günstige Kaffeevollautomat Test: Tchibo Esperto Cafe Kaffee Arne
test
Letztes Update: 25.11.2020

Der beste günstige Kaffeevollautomat

Wir haben 9 günstige Kaffeevollautomaten getestet. Unsere Kaufempfehlung ist der DeLonghi ECAM 22.110. Im Vergleich überzeugt die Qualität von Espresso und Milchschaum ebenso wie der konkurrenzlose Funktionsumfang in dieser Klasse. Der ECAM 22.110 lässt sich einfach bedienen und reinigen und geht angenehm leise zu Werke.

Arne Preuß
ist leiden­schaft­licher Kaffee­experte und Gründer des bekanntesten deutschen Kaffee-Blogs Coffeeness. Er hat zahllose Kaffee­voll­automaten unter der Prämisse getestet: "Was würde ein Barista dazu sagen?". Arne ist außerdem speziali­siert auf Handfilter und Cold Brew Coffee.
Letztes Update: 25. November 2020

Mit dem Philips EP2220/10 SensorTouch macht ein weiterer Kaffeevollautomat unserem ewigen Testsieger DeLonghi ECAM 22.110.B Konkurrenz im Test. Trotz eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses konnte der Philips unseren Favoriten jedoch nicht entthronen.

31. Januar 2020

Wir haben zwei weitere Geräte unter die Lupe genommen: Tchibo Esperto Caffè und Melitta Purista. An unseren Empfehlungen ändert sich nichts. 

Weitere Updates

Günstig und gut? Das ist für einen Kaffeevollautomaten nicht selbstverständlich! In der günstigen Preisklasse gibt es insgesamt nur wenige Vollautomaten. Wir haben für Sie 9 aktuelle Modelle getestet, die für den kleinen Geldbeutel geeignet sind. Dabei liegt unser Fokus nicht nur auf der Qualität von Espresso und Milchschaum: Auch die Alltagstauglichkeit ist uns für den Vergleich wichtig.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

DeLonghi ECAM 22.110

Test: günstige Kaffeevollautomat – Testsieger Delonghi ECAM 22.110.B
Das perfekte Einsteigermodell für Kaffeeliebhaber. Mit schlichtem Design und tollem Espresso kommt er sicher in jeder Küche gut an.

Wer einen günstigen und soliden Kaffeevollautomaten sucht, ist mit dem DeLonghi ECAM 22.110 sehr gut bedient. Unseren Erfahrungen nach, gibt es keine gleichwertige Alternative, die für einen ähnlich guten Preis zu haben ist. Es gibt aber auch keinen Grund, nach einer anderen Maschine Ausschau zu halten. Der DeLonghi ECAM hat alles, was ein Kaffeevollautomat braucht: Er brüht guten Espresso, sorgt für guten Milchschaum und bietet alle wichtigen Funktionen.

Modern

Philips EP2220/10 SensorTouch

Test günstige Kaffeevollautomat: Philips EP2220/10 SensorTouch
Ein moderner Kaffeevollautomat mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der ordentliche Espresso und die intuitive Bedienung überzeugen jeden Kaffee-Fan.

Der Philips EP2220/10 SensorTouch kostet nicht viel und spielt dennoch in der Profi-Liga der günstigen Geräte mit. Er ist einfach zu bedienen und punktet mit modernen Elementen wie einer Touch-Bedienung. Mit zwölf verschiedenen Stufen zaubert er hervorragenden Espresso. Die manuelle Schaumlanze produziert ordentlichen Milchschaum, leider ist das Gerät mit Kunststoffgehäuse aber nicht ganz leise.

Espresso-Fans

Melitta Purista

Test günstige Kaffeevollautomat: Melitta Purista
Perfekt für Singles oder Zwei-Personen-Haushalte, die Espresso lieben und auf eine Milchschaumlanze verzichten können.

