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Der beste Handstaubsauger

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Handstaubsauger Test: Handstaubsauger
Riccardo Düring

Riccardo Düring

ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.

Wir haben 21 Handstaubsauger getestet. Der beste für die meisten ist der Black+Decker Dustbuster. Er sieht zwar etwas eigenwillig aus, bietet dafür aber eine sehr gute Saugleistung, hat Ausdauer und lässt sich extrem einfach ausleeren. Kräftiger saugt nur der Einhell TE-VC 18 Li, der sich den Akku gern mit Werkzeugen aus der Power X-Change-Serie von Einhell teilt.

Update 8. Mai 2020

Zehn neue Handstaubsauger bereichern unseren Test und mit dem Black+Decker Dustbuster haben wir auch einen neuen Testsieger. Wer bereits Werkzeuge von Einhell in der Werkstatt hat, ist finanziell aber beim TE-VC 18 Li-Solo von Einhell besser aufgehoben.

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10. September 2018

Wir haben einen weiteren Handstaubsauger von HoLife mit in den Test aufgenommen. Der Sauger lieferte zwar kein schlechtes Ergebnis ab, für den selben Preis bekommt man aber auch unseren Testsieger, der besser abgeschnitten hat.

Brotkrümel auf dem Boden, Tierhaare auf der Couch oder Schmutz von der Straße auf dem Teppich – für solche kleinen Reinigungsarbeiten will man nicht immer gleich den großen Staubsauger holen. Handstaubsauger sollen sowas auch schaffen. Aber ist das wirklich so? Oder sind die für praxisnahe Aufgaben nicht doch zu schwachbrüstig?

Um das herauszufinden, haben wir uns eine Auswahl von 21 Handstaubsaugern kommen lassen und ausführlich getestet. 19 sind aktuell noch erhältlich.

Die Preisspanne ist riesig, von günstigen 20 Euro bis happigen 300 Euro war alles dabei. Wir haben uns vor allem aber gefragt, ob ein Handstaubsauger wirklich ein nützlicher Helfer im Haushaltsalltag ist, oder man sich das Geld getrost sparen kann, weil es Schaufel und Besen genauso tun.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Black+Decker Dustbuster BHHV520JF

Test Handstaubsauger: Black + Decker Dustbuster BHHV520JF
Der Dustbuster besitzt eine recht eigenwillige Form, dafür lässt sich kein Handstaubsauger so leicht entleeren. Dazu bietet er eine sehr gute Saugleistung, die auch reguliert werden kann.

Unser neuer Testsieger ist der Black+Decker Dustbuster. Durch sein etwas eigenwilliges Design lässt er sich von allen Testkandidaten am einfachsten leeren und bietet eine sehr gute Saugleistung. Einzigartig unter den aktuell getesteten Kandidaten ist auch die Regulierung der Saugleistung in zwei Stufen oder eine LED, die einen vollen Staubbehälter beziehungsweise Filter signalisiert.

Beste Saugleistung

Einhell TE-VC 18 Li-Solo

Test Handstaubsauger: Einhell TE-VC 18 Li-Solo
Vielleicht eher ein Werkstatt-Sauger, doch mit seinem umfangreichen Zubehör und einer enormen Saugleistung schlägt er sich auch im Haushalt und sogar auf dem Fußboden sehr gut.

Der einzige Sauger, der auch als »Stabstaubsauger« genutzt werden kann und dafür genug Power mitbringt, ist der Einhell TE-VC 18 Li. Vorteilhaft ist der auswechselbare Akku aus der Power X-Change Serie, der auch in Akku-Werkzeugen von Einhell genutzt werden kann. Optisch und aufgrund der recht hohen Lautstärke, fühlt sich der TE-VC 18 Li aber vermutlich in der Werkstatt wohler. Beim Preis darf man sich nicht täuschen lassen, der bezieht sich auf den Handsauger ohne Akku und Ladegerät. Aber selbst als Set mit einem 3-Ah-Akku bleibt der Einhell noch günstiger als der Testsieger.

Nass und Trocken

Holife 6 kPa / HM036BW

Test Handstaubsauger: Holife 6 kPa / HM036BW
Als einziger Nasssauger im aktuellen Test nimmt der Holife HM036BW Flüssigkeiten nicht nur auf, sondern behält sie auch für sich. Die Saugleistung ist dafür nur mittelprächtig.

von 55 Lesern gekauft

Von vier aktuellen Testkandidaten, die auch Flüssigkeiten aufsaugen sollen, gibt es nur einen, der tatsächlich auch damit umgehen kann: der Holife HM036BW. Seine Saugleistung liegt eher im Mittelfeld, dafür ist er der leiseste Testkandidat, der auch reichlich Zubehör mitbringt.

Wenn Geld egal ist

Dyson V6 Trigger

Test Akku-Handstaubsauger: Dyson V6 Trigger
Stylischer Sauger mit sehr guter Leistung, aber auch sehr teuer.

Wie gewohnt ist das Design der Dyson-Geräte futuristisch – so auch beim Dyson V6 Trigger. Er hat den stärksten Motor im Testfeld und seine Leistung wird auch vollständig abgerufen, wenn man die Power-Taste drückt: Dann geht er richtig ab. Doch auch wenn man sie nicht verwendet, sind die Saugergebnisse sehr gut. Flüssigkeiten kann man mit dem Dyson nicht saugen, dafür bekommt man aber ein ergonomisch ausgeklügeltes Gerät, das sich gut bedienen lässt und qualitativ hochwertig gefertigt ist. Den Testsieg verhindert in erster Linie der hohe Preis: 300 Euro für einen Handsauger muss man erst mal übrig haben.

