Der beste günstige 4K-Monitor

Test: 4K-Monitor – Testsieger LG 27UD68-W

Der beste günstige 4K-Monitor ist der LG 27UD68-W. Für weniger als 500 Euro liefert er ein farbechtes und gestochen scharfes Bild auf 27 Zoll Bildschirmdiagonale. Der Monitor ist technisch auf der Höhe der Zeit und dank Unterstützung für AMD FreeSync auch für Gamer interessant.

Die 4K-Auflösung wird nicht nur bei Fernsehern immer beliebter. Auch PC-Nutzer legen zunehmend Wert auf die ultra-hochauflösenden Monitore. Wen wundert’s: Während Smartphones, Tablets und sogar Laptops schon seit langem mit gestochen scharfen Displays punkten, lassen klassische PC-Monitore oft die nötige Bildschärfe vermissen.

Hier springen 4K-Monitore in die Bresche: Mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten bringen sie deutlich mehr Bildinformationen auf der gleichen Bildfläche unter als die geläufigen FullHD- oder QHD-Modelle.

Waren 4K-Monitore bis vor kurzem noch eine echte – und vor allem teure – Seltenheit, gibt es mittlerweile dutzende Modelle zu erschwinglichen Preisen. Wer bereit ist, am PC oder Mac den Wechsel auf einen 4K-Monitor zu wagen, kann eine Menge gewinnen. Neben dem richtigen Monitor müssen dazu aber auch die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Vorteile von 4K-Monitoren

Wenn es um die Frage geht, was ein 4K-Monitor eigentlich bringt, lautet die Antwort: Bildschärfe. Gegenüber FullHD-Monitoren mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten bringen 4K-Monitore die vierfache Menge an Bildinformationen auf den Schirm.

Das bedeutet, dass die Abstände zwischen den einzeln Pixeln sehr viel kleiner sind. Die Folge: Ein gestochen scharfes und weniger verpixeltes Bild. Selbst Adleraugen erkennen bei einem 27-Zoll-Monitor mit 4K-Auflösung auch aus wenigen Zentimetern Entfernung keine einzelnen Bildpunkte mehr.

Trotzdem sind 4K-Monitore nicht ganz so scharf, wie man es von modernen Smartphone-Displays kennt, ganz einfach deshalb, weil sie viel größer sind. Aus der typischen Armlänge Abstand, die man bei der Schreibtischarbeit zum Display einhält, bieten die hochauflösenden Schirme aber ein vergleichbar tolles Bild.

Davon profitiert man in vielen Anwendungen. Dokumente sehen auf einem guten 4K-Monitor aus wie gedruckt. Hinzu kommt, dass man durch die kleinere Fensterdarstellung mehr Programmfenster auf dem Bildschirm unterbringen kann.

Seine ganzen Stärken entfaltet ein 4K-Display im Multimedia-Bereich. Die zusätzliche Schärfe macht sich nicht nur bei der detailgetreuen Bildbearbeitung bemerkbar, auch die Wiedergabe von passendem Videomaterial ist auf 4K-Schirmen ein wahrer Genuss. Vor allem Streaming-Anbieter wie Netflix oder Amazon Prime Video liefern immer mehr Filme und Serien in der 4K-Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln aus. Diese kommen auf einem 4K-Monitor wie unserem Testsieger hervorragend zur Geltung.

4K: Voraussetzungen und Fallstricke

Um die Vorteile eines 4K-Monitors voll ausnutzen zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Das fängt schon beim PC oder Laptop an: Ältere Computer, die noch nicht mit einem HDMI 1.4- oder DisplayPort-Anschluss ausgestattet sind, können die hohe Auflösung oft gar nicht ansteuern.

Ist ein PC schon etwas betagter, sollten man auf jeden Fall prüfen, welche Anschlüsse er bietet. Dabei hilft vor allem ein Blick auf die Grafikkarte. AMD-Grafikkarten sind seit 2010 in der Lage, den Desktop in 4K-Auflösung auszugeben. Nutzer von Nvidia-Grafikkarten haben seit 2012 die Option, die 4K-Auflösung anzusteuern; eine Liste der 4K-fähigen Grafikkarten finden Sie hier.

