Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger Aufmacher
test
Letzte Aktualisierung: 28.1.2022

Der beste Handdampfreiniger

Wir haben 11 Handdampfreiniger getestet. Der beste ist für uns der MVPower JJB-306. Er liefert nicht nur viel Dampf, der mit einer hohen Geschwindigkeit ausgegeben wird. Das Gerät lässt auch ganze sieben Minuten kontinuierlich Dampf ab. Darüber hinaus bietet das Modell das umfangreichste Zubehör im Testfeld und ist zu einem äußerst fairen Preis zu haben.

Claire Schulte-Wieschen
Claire Schulte-Wieschen
ist studierte Anglistin und Medienwissenschaftlerin. Bei AllesBeste ist sie unter anderem zuständig für die Bereiche Haushalts- und Küchengeräte sowie Beauty & Pflege.
Letztes Update: 28. Januar 2022

Wir haben drei weitere Handdampfreiniger getestet. Der Simbr CB-02A bekommt dank langer Dampfdauer und höchstem Druck eine neue Empfehlung.

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Wir testen ständig neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Gerne informieren wir Sie, sobald dieser Artikel aktualisiert wird.

Ein Handdampfreiniger – auch Dampfente genannt – ist die kleine, handliche Version des Dampfbesens für den Fußboden. In einem Wassertank wird Wasser erhitzt, sodass es verdampft und mit viel Druck und hoher Temperatur als Wasserdampf aus einer Düse ausgestoßen wird. So kann man auch hartnäckigen Schmutz leicht und ohne Reinigungsmittel entfernen.

Im Zubehör von Handdampfreinigern finden sich meist verschiedene Bürstenaufsätze, sodass das Gerät vielseitig für verschiedene Reinigungsarbeiten eingesetzt werden kann. Wir haben 11 Handdampfreiniger getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

MVPower JJB-306

Test Handdampfreiniger: MVPower Dampfreiniger
Dampft lange mit gutem Druck und bietet zudem das meiste Zubehör im Test.

Der Dampfreiniger von MVPower erzeugt viel Dampf, der mit hohem Druck auf die zu reinigende Fläche auftrifft. Der Dampfhebel am Griff lässt sich ohne Ermüdungserscheinungen länger betätigen. Das ist auch gut, denn der Dampfreiniger hat eine Dauerdampfleistung von fast sieben Minuten. Zudem bietet dieses Modell das umfangreichste Zubehör im Testfeld. Der aufgerufene Preis ist dafür mehr als fair.

Druckvoll

Simbr CB-02A

Test Handdampfreiniger: N/A
Der CB-02A bietet den höchsten Druck im Test und hat zudem auch die längste Dampfdauer.

Auch das zweite Modell von Simbr wird unter einem anderen Namen verkauft, was etwas verwirrend ist. Der CB-02A bietet den höchsten im Test gemessene Dampfdruck und mit rund neun Minuten auch die längste Dampfdauer. Es werden neun Zubehörteile mitgeliefert. Die Dampftemperatur fällt mit rund 73 Grad leider deutlich zu niedrig aus.

Wenn Geld egal ist

Kärcher SC 1

Test Handdampfreiniger: Kärcher SC 1
Viel Dampf mit hoher Temperatur und dazu einiges an Zubehör.

Der Kärcher SC 1 ist als Markenmodell etwas teurer, dafür bietet er aber auch viel Zubehör und gibt verglichen mit allen anderen Geräten die höchste Dampfmenge ab ab. Der ausgestoßene Dampf hat noch dazu die höchste Temperatur im Test. Zudem kann man dieses Modell dank mitgeliefertem Bodenreinigungsset auch zu einem Dampfbesen umbauen und damit Böden großflächig reinigen.