Gut & günstig

Severin HV 7144

Test Akku-Handstaubsauger: Severin HV 7144
Lieferte insgesamt die besten Saugergebnisse, ist aber etwas klapprig verarbeitet.

Designpreise gewinnt der Severin HV 7144 kaum – trotzdem ist er eine Empfehlung. Denn der Sauger lieferte gute Saugergebnisse. Sogar Flüssigkeiten waren ohne Rückstände sofort beseitigt. Was das gute Bild des Severin ein wenig trübt, ist allerdings die etwas klapprige Verarbeitung des Geräts. Dafür belastet er den Geldbeutel nicht so stark und ist damit unser Preistipp.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerBeste SaugleistungNass und TrockenWenn Geld egal istGut & günstig
ModellBlack+Decker Dustbuster BHHV520JFEinhell TE-VC 18 Li-SoloHolife 6 kPa / HM036BWDyson V6 TriggerSeverin HV 7144Holife 7 kPa / HM446ASEufy HomeVac H11Rowenta Extenso AC4461Tabiger Akku-HandstaubsaugerAudew Akku-HandstaubsaugerWenineties Akku-HandstaubsaugerOasser Akku-HandstaubsaugerHoLife Generation II 036Black+Decker PV1820LPhilips ECO FC6148Bosch BHN20110Dirt Devil M135Cleanmaxx 00973Medion MD 16322
Test Handstaubsauger: Black + Decker Dustbuster BHHV520JFTest Handstaubsauger: Einhell TE-VC 18 Li-SoloTest Handstaubsauger: Holife 6 kPa / HM036BWTest Akku-Handstaubsauger: Dyson V6 TriggerTest Akku-Handstaubsauger: Severin HV 7144Test Handstaubsauger: Holife 7 kPa / HM446ASTest Handstaubsauger: Eufy HomeVac H11Test Handstaubsauger: Rowenta Extenso AC4461Test Handstaubsauger: Tabiger Akku-HandstaubsaugerTest Handstaubsauger: Audew Akku-HandstaubsaugerTest Handstaubsauger: Wenineties Akku-HandstaubsaugerTest Handstaubsauger: Oasser HandstaubsaugerTest Akku-Handstaubsauger: Black+Decker PV1820LTest Akku-Handstaubsauger: Philips ECO FC6148Test Akku-Handstaubsauger: Bosch BHN20110Test Akku-Handstaubsauger: Dirt Devil M135Test Akku-Handstaubsauger: Medion MD 16322
Pro
  • Sehr gute Saugleistung
  • Mehrstufige Akkuanzeige
  • Einfaches Entleeren
  • Ausziehbare Fugendüse
  • Lange Akkulaufzeit
  • Beste Saugleistung
  • Auswechselbarer Akku
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Sehr kurze Ladezeit
  • Mit Rohr und Bodendüse
  • Nasssauger
  • Sehr günstig
  • Gute Akkulaufzeit
  • Umfangreiches Zubehör
  • Sehr gute Saugergebnisse
  • Hochwertig gefertigt
  • Hohe Akkulaufzeit
  • Ergonomisch gebaut
  • Die besten Saugergebnisse nass und trocken
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sehr günstig
  • Einfache Handhabung
  • Leise
  • Sehr gute Akkulaufzeit
  • Ladestation zum Abstellen
  • Abnehmbarer Akku
  • Umfangreiches Zubehör
  • Optisch ansprechend
  • Leicht und klein
  • Angenehme Lautstärke
  • Wandhalterung mit Ladestation
  • Sehr leicht
  • Gute Akkulaufzeit
  • Viel Zubehör
  • Sehr leicht
  • Gute Akkulaufzeit
  • Viel Zubehör mit Tasche
  • Sehr leicht
  • Gute Akkulaufzeit
  • Viel Zubehör mit Tasche
  • Auswaschbarer Metallfilter
  • Viel Zubehör mit Tasche
  • Sehr gute Saugleistung bei trockenen Verschmutzungen
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Akkulaufzeit
  • Viel Zubehör
  • Einfache Reinigung
  • Sehr flexibel einsetzbar
  • Kann kompakt zusammengeklappt werden
  • Gut verarbeitet
  • Schnell aufgeladen
  • Gute Saugergebnisse
  • Robust gefertigt
  • Einfache Handhabung
  • Gute Trocken-Saugleistung
  • Einfache Reinigung
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gute Trocken-Saugleistung
  • Kompaktes Design
  • Einfache Handhabung
  • Sehr günstig
  • Einfach zu bedienen
  • Saugt Flüssigkeiten gut
  • Günstig
Contra
  • Recht laut
  • Keine Ladestation
  • Recht laut
  • Schwerster Sauger
  • Mäßige Saugleistung
  • Schwer zu reinigen
  • Düsen schwer abnehmbar
  • Sehr teuer
  • Saugt keine Flüssigkeiten
  • Mit Power-Taste verkürzt sich die Akkulaufzeit erheblich
  • Teilweise schlecht zu reinigen
  • Verarbeitungsqualität könnte besser sein
  • Verzögertes Einschalten
  • Teuer
  • Mäßige Saugleistung
  • Kurze Akkulaufzeit
  • Kein Netzteil
  • Kurze Laufzeit
  • Sehr lange Ladezeit
  • Mäßige Saugleistung
  • Kein Li-Ion Akku
  • Laut
  • Schlechte Saugleistung
  • Mangelhafter Nasssauger
  • Falsche Herstellerangaben
  • Laut
  • Schlechte Saugleistung
  • Mangelhafter Nasssauger
  • Falsche Herstellerangaben
  • Laut
  • Schlechte Saugleistung
  • Mangelhafter Nasssauger
  • Falsche Herstellerangaben
  • Vibriert deutlich
  • Sehr schlechte Saugleistung
  • Rutscht leicht aus der Hand
  • Saugt Flüssigkeiten nicht so gut
  • Mäßige Akkulaufzeit
  • Handhabung erfordert etwas Übung
  • Teuer
  • Relativ laut
  • Sehr geringe Akkulaufzeit
  • Akkuleuchte blinkt verwirrend
  • Teuer
  • Liegt schwer in der Hand
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Geringe Akkulaufzeit
  • Trocken-Saugleistung nicht gut
  • Schlecht verarbeitet
  • Staubbehälter lässt sich nicht öffnen
  • Verarbeitung nicht hochwertig
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Braucht man einen Handstaubsauger?

