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Der beste Herren-Wanderschuh

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Herren-Wanderschuh Test: Wanderschue
Arnold Zimprich

Arnold Zimprich

ist seit Kindesbeinen sportlich sehr vielseitig unterwegs. Seinen ersten Pokal stellte er sich mit 6 Jahren in den Schrank, seitdem macht er das bayerische Voralpenland und die Gebirge Europas mit Laufschuh, Rennrad, Tourenski oder Eispickel unsicher. Er schreibt unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Alpin, das Bergzeit Magazin und die Alpenvereins-Magazine Panorama und Bergauf.

Wir haben 18 Wanderschuhe für Herren getestet. Der beste ist für uns der Hanwag Banks GTX. Er kombiniert ein überragendes Fußbett mit einer griffigen Sohle, einem stimmigen Aufbau mit hohem Schaft und einem klassischen, dezenten Design. Er richtet sich damit an ein breites Spektrum an Freizeitsportlern – vom Wander-Einsteiger bis zum fortgeschrittenen Hüttenwanderer. Doch auch für alpinere Unternehmungen, für Leichtgewichtsfreunde und für Klettersteigfans haben wir einen Schuhtipp.

Update 28. Juli 2020

Wir haben den Test um neun Modelle erweitert. Unser neuer Favorit ist der Hanwag Banks GTX. Eine Empfehlung ergatterten außerdem der La Sportiva Stream GTX,  der Salewa Mountain Trainer Mid Gore Tex und der Dachstein Super Ferrata GTX.

Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust: Der Freizeitsport erfreut sich einer gleichbleibend hohen Beliebtheit und spricht breite Bevölkerungsschichten an. Diese Tatsache nehmen sich auch alle namhaften Schuhhersteller Jahr für Jahr zu Herzen und bringen teils neue, teils überarbeitete Wanderschuhmodelle auf den Markt.

Im Test haben wir uns 18 Modelle verschiedenster Hersteller angesehen – vom leichten Wander-Halbschuh bis hin zu einem klassischen, schweren Trekkingstiefel. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.

Kurzübersicht: Unsere Empfehlungen

Der Hanwag Banks GTX ist ein echtes Komfortwunder. Der Schuh überzeugt durch das beste Fußbett im Test, ist robust verarbeitet und ein treuer Begleiter auf Wandertouren verschiedener Schwierigkeitsgrade. Zwar ist er nicht der leichteste Schuh, macht dieses Manko aber durch eine hohe Stabilität wett, die ihn auch für das Tragen schwererer Lasten geeignet macht. Die stark profilierte, griffige Sohle macht ihn zudem zu einem Geländetalent.

Der Allrounder

Mammut Ducan High GTX

Der Mammut Ducan High GTX hat uns auf Anhieb überzeugt. Er ist ein Rundum-Sorglos-Wanderschuh, umfasst den Fuß fast wie eine Socke und überzeugt durch sein cleveres Zungenkonzept. Der Schuh ist mit 1.124 Gramm angenehm leicht, hat eine leichtgängige Schnürung und punktet mit einer griffigen Vibramsohle. Das durch Knit-Elemente durchbrochene Obermaterial passt sich dem Fuß flexibel an und bietet einen guten Halt in jeder Tragesituation. Die Gore-Tex Membran gibt Feuchtigkeit und Nässe keine Chance.

Leicht & schnell

La Sportiva Stream GTX

Test Herren-Wanderschuh: La Sportiva Stream GTX
Leichter, innovativer Berg- und Wanderstiefel mit gewichtsreduzierter Konstruktion. Vergleichsweise niedriger Schaft.

Der La Sportiva Stream GTX ist ein leichter, agiler und griffiger Berg- und Wanderschuh für all diejenigen, die schnell&leicht unterwegs sind. Durch seine Gore-Tex Surround Membran ist der La Sportiva absolut wasserdicht – in Kombination mit der Nano Cells 2.0-Struktur aber hochgradig atmungsaktiv. Besonders gefallen hat uns das griffige Profil, dass sich in nahezu jedem Gelände wohl fühlt.

Ein Schuh fürs Grobe

Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex

Test Herren-Wanderschuh: Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex
Bequemer, fester und trotzdem vergleichsweise leichter Bergstiefel mit stabiler Zwischensohle für Bergtouren-Einsätze bis hinauf ins alpine Umfeld.

Salewa hat mit dem Mountain Trainer Mid Gore Tex einen Schuh entworfen, der speziell auf etwas alpineren Touren voll überzeugen kann. Der schön verarbeitete Schuh hat eine feste Zwischensohle, lässt sich dadurch sehr präzise treten und punktet mit einer angenehmen Passform. In Verbindung mit Leichtsteigeisen ließe er sich sogar für leichte Hochtouren verwenden. Dass er »Made in Europe« ist, hat uns zusätzlich gefallen.

Für Kletterfexe

Dachstein Super Ferrata MC GTX

Test Herren-Wanderschuh: Dachstein Super Ferrata MC GTX
Toll geschnittener, fester Bergstiefel mit hoher Trittpräzision und schöner Verarbeitung.

Dachstein hat mit dem Super Ferrata GTX einen kompakten und festen Berg- und Wanderstiefel im Programm, der trotz seines Namens nicht nur in Klettersteigen, sondern in allen möglichen bergsportlichen Einsatzbereichen punkten kann. Im Test überzeugte er insbesondere durch seine tolle Passform, durch sein für einen Bergschuh seiner Klasse geringes Gewicht und eine schöne Verarbeitung.