Vergleichstabelle

TestsiegerMVPower JJB-306
DruckvollSimbr CB-02A
Wenn Geld egal istKärcher SC 1
MLMLANT MLA-SC112
MLMLANT Dampfreiniger
Bissell 2635J SteamShot
Polti Vaporetto First
Comforday Dampfdruckreiniger
Dreamade Dampfreiniger
Clatronic DR 3653
Test Handdampfreiniger: MVPower Dampfreiniger
  • Hoher Dampf­ausstoß
  • Guter Druck
  • Lange maximale Dampf­dauer
  • Hebel leicht dauerhaft zu halten
  • Viel Zubehör
  • Schlechte, holprig übersetzte Gebrauchsanleitung
Test Handdampfreiniger: N/A
  • Hoher Druck
  • Viel Dampf
  • Lange Dampfdauer
  • Recht viel Zubehör
  • Großer Wassertank
  • Niedrige Dampftemperatur
Test Handdampfreiniger: Kärcher SC 1
  • Hoher Dampf­ausstoß
  • Hohe Temperatur
  • Viel Zubehör
  • Tropft ein wenig
Test Handdampfreiniger: MLMANT
  • Lange Dampfdauer
  • Recht viel Zubehör
  • Recht gute Temperatur
  • Recht geringe Dampfmenge
  • Druck nur Mittelfeld
  • Hebel auf Dauer ermüdend zu halten
  • Trichter mit Riss nicht nutzbar
Test Handdampfreiniger: MLMLANT Dampfreiniger
  • Hoher Dampf­ausstoß
  • Guter Druck
  • Ermüdend zu halten
  • Ventil knackt während des Aufheizens
  • Es entweicht viel Dampf aus Ventil
Test Handdampfreiniger: Bissell 2635J SteamShot
  • Hoher Druck
  • Lange maximale Dampf­dauer
  • Geringer Dampf­ausstoß
  • Geringe Temperatur
  • Steht etwas wacklig
Test Handdampfreiniger: Polti First PGEU0011
  • Recht gute Dampfmenge
  • Schalter recht bequem zu bedienen
  • Geringer Druck
  • Geringe Temperatur
  • Recht schwer
  • Kein Trichter zum Einfüllen
  • Dampfdauer im Mittelfeld
Test Handdampfreiniger: Comforday Dampfdruckreiniger
  • Lange maximale Dampf­dauer
  • Hohe Temperatur
  • Geringer Druck
  • Relativ geringer Dampf­ausstoß
  • Steht sehr wacklig
Test Handdampfreiniger: DREAMADE Dampfreiniger
  • Lange maximale Dampf­dauer
  • Geringer Druck
  • Geringer Dampf­ausstoß
  • Billige Verarbeitung
  • Tropft ein wenig
Test Handdampfreiniger: Clatronic DR 3653
  • Geringer Dampf­ausstoß
  • Geringe maximale Dampf­dauer
  • Geringer Druck
  • Geringe Temperatur
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Wozu braucht man einen Handdampfreiniger?

Mit einem Handdampfreiniger lassen sich Flecken, Verunreinigungen und hartnäckiger Schmutz leicht und bequem lösen und entfernen. Die Reinigung erfolgt nur mit Wasserdampf und ohne chemische Reinigungsmittel. Das in den Tank eingefüllte Wasser wird durch eine Heizspirale erhitzt, sodass es kocht und verdampft. Der heiße Wasserdampf entweicht dann auf Knopfdruck mit hohem Druck über die Düse aus dem Tank auf die zu reinigende Oberfläche.

Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger
Ein Handdampfreiniger ist vielseitig einsetzbar – zum Beispiel in der Küche.

Handdampfreiniger sind aufgrund ihrer kompakten Größe in erster Linie für die Reinigung von kleinen Flächen konzipiert. Den Geräten liegen verschiedene Aufsätze bei, sodass man sie vielseitig einsetzen kann. So lassen sich nicht nur Fliesen, Kacheln, der Herd und der Backofen säubern, sondern auch Polstermöbel oder Teppichböden. Auch für Autoinnenräume oder Felgen kann man die Reiniger verwenden.

