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Der beste Hartbodenreiniger

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Hartbodenreiniger Test: Hartbodenreiniger
Riccardo Düring

Riccardo Düring

ist gelernter Handwerker und hat als Testredakteur sein Hobby zum Beruf gemacht. Als langjähriger Redakteur bei Heimwerker.de und Betreiber seines eigenen Heimwerker-Blogs I and DIY kennt er sich bestens mit allen Themen rund um Heimwerken, Haushalt und Technik aus.

Wir haben 9 Hartbodenreiniger getestet. Der beste für die meisten ist der Bissell CrossWave Cordless. Er kombiniert eine hervorragende Saugleistung mit einem tollen Wischergebnis. Deutlicher leiser und leichter geht es mit dem Kärcher FC7 Cordless, aber den muss man sich auch leisten können. Wer lieber weniger investieren möchte, greift zum Nilfisk Combi, muss dafür aber auch Kompromisse eingehen.

Update 18. Dezember 2020

Mit dem Bissell CrossWave Cordless Max haben wir den Nachfolger des aktuellen Testsiegers getestet. Bei der Reinigungsleistung ist er ebenbürtig und auch die Akku-Laufzeit wurde verbessert. Die Selbstreinigung kann jedoch nicht überzeugen.

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28. Oktober 2020

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

Wischen gehört eher nicht zu den geliebten Aufgaben im Haushalt. Und egal wie viele verschiedene Wischmopps auch erfunden werden, die sich immer leichter ausspülen lassen, sie müssen manuell ausgespült werden und spätestens beim zweiten Eintauchen im Eimer werden sie im Schmutzwasser ausgespült. Am Ende verteilt man immer wieder das Schmutzwasser auf dem Boden.

Wir haben 9 Hartbodenreiniger getestet, die eines gemeinsam haben: Sie wischen stets mit frischem Wasser und sammeln das Schmutzwasser in einem separaten Behälter. Wie gut sie das machen, zeigt unser Test.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Testsieger

Bissell CrossWave Cordless 2582N

Test Hartbodenreiniger: Bissell 3-in-1 CrossWave Cordless
Wischt nahezu perfekt und steckt als Kombigerät sogar viele Akku-Staubsauger in die Tasche.

Kein Gerät kombiniert das Saugen und Wischen so gut wie der Bissell CrossWave Cordless. Seine Saugleistung gleicht der eines reinen Staubsaugers und die Wischfunktion steht dem in nichts nach: Gleichmäßig werden die Bürsten befeuchtet und leicht lässt er sich über den Boden führen. Auch bei der Selbstreinigung zeigt er keinerlei Schwächen. Bürste und Absaugbereich sind so sauber als hätte sie niemand benutzt.

Wenn Geld egal ist

Kärcher FC7 Cordless (Premium)

Hartbodenreiniger Test: Kaercher Fc Cordless Premium 01
Ohne Saugfunktion arbeitet er effektiv und deutlich leiser als seine Mitstreiter. Die Handhabung ist wirklich angenehm – er gleitet nur so über den Boden.

Was die Ausstattung angeht, ist der Kärcher FC7 Cordless nicht zu schlagen. Anzeigen für zu niedrigen Wasserstand oder vollen Schmutzwasserbehälter hat sonst kein anderes Gerät zu bieten. Hinzu kommt das Gleiten auf vier Rollen, die sich gegenläufig drehen. Das macht die Wischbewegung zum Kinderspiel und damit kann man sich auch noch richtig Zeit lassen. Der verbaute Akku reicht für 45 Minuten durchgehende Arbeit. Der Schmutzbehälter allerdings nicht, denn der ist in der Zeit ziemlich oft voll und benötigt eine manuelle Reinigung.

Gut & günstig

Nilfisk Combi

Test Hartbodenreiniger: Nilfisk Combi
Der Nilfisk ist relativ laut und auch nicht ganz so leicht zu navigieren. Aber er ist in der Lage, super zu saugen und auch das Wischergebnis kann sich sehen lassen.

