Herren-Laufschuh Test: Herren Laufschl Copyright: Brooks
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Der beste Herren-Laufschuh

Wir haben 33 Herren-Laufschuhe getestet. Der beste ist für uns der Brooks Adrenaline GTS 22. Er zeichnet sich durch überragenden Komfort, viel Stabilität und tolles Abrollverhalten aus. Der Brooks ist ein sehr neutraler Laufschuh und eignet sich für eine breite Zielgruppe von Anfängern bis Fortgeschrittenen. Für ambitioniertere Läufer haben wir eine weitere Empfehlung, ebenso für Trailrunner und Einsteiger.

Arnold Zimprich
Arnold Zimprich
ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.
Letztes Update: 28. Oktober 2022

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

5. August 2022

Wir haben zwei weitere Paar Laufschuhe getestet. Einer davon, der Asics Novablast 2, ist eine neue Empfehlung geworden. Die Besprechung des ON Running Cloudstratus finden Sie unter Außerdem getestet.

1. Juli 2022

Wir haben sechs weitere Paar Laufschuhe getestet, die unsere bisherigen Empfehlungen ordentlich durcheinander gewirbelt haben. Der neue Testsieger ist der Brooks Adrenaline GTS 22 – er schiebt seinen Vor-Vorgänger Adrenaline GTS 20 zu „Außerdem getestet“.

Auch unter den Alternativen hat sich einiges getan: Neu dabei sind hier der aus Kenia stammende Enda Lapatet, der günstige Puma Incinerate und der Traillaufschuh Inov-8 Parkclaw G 280. Verdrängt wurden der Icebug Outrun RB9X, der Nike Revolution 5 sowie der The North Face Flight Vectiv. Alle sind weiterhin unter „Außerdem getestet“ geführt.

28. September 2021

Wir haben zwei weitere Paar Laufschuhe getestet. Sowohl der Saucony Endorphin Speed 2 als auch der Altra Superior 5 haben Eindruck hinterlassen, es aber trotz allem nicht zur Empfehlung geschafft.

9. Juli 2021

Wir haben sechs weitere Laufschuhe getestet, zwei davon schaffen es unter die Empfehlungen: der angenehm leichte New Balance FuelCell Rebel v2 und der The North Face Flight Vectiv, der sich im Gelände am wohlsten fühlt. Dafür rutschen der Saucony Kinvara 10 und der inov-8 Terraultra G260 aus den Empfehlungen. Beide sind ab sofort unter „Außerdem getestet“ zu finden.

5. Juni 2020

Wir haben 10 weitere Paar Laufschuhe getestet. Unser neuer Favorit ist der Brooks Adrenaline GTS 20. Mit dem Icebug Outrun RB9X und dem Nike Revolution 5 haben wir außerdem zwei neue Empfehlungen.

Weitere Updates
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Wir testen laufend neue Produkte und aktualisieren unsere Empfehlungen regelmäßig. Wenn Sie informiert werden möchten, sobald dieser Testbericht aktualisiert wird, tragen Sie einfach Ihre Email-Adresse ein.

Laufschuhe gibt es wie Sand am Meer. Im Internet tummeln sich teure 200-Euro-Schuhe neben 30-Euro-Modellen aus Fernost. Man könnte locker 20 verschiedene Schuhpaare testen, die allein für den Einsatz auf hartem Teer gedacht sind. Oder 20 Schuhpaare, die nur für gewichtsbewusste Trailrunner konstruiert wurden.

Um möglichst viele läuferische Spezialgebiete abzudecken und für jeden Lauf-Geschmack einen Testeindruck zu bekommen, haben wir 33 Herren-Laufschuhe aus den verschiedensten Sparten für Einsteiger wie Fortgeschrittene ausgewählt und gründlich getestet. Die Bandbreite reicht dabei von Schuhen, die für lockeres Joggen geeignet sind bis hin zu Wettkampf. 30 der getesteten Laufschuhe sind aktuell noch erhältlich. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Unser Favorit

Brooks Adrenaline GTS 22

Test Herren-Laufschuh: Brooks Adrenaline GTS 22
Sehr komfortabler und vielseitiger Laufschuh mit breitem Einsatzspektrum für Anfänger und Fortgeschrittene.

Brooks hat auch bei der 22. Auflage seines Klassikers Adrenaline GTS alles richtig gemacht. Der Schuh bietet ein wunderbares Abrollverhalten, eine ausgewogene Dämpfung und ein angenehm geringes Gewicht. Mit dem Schuh holt der amerikanische Hersteller alle ab – vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen. Allein der Preis – je nach Händler kostet der Schuh bis zu 150 Euro – ist für einen Allrounder etwas viel. Dafür hat man mit diesem hochwertig verarbeiteten Modell für längere Zeit Ruhe, was einen Neuerwerb angeht.

Unkompliziert und komfortabel

Asics Novablast 2

Test Herren-Laufschuh: Asics Novablast 2
Sehr komfortabler, gut gedämpfter Straßenlaufschuh, der sich speziell an Fortgeschrittene richtet, die sich neue Ziele setzen wollen.

Der Asics Novablast 2 ist ein Schuh zum einfach loslegen – und wohlfühlen. Wie kein zweiter Schuh im Testfeld hat er uns motiviviert, schnell die Schnürsenkel zu schnüren und draufloszulaufen. Das liegt zum einen an der sehr komfortablen Dämpfung mit Rebound-Technologie – und zum anderen an der unkomplizierten, komfortablen Passform. Das alles gibt es zu einem (noch) vernünftigen Preis.

Afrikanischer Vielseiter

Enda Lapatet

Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet Zapatilla Running H
Schön gestalteter, leichter und griffiger Allroundschuh mit tollem Sitz und schönen Fertigungsdetails.

Der Enda Lapatet ist der Paradiesvogel im Test – der in Kenia hergestellte und konzipierte Schuh hat uns auf Anhieb begeistert. Durch sein Strick-Obermaterial verfügt er über ausgezeichnete Atmungseigenschaften, das griffige Profil bietet auf den meisten Untergründen einen tollen Grip. Nicht zuletzt tut man mit dem Erwerb des Schuhs etwas Gutes, denn Enda sichert nicht nur kenianische Arbeitsplätze, sondern unterstützt auch wohltätige Initiativen.

Leichtes Rennpferd

New Balance FuelCell Rebel v2

Test  Herren-Laufschuh: New Balance FuelCell Rebel v2
Sehr leichter, aber gutmütiger und schön abrollender Laufschuh für ambitionierte Läufer, die an der Form arbeiten wollen.

Der New Balance FuelCell Rebel v2 bietet als einer der leichtesten Laufschuhe im Test einen erstaunlichen Komfort. Er wendet sich damit nicht nur an Profis, die ihre Bestzeiten nach oben schrauben wollen, sondern wird auch Einsteiger begeistern, die sich nicht lange mit schweren Schuhen herumplagen wollen. Natürlich hat er mit über 100 Euro seinen Preis, die sind aber gut angelegt, denn das dünne Obermaterial macht einen langlebigen Eindruck.

Einstiegsmodell

Puma Incinerate

Test Herren-Laufschuh: Puma Incinerate
Leichter und günstiger Laufschuh für Einsteiger, die in den Laufsport hineinschnuppern und nicht viel investieren wollen.

Wer einen wunderbar leichten Laufschuh erwerben will, der wenig Geld kostet und den Einstieg in den Laufsport vereinfacht, ist mit dem Puma Incinerate perfekt beraten. Zwar ist der nicht einmal 500 Gramm (Paargewicht) schwere Schuh aufgrund seines Sohlenaufbaus nicht die langlebigste Wahl, dafür müssen Einsteiger garantiert nicht zu tief in die Tasche greifen.

Vergleichstabelle

Unser FavoritBrooks Adrenaline GTS 22
Unkompliziert und komfortabelAsics Novablast 2
Afrikanischer VielseiterEnda Lapatet
Leichtes RennpferdNew Balance FuelCell Rebel v2
EinstiegsmodellPuma Incinerate
Nike Revolution 5
Saucony Endorphin Speed 2
Saucony Kinvara 10
Brooks Ghost 13
Brooks Adrenaline GTS 20
Asics Gel DS Trainer 24
Mizuno Wave Rider 22
Salming Speed 8
New Balance 1080 v11
ON Running Cloudstratus
Brooks Ricochet
Saucony Endorphin Shift 2
Asics MetaRide
Adidas Runfalcon
Nike Tanjun
Adidas Galaxy 5
Under Armour HOVR Sonic 2
Adidas UltraBoost
Brütting Project
Salomon XA Pro 3D V8
Puma Viz Runner
Puma Hybrid Runner Unrest
Sollomensi Herren Laufschuhe
Saguaro Herren Barfußschuh
Eagsouni Herren Laufschuhe
Test Herren-Laufschuh: Brooks Adrenaline GTS 22
  • Hoher Tragekomfort
  • Ausgezeichnetes Abrollverhalten
  • Angenehme Dämpfung
  • Breite Zielgruppe
Test Herren-Laufschuh: Asics Novablast 2
  • Tolle Dämpfung
  • Rebound-System
  • Straffer Oberschuh
  • Etwas schwammig
Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet Zapatilla Running H
  • Fester Sitz
  • Tolles Abrollverhalten
  • Schöne Verarbeitung
  • Sehr vielseitig
  • Etwas straffes Obermaterial
Test  Herren-Laufschuh: New Balance FuelCell Rebel v2
  • Sehr leicht
  • Schön verarbeitet
  • Tolles Abroll­verhalten
  • Gutmütig
  • Geringer Wetter­schutz
  • Nur für harte Unter­gründe
Test Herren-Laufschuh: Puma Incinerate
  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Leicht
  • Gutes Abrollverhalten
  • Sohlenaufbau nicht sonderlich haltbar
Test  Herren-Laufschuh: Nike  Revolution 5
  • Angenehme Pass­form
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Geringes Gewicht
  • Etwas schmale Konstruktion
Test  Herren-Laufschuh: Saucony Endorphin Speed 2
  • Tolles Abroll­verhalten
  • Leichtes Gewicht
  • Ausgewogene, angenehme Dämpfung
  • Teuer
Test besten Laufschuhe: Saucony Kinvara 10
  • Geringes Gewicht
  • Guter Sitz
  • Gute Dämpfung
  • Weiße Sohle schnell verschmutzt
Test  Herren-Laufschuh: Brooks Ghost 13
  • Angenehmer, bequemer Sitz
  • Schöne Verarbeitung
  • Gutmütige Lauf­eigenschaften
  • Etwas altbackene Konstruktion
Test  Herren-Laufschuh: Brooks Adrenaline 20 GTS
  • Hoher Tragekomfort
  • Ausgezeichnetes Abroll­verhalten
  • Angenehme Dämpfung
Test besten Laufschuhe: Asics Gel DS Trainer 24
  • Ausgezeichnete Verarbeitung
  • Gutes Abroll­verhalten
  • Gute Dämpfung
  • Etwas längere Einlauf­phase
Test besten Laufschuhe: Mizuno Wave Rider 22
  • Ausgezeichnete Dämpfung
  • Angenehme Pass­form
  • Gutes Abroll­verhalten
  • Leichtgängige Schnürung
  • Schuh baut insgesamt etwas hoch
Test  Herren-Laufschuh: Salming Speed 8
  • Tolle Pass­form
  • Geringes Gewicht
  • Ausgezeichnetes Abroll­verhalten
  • Angenehme Pass­form
  • Schrille Optik – aber das kann auch ein Pro sein!
Test  Herren-Laufschuh: New Balance 1080 v11
  • Tolles Abroll­verhalten
  • Luftiger Ober­schuh
  • Angenehme Dämpfung
  • Teuer
Test Herren-Laufschuh: ON Running Cloudstratus
  • Angenehme, ausgewogene Dämpfung
  • Teuer
  • Schwer
  • "Steinfressendes" Profil
Test besten Laufschuhe: Brooks Ricochet
  • Hoher Trage­komfort
  • Robuster Strick
  • Ausgezeichnetes Abroll­verhalten
  • Zur Verschmutzung neigende, helle Sohle
Herren-Laufschuh Test: 837f3bdc 0e69 Dcb1 3076 095ff5c1e8ac
  • Tolles Abroll­verhalten
  • Schöne Kraft­über­tragung
  • Schluckfreudige Dämpfung
  • Fühlt sich nur auf Teer und hartem Unter­grund wohl
  • Schmutzempfindlich
Test Damen-Laufschuh: Asics MetaRide Women
  • Ausgezeichnetes Abroll­verhalten
  • Gute Dämpfung
  • Funktionale Schnürung
  • Gewöhnungsbedürftige, hohe Bau­weise
Test  Herren-Laufschuh: Adidas Runfalcon
  • Gutes Abroll­verhalten
  • Geringes Gewicht
  • Gute Verarbeitung
  • Dichtes Obermaterial
Test besten Laufschuhe: Nike Tanjun
  • Viel Funktion für wenig Geld
  • Gute Dämpfung
  • Luftige Konstruktion
  • Geringe Führung des Fußes
Test Herren-Laufschuh: Adidas Galaxy 5
  • Schönes Design
  • Gutes Abrollverhalten
  • Sehr dichtes Obermaterial
Test besten Laufschuhe: Under Armour HOVR Sonic 2
  • Vielseitige, griffige Sohle
  • Gutmütiges Lauf­verhalten
  • Relativ enge Pass­form, abhängig von der Fuß­form
Test besten Laufschuhe: Adidas UltraBoost
  • Hoher Trage­komfort
  • Leichtgängige Schnürung
  • Gute Dämpfung
  • Schmale Pass­form am Mittel­fuß
  • Gewicht für einen Strick­schuh recht hoch
Test besten Laufschuhe: Brütting Project
  • Gutmütiges, fehler­verzeihendes Lauf­verhalten
  • Angenehme Pass­form
  • Geringes Gewicht
  • Weniger atmungs­aktiv als Vergleichbare Knit-Schuhe
  • Billige Verarbeitung
Test  Herren-Laufschuh: Salomon  XA Pro 3D V8
  • Robuste, langlebige Konstruktion
  • Praktische Schnell­schnürung
  • Als reiner Lauf­schuh etwas zu steif
  • Schwerster Schuh im Test
Test  Herren-Laufschuh: Puma Viz Runner
  • Gute Dämpfung
  • Angenehme Pass­form
  • Hohes Gewicht
  • Schlechtes Abroll­verhalten
Test besten Laufschuhe: Puma Hybrid Runner Unrest
  • Hoher Trage­komfort
  • Lockerer Sitz, wenig Führung
  • Schwere Sohle
  • Wenig Profil, nur für harten Unter­grund geeignet
Test  Herren-Laufschuh: Sollomensi Herren Laufschuhe
  • Akzeptables Lauf­verhalten
  • Guter Grip
  • Schwammiger Ober­schuh
Test  Herren-Laufschuh: Saguaro
  • Gutes Gefühl für den Unter­grund
  • Für einen Barfuß­schuh zu schwer
  • Billig wirkende Verarbeitung
  • Zu weicher Ober­schuh
Test  Herren-Laufschuh: Eagsouni Herren Laufschuhe
  • Griffige Sohle
  • Hohes Gewicht
  • Mängel bei der Konstruktion
  • Wenig Halt im Schuh
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Grip und Komfort: Laufschuhe für Herren im Test

