um einige hundert Meter verfälscht – gerade für eine stark bebaute und belebte Innenstadt wie München, wo wir testeten, viel zu ungenau.

Falls der Trackimo TRKM 002 jedoch ausnahmsweise mal GPS findet, ist er sehr genau. Auch Bedienung und Verarbeitung gehen in Ordnung. Das mäßige GPS-Modul macht dem Erfolg aber einen dicken Strich durch die Rechnung – zumal der Tracker ohne Schnickschnack für Kinder keinerlei unterhaltsame Zusatzfunktionen bietet. Erfreulich allerdings ist der kostenlose Komplett-Service für zwölf Monate (nach dem ersten Jahr kostet der Ortungsdienst monatlich fünf Euro) und dass sein Standort mit Internetverbindung von jedem Ort der Welt verfügbar ist – ohne Roaming-Gebühren. Für den hohen Preis hätten wir mehr erwartet.

Um die wasserdichte Smartwatch Xplora 3S, die in Blau und Rosa erhältlich ist, überhaupt testen zu können, mussten wir eine SIM-Karte einlegen, deren PIN-Code wir anschließend zu deaktivieren hatten. Dazu legten wir die SIM-Karte in ein Handy ein und folgten einer Internet-Anleitung. Danach luden wir die firmeneigene App aufs Handy. Doch anstatt endlich die Uhr einschalten und mit dem Testen loslegen zu können, ging gar nichts. Mist! Stunden später entdeckten wir beim Lesen des Kleingedruckten das Problem: Wir hatten statt der vom Hersteller mitgelieferten Prepaid-Karte eine andere SIM-Karte eingelegt, die in diesem Gerät nicht funktioniert.

Die Bedienungsanleitung überzeugte uns also schon einmal nicht. Also starteten wir das ganze Prozedere mit der richtigen Prepaid-Card von Telefónica erneut. Leider bekamen wir die Uhr aber auch damit nicht zum Laufen.

Fairerweise sollten wir erwähnen, dass man auch seine eigene SIM-Karte aus dem Vertrag mit einem Telefonanbieter einlegen und sich so diese ganze Tortur ersparen könnte. Das machten wir dann auch. Und obwohl die Uhr auch hier meist einfach wieder ausging, lief sie zwischendurch tatsächlich einmal kurz. Zumindest konnten wir ins Menü, Fotos machen usw. Nach einem Neustart war aber auch das wieder vorbei. Nun starrten wir nur noch auf eine Fehlermeldung bezüglich der SIM, die anscheinend nicht übersprungen werden dürfe. Das Ende vom Lied: Wir kamen nicht weiter als ins Menü.

Schade, denn diese Smartwatch hätte einige sehr interessante Features, die die Testkinder leider nur offline ansehen, aber nicht ausprobieren konnten: Anruf-, SMS-, Kalender-, Kamera-, Emoji- und Uhren-Funktionen, GPS-Ortung, »Safe Zones«, Speichern von bis zu 50 Kontakten oder einen Schrittzähler… Die jungen Testerinnen waren – jedenfalls theoretisch – hellauf begeistert und hätten diese Uhr nur zu gerne auf Herz und Nieren geprüft, auch wegen des einfach zu bedienenden Touch-Displays, bei dem sie die Farbe nach Lust und Laune wechseln konnten. Weil aber selbst vier erwachsene Tester die Uhr nicht in den Betriebsmodus versetzen konnten, blieb am Ende nur eine große Enttäuschung übrig.

Der Juneo TK901 mit Geofence ist ein äußerst unscheinbares, kleines, schwarzes Kästchen. Auf dem Gehäuse befindet sich nur eine Klappe zum Einsetzen der SIM-Karte, ein Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus sowie eine winzige Öse zur Befestigung eines – leider nicht mitgelieferten – Haltebändchens. Das war’s. Nicht einmal ein Herstellerlogo ziert das Gerät. Immerhin verfügt der Tracker über einen eingebauten Magneten und so kann man ihn an Metall heften.

Theoretisch sollten wir den Tracker dann per App oder per SMS aktivieren können. Für die zweite Möglichkeit fanden wir sogar eine Anleitung in einer Amazon-Rezension. Doch keine der beiden Varianten funktionierte, da die LEDs (rot für Akku, gelb und blau für SIM bzw. Empfang sowie ein LED für GPS) einfach nicht anfingen zu blinken, was eigentlich der Beginn zum Start des nicht wasserdichten Geräts wäre. Das heißt: Schon ganz am Anfang kamen wir nicht mehr weiter.

Auch auf SMS reagierte der Tracker null. Zu allem Übel hat das Juneo TK901 seine Status-LEDs auch noch innerhalb des Gehäuses. Wir konnten sie nur sehen, wenn wir die Klappe für die SIM-Karte offen ließen. Wieder mal ein echter Tracker-Reinfall! Ramsch – und dafür nicht mal billig.