Der Melitta Purista ist kompakt und eignet sich für Singles oder Paare. Wer nur auf Espresso Wert legt, findet hier vielleicht die richtige Maschine, denn hier wurde puristisch gearbeitet. Nicht mal ein Milchschaumsystem ist verbaut worden. Die Lautstärke ist in Ordnung und man kann sogar Presets abspeichern.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritModernEspresso-Fans
DeLonghi ECAM 22.110 Philips EP2220/10 SensorTouch Melitta Purista DeLonghi ESAM 3000 Melitta Caffeo Solo Tchibo Esperto Caffè Krups EA 8108
Test: günstige Kaffeevollautomat – Testsieger Delonghi ECAM 22.110.BTest günstige Kaffeevollautomat: Philips EP2220/10 SensorTouchTest günstige Kaffeevollautomat: Melitta PuristaTest  günstige Kaffeevollautomat: DeLonghi ESAM 3000Test  günstige Kaffeevollautomat: Melitta Cafeo SoloTest günstige Kaffeevollautomat: Tchibo Esperto CaffèTest  günstige Kaffeevollautomat: Krups EA 8108
Pro
  • Sehr guter Espresso und tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Intuitive Bedienung
  • Guter Espresso
  • Edle Optik
  • Guter Espresso
  • Guter Espresso und gute Ausstattung
  • Sehr edle Optik und schmales Design
  • Schickes Design
  • Kompakte Maße
  • Schmal und klassisch designt
Contra
  • Leider kein Display vorhanden
  • Leider etwas laute Pumpe
  • Kein Milchschaumsystem integriert
  • Kein Wasserfilter vorhanden
  • Kein Milchaufschäumer integriert
  • Kein Milchschaumsystem intergriert
  • Espresso konnte leider nicht überzeugen
Bester Preis
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BrüheinheitHerausnehmbarHerausnehmbarHerausnehmbarHerausnehmbarHerausnehmbarHerausnehmbarNicht herausnehmbar
MilchschaumsystemManuellManuell-Manuell--Manuell
MahlwerkKegelmahlwerk aus EdelstahlScheibenmahlwerk aus KeramikKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus EdelstahlKegelmahlwerk aus Edelstahl
Leistung1450 Watt1500 Watt1450 Watt1450 Watt1400 Watt1470 Watt1450 Watt
Gewicht9 kg7,5 kg8 kg10 kg9 kg7,5 kg7 kg
Abmessungen43 x 23,8 x 35,1 cm37,1 x 24,6 x 43,3 cm45,5 x 20 x 32,5 cm28,5 x 37,5 x 36 cm55 x 30 x 40 cm18 x 40 x 31,5 cm26 x 36,5 x 32 cm
ModellECAM 22.110EP2220/10 SensorTouchPurista F 230-101ESAM 30006708702Esperto CaffèEA8108

Darauf kommt es bei einem Kaffeevollautomaten an

Bei aller Funktionsvielfalt, die ein Kaffeevollautomat bietet, jeder Profi würde Ihnen bestätigen: Das Wichtigste ist der Espresso. Wenn Sie am liebsten Filterkaffee trinken, greifen Sie besser zu einer French Press oder zu Kaffeemühle und Handfilter. Auch mit einer guten Filterkaffeemaschine sind Sie dann besser versorgt.

Ein richtiger Espresso gelingt nur mit hohem Wasserdruck und sehr fein gemahlenen Kaffeebohnen. Das ist es, was ein guter Kaffeevollautomat beherrschen muss. Handarbeit – wie man sie von den bekannten Bialetti-Kännchen kennt – können Sie hier vergessen. Einen echten Espresso erkennen Sie an der Crema, der hellbraunen Schaumschicht, die ihn krönt.

Wichtig für guten Espresso: Die richtigen Einstellungen

Der Wasserdruck ist zwar maßgeblich, Druck allein macht allerdings noch keinen guten Espresso. Wichtig sind auch die richtige Wassertemperatur und der Mahlgrad des Pulvers. Zu heißes Wasser lässt das Kaffeepulver verbrennen – der Espresso wird bitter. Ist das Kaffeepulver nicht fein genug gemahlen, fehlt es dem Espresso an Aroma und er schmeckt wässrig. Ein weiterer Faktor: Zeit. Läuft das Wasser zu schnell durch, wird der Espresso ebenfalls wässrig. Dauert es hingegen zu lange, kommt es zu einer Überextraktion und der Espresso wird bitter.

Doch nicht nur das Fein-Tuning an der Maschine ist für einen leckeren Geschmack ausschlaggebend. Auch hochwertige Bohnen für den Kaffeevollautomaten sind für ein vollmundiges Ergebnis in der Tasse wichtig. Erfahrungsgemäß können die Geräte Aromen von dunklen Röstungen mit schokoladigen Noten besonders gut herausarbeiten.