Nicht nur für die Gesundheit der Füße und des Körpers ist die Wahl des richtigen Laufschuhs wichtig. Auch das Laufverhalten an sich wird dadurch beeinflusst. Schätzen Sie sich selbst realistisch ein: Sind Sie eher ein Anfänger, für den lockeres Joggen im Vordergrund steht, oder ein wettkampfbegeisterter Fortgeschrittener? Wenn Sie unsicher sind, lasse Sie sich am besten vor Ort im Fachgeschäft beraten. Es gibt nämlich einige Dinge, auf die Sie achten sollten.

Dämpfung

Profi-Straßenläufer verwenden Schuhe mit so gut wie keiner Dämpfung. Ihr Bewegungsapparat ist entsprechend trainiert, um den Aufprall ausreichend abzufedern. Zudem bedeutet mehr Stoßdämpfung auch mehr Gewicht am Fuß – was bei den unzähligen Auf- und Abbewegungen, die der Fuß im Laufe eines Straßenlaufes vollführen muss, zu einem deutlich höheren Energieverbrauch führt.

Die Dämpfung federt den Aufprall beim Laufen ab

Gut trainierte Hobbyläufer wählen Schuhe wie den Asics Gel DS Trainer 24, der über mehr Dämpfung verfügt und den Fuß etwas besser stützt.

Untrainierte Läufer oder Laufneulinge hingegen sollten sich zunächst einen gut gedämpften Schuh wie beispielsweise den Mizuno Wave Rider 22 kaufen, der den Aufprall gut abfedert, und erst sukzessive die Dämpfung zugunsten eines geringeren Gewichts reduzieren.

Sprengung

Mit dem Begriff »Sprengung« bezeichnet man den Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorderfuß, also gewissermaßen den Niveauunterschied zwischen Heck und Front eines Schuhs.

Herren-Laufschuh Test: Asics Gel Ds Trainer 24 Vi
Eine höhere Sprengung bedeutet meist bessere Dämpfung – aber nicht immer.

Je nach Trainingsgrad und Lauf-Vorlieben wählen gut trainierte Läufer Schuhe mit wenig bis keiner Sprengung (kleiner als 4 mm), moderater Sprengung (4-8 mm) oder hoher Sprengung (ab 8 mm). Soll bedeuten: Profiläufer und Fans von Barfußschuhen wollen einen möglichst direktes Feedback vom Boden, Laufanfänger legen zunächst Wert auf etwas mehr Dämpfung.

Doch Achtung: Es gibt Schuhe wie den inov-8 Terraultra G 260, die trotz guter Dämpfung keine Sprengung haben. Die Dämpfungsschicht ist also über die gesamte Länge des Schuhs gleich hoch und es gibt keinen regelrechten Dämpfungskeil wie beispielsweise beim Brooks Ricochet.

Profil

Entscheidend ist die Frage: Wo laufe ich eigentlich? Wer primär auf Teer läuft, muss sich über das Profil wenig Gedanken machen. Wer hingegen öfters auf Kieswegen und auch bei Nässe unterwegs ist, sollte durchaus einen Blick auf das Profil werfen: Hat der Schuh entsprechende Rillen, um auch auf Sand und Kies guten Griff zu haben?

Das Profil des Schuhs muss zur Bodenbeschaffen­heit passen

Trailrunner – also Läufer, die ausschließlich im Gelände unterwegs sind und eher »versehentlich« auf Teer – müssen sich das Profil ganz genau ansehen. Es muss griffig sein, gute Selbstreinigungseigenschaften haben und auf Fels und Wurzeln einen guten Grip bieten. Im diesem Test fällt zum Beispiel der Inov-8 Terraultra G260 in diese Kategorie.

Größe

Beim Laufschuh gilt: besser ein bisschen zu groß als ein bisschen zu klein. Lieber den Zehen etwas zu viel Raum bieten, als beim ersten Laufen anzustoßen und sich die Zehen zu malträtieren. Ist man sich nicht sicher, orientiert man sich bei der Größe am bequemsten Alltagsschuh, den man im Regal stehen hat.

Herren-Laufschuh Test: Brooks Adrenaline Gts 20
Der Brooks Adrenaline GTS ist auch in seiner 22. Ausführung überaus gelungen.

Unser Favorit: Brooks Adrenaline GTS 22

Geht ein Laufschuh in die 22. Saison wie der Brooks Adrenaline GTS, will das im Laufbusiness schon etwas heißen. Es bedeutet zum einen, dass der Hersteller etwas richtig gemacht hat und zum anderen, dass sich der Schuh nach wie vor großer Beliebtheit erfreut – mit gutem Grund, wie wir im Test festgestellt haben.

Unser Favorit
Brooks Adrenaline GTS 22
Test Herren-Laufschuh: Brooks Adrenaline GTS 22
Sehr komfortabler und vielseitiger Laufschuh mit breitem Einsatzspektrum für Anfänger und Fortgeschrittene.

Beim Brooks Adrenaline GTS 22 wird schnell deutlich: Dieser Schuh wird von Saison zu Saison immer wieder geupdatet und sorgfältig gepflegt. Dieses Jahr hat Brooks dem Schuh – zusätzlich zu den bewährten Adrenaline-Attributen wie dem hohen Komfort und dem tollen Abrollverhalten – ein etwas steiferes Heck verpasst. Wobei der Unterschied minimal ist – eher sind es kleine Designelemente wie die Anordnung der reflektierenden Elemente, die den Schuh von seinen Vorgängern unterscheidet.

Daneben ist er nach wie vor maximal vielseitig und unkompliziert einsetzbar, das Motto lautet wie bei keinem anderen Schuh: Reinschlüpfen, Loslegen, Wohlfühlen! Im Vergleich zum Salming Speed 8 und anderen härteren Schuhen im Test fühlt er sich angenehm weich, aber nicht zu weich an und wendet sich an Einsteiger wie Fortgeschrittene, die einen gutmütigen Schuh für härtere Untergründe (Straße, gekieste Fahrwege) mit einer ausgewogenen Stoßdämpfung suchen. Für Ehrgeizige, die ihre Wettkampfzeiten verbessern wollen, ist er fast etwas zu weich und der Antritt zu indirekt – was aber nicht heißen soll, dass man mit ihm nicht Wettkämpfe im Wohlfühltempo laufen kann.

1 von 4
Herren-Laufschuh Test: Brooks Adrenaline Gts 20
Der hochwertig verarbeitete Laufschuh richtet sich an einen breiten Kundenkreis.
Herren-Laufschuh Test: Brooks Adrenaline Gts 20
Besonders auf harten Untergründen bietet der Adrenaline einen ausgezeichneten Halt.
Herren-Laufschuh Test: Brooks Adrenaline Gts 20
Bei der Neuauflage hat Brooks lediglich kleine Details wie das "Heckdesign" verändert.
Herren-Laufschuh Test: Brooks Adrenaline Gts 20
Ausgabe 22: Der Adrenaline gehört zu den Klassikern im Laufschuhbereich.

Mit 12 Millimetern Sprengung, einem angenehm geringen Gewicht und einer gutmütigen bis weichen Dämpfung steckt er auch Unebenheiten mühelos weg. Zusammen mit dem angenehm luftigen und doch formgebenden Mesh-Obermaterial und den »Guide Rails«, mit denen laut Hersteller »exzessive Bewegungen« vermieden werden und einer frühzeitigen Ermüdung vorgebeugt werden soll, ist der Adrenaline GTS 22 ein »einfach-drauflos-Schuh«, der eine breite Käuferschicht anspricht. Egal ob man ihn zur lockeren Joggingrunde einsetzt oder den ersten Halbmarathon läuft – er ist deutlich mehr als ein reiner Einsteigerschuh. Auch die Verarbeitung des Stabilschuhs, der eine recht zuverlässige Umknickstabilität bietet, lässt keine Wünsche offen.

Brooks Adrenaline GTS 22 im Testspiegel

Das Fachmagazin Runner’s World hat den Laufschuh im Februar 2022 ebenfalls getestet und äußerte sich positiv:

»Das »Guiderail«-System des Adrenaline in Kombination mit der insgesamt stabilen Schuhkonstruktion stabilisieren den Fuß beim Abrollen progressiv – je mehr Stütze verlangt wird, desto mehr Stütze bietet der Schuh; und wer keine Stütze benötigt, merkt von diesem Stabilitätselement relativ wenig. Spürbar ist aber der sehr weiche Dämpfungsschaum der Sohle und das weiche, geschmeidige Obermaterial, »Panzer mit Kuschelrand«, nannte eine Testläuferin den Adrenaline, und das trifft nach wie vor zu.