Schwachstellen hat der Nilfisk Combi schon einige. Er ist schwer, laut und liegt mit seinem teils eckigen Griffstück nicht wirklich gut in der Hand. Dennoch bekommt man für einen angenehmen Preis einen gut funktionierenden Hartbodenreiniger, der dank separat zuschaltbarer Wasserversorgung gern auch als reiner Staubsauger genutzt werden kann. Sehr positiv ist die Entriegelung von Wasser- und Schmutzwassertank. Nach einem Tastendruck öffnen sie sich zwar leicht, fallen aber nicht heraus. Beide Tanks können daher mit einer Hand abgenommen werden.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
TestsiegerWenn Geld egal istGut & günstig
ModellBissell CrossWave Cordless 2582NKärcher FC7 Cordless (Premium)Nilfisk CombiBissell CrossWave Cordless MaxLeifheit Regulus Aqua PowerVacKärcher FC5 (Premium)Kärcher FC5 Cordless (Premium)Kärcher FC 3 Cordless (Premium)Vileda JetClean
Test Hartbodenreiniger: Bissell 3-in-1 CrossWave CordlessHartbodenreiniger Test: Kaercher Fc Cordless Premium 01Test Hartbodenreiniger: Nilfisk CombiHartbodenreiniger Test: Bissell Crosswave Cordless MaxTest Hartbodenreiniger: Leifheit Regulus Aqua PowerVacTest Hartbodenreiniger: Kärcher FC5 (Premium)Test Hartbodenreiniger: Kärcher FC5 Cordless (Premium)Hartbodenreiniger Test: 71cdz8q3sdl. Ac Sl1500Test Hartbodenreiniger: Vileda JetClean
Pro
  • Mit Ladestation
  • Saugt enorm kraftvoll
  • Wischt sehr gleichmäßig
  • Automatisches Reinigungsprogramm
  • Leicht zu füllen
  • Wischfunktion manuell steuerbar
  • Arbeitet randnah
  • Gleitet sehr leicht über den Boden
  • Sehr leise
  • Gute Schmutzaufnahme
  • Anzeigen für alle Wasserstände
  • Tropfschale mit Bürstenhalterung
  • Mit Staubfilter
  • Steht selbstständig
  • Steht selbstständig
  • Hohe Akkuleistung
  • Zieht Flächen sehr trocken ab
  • Leichte Bedienung
  • Sehr gute Saugleistung
  • Tanks leicht zu entnehmen und zu befüllen bzw. zu entleeren
  • Reinigungsprogramm
  • Wasser separat schaltbar
  • Arbeitet randnah
  • Tropfschale/Ständer mit Bürstenhalterung
  • Wischt sehr gleichmäßig
  • Reinigungsprogramm
  • Arbeitet randnah
  • Tropfschale/Ständer mit Bürstenhalterung
  • Wischt sehr gleichmäßig
  • Reinigungsprogramm
  • Sehr leicht
  • Arbeitet randnah
  • Tropfschale/Ständer mit Bürstenhalterung
  • Wischt sehr gleichmäßig
  • Mit Staubfilter
  • Steht selbstständig
  • Reicht weit unter Möbel
  • Zieht Fläche fast trocken ab
Contra
  • Kein randnahes Arbeiten
  • Aufwändig zu reinigen
  • Sehr teuer
  • Sehr laut
  • Muss beim Aufbau verschraubt werden
  • Lässt sich schlecht führen
  • Sehr schwer
  • Sehr schwer
  • Mäßige Selbstreinigung
  • Schwer zu navigieren
  • Befeuchtung nicht ganz gleichmäßig
  • Reinigungsprogramm arbeitet nicht sauber
  • Schwer zu führen
  • Steht nicht selbstständig
  • Recht laut
  • Wassertank schwer abnehmbar
  • Schwer zu führen
  • Steht nicht selbstständig
  • Recht laut
  • Wassertank schwer abnehmbar
  • Schwer zu führen
  • Steht nicht selbstständig
  • Umständlich zu reinigen
  • Keine Saugfunktion
  • Kleiner Schmutzwassertank
  • Mäßige Reinigungsleistung
  • Probleme beim Aufbau
  • Kein abnehmbarer Wassertank
  • Sehr laut
  • Zu teuer
Bester Preis
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Wie Hartbodenreiniger arbeiten

Das Prinzip der Hartbodenreiniger ist recht einfach und schnell erklärt. Eine oder mehrere Bürstenrollen werden oberhalb befeuchtet, putzen rotierend den Boden und gleichzeitig wird das verschmutze Wasser wieder abgenommen, um es in einem extra Behälter zu sammeln.