Mahlgrad, Wasser- und Kaffeemenge müssen justierbar sein

Wichtig zu wissen: Den einen perfekten Espresso gibt es nicht. Hier gehen die Geschmäcker und individuellen Vorlieben auseinander. Daher ist es sinnvoll, einen Kaffeevollautomaten zu kaufen, der Ihnen ausreichend Einstellungsmöglichkeiten bietet. Mahlgrad sowie Wasser- und Kaffeemenge sollten Sie justieren können.

Die meisten Geräte erlauben Ihnen, den Mahlgrad und die Kaffeemenge zu variieren. In der Regel läuft das unter »Kaffeestärke«. Auf die Wassermenge hingegen haben Sie bei vielen Geräten keinen Einfluss. Dabei ist sie ein wichtiger Faktor, der sich auf das Aroma Ihres Espressos auswirkt. Bei vielen Kaffeevollautomaten sind etwa 40 Milliliter über die Tassenfunktion voreingestellt. Für einen guten Espresso empfehlen wir allerdings eine geringere Wassermenge: 20 bis 30 Milliliter reichen aus.

Digitale Vorreiter, wie zum Beispiel der Vollautomat EQ.9 von Siemens, erlauben die Aussteuerung der Parameter sogar per App und besitzen 2 Bohnenbehälter für verschiedene Kaffeebohnen! Ob Sie eine solche Funktion wirklich brauchen, entscheiden jedoch Ihre Barista-Ambitionen und ob Sie bereit sind, die höheren Preise für diesen Luxus zu zahlen.

Drei Wege zum Milchschaum

Ein weiterer Aspekt bei Kaffeevollautomaten ist der Milchschaum. Hier gibt es drei verschiedene Varianten:

  • Geräte ohne Milchschaumsystem: Dazu gehören etwa der Melitta Caffeo Solo und sein Nachfolger Melitta Purista sowie der Tchibo Esperto Caffè.
  • Geräte mit Schaumlanze: Ein Vollautomat mit Milchaufschäumer ist zum Beispiel unser Testsieger, der DeLonghi ECAM 22.110.
  • Geräte mit vollautomatischem Milchsystem: Geräte mit diesem Feature besitzen einen Milchbehälter und Milchschlauch, um Milchschaum aus kalter Milch zuzubereiten.

Welche dieser Lösungen die beste ist, hängt von Ihrem Geschmack und von Ihrem Anspruch an Komfort ab. Trinken Sie Ihren Kaffee am liebsten ohne Milchschaum, können Sie auf diese Funktion getrost verzichten. Dann kann auch eine Espressomaschine oder eine Kaffeemaschine mit Filter das optimale Gerät für Sie sein.

Ein High-End-Kaffeevollautomat wie der Delonghi Maestosa hingegen zaubert aus Kaffeebohnen und Milch sogar Cappuccino und Latte Macchiato auf Knopfdruck. Dieser Luxus hat mit 2.500 Euro allerdings auch seinen Preis – da kann ein günstiges Angebot unter 400 Euro nicht mithalten.

Hygiene ist wichtig: Die Reinigung

Hygiene und Wasserfilterung sind wichtige Aspekte. Innerhalb des Gehäuses eines Kaffeevollautomaten kommen sich Kaffeepulver, Milch und Wasser bei hohen Temperaturen nahe. So entsteht ein wunderbares Klima für Bakterien und Pilze. Zudem lagert sich überall dort, wo regelmäßig Wasser durchläuft, Kalk ab.

Reinigungs­programme müssen regelmäßig genutzt werden

Um die gründliche Reinigung des Kaffeevollautomaten kommen Sie nicht herum. Praktischerweise sind Kaffeevollautomaten selbstreinigend und verfügen über spezielle Reinigungs- und Entkalkungsprogramme. Diese sollten Sie unbedingt regelmäßig benutzen. Empfehlenswert ist darüber hinaus der Einsatz eines Wasserfilters, mit dem sich die meisten Geräte betreiben lassen. Doppelt praktisch: Die Maschine verkalkt deutlich langsamer und der Kaffee schmeckt besser.