Ein Handsauger wird meist aus dem Schrank geholt, wenn man mit den Schuhen ein wenig Dreck auf den Teppich getragen hat, einem in der Küche die Reiskörner um die Ohren fliegen, weil der Beutel mal wieder nicht richtig aufging oder wenn ein Glas umgeschüttet wurde – also zum Entfernen von kleineren Mengen Schmutz, bei denen es sich nicht lohnt, den Staubsauger aus der Kammer zu holen.

Hand­staub­sauger sind praktisch, aber kein Muss im Haushalt

Wirklich nötig sind sie demnach nicht, denn diese Aufgaben kann man oft auch mit Handbesen und Kehrblech erledigen. Handstaubsauger ersetzen auch keinesfalls einen Bodenstaubsauger. Aber sie sind klein, handlich, schnell einsatzbereit und somit enorm praktisch. Vor allem kann man mit ihnen auch gut Polster absaugen und Schmutz aus den Ritzen holen und auch zum Reinigen des Autos sind sie praktisch.

Handstaubsauger sind also kein Muss im Haushalt, ob man einen braucht oder nicht ist im Wesentlichen Geschmacksache. Das gute ist: Sie sind klein, nehmen wenig Platz weg – und kosten in der Regel nicht viel.

 Handstaubsauger Test: Handstaubsauger
Mit einem Handstaubsauger kann man gut Polster reinigen, für die man nicht immer den großen Staubsauger holen möchte.

Handstaubsauger sind allerdings lauter als große Bodenstaubsauger und geben oft auch einen unangenehmen Pfeifton von sich. Schuld daran ist ihre kompakte Bauform. Sie bietet keinen Platz für eine Geräuschdämmung und kleine Motoren müssen ihre Saugleistung mit hohen Drehzahlen erarbeiten. Auffallend große Unterschiede sind bei der Lärmbelästigung daher auch kaum zu erwarten. Und wenn, dann steigt und sinkt die Lautstärke häufig auch mit der Saugleistung.

Die Angabe der Saugleistung ist fast immer irrelevant

Es gibt Sauger, die protzen mit großer Leistungsangabe in Watt, mit undefinierbaren »Air Watts« (AW) oder mit einem erzeugten Unterdruck (Pa). Wirklich hilfreich ist letztendlich keine dieser Angaben.

Wird bei einem Staubsauger (egal ob Netz oder Akku) nur die Leistung in Watt angegeben, so ist damit die Leistung des Motors beziehungsweise die Leistungsaufnahme des Staubsaugers gemeint. Die sagt jedoch letztlich nichts darüber aus, welche Saugleistung der Motor entwickelt. Das fällt vor allem bei Bodenstaubsaugern auf, die vor Jahren noch mindestens 1300 Watt haben mussten, um ein gutes Saugergebnis zu versprechen. Heute reichen weit unter 1000 Watt vollkommen aus und die Saugleistung hat sich dennoch deutlich verbessert.

Interessanter sind da schon die Air Watts, die versuchen das Saugvolumen und die Saugkraft ins Verhältnis zu setzen. Eine gute Idee, allerdings handelt es sich hierbei um keine genormte Einheit und durch unterschiedliche Saugöffnungen oder Messstellen ergeben sich schnell auch unterschiedliche Werte. Vergleichbar sind sie daher nur bedingt – und nur sehr wenige Hersteller nutzen diese Angabe.

Bei der Angabe des erzeugten Unterdrucks in Pa handelt es sich zwar um eine genormte Einheit, jedoch wird nicht angegeben, unter welchen Bedingungen dieser Wert gemessen wurde. Das kann bei großer, kleiner oder verschlossener Saugöffnung erfolgen. Des weiteren sagt der erzeugte Unterdruck auch nichts über die Saugleistung aus. Denn hier spielt neben dem Unterdruck auch der Luftstrom eine große Rolle. Deutlich wird das beim Vergleich des Holife HM446AS, der mit 7.000 Pa angegeben ist, und dem Einhell TE-VC 18 Li, der es laut Hersteller lediglich auf 4200 Pa bringt – aber trotzdem besser saugt. Der Einhell war sogar absoluter Testsieger in puncto Saugleistung.

 Handstaubsauger Test: Duplikate Handstaubsauger 1
Ohne aufgeklebte Namensschilder ist es schwer, die Testkandidaten zu unterscheiden: Bis auf die Farbe des Griffs sind die Modelle baugleich.

