Der beste Heimkino-Beamer

Der beste Heimkino-Beamer ist der Epson EH-TW7300: Er ist aktuell der günstigste Beamer, der neben FullHD-Blu-rays auch 4K- oder UHD-Inhalte wiedergeben kann. Zwar greift Epson dabei zu einem Rechentrick – der funktioniert aber wunderbar. Außerdem schafft der EH-TW7300 auch ein hervorragendes FullHD-Erlebnis und schlägt selbst in dieser Disziplin unseren bisherigen Favoriten, den Sony VPL-HW45ES.

4K, UHD, HDR, Farbraum – das perfekte Bild?

Kaum stellen die Fernsehsender ihre Programme endlich auf das FullHD-Format, mit 1920 x 1080 Bildpunkten um, ist die Hardware- und auch die Filmindustrie schon einen Schritt weiter: Mit dem UHD-Format kommt die vierfache FullHD-Auflösung auf Leinwand und Display, das Bild besteht hier aus 3840 × 2160 Pixeln. Diese Pixelflut muss ein Beamer bewältigen können, und dabei nach Möglichkeit noch bezahlbar bleiben.

Damit ist der UHD-Standard jedoch noch nicht komplett ausgeschöpft, denn er erlaubt außer der höheren Auflösung auch einen größeren Kontrastumfang, sowie einen Farbraum, der den bislang geforderten bei Weitem übertrifft. Gerade der höhere Kontrastumfang – also ein helleres Weiß bei gleichzeitig dunklerem Schwarz – stellt Beamer vor enorme Herausforderungen.

Während es in der Bildschirm-Technik durchaus noch Potential in beide Richtungen gibt – also sowohl tieferes Schwarz als auch mehr Helligkeit – haben Beamer-Systeme nur bedingt die Möglichkeit, mehr Helligkeit bei gleichbleibendem Schwarzwert zu liefern.

Der größere Farbumfang ist dagegen bei vielen Beamern jetzt schon möglich. Oft schaffen sie eine akkurate Farbdarstellung allerdings erst nach aufwändiger Kalibrierung. Bestenfalls ist ein präzise justierter Farbraum bereits in den Voreinstellungen festgelegt und abrufbar.

Technik-Überblick: DLP, LCD, UHP, LED

Bei der LCD-Technik wird das Licht der Projektionslampe nicht wie bei sogenannten DLP-Projektoren durch feinste Klappspiegel auf einem Chip nach Bedarf reflektiert, sondern die Lichtmenge für das jeweilige Bild wird durch den mehr oder weniger lichtdurchlässigen LCD-Chip gesteuert.

Der störende Regenbogeneffekt von DLP-Projektoren, für den manche Menschen empfindlich sind, tritt bei LCD-Beamern nicht auf.

Die Lichtquelle ist sowohl bei der DLP- als auch bei der LCD-Technik allerdings die gleiche – nämlich eine UHP-Lampe (Ultra High Performance). Sie wird so heiß, dass sie gekühlt werden muss, dennoch ist ihre Lebensdauer begrenzt. Zwar kann sie durchaus mehrere tausend Betriebsstunden betragen, gewechselt werden muss sie trotzdem irgendwann – zumal sich auch die Farbtemperatur altersbedingt verändert und so die optimale Farbwiedergabe nicht mehr gewährleistet ist.

Wer jetzt denkt, einfach Glühbirne wechseln und fertig, der irrt. Denn UHP-Lampen für Projektoren sind teuer: Zwischen 100 und 400 Euro muss man für eine solche Ersatzlampe hinlegen.

LED und Laser

So langsam bahnen sich bezüglich der Lichtquelle alternative Technologien den Weg ins Heimkino: Optoma hat als erster Hersteller mit dem HD91 einen Heimkino tauglichen Beamer mit LEDs als Leuchtmittel auf den Markt gebracht. Und jüngst hat Epson mit dem LS10000 den ersten Beamer mit Laser-Lichtquelle vorgestellt, der ebenfalls fürs Heimkino ausgelegt ist.

Beides sind zwar vielversprechende Ansätze, jedoch bildet die Lichtausbeute beim Optoma mit nominellen 1000 Lumen allenfalls fürs perfekt abgedunkelte Heimkino eine gute Lösung. Hinzu kommt der Preis von rund 3.500 Euro. Der Laser-Bolide von Epson ist mit 7.000 Euro vielleicht für ausgesprochene Technik-Freaks interessant, aber nicht zwingend notwendig für die Einrichtung eines veritablen Heimkinos.

So interessant die neuen Entwicklungen auch sind, die bessere Preis-Leistungs-Helligkeitsrelation bieten bislang und in naher Zukunft immer noch die klassischen Technologien UHP-Lampen – letztlich ist das alles eine Frage der gefertigten Stückzahlen.

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Kommentare

5 Kommentare zu "Der beste Heimkino-Beamer"

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Ich rate Einsteigern zu den Epson eh 5300 . Kostet um die 600,- Euro. Ist full HD Beamer mit 3D. Super scharfes Bild und tolle Farben. Und 3d kommt richtig gut. Kontrast könnte etwas besser sein, aber wenn alles dunkel ist und Streulicht eingeschränkt wird, ist alles Top. Habe ihn mit der Burosch CD eingestellt, auf Umgebung und Leinwand ( 3 Meter breit ) bin absolut begeistert.

viel zu teuer und lüfter zu laut

Kein Wunder ist auch kein 4K Beamer, Augenwischerei

Bisserl groß, das Teil …

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