Dampfreiniger sind für fast alle Materialien geeignet: Fliesen, Stein, Glas, Kunststoff und auch Laminat, Parkett und Linoleum lassen sich mit ihnen reinigen, sofern sie versiegelt sind. Unversiegelte Holzoberflächen sollte man jedoch nicht mit Dampfreinigern behandeln – die gehen auf Dauer kaputt.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Im Zubehör von Handdampfreinigern finden sich neben einem Messbecher und Trichter zum Wassereinfüllen auch verschiedene Aufsätze: So gibt es Rundbürsten für ergänzendes, mechanisches Putzen und Punktstrahldüsen für den präzisen Einsatz eines festen Dampfstrahls. Zum Nachwischen, Schmutzaufnehmen oder für die Fenster- und Bodenreinigung sind Frotteeüberzüge und Mikrofasertücher beigelegt.

Mit der Handdüse können in der Küche Fett und Verkrustungen an den Armaturen, Arbeitsflächen, Kochfeldern und dem Dunstabzug entfernt werden. Im Bad lassen sich Armaturen, Fliesen, Fugen, der Duschkopf und das Waschbecken mithilfe der Punktstrahldüse von Kalk und Schmutz befreien. Für Fenster oder Spiegel liegt meist ein eigener Aufsatz für Glas bei, für Polstermöbel gibt es eine flache Bürste mit Mikrofaserbezug.

Handdampfreiniger Test: Zubehör
Im umfangreichen Zubehör findet sich für jede Reinigungsarbeit der passende Aufsatz.

Manchen Modellen, wie dem SC 1 von Kärcher, liegen zudem Verlängerungsrohre und eine Bodendüse mit Wischtuch bei, sodass der Handdampfreiniger auch zu einem Dampfbesen umfunktioniert werden kann. Dadurch lässt sich auch versiegeltes Parkett oder Laminat und Linoleum großflächig reinigen.

Der klassische Handdampfreiniger ist mit einem recht langen Kabel ausgestattet und wird über die Steckdose betrieben. Meist findet sich im Zubehör ein Verlängerungsschlauch mit dem der Arbeitsbereich zusätzlich vergrößert werden kann. Für mehr Flexibilität gibt es auch Winkelaufsätze, um wirklich jede Ecke erreichen zu können.

Meist haben die Geräte ein Kabel

Es sind auch vereinzelt Akku-Handdampfreiniger im Angebot, die ohne ein störendes Kabel auskommen. Das Angebot ist hier aber noch nicht sehr groß, sodass die Geräte für diesen Test nicht berücksichtigt wurden. Denn gute Dampfreiniger brauchen viel Energie – meist um die 1.000 Watt – um schnell viel Wasserdampf zu erzeugen. Da machen Akkus schnell schlapp.

Wie reinigt man mit einem Handdampfreiniger?

Egal ob Dampfbesen oder Handdampfreiniger – beide Geräte funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Wasser wird erhitzt und wird als Dampf mit hohem Druck auf die zu reinigenden Fläche aufgesprüht. Die Mischung aus hohem Druck und hoher Temperatur löst Schmutz ohne chemische Reinigungsmittel.

Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger
Gereinigt wird nur mit Wasserdampf, ohne chemische Hilfsmittel.

Für den Reinigungsvorgang muss zunächst der passende Aufsatz gewählt und der Tank mit Wasser befüllt werden. Nachdem der Tank mit dem Sicherheitsventil verschlossen wurde, kann das Gerät eingeschaltet werden. Nun beginnt die Aufheizzeit. Die ist je nach Modell unterschiedlich, im Test lag sie stets zwischen drei und fünf Minuten. Bei vielen Handdampfreinigern weist eine Kontrollleuchte darauf hin, wann die Aufheizzeit abgelaufen und das Wasser fertig erhitzt ist.

Dann kann per Knopfdruck der Dampfausstoß aktiviert werden: Dabei wird der Knopf solange gedrückt gehalten, wie Dampf benötigt wird. Bei manchen Modellen lässt sich auch die Dampfmenge regulieren.

Besonders hartnäckige Verschmutzungen lassen sich nicht alleine durch den Wasserdampfstrahl lösen. Hier hilft die zusätzliche Verwendung einer Reinigungsbürste oder eines passenden Aufsatzes mit Mikrofaserüberzug.

Auf was muss man achten?