Hartbodenreiniger Test: Hartbodenreiniger
Hier wird nicht mit Schmutzwasser geputzt.

Die Umsetzung des Vorgangs kann jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Das betrifft das Anfeuchten ebenso, wie die Schmutzwassertrennung. Die meisten kommen zwar zum selben Ziel, unterscheiden sich jedoch deutlich in der Lautstärke, den Zusatzfunktionen und nicht zuletzt in der anschließenden Reinigung des Gerätes.

Die Arbeitsweise der Hartbodenreiniger: Abstreifer oder Sauger?

Prinzipiell kann die Arbeitsweise in zwei Kategorien eingeteilt werden: Die Abstreifer und die Absauger.

Abstreifer sind leiser, arbeiten aber nur selten sauberer.

Abstreifer besitzen lediglich eine Kante, an der die nasse, verschmutze Bürste abgestreift und so vom Schmutz und Schmutzwasser befreit wird. Im Test der Hartbodenreiniger setzte lediglich Kärcher auf diese Variante. Nachteile bei der Wischleistung konnten hierbei nicht festgestellt werden und die Lautstärke profitiert sogar davon, da lediglich die Rollen angetrieben werden und es keinen extra Motor zu Saugen gibt. Deutlich ist das beim Kärcher FC7 Cordless zu hören – beziehungsweise kaum zu hören.

Abstreifer haben aber auch ihre Nachteile. Ohne Saugfunktion sind sie schwerlich als Sauger einzusetzen, da sie groberen Schmutz nur schlecht aufnehmen können. Und auch die Reinigung ist etwas aufwendiger. Schmutz, der nur abgestreift wird, läuft an Kanten entlang in den Auffangbehälter, was nie so sauber sein kann wie abgesaugter Schmutz.

 Test: Test Hartbodenreiniger Kaercher Fc3 Cordless
Beim Abstreifer wird der Schmutz an einer Kante abgestreift und in den Auffangbehälter geschoben.

Sauger sind aufgrund des zusätzlichen Saugmotors meist deutlich lauter, dafür saugt der Motor aber den Schmutz ab, was zum einen die Rollen besser reinigt und zum anderen auch den Staubsauger ersetzen kann. Der Erfolg ist hierbei jedoch stark vom Aufbau des Fußes abhängig. Die Kärcher FC3 Cordless, FC5 und FC5 Cordless verzichten auf einen richtigen Fuß, was sie besonders schmal macht. Dafür dient die Saugfunktion lediglich der Absaugung der Rolle und der Hartbodenreiniger kann nicht als Bodensauger genutzt werden. Ob das als Vor- oder Nachteil zu sehen ist, muss jeder für sich entscheiden.

Eine oder zwei Bürsten?

Wie man es auch dreht und wendet, die rotierenden Bürsten müssen gehalten und angetrieben werden. Das bringt einen Nachteil mit sich: Der Fuß ist immer breiter als die Arbeitsbreite der Bürste. Dennoch gibt es hier einen enormen Unterschied und unserer Meinung nach hat Kärcher mit zwei Rollen die Nase vorn.

Zwei Bürsten können randnah arbeiten, hinterlassen aber mittig einen nicht gewischten streifen.

Während alle anderen Hersteller ihre Bürste links und rechts lagern, wodurch der Fuß breiter ist und nicht randnah gearbeitet werden kann, setzt Kärcher auf zwei Rollen, die mittig gehalten werden und breiter als der Fuß sind. So lässt es sich selbst in Ecken wischen. Durch die mittlere Halterung der Rollen bleibt natürlich auch hier ein Streifen, der nicht bearbeitet wird. Mit einem zweiten Zug lässt sich das aber nachholen. Reichen die Bürsten nicht an den Rand, kann man noch so oft die Fläche abfahren, man erreicht den Rand nicht.

 Test: Test Hartbodenreiniger Kaercher Fc3 Cordless
Zwei Bürsten arbeiten bis zum Rand, hinterlassen dafür aber in der Mitte einen ungewischten Streifen.

Im Schnitt ist der Fuß bei der Konkurrenz etwa 55 Millimeter breiter, somit bleiben links und rechts rund zwei Zentimeter schmutzig. Der Vileda JetClean bringt es sogar auf einen Unterschied von 65 Millimetern und ist damit der negative Spitzenreiter.

