Der beste günstige Kaffeevollautomat

Der beste günstige Kaffeevollautomat für unter 300 Euro ist der DeLonghi ECAM 22.110. Er bereitet guten Espresso und Milchschaum zu, ist nicht allzu laut, bietet alle wichtigen Einstellmöglichkeiten und lässt sich problemlos gründlich reinigen. Seine Bedienung ist auch ohne Display leicht zu meistern. In der nur dünn besiedelten Preisklasse bis 300 Euro bietet kein anderes Gerät denselben Funktionsumfang in vergleichbarer Qualität.

Mit Kaffeevollautomaten ist die Zubereitung von richtigem Espresso und tollem Milchschaum auch zu Hause oder im Büro am bequemsten. Außerdem sehen sie in der Küche gut aus und machen Spaß.

Die günstigsten Kaffeevollautomaten gibt es für knapp unter 300 Euro, die Luxustanker unter ihnen können schon mal das Zehnfache kosten. Dazwischen gibt es alle denkbaren Abstufungen. Das führt oft zu einer gewissen Ratlosigkeit bei Interessierten. Was brauche ich, worauf muss ich achten, wie viel muss ich ausgeben?

Natürlich können die Geräte verschiedener Preisklassen auch unterschiedlich viel, bei manchen läuft mehr automatisch als bei anderen. Jeder Kaffeevollautomat verfügt aber mindestens über ein Mahlwerk und eine Espresso-Brühgruppe. Damit stellt er auf Knopfdruck aus einer Portion Kaffeebohnen einen frisch gebrühten Espresso her.

Die meisten Modelle können außerdem Milch aufschäumen und damit Cappuccino und alle möglichen Milchkaffee-Varianten herstellen. In den höheren Preisklassen passiert das, indem die richtige Menge kalter Milch durch einen Schlauch eingesaugt wird und kurze Zeit später erwärmt und aufgeschäumt in die Tasse läuft. Auch das passiert auf Knopfdruck.

Milchschäumlanze zum manuellen Aufschäumen von Milch.

Die günstigere Variante ist eine Milchschaumlanze. Das ist eine Düse aus Metall, die vorne aus dem Automaten herausragt und auf Kommando heißen Wasserdampf ausstößt. Um damit Milchschaum herzustellen, müssen Sie eine Tasse mit kalter Milch manuell für eine Weile unter die Lanze halten, so dass diese in die Milch eintaucht. Guten Milchschaum kann so jeder ohne große Übung herstellen, vielen macht das manuelle Aufschäumen sogar Spaß, denn so kommt echtes Barista-Feeling auf.

Wem das zu viel Arbeit ist und wer seinen Cappuccino lieber komplett auf Knopfdruck zubereiten will, muss sich in den höheren Preisklassen umsehen. Erst teurere Geräte stellen auch den Milchschaum vollautomatisch her.

Worauf es bei Kaffeevollautomaten ankommt

Dem Namen zum Trotz ist das Wichtigste beim Kaffeevollautomaten der Espresso. Denn wer Filterkaffee trinken möchte, ist mit einer Kaffeemühle und einem Handfilter, einer French Press oder einer guten Filterkaffeemaschine besser bedient.

Ein richtiger Espresso ist ein anspruchsvolleres Geschöpf. Er gelingt nur unter hohem Wasserdruck mit sehr fein gemahlenem Kaffeepulver. Mit Handarbeit kommt man da nicht weit. Deswegen können die bekannten Herdkännchen von Bialetti auch keinen richtigen Espresso zaubern, sie erzeugen nur etwa 1 bar Druck. Den Unterschied erkennt man leicht daran, dass ein echter Espresso eine hellbraune Schaumschicht auf der Oberfläche hat, von Kennern liebevoll als Crema bezeichnet. Die kriegt das Herdkännchen nicht hin.

Damit alles stimmt: Testen und anpassen

Doch auch eine Maschine mit kräftig Druck kann beim Espresso noch einiges falsch machen. Wenn das Wasser zu heiß ist, verbrennt das Kaffeepulver, der Espresso wird bitter und verliert den Geschmack. Ist das Pulver nicht fein genug, wird zu wenig Aroma extrahiert und das Getränk schmeckt wässrig. Das gleiche kann passieren, wenn das Wasser zu schnell durchläuft. Lässt sich der Automat dagegen zu viel Zeit, kann der Espresso wiederum bitter werden. Das nennt man dann Überextraktion.

Von außen oder an den technischen Daten eines Kaffeevollautomaten ist nicht ohne Weiteres zu erkennen, wie gut der Espresso ist, den er produziert. Da hilft nur, selbst zu testen oder Erfahrungsberichte von vertrauenswürdigen Vorkostern im Bekanntenkreis oder im Internet einzuholen. Doch die Geschmäcker sind verschieden, was dem einen schmeckt, findet der andere längst noch nicht gut.

Damit der Espresso gelingt und den eigenen Vorlieben entspricht, sollte ein Kaffeevollautomat einige Einstellungsmöglichkeiten bieten. Die wichtigsten sind der Mahlgrad, die Wasser- und die Kaffeemenge, also die Menge an verarbeiteten Bohnen pro Getränk. Mit diesen Stellschrauben lässt sich schon viel erreichen. Mahlgrad und Kaffeemenge (meistens als «Kaffeestärke” bezeichnet) lassen sich eigentlich immer einstellen.