Handdampfreiniger haben aufgrund ihrer Größe nur einen vergleichsweise kleinen Wassertank, je nach Gerät 100 bis 600 Milliliter. Somit sind sie eher für kleine Reinigungsarbeiten geeignet. Zudem muss der Wassertank öfter nachgefüllt werden, als bei großen Dampfreinigern. Das Reinigen von größeren Flächen dauert mit diesen Geräten also deutlich länger.

Zudem besteht bei heißen Wasserdampf bei unsachgemäßer Bedienung Verbrühungsgefahr. Man sollte zudem den Wasserdampf und die Temperatur auf die zu reinigenden Materialien anpassen. Hier gibt die Gebrauchsanleitung meist Informationen darüber, was bei der Reinigung von Textilien, Holzböden oder Glas zu beachten ist.

Kann man mit Hand­dampf­reinigern desinfizieren?

Einige Hersteller werben damit, dass man mit Handdampfreinigern durch die hohe Temperatur des Wasserdampfs auch Oberflächen desinfizieren kann. Zu einer effektiven Desinfektion reicht die Temperatur des ausgestoßenen Dampfs von zwischen 80 und 95 Grad aber nicht aus, zumal man die Oberflächen beim Reinigen im Haushalt bestenfalls nur für wenige Sekunden bedampft. Zur effektiven Desinfektion müsste man Oberflächen mindestens 30 Sekunden oder gar mehrere Minuten lang Temperaturen von über 100 Grad aussetzen. Das wäre nicht nur äußerst mühsam und zeitaufwändig, sondern könnte auch viele Oberflächen im Haushalt beschädigen.

Auch wenn eine kurze Behandlung mit heißem Wasserdampf sicherlich ein paar Bakterien und Mikroorganismen abtötet – von einer echten Desinfektion kann man beim haushaltsüblichen Einsatz von Handdampfreinigern nicht ausgehen. Die ist im Haushalt normalerweise aber auch gar nicht nötig. Und falls sie ausnahmsweise doch nötig sein sollte, ist ein chemisches Desinfektionsmittel nicht nur deutlich praktischer und effektiver, sondern letztlich auch günstiger.

Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger

Testsieger: MVPower JJB-306

Der MVPower JJB-306 erzeugt viel Dampf, der mit hoher Geschwindigkeit aus der Düse abgegeben wird. Das Gerät lässt im Dauerbetrieb fast sieben Minuten kontinuierlich Dampf ab und bietet zudem das meiste Zubehör im Testfeld. Zusammen mit seinem günstigen Preis sichert ihm das den Testsieg.

Testsieger
MVPower JJB-306
Test Handdampfreiniger: MVPower Dampfreiniger
Dampft lange mit gutem Druck und bietet zudem das meiste Zubehör im Test.

Der Dampfreiniger von MVPower gibt 22 Gramm Dampf in 30 Sekunden ab. Der Wasserdampf trifft dabei mit einer Geschwindigkeit von 21,1 Meter pro Sekunde auf die zu reinigende Fläche auf – nur wenige andere Modelle sind noch leistungsstärker.

Der Dampfknopf befindet sich an der Unterseite des Handgriffs, sodass er sich auch längere Zeit ohne Ermüdungserscheinungen drücken lässt. Das ist auch gut so, denn im Dauerbetrieb dampft das Modell von MVPower fast sieben Minuten bis der Wassertank leer ist.

Der Dampfreiniger zeigt mit einer roten Kontrollleuchte an, wenn das Wasser fertig erhitzt ist und der Reinigungsvorgang gestartet werden kann. Die Aufheizzeit beträgt rund drei Minuten. Neben dem Dampfknopf befindet sich am Handgriff auch noch ein Sicherheitsschalter. Ist dieser auf »geschlossen« gestellt, kann kein heißer Dampf austreten.

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Handdampfreiniger Test: Mvpower Dampfreiniger
Der Dampfreiniger von MVPower.
Handdampfreiniger Test: Mvpower Dampfreiniger
Neben dem Sicherheitsventil gibt es auch eine automatische Abschaltung.
Handdampfreiniger Test: Mvpower Dampfreiniger
Der Hebel an der Unterseite des Griffs lässt sich auch länger gut bedienen.
Handdampfreiniger Test: Mvpower Dampfreiniger
Der MVPower bietet das umfangreichste Zubehör im Testfeld.