So haben wir getestet

Viele Hersteller werben damit, dass sie Kombigeräte zum Saugen und zum Wischen anbieten. Das testen wir natürlich und tatsächlich konnte der Bissell CrossWave Cordless hier enorm auftrumpfen. Zumindest auf Laminat macht er seinem Bruder, dem Akku-Sauger Icon Pet 25V aus dem Akku-Staubsauger Test, mächtig Konkurrenz.

 Test: Test Hartbodenreiniger Test1
Beim Trockensaugtest wurde ein kleiner Küchenunfall simuliert, bei dem Grieß und Kuchendeko eingesammelt werden mussten.

Feucht durchwischen ist das eine – aber was ist, wenn mal ein Missgeschick passiert? Wer einen Hartbodenreiniger besitzt, möchte ihn in einem solchen Fall sicher nutzen. Daher mussten alle Hartbodenreiniger im Praxistest Ketchup vom Fußboden einsammeln. Bis auf den Vileda JetClean, der aufgrund seiner eigentlich interessanten Bodendüse das meiste vor sich her schob, hatte keines der Testgeräte Probleme damit.

Es handelt sich um Hartbodenreiniger, deren hauptsächliche Aufgabe darin besteht, den Boden zu wischen. Hier wird die Zeit bewertet, die das Testgerät benötigt, bis die Bürste komplett durchfeuchtet ist und ein gleichmäßiges Wischbild erzeugt. Die Testergebnisse waren durchweg ganz gut, auch wenn die Geräte unterschiedlich schnell einsatzbereit waren. Man wischt sicher nicht täglich und wenn es eine Minute länger dauert, bis der Reiniger einsatzbereit ist, ist das nicht weiter tragisch.

Beim gleichmäßigen Reinigen gab es dann aber doch Unterschiede. Die abgegebene Wassermenge war bei allen recht ähnlich und gut – Leifheit, Nilfisk und Vileda konnten aber dennoch nicht mit einem gleichmäßigen Wischbild überzeugen. Nicht wirklich dramatisch – eher ein feiner Unterschied.

 Test: Test Hartbodenreiniger Test3
Angaben zur Lautstärke waren unter den technischen Daten eher selten zu finden.

Viele Geräte warten mit unterschiedlichen Eigenschaften und Vorzügen auf, die in der Gerätebeschreibung selten zu finden sind. So verschweigen viele Hersteller vor allem die Lautstärke im Einsatz und wie sie sich beim Wischvorgang führen lassen, muss man einfach ausprobieren. Kärcher konnte dabei mit seinen kleineren Geräten nicht wirklich überzeugen. Ohne richtigen Fuß sind der FC3 Cordless, der FC5 und der FC5 Cordless zwar deutlich handlicher als die Konkurrenz, lassen sich aber nur sehr schwer führen. Sie liegen nur mit ihrer sich drehenden Bürste auf und ziehen sich daher selbstständig in Laufrichtung. Das kann ganz schön anstrengend werden.

Interessant ist bei manchen Geräten, dass sich das Wasser manuell zuschalten lässt. So werden sie zu echten Kombigeräten, die als Sauger oder Wischer genutzt werden können.

Die Form der Stromversorgung wurde nicht bewertet, was einen ganz einfachen Grund hat. Akku-Geräte stehen den kabelgebundenen Geräten in der Leistung in nichts nach. Daher können sie direkt verglichen werden, ohne dass Akku-Geräte hierbei benachteiligt sind. Jeder muss für sich entscheiden, ob er die kabellose Freiheit genießen möchte und dafür bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

 Test: Test Hartbodenreiniger Bissel Crosswave Cordless

Testsieger: Bissell CrossWave Cordless

Der Bissell CrossWave Cordless gehört nicht gerade zu den günstigen Geräten. Aber kein anderer Testkandidat vereint die Möglichkeiten eines Hartbodenreinigers so gut in einem Gerät wie der Bissel. Daher ist er wirklich jeden Cent wert.

Testsieger

Bissell CrossWave Cordless 2582N

Test Hartbodenreiniger: Bissell 3-in-1 CrossWave Cordless
Wischt nahezu perfekt und steckt als Kombigerät sogar viele Akku-Staubsauger in die Tasche.