Es kann passieren, dass das automatische Spül- und Reinigungsprogramm just dann startet, wenn Sie einen Cappuccino zubereiten möchten. Das ist der Preis des Komforts – und angenehmer als eine manuelle Reinigung aller Teile.

Bei vielen Kaffeevollautomaten können Sie die Brühgruppe entnehmen – meist durch eine Klappe an der Geräteseite. Zum einen ermöglicht es Ihnen, die Brühgruppe von Hand zu reinigen. Zum anderen kann sie bei einem Defekt einfacher – und kostengünstiger – ausgetauscht werden als eine fest verbaute Brüheinheit.

So haben wir getestet

Die Auswahl der Testkandidaten fiel uns nicht schwer. Denn die Zahl der Kaffeevollautomaten in der Preisklasse bis 400 Euro ist recht überschaubar. Natürlich können Sie für diesen Preis auch ein gutes gebrauchtes Gerät finden. Aus Gründen der Hygiene empfehlen wir aber den Griff zum Neugerät.

Auf unserer Liste stehen zwei Vollautomaten von DeLonghi, der ECAM 22.110 und der ähnliche, aber etwas ältere ESAM 3000. Weitere kleine Vollautomaten in unserer Testküche sind der Krups EA 8108, der Tchibo Esperto Caffè, der Melitta Caffeo Solo, der Melitta Purista und der Philips EP2220/10 SensorTouch. Im Preisvergleich liegen alle Geräte bei zwischen 240 und rund 350 Euro.

Milchschäumlanze zum manuellen Aufschäumen von Milch.

Die wichtigsten Testkriterien sind die Qualität von Espresso und Milchschaum sowie die Einstellungs- und Reinigungsmöglichkeiten. Auch Aspekte wie Bedienkomfort und Design spielen bei der Bewertung eine Rolle.

Viele Kaffeevollautomaten können Milch aufschäumen. Das geschieht entweder vollautomatisch, indem kalte Milch angesaugt und dann erwärmt und aufgeschäumt wieder ausgegeben wird. Alternativ verfügen viele Geräte über eine Milchschaumlanze, die Wasserdampf ausstößt. Hier halten Sie einen Milchbehälter unter die Lanze, sodass diese eintaucht. Dadurch wird die Milch ebenfalls erwärmt und aufgeschäumt. Einige Modelle im Test verzichten hingegen komplett auf ein Milchschaumsystem.

Testsieger: DeLonghi ECAM 22.110

Die gute Espresso-Qualität und seine Ausstattung mit allen wichtigen Funktionen machen den DeLonghi ECAM 22.110 gegenüber den Alternativen in seiner Preislage klar zum Testsieger.

Unser Favorit

DeLonghi ECAM 22.110

Test: günstige Kaffeevollautomat – Testsieger Delonghi ECAM 22.110.B
Das perfekte Einsteigermodell für Kaffeeliebhaber. Mit schlichtem Design und tollem Espresso kommt er sicher in jeder Küche gut an.

Das Design des DeLonghi Kaffeevollautomaten ist dezent und absolut in Ordnung, auch wenn er mit Design-Klassikern wie den Geräten von Saeco nicht mithalten kann. Wie bei den meisten Geräten dieser Preisklasse besteht das Gehäuse aus Kunststoff. Die Front glänzt in schwarzer Lack-Optik, das Bedienfeld ist silberfarben.

Der Kaffeeauslauf ist stufenlos höhenverstellbar und lässt sich erfreulicherweise bis zu einer Höhe von 13 Zentimetern einstellen. So passen auch höhere Latte-Macchiato-Gläser darunter. Das bieten nicht einmal alle teureren Kaffeevollautomaten. Ärgerlich, wenn das Lieblingsglas nicht unter den Auslauf passt.

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Ungewöhnlich am ECAM 22.110: Es gibt kein Display. Die Bedienung erfolgt über sechs Tasten und einen Drehregler. Allerdings empfiehlt es sich, die Bedienungsanleitung zu lesen, denn selbsterklärend ist der Vollautomat nicht. Alle Funktionen sind aber leicht verständlich, sodass die Bedienung schnell in Fleisch und Blut übergeht.

An der linken Frontseite ist die Milchschaumlanze angebracht. Dank ihrer schwarzen Kunststoffverkleidung fügt sie sich dezent ins Gesamtbild. Sie ist zwar nicht ganz so bequem wie eine Vollautomatik mit Milchtank, liefert aber – mit etwas Übung – einen sehr guten und homogenen Milchschaum.