Wer bei Amazon und anderen Verkaufsportalen nach Handstaubsaugern sucht, wird von der Markenvielfalt geradezu erschlagen. Doch so vielfältig sind die Sauger gar nicht und auch wir waren erstaunt, als wir manche unserer Testkandidaten auspackten.

Handstaubsauger haben viele Namen

Auf einem Karton tauchte beispielsweise der Name »Rundong« auf, nur hatten wir von diesem Hersteller gar keinen Sauger bestellt. Auf dem Handsauger selbst befanden sich keine Angaben zum Hersteller oder irgendwelche technischen Daten. Lediglich eine Kurzanleitung verriet uns, dass das wohl der bestellte Sauger von Tabiger war.

 Handstaubsauger Test: Qualitaet Handstaubsauger 1
Deutlicher Qualitätsunterschied: Links der einheitliche Schlauch von Tabiger, Audew und Wenineties. Rechts dagegen vom Holife HM036BW 7kPa.

Im identischen Karton – diesmal ohne Herstellerangabe – kam dann auch der Wenineties, der seine Herkunft nur durch einen Aufdruck auf der beigelegten Tasche verriet. Etwas kreativer war dagegen Audew, die ihrem Sauger einen kleinen Aufdruck verpassten und in eine andere Verpackung steckten. Aber auch das ändert nichts daran, dass es sich bei allen um das identische Modell mit minimalen Preisunterschieden von etwa 10 Euro handelt.

Identisch waren aber auch die fehlerhaften Angaben. Klar, bei der Lautstärke wird gerne mal etwas ab- und beim Staubbehälter aufgerundet. Nur wenn alle drei Sauger behaupten, sie könnten 100 Milliliter Flüssigkeit aufnehmen und es passen letztendlich doch nur 50 Milliliter in den Behälter, ist das schon sehr dreist.

So haben wir getestet

Wie immer bei unseren Tests haben wir zuerst einmal ausführlich recherchiert. Dabei haben wir uns etliche Handsauger genauer angesehen und uns die aktuell interessantesten kommen lassen. Dabei war uns wichtig, das gesamte Preisspektrum abzudecken, denn wir wollten wissen: Sind teure wirklich besser als günstige Geräte?

In erster Linie spielen natürlich die technischen Daten eine große Rolle. Die haben wir uns – sofern möglich – vom Hersteller geholt. Bei der Geräuschentwicklung, dem Gewicht und der Ausdauer verlassen wir uns aber doch lieber auf eigene Messungen und erhielten mitunter doch starke Abweichungen gegenüber den Herstellerangaben. Die absolute Krönung waren unsere drei Duplikate, die die doppelte Menge an flüssigem Saugvolumen angegeben haben, als sie tatsächlich aufnehmen konnten. Und das auch nur, wenn man sie exakt in einer bestimmten Position hielt. Etwas neigen und schon läuft der gerade aufgesaugte Saft wieder über den Tisch. Als Nasssauger können die drei Testkandidaten definitiv nicht bezeichnet werden.

Der wichtigste Punkt ist wohl die Saugleistung. Doch wie misst man die? Wie anfänglich bereits erwähnt, gibt es keine einheitliche Möglichkeit. Daher haben wir uns für einen praktischen Test entschieden, der den üblichen Einsatz simuliert.

Gries, Reis und Erbsen müssen verputzt werden.

Dazu wurden auf dem Küchentisch Zutaten in unterschiedlicher Größe verteilt: Greis (fein und sehr leicht), Reis (etwas größer) und Erbsen (größer und schwerer). Um den Handsauger nicht direkt mit der Nase in unser Streugut zu tauchen (dann hätte jeder den Test bestanden), haben wir es etwas schwerer gemacht und ein Backofenrost darüber gelegt. Im ersten Versuch mit einem Abstand von 13 mm und für die schwächeren Kandidaten anschließend erneut mit einem Abstand von 7 mm. Lediglich Black-Decker und Einhell ließen bereits bei 13 mm nichts mehr liegen. Wobei der TE-VC von Einhell etwas die Nase vorn hatte und gnadenlos alles beim ersten Durchgang aufsaugte. Der Dustbuster von Black+Decker musste dafür schon zwei bis drei mal übers Gitter gleiten. Aber dann war auch bei ihm alles weg.

Gänzlich erfolglos im ersten Versuch waren nur Oasser, Tabiger, Audew und Wenineties, für sie wurde der Abstand anschließend auf 7 mm verringert. Während unser identisches Trio diese Stufe meisterte und einen sauberen Tisch hinterließ, versagte der Oasser leider auch in diesem vereinfachten Test.

 Handstaubsauger Test: Black Decker Dustbuster 2

Testsieger: Black+Decker Dustbuster BHHV520JF

Er ist anders als die anderen – der Black+Decker Dustbuster. Aber anders muss ja nicht gleich schlecht sein. Ganz im Gegenteil.

Zugegeben, etwas gewöhnungsbedürftig ist er schon und wirklich hübsch kann man den Dustbuster auch nicht nennen. Aber er bietet viel und vereint genau das, was einen guten Handstaubsauger ausmacht.

Testsieger

Black+Decker Dustbuster BHHV520JF

Test Handstaubsauger: Black + Decker Dustbuster BHHV520JF
Der Dustbuster besitzt eine recht eigenwillige Form, dafür lässt sich kein Handstaubsauger so leicht entleeren. Dazu bietet er eine sehr gute Saugleistung, die auch reguliert werden kann.