Beim Bissell Crosswave Cordless stimmt einfach das Gesamtpaket, das schon beim Zusammenbau überzeugt. Dank Steckverbinder ist kein Kabel im Weg und mit einem einfachen Einrastmechanismus muss auch nichts geschraubt werden. Mit einem Handgriff ist der Hartbodenreiniger aufgebaut. Beim weiteren Zubehör beschränkt sich Bissell zwar auf eine Flasche Reinigungskonzentrat, davon gibt es dann aber auch gleich einen ganzen Liter. Das schafft Kärcher nicht mal bei seinen Premium-Geräten.

So einfach wie der Zusammenbau sind auch alle anderen Handhabungen. Der Wassertank muss lediglich aufgesteckt werden, besitzt eine Skala zum Mischen des Reinigungskonzentrats – und auch zum Entnehmen des Schmutzwassertanks reicht ein Klick.

Der Schmutzwassertank ist schnell zerlegt und besitzt einen auswaschbaren Staubfilter, womit nicht viele Geräte aufwarten können. Womit erst recht kein anderes Gerät aus dem Test dienen kann, ist eine echte Ladestation. Sämtliche Akku-Geräte müssen manuell geladen werden. Nicht so der Bissell – In die Station stellen und schon beginnt der Ladevorgang.

Bedienung und Reinigungsleistung

Bei der Bedienung des CrossWave Cordless fallen sofort zwei Tasten ins Auge. Der Hartbodenreiniger soll für harte Böden ebenso geeignet sein wie für Teppiche, was sich aber eher auf das Saugen bezieht. Genau genommen könnte man mit jedem saugenden Hartbodenreiniger auch Teppiche saugen, sofern die Wasserzugabe manuell erfolgen kann. Das betrifft sogar unser Gut & Günstig Gerät, den Nilfisk Combi.

Saugen wie ein echter Staubsauger

In der Reinigungsleistung gibt es dagegen keinen Vergleich. Bereits beim Trocken-Test sticht der Bissell klar heraus. Er saugt wie ein echter Staubsauger nicht wie ein Kombigerät, das wischen und saugen kann. Da kann sich so mancher Staubsauger sogar eine Scheibe abschneiden. Toll ist dabei auch die automatische Deaktivierung der Bürste, sobald das Gerät senkrecht aufgestellt wird.

Den Ketchup-Test besteht der CrossWave Cordless ebenso mit Bravour, wobei er hier nicht ganz konkurrenzlos ist. Den haben bis auf einen Testkandidaten alle gemeistert und auch der Kärcher FC7 Cordless hinterließ dabei einen mächtig guten Eindruck.

Reinigung mit dem Reinigungsprogramm

So einfach wie die gesamte Bedienung ist auch die Reinigung des Bissell. Mit dem beigefügten Messbecher wird etwas Wasser in den Standfuß gefüllt und anschließend die Reinigungsfunktion per Tastendruck aktiviert. Nach einer kurzen Wartezeit kann zur Kontrolle die Bürstenabdeckung geöffnet werden und wie man sieht, sieht man nichts. Bis auf eine leichte Verfärbung der Bürste (normal bei Ketchup) war nirgends auch nur der kleinste Rest Verschmutzung zu finden. Selbst die Bürste roch nicht mehr nach Ketchup. Besser lässt sich die Reinigungsfunktion nicht umsetzen.

Ein Reinigungsprogramm, das ohne Nacharbeit auskommt

Zur weiteren Reinigung gehört der Schmutzwassertank, der sich kinderleicht abnehmen lässt. Wird die Filtereinheit abgezogen, kann mit einem Siebeinsatz der grobe Schmutz getrennt und das Wasser ausgeschüttet werden. Noch ausspülen und der Behälter ist sauber. Im Notfall greift man zur Flaschenbürste.

Nicht ganz so einfach zu reinigen ist der Filtereinsatz, was aber auch am Test liegt und ein Problem ist, mit dem alle Geräte zu kämpfen hatten. Wird erst trockener Grieß eingesaugt, verteilt er sich im ganzen Behälter und im Filter. Kommt dann auch noch Ketchup und Wasser dazu, hat man schnell eine klebrige Pampe. Aber zum Glück ist selbst der Staubfilter auswaschbar.