1 von 5
Der Testsieger von DeLonghi macht tollen Espresso ...
... mit einer schönen Crema.
Das manuelle Aufschäumen geht kinderleicht...
... und produziert einen schönen Milchschaum.
Sehr hoher, verstellbarer Kaffeeauslass für Latte Macchiato Gläser.

Einstellungen

Für den Mahlgrad stehen Ihnen beim DeLonghi ECAM 22.110 ganze 13 Stufen zur Verfügung. Allerdings fiel im Test auf, dass das Wasser bei den beiden feinsten Stufen das Espressopulver nicht mehr durchdringen konnte. Das kann allerdings auch an den verwendeten Espressobohnen liegen.

Wir mussten bei unserem Test mehrfach feststellen, dass Kaffeevollautomaten für Zuhause mitunter Probleme mit sehr fein gemahlenem Kaffeepulver haben. Was die Qualität des Espressos angeht, haben Siebträger-Espressomaschinen hier die Nase vorn. Da die Hersteller die Brühtechnik verbessern, gelingt Ihnen aber auch mit einem Kaffeevollautomaten ein guter Espresso. Es reicht eben nur nicht zur Perfektion.

1 von 5
Es sind 13 verschiedene Mahlgrade möglich, damit der Kaffee auch jedem schmeckt.
Kaffeepucks lassen sich einfach entfernen.
Großer Wassertank für langen Kaffeegenuss.
Die Auffangschale lässt sich bequem herausnehmen.
Auch ohne Display ist die Delonghi leicht zu bedienen.

Die gewünschte Kaffeestärke wird über das Stellrad in der Mitte gewählt. Grundsätzlich ist alles erlaubt, was Ihnen schmeckt. Für einen »richtigen« Espresso empfehlen wir die stärkste Einstellung.

Eine weitere, unverzichtbare Einstellung ist die Wassermenge pro Getränk. Dazu wird die Taste mit dem Tassensymbol gedrückt, bis eine kleine LED am Bedienfeld aufblinkt. Dadurch wird der Programmiermodus gestartet. Nun kann die gewünschte Menge Wasser durchlaufen. Mit einem erneuten Betätigen der Taste wird der Bezug beendet. Gleichzeitig wird die durchgelaufene Wassermenge gespeichert. Zur Orientierung nehmen Sie am besten eine Espresso-Tasse. Die richtige Menge Wasser liegt bei rund 20 bis 30 Milliliter.

Delonghi Espresso Bezug
Das Bild zeigt sehr schön die Schaumbildung (Crema), die ein hervorstechendes Merkmal des Espressos im Unterschied zum Filterkaffee ist.

Gelingt der Espresso nicht gleich wie gewünscht, ist das kein Problem – und auch nicht ungewöhnlich. Mit variierten Einstellungen lassen sich schnell bessere Ergebnisse erzielen. Optimalerweise beträgt die Durchlaufzeit des Wassers rund 25 Sekunden. Nähern Sie sich diesem Wert an so gut es geht. Mit etwas Übung finden Sie die passenden Einstellungen für Ihren Espresso. Erwarten Sie aber bitte keine Perfektion, denn die kann ein Kaffeevollautomat dieser Preisklasse nicht bieten. Selbst teurere Modelle scheitern an Perfektionsansprüchen.

Es lohnt sich übrigens unbedingt, etwas Geld in gute, frisch geröstete, ganze Bohnen zu investieren. Diese kosten nur wenig mehr als der günstige Kaffee im Supermarkt. Sie werden dafür aber mit einem deutlich besseren Geschmack belohnt. Das macht sich schon beim Auspacken am Duft bemerkbar. Wir empfehlen für Vollautomaten immer Espresso-Röstungen.

Reinigung und Pflege

Der DeLonghi ECAM 22.110 bietet Ihnen alle wichtigen Funktionen und Möglichkeiten zur Reinigung. Das automatische Reinigungsprogramm ist für das Innere der Brühgruppe zuständig. Der Automat zeigt Ihnen an, wann es an der Zeit für eine Spülung ist. Die herausnehmbare Brühgruppe lässt sich – ohne Einsatz von Werkzeug – über eine Klappe an der Seite entnehmen, sodass Sie sie auch von Hand gründlich spülen können.