Der Dustbuster saugt kräftig und muss sich in diesem Punkt nur dem Einhell TE-VC geschlagen geben. Er lässt sich auch spielend einfach ausleeren. Wer nicht ständig volle Leistung benötigt, erreicht bereits mit der ersten Saugstufe bessere Ergebnisse als viele andere Sauger im Test, und wird es mal kritisch, gibt es noch Stufe zwei, bei der man dann aber mit etwas lauteren Tönen leben muss.

 

Bereits mit der ersten Stufe schlägt sich der Black+Decker ganz gut und saugt größtenteils alles weg. Einiges an Reis und Erbsen bleibt in unseren Test-Setup jedoch liegen. Vergleichbar ist das Ergebnis etwa mit dem Holife HM036BW.

Hohe Saugleistung bei wenig Lärm funktioniert selten

In dieser Einstellung liegt die Lärmentwicklung bei etwa 84 dB, was ein gutes Mittelmaß ist. Ein besseres Lärm-Leistungs-Verhältnis erreichen nur die beiden Sauger von Holife. Bei denen ist dann aber auch Schluss und es bleiben weiterhin Erbsen auf der Testfläche liegen.

Wer mehr Saugleistung möchte, muss beim Dustbuster lediglich die Power-Taste ein zweites Mal betätigen und aktiviert damit die Turbo-Stufe. Jetzt muss man zwar mit 90 dB leben, dafür wird aber auch alles restlos eingesaugt.

Ein Handsauger ist für kurze Einsätze gedacht. Der Black+Decker bietet immerhin eine Akkulaufzeit von 22 Minuten, so kann man ihn ziemlich oft benutzen, bis er wieder an den Strom muss. Hat die Staubbox ihr Limit erreicht, wird das durch eine Kontroll-LED signalisiert. Das bietet kein anderer Sauger in der Testreihe.

Besonders gut gefällt uns die dreistufige Akku-Anzeige, die unter den Testkandidaten lediglich noch der Eufy HomeVac H11 besitzt. Aber auch die ausziehbare Fugendüse macht eine gute Figur, sie reicht mit langem Arm bis unter die Decke.

Der Dustbuster von Black+Decker hat für einen Handsauger eine untypische Form. Diese ermöglicht es aber, dass sich die Staubbox mit einem einzigen Knopfdruck öffnet und der Schmutz einfach ausgeschüttet werden kann. Bei allen anderen aktuellen Testkandidaten befindet sich die Staubbox vorne am Gerät, wodurch sie zum Entleeren abgenommen werden muss. So handhaben es fast alle Handstaubsauger.

Ein Knopfdruck und die Staubbox ist leer

Beim Dustbuster geht der Luftstrom durch das Gerät hindurch und der Schmutz wird im hinteren Teil in der Staubbox abgelegt. Hierdurch entsteht die etwas ungewöhnliche Form, ermöglicht es aber eben auch, die Staubbox zu öffnen, ohne sie abzunehmen.

Nachteile?

Nicht ganz auf dem besten Stand ist das Ladekabel, das jedes mal von Hand angesteckt werden muss. Aber damit kann man leben.

Black + Decker Dustbuster BHHV520JF im Testspiegel

Bisher gibt es noch keine weiteren seriösen Testberichte zum Black + Decker Dustbuster BHHV520JF – wenn welche erscheinen, werden wir sie aber hier nachtragen.

Alternativen

Auch wenn der Black+Decker Dustbuster für uns der Beste ist, gibt es auch empfehlenswerte Alternativen, die für den einen oder anderen vielleicht sogar besser geeignet sind.

Beste Saugleistung

Einhell TE-VC 18 Li-Solo

Test Handstaubsauger: Einhell TE-VC 18 Li-Solo
Vielleicht eher ein Werkstatt-Sauger, doch mit seinem umfangreichen Zubehör und einer enormen Saugleistung schlägt er sich auch im Haushalt und sogar auf dem Fußboden sehr gut.

Das Design des Einhell TE-VC 18 Li-Solo ist recht schlicht und erinnert uns ein wenig an den ersten handlichen Werkstattsauger von Bosch – den PAS 18 LI. Aber warum nicht, schließlich hat er sich bewehrt und ist bei vielen beliebt.

Was den Einhell in erster Linie auszeichnet, ist ein ordentliches Zubehörpaket, das sogar ein Verlängerungsrohr und eine Bodendüse beinhaltet. Und er kann es sich leisten, denn er bringt genug Power mit, um auch mal Treppen oder den Boden in kleinen Räumen zu saugen. Sicher macht er keinem Bodenstaubsauger Konkurrenz, aber kein anderer Testkandidat bietet diesen Funktionsumfang oder eine vergleichbare Saugleistung. Die ist sogar so gut, dass selbst mit der breiten Bodendüse ein besseres Saugergebnis erzielt wird, als mit manch anderen Testkandidaten mit kleiner Runddüse.

Die beste Saugleistung

Die ordentliche Leistung hat natürlich ihren Preis und den bezahlt man mit der Lautstärke. 88 dB sind schon eine Hausnummer, die sich der Einhell mit den Billig-Modellen teilt. Nur unser Testsieger, der Black+Decker Dustbuster, überbietet das noch in der Turbo-Stufe um 2 dB.