Etwas komplizierter ist der Sachverhalt bei Laptops, die mit einer Grafiklösung von Intel bestückt sind – das gilt auch für viele MacBook-Modelle. Hier spielt vor allem der Prozessor eine Rolle. Eine Hilfestellung dazu liefern die 4K-Infoseiten von Intel und Apple.

Wichtig: Beim Anschluss eines 4K-Monitors mit einem HDMI-Kabel benötigt man einen aktuellen HDMI-2.0-Anschluss. Nur darüber kann man die Ausgabe von 4K-Inhalten mit einer Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde erreichen. Ältere Grafikkarten mit einem HDMI-1.4-Anschluss liefern nur die halbe Bildrate. Viele empfinden Bildraten von 30 Bildern pro Sekunde als unangenehm, weil Bewegungen – etwa die des Mauszeigers – weniger flüssig wirken. Selbst aktuelle Hardware wie das 12-Zoll-MacBook von Apple kann zuweilen nur mit einer Bildrate von 30 Hertz in 4K arbeiten. Schließt man den Monitor hingegen über ein DisplayPort-Kabel an eine 4K-fähige Grafikkarte an, sind die flüssigen 60 Hertz  kein Problem.

4K-Monitor: Nicht alle Inhalte skalieren sauber

Wer schon mal auf einem Monitor mit verschiedenen Grafik-Auflösungen gearbeitet haben, kennt den Effekt: Je größer die Auflösung, desto kleiner werden Schriften und Symbole auf dem Bildschirm. Das sorgt für den bereits erwähnten Raumgewinn auf dem Desktop, kann aber auch zum Problem werden: In 4K-Auflösung werden Icons und Bildschirmschriften standardmäßig sehr klein.

Sowohl Windows als auch macOS bieten Mittel und Wege, dieses Problem zu beheben. Die Betriebssysteme verfügen über Optionen, mit denen die Skalierung der Bildschirmelemente angepasst werden können. Dadurch wird beispielsweise die Systemschrift auch auf 4K-Monitoren gut lesbar.

Wer unter Windows 7 arbeitet, sollte bedenken, dass das Betriebssystem nur eine Vergrößerung auf 150 Prozent erlaubt. Windows 8.1 und Windows 10 skalieren flexibler und lassen sich besser an 4K-Displays anpassen.

Selbst mit den passenden Einstellungen für den Desktop können Menüs von Programmen aber immer noch zu klein ausfallen. Doch immer mehr Entwickler optimieren ihre Programme für die Nutzung auf 4K-Monitoren. Wie man den eigenen PC optimal auf die Darstellung auf einem 4K-Monitor einstellt, erfahren Sie bei den Kollegen von PC Welt.

4K für Gamer braucht starke Grafikkarten

Nach wie vor ein Sonderfall für einen 4K-Monitor sind Spiele. Möchte man aufwändige 3D-Games in gestochen scharfen 4K spielen, braucht man eine leistungsfähige Grafikkarte. Die aktuelle Nvidia-Generation ab Geforce GTX 1070 schafft es, zumindest einen Großteil aktueller PC-Spiele mit Raten von mehr als 30 Bildern pro Sekunde wiederzugeben.

AMD-Fans sollten mindestens eine Radeon R9 Fury haben, um auch Top-Titel wie Deus Ex: Mankind Divided oder Rise of the Tomb Raider ohne Ruckler in 4K zu zocken. Ältere Titel oder Games, die weniger hohe Ansprüche an die Grafikkarte stellen, lassen sich dagegen oft auch mit älteren Boards wie einer Geforce GTX 970 in 4K genießen. Eine gute Übersicht von 4K-tauglichen Grafikkarten findet man beispielsweise im Test von Computerbase.

Aber auch wer keine Top-Grafikkarte hat, muss nicht zwangsläufig vom Kauf eines 4K-Monitors absehen. Gute Bildschirme wie unser Testsieger stellen FullHD-Inhalte qualitativ nur wenig schlechter dar, als es bei echten FullHD-Monitoren der Fall ist. So kann man relativ problemlos mit der verringerten Auflösung zocken, die Grafikkarte und Prozessor weitaus weniger belastet.

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