Der Bissell CrossWave Cordless besticht vor allem durch sein perfektes Gesamtpaket, das sich kinderleicht bedienen lässt und dabei hervorragende Reinigungsergebnisse erzielt. Nach der Arbeit wird die Bürste automatisch gereinigt und Nacharbeit ist nicht nötig.

Bissell CrossWave Cordless im Testspiegel

Auch C. Efselmann vom ETM Testmagazin bestätigt unseren guten Gesamteindruck :

»Alles in allem konnte der BISSELL CrossWave Cordless die Tester/-innen mit seiner simplen Handhabung und seiner immerhin größtenteils »sehr guten« Reinigungsleistung beeindrucken: Daher erhält er mit 93,3 % das wohlverdiente Testurteil »sehr gut«

Alternativen

Unser Testsieger ist ein gelungenes Gesamtpaket, das seinen Preis hat. Aber es geht noch luxuriöser mit einem noch besseren Komfort oder auch deutlich günstiger mit einigen Abstrichen. Hier sind unsere Alternativen.

Luxuriös: Kärcher DC7 Cordless

Neben dem Einsteigermodell FC3 Cordless und den gehobeneren Hartbodenreinigern FC5 sowie FC5 Cordless hat Kärcher nun auch ein richtiges Flaggschiff im Programm: den Kärcher FC 7 Cordless, der auffallend anders als alle anderen Testkandidaten arbeitet.

Wenn Geld egal ist

Kärcher FC7 Cordless (Premium)

Hartbodenreiniger Test: Kaercher Fc Cordless Premium 01
Ohne Saugfunktion arbeitet er effektiv und deutlich leiser als seine Mitstreiter. Die Handhabung ist wirklich angenehm – er gleitet nur so über den Boden.

Eine sich drehende Rolle, die auf dem Boden liegt, übt wie ein Antriebsrad eine Kraft aus und möchte sich vorwärts bewegen. Laufen aber zwei Rollen entgegengesetzt, hebt sich diese Kraft auf und durch die drehende Bewegung gleitet der FC 7 Cordless wie auf Eis. Er lässt sich so leicht über den Boden bewegen, als würde man Air-Hockey damit spielen.Während sämtliche Anbieter auf nur eine Rolle setzen, die wie bei einem Bürstensauger geführt und angetrieben wird, nutzt Kärcher generell zwei Rollen, die mittig und nicht von außen gehalten werden. Dadurch sind auch nur die Hartbodenreiniger von Kärcher in der Lage, absolut randnah zu arbeiten. Mit dem FC7 Cordless legt Kärcher aber noch eine Schippe drauf und verpasst dem Fuß vier solcher Bürsten, die entgegengesetzt laufen. Das hat einen ganz deutlichen Vorteil.

Doch der FC7 Cordless kann noch mehr und wartet mit einer Ausstattung auf, die andere nicht bieten. Ist der Wassertank leer, meldet sich eine Anzeige. Ist der Schmutzwassertank voll, meldet sich eine Anzeige. Ist der Akku leer…. darauf kann man lange warten. Mit einer Laufzeit von bis zu 45 Minuten ist der FC7 Cordless unter den Akku-Geräten absolut ungeschlagen. Wer es in der Zeit nicht schafft, seine 120-Quadratmeter-Wohnung zu wischen, macht vermutlich etwas falsch.

Spitzenreiter ist der FC7 Cordless ebenso bei der Lautstärke. Keiner der Testkandidaten kommt mit leisen 72 Dezibel aus. Zu verdanken hat das der Kärcher dem Verzicht auf die Saugfunktion. Der Kärcher arbeitet nach dem Abstreif-Prinzip und macht das richtig gut. So gut, dass er auch als »Nicht-Sauger« den Sauger-Test besteht. Bis auf ein paar größere Stücke werden sämtliche Verunreinigungen aufgenommen.

Bei der Selbstreinigung und anschließenden manuellen Reinigung kann der Kärcher FC7 Cordless leider nicht so auftrumpfen. Die Idee und das System ist zwar gut durchdacht, hat durch die Bauweise als Abstreifer aber auch ihre Grenzen. Das beginnt bereits beim Schmutzwassertank, der sich im Fuß zwischen den Rollen befindet. Da das Schmutzwasser nicht abgesaugt wird, darf der Behälter nicht höher als die Rollen sein und muss auch zwischen die beiden Rollenpaare passen. Das Volumen ist mit 200 Millilitern daher recht bescheiden. Auch das Abstreifen selbst ermöglicht lediglich das Reinigen der Bürsten. Schmutz, der irgendwo im Bürstenbereich am Gehäuse landet, bleibt auch dort und muss manuell entfernt werden.