Spürbar ist neben dem Komfort und der Stabilität die hohe Sprengung (12 mm). Insofern ist der Adrenaline GTS 22 eine hervorragende Wahl als Allround-Trainingsschuh für Läuferinnen und Läufer, die sich einen sehr stabilen Abrollkomfort wünschen. Vor allem bei mittlerem bis zu etwas höherem Körpergewicht ist die Sohlenabstimmung des Adrenaline sehr gut geeignet. Obendrein ist der Schuh auf einem sehr hohen Qualitätsniveau und verspricht eine lange Lebensdauer.«

Auch Laufzeit (03/2022) zeigte sich begeistert:

»… einer der stabilsten Straßenschuhe auf dem Markt. Die Guiderail Technologie führt den Fuß und unterstützt merklich. Durch die Verwendung des neuen Mittelsohlenschaums DNA Loft ist noch mehr Dämpfung zu spüren. Der Schuh fällt relativ schmal aus. Läufer*innen mit breiteren Füßen könnten Probleme bekommen. … seit Jahren eine echt Konstante und dürfte schwereren Personen besonders gut gefallen.«

Alternativen

Natürlich ist der Brooks Adrenaline GTS 22 nicht der einzige Schuh, in dem es sich gut läuft. Daher haben wir weitere, interessante Empfehlungen – vom besonders leichten über den nachhaltigen Laufschuh bis hin zum Modell, das sich im Gelände am wohlsten fühlt.

Toller Allrounder: Asics Novablast 2

Was für ein Heckspoiler! Der Asics Novablast 2 erinnert uns angesichts seines »Materialüberschusses« am Heck an Old-School-Schuhe wie den Adidas Marathon. Doch Old School ist an dem 140 Euro (UVP) teuren Schuh wirklich wenig – schließlich führt er ja auch das Nebenwörtchen »Nova« im Titel.

Unkompliziert und komfortabel
Asics Novablast 2
Test Herren-Laufschuh: Asics Novablast 2
Sehr komfortabler, gut gedämpfter Straßenlaufschuh, der sich speziell an Fortgeschrittene richtet, die sich neue Ziele setzen wollen.

Erst spät zum Testfeld dazugestoßen, krempelt er den Test ganz gut auf und gehört definitiv zu den Schuhen, in die wir ohne großes Grübeln wieder Hineinschlüpfen. Schon das Profil macht deutlich – der Novablast 2 mag lieber Untergründe, die ihn vor keine zu harten Proben stellen. Wird es zu geröllig, mangelt es dem Schuh an Grip. Doch gelegentliche Ausflüge auf Feld- und Kieswege macht der Schuh problemlos mit. Wir fühlen uns auf Anhieb so wohl, dass wir ihn mehrmals auf der Standard-Hausrunde einsetzen, die beileibe nicht nur aus Teer und harmlosem Kies besteht. Schnell fällt auf – der Dämpfungsschuh macht es denkbar einfach, in lockeres Joggen zu verfallen. Der Abrollvorgang über Fersenbereich und Vorfuß fällt leicht, Geschwindigkeit ist schnell aufgebaut.

1 von 5
Herren-Laufschuh Test: Asic Novablast 2
Von oben gesehen schauen die Novablast 2 wie "normale" Asics-Laufschuhe aus.
Herren-Laufschuh Test: Asic Novablast 2
Von der Seite erkennt man jedoch die federnde FF Blast-Zwischensohle.
Herren-Laufschuh Test: Asic Novablast 2
Das Profil des Novablast 2 ist eher moderat.
Herren-Laufschuh Test: Asic Novablast 2
Beim Oberschuh setzt Asics auf einen teilweise beschichteten Strick.
Herren-Laufschuh Test: Asic Novablast 2
Heckspoiler: Der Asics erinnert ein bisschen an den Adidas-Klassiker "Marathon".

»Der Schuh bietet durch optimale Abstimmung der FF BLAST™-Dämpfung eine sanftere Landung und einen energetischeren Rebound« schreibt Asics – das können wir unterschreiben. Wie nur wenige Schuhe im Test überzeugt der Schuh durch eine ausgezeichnete Stoßdämpfung – er bügelt (fast) alles weg. Man schwebt fast wie auf Wolken! Wer mit der Streckenlänge spielen und neue Horizonte ausloten möchte, wird am Novablast 2 seine helle Freude haben. Der Schuh macht Lust darauf, einfach mal ein paar Kilometer draufzupacken. Jedenfalls bleibt von der anfänglichen Skepsis, der Hersteller könnte es mit dem im »Heckspoiler« verbauten Material etwas zu gut meinen, wenig übrig. Erstaunlich ist auch das Wegbleiben einer Mittel- bzw. Zwischensohle – bzw. das geschickte Kasachieren derselben.

Die trotz der angenehmen Dämpfung recht straffe Konstruktion und das FF BLAST™ System, das die in den Schuh gesteckte Energie zu einem Gutteil wieder an den Läufer zurückgibt, sorgen einfach für reichlich Laufspaß!

Laufen mit gutem Gewissen: Enda Lapatet

Ein Laufschuh »Made in Kenya«? Sofort zieht die Ankündigungsmail für den Enda Lapatet unsere Aufmerksamkeit auf sich. Newcomer sind auf dem hart umkämpften Laufschuhmarkt eher selten, noch dazu aus Afrika.

Afrikanischer Vielseiter
Enda Lapatet
Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet Zapatilla Running H
Schön gestalteter, leichter und griffiger Allroundschuh mit tollem Sitz und schönen Fertigungsdetails.

Was am Lapatet zunächst einmal auffällt, ist die Materialwahl. Der Oberschuh besteht komplett aus stretchigem Strick. Das hatten wir im Test schon, zum Beispiel beim Puma Hybrid Runner Unrest. Das Enda-Obermaterial liegt, wenn man das erste Mal in den Lapatet hineinschlüpft, fast etwas eng an – mit dem ersten Lauf erledigt sich das jedoch. Der Lapatet sitzt nach etwas Einlaufen angenehm fest, eingeschränkt fühlt man sich aber nicht.

1 von 5
Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet
Der Enda Lapatet stammt aus dem Läuferland Kenia und hat uns im Test voll überzeugt.
Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet
Der Oberschuh besteht komplett aus stretchigem Webmaterial.
Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet
Die Schnürung und das flexible Obermaterial sorgen für einen ausgezeichneten Sitz.
Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet
Das Profil funktioniert auf der Straße und auch im Gelände erstaunlich gut.
Herren-Laufschuh Test: Enda Lapatet
Die Einlegesohle ist sehr dünn, trotzdem dämpft der Schuh ordentlich.

Was sofort auffällt, ist das Abrollverhalten. Der Schuh rollt stark über den Mittelfuß ab, was am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist, mit der Zeit jedoch durchaus zu einem Komfort-Plus wird. Der Lapatet ist zudem wunderbar vielseitig einsetzbar. Auf einer abschließenden Testrunde, die wir bei mitunter strömendem Regen unter die Fußsohlen nahmen, brillierte der Lapatet auf allem möglichen Untergrund. Egal ob auf Teer, auf Schotter, über Wurzeltrails oder sogar auf erdigen Abschnitten – der Kenianer sorgt aufgrund seines dezenten Stollenprofils für ordentlich Vortrieb. Allein wenn es sehr schlammig wird, finden die recht kleinen Stollen keinen Halt mehr. Man merkt ihm die kenianische DNA an, Vielseitigkeit ist das Motto!

140 Euro ist ein Preis, der der Enda Lapatet Qualitäts- und nachhaltigkeitsbewussten Läuferinnen und Läufer durchaus wert sein sollte. Erst recht wenn man bedenkt, welche Idee und welches Netzwerk hinter der Marke steht. Zum einen schuf Enda Arbeitsplätze in Kenia, statt den Schuh in Fernost produzieren zu lassen, zum anderen unterstützt das Unternehmen Initiativen in Kenia, die sich einem guten Zweck widmen. Außerdem ist es Endas ausgesprochenes Ziel, den ökologischen Fußabdruck bei der Herstellung und dem Versand seiner Schuhe zu minimieren. Einfach toll, was das Unternehmen da auf die Beine gestellt hat!

Leichtes Rennpferd: New Balance FuelCell Rebel V2

Leichtes Rennpferd
New Balance FuelCell Rebel v2
Test  Herren-Laufschuh: New Balance FuelCell Rebel v2
Sehr leichter, aber gutmütiger und schön abrollender Laufschuh für ambitionierte Läufer, die an der Form arbeiten wollen.

Den New Balance FuelCell Rebel V2 haben wir uns im Test »versehentlich« bis ganz zum Schluss aufgehoben. Zugegebenermaßen hat uns die grellgelbe Farbe zunächst etwas abgeschreckt. Gelb ist ja, zumindest in der Natur, eine Warnfarbe. Aber Farbgeschmack ist schließlich nicht alles, und so nehmen wir den Schuh mit auf eine abwechslungsreiche, anspruchsvolle 10-Kilometer-Runde mit einigen Höhenmetern, 90 Prozent Teer und 10 Prozent Feldwege. Wie mit nur wenigen Schuhen im Test, läuft es mit dem FuelCell Rebel V2 buchstäblich auf Anhieb. Der gutmütige, nicht zu stark gedämpfte Schuh fällt sofort durch sein leichtes Gewicht auf, das Schuhpaar bringt magere 480 Gramm auf die Waage. Unsere Laufstrecke führt eine leicht abschüssige, regennasse Straße hinab – perfekt, um gleich mal Grip und Dämpfung zu testen. Die mit EVA-Abschnitten durchsetzte Sohle weist kaum Profil auf, hält aber auf Asphalt ausgezeichnet, auch die Dämpfung gefällt uns sehr gut.

1 von 5
Herren-Laufschuh Test: Nb (1)
Nicht gerade unauffällig: Die New Balance FuelCell Rebel v2 kamen in Gelb-Orange.
Herren-Laufschuh Test: Nb (2)
Auf Teer fühlt er sich am wohlsten, aber auch kurze Abstecher ins Gelände sind kein Problem.
Herren-Laufschuh Test: Nb (3)
Der Rebel v2 ist nicht zu stark gedämpft und läuft sich sehr angenehm.
Herren-Laufschuh Test: Nb (5)
An der Belüftung gibt es nichts auszusetzen.
Herren-Laufschuh Test: Nb (8)
Zusammen wiegt das Paar nur rund 480 Gramm – leichter geht es kaum.

Nach rund sechs Kilometern kommt dann der Stresstest – wir biegen auf einen zum Teil ausgewaschenen Feldweg ab, der bergab durch den Wald führt. Im Gegensatz zu Schuhen mit einem höheren Sohlenaufbau wie dem Saucony Endorphin Shift 2 vermittelt der New Balance ein ausreichend gutes Sicherheitsgefühl. Zwar sind Kies und Schotter sicher nicht seine Paradedisziplin – trotzdem kann man zwischendurch ruhig mal ins Gelände starten.

Verblüfft hat uns auch der gute Antritt bergauf: Der Kraftverlust ist (gefühlt) minimal. In Kombination mit dem gut belüfteten Oberschuh ist New Balance mit dem FuelCell Rebel V2 jedenfalls ein toller Wurf gelungen. Wir werden den Schuh bald wieder hervorholen, wenn es um den nächsten ambitionierten Trainingslauf geht!

Preistipp: Puma Incinerate

In jedem Test – beziehungsweise bei jedem Testupdate – gibt es eine Überraschung. Beim Update 07/2022 ist es der Puma Incinerate, der uns verblüfft hat. Für (je nach Händler) nur rund 40 Euro bietet der Puma ein attraktives Gesamtpaket für Laufeinsteiger – ein unschlagbarer Preis.

Einstiegsmodell
Puma Incinerate
Test Herren-Laufschuh: Puma Incinerate
Leichter und günstiger Laufschuh für Einsteiger, die in den Laufsport hineinschnuppern und nicht viel investieren wollen.

Blickt man auf das Preisniveau mittelklassiger Laufschuhe, kann einem schon mal schwindlig werden. Schnell ist hier die 100-Euro-Grenze erreicht – dass Laufen die günstigste Sportart überhaupt sein soll, wie oft behauptet wird, klingt wie ein Gerücht. Der feuerrote Pume Incinerate, den wir zum Testen bekommen, ist indes erstaunlich günstig. Bei Puma selbst wird er für 54,95 Euro gelistet, im Netz ist er schon für unter 40 Euro zu finden – das ist angesichts des Gebotenen schon eine Ansage.