Für die Wassermenge gilt das leider nicht. Dabei ist sie ein wichtiger Faktor, weil sie ebenfalls stark auf das Aroma durchschlägt und nicht nur auf die Menge. Bei vielen Kaffeevollautomaten sind großzügige Wassermengen um die 40 ml voreingestellt. Besser sind für einen Espresso aber 20 bis 30 ml.

Drei Wege zum Milchschaum

Der nächste wichtige Punkt ist der Milchschaum. Hier gibt es bei Kaffeevollautomaten im Wesentlichen drei Varianten:

  • Gar kein Milchschaumsystem wie zum Beispiel beim Melitta Caffeo Solo, der in diesem Test ein Kandidat war.
  • Eine Schaumlanze wie bei unserem Testsieger, dem DeLonghi ECAM 22.110.
  • Eine vollautomatische Zubereitung von Milchschaum aus kalter Milch, die im Einsteigersegment kein Gerät bietet. So ein System ist für rund 100 Euro mehr zu haben, etwa beim Philips HD8834.

Welche technische Lösung hier die Beste ist, richtet sich nach Ihrem Geschmack und Komfortbedürfnis. Wer überhaupt keinen Milchschaum braucht, ist meist mit einer Espressomaschine oder Filterkaffeemaschine besser bedient.

Sauber bleiben: Die Hygiene

Außerdem ein wichtiges Thema: Wasserfilterung und Hygiene. Im kleinen Gehäuse eines Kaffeevollautomaten kommen Kaffeepulver und Milch mit Wasser und Hitze in Berührung. So entsteht ein schönes Gewächshaus für Bakterien und Pilze, wenn man nicht richtig sauber macht. Außerdem lagert sich aufgrund des durchlaufenden Wassers immer Kalk ab. Auch dafür braucht man eine Lösung, damit der Automat nicht irgendwann kaputtgeht.

Deswegen haben Kaffeevollautomaten immer Reinigungs- und Entkalkungsprogramme, die man unbedingt regelmäßig benutzen sollte. Außerdem lassen sich die meisten Modelle mit einem Wasserfilter betreiben. Das ist optional, aber sehr zu empfehlen. Die Maschine verkalkt dann nicht nur langsamer, sondern der Kaffee schmeckt auch besser.

Manchmal kommen die Spül- und Reinigungsfunktionen einem in die Quere, wenn man einen Cappuccino trinken möchte. Aber das ist einfach der Preis für den Komfort der Getränkezubereitung auf Knopfdruck.

Die meisten Geräte auf dem Markt haben an der Seite eine Klappe, durch die man die Brühgruppe herausnehmen kann. Das ist das entscheidende Bauteil für die Espressozubereitung. Es herausnehmen zu können hat gewisse Vorteile. So kann man sich trotz allem Vertrauen in die Reinigungsprogramme selbst davon überzeugen, dass es im Inneren des Automaten hygienisch zugeht.

Außerdem kann die Brühgruppe zusätzlich per Hand gereinigt und ausgetauscht werden, sollte sie mal kaputtgehen. Es spart Ärger und Kosten, wenn man einfach eine neue im Internet bestellen und selbst einsetzen kann. Bei fest verbauten Brühgruppen geht das nicht so einfach.

Die Testkandidaten

Im Preissegment für Einsteiger fiel es nicht schwer, die Testkandidaten auszuwählen, denn es gibt nur eine Handvoll Kaffeevollautomaten für um die 300 Euro. Davon ausgenommen sind natürlich Gebrauchtgeräte. Bei denen können theoretisch tolle Schnäppchen geschlagen werden, ich würde aber aus Hygienegründen davon abraten.

In der Preislage bis 300 Euro gibt es die zwei Vollautoamten von DeLonghi, den DeLonghi ECAM 22.110 und das ähnliche, ältere Modell DeLonghi ESAM 3000. Außerdem gibt es in dieser Preisklasse noch den Melitta Caffeo Solo und den Krups EA 8108. Für etwas mehr Geld bekommt man den Philips HD8834, für den Melitta Caffeo CI muss man noch einmal eine Schippe drauflegen.

Die wichtigsten Bewertungskriterien für den Test waren die Espresso- und Milchschaum-Qualität sowie die Einstellungs- und Reinigungsmöglichkeiten. Natürlich gibt es noch andere interessante Punkte, zum Beispiel das Design und den Bedienkomfort. 

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Kommentare

13 Kommentare zu "Der beste günstige Kaffeevollautomat"

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Haben zwar einen Severin aber ich will ihn nicht mehr missen

Andreas

Nadine Quinn

Haben diese aber wie oft geht sie auf Störung sind nicht sehr begeistert von dieser Maschine

toll habe ich in Dezember gekauft und bereits einschicken müssen geht einfach nicht…. billig billiger ah glumpert…

Tino Kasper

wir trinken doch gar kein Kaffee 😄

Das ist ja nur Werbung! Für die Katz!

Aber vllt fangen wir dann ja damit an

Die beste De Longhi die kenne,heißt JURA 🙂

Regelmäßige Entkalkung und Reinigung bei jedem Kaffeeautomaten notwendig, daher “sehr empehlenswert“‘.

Der gute alte Filterkaffee ist günstiger und schmeckt besser. Mir kommt sowas nicht ins Haus

Für Filterkaffee empfehle ich auch immer einen Filter 😉

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