Neben der Sicherungsverriegelung verfügt der MVPower auch noch über eine Abschaltautomatik: Befindet sich kein Wasser mehr im Tank oder überschreitet die Temperatur 120 Grad, schaltet sich das Gerät automatisch ab.

Das Zubehör-Set besteht aus elf Teilen und ist damit das umfangreichste im Testfeld. Mit dabei ist eine Bügelbürste mit Tuch, ein Glas-Abstreicher, eine Nylonbürste, sowie eine kleine und eine große Dampfbürste. Um den Wassertank zu befüllen, liegt nicht nur ein Messbecher, sondern auch ein Trichter bei. Das Netzkabel ist drei Meter lang und kann mit dem mitgelieferten Verlängerungskabel noch um 75 Zentimeter erweitert werden.

Nachteile?

Die Temperatur des Wasserdampfs könnte etwas höher sein, direkt an der Dampfdüse wurden im Test 85 Grad gemessen, andere Modelle schafften bis zu 95 Grad. Aber da die Reinigungsleistung ebenfalls gut war und Handdampfreiniger wie erwähnt ohnehin nicht zur Desinfektion geeignet sind, fiel dieser Punkt für uns nicht sonderlich ins Gewicht.

Ein wesentlich größeres Manko stellt die wenig hilfreiche Gebrauchsanleitung dar. Die deutsche Übersetzung ist mehr als holprig und auf eine Erklärung der Zubehörteile wird gänzlich verzichtet. Anfängerfreundlich ist das Gerät somit definitiv nicht.

MVPower JJB-306 im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine weiteren seriösen Tests zum MVPower JJB-306. Falls welche erscheinen, tragen wir sie hier für Sie nach.

Alternativen

Wenn Sie statt eines günstigen Modells lieber ein Markenprodukt suchen oder ein Gerät, dass einen noch höheren Dampfruck erzeugen kann, haben wir weitere Empfehlungen für Sie.

Druckvoll: Simbr CB-02A

Der Simbr CB-02A wird bei Amazon unter dem kryptischen Markennamen N/A geführt, auf der Verpackung und auch auf dem Gerät selbst steht dann aber der Name Simbr. Trotz dieser kleinen Verwirrung kann der Handdampfreiniger mit einer langen Dampfdauer und einem hohen Druck überzeugen, nur die Dampftemperatur könnte deutlich besser sein.

Druckvoll
Simbr CB-02A
Test Handdampfreiniger: N/A
Der CB-02A bietet den höchsten Druck im Test und hat zudem auch die längste Dampfdauer.

Der Handdampfreiniger in Orange und Grau bietet mit 450 Millilitern den größten Wassertank im Testfeld. Der Lieferumfang beinhaltet ein neunteiliges Zubehör bestehend aus zwei Frotteebezügen, einer Glasbürste, einer großen Düse, einer Edelstahldüse, zwei Nylonbürsten und einem Verlängerungsschlauch. Zudem ist ein Messbecher und ein Trichter zum Einfüllen des Wassers mit dabei. Das Kabel hat eine Länge von 2,87 Metern und bietet somit recht viel Bewegungsfreiheit.

Die mehrsprachige Anleitung ist gut verständlich und gibt genau an, welche Düse für welchen Einsatzzweck (Möbel, Glas etc.) gedacht ist. Das Gerät ist außerdem mit einem Sicherheitsschalter versehen, der sich oben am Handgriff befindet. Erst wenn dieser Richtung »On« geschoben wird, kann die Dampftaste am Handgriff gedrückt werden und Dampf entweichen. Außerdem schaltet sich der Handdampfreiniger automatisch aus, wenn kein Wasser mehr im Tank vorhanden ist.

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Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger Simbr Cb 02a
Der Simbr CB-02A in Orange und Grau.
Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger Simbr Cb 02a
Der Dampfhebel ist in den Handgriff integriert, darüber befindet sich der Sicherheitsschalter.
Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger Simbr Cb 02a
Mit 450 Millilitern bietet der Tank das größte Fassungsvolumen im Testfeld.
Handdampfreiniger Test: Handdampfreiniger Simbr Cb 02a
Mit dabei ist ein neunteiliges Zubehörset.