1 von 5
Herren-Laufschuh Test: Puma Incinerate
Die Puma Incinerate haben wir – passend zum Namen – in feurigem Rot getestet.
Herren-Laufschuh Test: Puma Incinerate
Viel Technik ist an den Pumas nicht dran, dafür sind sie erstaunlich günstig.
Herren-Laufschuh Test: Puma Incinerate
Das Obermaterial ist angenehm dampfdurchlässig.
Herren-Laufschuh Test: Puma Incinerate
An der Einlegesohle merkt man das Preisniveau – diese ist etwas labbrig.
Herren-Laufschuh Test: Puma Incinerate
An stark beanspruchten Zonen ist die Sohle verstärkt.

So sticht der Puma Incinerate die testinterne Preisklassen-Konkurrenz, zum Beispiel den Nike Revolution, in Sachen Gewicht aus. Der Puma wiegt rund 100 Gramm weniger, das Paar bringt es nicht einmal auf 500 Gramm. Das geringere Gewicht ist zwar durch eine weniger robuste Sohle erkauft, bei der weniger Gummi und mehr EVA-Schaum zum Einsatz kommt. Für Anfänger, denen es primär um den Preis geht, ist dies jedoch sekundär. Im Test konnten wir die Sohle jedenfalls nicht an ihre Grenzen bringen.

Der Schuh sitzt aufgrund seines moderaten Schnitts recht gut, auch das Abrollverhalten ist in Ordnung – so wird der Puma Incinerate zum Schnäppchen-Tipp. Bleibt am Ende ein Wermutstropfen: Der simpel aufgebaute Schuh gerät bei intensiveren Laufeinheiten schnell an seine Grenzen. Wer also vorhat, sein bereits vorhandenes (und sorgsam trainiertes) Lauftalent auszubauen, sollte zu einem hochwertigeren Schuh greifen.

Außerdem getestet

Nike Revolution 5

Der Nike Revolution 5 erscheint beim Auspacken recht unspektakulär – auch wenn seine knallrote Farbe schon mal klar macht, dass man es hier womöglich mit einem Wolf im Schafspelz zu tun hat. Beim Loslaufen wird aber schnell klar, dass die Produktentwickler bei Nike mächtig Hirnschmalz in den Schuh gesteckt haben. Der Schuh sitzt angenehm fest, aber garantiert nicht zu eng, das Abrollverhalten ist exzellent. Der Schuh ist eine Rakete, wenn man das will.

Schnell stellt sich die Frage, warum man bei dieser Laufperformance noch tiefer in den Geldbeutel greifen sollte, denn der Revolution 5 bietet für rund 60 Euro erstaunlich viel. Die Konstruktion mag zwar simpel sein – Nike kombiniert lediglich eine EVA-Zwischensohle mit griffigen Gummielementen an der Laufsohle – die Sohle »tut es« im wahrsten Sinne des Wortes jedoch. Im Rahmen eines zügig gelaufenen Halbmarathons fordern wir den Revolution 5 auf 2/3 Teer und 1/3 Kieswegen ganz ordentlich – und wollen ihn nach dem Lauf gar nicht mehr ausziehen. Das ist bei anderen Modellen anders.

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Herren-Laufschuh Test: Nike (1)
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Herren-Laufschuh Test: Nike (5)

Gut, der Nike Revolution 5 mag mit knapp über 600 Gramm Gewicht für den Wettkampfeinsatz ein bisschen zu schwer sein, trotzdem eignet er sich auch für ambitionierte Läufer und Fortgeschrittene, die einen günstigen Trainings- und Wettkampfschuh mit sehr homogenen Laufeigenschaften suchen – von Anfängern ganz zu schweigen, die erste, vorsichtige Laufversuche wagen wollen. Bleibt noch hervorzuheben, dass der Nike Revolution 5 dezent schick aussieht und sich als Alltags-Sneaker ebenfalls gut trägt – ein Wohlfühl-Laufschuh eben!

Saucony Endorphin Speed 2

Der Herren-Laufschuh Saucony Endorphin Speed 2 hat es knapp, aber auch nur ganz knapp nicht auf’s »Stockerl« geschafft. Mit 488 Gramm außerordentlich leicht, hat Saucony ihn mit einem Rundumschlag an Technik ausgestattet. Sauconys Speedroll-Technologie sorgt für spürbaren Vortrieb, dazu kommt die PWRRUN-PB-Dämpfung, die zu den besten und ausgewogensten im Test gehört. Schlüpft man in diesen leichtgewichtigen Schuh und nimmt beispielsweise die gewohnte Standard-Laufrunde in Angriff, läuft sich diese plötzlich verblüffend anders, da der Schuh eine ganz andere Rückmeldung des Untergrunds liefert. Saucony hat einen tollen Mittelweg zwischen Laufkomfort und Rückmeldung gefunden.

Anders als der Endorphin Shift 2, ist der Endorphin Speed 2 nicht ganz so stark gedämpft. Damit eignet er sich insbesondere für Fans direkterer Antritte, die es etwas sportlicher mögen. Durch sein Gewicht unter 500 Gramm eignet er sich durchaus auch als Wettkampfschuh oder zum ambitionierten Trainieren.

Das alles würde den Schuh locker auf das Podest heben, wenn eines nicht wäre: Der Preis und die Allround-Tauglichkeit. Er siedelt sich mit 180 Euro UVP oberhalb des prämierten New Balance Fuel Cell Rebel v2 an, der ähnlich komfortabel ist. Zudem fühlt er sich primär auf der Straße und auf zahmen Kieswegen wohl, wie beim Endorphin Shift 2 sollte man mit dem Speed 2 nicht unbedingt ins Gelände (z. B. grobe Fahrwege) abschweifen, dann läuft er sich schnell kippelig. In einem reinen Straßenschuhtest hätte der Speed 2 jedenfalls eine Medaille verdient, so viel ist klar. Man will gar nicht mehr raus aus diesem Schuh!

Saucony Kinvara 10

Saucony eilt der Ruf als Kultmarke Kilometer voraus. Eines der Alleinstellungsmerkmale der US-amerikanischen Firma ist der auffällige EVA-Dämpfungskeil, der bei gleich mehreren Schuhserien eingesetzt wird. EVA ist das Kürzel für Ethylenvinylacetat, ein gut dämpfender Kunststoff. Beim Kinvara 10 (das 10 bedeutet, dass der Kinvara bereits in die zehnte Saison geht) treibt Saucony das EVA-Konzept auf die Spitze – der gesamte Unterbau des Schuhs besteht aus EVA, bis auf einen kleinen Bereich, der mit Profilsohle ausgestattet ist. Zunächst kommt man ins Grübeln. Dieser Schuh soll ausreichend Grip und Führung bieten?

Wer hier bereits skeptisch wird, wird Lügen gestraft. Denn der Kinvara 10 ist ein echtes Komfortwunder. Wir haben ihn ohne Einlaufen (Achtung, bei Einsteigern nicht zu empfehlen!) auf einen 24,5 Kilometer-Lauf über Teer, Feldwege und sogar einen kurzen Trail »entführt« und waren von der Performance des Schuhs begeistert. Der Kinvara rollt irre gut ab, dämpft angenehm und fühlt sich am Fuß nicht zu klobig an.

Am Ende haben wir auf den ersten 24,5 Test-Kilometern rund 8 Kilometer Teer, 4 Kilometer Trail und 12 Kilometer wechselnd harte Kieswege hinter uns gebracht und waren wirklich angetan. Der Schuh ist bequem, hat trotz der minimalistischen Sohle erstaunlichen Grip. Der einzige Wermutstropfen: Wenn es richtig ins Gelände geht, wählt man lieber einen anderen Schuh. Bei knackigen, steinigen Anstiegen ist der Kinvara 10 raus. Aber dafür wurde er schließlich auch nicht konstruiert.

Und noch etwas: die schneeweiße EVA-Außensohle sieht nach einem Tag im Regen auf einem Kiesweg auch nicht mehr taufrisch aus. Wer also Wert auf Optik legt, nutzt den Kinvara 10 nur bei schönem Wetter oder ausschließlich auf Teer. Für uns ist er auf jeden Fall eine Empfehlung für alle, die es wirklich ernst meinen.

Brooks Ghost 13

Ach, wie schön, mal wieder ein Brooks. Da erlebt man keine Überraschungen, was ja grundsätzlich gut ist. Wie nur wenige andere Hersteller bleibt Brooks bei seinen unterschiedlichen Modellen seiner Linie treu – was man auch dem Ghost 13 ansieht, einem Klassiker, der in die 13. Saison geht. Wenn einem ein Brooks passt, dann werden auch zukünftige Brooks passen – das hat durchaus Vorteile!

Im Test nehmen wir den Brooks Ghost 13 gleich mal auf eine schnelle 13km-Laufrunde durch Verona mit – mit allen Schikanen. Teer und Kies, dazu ein knackiges Treppenintermezzo, sogar ein sandiger Abschnitt am Ufer der Etsch ist dabei – der eher für den Teer-Einsatz konstruierte Ghost muss sich beweisen.

Zunächst einmal verblüfft der Schuh mit einem ausgezeichneten Tragekomfort, da macht den Laufschuh-Routiniers aus den USA niemand etwas vor. Dämpfung und Sprengung sind moderat – gerade komfortabel genug, um ein möglichst breites Feld an Läuferinnen und Läufern abzuholen, schließlich ist die Ghost-Serie auch eine der meistverkauften Serien von Brooks. Egal, ob sandige Pfade, Kopfsteinpflaster, reiner Sand – auf unserem Testlauf macht der Schuh einfach Spaß, ist angenehm unauffällig und speziell für Läufer eine gute Wahl, die vermehrt auf Teer laufen und nur zwischendurch abseits befestigter Wege unterwegs sind.

»Never change a running system« lautet das Motto bei Brooks – um im Test ganz vorne mitzumischen, ähnelt er jedoch zu stark dem Adrenaline, der uns im direkten Vergleich noch etwas besser gefallen hat.

Brooks Adrenaline GTS 20

Der Herren-Laufschuh Brooks Adrenaline GTS 20 ist der Vor-Vorgänger des aktuellen Testsiegers Adrenaline GTS 22 und unterscheidet sich von diesem nur in kleinen Details, die primär das Design betreffen. Wie der 22er ist der 20er ein ausgezeichneter Vielseiter und Stabilschuh, der sich an eine breite Käuferschicht wendet und sich wunderbar vielseitig einsetzen lässt. Sollte der Schuh also noch in einzelnen Webshops zu finden sein, kann man bedenkenlos zuschlagen!

Asics Gel DS Trainer 24

»Windschnittig« – dieses Adjektiv war uns förmlich ins Auge gesprungen, als wir uns die Produktbeschreibung des Asics Gel DS-Trainer auf der Herstellerseite durchgelesen haben. Ein leicht anachronistisches Wort aus dem Ende des letzten Jahrtausends, als Fahr- und Flugzeuge immer stromlinienförmiger wurden. Um es auch für junge Läufer verständlich zu machen: Aerodynamisch nennt man das heute.