Der TKStar TK903 gleicht dem Juneo TK901 fast bis aufs Haar: Er kommt, in der exakt gleichen blauen Schachtel verpackt, zum Kunden und benutzt dieselbe App. Der Tracker selbst sieht allerdings etwas anders aus: Mit dem eingelassenen Kreuz und dem Markennamen des Herstellers ist das Gerät zwar immer noch keine Schönheit, hat aber zumindest einen etwas höheren Wiedererkennungswert. Dafür ist der Tracker aber auch ein ganzes Stück größer. Ansonsten lief die (Nicht-)Inbetriebnahme exakt genauso ab wie beim Juneo TK901. Sogar die Status-LEDs befanden sich ebenfalls sinnigerweise innerhalb des Gehäuses. Wir können nur sagen: nicht kaufen!

Erstmal große Freude: Alle Lichter des handtellergroßen Weenect Kids (das Modell ist nicht wasserdicht, kommt aber mit einer wasserdichten Schutzhülle) brannten und zeigten uns damit an, dass er funktionierte. Dann wieder einmal: Der Tracker wurde nicht geortet bzw. als offline angezeigt. Am Vertrag konnte es jedenfalls nicht liegen. Denn wir hatten noch rund zwei Wochen Laufzeit übrig, was wir auch in der Web-Oberfläche nachlesen konnten.

Die App stürzte uns kurz darauf ebenfalls in die Verzweiflung: Sie gab immer wieder Fehlermeldungen ohne weitere Erklärung ab, was unfassbar nervte und uns außerdem komplett im Dunklen tappen ließ. Die Website war nicht viel besser. Was sollen wir sagen: Wir kamen auch hier gar nicht erst zum Testen.

Fairerweise sollten wir jedoch erwähnen, dass das Gerät im Test der Zeitschrift CHIP wohl zum Laufen gebracht wurde und so weit besser wegkam. Auch das Online-Magazin Eltern lobte den Tracker. Wir nicht! Falls Sie an äußerst kniffliger und zeitintensiver technischer Problemlösung Spaß haben sollten, dürften Sie an diesem Gerät mit Alarm-Knopf und Geofence Freude haben. Für alle anderen gilt: Finger weg!

Als eigentlicher Tracker im regen- und spitzwassergeschützten Vodafone V-Bag werkelt ein Alcatel Movetrack. Das Gerät, das von bis zu zehn Personen gleichzeitig benutzt werden kann, bekommt man grundsätzlich auch einzeln, doch mit der robusten, hellblauen Gummischlaufe, etwa zum Anbringen an den Schulranzen, ist es nicht nur besser geschützt, sondern auch günstiger. Der Haken: Um es zu betreiben, muss man auf eine sogenannte V-SIM von Vodafone zurückgreifen.

Doch auch das nützt nicht viel. Denn der Tracker findet weder GPS noch eine Telefonverbindung, was womöglich daran liegt, dass die Vodafone-Karte schon wieder deaktiviert wurde. Auch mit einer SIM-Karte der Telekom änderte sich nichts. Die LEDs blieben einfach aus – außer der für die Batterie natürlich. Zwischenzeitlich waren sie einmal kurz rot, bevor sie wieder ausgingen. Doch auch dieser kleine Lichtblick ließ sich nicht mehr reproduzieren. Das traurige Ergebnis: Drei Tester scheiterten daran, das Gerät überhaupt in Gang zu setzen. Ein No-Go!

Der Incutex TK116 macht einiges anders als die restlichen Modelle im Testfeld. Zunächst einmal ist er groß – sehr groß – und mit 130 Gramm ein Schwergewicht. Form und Maße erinnern an ein altes Klapphandy. Doch warum? Immerhin hat der Tracker weder ein Display noch einen besonders hohen Funktionsumfang. Der eigentliche Grund für seine Größe ist sein enormer Akku, der mit 5.000 Milliamperestunden die Akkus einiger Konkurrenten mal eben um den Faktor 10 übertrifft. Damit soll das Gerät rund einen Monat im Standby schlummern können, ohne aufgeladen werden zu müssen. Das klingt toll, ist aber nicht unbedingt notwendig, wenn man nur sein Kind im Auge behalten möchte – und tatsächlich sieht der Hersteller das Tracken von Kindern nur als ein Nebeneinsatzgebiet. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wiederfinden von Fahrzeugen.

Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass man für den Betrieb des TK116 keine App braucht. Kommuniziert wird über Anrufe und SMS. Möchte man den Standort in Erfahrung bringen, schickt einem das Gerät auf Anfrage eine SMS mit den Koordinaten und einem Link zu Google Maps. Außerdem kann man sich bei Veränderungen, wie Beschleunigung oder Geschwindigkeit, informieren lassen.

In der Praxis klappte das alles recht gut. Allerdings merkten wir dem Incutex TK116 seinen Fokus doch stark an. Für Kinderhände ist das Gerät jedenfalls viel zu groß und das Design zu langweilig. Außerdem bietet es keine spannenden Zusatzfunktionen. Wer nicht seine Kinder, sondern sein Auto wiederfinden möchte, darf hier aber gerne einen Blick riskieren.

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