Aus Sicherheitsgründen sollen in den Tank nur 350 bis 400 Milliliter gefüllt werden. Während der dreiminütigen Aufheizphase leuchtet eine rote Kontrollleuchte. Ist das Gerät einsatzbereit, springt sie auf Grün um. Der Dampfhebel ist in den Handgriff integriert, was zunächst praktisch ist, auf Dauer wird das Drücken des Griffs aber doch etwas ermüdend.

In puncto Dampfdruck hat der Simbr mit 30 Metern pro Sekunde den Spitzenwert im Test erreicht. Auch bei der Dampfmenge pro 30 Sekunden muss sich das Modell mit 24 Gramm nur dem Kärcher und dem gelben Dampfreiniger von MLMLANT geschlagen geben. Der Handdampfreiniger lässt sich ganze neun Minuten im Dauereinsatz nutzen – auch das ist der beste Wert im Test.

Größtes Manko ist beim CB-02A aber die Dampftemperatur. Laut Werbeversprechen soll der Dampf bis zu 118 Grad heiß sein. Im Test wurden aber gerade mal 72,8 Grad gemessen. Im Vergleich mit den anderen getesteten Modellen ist dieser Handdampfreiniger hier Schlusslicht.

Trotzdem ist der Simbr CB-02A dank seiner langen Dampfdauer, der hohen Dampfmenge und des besten Dampfdrucks eine Überlegung wert.

Wenn Geld egal ist: Kärcher SC 1

Der Kärcher SC 1 ist als Markenmodell etwas teurer, dafür gibt er verglichen mit allen anderen Geräten aber nicht nur die höchste Dampfmenge ab, sondern liefert auch die höchste Dampftemperatur im Test. Außerdem kommt er mit viel Zubehör: man kann ihn sogar als Dampfbesen für den Boden verwenden.

Wenn Geld egal ist
Kärcher SC 1
Test Handdampfreiniger: Kärcher SC 1
Viel Dampf mit hoher Temperatur und dazu einiges an Zubehör.

Der SC 1 macht mit 38 Gramm pro 30 Sekunden ordentlich Dampf – so viel schafft kein anderes Gerät im Test. Auch in Sachen Temperatur ist der Kärcher mit 96 Grad der Spitzenreiter im Testfeld. Im Gegenzug könnte die Geschwindigkeit, mit die der Dampf aus der Düse tritt, höher sein. Hier liegt das Modell mit knapp 20 Meter pro Sekunde nur im Mittelfeld. Verglichen mit den Modellen von MVPower und Simbr ist auch die maximale Dampfdauer rund eine Minute kürzer.

Im Zubehör findet sich kein Trichter zum Einfüllen des Wassers in den Tank. Da aber die Öffnung groß ist, ist das zu verschmerzen. Allerdings ist der Deckel des Tanks durch den schwarzen Rand aus Kunststoff, der die Öffnung umgibt, ein bisschen schwer zu greifen und zu drehen. Am Handgriff befindet sich neben dem Dampfknopf auch noch eine Kindersicherung.

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Handdampfreiniger Test: Kärcher Sc 1
Der SC1 von Kärcher.
Handdampfreiniger Test: Kärcher Sc 1
Neben dem Dampfknopf gibt es am Griff auch eine Kindersicherung.
Handdampfreiniger Test: Kärcher Sc 1
Der Verschluss des Wassertanks ist durch die schwarze Umrandung etwas schwer zu greifen.
Handdampfreiniger Test: Kärcher Sc 1
Im Zubehör findet sich hier auch ein Set für die Bodenreinigung.

Die Aufheizzeit beträgt auch beim Kärcher rund drei Minuten, allerdings geht hier die grüne Lampe am Gerät nach Beendigung des Vorgangs nicht aus. Bei der Inbetriebnahme kommt neben Wasserdampf auch etwas flüssiges Wasser aus der Düse – ein Minuspunkt.