Als ambitionierter Genussläufer mit gut 1.000 Kilometer pro Jahr auf überwiegend Schotter ist mein typischer Laufschuh eher robust mit guter Dämpfung. Die Wettkämpfe, die ich aus Freude am Laufen und zur Motivationsunterstützung jedes Jahr einplane, werden aber schon ehrgeizig angegangen. Um das materialseitig zu unterstützen, müsste jetzt eigentlich ein etwas leichterer Schuh an den Start – und leicht ist er! Asics gibt 240 Gramm/Schuh an. Aber dafür müsste man wohl kleinere Füße haben, denn mein 44er bringt 260 Gramm auf die Küchenwaage. Der Allrounder, den ich sonst laufe, hat dagegen 320 Gramm. Das schlägt schon zu Buche. Den Unterschied von 60 Gramm bei 10 Kilometern 10.000 mal von 0 auf knapp 30 km/h beschleunigen – da kommen rein rechnerisch 600 Kilogramm zusammen …

Na dann: Nichts wie rein in die Laufsachen und auf zum ersten Testlauf. Die Passform ist für meinen »Normfuß« hervorragend. Der Schuh sitzt wie angegossen, das in je nach Bereich unterschiedlicher Webstruktur hergestellte nahtlose Obermaterial passt sich sehr gut an und fixiert bemerkenswert gut, ohne unnötig einzuengen. Der erste Kilometer auf Teer macht die geringe Dämpfung deutlich spürbar. Ich konzentriere mich darauf, statt auf der

Ferse stärker im Vorderfußbereich aufzukommen. Das alleine bringt ja schon Tempo und entspricht meinem Laufstil bei höheren Geschwindigkeiten. Nach inzwischen gelaufenen knapp einhundert Kilometern kann ich aber sagen, dass die Dämpfung auch für mich 80-Kilogramm-Läufer keinesfalls zu gering ist. Nach dem Teer-Prolog geht es auf meinen Standarduntergrund: fester Isarradweg-Schotter. Auch hier präsentiert sich der Asics Gel DS-Trainer 24 mit angenehm direktem Bodenkontakt, stabil, neutral, ganz leicht unterstützend. Das initial gute Gefühl bezüglich Passform bestätigt sich. Nach ein paar Kilometer Einlaufen bietet es sich natürlich an, gleich mal ein paar Geschwindigkeitsintervalle einzubauen. Bei einer Pace von um die 4 min/km ist der Schuh dann voll in seinem Element. Mein Fazit: ein optisch sehr ansprechender, sauber und hochwertig verarbeiteter, leichter Schuh mit eher geringer Dämpfung und guter Passform für ambitionierte Läufer.

Mizuno Wave Rider 22

Mizuno ist in der Laufsportszene wahrlich kein Unbekannter. Die Japaner sind seit Jahren vorne mit dabei, wenn es um Laufschuhe geht. So bin ich gespannt, das erste Mal überhaupt ein Modell des japanischen Herstellers an den Füßen zu haben.

Der erste Eindruck: Wow, wie gutmütig! Der Herren-Laufschuh Mizuno Wave Rider 22 umschließt den Fuß schon beim ersten Lauf äußerst komfortabel. Er ist geradezu ein idealtypischer Stabilitätsschuh, der aufgrund seiner ausgeklügelten Dämpfung viel Druck von den Gelenken wegnimmt. Wir trauen uns und nehmen den 644 Gramm schweren Mizuno-Klassiker gleich mit auf einen 10-Kilometer und einen 24-Kilometer-Lauf. Ähnlich wie beim Brooks Ricochet und beim Saucony Kinvara 10 fühlen wir uns sofort wohl. Im Unterschied zu den erstgenannten verfügt der Wave Rider – der Name sagt es schon – über ein ausgeklügeltes Dämpfungssystem. Wer wie ich lange mit wenig gedämpften Schuhen gelaufen ist, wird dem Wave Rider erstmal etwas skeptisch gegenüberstehen. Wird sich das nicht schwammig anfühlen? Ich bin besonders dreist und teste den Wave Rider nicht nur auf Teer, wofür der Schuh sicher primär gedacht ist, sondern auf wechselndem Untergrund. Was soll ich sagen: Ich bin vom Wave Rider 22 positiv überrascht.

Zwar macht sich die beeindruckend große Dämpfung an der Ferse in steil angeschnittenen Kurven durchaus bemerkbar – trotzdem läuft sich der Schuh erstaunlich homogen und angenehm. Die leichtgängige und feste Schnürung ist sofort positiv aufgefallen, zudem verfügt der Wave Rider 22 über ein gutmütiges Abrollverhalten. Ich würde ihn sofort als Lieblingsschuh einbuchen, wenn er ein etwas groberes Profil für den Geländeeinsatz hätte. Aber dafür wurde er schließlich nicht konstruiert und bleibt ein heißer Tipp für alle, die einen hochgradig bequemen Herren-Laufschuh für den Einsatz auf hartem Untergrund suchen. Ach ja, eines hätte ich beinah vergessen: Der Wave Rider 22 wiegt für das, was er an Dämpfung und Komfort bietet, erstaunlich wenig.

Salming Speed 8

Der glänzt aber schön! Der Salming Speed 8 zieht die Blicke schon beim Unboxing auf sich. Das Obermaterial schillert in allen Regenbogenfarben, der Schuh besticht durch sein farbenfrohes Design. Kann das Modell des aufstrebenden schwedischen Herstellers Salming mehr kann als nur gut aussehen? Sein Gewicht von nur 234 Gramm pro Schuh macht sich jedenfalls gleich positiv bemerkbar. Der Schuh sitzt angenehm leicht am Fuß, die Passform ist toll – der Speed 8 passt sich dem Fuß fast so gut an wie ein Kletterschuh. Er bietet in jedem Fall viel Stabilität.

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Herren-Laufschuh Test: Salming (2)
Herren-Laufschuh Test: Salming (1)
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Herren-Laufschuh Test: Salming (3)

Während des Testlaufs auf unserer 11,5 Kilometer langen Hausrunde sind wir verblüfft, denn der Speed 8 kombiniert eine herausragende Passform mit einem sehr gutmütigen, aber doch schnellen Laufverhalten. Die Dämpfung rangiert zwischen straff und komfortabel, das Abrollverhalten ist ausgezeichnet. Ich kann mir sehr gut vorstellen, den Schuh auch auf längeren Läufen zu tragen – das Unternehmen aus Göteborg hat in der Szene nicht umsonst in den letzten Jahren immer wieder Schlagzeilen gemacht. Durch die geringe Sprengung von nur 6 Millimetern und einer niedrigen Bauhöhe sitzt der Fuß nah am Boden, man läuft somit nicht Gefahr, bei welligen Streckenabschnitten umzuknicken, der Schuh klebt förmlich am Boden. Trotz der vergleichsweise geringen Dämpfung kommt er mit dem »Testgewicht« von 85 Kilogramm gut klar und ich bekomme nicht das Gefühl, mit zu wenig Dämpfung unterwegs zu sein.

Das Design des Schuhs rangiert irgendwo zwischen schnellem Rennschuh und farbenfrohem Papagei und macht einfach gute Laune, der große Salming-Schriftzug will deutlich machen, dass hier ein Fan der Marke unterwegs ist. Das ist nichts für Liebhaber dezenter Schuhe, aber doch ein schönes Alleinstellungsmerkmal. Wären nicht Preishämmer wie der Nike Revolution 5 im Test, hätte der Salming Speed 8 auch einen Kauftipp eingeheimst.

New Balance 1080 v11

Echt flott schaut er aus, der New Balance Fresh Foam 1080 V11. Eine dynamisch geschwungene Sohle trifft auf einen frisch-blauen Oberschuh, auch die feste Schnürung weiß auf Anhieb zu überzeugen. Zudem fällt sofort das weit ausladende »Heck« des Schuhs ins Auge, das wie andere Teile des Laufschuhs aus flexiblem Strickmaterial besteht. Das Hineinschlüpfen soll damit erleichtert werden – und sofort stellt sich ein Wohlgefühl ein, der Schuh sitzt ausgezeichnet. New Balance weiß einfach, wie man (Test)Läufer glücklich macht.

Nach einigen Tagen Test-Tragen im Büro haben wir die Möglichkeit, den Schuh auf verschiedenen Laufbändern zu testen. Mal schnell, mal langsam, mal mit Steigung, mal ohne – der Fresh Foam 1080 V11 macht Spaß, er rollt gut ab, auch der Tragekomfort gefällt auf Anhieb. Das bleibt auch beim Testlauf im Freien so, zumindest so lange man ihn nicht im Gelände übertstrapaziert, aber dafür ist er auch nicht gebaut. Der mit luftigem Strickmaterial am Oberschuh und dem für New Balance typischen, rückfederndem »Fresh Foam« ausgestattete Straßenlaufschuh wäre im Test weiter oben gelandet, wenn, ja wenn der Preis nicht wäre. 170 Euro UVP sind unseres Erachtens einfach etwas zu viel – auch wenn es den Schuh auf verschiedenen Plattformen schon etwas günstiger gibt.

Für die NB-Fanschaft ist und bleibt er eine gute Wahl – alle anderen, nicht so marken-affinen Läufer finden bei Brooks und weiteren Herstellern günstigere Modelle mit einer ähnlichen Funktionalität.

ON Running Cloudstratus

Das Alleinstellungsmerkmal bei ON-Schuhen – so auch beim von uns getesteten Cloudstratus – sind die »Stoßdämpfungsröhrchen«, die im Falle des Cloudstratus gar übereinandergelegt und somit »verdoppelt« wurden. Ergebnis ist – wie beispielsweise auch bei Laufschuhen von Hoka – dass der Cloudstratus über eine sehr umfangreiche Dämpfung verfügt.

Im Test führen wir die Schuhe auf einer sehr abwechslungsreichen Runde aus. Teer- und Kieswege sind ebenso dabei wie morastige Pfade. Gewürzt wird das Ganze von Anstiegen und kurzen Downhills. Zunächst wissen wir nicht recht, ob wir den Schuh damit überfordern – gerade gröberes Gelände (Stichwort: Matsch) scheint für ihn ein wenig zu viel des Guten zu sein. Ein Blick in die Beschreibung auf der Herstellerwebsite sorgt für Aufklärung: Der Schuh ist ein reiner Asphaltschuh – hätten wir mal vorher lesen sollen! Den Schuh wegen unseres »Fauxpas« abzustrafen, wäre schlicht unfair – und doch bleibt ein etwas fader Beigeschmack.

Für eine UVP von immerhin 179,95 Euro (!) erwirbt man mit dem Cloudstratus einen Schuh, der ein »Inselbegabter« ist – denn außer auf hartem Untergrund, sprich, Teer oder sehr festgepacktem Kies, sollte man den Schuh nicht einsetzen. Läuft man im Gelände, bietet er etwas zu wenig Umknickstabilität. In einem reinen Straßenlaufschuhtest wäre der Cloudstratus womöglich weit vorne gelandet. In diesem Test, in dem er sich auch mit Schuhen messen muss, die sich durchaus auch auf Kieswegen und anderen Untergründen wohlfühlen, landet er – auch aufgrund des stolzen Preises – etwas weiter hinten.

Brooks Ricochet

Es gibt diese Schuhe, da schlüpft man rein und fühlt sich wohl. Okay, ich gebe zu – ich habe schon immer für Brooks geschwärmt. Ich habe sozusagen einen »Brooks-Fuß«. Trotzdem ist es für mich durchaus eine Überraschung, dass es Brooks mit dem Ricochet erneut geschafft hat, die Komfort- und Passform-Messlatte ganz weit oben anzusetzen. Im Vergleich zum soften Strick beim Puma bietet das ebenfalls gestrickte Brooks-Obermaterial mehr Widerstand und damit eine bessere Führung des Fußes. Das Profil ist klar auf Straße ausgelegt, sorgt aber auch auf Feldwegen für ausreichend Grip. Auch beim Gewicht weiß der Ricochet zu überzeugen – die 612 Gramm bei Größe EUR 44,5 fühlen sich angenehm leicht an.

Was uns beim Ricochet besonders gefällt, ist seine Happy-Go-Lucky-Einstellung. Reinschlüpfen, Schnüren und los geht’s. Die Dämpfung ist moderat bis reichlich, das Profil straßenlastig – trotzdem haben wir mit dem Schuh auf der ersten, rund 11,2 km langen, Runde mit hohem Kiesweganteil viel Spaß. Auch das Design weiß beim Ricochet zu gefallen – es wirkt dynamischer und nicht zu grell. Wir würden den Brooks Ricochet allen Läufern empfehlen, die einen Trainingsschuh für ambitionierte Läufe oder einen gutmütigen Wettkampfschuh für 10 Kilometer, Halbmarathons und Marathons suchen, der mit einem ausgezeichneten Komfort und einer unauffälligen Performance punktet.

