Der beste günstige Camcorder

Camcorder Test - Testsieger: Sony HDR-PJ410

Der beste günstige Camcorder ist der Sony HDR-PJ410. Dank seines lichtstarken 30fach-Zoomobjektivs und seines optischen Bildstabilisators liefert er mit die beste Bildqualität seiner Preisklasse. Außerdem punktet er mit einem echten Highlight: Der kleine Camcorder besitzt einen integrierten Beamer.

Update 11. Juni 2016

Der beste günstige Camcorder ist immer noch der Sony HDR-PJ410. Bei den Alternativen gibt es aber Neuigkeiten – wir haben sie aktualisiert.

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31. Oktober 2015

Unser neuer Testsieger ist der Nachfolger unseres bisherigen Favoriten. Und auch bei den Alternativen hat sich einiges getan. Der Artikel wurde entsprechend aktualisiert.

Warum überhaupt noch einen günstigen Camcorder kaufen, wenn heutzutage jedes halbwegs aktuelles Smartphone hochauflösende Videos aufzeichnet? Diese Frage stellen sich viele Anwender zurecht. Doch es gibt gute Gründe für den Kauf eines Camcorders für um die 300 Euro. Denn die Spezialisten bieten immer noch Vorteile, mit denen iPhone & Co. nicht mithalten können.

Camcorder statt Smartphone?

Der größte Vorteil von Camcordern gegenüber Smartphones ist die Tatsache, dass sie ein richtiges Objektiv mit einem großen optischen Zoom bieten. Zwar gibt es auch Smartphones mit echten Objektiven, doch die sind rar und qualitativ nicht mit einem Camcorder zu vergleichen – und über eine zehnfache Vergrößerung kommen auch sie nicht hinaus. In der Regel setzen Handys auf einen digitalen Zoom, wobei der Bildausschnitt einfach vergrößert wird. Ein optischer Zoom vergrößert den Bildausschnitt hingegen ohne Qualitätsverlust – ein Riesenvorteil.

Ein weitere Pluspunkt für Camcorder: Fast alle speichern die Videoaufnahmen auf einer externen Speicherkarte – meist auf SD- bzw. Micro-SD-Karten. Sie bieten schon für ein paar Euro gewaltige Kapazitäten von 32, 64 oder noch mehr Gigabyte. Wenn die Speicherkarte voll ist, wechselt man sie einfach aus und filmt weiter.

Mit einem Smartphone ist das nicht so einfach möglich, schon allein deshalb, weil viele Modelle gar keinen Speicherkarten-Slot haben. Gerade das Apple iPhone und das Samsung Galaxy S6 (Edge) fallen hier negativ auf: Zwar gehören die Kameras dieser Handys mit zu den besten auf dem Markt, aber man muss eben mit dem begrenzten internen Speicher auskommen. Weil eine Stunde HD-Video acht bis zehn Gigabyte Speicherplatz belegt, kann es schnell eng werden. Dann heißt es: Smartphone am Rechner anschließend, Videos sichern, Speicher leeren und erst dann weiter filmen.

Aber auch bei Smartphones mit Speicherkarte ist der Wechsel nicht so einfach möglich, wenn der Speicher voll ist. Denn oft lagern Apps bestimmte Daten und Inhalte auf die SD-Karte aus, um den internen Speicher zu schonen. Nimmt man sie raus, funktionieren einige Programme womöglich nicht mehr korrekt. Bei Smartphones ist eine Speicherkarte eher als dauerhafte Erweiterung denn als Wechselmedium gedacht.

Es gibt also nach wie vor gute Gründe für den Kauf eines Camcorders. Vor allem wenn man nicht nur gelegentlich kurze Clips aufnimmt, sondern längere Aufnahmen machen möchte, kommt man an einem Camcorder nicht vorbei.

Günstige Camcorder machen Kompromisse

Allerdings gibt es beim Angebot von Camcordern gewaltige Unterschiede: Von unter 100 Euro bis weit über 1.000 Euro reicht die Preisspanne. Welches Modell ist da das Richtige?

Der Unterschied zwischen günstigen und teuren Modellen liegt vor allem in der Aufnahmetechnik, der Größe der Sensorchips und in der Qualität der Objektive. Deshalb kommen teurere Kameras auch mit weniger Umgebungslicht besser zurecht. Das Bild zeigt weniger Rauschen und auch der Dynamikumfang ist bei teureren Modellen größer.

Für den privaten Gebrauch fallen diese Qualitätsunterschiede aber nicht so sehr ins Gewicht. Natürlich will man ein möglichst gutes Bild, aber für Filme von der Geburtstagsfeier oder dem Familienausflug braucht man keine 1.000-Euro-Kamera. Bereits für um die 300 Euro bekommt man ein Modell, das in den meisten Lichtsituationen eine sehr gute Videoqualität liefert.

Verzichten muss man in dieser Preisklasse allerdings auf einen optischen Sucher. Stattdessen kontrolliert man das Bild über ein Klapp-Display. Das ist bei starker Sonneneinstrahlung nicht optimal, für alle anderen Situationen aber ohnehin die beliebtere Variante. Auch einen Anschluss für ein externes Mikrofon sucht man in dieser Preisklasse vergeblich, aber auch hier gilt: Meistens ist es ohnehin zu umständlich, ein externes Mikrofon zu verwenden.

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Sony HDR-PJ410 Preisvergleich

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