Vergleichstabelle

Vergleichstabelle
Unser FavoritDer AllrounderLeicht & schnellEin Schuh fürs GrobeFür Kletterfexe
ModellHanwag Banks GTXMammut Ducan High GTXLa Sportiva Stream GTXSalewa Mountain Trainer Mid Gore-TexDachstein Super Ferrata MC GTXMeindl Island Pro MFSScarpa ZG Lite GTXinov-8 Roclite 345 GTXHanwag Alverstone II GTXBrütting Mount Bona HighThe North Face Ultra Fastpack III Mid GTXLowa Renegade GTX MidKeen Targhee Mid WPDachstein Super Leggera GTXSalomon OUTlineJack Wolfskin Vojo 2 Hike Texapore Mid MSalomon Outback 500 GTXVaude Men's HKG Core Mid STX
Test Herren-Wanderschuh: Hanwag Banks GTXTest Herren-Wanderschuh: Mammut Ducan High GTXTest Herren-Wanderschuh: La Sportiva Stream GTXTest Herren-Wanderschuh: Salewa Mountain Trainer Mid Gore-TexTest Herren-Wanderschuh: Dachstein Super Ferrata MC GTXTest Herren-Wanderschuh: Meindl Island Pro MFSTest Herren-Wanderschuh: Scarpa ZG Lite GTXTest Herren-Wanderschuh: inov-8 Roclite 345 GTXTest Herren-Wanderschuh: Hanwag Alverstone II GTXTest Herren-Wanderschuh: Brütting Mount Bona HighTest Herren-Wanderschuh: The North Face Ultra Fastpack III Mid GTXTest Herren-Wanderschuh: Lowa Renegade GTX MidTest Herren-Wanderschuh: Keen Targhee Mid WPTest Herren-Wanderschuh: Dachstein Super Leggera GTXTest Herren-Wanderschuh: Salomon OUTlineTest Herren-Wanderschuh: Jack Wolfskin Vojo 2 Hike Texapore Mid MTest Herren-Wanderschuh: Salomon Outback 500 GTXTest Herren-Wanderschuh: Vaude Men's HKG Core Mid STX
Pro
  • Höchster Gehkomfort im Test
  • Wasserdichte Gore-Tex Membran
  • Griffige Vibram-Profilsohle
  • Guter Halt
  • Moderne Optik
  • Toller Sitz
  • Leichtgängige Schnürung
  • Tolle Passform
  • Geringes Gewicht
  • Griffige Vibram-Sohle
  • Komplett wasserdicht
  • Tolles Preis-Leistungsverhältnis
  • Schöne Verarbeitung
  • Für einen vollwertigen Bergstiefel leicht
  • Schöne Verarbeitung
  • Abriebfeste Zehenkappe
  • Präziser Tritt
  • Griffige Sohle
  • Sehr robuste Verarbeitung
  • Tolle Passform
  • Hoher Schaft
  • Feste Konstruktion
  • Griffige Sohle
  • Funktionale Schnürung
  • Bequemes Fußbett
  • Extrem leichtes Gewicht
  • Wasserdicht durch Gore-Tex
  • Griffige Sohle
  • Stabilster Schuh im Test
  • Griffiges Profil für grobes Gelände
  • Hoher, umknicksicherer Schaft
  • Gute Preis-Leistung
  • Tolles Abrollverhalten
  • Wasserdichte Eigenmembran
  • Wenig Gewicht für einen Halbschuh
  • Flexible, bequeme Konstruktion
  • Sneaker-ähnliche Optik
  • Robuste Verarbeitung
  • Gutmütige, breite Passform
  • Bequemer Schaft
  • Komfortables Fußbett
  • Reflektierende Elemente und praktische Anziehschlaufe
  • Innovative Strickkonstruktion
  • Tolles Klimamanagement
  • Griffige Sohle
  • Leichtester Schuh im Test
  • Griffiges Profil
  • Gute Dämpfung
  • Preis-Leistungsverhältnis okay
  • Wasserdicht
  • Tolle Verarbeitung
  • Wasserdicht
  • Hoher, stabiler Schaft
  • Umweltfreundliche Produktion
  • Zeitloses Design
  • Wasserdichte Sympatex-Membran
Contra
  • Vergleichsweise hoher Preis
  • Etwas niedriger Schaft
  • Vergleichsweise teuer
  • Hohes Gewicht
  • Etwas unflexibel
  • Weich
  • Verlangt den gut trainierten Fuß
  • Hohes Gewicht (in dieser Schuhklasse aber vertretbar)
  • Leder saugt sich voll
  • Wenig Seitenstabilität
  • Klobige Sohle
  • Sehr breite Konstruktion
  • Für einen Bergschuh wenig Stabilität
  • Wenig Fußführung (größenabhängig!)
  • Keine wasserdichte Membran
  • Geringe Umknickstabilität
  • Extrem weich
  • Wenig Führung
  • Sohle in schwierigerem Gelände wenig griffig
  • Eher weiche, durchbiegende Sohle
  • Schaftkonstruktion neigt zum Reiben
  • Sehr weiche Sohle
  • Schwammige Geh-Performance
Bester Preis
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Ein paar Fachsimpeleien

Die Hersteller werden nicht müde, sich bei Wander- und Bergschuhen mit Fachbegriffen, neuen technischen Kniffen und Innovationen voneinander abzugrenzen und so zu versuchen, jede Saison das Schuh-Rad neu zu erfinden. Vieles bleibt jedoch seit Jahren unverändert – so wie die hier erklärten Begriffe.

Vibram-Sohle

Die italienische Marke Vibram spielt in der Schuhindustrie eine ähnliche Rolle wie die Marke Bosch in der Automotive- und E-Bike-Industrie. Wander- und Bergschuhe sind ohne das sechseckige Logo schlichtweg nicht denkbar. Im Test verwenden die meisten Hersteller Vibram-Sohlen.

Vibram-Sohlen sind marktführend

Allein Salomon und Keen setzen auf Eigenentwicklungen. Warum aber diese Marktdominanz? Das liegt ganz einfach daran, dass Vibram sich schon sehr früh einen Namen in der Bergschuhindustrie gemacht hat und nur wenig Konkurrenz zu fürchten hatte. Schon 1937 meldete Firmengründer Vitale Bramani seine Sohle zum Patent an.

Wo verläuft die Grenze vom Wander- zum Bergschuh?

Hier ist ein Blick auf die von der bayerischen Firma Meindl eingeführte Schuh-Kategorisierung nützlich. Sie teilt outdoortaugliche Schuhe anhand verschiedener Merkmale in die Klassen A, B, A/B, B/C, C, D und F ein. Dabei wird unter anderem zwischen Wanderschuhen mit hohem Schaft (A/B), Trekkingstiefeln (C) und Bergstiefeln (D) unterschieden. Den Unterschied macht unter anderem ein steiferer und höherer Schaft sowie die Steifigkeit der Zwischensohle aus.

Zwischensohle

Die Zwischensohle bezeichnet den Schuh-Unterbau – also jenes Bauteil des Schuhs, das zwischen der tatsächlichen Schuhsohle und dem Fußbett liegt. Je nach Einsatzbereich und Hersteller ist sie entweder weich, um ein gutes Gefühl für den Untergrund und einen hohen Gehkomfort zu ermöglichen, oder hart, um dem Träger auch auf grobem Geröll und auf alpinen Steigen ausreichend Halt und Gehkomfort zu bieten.

Herren-Wanderschuh Test: Photo 1469026140142 Cb239ea68152
Auf solchem Terrain ist eine harte Zwischensohle hilfreich.

Obermaterial

Den guten alten Vollleder-Bergschuh gibt es zwar noch – man muss ihn aber zwischen allerlei innovativeren Schuhen suchen. An seine Stelle sind Schuhmodelle mit den verschiedensten Materialkombinationen getreten. Wie bei den Laufschuhen zeigt sich auch bei den Bergschuhen der Trend hin zu Modellen, die über ein Obermaterial aus gestricktem Gewebe, auf neudeutsch gerne auch »Knit« genannt, verfügen.

Schafthöhe

Für leichte Wanderungen mit wenig oder keinem Gepäck reicht ein Halbschuh im Grunde aus. Führt der Weg jedoch in steileres Gelände, sollte man zu einem Schuh mit hohem Schaft greifen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen lastet bei höherem Rucksackgewicht auch eine höhere Belastung auf Fuß und Fußgelenk. Kommt dann noch unwegsames Gelände hinzu, wird gleichzeitig auch die Gefahr umzuknicken größer. Ein Schuh mit hohem Schaft bietet also schlichtweg mehr Sicherheit.

Gore-Tex bei Wanderschuhen

Gore-Tex ist mit den Jahren zum Industriestandard bei wasserdichten Schuhen geworden. Nur wenige Hersteller wagen es, mit anderen wasserdichten Membranen und Materialien zu arbeiten, und so verwundert es nicht weiter, dass unter den neun getesteten Schuhmodellen nur zwei Hersteller mit Eigenentwicklungen arbeiten – Brütting mit Comfortex und Keen mit seinem KEEN Dry. Salomon verbaut im OUTline gar keine Membran.