Saucony Endorphin Shift 2

Der Herren-Laufschuh Saucony Endorphin Shift 2 fällt auf – nicht nur optisch, sondern auch durch seine hohe Konstruktion. Ähnlich wie beim New Balance Fresh Foam 1080 V2 gehört der Saucony zur neuen Generation Laufschuhe, die durch ihren besonders hohen Sohlenaufbau aus der Masse der Schuhmodelle herausstechen. Die hohe Sohle soll zum einen für eine bessere Dämpfung – und zum anderen durch die Speedroll-Technologie für ein »müheloses, nach vorne treibendes Laufgefühl« sorgen. Im Vergleich zum Vorgänger soll der Shift zudem besser belüftet sein.

Beim Auspacken fällt das grelle Design auf – das muss man mögen. Ein hoher Weiß-Anteil verweist bei einem Laufschuh schon mal darauf, dass er nicht unbedingt für den Geländeeinsatz konzipiert wurde, was auch tatsächlich so ist, den Sektor »Trail« schließt Saucony bei der Angabe der Einsatzbereiche aus. Schwierig, wenn man auf dem Land wohnt – hier sind Kies- und Feldwegabschnitte beim Laufen fast unumgänglich.

Zur Eingewöhnung nehmen wir den Saucony mit auf eine abwechslungsreiche Runde rund um den Wohnort. Den Anfang macht Teer – hier fühlt sich der Schuh wohl. Das Abrollverhalten ist tatsächlich toll – zwar muss man sich zunächst an die hohe Sohle gewöhnen, dann bekommt man jedoch schnell ein beschwingtes Laufgefühl, die Speedroll-Technologie wirkt sich positiv aus. Voller Elan biegen wir auf einen Kiesweg ab. Hier wird schnell klar: Schotter ist nicht unbedingt der Lieblingsuntergrund des Endorphin Shift 2. Zwar federt er losen Schotter angenehm weg, das Laufgefühl ist jedoch eigenartig schwammig.

Später geht es über einen ausgewaschenen Ziehweg den Berg hinauf – auch hier ist der Endorphin 2 Shift überfordert, er ist eben ein astreiner Asphaltschuh. Schließlich sind wir wieder auf Asphalt, später geht es eine mit Betonplatten gedeckte Straße erneut den Berg rauf – hier macht sich die Speedroll-Technologie positiv bemerkbar, der Schuh treibt nach vorne. Fazit: Der Saucony Endorphin Shift 2 ist ein toll belüfteter, komfortabler und gut gedämpfter Laufschuh der neuesten Generation, der sich durch sehr gutmütige Passform an Anfänger wie Fortgeschrittene wendet. Wohnt man jedoch nicht in der Stadt und hat auch grob gekieste Laufstrecken geplant, ist der Schuh etwas überfordert.

Asics MetaRide

Der Asics Meta Ride ist, um es auf Neudeutsch auszudrücken, ein »In-Your-Face«-Schuh. Das auffällige Design mit der roten Zwischensohle springt einen förmlich an. Oder, um es mit Asics Worten auszudrücken: »Der MetaRide ist ein Performance-Laufschuh für Herren, der für lange Distanzen auf der Straße konstruiert ist. Das High-Tech-Design erlaubt dir, bei weniger Kraftaufwand länger zu laufen. Basierend auf den drei Pfeilern Effizienz, Dämpfung und Passform wurde dieser Herrenlaufschuh von unseren Spezialisten darauf konzipiert, längere Strecken zu laufen und dabei ultimativen Premium-Komfort zu erleben.« Der Schuh kostet 250 Euro – eine echte Ansage im Laufschuhbereich. Umso gespannter war ich, wie sich der gefährlich rot-schwarz glitzernde Flitzer in der Praxis machen würde.

Die recht starre Bauweise und die aus relativ hartem Plastik beschaffene Sohle lassen beim ersten Anprobieren des Schuhs Skepsis aufkommen. Man befürchtet, wie in einem Langlaufschuh zu laufen. Aber weit gefehlt: das Abrollen, die Dämpfung und das Laufgefühl sind optimal auf einander abgestimmt und man merkt nichts von den festen Komponenten am Fuß. Abrollverhalten und Stoßdämpfung sind beeindruckend: Kleine bis mittelgroße Steine, kleine Kanten im Teer oder Äste auf Waldwegen überrollt man einfach. Dadurch verzeiht der »MetaRide« auch einen »schlampigen Laufstil«. Insgesamt waren wir von den Laufeigenschaften des Asics MetaRide überrascht. Gerade weniger geübte oder aus der Übung gekommene Läufer werden vom gutmütigen Laufverhalten profitieren.

Der Schuh wurde auf unterschiedlichen Wegbeschaffenheiten getestet, von Asphalt über Kies- und Waldweg bis hin zu einem Stück Wiese. Alle Herausforderungen dieser Strecke wurden problemlos gemeistert, wobei der Schwerpunkt klar auf hartem Untergrund liegt. Die Schnürung lässt sich sehr präzise regulieren und hält gut. Die Unterstützung im Fußgewölbe ist spürbar fest und man merkt hier einen Teil des insgesamt recht hohen Aufbaus der Sohle und der Dämpfung. Letztere lässt befürchten, dass durch das gute Federn eventuell zu viel Energie verloren geht, jedoch war es uns an dieser Stelle lieber, die Energie mit der Sohle und nicht mit dem Knie abzufedern. Insgesamt ein toller Laufschuh, der beim Laufen sofort Freude bereitet.

Adidas Runfalcon

Ein Adidas-Straßenlaufschuh für nicht einmal 50 Euro? Warum nicht! Man merkt zwar, dass im Runfalcon nicht ganz so viel Technik steckt wie in teureren Adidas-Modellen, doch genau das macht diesen Herren-Laufschuh angenehm kompakt und unkompliziert.

Das Obermaterial ist relativ straff und luftundurchlässig, was den Runfalcon nicht unbedingt zu einem Wunder an Atmungsaktivität macht. Wem der recht schmale Schuh jedoch passt, der wird damit trotzdem seine Freude haben. Im Gegensatz zum ähnlich teuren Nike Tanjun, dessen Sohle nur aus geschäumtem EVA besteht, hat der Runfalcon einen Gummibesatz – ein klares Plus in Sachen Abnutzung!

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Herren-Laufschuh Test: Adidas (1)
Herren-Laufschuh Test: Adidas (2)
Herren-Laufschuh Test: Adidas (3)
Herren-Laufschuh Test: Adidas (4)

Beim Laufen fühlt sich der Adidas angenehm homogen an. Er bietet in jedem Fall viel Stabilität. Das Fußbett geht für diese Preisklasse voll in Ordnung, die Dämpfung ist straff, aber nicht zu hart. Der Schuh fühlt sich auf Asphalt wohl, wer ihn zu sehr ins Gelände quält, wird unter der mangelnden Seiten- und Kippstabilität zu leiden haben. Aber dort will der Schuh auch gar nicht hin. Die Konstrukteure hatten hier vielmehr den Gelegenheitsläufer im Sinn, der seine Feierabendrunden in der City dreht, den Schuh ab und zu auf Kieswege in Parks ausführt oder einen günstigen Alltagsschuh haben will, mit dem man bei Bedarf auch Laufen gehen kann. Den geradlinigen Adidas-Look gibt’s gratis mit dazu.

Damit ist er ist ein unkomplizierter Partner für Läufer, die einen schmalen Geldbeutel haben oder auch einen Schuh für’s Laufband im Fitnessstudio suchen, denn hier konnte der Runfalcon ebenfalls punkten.

Nike Tanjun

Was für ein unkomplizierter Schuh! Reinschlüpfen und Wohlfühlen lautet das Motto bei einem der günstigsten Nike-Laufschuhe auf dem Markt, dem Tanjun. Sein Aufbau ist denkbar einfach – ein Oberschuh aus flexiblem, luftigen Strick trifft auf einen Unterbau, der ausschließlich aus EVA besteht. Keine Gummielemente an der Sohle, kein Schnickschnack, nichts – daher ist der 60 Euro-Schuh für seine Preisklasse auch recht leicht. »Tanjun« heißt auf japanisch übrigens Einfachheit – wie kein anderer Schuh im Test setzen die Amerikaner bei diesem Modell auf Understatetment.

Wir waren gespannt, ob es ein so simpel gestrickter Schuh »drauf hat«, ob der Schuh also auf wechselndem Untergrund gut performt. Nach einigen Tagen Einlaufen nehmen wir den Schuh mit auf eine hübsche 8 km-Strecke über Teer und sandige Kieswege. Zunächst einmal überrascht die Passform – durch flexibles Strick auf der Oberseite trägt er sich angenehm und fast wie eine Socke. Auch die Dämpfung geht völlig in Ordnung, man rollt gut ab, der Schuh läuft sich sehr angenehm, stützt und ist eine Wohltat auf kürzeren Strecken bis 10 Kilometer.

Was sich schnell bemerkbar macht, ist das simpel gestrickte Fußbett. Der Tanjun bietet dem Fuß vergleichsweise geringen Halt. Das mag bei leichteren Läufern im wahrsten Sinne des Wortes kaum ins Gewicht fallen – bei gut 80 Kilogramm Lebendgewicht rutscht der Fuß jedoch bei jedem Schritt nach vorne – bei langen Läufen etwas unangenehm. Bald bildet sich dort eine »Beule«, wo der große Zeh an die Spitze des Schuhs stößt.

Wenn man den Tanjun jedoch ausschließlich auf Kurzstrecken verwendet, ist das kein Makel. Ingesamt merkt man einfach, dass die Nike-Konstrukteure auch hier einen guten Job gemacht haben. Für den Preis bietet der Tanjun wirklich viel und ist die perfekte Wahl für Laufeinsteiger oder Gelegenheitsläufer. Interessant wäre noch zu sehen, wie gut sich die EVA-Sohle nach 200 und mehr Laufkilometern macht – was den Abrieb angeht, sind wir etwas skeptisch. Langzeiterfahrungen reichen wir nach.

Adidas Galaxy 5

DerAdidas Galaxy 5 reiht sich ungefähr auf dem Niveau des ebenfalls getesteten Runfalcon ein – schon die Optik ist sehr ähnlich. Test-intern muss es der schnörkellose, klassisch designte 40 Euro-Laufschuh mit dem Nike Revolution 5 aufnehmen – und zieht hier den Kürzeren. Der Preiskampf dürfte in dieser Klasse noch heftiger sein als bei den 100-Euro-Schuhen. Speziell hier kommt es also auf die kleinen Details an. Obwohl der Adidas mit einem Paargewicht von unter 600 Gramm ganz gut mithalten kann, zieht er in Sachen Materialwahl den Kürzeren.

So lässt der nur wenig teurere Nike Revolution 5 besser die Luft durch, das Obermaterial des Adidas ist relativ fest. Okay, man könnte sagen, dass das mit Adidas‘ Herkunft aus dem mitteleuropäischen Herzogenaurach zusammenhängt, wo es eben auch mal länger etwas kühler ist. Angesichts Nikes Herkunft aus dem ebenfalls nicht gerade für Dauersonnenschein berühmten Oregon ist das jedoch keine stabile Argumentationsbasis.

So bleibt für uns das Faktum, dass sich der Adidas – zumindest in unseren Augen – eben nicht ganz so gut trägt wie die Preisklassen-Konkurrenz, die auf dem Treppchen gelandet ist, klassisches Design hin oder her. Beim Laufen haben Nike und auch New Balance-Modelle schlichtweg mehr Spaß gemacht und ein besseres »Feeling« vermittelt. Bleibt uns der Hinweis, dass der Adidas Galaxy 5 für rund 40 Euro ein hübscher Alltagsschuh für Nutzer ist, die gelegentlich mal Laufen wollen, sich aber primär an klassischem Adidas-Design erfreuen wollen.

Under Armour HOVR Sonic 2

Hier kommt der Styler unter den Testschuhen – der Under Armour HOVR Sonic 2. Allein schon die vom mintgrün nach neon-orange übergehende Sohle sorgt für einen Hingucker-Effekt wie bei keinem anderen Schuh im Testfeld. Auffällig bei der Passform ist die schräge Fersenpartie – fast wie bei einem Kletterschuh wird wird der Fuß nach vorne in den Zehenbereich gedrückt. Beim »Eingehen« sorgt der Under Armour HOVR Sonic 2 dann schon Mal für ein lachendes Gesicht. Er trägt sich so unkompliziert und geradlinig, wie man das von einem Under Armour-Schuh erwartet. Doch kann die amerikanische Marke auch beim Laufen punkten?