Im Zubehör des SC 1 befinden sich zwei Verlängerungsrohre sowie ein Bodenreinigungsset bestehend aus einer Bodendüse und einem passenden Mikrofaser-Überzug. Somit kann das Kärcher-Modell auch für die großflächige Reinigung von Linoleum oder Laminat verwendet werden. Zudem gibt es eine Handdüse mit Mikrofaser-Überzug, eine Hand-, Punktstrahl-, sowie eine Powerdüse und eine Rundbürste.

Wer hin und wieder auch den Fußboden dampfreinigen will und dafür nicht einen eigenen Dampfbesen anschaffen will, für den ist der Kärcher SC1 genau das Richtige.

Außerdem getestet

MLMLANT MLA-SC112

Der MLMLANT MLA-SC112 sieht äußerlich genauso aus wie das bereits von MLMLANT getestete, gelbe Modell. Auch hier fasst der Wassertank 350 Milliliter und es gibt ein neunteiliges Zubehörset. Leider hatte der mitgelieferte Messbecher einen Riss, sodass dieser nicht zum Wassereinfüllen genutzt werden konnte. Auch in Sachen Dampfdruck und -temperatur liegen die beiden Modelle fast gleich auf. In puncto Dampfdauer und -abgabe pro 30 Sekunden gibt es Unterschiede: so werden nur 14 Gramm Dampf abgegeben, was einer der niedrigsten Werte im Test ist. Bei der Dampfdauer kann der MLA-SC112 mit mehr als acht Minuten aber überzeugen. Das Modell verfügt über eine Kindersicherung, der Dampfhebel ist auf Dauer leider etwas ermüdend zu halten.

MLMLANT Dampfreiniger

Der Dampfreiniger von MLMLANT bietet recht viel Dampf mit einer guten Geschwindigkeit. Dafür kann das Modell in Sachen maximale Nutzungsdauer und Temperatur weniger überzeugen. Zudem gibt das Ventil während der dreiminütigen Aufheizzeit laute, knackende Geräusche von sich und es entweicht auch recht viel Dampf. Das war bei den anderen Modellen im Test nicht zu beobachten. Da für die Dampfabgabe sowohl der Dampfknopf gedrückt, als auch die Verriegelung dauerhaft nach oben geschoben werden muss, ist dieser Handdampfreiniger etwas ermüdend in der Bedienung.

Bissell 2635J SteamShot

Viel Druck, aber wenig Dampf – so lässt sich der Bissell 2635J SteamShot am besten beschreiben: Er stößt mit nur acht Gramm pro 30 Sekunden die geringste Dampfmenge im Test aus. Da hilft auch die recht hohe Geschwindigkeit von 24,4 m/s nicht weiter. Auch die Temperatur des Dampfes könnte höher sein. Positiv hervorzuheben ist die mit rund neun Minuten mit die längste maximale Dampfdauer im Testfeld. Der SteamShot fühlt sich recht schwer an und kippt durch sein Gewicht leicht nach vorne. Zudem kippelt er auf gerader Fläche leider ein wenig.

Polti Vaporetto First

Der weiß-blaue Polti Vaporetto First ist nach dem Kärcher das schwerste Modell im Test, dafür fasst der Tank aber nur 200 Milliliter. Insgesamt steht ein fünfteiliges Zubehörset zu Verfügung, zu dem auch ein Messbecher, aber leider kein Trichter gehört. Der Dampfhebel ist mit einem Sicherheitsschalter versehen und lässt sich bequem herunterdrücken. Die Dampfmenge liegt mit 20 Gramm pro 30 Sekunden im oberen Mittelfeld, genauso wie die Dampfdauer von etwas weniger als sieben Minuten. Die Temperatur beträgt dagegen 81,6 Grad, was einer der schlechteren Werte im Testfeld ist. Das Gleiche gilt für den Dampfdruck, der hier etwa 19 Meter pro Sekunde beträgt.