Von Gore-Tex kommen die meisten wasserdichten Membranen

Der Test bot allerdings keine Plattform, um die beiden »Alternativmembrane« einem Langzeittest zu unterziehen. Somit muss in diesem Rahmen die Frage offen bleiben, ob die Eigenmembranen auf lange Sicht dem Platzhirsch Gore-Tex das Wasser reichen können.

So haben wir getestet

Alle Wander- und Bergschuhe wurden auf unterschiedlich langen Touren in den bayerischen Voralpen, in Tirol sowie im Piemont und auf unterschiedlich schwierigen Wegen getestet. Die Bandbreite reichte dabei von einfacheren Pfaden bis hin zu alpinen Steigen durch grobgerölliges Gelände und kurzen Gletscherquerungen.

Die Beladung variierte ebenfalls: von leichten Tagesrucksäcken mit weniger als fünf Kilo Gewicht bis hin zu einem fünfjährigen Kind in einer Kraxe plus Proviant, was einer Beladung von etwa 20 Kilogramm entspricht. Sämtliche von den Herstelllern als wasserdicht angegebenen Schuhe wurden – wenn möglich – bei Bachdurchwatungen auf ihre Wasserdichtigkeit überprüft.

 Herren-Wanderschuh Test: Banks (1)
Die Hanwag Banks GTX überzeugen mit einem ausgezeichneten Tragekomfort.

Unser Favorit: Hanwag Banks GTX

Reinschlüpfen, Wohlfühlen, Loslaufen: So lautet das Motto für den Hanwag Banks GTX. Der Schuh verfügt über eines der besten – wenn nicht das beste Fußbett im Test. Die traditionsreiche Bergschuhfirma aus dem oberbayerischen Vierkirchen hat ein Komfortwunder gezaubert, dass unter den insgesamt 19 getesteten Schuhen seinesgleichen sucht.

Man darf vom Hanwag Banks GTX indes keine Bergschuh-Wunder erwarten – für anspruchsvolleres Klettersteig- oder Hochtourengelände ist er aufgrund seiner recht weichen Zwischensohle nicht geeignet. Doch als Wander- oder auch leichter Trekkingstiefel ist er geradezu ideal. Aufgrund seines vergleichsweise hohen Schafts eignet er sich auch zum Tragen schwererer Lasten wie beispielsweise einer Kraxe oder eines schweren Rucksacks.

Im Rahmen einer Familienwanderung in den bayerischen Voralpen können wir den Hanwag Banks GTX ausgiebig testen. Der braun in braun gehaltene Schuh hat einen klassischen Look – bloß keine Experimente! Dass der Wanderschuh mit Gore-Tex ausgestattet ist, ist bei Hanwag fast schon selbstverständlich. Wir fordern dem Schuh eigens eine kleine Wat-Wanderung im Bach ab. Ein optischer Genuss, wie das Wasser vom Schuh abperlt, man will gar nicht mehr heraus aus dem Bachbett!

Beim Banks GTX setzt Hanwag primär auf einen Außenschuh aus Leder. Zwar besteht dieser – im Gegensatz zum Meindl – aus mehreren Teilen und ist am Schaft durch neoprenartiges Material unterbrochen, dürfte den Kunden aber trotzdem im Vergleich zu den »Plastikschuhen« von etwa La Sportiva mit einem längeren Produktleben erfreuen.

Ein kleines Manko ist das Gewicht. Mit 738 Gramm pro Schuh ist der Hanwag Banks GTX nicht ganz leicht. Trotzdem hat uns der Schuh aufgrund seines Tragekomforts echt begeistert. Er ist somit ein heißer Tipp für alle, die bisher von mangelhaften Fußbetten und unkomfortablen Schuhen heimgesucht wurden.

Hanwag Banks GTX im Testspiegel

Das Bergzeit Magazin hat den Hanwag Banks GTX getestet und schließt mit einem positiven Fazit:

»Dass hier hochwertiges Material mit meisterlicher Qualität verarbeitet wurde spürt man deutlich. Durch die Kombination aus Leichtwanderschuh, notwendiger Trittsicherheit, Knöchelschutz und Tragekomfort ist der Schuh ein super Wanderschuh.«

Auch das Outdoor Magazin ist von der Performance des Banks überzeugt – hat allerdings 2017 das Nachfolgermodell getestet:

»Mittels der butterweich laufenden Schnürung lässt sich der komfortable Schaft des Hanwag Banks II GTX sauber anpassen, die Sohle (Vibram »Endurance«) dämpft gut, rollt geschmeidig ab und bietet ein griffiges Profil.«

Der ruhr-guide.de, das »Online Magazin für das Ruhrgebiet«, attestiert dem Hanwag Banks GTX ebenfalls ausgezeichnete Trageeigenschaften:

»Sehr gelungen ist die Passform – einsteigen und wohl fühlen heißt hier die Devise! Wenige Schuhe tragen sich so bequem wie der Banks – und das ohne lästiges Einlaufen!«

Alternativen

Der Hanwag Banks GTX hat uns voll überzeugt. Doch auch die anderen Hersteller im Test haben mitunter interessante Modelle im Programm, die für andere Einsatzbereiche konstruiert wurden.

Der Allrounder

Mammut Ducan High GTX

Der Mammut Ducan High GTX hat uns ehrlich überrascht. Auf einer Kraxentour musste der Schuh vom Start der Wanderung aus beweisen, was er kann – und wusste vom ersten Schritt an durch einen fantastischen Sitz zu überzeugen.

Das liegt sicherlich auch an seiner innovativen Zungenkonstruktion. Beim Ducan ist die Zunge nicht wie bei anderen Schuhmodellen als separates Bauteil in den Oberschuh eingesetzt, Oberschuh und Zunge bestehen vielmehr aus einem einzigen Stück Textil. Das hat den Vorteil, dass sich weniger Druck- und Reibestellen ergeben und der Schuh sich wie eine Socke dem Fuß anschmiegt.

Man merkt Mammut an, dass die Firma mit der Übernahme des Schweizer Schuhherstellers Raichle vor einigen Jahren eine Menge Schuh-Know-How eingekauft und dieses weiterentwickelt hat. Die Passform weiß auch bei schwerer Beladung zu überzeugen, der Schuh wendet sich an »Durchschnittsfüße« – mit einem eher schmalen und langen Fuß wackelt und ruckelt nichts und der Schuh macht auch nach einem langen Wandertag über Feldwege, schmale Wiesenpfade und Felsstufen Spaß. Der moderat hohe Schaft gibt dem Fuß auch bei schwerer Beladung und auf längeren Querungen ausreichend Halt.

Das Auge kauft mit – das gilt auch für den Mammut Ducan High GTX. Sein futuristisches Design mag Liebhaber klassischer Kernlederschuhe abschrecken – wir finden die Kombination aus Knit-Obermaterial, der leicht asymmetrischen Schnürung und der weit nach oben gezogenen Vibram-Profilsohle richtungsweisend und ansprechend. Hier ist kein bisschen Material verschwendet worden – was sich auch am vergleichsweise niedrigen Gewicht von rund 1.100 Gramm bei Größe EUR 44 2/3 bemerkbar macht. Ein Schuh, wie gemacht für gewichtsoptimierte Hütten- und Tagestouren.