Gespannt führe ich den HOVR Sonic 2 auf eine Straßenrunde aus, die fast ausschließlich über Teer und fein gekieste Wege führt. Der Schuh dämpft moderat bis straff, die Stoßdämpfung geht in Ordnung, laut Hersteller soll ihn die Sohle für längere Läufe prädestinieren. Auf meiner Runde gibt sich der HOVR Sonic 2 reichlich unspektakulär und tut zuverlässig seinen Dienst. Er fällt relativ klein aus, was man ihm nicht ankreiden kann – man sollte den Under Armour HOVR Sonic 2 etwas größer als die »Straßenschuhgröße« wählen.

Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Schuh – er tut zuverlässig seinen Dienst und ist vom Laufverhalten unspektakulärer, als die peppige Optik vermuten lässt. Er schafft damit perfekt den Spagat zwischen stylischem Gelegenheits-Laufschuh und einem Langstreckler, der sich perfekt als Trainingschuh für den nächsten Halbmarathon und Marathon eignet. Um ihn zum Wettkampfschuh zu machen, müsste man ihm jedoch noch ein paar Gramm abnehmen.

Adidas UltraBoost

Der Knit-Hype (oder soll man besser sagen: Die aktuelle Entwicklung hin zur Verwendung von Strick-Obermaterialien bei Laufschuhen) hat auch vor dem Branchenriesen Adidas nicht Halt gemacht. Was man dem UltraBoost ebenfalls anmerkt, ist eine gewisse Prise Retro-Design. So setzt adidas beim UltraBoost auf sein Torsion-System, das sich seit Jahren bewährt.

So bin ich sehr gespannt auf den Adidas, der ein paar Features mitbringt, die einem vom Puma Hybrid Runner Unrest her bekannt vorkommen. Besonders auffällig ist auch beim Adidas die Strick-Konstruktion. Das Obermaterial besteht zu 100 Prozent aus Strick, der Fuß hat einen sehr angenehmen Sitz – fast wie in einer Socke. Die Strick-Konstruktion wird von außen nur durch die Laschen des Schnürsystems gestützt, das allein an der Sohle fixiert ist. Ergebnis ist ein angenehm lockerer und trotzdem stabiler Sitz und eine ausgezeichnete Belüftung. Auch die Boost-Dämpfung weiß zu überzeugen. Der Schuh dämpft ausgezeichnet ab, liegt in der Kurve satt auf dem Untergrund und macht mittellange Läufe zu einem Genuß. Der Adidas wird schnell zum gern getragenen Alltags-Accessoire, mit dem man auch mal auf die Laufstrecke starten kann, wenn man gerade Lust drauf hat. Ihn als reinen Wettkämpfer zu betrachten, kommt mir indes nicht in den Sinn. Dafür ist er etwas zu träge und etwas zu schwer.

Im Training hat sich das Konzept aber durchaus bewährt – der UltraBoost performt auf hartem Untergrund so gut wie auf Kies. So bleibt der UltraBoost sowohl Laufschuh als auch modisches Statement, mit dem man gut Laufen kann. Der Schuh sieht verflixt gut aus, bringt in meinen Augen aber nicht die Performance mit, die ihn für die Jagd auf Bestzeiten prädestinieren.

Brütting Project

Brütting ist so etwas wie der Dacia unter den Schuhherstellern: günstig in der Anschaffung, zuverlässig in der Funktion, aber nicht unbedingt der Ideengeber der Branche. So nahm ich den Brütting Project mit auf eine 11-Kilometer–Runde, die 2/3 über Teer und 1/3 über Kieswege führte. Was zunächst einmal verblüfft, ist das Gewicht. Mit 484 Gramm pro Paar landet der Brütting unter den Top 5 und fühlt sich am Fuß angenehm leicht an. Was das Obermaterial angeht, setzt Brütting auf eine Kombination aus Strick und Plastikelementen. Das stützt im Laufeinsatz gut, von der Belüftung kommt er jedoch nicht ganz an die Konkurrenz wie New Balance Fresh Foam Zante Pursuit heran. Trotzdem stellt man sich angesichts dieses Preis-Leistungs-Wunders fast schon zwangsläufig die Frage, welche Bedeutung der Markenname beim Schuhkauf hat …

Beim ersten Laufeinsatz weiß der Project durch seine gutmütige, fehlerverzeihende Performance zu überzeugen. Für seinen Preis von nur 60 Euro weiß er durchaus zu punkten. Warum mehr ausgeben, wenn es ein günstiger Schuh für 60 Euro auch bringt? Nun, man muss ins Detail gehen, um hier argumentieren zu können. Die Verarbeitung kommt nicht ganz an Highend-Schuhe wie den adidas UltraBoost heran, auch ist das Design nicht so detailverliebt wie bei der ein- oder anderen Konkurrenz. Die Aufnäher und abgesetzten Textilteile sehen nicht ganz so hochwertig aus. Trotzdem setzt Brütting beispielsweise auf eine OrthoLite Einlegesohle, die den Fuß ausgezeichnet stützt und den Project zu einem günstigen, funktionalen Laufpartner macht, der den Vergleich mit teureren Modellen nicht zu scheuen braucht.

Salomon XA Pro 3D V8

Der Salomon XA Pro 3D V8 ist ein alter Bekannter – und einer der Wegbereiter des Trailrunnings, schließlich gibt es ihn seit mehr als 10 Jahren. Wurde er einst neugierig beäugt, ist er inzwischen ein gewohnter Anblick. Vor zehn Jahren war es noch etwas Besonderes, einen Laufschuh mit grober Wanderschuh-Sohle und robuster Verarbeitung erwerben zu können – inzwischen gibt es zahllose Modelle von fast ebenso vielen Herstellern.

Mit den Jahren hat Salomon den XA 3D immer und immer wieder überarbeitet – wenn auch nur leicht. Das Kürzel »V8” ist ein Hinweis darauf, dass der Schuh in der achten Version erschienen ist. Das hat zweifelsohne den Vorteil, dass man weiß, was man kauft: einen robusten Wander- und Laufschuh mit griffiger Profilsohle, viel Stabilität, der bewährten Salomon-Schnellschnürung und einem gutmütigen, komfortablen Fußbett.

Schlüpft man in den XA Pro 3D V8 hinein, fühlt es sich dann auch so an, als treffe man einen alten Bekannten. Mit dem Ortholite-Fußbett macht man nichts falsch, die Contagrip-Sohle wurde von Version zu Version verbessert – auch gibt Salomon an, dass »das niedrige Chassis zwischen Außensohle und Zwischensohle […] die Bewegungssteuerung und das Energiemanagement« verbessere. Beim Laufen fühlt sich der rund 700 Gramm schwere Schuh schwer und etwas unbeholfen an, gegen die Testsieger hat er es schwer.

Dafür, dass Salomon den XA 3D Pro unter der Sparte »Trailrunningschuh« führt, ist die Konstruktion des Schuhs schlichtweg etwas altbacken. Im Kern basiert der Schuh eben noch auf dem Ur-XA Pro 3D von vor mehr als zehn Jahren. Wir können das Modell daher nur Einsteigern empfehlen, die ihn primär zum Wandern verwenden – und vielleicht ab und zu mal ins Geländelaufen hineinschnuppern wollen.

Puma Viz Runner

Hmm, wie richtige Laufschuhe schauen die Viz Runner von Puma ja nicht unbedingt aus. Eher wie Basketballstiefel, die man auf Halbschuh getrimmt hat. Der massive Aufbau mit dickem Obermaterial und voluminösem Dämpfungskeil treibt das Gewicht ordentlich in die Höhe. Der Puma ist mit 748 Gramm pro Paar der schwerste Schuh im Testfeld. In dieser Gewichtsklasse ist man schon im Bereich eines leichten Wanderschuhs unterwegs.

Die massive Bauweise und das hohe Gewicht sorgen in Kombination mit einem mittelmäßigen Abrollverhalten dafür, dass der Puma Viz Runner relativ hart auf den Boden auftrifft. Da kann man noch so behutsam laufen – auch hier gibt es deutliche »Flapp-flapp«-Geräusche und ein unrundes Abrollen. Der Unterschied zu einem gut abrollenden Laufschuh ist frappierend – der Puma Viz Runner kann so maximal als Trainingsschuh empfohlen werden oder als Sneaker, den man höchstens mal zum 5-Kilometer-Feierabendlauf verwendet.

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Herren-Laufschuh Test: Puma (1)
Herren-Laufschuh Test: Puma (2)
Herren-Laufschuh Test: Puma (3)
Herren-Laufschuh Test: Puma (4)
Herren-Laufschuh Test: Puma (5)

Langstrecken sind mit dem Viz Runner passé, dafür ist er schlicht zu plump und nicht exakt genug. Immerhin: Auf unserer Testrunde fühlten wir uns nach drei Kilometern erstaunlich wohl, was den Tragekomfort angeht – fast so, als wäre der Viz Runner ein Sofa auf zwei Sohlen. Das Testergebnis steht jedoch fest: Der Schuh ist eher ein Verlegenheits-Laufschuh als ein astreiner Running-Bolide und eignet sich nicht zuletzt aufgrund des hohen Gewichts eher als Alltags-Sneaker.

Puma Hybrid Runner Unrest

Puma und Laufschuh? Warum nicht! Zu Unrecht sieht man die Marke mit der Raubkatze in Hobby-Läuferkreisen vergleichsweise selten. Immerhin lief der legendäre 100-Meter-Läufer Usain Bolt jahrelang in Puma-Schuhen. So packen wir die Schuhe mit etwas sperrigen Namen voller Vorfreude aus – und gleich fällt uns etwas auf: das wahnsinnig weiche, fast schon an Jersey erinnernde Obermaterial. Es schmiegt sich förmlich dem Fuß an und ist leicht stretchig. Gleich stellt sich die erste Frage: Kann dieser Schuh Halt geben? Wir tragen den Hybrid Runner Unrest zunächst einige Tage im Alltag, ehe wir uns das erste Mal auf die 10 km-Hausrunde traue. 75 Prozent Teer, 20 Prozent Kieswege, 5 Prozent Wiese. Das Ergebnis ist durchaus positiv – dieser Schuh weiß mit seiner Lockerheit zu überzeugen.

Erstaunlich, dass der Puma dabei nicht unbedingt zu den Leichtgewichten im Testkreis gehört. Der Sohlenaufbau ist vergleichsweise schwer, was man aber unterwegs kaum bemerkt. Optisch schafft der Schuh den Spagat zwischen »Styler« und Laufschuh spielend. Der Hybrid Runner Unrest ist damit ein Schuh, den man zum Ausflug ins Eiscafé in der City genauso anziehen kann wie für den spontanen Lauf in den Park. Für Offroad-Quälereien ist er schlichtweg zu zahm, uns wäre er dazu auch viel zu schade, denn das feine Strick-Obermaterial verleiht ihm eine gewisse Finesse. Und noch etwas: Wer viel und lange bergauf und bergab rennt, wählt einen Schuh mit einem etwas festeren Obermaterial. Der Puma Hybrid Runner Unrest lässt dem Fuß viel Bewegungsfreiheit, was bei langen Anstiegen zu Kraftverlust führt. Was beim Puma zu überzeugen weiß, ist hingegen die Fersenlasche. Der Schuh lässt sich damit deutlich einfacher anziehen. Aufgrund seines lockeren Sitzes sollte er recht eng sitzend gewählt werden.

Sollomensi Herren Laufschuhe

Sollomensi, der günstigste Schuh im Test, erinnert in einigen Details wie beispielsweise der Sohle an ein bereits im letzten Jahr getestetes Modell, den HMIYA. Bei diesem Schuh löste sich nach wenigen Kilometern bei sommerlicher Hitze die Sohle vom Schuh – das Billigmodell war damals auf Anhieb durchgefallen, wir haben es schließlich komplett aus dem Test genommen. Beide Schuhe sind, wie der Eagsouni, Billigschuhe aus Fernost. Die Hersteller geben sich gar nicht erst die Mühe, ihren Schuhen eigene Modellnamen zu geben – so ist der Name Hersteller- und Modellname zugleich.