Beim Preis des Einhell darf man sich nicht täuschen lassen. Auf dem ersten Blick wirkt er extrem günstig, hierbei handelt es sich aber nur um den Sauger ohne Akku oder Ladegerät. Dennoch ist er nicht wirklich teuer, denn in Kombination mit Ladegerät und einem 3-Ah-Akku muss man auch nicht mehr als 80 Euro auf den Tisch legen. Das ist weniger als für unseren Testsieger.

Was den Einhell TE-VC 18 Li eher in den Werkstattbereich schiebt und ihm zum Teil auch den Testsieg gekostet hat, ist sein Akku-System. In der Werkstatt ist es sicher sehr praktisch, den Akku separat zu laden und ihn bei Bedarf sogar sogar mit anderen Werkzeugen austauschen zu können. Das steht außer Frage und schafft auch die Möglichkeit, günstig Geräte ohne Akku oder zweites Ladegerät dazu kaufen zu können. Im Haushalt möchte man dagegen fix zum Handstaubsauger greifen und nicht erst den Akku aus der Ladestation nehmen und einsetzen.

Das externe Ladegerät ist umständlich, hat aber auch Vorzüge

Dennoch hat ein externes Ladegerät natürlich seine Vorteile. Es kostet zwar etwas mehr, bietet dafür aber auch mehr Ladekomfort und vor allem einen deutlich schnelleren Ladevorgang. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie groß der Akku ist. Dann muss es vielleicht kein Akku mit 3 Ah sein, der das Gewicht des Saugers von 860 Gramm auf satte 1,5 Kilogramm erhöht. Damit ist der Einhell TE-VC 18 Li nämlich ungeschlagener Spitzenreiter.

Die Staubbox des Einhell-Handsaugers unterscheidet sich im Aufbau kaum von denen anderer Modelle. Dennoch gibt es einen kleinen Unterschied: Während die meisten Handstaubsauger im Test auf Papierfilter oder gar Metall setzen, nutzt der Einhell einen Stoffsack, wie er bei vielen Werkstattsaugern üblich ist. Der setzt sich zwar schneller mit Staub zu, da er eine geringere Oberfläche als gefaltete Papierfilter besitzt, lässt sich aber auch besser reinigen, weil er gut ausgeklopft werden oder gewaschen werden kann. Hierbei ist es ebenso vorteilhaft, dass der Filtersack kein steifes Innenleben besitzt und sich daher wie eine Socke waschen und auswringen lässt.

Der Einhell TE-VC 18 Li-Solo ist eher der typische Werkstattsauger. Er ist lauter als viele andere Modelle und besitzt ein Akku-Wechselsystem. Dafür ist der Einhell aber auch deutlich kräftiger und steckt bei der Saugleistung die Konkurrenz locker in die Tasche. Ein weiterer Vorteil ist sein Zubehör, mit dem er auch auf Treppen und Fußböden eingesetzt werden kann.

Nass und Trocken

Holife 6 kPa / HM036BW

Test Handstaubsauger: Holife 6 kPa / HM036BW
Als einziger Nasssauger im aktuellen Test nimmt der Holife HM036BW Flüssigkeiten nicht nur auf, sondern behält sie auch für sich. Die Saugleistung ist dafür nur mittelprächtig.

von 55 Lesern gekauft

Der Holife HM036BW ist ein guter und solider Handstaubsauger für den täglichen Bedarf. Er ist leicht, angenehm leise und dank seiner Wandhalterung mit Ladestation stets schnell einsatzbereit. Dazu bringt er ein umfangreiches Zubehörpaket mit und kann sogar Flüssigkeiten saugen. Was will man mehr? Vielleicht eine bessere Saugleistung, Düsen die sich leichter wieder abnehmen lassen oder eine leicht zu reinigende Staubbox.

Ja, der Holife HM036BW könnte tatsächlich mehr Leistung gebrauchen, schneidet zwischen alle den anderen Testkandidaten aber noch ganz gut ab. Dafür ist er der leiseste Sauger und auch das Gewicht von etwas über 800 Gramm ist gut handhaben.

Die Möglichkeit Flüssigkeiten zu saugen, versprechen in der aktuellen Testrunde vier Geräte: Unser identisches Trio und der Holife HM036BW. Der Holife ist jedoch der einzige, mit dem es auch praktisch umsetzbar ist.

Der Holife saugt bis zu 230 Milliliter Flüssigkeit

Bis zu 230 Milliliter kann er aufnehmen, ehe die Oberkante der Einsaugöffnung erreicht ist. Anders als die Billigsauger besitzt der Holife jedoch einen Verschluss der Saugöffnung und wird diese Grenze überschritten, läuft deshalb die Flüssigkeit nicht einfach wieder heraus. Perfekt abgedichtet wird aber auch nicht.

Rundherum dichtet die Box dagegen sehr gut ab und der Sauger kann mit seiner aufgenommenen Flüssigkeit sogar abgelegt werden. Ein Drehen sollte man jedoch vermeiden, da sonst Flüssigkeit in den oberen Bereich und letztendlich in den Motor gelangen kann. Daher ist das Innenleben der Staubbox auch etwas komplizierter aufgebaut, was die Reinigung nicht unbedingt vereinfacht. Prinzipiell sollte man Staub und Flüssigkeit nicht gleichzeitig saugen und die Staubbox anschließend auch gleich auswaschen sowie restlos trocknen lassen.