Leicht & schnell

La Sportiva Stream GTX

Test Herren-Wanderschuh: La Sportiva Stream GTX
Leichter, innovativer Berg- und Wanderstiefel mit gewichtsreduzierter Konstruktion. Vergleichsweise niedriger Schaft.

Der Stream GTX des italienischen Herstellers La Sportiva war im Test ein Nachzügler – und wir sind dankbar, dass es der Schuh doch noch in den Test geschafft hat, denn er konnte auf ganzer Linie überzeugen. Man merkt La Sportiva auch bei diesem Modell schnell an, dass das Unternehmen über viel Erfahrung in der Herstellung passgenauer Bergschuhe verfügt. Zwar kommt er nicht ganz an den Komfort des Hanwag Banks GTX heran, wiegt dafür aber fast ein Pfund (im Paar) weniger, was man beim Wandern und Bergsteigen schnell merkt.

Der Stream GTX will den Spagat schaffen zwischen leichtem Trekkingstiefel und technischem Bergschuh. Das schafft er unserer Meinung nach auf hervorragende Weise und lässt sich damit wunderbar vielseitig einsetzen. Was die Passform angeht, fühlt sich das Modell schon beim ersten Anziehen an wie angegossen. Der Schuh trägt sich trotz seines auf den ersten Blick weit ausladenden Schaftes auch sehr komfortabel, lässt sich sehr leicht schnüren und bietet einen festen Griff, egal ob auf nassen Bachkieseln, auf glitschigem Waldboden oder auf trockenem Fels und kiesigen Bergpfaden. Was für ein Kontrast zu extrem weichen Schuhen wie dem Vojo 2 Mid von Jack Wolfskin! Da merkt man, wer im Schuhmachergewerbe zu Hause ist.

Beim Test nehmen wir den Schuh – passend zu seinem Namen – mit auf eine Bachtour mit anschließender Gipfelbesteigung. Im Bach kann die wasserdichte Gore-Tex Surround-Membran zeigen, was sie kann. Unser Aufstieg führt quasi komplett im Bach entlang – ausgezeichnete Testverhältnisse! Und siehe da, die Füße bleiben komplett trocken, der Schuh überzeugt mit einem festen, aber nie unbequemen Sitz.

Anschließend geht es zum Teil weglos den Berg hinauf. Auch hier kann der nur 1040 Gramm (Paar) schwere Italiener überzeugen. Der Schuh ist zwar nichts für Fans von Lederschuhen – auf der anderen Seite: Hey, für diesen Schuh musste kein Tier sterben. Der La Sportiva Stream GTX bekommt ganz klar unseren Leicht&Schnell-Tipp!

Ein Schuh fürs Grobe

Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex

Test Herren-Wanderschuh: Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex
Bequemer, fester und trotzdem vergleichsweise leichter Bergstiefel mit stabiler Zwischensohle für Bergtouren-Einsätze bis hinauf ins alpine Umfeld.

Salewa ist eine der größten Bergsportmarken auf dem deutschsprachigen Markt. Die Marke wird auch gerne als »Vollsortimenter« bezeichnet, was bedeutet, dass es von Salewa im Outdoorsport-Bereich schlichtweg alles zu kaufen gibt – von A wie Abseilachter bis Z wie Zelt.

Die ursprünglich in München gegründete und inzwischen zur südtiroler Oberrauch-Gruppe gehörende Marke bietet schlichtweg alles, was das Bergsteigerherz begehrt. Unser Verhältnis zu Salewa ist indes etwas zwiespältig. Zwar haben wir durchaus gute Erfahrungen mit Salewa gemacht – eine wasserdichte, zuverlässige Powertex-Überhose vor rund 25 Jahren machte den Anfang. Andere Produkte – wir erinnern uns an ein leidlich gut verarbeitetes, aber undichtes Zelt – haben uns weniger begeistert.

Zu den Mountain Trainer Mid Gore-Tex® Herren Schuhen schöpfen wir jedoch sofort Vertrauen. Schon als wir sie aus dem Karton ziehen, machen die Schuhe einen grundsoliden, für einen alpinen Bergschuh erstaunlich leichten und auch schön designten Eindruck. Das »Mid« im Namen deutet darauf hin, dass die Schuhe einen mittelhohen Schaft haben und so Knöchel und Unterschenkel deutlich mehr Bewegungsspielraum ermöglichen. Ein Hinweis darauf, dass die Mountain Trainer Mid Gore-Tex für die etwas agileren Einsätze gedacht sind, also zügige Bergbesteigungen oder Klettersteigbegehungen anstatt von langen Trekkingtouren.

Im Test führen wir die Schuhe auf eine hochalpine, gletscherfreie Tour auf den 3291 Meter hohen Keeskogel in den Hohen Tauern aus – genau das Metier, in dem sich der Mountain Trainer Mid Gore-Tex wohlfühlen müsste. Und der Schuh enttäuscht nicht im geringsten. Die steife, aber nicht zu steife Zwischensohle sorgt in Kombination mit der Vibram-Profilsohle für homogene Abrollvorgänge und einen ordentlichen Grip, auch von der Passform des in Rumänien hergestellten Schuhs sind wir schnell überzeugt. Der niedrige Schaft verleiht dem Schuh wie erwartet ein hohes Maß an Flexibilität. Wer den Schuh beim Queren langer Schneefelder nutzt, sollte allerdings Gamaschen dabei haben. Wir holen uns nasse Füße, was aber mit jedem anderen hochschaftigen Schuh aufgrund des sulzigen Schnees auch passiert wäre.

Salewa ist mit diesem Modell ein toller Wurf gelungen. Der Schuh eignet sich zwar maximal für Leicht- bzw. Riemensteigeisen, fühlt sich aber trotzdem speziell in höheren Bergen, bei denen es viel Felskontakt und eventuell auch kleinere Klettereinlagen gibt, ab wohlsten. Bei Wanderungen und Bergtouren in den Voralpen ist er hingegen unterfordert. Allein bei Gletscher- und Eistouren muss er höherschaftigen, steiferen Schuhen den Vortritt lassen. Wäre dieser Test ein reiner Bergschuhtest gewesen – das Modell von Salewa hätte einen Preis abgeräumt.

Für Kletterfexe

Dachstein Super Ferrata MC GTX

Test Herren-Wanderschuh: Dachstein Super Ferrata MC GTX
Toll geschnittener, fester Bergstiefel mit hoher Trittpräzision und schöner Verarbeitung.

Gerade noch rechtzeitig hat es der Dachstein Super Ferrata MC GTX in den Test geschafft. Uns bleiben nur noch wenige Wochen zum Testen. So nehmen wir den Schuh kurzerhand auf eine anspruchsvolle, schnelle und vor allem steile Tour im Karwendel mit. Zwar werden wir ihn nicht in einem Klettersteig testen können, aber doch auf einem steilen, felsdurchsetzten Pfad durch das Gumpenkar hinauf auf das 2452 Meter hohe Gamsjoch.