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Herren-Laufschuh Test: Sollomensi (2)
Herren-Laufschuh Test: Sollomensi (1)
Herren-Laufschuh Test: Sollomensi (3)
Herren-Laufschuh Test: Sollomensi (4)
Herren-Laufschuh Test: Sollomensi (5)

Skeptisch beäugen wir den Sollomensi. Wird sich auch hier die Sohle lösen? Immerhin hat der Schuh im Gegensatz zum HMIYA keine Luftpolsterdämpfung mit transparentem Fenster – beim HMIYA offensichtlich eine schlecht gemachte Reminiszenz an den Nike Air Max. Der Oberschuh besteht fast komplett aus Strick, was den Schuh sehr flexibel macht. Die Sohle wirkt weich, die weit ausladenden Gummistollen erinnern an einen Trailrunning-Schuh.

Auch beim Sollomensi wird während des Laufens deutlich: Bei chinesischen Billigschuhen wird keine Linie konsequent zu Ende gedacht. Für einen Trailrunning-Schuh bietet das Obermaterial dem Fuß zu wenig Halt, für einen Straßenlaufschuh ist die Sohle zu schwammig. Immerhin ist Sollomensi dieser ungewöhnliche Schuh-Spagat besser gelungen als Eagsouni. Auf einer abwechslungsreichen, 12 Kilometer langen Testrunde mit dem Nachwuchs im Kinderjogger über Teer, Feldwege und Hügel – eine Disziplin, bei der sich in Sachen Laufschuhe schnell die Spreu vom Weizen trennt – macht der Sollomensi durchaus Spaß.

Was die Verarbeitung und vor allem den wenig haltgebenden, weil weichen Oberschuh angeht, bleibt jedoch ein fader Beigeschmack. In Sachen Stabilität ordnet sich der Sollomensi jedenfalls sehr weit hinten ein. Für wenige Euro mehr bekommt man bei Nike und Adidas deutlich besser verarbeitete Schuhe, die vielleicht nicht ganz so trailtauglich, dafür aber verlässlich sind.

Saguaro Herren Barfußschuh

Wir sagen es ja nicht gerne, aber bei keinem Schuh im Test fiel es uns aufgrund eines abstoßenden Designs derart schwer, ihn überhaupt zu testen wie beim Saguaro. Der grell-orangene Schuh sieht schlichtweg billig aus. Vielleicht liegt es zum Teil auch an der Farbwahl – in anderen, dunkleren Farben hat der Schuh ein ganz anderes, etwas geradlinigeres Design.

Auf Amazon wird der Schuh als Barfußschuh verkauft. Da verblüfft es schon, dass das Modell pro Schuh mehr als 300 Gramm und damit ungefähr so viel wie ein mittelschwerer »Standardschuh” wiegt. Die Sohle wirkt relativ klobig, das Obermaterial hingegen recht weich. Gefallen hat uns die Möglichkeit, das stretchige Schnürband per Klettverschluss zu fixieren – so flattert es nicht und geht nicht im Weg um. Trotzdem – ein Barfußschuh muss leichter sein.

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Herren-Laufschuh Test: Saguaro (1)
Herren-Laufschuh Test: Saguaro (2)
Herren-Laufschuh Test: Saguaro (3)
Herren-Laufschuh Test: Saguaro (4)
Herren-Laufschuh Test: Saguaro (5)

Beim Laufen hat der Saguaro Sonnen- und Schattenseiten. Zwar vermittelt die Sohle ein ganz gutes Gefühl für den Untergrund, auf der anderen Seite könnte der Schuh etwas straffer am Fuß sitzen. Bei langem Bergablaufen oder Teer-Geraden stört das ständige »Flapp-flapp-flapp” der locker sitzenden Sohle, die sich aufgrund des weichen Obermaterials stärker auf- und abbewegt als sie es sollte.

Saguaro orientiert sich bei diesem Schuh stark am Barfußschuh-Pioniermodell von vibram, den Fivefingers – diese kosten allerdings das vierfache des Billigschuhs. Unser Tipp: Zum Reinschnuppern in die Barfuß-Szene sind die Saguaros nicht schlecht, für mehr fehlt ihnen ein wenig mehr Pfiff. Immerhin wird auf dem Beipackzettel darauf hingewiesen, dass sich das Modell auch für Wassersport, Beachball, Wandern und Radfahren eignen soll. Na dann …

Eagsouni Herren Laufschuhe

Neutralität ist die Mutter des Testberichts. Trotzdem: Bei einem der günstigsten Schuhe im Test, dem je nach Größe nur 40 Euro teuren Eagsouni, einem No-Name-Fernostprodukt, ist eine neutrale Bewertung schwierig. Der Schuh ähnelt einem Salomon Speedcross 4 auf geradezu unverschämte Weise. Von Plagiat zu sprechen ist vielleicht zu viel, trotzdem dürfte Salomon angesichts des Eagsouni nicht begeistert sein.

Wir wollen trotzdem so neutral wie möglich sein und nehmen den Schuh auf eine recht geröllige Wandertour mit, bei dem eine inklusive Kind und Zuladung ca. 20 Kilogramm schwere Kraxe auf den Schultern ruht – durchaus extreme Testbedingungen. Mit dem Schuh laufen zu gehen, kommt uns gar nicht erst in den Sinn – er erinnert eher an einen leichten Wanderschuh als an einen ernst gemeinten Läufer.

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Herren-Laufschuh Test: Eagsouni (1)
Herren-Laufschuh Test: Eagsouni (2)
Herren-Laufschuh Test: Eagsouni (3)
Herren-Laufschuh Test: Eagsouni (4)
Herren-Laufschuh Test: Eagsouni (5)

Vom ersten Schritt an wird (leider) deutlich: Was die Chinesen hier zusammengeschustert haben, ist am besten mit dem Wort »inkonsequent« zu bezeichnen. Der Schuh ist weder Fisch noch Fleisch. Die dünne Einlegesohle bietet dem Fuß wenig Halt, zudem ist der Schuh im Vorderfußbereich so dünn, dass man den Eindruck bekommt, hier wollte jemand einen Barfußschuh mit einem robusteren Bergwanderschuh kombinieren – nicht zuletzt hat der Eagsouni Metall-Schnürösen, die sonst bei Laufschuhen selten bis nie zum Einsatz kommen, weil sie das Gewicht zu sehr in die Höhe treiben.

Kraxe am Rücken hin oder her: Die Sohle an diesem Schuh ist, wie gesagt, schlichtweg zu dünn, um damit laufender Weise ins Gelände zu starten, wo er ja mit Blick auf das grobe Profil offensichtlich hin soll. Die durchaus vorhandene Dämpfung arbeitet zwar ordentlich, in Kombination mit dem miserablen Fußbett fühlt sich der Fuß im Schuh jedoch schlichtweg nicht wohl – während dem Laufen fühlt es sich an, als würde man versuchen auf einer schrägen, mit dicker Raufasertapete bespannten Verbundplatte Halt zu finden.

Ist man wirklich hart im Nehmen und will einen Salomon-Fake spazieren tragen, mag der Eagsouni Sinn machen. An alle anderen die klare Message: Finger weg von dem Schuh! Er ist die 40 Euro nicht wert.

So haben wir getestet

Alle Laufschuhe wurden auf verschiedenen Streckenlängen zwischen 5 und 25 Kilometern getestet. Je nach Schuh verliefen diese Strecken auf hartem (Asphalt, Beton), weichem (Feldwege) oder auch gerölligem Untergrund (Fußpfade im Alpenvorland und der Münchner Schotterebene).

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Herren-Laufschuh Test: Laufschuhe Alle
Herren-Laufschuh Test: Gesamt (1)
Herren-Laufschuh Test: Gesamt (2)
Herren-Laufschuh Test: Alle Herren Laufschuhe

Die Schuhe wurden nur hinsichtlich der vom Hersteller empfohlenen Verwendung bewertet. Es wurde also kein Straßenschuh dafür »bestraft«, wenn er auf losem Untergrund nicht so gut performte. Allerdings wurde darauf Wert gelegt, die Schuhe möglichst vielseitig zu testen – schließlich werden auch »Stadtläufer« den ein oder anderen Kilometer auf Kieswegen zurücklegen.

Die wichtigsten Fragen

Worauf sollte man beim Schuhkauf achten?

Laufschuhe sollten stets etwas größer gekauft werden, da der Fuß beim Laufen etwas Bewegungsfreiheit braucht und sich Blasen bilden, wenn man beispielsweise mit den Zehen dauernd vorne am Schuh anstößt. Zudem sollte man sich vor dem Kauf überlegen, für was man die Schuhe primär einsetzen will. Lockere Laufrunden am Abend oder anspruchsvolle Trailruns am Wochenende? Nicht zuletzt hängt die Schuhwahl davon ab, wie gut der Fuß trainiert ist. Im Zweifel hilft der Händler des Vertrauens – oder ein Orthopäde bzw. Sportmediziner.

Welche Arten von Laufschuhen gibt es?

Laufschuh-Arten gibt es viele. Um nur die wichtigsten zu nennen: Trailrunningschuhe mit stark profilierter Sohle für das Laufen im Gelände, Straßenlaufschuhe mit so gut wie keinem bzw. wenig Profil, Profi-Sprintschuhe mit Spikes für den Einsatz auf der Tartanbahn. Oft haben die Hersteller auch Mischformen im Programm, bei denen Elemente aus verschiedenen Laufschuhklassen kombiniert werden. Immer beliebter werden auch Schuhe mit hohem Sohlenaufbau, was für mehr Dämpfung und Vortrieb sorgen soll.

Sollten Laufschuhe wasserdicht sein?

In den seltensten Fällen ist es unbedingt notwendig, einen wasserdichten Schuh zu kaufen. Erstens sind wasserdichte Schuhe schwerer als „herkömmliche“ Laufschuhe, zweitens bringt die wasserdichte Membran bei Laufschuhen oft nichts, da der Schuh bei stärkerem Regen so oder so von oben her vollläuft. Läuft man jedoch stets nur kleine Runden, ist das nicht von Belang – dann kann man getrost auch zu einem wasserdichten Schuh greifen.

Wie viel sollte ich für einen Laufschuh ausgeben?

Als grobe Faustregel gilt: Will man ernsthaft mit dem Laufen starten und plant man mindestens ein Training/einen Lauf pro Woche durchzuführen, lohnt es sich 70 Euro und mehr auszugeben. Wer schon tiefer in der Laufmaterie steckt, muss mit 100 Euro und mehr kalkulieren, Gelegenheitsläufer finden oft auch schon für 50 Euro anständige Schuhe. Alles, was preislich darunter liegt, ist in der Regel nicht ernst zu nehmen bzw. qualitativ schlichtweg untauglich.

Welche Socken sollte ich beim Laufen tragen?

Das waren noch Zeiten, als man mit Baumwoll- oder Tennissocken zum Laufen ging, weil es nichts besseres gab! Die Zeiten sind definitiv vorbei, denn heute gibt es spezielle Laufsocken von den verschiedensten Herstellern. Wer einmal speziell für das Laufen konstruierte, atmungsaktive und dünne Laufsocken ausprobiert hat, wird sie nicht mehr missen wollen!

Was ist von Schnellschnürsystemen zu halten?

Schnellschnürsysteme sind selten, trotzdem haben sie einzelne Hersteller im Programm – zum Beispiel Salomon oder Icebug. Sie vereinfachen den Schnürvorgang – und, wie ihr Name schon sagt, beschleunigen diesen. Sie machen durchaus Sinn, denn Schnellschnürsysteme sorgen in der Regel auch für mehr Halt. Es ist nicht zuletzt eine ästhetische Frage, ob man einen Schuh mit Schnellschnürsystem ausprobieren will – und eine finanzielle, denn diese Schuhe sind in der Regel etwas teurer.

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 Test: Artboard

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