Der Holife HM036BW ist nicht perfekt, aber ein rundum guter Nass-Trockensauger, der in der Wandhalterung geladen wird und daher schnell einsatzbereit ist. Er könnte zwar etwas mehr Leistung vertragen, allerdings würde ihn das wieder lauter machen. So bleibt er lieber unser »stiller« Sieger.

Wenn Geld egal ist

Dyson V6 Trigger

Test Akku-Handstaubsauger: Dyson V6 Trigger
Stylischer Sauger mit sehr guter Leistung, aber auch sehr teuer.

Der Dyson V6 Trigger begeisterte uns schon beim Auspacken mit seinem Design. Das ist natürlich Geschmacksache und muss auch nicht ausschlaggebend für den Kauf eines Haushaltsgerätes sein, aber der erste Eindruck war schon mal positiv.

Das ging beim Test dann auch so weiter. Schon auf normaler Stufe saugt der Dyson alles problemlos weg. Das heißt, alles bis auf Wasser, denn das darf man mit dem Dyson nicht aufsaugen. Schaltet man die Power-Taste ein, erinnert der V6 akustisch an den Start eines Düsenjets. Aber er macht dann nicht nur Lärm, sondern entwickelt auch eine beachtliche Saugkraft. Hartnäckiger Schmutz ist damit in Lichtgeschwindigkeit weggesaugt, sodass man schnell wieder im normalen Modus mit annehmbarer Lautstärke weiter saugen kann.

Was uns zunächst negativ auffiel, war, dass der Dyson keinen Schalter hat, der den Sauger kontinuierlich laufen lässt. Man muss beim Saugen also immer den Knopf drücken, nimmt man ihn weg, geht auch das Gerät aus. Das fanden wir erst nervig, doch beim Saugen stellten wir fest, dass die Dyson-Designer sich dabei etwas gedacht hatten. Der Sauger ist nämlich so konstruiert, dass sich sein Schwerpunkt sehr weit hinten befindet. Der Sauger lässt sich dadurch einfach führen und den Finger behält man so ganz automatisch auf dem Knopf. Saugt man zum Beispiel die Couch ab, muss man sich kaum bücken und schont den Rücken.

Aufgeladen ist der Dyson relativ schnell, lediglich 3,5 Stunden muss er an die Steckdose. Im normalen Modus hält der Akku knapp 20 Minuten, wenn die Power-Taste gedrückt bleibt, ist aber im Nu Schluss mit Düsengesauge.

Technisch ist der Dyson V6 Trigger ohne Frage ein Meisterstück. Aber so viel Geld für einen Handsauger ausgeben? Dazu werden nur die wenigsten bereit sein. Doch wer es sich leisten kann und will, darf sich rühmen, den Rolls Royce unter den Handstaubsaugern zu besitzen. Schließlich ist auch bei ihm die Leistung sicherlich »ausreichend«.

Gut & günstig

Severin HV 7144

Test Akku-Handstaubsauger: Severin HV 7144
Lieferte insgesamt die besten Saugergebnisse, ist aber etwas klapprig verarbeitet.

Einer der günstigsten Sauger im Test war der Severin HV 7144. Und dabei konnte er noch mit einer guten Nass- und Trockensaugleistung aufwarten. Teuer ist also nicht immer gleich besser. Obwohl er nicht annähernd so viel Leistung hat wie der Einhell oder Black+Decker, zog er sämtlichen Schmutz problemlos ein. Selbst unsere Test-Flüssigkeit verschwand mit nur einem Saugvorgang komplett im Gerät und hinterließ dabei keinerlei Schlieren oder Wasserflecke.

Auch die Akkulaufzeit überzeugt: Der Severin wurde erst nach 21 Minuten müde und schaltete sich ab. Davor ließ die Akkuleistung nicht spürbar nach. Sobald der Akku schwächer wird, zeigt das Gerät das mit einer blinkenden LED an.

Damit hätte der Severin eigentlich mehr Achtung verdient – wenn er nur etwas besser verarbeitet wäre. Doch der verwendete Kunststoff macht einen nicht allzu robusten Eindruck, er ist dünn und wirkt nicht stabil genug für einen jahrelangen Einsatz. Auch beim Filter wurde gespart. Insgesamt macht der Sauger einen wenig hochwertigen Eindruck.

Trotzdem bleibt der Severin HV 7144 ist ein guter Handsauger für wenig Geld und ist die beste Wahl für alle, die nicht viel ausgeben wollen.

Außerdem getestet

Die folgenden Sauger haben es aus dem ein oder anderem Grund nicht zur Empfehlung geschafft. Einige sind dennoch sehr gut, andere versagen dagegen gänzlich.

Holife 7 kPa / HM446AS

Der Holife HM446AS 7000 Pa ist der beste Beweis dafür, dass die Herstellerangaben zur Saugleistung nicht immer hilfreich sind. 7.000 Pascal versprechen einen ordentlichen Unterdruck, dennoch muss sich der Holife dem Testsieger Dustbuster von Black+Decker und dem Einhell TE-VC 18 Li Solo geschlagen geben, obwohl der Einhell mit nur 4.200 Pascal angegeben ist.

Trotzdem: Der HM446AS ist ein guter und vor allem hochwertiger Handstaubsauger, der seine Vorzüge bietet. In der aktuellen Testreihe gab es kein anderes Modell, das eine Ladestation mitbringt, welche mal nicht an die Wand geschraubt werden muss.