Was sofort auffällt, ist die tolle Passform des nur gut 1.300 Gramm schweren Schuhs – übrigens ein toller Wert für einen Lederstiefel. Der Super Ferrata MC GTX schmiegt sich dem Fuß förmlich an, man fühlt sich sofort wohl. Die Zehenkappe ist aus abriebfestem Material gefertigt, was sich insbesondere bei Steil- und Kletterstücken bezahlt machen dürfte. Am Gipfel unserer Test-Tour angekommen, erwischt uns ein ordentlicher Graupelschauer. Zum Glück hat der Super Ferrata MC GTX Gore-Tex, der Fuß bleibt also angenehm trocken und warm.

Beim Abstieg überzeugt der Stiefel durch einen festen, kontrollierten Grip – durch das geringe Volumen weiß man bei diesem Schuh stets, wo man hintritt. Trotz der glitschigen Felsen erleben wir keinen einzigen Ausrutscher. Nicht zuletzt sorgt der aus Neopren gefertigte Schaft stets dafür, dass man ein angenehmes, sicheres Tragegefühl hat.

Dachstein ist mit dem Super Ferrata GTX ein schöner Allrounder gelungen, der bei Weitem nicht nur beim Klettersteigeinsatz, sondern auch bei alpineren, felsdurchsetzten Wandertouren punkten kann. Besonders gefallen hat uns, dass der Schuh rundum durchdacht ist – da ist nicht zu viel dran und nicht zu wenig. Allein Schwerlastträger würden sich einen etwas höheren Schaft wünschen. Dieser lässt dem Fuß viel Bewegungsfreiheit, was im Fels wiederum von Vorteil ist.

Außerdem getestet

Der Meindl Island Pro MFS ist die gepanzerte Limousine unter den Berg- und Wanderschuhe und eine echte Schuh-Legende. Der Volllederschuh wird seit mehreren Jahrzehnten nahezu unverändert hergestellt und genießt unter qualitätsbewussten Bergsteigern einen unzweifelhaften Ruf.

Der hochschaftige Schuh ist der stabilste, aber mit 934 Gramm pro Schuh auch der mit Abstand schwerste im Test. Er richtet sich somit an Outdoorsportler, die etwas extrarobustes und extrafestes suchen. Wobei Outdoorsportler vielleicht der falsche Begriff ist, denn mit diesem Schuh »Sport« zu treiben, trifft es nicht ganz. Der Island Pro MFS ist ein Partner für ernsthafte Bergsteiger, Weitwanderer, Winterwanderer und auch Jäger. Irgendwo schnell rauflaufen – das geht mit dem Meindl Island Pro MFS zwar auch, für die Quick&Dirty-Fraktion gibt es jedoch besser geeignete Schuhe wie den Scarpa Stream GTX.

Wo man bei diesem Schuh auch hinsieht, erblickt man langlebige, verlässliche und durchdachte Detaillösungen. Nach vier Schlaufösen sorgen fünf Haken am Schaft dafür, dass der Volllederschuh fest sitzt, aufgrund seines extrahohen Schafts so fest wie kein anderer im Test. Die Vierfachnaht zwischen Vorderschuh, Ferse und Schaft ist vom Feinsten, das Prädikat »Made in Germany« darf sich im Test kein zweiter Schuh auf die Fahnen schreiben. Dieser Schuh will und soll lange getragen werden. Es kursiert ein Podcast mit Meindl-Chef Lukas Meindl im Netz, in dem er von mehrere Jahrzehnte alten Island-Modellen erzählt, die zur Neubesohlung eingeschickt wurden. Beeindruckend!

In diesem Test hat es der Meindl Island Pro MFS im wahrsten Sinne des Wortes schwer. Der Schuh ist ein waschechter Bergschuh – im Wandersektor gibt es aber leichtere, agilere und schlichtweg komfortablere Modelle. Hätten wir noch einen Extra-Kauftipp für Langlebigkeit zu vergeben gehabt – der Meindl hätte ihn unzweifelhaft bekommen. So schrammt er leider an einer Empfehlung vorbei.

inov-8 Roclite 345 GTX

Ein Laufschuh, der auch Bergschuh ist? Oder ein Bergschuh, der auch Laufschuh sein will? Wie man es dreht und wendet, der inov-8 Roclite 345 GTX spielt im Test eine Sonderrolle. Mit dem Leichtgewicht – die »345« im Namen soll auf das Gewicht pro Schuh verweisen, unsere Waage zeigt schließlich 376 Gramm an – wagen wir uns mit ihm auf eine anspruchsvolle Bike&Hike&Biwak-Tour.

Beim Loslaufen – einen Teil der Tour legen wir  im Lauftempo zurück – zeigt sich, dass das Modell tatsächlich von der Roclite-Laufschuhserie abstammt. Man merkt fast nicht, dass der Schuh kein klassischer, niedrig geschnittener Laufschuh ist, sondern einen zumindest halbhohen Schaft hat. Durch sein geringes Gewicht besitzt der Schuh eine geringe Trägheit, die feste Schnürung fixiert ihn fest am Fuß. Damit reagiert er schneller auf die Bewegungen seines Besitzers als schwerere Modelle wie der Salomon Outback 500 GTX.

Einen Nachteil hat so viel Flexibilität natürlich auch. Die Schritte wollen mit dem inov-8 Roclite 345 GTX präzise gesetzt werden, der Schuh ist garantiert nichts für Wander-Einsteiger sondern für versierte Sportler, die einen umknick-stabilen Ultraleichtschuh für Micro Adventures und andere Abenteuer suchen. Doch wie bereits gesagt – dieser Schuh hat im Testfeld einen Sonderstatus.

Wir empfehlen ihn daher für versierte Sportler, die das Gewicht ihrer Ausrüstung minimieren wollen und Läufer, die in technisch schwierigem Gelände sicherer unterwegs sein und ihren Fuß schonen möchten. Seine innovative Konstruktion und natürlich das leichte Gewicht hat uns im Test imponiert. Für Wanderer, die auch mal mit schwererem Gepäck unterwegs sind, ist er indes etwas zu weich.

The North Face Ultra Fastpack III Mid GTX

The North Face wendet sich mit dem Ultra Fastpack III Mid GTX an eine Klientel, die am liebsten schnell und leicht unterwegs ist und trotzdem ein gewisses Maß an Umknicksicherheit und Seitenstabilität haben möchte. Mit lediglich 920 Gramm Gewicht ist er auch der leichteste hochschaftige Schuh im Test. The North Face versucht mit dem Ultra Fastpack III Mid GTX zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – seine leichte, flexible Grundkonstruktion erinnert an einen Laufschuh. Der halbhohe Schaft soll bei Rucksacktouren durch unwegsames Gelände das Umknicken verhindern.

Fastpacking ist in aller Munde – also das gewichtsoptimierte, leichte Unterwegssein in der Natur. So gibt es Fastpacking-Zelte, Ultraleicht-Rucksäcke und eben Ultraleicht-Trekkingschuhe wie den Ultra Fastpack III Mid GTX. Ob man den Schuh nun als vollwertigen Wanderschuh bezeichnen möchte, ist indes eine andere Frage. So fühlt er sich auf grobgerölligen, unebenen Pfaden etwas instabil an und richtet sich klar an eine Käuferschaft, die zugunsten des zugegebenermaßen leichten Gewichts Abstriche bei der Stabilität in Kauf nimmt.