Positiv muss dennoch erwähnt werden, dass die Möglichkeiten des Abstreifers bestmöglich ausgenutzt wurden. Ein leichter Tritt auf die Entriegelung und der FC7 Cordless kann angehoben werden, während der Tank einfach in der Tropfschale liegen bleibt. Derselbe Druck auf die gegenüber liegende Sperre öffnet die Bürstenabdeckungen, die aufgefangene Haare wirklich gut von den Bürsten fernhalten.

Der Kärcher FC7 Cordless benötigt zwar öfter eine Entleerung als die meisten anderen getesteten Hartbodenreiniger und auch die Nachreinigung fällt etwas intensiver aus, dafür bietet er den besten Komfort und die einfachste Handhabung. Selbst am ausgestecktem Arm lässt er sich noch ohne Anstrengung über den Boden führen und nimmt dabei jeglichen Schmutz auf.

Preis-Tipp: Nilfisk Combi

Alle Testgeräte ließen sich mehr oder weniger einfach zusammenstecken – nicht so der Nilfisk Combi. Hier wird zusätzlich ein Schraubendreher benötigt, um dem Griff einen sicheren Halt zu geben. Aber okay – den Aufbau hat man schließlich nur einmal vor sich. Das Kabel muss man dagegen öfter aufwickeln und dazu gibt es zwei ausklappbare Halterungen, was prinzipiell eine gute Idee ist. Nur klappbar lassen sie sich nicht drehen und das Kabel somit auch nicht schnell wieder lösen. Es muss bis zum Ende auf- und abgewickelt werden, was nicht ganz so fix gemacht ist. Durch den recht kurzen Abstand der beiden Halterungen sind insgesamt 16 Wicklungen nötig. Das dabei entstehende dicke Kabelpaket hält auf den kleinen Haken mehr schlecht als recht.

Gut & günstig

Nilfisk Combi

Test Hartbodenreiniger: Nilfisk Combi
Der Nilfisk ist relativ laut und auch nicht ganz so leicht zu navigieren. Aber er ist in der Lage, super zu saugen und auch das Wischergebnis kann sich sehen lassen.

Positiv fällt wieder die Bedienung auf, die dank zuschaltbarer Wasserversorgung für den reinen Saugbetrieb ebenso geeignet ist wie für das Wischen. Einzelne harte Borsten in der Rolle sorgen hierbei dafür, dass auch grobe Verschmutzungen gelöst werden.

Sehr gut gefällt auch die Verriegelung der beiden Vorratsbehälter für Wasser und Schmutzwasser. Nach dem Auslösen der Sperre kippen die Behälter leicht an, werden aber noch am Gerät gehalten. Erst mit einem leichten Zug können sie entnommen werden. So lassen sich beide Behälter tatsächlich mit einer Hand entnehmen.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Arbeit mit dem Nilfisk Combi schon. Er ist lauter und schwerer als die meisten Konkurrenten, lässt sich nicht so leicht lenken und der nicht ganz runde Griff liegt nach einer Weile etwas unangenehm in der Hand. Aber er macht seine Arbeit und das sogar recht gut. An der Saugfunktion gibt es nichts auszusetzen und auch wenn beim Wischen die Fläche nicht ganz gleichmäßig befeuchtet wird, wird sie doch sauber und der Schmutz gut eingesammelt.

Nach getaner Arbeit wird die Tropfschale mit etwas Wasser gefüllt und die Selbstreinigung gestartet. Vorsicht: Der Wassertank hat eine Markierung für 500 Milliliter, zur Selbstreinigung dürfen aber nur 50 Milliliter in die Schale gefüllt werden, wofür es keinen Eichstrich gibt. Wozu es die 500-Milliliter-Angabe gibt, ist nicht ersichtlich und daher etwas irreführend.

Für weniger Verwirrung sorgt das Ergebnis der automatischen Reinigung. Die Bürste ist ebenso sauber wie der gesamte Bereich drumherum: einer der wenigen Hartbodenreiniger, bei denen tatsächlich keine Nacharbeit nötig ist. Dennoch sollte man die Bürste entnehmen – was sehr einfach geht – und auf ihren Platz in der Tropfschale stecken, damit sie gut trocknen kann.