Das Äußere der Milchschaumlanze kann bequem mit einem Lappen abgewischt werden. Rückstände im Inneren werden mit einem kräftigen Stoß Wasserdampf nach außen gestoßen. Das lässt sich gleich nach dem Aufschäumen erledigen.

Schale und Brühgruppe
Der Wassertank und die Auffangbehälter für Wasser und verbrauchte Kaffeepucks lassen sich leicht abnehmen und reinigen und auch die Brühgruppe lässt sich herausnehmen.

Der ECAM 22.110 verfügt über ein Entkalkungsprogramm, mit dem Kalkrückstände entfernt werden. Damit diese möglichst gering ausfallen, empfiehlt sich der Einsatz eines Wasserfilters. Zudem können Sie am Gerät einstellen, wie die Wasserhärte bei Ihnen ist. Darauf basierend zeigt der Automat dann an, wann es notwendig ist, das Entkalkungsprogramm laufen zu lassen. Je weniger Kalk sich ansammelt, desto seltener ist die notwendig.

Nutzen Sie einen Wasserfilter, schonen Sie zum einen Ihren Vollautomaten und sorgen zum anderen für den guten Geschmack Ihres Kaffees.

Nachteile?

Auch ein Testsieger hat Schwächen. Allerdings fallen diese beim DeLonghi ECAM 22.110 kaum ins Gewicht. Gerade vor dem Hintergrund seines niedrigen Preises.

Das fehlende Display lässt die Optik sehr sparsam erscheinen. Da die Bedienung des Vollautomaten aber nicht darunter leidet, ist dies wohl eine Frage des Geschmacks. Uns ist negativ aufgefallen, dass der Kaffeeausschank beim ECAM 22.110 bei sehr feinem Mahlgrad ins Stocken gerät. Das ist kein allzu großes Problem, denn bei feineren Mahlgraden stoßen die meisten Vollautomaten an ihre Grenzen. Allerdings hätte man das Problem elegant vermieden, wenn man die beiden feinsten Mahlgrade gar nicht erst angeboten hätte.

Ein weiterer kleiner Nachteil ist die nicht beheizte Tassenabstellfläche auf der Oberseite. Diesen Luxus kann man von einem Einsteigergerät aber auch nicht verlangen.

DeLonghi ECAM 22.110 im Testspiegel

Der DeLonghi ECAM 22.110 wird auch von der Stiftung Warentest gelobt. Im Testbericht der Verbraucherorganisation schneidet er mit der Gesamtnote »gut« ab. In der Kaufberatung heißt es:

»Kom­paktes Gerät mit herkömm­licher Dampf­düse. Macht guten Espresso und Milch­schaum. Aber anfangs geht nichts ohne Gebrauchs­anleitung, bis man die Sym­bole auf dem Dis­play aus­wendig kennt. Auch das hän­dische Milch­aufschäumen erfordert Übung.«

Alternativen

Falls Ihnen der Testsieger aus irgendeinem Grund nicht zusagt oder Sie einen besonderen Fokus auf Espresso legen, können Sie auch einen Blick auf unsere weiteren Empfehlungen werfen.

Am Zahn der Zeit: Philips EP2220/10 SensorTouch

Der Philips EP2220/10 SensorTouch hat uns positiv überrascht, denn der Elektronik-Hersteller konnte sich in Sachen Kaffeevollautomaten zuletzt nicht besonders profilieren. Doch das Modell EP2220/10 SensorTouch ist eine echte Kampfansage für unter 300 Euro, die selbst unserem Allzeit-Favoriten DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B Konkurrenz macht.

Modern

Philips EP2220/10 SensorTouch

Test günstige Kaffeevollautomat: Philips EP2220/10 SensorTouch
Ein moderner Kaffeevollautomat mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Der ordentliche Espresso und die intuitive Bedienung überzeugen jeden Kaffee-Fan.

Er punktet mit einer intuitiven Bedienung über das Touch-Tasten-Panel und einem Keramikmahlwerk mit zwölf Stufen. Der Kaffeeautomat liefert einen ordentlichen Espresso und besitzt eine manuelle Schaumlanze, die Milchschaum mit angenehmer Konsistenz produziert. Minuspunkte sind das Kunststoffgehäuse und die sehr geräuschintensive Pumpe.