Somit eignet sich der The North Face Ultra Fastpack III Mid GTX entweder a) an Gelegenheitswanderer, die einen überaus leichten, flexiblen und anpassungsfähigen halbhohen Schuh für leichtes Gelände suchen oder b) an erfahrene »Fastpacker« (oder, auf deutsch gesagt, Ausrüstungsminimalisten) die genau wissen, worauf sie sich bei einem Schuh mit geringer Seitenstabilität einlassen. Wanderer, die einen gutmütigen, robusten und stabilen Schuh suchen, der ein hohes Maß an Trittsicherheit bietet, wählen lieber ein verwindungssteiferes Modell wie den Mammut Ducan Mid GTX, der genau das Plus an Steifigkeit bietet, das man im Gelände benötigt, um sich sicher zu fühlen oder den Lowa Renegade GTX Mid.

Der Lowa Renegade GTX Mid ist so etwas wie der VW Golf unter den Wanderschuhen. Seit Jahren im Programm, ist er eine der Cash Cows des bayerischen Herstellers Lowa und wird Jahr für Jahr in leicht überarbeiteter Form angeboten. Man weiß, worauf man sich einlässt – der Lowa Renegade GTX Mid dürfte wohl mit einem der bewährtesten Leisten auf dem Markt überhaupt hergestellt werden und richtet sich als Allrounder an ambitionierte Wanderer und Bergsteiger, die ihn möglichst vielseitig einsetzen wollen. Wobei der Fokus aufgrund der weichen Sohle klar auf Wanderungen im leichten bis mittelschweren Gelände liegt.

Somit ist der Lowa Renegade GTX eigentlich ein Rundum-sorglos-Schuh, was auch zahlreiche Testsiege und positive Bewertungen in der Vergangenheit verdeutlichen. Trotzdem täte ihm nach Jahren kleinerer Veränderungen eine komplette Überarbeitung gut. Mit 1.336 Gramm ist er vergleichsweise schwer, die Sohlenkonstruktion wirkt klobig, das Design ein wenig altbacken. Vergleicht man den innovativen Mammut Ducan GTX und den Lowa Renegade, prallen Welten aufeinander. Auf der einen Seite der 200 Gramm leichtere Kunststoffschuh, hier der robuste, schwere Volllederschuh.

Doch gerade deswegen erfreut sich der Lowa Renegade GTX Mid eines gleichbleibend hohen Zuspruchs. Er ist robust verarbeitet, sein Abperl-Verhalten im Wasser sucht im Testfeld seinesgleichen, Geh- und Tragekomfort zeugen von jahrelanger Erfahrung. Somit richtet sich der Wanderschuh an Bergsportler, die keine Experimente wagen wollen und einen zuverlässigen, robusten und langlebigen Schuh für einfache bis moderate Wanderungen und Bergtouren suchen. Für schwierigere Unternehmungen ist die Sohle des Renegade ein wenig zu weich.

Scarpa ist einer der erfolgreichsten italienischen Bergschuhhersteller und hat schon unzählige Expeditionen in die hohen Berge der Welt mit robustem Schuhwerk ausgestattet. Das merkt man zweifelsohne auch dem ZG Lite GTX an. Die robuste Verarbeitung mit einer steifen Zwischensohle prädestiniert den Schuh für Wanderungen, bei denen es auch mal zur Sache geht – sei es, weil der Weg geröllig, alpiner und damit steiler wird, sei es, weil sich die Distanz der Tagesetappe in die Länge zieht.

Mit seinen 1336 Gramm ist er immer noch ausreichend leicht, um am Fuß nicht durch zu viel Gewicht aufzufallen. Auch hier sorgt eine Vibram-Profilsohle für einen ausgezeichneten Grip – sie fällt im Falle des ZG Lite GTX etwas breiter und agressiver aus als beim Mammut und bietet somit auch auf technischeren, ausgesetzten Pfaden und Wegen und beim Tragen schwererer Rucksäcke guten Halt.

Im Gegensatz zum Ducan GTX setzt Scarpa auf Spaltleder als Obermaterial, das durch textile Elemente ergänzt wird. In Kombination mit der robusten, flexiblen Kunststoff-Zehenkappe sorgt das für eine lange Lebensdauer beim etwas härteren alpinen Einsatz. Nicht zuletzt schafft der Scarpa ZG Lite GTX meisterhaft den Spagat zwischen leichtem Trekkingstiefel und klettersteigtauglichem Leichtbergstiefel.

Wie wenige andere Schuhe im Testfeld deckt der ZG Lite GTX somit ein breites Spielfeld an Einsatzbereichen ab und ist damit eine gute Wahl für Wanderer, die sich nicht sicher sind, wohin die nächste Bergreise genau führen soll und die gerade deswegen einen möglichst vielseitigen Schuh suchen.

Der Keen Targhee Mid WP kommt besonders breit daher und sieht auf den ersten Blick fast aus wie ein Arbeitsschuh mit Stahlkappe. Keen macht seinem Ruf als Hersteller besonders komfortabler, sich an der Fußform orientierender Freizeitschuhe alle Ehre – dem Schuh haftet eine gewisse Hang-Lose-Attitüde an. Mit eher schmalen Füßen fühlt man sich im Targhee Mid WP allerdings etwas verloren. Der Schuh bietet im Vorderfuß wenig Halt, die Schnürung reicht nicht aus, um dagegen anzuwirken und den Fuß »einzuschnüren«. Personen mit breiteren Füßen mögen dies zwar anders empfinden, ein Passformwunder ist der Targhee Mid WP in unserem Fall nicht.

Trotzdem punktet der Schuh mit einigen Details, die auf Anhieb gefallen. So sorgt die große Schlaufe am Heck dafür, dass das Anziehen reibungslos vonstatten geht. Großflächige reflektierende Elemente garantieren, dass man im Halbdunkel und Dunkel besser gesehen wird. Der vergleichsweise niedrige Schaft verleihen dem Keen darüber hinaus mehr Flexibilität als vergleichbaren Schuhen.

Bei Membran und Profil setzt Keen auf Eigenentwicklungen – vermutlich um keine hohen Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Die gutmütige Sohle mit weit nach oben gezogener Zehenkappe bietet guten Grip auf allen möglichen Untergründen von Feldweg bis Wiesenpfad, auch die Keen Dry-Membran kann beim ersten Untertauch-Test vollends überzeugen: kein Wassereinbruch. Somit ist der Keen Targhee Mid WP ein gutmütiger Wanderstiefel speziell für Personen mit etwas breiteren Füßen, die bisher Probleme hatten, einen passenden und ausreichend breiten Schuh zu finden.

Dachstein Super Leggera GTX

Strick, wo man hinsieht – der Dachstein Super Leggera GTX setzt wie kein anderer Schuh im Testfeld auf das Obermaterial Textil. Allerdings in einem »Aggregatzustand«, der nichts mit einem Strickpullover zu tun hat – eher mit festem Nylongewebe. Die Textil-Optik ist ungewöhnlich, gehört jedoch zum Programm. Denn der Schuh passt sich der Fußform an wie kein zweiter, ist allerdings auch flexibel, was Fans fester Materialien zu Beginn etwas irritieren wird.