Comforday Dampfdruckreiniger

Auch bei dem Comforday Dampfdruckreiniger muss sowohl der Dampfknopf, als auch die Verriegelung dauerhaft betätigt werden, was mit der Zeit recht anstrengend wird. Zudem steht der Reiniger sehr wackelig auf gerader Fläche. In Sachen Dampf liegt das Modell im hinteren Mittelfeld, in puncto Geschwindigkeit bildet es zusammen mit dem Dampfreiniger von Dreamade sogar das Schlusslicht. Nur was die Temperatur und die maximale Dampfdauer betrifft konnte sich dieses Gerät positiv hervorheben.

Dreamade Dampfreiniger

Beim Dampfreiniger von Dreamade kam es bereits vor dem Test zu Verwirrungen: Der Handdampfreiniger wird zwar bei Amazon unter dem Namen Dreamade vertrieben, auf dem Karton des Geräts, das geliefert wurde, stand aber der Name Costway. Das Modell macht keinen hochwertigen Eindruck: die Düsen lassen sich nur schwer befestigen und der Handgriff weist einen Spalt im Material auf. Zudem tropft während des Aufheizens Wasser aus der Düse und dem Ventil. Auch in Sachen Geschwindigkeit und Temperatur ist dieses Gerät wenig überzeugend. Die Dampfmenge von 16 Gramm in 30 Sekunden liegt im hinteren Mittelfeld. Einzig die lange Nutzungsdauer von acht Minuten ist ein Pluspunkt.

Clatronic DR 3653

Das günstigste Modell im Test ist der Clatronic DR 3653. Hier fällt vor allem die extrem kurze, maximale Dampfdauer von nur rund zweieinhalb Minuten auf. Dabei werden in 30 Sekunden nur 10 Gramm Dampf ausgegeben. Die Dampftemperatur ist mit 80 Grad mit die niedrigste im Test. Die Geschwindigkeit liegt ebenfalls nur im Mittelfeld.

So haben wir getestet

Alle 11 getesteten Handdampfreiniger wurden mit der jeweils in der Anleitung angegebenen, empfohlenen Wassermenge gefüllt. Während der Dampfabgabe aus der Düse wurde zum einen die Temperatur des Dampfes gemessen, andererseits auch mit einem Anemometer die Geschwindigkeit mit der der Dampf aus der Düse kommt. Durch mehrere Messungen wurde ermittelt, wie viel Gramm Dampf innerhalb von 30 Sekunden abgegeben wird.

Zuletzt wurde gemessen, wie lange die maximale Dampfdauer ist, sprich, wie lange Dampf mit vollem Druck aus der Düse austritt. Das war meist erst der Fall, wenn der Wassertank leer war, denn die Geräte heizen schnell nach.

Weiterhin war das Zubehör ein wichtiges Kriterium, ebenso wie die Verarbeitung und die Handhabung.

Die wichtigsten Fragen

Was ist ein Handdampfreiniger?

Ein Handdampfreiniger ist eine kleine, handlichere Version eines Dampfbesens. Zur Reinigung von Flecken und hartnäckigen Verschmutzungen wird lediglich heißer Wasserdampf genutzt, auf chemische Reinigungsmittel kann man so verzichten.

Wofür eignet sich ein Handdampfreiniger?

Dank vieler verschiedener mitgelieferter Aufsätze sind die Handdampfreiniger vielseitig einsetzbar: Im Bad, in der Küche, für die Autoreinigung, zum Fensterputzen oder auch für die Reinigung versiegelter Holzböden.

Worauf kommt es bei einem Handdampfreiniger an?

Ein guter Handdampfreiniger sollte möglichst viel Dampf mit möglichst hohem Druck ausstoßen. Außerdem sollte er möglichst lange kontinuierlich Dampf liefern.

Kann man mit einem Handdampfreiniger Oberflächen desinfizieren?

Einige Hersteller werben damit, dass man mit Handdampfreinigern Oberflächen desinfizieren kann. Die Temperatur des ausgestoßenen Dampfes liegt jedoch meist nur zwischen 80 und 95 Grad. Beim haushaltsüblichen Reinigen werden Oberflächen diesem Dampf zudem typischerweise nur wenige Sekunden lang ausgesetzt. Um Mikroorganismen zuverlässig abzutöten, müssen sie dagegen mindestens 30 Sekunden lang Temperaturen von über 100 Grad ausgesetzt werden.

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 Test: Artboard

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