Außerdem getestet

Bissell CrossWave Cordless Max

Der Bissell CrossWave Cordless Max soll mit dem Anhang »Max« der Nachfolger beziehungsweise das verbesserte Modell unseres Testsiegers sein. Sieht man sich die technischen Daten und Funktionen an, kommt das auf den ersten Blick auch hin. Alles wirkt technisch ausgereift und bei einem satten Gewicht von über 5 Kilogramm, ist auch eine gute Qualität zu erwarten.

Das zeigt sich bereits beim Zusammenbau: Keine Kabel die sich verheddern oder zusammengesteckt werden müssen. Und nach dem Aufbau ist nicht mal mehr zu erkennen, dass etwas zusammengebaut wurde.

Richtig gut schlägt sich der Max aber beim Saugen und Wischen. Auf Laminat sowie Teppich kann er so manchem reinen Staubsauger durchaus das Wasser reichen und beim Wischen wird die Fläche sehr trocken abgezogen. Das genutzte Reinigungswasser lässt sich manuell zuschalten und so kann die gewischte Fläche ohne Wasser gleich noch aufpoliert werden. Von Feuchtigkeit ist auf dem Boden dann nichts mehr zu sehen.

Dass der Bissell CrossWave Cordless Max dennoch nicht besser als unsere Empfehlung ist, liegt an der Selbstreinigung, die nicht ganz überzeugen kann. Zwar funktioniert sie sehr einfach und auch die Bürste wird ordentlich gereinigt, der Fuß selbst bleibt davon wenig beeindruckt. Egal, ob nach dem Härtetest mit Mayo und Ketchup oder dem Dauertest mit 30 Minuten bei normalen Verunreinigungen, der Fuß muss auch nach der Selbstreinigung noch manuell geputzt werden. Da bleibt der Testsieger Bissell CrossWave Cordless ungeschlagen.

Leifheit Regulus Aqua PowerVac

Der Leifheit Regulus Aqua PowerVac bietet ein schönes Gesamtpaket, an dem es wenig auszusetzen gibt. Wasser- und Schmutzwassertank sind leicht zu entnehmen, und einfach zu befüllen beziehungsweise zu entleeren. Beim Trocken- wie beim Ketchup-Test schlägt sich der Leifheit super und da kann man es sogar verzeihen, dass die Fläche beim Wischen nicht so gleichmäßig befeuchtet wird und die gummierten Rollen beim Lenken wie eine Bremse wirken.

Nicht so schön ist allerdings der mäßige Erfolg des Reinigungsprogramms. Hier bleibt doch noch reichlich Ketchup an der Bürstenabdeckung hängen, der dann auch die Bürste wieder verunreinigt. Einem Gut & Günstig Hartbodenreiniger würde man das ganz sicher verzeihen, nur ist der Regulus Aqua PowerVac nicht wirklich günstig und für den aktuellen Preis würde man einfach bessere Ergebnisse erwarten. Sollte der Preis entsprechend angepasst werden, ist der Leifheit auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Kärcher FC5 (Premium)

Kein Gerät der Testreihe ist so stabil wie der Kärcher FC5 und dabei dennoch so schlank. Die Bedienung, Bestückung und Reinigung sind ein Kinderspiel, und auch der Ketchup-Test wird problemlos bestanden. Auf eine Funktion als Sauger muss man allerdings verzichten – auch wenn der FC5 mit einer Absaugung arbeitet. Diese dient einzig und allein der Absaugung der Bürsten. Da funktioniert sie jedoch so gut, dass es auch am Reinigungsprogramm nichts meckern gibt. Die Bauform, deren Auflagefläche nur aus den Rollen besteht, hat sicher ihre Vorteile in der Flexibilität. Beim Wischen sorgt sie jedoch für einige Schweißperlen. Die Bürsten ziehen den Kärcher gnadenlos über den Boden, er ist schwer zu navigieren und mit der Zeit geht das ganz schön in die Arme.

Wer allerdings genau diese schmale Bürstenauflage sucht und mit der dadurch anstrengenderen Arbeitsweise leben kann, der wird am Kärcher FC5 sonst nicht zum Kritisieren finden.