Doch wo fühlt sich dieser Schuh wohl? Zunächst einmal fällt die weiche Sohle auf. Der Dachstein Super Leggera GTX rollt gut ab, seine Vibram-Sohle klebt förmlich auf Felsen und punktet auch auf Geröll und einfachen Wander- und Fahrwegen. Dachstein verpasst dem Schuh eine weit nach oben reichende Schnürung und verzichtet gänzlich auf Haken. Das mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, schließlich hat der Wanderstiefel einen hohen Schaft, das ist jedoch kein Nachteil. Man schlüpft in den Dachstein Super Leggera so schnell und unproblematisch wie in eine Socke – allerdings fühlt sich der Schuh auch im geschnürten Zustand weicher und »Turnschuh-hafter« an als die Lederschuhe im Testfeld.

Was das Innenleben angeht, konnte der Super Leggera GTX im Test nicht vollends überzeugen. Ob es daran lag, dass der Testschuh in Größe 45 ein wenig zu groß ausfiel und der Fuß somit dazu tendierte, ein wenig hin- und herzurutschen, sei dahingestellt. Trotzdem wurde man im Test das Gefühl nicht los, dass die Einlegesohle des Super Leggera GTX über zu wenig Profilierung und damit Stütze für den Fuß verfügt.

Der Dachstein Super Leggera hat durch seine innovative, flexible und anschmiegsame Strick-Herstellungstechnik durchaus seine Daseinsberechtigung. Damit der Schuh gut funktioniert, sollte er aber so fest wie möglich sitzen (nicht zu verwechseln mit engem Sitz, das wäre zu viel des Guten und würde zu mangelndem Komfort führen!). Daher an dieser Stelle der Tipp, den Super Leggera lieber eine halbe Größe kleiner zu wählen als zu groß, damit dem Fuß etwas mehr Sicherheit und Stütze gegeben wird.

Es gibt sie, diese Tage an denen man einfach nur einen Schuh für das »schnell raus« oder »schnell rauf auf den Berg« braucht. Genau dafür ist der Salomon OUTline gemacht. Er ist der einzige Halbschuh im Test und kann doch durch einige Alleinstellungsmerkmale punkten, die ihn für leichtere Wanderungen tauglich machen. Dazu zählt zum einen das geringe Gewicht. Mit nur 684 Gramm Gewicht für das Paar bewegt er sich im Bereich eines mittelschweren Laufschuhs. Zudem bietet seine Contagrip-Sohle mit ihrem großen Stollenabstand einen ausgezeichneten Halt auf den verschiedensten Untergründen.

Nässeprofi ist der Salomon OUTline indes nicht: Salomon verzichtet aus Gewichtsgründen auf eine wasserdichte Membran. Somit eignet er sich primär für kurze Wanderungen bei trockenen Wetterverhältnissen, macht aber auch als Alltagsschuh für Outdoorfans eine gute Figur. Egal ob bei einer kleinen Feierabendtour auf den Hausberg, als Reiseschuh oder als geländegängige Ergänzung im Schuh-Sortiment zu Hause – der Salomon OUTline ist in der Passform denkbar unkompliziert, verfügt durch raffinierte Plastik-Applikationen an stark beanspruchten Stellen über eine lange Lebensdauer und wird somit zu einer praktischen Allzweckwaffe. Aber längere Wanderungen mit schwererem Gepäck sollte man sich mit dem Salomon OUTline nicht antun. Dafür bietet er zu wenig Seiten- und Umknickstabilität. Speziell Gelegenheitswanderer, deren Füße nicht so gut trainiert sind, sind mit einem hochschaftigen, festeren Schuh besser beraten.

Jack Wolfskin Vojo 2 Hike Texapore Mid M

Jack Wolfskin hat unter Wanderern einen legendären, unter Bergsteigern eher einen zwiegespaltenen Ruf. Warum? Nun, der Marke mit der Bärentatze ist es bisher nicht gelungen, ihr Image der etwas biederen, vom Design her konservativen und von der technischen Ausstattung wenig inspirierten Marke abzuschütteln. Zum Wandern mag das Schuhwerk taugen, für ernsthafte alpine Einsätze ist es schlicht nicht geeignet bzw. wurde auch gar nicht dafür konstruiert. Jack Wolfskin hat durchaus versucht, auch in dieser Sparte zu reüssieren, hat es sich aber inzwischen mit seinem Status Quo als »Wandermarke« abgefunden oder besser gesagt bequem gemacht.

Bequem kann man es sich auch im Vojo Hike 2 machen. »Basketballbergstiefel« schießt es uns durch den Kopf, als wir den vergleichsweise günstigen Schuh auf eine kleine Bergtour nehmen. Der Jack Wolfskin ist sehr weich, die Sohle biegt sich sehr weit durch und die Polsterung am Schaft ist sehr dick. Das sorgt, wie gesagt, für ein Gehgefühl wie in einem Basketballstiefel – Tritt-Präzision sieht anders aus. Fürs grobe Gelände, wo man sich auf einen exakten Tritt bei felsigen Steigpassagen verlassen muss, ist das Modell nichts. Der Schuh fühlt sich auf harmlosen Kieswegen oder einfachen Steigen am wohlsten. Positiv überrascht sind wir von der Texapore-Membran. Die Jack Wolfskin-Eigenentwicklung hält angenehm dicht, auch beim Queren eines Baches. Stehen wir allen wasserdichten Membranen, die nicht vom Marktführer Gore-Tex stammen, sonst eher kritisch gegenüber, werden wir hier Lügen gestraft.

Für unsere Begriffe ist der Vojo 2 ein Schuh, der perfekt zum Jack Wolfskin-Image passt. Braun und grau sind nicht unbedingt Trendfarben, von der Konstruktion her wendet sich der Schuh an Freunde moderater Wanderungen und kurzer, technisch einfacher Bergtouren. Wer hingegen einen schwereren Rucksack dabei hat oder eine längere Tour plant, sollte zu einem Schuh greifen, der den Fuß besser unterstützt.

Salomon Outback 500 GTX

»Toll verarbeitet!« – das ist der erste Eindruck, den man vom Salomon Outback 500 GTX bekommt, wenn man ihn aus dem Karton holt. Zwar besteht der Wanderstiefel komplett aus Kunststoff, trotzdem oder gerade deswegen macht er einen sauber designten, funktionalen und sportiven Eindruck. Selbstblockierende Ösen und Polsterungen am Schaft, Salomons werkseigene contagrip-Profilsohle und die wasserdichte Gore-Tex-Ausstattung wecken den Eindruck, dass man es hier mit einem durchdacht ausgestatteten Wanderstiefel zu tun hat, der sich auch für etwas alpinere Touren als den 1000-Meter-Berg in den Voralpen empfiehlt.

Wir fackeln nicht lange und nehmen den Outback 500 mit auf eine recht steile, felsige und geröllige 1200 Höhenmeter-Tour auf einen 2300 Meter-Berg im Wettersteingebirge. So lange es nicht zu steil wird, sind wir vom Outback durchaus angetan. Er rollt gut ab, die weiche Sohle ist auf dem erdigen Waldboden angenehm griffig, der Gehkomfort vorbildlich. Als das Gelände jedoch steiler wird, wird die weiche Sohle zum Manko. Der Schuh biegt sich durch, worunter der Halt leidet. Auch zeigt der Schaft zumindest bei uns die unangenehme Eigenschaft, im oberen Knöchelbereich Druckstellen hervorzurufen.