Auch das Zubehör glänzt in allen Punkten. So sieht die Fugendüse nicht nur »angesteckt« aus, sondern nimmt die Form des Handteils auf und sitzt auch optisch wie angegossen. Ebenso positiv erwähnt werden muss der Schlauch zur Verlängerung, der drehbar gelagerte Anschlussstücke besitzt und somit sehr flexibel genutzt werden kann.

Nicht ganz so gut gefällt die Einschaltverzögerung, wozu der Taster erst etwas länger gedrückt werden muss, ehe sich der Holife einschaltet. Dafür saugt er dann aber auch satte 25 Minuten, bevor er wieder auf seine Ladestation muss.

Der Holife HM446AS besticht durch viel Zubehör, einer praktischen Ladestation, hochwertiger Verarbeitung und einer langen Akku-Laufzeit bei angenehmer Lautstärke. Mit einer etwas besseren Saugleistung könnte er zu den Top-Kandidaten zählen.

Wenn der Eufy HomeVac H11 eins macht, dann ist das eine »gute Figur«. Er ist schlank, leicht, liegt gut in der Hand und sieht obendrein gut aus. Dazu gibt es eine Akku-Anzeige mit drei kleinen LEDs und eine Fugendüse mit verschiebbarer Bürste. Im praktischen Test schlägt er sich leider nicht ganz so gut. Auch wenn die Saugleistung für das kleine Gerät recht ordentlich ist, reicht sie doch nicht an andere Handstaubsauger heran. Hinzu kommt, dass auch der Staubbehälter aufgrund der handlichen Form sehr klein ausfällt. Einen wirklich großen Patzer haben sich allerdings die Konstrukteure geleistet, die dafür gesorgt haben, dass die Abluft nach unten bläst und der Schmutz mitunter schneller weggeblasen als eingesaugt wird.

Design und Größe prädestinieren den Eufy HomeVac H11 für den Einsatz auf dem Schreibtisch. Dafür spricht auch der Akku, der mit einem Micro-USB-Anschluss geladen wird. Hier kann er fix ein paar Keks-Krümel einsaugen oder den Staub aus der Tastatur entfernen. Für größere Aufgaben im Wohnzimmer oder Küche ist er aufgrund seiner Saugleistung und begrenzter Ausdauer eher nicht geeignet.

Rowenta Extenso AC4461

Der Rowenta Extenso beamt uns ein paar Jahre zurück, in die Zeit von NiMh-Akkus, die 15 Stunden zum Laden brauchen und bereits nach 15 Minuten wieder leer sind. Trotzdem ist der Rowenta kein schlechter Sauger. Optisch passt er in jede Küche, er ist angenehm leise und bringt eine Wandhalterung mit Ladestation mit. Die Saugleistung ist nicht top, aber ausreichend. Er ist halt ein einfacher guter Sauger – nichts besonderes, aber deutlich besser und qualitativ hochwertiger als irgendwelche Billiggeräte.

Etwas schade ist allerdings, dass der Rowenta gegenüber anderen Testkandidaten recht teuer ist. Für über 50 Euro bekommt man einen guten und soliden Handstaubsauger, der nicht sonderlich auffällt. Ein Holife HM036BW kostet allerdings weniger, saugt gleichwertig, bietet aber umfangreiches Zubehör und kann auch Flüssigkeiten aufsaugen.

Tabiger Akku-Handstaubsauger

Der Tabiger ist der erste unserer drei identischen Testkandidaten. Er ist sehr günstig und viel darf man für sein Geld auch nicht erwarten. Ja er saugt, das allerdings nicht besonders gut und mit viel Lärm. Dazu gibt es zwar reichlich Zubehör, aber auch hier wird schnell der günstige Preis spürbar. Möchte man beispielsweise den flexiblen Schlauch nutzen, müssen dazu an beiden Enden Adapter angebracht werden, damit der runde Schlauch an die ovale Öffnung passt und die ovalen Düsen genutzt werden können. Von der schon recht geringen Saugleistung kommt dann kaum noch etwas an.

Beworben wird der Tabiger mit der Möglichkeit, Flüssigkeiten aufzusaugen. Wir empfehlen jedoch, sich auf trockenen Schmutz zu beschränken. Abgesehen davon, dass statt der beworbenen Menge von 100 Millilitern lediglich 50 Milliliter Flüssigkeit aufgenommen werden, darf der Sauger dann auch nicht mehr bewegt werden. Ohne Verschluss an der Saugöffnung fällt der Schmutz oder läuft die eingesaugte Flüssigkeit einfach wieder raus und dreht man den Sauger um, läuft alles in den Motor und die Elektrik. Als Handstaubsauger ist der Tabiger schon nicht besonders, als Nasssauger aber eine Fehlkonstruktion.

Audew Akku-Handstaubsauger

Kandidat zwei unseres Trios ist der Audew. Hier waren die Anbieter wenigstens so kreativ, dem Sauger einen eigenen Namen aufzudrucken und ihm eine Tasche für das Zubehör zu spendieren. Ansonsten unterscheidet er sich in keinem Punkt vom Tabiger. Viel Lärm um eine geringe Saugleistung und als Nasssauger nicht zu gebrauchen.

Wenineties Akku-Handstaubsauger

Der Wenineties kostet mehr als Tabiger oder Audew. Offenbar ist er wohl doch etwas besser oder bietet einige Besonderheiten – oder? Nein, leider nicht. Er ist nicht besser und bietet auch nicht mehr als seine Zwillinge. Auch hier steckt dasselbe Modell mit derselben Leistung und denselben Nachteilen dahinter. Nur, dass sie beim Wenineties etwas mehr kosten.