Insgesamt bietet der Philips EP2220/10 SensorTouch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kann sich aber gegenüber unserem Testsieger, dem DeLonghi Magnifica ECAM 22.110.B, nicht durchsetzen. Wer allerdings nach einer etwas moderneren Variante eines Kaffeevollautomaten mit intuitiver Bedienung sucht, ist mit dem Philips trotzdem gut beraten.

Für Espresso: Melitta Purista

Das Nachfolgemodell des Caffeo Solo ist ebenfalls kompakt und am besten für Singles oder Zwei-Personen-Haushalte geeignet. Der Melitta Purista macht seinem Namen alle Ehre: Hier dreht sich alles um den Espresso und seine Varianten – Kaffee ohne jeden »Schnickschnack« und ohne Milchschaumsystem. Der Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell ist in unseren Augen die geringere Mindestfüllmenge von 25 Milliliter, die der optimalen Menge für einen Espresso entspricht.

Espresso-Fans

Melitta Purista

Test günstige Kaffeevollautomat: Melitta Purista
Perfekt für Singles oder Zwei-Personen-Haushalte, die Espresso lieben und auf eine Milchschaumlanze verzichten können.

Das Mahlwerk der integrierten Kaffeemühle ist etwas leiser als das der Caffeo Solo. Und ist der beste Kaffee einmal gefunden, bietet das Gerät zudem die Möglichkeit, die Einstellungen des »Lieblingskaffees« zu speichern. Triftige Gründe für ein Upgrade sind es nicht, aber als Neuanschaffung lohnt sich der Melitta Purista.

Außerdem getestet

DeLonghi ESAM 3000

Der DeLonghi ESAM 3000 ist weitgehend identisch mit unserem Testsieger. Er verfügt über einen ähnlichen Funktionsumfang inklusive Heißwasserfunktion und auch die Espresso-Qualität stimmt. Mit ihm machen Sie nichts falsch. Leider kann man ihn nicht mit einem Wasserfilter betreiben. Zwar können Sie vorgefiltertes Wasser verwenden, allerdings bringt dies einen höheren Aufwand mit sich. Da der ECAM 22.110 mit Wasserfilter betrieben werden kann und zudem kompakter, hübscher und leiser ist, ist er für uns die bessere Wahl.

Melitta Caffeo Solo

Am Melitta Caffeo Solo gefällt uns vor allem das edle Design. Die minimalistisch-schicke Front erinnert an deutlich teurere Kaffeevollautomaten, etwa aus dem Hause Jura. Gegen einen Aufpreis erhalten Sie das Gerät sogar mit einer Front aus Edelstahl. Außerdem punktet der Caffeo Solo mit seinen kompakten Maßen, die ihn in jeder Küche einen Platz finden lassen.

Aufgrund seiner geringen Größe ist der Vollautomat sehr gut für ein bis zwei Personen geeignet. Ein Milchschaumsystem suchen Sie beim Melitta Caffeo Solo vergebens. Zwar können Sie dieses Manko mit einem separaten Milchaufschäumer ausgleichen – aber das ist nicht der Sinn eines Kaffeevollautomaten.

Tchibo Esperto Caffè

Der Tchibo Esperto Caffè überzeugt in erster Linie mit schicker Optik, Touchscreen und reduzierter Funktionalität. Am hochwertigen Gehäuse befindet sich deutlich mehr Edelstahl als an anderen Modellen dieser Preisklasse. Zudem hat der Esperto Caffè angenehm kompakte Maße und einen niedrigen Preis. Bei der Qualität des Espressos kann er aber nicht mit anderen Vollautomaten mithalten. Der Espresso ist nicht ungenießbar, allerdings mangelt es ihm an Substanz. Auch bei Einstellungen mit hoher Kaffeestärke, weniger Wasser und feinerem Mahlgrad schmeckte der Espresso in unserem Test leicht wässrig.

Krups EA 8108

Auch beim Krups EA 8108 konnte uns der Espresso nicht überzeugen. Das Wasser lief zu schnell durch, sodass das Ergebnis sehr fad ausfiel. Leider ließen sich die Parameter auch nicht richtig einstellen, sodass der Vollautomat hier an seine Grenzen stieß.

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