Was von der Test-Tour letzten Endes übrig bleibt, ist ein zwiespältiger Eindruck. Überfordert man ihn nicht, ist der Schuh angenehm zu tragen. Man sollte ihn jedoch nicht zu stark strapazieren, das mag der Outback gar nicht. Trotz seiner »alpinen« Optik ist der Schuh eben ein Wander- und kein alpiner Bergschuh. Und was den Tragekomfort angeht, hat die Konkurrenz im Test klar die Nase vorne.

Brütting Mount Bona High

Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von rund 90 Euro ist der Bruetting Mount Bona High einer der günstigsten Wanderschuhe im Testfeld. Trotzdem verfügt auch er über eine griffige Vibram-Profilsohle und ist laut Hersteller Dank der Comfortex-Technologie wasserdicht. Im Test musste sich der halbhohe Stiefel bei mehreren Bachdurchwatungen, gerölligen Abschnitten und auf einem klassischen Kiesweg beweisen.

Schnell wird deutlich: Trotz seines günstiges Preises überzeugt der Schuh mit einem gutmütigen Abrollverhalten. Die Konstruktion ist insgesamt recht weich. Der Schuh richtet sich damit an Wanderer, die einen flexiblen, günstigen Schuh für einfachere Wanderungen suchen.

Die Comfortex-Membran erweist sich als zuverlässig wasserdicht. Beim Eintauchen in einen Bach ist der Schuh so dicht wie ein Gummistiefel. Allerdings lässt das Obermaterial die Nässe nicht wie bei anderen Schuhen abperlen, die Kombination aus Spaltleder und Textil saugt sich vielmehr voll. Das hat allerdings wenig negative Folgen – der Schuh wird zwar schwerer, Wasser dringt aber keines ein. Wer dem vorbeugen will, imprägniert den Schuh vor der ersten Verwendung mit einem Imprägnierspray.

Die Vibram-Sohle erweist sich als sehr griffig. Sogar eine kleine Kletterpassage steckte sie souverän weg – allerdings kommt hier wieder die recht weiche Zwischensohlenkonstruktion zur Geltung, der Bruetting Mount Bona biegt sich bei einer Zehenbelastung durch. Was bleibt, ist jedoch ein durchwegs positiver Eindruck. Wer ein kleines Budget hat und kleine Nachteile in Kauf nimmt, bekommt mit dem Brütting Mount Bona ein stimmiges Gesamtpaket und einen Schuh, mit dem man für kleinere Wanderungen und Tagestouren perfekt gewappnet ist.

Hanwag Alverstone II GTX

Wow, der Schuh ist echt ’ne Wucht – das denkt man sich beim Hanwag Alverstone II GTX schon beim Auspacken. Das Auge kauft auch beim Bergschuh mit und so fällt der hochschaftige Stiefel in seinem rot-schwarzen Design sofort auf. Mit 1.620 Gramm pro Paar bei Größe EUR 44 ist der Hanwag zwar der schwerste Schuh im Test, bietet aber – und das wird schon beim ersten Anziehen klar – viel Steifigkeit und damit auch Trittsicherheit im technischen Gelände.

»Moderner, stabiler und doch leichter Trekkingschuh für anspruchsvolles Terrain, Alpenüberquerungen mit Gipfelambitionen« – so beschreibt Hanwag den Alverstone II GTX auf seiner Homepage und so wird der Bergstiefel auch gleich von uns auf eine hochalpine Bergtour im hintersten Ötztal entführt.

Das feste Fußbett mit steifer Zwischensohle bietet dem Fuß komfortablen und sicheren Halt auf den verschiedensten Untergründen. Es ist eine Freude, mit dem Alverstone II GTX erst über einen steilen Steig und später wegloses, blockiges und gerölliges Gelände bis hinauf in die Gletscherregionen am Alpenhauptkamm zu steigen. Sogar auf dem blanken Gletschereis kann der Schuh punkten, auch wenn er diesmal nicht in die Verlegenheit kommt, sich auch mit Leichtsteigeisen beweisen zu müssen – dafür wäre er grundsätzlich auch geeignet.

Im Testfeld fällt der Hanwag Alverstone II GTX aus der Reihe – er ist der festeste Schuh mit der insgesamt steifsten Konstruktion. Die Passform ist überragend – man merkt dem Alverstone II GTX an, dass Hanwag über viel Erfahrung in der Fertigung klassischer Bergstiefel hat. Für Gelegenheitswanderer ist er hingegen ein wenig zu viel des Guten. Wer aber einen toll verarbeiteten Schuh für ausgedehnte Bergtouren im schwierigeren Gelände sucht, der auch vor kurzen Gletscherpassagen oder sogar Mehrtagestouren nicht zurückschreckt, ist mit dem Hanwag Alverstone II GTX optimal beraten.

Vaude Men's HKG Core Mid STX

Vaude ist mit dem Men’s HKG Core Mid STX unter die Trendsetter gegangen. Der Schuh kommt so geradlinig stylish aus dem Schuhkarton, dass es eine Freude ist – ihm haftet am wenigsten das Prädikat »konservativer Berg- oder Wanderschuh« an. Er hat ein so aufgeräumtes Design, dass wir ihn gleich als Alltagsschuh akzeptieren und auch sofort zum Spaziergang mit der Familie anziehen. Aber darum geht es ja in diesem Test nur bedingt – wir wollen Bergsteigen und Wandern! So führen wir den Schuh auf eine moderate Wandertour im Voralpenland aus – nichts zu Anstrengendes, aber durchaus fordernd.

Der Schuh ist relativ weich, Vaude teilt ihn auf der fünften Stufe seines neunstufigen V-Flow-Index ein und damit als Schuh, der sich für »ausgiebiges Wandern auf ausgetretenen Wegen bis hin zu leichtem alpinen Terrain und auch als Reiseschuh eignet«. Dieser Einschätzung können wir eigentlich nichts hinzufügen.

Der Vaude Men’s HKG Core Mid GTX schlägt sich im Test dann auch ganz gut und reiht sich von der Performance her zwischen einem tendenziell eher weichen Alltagsschuh und einem komfortablen Trekkingstiefel ein. Was ihm fehlt, ist ein klares Alleinstellungsmerkmal. Vaude mag sich zwar mit dem Green Shape-Label ausstatten, das eine nachhaltige Herstellung signalisieren soll – ist dann aber doch Made in China. Da haben die Europäer im Test die Nase vorne. Was das Fußbett angeht, wird er vom Hanwag Banks GTX abgehängt – das Sohlenprofil ist ähnlich weich und etwas schwammig wie beim Jack Wolfskin Vojo 2 Hike.

Empfehlen würden wir ihn daher für moderate Wander- und Bergtouren bis maximal Tagestourformat. Für längere Unternehmungen oder Touren mit schwerem Gepäck ist der Schuh unserer Ansicht nach schlichtweg etwas zu weich.

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Kommentare

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Michael
Michael

Moin,
gibt es einen bestimmten Grund, warum unter den verschiedenen Herstellern im Test ausgerechnet Meindl nicht dabei ist? Gebe es von Meindl im Vergleich zu den hier im Test gezeigten Schuhen ein empfehlenswertes Modell?
Vielen Dank im Voraus!

eberano
eberano

Ist der Mammut Ducan KNIT High GTX ebenfalls zu empfehlen? Was bringt der Aufpreis?